Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 8246
Eingetragen
12.8.2009
Branche
Malerei- und LackiergewerbeEinbau von IsolierungenReparatur und Instandhaltung von Metallerzeugnissen
Gegenstand
die Ausführung von Korrosionsschutzarbeiten, Malerarbeiten, Wärmedämmungen und die Betonsanierung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Hendrik Garbe
seit 25.3.2026
Prokura
Markus Eustergerling
seit 5.10.2023
Prokura
Christian Haarmann
seit 22.1.2018
Prokura
Prokura
Hendrik Wiemann
seit 12.8.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Marc Ambrock
Santa Catalina 26-28A E-08014 Barcelona
2.500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ambrock GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.619,00 3.710,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 123.630,00 126.249,00 136.712,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.423.738,43 6.699.978,02
2. technische Anlagen und Maschinen 336.775,80 394.090,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.149.718,61 1.079.617,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 362.959,92 9.273.192,76 114.899,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.676.000,00 1.676.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.250.000,00 1.250.000,00
3. Beteiligungen 177.300,00 175.239,28
4. sonstige Ausleihungen 150.000,00 3.253.300,00 0,00
12.652.741,76 11.530.247,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 240.906,84 264.539,48
2. unfertige Leistungen 5.541.463,25 4.407.462,39
3. erhaltene Anzahlungen -3.754.388,05 2.027.982,04 -2.845.951,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.964.843,32 4.526.225,89
2. sonstige Vermögensgegenstände 141.933,85 5.106.777,17 153.376,24
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.829.204,41 3.258.332,62
8.963.963,62 9.763.985,41
21.616.705,38 21.294.232,93

PASSIVA

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.600.000,00 2.600.000,00
III. Gewinnvortrag 10.738.095,69 9.516.790,24
IV. Jahresüberschuss 1.252.829,91 1.671.305,45
17.090.925,60 16.288.095,69
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 125.174,00 127.807,00
2. Steuerrückstellungen 134.823,18 311.412,00
3. sonstige Rückstellungen 2.187.093,00 2.303.972,00
2.447.090,18 2.743.191,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 157.894,72
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 351.542,32 445.493,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.727.147,28 1.659.558,10
2.078.689,60 2.262.946,24
21.616.705,38 21.294.232,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Vorjahr
1. Rohergebnis 25.035.563,61 24.912.646,22
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.537.545,48 -14.487.721,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.311.013,50 -18.848.558,98 -3.004.968,01
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -928.076,99 -959.638,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.424.887,98 -3.939.692,74
5. Erträge aus Beteiligungen 7.072,21 7.077,56
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 54.625,00 14.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen € 54.625,00 (Vj. € 14.000,00)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.045,34 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.982,00 -10.098,23
9. Ergebnis vor Steuern 1.904.800,21 2.531.604,38
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -610.387,00 -818.331,63
11. Ergebnis nach Ertragsteuern 1.294.413,21 1.713.272,75
12. sonstige Steuern -41.583,30 -41.967,30
13. Jahresüberschuss 1.252.829,91 1.671.305,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Aufstellungsgrundsätze

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Ambrock GmbH wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Von den Erleichterungen nach § 286 und § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Vergleichszahlen des Vorjahres sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

B. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Angaben zur Bilanz

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der degressiven sowie nach der linearen Methode, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei Sachanlagen, die degressiv abgeschrieben werden, erfolgt der Wechsel auf die lineare Methode zu dem Zeitpunkt, zu dem die linearen Abschreibungsbeträge die degressiven übersteigen.

Zugänge an beweglichen Anlagegegenständen werden entsprechend der steuerlichen Vorschrift pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von unter € 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die in den Vorjahren erworbenen Kundenstämme werden aufgrund der langfristigen Kundenbeziehungen über 15 Jahre als Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Stichtagspreisen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Als Herstellungskosten wurden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Forderungen und liquide Mittel wurden zu Nennwerten bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen beinhalten ausschließlich Pensionsverpflichtungen aus Pensionszusagen an bereits pensionierte Mitarbeiter. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) ermittelt und mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82% abgezinst. Der Bewertung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck zugrunde. Der Rententrend wird mit 1,0% bei der Bewertung berücksichtigt. Aus den veränderten Betrachtungszeiträumen für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes (Übergang von einem 7-jährigen Betrachtungszeitraum auf einen 10-jährigen Betrachtungszeitraum) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 518,00. Für diesen Unterschiedsbetrag besteht gem. § 253 (6) HGB eine gesetzliche Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Sie betreffen im Wesentlichen erwartete Leistungskürzungen und Nacharbeiten, Gewährleistungen, Überstundenverpflichtungen sowie den Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Die Zusammensetzung und Fristigkeit ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

31.12.2023 mit einer Restlaufzeit 31.12.2022
< 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 157.894,72
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 351.542,32 351.542,32 0,00 0,00 445.493,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.727.147,28 1.727.147,28 0,00 0,00 1.659.558,10
- davon aus Steuern (1.040.304,95) (883.347,89)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (102.748,89) (108.006,53)
2.078.689,60 2.078.689,60 0,00 0,00 2.262.946,24

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 65.209,71.

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von € 2.112,00.

C. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen im industrieüblichen Umfang sonstige finanzielle Verpflichtungen.

2. Belegschaft

Im Jahresdurchschnitt wurden 384 Mitarbeitende beschäftigt, davon 70 Angestellte, 248 gewerblich Mitarbeitende und 66 Auszubildende.

3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Ambrock GmbH hält 100% der Anteile an der AM Immobilien GmbH. Die AM Immobilien GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von € 1.773.932,07 aus und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 15.184,82.

4. Übrige Anhangsangaben

Die Gesellschaft ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:

Firma: Ambrock GmbH

Sitz: Hagen

Registergericht: Hagen

Handelsregisternummer: HRB 8246

Von der Befreiung des § 286 (4) HGB wird aufgrund der Tatsache, dass im Geschäftsjahr nur ein Geschäftsführer bestellt war Gebrauch gemacht.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft oblag im Geschäftsjahr 2023 Herrn Hendrik Wiemann, kfm. Geschäftsführer, Dortmund.

 

Hagen, den 17. April 2024

Ambrock GmbH, Hagen

Hendrik Wiemann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 229.625,27 4.490,00 0,00 0,00 234.115,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 196.216,58 0,00 0,00 0,00 196.216,58
425.841,85 4.490,00 0,00 0,00 430.331,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.283.978,55 993.148,39 0,00 0,00 14.277.126,94
2. technische Anlagen und Maschinen 5.287.137,17 93.288,59 0,00 848,23 5.379.577,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.368.053,75 560.070,75 0,00 65.917,47 4.862.207,03
4. Anlagen im Bau 114.899,81 248.060,11 0,00 0,00 362.959,92
23.054.069,28 1.894.567,84 0,00 66.765,70 24.881.871,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.676.000,00 0,00 0,00 0,00 1.676.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.250.000,00 0,00 0,00 0,00 1.250.000,00
3. Beteiligungen 175.239,28 2.060,72 0,00 0,00 177.300,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
3.101.239,28 152.060,72 0,00 0,00 3.253.300,00
26.581.150,41 2.051.118,56 0,00 66.765,70 28.565.503,27
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 225.915,27 5.581,00 0,00 231.496,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.504,58 13.082,00 0,00 72.586,58
285.419,85 18.663,00 0,00 304.082,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.584.000,53 269.387,98 0,00 6.853.388,51
2. technische Anlagen und Maschinen 4.893.046,37 150.056,26 300,90 5.042.801,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.288.436,14 489.969,75 65.917,47 3.712.488,42
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.765.483,04 909.413,99 66.218,37 15.608.678,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
15.050.902,89 928.076,99 66.218,37 15.912.761,51
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.619,00 3.710,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 123.630,00 136.712,00
126.249,00 140.422,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.423.738,43 6.699.978,02
2. technische Anlagen und Maschinen 336.775,80 394.090,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.149.718,61 1.079.617,61
4. Anlagen im Bau 362.959,92 114.899,81
9.273.192,76 8.288.586,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.676.000,00 1.676.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.250.000,00 1.250.000,00
3. Beteiligungen 177.300,00 175.239,28
4. sonstige Ausleihungen 150.000,00 0,00
3.253.300,00 3.101.239,28
12.652.741,76 11.530.247,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Das Unternehmen

Die Ambrock GmbH gehört zu den großen Unternehmen im Maler- und Lackiererhandwerk. Die Hauptarbeitsgebiete sind:

 

Betoninstandsetzung,

 

Industrieböden,

 

Korrosionsschutz,

 

Malerarbeiten,

 

Pulverbeschichtung,

 

Wärmedämmung.

Die Gesellschaft ist in Hagen mit Ihrer Hauptniederlassung am Standort "Auf dem Graskamp" sowie mit Ihrem Beschichtungswerk am Standort "Tiegelstraße" vertreten. Deutschlandweit unterhält die Ambrock GmbH darüber hinaus eigene Niederlassungen in Dormagen, Dortmund, Essen, Frankfurt, Gotha, Hannover, Hamburg, Jena sowie in München.

Je nach Saison beschäftigte die Ambrock GmbH in 2023 zwischen 357 - 407 eigene Mitarbeitende. Im Jahresdurchschnitt wurden 384 eigene Mitarbeitende sowie in der Hochsaison zusätzlich bis zu 29 Mitarbeitende von externen Dienstleistern beschäftigt.

2. Geschäftsverlauf und Lageeinschätzung

Während in dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2022 noch coronabedingte Nachholeffekte auf ein historisch niedriges Zinsniveau trafen, kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einer Normalisierung der Nachfrage. Die in 2023 erwirtschaften Umsatzerlöse bilden den von der Gesellschaft verfolgten nachhaltigen Wachstumskurs vollumfänglich ab und entsprechen somit der für das Geschäftsjahr geplanten Unternehmensleistung.

Die multiplen weltweiten Krisen, die Folgewirkungen der Inflation, sowie die spürbaren Verwerfungen, die sich aus den Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergeben, bedeuten auch für die Ambrock GmbH zusätzliche Belastungen aber auch erhebliche Chancen. Die erweiterte Geschäftsleitung hat die sich verändernden Marktbedingungen bzw. die sich daraus ergebenden Konsequenzen fest im Blick und fühlt sich auch aufgrund der traditionell soliden Finanz- und Kapitalplanung gut auf ein zunehmend volatiles Marktumfeld vorbereitet.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt solide, belastbar und zukunftsfest.

3. Die Ertragslage

Zwar wurde im Geschäftsjahr das Umsatzvolumen des Vorjahres erwartungsgemäß um etwa 5% verfehlt, doch ist bei der Analyse der Umsatzentwicklung zu berücksichtigen, dass die Leistung in dem Ausnahmejahr 2022 um 13% über der des Vorjahres lag, so dass die Umsatzentwicklung 2023 grundsätzlich der Unternehmensplanung entsprach.

Inflationsbedingte Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie erhöhte Material- und Energiekosten führten zu zusätzlichen Belastungen in der Aufwandstruktur der Gesellschaft.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres lagen mit T€ 928 leicht unter dem Vorjahr.

Die planmäßige Tilgung des letzten verbliebenen Bankdarlehns in 2023 sowie das gestiegene Zinsniveau für Geldanlagen trugen zu einer Steigerung des Finanzergebnisses bei.

Insgesamt erwirtschaftete die Ambrock GmbH abermals ein erfreuliches Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.905 und einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.253.

Die gute Ertragslage bildet zusammen mit einer vorausschauenden Unternehmenssteuerung das Fundament für ein nachhaltiges und solides Unternehmenswachstum als strategisches Unternehmensziel.

4. Die Vermögenslage

Auch im Geschäftsjahr 2023 konnte die Ambrock GmbH Ihre Eigenkapitalbasis ausweiten, so dass das Bilanzsummenwachstum vollständig durch zusätzliches Eigenkapital unterlegt werden konnte. Der um T€ 803 gestiegenen Eigenkapitalausstattung standen auf der Aktivseite im Wesentlichen langfristige Investitionen gegenüber.

Insgesamt konnte die ohnehin solide Eigenkapitalquote auch in 2023 weiter verstärkt werden. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Eigenkapitalquote 78,4% (Vorjahr 77,3%).

Zusammenfassend ist die Vermögenslage der Gesellschaft solide und belastbar.

5. Investitionen / Liquiditäts- und Finanzlage

Bei den Investitionen des Geschäftsjahres 2023 handelt es sich im Wesentlichen um ein Grundstück am Standort der Hauptverwaltung in Hagen, um Erweiterungsinvestitionen im Beschichtungswerk in Hagen sowie um Umbauten am Standort in Essen.

Das Verhältnis von Investitionen und Abschreibungen entspricht in 2023 der langfristigen und nachhaltigen Wachstumsstrategie der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist hervorragend mit Immobilien und mit technischem Gerät für Ihre jetzigen und sich bereits abzeichnende Anforderungen ausgestattet. Bei sämtlichen Investitionsentscheidungen wird die längerfristige Unternehmensplanung vorausschauend mit einbezogen.

Das Anlagevermögen hat einen Anteil an der Bilanzsumme von insgesamt 58,5% und ist vollständig durch Eigenkapital unterlegt. Aufgrund der steigenden Energiekosten, der Herausforderungen durch den ökologischen Wandel sowie des geplanten Unternehmenswachstums rechnet die Gesellschaft langfristig mit steigenden Investitionen.

Die solide Ausstattung mit Liquidität hat die Gesellschaft in Zeiten gestiegener Finanzierungskosten in die Lage versetzt die Investitionen des Geschäftsjahres vollständig aus eigenen Mitteln zu bewerkstelligen und gleichzeitig die letzte verbleibende Unternehmensfinanzierung planmäßig abzulösen.

Die Gesellschaft kommt ihren Zahlungsverpflichtungen stets pünktlich und unter Ausnutzung von Lieferantenskonti nach.

6. Mitarbeitende / Ausbildung / Fort- und Weiterbildung

Seit jeher leisten die gut ausgebildeten Facharbeitenden, Vorarbeitenden, Meister/-innen, Ingenieure/ -innen und Kaufleute den entscheidenden Beitrag zu der positiven Entwicklung der Ambrock GmbH.

Die demographische Entwicklung sowie die sich zunehmend verändernden Arbeitsgewohnheiten führen zu einer nach wie vor eingeschränkten Verfügbarkeit von Fachkräften. Die Ambrock GmbH hat diesen Fachkräftemangel im Handwerk bereits vor Jahren erkannt und steuert seitdem mit gezielten Maßnahmen zur Personalgewinnung und zur Attraktivitätssteigerung des Arbeitsplatzes gegen. Auch die bei der Ambrock GmbH selbstverständliche konsequente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden führt zu einer Aufwertung des Handwerksberufs und steht somit im Zentrum der unternehmerischen Planung der Gesellschaft.

Zum Bilanzstichtag befanden sich 69 Auszubildende im Unternehmen, die zusätzlich zu den öffentlichen Berufsschulen in einer unternehmenseigenen Lehrwerkstatt sowie auf den Baustellen betreut und ausgebildet werden.

7. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt selber keine eigenständige Grundlagenforschung, legt allerdings traditionell hohen Wert auf die Verwendung moderner Anstrichstoffe und Verfahrenstechniken und befindet sich hierzu im regen Austausch mit der herstellenden Industrie. Die Begleitung der Berufsausbildung, Fortbildung und Schulung sowohl der beschäftigten Maler und Lackierer als auch des Verwaltungspersonals steht im Mittelpunkt der Weiterentwicklung der Gesellschaft.

8. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen-, Risiko- und Prognosebericht)

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind zunehmend von multiplen Krisen und Konflikten geprägt, die geeignet sind, das tägliche Handeln nachhaltig zu beeinflussen. Aber nicht nur die Volatilität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen scheint sich zu verstetigen, sondern es bildet sich gleichzeitig eine zunehmende Resilienz im Umgang mit diesen Krisen heraus. Dies hat das "System Ambrock" bereits während der Coronapandemie unter Beweis stellen können.

Bezüglich der Bauindustrie bedeutet diese zunehmende wirtschaftliche Dynamik die Notwendigkeit zur permanenten Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen. Für die Ambrock GmbH bedeutet dies konkret die energie- und inflationsbedingten Preisanpassungen bei den Baustoffen bzw. den Personalkosten unverzüglich in Ihre Preisverhandlungen einzuarbeiten.

Der zu beobachtenden rückläufigen Baukonjunktur steht eine sich verschärfende Unterversorgung mit Wohnraum insbesondere in Ballungszentren gegenüber.

Die fortschreitende Alterung der Gesellschaft in Deutschland, sich verändernde Lebensentwürfe und Familiensituationen sowie die Forderungen nach einer Dekarbonisierung des Wohnungssektors führen zu einer sich stets verändernden Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeimmobilien. Hierauf werden sowohl die Immobilienwirtschaft als auch die politisch Verantwortlichen zu reagieren haben. Die Ambrock GmbH, sieht sich aufgrund ihrer auf Flexibilität ausgelegten dezentralen Unternehmensorganisation sowie ihres breiten Leistungsspektrums für die daraus resultierenden Anforderungen (z.B. Umnutzungen, Bauen im Bestand, energetische Sanierungen, usw.) gut vorbereitet.

Der Personalmangel im Allgemeinen sowie der Fachkräftemangel speziell im Handwerk stellen nach wie vor eine Wachstumsbeschränkung für das gesamte Handwerk dar. Ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Ambrock GmbH wird auch zukünftig weiter darin bestehen, inwiefern es gelingt, erfahrene und gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden bzw. neue Mitarbeitende zu finden. Da aber nicht nur das unternehmerische Umfeld von Unsicherheit geprägt ist, sondern auch zunehmend der Arbeitsmarkt, wird die Ambrock GmbH zunehmend als attraktiver, moderner und zuverlässiger Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen und gezielt angesprochen.

Weitere Risiken, die durch das Wahrnehmen von Chancen im Rahmen des unternehmerischen Handelns entstehen können, ergeben sich durch die Abhängigkeit von den jeweiligen branchenspezifischen aber auch von globalen Konjunkturentwicklungen. Die darüber hinaus bestehenden Risiken, die mit den Chancen des unternehmerischen Handelns verknüpft sind, ergeben sich insbesondere aus Kundenbeziehungen. Im Bereich des Kreditrisikos werden dabei insbesondere die Risiken von Zahlungsausfällen abgebildet, die durch den Verlust von Geschäftspartnern durch Insolvenz oder durch temporäre Liquiditätsprobleme auftreten können. Bonitäts- und Liquiditätsprobleme von Geschäftspartnern können erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Darüber hinaus können Forderungsausfälle unmittelbar die Ergebnissituation sowie die Liquiditätslage der Ambrock GmbH negativ beeinflussen. Zur Überwachung dieser Debitorenrisiken wird ein EDV-gestütztes Debitoren-Informationssystem eingesetzt, um auf Verschlechterungen des Zahlungsverhaltens zeitnah reagieren zu können. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft u.a. durch Anforderungen von Abschlagszahlungen und der EDV-gestützten Bewertung der Bonitätsrisiken von Debitoren.

Projekt- und Vertragsrisiken bilden im klassischen Baugeschäft eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent und auch die Bewertung von projektspezifischen Nachträgen birgt Risiken, die kontinuierlich überprüft werden.

Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf des Unternehmens zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig jederzeit sicherzustellen. Die Überwachung möglicher Finanzrisiken erfolgt durch das regelmäßige Berichtswesen. Das Berichtswesen umfasst die Liquiditätsplanung mit mittel- bis langfristigem Horizont und stellt damit die Grundlage für die Koordination und Sicherstellung des Finanzbedarfs des Unternehmens dar. Die Finanzrisiken der Ambrock GmbH werden aufgrund des effizienten Finanzmanagements und der hohen Eigenkapitalquote, verbunden mit den offenen Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten, als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft ist sich der Risiken aus Angriffen auf ihre digitale Infrastruktur bewusst und begegnet dieser ständig wachsenden Bedrohungslage mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Neben technischen Vorkehrungen und Schulungsmaßnahmen der Mitarbeitenden hat die Ambrock GmbH eine Sicherheitsdiagnose des gesamten IT-Systems durch ein spezialisiertes Beratungsunternehmen durchführen lassen. Die sich hieraus ergebenden Sicherheitshinweise wurden umgesetzt. Zusätzlich unterhält die Gesellschaft eine Cyber-Versicherung.

Die im vorjährigen Lagebricht abgegebene Prognose für 2023 ("Umsatzerlöse in Höhe von T€ 33.000 und ein Ergebnis vor Steuern von über einer Million Euro") wurde bezüglich der Umsatzerlöse leicht und bezüglich des Ergebnisses vor Steuern deutlich übertroffen.

Auch wenn die Vielzahl von zum Teil miteinander verwobenen Krisen zu erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten führt und eine verlässliche Unternehmensplanung nur noch eingeschränkt möglich ist, geht die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr davon aus, dass das Ergebnis vor Steuern in 2024 abermals deutlich über einer Million Euro liegen wird. Bezüglich der Unternehmensleistung plant die Gesellschaft, auch aufgrund der jüngsten Verstärkung ihres Standortes in Hannover, ihren nachhaltigen Wachstumskurs weiter fortsetzen zu können und rechnet konkret mit Umsatzerlösen in Höhe von etwa T€ 36.000.

 

Hagen, den 17. April 2024

Hendrik Wiemann, Geschäftsführer

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers

Wir weisen darauf hin, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nur teilweise offengelegt wird; der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers sich jedoch auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ambrock GmbH, Hagen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - der Ambrock GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ambrock GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, den 17. April 2024

CRAMER WERTHMANN & PARTNER mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Dietmar Cramer, Wirtschaftsprüfer

Thomas Engemann, Wirtschaftsprüfer

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