Erbringung von Logistikdienstleistungen
JONAS Farben GmbH
Dieselstraße 42, 42489 Wülfrath, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Schmidt-Falk seit 21.2.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sto SE & Co. KGaAStühlingenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022Sto SE & Co. KGaA | Jahresabschluss und Lagebericht des Sto-Konzerns zum 31. Dezember 2022Bericht des AufsichtsratsMitglieder des AufsichtsratsPeter ZürnBretzfeld-Weißlensburg, Kaufmann, Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2007, Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022, Vorsitzender des Nominierungsausschusses seit 22. Juni 2022 Niels Markmann *Velbert, Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Vorsitzender des Betriebsrats der Vertriebsregion Nord-West, Sto SE & Co. KGaA, Mitglied des Aufsichtsrats seit 24. April 2020, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022, Mitglied des Finanzausschusses seit 22. Juni 2022 Maria H. AnderssonMünchen, Family Officer, Partnerin, Geschäftsführerin, Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Juni 2017, Vorsitzende des Finanzausschusses, Mitglied des Prüfungsausschusses bis 22. Juni 2022 Thade Bredtmann * (ab 22. Juni 2022)Pfalzgrafenweiler, Leiter Personal Sto-Gruppe, Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022, Mitglied des Prüfungsausschusses seit 22. Juni 2022 Klaus Dallwitz * (ab 22. Juni 2022)Maintal, Sachbearbeiter Auftragsannahme und Tourendisposition, Sto SE & Co. KGaA, Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022 Catharina van Delden (ab 22. Juni 2022)München, Unternehmerin, Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022Wolfgang Dell * (bis 22. Juni 2022)Hattersheim, Sachbearbeiter Instandhaltung Anlagentechnik, Sto SE & Co. KGaA, Mitglied des Aufsichtsrats vom 1. März 2011 bis 22. Juni 2022, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 22. Juni 2022, Mitglied des Prüfungsausschusses bis 22. Juni 2022 Petra Hartwig * (ab 22. Juni 2022)Bad Zwesten, Gewerkschaftssekretärin IG BCE, Bezirksleiterin Bezirk Freiburg, Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022 Frank Heßler *Mannheim, Politischer Gewerkschaftssekretär, Stellvertretender Landesbezirksleiter IG BCE Landesbezirk Baden-Württemberg, Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Juni 2017 Barbara Meister *Blumberg, Vorsitzende des Betriebsrats Stühlingen, Sto SE & Co. KGaA, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Juni 2010, Mitglied des Finanzausschusses, Mitglied des Prüfungsausschusses Dr. Renate Neumann-SchäferÜberlingen, Unternehmensberaterin, Wirtschaftswissenschaftlerin, Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Juni 2017, Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Mitglied des Finanzausschusses bis 22. Juni 2022 Cornelia Reinecke (bis 22. Juni 2022)Emmendingen, Leiterin Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der Sick AG, Mitglied des Aufsichtsrats vom 14. Juni 2017 bis 22. Juni 2022, Mitglied des Nominierungsausschusses bis 22. Juni 2022 Roland Schey * (bis 22. Juni 2022)Tengen, Leiter Finanz- und Rechnungswesen Sto-Gruppe, Mitglied des Aufsichtsrats vom 14. Juni 2017 bis 22. Juni 2022, Mitglied des Finanzausschusses bis 22. Juni 2022 Prof. Dr. Klaus Peter SedlbauerRottach-Egern, Inhaber des Lehrstuhls für Bauphysik der Technischen Universität München, Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2007, Mitglied des Nominierungsausschusses Martina Seth * (bis 22. Juni 2022)Bad Münder, Leitung des Wilhelm-Gefeller-Bildungs- und Tagungszentrums der IG BCE, Mitglied des Aufsichtsrats vom 14. Juni 2017 bis 22. Juni 2022 Kirsten Stotmeister (ab 22. Juni 2022)Waldshut-Tiengen, Family Office Leiterin Finanzen/Treasury, Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022, Mitglied des Prüfungsausschusses seit 22. Juni 2022, Mitglied des Finanzausschusses seit 22. Juni 2022, Mitglied des Nominierungsausschusses seit 22. Juni 2022 Dr. Max-Burkhard Zwosta (bis 22. Juni 2022)Wittnau, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Mitglied des Aufsichtsrats vom 27. Oktober 2005 bis 22. Juni 2022, Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 22. Juni 2022, Vorsitzender des Nominierungsausschusses bis 22. Juni 2022 Peter Zürn, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sto SE & Co. KGaA Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA nahm die Aufgaben, die ihm nach Gesetz, Satzung, Deutschem Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegen, im Berichtsjahr sorgfältig wahr. Er begleitete beratend und überwachte kontinuierlich die Leitung des Unternehmens durch die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE, informierte sich laufend über alle wichtigen Entscheidungen und stand insbesondere über seinen Vorsitzenden permanent mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin in Kontakt. Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsleitung verlief stets konstruktiv und war geprägt von einem offenen, vertrauensvollen Austausch. Über die für die Gesellschaft und den Konzern wichtigen Themen wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend - auch in Form von regelmäßigen Risiko- und Monatsinformationen zwischen den turnusgemäßen Sitzungen - informiert. Er erörterte sämtliche relevanten Inhalte in den turnusgemäßen Sitzungen sowie in seinen Ausschüssen. Im Mittelpunkt standen die aktuelle Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Geschäftspolitik, die Planung, einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Ertragslage sowie die aktuelle Geschäftsentwicklung der Einzelgesellschaft und des Konzerns, die Chancen und Risiken, das Risikomanagement, die Compliance-Situation sowie Fragen der Nachhaltigkeit des Sto-Konzerns und seiner Produkte. Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin wurden von den Mitgliedern des Aufsichtsrats geprüft und gewissenhaft beraten, wobei regelmäßig die Vorbereitungsarbeiten der zuständigen Ausschüsse sowie umfangreiche Vorlagen und Hintergrundinformationen als Grundlage dienten. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets unmittelbar eingebunden. Darüber hinaus überzeugte sich der Aufsichtsrat fortwährend von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit des Handelns des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE. Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes traten im Berichtszeitraum nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrats fehlte während seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat an der Hälfte der Sitzungen oder mehr. Die Teilnahme der Mitglieder ergibt sich - auch in Bezug auf den Wechsel einiger Mitglieder aufgrund der im Geschäftsjahr 2022 erfolgten turnusgemäßen Neuwahlen - aus der nachfolgenden Matrix der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, unter Angabe der Art der Teilnahme (hybride Sitzung, virtuell oder in Präsenz). Es wurden regelmäßig vor denordentlichen Aufsichtsratssitzungen, mit Ausnahme der am Hauptversammlungstag stattfindenden, eine Vorsitzung der Anteilseigner- und der Arbeitnehmervertreter im Wege einer Vorinformationsabstimmung vorgenommen. Schwerpunkte der Beratungen und Gremienarbeit im AufsichtsratIm Geschäftsjahr 2022 fanden sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt: Am 21. April, 28. Juli, 27. Oktober und 15. Dezember 2022 sowie am 22. Juni. An diesem Termin fand eine Sitzung vor der Hauptversammlung, in der Neuwahlen zum Aufsichtsrat stattfanden, statt, und nach der Hauptversammlung erfolgte am selben Tag die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat war stets beschlussfähig. Im Rahmen einer gesonderten Organisationssitzung am 18. Januar 2022 befasste sich der Aufsichtsrat umfassend mit der Effizienz seiner Arbeit und Verbesserungsmöglichkeiten, auch im Sinne einer Effizienzprüfung gemäß der Ziffer D.12 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Fragen zur Effizienz der Tätigkeit und Überwachung wurden darüber hinaus in den übrigen ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats regelmäßig -jeweils auch ohne die Anwesenheit der persönlich haftenden Gesellschafterin beziehungsweise deren Vorstand - behandelt. Im Rahmen der Organisationssitzung am 18. Januar 2022, besonders in der Fortbildungssitzung am 26. April 2022, in der konstituierenden Sitzung am 22. Juni 2022 und in der Sitzung am 28. Juli 2022 hat sich der Aufsichtsrat durch von ihm bestimmte interne und externe Berater intensiv über aktuelle Themen sowie Anforderungen an die Aufsichtsratstätigkeit fortgebildet. Die Fortbildungen erfolgten auf Kosten der Gesellschaft. Im Fokus standen die Auswirkungen der Änderungen aus dem Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) und dessen Umsetzung, die Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Rechtsetzung und Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit. Die Fortbildungen in der konstituierenden Sitzung sowie in der Sitzung am 28. Juli 2022 waren Teil der Onboarding-Einführung und Repetition zum rechtlichen und organisatorischen Rahmen der Aufsichtsratstätigkeit im Nachgang zur Neuwahl des Aufsichtsrats. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE nahm an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil, soweit es nicht um Themen ging, die in seiner Abwesenheit zu behandeln waren. Der Aufsichtsrat tagte deshalb auch regelmäßig ohne die persönlich haftende Gesellschafterin und ihren Vorstand, insbesondere zu Fragen der Effizienz und Organisation. Auf Grundlage des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie (COVID-19-Gesetz) wurden Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2022 überwiegend als Videokonferenzen oder hybride Sitzungen, im zweiten Halbjahr auch wieder als Präsenzsitzungen durchgeführt. Die Entscheidung zur Sitzungsart erfolgte nach dem Grundsatz der Beachtung der allgemeinen und individuellen Coronavirus-Pandemiesituation und Risikolage. Die jeweilige Durchführungsart ergibt sich ebenfalls aus der nachstehend aufgeführten Sitzungsmatrix. In sämtlichen Sitzungen des Jahres 2022 beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Marktsituation und der aktuellen Entwicklung des Sto-Konzerns, der Sto SE & Co. KGaA, der regionalen Segmente sowie der zugehörigen Sto-Gesellschaften, der Strategie, Chancen und Risiken des Unternehmens, Personal- und Finanzangelegenheiten, Compliance-Themen, Investitionen und der Konzernplanung. Weitere beherrschende Themen der Aufsichtsratsarbeit, über die die Gremien im gesamten Berichtszeitraum intensiv diskutierten und mögliche Maßnahmen erörterten, waren außerdem die Verwerfungen auf den internationalen Beschaffungs- und Energiemärkten, die auch im Geschäftsjahr 2022 fortdauernde CoronavirusPandemie, einschließlich der noch immer andauernden vielfältigen Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Gesellschaften und Geschäftspartner des Sto-Konzerns, sowie der Russland-Ukraine-Konflikt. Außerhalb der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat durch Reporting- und Risikoupdates in Form von regelmäßigen Zwischenberichterstattungen, die in der Regel mindestens monatlich erfolgten, über den aktuellen Status quo im Umfeld der Coronavirus-Pandemie und des Russland-Ukraine-Konflikts sowie dessen unmittelbare und mittelbare Folgen, insbesondere auch in Bezug auf Rohstoff- und Beschaffungsthemen sowie die Geschäftsentwicklung, umfassend in Kenntnis gesetzt. Der jeweilige Aufsichtsratsvorsitzende stand eng und regelmäßig mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Prüfungsausschussvorsitzenden im Austausch. Schwerpunkt der ersten ordentlichen Sitzung am 21. April 2022 war darüber hinaus die Erörterung, unter Einbeziehung der im Prüfungsausschuss besprochenen Details, des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Sto SE & Co. KGaA sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, einschließlich des Nachhaltigkeitsberichts, jeweils für das Geschäftsjahr 2021. Der Abschlussprüfer erstattete in dieser Aufsichtsratssitzung Bericht über seine Prüfung und erläuterte die Prüfungsschwerpunkte. Zudem berichtete die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, der sich vorab intensiv mit den Unterlagen beschäftigt hatte, über die Prüfung und Erörterung der Abschlüsse, des Nachhaltigkeitsberichts sowie des Abhängigkeitsberichts gemäß §§ 312 ff. AktG. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE erstattete Bericht über die weiteren Pflichtveröffentlichungen, insbesondere Corporate-Governance- und Nachhaltigkeitsbericht. Die nichtfinanziellen Erklärungen, insbesondere die zu Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility getroffenen Aussagen und Angaben, wurden ebenfalls erörtert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Gegenstand der Beratung war auch die Verabschiedung des Vergütungsberichts gemäß § 162 AktG. Nach ausführlicher Diskussion sowie auf Basis seiner umfassenden eigenen Prüfung billigte der Aufsichtsrat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der Sto SE & Co. KGaA und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie den Nachhaltigkeitsbericht, den Abhängigkeitsbericht und den Corporate-Governance-Bericht der Gesellschaft. Ferner beschloss der Aufsichtsrat nach gründlicher Debatte den Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2021, die Gestaltung der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Juni 2022 sowie deren Durchführung als virtuelle Hauptversammlung auf Basis des COVID-19-Gesetzes unter Anordnung der Stimmabgabe durch elektronische Briefwahl, Billigung der Ausnutzung der Fristverkürzung und der Vorgabe, Fragemöglichkeiten in gesetzlicher Frist im Wege elektronischer Kommunikation zuzulassen. Dem Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE schloss sich der Aufsichtsrat an, ebenso der vorgeschlagenen Satzungsanpassung der Gesellschaft. Weiter erfolgte der Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die ordentliche Hauptversammlung bezüglich der Bestellung des Abschlussprüfers der Sto SE & Co. KGaA (Jahresabschluss und Konzernabschluss) für das Geschäftsjahr 2022. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat umfassend mit dem Kandidatenvorschlag des Nominierungsausschusses für die turnusgemäßen Wahlen zum Aufsichtsrat im Rahmen der Hauptversammlung am 22. Juni 2022. Die neu für den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten wurden umfassend vorgestellt. Dabei wurden intensiv die Fragen der Übereinstimmung mit den angestrebten Kompetenzanforderungen und der Unabhängigkeit erörtert. Zudem nahm der Aufsichtsrat die Strategieplanung, einschließlich der 5-Jahres-Planung 2022 - 2026 des Sto-Konzerns, die unter Einbeziehung der im Finanzausschuss erörterten Details ausführlich beraten wurde, billigend zur Kenntnis. Weitere Themen waren wesentliche Geschäftsführungsmaßnahmen, Maßnahmen der Corporate Compliance und eine angepasste Geschäftsordnung für die Geschäftsleitungsorgane von Tochter- und Enkelgesellschaften. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Fragen von Nachhaltigkeitskriterien und die von Sto beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie, auch im Hinblick auf den Neuabschluss des Konsortialkreditvertrages zu Key-Performance-Indikatoren aus dem Bereich Umweltschutz und Corporate Governance. Die vorbereitende Aufsichtsratssitzung am 22. Juni 2022 beschäftigte sich vor allem mit der am gleichen Tag stattfindenden virtuellen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft. Im Rahmen der zur virtuellen ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 22. Juni 2022 stattgefundenen Neuwahlen des Aufsichtsrats wurde der Aufsichtsrat neu besetzt; bezüglich der Besetzung wird auf die einleitende Übersicht der Mitglieder des Aufsichtsrats und die nachstehende Sitzungsmatrix verwiesen. Im unmittelbaren Anschluss an die Hauptversammlung fand die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats statt, bei der Peter Zürn vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden gewählt wurde. Er folgt dem langjährigen Vorsitzenden Dr. Max-Burkhard Zwosta nach, der altersbedingt nicht wieder zur Wahl zur Verfügung stand. Zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Niels Markmann als Nachfolger des ebenfalls nicht zur Wiederwahl angetretenen Wolfgang Dell gewählt. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats konstituierten sich ebenfalls und eine neue aktualisierte Geschäftsordnung wurde beschlossen. Wie vorstehend aufgeführt, erfolgte eine Schulung zu Fragen der Corporate Compliance für Aufsichtsratsmitglieder durch einen externen Spezialisten. Die Sitzung am 28. Juli 2022 beschäftigte sich neben dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2022 hauptsächlich mit der Hochrechnung zum Jahresende, der aktuellen Entwicklung und den Herausforderungen der Supply Chain sowie den Auswirkungen der Energiekrise in Folge des Russland-UkraineKonflikts. Weitere Tagesordnungspunkte waren unter anderem die beabsichtigte Übernahme der ausstehenden Anteile an der Sto Italia Srl, Investitionsmaßnahmen und Fragen der IT-Strategie und der Fortentwicklung der IT-Infrastruktur sowie damit verbundenen Investitionen und die Lage der Sto-Tochtergesellschaft OOO Sto in Russland. Am 27. Oktober 2022 setzte sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2022 und dem aktuellen Geschäftsverlauf, auch vor dem Hintergrund der andauernden Verwerfungen auf den Energie-, Beschaffungs- und Transportmärkten, auseinander. Außerdem wurde neben verschiedenen anderen Geschäftsführungsmaßnahmen der beabsichtigte Rückzug von Sto aus Russland vorgestellt und beraten. Weitere Themen waren der Erwerb der ausstehenden Anteile der Tochtergesellschaft Sto Italia Srl in Italien und ein umfassender Bericht zu IT-Risiken und Sicherheitssimulationen sowie zur Regelung des Transfer Pricing in der Sto-Gruppe. Im Mittelpunkt der letzten Aufsichtsratssitzung am 15. Dezember 2022 standen die Planung für das Geschäftsjahr 2023 für die Sto SE & Co. KGaA und den Sto-Konzern sowie die Einschätzung des Geschäftsverlaufs 2022. Darüber hinaus erfolgte eine umfassende Erörterung der M&A-Strategie der Sto-Gruppe. Außerdem wurden unter anderem die Vorprüfung und die Prüfungsplanung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 der Sto SE & Co. KGaA durch den Abschlussprüfer, die Risikobetrachtung und -vorsorge und der Beschluss der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG erörtert. Auch die Auswirkungen des Deutschen Corporate Governance Kodex 2022 auf Fragen der Nachhaltigkeit und die Verknüpfung der sich daraus ergebenden Fragestellungen und Entwicklungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Gesellschaft wurden diskutiert. Besonders beleuchtet wurden außerdem die Innovationen der Sto-Gruppe im Bereich modulares Bauen und angedachte Investitionen in den Bereich Forschung und Entwicklung. In Abwesenheit der persönlich haftenden Gesellschafterin wurde in der Sitzung am 15. Dezember 2022 das angepasste Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen. Übersicht Sitzungsteilnahme an den Aufsichtsratssitzung 2022
* bis 22. Juni 2022 / # ab 22. Juni 2022 / (v)
virtuell / (h) hybrid
Übersicht Sitzungsteilnahme an den Ausschusssitzungen 2022
* bis 22. Juni 2022 / # ab 22. Juni 2022
Die Teilnahme von Herrn Zürn und Herrn Dr. Zwosta in P und F erfolgte jeweils als Gast zur Information. Ausschüsse des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2022 bildete der Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA einen Nominierungs-, einen Prüfungs- und einen Finanzausschuss. Die Ausschüsse wurden auch vom neu konstituierten Aufsichtsrat nach den Wahlen erneut gebildet. Bezüglich der Besetzung der Ausschüsse im Geschäftsjahr 2022 wird auf die einleitende Übersicht der Mitglieder des Aufsichtsrats und die vorstehende Sitzungsmatrix verwiesen. Diese Gremien bereiteten die im Aufsichtsratsplenum zu behandelnden Tagesordnungspunkte und die dort zu fassenden Beschlüsse vor. Der Nominierungsausschuss trat am 19. April 2022 einmal zusammen, um aufgrund der bereits im Jahr 2021 definierten Auswahlgrundsätze und Vorsondierungen in Bezug auf die am 22. Juni 2022 stattfindenden Aufsichtsratswahlen den Wahlvorschlag an den Gesamtaufsichtsrat abzustimmen und zu beschließen. Davor fanden zwischen dem Vorsitzenden und den möglichen Kandidaten Sondierungs- und Vorbereitungsgespräche statt, die außerhalb der Sitzungen mit den Mitgliedern des Nominierungsausschusses abgestimmt wurden. Der Prüfungsausschuss und der Finanzausschuss traten im Geschäftsjahr 2022 zu jeweils vier Sitzungen zusammen. Wesentliche Themen des Prüfungsausschusses waren der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss 2021 der Sto SE & Co. KGaA, die Lageberichte, der Abhängigkeitsbericht und der Bericht des Abschlussprüfers sowie die sonstigen Pflichtberichte einschließlich dem Nachhaltigkeitsbericht. Weitere Tagesordnungspunkte waren der aktuelle Geschäftsverlauf, die jeweils aktuelle Hochrechnung für das Gesamtjahr und der Halbjahresbericht 2022. Außerdem besprachen die Mitglieder des Prüfungsausschusses Fragen des Compliance Managements, die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems und der internen Revision sowie der Nachhaltigkeit. Auch außerhalb der Sitzungen stand die Vorsitzende des Prüfungsausschusses in direktem Austausch mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft, auch ohne Beteiligung der persönlich haftenden Gesellschafterin. Der Finanzausschuss befasste sich überwiegend mit wichtigen Geschäftsführungsangelegenheiten der STO Management SE, der Finanzierung der Konzerngesellschaften, der Konzernplanung sowie anstehenden Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen. Zudem wurden Investitionen in IT-Maßnahmen und -Fortentwicklungen intensiv besprochen. Auch der Erwerb der ausstehenden Anteile an der Sto Italia Srl sowie die weitere Vorgehensweise hinsichtlich der Geschäftsaktivitäten von Sto in Russland war Gegenstand intensiver Beratungen. Vor dem Hintergrund der besonderen Herausforderungen der fortdauernden Coronavirus-Pandemie, der Verwerfungen auf den internationalen Beschaffungsmärkten und des Russland-Ukraine-Konflikts nahm der Aufsichtsratsvorsitzende in Absprache mit dem Prüfungsausschuss und dem Finanzausschuss sowie dem Gesamtaufsichtsrat jeweils an deren Sitzungen im Geschäftsjahr 2022 teil. Corporate Governance und EntsprechenserklärungIm Berichtsjahr hat sich der Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA ordnungsgemäß mit den Grundsätzen, Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der am 28. April 2022 erneuerten Fassung beschäftigt. Unter Berücksichtigung dieser Kodexfassung wurde im Dezember 2022 eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die ebenso wie ältere Versionen auf der Website des Unternehmens zugänglich ist. Weitere Details enthält das Kapitel Corporate-Governance-Bericht im Geschäftsbericht 2022. JahresabschlussprüfungDie ordentliche Hauptversammlung der Sto SE & Co. KGaA wählte am 22. Juni 2022 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022. Dieser hat den vom Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE aufgestellten Jahresabschluss der Sto SE & Co. KGaA, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sowie den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 312, 278 AktG und den Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG geprüft. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer im Sinne des § 319a Abs. 1 Satz 4 HGB war Kai Mauden. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass der Jahresabschluss beziehungsweise Konzernabschluss der Sto SE & Co. KGaA in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beziehungsweise den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften, entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt sowie dass der Lagebericht beziehungsweise der Konzernlagebericht der Sto SE & Co. KGaA insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft beziehungsweise des Konzerns vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht beziehungsweise Konzernlagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss beziehungsweise Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Zudem stellte er fest, dass das Risikofrüherkennungssystem im Sinne des § 91 Abs. 2 AktG in allen wesentlichen Belangen geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, mit hinreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen. Weiter hat der Wirtschaftsprüfer formell geprüft, dass die Angaben nach § 162 Abs. 1 und 2 AktG - soweit rechtsformbedingt anwendbar - gemacht wurden. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns, die Lageberichte und die Berichte des Abschlussprüfers sowie die nicht vom Abschlussprüfer zu prüfenden, im Geschäftsbericht zu veröffentlichenden Erklärungen, der Vergütungsbericht und der Nachhaltigkeitsbericht lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. Der Prüfungsausschuss hat diese Unterlagen in seiner Sitzung am 19. April 2023 vorgeprüft. Im Vorfeld der Ausschuss- und Aufsichtsratssitzung fanden mit dem Vorstand Der Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA (von links): Barbara Meister, Maria H. Andersson, Niels Markmann, Kirsten Stotmeister, Klaus Dallwitz, Peter Zürn, Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer, Frank Heßler, Dr. Renate Neumann-Schäfer, Thade Bredtmann, Catharina van Delden und Petra Hartwig. der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE, dem Aufsichtsratsvorsitzenden und der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses weitere Vorprüfungen und erläuternde Gespräche zu den Prüfungsschwerpunkten statt. Die Abschlüsse, Berichte und Erklärungen wurden in der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2023 umfassend diskutiert und geprüft. An beiden Sitzungen nahmen Vertreter des Abschlussprüfers teil, berichteten über das Ergebnis ihrer Prüfungen und standen für zusätzliche Auskünfte - auch ohne den Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE - zur Verfügung. Sie bestätigten dem Aufsichtsrat die Wirksamkeit des Überwachungssystems im Sinne des § 91 Abs. 2 AktG. Außerdem versicherten die Prüfer schriftlich, dass sie im Berichtsjahr 2022 über die Abschlussprüfung hinaus keine wesentlichen Leistungen für die Gesellschaft erbracht haben und keine Umstände vorlagen, die ihre Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten. Für den Abhängigkeitsbericht erteilte der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch die gesetzlichen Vertreter sprechen." Bei der eigenen umfassenden Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte der Sto SE & Co. KGaA und des Sto-Konzerns sowie der nicht vom Abschlussprüfer zu prüfenden, im Geschäftsbericht veröffentlichten Erklärungen durch den Aufsichtsrat sowie des Nachhaltigkeitsberichts und des Vergütungsberichts gab es keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE aufgestellten Jahresabschluss der Sto SE & Co. KGaA und den Konzernabschluss für das Jahr 2022 gemäß § 171 AktG gebilligt und dem Abhängigkeitsbericht seine Zustimmung erteilt. Der Hauptversammlung am 21. Juni 2023 wird er die Feststellung des Jahresabschlusses der Sto SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2022 und die Billigung desnach § 162 AktG erstellten und geprüften Vergütungsberichts vorschlagen. Die nichtfinanziellen Erklärungen, insbesondere die zu Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility ebenso zur EU-Taxonomie getroffenen Aussagen und Angaben, wurden durch den Aufsichtsrat geprüft und als zutreffend in Analyse und Zielsetzung befunden. Dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE, der Hauptversammlung eine Gewinnausschüttung in Höhe von 31.896.720,00 EUR zu empfehlen, schließt sich der Aufsichtsrat an. Demnach sollen die Kommanditvorzugsaktionäre eine Basisdividende von 0,31 EUR sowie einen Sonderbonus von 4,69 EUR je Aktie und die Kommanditstammaktionäre eine Basisdividende von 0,25 EUR sowie einen Sonderbonus von 4,69 EUR je Aktie erhalten. PersonalienPersonelle Änderungen im Aufsichtsrat oder in der Besetzung von Ausschüssen erfolgten im Geschäftsjahr 2022 wie vorstehend ausgeführt im Rahmen der Neuwahlen zum Aufsichtsrat. Die jeweilige Zusammensetzung ergibt sich aus der Sitzungsmatrix und der einleitenden Übersicht. Wir bedanken uns bei allen im Jahr 2022 ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für die langjährige vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit sowie ihren Einsatz für Sto. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sto SE & Co. KGaA sowie den Vorstandsmitgliedern der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE für das im Berichtsjahr gezeigte Engagement, die zur Bewältigung der großen Herausforderungen erforderliche Flexibilität und die eindrucksvollen Leistungen. Wir wünschen dem gesamten Team vor allem Gesundheit und viel Erfolg bei der Bewältigung der im laufenden Geschäftsjahr anstehenden, nicht minder anspruchsvollen Aufgaben.
Stühlingen, 20. April 2023 Peter Zürn, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sto SE & Co. KGaA EntsprechenserklärungEntsprechenserklärung nach § 161 AktG der Sto SE & Co. KGaA zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex Der "Deutsche Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 28. April 2022 ist am 17. Mai 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Gemäß § 161 AktG besteht die gesetzliche Verpflichtung der börsennotierten Unternehmen, einmal jährlich zu erklären, dass den in diesem Kodex ausgesprochenen Empfehlungen entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Von Anregungen können die Unternehmen ohne Erklärungspflicht abweichen. Besonderheiten aufgrund der Rechtsform KGaABei der Sto SE & Co KGaA (im Folgenden bezeichnet als "Gesellschaft") handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die Aufgaben des Vorstandes einer Aktiengesellschaft übernimmt aufgrund gesetzlicher Vorgaben des AktG die persönlich haftende Gesellschafterin. Alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die STO Management SE, die durch ihr Geschäftsführungsorgan und damit ihren Vorstand handelt und der damit die Führung der Geschäfte der Gesellschaft obliegt. Die persönlich haftende Gesellschafterin erhält dafür die satzungsgemäße Haftungsvergütung und Aufwendungsersatz. Im Vergleich zum Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft sind die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrates einer KGaA eingeschränkt. Insbesondere hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Kompetenz zur Bestellung von persönlich haftenden Gesellschaftern oder deren Organe und zur Regelung von deren vertraglichen Bedingungen, zum Erlass von Geschäftsordnungen zur Geschäftsführung oder Festlegung zustimmungspflichtiger Geschäfte. Diese Aufgaben werden in Bezug auf den Vorstand der STO Management SE von deren Aufsichtsrat wahrgenommen. Die KGaA hat keinen Arbeitsdirektor. Die Hauptversammlung hat im Wesentlichen die gleichen Rechte wie die Hauptversammlung einer AG; zusätzlich beschließt sie über die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft. Zahlreiche Beschlüsse bedürfen der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin. Die STO Management SE - handelnd durch ihren Vorstand - als persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft und der Aufsichtsrat der Gesellschaft erklären gem. § 161 AktG, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgenden Ausnahmen und unter Berücksichtigung der vorbezeichneten rechtsformspezifischen Besonderheiten entspricht. Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung haben die STO Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft und der Aufsichtsrat der Gesellschaft den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den in der letzten Entsprechenserklärung genannten Ausnahmen entsprochen. Grundsatz 6:Rechtsformspezifisch hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Kompetenz, zustimmungspflichtige Geschäfte für die persönlich haftende Gesellschafterin zu definieren und hat auch keine Personalkompetenz in Bezug auf die für die persönlich haftende Gesellschafterin als Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft und deren Binnenstruktur. Grundsatz 8:Rechtsformspezifisch hat die Hauptversammlung nicht über ein Vergütungssystem für die persönlich haftende Gesellschafterin zu entscheiden. Die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft erhält die satzungsgemäße Haftungsvergütung und satzungsgemäßen Aufwendungsersatz. Grundsatz 9 und Empfehlungen B.1 bis B.5: Rechtsformspezifisch hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Kompetenz, über die persönlich haftende Gesellschafterin als Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft und/oder die Organzusammensetzung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu entscheiden. Auf die einleitenden Ausführungen zur Rechtsform wird verwiesen. Die persönlich haftende Gesellschafterin teilt mit, dass sie sich bei den Empfehlungen B.1 bis B.5 im Wesentlichen an den Empfehlungen zugrundeliegenden Zielen orientiert. Sofern in der Empfehlung B.2 und B.5 auf die Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft verwiesen wird, kündigt die persönlich haftende Gesellschafterin an, dass sie dort erläuternde Ausführungen aufnehmen wird. Empfehlungen C.6, C.7, C.8 und C.10:Von den sechs Mitgliedern der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats der Gesellschaft gehören zwei Mitglieder seit mehr als 12 Jahren dem Aufsichtsrat an. Diese Mitglieder weisen kein weiteres, eine mögliche Abhängigkeit im Sinne der Empfehlung C.7 indizierendes Merkmal auf. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass diese Mitglieder unabhängig von ihrer Mitgliedsdauer im Aufsichtsrat der Gesellschaft eine hinreichende Unabhängigkeit von der Gesellschaft und der persönlich haftenden Gesellschafterin aufweisen. Alle zwei Mitglieder sind aufgrund ihrer persönlichen wirtschaftlichen und beruflichen Situation in keiner Weise auf ihrer Aufsichtsratstätigkeit für die Gesellschaft angewiesen. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass ein Mix aus unterschiedlichen Erfahrungen, Qualifikationen und Hintergründen die optimale Kontrolle der Gesellschaft begründet. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der eines der beiden vorstehend aufgeführten Mitglieder ist, ist deshalb nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht als abhängig im Sinne der Empfehlung C.7, C.8 und C.10 zu werten. Empfehlung F.2:Der Kodex empfiehlt, dass der aufgestellte und geprüfte Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht werden. Nach § 325 Abs. 4 HGB sind Jahresabschluss, Konzernabschluss, (Konzern-) Lagebericht und die übrigen Unterlagen vor Ablauf von vier Monaten nach Ende eines Geschäftsjahres verpflichtend offen zu legen. Wie bereits in der Vergangenheit wird die Gesellschaft auch in Zukunft die Offenlegung des Konzernabschlusses bis Ende April des Folgejahres vornehmen und die unterjährigen Finanzinformationen binnen 90 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen. Grundsatz 24, Empfehlungen G.1 bis G.14:Rechtsformspezifisch hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Kompetenz, die Vergütung der persönlich haftenden Gesellschafterin bzw. deren Geschäftsführungsorgans zu bestimmen. Die persönlich haftende Gesellschafterin erhält, wie vorstehend ausgeführt, eine satzungsgemäße Haftungsvergütung und satzungsgemäßen Ersatz ihrer Aufwendungen für die Geschäftsführung der Gesellschaft. Die persönlich haftende Gesellschafterin informiert, dass sie sich bei der Vergütung der Mitglieder ihres Geschäftsführungsorgans im Wesentlichen an den Zielen, die den Empfehlungen G.1 bis G.14 zugrunde liegen, orientiert. Die persönlich haftende Gesellschafterin teilt mit, dass gegenwärtig die Vergütungsstruktur für die Mitglieder ihres Geschäftsführungsorgans auf der Grundlage von branchenüblichen Benchmarks ausgestaltet sind und dass die monetären Vergütungsteile der Mitglieder ihres Geschäftsführungsorgans fixe und variable Bestandteile umfassen. Bei den variablen Vergütungsbestandteilen erfolgt dabei eine Differenzierung in eine kurzfristige (short-term) und eine langfristige mehrjährige (long-term) Bemessungsgrundlage, jeweils bezogen auf die Entwicklung der Gesellschaft. Empfehlungen G.15 und G.16:Nachdem der Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Kompetenz im Hinblick auf die Vergütung des Geschäftsführungsorgans hat, sind die Empfehlungen rechtsformspezifisch nicht anwendbar. Die persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der Gesellschaft teilen mit, dass Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der persönlich haftenden Gesellschafterin keine Vergütung für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten im Konzern der Gesellschaft erhalten. Grundsatz 26:Nachdem sich die Vergütung der persönlich haftenden Gesellschafterin aus der Satzung der Gesellschaft ergibt, ist der Grundsatz rechtsformspezifisch nicht wie vorgegeben anwendbar. Die persönlich haftende Gesellschafterin informiert, dass sie im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Grundsätze der Vergütung ihres Geschäftsführungsorgans darstellen und sich dabei im Wesentlichen an Transparenzzielen des Vergütungsberichts in Bezug auf die persönlich haftende Gesellschafterin insgesamt orientieren wird. Im Vergütungsbericht wird im Übrigen über die Vergütung des Aufsichtsrates berichtet.
Stühlingen, im Dezember 2022 Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der Sto SE & Co.vKGaA, der STO Management SE und der Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA Lagebericht Sto-Konzern (IFRS)Mitglieder des Vorstands der STO Management SE im Geschäftsjahr 2022 (persönlich haftende Gesellschafterin der Sto SE & Co. KGaA)Rainer HüttenbergerStein am Rhein/Schweiz, Sprecher des Vorstands, zuständig für Markenvertrieb Sto International, Geschäftsfeldorganisation, Corporate Strategic Development, M&A und die Geschäftseinheit Industrie, Mitglied des Vorstands seit 1. April 2011 Michael KellerBonndorf, Vorstand, zuständig für Markenvertrieb Sto Deutschland, Distribution, Marketing-Kommunikation, Nachhaltigkeit und Zentrale Dienste, Mitglied des Vorstands seit 1. Juli 2015 Jan NissenBad Dürrheim, Vorstand Technik, zuständig für Verfahrenstechnik, Innovation, Materialwirtschaft und Logistik, Mitglied des Vorstands seit 1. Januar 2017 Rolf WöhrleBad Dürrheim, Vorstand Finanzen, zuständig für Finanzen, Controlling, Informationstechnologie, Interne Revision, Investor Relations, Legal und Technischer Service, Mitglied des Vorstands seit 1. September 2010 Das Geschäftsjahr 2022 im Überblick
A. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellSto ist ein international bedeutender Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Das Leistungsspektrum des Konzerns ist unterteilt in vier Produktgruppen: Das Kerngeschäft Fassadensysteme umfasst vor allem Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS), bei denen Sto eine führende Position einnimmt, und vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme (VHF). Sowohl WDVS als auch VHF leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz von Gebäuden und damit zur Nachhaltigkeit. Im Berichtsjahr trug die Produktgruppe Fassadensysteme 47,9 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Zur Produktgruppe Fassadenbeschichtungen, die im Berichtsjahr 22,5 % des Konzernumsatzes leistete, gehören Putz- und Anstrichsysteme für den Außenbereich. Die dritte Produktgruppe Innenraumprodukte beinhaltet Putz- und Anstrichsysteme beispielsweise für Wohn- und Büroräume, dekorative Beschichtungen, Innenraumbekleidungen sowie Akustiksysteme zur Raumschall-Regulierung. Sie hatte 2022 einen Umsatzanteil von 14,5 %. Darüber hinaus produziert und vertreibt Sto hochwertige Bodenbeschichtungen, Produkte zur Betoninstandsetzung sowie andere Erzeugnisse, die unter Übrige Produktgruppen gebündelt sind. Auf sie entfielen im Berichtsjahr 15,1 % des Gesamtumsatzes. Wesentliches Merkmal unseres Geschäftsmodells ist das hohe Niveau an Kompetenz, Qualität und Kundennutzen. Die einzelnen Komponenten des Leistungsspektrums sind optimal aufeinander abgestimmt. Diese Gruppenkompetenz, einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren des Sto-Konzerns, trägt zur Steigerung der Verarbeitungseffizienz sowie zur Sicherstellung der langfristigen Werterhaltung bei und ermöglicht gleichzeitig ein Höchstmaß an individueller Gestaltungsfreiheit für die Bauherren. Insbesondere die Produkte des Kerngeschäfts Fassadensysteme ergänzen sich ideal mit den anderen Bereichen wie beispielsweise alternativen Beschichtungsmaterialien oder Fassadenbekleidungen und Designdienstleistungen. StoTherm AimS® mit Sto-Dämmplatte Top32 BiomassStoTherm AimS® ist derzeit das einzige Fassadendämmsystem, dessen Beschichtungen teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen beruhen. Die Bindemittel dieser zementfreien Beschichtungen werden zu 30 Prozent aus Kiefernöl (aus Holzverarbeitungsresten) hergestellt. Das spart fossile Rohstoffe und sorgt für verringerte CO 2 -Emissionen. Wird die zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehende Sto-Dämmplatte Top32 Biomass kleberfrei mit dem Befestigungssystem StoFix Circonic montiert, ist auch die sortenreine Trennung des Systems beim Rückbau möglich.
Foto: STEP-ANI-MOTION
Ein weiterer Pfeiler des Geschäftsmodells ist die erfolgreich etablierte internationale Produktmarke "sto". Sie basiert auf den vier Markenkernwerten "Menschlich nah", "Erfahren", "Leistungsstark" sowie "Fortschrittlich" und bildet die Grundlage unseres weltweit einheitlichen Auftritts. Wesentlich für das positive Image der Marke und den Fortschritt der Sto-Gruppe ist die Innovationskraft des Unternehmens. Auf Basis intensiver Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sichern wir die von uns angestrebte Position als Technologieführer und erschließen neue Wachstumsfelder für den Konzern. Diese Ausrichtung manifestiert sich in unserer Unternehmensvision "Technologieführer für die menschliche und nachhaltige Gestaltung gebauter Lebensräume. Weltweit.". Sto darf sich auf der Grundlage einer Untersuchung der Universität St. Gallen und der Zeitschrift "WirtschaftsWoche" 1 , offiziell "Weltmarktführer für Wärmedämm-Verbundsysteme" nennen. KonzernstrukturObergesellschaft des Konzerns ist die Sto SE & Co. KGaA mit Sitz in Stühlingen, Baden-Württemberg. Sie nimmt Holdingfunktionen wahr und ist darüber hinaus für das operative Geschäft mit Fassadensystemen und -beschichtungen sowie Innenraumprodukten in Deutschland zuständig. Die Geschäftstätigkeit des Sto-Konzerns ist aufgegliedert in drei Segmente: Westeuropa, Nord-/Osteuropa und Amerika/Asien/Pazifik. An diesen ist die Unternehmenssteuerung primär ausgerichtet. In Deutschland gehören neben der Sto SE & Co. KGaA acht wesentliche Gesellschaften zur Sto-Gruppe, die auf unterschiedliche Bereiche und Produktsegmente spezialisiert sind. Im Ausland wird das Geschäft hauptsächlich von operativ eigenständigen Ländergesellschaften wahrgenommen, die ihr Angebot an den jeweiligen lokalen Gegebenheiten ausrichten. Sie produzieren teilweise vor Ort und beziehen die restlichen Produkte weitgehend über den Konzernverbund. Eine Aufstellung aller Tochterunternehmen der Sto SE & Co. KGaA enthält der Konzernanhang. Die vier Produktgruppen werden jeweils von einem Produktmanagement betreut, das die weltweite Produkt- und Systemverantwortung trägt und für die strategische Positionierung des Leistungsspektrums zuständig ist. Es stimmt die Marketing- und Vertriebsziele mit den betreffenden Tochtergesellschaften ab und kann dadurch spezifische Anforderungen in den einzelnen Märkten, die teilweise erheblich voneinander abweichen, berücksichtigen. Zudem können wir durch diese Struktur die Nachfrage in den Regionen gezielt ansprechen.
1 Veröffentlicht in der Zeitschrift
"WirtschaftsWoche" Sonderheft Nr. 1, vom 7. November 2022.
Ergänzt werden die Geschäftsfelder durch zentrale Einheiten, die sämtliche Tochtergesellschaften beziehungsweise Produktgruppen unterstützen. Dazu gehören beispielsweise der technische Service oder das strategische Marketing. Dadurch schafft Sto die Voraussetzung für eine effiziente, weltweite Steuerung und die gezielte Weiterentwicklung des Leistungsportfolios. AbsatzmärkteWichtigstes regionales Segment für die Sto-Gruppe ist Westeuropa (inklusive Deutschland). Hier wurde im Jahr 2022 ein Anteil von 78,6 % des Konzernumsatzes erzielt. Auf Deutschland als bedeutendstem Einzelmarkt entfielen 42,6 %. Der Umsatzanteil in Nord-/Osteuropa lag im Berichtsjahr bei 10,0 % und in Amerika/Asien/Pazifik bei 11,4 %. Die systematische Erschließung und Durchdringung neuer Märkte gehört zu den Wachstumsinitiativen von Sto, um mit der zunehmenden Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit weltweit bestehende Absatzchancen zu nutzen und das unternehmerische Risiko zu streuen. Am Jahresende 2022 war der Sto-Konzern in 37 Ländern mit 50 eigenen operativen Tochterunternehmen sowie deren Betriebsstätten vertreten. In zahlreichen weiteren Regionen unterhalten wir zudem Lieferbeziehungen über Vertriebspartner. Weltweit werden Sto-Produkte sowohl im Neubau als auch bei der Renovierung bestehender Gebäude verwendet. Die Bedeutung dieser beiden Marktbereiche innerhalb des Konzerns hängt von landesspezifischen Gegebenheiten ab und fällt regional unterschiedlich aus. Kunden und VertriebssystemDas Angebot der Marke "sto" wird überwiegend über ein - in Deutschland nahezu flächendeckendes - Direktvertriebssystem mit festangestellten eigenen Mitarbeitern vertrieben. Es wendet sich an professionelle Kunden wie Maler und Bauunternehmen. Auch Architekten, Planungsbüros und die Immobilienwirtschaft werden direkt betreut. Zusätzlich wird seit einigen Jahren eine mehrstufige Distribution mit dem Groß- und Fachhandel aufgebaut, um zusätzliche Kundengruppen und Vertriebskanäle für Sto zu erschließen. Über diesen zweiten Vertriebsweg, der sukzessive weiter ausgebaut werden soll, bieten wir ausschließlich ausgewählte, vom Kerngeschäft klar abgegrenzte Produkte wie beispielsweise Lacke und Spachtelmassen mit eigener Markenpositionierung an. Betriebswirtschaftliches SteuerungssystemVerantwortlich für die Führung der Geschäfte der Sto SE & Co. KGaA ist die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE, vertreten durch deren Vorstand. Er entwickelt die Konzernstrategie und sorgt für deren Umsetzung. Die Lenkung der Obergesellschaft Sto SE & Co. KGaA, der Segmente und der Tochtergesellschaften erfolgt durch strategische und operative Vorgaben sowie anhand von Finanzkennzahlen. Sie basieren auf konzernweit einheitlich ermittelten Geschäftszahlen und sind Bestandteil eines standardisierten Reporting-Systems. Als operative Steuerungsgrößen sowie als Grundlage für die Planungs- und Controllingprozesse dienen in erster Linie der Netto-Umsatz, das EBIT, das EBT und die Umsatzrendite im Konzern. Darüber hinaus wird die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) als Maßstab für die Kapitalrendite verwendet. Hierbei wird das EBIT auf das durchschnittliche betriebsnotwendige Kapital bezogen. 2 Die im Rahmen des Reporting erstellten Berichte gehen unmittelbar an den Vorstand der STO Management SE, der alle relevanten Informationen an den Sto-Aufsichtsrat weiterleitet. Zusätzlich finden regelmäßig Steuerungsgespräche zwischen dem Vorstand der STO Management SE und den Verantwortlichen für die Tochtergesellschaften der Sto SE & Co. KGaA beziehungsweise der Vertriebsregionen statt. Dieses System stärkt die dezentrale unternehmerische Verantwortung der Belegschaft vor Ort und gewährleistet gleichzeitig ein hohes Maß an Transparenz innerhalb der Unternehmensgruppe. Zusätzlich zu den internen Kenngrößen beobachten wir im Rahmen unserer Planungsprozesse sowie zur Unternehmens- und Risikosteuerung regelmäßig externe Frühindikatoren. Dazu gehören vor allem weltweite Konjunkturdaten und Brancheninformationen. Erklärung zur Unternehmensführung/ Nichtfinanzielle ErklärungDie Angaben zur zusammengefassten Erklärung zur Unternehmensführung gemäß den §§ 315d sowie 289f, 289a und 315a HGB sowie Erläuterungen der persönlich haftenden Gesellschafterin enthält der Corporate-Governance-Bericht. Er ist Bestandteil des Geschäftsberichts. Zusätzlich werden die Ausführungen im Internet unter in der Rubrik "Investor Relations" unter der Kategorie "Corporate Governance & Compliance" veröffentlicht. Der Konzernlagebericht wird ergänzt durch die nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 315b HGB, die in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht wird. Die aktuelle Fassung kann ebenfalls im Internet unter in der Rubrik "Investor Relations" unter der Kategorie "Nachhaltigkeit & CSR" abgerufen werden. Der Bericht informiert über wesentliche Nachhaltigkeitsaktivitäten in den fünf Feldern Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption sowie die gesetzlich geforderten Angaben gemäß EU-Taxonomie-Verordnung. Grundzüge des VergütungssystemsDie Geschäfte der Sto SE & Co. KGaA, die bedingt durch ihre Rechtsform keinen Vorstand hat, werden durch die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE geführt. Gemäß § 287 Abs. 2 AktG ist sie alleiniges Mitglied des Geschäftsführungsorgans der Sto SE & Co. KGaA. Die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE erhält für die Führung der Geschäfte gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung der Sto SE & Co. KGaA von dieser einen Aufwandsersatz. Die Bezüge der Mitglieder des Leitungsorgans der STO Management SE als Bestandteil dieses Auslagenersatzes setzen sich aus einem fixen Anteil sowie einer variablen Komponente zusammen, die einen größeren Anteil haben kann, aber nach oben begrenzt ist (Cap). Der variable Bestandteil setzt sich aus einem Long-Term-Incentive, der an die Umsatzentwicklung des Sto-Konzerns und an die Kennzahl ROCE der vergangenen drei Geschäftsjahre im Vergleich zum Plan dieser Periode gekoppelt ist, sowie einem vom Ergebnis nach Steuern abhängigen Short-Term-Incentive für das laufende Geschäftsjahr zusammen. Aktienoptionen werden nicht gewährt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Sto SE & Co. KGaA erhalten gemäß dem zur Hauptversammlung am 22. Juni 2022 geänderten § 11 der Satzung der Sto SE & Co. KGaA eine feste jährliche Vergütung. In Ergänzung dazu erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung für den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz des Aufsichtsrats sowie für den Vorsitz und als einfaches Mitglied eines Ausschusses. Weitere Informationen zur Vergütung von Verwaltungsorganen der Gesellschaft enthalten der Vergütungsbericht gem. § 162 AktG sowie der Konzernanhang. Strategische ZielsetzungDas Geschäftsmodell von Sto ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet. Voraussetzung hierfür ist nach unserem Verständnis nachhaltiges, solides Wirtschaften, stetiger Fortschritt und eine finanziell starke Basis. Gemäß unserer Unternehmensvision streben wir nach der weltweiten Technologieführerschaft für die menschliche und nachhaltige Gestaltung gebauter Lebensräume. Dieses Ziel erreichen wir durch die Umsetzung unserer Mission "Bewusst bauen.", die seit 1988 Bestand hat. Die Vision sowie weitere Handlungsprinzipien sind im Leitbild von Sto festgelegt, das bei allen strategischen und operativen Entscheidungen zur Orientierung dient. Die im Leitbild definierten Prinzipien bestimmen die festgelegten Zielsetzungen unserer Strategie 2025:
Diese Ziele der 2020 überarbeiteten Strategie wollen wir über drei Schwerpunkte umsetzen:
Realisiert werden diese drei Schwerpunkte mithilfe von insgesamt 14 Kerninitiativen, die schrittweise bearbeitet werden. B. WirtschaftsberichtGesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2022 und Vergleich mit der PrognoseTrotz schwieriger Randbedingungen haben wir im Geschäftsjahr 2022 überwiegend unsere Ziele erreicht und bei Umsatz, EBIT und EBT auf Konzernebene neue historische Rekordwerte verzeichnet. Vor dem Hintergrund der enormen Herausforderungen, insbesondere auf den Beschaffungsmärkten, und dem damit verbundenen hohen Druck auf die Rohertragsmarge ist dies ein beeindruckender Erfolg, der durch den erneut außergewöhnlich engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich war. Der Anstieg des Konzernumsatzes um 12,4 % gegenüber Vorjahr, der mit einem Volumen von 1,79 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,59 Mrd. EUR) die im August 2022 angepasste Prognose exakt erreichte (ursprüngliche Prognose: 1,74 Mrd. EUR), war in Summe auf die Verkaufspreiserhöhungen zurückzuführen, mit denen Sto auf die drastische Kostenzunahme im Einkauf reagierte. Preisbereinigt blieb das Umsatzvolumen des Sto-Konzerns im Jahr 2022 unter dem Vorjahresniveau. Nach einem guten ersten Halbjahr, in dem insbesondere der Fassadenbereich zum Wachstum beitrug, flaute die Nachfrage im Jahresverlauf spürbar ab. Vor allem der Russland-Ukraine-Konflikt verursachte eine angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und führte zu erheblicher Verunsicherung. Zudem litt das Baugewerbe insgesamt, nach Angaben des statistischen Bundesamtes, unter Material- und Fachkräftemangel, hohen Kosten und steigenden Zinsen, sodass im Jahresverlauf zunehmend Projekte verschoben wurden. Eine wesentliche Herausforderung war im Jahr 2022 der drastische Anstieg der Beschaffungspreise, der per saldo noch kräftiger ausfiel als im Vorjahr und zu einem erheblichen Druck auf die Rohertragsmarge führte. Trotz der daraus resultierenden Ergebnisbelastung übertraf das EBIT im Sto-Konzern mit 129,7 Mio. EUR das Vorjahresniveau (Vorjahr: 124,5 Mio. EUR) und erreichte die von uns prognostizierte Bandbreite (Prognose: 114 Mio. EUR bis 134 Mio. EUR). Das EBT belief sich auf 128,3 Mio. EUR (Vorjahr: 127,9 Mio. EUR; Prognose: 112 Mio. EUR bis 132 Mio. EUR), woraus sich eine Umsatzrendite von 7,2 % (Vorjahr: 8,0 %; angepasste Prognose: 6,3 % bis 7,4 %; ursprüngliche Prognose: 6,4 % bis 7,6 %) ergibt. Somit erzielte Sto auch beim EBIT und EBT erneut bisherige Bestwerte. Die Renditekennziffer ROCE erreichte mit 17,3 % ebenfalls die erwartete Spanne (Vorjahr: 18,9 %; Prognose: 15,9 % bis 18,7 %). Die Finanz- und Vermögenslage des Sto-Konzerns stellte sich im Jahr 2022 weiter sehr solide dar. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 62,4 % (31.12.2021: 56,2 %), der Bestand an liquiden Mitteln belief sich auf 119,4 Mio. EUR (31.12.2021: 137,1 Mio. EUR). Damit verfügen wir über eine weiterhin gute Basis für die künftige Geschäftsentwicklung. Das Nettofinanzguthaben nach Berücksichtigung von Finanzschulden lag am Jahresende 2022 bei 114,4 Mio. EUR (31.12.2021: 127,0 Mio. EUR). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 95,3 Mio. EUR (Vorjahr: 111,4 Mio. EUR). Die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE wird der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Juni 2023 durch ihren Vorstand vorschlagen, die Gewinnausschüttung, die aus dem nach HGB ermittelten Bilanzgewinn der Sto SE & Co. KGaA in Höhe von 62,3 Mio. EUR vorgenommen wird, mit 31.896.720,00 EUR gegenüber dem Vorjahr stabil zu halten. Die Kommanditvorzugsaktionäre sollen demnach unverändert eine Basisdividende von 0,31 EUR und einen Sonderbonus von 4,69 EUR je Aktie erhalten. An die Kommanditstammaktionäre soll erneut eine Basisdividende von 0,25 EUR und ein Sonderbonus von 4,69 EUR je Aktie ausgezahlt werden. Insgesamt beurteilt der Vorstand der STO Management SE die Situation des Sto-Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts trotz zahlreicher Risiken, die im Risiko- und Chancenbericht dargestellt sind, positiv. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2022Globale WirtschaftsentwicklungDie globale Wirtschaftstätigkeit war im Jahr 2022 erheblich von der stark zunehmenden Inflation, dem Russland-Ukraine-Konflikt und den strikten Lockdowns in China nach Wiederaufleben der Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt. Hinzu kamen die Verwerfungen im Energiesektor in Europa. Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das weltweite Wachstum bei 3,4 % nach dem Plus von 6,2 % im Vorjahr. Ab dem dritten Quartal zeigte sich die Konjunktur trotz der großen Belastungen widerstandsfähiger als erwartet, sowohl beim privaten Konsum als auch bei den Unternehmensinvestitionen. Zudem waren die negativen Auswirkungen im Energiesektor und die Höhe der Inflation gegen Ende des Jahres schwächer als vorhergesagt. Auch die überraschende Beendigung der Coronavirus-Maßnahmen in China begünstigte die weitere wirtschaftliche Entwicklung. In den Industrieländern lag der Zuwachs im Jahr 2022 gemäß den IWF-Schätzungen bei 2,7 %. Die USA verzeichnete ein Plus von 2,0 %, die Wirtschaft in der Euro-Zone stieg um 3,5 %. Hier zählten vor allem die starken Verläufe in Spanien (+5,2 %) und Italien (+3,9 %) zu den Stützen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern, die in Summe um 3,9 % expandierten, waren Indien (+6,8 %) und die übrigen asiatischen Schwellenländer (+4,3 %) wesentliche Treiber. In China verringerte sich das Wachstum von 8,4 % im Vorjahr auf 3,0 %. Der deutliche Rückgang der Zuwächse in der zweitgrößten Volkswirtschaft beeinflusste den Welthandel und die internationalen Rohstoffpreise wesentlich. Die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahr 2022 trotz der extrem schwierigen Rahmenbedingungen insgesamt gut behaupten. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,8 %. Geprägt war die Lage vor allem von den Folgen des RusslandUkraine-Konflikts sowie extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen Material- und Lieferengpässe durch gestörte Lieferketten, die stark steigende Inflation, der Fachkräftemangel und die zwar abgeschwächten, aber nach wie vor bestehenden Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung laut Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes sehr unterschiedlich. So profitierten einige Dienstleistungsbereiche und das Gastgewerbe vom Wegfall nahezu aller CoronavirusSchutzmaßnahmen und verzeichneten Nachholeffekte. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe wurde dagegen durch die hohen Energiepreise, die eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten sowie die vor allem in der ersten Jahreshälfte gestörten internationalen Lieferketten gebremst. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben 2022 die wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich nach zwei stark von der Coronavirus-Pandemie geprägten Jahren moderat um 1,1 %. Internationale BranchenentwicklungDie realen (preisbereinigten) Auftragseingänge im deutschen Bauhauptgewerbe gingen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2022 um 9,6 % zurück, nominal lagen sie 4,8 % über dem Vorjahresniveau. Der Umsatz verringerte sich gegenüber 2021 um real 5,8 %, nominal, das heißt ohne Preisbereinigung, stieg er um 9,8 % und erreichte einen neuen Höchststand. Besonders ausgeprägt waren laut Destatis die Einbußen am ohnehin angespannten Wohnungsmarkt: 2022 wurden 6,9 % weniger Wohnungen genehmigt. Besonders deutlich war der Rückgang mit 16,8 % im Einfamilienhausbau, bei Zweifamilienhäusern lag das Minus bei 13,8 %. Im für Sto wichtigen Segment Mehrfamilienhäuser verringerte sich die Zahl der Genehmigungen vergleichsweise gering um 1,6 %, was vor allem auf ein starkes erstes Halbjahr zurückging, während in der zweiten Jahreshälfte ein Abwärtstrend einsetzte. Im für Sto relevanten Teilsegment Bautenanstrichmittel der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie gab es im Jahr 2022 nach Angaben des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. einen Mengenrückgang um 7 %. Dabei blieb nicht nur das DIY-Segment, in dem die Marke "sto" nicht platziert ist, sondern auch der Profibereich aufgrund der schwachen Entwicklung der Bauindustrie unter den Vorjahreswerten. Im Markt für WDVS verringerte sich der Absatz in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Marktforschungsinstituts B+L Marktdaten GmbH leicht um 0,8 % nach einem Anstieg um 3,4 % im Vorjahr. Die europäische Bauleistung konnte im Jahr 2022 laut EUROCONSTRUCT trotz zahlreicher Herausforderungen wachsen, da es praktisch keine coronavirusbedingten Behinderungen auf den Baustellen mehr gab. Allerdings lag der Anstieg deutlich unter dem Vorjahr. Der wirtschaftlichen Belebung in einigen Ländern sowie dem Nachholbedarf standen im Berichtsjahr mehrere negative Einflussfaktoren gegenüber. Insbesondere die erheblich erhöhten Baupreise und die wesentlich verteuerte Finanzierung führten zu diversen Verschiebungen oder Absagen neuer Vorhaben, was sich verstärkt in den nächsten Monaten auswirken wird. Auch die EU-weite Produktion im Baugewerbe flaute nach Berechnungen von Eurostat im Jahresverlauf merklich ab: Nachdem im ersten Quartal noch ein Zuwachs von 5,3 % gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres verzeichnet wurde, lag der Anstieg im zweiten Quartal nur noch bei 2,0 % und im dritten bei 1,3 %. Im Oktober wurde ein Plus von 1,9 % und im November von 1,3 % gemeldet. Die Bauwirtschaft in den USA ist im Jahr 2022 nach Schätzung der GTAI (Germany Trade & Invest) gewachsen, allerdings wurden die Erwartungen im Jahresverlauf spürbar gedrosselt. Vor allem im Hochbau verloren die Investitionen zunehmend an Dynamik. Gründe sind demnach insbesondere die anhaltenden Lieferkettenprobleme, der Fachkräftemangel und steigende Finanzierungskosten. Umsatz Sto-Konzern in Mio. EUR
Im chinesischen Bausektor waren im Jahr 2022 kräftige Rückgänge zu verzeichnen. Laut Angaben des nationalen Statistikamtes verringerten sich Neubauprojekte im Hochbau in den ersten acht Monaten flächenmäßig um rund 37 %. Landkäufe von Immobilienfirmen gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um nahezu die Hälfte und Immobilienverkäufe wertmäßig um rund 28 % zurück. Am größten war das Minus mit über 30 % in der Wohnungssparte. ErtragslageDer Umsatz des Sto-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2022 um 12,4 % auf einen neuen historischen Höchstwert von 1.787,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.590,5 Mio. EUR). Von dem Zuwachs um insgesamt 196,9 Mio. EUR wurden 177,4 Mio. EUR aus eigener Kraft erzielt. Aus Erstkonsolidierungseffekten ergab sich ein Umsatzplus von 4,8 Mio. EUR und aus Währungsumrechnungen saldiert ein positiver Effekt von 14,7 Mio. EUR. Aufgewertet wurden im Vergleich zum Vorjahr vor allem der US-Dollar sowie der Schweizer Franken und der chinesische Renminbi, während sich besonders die türkische Lira sowie der ungarische Forint und die schwedische Krone negativ entwickelten. In Landeswährungen, das heißt, bereinigt um Währungsumrechnungseinflüsse, ergibt sich im Sto-Konzern ein Umsatzanstieg von 11,5 %, der Zuwachs ohne Erstkonsolidierungs- und Währungsumrechnungseffekte lag bei 11,2 %. Im Segment Westeuropa - inklusive Deutschland - erhöhte sich der Umsatz 2022 um 12,7 % auf 1.405,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.246,5 Mio. EUR). Ohne Erstkonsolidierungseffekt lag das Plus bei 12,4 %. Besonders hohe Zuwächse erzielten die Gesellschaften in Italien und Frankreich aufgrund der erfolgreichen staatlichen Fördermaßnahmen für die energetische Gebäudesanierung in diesen Ländern. In der Schweiz machten sich auch positive Währungsumrechnungseffekte nennenswert bemerkbar. Ohne Erstkonsolidierungs- und Währungsumrechnungseinflüsse ergab sich in Westeuropa ein originäres Wachstum von 11,9 %. Segmentumsatz Sto-Konzern
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| 2022 | 2021 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 95.306 | 111.402 |
| aus Investitionstätigkeit | -42.553 | -51.067 |
| aus Finanzierungstätigkeit | -71.851 | -57.166 |
| Veränderungen der Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen | 1.445 | 3.946 |
| Veränderung der Zahlungmittel aufgrund erwarterter Verluste auf Zahlungsmittel gem. IFRS 9 | -59 | -23 |
| Zahlungsmittel Anfangsbestand | 137.135 | 130.043 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -17.712 | 7.092 |
| Zahlungsmittel Endbestand | 119.423 | 137.135 |
Der Barwert der künftig aus Leasing-Verträgen fällig werdenden Auszahlungen des Sto-Konzerns lag am Jahresende 2022 bei 80,5 Mio. EUR (31.12.2021: 87,6 Mio. EUR).
Liquiditätsentwicklung 2022
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Sto-Konzerns reduzierte sich im Berichtsjahr von 111,4 Mio. EUR auf 95,3 Mio. EUR. Ursächlich für den Rückgang waren insbesondere stichtagsbedingt gestiegene Ertragsteuerzahlungen von 53,0 Mio. EUR (Vorjahr: 32,4 Mio. EUR) sowie ein Verbrauch der Rückstellungen von 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Die zusätzliche Mittelbindung im Umlaufvermögen belief sich auf 34,5 Mio. EUR nach 41,4 Mio. EUR im Vorjahr, die Abschreibungen auf das Anlagevermögen nahmen von 68,1 Mio. EUR auf 64,8 Mio. EUR ab. Die Cashflow-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse betrug 5,3 % (Vorjahr: 7,0 %).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit summierte sich auf -42,6 Mio. EUR (Vorjahr: -51,1 Mio. EUR). Im Jahr 2022 flossen 47,4 Mio. EUR (Vorjahr: 41,9 Mio. EUR) für Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte ab, aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wurden 2,4 Mio. EUR eingezahlt (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR). Im Vorjahr waren zudem Abflüsse für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) in Höhe von 16,6 Mio. EUR verbucht. Bei den Geldanlagen stiegen die Auszahlungen im Jahresvergleich von 46,4 Mio. EUR auf 82,3 Mio. EUR und die Einzahlungen von 51,7 Mio. EUR auf 83,7 Mio. EUR. Um diese Ein- und Auszahlungen bereinigt, lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit bei -43,9 Mio. EUR (Vorjahr: -56,4 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei -71,9 Mio. EUR (Vorjahr: -57,2 Mio. EUR). Mit 31,9 Mio. EUR entfiel der Großteil der Abflüsse wie im Vorjahr auf die unveränderte Gewinnausschüttung. Über dem Vorjahreswert lagen die Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten mit 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 22,0 Mio. EUR).
Investitionen und Abschreibungen (ohne
Finanzanlagen und Nutzungsrechte) Sto-Konzern
In Mio. EUR
Die Auszahlung an Minderheitsgesellschafter in Höhe von 10,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) stand im Zusammenhang mit dem Erwerb der ausstehenden Anteile der Sto Italia Srl, Em-poli/Italien. Die Auszahlungen für kurzfristige Finanzschulden erhöhten sich von 2,8 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR, entsprechende Einzahlungen gab es im Berichtsjahr keine (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Für langfristige Finanzschulden flossen 1,0 Mio. EUR ab (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).
Per saldo belief sich der Finanzmittelbestand am Jahresende 2022 auf 119,4 Mio. EUR (31.12.2021: 137,1 Mio. EUR). Dabei wurden Wechselkursänderungen sowie Veränderungen aufgrund erwarteter Verluste auf Zahlungsmittel gemäß IFRS 9 in Höhe von insgesamt 1,4 Mio. EUR berücksichtigt (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR). Gegenüber dem Vorjahresstichtag verringerten sich die liquiden Mittel im Sto-Konzern um 17,7 Mio. EUR (Vorjahr: Zufluss von 7,1 Mio. EUR).
Investitionen
Die konzernweiten Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen im Berichtsjahr bei 47,4 Mio. EUR (Vorjahr: 41,9 Mio. EUR) und damit nahezu auf dem Niveau der letzten Prognose von 48 Mio. EUR (ursprüngliche Prognose: 63 Mio. EUR), die im November aufgrund von Verzögerungen und Verschiebungen bei verschiedenen Großprojekten nach unten angepasst wurde. Abnahmeverpflichtungen für Gegenstände des Sachanlagevermögens bestanden zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 12,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Investitionen in Finanzanlagen wurden im Sto-Konzern wie im Vorjahr nicht getätigt.
Investiert wurde im Jahr 2022 unter anderem in die Installation eines zweiten Drehrohrofens zum Ausbau der Produktionskapazitäten bei der Liaver GmbH & Co. KG in Ilmenau/Thüringen, die voraussichtlich im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen wird, sowie in die Modernisierung der Fertigungsanlagen im Rahmen unseres fortlaufenden Programms "Retrofit". Unter diesem Stichwort werden kontinuierlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen an diversen Sto-Produktionsstandorten vorgenommen, um technisch stets auf der Höhe der Zeit zu bleiben, die Digitalisierung der Prozesse voranzutreiben und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. Ein Teilaspekt des Retrofit-Programms, der auf mehrere Jahre projektiert ist, beinhaltet den Austausch von Prozessleitsystemen in Bestandsanlagen sowie die Modernisierung von Steuerungen, Sensorik, Aktorik und Messtechnik. Dabei wird auch ein einheitliches, modernes IT-basiertes Produktionsmanagementsystem installiert, das nahezu alle Prozesse im Fertigungsumfeld digital unterstützt. Zum Jahreswechsel 2021/2022 ging am Produktionsstandort in Stühlingen das neue Prozessleitsystem für Volumenprodukte in Betrieb. Die Systeme für die weiteren Produktionsbereiche am Standort Stühlingen wurden zum Jahreswechsel 2022/2023 in Betrieb genommen.
Von den konzernweiten Investitionen entfielen 39,7 Mio. EUR (Vorjahr: 35,1 Mio. EUR) auf das Segment Westeuropa, 1,8 Mio. EUR auf Nord-/Osteuropa (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) und 5,9 Mio. EUR auf Amerika/Asien/Pazifik (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).
Vermögenslage
Die Bilanz des Sto-Konzerns verlängerte sich zum 31. Dezember 2022 um 13,0 Mio. EUR auf 1.097,7 Mio. EUR (31.12.2021: 1.084,7 Mio. EUR).
Bilanzstruktur Sto-Konzern
Per 31.12.2022
Auf der Aktivseite verringerte sich die Summe der langfristigen Vermögenswerte auf 494,8 Mio. EUR (31.12.2021: 518,8 Mio. EUR), wobei im Anlagevermögen vor allem die Nutzungsrechte zurückgingen. Sie beliefen sich auf 78,8 Mio. EUR nach 85,9 Mio. EUR am Vorjahresstichtag, weil die Abschreibungen die Zugänge überstiegen. Die Position Immaterielle Vermögenswerte nahm von 61,6 Mio. EUR auf 56,7 Mio. EUR ebenso ab, während sich die Sachanlagen von 287,4 Mio. EUR auf 296,0 Mio. EUR erhöhten.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen lagen am Stichtag bei 2,2 Mio. EUR (31.12.2021: 1,8 Mio. EUR). Im sonstigen langfristigen Vermögen, das sich insgesamt von 82,0 Mio. EUR auf 61,1 Mio. EUR reduzierte, schlug sich vor allem die Umschichtung von lang- in kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte nieder, die im Rahmen der Optimierung des Finanzmanagements vorgenommen wurde. Entsprechend stand dem Rückgang der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte von 48,4 Mio. EUR auf 39,9 Mio. EUR eine Erhöhung der Position kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte von 94,1 Mio. EUR auf 102,4 Mio. EUR gegenüber. Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 1,1 Mio. EUR (31.12.2021: 1,8 Mio. EUR).
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich um 37,0 Mio. EUR auf 602,9 Mio. EUR (31.12.2021: 565,9 Mio. EUR). Die Vorräte, die sich von 158,6 Mio. EUR auf 179,2 Mio. EUR erhöhten, wurden vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Beschaffungsmarktsituation gezielt aufgebaut, um die Lieferfähigkeit von Sto, die im Vorjahr nicht durchgängig dem von uns angestrebten hohen Niveau entsprach, abzusichern und möglichst eine gewohnt zuverlässige Kundenbelieferung sicherzustellen. Zudem wirkten sich die steigenden Beschaffungspreise erhöhend auf die Wertansätze des Vorratsvermögens aus. Zum Jahresende 2022 wurde damit begonnen, die Vorräte unter Berücksichtigung der aktuellen Einschätzung der weiteren Beschaffungspreisentwicklung selektiv abzubauen und die Bestände an Rohstoffen, Fertigerzeugnissen und Zukaufprodukten mit wieder höherer Liefersicherheit gezielt zu reduzieren.
Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen 2022 konzernweit von 145,8 Mio. EUR auf 171,4 Mio. EUR zu, was neben dem höheren Geschäftsvolumen auch auf den größeren Auslandsanteil am Konzernumsatz zurückzuführen ist, da hier in der Regel längere Forderungslaufzeiten gelten. Am Jahresende 2022 verfügte der Sto-Konzern über flüssige Mittel in Höhe von 119,4 Mio. EUR (31.12.2021: 137,1 Mio. EUR).
Auf der Passivseite der Konzernbilanz stieg das Eigenkapital von 610,0 Mio. EUR auf 685,1 Mio. EUR. Neben dem positiven Konzern-EAT ergab sich die Veränderung vor allem durch versicherungsmathematische Gewinne aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen, insbesondere infolge des gestiegenen Marktzinsniveaus und gegenläufig durch den Erwerb der ausstehenden Anteile an der Sto Italia Srl, Empoli/Italien. Die weiter verbesserte Eigenkapitalquote stieg auf sehr solide 62,4 % (31.12.2021: 56,2 %).
Das Fremdkapital reduzierte sich von 474,7 Mio. EUR am Vorjahresstichtag auf 412,6 Mio. EUR. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die in Summe auf 165,7 Mio. EUR zurückgingen (31.12.2021: 210,9 Mio. EUR), verringerten sich insbesondere durch den niedrigeren Ansatz der Pensionsrückstellungen. Die Pensionsrückstellungen sanken im Wesentlichen infolge des höheren Marktzinsniveaus um 40,1 Mio. EUR auf 82,1 Mio. EUR (31.12.2021: 122,2 Mio. EUR). Von den langfristigen Finanzschulden, die 0,9 Mio. EUR betrugen (31.12.2021: 1,9 Mio. EUR), wurde ein Teil aufgrund der Fälligkeiten in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert. Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten reduzierten sich von 67,2 Mio. EUR auf 60,7 Mio. EUR. Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen auf 4,8 Mio. EUR (31.12.2021: 0,2 Mio. EUR).
Unter den kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die summiert von 263,8 Mio. EUR auf 246,9 Mio. EUR abnahmen, stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen infolge des höheren Beschaffungsvolumens von 63,3 Mio. EUR auf 67,1 Mio. EUR. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen von 45,1 Mio. EUR auf 46,3 Mio. EUR. Die kurzfristigen Finanzschulden reduzierten sich trotz der Umgliederung vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich um 4,1 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR (31.12.2021: 8,2 Mio. EUR), im Wesentlichen durch planmäßig vorgenommene Tilgungen. Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen gingen von 43,5 Mio. EUR auf 33,1 Mio. EUR zurück. Sie beinhalten insbesondere Gewährleistungsrückstellungen im Absatzbereich, die im Zusammenhang mit Versicherungserstattungsansprüchen stehen. Auf der Aktivseite sind diese den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten zugeordnet.
Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzschulden lag am Stichtag bei 5,0 Mio. EUR (31.12.2021: 10,2 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des Zahlungsmittelbestands von 119,4 Mio. EUR ergab sich Ende Dezember 2022 ein Netto-Finanzguthaben von 114,4 Mio. EUR (31.12.2021: 126,9 Mio. EUR).
C. Weitere Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2022 waren weltweit 5.735 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sto-Konzern beschäftigt gegenüber 5.697 am Jahresende 2021 (+38 Personen; +0,7 %).
Mitarbeiter Sto-Konzern per 31.12.
Nach Segmenten
Im Segment Westeuropa vergrößerte sich die Belegschaft um 34 auf 4.394 Personen (Vorjahr: 4.360; +0,8 %) und in Amerika/Asien/Pazifik um 10 auf 724 Beschäftigte (Vorjahr: 714; +1,4 %). Im Segment Nord-/Osteuropa dagegen ging die Zahl der Beschäftigten in Summe um 6 auf 617 zurück (Vorjahr: 623; -1,0 %).
Die Zahl der in Deutschland für Sto tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg im Stichtagsvergleich nur marginal um 3 auf 3.130 (Vorjahr: 3.127; +0,1 %). Im Ausland gab es unterjährig Neueinstellungen überwiegend bei Gesellschaften in Ländern mit kurz- und mittelfristigen Wachstumsperspektiven, während punktuell die Belegschaft in Gesellschaften mit schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen reduziert wurde. Insgesamt nahm die Konzernbelegschaft im Ausland um 35 auf 2.605 Beschäftigte zu (Vorjahr: 2.570; +1,4 %), der Auslandsanteil erhöhte sich damit leicht von 45,1 % auf 45,4 %.
Mitarbeiter Sto-Konzern per 31.12.
Anzahl
Unsere qualifizierten Beschäftigten sind der Schlüssel zum Erfolg unseres Unternehmens und wesentlich für das weitere Wachstum von Sto. Deshalb messen wir den Belangen und Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sehr hohe Bedeutung bei. Attraktive, sichere Arbeitsplätze und -bedingungen, ein hohes Maß an Eigenverantwortung sowie regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind aus unserer Sicht wichtige Voraussetzungen für eine motivierte und produktive Belegschaft.
Das zu Beginn der Coronavirus-Pandemie etablierte Covid-19-Programm zum Schutz der Gesundheit der Sto-Belegschaft und zur Absicherung der Geschäftsfähigkeit der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr 2022 fortgeführt. Das zuständige globale Team, das vom Personalbereich geleitet wird, hat die Maßnahmen auf Basis der Erfahrungen der letzten zwei Jahre weiterentwickelt, um die Sto-Beschäftigten weiterhin erfolgreich vor der Coronavirus-Pandemie zu schützen.
Um dem hohen Wettbewerbsdruck auf den weltweiten Arbeitsmärkten zu begegnen und unseren künftigen Bedarf an qualifiziertem Personal, insbesondere auch vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels zu decken, setzen wir zahlreiche Rekrutierungsmaßnahmen um. Dabei versuchen wir, möglichst vielfältige Fähigkeiten und Erfahrungen in das Unternehmen einzubringen. Heterogene Teams können nach unserer Erfahrung komplexe Aufgaben besser lösen und gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Entwicklungen leichter integrieren. Zudem achten wir innerhalb der Sto-Gruppe auf Toleranz in Bezug auf ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Behinderung und Religion.
Der Altersdurchschnitt im Sto-Konzern lag am Jahresende 2022 bei 43,8 (Vorjahr: 43,7) Jahren, der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen belief sich auf 25,1 % (Vorjahr: 24,7 %).
Personalstrategie
Unsere langfristig angelegte Personalstrategie zielt auf die Förderung der Sto-Kultur. Diese beruht auf gegenseitigem Respekt, unterstützt Mitgestaltung und soll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren, Verantwortung für anspruchsvolle Ziele zu übernehmen.
Im Jahr 2022 stand die Initiative zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur im Rahmen des Strategieumsetzungsprozesses im Mittelpunkt. Zu den zentralen Punkten gehörten die Themen Prozessorientierung und Digitalisierung mit unterstützenden Schulungs-, Kommunikations- und Changemaßnahmen. Zudem gab es verschiedene Projekte zur Personal- und Führungskräfteentwicklung, die sich unter anderem mit der Definition eines neuen Führungsmodells beschäftigten. Auch die Einführung von SAP HCM im Bereich HR bei verschiedenen Tochtergesellschaften bestimmte die Arbeit im Personalbereich.
Fluktuation
Für die Fluktuationsrate, die definiert ist als Relation der Austritte (ohne natürliche Abgänge wie Rentenbeginn) zum durchschnittlichen Stammpersonal, streben wir konzernweit einen Zielwert im unteren einstelligen Prozentbereich an. 2022 erreichte sie bei der Sto SE & Co. KGaA erneut den sehr guten Wert von 3,7 % (Vorjahr: 3,4 %). Der Anteil der Kündigungen seitens der Beschäftigten belief sich bei der Sto SE & Co. KGaA auf 2,3 % (Vorjahr: 1,6 %). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Sto-Konzern lag unverändert bei 11,1 Jahren. Diese Werte veranschaulichen die außerordentlich hohe Verbundenheit der Mitarbeiter mit Sto.
Arbeitssicherheit
Arbeitsplatzsicherheit und Unfallvermeidung sind wichtige Bausteine unserer Personalpolitik. Grundsätzlich streben wir eine Quote von dauerhaft unter zehn meldepflichtigen Arbeits- und Dienstwegeunfällen im Jahr pro 1.000 Mitarbeiter an. 2022 lag dieses Verhältnis in der Sto SE & Co. KGaA bei 11,6 (Vorjahr: 18,3). Absolut wurden 26 (Vorjahr: 34) Arbeitsund 8 (Vorjahr: 7) Wegeunfälle gemeldet.
Im Wesentlichen waren die Vorfälle, die detailliert analysiert wurden, auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.
Bei Bedarf leiteten wir entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung ein. Darüber hinaus werden regelmäßig geeignete Schulungs- und Unterweisungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Steigerung der Arbeitssicherheit angeboten.
Der hohe Standard auf den Gebieten Sicherheit und Gesundheit im Sto-Konzern wird in mehreren Gesellschaften durch externe Zertifizierungen überprüft: In den USA sind aktuell zwei von drei Werken der Tochtergesellschaft Sto Corp. nach dem lokalen Zertifikat "Safety & Health Achievement Recognition Program" (SHARP) geprüft. Es dokumentiert ein hohes Sicherheits- und Gesundheitsniveau. Nach der internationalen Arbeitsschutz-Norm ISO 45001 sind die Produktionsstandorte der Sto Scandinavia AB in Schweden, der Beissier S.A.U. in Spanien und der Shanghai Sto Ltd. in China sowie die Vertriebsstandorte in Dänemark, Finnland und Norwegen zertifiziert.
Die Tochtergesellschaften Verotec GmbH und Innolation GmbH setzen die Norm OHRIS (Occupational Health and Risk Managementsystem) um, einen weltweit gültigen Standard zur Sicherheit und Gesundheit im Beruf, die polnische Sto Sp.z o.o. ist nach AQAP (Allied Quality Assurance Publications) zertifiziert. Die Tochtergesellschaft in Singapur erfüllt das bizSAFE-Programm zur Förderung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz durch die Anerkennung von Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit.
Gesundheit & Wohlbefinden
Unsere Belegschaft gesund zu erhalten, ist elementarer Bestandteil unseres Handelns. Ein solches Arbeitsumfeld erhält die Motivation und das Engagement der Beschäftigten, hat einen positiven Effekt auf die Produktivität und senkt unerwünschte Folgekosten.
Im Mittelpunkt des Gesundheitsschutzes standen im Jahr 2022 neben den Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, zu denen auch Impfangebote an verschiedenen Standorten gehörten, permanent angebotene Aktivitäten zur Verbesserung der Gesundheit. Sie betrafen unter anderem die Themen bewusste Ernährung und Grippeschutz. Auch das betriebliche Eingliederungsmanagement wurde nach den pandemiebedingten Einschränkungen in den letzten Jahren wieder auf ein normales Niveau zurückgeführt, und betroffene Kolleginnen und Kollegen konnten wirkungsvoll unterstützt werden.
Fort- und Weiterbildungsaktivitäten
Das große Know-how und die Leistungsfähigkeit des Sto-Teams werden kontinuierlich durch ein breites Fort- und Weiterbildungsangebot ausgebaut, das zum Großteil auch digital zugänglich ist. Grundlage dafür ist das globale Learning Management System "Learning@sto". Auf dieser Plattform sind Lerninhalte und -materialien in weltweit einheitlichen Formaten gebündelt und global verfügbar. Die Inhalte werden in Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften definiert und flexibel angepasst. Ende 2022 waren über 240 Kurse in unterschiedlichen Sprachen im Angebot. Die Schulungen im Bereich Compliance & Security beispielsweise stehen in insgesamt elf Sprachen zur Verfügung.
Die Themen des Weiterbildungsangebots orientierten sich im Wesentlichen an den strategischen Schwerpunkten und wurden 2022 inhaltlich neu aufgesetzt. Zu den wichtigsten Initiativen gehören beispielsweise Kurse zur Stärkung von New Work-Kompetenzen und der digitalen Zusammenarbeit sowie Qualifizierungen für die Durchführung von Teamentwicklungen. Im Führungskräftebereich lag ein Fokus auf dem Komplex Zum Jahresende 2022 beschäftigte der Sto-Konzern weltweit insgesamt 5.735 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
"modernes Führen". Zudem wurden die weiterentwickelten Führungskräfte-Entwicklungsprogramme für die Leiter von Verkaufs-Centern und Vertriebsregionen sowie die Projektmanagement-Schulungen entlang der 2021 identifizierten strategischen Kompetenzen fortgeführt.
Ausbildung bei Sto
2022 begannen 102 (Vorjahr: 81) Menschen eine Ausbildung beziehungsweise ein Studium bei Sto in Deutschland. Am Jahresende belief sich die Zahl der in Summe bei Sto in Deutschland tätigen Auszubildenden und Studierenden auf 236 (Vorjahr: 241). Bezogen auf die Gesamtbelegschaft in Deutschland entspricht das einem Anteil von 7,5 % (Vorjahr: 7,7 %). Damit lag Sto erneut deutlich über dem Durchschnitt aller Betriebe der chemischen Industrie in Deutschland mit einer Quote von 4,5 %.
Unser Ausbildungsangebot in Deutschland umfasste im Jahr 2022 27 (Vorjahr: 27) gewerbliche und kaufmännische Berufe beziehungsweise Studienrichtungen an dualen Hochschulen.
Nach dem eingeschränkten Angebot in den Vorjahren nahmen wir 2022 wieder an mehreren Veranstaltungen zur Rekrutierung von Auszubildenden teil. Neben dem Sto Future Day, an dem sich Interessierte über Berufe im Unternehmen informieren können, gehörte dazu auch die Präsentation auf Ausbildungsbörsen, Messen und Berufsorientierungstagen an verschiedenen Standorten. Darüber hinaus wurde die Zahl der angebotenen Praktika erhöht, um den Bedarf an qualifizierten Auszubildenden und Studierenden decken zu können. Umfangreiche Fakten rund um die Berufsausbildung enthält die Rubrik "Karriere" auf der Homepage .
Forschung und Entwicklung
Intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gehören zu den wesentlichen Grundlagen unserer strategischen Ausrichtung. Mit einer strukturierten F&E-Arbeit können wir unsere Kernkompetenzen ausbauen, die von Sto angestrebte Position als innovativer Technologieführer der Branche untermauern, unser Know-how erweitern und neue Märkte, Kunden sowie Wachstumsfelder erschließen.
Innerhalb des Sto-Konzerns finden die Entwicklungstätigkeiten vorwiegend am Standort Stühlingen statt, der als Kompetenzzentrum für die gesamte Unternehmensgruppe fungiert und intensiv mit den lokal operierenden F&E-Abteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften kooperiert. Die gruppenweite Integration aller Labore und Kompetenzen zu einem international vernetzten Verbund schreitet wie geplant voran.
Im Jahr 2022 wurden im Sto-Konzern 15,9 Mio.
EUR (Vorjahr: 14,6 Mio. EUR) oder 0,9 % (Vorjahr: 0,9 %) des Gesamtumsatzes ergebniswirksam für Forschungs- und Entwicklungskosten verbucht. Die Mit einer Ausbildungsquote von 7,5 Prozent liegt Sto deutlich über dem Durchschnitt aller Betriebe der chemischen Industrie in Deutschland.
Zahl der weltweit in den F&E-Abteilungen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belief sich zum Jahresende auf 192 (Vorjahr: 179) Beschäftigte.
Wesentliches Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Sto ist die stetige Erweiterung und Verbesserung des Leistungsangebots zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden, die wir als entscheidenden Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens betrachten. Ein klarer Schwerpunkt bei der Entwicklung neuer Produkte und Systeme ist der Aspekt Nachhaltigkeit, den wir als Kernkompetenz des Sto-Konzerns definiert haben. Sto leistet einen direkten wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit durch unser breites und tiefes Sortimentsangebot zur Energieeffizienz von Gebäuden und der damit verbundenen Reduzierung des Energieverbrauchs und den Emissionen von CO 2. Unsere F&E-Abteilungen arbeiten darüber hinaus an zahlreichen Lösungen - von der Auswahl und Beschaffung von Materialien über die Herstellung innovativer Produkte beispielsweise auf Basis nachwachsender Rohstoffe bis hin zu umweltfreundlichen Verpackungen. Im Berichtsjahr ging es unter anderem um Konzepte zur Verringerung des CO 2 -Abdrucks unserer Systeme, bei den Dämmstoffen lag der Fokus insbesondere auf Recyclingfähigkeit und Brandschutz.
Wegen der starken Rohstoff- und Energiepreiserhöhungen beschäftigten sich die F&E-Abteilungen zudem intensiv mit den Themen Lieferfähigkeit und Produktportfolio-Optimierung. Unter anderem wurden neue Rohstoffe qualifiziert und freigegeben sowie Rezepturen optimiert, um den Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Maßstab für die damit verbundenen Änderungen waren der hohe Qualitätsanspruch gegenüber unseren Kunden, ein angemessenes Kosten-/Nutzenverhältnis sowie die Sozial- und Umweltstandards entlangder Lieferkette. Darüber hinaus wurde das Lieferantennetz ausgebaut und die strategische Zusammenarbeit mit den Partnern weiter intensiviert, um die Abhängigkeit von einzelnen Bezugsquellen zu verringern.
Der wichtige fachliche Austausch mit Lieferanten und Kooperationspartnern fand nach den coronabedingten Einschränkungen in den letzten Jahren wieder vermehrt in Präsenz statt Zusätzlich wurden Weiterbildungsseminare und -schulungen weiterhin im Online-Format durchgeführt.
Einen Fokus legte die Forschung & Entwicklung auf die Recyclingfähigkeit: Mit dem Dämmplattenbefestiger StoFix Circonic können Fassadendämmsysteme ganz ohne Klebemörtel befestigt und beim Rückbau sortenrein getrennt werden.
Die Fassadenfarbe StoColor Dryonic gibt es jetzt auch mit metallischen Effekten. Das StoColor System wurde um 64 Metallicfarbtöne ergänzt, die in einem separaten Farbfächer dargestellt sind.
Schwerpunkte der Produktneu- und -weiterentwicklungen
Zu den im Jahr 2022 vorgestellten Neu- und Weiterentwicklungen, bei denen grundsätzlich der Systemgedanke im Vordergrund steht, gehörte unter anderem eine zusätzliche Variante der erfolgreichen Produktfamilie StoColor Dryonic®. Die bionische Außenfarbe wurde speziell zum Schutz von Fassaden mit einem Metallic-Effekt sowie für Metalluntergründe entwickelt. Damit können wir neue Vertriebssegmente erschließen, für die übliche Fassadenfarben nicht geeignet sind.
StoSilent Distance C, ein im Jahr 2022 zur Marktreife gebrachtes Akustiksystem für die Decke, kann mit Hilfe einer neu entwickelten, innovativen Technik direkt auf der Unterkonstruktion verklebt werden. Das führt zu einer signifikanten Steigerung der akustischen und optischen Qualität sowie einer deutlich höheren Effizienz bei der Verarbeitung.
Das Modul StoVentec Glass, ein Paneel für vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme, konnte durch Optimierung in Bezug auf die Brandeigenschaften in die Baustoffklasse A (nicht brennbar) eingruppiert und gleichzeitig hinsichtlich der Rohstoffzusammensetzung verbessert werden. Die Weiterentwicklung wurde durch die intensive Zusammenarbeit des Produktmanagements mit der Verotec GmbH und der Prüftechnik am Standort Stühlingen möglich.
Im Bereich Grundierungen bietet Sto mit StoPrep Isol eine universell im Innen- und Außenbereich einsetzbare, hoch wirksame Isolierbeschichtung, die auf der Kationentechnologie basiert und gegen unterschiedliche Verschmutzungen schützt.
Darüber hinaus wurden im Jahr 2022 Produkte mit verbesserten ökologischen Eigenschaften, beispielsweise durch den kompletten Verzicht auf per- und polyfluorierte Chemikalien, entwickelt.
Grundlagenforschung
Im Rahmen der umfangreichen Sto-Grundlagenforschung, die Voraussetzung ist für eine erfolgreiche Entwicklungsarbeit und die Erschließung neuer Technologien, ist Nachhaltigkeit ebenfalls ein zentrales Thema. Zu den Aktivitäten 2022 gehörten Projekte zum Recycling beziehungsweise zum Einsatz recycelter Rohstoffe in den Produkten, die unter dem Schlagwort Circular Economy stehen. Darüber hinaus standen weitere Zukunftsthemen wie Smart Functions (zusätzliche Eigenschaften der Systeme), Digitalisierung oder Robotics (3D-Druck) im Mittelpunkt.
Die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Hochschulen, Forschungsinstituten, Start-ups und Lieferanten wurde im Berichtsjahr weiter intensiviert, um ein möglichst großes Maß an Know-how und Kompetenz in der Grundlagenforschung zu nutzen. Konkrete Forschungsprojekte gibt es unter anderem in den Bereichen Photovoltaik und 3D-Druck.
Produktion und Beschaffung
Basis für die Qualität der Sto-Produkte sind die Kompetenz und das Know-how in den weltweiten Fertigungsstätten des Konzerns. Die Leistungspotenziale in diesem Bereich werden im Sinne unserer Strategie gezielt ausgebaut, die Produktionsprozesse laufend verbessert und die Verfahren weiterentwickelt. Dadurch können wir das hohe Niveau wahren und uns fortlaufend neues Wissen aneignen.
An den Standorten der Innolation GmbH in Lauingen/Deutschland und Amilly/ Frankreich fertigt die Sto-Gruppe einen Teil der in ihren Systemen verwendeten Polystyrol (EPS)-basierten Dämmstoffe.
Zu den wesentlichen selbst gefertigten Produkten im Sto-Konzern gehören vor allem Beschichtungsmaterialien wie Putze und Farben sowie Klebe- und Armierungsmassen oder auch Bodenbeschichtungen. An den Standorten der Innolation GmbH in Lauingen/Deutschland und Amilly/Frankreich wird ein Teil der Polystyrol (EPS)-basierten Dämmstoffe hergestellt. Durch die Eigenfertigung dieser Materialien, die ausschließlich der konzerninternen Zulieferung dienen, können wir unser technologisches Know-how in diesem sensiblen Bereich zielgerichtet ausbauen und die Abhängigkeit von Lieferanten verringern. In Schweden werden spezielle Dämmstoffe auf EPS-Basis gefertigt.
Im Jahr 2022 haben die bereits im Vorjahr bestehenden gravierenden Störungen in den weltweiten Lieferketten insbesondere bis zur Jahresmitte weiter angehalten. Unter anderem wurde die Produktionsplanung im Sto-Konzern durch eingeschränkte Kapazitäten bei Spediteuren sowie Terminabweichungen bei den Rohstofflieferungen erschwert und musste immer wieder kurzfristig überarbeitet beziehungsweise angepasst werden. Dank des vorbildlichen Einsatzes aller beteiligten Abteilungen war die Versorgung der Sto-Kunden im Berichtsjahr trotz dieser Herausforderungen bestmöglich sichergestellt.
Die zum Schutz vor der Coronavirus-Pandemie implementierten hygienischen und organisatorischen Maßnahmen in den Fertigungsbereichen wurden im Berichtsjahr größtenteils beibehalten und weiterhin regelmäßig Schnelltests an den Standorten durchgeführt. Dadurch konnte die Produktion im gesamten Berichtszeitraum weitestgehend störungsfrei aufrechterhalten werden.
Aufgrund der Marktbedingungen und der Kundenstruktur des Konzerns dominieren kurzfristige Kundenbestellungen den Geschäftsverlauf der Sto-Gesellschaften. Kennzahlen zu Auftragseingang und -bestand sind aus Sicht des Unternehmens nicht wesentlich, sondern vielmehr eine hohe Warenverfügbarkeit, zu der auch eine flexible Produktion beiträgt, sowie ein schneller Lieferservice.
Internationales Produktionsnetzwerk
Im Berichtsjahr umfasste das weltweite Produktionsnetzwerk des Sto-Konzerns unverändert 33 Standorte, 21 davon im Ausland und 12 im Inland. Die Auslastung der konzernweiten Produktion war insgesamt gut, teilweise jedoch unter Vorjahr.
Unsere Fertigungsanlagen in den verschiedenen Betriebsstätten werden permanent auf den neuesten technischen Stand gebracht. Im Vordergrund dieser Erneuerungs- und Modernisierungsmaßnahmen stand im Jahr 2022 insbesondere die Digitalisierung. Außerdem wurde eine gasbetriebene Verpackungsanlage in unserem Hauptwerk durch eine moderne Wickelstretchanlage ersetzt. Durch diesen Austausch kann die hier bislang benötigte Menge an Erdgas eingespart werden.
Um frühzeitig Optimierungspotenziale in der Produktion zu erkennen und die Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern, wird an unseren Produktionsstandorten regelmäßig die Fehlchargenquote überprüft. Dieser Anteil der Gesamtproduktionsmenge, der aufgrund von Mängeln nicht ausgeliefert werden kann, soll unter 0,9 % bleiben. Im Jahr 2022 lag die Quote in den europäischen Sto-Werken nahezu durchgängig unter diesem angestrebten Höchstwert. Um das niedrige Niveau auf Dauer zu halten, führen wir regelmäßig Schulungen und geeignete Qualifizierungsmaßnahmen für unsere Belegschaft durch.
Geprüftes Qualitätsmanagement
Die wesentlichen Produktionsstandorte des Sto-Konzerns sind in einem integrierten Managementsystem erfasst, das alle Qualitäts-, Umwelt-, Sicherheits- und Energiemanagementsysteme einbezieht. Ein Großteil der Werke entspricht externen Standards: 25 (Vorjahr: 26) der insgesamt 33 Standorte waren Ende 2022 nach der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Umweltmanagementsystem-Norm ISO 14001:2015 war unverändert in 17 Betrieben etabliert.
Den Anforderungen der Norm ISO 50001:2018 zur Verbesserung der Energieeffizienz entsprachen Ende 2022 die Sto SE & Co. KGaA mit dem Stammsitz in Stühlingen sowie allen Produktionsbetrieben und Verkaufs-Centern in Deutschland und sechs Tochtergesellschaften.
Alle Werke werden kontinuierlich optimiert, unter anderem durch Überwachungsaudits sowie Stichprobenverfahren auf Grundlage der Zertifizierungsmatrix. Ergänzt werden die externen Prüfungen durch regelmäßige interne Audits.
Besonders im Fokus steht die Qualitätssicherung der EPS-Dämmplattenproduktion, die 2022 weiter optimiert wurde. Ziel ist es, bei allen in den Herstellungsprozess einbezogenen Stufen und Zulieferern ein besonders hohes Qualitätsniveau sicherzustellen beziehungsweise dieses möglichst zu steigern.
Beschaffung
Das Beschaffungsportfolio im Sto-Konzern hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Zu den wesentlichen Einsatz- und Rohstoffen, die 2022 bezogen wurden, gehörten Dämmstoffe, Pigmente, Epoxidharze und deren Härter, Zemente, Dispersionen und Dispersionspulver. Auch Verpackungsmittel wurden in wesentlichem Umfang beschafft.
Mit neu eingerichteten Rohstoff-Hubs in der Nähe ihrer Produktionsstätten stellt die Sto-Gruppe die Nachschubversorgung sicher.
Die Versorgungssituation war insbesondere bis zur Jahresmitte geprägt von Preissteigerungen in erheblichem Ausmaß und teilweise instabilen Lieferketten. In Summe erhöhte sich die Wareneinsatzquote im Sto-Konzern bezogen auf die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr von 47,4 % auf 49,3 %.
Bei Rohstoffen und Zukaufprodukten stiegen vornehmlich die Preise für Dämmstoffe, Dispersionen, Farbpigmente, Epoxidharze und Zemente. Auch bei Additiven und Verpackungsmaterialien sowie energieintensiven Artikeln gab es signifikante Aufschläge. Der Anstieg der Treibstoff- und Energiepreise hat sich mit Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts nochmals deutlich verschärft und in allen Stufen der Wertschöpfungskette negativ ausgewirkt. Zusätzlich erschwerten fehlende Transportkapazitäten die Logistik.
Im Strom- und im Gassektor waren unsere Beschaffungspreise bis Ende 2022 durch bestehende Verträge weitgehend gesichert. Für die nächsten Jahre wurden die Kontrakte neu ausgeschrieben, wobei das Risiko von Schwankungen durch variable Einkaufszeitpunkte verringert werden soll. Darüber hinaus investieren wir in die eigene Stromerzeugung durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen, und reduzieren konsequent das konzernweite Beschaffungsvolumen.
Durch den Russland-Ukraine-Konflikt verschärfte sich auch die Versorgungssituation bei unseren Zulieferern in einigen Bereichen. Bei Produkten und Rohstoffen aus diesen Gebieten musste der Bedarf teils kurzfristig zu erheblichen Mehrkosten durch alternative Beschaffungsquellen gedeckt werden, sodass auch Sto dadurch mittelbar betroffen war. Zudem führten die Lockdowns in China und Covid-bedingte Krankheitsausfälle, durch die es teilweise zu Produktionsunterbrechungen in der Branche kam, zu Lieferverzögerungen. Im Bereich Dämmplatten gab es von April bis August deutlich verlängerte Lieferzeiten, die insbesondere auf eine hohe Nachfrage in diesem Zeitraum zurückzuführen waren.
Um den Lieferservicegrad gegenüber unseren Kunden, der im Vorjahr nicht durchgängig das von uns angestrebte hohe Niveau erreichte, trotz der schwierigen Bedingungen zu verbessern und den teils drastischen Kostensteigerungen entgegenzuwirken, wurden von Jahresbeginn an gezielt die Bestände an Rohstoffen, Vormaterialien, Fertigerzeugnissen und Zukaufprodukten erhöht und ein vorausschauender Allokationsprozess etabliert. Zudem haben wir das globale Lieferanten- und Transportdienstleistungsportfolio weiter ausgebaut. Die frühzeitige strategische Bevorratung mit Eigenprodukten, Rohstoffen und Zukaufprodukten konnte im Laufe des Jahres aufgrund der besseren Verfügbarkeit teilweise wieder zurückgefahren werden. Um die Materialverknappung sowie die fehlenden Transportkapazitäten zu kompensieren, wurden bei Kontraktlogistikern Rohstoffreserven eingerichtet. Mit diesen "Rohstoff-Hubs" in der Nähe unserer Produktionsstätten konnte die Nachschubversorgung kurzfristig gesichert und optimiert werden.
Infolge der Gegenmaßnahmen stieg der Lieferservicegrad 2022 der Sto SE & Co. KGaA gegenüber dem Vorjahr spürbar von 92,0 % auf 95,9 %.
Einkaufsmanagement
Die durchgängige Versorgungssicherheit in den Produktionsstätten des Sto-Konzerns gewährleisten wir durch ein proaktives Einkaufsmanagement, das auf engen, langjährigen Kooperationen mit unseren wichtigsten Lieferanten beruht. Die Sto SE & Co. KGaA übernimmt innerhalb der Gruppe die Beschaffung von Investitionsgütern, Dienstleistungen sowie Verbrauchsmaterialien und unterstützt die Tochtergesellschaften mit individueller Beratung, Know-how und modernsten Beschaffungsinstrumenten.
Im Jahr 2022 konzentrierte sich das Einkaufsmanagement vorrangig auf die Optimierung der Beschaffungsplanung und die Sicherstellung der Liefersicherheit. Unter anderem wurde dazu eine Software eingeführt, die auch die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes einbezieht. Darüber hinaus wurde in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein Projekt zur weiteren Optimierung der Beschaffungsplanung initiiert, das ab 2023 umgesetzt wird. Ziel ist es, die Prozesse funktionsübergreifend zu harmonisieren, rollierend zu gestalten und standortübergreifend zu organisieren.
Zweimal pro Jahr nehmen wir bei allen wesentlichen europäischen Sto-Gesellschaften eine systematische Lieferantenbewertung vor. Berücksichtigt werden die Kriterien Qualität, Preis, Nachhaltigkeit, kaufmännische Zusammenarbeit und Lieferbedingungen. Die Ergebnisse werden unterschiedlich gewichtet und zu einer Kennzahl verdichtet, die maximal den Wert 100 erreichen kann. Die Sto SE & Co. KGaA strebte wie im Vorjahr eine Bewertung von 90,0 an. Tatsächlich erreicht wurde 2022 ein Wert von 83,8 Punkten (Vorjahr: 85,2). Ausschlaggebend für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr waren vor allem die bis zur Jahresmitte deutlich längeren Lieferzeiten. Auch die starken Schwankungen bei den Einkaufspreisen wirkten sich negativ auf die Bewertung aus.
Um das Vorratsvermögen konzernweit zu optimieren, werden mit den Sto-Tochtergesellschaften jährlich Bestandsquoten (durchschnittlicher Bestand in Relation zum Jahresumsatz) vereinbart, die im Jahr 2022 zwischen 2,4 % und 33,0 % lagen. Die Werte sind davon abhängig, ob es sich um eine Produktions- und/oder eine Vertriebsgesellschaft handelt. Zudem beinhaltet die Festlegung der Ziele eine Analyse der jeweiligen Marktbesonderheiten wie zum Beispiel Produkteinführungen, die strategische Bevorratung von Rohstoffen und Zukaufprodukten, die im Jahr 2022 teilweise deutlich ausgebaut wurde, sowie notwendige logistische Veränderungen. Höhere Quoten wurden dort zugelassen, wo produktionstechnische, logistische oder strategische Bevorratung dies erforderte.
Im Geschäftsjahr 2022 lag der Anstieg der Bestandswerte infolge des deutlich gestiegenen Preisniveaus erheblich über dem Mengenwachstum. In Summe nahmen die Bestandsquoten der einzelnen Gesellschaften zum Jahresende deutlich zu.
D. Risiko- und Chancenbericht
Risiken und Chancen
Die Sto SE & Co. KGaA steht als international tätiges Unternehmen regelmäßig Risiken und Chancen gegenüber. Grundsätzlich definieren wir Chancen und Risiken als mögliche Abweichung vom geplanten Ergebnis. Deren zielorientierte Steuerung gehört zu den grundlegenden Bestandteilen unserer Unternehmensführung und ist von wesentlicher Bedeutung für die langfristig positive Entwicklung der Unternehmensgruppe. Der Vorstand der STO Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin legt eine Risikostrategie fest. Sie gibt vor, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ein angemessener Ergebnisbeitrag erwartet und eine Bestandsgefährdung weitgehend ausgeschlossen werden kann.
Internes Kontrollsystem
Das Risiko- und Chancenmanagement im Sto-Konzern wird ergänzt durch ein Internes Kontrollsystem (IKS). Es umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung sowie zur Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Zudem beinhaltet das IKS ein internes Überwachungssystem, das sich aus prozessunabhängigen und -integrierten Elementen zusammensetzt. Dazu gehört zum Beispiel die wichtige Maßnahme des "Vier-AugenPrinzips", das durch maschinelle IT-Prozesskontrollen ergänzt wird.
Die Verantwortlichkeiten und Funktionen im Rechnungslegungsprozess, beispielsweise die Buchhaltung der Sto SE & Co. KGaA und ihrer Tochtergesellschaften, das Konzernrechnungswesen und das Beteiligungscontrolling, sind klar getrennt und festgelegt.
Der digitalisierte Rechnungslegungsprozess wird mithilfe der ERP-Software SAP gesteuert, die in den meisten Sto-Gesellschaften implementiert ist. Sie erfasst und verarbeitet alle rechnungslegungsbezogenen Sachverhalte und Daten. Bei der Sto SE & Co. KGaA ist ein elektronischer Workflow für die zentrale Rechnungsbearbeitung und -archivierung implementiert, der sukzessive auf die Mehrheit der Tochtergesellschaften ausgerollt wurde. Der Zugriff auf unterschiedliche Daten ist durch ein Berechtigungskonzept klar geregelt und durch Zugangsbeschränkungen abgesichert.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des IKS sind die regelmäßig stattfindenden Steuerungsgespräche zwischen der Unternehmensführung und den Verantwortlichen für die Tochtergesellschaften beziehungsweise der Vertriebsregionen.
Grundlage für die Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse ist ein konzerninternes Handbuch mit der Bilanzierungsrichtlinie nach IFRS, das regelmäßig aktualisiert wird und die konzernweit einheitliche Umsetzung von Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften gewährleistet. Das Sto-Konzernrechnungswesen prüft die von den Tochtergesellschaften und sonstigen Unternehmenseinheiten aufgestellten Bilanzen, Erfolgs- und Kapitalflussrechnungen auf ihre Richtigkeit, Vollständigkeit sowie auf die Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinie.
Mit spezifischen Kennzahlenanalysen gewährleisten wir die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung und lassen komplexe Geschäftsvorfälle von verschiedenen Personen bearbeiten beziehungsweise kontrollieren. Zusätzlich werden die Risiken durch die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen sowie deren Wahrnehmung in der Regel durch mehrere Personen ("Vier-Augen-Prinzip") reduziert.
Für jede operativ aktive Gesellschaft findet ein Jahresabschlussgespräch zwischen der lokalen Geschäftsführung, Vertretern des Konzernrechnungswesens und in der Regel dem Vorstand Finanzen der STO Management SE als Vertreter der Konzernobergesellschaft statt, bei dem der lokale Abschlussprüfer anwesend ist. Gegebenenfalls nehmen zusätzlich der Konzernabschlussprüfer, die Interne Revision, das zentrale Beteiligungscontrolling oder ein nationales Kontrollgremium wie beispielsweise das "Board of Directors" an diesen Gesprächen teil. Verbindliche Regelungen zur korrekten Durchführung von verschiedenen Geschäftsprozessen, die konzernweit befolgt werden müssen, enthält die Geschäftsordnung für die Geschäftsführer der Sto-Gruppe.
Der Bereich Interne Revision überwacht die erforderliche Transparenz der zunehmend komplexen Unternehmensprozesse und stellt die Umsetzung der steigenden Compliance-Anforderungen sicher. Er berichtet als unabhängiger Stabsbereich direkt an den Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und deren Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Das ausführliche Compliance System der Gesellschaft zur Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien ist an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtet. Das Compliance Management System ist in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 erstellt worden. Seit 2018 gibt es einen Chief Compliance Officer für die Sto-Gruppe und seit 2019 einen gruppenweit gültigen Verhaltenskodex.
Ein standardisiertes Hinweisgebersystem für Compliance-Verstöße ist öffentlich über unsere Webseite zugänglich. Dadurch kann Fehlverhalten rund um die Uhr anonym gemeldet und umfassend untersucht werden, wobei Hinweisgeber vor Sanktionen geschützt sind. Mitarbeitende und Führungskräfte können das System ebenso nutzen wie Kunden, Lieferanten und andere Stakeholder. Es wird technisch von einem unabhängigen Betreiber betreut, die Daten sind auf geschützten Servern in Deutschland gespeichert. Die inhaltliche Bearbeitung der Meldungen erfolgt ausschließlich durch Sto.
Die Wirksamkeit von Risikomanagement- und Internem Kontrollsystem wird den gesetzlichen Anforderungen entsprechend regelmäßig überprüft. Interne Prüfungen nehmen das zentrale Beteiligungscontrolling, das Konzernrechnungswesen, das beispielsweise die Anwendung der Bilanzierungsrichtlinie sowie des Kontenrahmens kontrolliert, und die Interne Revision vor. Die Interne Revision prüft im Rahmen regelmäßiger Audits das Interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagement-System und untersucht und bewertet die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit unseres Risikomanagements, um zu einer Verbesserung des Risikoverständnisses beizutragen. Darüber hinaus führt der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Abschlussprüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften eine Überprüfung des Risikofrüherkennungssystems dahingehend durch, ob das Überwachungssystem in allen wesentlichen Belangen geeignet ist, bestandsgefährdende Tatsachen frühzeitig zu erkennen.
Prozessunabhängige Prüfungen werden außerdem durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats durchgeführt.
Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erfolgt die Prüfung extern durch unseren Konzernabschlussprüfer, wobei im Rahmen der gesetzlich verpflichtenden Jahresabschlussprüfung unter anderem Inventurbeobachtungen durchgeführt sowie der Ausweis und die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden überprüft werden. Die Umsetzung der Rechnungslegungsnormen wird durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht. Die Einhaltung der steuerlichen Regelungen kontrolliert die Betriebsprüfung.
Der Aufsichtsrat und insbesondere der Prüfungsausschuss werden regelmäßig durch den Vorstand der STO Management SE, den Abschlussprüfer und die Interne Revision informiert.
Trotz aller Sorgfalt kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen einzelner Personen oder sonstige Umstände die Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten Internen Kontroll- und des Risikomanagement-Systems einschränken. Auch bei einer lückenlosen Anwendung der eingesetzten Systeme kann die richtige, vollständige und zeitnahe Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung nicht ausnahmslos garantiert werden.
Risikomanagement-System
Sto verfügt für die aktive Steuerung von Risiken über ein umfassendes Risikomanagement-System (RMS), das integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs- und Kontrollprozesse ist. Es ermöglicht eine frühzeitige Identifizierung und Analyse von Risiken, die Einschätzung der zu erwartenden Auswirkungen auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage und bei Bedarf die Einleitung adäquater Gegenmaßnahmen.
Wichtigste Komponente des RMS ist das Reporting-System, das alle operativen Tätigkeiten im Konzern in einem festgelegten Schema quantitativ und qualitativ erfasst. Definierte Kenngrößen werden ständig beobachtet, sodass wir Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und schnell gegensteuern können. Ergänzt wird das System durch ein konzernweit verbindliches Risikohandbuch, in dem verschiedene Risikokategorien, Richtlinien zur Bewertung von Risiken sowie Handlungsanweisungen für jede Konzerngesellschaft festgelegt sind. Das Risikomanagement wird über eine im Jahr 2021 implementierte Risikomanagement-Software abgewickelt, die eine effiziente und transparente Administration der Risiken ermöglicht.
Ermittelt und analysiert wurde die Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Sie stellt das maximale Risikoausmaß dar, welches das Unternehmen ohne Gefährdung des eigenen Fortbestands im Zeitablauf tragen kann. Die Beurteilung, ob eine Bestandsgefährdung hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorliegt, setzt die Bestimmung einer unternehmensweiten Risikotragfähigkeit im Verhältnis zur Gesamtrisikoposition voraus. Dabei ergibt sich die unternehmensweite Gesamtrisikoposition aus dem Bruttorisiko abzüglich des Effekts aus den Maßnahmen zur Risikosteuerung. Die Risikotragfähigkeit wurde anhand von KPIs (Key-Performance-Indikatoren) und Schwellenwerten definiert, die auf eine mögliche Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit hindeuten würden. Das bestehende Risikomanagement und Frühwarnsystem wurde dahingehend weiterentwickelt, dass anhand von KPIs und Schwellenwerten zeitnah darauf hingewiesen wird, falls die Gesamtrisikoposition kritische Ausmaße in Bezug auf die Risikotragfähigkeit annehmen sollte. Dadurch soll Handlungsfähigkeit zum rechtzeitigen Gegensteuern sichergestellt werden, um das Gesamtrisiko innerhalb einer akzeptierten Bandbreite zu halten. Zur Bestimmung der Gesamtrisikoposition des Sto-Konzerns werden von den Einzelgesellschaften quantifizierte Risikominderungsmaßnahmen abgefragt. Diese werden vom Bruttogesamtrisiko abgezogen, woraus sich die Gesamtrisikoposition ergibt. Die im Rahmen der Risikoinventur ermittelte Gesamtrisikoposition des Sto-Konzerns lag im Jahr 2022 unter den definierten Schwellenwerten, die auf ein Risiko in Bezug auf die Risikotragfähigkeit hindeuten.
Einmal pro Jahr erfolgt eine Risikoinventur, um alle aktuellen Risiken zeitnah kategorisiert zu erfassen. Um die Wesentlichkeit der möglichen Auswirkungen von Risiken auf unser Unternehmen darzustellen, bilden wir sowohl für die quantitativen als auch die qualitativen Einzelrisiken Risikoklassen. Dabei werden die Risiken der Risikoklasse 1 als höchste Risikostufe betrachtet. Zur Einstufung der Risiken in die Risikomatrix werden sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das mögliche Schadensausmaß, bei dem das Bruttorisiko angenommen wird, berücksichtigt. Werden unterjährig neue Risiken identifiziert, unterrichtet der Geschäftsführer beziehungsweise der Verantwortliche der betreffenden Unternehmenseinheit im Rahmen einer Ad-hoc-Risikomeldung unverzüglich das zentrale Beteiligungscontrolling.
Unsere Risikofelder haben wir jeweils einer Risikoklasse zugeordnet. Angegeben ist außerdem die Entwicklung jedes einzelnen Risikofeldes. Die Entwicklung des jeweiligen Risikofeldes wird im Vergleich zum Vorjahr als gleichbleibend, gesunken oder gestiegen kategorisiert.
Erläuterung Eintrittswahrscheinlichkeit
| Niedrig | < 5 % |
| Moderat | 5 % bis 20 % |
| Hoch | 20 % bis 50 % |
| Sehr hoch | 50 % bis 100 % |
Erläuterung Schadensausmaß
| Schadensausmaß | Definition des Schadensausmaßes | |
| Gravierend | > 67 Mio. € | Signifikant negative Auswirkung auf das Ergebnis |
| Wesentlich | 32 Mio. € bis 67 Mio. € | Spürbare negative Auswirkung auf das Ergebnis |
| Moderat | 17 Mio. € bis 32 Mio. € | Negative Auswirkung auf das Ergebnis |
| Niedrig | < 17 Mio. € | Geringfügig bis moderat negative Auswirkungen auf das Ergebnis |
Wesentliche Risiken
| Risikofeld | Risikoklasse | Entwicklung |
| Risiken bei der Beschaffung von Rohstoffen, Zukaufprodukten und Energie | 1 | ↓ |
| Absatzrisiken, gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken | 1 | ↑ |
| Abhängigkeit von Witterungsbedingungen | 1 | → |
| Geopolitische Risiken und Länderrisiken | 2 | → |
| IT-Risiken | 2 | ↑ |
| Gewährleistungs- und rechtliche Risiken | 2 | → |
| Finanzielle Risiken | 2 | → |
| Personalrisiken | 3 | ↑ |
| Prozess- und Wertschöpfungsrisiken | 3 | → |
| Klima- und Umweltrisiken | 3 | → |
| Risiken aus der Coronavirus-Pandemie | 3 | ↓ |
| Steuerrisiken | 3 | → |
Wirksamkeitsaussage Internes Kontrollsystem und Risikomanagement-System 3
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE hat einen integrierten Governance-, Compliance- und Risiko-Ansatz für Sto initiiert und implementiert, der auf ein angemessenes und wirksames Internes Kontroll- und Risikomanagement abzielt. Die innerhalb dieses Ansatzes umgesetzten Maßnahmen zielen auf die Wirksamkeit und Angemessenheit des Internen Kontroll- und Risikomanagements ab und werden beispielsweise im Chancen- und Risikobericht beschrieben. Die Maßnahmen umfassen auch die Prozesse und Systeme zur Erfassung und Verarbeitung nachhaltigkeitsbezogener Daten. Es finden unabhängige Überwachungen und Prüfungen statt, insbesondere durch die Prüfungen des Bereichs Interne Revision und deren Berichterstattung an den Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und durch sonstige externe Prüfungen. Aus der Befassung mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement sowie der Berichterstattung der Funktion Interne Revision sind der persönlich haftenden Gesellschafterin beziehungsweise deren Vorstand keine Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen.
Wesentliche Risiken
Die nachfolgend beschriebenen Risiken und ihre möglichen Auswirkungen auf unser Unternehmen bilden keine abschließende Darstellung der Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Auch Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht bekannt waren oder unwesentlich erschienen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten künftig beeinträchtigen.
Risikomatrix
Risiken bei der Beschaffung von Rohstoffen, Zukaufprodukten und Energie
Das Risiko wird aufgrund der Rahmenbedingungen derzeit insgesamt immer noch als signifikant eingestuft.
Der Sto-Konzern verwendet zur Herstellung seiner Produkte Rohstoffe wie Kalk, Marmor- und Quarzsande sowie Farbmittel und Bindemittel wie beispielsweise Zement oder Dispersionen. Risiken könnten sich aus Konzentrationstendenzen auf den Beschaffungsmärkten, aus fehlender Kapazität beziehungsweise fehlender Anlagenverfügbarkeit der Lieferanten, aus nicht ausreichender Verfügbarkeit von Ausgangsrohstoffen oder relevanter Energieträger wie beispielsweise Erdgas oder Strom für die Herstellung von Rohstoffen oder Zukaufprodukten und unseren Eigenerzeugnissen, aus politischen Unruhen, kriegerischen Handlungen - insbesondere aus dem derzeitigen Russland-Ukraine-Konflikt -, zunehmenden Handelshemmnissen oder Naturkatastrophen und daraus resultierenden Verzögerungen oder Unterbrechungen der Belieferung von Sto ergeben. Darüber hinaus kann eine erhöhte Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen und Waren Lieferengpässe bewirken.
Beeinträchtigungen in der Warenversorgung können für Sto auch durch Behinderungen oder Störungen in der Logistikkette resultieren, beispielsweise aus Erschwerungen im Grenzverkehr, fehlenden Transportkapazitäten oder -behältnissen wie Seecontainern sowie eingeschränkter oder fehlender Treibstoffversorgung. Die Umlenkung von Rohstoffen, Zukaufprodukten, Verpackungen und Energie zu anderen prioritären Bedarfsträgern wie beispielsweise in die Bereiche Medizin, Hygiene und Lebensmittel können zu Störungen oder Unterbrechungen in der Versorgung führen. Eine Unterbrechung der Waren- und Energieversorgung von Sto kann zu Einschränkungen oder zur Undurchführbarkeit der Produktionstätigkeit von Sto führen. Beispielsweise wäre die Produktionsfähigkeit der Gesellschaften Innolation S.A.S., Liaver GmbH & Co. KG, Ströher Produktions GmbH & Co. KG und Verotec GmbH unmittelbar von Lieferbeschränkungen und Lieferstopps des Energieträgers Gas betroffen. In der Regel benötigen die Produktions-, Logistik- und Verwaltungsstandorte den Energieträger Strom zur Durchführung ihrer Funktion und wären von einer Unterbrechung der Stromversorgung ("Blackout") direkt betroffen.
Die Beeinträchtigungen können zu Lieferengpässen bis hin zu Lieferstopps für davon betroffene Sto-Produkte mit den entsprechenden negativen Folgen für den Umsatz und die Ertragslage des Sto-Konzerns führen. Darüber hinaus können derartige Engpässe gegebenenfalls Regressforderungen von unseren Vertragspartnern auslösen.
Die Nutzung einer seit dem Jahr 2020 konzernweit eingeführten KI-basierten Risk Management Software unterstützt die frühzeitige Erkennung von Schwachstellen und Risiken und ermöglicht eine proaktive Gegensteuerung. Damit konnten die Transparenz der Lieferkette und die Effektivität des Risikomanagements insgesamt deutlich verbessert werden.
Den detektierten Risiken begegnen wir durch eine vorausschauende Beschaffungsplanung, frühzeitige Kontraktabschlüsse mit unseren Partnern und Zulieferern, konsequentem Mehrlieferantenprinzip, internationalem Sourcing und einer situativ angepassten Vorratshaltung. Zudem arbeiten die Sto-Bereiche Beschaffung, F&E und Produktion fortlaufend an der Optimierung und Flexibilisierung des Wareneinsatzes, um eine nachhaltige Versorgung mit relevanten Rohstoffen sicherzustellen. Auch alternative Materialien und Lieferanten werden zu diesem Zweck berücksichtigt. Durch das Sto-Logistiknetzwerk, das auf verschiedene Dienstleister setzt und eine vorausschauende Bevorratung umfasst, reduzieren wir die Logistikrisiken. Die Substitutionsmöglichkeiten von Energieträgern werden geprüft und soweit möglich zeitnah realisiert. Sofern Risiken konkret eintreten, werden unverzüglich situativ angepasste Task-Forces etabliert, die fokussiert adäquate Maßnahmen definieren und umsetzen, um die Auswirkungen der eingetretenen Risiken zu minimieren.
Ein Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage bei den durch Sto benötigten Materialien und Ressourcen kann je nach Ausmaß des Ungleichgewichts auch zu drastischen Beschaffungspreisänderungen mit entsprechenden Folgen für die Ertragslage führen.
Insgesamt war in den letzten Jahren zunehmend ein stark volatiler Verlauf der Beschaffungspreise zu beobachten, der häufig von der globalen Nachfrage- und Angebotssituation abhängt. Eine preisliche Abhängigkeit besteht bei Rohstoffen und Zukaufprodukten, die aus mineralölbasierten Rohstoffen bestehen. Dazu gehören beispielsweise Dispersionen und Polystyrol-Dämmplatten oder auch Kunststoff-Gebinde wie die Sto-Eimer. Generell ergeben sich preisliche Interdependenzen durch das Energiepreisniveau bei energieintensiven Herstellungsprozessen von Rohstoffen oder Zukaufprodukten, beispielsweise bei Zement oder Dämmstoffen aus Mineralwolle, oder die resultierenden Auswirkungen auf die Transportkosten bei homogenen Massengütern wie Kalk und Sand. Auch die Nachfrage nach zahlreichen Spezialchemikalien, für die es eine immer geringere Anzahl weltweit zur Verfügung stehender Lieferanten gibt, dürfte nach unserer Einschätzung insbesondere aus den Schwellen- und Entwicklungsländern langfristig weiter zunehmen. Langfristig ist davon auszugehen, dass der Preistrend weiter nach oben zeigt.
Stark steigende Beschaffungspreise können im Sto-Konzern zu einer deutlichen Zunahme der Materialkosten führen. In der Regel lassen sich Preiserhöhungen nicht kurzfristig an die Kunden weitergeben, sodass die Wareneinsatzquote steigt und daraus wesentliche Einbußen beim EBT des Sto-Konzerns resultieren können.
Aufgrund der im Hinblick auf die Artikelanzahl und das Beschaffungsvolumen wachsenden Bedeutung von Zukaufprodukten existiert eine selbständige Gruppe zur Qualitätssicherung für diese Artikel, die sukzessive ausgebaut werden soll. Neben der eigenen Qualitätsprüfung der Zukaufprodukte werden weitere Maßnahmen wie zum Beispiel präzise Qualitätsvereinbarungen und Lieferantenaudits durchgeführt. (Risikoklasse 1)
Absatzrisiken, gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken
Insgesamt rechnen wir kurz- bis mittelfristig mit eher steigenden Risiken im Absatzbereich.
Aufgrund des umfangreichen Bestands an älteren Gebäuden besteht prinzipiell ein sehr hohes Verkaufspotenzial für Fassadensysteme, sodass beim künftigen Absatz von Sto-Produkten aus heutiger Sicht jedoch langfristig keine signifikanten Risiken zu erwarten sind.
Der Sto-Konzern ist mit seinen Fassadensystemen und Beschichtungen erheblich von der Entwicklung der Baubranche abhängig. Der Absatz von Bauprodukten reagiert teilweise unmittelbar auf die allgemeine Konjunktursituation sowie wirtschafts- und steuerpolitische Rahmenbedingungen. Ein Abwärtstrend des Bauhauptgewerbes kann hohe Überkapazitäten und einen intensiven Wettbewerb mit stark rückläufigen Absatzpreisen verursachen.
Die insbesondere durch die Beschaffungspreisexplosion im Jahr 2022 verursachte deutliche Verteuerung von Bau- und Renovierungsmaßnahmen sowie das erheblich gestiegene Zinsniveau könnten zu einer mindestens temporär spürbaren Investitionszurückhaltung bei Immobilienkäufen und bei Immobilienbesitzern führen.
Das Energiepreisniveau, insbesondere der Preis von Rohöl und Erdgas und dessen Einfluss auf die Amortisationsdauer der energetischen Investitionsmaßnahmen, bestimmt ebenfalls die Nachfrage. Damit besteht für die gesamte Branche das aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 jedoch sehr unwahrscheinliche Risiko, dass bei anhaltend fallenden beziehungsweise tiefen Energiepreisen das vorhandene Absatzpotenzial nicht voll ausgeschöpft werden kann.
Eine wichtige Rolle spielt die Nachfrage in Deutschland, dem größten Einzelmarkt von Sto.
Die in der Vergangenheit in Deutschland geführte öffentliche Diskussion über die generellen Vorteile des Einsatzes von Fassadendämmsystemen und die ökologischen Folgewirkungen verursachte eine starke Verunsicherung bei Investoren, vor allem bei privaten Bauherren.
Sto als Marktführer könnte hiervon überdurchschnittlich betroffen sein, was sich in entsprechenden Umsatz- und Ertragseinbußen niederschlagen kann.
Der gemeinsam mit anderen deutschen Familienunternehmen gegründete Verein Qualitätsgedämmt e.V., München, und Sto als eines der Mitglieder gehen davon aus, dass durch sachgerechte Information und Aufklärung über Produkteigenschaften von Fassadensystemen das Vertrauen der Anwender und Investoren längerfristig gestärkt werden kann.
Der insbesondere in Deutschland widersprüchlichen und teilweise sehr zugespitzten Medienberichterstattung begegnet Sto neben einer sachlichen, faktenbasierten Kommunikation mit zusätzlichen Qualitätsmaßnahmen und einem auf die besonderen Anforderungen zugelieferter Dämmstoffe zugeschnittenen Qualitätsmanagement.
Verzögerungen bei politischen Entscheidungsprozessen im Hinblick auf staatliche Fördermaßnahmen können in den Märkten von Sto ein Risiko darstellen, wenn sich potenzielle Bauherren mit Investitionen zurückhalten, was temporäre Nachfrageausfälle zur Folge hätte. Dem begegnet Sto unter anderem durch eine entsprechende Sachargumentation zur Sensibilisierung der am Prozess beteiligten Stellen und Entscheidungsträger.
Das Risiko der Substitution von Wärmedämm-Verbundsystemen durch konkurrierende Produkte sowie eine gewisse Tendenz zu seriellem und modularem Bauen und Sanieren begrenzen wir durch die permanente Weiterentwicklung unserer Lösungen hinsichtlich Qualität, Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Inhärente Systemschwächen werden durch die Analyse von Produktlebenszyklen erkennbar, sodass im Laufe der Zeit auftretende Defizite erkannt und beseitigt werden können. Durch generell eintretende technische Fortschritte bietet sich für Sto die Chance, Erkenntnisse abzuleiten und dadurch Produkte und Systeme weiterzuentwickeln und zu verbessern.
Neue technologische und gesellschaftliche Trends, insbesondere die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen, bieten Sto einerseits Wachstumschancen durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder oder die Verbesserung der Prozesseffizienz, sind aber auch mit Risiken verbunden. Beispielsweise könnte Sto von Projekten ausgeschlossen werden, wenn digitale Anforderungen seitens der Abnehmer nicht erfüllt oder technologische Fortschritte nicht umgesetzt werden. Sto hat ein umfassendes Digitalisierungsprogramm aufgesetzt, das nahezu alle Abläufe im Unternehmen einbezieht und vielfältige Projekte umfasst. Ziel ist es, die Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, noch konsequenter für Sto zu erschließen und neue digitale Produkte und Dienstleistungen in das Produktangebot zu integrieren.
Störungen in der Lieferkette können dazu führen, dass andere Gewerke an einem Bau- oder Sanierungsvorhaben nicht erstellt oder fertig gestellt werden können. Dadurch besteht das Risiko, dass eine Lieferung der Produkte oder Systeme von Sto an die Baustelle verzögert oder gar unmöglich wird, weil die Finalisierung dieser (Vor-) Gewerke Voraussetzung für die Applikation unserer Produkte und Systeme ist.
Mit einer deutlich steigenden Nachfrage entsteht das Risiko, dass sich das vorhandene Absatzpotenzial unter anderem aufgrund der begrenzten Kapazitäten bei den traditionellen Handwerksbetrieben zumindest kurzfristig nicht komplett ausschöpfen lässt. Hinzu kommen deutlich zunehmende Rekrutierungsschwierigkeiten insbesondere im Fachhandwerk, die zu begrenzten Kapazitäten bei den Handwerksbetrieben führen könnten. Durch die vielfältigen Aktivitäten der Sto-Stiftung und des Sto-Konzerns zur Qualifikation der Sto-Kunden wirken wir diesem Risiko im Rahmen unserer Möglichkeiten entgegen.
Den genannten Risiken insgesamt begegnen wir im Wesentlichen durch die Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit, die für eine regionale Diversifizierung sorgt und uns unabhängiger von Schwankungen in einzelnen Ländern macht. Dadurch vermindern wir auch das für den Sto-Konzern subsidiäre Risiko aus Marktzinsänderungen, bei dem stark steigende Zinsen zu einem Rückgang der Bauinvestitionen führen können. Durch das breite und tiefe Sortiment sowie die große Kundenbasis wird das Risiko zudem gestreut. Das Bekenntnis politischer Entscheidungsträger, die Ziele Energieeinsparung und CO 2 -Minderungen künftig verstärkt zu verfolgen, erhöhen die Chancen für günstige Rahmenbedingungen.
(Risikoklasse 1)
Abhängigkeit von Witterungsbedingungen
Ein großer Teil der Sto-Produkte wird im Außenbereich angewendet, sodass deren Verarbeitung von den Witterungsbedingungen abhängig ist, die Sto nicht beeinflussen kann. Relevant sind Niederschlagsfreiheit und angemessene Temperaturen. Insbesondere strenge und lange Winter zu Beginn beziehungsweise am Ende eines Kalenderjahres verursachen möglicherweise Umsatzeinbußen, die sich aufgrund der begrenzten Verarbeitungskapazitäten unter Umständen nicht vollständig aufholen lassen. Gleiches gilt für langanhaltende Regenfälle beziehungsweise Hitzeperioden. Umgekehrt können sich günstige Wetterbedingungen positiv auf den Geschäftsverlauf auswirken. Witterungsbedingte Umsatzschwankungen haben in der Regel auch deutliche Effekte auf das Ergebnis des Sto-Konzerns.
(Risikoklasse 1)
Geopolitische Risiken und Länderrisiken
Mögliche politische Konflikte oder kriegerische Auseinandersetzungen können die Marktbedingungen oder den Marktzugang in den betroffenen Märkten und die Versorgung mit relevanten Rohstoffen und Zukaufprodukten aus diesen Regionen sowie die Nutzung von Transportrouten erschweren oder unmöglich machen.
Sto überwacht permanent die Entwicklung in kritischen Ländern und überprüft die Investitions- und Marktbearbeitungsstrategie in den betroffenen Regionen, um Risiken zu minimieren.
Durch die Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und die daraus resultierenden kriegerischen Handlungen haben sich die geopolitischen Risiken insgesamt deutlich erhöht.
Der Umfang der durch Sto unmittelbar aus der Ukraine bezogenen Rohstoffe und Zukaufprodukte war beziehungsweise ist unwesentlich. Der direkte Bezug von Rohstoffen und Zukaufprodukten aus Russland durch Sto wurde bis auf Weiteres eingestellt und war in der Vergangenheit unwesentlich.
Im Jahr 2022 belief sich der Anteil des Umsatzes, den der Sto-Konzern in Russland und der Ukraine getätigt hat, auf unter 1 % des Gesamtumsatzes. Sto hat die Lieferungen nach Russland bis auf Weiteres eingestellt. Der Fortbestand unserer russischen Tochtergesellschaft ist durch eine mögliche Insolvenz gefährdet. Die mit einer möglichen Insolvenz, Liquidation oder Verstaatlichung unserer russischen Tochtergesellschaft verbundenen Auswirkungen werden für den Sto-Konzern derzeit als nicht wesentlich eingestuft.
Die Konsequenzen des Krieges sowie der umgehend eingeleiteten Sanktionsmaßnahmen waren nicht nur ab dem ersten Quartal 2022 für die deutsche Wirtschaft zu spüren, für das Folgejahr 2023 sind weitergehende negative Auswirkungen auf die weltweite Konjunktur möglich. Insbesondere ein weiterer Anstieg der Energiepreise, der Beschaffungspreise insgesamt sowie des Inflationsrisikos, die Störung bis hin zum Zusammenbruch der Lieferketten und die damit verbundene Einschränkung der Verfügbarkeit von Waren und Ressourcen sind nicht auszuschließen.
Die weitere Entwicklung ist derzeit kaum seriös einschätzbar. Es können signifikante Wachstumseinbußen entstehen. Zudem entstehen durch den Konflikt und die resultierenden Sanktionsmaßnahmen neue geopolitische Szenarien, sodass sich die Unsicherheit beziehungsweise der negative Einfluss in Bezug auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und der internationalen Kapitalmärkte, beispielsweise durch rezessive Szenarien, insgesamt gravierend erhöhen können. Dies gilt insbesondere für die nicht ausschließbaren Szenarien einer deutlichen zeitlichen oder gar geografischen Ausweitung des Konflikts.
Ein weiteres gravierendes geopolitisches Risiko resultiert aus einer möglichen Eskalation des Konflikts zwischen China und Taiwan.
Durch die stetige Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit, die zu den wesentlichen strategischen Zielen von Sto gehört, das unternehmerische Risiko streut und Schwankungen in einzelnen Ländern teilweise ausgleicht, ist Sto regional gut differenziert aufgestellt.
(Risikoklasse 2)
IT-Risiken
Ein wesentlicher Teil der Geschäftsprozesse sowie Interaktionen mit Kunden und Geschäftspartnern bei Sto basiert auf informationstechnischen Systemen und Komponenten. Die Kernsysteme des Konzerns stammen von den Anbietern SAP, Salesforce und Microsoft. Störungen wie Systemausfälle, Angriffe auf die Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können den Prozess "Kunde bestellt, Kunde erhält" von Sto gefährden und Umsatzrückgänge sowie Reputationsverluste nach sich ziehen. Den Risiken wird durch ein aktives Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) begegnet, das die Risiken detektiert. Hieraus werden Maßnahmen abgeleitet und überwacht. Diese werden von einem Team aus internen und externen IT-Security-Experten umgesetzt und regelmäßig durch interne Audits nachgehalten. Die in den Vorjahren gestarteten Projekte und Initiativen haben entsprechende positive Auswirkungen und Erfolge gezeigt. Dies ist jedoch kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Auch in Zukunft werden weitere Maßnahmen initiiert, um dem zunehmenden Risiko von Cybercrime Rechnung zu tragen.
Zero Trust ist ein wichtiger Baustein in der Sto Security Strategie. Nach wie vor verfolgt Sto eine konsequente "Cloud-first"-Strategie. Demnach werden IT-Systeme, sofern wirtschaftlich wie auch technisch sinnvoll, bevorzugt von Cloud-Service-Anbietern bezogen. Diese müssen in Deutschland zwingend DSGVO-Konformität nachweisen und eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik anerkannte Zertifizierung bezüglich Informationssicherheit vorweisen. Sto profitiert hierbei vom sehr hohen IT-Sicherheitsniveau der Cloud-Service-Anbieter.
Die umgesetzten und geplanten Maßnahmen adressieren die nachfolgend beschriebenen Schwerpunkte:
Kontinuität:
Die für das operative Geschäft der Gesellschaft erforderlichen Kernsysteme wie zum Beispiel SAP sind redundant und voll virtualisiert aufgebaut. Dadurch wird eine maximale Kontinuität der Systeme und der damit verbundenen Dienste sichergestellt. In zunehmendem Maß stehen wesentliche IT-Dienste in der Cloud zur Verfügung. Ein weiterer Schritt in die Cloud könnte mit der beabsichtigten Umstellung auf die SAP-Version S/4HANA erfolgen, sodass immer weniger relevante Dienste im eigenen Rechenzentrum bereitgestellt werden. Derzeit werden vor einer abschließenden Entscheidung die wirtschaftlichen Auswirkungen daraus geprüft.
Operativ relevante IT-Dienste stehen somit in zwei unabhängigen und räumlich getrennten Rechenzentren zur Verfügung. Unternehmenskritische Daten werden täglich gesichert und gesondert gelagert. In Tochtergesellschaften werden strategisch nur landesspezifische IT-Systeme betrieben. Endgeräte wie Laptops, Desktops, Tablets und Smartphones werden im Rahmen eines Lebenszykluskonzepts zentral gemanagt und kontinuierlich erneuert.
Integrität:
Zur Vermeidung unbefugten Zugriffs auf die Informationssysteme der Sto SE & Co. KGaA und deren vollintegrierte Tochtergesellschaften werden am Markt verfügbare, state-of-the-art IT-Security-Lösungen eingesetzt. Diese dienen dem Schutz von Daten, Endgeräten, lokalen Netzwerken, Weitverkehrsnetzen sowie Rechenzentren. Das IT-Regelwerk definiert die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen nach dem "Least-Privilege" Prinzip. Durch die "Cloud-first"-Strategie wird sichergestellt, dass unternehmensrelevante Daten gemäß DSGVO-Richtlinien gespeichert, verarbeitet und gesichert werden. Die Authentifizierung von Benutzern an IT-Systemen erfolgt weitestgehend durch einen zentralisierten und standardisierten Identity & Access-Dienst, der Sicherheitsfunktionen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, Plausibilitätschecks, Application Level Protection, Monitoring etc. bereitstellt. Je mehr technische Sicherheitsmaßnahmen den Schutz erhöhen, desto weniger versiert sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erkennen und Umgang mit Bedrohungen zum Beispiel durch Phishing. Entsprechende Schulungsmaßnahmen zum Thema Cyber Security und Phishing wurden im Jahr 2022 durchgeführt und werden im Geschäftsjahr 2023 weiter intensiviert. In den Sto-internen Kommunikationsmedien werden regelmäßig Warnungen und empfohlene Handlungsweisen veröffentlicht. Eine Wissensdatenbank unterstützt unsere Belegschaft im Umgang mit Cyberrisken.
Verfügbarkeit:
Durch den redundanten Aufbau aller Kernsysteme sowie der Netzwerkanbindungen wird eine hohe Verfügbarkeit für alle wichtigen Geschäftsprozesse sichergestellt. Ein automatisiertes Monitoring-System dient der permanenten Überwachung der Systemverfügbarkeit. Risiken durch Systemausfälle und mangelnde Update-Fähigkeit von Softwarekomponenten werden durch die sukzessive Modernisierung aller relevanten Komponenten minimiert. Die fortgesetzte Standardisierung des IT-Umfelds hilft, Komplexitäten zu reduzieren und die Effizienz in der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts "Retrofit" im Produktionsumfeld wird im Zuge eines noch laufenden Rollouts sichergestellt, dass die IT-Systeme modernen Industrie 4.0-Anforderungen genügen, in besonders geschützten Netzwerken betrieben und technologisch zukunftssicher beschafft beziehungsweise eingesetzt werden.
Die Digitalisierung der Bau- und Baustoffindustrie verändert allmählich die Bauweise und -prozesse. Die Digitalisierung kann zudem Effizienz und Produktivität steigern, beispielsweise durch besseres Management von Lagerbeständen und Produktionsprozessen. Ein mangelnder Fortschritt bei der Digitalisierung könnte daher zu einem Verlust an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit führen. Sto treibt die Digitalisierung voran und investiert gezielt, um neue digitale Entwicklungen nutzen zu können.
(Risikoklasse 2)
Gewährleistungs- und rechtliche Risiken
Zu den allgemeinen Risiken, denen wir potenziell ausgesetzt sind, gehören beispielsweise die Bereiche Produkthaftung, Antikorruptionsrecht, Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutz sowie Umweltschutz. Diese Risiken können unserer Reputation schaden und sich nachteilig auf unseren Unternehmenserfolg auswirken. Um die Einhaltung von Gesetzen und Regeln sicherzustellen, haben wir ein Compliance Management System etabliert.
Kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und die Einführung von Innovationen sind von strategischer Bedeutung für Sto. Sie eröffnen Chancen, zusätzliche Märkte beziehungsweise Abnehmergruppen zu erschließen und bestehende Kunden stärker an das Unternehmen zu binden. Außerdem trägt die Analyse von Produktlebenszyklen zu einer höheren Risikotransparenz bei.
Gleichzeitig bergen Innovationen auch Risiken. Obwohl neue Sto-Produkte und Produktvarianten vor ihrer Markteinführung ausgiebig getestet werden, lässt sich nicht vollständig ausschließen, dass Gewährleistungsansprüche gegen Konzerngesellschaften erhoben werden. Wir behalten uns vor, auf erkannte Risiken durch adäquate Entwicklungen, die Modifikation reifer Produkte oder die Anpassung relevanter Prozesse angemessen zu reagieren.
Die Europäische Kommission beschloss eine Gefahreinstufung des Rohstoffs Titandioxid - ein Weißpigment, das in diversen Sto-Produkten enthalten ist - , obwohl weltweit kein Fall von Gesundheitsbeeinträchtigung aufgrund des Einatmens von Titandioxid vorliegt. Nicht nur wir, sondern auch die betroffenen Branchenverbände und ausgewiesene Experten haben große Zweifel an der Rechtmäßigkeit der entsprechenden Verordnung. Dennoch müssen entsprechende Produkte künftig mit zusätzlichen Warnhinweisen gekennzeichnet werden, was zu Fragen und zur Verunsicherung bei allen Beteiligten der Lieferkette und letztendlich zu Rückgängen in der Nachfrage führen könnte. Sto prüft daher die Substitutionsmöglichkeiten von Titandioxid. Mit Urteil vom 23. November 2022 hat das Gericht der Europäischen Union die Verordnung der EU-Kommission aus dem Jahr 2019 insoweit für nichtig erklärt, als es um die Gefahreinstufung von Titandioxid geht. Das Gericht der Europäischen Union ist der Auffassung, dass der Kommission offensichtliche Beurteilungsfehler bei der Einstufung von Titandioxid unterlaufen sind. Frankreich und die EU-Kommission haben mittlerweile Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof gegen dieses Urteil eingelegt, sodass die Auseinandersetzung um die Einstufung von Titandioxid fortgesetzt wird und die Produkte bis zur Entscheidung in der zweiten Instanz weiterhin mit zusätzlichen Warnhinweisen gekennzeichnet werden müssen.
Im Rahmen des European Green Deal strebt die EU-Kommission auch eine umfassende Reformierung des Chemikalienrechts an. Unter der "Chemicals Strategy for Sustainability" werden unterschiedliche Gesetzesinitiativen vorangetrieben, mit denen Ziele wie eine schadstofffreie Umwelt, schadstofffreie Wertstoffkreisläufe und der Übergang zu inhärent sicheren und nachhaltigen Chemikalien verfolgt werden. In den kommenden Jahren werden weitreichende Verbote und Beschränkungen für chemische Stoffe und deren Verwendung erwartet, von denen die Hersteller chemischer Stoffe, aber auch "Downstream User" betroffen sein werden. Mögliche Risiken, die für Sto daraus resultieren könnten, werden bereits im Vorfeld der gesetzlichen Initiativen analysiert und mögliche Alternativen entwickelt, damit auch in Zukunft sichere und leistungsstarke Produkte für nachhaltiges Bauen angeboten werden können.
Wir runden unser Angebotsspektrum durch ergänzende Dienstleistungen ab, wodurch sich ein juristisches Risiko in der Beratungshaftung ergibt. Mitarbeiter der Sto SE & Co. KGaA unterstützen Kunden beispielsweise bei Ausschreibungen, Kalkulationen, technischen Fragen und Details zur Gestaltung von Objekten. Der Umgang mit dieser Thematik im Innen- und Außenverhältnis wird allen Mitarbeitern durch die Sto-interne Richtlinie "Haftung" vorgegeben. Durch diese klaren Regeln wird das Risiko transparent und deutlich reduziert.
Um die Haftungsrisiken zu begrenzen, stützen wir uns bei der Entscheidungsfindung, auch in Bezug auf technische Aspekte, gegebenenfalls auf externe Berater.
Der Sto-Gruppe ist die Wahrnehmung der Persönlichkeitsrechte ihrer Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Geschäftspartner und Lieferanten ein wichtiges und selbstverständliches Anliegen. Mit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 hat sich die Bedeutung des Datenschutzes deutlich erhöht. Alle Sto-Gesellschaften im Geltungsbereich der DSGVO haben sich auf die neuen Anforderungen eingestellt und entsprechende Governance-Strukturen und -Prozesse implementiert.
Risiken können sich aufgrund von Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen ergeben, wie beispielsweise aus neuen Einstufungs- und Kennzeichnungspflichten. Dem begegnen wir unter anderem durch die Qualifizierung alternativer Rohstoffe.
(Risikoklasse 2)
Finanzielle Risiken
Sach- und Vermögenswerte sichern wir bei international renommierten Versicherungsgesellschaften gegen Verlust wegen unvorhersehbarer Ereignisse wie Feuer, Explosion und Naturkatastrophen und eine daraus eventuell resultierende Betriebsunterbrechung ab. Auch Haftpflichtschäden, die durch Sto oder durch unsere Produkte verursacht werden, sind versichert. Kleinschäden tragen wir selbst, während bei Großschäden für ausreichend Deckung gesorgt ist. In Einzelfällen könnte sich der Versicherungsschutz trotz sorgfältiger Vorgehensweise als nicht ausreichend erweisen. Die US-Versicherungsbranche bietet für Produktrisiken von Fassadensystemen und -beschichtungen derzeit keinen ausreichenden, betriebswirtschaftlich vertretbaren Versicherungsschutz an. Die Auswirkungen möglicher Schadens- beziehungsweise Haftungsfälle in den USA auf die Finanz- und Ertragslage des Sto-Konzerns können aufgrund des dortigen Rechtssystems nicht verlässlich bewertet werden. Wir führen im Sto-Konzern regelmäßig Prüfungen und Risikoanalysen durch, um die Gefahr einer Unterdeckung zu minimieren. Für die diesbezügliche Beratung nehmen wir die Leistung eines international tätigen, erfahrenen Industrie-Versicherungsmaklers in Anspruch.
Forderungsrisiken entstehen, falls ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Um mögliche finanzielle Belastungen aus Forderungsausfällen zu begrenzen, wurde im Sto-Konzern ein Kreditmanagement-System implementiert, das die jeweils spezifischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern berücksichtigt. Wichtigster Bestandteil des deutschen Systems ist ein Regelwerk mit Richtlinien für die Gewährung und Überwachung von Warenkrediten. In ausgewählten Märkten wird dem Risiko von Forderungsausfällen außerdem durch den Einsatz von Warenkreditversicherungen begegnet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt eine Bonitätsbeurteilung des jeweiligen Kunden. Zur Beurteilung der Kreditqualität der finanziellen Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, werden Auskünfte sowie weitere Informationen eingeholt und laufend aktualisiert. Dem Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die gebildeten Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Aufgrund der Internationalisierung der Geschäftstätigkeit unterliegt Sto Währungsrisiken. Um diese zu steuern, führen wir Devisentermingeschäfte in der Regel in einer Laufzeit bis zu einem Jahr durch. Relevante Risiken aus Fremdwährungszahlungsströmen werden konzernweit in der Phase der Budgeterstellung analysiert, erfasst und soweit sinnvoll durch geeignete Absicherungsmaßnahmen reduziert. Schwerpunkt sind Devisen von Ländern, mit denen regelmäßige Lieferungs- und Zahlungsströme zur Aufrechterhaltung des Geschäfts unterhalten werden. Dies traf im Geschäftsjahr 2022 unter anderem auf die Schweiz, Schweden, Polen und Ungarn zu. In Einzelfällen führen wir bei Bedarf weitere Sicherungsgeschäfte durch. Die Zeitwertveränderungen wurden im Berichtsjahr 2022 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Aufgrund der Saisonalität unterliegt der Bedarf an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäfts bei Sto erheblichen Schwankungen. Hoher Geldbedarf besteht in der Regel in den ersten Monaten eines Kalenderjahres, im zweiten Halbjahr überwiegen dagegen die Mittelzuflüsse. Die daraus resultierenden Risiken sind durch den Liquiditätsbestand begrenzt. Außerdem verfügt Sto über eine ausreichende und vertraglich gesicherte variable Kreditlinie im Rahmen eines bis April 2027 laufenden Konsortialkreditvertrags in Höhe von 100,0 Mio. EUR, der mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr bis 2029 ausgestattet ist. Der zwischen der Sto SE & Co. KGaA und einem Bankenkonsortium abgeschlossene Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine marktübliche Finanzkennzahl (Financial Covenant). Wird die Finanzkennzahl nicht eingehalten, haben die Banken grundsätzlich die Möglichkeit, die Kreditvereinbarung zu kündigen. Hieraus entsteht das Risiko, dass gezogene Kredittranchen im Rahmen des Konsortialkreditvertrags fällig gestellt werden. Diesem Risiko wird durch eine permanente Kennzahlenüberwachung und -simulation im Hinblick auf die jeweils aktuelle Ergebnishochrechnung sowie durch resultierende Ergebnissicherungsmaßnahmen entgegengewirkt. Des Weiteren beinhaltet der Konsortialkreditvertrag zwei individuell vereinbarte Key-Performance-Indikatoren (KPI). Diese wurden aus dem Bereich Umweltschutz und Corporate Governance ausgewählt. In Abhängigkeit von der Erreichung der KPIs kann sich die Zins-Marge reduzieren oder erhöhen.
Im Zusammenhang mit dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken durch die Gefahr der Nichterfüllung der Verpflichtung durch Finanzinstitute beziehungsweise der Emittenten. Das daraus entstehende Risiko wurde durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten gesteuert.
Für die Geldanlagen bei Geschäftsbanken und in Staatsoder Unternehmensanleihen besteht ein Risiko, wenn Geschäftsbanken und Emittenten nicht in der Lage sind, ihren Rückzahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Im Wesentlichen sind die Geldanlagen der Sto-Gruppe bei Banken mit guter Bonität und in Unternehmensanleihen mit erstklassigem Rating angelegt. Bei den Geldanlagen bei Banken besteht teilweise Rückdeckung durch bestehende Einlagensicherungen.
Um Liquiditätsrisiken zu reduzieren, pflegen wir einen intensiven Kontakt mit den Banken und betreiben ein aktives Finanzmanagement. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von Derivaten in Form von Zinsswaps, um bei variabel verzinslichen langfristigen Bankverbindlichkeiten die Zinssatzänderungsrisiken zu verringern. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir auf den Einsatz von Zinsswaps verzichtet.
Die Treasury-Aktivitäten bei Sto sind in einer eigenständigen Abteilung gebündelt. Damit werden die konzernweite Erfassung und Steuerung von Finanzmitteln zur Innen- und Außenfinanzierung gesichert und das finanzwirtschaftliche Risikomanagement unterstützt. Weltweit bestehen einheitliche Absicherungsstrategien, klare Regelungen für Geldanlagen, Devisengeschäfte sowie interne und externe Finanzierungen im Sto-Konzern. Im Berichtsjahr 2022 wurden die Strukturen und Prozesse weiter verbessert und die Finanzierungskosten optimiert. Die konzernweite Implementierung eines zentralen Treasury-Management-Systems und eines in SAP integrierten Zahlungsverkehrssystems wurde im Zuge eines mehrjährigen Rollout-Projekts fortgeführt. Dadurch sollen Transparenz und Sicherheit weiter verbessert werden. Eine modular aufgebaute Treasury-Richtlinie wurde in ihren Grundzügen vorbereitet und soll stufenweise ergänzt und umgesetzt werden. Im Rahmen dieser Richtlinie dürfen nur Sicherungsgeschäfte mit freigegebenen Kontrahenten nur zur Sicherung bestehender Grundgeschäfte oder geplanter Transaktionen abgeschlossen werden. Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang am Grundgeschäft.
(Risikoklasse 2)
Personalrisiken
Das Know-how und das große Engagement der Sto-Mitarbeiter gehören zu den wesentlichen Grundlagen des Unternehmenserfolgs. Sollte es wegen des Wettbewerbs um Fach- und Führungskräfte nicht gelingen, entsprechend qualifiziertes Personal zu finden, könnte sich dies nachteilig auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Deutlich verstärkt wird dieses Risiko durch die mittel- und langfristige demografische Entwicklung insbesondere in den westlichen Industrienationen. Dadurch wird die Suche nach Nachwuchskräften schwieriger und die altersbedingten Abgänge mit entsprechendem Know-how-Verlust nehmen zu.
Die Sto SE & Co. KGaA ergreift zahlreiche Maßnahmen, um diesen Gefahren zu begegnen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Unter anderem bieten wir umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten sowie gute Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und fördern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beispielsweise durch attraktive Homeoffice-Regelungen. Dadurch sollen neue Fach- und Führungskräfte gewonnen und die Beschäftigten der Sto-Gruppe stärker an das Unternehmen gebunden werden. Sto untersucht die Möglichkeiten des Einsatzes künstlicher Intelligenz und forciert Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, wodurch ein Mangel an personellen Ressourcen reduziert werden kann.
(Risikoklasse 3)
Prozess- und Wertschöpfungsrisiken
Ereignisse außerhalb unserer Kontrolle wie Naturkatastrophen oder zum Beispiel Brände können insbesondere die Produktion oder betriebliche Prozesse stark beeinträchtigen. In der Folge kann es zu Engpässen oder sogar Ausfällen und damit zu einer Abweichung gegenüber der geplanten Produktionsmenge kommen. Derartigen Risiken wirken wir unter anderem mit Brandschutzmaßnahmen entgegen und decken sie - wenn ökonomisch sinnvoll - durch einen Versicherungsschutz ab.
(Risikoklasse 3)
Klima- und Umweltrisiken
Sto produziert in modernen, weitgehend automatisierten Fertigungsanlagen. Dadurch ist die Herstellung mit relativ geringen Umweltrisiken behaftet. Zusätzlich ist in verschiedenen Gesellschaften der Unternehmensgruppe ein nach internationalen Standards zertifiziertes Umweltmanagement-System installiert. Weitere Ausführungen zum Umweltschutz enthält das Kapitel "Produktion und Beschaffung".
Das zunehmende Bewusstsein für die gravierenden Folgen des Klimawandels wird zu einem veränderten Konsum- und Investitionsverhalten führen.
Der allgemeine Klimawandel und durch Menschen verursachte Umweltschäden bewirken Risiken für die Gesamtwirtschaft und für Sto. Neben einzelnen Extremwetterereignissen wie regionalen Hitze- und Trockenperioden, Überflutungen oder Naturkatastrophen führt der Klimawandel auch zu einer langfristigen Veränderung der Rahmenbedingungen. Dazu gehören beispielsweise Niederschlagshäufigkeit und -mengen, Wetterunbeständigkeit und ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen. Diese könnten ein Arbeiten auf den Baustellen temporär unmöglich machen und hätten Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft.
Die Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft weltweit. Dadurch sind Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimawandel keine Nischenthemen mehr. Aus der sich abzeichnenden notwendigen Transformation zu einer zunehmend dekarbonisierten Wirtschaft können weitreichende politische, rechtliche und technische Veränderungen resultieren, die sich signifikant auf unsere Märkte auswirken können, um den Anforderungen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel gerecht zu werden. Je nach Art, Geschwindigkeit und Schwerpunkt dieser Veränderungen können für Sto unterschiedlich ausgeprägte Finanz- und Reputationsrisiken, aber auch Chancen resultieren.
Politische Maßnahmen zur Verringerung der Klimaschäden könnten beispielsweise zu einer Verteuerung oder Verknappung fossiler Energieträger führen, wovon der Sto-Konzern aufgrund seiner Geschäftstätigkeit anderseits vertriebsseitig profitieren dürfte. Im Rahmen unserer Planungsprozesse beobachten wir regelmäßig externe Frühindikatoren und leiten entsprechende Maßnahmen ein, um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen.
Bei Sto sind Maßnahmen und Produkte, die zur Dekarbonisierung und entsprechend zur Reduktion von CO 2 -Emissionen beitragen, essenzieller Bestandteil des Geschäftsmodells. Das Unternehmen richtet seine Organisation konsequent auf Nachhaltigkeit aus. Der Sto-Konzern stellt seinen Kunden ressourceneffiziente Lösungen zur Verfügung, die einen direkten Beitrag zur Verringerung von Energieverbrauch und CO 2 -Emissionen leisten, und arbeitet kontinuierlich daran, den eigenen CO 2 -Fußabdruck zu verringern.
(Risikoklasse 3)
Risiken aus der Coronavirus-Pandemie
Die Coronavirus-Pandemie hat im Geschäftsjahr 2022 weiterhin zu Beeinträchtigungen im nationalen und internationalen Geschäft geführt. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie durch den Impffortschritt in eine Endemie überführt werden konnte, und es nicht durch weitere Mutationen des Virus zu einer erneuten Zunahme des Infektionsgeschehens mit drastischen Einschränkungen für die Wirtschaft kommt.
Kritisch wäre die Situation dann einzustufen, wenn längerfristig durch gesetzgeberische Maßnahmen Produktion und Vertrieb in den wesentlichen Märkten unterbunden würden, Rohstoffbelieferungs- und Logistikketten zusammenbrechen oder Gesundheitsbehörden eine entsprechende anhaltende Schließung anordnen würden.
(Risikoklasse 3)
Steuerrisiken
Als weltweit tätiges Unternehmen unterliegt Sto den jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Deren Änderungen können zu höherem Steueraufwand führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Zudem kann die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, die Rechte des Konzerns durchzusetzen.
Sto ist auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen tätig, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen des Steuersystems könnten die Steuerverbindlichkeiten, die Rentabilität und die Geschäftstätigkeit beeinflussen.
Sto begegnet dem Risiko beispielsweise durch die Anwendung eines den Anforderungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entsprechenden Verrechnungspreissystems.
Von den Finanzbehörden wird Sto regelmäßig in Bezug auf Steuern und Abgaben geprüft. Steuerliche und abgaberechtliche Risiken werden fortlaufend mit Unterstützung von externen und jeweils lokalen Steuerspezialisten identifiziert und bewertet. Es werden proaktiv Maßnahmen zur Verminderung beziehungsweise Vermeidung von steuerlichen Risiken im Rahmen unseres Tax Compliance Management Systems erarbeitet und implementiert.
(Risikoklasse 3)
Gesamtrisiko-Position
Die Einschätzung des Gesamtrisikos für den Sto-Konzern erfolgt auf Basis des Risikomanagement-Systems. Nach Bewertung der aktuellen und künftigen potenziellen Einzelrisiken sowie unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen und der sich für Sto bietenden Chancen kommt der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE nach Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zu dem Urteil, dass derzeit keine bewertbaren Risiken zu erkennen sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Sto-Konzerns führen könnten.
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE ist sich bewusst, dass die hier dargestellten Risiken für die Geschäftstätigkeit auf aktuellen Beurteilungen beruhen, die sich möglicherweise in der Zukunft als nicht zutreffend erweisen können.
Chancenbericht
Langfristig schätzen wir die Chancen aufgrund unserer Geschäftstätigkeit größer ein als die Risiken, da die Notwendigkeit zur energetischen Gebäudesanierung weiter steigen wird. Produkte und Systeme von Sto bewirken eine Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden und tragen damit auch zum Klimaschutz bei. Aus den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen einer guten Gebäudedämmung, durch die viel CO 2 -Emissionen, Energie und damit Kosten eingespart werden können, ergibt sich weltweit großes Absatzpotenzial. Insbesondere infolge der international definierten Klimaschutzziele wird ein Nachfrageschub erwartet.
Auf EU-Ebene dürfte vor allem der Green Deal für eine weiter steigende Nachfrage nach Wärmedämm-Verbundsystemen sorgen, von der Sto als Weltmarktführer voraussichtlich überproportional profitieren sollte. Dieses Paket an Maßnahmen, mit dem Europa bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden soll, beinhaltet auch eine Renovierungswelle im Gebäudesektor, der eine entscheidende Rolle beim Klimaschutz spielt. Auf diesen Bereich entfallen etwa 40 % des europäischen Energieverbrauchs und 36 % der energiebedingten Treibhausgasemissionen. Im Moment entspricht nur etwa ein Viertel des Gebäudebestands in der EU den modernen Energiestandards, woraus sich ein enormes Marktpotenzial ergibt. Um die Ziele der EU zu erfüllen, müssen in der EU bis 2030 insgesamt 35 Millionen Gebäude energetisch saniert werden. Sofern dieses Potenzial nachfragewirksam wird, ist eine signifikante Wachstumschance gegeben.
Staatliche Förderprogramme, die mehrere Länder in den letzten Jahren aufgelegt haben, tragen dazu bei, dieses wichtige Klimaschutzpotenzial zu erschließen und zeigen in den betreffenden Ländern wie Italien und Frankreich die gewünschte Wirkung. In Großbritannien gibt es ebenfalls eine entsprechende Initiative: Hier wurden die großen Energieversorger im Rahmen der Energy Company Obligation verpflichtet, eine bestimmte Anzahl von Dämmmaßnahmen pro Jahr in sozial schwachen Haushalten durchzuführen.
In Deutschland kann seit dem 1. Januar 2020 die energetische Gebäudesanierung für selbstgenutzten Wohnraum von privaten Hausbesitzern und Wohnungseigentümern steuerlich abgesetzt werden. Nach unserer Einschätzung dürfte diese Förderung mittelfristig zu positiven Impulsen im WDVS-Markt führen. Eine mögliche Neuordnung der Förderung der energetischen Sanierung in Deutschland, die stärker auf Bestandsgebäude zielt, könnte Sto aufgrund seiner hohen Lösungskompetenz in der Sanierung in der weiteren Geschäftsentwicklung erheblich unterstützen.
Zusätzlich beschleunigt wird die Notwendigkeit zur energetischen Sanierung von Gebäuden durch die aktuell sehr hohen Gas- und Heizölpreise. Mit steigenden Energiekosten gewinnen die ökonomischen Vorteile einer guten Wärmedämmung erheblich an Bedeutung, sodass sich die Ausgaben wesentlich schneller amortisieren.
Die insbesondere in Deutschland durch politische Entscheidungen forcierte Konzentration auf Wärmepumpen in der Heizungstechnik wird die Nachfrage nach energetischen Sanierungslösungen fördern, um die gewünschte Wirkung der Wärmepumpentechnik realisieren zu können.
Gleichzeitig steigern Sto-Produkte den Werterhalt von Gebäuden. Sie schützen Bauwerke vor Abnutzung wie zum Beispiel Korrosion und verlängern Wartungs- und Lebenszyklen signifikant. Damit unterstützen wir unter anderem das vom Umweltbundesamt in Deutschland verfolgte Ziel, den Erhalt, die Weiterentwicklung und den Umbau des vorhandenen Gebäudebestands zu priorisieren. Auch den bevorzugten Einsatz von recyclingfähigen und nachwachsenden Rohstoffen und die Wiederverwendung von Materialien unterstützen wir durch unser Geschäftsmodell. Zusätzlich ergänzt Sto sein qualitativ hochwertiges Produkt- und Systemprogramm unter anderem durch digitale Werkzeuge und schafft damit die Voraussetzung für überzeugende Gesamtlösungen.
Nicht nur in Deutschland fehlt derzeit ausreichender Wohnraum. Dies wird aus unserer Sicht perspektivisch zu zusätzlichen Neubaumaßnahmen in energetisch hochwertige Gebäude führen, was für Sto zu zusätzlichen Chancen führen kann.
Chancen auf organisches Wachstum aus eigener Kraft bieten insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigen Märkten von Sto, sofern sich die Konjunktur in Regionen, für die wir nur sehr vorsichtig geplant haben, besser entwickelt als erwartet. Zudem können wir durch die gezielte Internationalisierung unserer Aktivitäten neue Märkte erschließen und die Bearbeitung in Ländern, in denen wir bereits vertreten sind, intensivieren.
E. Prognosebericht
Der Prognosebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den derzeit verfügbaren Informationen sowie den aktuellen Annahmen und Prognosen der persönlich haftenden Gesellschafterin der Sto SE & Co. KGaA beruhen. Diese Prognosen sind mit Unsicherheiten behaftet und können daher deutlich von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen.
Das Kapitel Risiko- und Chancenbericht enthält Risiken und Chancen, die nicht Bestandteil des Prognoseberichts sind und zu deutlich negativen oder positiven Abweichungen der prognostizierten Entwicklungen führen können.
Weltwirtschaft
Die weltweite konjunkturelle Entwicklung wird sich im Jahr 2023 voraussichtlich weiter verlangsamen. Obwohl zahlreiche Volkswirtschaften eine unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit zeigten und die Aussichten insbesondere nach Aufheben der Coronavirus-Restriktionen in China Ende 2022 spürbar besser wurden, bleiben die hohe Inflation und der Russland-UkraineKonflikt nach Einschätzung des IWF bestimmend für die globale Wirtschaft. Im World Economic Outlook Update vom Januar 2023 wird für das Gesamtjahr ein BIP-Wachstum von 2,9 % prognostiziert (2022: 3,4 %). In seiner Einschätzung warnte der IWF vor zu viel Euphorie und wies auf zahlreiche Risiken hin, die eine Verschlechterung der Wirtschaftslage zur Folge hätten: eine Verschärfung der Coronavirus-Lage in China, eine Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und eine Schuldenkrise aufgrund der Geldpolitik der Zentralbanken.
In den Industriestaaten rechnet der IWF für das Jahr 2023 mit einem geringeren Plus von 1,2 % (2022: 2,7 %). In den USA wird vor allem wegen der Auswirkungen der Leitzinserhöhungen nur eine Steigerung um 1,4 % erwartet (2022: 2,0 %).
Im Euroraum wirken sich voraussichtlich die Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank und der Energiepreisanstieg dämpfend aus. Hier geht der IWF von einem Wachstum um 0,7 % aus (2022: 3,5 %). Deutschland wird mit einem BIP-Zuwachs von 0,1 % (2022: 1,9 %) nach Ansicht der Experten besonders schwach abschneiden.
Die Schwellen- und Entwicklungsländer sollten laut IWF die Talsohle bereits durchschritten haben und im Jahr 2023 insgesamt um 4,0 % expandieren (2022: 3,9 %). Zu den Stützen des guten Verlaufs zählen neben Indien und den übrigen asiatischen Ländern auch China, dessen Wirtschaft nach der Beendigung der Coronavirus-Restriktionen wieder deutlich um 5,2 % (2022: 3,0 %) wachsen dürfte.
Entwicklung der internationalen Baubranche
Die deutsche Bauindustrie erwartet im Jahr 2023 keine Entspannung. Angesichts hoher Materialpreise, steigender Hypothekenzinsen und schwacher Auftragslage geht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. von einem realen Umsatzrückgang um 6 % aus. Hohe Einbußen müssen vor allem im Wohnungsbau hingenommen werden, auf den etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes entfallen. Hier wird für das Jahr 2023 mit einer Verringerung der realen Umsätze um etwa 9 % gerechnet. Im Gegensatz zum deutlich abnehmenden Neubau dürften die Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand aufgrund des stabilen Fördervolumens bei der energetischen Sanierung und der weiter hohen Energiepreise stabil bleiben oder leicht zulegen.
Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. prognostiziert für den Bereich Bautenanstrichmittel im laufenden Jahr für den Absatz ein Minus von 4 %. Der Umsatz wird voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau stagnieren. Im WDVS-Markt rechnet das Marktforschungsinstitut B+L Marktdaten GmbH nach dem leichten Absatzrückgang im Jahr 2022 mit einer Erholung und prognostiziert für das laufende Jahr einen Absatzzuwachs um 1,5 %.
Die Aussichten im europäischen Bausektor haben sich angesichts der gesamtwirtschaftlichen Abkühlung deutlich eingetrübt. Die Forschergruppe EUROCONSTRUCT geht von einer Stagnation der Baunachfrage im Jahr 2023 aus. Während die Branche zu Jahresbeginn noch von hohen Auftragsbeständen zehrt, blieben für die weitere Entwicklung wichtige Neuaufträge in den letzten Monaten 2022 zunehmend aus. Außerdem wurden Vorhaben wegen der verschlechterten Rahmenbedingungen verschoben. Die stärksten Impulse erwartet das Netzwerk für das Jahr 2023 vom Tiefbau, während das Wohnungsbauvolumen in den 19 Mitgliedsländern schrumpfen dürfte. Eine wesentliche Rolle spielt die staatliche Modernisierungsförderung in Italien, die in den letzten zwei Jahren die Nachfrage erheblich forcierte. Der Nichtwohnhochbau, dessen Entwicklung in besonderem Maße von gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängt, verzeichnet laut EUROCONSTRUCT ein leichtes Plus.
Die im Jahresverlauf 2022 aufkommende sinkende Investitionsneigung in den USA dürfte sich laut GTAI insbesondere ab dem zweiten Halbjahr 2023 auf die Bauwirtschaft auswirken. Während die aktuell laufenden Hochbauvorhaben zum Großteil schon finanziert sind, wird im zweiten Halbjahr mit deutlichen Rückgängen bei den Baustarts gerechnet. Gründe sind vor allem steigende Finanzierungskosten, die sich insbesondere in der Privatwirtschaft niederschlagen, sowie die anhaltenden Lieferkettenprobleme und der Fachkräftemangel.
In der chinesischen Bauwirtschaft werden die seit 2022 zu beobachtenden Rückgänge nach Einschätzung der Ökonomen im laufenden Jahr fortdauern. Zwar wird das BIP nach Beendigung der Coronavirus-Restriktionen in China aus heutiger Sicht wieder anziehen, der Immobiliensektor laut GTAI aber durch die Fehlentwicklung der letzten Jahre, in denen zahlreiche Wohnungen am Bedarf vorbei gebaut wurden, und voraussichtlich weiter steigende Zinsen geschwächt.
Voraussichtliche Entwicklung des Sto-Konzerns
Sto geht für das Geschäftsjahr 2023 bei normalem Witterungsverlauf ohne Berücksichtigung des Einflusses aus dem weiteren Verlauf des Russland-Ukraine-Konflikts von einem anhaltend positiven Geschäftsverlauf aus und rechnet trotz der großen Herausforderungen mit einem Umsatz von 1,91 Mrd. EUR im Konzern. Unterteilt nach Segmenten sollte sich der Umsatzanstieg in Westeuropa im mittleren einstelligen Prozentbereich und in Amerika/Asien/Pazifik voraussichtlich im unteren zweistelligen prozentualen Bereich bewegen. Im Segment Nord-/Osteuropa wird insbesondere währungsumrechnungsbedingt ein Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet, während in Landeswährung ein Zuwachs vorgesehen ist.
Für das EBIT prognostiziert Sto eine Bandbreite von 118 Mio. EUR bis 143 Mio. EUR und für das Vorsteuerergebnis EBT einen Wert zwischen 117 Mio. EUR und 142 Mio. EUR. Die daraus resultierende Umsatzrendite dürfte demnach zwischen 6,1 % und 7,5 % liegen. Die Renditekennziffer ROCE erreicht voraussichtlich einen Wert von 14,8 % bis 18,0 %.
Voraussetzung für die Prognose ist ein durchschnittlicher Witterungsverlauf und eine den Erwartungen entsprechende Konjunkturentwicklung in den für Sto wichtigen Märkten. Außerdem beruht die Voraussage auf den Annahmen, dass der Euro-Umrechnungskurs weitgehend stabil bleibt. Eine weitere wesentliche Annahme ist, dass der Russland-Ukraine-Konflikt zu keinen erheblichen Beeinträchtigungen der Nachfrage in den für Sto relevanten Märkten und zu keinen Einschränkungen bei der Durchführung der Geschäftstätigkeit oder der Versorgung mit Rohstoffen, Zukaufprodukten und Energie bei Sto führt.
Die Preiserhöhungen auf den Beschaffungsmärkten setzten sich per saldo zu Beginn des Jahres 2023 fort. Die weitere Entwicklung und insbesondere die konkreten Auswirkungen des anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts auf den künftigen Geschäftsverlauf des Sto-Konzerns sind derzeit - wie im Risikobericht beschrieben - nicht zuverlässig abschätzbar. Ziel ist es, die Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite durch weitere eigene Verkaufspreiserhöhungen, die die Sto-Gesellschaften im Jahresverlauf 2023 adäquat umsetzen müssen, mindestens auszugleichen.
Das geplante Investitionsvolumen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte erhöht sich im Jahr 2023 unter anderem bedingt durch die Verschiebungen aus den Vorjahren auf konzernweit 71 Mio. EUR. Zu den größten Einzelinvestitionen gehören die Fertigstellung des zweiten Drehrohrofens an unserem Standort in Illmenau/Thüringen sowie eine neue Trockenproduktionsanlage im Sto-Werk in Dandenong/Australien. Darüber hinaus wird erneut in die langfristig angelegten Maßnahmen im Rahmen des Programms ,,Retrofit zur Modernisierung beziehungsweise Erneuerung der Fertigungsanlagen investiert.
Die Beschäftigtenzahl im Sto-Konzern dürfte sich im Jahr 2023 in Verbindung mit dem wachsenden Umsatzvolumen weiter erhöhen. Dabei wird die Belegschaft in Ländern mit Wachstumsperspektiven voraussichtlich moderat erweitert, während in Gesellschaften mit schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen bei Bedarf auch punktuelle Anpassungen vorgenommen werden.
Strategische Ausrichtung
Die aus dem Strategiereview abgeleiteten Maßnahmen, die Sto seit Mitte 2021 umsetzt, konzentrieren sich auf drei wesentliche Ziele: Wachstumsbeschleunigung, Gewinnsteigerung und Kernkompetenzausbau. Die Realisierung der dafür initiierten 14 Kerninitiativen hat sich bisher aufgrund der schwierigen Situation auf den Beschaffungsmärkten und deren Folgewirkungen gegenüber der ursprünglichen Planung verzögert. Auch im Geschäftsjahr 2023 konzentriert sich die Sto-Organisation vorrangig auf die Bewältigung der damit verbundenen Störungen und die vor diesem Hintergrund anspruchsvolle Sicherung der Kundenzufriedenheit, sodass einige geplante Maßnahmen zeitlich weiter nach hinten verlagert werden könnten.
Zu den wesentlichen Inhalten der Ausrichtung gehört das Thema Nachhaltigkeit, das schon immer einen Pfeiler des Wertegerüsts von Sto bildet. Im Rahmen des Strategiereviews wurde es zur Kernkompetenz der Unternehmensgruppe definiert und ist als wichtiger Aspekt in mehreren Initiativen beinhaltet. Bereits durch unser Geschäftsmodell leisten wir einen großen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, der im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben enorm an Bedeutung gewonnen hat. So tragen unsere Produkte erheblich dazu bei, die Energieeffizienz von Gebäuden durch energieeinsparende Dämmmaßnahmen zu verbessern.
Auch die Auswirkungen unseres eigenen unternehmerischen Handelns auf die Umwelt versuchen wir zu minimieren, beispielsweise indem wir die Energieeffizienz bei Sto selbst steigern, regenerative Energie nutzen, Ressourcen schonend einsetzen und Abfall vermeiden. Bei der Produktentwicklung greifen wir zunehmend neue Anforderungen auf, die durch nachhaltige Gebäudekonzepte entstehen, und widmen uns intensiv dem Thema Kreislaufwirtschaft.
Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung
Insgesamt ist der Vorstand der STO Management SE zuversichtlich für das Geschäftsjahr 2023 und die kommenden Jahre. Obwohl der Geschäftsverlauf erneut durch große Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld geprägt ist, rechnen wir mit einem Umsatz in Höhe von 1,91 Mrd. EUR und einem EBIT zwischen 118 Mio. EUR und 143 Mio. EUR. Basis dafür sind die beschriebenen Chancen, die sich für Sto weltweit ergeben, beispielsweise im Bereich Fassadensysteme. Für den Klimaschutz und die Umsetzung der international definierten Umweltziele ist eine gute Gebäudedämmung unverzichtbar, um die damit verbundenen enormen Einsparpotenziale bei Energie und CO 2 zu realisieren. Mittel- und langfristig gehen wir von einem wachsenden Bedarf an Wärmdämm-Verbundsystemen aus, an dem Sto als führender Anbieter spürbar partizipieren sollte.
Neben der klar formulierten Strategie, die wir zielgerichtet verfolgen, kommt uns dabei unser innovatives, breit angelegtes und optimal aufeinander abgestimmtes Leistungsspektrum zugute, das die Bedürfnisse aller Zielgruppen bedient und den Bauherren ein Höchstmaß an individueller Gestaltungsfreiheit ermöglicht. Auch die gute internationale Aufstellung, die breite Vertriebsbasis, die kundenorientierte Logistik und das exzellente Mitarbeiterteam sind Faktoren, die eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung unterstützen.
Risiken für den künftigen Geschäftsverlauf bestehen insbesondere in der Beschaffung beispielsweise durch mögliche Energieversorgungsengpässe und aus den weiterhin nicht einschätzbaren Folgen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt.
Die Erreichung der von uns angestrebten Ziele ist ohne den Beitrag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich. Im Geschäftsjahr 2022 haben unsere Beschäftigten mit großartigem Engagement, Flexibilität und gegenseitiger Unterstützung dazu beigetragen, dass wir die angestrebten Ziele trotz der großen Herausforderungen, die zu bewältigen waren, erreicht haben und erneut neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis verzeichnen konnten. Wir wissen diese Leistung zu schätzen, wollen sie fördern und angemessen würdigen.
Als mittelfristiges Ziel strebt der Sto-Konzern bis 2025 einen Umsatz in Höhe von 2,1 Mrd. EUR und eine Umsatzrendite bezogen auf das EBT von 10 % an.
Stühlingen, 3. April 2023
Sto
SE & Co. KGaA
vertreten durch STO Management SE
Vorstand
Konzernabschluss Sto-Konzern (IFRS)
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
| in TEUR | Anhang | 2022 | 2021 |
| 1. Umsatzerlöse | (1) | 1.787.386 | 1.590.529 |
| 2. Bestandsveränderung der Erzeugnisse | 5.699 | 14.303 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | (2) | 69 | 63 |
| Gesamtleistung | 1.793.154 | 1.604.895 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 28.892 | 25.561 |
| 5. Materialaufwand | (4) | - 884.800 | - 760.515 |
| 6. Personalaufwand | (5) | - 428.244 | -404.972 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (6) | - 310.187 | - 269.537 |
| 8. Wertminderungsaufwand (netto) finanzielle Vermögenswerte | (7) | - 4.306 | - 2.897 |
| EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) | (8) | 194.509 | 192.535 |
| 9. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte | (8) | - 64.829 | - 68.067 |
| EBIT | 129.680 | 124.468 | |
| 10. Ergebnis aus At Equity bewerteten Finanzanlagen | (9) | 397 | 1.779 |
| 11. Zinsen und ähnliche Erträge | (10) | 1.636 | 648 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (10) | - 3.414 | - 2.420 |
| 13. Übrige Finanzerträge | (10) | 0 | 3.461 |
| EBT | 128.299 | 127.936 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (11) | - 39.219 | - 33.277 |
| EAT | 89.080 | 94.659 | |
| davon: | |||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - 1.011 | 1.941 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA | 90.091 | 92.718 | |
| Ergebnis je Aktie unverwässert /verwässert in EUR | |||
| Kommanditstammaktie | (12) | 14,00 | 14,40 |
| Kommanditvorzugsaktie | (12) | 14,06 | 14,46 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2022
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| EAT | 89.080 | 94.659 |
| FVOCI Bewertung | ||
| im Eigenkapital erfasste Bewertungsänderungen | - 375 | - 18 |
| Latente Steuern | 134 | 5 |
| FVOCI Bewertung nach Steuern | - 241 | - 13 |
| Währungsumrechnung | ||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.623 | 5.285 |
| In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes Ergebnis | 2.382 | 5.272 |
| Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | ||
| Gewinne/Verluste aus der Neubewertung leistungsorientierter Pläne | 42.990 | 13.178 |
| Latente Steuern | - 12.288 | - 2.985 |
| In Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes Ergebnis * | 30.702 | 10.193 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 33.084 | 15.465 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 122.164 | 110.124 |
| davon: | ||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - 1.011 | 1.947 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA | 123.175 | 108.177 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Aktiva
| in TEUR | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | (13) | 56.675 | 61.616 |
| II. Sachanlagen | (14) | 296.046 | 287.397 |
| III. Nutzungsrechte | (15) | 78.809 | 85.944 |
| IV. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | (16) | 2.227 | 1.830 |
| Anlagevermögen | 433.757 | 436.787 | |
| V. Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 1.056 | 1.823 |
| VI. Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | (19) | 39.866 | 48.358 |
| VII. Langfristige sonstige Vermögenswerte | (20) | 1.469 | 1.608 |
| VIII. Latente Steueransprüche | (11) | 18.674 | 30.197 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 61.065 | 81.986 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 494.822 | 518.773 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Vorräte | (17) | 179.200 | 158.631 |
| II. Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 171.404 | 145.760 |
| III. Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 4.688 | 3.413 | |
| IV. Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | (19) | 102.399 | 94.088 |
| V. Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | (20) | 25.770 | 26.906 |
| VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (21) | 119.423 | 137.135 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 602.884 | 565.933 | |
| Bilanzsumme | 1.097.706 | 1.084.706 | |
|
Passiva |
|||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (22) | 17.556 | 17.556 |
| II. Kapitalrücklage | (22) | 57.804 | 57.804 |
| III. Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen | (22) | 608.604 | 529.987 |
| Anteil der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA | 683.964 | 605.347 | |
| IV. Anteile ohne beherrschenden Einfluss | (23) | 1.093 | 4.702 |
| Summe Eigenkapital | 685.057 | 610.049 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (24) | 82.084 | 122.204 |
| II. Langfristige sonstige Rückstellungen | (25) | 15.665 | 18.347 |
| III. Langfristige Finanzschulden | (26) | 932 | 1.915 |
| IV. Langfristige Leasingverbindlichkeiten | (27) | 60.693 | 67.209 |
| V. Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (29) | 4.798 | 214 |
| VI. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | (30) | 478 | 24 |
| VII. Latente Steuerschulden | (11) | 1.093 | 986 |
| Summe langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 165.743 | 210.899 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| I. Kurzfristige sonstige Rückstellungen | (25) | 33.064 | 43.488 |
| II. Kurzfristige Finanzschulden | (26) | 4.058 | 8.240 |
| III. Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | (27) | 19.798 | 20.406 |
| IV. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (28) | 67.138 | 63.250 |
| V. Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 11.543 | 23.283 | |
| VI. Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (29) | 46.306 | 45.102 |
| VII. Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | (30) | 64.999 | 59.989 |
| Summe kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 246.906 | 263.758 | |
| Summe Fremdkapital | 412.649 | 474.657 | |
| Bilanzsumme | 1.097.706 | 1.084.706 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2022
| in TEUR | Auf die Anteile des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital-
rücklage |
Gewinn-
rücklagen |
Währungs-
umrechnungs- rücklage |
Rücklage für Pensionen | Rücklage für FVOCI Bewertung | |
| Anhang | (22) | (22) | (22) | (22) | (22 / 24) | (22) |
| Stand 1. Januar 2021 | 17.556 | 57.804 | 526.389 | - 2.604 | -47.476 | 0 |
| EAT | 0 | 0 | 92.718 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 5.285 | 10.187 | - 13 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 92.718 | 5.285 | 10.187 | - 13 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | - 31.897 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 453 | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 17.556 | 57.804 | 587.663 | 2.681 | -37.289 | - 13 |
| Stand 1. Januar 2022 | 17.556 | 57.804 | 587.663 | 2.681 | -37.289 | - 13 |
| EAT | 0 | 0 | 90.091 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 2.623 | 30.702 | - 241 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 90.091 | 2.623 | 30.702 | - 241 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | - 31.897 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0 | 0 | - 12.847 | 0 | 186 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 17.556 | 57.804 | 633.010 | 5.304 | - 6.401 | - 254 |
| in TEUR | Auf die Anteile des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Summe Eigenkapital | |
| Eigene Anteile | Summe | |||
| Anhang | (22) | (23) | ||
| Stand 1. Januar 2021 | - 23.055 | 528.614 | 2.755 | 531.369 |
| EAT | 0 | 92.718 | 1.941 | 94.659 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 15.459 | 6 | 15.465 |
| Gesamtergebnis | 0 | 108.177 | 1.947 | 110.124 |
| Dividendenausschüttung | 0 | - 31.897 | 0 | - 31.897 |
| Sonstiges | 0 | 453 | 0 | 453 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2021 | - 23.055 | 605.347 | 4.702 | 610.049 |
| Stand 1. Januar 2022 | - 23.055 | 605.347 | 4.702 | 610.049 |
| EAT | 0 | 90.091 | - 1.011 | 89.080 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 33.084 | 0 | 33.084 |
| Gesamtergebnis | 0 | 123.175 | - 1.011 | 122.164 |
| Dividendenausschüttung | 0 | - 31.897 | 0 | - 31.897 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0 | - 12.661 | - 2.598 | - 15.259 |
| Stand 31. Dezember 2022 | - 23.055 | 683.964 | 1.093 | 685.057 |
Erläuterungen zum Eigenkapital befinden sich im Anhang ab der Tz. (22).
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
| in TEUR | Anhang | 2022 | 2021 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| EAT | 89.080 | 94.659 | |
| Überleitung zwischen EAT und Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (11) | 39.219 | 33.277 |
| Finanzergebnis | (9 / 10) | 1.381 | - 3.468 |
| EBIT | 129.680 | 124.468 | |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | (8) | 64.829 | 68.067 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | - 1.558 | - 752 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /Erträge | 115 | - 2.945 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 53.029 | - 32.417 | |
| Veränderung der Rückstellungen | - 10.235 | - 3.648 | |
| Veränderung des Netto-Umlaufvermögens | - 34.496 | - 41.371 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 95.306 | 111.402 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | |||
| Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | (13 / 14) | - 47.419 | - 41.933 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) | 0 | - 16.602 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 2.449 | 1.768 | |
| Zinseinzahlungen | 1.038 | 347 | |
| Auszahlungen für Geldanlagen | - 82.292 | - 46.389 | |
| Einzahlungen aus Geldanlagen | 83.671 | 51.742 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 42.553 | - 51.067 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | |||
| Auszahlung an Minderheitsgesellschafter | - 10.660 | 0 | |
| Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten | (27) | - 22.459 | - 22.003 |
| Auszahlungen für langfristige Finanzschulden | (26/34) | - 1.012 | - 1.135 |
| Einzahlungen für kurzfristige Finanzschulden | (26/34) | 0 | 2.077 |
| Auszahlungen für kurzfristige Finanzschulden | (26/34) | - 4.151 | - 2.765 |
| Gewinnausschüttung | (12) | - 31.897 | - 31.897 |
| Zinsauszahlungen | - 1.672 | - 1.443 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 71.851 | - 57.166 | |
| Veränderungen der Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen | 1.445 | 3.946 | |
| Veränderungen der Zahlungsmittel aufgrund erwarteter Verluste auf Zahlungsmittel gem. IFRS 9 | - 59 | - 23 | |
| Zahlungsmittel Anfangsbestand | (21) | 137.135 | 130.043 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | - 17.712 | 7.092 | |
| Zahlungsmittel Endbestand * | (21) | 119.423 | 137.135 |
Die Kapitalflussrechnung wird im Anhang in der Tz. (32) erläutert.
Anhang Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
Allgemeine Angaben
1. Informationen zum Unternehmen
Die Sto SE & Co. KGaA und die mit ihr verbundenen, abhängigen Konzernunternehmen befassen sich mit der Herstellung und Vermarktung von Produkten, Komponenten sowie funktionalen Systemen energetischer oder anderer Art, die in und an Bauwerken zum Einsatz kommen und aus Werkstoffkomponenten und/oder Beschichtungen bestehen. Darüber hinaus sind Dienstleistungen zur Werterhaltung von Bauwerken integraler Bestandteil der Unternehmensleistung.
Einzige Aktionärin der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE, Stühlingen, ist die Stotmeister Beteiligungs GmbH, Stühlingen, in der die Familien Stotmeister die ihnen zuzuordnenden Kommanditstammaktien der Sto SE & Co. KGaA gebündelt haben. Die Familien Stotmeister sind über vier Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KGs zu gleichen Teilen an der Stotmeister Beteiligungs GmbH beteiligt. Es besteht ein Konsortial- und Poolvertrag zur einheitlichen Stimmrechtsausübung und damit eine Kontrollgruppe.
Die Stotmeister Beteiligungs GmbH ist Mehrheitsaktionärin und oberstes Mutterunternehmen der Sto SE & Co. KGaA. Die eingetragene Geschäftsadresse der Sto SE & Co. KGaA befindet sich in der Ehrenbachstraße 1, 79780 Stühlingen, Deutschland. Sie ist beim Amtsgericht Freiburg in das Handelsregister unter der Registernummer HRB 711236 eingetragen.
Die Sto SE & Co. KGaA ist eine börsennotierte Gesellschaft. Ihre Kommanditvorzugsaktien sind im Segment "Regulierter Markt" zum Amtlichen Handel der Deutsche Börse AG, Frankfurt/Main, sowie der Börse Stuttgart AG, Stuttgart, zugelassen. Die weiteren Konzerngesellschaften sind im selben Geschäftszweig wie die Sto SE & Co. KGaA tätig.
Der Konzernabschluss und -lagebericht der Sto SE & Co. KGaA wurde am 3. April 2023 durch die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE aufgestellt und wird am 12. April 2023 dem Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA zur Billigung im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2023 zugeleitet.
2. Grundlagen des Konzernabschlusses
Die Sto SE & Co. KGaA hat ihren Konzernabschluss für das Jahr 2022 in Übereinstimmung mit den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den Auslegungen des IFRS Interpretation Committee (IFRIC) erstellt. Zudem wurden die ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften gemäß § 315e HGB berücksichtigt.
Sämtliche verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden angewendet.
Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Eine Ausnahme bilden nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen, die im Jahr 2022 erstmals Anwendung fanden.
| Standards/ Interpretationen | Titel | Anwendbar | Auswirkungen |
| Änderungen an IAS 16 | Sachanlagen - Erlöse vor beabsichtigter Nutzung | 1. Januar 2022 | Unwesentlich |
| Änderungen an IFRS 3 | Verweis auf das Rahmenkonzept der IFRS | 1. Januar 2022 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 37 | Belastende Verträge: Kosten der Vertragserfüllung | 1. Januar 2022 | Unwesentlich |
| Verbesserungen 2018 - 2021 | Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16, IAS 41 | 1. Januar 2022 | Unwesentlich |
| IAS 29 | Rechnungslegung in Hochinflationsländern | 1. Januar 2022 | Unwesentlich |
Die Änderungen an IAS 16 untersagen es einem Unternehmen, von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage Erlöse abzuziehen, die es aus dem Verkauf von Gegenständen erzielt, die während der Zeit, in welcher der Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurde, hergestellt wurden. Zudem erfolgt eine Klarstellung der Definition von "Kosten für Testläufe".
Kosten und Erlöse in Zusammenhang mit produzierten Gegenständen, die nicht aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens stammen, sind getrennt auszuweisen und in dem Posten der Gesamtergebnisrechnung anzugeben, in dem diese Erlöse erfasst werden.
Die Änderungen an IFRS 3 beziehen sich auf Verweise zum überarbeiteten Rahmenkonzept der IFRS und beinhalten zudem die Ausnahme, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen die Regelungen für den Ansatz von Verbindlichkeiten und bedingten Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IAS 37 oder des IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat.
Des Weiteren wird IFRS 3 um ein explizites Ansatzverbot für erworbene Eventualforderungen ergänzt.
Die Änderungen an IAS 37 betreffen die Klarstellung, dass zu den Erfüllungskosten eines Vertrags alle direkt dem Vertrag zurechenbaren Kosten gehören. Dazu gehören zusätzliche, für die Erfüllung des Vertrags entstehende Kosten wie z. B. direkte Lohn- und Materialkosten und die Zurechnung anderer Kosten, die sich unmittelbar auf die Vertragserfüllung beziehen. Vor der Bildung einer Rückstellung sind Wertminderungen von Vermögenswerten, die sich auf die Vertragserfüllung beziehen, zu erfassen.
Die IFRS-Verbesserungen 2018 bis 2021 betreffen die punktuelle Überarbeitung von IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41. Gemäß IFRS 1 können Tochterunternehmen, die später als ihr Mutterunternehmen IFRS-Anwender werden, Vermögenswerte und Schulden zu den bei der Muttergesellschaft angesetzten Buchwerten bewerten. Diese Regelung wird um die kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen des Tochterunternehmens erweitert. Bezüglich IFRS 9 wird klargestellt, welche Gebühren in den 10 %-Test bei der Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten einbezogen werden. Die Neuregelungen des IFRS 16 beziehen sich auf die Änderung des dort enthaltenen Beispiels Nummer 13.
Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind für die erläuterten Standards unwesentlich.
IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
Die Türkei wird seit dem Geschäftsjahr 2022 entsprechend IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" als hochinflationäre Volkswirtschaft klassifiziert. Die dortigen Aktivitäten werden daher nicht auf Basis historischer Anschaffungsoder Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation dargestellt. Hierfür wurde der Verbraucherpreisindex CPI (Tüketici fiyat endeks rakamlari) herangezogen. Der zum Abschlussstichtag angewandte Wert des Indexes betrug 1.128,45 (Vorjahr: 686,95). Der kombinierte Effekt aus Bewertungsänderungen und Währungsumrechnung wird in der Währungsumrechnungsrücklage erfasst. Dieser Effekt beträgt zum 31. Dezember 2022 457 TEUR nach Erfassung latenter Steuern von 85 TEUR. Der monetäre Verlust aus der Hyperinflationsbilanzierung beträgt 172 TEUR und ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
3. Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)
Nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsstandards
Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, deren Anwendung in der Berichtsperiode nicht erfolgte, da entweder die Anerkennung durch die EU ausstand oder die Anwendung noch nicht verpflichtend war.
Der Anwendungszeitpunkt im Konzern ist grundsätzlich der Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.
| Standards/ Interpretationen | Titel | Anwendbar | Auswirkungen |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge, inkl. Änderungen an IFRS 17 und erstmalige Anwendung | 1. Januar 2023 | Unwesentlich |
| IFRS 16 | Änderungen an IFRS 16 Sale-and-Leaseback | 1. Januar 2023 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 | Angabe von Rechnungslegungsmethoden | 1. Januar 2023 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 8 | Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen | 1. Januar 2023 | Unwesentlich |
| IAS 12 | Latente Steuern aus Transaktionen, bei denen bei erstmaliger Erfassung betragsgleiche steuerpflichtige und abzugsfähige temporäre Differenzen entstehen | 1. Januar 2023 | Unwesentlich |
| Änderungen an IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- bzw. langfristig | 1. Januar 2024 | Unwesentlich |
Der IFRS 17 wird die Regelungen des IFRS 4 ablösen. Der IFRS 17 verlangt ein Bewertungsmodell, in dem Schätzungen in jeder Berichtsperiode neu zu bewerten sind. Verträge sind auf Basis von nach Wahrscheinlichkeiten gewichteten diskontierten Cashflows, einem expliziten Risikoabschlag und einer vertraglichen Dienstleistungsmarge, die den noch nicht fälligen Gewinn aus dem Vertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung ansetzt, zu bewerten.
Die Effekte aus veränderten Abzinsungssätzen können entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder alternativ in der Gesamtergebnisrechnung gezeigt werden. Bei Versicherungsverträgen mit kurzer Laufzeit kann ein vereinfachtes Verfahren für die Ermittlung der Rückstellung für den zukünftigen Versicherungsschutz angewendet werden.
Die Änderungen an IAS 1 stellen klar, dass Verbindlichkeiten in Abhängigkeit von bestehenden Rechten zum Ende der Berichtsperiode entweder als kurzfristig oder langfristig zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung ist dabei unabhängig von den Erwartungen des Managements oder von Ereignissen nach dem Bilanzstichtag. Die Bilanzierung ist rückwirkend in Übereinstimmung mit IAS 8 vorzunehmen.
In IAS 1 wurde klargestellt, dass Unternehmen alle wesentlichen anstelle von materiellen Rechnungslegungsmethoden anzugeben haben. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden werden definiert und es wird erklärt, wie man sie identifiziert. Die Veröffentlichung immaterieller Rechnungslegungsinformationen ist zu unterlassen, insbesondere wenn dadurch von relevanten Informationen abgelenkt wird.
Ergänzend zur Änderung des IFRS 1 wurde das IFRS Practice Statement 2 ebenfalls geändert, um den Unternehmen Leitlinien für die praktische Anwendung des Konzepts der Wesentlichkeit auf die Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden bereitzustellen.
Die Änderungen an IAS 8 stellen klar, wie zwischen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen zu unterscheiden ist. Der Unterschied ist wichtig, da eine Änderung von Schätzungen die Zukunft betrifft und eine Änderung von Bilanzierungsrichtlinien vergangenheitsorientiert ist.
Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind für alle erläuterten Standards unwesentlich.
4. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der Sto SE & Co. KGaA die in- und ausländischen Tochterunternehmen sowie ein Gemeinschaftsunternehmen einbezogen.
Aufgrund der eindeutigen Zuordnung waren bei der Beurteilung des Konsolidierungskreises keine wesentlichen Beurteilungen bzw. Annahmen notwendig.
Bei Tochterunternehmen hat die Sto SE & Co. KGaA die Möglichkeit, beherrschenden Einfluss (Control-Verhältnis) im Sinne des IFRS 10 auszuüben. Beherrschung im Sinne des IFRS 10 ist gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement ausgesetzt ist bzw. ein Anrecht auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Im vorliegenden Konzernabschluss ist dies bei einem Anteilsbesitz von mehr als 50 % ausnahmslos gegeben.
Bei Gemeinschaftsunternehmen kann Sto über vertragliche Vereinbarungen mit mindestens einer weiteren Partei die gemeinschaftliche Führung über ein anderes Unternehmen ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt vor, wenn die Entscheidungen über die maßgeblichen Aktivitäten des Unternehmens einstimmig erfolgen müssen. Abhängig von den Rechten und Pflichten der Parteien handelt es sich bei gemeinsamen Vereinbarungen entweder um gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) oder um Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Bei Joint Operations haben die beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Schulden. Bei Joint Ventures sind die gemeinschaftlich führenden Parteien aufgrund ihrer Gesellschafterstellung am Reinvermögen des Unternehmens beteiligt.
Bei assoziierten Unternehmen hat die Sto SE & Co. KGaA einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik. Dies ist in der Regel der Fall, wenn zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte an einem Unternehmen gehalten werden. Die Konsolidierung erfolgt At Equity und betraf lediglich die Inotec GmbH, Waldshut-Tiengen.
Die Tochtergesellschaft StoCretec Flooring AS, Moss/Norwegen, wurde im Januar 2022 auf die Sto Norge AS, Langhus/Norwegen, verschmolzen.
Im Januar 2022 wurde die Tochtergesellschaft Sto Gulf Building Material LLC., Dubai/VAE, aufgelöst und entkonsolidiert. Wesentliche Entkonsolidierungseffekte ergaben sich hieraus nicht. Im November 2022 wurden die restlichen 48 % der Anteile der Sto Italia Srl, Empoli/Italien, erworben. Der Konzern hatte die Kontrolle über das Unternehmen sowohl vor als auch nach dem Kauf der Anteile. Der fixe Kaufpreis für die Anteile betrug 10.660 TEUR und der variable Kaufpreis wurde zum Bilanzstichtag mit 4.599 TEUR angesetzt. Durch den Kauf haben sich die im Eigenkapitel enthaltenen Minderheitenanteile im Vergleich zum Vorjahr um 2.598 TEUR reduziert und sind in entsprechender Höhe im Konzerneigenkapital bei den Mehrheitsanteilen hinzugekommen.
Der Konsolidierungskreis ist der Tz. (41) Aufstellung des Anteilsbesitzes zu entnehmen. Die Sto SE & Co. KGaA erstellt damit den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an verbundenen Unternehmen. Folgende vollkonsolidierte, deutsche Unternehmen in der Rechtsform einer Kapital- bzw. Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB haben im Hinblick auf Aufstellungserleichterungen und Offenlegung die Bedingungen des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift in Anspruch:
| ― |
StoCretec GmbH, Kriftel |
| ― |
Innolation GmbH, Lauingen |
| ― |
JONAS Farben GmbH, Wülfrath |
| ― |
Sto BTN GmbH, Stühlingen |
| ― |
Liaver GmbH & Co. KG, Ilmenau |
| ― |
Südwest Lacke + Farben GmbH & Co. KG, Böhl-Iggelheim |
• Ströher Produktions GmbH & Co. KG, Dillenburg
• Gefro Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Stühlingen
Unternehmenserwerbe im Vorjahr
Am 28. Februar 2021 wurden die übrigen 50,2 % Eigenkapitalanteile und Stimmrechte an der Jonas GmbH, Wülfrath, und der JONAS Farbenwerke GmbH & Co. KG, Wülfrath, sowie die übrigen 50,2 % Miteigentumsanteile am Jonas Grundbesitz von einer Grundstücksgemeinschaft durch die Sto BT GmbH, Stühlingen, eine Tochtergesellschaft der Sto SE & Co. KGaA, für den Kaufpreis von 17,4 Mio. EUR erworben und somit durch den Besitz von 100 % der Anteile die Beherrschung mit der Folge der Einbeziehung in den Konzernabschluss erlangt. Im Anschluss ist die JONAS Farbenwerke GmbH & Co. KG an die Sto BT GmbH angewachsen, bevor diese in JONAS Farben GmbH umfirmiert wurde. Die Jonas GmbH, Wülfrath, wurde im April 2021 in Sto BTF GmbH umfirmiert.
Das Unternehmen JONAS gehört zu den leistungsfähigsten Herstellern von Wandfarben und anderen wasserbasierten Beschichtungsprodukten im deutschen Profimarkt. JONAS verfügt über ein hochmodernes Werk in Wülfrath, einen anerkannten Service und Produkte von höchster Qualität. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen zum Spezialisten von Farben in Kundenaufmachungen entwickelt. Die Abtretung der Geschäftsanteile durch die Veräußerer ist im Kaufvertrag vereinbart. Alle aufschiebenden Kaufvertragsbedingungen waren zum Erwerbszeitpunkt erfüllt.
Der beizulegende Zeitwert an den At Equity bilanzierten Beteiligungen sowie der anteiligen Betriebsgrundstücke direkt vor dem Zeitpunkt des Erwerbs betrug 15.962 TEUR, sodass sich bei Vergleich mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 12.501 TEUR ein Gewinn von 3.461 TEUR ergibt. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.045 |
| Sachanlagen | 16.243 |
| Vorräte | 5.522 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.247 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 537 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.165 |
| Summe Vermögenswerte | 30.759 |
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
| Rückstellungen | 221 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.064 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.793 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 882 |
| Steuerschulden | 125 |
| Passive latente Steuern | 993 |
| Summe Schulden | 9.078 |
| Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert | 21.681 |
| Mit dem Wert des Nettovermögens bewertete nicht beherrschende Anteile | 0 |
| Mit dem Wert des identifizierbaren Nettovermögens bewertete erworbene Anteile | 21.681 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 11.706 |
| Übertragene Gegenleistung | 33.387 |
Die übertragene Gegenleistung setzt sich aus der im Rahmen eines Tauschs hingegebenen At Equity Beteiligung zuzüglich der anteiligen Betriebsgrundstücke von 15.962 TEUR und dem Kaufpreis von 17.425 TEUR für die übrigen 50,2 % der Anteile an der Jonas GmbH sowie der JONAS Farbenwerke GmbH & Co. KG und den übrigen 50,2 % Anteilen an den Betriebsgrundstücken zusammen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb basierte auf der Expertise der Mitarbeiter sowie auf Wachstumsmöglichkeiten. Der für Steuerzwecke abzugsfähige Firmenwert belief sich auf 13.284 TEUR. Bezüglich Angaben zu latenten Steuern wird auf Tz. (11) verwiesen.
Der Nettobetrag der Forderungen von 2.247 TEUR entspricht dem Zeitwert der Forderungen. Darin berücksichtigt sind Wertberichtigungen von 53 TEUR, welche die uneinbringlichen Cashflows abbilden.
| in TEUR | Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs |
| Transaktionskosten des Unternehmenserwerbs (enthalten in den Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit) | - 574 |
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel (enthalten in den Cashflows aus Investitionstätigkeit) | 1.165 |
| Übrige Transaktionskosten (enthalten in den Cashflows aus Investitionstätigkeit) | - 342 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln (enthalten in den Cashflows aus Investitionstätigkeit) | - 17.425 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | - 17.176 |
Im Geschäftsjahr 2021 wurde bei einem Umsatz von 30.737 TEUR ein Verlust nach Steuern von 7.639 TEUR erzielt. Nach dem Erwerb wurde bei einem Umsatz von 25.263 TEUR ein Verlust nach Steuern von 7.764 TEUR erzielt. Darin enthalten ist ein Wertminderungsaufwand von 10.009 TEUR.
5. Konsolidierungsgrundsätze
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Vorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Den ertragsteuerlichen Konsequenzen bei der Konsolidierung wird durch den Ansatz latenter Steuern Rechnung getragen.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder an assoziierten Unternehmen werden gemäß denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bewertet, die für die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals bei vollkonsolidierten Unternehmen zugrunde gelegt werden.
6. Darstellung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Beim Bilanzausweis wurde zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden die Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.
Die für die Erstellung des Konzernabschlusses wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachfolgend erläutert.
Währungsumrechnung
Monetäre Posten (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten, etc.) werden erstmals mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet und anschließend erfolgswirksam zum Stichtagskurs bewertet. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden, werden mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet.
Die Umrechnung der Abschlüsse in ausländischer Währung erfolgte auf Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß modifizierter Stichtagskursmethode in Übereinstimmung mit IAS 21. Grundsätzlich gab es bei den einzelnen Währungen keine Wertschwankungen von mehr als 10 %. Der russische Rubel, die türkische Lira und der kolumbianische Peso sind hierbei unberücksichtigt, da die Schwankungen für den Konzern unwesentlich waren.
Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig und überwiegend in der Währung des jeweiligen Landes betreiben.
Die Vermögenswerte und Schulden wurden zu Stichtagskursen und die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Konzerngesellschaft ergebnisneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen.
| 1 EUR = | Stichtagskurs am | Jahresdurchschnittskurs | |||
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 2022 | 2021 | ||
| AED | Vereinigte Arabische Emirate | 3,92000 | 4,1769 | 3,8709 | 4,3464 |
| AUD | Australien | 1,56930 | 1,5615 | 1,5167 | 1,5749 |
| BRL | Brasilien | 5,63860 | 6,3101 | 5,4399 | 6,3779 |
| CAD | Kanada | 1,44400 | 1,4393 | 1,3695 | 1,4826 |
| CHF | Schweiz | 0,98470 | 1,0331 | 1,0047 | 1,0811 |
| CLP | Chile | 908,90190 | 968,8944 | 918,2570 | 899,0200 |
| CNY | Volksrepublik China | 7,35820 | 7,1947 | 7,0788 | 7,6282 |
| COP | Kolumbien | 5.175,45740 | 4.628,4039 | 4.524,3751 | 4.479,8295 |
| CZK | Tschechische Republik | 24,11500 | 24,8600 | 24,566 | 25,6400 |
| DKK | Dänemark | 7,43650 | 7,4364 | 7,4396 | 7,4370 |
| GBP | Großbritannien | 0,88693 | 0,8403 | 0,8528 | 0,8596 |
| HUF | Ungarn | 400,87000 | 369,1900 | 391,2900 | 358,5200 |
| MXN | Mexiko | 20,85600 | 23,1438 | 21,1869 | 23,9852 |
| MYR | Malaysia | 4,69840 | 4,7184 | 4,6279 | 4,9015 |
| NOK | Norwegen | 10,51380 | 9,9888 | 10,1026 | 10,1633 |
| PAB | Panama | 1,06740 | 1,1372 | 1,0782 | 1,2078 |
| PLN | Polen | 4,68990 | 4,5994 | 4,6861 | 4,5652 |
| RUB | Russland | 75,65530 | 84,0695 | 73,1206 | 87,1527 |
| SEK | Schweden | 11,12180 | 10,2503 | 10,6296 | 10,1465 |
| SGD | Singapur | 1,43000 | 1,5279 | 1,4512 | 1,5891 |
| TRY | Türkei | 19,96490 | 15,2335 | 17,4088 | 10,5124 |
| USD | USA | 1,06660 | 1,1326 | 1,0530 | 1,1827 |
Unternehmenszusammenschlüsse
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Der Erwerber bewertet die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens.
Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, wird die Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen und wirtschaftlichen Gegebenheiten beurteilt.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden. Dieser wird jährlich oder anlassbezogen einem Impairment Test unterzogen (Impairment-Only-Approach), der die Werthaltigkeit überprüft. Bei fehlender Werthaltigkeit wird eine Wertminderung vorgenommen. Liegt die übertragene Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Saldos aus erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden, ist der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam zu erfassen.
Bei sukzessiven Unternehmenserwerben wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen.
Direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, zuzuordnende Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode des Anfalls als Aufwand erfasst.
Im Konzern gab es keine Vermögenswerte, denen Fremdkapitalkosten direkt zugeordnet wurden. Der nicht zugeordnete Anteil an Fremdkapitalkosten war unwesentlich.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, inklusive dem Geschäfts- oder Firmenwert, werden jährlich sowie zusätzlich beim Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen über einen Impairment Test auf Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt.
Die Nutzungsdauern betragen wie im Vorjahr bei den Patenten grundsätzlich 20 Jahre, sofern keine geringere gesetzliche Schutzfrist besteht, bei Software 3 bis 8 Jahre und bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten 3 bis 20 Jahre. Die Abschreibung dieser Vermögengegenstände erfolgt ausschließlich linear.
Zur Ermittlung der Wertminderungen wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit, CGU), welche die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten darstellt, die Mittelzuflüsse erzeugen, die unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind, einschließlich des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts, dem erzielbaren Betrag der CGU gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag einer CGU ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, der wiederum auf Basis von diskontierten zukünftigen Cashflows ermittelt wurde. Zum Bilanzstichtag wurde der erzielbare Betrag über den Nutzungswert ermittelt.
Sofern der Wertminderungsbedarf aus der Ermittlung des Nutzungswerts der CGU höher als der Geschäfts- oder Firmenwert ist, wird die darüber hinausgehende Wertminderung, unter Berücksichtigung der Fair Values der Vermögenswerte als Wertuntergrenze, auf die verbleibenden Vermögenswerte der CGU verteilt.
Die CGUs entsprechen außer bei der Sto SE & Co. KGaA, der Ströher und der Sto China den rechtlichen Einheiten. Die CGU Sto SE & Co. KGaA setzt sich zusammen aus der Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen, der Verotec GmbH, Lauingen, und der StoCretec GmbH, Kriftel. Die CGU Ströher besteht aus der Ströher GmbH, Dillenburg, der GEPADI Fliesen GmbH, Dillenburg, sowie der Ströher Produktions GmbH & Co. KG, Dillenburg. Die CGU Sto China besteht aus der Shanghai Sto Ltd., Shanghai, der Langfang Sto Building Material Co. Ltd., Langfang, sowie der Wuhan Sto Building Material Co. Ltd., Wuhan.
Eine 5-Jahres-Planung zum 31. Dezember 2022 für die Geschäftsjahre 2023 bis 2027 der jeweiligen CGUs unter Berücksichtigung der Erwartung einer sich positiv entwickelnden Nachfrage nach Wärmedämmung sowie der Planung von Erhaltungsinvestitionen ist aufgrund der bestmöglichen Berücksichtigung aller intern und extern vorhandenen Informationen in der Regel der Ausgangspunkt für die Wertermittlung. Dabei wurde auf externe Faktoren wie auf der Konjunkturlage basierende Prognosen zur Ermittlung der Umsätze und Roherträge abgestellt. Die wesentlichen auf internen Faktoren basierenden Prognosen betrafen Erfahrungswerte bezüglich eines stetigen Umsatzwachstums sowie Rohertragsentwicklungen auf Basis der 5-Jahres-Planung. Für die CGUs wurden moderate Wachstumsraten von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) für den über den Planungshorizont hinausgehenden Zeitraum unterstellt, da dies die steigende Unsicherheit späterer Perioden hinreichend reflektiert.
Für die Abzinsung der Cashflows wurden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (WACC nach Steuern) als Diskontfaktor verwendet, die um länderspezifische Unterschiede differierten. Ausgehend vom jeweiligen WACC nach Steuern wurde mittels Iteration der implizite WACC vor Steuern ermittelt. Der WACC berücksichtigt Eigenkapitalkosten, die einen risikofreien Basiszins, das jeweilige Länderrisiko und das unternehmerische Risiko (Marktrisikoprämie multipliziert mit einem spezifischen Betafaktor) beinhalten, sowie Fremdkapitalkosten. Der WACC vor Steuern lag zwischen 9,4 % und 17,9 % (Vorjahr: 7,4 % bis 11,5 %).
Bei den aufgrund der vorhandenen Goodwills signifikanten CGUs Sto SE & Co. KGaA, Beissier S.A.S. und Unitex Australia Pty Ltd wurden folgende Vorsteuerzinssätze zugrunde gelegt: Sto SE & Co. KGaA 12,8 % (Vorjahr: 9,1 %), Beissier S.A.S. 13,9 % (Vorjahr: 10,5 %), Unitex Australia Pty Ltd 12,0 % (Vorjahr: 9,6 %).
Im Rahmen des Impairment Tests der CGU VIACOR Polymer GmbH wurde ein erzielbarer Betrag von 9.408 TEUR ermittelt. Der Buchwert der CGU wurde durch eine Wertminderung des Firmenwerts von 1.445 TEUR und durch eine Wertminderung des Kundenstamms von 447 TEUR reduziert. Der auf den erzielbaren Betrag zusätzliche Wertminderungsbedarf von 85 TEUR konnte keinen weiteren Vermögenswerten zugeordnet werden.
Bei den Impairment Tests der CGUs Liaver GmbH & Co. KG und Sto China wurden erzielbare Beträge von 20.344 TEUR bzw. 8.322 TEUR ermittelt. Die Buchwerte der CGUs wurden durch Wertminderungen der Firmenwerte von 1.437 TEUR bzw. 675 TEUR reduziert. Der auf die erzielbaren Beträge zusätzliche Wertminderungsbedarf von 96 TEUR bzw. 16 TEUR konnte keinen weiteren Vermögenswerten zugeordnet werden.
Die erzielbaren Beträge der wertgeminderten CGUs entsprechen den Nutzungswerten.
Der für die Cashflow-Prognose verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt für die VIACOR Polymer GmbH 12,49 %, die Liaver GmbH & Co. KG 12,25 % und die Sto China 12,09 %. Ursache für die Wertminderungen waren verringerte Margenerwartungen und gestiegene Kapitalkosten.
Bei allen anderen CGUs haben Sensitivitätsanalysen ergeben, dass auch bei abweichenden Annahmen kein Wertminderungsbedarf für die Geschäfts- oder Firmenwerte bestand. Im Rahmen der Sensitivitätsanalysen wurden eine Erhöhung der durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern um 0,5 %-Punkte (Vorjahr: 0,5 %-Punkte) und ein Umsatzrückgang von 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) zugrunde gelegt.
Im Vorjahr wurde im Rahmen des Impairment Tests bei der CGU JONAS Farben GmbH ein erzielbarer Betrag von 28.347 TEUR ermittelt. Der Buchwert der CGU wurde durch eine Wertminderung des Firmenwerts von 10.009 TEUR auf den erzielbaren Betrag reduziert.
Der erzielbare Betrag der wertgeminderten CGU entsprach dem Nutzungswert.
Der für die Cashflow-Prognose verwendete Abzinsungssatz vor Steuern betrug für die JONAS Farben GmbH 8,73 %. Ursache für die Wertminderungen waren verringerte Umsatzerwartungen und gestiegene Kapitalkosten.
Die wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte sind in der Tz. (13) aufgeführt.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen.
Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis und Anschaffungsnebenkosten, einschließlich Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner Verwendung zu bringen.
Die Herstellungskosten umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören die Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.
Abschreibungen werden über die nachfolgenden Nutzungsdauern linear berechnet.
| Nutzungsdauer | |
| Gebäude | 20 bis 30 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen | 8 bis 12 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8 bis 10 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Die Nutzungsdauern und Restbuchwerte werden regelmäßig überprüft. Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst. Anlagen im Bau sind den Sachanlagen zugeordnet und werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen. Eine Abschreibung erfolgt erst ab dem Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft.
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
Derartige Finanzanlagen bezogen sich auf ein Gemeinschaftsunternehmen, bei dem eine vertragliche Vereinbarung bezüglich der gemeinschaftlichen Führung des Unternehmens besteht.
Die Anteile werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bilanziert. Anschließend wird der Buchwert der Anteile jährlich um anteilige Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden, Wertminderungen und sonstige Eigenkapitalveränderungen angepasst. Ein Wertminderungsaufwand wird als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert der Anteile erfolgswirksam erfasst. Sofern die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen oder sich die Wertminderung verringert hat, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst.
Wertminderung von Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielbar ist. Sofern der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert.
Der Nettoveräußerungswert ist der durch den Verkauf des Vermögenswerts erzielbare Betrag abzüglich anfallender Veräußerungskosten, während der Nutzungswert den Barwert der künftigen Cashflows aus der Nutzung zuzüglich des Restwerts am Ende der Nutzungsdauer darstellt. Der erzielbare Betrag wird entweder für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt, falls dieser von anderen Vermögenswerten unabhängige Zahlungsmittel erwirtschaftet, oder für die gesamte zahlungsmittelgenerierende Einheit.
Sofern die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen oder die Wertminderung sich verringert hat, wird eine Wertaufholung als Ertrag erfasst. Auf einen Geschäfts- oder Firmenwert wird keine Wertaufholung vorgenommen.
Leasing
Gemäß IFRS 16 werden für alle materiellen Leasingverhältnisse Vermögenswerte für Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten zu Barwerten für eingegangene Zahlungsverpflichtungen bilanziert. Von dem in IFRS 16.4 geschaffenen Wahlrecht, Immaterielle Vermögenswerte aus dem Anwendungsbereich des IFRS 16 auszunehmen, wird grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:
| ― |
Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize; |
| ― |
variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind; |
| ― |
erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien; |
| ― |
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingestuft wurde; |
| ― |
etwaige Strafzahlungen wegen vorzeitiger Beendigung des Leasingverhältnisses. |
Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Bei der Ermittlung der Grenzfremdkapitalzinssätze wurden Referenzzinssätze für einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren aus den Renditen deutscher und US-amerikanischer Staatsanleihen herangezogen. Länder, die weder dem europäischen noch dem US-amerikanischen Währungsraum angehören, wurden näherungsweise auf Basis der länderspezifischen Renditen von Staatsanleihen den beiden Währungsräumen zugeordnet. Die Referenzzinssätze wurden um eine Risikoprämie ergänzt.
Der Zinsaufwand wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.
Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
| ― |
Leasingverbindlichkeit, |
| ― |
bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize und |
| ― |
anfängliche direkte Kosten. |
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Das Nutzungsrecht wird linear über die Laufzeit des Leasingvertrags oder, falls kürzer, über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des geleasten Vermögenswerts abgeschrieben. Nutzungsdauer und Restbuchwert von unbefristeten Verträgen werden alle zwei Jahre auf Basis der 5-Jahres-Planung evaluiert.
Für Leasingverhältnisse, deren Laufzeit maximal zwölf Monate beträgt oder welche sich auf geringwertige Vermögenswerte bis zu 5 TEUR beziehen, nimmt der Konzern die Erleichterungsvorschriften des IFRS 16.6 in Anspruch und erfasst die Leasingzahlungen dieser Verträge aufwandswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Bei Verträgen, die sowohl Leasing- als auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, verzichtet der Konzern auf den praktischen Behelf des IFRS 16.15 und nimmt eine Trennung der Leasingkomponenten von den Nicht-Leasingkomponenten vor.
Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgte wie nachfolgend dargestellt:
| ― |
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe sowie Handelswaren: − Gewichteter Durchschnittspreis |
| ― |
Fertige und Unfertige Erzeugnisse: Material- und Lohneinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten, basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten. |
Vorräte wurden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der im normalen Geschäftsablauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist nach IFRS 9 ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt und der nicht zwingend schriftlich abgefasst sein muss. Wertminderungen erfolgen auf Basis der Expected-Credit-Loss-Methode, in dem zukünftige Zahlungsausfälle bereits zum Abschlussstichtag antizipiert werden oder indem konkret vorliegende Risiken durch eine Einzelwertberichtigung erfasst werden.
Finanzielle Vermögenswerte werden in folgende Kategorien unterteilt:
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Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair Value Through Profit and Loss = FVTPL) |
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Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair Value through Other Comprehensive Income = FVOCI) |
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (Financial Assets at Amortized Cost = FAAC) |
Finanzielle Verbindlichkeiten werden in folgende Kategorien unterteilt:
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Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Through Profit and Loss = FLTPL) |
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Amortized Cost = FLAC) |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente beinhalten zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, Derivate sowie finanzielle Vermögenswerte, für die beim erstmaligen Ansatz die Fair-Value-Option gewählt wurde.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn das Geschäftsmodell auf die Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte in naher Zukunft ausgelegt ist oder die Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Gewinne und Verluste in dieser Kategorie werden erfolgswirksam erfasst.
Eine Umgliederung in zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente ist abhängig von der Art des Vermögenswerts und wirkt sich nicht auf Finanzinstrumente aus, die in Ausübung der Fair-Value-Option als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden.
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte werden als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das Geschäftsmodell auf das Halten und die Veräußerung von Vermögenswerten zur Erzielung von Zahlungsströmen abzielt und die Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen.
Finanzinstrumente in dieser Kategorie werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und Wertänderungen werden zunächst erfolgsneutral in den Rücklagen erfasst. Bei der Ausbuchung eines Fremdkapitalinstruments werden die angesammelten Gewinne oder Verluste in die GuV umgegliedert ("Recycling"). Bei der Ausbuchung eines Eigenkapitalinstruments verbleiben die angesammelten Gewinne oder Verluste ohne Umgliederung im Eigenkapital.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten ist das Geschäftsmodell auf das Halten von Vermögenswerten zur Generierung von Zahlungsströmen ausgelegt, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen und bei denen die Fair-Value-Option nicht ausgeübt wird.
Nach ihrer erstmaligen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn ein finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist sowie im Rahmen von Amortisationen.
Die Designation der Finanzinstrumente erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Zulässige und erforderliche Umwidmungen werden zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.
Forderungen und Verbindlichkeiten werden saldiert, wenn die Aufrechnungsvoraussetzungen des IAS 32 erfüllt sind.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden.
Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Designation als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert keinen Gebrauch gemacht.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten angesetzt und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Tilgungen sowie unter Berücksichtigung von Disagien und Agien bewertet.
Gewinne oder Verluste werden im Zeitpunkt der Ausbuchung oder des Abgangs erfolgswirksam erfasst. Eine Ausbuchung erfolgt, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung nicht mehr existiert.
Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt, um das Risiko von Cashflow-Schwankungen von höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktionen abzusichern.
Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses werden die derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden erfolgswirksam, unter Bezugnahme auf aktuelle Devisenterminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen, zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei wird ein Vermögenswert bzw. eine Verbindlichkeit in Verbindung mit einem Aufwand bzw. einem Ertrag bilanziert.
Im Geschäftsjahr 2022 bestanden keine Sicherungsbeziehungen, welche die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von derivativen Vermögenswerten sowie zur Veräußerung dienenden Geldanlagen, wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Erfassung von Wertminderungen basiert auf Schätzungen zu erwarteten Kreditausfällen (Expected-Credit-Loss-Model) für sämtliche zu at Amortized Cost bewerteten finanziellen Vermögenswerten sowie für Fair Value through Other Comprehensive Income bewertete Schuldinstrumente. Zur Ermittlung der Risikovorsorge nach IFRS 9 ist ein Drei-StufenModell vorgesehen. Eine Risikovorsorge wird demgemäß auf Stufe 1 auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet bzw. auf Stufe 2 auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem Erstansatz wesentlich verschlechtert hat, oder auf Stufe 3, falls eine konkrete Ausfallgefährdung des Finanzinstruments vorlag.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Vereinfachungsvorschrift in Anspruch genommen, gemäß der die über die Restlaufzeit des Finanzinstruments erwarteten Kreditverluste erfasst wurden. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten waren zum einen Geldanlagen mit gutem Rating und entsprechend niedrigem Ausfallrisiko vorhanden, bei denen die erwarteten Kreditverluste gemäß Stufe 1 ermittelt wurden. Die Verlustantizipation wurde über Credit Default Swaps vorgenommen, in dem die zur Absicherung erforderlichen Kosten als Risikovorsorge angesetzt wurden. Zum anderen waren in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen an assoziierte Unternehmen sowie debitorische Kreditoren und Boni und Gutschriften enthalten, bei denen die Risikovorsorge gemäß Stufe 1 und anhand der von Creditreform ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen wurde.
Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nach IFRS 9 über historische Ausfallraten des Konzerns für definierte Zeiträume von Überfälligkeiten ermittelt und anschließend als Wertminderung aufwandswirksam erfasst. Dabei wurde ein längerfristiger Analysezeitraum mit der Einbeziehung länderspezifischer Daten zugrunde gelegt. Aufgrund der Konstanz des Geschäftsmodells sowie einer diversifizierten Kundenstruktur konnten die ermittelten historischen Ausfalldaten grundsätzlich in die Zukunft fortgeschrieben werden, wobei auch überprüft wurde, ob makroökonomische sowie länderspezifische Faktoren einen Einfluss auf die Ausfallraten haben könnten und gegebenenfalls bei der Ermittlung der Wertberichtigungen zu berücksichtigen sind. Die zum Bilanzstichtag zugrunde gelegten Ausfallwahrscheinlichkeiten spiegelten die vorhandenen Risiken in angemessener Weise wider.
Auf Basis des Geschäftsmodells sowie der Branchenzugehörigkeit ergab sich für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos ab einer Überfälligkeit von mehr als einem Jahr. Bei einer Überfälligkeit von mehr als 30 Tagen trat keine signifikante Steigerung der Ausfallwahrscheinlichkeit auf, da der Konzern im Projektgeschäft tätig war und es hierbei branchenüblich zu zeitlichen Verzögerungen zwischen der Fertigstellung und der Abnahme der Leistung durch den Auftraggeber kam. Die Ausfallrisiken werden bei Bedarf angepasst.
Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen, wenn objektive, substanzielle Hinweise darauf schließen ließen, dass eine Wertminderung einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen vorlag. Solche substanziellen Hinweise umfassten beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder einen Vertragsbruch wie den Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen. Zusätzlich hing die Höhe der Wertminderungen von der jeweiligen Mahnstufe der zugrunde liegenden Forderung ab. Zur endgültigen Ausbuchung einer Forderung kam es bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, der Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung des Schuldners oder sofern aus anderen Gründen absehbar war, dass es zu keinem Geldeingang kommen wird. Ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden weiterhin regelmäßig auf die Möglichkeit einer Eintreibung überprüft.
Zudem erfolgte eine Bonitätsprüfung von Kunden über die Einholung von Auskünften bei Auskunfteien sowie bei verschiedenen Gesellschaften über eine Kreditmanagementsoftware, die zudem zur Festlegung des Kreditrahmens verwendet wurde. Bei der Überschreitung des individuellen Kreditrahmens erfolgte eine Freigabe weiterer Lieferungen in der Regel erst nach einer Einzelfallprüfung.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten, einschließlich kurzfristiger liquider Anlagen mit ursprünglichen Laufzeiten von maximal drei Monaten, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und keinen wesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Die Wertminderungen wurden über die Kosten der Absicherung anhand von Credit-Default-Swaps mit zwölfmonatiger Laufzeit ermittelt.
Eigene Anteile
Die von der Sto SE & Co. KGaA erworbenen eigenen Anteile wurden vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf sowie die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.
Pensionsrückstellungen
Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen von leistungsorientierten Zusagen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen bei der Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden die am Bilanzstichtag bestehenden Rentenverpflichtungen und erworbenen Anwartschaften unter anderem auf Grundlage der durchschnittlichen Lebenserwartung, der künftigen Entgelt- und Rentensteigerungen, des erwarteten Renteneintrittsalters sowie der voraussichtlichen Fluktuation ermittelt. Basis für die Schätzung der durchschnittlichen Lebenserwartung bilden anerkannte biometrische Modelle.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung von Annahmen werden nach der Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Beim Planvermögen handelt es sich um qualifizierte Versicherungspolicen, die vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt sind und nicht an den Konzern ausgezahlt werden können. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Barwert der abgedeckten Verpflichtung entspricht.
Sonstige Rückstellungen
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe geschätzt werden kann.
Sofern der Zinseffekt in Zusammenhang mit der Erfüllung der Verpflichtung eine wesentliche Auswirkung hat, wird der Barwert der erwarteten Ausgaben, der auch erwartete Kostensteigerungen umfasst, angesetzt. Der Abzinsung liegen risikolose Zinssätze zugrunde.
Sofern die Voraussetzungen zur Bildung einer Rückstellung nicht gegeben sind, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen jedoch nicht unwahrscheinlich ist, werden die entsprechenden Verpflichtungen unter den Eventualschulden ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden gemäß der Effektivzinsmethode berücksichtigt.
Latente Steuern
Latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet (Temporary-Konzept).
Aktive latente Steuern sind auf Verlustvorträge zu erfassen, sofern eine Nutzung wahrscheinlich ist. Sie werden nicht gebildet, wenn eine temporäre Differenz aus einem Geschäftsoder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das handelsrechtliche Ergebnis auswirkt.
Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem bestimmten Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Beurteilung der Aktivierungsfähigkeit.
Passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen entstehen, es sei denn, dass das Mutterunternehmen die Umkehrung der temporären Differenz steuern kann und die Umkehr in einem bestimmten Zeitraum unwahrscheinlich ist.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen und ein einklagbares Recht besteht, Steuererstattungsansprüche gegen Steuerschulden aufzurechnen.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze im Realisierungszeitpunkt sowie auf Basis des zu diesem Zeitpunkt geltenden Steuerrechts.
Latente Steuern werden als Ertrag bzw. Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte. In diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen ist.
Bei der Herstellung von Produkten und Systemen für Wärmedämmung und Gebäudebeschichtung resultieren die Erlöse aus Verträgen mit Kunden hauptsächlich aus Warenlieferungen, welche grundsätzlich im Zeitpunkt der Lieferung erfasst werden. Die Zahlung erfolgt in der Regel 30 bis 90 Tage nach Lieferung. Zudem werden in geringem Umfang Dienstleistungen erbracht, für welche die Umsatzerlöse im Zeitraum der Leistungserbringung erfasst werden.
Manche Verträge sind so ausgestaltet, dass sowohl eine originäre Warenlieferung als auch eine zugehörige Handwerkerleistung erbracht werden. Es handelt sich hierbei um gesamthaft zu bilanzierende Leistungsverpflichtungen, da Lieferung und Verarbeitung der Materialien gemäß der zugrunde liegenden Vereinbarung zusammengehörig sind. Die Umsatzrealisierung erfolgt nach kompletter Leistungserbringung.
Für einen unwesentlichen Teil von Projekten werden Erträge und Aufwendungen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades über die Laufzeit erfasst. Die Erfassung der Aufwendungen und Erträge erfolgt dabei gemäß der bis zum Abschlussstichtag angefallenen Kosten in Relation zu den insgesamt anfallenden Kosten.
Dem Konzern oblag die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung für die Behebung von Mängeln. Für daraus erwartete Aufwendungen wurden Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus gewährte der Konzern in seltenen Fällen über den gesetzlich vorgegebenen Zeitraum hinausgehende Gewährleistungen. Hierbei handelte es sich um separate Leistungsverpflichtungen des Konzerns, für welche die Umsatzerlöse fallweise als Vertragsverbindlichkeiten abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam realisiert wurden.
Die Höhe der erfassten Umsatzerlöse entspricht der Gegenleistung, die der Konzern im Austausch für die Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhält. Enthält eine vertragliche Gegenleistung eine variable Komponente, bestimmt der Konzern die Höhe der Gegenleistung, die ihm im Austausch für die Übertragung der Güter und Dienstleistungen zusteht. Die variable Gegenleistung wird zu Vertragsbeginn geschätzt und darf nur in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass es bei den Erlösen zu keiner signifikanten Änderung kommt bzw. die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung gering ist.
Bei der Bestimmung von Transaktionspreisen werden vom vereinbarten Preis, sowohl beim separaten Verkauf von Waren oder Dienstleistungen als auch beim kombinierten Verkauf, erwartete Rabatte und Preisnachlässe nach dem Grundsatz der Einzelbewertung abgegrenzt, ohne dass hierfür Umsatzerlöse erfasst werden.
Die von den Kunden zu erhaltenden Zahlungen sind grundsätzlich kurzfristig, d.h. es wird bei Vertragsbeginn erwartet, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung des Guts oder der Dienstleistung und der Bezahlung maximal ein Jahr beträgt. Insoweit nimmt der Konzern die Erleichterungsregelung des IFRS 15 in Anspruch und verzichtet auf die Diskontierung der Gegenleistung.
Der Konzern nimmt außerdem die Erleichterungsregelung des IFRS 15.121 in Anspruch und veröffentlicht keine Angaben zu verbleibenden Leistungsverpflichtungen, deren zugrunde liegende Verträge eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben.
Andere Erträge als solche aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben.
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten
Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses.
Betriebliche Aufwendungen werden erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Wesentliche Aufgaben des Forschungs- und Entwicklungsbereichs sind die Suche nach alternativen Materialien, Produkten und Verfahren. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden ergebniswirksam behandelt, da eine Aktivierung der Entwicklungskosten als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 aufgrund fehlender Erfüllung der Ansatzkriterien nicht in Betracht kam. Bei den in Frage kommenden Entwicklungsprojekten herrscht erst zu einem späten Zeitpunkt Klarheit darüber, ob die Bedingungen zum Ansatz erfüllt sind, sodass die davor angefallenen Aufwendungen nicht aktivierungsfähig sind und andererseits die ab diesen Zeitpunkt anfallenden Aufwendungen relativ gering sind. Im Berichtsjahr wurden 15,9 Mio. EUR (Vorjahr: 14,6 Mio. EUR) ergebniswirksame Forschungs- und Entwicklungskosten gebucht.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 erfasst, wenn Sicherheit besteht, dass die Bedingungen für die Zuwendung in Form von Auflagen erfüllt werden und diese auch gewährt werden.
Aufwandsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam in der Periode vereinnahmt, in der die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen. Die zu erfüllenden Auflagen werden bei Abruf des Zuschusses überprüft, um späteren Rückzahlungen vorzubeugen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wertaufhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Anhang angegeben.
Ermessensentscheidungen des Managements
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses waren vom Management Ermessensentscheidungen zu treffen, die sich auf Ausweis und Bewertung der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode auswirkten.
Dies betraf die Segmentberichterstattung nach IFRS 8, bei der die operativen Geschäftssegmente entsprechend der internen Unternehmenssteuerung und dem dieser Steuerung folgenden internen Reporting in Westeuropa, Nord-/Osteuropa und Amerika/Asien/Pazifik eingeteilt wurden.
Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten Finanzinstrumente, welche die Geschäftsmodellbedingung sowie die Zahlungsstrombedingung erfüllen. Sie wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente klassifiziert.
Schätzungen und Annahmen des Managements
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Schätzungen und Annahmen auf Basis verfügbarer Informationen zu treffen, die sich auf Ausweis und Bewertung der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten in den nachfolgenden Bereichen auswirken.
Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände und die als wahrscheinlich erachtete Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt.
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Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten |
Sofern der Buchwert über dem Nutzungswert liegt, erfolgt als weiterer Werthaltigkeitstest ein Vergleich des Nutzungswerts mit dem beizulegenden Zeitwert. Der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten liegen Daten aus bindenden Veräußerungsgeschäften zwischen unabhängigen Geschäftspartnern über ähnliche Vermögenswerte oder beobachtbare Marktpreise abzüglich direkt zurechenbarer Kosten für den Verkauf des Vermögenswerts zugrunde. Zur Berechnung des Nutzungswerts wird die Discounted-Cashflow-Methode verwendet. Die Cashflows werden aus dem Finanzplan der nächsten fünf Jahre, jedoch ohne Erweiterungsinvestitionen, abgeleitet. Der Nutzungswert ist zudem abhängig von dem Diskontierungssatz sowie der Wachstumsrate.
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Steuern |
Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse.
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Pensionsleistungen |
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie der Barwert der Pensionsverpflichtung werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Zu diesen Parametern zählen unter anderem künftige Abzinsungssätze, Sterblichkeitsrate, erwartetes Renteneintrittsalter und künftige Rentensteigerungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung und der Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung sensibel auf Abweichungen dieser Annahmen.
Bei der Ermittlung des Diskontierungssatzes orientierte sich das Management an Zinssätzen von Unternehmensanleihen in der jeweiligen Währung mit mindestens AA-Rating, wobei diese durch Extrapolation an die erwartete Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung angepasst wurden.
Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das jeweilige Land. Künftige Lohn-, Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Das Renteneintrittsalter wird unter Zugrundelegung der jeweiligen unternehmensspezifischen Erfahrungswerte sowie der zukünftigen Erwartungen ermittelt.
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Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten |
Sofern der beizulegende Zeitwert in der Bilanz erfasster finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten nicht mit Hilfe von Daten eines aktiven Markts bestimmt werden kann, wird er unter Verwendung von Bewertungsverfahren einschließlich der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Die in das Modell eingehenden Parameter stützen sich soweit wie möglich auf beobachtbare Marktdaten.
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Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 gebildet, um erwartete Verluste zu erfassen. Grundlage für die Beurteilung der Wertberichtigungen sind pauschalierte Ausfallraten auf Basis von Fälligkeiten in Verbindung mit Erfahrungen in Bezug auf Ausfälle in der Vergangenheit sowie Veränderungen des Zahlungsverhaltens von Kunden.
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Rückstellungen |
Rückstellungen für Gewährleistungen werden gebildet, wenn der Eintritt einer Verpflichtung wahrscheinlich ist. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit sowie die Höhe beruht auf Erfahrungswerten, externen Experten sowie aktuell verfügbaren Informationen. Bei Gewährleistungsrückstellungen basieren diese Parameter auf Erfahrungswerten für Reklamationen und aktuell verfügbaren Informationen. Zudem bestehen bei gerichtsanhängigen Schadensfällen Unsicherheiten bezüglich eventueller Ausgleichzahlungen sowie der Laufzeit der Verfahren.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses beinhalteten die Annahmen und Schätzungen keine bedeutenden Risiken, die zu einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr hätten führen müssen.
Konzern-Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2022
| Angaben zu den geografischen Segmenten nach Absatzmärkten | Westeuropa | Nord-/Osteuropa | Amerika/Asien/Pazifik | |||
| in TEUR | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.405.267 | 1.246.458 | 177.833 | 155.891 | 204.286 | 188.180 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 56.525 | 45.748 | 2.634 | 2.082 | 1 | 51 |
| Segmentumsatz | 1.461.792 | 1.292.206 | 180.467 | 157.973 | 204.287 | 188.232 |
| EBITDA | 163.221 | 156.658 | 20.937 | 22.220 | 10.559 | 14.514 |
| Abschreibungen | 49.346 | 53.939 | 7.919 | 7.761 | 7.564 | 6.366 |
| EBIT | 113.875 | 102.719 | 13.018 | 14.459 | 2.995 | 8.148 |
| Zinserträge | 1.950 | 1.059 | 392 | 89 | 747 | 316 |
| Zinsaufwendungen | 3.939 | 2.739 | 557 | 222 | 372 | 274 |
| EBT | 111.886 | 101.039 | 12.853 | 14.326 | 3.370 | 8.189 |
| Segmentvermögen | 833.994 | 807.462 | 110.090 | 114.601 | 130.260 | 129.033 |
| Investitionen | 39.676 | 35.081 | 1.851 | 2.481 | 5.892 | 4.370 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 4.394 | 4.360 | 617 | 623 | 724 | 714 |
| Angaben zu den geografischen Segmenten nach Absatzmärkten | Überleitungs-/Konsolidierungsbuchungen | Konzern | ||
| in TEUR | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 0 | 0 | 1.787.386 | 1.590.529 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | - 59.160 | - 47.882 | 0 | 0 |
| Segmentumsatz | - 59.160 | - 47.882 | 1.787.386 | 1.590.529 |
| EBITDA | - 208 | - 857 | 194.509 | 192.535 |
| Abschreibungen | 0 | 0 | 64.829 | 68.067 |
| EBIT | - 208 | - 857 | 129.680 | 124.468 |
| Zinserträge | - 1.453 | - 815 | 1.636 | 648 |
| Zinsaufwendungen | - 1.453 | - 815 | 3.414 | 2.420 |
| EBT | 190 | 4.382 | 128.299 | 127.936 |
| Segmentvermögen | 23.362 | 33.610 | 1.097.706 | 1.084.706 |
| Investitionen | 0 | 0 | 47.419 | 41.930 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 0 | 0 | 5.735 | 5.697 |
Die Segmentberichterstattung wird in der Tz. (33) erläutert.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Im Rahmen der Segmentberichterstattung sind die Umsatzerlöse des Konzerns nach den geografischen Absatzmärkten dargestellt. Die Umsatzerlöse des Konzerns nach den Produktgruppen stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Fassadensysteme | 856.212 | 739.966 |
| Fassadenbeschichtungen | 402.040 | 354.606 |
| Innenraum | 258.940 | 247.938 |
| Übrige Produktgruppen | 270.194 | 248.019 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.787.386 | 1.590.529 |
(2) Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich analog dem Vorjahr im Wesentlichen aus der Eigenleistung für erstellte Technische Anlagen und Maschinen sowie Gebäude.
(3) Sonstige betriebliche Erträge
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden | 9.883 | 7.094 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 8.790 | 6.966 |
| Eingänge von ausgebuchten Forderungen | 384 | 466 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 1.925 | 1.041 |
| Erträge aus Weiterberechnungen an Dritte | 33 | 4 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 395 | 2.960 |
| Übrige betriebliche Erträge | 7.482 | 7.030 |
| Sonstige betriebliche Erträge gesamt | 28.892 | 25.561 |
Bei den Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt es sich im Wesentlichen um Zuschüsse für Forschungstätigkeiten. Diese Zuschüsse sind teilweise mit Auflagen verbunden. Wir gehen davon aus, dass diese erfüllt werden.
(4) Materialaufwand
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 434.702 | 379.675 |
| Bezogene Waren | 439.688 | 369.670 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren gesamt | 874.390 | 749.345 |
| Leihpersonal | 6.059 | 6.113 |
| Lohnfertigung | 4.351 | 5.057 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen gesamt | 10.410 | 11.170 |
| Materialaufwand gesamt | 884.800 | 760.515 |
(5) Personalaufwand
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | 350.588 | 330.195 |
| Soziale Abgaben | 46.927 | 44.602 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 30.729 | 30.175 |
| Personalaufwand gesamt | 428.244 | 404.972 |
Als Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung werden im Wesentlichen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, wie unter Tz. (24) erläutert, ausgewiesen.
Beschäftigtenzahlen im Jahresdurchschnitt
| Anzahl | 2022 | 2021 |
| Arbeitnehmer | 5.541 | 5.478 |
| Auszubildende | 245 | 242 |
| Beschäftigte gesamt | 5.786 | 5.720 |
(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Vertriebskosten | 150.848 | 131.412 |
| Verwaltungskosten | 61.484 | 55.898 |
| Mieten und Leasingaufwendungen inklusive Nebenkosten | 20.341 | 14.479 |
| Betriebskosten | 38.958 | 36.743 |
| Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten | 2.555 | 1.758 |
| Sonstige Personalkosten | 9.251 | 7.520 |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 10.152 | 8.041 |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 367 | 289 |
| Übrige Aufwendungen | 16.231 | 13.397 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt | 310.187 | 269.537 |
In der Position Vertriebskosten sind im Wesentlichen Ausgangsfrachten, Werbe- und Reisekosten sowie Garantieleistungen enthalten.
Die Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen enthalten im Wesentlichen Verluste aus Kursveränderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie Kursverluste aus der Bewertung zum Stichtagskurs.
(7) Wertminderungsaufwand (netto) finanzielle Vermögenswerte
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Aufwendungen für Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte | - 8.134 | - 8.280 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte | 3.828 | 5.383 |
| Wertminderungsaufwand (netto) finanzielle Vermögenswerte gesamt | - 4.306 | - 2.897 |
Bezüglich weiterer Erläuterungen zu den Risiken in Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte wird auf Tz. (31) sowie Tz. (34) verwiesen.
(8) Abschreibungen
In der Position sind neben den Abschreibungen auch Wertminderungen auf nichtfinanzielle Vermögenswerte enthalten. Entsprechend ermittelt sich das EBITDA vor Zinsergebnis, Abschreibungen und Wertminderungen auf nichtfinanzielle Vermögenswerte.
Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte ist den Erläuterungen der jeweiligen Position zu entnehmen.
Im Berichtsjahr ergab der Impairment Test eine Wertminderung des Firmenwerts der VIACOR Polymer GmbH von 1.445 TEUR, des Firmenwerts der Liaver GmbH & Co. KG von 1.437 TEUR und des Firmenwerts der CGU Sto China von 675 TEUR. Im Vorjahr ergab der Impairment Test eine Wertminderung des Firmenwerts der JONAS Farben GmbH von 10.009 TEUR.
Im Berichtsjahr wurden aufgrund des durchgeführten Impairment Tests weitere Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte bei der VIACOR Polymer GmbH von 447 TEUR vorgenommen. Diese entfielen vollumfänglich auf den Kundenstamm.
Bezüglich der wesentlichen Annahmen im Zusammenhang mit dem Impairment Test verweisen wir auf Punkt 6, Darstellung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Allgemeinen Angaben.
(9) Ergebnis aus At Equity bewerteten Finanzanlagen
Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Finanzanlagen beläuft sich im Berichtsjahr auf 397 TEUR (Vorjahr: 1.779 TEUR). Im Vorjahr beinhaltete das Ergebnis aus At Equity bewerteten Finanzanlagen eine Wertaufholung des Beteiligungsansatzes der Inotec GmbH von 1.142 TEUR.
(10) Zinsergebnis sowie Übrige Finanzerträge
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.636 | 648 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 1.009 | - 1.018 |
| Zinsaufwand Pensionsverpflichtungen | - 1.299 | - 680 |
| Aufzinsung langfristige sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - 118 | - 107 |
| Zinsaufwand Leasing | - 988 | - 615 |
| Zinsergebnis gesamt | - 1.778 | - 1.772 |
Im Vorjahr waren darüber hinaus im Finanzergebnis Übrige Finanzerträge im Zusammenhang mit dem sukzessiven Unternehmenserwerb JONAS von 3.461 TEUR enthalten.
(11) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Zusammensetzung des Steueraufwands
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Tatsächlicher Steueraufwand Inland | 26.126 | 22.476 |
| Tatsächlicher Steueraufwand Ausland | 13.999 | 12.272 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 40.125 | 34.748 |
| davon periodenfremd | 10 | - 45 |
| Aufwand/Ertrag aus der Auflösung von Steuerverbindlichkeiten (periodenfremd) | - 179 | - 566 |
| Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 39.946 | 34.182 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand Inland | - 1.791 | - 819 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand Ausland | 1.064 | - 86 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | - 727 | - 905 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 39.219 | 33.277 |
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für den Veranlagungszeitraum 2022 betrug wie im Vorjahr 15,0 %. Hieraus resultierte einschließlich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag eine Steuerbelastung von 29,1 % (Vorjahr: 29,1 %).
Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 5,0 % und 35,0 % (Vorjahr: 0,0 % bis 34,0 %). Für die Bewertung der latenten Steuern wurden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. verabschiedeten Steuersätze herangezogen.
Es bestanden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 41.817 TEUR (Vorjahr: 38.783 TEUR). Verlustvorträge in Höhe von 21.174 TEUR (Vorjahr: 19.863 TEUR) sind zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 5.584 TEUR (Vorjahr: 5.980 TEUR) nur innerhalb von fünf Jahren sowie 2.417 TEUR (Vorjahr: 2.574 TEUR) nur innerhalb von zehn Jahren und 12.642 TEUR (Vorjahr: 10.366 TEUR) nur innerhalb von 20 Jahren verrechnet werden können.
Von den Verlustvorträgen wurden 29.906 TEUR (Vorjahr: 24.658 TEUR) als vorläufig nicht nutzbar eingeschätzt. Hiervon sind 11.470 TEUR (Vorjahr: 7.789 TEUR) zeitlich unbeschränkt nutzbar, während 3.813 TEUR (Vorjahr: 4.387 TEUR) nur innerhalb von fünf Jahren sowie 1.981 TEUR (Vorjahr: 2.116 TEUR) nur innerhalb von zehn Jahren und 12.642 TEUR (Vorjahr: 10.366 TEUR) nur innerhalb von 20 Jahren verrechnet werden können.
Von den als nutzbar beurteilten Verlustvorträgen entfielen 7.857 TEUR (Vorjahr: 358 TEUR) auf Gesellschaften, deren Jahresergebnis 2022 negativ war. Da es sich bei den betroffenen Gesellschaften im Wesentlichen um solche mit Gewinnhistorie handelt und auch die Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften für die folgenden Jahre positiv sind, wurden die Verlustvorträge in entsprechender Höhe als nutzbar qualifiziert.
Von dem latenten Steuerertrag entfallen auf temporäre Differenzen 843 TEUR (Vorjahr: 1.623 TEUR).
Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 9.007 TEUR (Vorjahr: 8.220 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne in der Vergangenheit stets zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt wurden und auch in der Zukunft eingesetzt werden sollen.
Latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen wurden in Höhe von 755 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR) wertberichtigt.
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:
Bilanzposition
| in TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.248 | 2.163 | 1.181 | 1.966 |
| Sachanlagen | 1.385 | 1.090 | 4.577 | 4.773 |
| Nutzungsrechte | 614 | 596 | 17.942 | 19.509 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 47 | 16 | 0 | 94 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | 377 | 429 |
| Vorräte | 2.329 | 2.299 | 275 | 224 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.117 | 2.179 | 694 | 649 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 148 | 37 | 461 | 484 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 379 | 439 | 353 | 151 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 45 | 4.637 | 11 | 0 |
| Steuerliche Sonderposten | 33 | 0 | 13 | 14 |
| Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen | 10.549 | 22.343 | 418 | 18 |
| Langfristige sonstige Rückstellungen | 194 | 295 | 69 | 67 |
| Langfristige Finanzschulden | 0 | 0 | 187 | 179 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 13.432 | 14.910 | 0 | 0 |
| Kurzfristige sonstige Rückstellungen | 1.581 | 1.840 | 454 | 424 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 244 | 238 | 0 | 4.598 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.306 | 4.470 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 179 | 33 | 3 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 2.040 | 1.925 | 6 | 0 |
| Verlustvorträge | 2.941 | 3.137 | 0 | 0 |
| Bruttowert | 44.632 | 62.793 | 27.051 | 33.582 |
| Saldierung | 25.958 | 32.596 | 25.958 | 32.596 |
| Bilanzansatz | 18.674 | 30.197 | 1.093 | 986 |
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden wurden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden bestanden hat und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und latenten Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde von demselben Steuersubjekt erhoben wurden.
Veränderung der latenten Steuern
| in TEUR | Berücksichtigung über | Gesamt | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | Eigenkapital | ||
| Stand latente Steuern am 1. Januar 2021 | 14.871 | 17.280 | 32.151 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.949 | 0 | 1.949 |
| Sachanlagen | - 911 | 0 | - 911 |
| Nutzungsrechte | - 5.167 | 0 | - 5.167 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | - 83 | 0 | - 83 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 42 | 0 | 42 |
| Vorräte | 123 | 0 | 123 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 297 | 0 | 297 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - 461 | 33 | - 428 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | - 73 | 0 | - 73 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3 | 0 | 3 |
| Steuerliche Sonderposten | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 340 | - 2.985 | - 2.645 |
| Langfristige sonstige Rückstellungen | - 86 | 0 | - 86 |
| Langfristige Finanzschulden | - 7 | 0 | - 7 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.916 | 0 | 4.916 |
| Kurzfristige sonstige Rückstellungen | 23 | 0 | 23 |
| Kurzfristige Finanzschulden | - 231 | 0 | - 231 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 443 | 0 | 443 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 151 | 0 | 151 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 329 | 0 | 329 |
| Verlustvorträge | - 718 | 0 | - 718 |
| Effekte aus Erst- und Entkonsolidierung | 0 | - 993 | - 993 |
| Währungseffekte | 60 | 66 | 126 |
| Stand latente Steuern am 31. Dezember 2021 | 15.810 | 13.401 | 29.211 |
Veränderung der latenten Steuern
| in TEUR | Berücksichtigung über | Gesamt | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | Eigenkapital | ||
| Stand latente Steuern am 1. Januar 2022 | 15.810 | 13.401 | 29.211 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 855 | 0 | 855 |
| Sachanlagen | 563 | - 23 | 540 |
| Nutzungsrechte | 1.539 | - 42 | 1.497 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 126 | 0 | 126 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 52 | 0 | 52 |
| Vorräte | - 30 | - 20 | - 50 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 82 | 0 | - 82 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - 3 | 134 | 131 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | - 249 | 0 | - 249 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 4.737 | 0 | - 4.737 |
| Steuerliche Sonderposten | 35 | 0 | 35 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 62 | - 12.288 | - 12.226 |
| Langfristige sonstige Rückstellungen | - 101 | 0 | - 101 |
| Langfristige Finanzschulden | - 8 | 0 | - 8 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | - 1.357 | 0 | - 1.357 |
| Kurzfristige sonstige Rückstellungen | - 238 | 0 | - 238 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 4.614 | 0 | 4.614 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | - 84 | 0 | - 84 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 215 | 0 | - 215 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 103 | 0 | 103 |
| Verlustvorträge | - 117 | 0 | - 117 |
| Effekte aus Erst- und Entkonsolidierung | 0 | 0 | 0 |
| Währungseffekte | - 123 | 6 | - 117 |
| Stand latente Steuern am 31. Dezember 2022 | 16.415 | 1.168 | 17.583 |
Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 128.299 | 127.936 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz: 29,1 %; Vorjahr: 29,1 %) | 37.322 | 37.217 |
| Überleitung: Steuerfreie Einnahmen und permanente Differenzen | 3.968 | 431 |
| Änderungen des Steuersatzes | 6 | - 9 |
| Abweichungen lokale Steuersätze vom Konzernsteuersatz | - 2.638 | - 3.601 |
| Latenter Steuerertrag für erstmalig aktivierte steuerliche Verlustvorträge | - 118 | - 350 |
| Steuerminderung für bisher nicht aktivierte steuerliche Verlustvorträge | - 88 | - 283 |
| Effekte aus dem Nichtansatz steuerlicher Verlustvorträge | 922 | 488 |
| Periodenfremde Steuern | - 171 | - 611 |
| Sonstige Effekte | 16 | - 5 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 39.219 | 33.277 |
| Effektiver Steuersatz (%) | 30,6 | 26,0 |
(12) Weitere Angaben
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Kommanditstammund Kommanditvorzugsaktien.
Neben den ausgegebenen Aktien sind bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie auch potenzielle Aktien (z.B. aus Optionsanleihen) zu berücksichtigen. Sowohl zum 31. Dezember 2022 als auch zum 31. Dezember 2021 gab es keine potenziellen Aktien. Somit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie jeweils dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
Kommanditstammaktien
| Anzahl | 2022 | 2021 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien - unverwässert/verwässert | 3.888.000 | 3.888.000 |
Kommanditvorzugsaktien
| Anzahl | 2022 | 2021 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien - unverwässert/verwässert | 2.538.000 | 2.538.000 |
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA | 90.091 | 92.718 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis davon aus | ||
| Kommanditstammaktien | 54.417 | 56.006 |
| Kommanditvorzugsaktien | 35.674 | 36.712 |
| in EUR | 2022 | 2021 |
| Ergebnis je Aktie - unverwässert/verwässert | ||
| Kommanditstammaktien | 14,00 | 14,40 |
| Kommanditvorzugsaktien | 14,06 | 14,46 |
Im Geschäftsjahr 2022 wurden aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 je Stammaktie 4,94 EUR (Vorjahr: 4,94 EUR), bestehend aus 0,25 EUR Basisdividende (Vorjahr: 0,25 EUR) und 4,69 EUR Sonderbonus (Vorjahr: 4,69 EUR) und 5,00 EUR je Vorzugsaktie (Vorjahr: 5,00 EUR), bestehend aus 0,31 EUR Basisdividende (Vorjahr: 0,31 EUR) und 4,69 EUR Sonderbonus (Vorjahr: 4,69 EUR), ausgeschüttet.
Die Ausschüttung betrug im Geschäftsjahr 2022 somit 19.207 TEUR an die Stammaktionäre (Vorjahr: 19.207 TEUR) sowie 12.690 TEUR an die Vorzugsaktionäre (Vorjahr: 12.690 TEUR). Die Gesamtausschüttung betrug 31.897 TEUR (Vorjahr: 31.897 TEUR).
Weitere Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Finanzinstrumente nach IFRS 7
Im Sto-Konzern werden Finanzinstrumente in folgende Klassen eingeteilt:
| ― |
Zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente |
| ― |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente |
| ― |
Finanzinstrumente mit einem Wertansatz nach IFRS 16 |
| ― |
Finanzinstrumente außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 7 (Equity Beteiligungen) |
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien des IFRS 9
Aktiva
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) | 644 | - 226 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) | 57 | - 64 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (FAAC) | - 6.436 | - 3.793 |
|
Passiva |
||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | - 313 | - 200 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLTPL) | - 1.759 | - 1.036 |
Das Nettoergebnis der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhaltet neben den Marktwertänderungen auch wechselkursbedingte Aufwendungen und Erträge aus diesen Finanzinstrumenten. Zinsaufwendungen und Zinserträge sind nicht Bestandteil des Nettoergebnisses.
Gesamtzinserträge und -aufwendungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Zinserträge | 1.499 | 585 |
| Zinsaufwendungen | 1.724 | 1.363 |
| Zinsergebnis | - 225 | - 778 |
Bezüglich weiterer Erläuterungen zu Finanzinstrumenten wird auf Tz. (31) sowie Tz. (34) verwiesen.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
(13) Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar zum 31. Dezember 2021
| in TEUR | Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen einschließlich Software | Geschäftsoder Firmenwerte | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| 1. Januar 2021 | 49.173 | 54.086 | 2.430 | 105.689 |
| Zugänge | 942 | 0 | 950 | 1.892 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 5.045 | 11.706 | 0 | 16.751 |
| Abgänge | 795 | 0 | 0 | 795 |
| Umbuchungen | 1.992 | 0 | - 1.992 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 238 | 548 | 3 | 789 |
| 31. Dezember 2021 | 56.595 | 66.340 | 1.391 | 124.326 |
| Kumulierte Abschreibungen und Verluste durch Wertminderungen | ||||
| 1. Januar 2021 | 36.751 | 13.190 | 0 | 49.941 |
| Abschreibungen für das Jahr | 2.727 | 0 | 0 | 2.727 |
| Wertminderungsaufwendungen | 261 | 10.009 | 0 | 10.270 |
| Abgänge | 795 | 0 | 0 | 795 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 104 | 463 | 0 | 567 |
| 31. Dezember 2021 | 39.048 | 23.662 | 0 | 62.710 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2020 | 12.422 | 40.896 | 2.430 | 55.748 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2021 | 17.547 | 42.678 | 1.391 | 61.616 |
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar zum 31. Dezember 2022
| in TEUR | Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen einschließlich Software | Geschäftsoder Firmenwerte | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| 1. Januar 2022 | 56.595 | 66.340 | 1.391 | 124.326 |
| Zugänge | 284 | 0 | 1.533 | 1.817 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 3.478 | 9.704 | 0 | 13.182 |
| Umbuchungen | 16 | 0 | 0 | 16 |
| Währungskursdifferenzen | 138 | 253 | - 11 | 380 |
| 31. Dezember 2022 | 53.555 | 56.889 | 2.913 | 113.357 |
| Kumulierte Abschreibungen und Verluste durch Wertminderungen | ||||
| 1. Januar 2022 | 39.048 | 23.662 | 0 | 62.710 |
| Abschreibungen für das Jahr | 2.680 | 0 | 0 | 2.680 |
| Wertminderungsaufwendungen | 447 | 3.557 | 0 | 4.004 |
| Abgänge | 3.466 | 9.704 | 0 | 13.170 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 161 | 297 | 0 | 458 |
| 31. Dezember 2022 | 38.870 | 17.812 | 0 | 56.682 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2021 | 17.547 | 42.678 | 1.391 | 61.616 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2022 | 14.685 | 39.077 | 2.913 | 56.675 |
Geschäfts- oder Firmenwerte
Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 39.077 TEUR (Vorjahr: 42.678 TEUR) entfallen auf:
Cash Generating Units
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Sto SE & Co. KGaA | 15.760 | 15.760 |
| Beissier S.A.S., La Chapelle la Reine/Frankreich | 3.635 | 3.635 |
| Unitex Australia Pty Ltd, Dandenong South/Australien | 3.332 | 3.348 |
| Südwest Lacke + Farben GmbH & Co. KG, Böhl-Iggelheim | 2.780 | 2.780 |
| Beissier S.A.U., Errenteria/Spanien | 2.679 | 2.679 |
| Sto Sp. z o.o., Warschau/Polen | 2.402 | 2.402 |
| Sto Épitöanyag Kft., Dunaharaszti/Ungarn | 1.764 | 1.764 |
| JONAS Farben GmbH, Wülfrath | 1.697 | 1.697 |
| Sto Isoned B.V., Tiel/Niederlande | 1.189 | 1.189 |
| Sto Norge AS, Langhus/Norwegen | 972 | 1.000 |
| VIACOR Polymer GmbH, Rottenburg am Neckar | 0 | 1.445 |
| Liaver GmbH & Co. KG, Ilmenau | 0 | 1.437 |
| Sonstige unter TEUR 1.000 | 2.867 | 3.542 |
| Geschäfts-/Firmenwerte gesamt | 39.077 | 42.678 |
(14) Sachanlagen
Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar zum 31. Dezember 2021
| in TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2021 | 369.837 | 228.902 | 211.693 | 23.477 | 833.909 |
| Zugänge | 8.234 | 6.993 | 13.251 | 11.563 | 40.041 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 9.951 | 5.237 | 866 | 189 | 16.243 |
| Abgänge | 7.079 | 1.607 | 10.375 | 8 | 19.069 |
| Umbuchungen | 9.818 | 11.538 | 1.297 | - 22.653 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 2.368 | 3.104 | 1.309 | 114 | 6.895 |
| 31. Dezember 2021 | 393.129 | 254.167 | 218.041 | 12.682 | 878.019 |
| Kumulierte Abschreibungen und Verluste durch Wertminderungen | |||||
| 1. Januar 2021 | 214.130 | 180.951 | 169.409 | 296 | 564.786 |
| Abschreibungen für das Jahr | 9.600 | 11.289 | 13.005 | 0 | 33.894 |
| Wertminderungsaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 1.676 | 1.514 | 9.766 | 0 | 12.956 |
| Umbuchungen | 91 | - 2 | - 89 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | - 542 | 0 | 0 | 0 | - 542 |
| Währungskursdifferenzen | 1.816 | 2.621 | 988 | 15 | 5.440 |
| 31. Dezember 2021 | 223.419 | 193.345 | 173.547 | 311 | 590.622 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2020 | 155.707 | 47.951 | 42.284 | 23.181 | 269.123 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2021 | 169.710 | 60.822 | 44.494 | 12.371 | 287.397 |
Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar zum 31. Dezember 2022
| in TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2022 | 393.129 | 254.167 | 218.041 | 12.682 | 878.019 |
| Zugänge | 6.048 | 5.882 | 12.661 | 21.011 | 45.602 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 4.261 | 2.499 | 10.061 | 158 | 16.979 |
| Umbuchungen | 971 | 1.947 | 880 | - 3.814 | - 16 |
| Währungskursdifferenzen | 945 | 660 | 373 | 11 | 1.989 |
| 31. Dezember 2022 | 396.832 | 260.157 | 221.894 | 29.732 | 908.615 |
| Kumulierte Abschreibungen und Verluste durch Wertminderungen | |||||
| 1. Januar 2022 | 223.419 | 193.345 | 173.547 | 311 | 590.622 |
| Abschreibungen für das Jahr | 10.268 | 11.325 | 13.693 | 0 | 35.286 |
| Wertminderungsaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 2.390 | 2.319 | 9.741 | 0 | 14.450 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 505 | 347 | 250 | 9 | 1.111 |
| 31. Dezember 2022 | 231.802 | 202.698 | 177.749 | 320 | 612.569 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2021 | 169.710 | 60.822 | 44.494 | 12.371 | 287.397 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2022 | 165.030 | 57.459 | 44.145 | 29.412 | 296.046 |
Sachanlagen in Höhe von 29.438 TEUR (Vorjahr: 29.282 TEUR) sind mit Grundschulden belastet, die zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen. Die Valuta betrug 909 TEUR (Vorjahr: 1.302 TEUR).
(15) Nutzungsrechte
Entwicklung der Nutzungsrechte vom 1. Januar zum 31. Dezember 2021
| in TEUR | Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen einschließlich Software | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2021 | 466 | 75.843 | 1.174 | 22.039 | 99.522 |
| Zugänge | 0 | 36.126 | 22 | 7.451 | 43.599 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 40 | 1.890 | 134 | 3.803 | 5.867 |
| Umbuchungen | 0 | 11 | 0 | - 11 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 1 | 1.207 | 0 | 78 | 1.286 |
| 31. Dezember 2021 | 427 | 111.297 | 1.062 | 25.754 | 138.540 |
| Kumulierte Abschreibungen und Verluste durch Wertminderungen | |||||
| 1. Januar 2021 | 178 | 24.907 | 576 | 10.271 | 35.932 |
| Abschreibungen für das Jahr | 96 | 14.191 | 237 | 6.652 | 21.176 |
| Wertminderungsaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 23 | 1.311 | 133 | 3.537 | 5.004 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 0 | 446 | 0 | 46 | 492 |
| 31. Dezember 2021 | 251 | 38.233 | 680 | 13.432 | 52.596 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2020 | 288 | 50.936 | 598 | 11.768 | 63.590 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2021 | 176 | 73.064 | 382 | 12.322 | 85.944 |
Entwicklung der Nutzungsrechte vom 1. Januar zum 31. Dezember 2022
| in TEUR | Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen einschließlich Software | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2022 | 427 | 111.297 | 1.062 | 25.754 | 138.540 |
| Zugänge | 0 | 11.427 | 77 | 7.320 | 18.824 |
| Abgänge | 0 | 3.755 | 186 | 3.377 | 7.318 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 0 | - 594 | - 3 | - 188 | - 785 |
| 31. Dezember 2022 | 427 | 118.375 | 950 | 29.509 | 149.261 |
| Kumulierte Abschreibungen und Verluste durch Wertminderungen | |||||
| 1. Januar 2022 | 251 | 38.233 | 680 | 13.432 | 52.596 |
| Abschreibungen für das Jahr | 88 | 15.838 | 182 | 6.751 | 22.859 |
| Wertminderungsaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 1.591 | 186 | 3.007 | 4.784 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 0 | - 113 | 0 | - 106 | - 219 |
| 31. Dezember 2022 | 339 | 52.367 | 676 | 17.070 | 70.452 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2021 | 176 | 73.064 | 382 | 12.322 | 85.944 |
| Nettobuchwert 31. Dezember 2022 | 88 | 66.008 | 274 | 12.439 | 78.809 |
Der Konzern least im Wesentlichen Immobilien und Fahrzeuge. Im Bereich der Immobilien werden hauptsächlich Verkaufs-Center und Bürogebäude gemietet.
Angaben zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten und weitere Erläuterungen finden sich unter den Tz. (10) und Tz. (27).
(16) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Buchwert der At Equity bewerteten Anteile 2.227 TEUR (Vorjahr: 1.830 TEUR).
Aus der At Equity Beteiligung resultierte ein positives Ergebnis von 397 TEUR. Im Vorjahr resultierte aus den At Equity Beteiligungen ein positives Ergebnis von 1.779 TEUR. Hierin enthalten war eine Wertaufholung von 1.142 TEUR.
Zur Dividendenausschüttung bzw. zur Rückzahlung von Darlehen bedarf es der Zustimmung aller Anteilseigner.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten oder Eventualforderungen.
(17) Vorräte
Der Gesamtbestand der Vorräte ist zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Nettoveräußerungserlösen bewertet. Die darin enthaltene Wertminderung betrug 14.782 TEUR (Vorjahr: 12.069 TEUR). Die Wertminderungen basieren im Wesentlichen auf Reichweitenabschlägen.
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 44.725 | 46.364 |
| Unfertige Erzeugnisse | 8.970 | 8.237 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 122.613 | 102.968 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.892 | 1.062 |
| Vorräte gesamt | 179.200 | 158.631 |
Es dienen keine Vorräte zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 2.698 TEUR). Die Valuta im Vorjahr betrug 7 TEUR.
(18) Lang- und kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Wertberichtigungen wurden in Höhe von 26.557 TEUR (Vorjahr: 25.203 TEUR) berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert von 1.688 TEUR (Vorjahr: 1.702 TEUR) dienen zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Valuta betrug 28 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR).
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| gegenüber | ||||||
| Dritten | 171.403 | 1.056 | 172.459 | 145.759 | 1.823 | 147.582 |
| At Equity bewerteten Unternehmen | 1 | 0 | 1 | 1 | 0 | 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesamt | 171.404 | 1.056 | 172.460 | 145.760 | 1.823 | 147.583 |
Bezüglich weiterer Erläuterungen zu Risiken in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte wird auf Tz. (31) sowie Tz. (34) verwiesen.
(19) Lang- und kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten gegenüber Dritten waren Geldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten sowie Wertberichtigungen von 160 TEUR (Vorjahr: 110 TEUR) enthalten. Die ebenfalls enthaltenen Forderungen gegenüber Lieferanten betrugen 5.708 TEUR (Vorjahr: 5.509 TEUR). Der positive Zeitwert aus derivativen Finanzinstrumenten ergab sich wie im Vorjahr aus Geschäften zur Währungsabsicherung, die unter Tz. (34) näher erläutert sind.
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte gegenüber Dritten | 101.896 | 39.866 | 141.762 | 93.407 | 48.358 | 141.765 |
| Sonstige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte gegenüber At Equity bewerteten Unternehmen | 253 | 0 | 253 | 256 | 0 | 256 |
| Positive Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten | 250 | 0 | 250 | 425 | 0 | 425 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 102.399 | 39.866 | 142.265 | 94.088 | 48.358 | 142.446 |
Bezüglich weiterer Erläuterungen zu Risiken in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte wird auf Tz. (31) sowie Tz. (34) verwiesen.
(20) Lang- und kurzfristige sonstige Vermögenswerte
In den sonstigen Forderungen gegenüber Dritten sind kurzfristige Versicherungserstattungsansprüche aus Absatzrisiken von 4.232 TEUR (Vorjahr: 9.198 TEUR) enthalten.
Von den sonstigen Steueransprüchen entfallen 3.961 TEUR (Vorjahr: 4.126 TEUR) auf Umsatzsteuerforderungen.
In der Berichtsperiode sowie im Vorjahr gab es keine Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte.
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| Sonstige Forderungen gegenüber Dritten | 7.337 | 0 | 7.337 | 11.716 | 4 | 11.720 |
| Sonstige Steueransprüche | 4.222 | 0 | 4.222 | 4.784 | 0 | 4.784 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 13.474 | 1.469 | 14.943 | 10.055 | 1.604 | 11.659 |
| Sonstige geleistete Anzahlungen | 737 | 0 | 737 | 351 | 0 | 351 |
| Sonstige Vermögenswerte gesamt | 25.770 | 1.469 | 27.239 | 26.906 | 1.608 | 28.514 |
(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 118.975 | 136.514 |
| Schecks, Kassenbestand | 448 | 621 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gesamt | 119.423 | 137.135 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Wertberichtigungen aufgrund von IFRS 9 von 251 TEUR (Vorjahr: 192 TEUR).
Bezüglich weiterer Erläuterungen zu Risiken von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird auf Tz. (31) verwiesen.
(22) Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Anteile anderer Gesellschafter ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Sto SE & Co. KGaA betrug zum 31. Dezember 2022 17.556 TEUR. Es war eingeteilt in 4.320.000 auf den Namen lautende, vinkulierte Kommanditstammaktien und 2.538.000 Inhaber-Kommanditvorzugsaktien ohne Stimmrecht mit einem rechnerischen Nennwert von 2,56 EUR je Stück. Die für das Geschäftsjahr 2022 gemachten Angaben entsprechen dem Vorjahr.
Die Kommanditvorzugsaktien beinhalten eine garantierte Mindestdividende von 0,13 EUR und waren mit einer um 0,06 EUR höheren Dividende ausgestattet als die Kommanditstammaktien. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Vorwegausschüttung von mindestens 0,13 EUR aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre vor Verteilung einer Dividende nachgezahlt.
Die Kommanditvorzugsaktien der Sto SE & Co. KGaA wurden an den Wertpapierbörsen in Frankfurt/Main und Stuttgart im Segment "Regulierter Markt" notiert. Die Kommanditstammaktien sind nicht börsennotiert.
Die Stotmeister Beteiligungs GmbH, Stühlingen, hielt - bis auf vier Stück - sämtliche, nicht im Eigentum der Sto SE & Co. KGaA stehenden Kommanditstammaktien der Sto SE & Co. KGaA sowie 100 % der Anteile an der STO Management SE, Stühlingen. Die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE, Stühlingen, ist nicht am Kapital der Sto SE & Co. KGaA beteiligt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Einstellungen aus Aufgeldern.
Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen
Die Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen enthalten folgende Posten:
| ― |
Rücklagen für angesammelte Gewinne: |
Die Rücklagen für angesammelte Gewinne enthalten die von der Sto SE & Co. KGaA und einbezogenen Tochtergesellschaften erwirtschafteten, nicht ausgeschütteten Gewinne.
| ― |
Währungsumrechnungsrücklage: |
Die Währungsumrechnungsrücklage dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen in Fremdwährung.
| ― |
Rücklage für Pensionen: |
In der Rücklage für Pensionen werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste der Pensionsrückstellungen aus Abweichungen zwischen den tatsächlichen Entwicklungen gegenüber den Annahmen sowie Änderungen der Rechnungsannahmen erfasst.
| ― |
Rücklage FVOCI Bewertung: |
In der Rücklage für FVOCI Bewertung werden die Bewertungsänderungen der ergebnisneutral zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente erfasst.
| ― |
Eigene Anteile: |
Die Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen, hielt zum 31. Dezember 2022 eigene Anteile in Form von 432.000 vinkulierten Kommanditstammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1.106 TEUR. Dies entspricht 10 % aller Stammaktien oder 6,3 % des Grundkapitals der Sto SE & Co. KGaA. Die eigenen Anteile sind nicht dividendenberechtigt. Die für das Geschäftsjahr 2022 gemachten Angaben entsprechen dem Vorjahr.
Dividendenvorschlag
Die Dividendenausschüttung der Sto SE & Co. KGaA richtet sich gemäß §§ 278, 58 Abs. 4 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Sto SE & Co. KGaA ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Bilanzgewinn beträgt 62.259 TEUR (Vorjahr: 47.130 TEUR).
Die persönlich haftende Gesellschafterin der
Sto SE & Co. KGaA, die STO Management SE, Stühlingen, schlägt durch ihren Vorstand der Hauptversammlung der Sto SE & Co. KGaA vor, eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,25 EUR (Vorjahr: 0,25 EUR) zuzüglich Sonderbonus von 4,69 EUR (Vorjahr: 4,69 EUR), insgesamt 4,94 EUR (Vorjahr: 4,94 EUR) je Kommanditstammaktie und 0,31 EUR (Vorjahr: 0,31 EUR) zuzüglich Sonderbonus von 4,69 EUR (Vorjahr: 4,69 EUR), insgesamt 5,00 EUR (Vorjahr: 5,00 EUR) je Kommanditvorzugsaktie und somit eine Gesamtausschüttung von 31.897 TEUR (Vorjahr: 31.897 TEUR) zu beschließen.
Zudem erfolgt der Vorschlag, 30.000 TEUR (Vorjahr: 15.000 TEUR) in die Gewinnrücklagen einzustellen und den Restbetrag von 362 TEUR (Vorjahr: 233 TEUR) als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Angaben zum Kapitalmanagement
Das Ziel des Kapitalmanagements ist es, sicherzustellen, dass der Konzern wirksam seine Ziele im Interesse der Anteilseigner, seiner Mitarbeiter und der übrigen Stakeholder erreicht und die festgelegten Strategien erfolgreich umsetzt. Insbesondere stehen das Erreichen der vom Kapitalmarkt geforderten Mindestverzinsung des investierten Vermögens und die Beibehaltung einer soliden Eigenkapitalquote im Fokus des Managements. Bei der Auswahl der Finanzinstrumente steht eine fristenkongruente Finanzierung im Vordergrund.
Im Geschäftsjahr 2022 stieg das Eigenkapital der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA gegenüber dem Vorjahr um 13,0 %. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen.
Wie bereits im Vorjahr lag auch im aktuellen Geschäftsjahr keine Nettoverschuldung vor.
Aufgrund der im Dezember 2012 mit einem Bankenkonsortium vereinbarten Kreditlinie unterliegt der Konzern der Einhaltung von Finanzkennzahlen, die bei Nichterfüllung die Kreditgeber zur Kündigung aus wichtigem Grund berechtigen. Der im Sommer 2022 ausgelaufene Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von 100,0 Mio. EUR wurde im April 2022 in gleicher Höhe und mit einer Laufzeit bis April 2027 einschließlich zwei Verlängerungsmöglichkeiten um jeweils ein Jahr neu abgeschlossen. Die vereinbarten Finanzkennzahlen wurden im Berichtsjahr sowie im Vorjahr erfüllt.
(23) Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital bestanden an der UAB TECH-COAT, Klaipeda/Litauen sowie an der VIACOR Polymer GmbH, Rottenburg am Neckar. Im Vorjahr existierten zusätzlich Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der Sto Italia Srl, Empoli/Italien. Alle Anteile nicht beherrschender Gesellschafter sind für den Konzern unwesentlich.
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
Veränderung
in % |
| Eigenkapital der Aktionäre der Sto SE & Co. KGaA | 683.964 | 605.347 | 13,0 % |
| Kurzfristige Finanzschulden | 4.058 | 8.240 | - 50,8 % |
| Langfristige Finanzschulden | 932 | 1.915 | - 51,3 % |
| Abzgl. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 119.423 | 137.135 | - 12,9 % |
| Nettovermögen | 114.433 | 126.980 | - 9,9 % |
| in % vom Eigenkapital | 16,7 % | 21,0 % | |
| Eigenkapitalquote | 62,4 % | 56,2 % | |
| Return on Capital Employed (ROCE) * | 17,3 % | 18,9 % |
(24) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Ansprüchen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gebildet. Die Leistungen variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und basieren auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der begünstigten Mitarbeiter.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern überwiegend durch leistungsorientierte Versorgungspläne (Defined Benefit Plans), welche die diskontierten zukünftigen Auszahlungen widerspiegeln und bei denen die Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt werden. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Grundlage der zum Bilanzstichtag erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden für die Leistungshöhe relevante Trendannahmen berücksichtigt und versicherungsmathematische Berechnungen herangezogen.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung (z.B. Einkommens- oder Rentenerhöhungen, Zinssatzänderungen) von den Annahmen und aus Änderungen der Annahmen. Sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ins Eigenkapital eingestellten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Pensionsrückstellungsspiegel dargestellt. Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Abweichungen der Annahmen auf.
Bei den deutschen Gesellschaften bestanden überwiegend Leistungszusagen für Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenrenten. Voraussetzung für die Erlangung von Versorgungsleistungen war, dass bei Eintritt des Versorgungsfalls eine Mindestdienstzeit von 10 Jahren nach Vollendung des 25. Lebensjahres vorlag und der Betriebsangehörige in einem Arbeitsverhältnis zu Sto gestanden hat oder über eine unverfallbare Anwartschaft verfügte. Die Altersrente wird bei Bezug der gesetzlichen Rente gewährt. Die Höhe der monatlichen Alters- bzw. Invalidenrente beträgt je nach Mitarbeiterstatus 5,11 EUR bzw. 9,20 EUR pro Dienstjahr. Die Witwenrente beträgt 60 % der Alters- und Invalidenrente.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen von 121.891 TEUR (Vorjahr: 167.998 TEUR) wurde mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens von 39.807 TEUR (Vorjahr: 45.794 TEUR) saldiert. Der als Pensionsrückstellung ausgewiesene Betrag belief sich auf 82.084 TEUR (Vorjahr: 122.204 TEUR).
Daneben gab es im Konzern beitragsorientierte Versorgungspläne (Defined Contribution Plans), deren laufende Beitragszahlungen (ohne Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung) als Pensionsaufwand ausgewiesen wurden. Bei diesen zahlte das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestanden für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Die Aufwendungen aus beitragsorientierten Versorgungsplänen beliefen sich auf 1.224 TEUR (Vorjahr: 1.098 TEUR). An die gesetzlichen Rentenversicherungen wurden Beiträge in Höhe von 23.831 TEUR (Vorjahr: 23.003 TEUR) geleistet.
In der Schweiz erfolgen die derzeitigen Vorsorgevereinbarungen für Arbeitnehmer durch Pläne, die vom Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt werden. Die Pensionspläne in der Schweiz werden durch Sammelstiftungen verwaltet, welche durch regelmäßige Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge finanziert werden. Die endgültige Vorsorgeleistung ist beitragsabhängig mit bestimmten Mindestgarantien. Aufgrund dieser Mindestgarantien werden die Pensionspläne in der Schweiz nach IFRS den Leistungszusagen zugeordnet, obwohl sie viele Eigenschaften der Vorsorgepläne mit Beitragszusagen besitzen. Eine Unterdeckung kann durch verschiedene Methoden wie die Erhöhung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge, der Senkung des Zinssatzes für Altersguthaben oder die Reduktion künftiger Leistungsansprüche behoben werden.
Zusammenfassung der Pensionsrückstellungen
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Pensionsplan der Eurogesellschaften | 79.231 | 118.222 |
| Pensionsplan der Sto AG, Schweiz | 2.853 | 3.982 |
| Summe | 82.084 | 122.204 |
Entwicklung der Pensionsrückstellungen
Pensionsplan der Eurogesellschaften
| in TEUR | Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (I) | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (II) | Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung (I) - (II) |
| Stand 1. Januar 2021 | 132.606 | 10.997 | 121.609 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 4.449 | 0 | 4.449 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 723 | 59 | 664 |
| Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen/Erträge für Pensionsverpflichtungen | 5.172 | 59 | 5.113 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 2.839 | - 361 | - 2.478 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen | 5 | 0 | 5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen | - 5.183 | 272 | - 5.455 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 55 | 0 | 55 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste aus Neubemessung | - 5.123 | 272 | - 5.395 |
| Sonstiges | - 453 | 0 | - 453 |
| Arbeitgeberbeiträge | 0 | 174 | - 174 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 129.363 | 11.141 | 118.222 |
Pensionsplan der Eurogesellschaften
| in TEUR | Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (I) | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (II) | Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung (I) - (II) |
| Stand 1. Januar 2022 | 129.363 | 11.141 | 118.222 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 4.373 | 0 | 4.373 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 1.404 | 117 | 1.287 |
| Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen/Erträge für Pensionsverpflichtungen | 5.777 | 117 | 5.660 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 3.131 | - 405 | - 2.726 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen | - 567 | 0 | - 567 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen | -43.767 | - 2.480 | - 41.287 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 130 | 0 | 130 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste aus Neubemessung | -44.204 | - 2.480 | - 41.724 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 |
| Arbeitgeberbeiträge | 0 | 201 | - 201 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 87.805 | 8.574 | 79.231 |
Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Abzinsungssatzes von 1,10 % auf 3,67 %.
Der laufende Dienstzeitaufwand ist in den Personalaufwendungen enthalten; der Zinsaufwand auf die Verpflichtung wird bei den Zinsaufwendungen in Tz. (10) ausgewiesen.
Bei dem Planvermögen der Eurogesellschaften handelt es sich um qualifizierte Versicherungsverträge in Form von Rückdeckungsversicherungen. Die Beiträge zum Planvermögen für das folgende Geschäftsjahr werden voraussichtlich 154 TEUR betragen (Vorjahr: 166 TEUR).
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Annahmen zugrunde gelegt.
Deutschland
| 2022 | 2021 | |
| Abzinsungssatz zum 31. Dezember in % | 3,67 | 1,10 |
| Künftige Rentensteigerungen in % | 2023 und 2024: 5,20 ab 2025: 2,00 | 1,80 |
| Renteneintrittsalter in Jahren | 65 | 65 |
Ausland
| 2022 | 2021 | |
| Abzinsungssatz zum 31. Dezember in % | 3,67 | 1,10 |
| Künftige Rentensteigerungen in % | 2,40 | 2,40 |
| Renteneintrittsalter in Jahren | 62 - 65 | 62 - 65 |
Als biometrische Rechnungsgrundlage wurde im Inland ab dem 31. Dezember 2018 die "Richttafel 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.
Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung der Eurogesellschaften betrug 16,05 Jahre (Vorjahr: 20,46 Jahre).
Pensionsplan der Sto AG, Schweiz
| in TEUR | Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (I) | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (II) | Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung (I) - (II) |
| Stand 1. Januar 2021 | 39.258 | 28.401 | 10.857 |
| Währungsdifferenzen | 1.683 | 1.515 | 168 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.347 | 0 | 1.347 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 59 | 43 | 16 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 89 | 0 | 89 |
| Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen/Erträge für Pensionsverpflichtungen | 1.495 | 43 | 1.452 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 3.954 | - 3.954 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen | - 2.495 | 0 | - 2.495 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen | - 412 | - 297 | - 115 |
| Neubewertung Planvermögen | 0 | 4.836 | - 4.836 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 7 | 0 | 7 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste aus Neubemessung | - 2.900 | 4.539 | - 7.439 |
| Arbeitgeberbeiträge | 0 | 1.056 | - 1.056 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 3.053 | 3.053 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 38.635 | 34.653 | 3.982 |
Pensionsplan der Sto AG, Schweiz
| in TEUR | Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (I) | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (II) | Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung (I) - (II) |
| Stand 1. Januar 2022 | 38.635 | 34.653 | 3.982 |
| Währungsdifferenzen | 1.771 | 1.601 | 170 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.065 | 0 | 1.065 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 119 | 107 | 12 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 9 | 0 | 9 |
| Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen/Erträge für Pensionsverpflichtungen | 1.193 | 107 | 1.086 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 4.368 | - 4.368 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen | - 5.804 | - 4.851 | - 953 |
| Neubewertung Planvermögen | 0 | 0 | 0 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | - 327 | 0 | - 327 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste aus Neubemessung | - 6.131 | - 4.851 | - 1.280 |
| Arbeitgeberbeiträge | 0 | 1.105 | - 1.105 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.986 | 2.986 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 34.086 | 31.233 | 2.853 |
Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Abzinsungssatzes von 0,30 % auf 2,30 %.
Bei dem Planvermögen der Sto AG, Schweiz, handelt es sich um qualifizierte Versicherungsverträge. Alle reglementarischen Leistungen wie Invalidität, Tod und Langlebigkeit sind im Rahmen des Versicherungsvertrags integral rückgedeckt. Im Vorjahr erfolgte aufgrund eines Anbieterwechsels eine Neubewertung des Planvermögens. Dies führte zu einer Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens von 4.836 TEUR.
Die Beiträge zum Planvermögen für das folgende Geschäftsjahr werden voraussichtlich 1.384 TEUR betragen (Vorjahr: 1.081 TEUR).
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen der Sto AG, Schweiz, wurden die folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
Schweiz
| 2022 | 2021 | |
| Abzinsungssatz zum 31. Dezember in % | 2,30 | 0,30 |
| Künftige Entgeltsteigerungen in % | 1,20 | 1,00 |
| Renteneintrittsalter in Jahren | 65 | 65 |
Als biometrische Rechnungsgrundlage wurde die BVG 2020 Generationentafel verwendet.
Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 10,10 Jahre (Vorjahr: 12,20 Jahre).
Nachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2022 dargestellt:
Auswirkungen auf die leistungsorientierte Verpflichtung der Euroländer
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Abzinsungssatz | ||
| Rückgang um 0,5 % | 7.724 | 14.241 |
| Erhöhung um 0,5 % | - 6.858 | - 12.553 |
| Renten | ||
| Rückgang um 1,0 % | - 7.500 | - 15.040 |
| Erhöhung um 1,0 % | 8.673 | 17.907 |
| Lebenserwartung | ||
| Rückgang um 1 Jahr | - 2.711 | - 5.206 |
| Erhöhung um 1 Jahr | 2.454 | 4.848 |
| Pensionsalter | ||
| Rückgang um 1 Jahr | 1.948 | 2.305 |
| Erhöhung um 1 Jahr | - 2.275 | - 3.013 |
Auswirkungen auf die leistungsorientierte Verpflichtung der Sto AG Schweiz
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Abzinsungssatz | ||
| Rückgang um 0,5 % | 1.815 | 2.564 |
| Erhöhung um 0,5 % | - 1.637 | - 2.272 |
| Gehaltsanpassungen | ||
| Rückgang um 0,5 % | - 141 | - 184 |
| Erhöhung um 0,5 % | 142 | 181 |
| Lebenserwartung | ||
| Rückgang um 1 Jahr | - 272 | - 476 |
| Erhöhung um 1 Jahr | 259 | 460 |
Zur Ermittlung der vorstehenden Sensitivitätsanalyse wurden die Rückstellungen jeweils mit den geänderten Parametern unter Konstanthaltung der anderen Parameter nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt und der Rückstellung zum 31. Dezember 2022 gegenübergestellt.
Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung ausgezahlt:
Voraussichtliche Auszahlungen
| in TEUR | per 31.12.2022 | per 31.12.2021 |
| Innerhalb der nächsten 12 Monate | 6.776 | 5.871 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 26.400 | 23.486 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 44.058 | 36.712 |
| Erwartete Auszahlungen in den nächsten 10 Jahren | 77.234 | 66.069 |
(25) Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen
| in TEUR | Personalbereich | Produktionsbereich | Absatzbereich | Übrige Rückstellungen | Gesamt |
| Stand 1. Januar 2021 | 10.628 | 1.545 | 51.265 | 5.192 | 68.630 |
| Währungsdifferenzen | 76 | 0 | - 344 | 5 | - 263 |
| Verbrauch | - 3.192 | - 119 | - 7.855 | - 2.058 | - 13.224 |
| Zuführung/Neubildung | 1.771 | 1.063 | 7.320 | 1.782 | 11.936 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 3 | 0 | 207 | 10 | 220 |
| Aufzinsung | 39 | 12 | 54 | 1 | 106 |
| Auflösung | - 1.994 | - 3 | - 3.007 | - 566 | - 5.570 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 7.331 | 2.498 | 47.640 | 4.366 | 61.835 |
| Währungsdifferenzen | - 18 | 0 | - 1.206 | 17 | - 1.207 |
| Verbrauch | - 1.418 | - 137 | - 9.404 | - 2.174 | - 13.133 |
| Zuführung/Neubildung | 692 | 108 | 5.721 | 2.445 | 8.966 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aufzinsung | 65 | 9 | 42 | 1 | 117 |
| Auflösung | - 566 | - 105 | - 5.876 | - 1.302 | - 7.849 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 6.086 | 2.373 | 36.917 | 3.353 | 48.729 |
| davon kurzfristig | 2.754 | 1.376 | 26.091 | 2.843 | 33.064 |
| davon langfristig | 3.332 | 997 | 10.826 | 510 | 15.665 |
Rückstellungen im Personalbereich wurden unter anderem für Jubiläumszuwendungen, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.
Die Rückstellungen des Produktionsbereichs beinhalten unter anderem Rückbauverpflichtungen und Entsorgungskosten.
Die Rückstellungen des Absatzbereichs beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Ausgleichsansprüche von Handelsvertretern sowie Rückstellungen für Prozessrisiken.
Der mit 11.564 TEUR (Vorjahr: 19.526 TEUR) bedeutendsten Einzelrückstellung im Rahmen der Gewährleistungsrückstellungen steht mit 4.232 TEUR (Vorjahr: 9.198 TEUR) ein Versicherungserstattungsanspruch gegenüber, der in den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen wird.
Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen und Aufbewahrungsverpflichtungen weitere Sachverhalte mit Wertansätzen von untergeordneter Bedeutung.
(26) Lang- und kurzfristige Finanzschulden
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.586 | 1.888 | 7.474 |
| Sonstige Finanzschulden | 2.654 | 27 | 2.681 |
| Finanzschulden gesamt | 8.240 | 1.915 | 10.155 |
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.548 | 904 | 2.452 |
| Sonstige Finanzschulden | 2.510 | 28 | 2.538 |
| Finanzschulden gesamt | 4.058 | 932 | 4.990 |
(27) Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 20.406 | 67.209 | 87.615 |
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 19.798 | 60.693 | 80.491 |
Die laufenden und zukünftigen Zahlungen aus Leasingverhältnissen ergeben sich aus den folgenden Tabellen:
| in TEUR | 2021 | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | 31.12.2021 |
| Leasingzahlungen | 22.618 | 21.472 | 50.356 | 20.589 | 92.417 |
| Zinsanteile | 615 | 1.066 | 2.231 | 1.505 | 4.802 |
| Buchwert/Barwert Leasingverbindlichkeiten | 22.003 | 20.406 | 48.125 | 19.084 | 87.615 |
| Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | 5.747 | 673 | 0 | 0 | 673 |
| Zahlungen für geringwertige Leasingverhältnisse | 385 | 172 | 337 | 4 | 513 |
| in TEUR | 2022 | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | 31.12.2022 |
| Leasingzahlungen | 23.447 | 20.828 | 47.820 | 16.588 | 85.236 |
| Zinsanteile | 988 | 1.030 | 2.180 | 1.535 | 4.745 |
| Buchwert/Barwert Leasingverbindlichkeiten | 22.459 | 19.798 | 45.640 | 15.053 | 80.491 |
| Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | 9.434 | 1.108 | 0 | 0 | 1.108 |
| Zahlungen für geringwertige Leasingverhältnisse | 768 | 151 | 548 | 0 | 699 |
Die gesamten Leasingzahlungen im laufenden Jahr beliefen sich auf 33.649 TEUR (Vorjahr: 28.750 TEUR).
Darüber hinausgehende mögliche zukünftige Mittelabflüsse aus Leasingverhältnissen wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher war, dass die Leasingverträge verlängert werden.
Zukünftig mögliche Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| aus Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen | 5.798 | 4.983 |
| aus noch nicht aktiven Verträgen | 2.095 | 2.067 |
Im laufenden Ergebnis sind folgende weitere Aufwendungen in Bezug auf Leasingverhältnisse enthalten:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse | 9.434 | 5.747 |
| Aufwand für Leasingverhältnisse von geringem Wert | 768 | 385 |
| Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen | 48 | 26 |
| Amortisation von Nutzungsrechten | 22.859 | 21.176 |
Angaben zu den Nutzungsrechten und weiteren Erläuterungen finden sich unter Tz. (10) und Tz. (15).
(28) Lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| gegenüber | ||||||
| Dritten | 67.079 | 0 | 67.079 | 63.157 | 0 | 63.157 |
| At Equity bewerteten Unternehmen | 59 | 0 | 59 | 93 | 0 | 93 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesamt | 67.138 | 0 | 67.138 | 63.250 | 0 | 63.250 |
Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Buchwerten.
(29) Lang- und kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| Negative Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 772 | 0 | 772 | 786 | 0 | 786 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| gegenüber Kunden | 28.307 | 0 | 28.307 | 25.337 | 0 | 25.337 |
| gegenüber Mitarbeitern | 1.413 | 0 | 1.413 | 1.564 | 0 | 1.564 |
| Sonstiges | 15.814 | 4.798 | 20.612 | 17.415 | 214 | 17.629 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 46.306 | 4.798 | 51.104 | 45.102 | 214 | 45.316 |
Der negative Zeitwert aus derivativen Finanzinstrumenten ergab sich wie im Vorjahr aus Geschäften zur Währungsabsicherung, die in der Tz. (34) näher erläutert sind.
(30) Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
| in TEUR | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2022 | kurzfristig | langfristig | Buchwert 31.12.2021 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.896 | 0 | 4.896 | 3.508 | 0 | 3.508 |
| Übrige Verbindlichkeiten | ||||||
| aus sonstigen Steuern | 11.778 | 0 | 11.778 | 10.357 | 0 | 10.357 |
| im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5.249 | 0 | 5.249 | 4.631 | 0 | 4.631 |
| gegenüber Mitarbeitern | 35.217 | 460 | 35.677 | 34.252 | 0 | 34.252 |
| Sonstiges | 7.859 | 18 | 7.877 | 7.241 | 24 | 7.265 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gesamt | 64.999 | 478 | 65.477 | 59.989 | 24 | 60.013 |
(31) Weitere Erläuterungen zur Bilanz bezüglich Finanzinstrumenten nach IFRS 7
Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der Finanzinstrumente 2021
| in TEUR | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2021 | Finanzinstrumente | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value | Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | ||||
| Buchwert | Fair Value | |||||
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FAAC | 147.583 | 147.583 | 147.583 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | FVTPL | 4 | 0 | 0 | 4 | 0 |
| Geldanlagen Halten und Verkaufen | FVOCI | 69.136 | 0 | 0 | 69.136 | 0 |
| Derivative Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 425 | 0 | 0 | 425 | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | FAAC | 8.301 | 8.301 | 8.301 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte assoziierte Unternehmen | FAAC | 255 | 255 | 255 | 0 | 0 |
| Geldanlagen | FAAC | 64.325 | 64.325 | 64.210 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 142.446 | 72.881 | 72.766 | 69.565 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | FAAC | 137.135 | 137.135 | 137.135 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||||
| Finanzschulden | FLAC | 10.155 | 10.155 | 10.256 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | NA | 87.615 | 0 | 0 | 0 | 87.615 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 63.250 | 63.250 | 63.250 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung | FLTPL | 786 | 0 | 0 | 786 | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 44.530 | 44.530 | 44.530 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 45.316 | 44.530 | 44.530 | 786 | 0 | |
Aktiva
| in TEUR | Finanzinstrumente |
| Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7/ Hedge-Accounting | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| Sonstige Beteiligungen | 0 |
| Geldanlagen Halten und Verkaufen | 0 |
| Derivative Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte assoziierte Unternehmen | 0 |
| Geldanlagen | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 |
|
Passiva |
|
| Finanzschulden | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivative Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 0 |
Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der Finanzinstrumente 2022
| in TEUR | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2022 | Finanzinstrumente | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value | Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | ||||
| Buchwert | Fair Value | |||||
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FAAC | 172.460 | 172.460 | 172.460 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | FVTPL | 4 | 0 | 0 | 4 | 0 |
| Geldanlagen Halten und Verkaufen | FVOCI | 66.310 | 0 | 0 | 66.310 | 0 |
| Derivative Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 250 | 0 | 0 | 250 | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | FAAC | 8.631 | 8.631 | 8.631 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte assoziierte Unternehmen | FAAC | 252 | 252 | 252 | 0 | 0 |
| Geldanlagen | FAAC | 66.818 | 66.818 | 64.799 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 142.265 | 75.701 | 73.682 | 66.564 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | FAAC | 119.423 | 119.423 | 119.423 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||||
| Finanzschulden | FLAC | 4.990 | 4.990 | 4.991 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | NA | 80.491 | 0 | 0 | 0 | 80.491 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 67.138 | 67.138 | 67.138 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung | FLTPL | 772 | 0 | 0 | 772 | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 50.332 | 50.332 | 50.332 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 51.104 | 50.332 | 50.332 | 772 | 0 | |
Aktiva
| in TEUR | Finanzinstrumente |
| Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7/ Hedge-Accounting | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| Sonstige Beteiligungen | 0 |
| Geldanlagen Halten und Verkaufen | 0 |
| Derivative Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte assoziierte Unternehmen | 0 |
| Geldanlagen | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 |
|
Passiva |
|
| Finanzschulden | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivative Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung | 0 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 0 |
Die Buchwerte der Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien des IFRS 9:
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Financial assets measured at fair value through profit and loss (FVTPL) | 254 | 429 |
| Financial assets measured at amortized cost (FAAC) | 367.584 | 357.599 |
| Financial assets measured at fair value through other comprehensive income (FVOCI) | 66.310 | 69.136 |
| Financial liabilities measured at amortized cost (FLAC) | 122.460 | 117.935 |
| Financial liabilities measured at fair value through profit and loss (FLTPL) | 772 | 786 |
Zum Fair Value bewertete Bilanzposten
| in TEUR | 31.12.2021 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| • Derivate ohne Hedge-Beziehung | 425 | 0 | 425 | 0 |
| • Übrige | 4 | 0 | 0 | 4 |
| Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| • Geldanlagen Halten und Verkaufen | 69.136 | 69.136 | 0 | 0 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | 69.565 | 69.136 | 425 | 4 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| • Derivate ohne Hedge-Beziehung | 786 | 0 | 786 | 0 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 786 | 0 | 786 | 0 |
| in TEUR | 31.12.2022 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| • Derivate ohne Hedge-Beziehung | 250 | 0 | 250 | 0 |
| • Übrige | 4 | 0 | 0 | 4 |
| Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| • Geldanlagen Halten und Verkaufen | 66.310 | 66.310 | 0 | 0 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | 66.564 | 66.310 | 250 | 4 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| • Derivate ohne Hedge-Beziehung | 772 | 0 | 772 | 0 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 772 | 0 | 772 | 0 |
Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind nach folgenden Stufen gegliedert:
Stufe 1
Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierter Preis unverändert für die Bewertung übernommen wurde.
Stufe 2
Die Bewertung erfolgte auf Basis von Bewertungsverfahren, deren Einflussfaktoren entweder direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet wurden. Diese wurden basierend auf beobachtbaren Devisenkursen, Zinsstrukturkurven der entsprechenden Währungen sowie währungsbezogenen Basis Spreads zwischen den entsprechenden Währungen bewertet. Die Derivate bestanden ausschließlich aus Währungssicherungsgeschäften.
Stufe 3
Die Bewertung erfolgte auf Basis von Bewertungsverfahren, deren Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basierten.
Während der Berichtsperiode gab es keine Reklassifizierungen zwischen den Stufen sowie Zu- oder Abgänge innerhalb der Stufen.
Das Bewertungsergebnis aus der erfolgswirksamen Fair Value Bewertung ist Bestandteil der Sonstigen betrieblichen Erträge, Tz. (3) und der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Tz. (6). Eine Saldierung findet nicht statt.
Die Bewertung der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente erfolgte auf Basis von Kurswerten zum Stichtag.
Wertberichtigungsentwicklung der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente:
| in TEUR | Forderungen L+L | Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
| Stand 1. Januar 2021 | 23.887 | 345 |
| Kursdifferenzen | 302 | 6 |
| Zuführungen | 8.145 | 71 |
| Verbrauch | - 1.868 | 0 |
| Auflösungen | - 5.263 | - 120 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 25.203 | 302 |
| in TEUR | Forderungen L+L | Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
| Stand 1. Januar 2022 | 25.203 | 302 |
| Kursdifferenzen | - 148 | 0 |
| Zuführungen | 8.011 | 117 |
| Verbrauch | - 2.753 | 0 |
| Auflösungen | - 3.756 | - 8 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 26.557 | 411 |
Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte
Die Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der pauschalierten Risikovorsorge nach Altersstrukturbändern gemäß IFRS 9 ergab sich aus den zugrundeliegenden Bruttoforderungen von 199.016 TEUR (Vorjahr: 172.786 TEUR) abzüglich Einzelwertberichtigungen von 20.246 TEUR (Vorjahr: 20.215 TEUR) basierend auf Bruttoforderungen von 24.297 TEUR (Vorjahr: 25.869 TEUR), erstattungsfähiger Umsatzsteuer von 23.669 TEUR (Vorjahr: 15.690 TEUR), gehaltenen Sicherheiten von Kunden von 10.143 TEUR (Vorjahr: 8.371 TEUR) sowie kreditversicherten Beträgen von 29.664 TEUR (Vorjahr: 32.440 TEUR). Bei der Berechnung der Risikovorsorge wurden die den Einzelwertberichtigungen zugrundeliegenden Bruttoforderungen, erstattungsfähige Umsatzsteuer, gehaltene Sicherheiten von Kunden sowie kreditversicherte Beträge von den Bruttoforderungen zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage abgezogen, da die entsprechenden Beträge als vollständig werthaltig und somit nicht risikobehaftet bewertet wurden. Nach Abzug der vorgenannten Beträge von den Bruttoforderungen verblieben Bruttoforderungen von 111.243 TEUR, welche die Grundlage für die Erfassung der Risikovorsorge von 6.311 TEUR bildeten.
IFRS 9 pauschalierte Risikovorsorge auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31.12.2021:
| in TEUR | Nicht fällig: | 1-30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | 121-180 Tage |
| Forderungen aus L+L | 68.509 | 10.258 | 4.411 | 1.938 | 939 | 1.168 |
| Risikokoeffizient | 2 % | 3 % | 6 % | 12 % | 15 % | 20 % |
| Risikovorsorge | 1.370 | 308 | 265 | 233 | 141 | 234 |
| in TEUR | 181-364 Tage | 365-730 Tage | > 730 Tage | Summe |
| Forderungen aus L+L | 745 | 806 | 1.642 | 90.416 |
| Risikokoeffizient | 26 % | 85 % | 95 % | |
| Risikovorsorge | 194 | 685 | 1.560 | 4.988 |
IFRS 9 pauschalierte Risikovorsorge auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31.12.2022:
| in TEUR | Nicht fällig: | 1-30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | 121-180 Tage |
| Forderungen aus L+L | 80.770 | 14.709 | 5.593 | 2.565 | 1.491 | 1.998 |
| Risikokoeffizient | 2 % | 3 % | 6 % | 12 % | 15 % | 20 % |
| Risikovorsorge | 1.615 | 441 | 336 | 308 | 224 | 400 |
| in TEUR | 181-364 Tage | 365-730 Tage | > 730 Tage | Summe |
| Forderungen aus L+L | 1.204 | 939 | 1.974 | 111.243 |
| Risikokoeffizient | 26 % | 85 % | 95 % | |
| Risikovorsorge | 313 | 798 | 1.876 | 6.311 |
Unter Berücksichtigung aller Wertminderungen von 26.557 TEUR (Vorjahr: 25.203 TEUR) ergaben sich fortgeführte Anschaffungskosten von 172.459 TEUR (Vorjahr: 147.583 TEUR).
IFRS 9 Risikovorsorge auf sonstige finanzielle Vermögenswerte und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31.12.2021:
| in TEUR | Bemessungsgrundlage |
Abschläge
in % |
Risikovorsorge |
| Geldanlagen und Zahlungsmittel (FAAC) | 201.742 | 0,14 % | 282 |
| Geldanlagen zum beizulegenden Zeitwert OCI (FVOCI) | 69.136 | 0,14 % | 97 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte assoziierte Unternehmen (FAAC) | 255 | 0,13 % | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Dritte (FAAC) | 8.311 | 0,12 % | 10 |
IFRS 9 Risikovorsorge auf sonstige finanzielle Vermögenswerte und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31.12.2022:
| in TEUR | Bemessungsgrundlage |
Abschläge
in % |
Risikovorsorge |
| Geldanlagen und Zahlungsmittel (FAAC) | 186.633 | 0,21 % | 392 |
| Geldanlagen zum beizulegenden Zeitwert OCI (FVOCI) | 66.310 | 0,06 % | 40 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte assoziierte Unternehmen (FAAC) | 252 | 0,09 % | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Dritte (FAAC) | 8.641 | 0,13 % | 10 |
Der gesamte Wertberichtigungsaufwand inklusive Einzelwertberichtigungen beträgt bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.011 TEUR (Vorjahr: 8.145 TEUR) sowie bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (FAAC) 117 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR). Der Wertberichtigungsaufwand ist wie im Vorjahr vollständig in Beitreibung.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente, ausgenommen Finanzinstrumente, die typischerweise kaum Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert haben, zum 31. Dezember 2022:
| in TEUR | Buchwert 31.12.2022 | Zeitwert 31.12.2022 | Fair Value Stufe |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristig | |||
| Beteiligungen | 4 | 4 | Stufe 3 |
| Geldanlagen (FVOCI) | 14.719 | 14.719 | Stufe 1 |
| Geldanlagen (FAAC) | 23.435 | 21.430 | Stufe 2 |
| Andere sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.708 | 1.708 | Stufe 2 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 39.866 | 37.861 | |
| Kurzfristig | |||
| Geldanlagen (FVOCI) | 51.591 | 51.591 | Stufe 1 |
| Geldanlagen (FAAC) | 43.383 | 43.369 | Stufe 2 |
| Devisenterminkontrakte | 250 | 250 | Stufe 2 |
| Andere sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.175 | 7.175 | Stufe 2 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte gesamt | 102.399 | 102.385 | |
| Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte | 142.265 | 140.246 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristig | |||
| Finanzschulden | 932 | 932 | Stufe 2 |
| Andere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.798 | 4.798 | Stufe 2 |
| Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 5.730 | 5.730 | |
| Kurzfristig | |||
| Finanzschulden | 4.058 | 4.059 | Stufe 2 |
| Devisenterminkontrakte | 772 | 772 | Stufe 2 |
| Andere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 45.534 | 45.534 | Stufe 2 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 50.364 | 50.365 | |
| Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 56.094 | 56.095 |
Die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristigen Finanzschulden und sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten nahezu den beizulegenden Zeitwerten. Bei den Geldanlagen und Finanzschulden handelt es sich im Wesentlichen um Schuldscheindarlehen, Money Market Funds, Festgeldanlagen, Darlehen und Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten. Die Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten wurden anhand der Barwertmethode unter Heranziehung fristen- und bonitätsadäquater Zinssätze ermittelt.
Sonstige Erläuterungen
(32) Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung nach laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit spezifiziert (IAS 7 Cashflow Statements).
Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel, in denen auch Geldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten enthalten sind.
Ausgehend vom EAT wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das EAT wird um die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
Die Zahlungsmittelzu- und Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Zugänge bei den Immateriellen Vermögenswerten und im Sachanlagevermögen sowie Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten, erhaltene Zinsen, Einzahlungen aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Einzahlungen und Auszahlungen für Geldanlagen.
In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Zahlungen an Aktionäre, Zinszahlungen, Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten und der Aufnahme und Tilgung von Krediten die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind aufgrund von zahlungsunwirksamen Währungsumrechnungseffekten und sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar. Zu den Änderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit wird auf die Erläuterungen unter Tz. (34) verwiesen.
(33) Segmentberichterstattung
Zum Zweck der Unternehmenssteuerung durch die verantwortliche Unternehmensinstanz - die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE - war der Konzern in geographischen Geschäftseinheiten organisiert. Diese wurden in die operativen Segmente Westeuropa, Nord-/Osteuropa und Amerika/Asien/Pazifik eingeteilt. Das Geschäftssegment Westeuropa umfasste die Geschäfte in den Regionen des Euroraumes (ohne Finnland, Litauen und Slowakei), der Schweiz sowie Großbritannien.
Die Aktivitäten aller Segmente erstreckten sich auf die Produktion und den Vertrieb von Fassadensystemen, Fassadenbeschichtungen, Innenraumprodukten sowie übrigen Produktgruppen.
Der Gesamtvorstand der STO Management SE wurde als Chief Operating Decision Maker identifiziert, da grundlegende Themen, darunter die Allokation von Ressourcen und Fragen zur Unternehmensplanung, dort gemeinsam entschieden wurden.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten wurden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Transfers zwischen Geschäftssegmenten wurden bei der Konsolidierung eliminiert.
Die interne Berichterstattung erfolgte nach IFRS.
Die Segmentergebnisse wurden auf den Ebenen EBITDA, EBIT und EBT dargestellt. Beim EBT wurden die Eliminierung von Ergebnissen zwischen den Segmenten und das Beteiligungsergebnis der At Equity Gesellschaft von 397 TEUR in der Konsolidierungsspalte erfasst. Im Vorjahr wurden beim EBT die Eliminierung von Ergebnissen zwischen den Segmenten, die Beteiligungsergebnisse von At Equity Gesellschaften von 1.779 TEUR, sowie die übrigen Finanzerträge von 3.461 TEUR in der Konsolidierungsspalte erfasst.
Die Abschreibungen beziehen sich auf Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte sowie Wertminderungen. Die Investitionen beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte.
Im Berichtsjahr ergaben sich im Segment Westeuropa durch Impairment Tests bei der VIACOR Polymer GmbH und der Liaver GmbH & Co. KG Wertminderungsbedarfe auf Immaterielle Vermögenswerte von 1.892 TEUR bzw. 1.437 TEUR. Im Segment Amerika/Asien/Pazifik wurde der Firmenwert der CGU Sto China aufgrund des Impairment Tests um 675 TEUR wertgemindert. Im Vorjahr ergab sich im Segment Westeuropadurch den Impairment Test bei der JONAS Farben GmbH ein Wertminderungsbedarf auf den Firmenwert von 10.009 TEUR.
Das Segmentvermögen umfasst im Wesentlichen Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte. Beim Segmentvermögen handelt es sich um keine Steuerungsgröße.
In der Spalte "Überleitungs-/Konsolidierungsbuchungen" wurden Ertragsteuerforderungen von 4.688 TEUR (Vorjahr: 3.413 TEUR) und Latente Steuerforderungen von 18.674 TEUR (Vorjahr: 30.197 TEUR) beim Segmentvermögen ausgewiesen. Wesentliche Ergebnisanpassungen wurden nicht vorgenommen.
Aufgrund der breiten Kundenstruktur gab es keinen Kunden, mit dem mehr als 10 % der Umsatzerlöse getätigt wurden.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz des Kunden.
| in TEUR | Deutschland | Frankreich | Übrige | Gesamt 2021 |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 692.514 | 170.593 | 727.422 | 1.590.529 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte | 234.026 | 31.195 | 169.736 | 434.957 |
| in TEUR | Deutschland | Frankreich | Übrige | Gesamt 2022 |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 761.838 | 197.063 | 828.485 | 1.787.386 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte | 252.125 | 31.045 | 148.360 | 431.530 |
(34) Finanzrisikomanagement und Risiken der Finanzinstrumente
Sicherungspolitik
Der Konzern ist durch die internationalen Aktivitäten im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit vor allem Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Ziel des Risikomanagements ist es, die in der Planung auftretenden Währungsrisiken adäquat abzusichern. Dazu werden in der Regel Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr abgeschlossen.
Mit Hilfe von Richtlinien werden die Handlungsspielräume und die internen Kontrollen geregelt. Im Rahmen dieser Richtlinien dürfen nur Sicherungsgeschäfte mit freigegebenen Kontrahenten zur Sicherung bestehender Grundgeschäfte oder geplanter Transaktionen abgeschlossen werden. Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang am Grundgeschäft.
Liquiditätsrisiko
Eine Liquiditätsplanung ist die Basis der Liquiditätssteuerung. Zum Bilanzstichtag standen neben Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auch vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien von 130,3 Mio. EUR (Vorjahr: 129,4 Mio. EUR) zur Verfügung. Bei den Kreditlinien handelte es sich im Wesentlichen um einen Konsortialkredit, der im Jahr 2012 erstmalig abgeschlossen wurde und der im April 2022 mit einer Laufzeit bis April 2027 einschließlich zwei Verlängerungsmöglichkeiten um jeweils ein Jahr erneuert wurde.
Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzinstrumenten inklusive Zinsen ohne den unter Tz. (27) dargestellten Zahlungsmittelabflüssen aus Leasingverträgen.
Zahlungsmittelabflüsse zum 31.12.2021
| in TEUR | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | 31.12.2021 |
| Finanzschulden | 8.364 | 1.877 | 127 | 10.368 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 63.250 | 0 | 0 | 63.250 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 44.322 | 214 | 0 | 44.536 |
| Derivate | 76.842 | 0 | 0 | 76.842 |
| Zahlungsmittelabflüsse gesamt | 192.778 | 2.091 | 127 | 194.996 |
Zahlungsmittelabflüsse zum 31.12.2022
| in TEUR | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | 31.12.2022 |
| Finanzschulden | 4.161 | 929 | 19 | 5.109 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 67.138 | 0 | 0 | 67.138 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 45.534 | 4.798 | 0 | 50.332 |
| Derivate | 51.656 | 0 | 0 | 51.656 |
| Zahlungsmittelabflüsse gesamt | 168.490 | 5.727 | 19 | 174.236 |
Nachfolgend sind die Zahlungsmittelabflüsse den Zahlungsmittelzuflüssen der Derivate gegenübergestellt:
Zahlungsmittelzu-/-abflüsse zum 31.12.2021
| in TEUR | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | Summe |
| Zufluss | 76.481 | 0 | 0 | 76.481 |
| Abfluss | 76.842 | 0 | 0 | 76.842 |
| Saldo | - 361 | 0 | 0 | - 361 |
Zahlungsmittelzu-/-abflüsse zum 31.12.2022
| in TEUR | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | Summe |
| Zufluss | 51.138 | 0 | 0 | 51.138 |
| Abfluss | 51.660 | 0 | 0 | - 51.660 |
| Saldo | - 522 | 0 | 0 | - 522 |
Die Beträge entsprechen den nicht diskontierten Cashflows. Die Abwicklung der Zahlungen kann auf Brutto- oder Nettobasis erfolgen.
Die folgende Übersicht zeigt die Änderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit.
| in TEUR | 1. Januar 2021 | Erlassene Darlehen | Änderung Konsolidierungskreis | Cashflows | Neue Leasingverhältnisse | Umgliederung Fristigkeit |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | 7.654 | 0 | 1.548 | - 1.806 | 0 | 846 |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | 5.269 | - 2.494 | 0 | - 17 | 0 | - 846 |
| Summe verzinsliche Darlehen | 12.923 | - 2.494 | 1.548 | - 1.823 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 18.583 | 0 | 0 | - 22.003 | 4.131 | 19.589 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 46.153 | 0 | 0 | 0 | 39.921 | - 19.589 |
| Summe Leasingverbindlichkeiten | 64.736 | 0 | 0 | - 22.003 | 44.052 | 0 |
| Summe Schulden aus der Finanzierungstätigkeit | 77.659 | - 2.494 | 1.548 | - 23.826 | 44.052 | 0 |
| in TEUR | Währungseffekte | 31. Dezember 2021 |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | - 2 | 8.240 |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | 3 | 1.915 |
| Summe verzinsliche Darlehen | 1 | 10.155 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 106 | 20.406 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 724 | 67.209 |
| Summe Leasingverbindlichkeiten | 830 | 87.615 |
| Summe Schulden aus der Finanzierungstätigkeit | 831 | 97.770 |
| in TEUR | 1. Januar 2022 | Erlassene Darlehen | Änderung Konsolidierungskreis | Cashflows | Neue Leasingverhältnisse | Umgliederung Fristigkeit |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | 8.240 | 0 | 0 | - 5.163 | 0 | 982 |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | 1.915 | 0 | 0 | 0 | 0 | - 982 |
| Summe verzinsliche Darlehen | 10.155 | 0 | 0 | - 5.163 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 20.406 | 0 | 0 | - 22.459 | 2.515 | 20.377 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 67.209 | 0 | 0 | 0 | 14.517 | - 20.377 |
| Summe Leasingverbindlichkeiten | 87.615 | 0 | 0 | - 22.459 | 17.032 | 0 |
| Summe Schulden aus der Finanzierungstätigkeit | 97.770 | 0 | 0 | - 27.622 | 17.032 | 0 |
| in TEUR | Währungseffekte | 31. Dezember 2022 |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | - 1 | 4.058 |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | - 1 | 932 |
| Summe verzinsliche Darlehen | - 2 | 4.990 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | - 1.041 | 19.798 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | - 656 | 60.693 |
| Summe Leasingverbindlichkeiten | - 1.697 | 80.491 |
| Summe Schulden aus der Finanzierungstätigkeit | - 1.699 | 85.481 |
Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte
Das Ausfallrisiko bei finanziellen Vermögenswerten liegt im Ausfall eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Nettobuchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten.
Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken durch die Gefahr der Nichterfüllung der Verpflichtung durch Finanzinstitute. Das daraus entstehende Risiko wurde durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten gesteuert. Zum Bilanzstichtag waren keine liquiden Mittel oder derivative finanzielle Vermögenswerte überfällig bzw. einzelwertberichtigt.
Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Wertberichtigungen Rechnung getragen. Es bestand keine Konzentration von Ausfallrisiken, die im Wesentlichen über Klumpenrisiken, d.h. Risikokonzentrationen hinsichtlich Ratingklassen der Kreditnehmer, Kundenstruktur und Anteil der Forderungen gegenüber einem Kunden im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemessen wurden.
Bezüglich weiterer Erläuterungen zu Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte wird auf die Erläuterungen unter Tz. (7), Tz. (12) sowie Tz. (31), verwiesen.
Währungsrisiko
Die Zahlungen in Fremdwährung werden in der Budgetphase für das Folgejahr ermittelt. Auf Basis der geplanten Zahlungsströme werden geeignete Absicherungsstrategien erstellt und nach Abstimmung mit den entsprechenden Gremien umgesetzt. Dabei werden ausnahmslos geplante Cash-Positionen durch zeitlich und wirtschaftlich kongruente Absicherungsinstrumente aus dem Bereich der Termingeschäfte abgesichert. Die Kurssicherung betraf im Wesentlichen CZK/EUR, HUF/EUR, SGD/EUR, USD/EUR, NOK/EUR, SEK/EUR, PLN/EUR, CAD/EUR, CHF/EUR, GBP/EUR, AUD/ EUR sowie CAD/USD. Die Zeitwertänderungen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die wesentlichen operativen Währungsrisiken resultieren aus der Herstellung der Produkte in Deutschland und dem anschließenden Verkauf an ausländische Tochtergesellschaften in Euro. Währungsrisiken traten durch in Euro abgeschlossene Geschäfte mit Tochtergesellschaften außerhalb des Euroraums, vornehmlich in der Schweiz, Schweden, Polen, Ungarn, Großbritannien, Norwegen und Tschechien auf.
Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 finden alle nicht funktionalen Währungen Berücksichtigung, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht.
Das wesentliche Währungsrisiko resultiert aus der Veränderung von Vermögenswerten und Schulden in nicht funktionaler Währung des Währungspaares CNY/EUR. Wenn der chinesische Renminbi gegenüber dem Euro um 10 % höher bzw. niedriger bewertet worden wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 34 TEUR höher (Vorjahr: 140 TEUR höher) bzw. um 28 TEUR niedriger (Vorjahr: 115 TEUR niedriger) gewesen.
Zinsrisiko
Zinsrisiken im Sinne des IFRS 7 entstehen grundsätzlich aufgrund von möglichen Änderungen der Marktzinssätze von Geldanlagen sowie aufgrund der variablen Verzinsung von kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.
Das Volumen an langfristigen variabel verzinslichen Finanzschulden war so gering, dass eine Änderung des Marktzinsniveaus zum 31. Dezember 2022 um 100 Basispunkte wie im Vorjahr keine wesentliche Auswirkung auf das Ergebnis gehabt hätte.
Zum Bilanzstichtag gab es aufgrund der fixierten Zinssätze der längerfristigen Geldanlagen kein Zinsrisiko.
Wertangaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Die Ermittlung der Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt aufgrund der Handelbarkeit anhand von Referenzkursen und Bewertungsmodellen und ist nachfolgend dargestellt:
31.12.2021
| in TEUR | Nominalvolumen | Marktwert gesamt |
| Devisentermingeschäfte | 75.211 | - 361 |
| Derivative Finanzinstrumente gesamt | 75.211 | - 361 |
31.12.2022
| in TEUR | Nominalvolumen | Marktwert gesamt |
| Devisentermingeschäfte | 52.069 | - 522 |
| Derivative Finanzinstrumente gesamt | 52.069 | - 522 |
Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die Bezugsgröße, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern die darauf bezogenen Kursänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, der bei Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu zahlen wäre.
Die Senkung des Nominalvolumens in funktionaler Währung bei den Devisentermingeschäften basiert auf einer Reduzierung des Absicherungsvolumens von Zahlungen außerhalb der funktionalen Währung.
Die Restlaufzeit der Währungsderivate liegt in der Regel innerhalb eines Jahres.
(35) Haftungsverhältnisse
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Bürgschaften des Sto-Konzerns gegenüber Dritten | 666 | 676 |
| Nachschusspflicht Genossenschaften | 1 | 1 |
| Haftungsverhältnisse gesamt | 667 | 677 |
Bei den Ausfallbürgschaften bzw. Haftungsverhältnissen von 667 TEUR (Vorjahr: 677 TEUR) wird nicht mit dem Entstehen einer Verpflichtung gerechnet.
(36) Rechtsstreitigkeiten
Die Sto SE & Co. KGaA oder ihre Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.
(37) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| in TEUR | 31.12.2021 | Fälligkeit | ||
| innerhalb eines Jahres | zwischen 1-5 Jahren | nach 5 Jahren | ||
| Verpflichtungen aus Wartungsverträgen | 6.495 | 5.487 | 1.008 | 0 |
| Abnahmeverpflichtungen | 33.676 | 27.998 | 5.667 | 11 |
| Sonstige Verpflichtungen | 2.635 | 1.095 | 1.525 | 15 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen gesamt | 42.806 | 34.580 | 8.200 | 26 |
| in TEUR | 31.12.2022 | Fälligkeit | ||
| innerhalb eines Jahres | zwischen 1-5 Jahren | nach 5 Jahren | ||
| Verpflichtungen aus Wartungsverträgen | 5.728 | 3.492 | 2.236 | 0 |
| Abnahmeverpflichtungen | 33.248 | 29.579 | 3.663 | 6 |
| Sonstige Verpflichtungen | 5.608 | 1.824 | 3.775 | 9 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen gesamt | 44.584 | 34.895 | 9.674 | 15 |
Von den Abnahmeverpflichtungen betreffen 12.780 TEUR (Vorjahr: 12.069 TEUR) Gegenstände des Sachanlagevermögens. Zudem bestehen Abnahmeverpflichtungen, die sich auf Vorräte beziehen, sowie sonstige Abnahmeverpflichtungen.
(38) Honorare des Abschlussprüfers
Für erbrachte Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Abschlussprüfungen | 646 | 490 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 108 | 45 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Honorare des Abschlussprüfers gesamt | 754 | 535 |
Die erbrachten Dienstleistungen für sonstige Bestätigungsoder Bewertungsleistungen beinhalteten im Wesentlichen freiwillige Abschlussprüfungen sowie gesetzlich oder vertraglich geforderte Bestätigungen des Abschlussprüfers.
(39) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine Vorgänge mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Sto-Konzerns.
(40) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können oder die umgekehrt auf das berichtende Unternehmen Einfluss nehmen können. Bezüglich der Gesellschafterstruktur wird auf die "Allgemeinen Angaben" Punkt 1. "Informationen zum Unternehmen" verwiesen.
Alle Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Mitglieder des Vorstands der STO Management SE und des Aufsichtsrats der Sto SE & Co. KGaA sind per31. Dezember 2022 Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. in leitenden Positionen von anderen Unternehmen, mit denen die Sto SE & Co. KGaA im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.
Das Lieferungs- und Leistungsvolumen inklusive des Zinsergebnisses zwischen Gesellschaften des Sto-Konzerns und nahestehenden Gesellschaften und Personen zeigt die folgende Tabelle:
| in TEUR | Anteil | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | Forderungen an | ||
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | ||
| Inotec GmbH, Waldshut-Tiengen | 47,5 % | 25 | 37 | 4.330 | 4.187 | 253 |
| JONAS Farbenwerke GmbH & Co. KG, Wülfrath | 49,8 % * | 0 | 124 | 0 | 0 | 0 |
| STO Management SE, Stühlingen | 538 | 553 | 5.408 | 5.387 | 65 | |
| Stotmeister Beteiligungs GmbH, Stühlingen | 51 | 49 | 0 | 0 | 32 | |
| Sonstiges | 0 | 0 | 265 | 275 | 0 | |
| in TEUR | Forderungen an | Verbindlichkeiten gegenüber | |
| 2021 | 2022 | 2021 | |
| Inotec GmbH, Waldshut-Tiengen | 256 | 59 | 93 |
| JONAS Farbenwerke GmbH & Co. KG, Wülfrath | 0 | 0 | 0 |
| STO Management SE, Stühlingen | 61 | 3.932 | 3.232 |
| Stotmeister Beteiligungs GmbH, Stühlingen | 32 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 0 | 23 | 10 |
Vollkonsolidierte Unternehmen Inland
|
Kapitalanteil
in % |
2022 | 2021 |
| StoCretec GmbH, Kriftel | 100 | 100 |
| Verotec GmbH, Lauingen | 100 | 100 |
| Gefro Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Stühlingen | 100 | 100 |
| Südwest Lacke + Farben GmbH & Co. KG, Böhl-Iggelheim | 100 | 100 |
| Südwest Lacke + Farben Verwaltungs-GmbH, Böhl-Iggelheim | 100 | 100 |
| Innolation GmbH, Lauingen | 100 | 100 |
| Sto SMEE Beteiligungs GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Ströher GmbH, Dillenburg | 100 | 100 |
| Ströher Produktions GmbH & Co. KG, Dillenburg | 100 | 100 |
| GEPADI Fliesen GmbH, Dillenburg | 100 | 100 |
| JONAS Farben GmbH, Wülfrath | 100 | 100 |
| Sto BTB GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto BTF GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto BTK GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto BTN GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto BTR GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto BTV GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto Building Solutions GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Liaver GmbH & Co. KG, Ilmenau | 100 | 100 |
| Liaver Beteiligungen GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| Sto Panel Holding GmbH, Stühlingen | 100 | 100 |
| VIACOR Polymer GmbH, Rottenburg am Neckar | 50,1 | 50,1 |
Bezüglich der Veränderungen im Jahr 2022 wird auf die "Allgemeinen Angaben" Punkt 4. "Konsolidierungskreis" verwiesen.
Vollkonsolidierte Unternehmen Ausland
|
Kapitalanteil
in % |
2022 | 2021 |
| Sto Ges.m.b.H., Villach/Österreich | 100 | 100 |
| Sto S.A.S., Bezons/Frankreich | 100 | 100 |
| Beissier S.A.S., La Chapelle la Reine/Frankreich | 100 | 100 |
| Innolation S.A.S., Amilly/Frankreich | 100 | 100 |
| Beissier S.A.U., Errenteria/Spanien | 100 | 100 |
| Sto SDF Ibérica S.L.U., Sant Boi de Llobregat/Spanien | 100 | 100 |
| Sto Isoned B.V., Tiel/Niederlande | 100 | 100 |
| Sto N.V., Asse/Belgien | 100 | 100 |
| Sto S.à r.l., Grevenmacher/Luxemburg | 100 | 100 |
| Sto Italia Srl, Empoli/Italien | 100 | 52 |
| Sto Finexter OY, Vantaa/Finnland | 100 | 100 |
| Sto Scandinavia AB, Linköping/Schweden | 100 | 100 |
| Sto Danmark A/S, Hvidovre/Dänemark | 100 | 100 |
| Sto Norge AS, Langhus/Norwegen | 100 | 100 |
| StoCretec Flooring AS, Moss/Norwegen | - | 100 |
| UAB TECH-COAT, Klaipéda/Litauen | 95 | 95 |
| Sto AG, Niederglatt/Schweiz | 100 | 100 |
| Sto Ltd., Paisley/Großbritannien | 100 | 100 |
| Sto Sp. z o.o., Warschau/Polen | 100 | 100 |
| Sto Épitöanyag Kft., Dunaharaszti/Ungarn | 100 | 100 |
| Sto s.r.o., Dobrejovice/Tschechische Republik | 100 | 100 |
| STOMIX spol. s.r.o., Skorosice/Tschechische Republik | 100 | 100 |
| Sto Slovensko s.r.o., Bratislava/Slowakei | 100 | 100 |
| OOO Sto, Moskau/Russland | 100 | 100 |
| Sto Yapi Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.., Istanbul/Türkei | 100 | 100 |
| Sto Gulf Building Material LLC., Dubai/VAE | - | 49 |
| Sto Corp., Atlanta/USA | 100 | 100 |
| Sto Canada Ltd., Etobicoke/Kanada | 100 | 100 |
| Skyrise Prefab Building Solutions Inc., Pickering/Kanada | 100 | 100 |
| Industrial y Comercial Sto Chile Ltda., Santiago de Chile/Chile | 100 | 100 |
| Sto Colombia S.A.S., Bogota D.C./Kolumbien | 100 | 100 |
| Sto Mexico S. de R.L. de C.V., Monterrey/Mexiko | 100 | 100 |
| Sto Brasil Revestimentos e Fachadas Ltda., Itaquaquecetuba/Brasilien | 100 | 100 |
| Sto Corp. Latin America Inc., Panama/Panama * | 100 | 100 |
| Shanghai Sto Ltd., Shanghai/China | 100 | 100 |
| Langfang Sto Building Material Co. Ltd., Langfang/China | 100 | 100 |
| Wuhan Sto Building Material Co. Ltd., Wuhan/China | 100 | 100 |
| Sto SEA Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 | 100 |
| Sto SEA Sdn. Bhd., Masai/Malaysia | 100 | 100 |
| Unitex Australia Pty Ltd, Dandenong South/Australien | 100 | 100 |
| Sto Australia Pty Ltd, Dandenong South/Australien * | 100 | 100 |
| The Render Warehouse Pty Ltd, Dandenong South/Australien * | 100 | 100 |
| Zebra Architectural Products Pty Ltd, Dandenong South/Australien * | 100 | 100 |
* Gesellschaften ohne Geschäftsbetrieb und
ohne jegliche Aktivität
Bezüglich der Veränderungen im Jahr 2022 wird auf die "Allgemeinen Angaben" Punkt 4. "Konsolidierungskreis" verwiesen.
At Equity bilanzierte Unternehmen
|
Kapitalanteil
in % |
2022 | 2021 |
| Inotec GmbH, Waldshut-Tiengen | 47,5 | 47,5 |
Es bestehen keine Restriktionen hinsichtlich der Verwertung von Vermögenswerten oder der Begleichung von Schulden bei vollkonsolidierten Unternehmen innerhalb des Konzerns.
(42) Deutscher Corporate Governance Kodex
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der Sto SE & Co. KGaA, der STO Management SE, und der Aufsichtsrat der Sto SE & Co. KGaA haben am 15. Dezember 2022 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 abgegeben und den Aktionären am 16. Dezember 2022 auf der Internetseite im Bereich "Investor Relations" unter der Kategorie "Corporate Governance & Compliance" unter "Entsprechenserklärung" zugänglich gemacht.
43) Bezüge des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats
Rechtsformbedingt besteht bei der Sto SE & Co. KGaA kein Vorstand, die Geschäfte werden durch die persönlich haftende Gesellschafterin STO Management SE als alleiniges Mitglied des Geschäftsführungsorgans gem. § 287 Abs. 2 AktG geführt. Diese erhält die satzungsgemäße Haftungsvergütung und gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung der Sto SE & Co. KGaA Aufwandsersatz. Dies entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Teil dieses Aufwendungsersatzes waren die Vergütungen der Mitglieder des Vorstands der STO Management SE im Geschäftsjahr 2022. Diese setzen sich zusammen aus einer fixen sowie aus einer variablen Komponente, die einen größeren Anteil haben kann, jedoch nach oben begrenzt ist (Cap). Der variable Bestandteil besteht aus einem Long-Term-Incentive, der an die Umsatzentwicklung des Sto-Konzerns und an die Konzernkennzahl ROCE der vergangenen drei Geschäftsjahre im Vergleich zum Plan dieser Periode gekoppelt ist, sowie einem vom Ergebnis nach Steuern des Sto-Konzerns abhängigen Short-Term-Incentive für das laufende Geschäftsjahr. Aktienoptionen werden nicht gewährt. Die kurzfristig fälligen Leistungen dafür betrugen 3.951 TEUR (Vorjahr: 3.911 TEUR). Die ebenfalls kurzfristig fälligen Long-Term-Incentive Leistungen betrugen 448 TEUR (Vorjahr: 464 TEUR). Die kurz- und langfristig fälligen Leistungen beliefen sich insgesamt auf 4.399 TEUR * (Vorjahr: 4.375 TEUR). Der Aufwand für zukünftige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (laufender Dienstzeitaufwand) betrug 322 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR). Die Gesamtbezüge des Vorstands der STO Management SE beliefen sich somit auf 4.721 TEUR (Vorjahr: 4.689 TEUR). Weiterer Teil des Aufwendungsersatzes an die STO Management SE waren die Bezüge des Aufsichtsrats der STO Management SE für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 178 TEUR (Vorjahr: 173 TEUR).
Am 31. Dezember 2022 betrugen die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten für aktuelle Mitglieder des Vorstands der STO Management SE 43 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR). Des Weiteren bestehen kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 2.691 TEUR (Vorjahr: 2.782 TEUR). Für frühere Organmitglieder betrugen die Pensionsrückstellungen aufgrund der Verrechnung mit Planvermögen zum 31. Dezember 2022 1.765 TEUR (Vorjahr: 2.117 TEUR). Die Bezüge früherer Organmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 466 TEUR (Vorjahr: 586 TEUR).
Die Bezüge des Aufsichtsrats der Sto SE & Co. KGaA betrugen für das Geschäftsjahr 2022 592 TEUR (Vorjahr: 501 TEUR). Diese enthielten bis zur Änderung von § 11 der Satzung der Sto SE & Co. KGaA durch Beschluss der Hauptversammlung am 22. Juni 2022 eine fixe Vergütung und eine Aufwandsentschädigung. Demnach stand dem Vorsitzenden der vierfache Betrag der Grundvergütung zu, seinem Stellvertreter der zweieinhalbfache. Der Vorsitz in einem Aufsichtsratsausschuss wurde mit einem fixen Jahresbetrag vergütet. Nach Änderung des § 11 der Satzung der Sto SE & Co. KGaA erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine jährliche feste Vergütung. In Ergänzung zu der festen (Grund-) Vergütung erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats für zusätzliche Positionen eine Zusatzvergütung. Diese beträgt für den Aufsichtsratsvorsitz 70 TEUR, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz 25 TEUR, für den Vorsitz im Prüfungsausschuss und/oder Finanzausschuss 25 TEUR, für den Vorsitz im Nominierungsausschuss 10 TEUR, als Mitglied im Prüfungs- und/oder Finanzausschuss (ohne den Vorsitz in einem dieser Ausschüsse zu führen) jeweils 10 TEUR und als Mitglied im Nominierungsausschuss (ohne den Vorsitz in diesem Ausschuss zu führen) 5 TEUR. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils für ihre Gremientätigkeit ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen. Ausgenommen davon sind die Vergütung und sonstige Leistungen der betrieblichen Arbeitnehmervertreter aus ihren Arbeitsverträgen. Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Gremientätigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Vergütungen gewährt.
Des Weiteren verweisen wir auf den Vergütungsbericht gem. § 162 AktG, der auf der Internetseite in der Rubrik "Investor Relations" unter der Kategorie "Vergütungsbericht gem. § 162 AktG" veröffentlicht ist.
Mitglieder des Vorstands der STO Management SE im Geschäftsjahr 2022 (persönlich haftende Gesellschafterin der Sto SE & Co. KGaA):
Rainer Hüttenberger
Sprecher des Vorstands, zuständig für Markenvertrieb
Sto International, Geschäftsfeldorganisation, Corporate Strategic Development, M&A und die Geschäftseinheit Industrie Stein am Rhein/Schweiz, Dipl.-Betriebswirt (FH)
Vorsitzender des BOD Sto Corp., Atlanta/USA
Vorsitzender des BOD Shanghai Sto Ltd., Shanghai/China
Vorsitzender des BOD Sto Scandinavia AB, Linköping/Schweden Vorsitzender des BOD Sto Danmark A/S, Hvidovre/Dänemark Vorsitzender des BOD Sto Yapi Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul/Türkei
Mitglied BOD Sto Norge AS, Langhus/Norwegen
Mitglied BOD Sto Finexter OY, Vantaa/Finnland
Mitglied BOD Sto SEA Pte. Ltd., Singapur/Singapur
Michael Keller
Vorstand, zuständig für Markenvertrieb Sto Deutschland, Distribution, Marketing-Kommunikation, Nachhaltigkeit und Zentrale Dienste
Bonndorf, Ing.-Päd. (TU)
Mitglied des Verwaltungsrats Beissier S.A.U., Errenteria/Spanien
Jan Nissen
Vorstand Technik, zuständig für Verfahrenstechnik, Innovation, Materialwirtschaft und Logistik Bad Dürrheim, Bachelor of Science
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats Inotec GmbH, Waldshut-Tiengen
Mitglied BOD Shanghai Sto Ltd., Shanghai/China
Mitglied BOD Sto SEA Pte. Ltd., Singapur/Singapur
Rolf Wöhrle
Vorstand Finanzen, zuständig für Finanzen, Controlling, Informationstechnologie, Interne Revision, Investor Relations, Legal und Technischer Service
Bad Dürrheim, Dipl.-Betriebswirt (BA)
Mitglieder des Aufsichtsrats der Sto SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2022:
* Vertreter der Arbeitnehmer
Peter Zürn
Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2007
Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Vorsitzender des Nominierungsausschusses seit 22. Juni 2022 Bretzfeld-Weißlensburg Kaufmann
Mitglied des Aufsichtsrats STO Management SE, Stühlingen Mitglied des Verwaltungsrats der PERI SE, Weißenhorn
Niels Markmann *
Mitglied des Aufsichtsrats seit 24. April 2020
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Mitglied des Finanzausschusses seit 22. Juni 2022
Velbert
Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Vorsitzender des Betriebsrats der Vertriebsregion Nord-West, Sto SE & Co. KGaA
Maria H. Andersson
Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Juni 2017
Vorsitzende des Finanzausschusses
Mitglied des Prüfungsausschusses bis 22. Juni 2022
München
Family Officer/Single Family Office, München
Partnerin bei Mackewicz & Partner Investment Advisers, München
Geschäftsführerin der GIWA Verwaltungs GmbH, München Geschäftsführerin der GIWA Immobilien GmbH, München Geschäftsführerin der VAKO Logistik GmbH, Sonnenbühl Mitglied des Aufsichtsrats STO Management SE, Stühlingen Mitglied des Beirats Matador Partners Group AG, Sarnen/Schweiz
Thade Bredtmann *
Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Mitglied des Prüfungsausschusses seit 22. Juni 2022 Pfalzgrafenweiler
Leiter Personal Sto-Gruppe
Klaus Dallwitz *
Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Maintal
Sachbearbeiter Auftragsannahme und Tourendisposition VC Maintal, Sto SE & Co. KGaA
Catharina van Delden
Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
München
Unternehmerin
Mitglied des Aufsichtsrats EQS Group AG, München
Mitglied des Beirats innosabi GmbH, München
Mitglied des Beirats Süd Deutsche Bank, München
Wolfgang Dell *
Mitglied des Aufsichtsrats vom 1. März 2011 bis 22. Juni 2022 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis
22. Juni 2022
Mitglied des Prüfungsausschusses bis 22. Juni 2022
Hattersheim
Sachbearbeiter Instandhaltung Anlagentechnik,
Sto SE & Co. KGaA
Petra Hartwig *
Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Bad Zwesten
Gewerkschaftssekretärin IG BCE, Bezirksleiterin Bezirk Freiburg Mitglied des Aufsichtsrats Takeda GmbH, Singen
Frank Heßler *
Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Juni 2017
Mannheim
Politischer Gewerkschaftssekretär
Stellvertretender Landesbezirksleiter IG BCE Landesbezirk Baden-Württemberg
Barbara Meister *
Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Juni 2010
Mitglied des Finanzausschusses
Mitglied des Prüfungsausschusses
Blumberg
Vorsitzende des Betriebsrats Stühlingen, Sto SE & Co. KGaA
Dr. Renate Neumann-Schäfer
Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Juni 2017
Vorsitzende des Prüfungsausschusses
Mitglied des Finanzausschusses bis 22. Juni 2022
Überlingen
Unternehmensberaterin, Wirtschaftswissenschaftlerin
Mitglied des Aufsichtsrats STO Management SE, Stühlingen Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats Goldhofer Aktiengesellschaft, Memmingen
Stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats Samariter
Stiftung, Nürtingen
Mitglied des Aufsichtsrats R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg
Verwaltungsrätin Samariter GmbH, Nürtingen
Stiftungsrätin der Stiftung Zeit für Menschen, Nürtingen
Cornelia Reinecke
Mitglied des Aufsichtsrats vom 14. Juni 2017 bis 22. Juni 2022
Mitglied des Nominierungsausschusses bis 22. Juni 2022
Emmendingen
Leiterin Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der Sick AG, Waldkirch
Roland Schey *
Mitglied des Aufsichtsrats vom 14. Juni 2017 bis 22. Juni 2022
Mitglied des Finanzausschusses bis 22. Juni 2022
Tengen
Leiter Finanz- und Rechnungswesen Sto-Gruppe
Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer
Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2007
Mitglied des Nominierungsausschusses
Rottach-Egern
Inhaber des Lehrstuhls für Bauphysik der Technischen Universität München
Mitglied des Beirats agn Niederberghaus + Partner GmbH, Ibbenbüren
Martina Seth *
Mitglied des Aufsichtsrats vom 14. Juni 2017 bis 22. Juni 2022 Bad Münder
Leitung des Wilhelm-Gefeller-Bildungs- und Tagungszentrums der IG BCE, Bad Münder
Kirsten Stotmeister
Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Mitglied des Prüfungsausschusses seit 22. Juni 2022
Mitglied des Finanzausschusses seit 22. Juni 2022
Mitglied des Nominierungsausschusses seit 22. Juni 2022
Waldshut-Tiengen
Family Office Leiterin Finanzen/Treasury OTS Vermögensverwaltungs GmbH, Stühlingen
Dr. Max-Burkhard Zwosta
Mitglied des Aufsichtsrats vom 27. Oktober 2005 bis
22. Juni 2022
Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 22. Juni 2022
Vorsitzender des Nominierungsausschusses bis 22. Juni 2022
Wittnau
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Mitglied des Aufsichtsrats STO Management SE, Stühlingen bis 22. Juni 2022
Vorsitzender des Beirats Brauerei Ganter GmbH & Co. KG, Freiburg i.Br.
Aufsichtsratsvorsitzender Ganter Grundstücks GmbH, Freiburg i.Br.
Vorsitzender des Beirats Ganter Real Estate Nr.1 GmbH & Co. KG, Freiburg i.Br.
Vorsitzender des Beirats alfer aluminium Gesellschaft mbH, Wutöschingen
Vorsitzender des Beirats Walter Maisch Familien Holding
GmbH & Co. KG, Gaggenau
Mitglied des Aufsichtsrats Testo SE & Co. KGaA, Titisee-Neustadt
Mitglied des Aufsichtsrats Testo Management SE, Titisee-Neustadt
Vorsitzender des Gesellschafter-Beirats EGT AG, Triberg Beiratsvorsitzender Löwenbrauerei Freiburg GmbH, Freiburg i.Br.
Mitglieder des Aufsichtsrats der STO Management SE im Geschäftsjahr 2022 (persönlich haftende Gesellschafterin der Sto SE & Co. KGaA):
Jochen Stotmeister
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Grafenhausen
Peter Zürn
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022
Bretzfeld-Weißlensburg
Maria H. Andersson
München
Dr. Renate Neumann-Schäfer
Überlingen
Gerd Stotmeister
Allensbach
Kirsten Stotmeister
Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2022 Waldshut-Tiengen
Dr. Max-Burkhard Zwosta
Mitglied des Aufsichtsrats bis 22. Juni 2022 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 22. Juni 2022
Wittnau
Stühlingen, 3. April 2023
Sto
SE & Co. KGaA
vertreten durch STO Management SE
Vorstand
Rainer Hüttenberger, Sprecher
Michael Keller
Jan Nissen
Rolf Wöhrle
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sto SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Den Abschnitt "Wirksamkeitsaussage internes Kontrollsystem und Risiko-Management-System" des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des oben genannten Abschnitts des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
[1] Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
[2] Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
[1] Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
(1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 39,1 Mio. unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die mit drei Ausnahmen mit den rechtlichen Einheiten übereinstimmen. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cashflow Modellen ermittelt. Dabei bildet die 5-Jahres-Planung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es auch nach Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung zu Wertminderungen von insgesamt € 3,6 Mio.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiterer Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Hinzuziehung interner Bewertungsspezialisten unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Dabei haben wir die Abgrenzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geprüft. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Cashflows mit der 5-Jahres-Planung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest sowie zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind im Abschnitt 6. "Darstellung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Unterabschnitte "Immaterielle Vermögenswerte" sowie "Schätzungen und Annahmen des Managements", im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Unterabschnitt (13) "Immaterielle Vermögenswerte", sowie im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung", Unterabschnitt (8) "Abschreibungen", des Konzernanhangs enthalten.
[2] Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft
(1) Im Konzernabschluss des Sto-Konzerns werden unter den Bilanzposten "Langfristige sonstige Rückstellungen" und "Kurzfristige sonstige Rückstellungen" unter anderem Rückstellungen aus Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft in Höhe von insgesamt € 36,7 Mio. ausgewiesen. Diese Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Produkten. Die Gewährleistungsverpflichtungen werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs sowie auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt. Dazu sind Annahmen über Art und Umfang künftiger Gewährleistungsverpflichtungen zu treffen. Diesen Annahmen liegen qualifizierte Schätzungen teilweise unter Berücksichtigung von externen Sachverständigen zugrunde. Dies gilt vor allem für den bedeutsamsten Gewährleistungsfall, für den ein Betrag von € 11,6 Mio. in den ausgewiesenen Gewährleistungsrückstellungen enthalten ist. Diesem stehen in den "kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten" enthaltene Versicherungserstattungsansprüche von insgesamt € 4,2 Mio. gegenüber.
Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.
(2) Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem durch den Vergleich dieser Werte mit Vergangenheitswerten und anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Wir haben die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Gewährleistungsrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Vollständigkeit und Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen vorgenommen. Diesbezüglich haben wir insbesondere Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf den in den Gewährleistungsrückstellungen enthaltenen bedeutsamsten Gewährleistungsfall durchgeführt. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen.
Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen für den Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft hinreichend dokumentiert und begründet sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind im Abschnitt 6. "Darstellung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", Unterabschnitte "Sonstige Rückstellungen" sowie "Schätzungen und Annahmen des Managements", und im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Unterabschnitt (25) "Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen" des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Abschnitt "Wirksamkeitsaussage internes Kontrollsystem und Risiko-Management-System" des Konzernlageberichts als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Die sonstigen Informationen umfassen
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die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
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den gesonderten nichtfinanziellen Bericht zur Erfüllung der §§ 289b bis 289e HGB und der §§ 315b bis 315c HGB |
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alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei STO_SE_KA+KLB_ESEF-2022-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
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beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
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beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen. |
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beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Juni 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. November 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Konzernabschlussprüfer der Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT -VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Kai Mauden.
Stuttgart, den 12. April 2023
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer
Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Stühlingen, 3. April 2023
Sto
SE & Co. KGaA
vertreten durch STO Management SE
Vorstand
Rainer Hüttenberger, Sprecher
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Michael Keller
Rolf Wöhrle
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