Heinrich Fooke Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Fooke seit 3.1.2024 | Geschäftsführer |
Johannes Ross seit 3.1.2024 | Prokura |
Ludger Wellner seit 3.1.2024 | Prokura |
Andrej Kamen seit 19.10.2023 | Prokura |
Andreas Feldevert seit 28.11.2012 | Prokura |
Johannes Fooke seit 24.2.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fooke GmbHBorkenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Fooke GmbH, BorkenGrundlagen des Unternehmens Präzision, Zuverlässigkeit und Innovationskraft - dafür steht der Name Fooke weltweit. Als mittelständisches Familienunternehmen wurde Fooke 1904 gegründet und wird heute in der vierten Generation geführt. Die Unternehmensnachfolge und somit 5. Generation ist geregelt und ist ab 2024 geplant. Unser Ziel ist es, für und mit unseren Kunden einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Dazu umfasst unser Leistungsspektrum den allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau, die Automatisierung, spezialisiert auf hochdynamische Fräsmaschinensysteme, FSW- / AFSD-Anlagen (Friction Stir Welding-Anlagen). Unser exzellenter weltweiter After-Sales-Service garantiert eine nachhaltige hohe Verfügbarkeit. Fooke als Systempartner ist daher stolz, weltweit namhafte Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Schienenverkehrstechnik, der Automobilindustrie und deren Partner in der Zulieferindustrie als aktive Referenzen nennen zu können. Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Lage Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Ukraine-Kriegs und den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, der anhaltende Fachkräftemangel und die andauernde, allerdings im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Dennoch konnte sich die deutsche Wirtschaft in 2022 insgesamt gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2022 um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, und um 1,8 % höher als im Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten, auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Vorjahr unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. (Quelle: Destatis) Branchenentwicklung Die hohe Inflation und der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen, Materialengpässe und Lieferkettenschwierigkeiten haben auch die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in 2022 belastet. Darüber hinaus kehrten immer mehr Staaten zu protektionistischen Maßnahmen zurück. Bei den Auftragseingängen war in 2022 insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen. Während in den ersten drei Quartalen 2022 noch Zuwächse bei den Bestellungen erzielt werden konnten, kippte anschließend die Nachfrage nach Investitionsgütern. Im Jahr 2022 wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von € 192,4 Mrd. exportiert, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von nominal € 11,1 Mrd. bzw. 6,1 % entspricht. Preisbereinigt verzeichneten die Unternehmen im vergangenen Jahr allerdings einen Rückgang von real 1,3 %. Damit blieb jedoch der erwartete starke Rückgang in 2022 aus. Die USA sind weiterhin der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland. In 2022 wurde der Vorsprung vor China weiter ausgebaut. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten legten um nominal 20 % auf € 24,8 Mrd. zu. Die Exporte nach China verringerten sich dagegen um nominal 2,3 % auf € 18,9 Mrd. Damit gingen 12,9 % aller Maschinenlieferungen aus Deutschland in die USA, der Anteil Chinas liegt mit 9,8 % erstmals seit 2016 wieder unter 10 %. Das Exportvolumen aus Deutschland in die EU-27 legte im vergangenen Jahr um nominal 5,0 % auf € 84,4 Mrd. zu. Die EU-Partnerländer kommen damit auf einen Anteil an den deutschen Ausfuhren von insgesamt 43,9 %. Die wichtigsten Abnehmerländer der EU-27 waren Frankreich, Italien und die Niederlande. (Quelle: VDMA) Umsatz- und Ergebnisentwicklung Der erwartete Auftragseingang in den für uns relevanten Segmenten hat sich in 2022 aufgrund der zwar sukzessive abnehmenden, aber weiterhin andauernden Pandemie und des Anfang 2022 begonnenen Ukraine-Krieges weiterhin verzögert. Pandemiebedingt konnten in China große Aufträge nicht final abgeschlossen und somit fakturiert werden, was erst 2023 erfolgte. Die Fooke GmbH hat unter anderem auch deshalb das Geschäftsjahr 2022 mit einem deutlichen Jahresfehlbetrag abgeschlossen. Umsatzseitig wurde das Ziel für 2022 leicht übertroffen und die geplante Gesamtleistung konnte nahezu erreicht werden. Der Materialaufwand blieb unter Plan, der Personalaufwand lag dagegen über dem geplanten Wert. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern blieb mit T€ -2.589 zwar weiterhin deutlich negativ, konnte aber gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich verbessert werden (Vj.: T€ -5.291). Auch der (erneute) Jahresfehlbetrag hat sich mit T€ -2.892 gegenüber dem Vorjahr (T€ -5.502) weiter verringert. Das Jahresergebnis lag damit auf Planniveau (€ -2,9 Mio. lt. Base Case des überarbeiteten Sanierungsgutachtens). Die Umsatzerlöse erhöhten sich um T€ 4.354 bzw. 16,2 % auf T€ 31.183, wobei sich die Umsätze mit inländischen Kunden deutlich verbesserten (T€ +2.748). Gleichzeitig konnten auch die Umsätze mit EU-Kunden (T€ +989) und Kunden aus Drittländern (T€ +617) gesteigert werden. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen nahm um T€ +4.130 (Vorjahr: Bestandsverminderung von T€ -8.192) deutlich zu, sodass sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) gegenüber dem Vorjahr weiter um T€ 16.676 bzw. 89,5 % auf T€ 35.313 erhöhte. Die geplante Gesamtleistung für 2022 (€ 35,9 Mio.) konnte damit nahezu erreicht werden. Im Berichtsjahr wurden Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von T€ 592 (Vj.: T€ 603) gewährt, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Der Materialaufwand nahm von T€ 9.478 im Vorjahr um T€ 11.036 bzw. +116,4 % auf T€ 20.514 deutlich zu. In diesem Zusammenhang stiegen vor allem der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffeinsatz (T€ +10.557) und der Einkauf von fremden Dienstleistungen (T€ +705). Insgesamt verbesserte sich damit der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) in 2022 um T€ 5.640 auf T€ 14.799. Der Personalaufwand nahm vor allem im Zusammenhang mit dem Rückgang von Kurzarbeit, der Erhöhung der Rückstellungen für nachlaufende Auftragskosten (Anteil Personalkosten) und für Urlaubsverpflichtungen um insgesamt T€ 2.264 (+19,0 %) auf T€ 14.193 zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere im Bereich der Rechts- und Beratungskosten, der Reisekosten, der Kursverluste und der Marketingaufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber verringerten sich vor allem die EDV-Aufwendungen. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf Leistungsverbesserungen unserer Portalfräsmaschinen und FSW-Anlagen, im Wesentlichen in Verbindung kundenspezifischer System-, Prozess- und Integrationslösungen. Die anfallenden Kosten werden daher grundsätzlich als Aufwand erfasst. Darüber hinaus werden geförderte Grundlagenuntersuchungen durchgeführt und intensive Partnerschaften zu Hochschulen oder Instituten gepflegt. Vermögens- und Finanzlage Der Vorratsbestand erhöhte sich im Berichtsjahr um insgesamt T€ 10.309 auf T€ 11.025. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Zunahme der unfertigen Erzeugnisse (insgesamt T€ 4.130) und dem Rückgang der (offen von den Vorräten abgesetzten) erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (T€ -6.157). Für ausgewählte Kunden wurden weiterhin Maschinen finanziert sowie Standardmaschinen aufgelegt, um Lieferzeiten zu verkürzen. Darüber hinaus stiegen insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen das verbundene Unternehmen FOOKE USA, Inc. Die Forderungen gegen die Heinrich Fooke GmbH & Co. KG konnten dagegen leicht abgebaut werden. Der Bestand an liquiden Mitteln (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) der Gesellschaft nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Zum Bilanzstichtag werden liquide Mittel in Höhe von T€ 173 (Vj.: T€ 1.196) ausgewiesen. Es bestand im Geschäftsjahr durchgehend Zahlungsbereitschaft. Das Eigenkapital sank in Höhe des Jahresfehlbetrages 2022 um T€ -2.892 auf T€ 580. Die Eigenkapitalquote nahm bei gleichzeitiger deutlicher Erhöhung des Gesamtkapitals ebenfalls deutlich um weitere 24,8 %-Punkte auf nunmehr nur noch 2,4 % ab - jeweils berechnet auf Basis des Gesamtkapitals unter Berücksichtigung der offenen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten. Das Stammkapital der Fooke GmbH beträgt unverändert T€ 1.000. Das langfristige Vermögen unserer Gesellschaft in Höhe von T€ 644 ist zu 90,1 % (Vj.: 100,0 %) durch das Eigenkapital und vollständig durch das Eigenkapital und langfristige Fremdkapital gedeckt. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich vor allem im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme kurzfristiger Kontokorrent- und Geldmarktkredite insbesondere zur Finanzierung der unfertigen Erzeugnisse. Der gesamte Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital ist dadurch im Geschäftsjahr 2022 von rund 61,0 % im Vorjahr (auf Basis des Gesamtkapitals unter Berücksichtigung der offenen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten) auf rund 90,8 % deutlich gestiegen. Das Gesamtkapital nahm zum 31. Dezember 2022 um 85,8 % zu. Im Rahmen der Bewertung der Risiken der Corona-Pandemie wurde im Geschäftsjahr 2020 in Zusammenarbeit mit einer Beratungsgesellschaft eine integrierte Planung erstellt und im November 2022 aktualisiert. Im Zuge dessen wurden die Ziele der Fooke GmbH definiert. Die Absicherung der Planung erfolgt durch eine Landesbürgschaft und die finanzierenden Hausbanken bis Ende 2024. Investitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 74 betrafen im Geschäftsjahr 2022 die Anschaffung weiterer Dienstfahrräder (T€ 46) und geringwertiger Anlagegüter (T€ 28). Beteiligungen Mit der im Jahr 2012 gegründeten 100 %igen Tochtergesellschaft Fooke USA, lnc. (Shelby Township, MI 48315/USA), wurde der Vertrieb unserer Maschinen und Serviceleistungen in Nordamerika auch im Geschäftsjahr 2022 weiter vorangetrieben. Im Service und somit zur nachhaltigen Kundenbindung konnten weitere Fortschritte erzielt werden, die auch durch langfristige Serviceaufträge unserer Kunden honoriert wurden. Der geplante Vertriebserfolg in den USA stellte sich im Geschäftsjahr 2023 ein, wodurch bis Ende Oktober 2023 ein Auftragseingang an Neumaschinen von über € 10 Mio. zu verzeichnen war. Für 2022 wurde noch ein leichter Verlust in Höhe von T€ 2 ausgewiesen. Es wurden jedoch weitere Maßnahmen geplant und vorgenommen, um nachhaltig das Potenzial an Neumaschinen in Nordamerika zum Erfolg zu führen. Zur weiteren Stärkung unserer Absatzchancen im ostasiatischen Markt haben wir im Jahr 2016 die 100 %ige Tochtergesellschaft Fooke Japan Kabushiki Kaisha (KK) (Yokohama City / Japan) gegründet. Trotz des Auftrags über zwei Maschinen aus dem Automobilbereich Ende 2021 bleib der Auftragseingang für Neumaschinen aus Japan auch im Jahr 2022 hinter unseren Erwartungen zurück. Daraufhin haben wir uns hinsichtlich des japanischen Standortes neu ausgerichtet und entsprechend auch die Kostenstruktur angepasst. Für Japan wurden dementsprechend langfristige Ziele gesteckt, mit dem Fokus auf das Projektgeschäft. Auf Basis der erfolgreich abgenommenen Maschinen des Automobilkunden und dessen weiteren Bedarfs werden wir diese Referenz nutzen, die Tür in den Markt der Tier-1 Lieferanten zu öffnen. Risikomanagementziele und -methoden Die Gesellschaft versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung, die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Die Quantifizierung von Markt- und Konjunkturrisiken sowie Betriebsrisiken (z. B. Liquidität) erfolgt anhand verschiedener Parameter. Um eine diversifizierte Perspektive zu gewährleisten und die Marktentwicklung zu überwachen, werden hauptsächlich Analysen von Anfragen und Angeboten, Auftragseingängen, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien, Messeauswertungen sowie Einschätzungen der Geschäfts- und Vertriebsleitung und der weltweiten Vertretungen herangezogen. Zusätzlich erfolgt eine umfassende Bewertung der Chancen und Risiken aller maßgeblichen Marktteilnehmer auf Basis interner Audits. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarung und der Einforderung von Anzahlungen nach vordefinierten Arbeitsstadien im Projektgeschäft sind die Risiken weitgehend minimiert. Hinsichtlich der letzten Tranche nach Auslieferung besteht ein Restrisiko, welches z.B. durch Letter of Credits oder andere Sicherungsinstrumente abgesichert wird. Zur Absicherung von Währungskursrisiken schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab. Die Materialverfügbarkeit und die Materialpreise entwickeln sich erwartungsgemäß; größere Schwankungen sind zukünftig nicht zu erwarten. Die Energiekrise konnte durch die Investitionen der vergangenen Jahre in ein modernes betriebliches Leitungsnetz und in Photovoltaik sowie einen günstigen Einkauf und Einsparungsmaßnahmen kompensiert werden. Um die zukünftigen Herausforderungen in einem immer komplexer werdenden Umfeld erfolgreich zu meistern, haben wir uns für einen hochkarätig besetzten interdisziplinären Beirat entschieden, der als professioneller Rat und als rationale Brücke für alle Beteiligten dienen wird. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Um die Risiken der Corona-Pandemie zu bewerten, wurde bereits im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit einer Beratungsgesellschaft eine integrierte Planung (Turnaround-Konzept) mit verschiedenen Szenarien erarbeitet und letztlich auf Grund der Erfahrungen mit der Pandemieentwicklung und dem Ukraine-Krieg aktualisiert. Fooke GmbH konnte aufgrund COVID-19 und der Null-Covid-Strategie in China wichtige Märkte und relevante Kunden nicht erreichen. Gerade China blieb somit ein großer Unsicherheitsfaktor. Aus diesem Grund planen wir ohne Auftragseingänge aus Russland sowie nur mit einer geringen Nachfrage für Neumaschinen aus China und haben nachhaltig unsere Vertriebsstrategie neu ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund sieht die Aktualisierung eine Ausweitung der Mittelfristplanung bis 2025 in Europa und insbesondere Nordamerika vor. Unsere Planung geht von einem konstanten Auftragseingang aus, wodurch die FOOKE GmbH ab dem nächsten Jahr wieder zur Profitabilität zurückkehrt. Trotz der globalen Herausforderungen verzeichnen wir durch die neue Fokussierung eine Vielzahl positiver Projektanfragen. Insbesondere kommen die Projekte aus der Schienenverkehrsindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt. Hier konnten auch erste Aufträge aus unseren Forschungs- und Entwicklungsprojekten realisiert werden. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 lag mit insgesamt € 48,4 Mio. schon deutlich über dem Vorjahreswert und über dem Planniveau. Zum Zeitpunkt 31. Oktober 2023 liegt der Auftragsbestand mit € 55,7 Mio. um € 4,9 Mio. über Plan und weitere Vergaben bis Jahresende stehen aus. Für das Jahr 2023 wurde ein Auftragseingang in Höhe von ca. € 36,3 Mio. (Neumaschinen und Service) und ein Umsatz in Höhe von € 35,5 Mio. geplant. Der per Ende Oktober 2023 prognostizierte Auftragseingang konnte kumuliert bereits um € 3,1 Mio. übertroffen werden. Damit ist auch für 2024 und für 2025 erstmalig nach Corona wieder ein langfristiger Ausblick für eine Vollbeschäftigung in vielen Bereichen gegeben. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einem Jahresüberschuss von rd. € 0,9 Mio., der das Eigenkapital wieder leicht aufbauen wird. Auch für 2024 rechnet die Fooke GmbH mit einem Jahresüberschuss. Die Finanzierer der Fooke GmbH haben auf Grundlage der Planung und des erzielten Auftragseingangs für 2023 und 2024 die notwendigen Mittel bereitgestellt; die Finanzierung ist weiterhin mit einer Bürgschaft des Landes NRW unterlegt. Dem Unternehmen ist es gelungen, zentrale Projekte für den Turnaround erfolgreich umzusetzen und damit eine positive Planung für die Jahre 2023, 2024 und 2025 zu erstellen und teils heute schon zu übertreffen. Im Mittelpunkt steht dabei das Vertriebsprojekt zur strategischen Ausrichtung und Margensicherung des Neumaschinengeschäfts. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dem Unternehmen auch in Krisenzeiten die Treue gehalten und in einem schwierigen Umfeld weiterhin weltweit anerkannte Maßstäbe gesetzt. Diese basieren auf unserem Know-how, hohen Qualitätsstandards und den zielgerechten Investitionen der letzten Jahre in die Weiter- und Neuentwicklung. In unserer Innovationsfähigkeit sehen wir große Potenziale für die zukünftige positive Entwicklung des Unternehmens. Dabei spielen selbstverständlich auch unsere strategischen Partnerschaften mit unseren Lieferanten eine entscheidende Rolle. Um künftige Schwankungen in Auftragsvolumen effektiver ausgleichen zu können, streben wir die Etablierung strategischer Partnerschaften in sämtlichen Fachbereichen an. Hierzu werden externe Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Kompetenzen zu erweitern und eng mit uns zusammenzuarbeiten. Die Entwicklung unseres Unternehmens zeigt, dass die getroffenen Planungsszenarien erreicht werden können. Die Voraussetzungen sind für die kommenden Jahre gegeben und insbesondere der aktuelle Auftragsbestand bildet eine zufriedenstellende Basis. Die strategische Neuausrichtung und der damit einhergehende Vertriebserfolg lassen das Unternehmen auch wieder langfristig planen. Insbesondere die Ertragslage steht im Fokus, um wieder zu einer nachhaltig verbesserten und soliden Eigenkapitalquote zurückzukehren. Das geänderte und durchgängige Angebots-, Auftrags- und Kostenmanagement auf Basis der Vollauslastung für 2024 steuert die Finanzierung und Liquidität im Rahmen der zur Verfügung stehenden Kreditlinien. Die weitere Entwicklung und der Fortbestand der Fooke GmbH werden davon abhängen, dass die festgelegten Planungsszenarien nachhaltig erreicht werden und dass es gelingt, mit den eingeleiteten Maßnahmen und einem strikten Kostenmanagement die gesteckten Ziele in Bezug auf den Auftragseingang, Umsatz und den Gewinn zu erreichen und so langfristig wieder zu finanzieller Stabilität, wie vor der Corona-Pandemie, zurückzukehren.
Borken, 30. November 2023 Fooke GmbH Geschäftsführung gez. Johannes Fooke Bilanz zum 31. Dezember 2022der Firma Fooke GmbHAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.-31.12.2022der Firma Fooke GmbH
Anhang für das Geschäftsjahr 2022der Fooke GmbH, BorkenHandelsregistereintragung: Amtsgericht Coesfeld, Abt. B 53641. Gesetzliche Grundlagen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Fooke GmbH ist gemäß der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. 2. Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Entsprechend § 265 Abs. 5 HGB wurde die Gliederung der Bilanz um die Posten "Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen" erweitert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden wie im Vorjahr offen von den Vorräten abgesetzt. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, wurden in Höhe von € 222.861,16 (Vj.: € 111.989,53) mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Fooke GmbH wurde nach dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Fooke GmbH hat nach den Geschäftsjahren 2019 (Jahresfehlbetrag: T€ -3.321), 2020 (Jahresfehlbetrag: T€ -3.556) und 2021 (Jahresfehlbetrag: T€ -5.502) im Geschäftsjahr 2022 einen weiteren Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -2.892 erlitten. In diesem Zusammenhang hat sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 auf T€ 580 verringert. Die Geschäftsführung geht in ihrer - gemeinsam mit einer Beratungsgesellschaft - überarbeiteten Planung im Rahmen der zweiten Aktualisierung des Turnaround-Konzeptes dann aber für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wieder von positiven Jahresergebnissen (€ 0,7 Mio. für 2023 und € 1,5 Mio. für 2024) aus. Die aktualisierte Planung (Stand Februar 2023) weist für das Geschäftsjahr 2023 gar einen Jahresüberschuss von € 0,9 Mio. aus. Im Zuge der Neuausrichtung der Finanzierung wurde eine Landesbürgschaft vom Finanzministerium des Landes NRW übernommen. Darüber hinaus wurden zentrale Projekte (Sicherung der Liquidität und Finanzierung, Kurzarbeit, Personalanpassungen, Margenerhöhung Neugeschäft, Reorganisation des Vertriebs, Optimierung von Prozessen, Make-or-buy-Entscheidungen, Optimierung der Materialwirtschaft etc.) für den Turnaround beschlossen und umgesetzt. Der per Ende Oktober 2023 geplante Auftragseingang (ca. € 31,0 Mio. kumuliert) konnte bereits um € 3,1 Mio. übertroffen werden. Aufgrund dessen geht die Geschäftsleitung bei der Bewertung weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Zu weiteren Einzelheiten und der wesentlichen Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung und des Fortbestands unserer Gesellschaft siehe unsere Ausführungen in den Abschnitten "Umsatz- und Ergebnisentwicklung" sowie "Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" im Lagebericht. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten und die Bewertung der Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Im Vorjahr wurde eine Maschine vom Anlagevermögen in das Vorratsvermögen umgebucht und mit den fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten im Materialaufwand gezeigt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anteile an der OOO Fooke Russland wurden im Vorjahr vollständig abgewertet. Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen wurden entsprechend der durch die Versicherungsgesellschaften mitgeteilten Aktivwerte bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Rabatte und Skonti. Für die regelmäßig ersetzten und geringen Veränderungen unterliegenden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von wertmäßig nachrangiger Bedeutung werden grundsätzlich Festwerte gebildet. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine vollständige körperliche Aufnahme aller Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Darüber hinaus wurden altersbedingte Bewertungsabschläge vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Für Lager- und Verkaufsrisiken werden entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert. Auf die Aktivierung latenter Steuern, die sich aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Urlaubs- und Zeitkontenansprüchen ergeben, wurde gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die Gesamtdifferenz in Höhe von T€ 772 ergäbe bei einem Unternehmenssteuersatz von rd. 30 % eine aktive latente Steuer von T€ 232. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck entsprechend der sogenannten Projected Unit Credit-Methode gebildet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszinssatz zum 31. Dezember 2022 beträgt 1,78 % (Vj.: 1,87 %). Zukünftige Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung mit 1,8 % (Vj.: 1,5 %) berücksichtigt. Aufgrund fest vereinbarter Rentenbeträge werden künftige Lohn-/Gehaltssteigerungen nicht in die Berechnung einbezogen. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Schulden aus diesen Verpflichtungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung, die mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet sind. Der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Ergebnisauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, für die keine Währungskurssicherung erfolgte, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungseingänge aus künftigen Maschinenverkäufen in Höhe von TUS$ 2.584 (Stand 31. Dezember 2022) wurden zur Absicherung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte in Höhe von umgerechnet T€ 2.099 abgeschlossen. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wurden jeweils als Mikro-Hedge zu einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB zusammengefasst und nach der so genannten kompensatorischen Bewertung bilanziell abgebildet. Hinsichtlich des Grund- und Sicherungsgeschäftes besteht Währungsidentität, sodass sich die beeinflussenden Faktoren und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen. Beide Geschäfte sind somit demselben Risiko ausgesetzt, Wertänderungen beim Grundgeschäft gleichen sich durch gegenläufige Wertänderungen beim Sicherungsgeschäft vollständig aus. Der jeweilige Zeitpunkt des erwarteten Zahlungseingangs und der jeweilige Fälligkeitstermin des Devisentermingeschäfts stimmen jeweils überein. Die Fälligkeitstermine der einzelnen Devisentermingeschäfte liegen auf dem 27. Januar 2023. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird sowohl prospektiv als auch rückwirkend nach der sog. critical terms match-Methode ermittelt. 4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz a) Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Fooke USA, Inc., OOO Fooke und Fooke Japan KK) betreffen in Höhe von € 2.228.765,07 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von € 1.156.777,53 sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen die Heinrich Fooke GmbH & Co. KG betreffen sämtlich sonstige Forderungen. c) Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Im Rahmen der Änderung des HGB durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 ist für die Abzinsung von Pensionsverpflichtungen eine Durchschnittszinsbildung über einen Zeitraum von zehn Jahren (vormals 7 Jahre) verpflichtend. Der sich zwischen den Bewertungen der Pensionsverpflichtungen mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins und dem 7-Jahres-Durchschnittszins ergebende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 77. d) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Auftragskosten, Urlaubs- und Zeitkontenansprüche, Garantiearbeiten, ausstehende Eingangsrechnungen, Devisentermingeschäft, Jahresabschlusskosten, Archivierung und Jubiläumsgelder. e) Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung und Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die Sicherheiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. 5. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung a) Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Geschäftsjahr 2022 periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 52 (Vj.: T€ 183) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 3) und Gewinne aus dem Abgang von Technischen Anlagen und Maschinen (T€ 49). b) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2022 periodenfremde Aufwendungen in Form von Buchverlusten aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 7 enthalten. 6. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 die 100 %ige Tochtergesellschaft Fooke USA, Inc., mit Sitz in Shelby Township/Michigan (USA) gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt US$ 1.000,00. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Tochtergesellschaft weist ein negatives Eigenkapital in Höhe von T€ -1.860 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2 aus. Des Weiteren hat die Gesellschaft in 2016 die 100 %ige Tochtergesellschaft Fooke Japan Kabushiki Kaisha (KK) in Yokohama-shi, Kanagawa-ken /Japan gegründet. Das Stammkapital der Fooke Japan KK beträgt JPY 3.000.000,00. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Fooke Japan KK weist ein Eigenkapital in Höhe von umgerechnet T€ -105 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -38 aus. 7. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Die Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten der Heinrich Fooke GmbH & Co. KG in Höhe von € 3.850.930,66 (Vj.: € 3.850.930,66). Die bestellten Sicherheiten betreffen die Verpfändung von Guthaben, die Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen (Maschinen, Inventar, Vorräte) sowie die Sicherungsabtretung von Forderungen und sonstigen Rechten. Soweit die Fooke GmbH wirtschaftlich weiterhin in der Lage sein wird, die Pacht gegenüber der Heinrich Fooke GmbH & Co. KG zu zahlen, wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Sicherheitenbestellung als gering eingestuft, da es ansonsten keine Anzeichen dafür gibt, dass die Heinrich Fooke GmbH & Co. KG ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wird. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Mehrjährige Verpflichtungen bestehen aufgrund von langfristigen Leasingverträgen. Die voraussichtlichen Aufwendungen für 2023 belaufen sich auf T€ 674. Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Heinrich Fooke GmbH & Co. KG aufgrund des Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrages (Pachtzins 2022: T€ 939). 9. Mitarbeiter ohne Auszubildende Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 55 (Vj.: 56) gewerbliche Mitarbeiter, 124 (Vj.: 118) Angestellte (ohne Geschäftsführer) und 1 (Vj.: 3) Aushilfen beschäftigt. 10. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Als mittelgroße Kapitalgesellschaft verzichten wir auf diese Angabe. 11. Geschäftsführerbezüge Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichten wir auf diese Angabe. 12. Nachtragsbericht Folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet: Aufgrund des schwachen Auftragseingangs im Jahr 2021 durch Corona und der Lieferengpässe und Materialverfügbarkeit im Jahr 2022 haben sich Projekte verschoben und konnten nicht im Jahr 2022 realisiert bzw. abgerechnet werden. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen der Pandemieentwicklung und des Ukraine-Krieges wurde die ursprüngliche Planung für das Geschäftsjahr 2023 im Februar 2023 aktualisiert. Danach haben wir für 2023 einen Auftragseingang in Höhe von ca. € 36,3 Mio. (Neumaschinen und Service) geplant. Der per Ende Oktober 2023 prognostizierte Auftragseingang konnte kumuliert bereits um € 3,1 Mio. übertroffen werden. Damit ist auch für 2024 und 2025 erstmalig nach der Corona-Pandemie wieder ein langfristiger Ausblick für eine Vollbeschäftigung gegeben. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Abschnitt "Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" im Lagebericht. 13. Geschäftsführung
14. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Borken, 30. November 2023 Fooke GmbH Geschäftsführung gez. Johannes Fooke Anlagenspiegel
Verbindlichkeitenspiegel
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des unabhängigen AbschlussprüfersDer Jahresabschluss und der Lagebericht in der zur Offenlegung bestimmten Form entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht erteilten wir den folgenden Bestätigungsvermerk: "An die Fooke GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fooke GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fooke GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grund- sätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "3. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften" im Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten "Umsatz- und Ergebnisentwicklung" und "Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertrags- und Eigenkapitalsituation befindet. Wie im Abschnitt "3. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften" sowie in den Abschnitten "Umsatz- und Ergebnisentwicklung" und "Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ahaus, 30. November 2023 RWST
Wirtschaftsberatung GmbH
gez. Scherer, Wirtschaftsprüfer gez. Mönkediek, Wirtschaftsprüfer" Die Feststellung des Jahresabschlusses der Fooke GmbH, Borken, zum 31. Dezember 2022 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 22.12.2023. |
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