Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 16403
Vorher
Largamus Financial GmbH
Eingetragen
7.4.2022
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaftenFinanzierungs-Conduits
Gegenstand
Die Erbringung von organisatorischen, administrativen und koordinierenden Dienstleistungen für Unternehmen. Hierzu zählen insbesondere Tätigkeiten im Bereich der Projektkoordination, der Unterstützung interner Arbeits- und Kommunikationsprozesse, der Dokumentation und Pflege von Geschäftsabläufen sowie sonstige kaufmännische Unterstützungsleistungen, jeweils ohne eigenen Entscheidungsspielraum in rechtlichen oder wirtschaftlichen Grundsatzfragen. Die Gesellschaft erbringt keine erlaubnispflichtigen Tätigkeiten im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG), des Wertpapierinstitutgesetzes (WpIG), des Zahlungsdienstaufsichtsgesetzes (ZAG) oder des Kapitalanlagengesetzbuchs (KAGB) und tritt weder als Emittentin noch als Finanz- oder Zahlungsdienstleisterin auf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stadler Bodo
seit 7.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
65.00%
Priska Schultheiss
35.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kempten
48.750 €
65.00%
Priska Schultheiss
CH-Meggen
26.250 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Largamus Financial GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Lage, Kapitalmärkte und Börse

Wie bereits im Vorjahr war die Weltwirtschaft auch im Jahr 2023 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Die seit 2022 andauernden Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine, die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die weiterhin hohen Energiepreise, die hartnäckig über dem Zielkorridor der EZB liegende Inflation sowie die daraus resultierende anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich belastend auf das globale Wachstum aus. Die Erholung der globalen Konjunktur von der COVID-19-Pandemie verlief langsam und ungleichmäßig. In einigen Weltregionen lag die Wirtschaftsaktivität auch weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie, während sich regionale Unterschiede weiter vergrößerten. Die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft in Verbindung mit einer anhaltenden Abschottungstendenz in einigen der westlichen Industriestaaten sowie extreme Wetterereignisse weltweit bremsten die Erholung zusätzlich. Insgesamt hat sich das globale Wachstum im Jahr 2023 nochmals weiter abgekühlt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2023 von einem realen Wachstum von 3,0 % (2022: 3,5 %) aus.

Gleichzeitig stellte ein nur langsam nachlassender Inflationsdruck einen Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft dar. Die von den großen Zentralbanken bereits im Jahr 2022 eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen zeigten bereits Wirkung. Die globale Inflation sank gemäß des IWF von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023. Gleichzeitig führten die starken Zinserhöhungen zu einer Verschärfung der Finanzierungskonditionen und zu Veränderungen der Wechselkursrelationen der großen Währungen. Die anhaltenden Zinserhöhungen der US-Notenbank hatten insbesondere negative Auswirkungen auf einzelne Risikoklassen. Dies führte zu einer deutlichen Underperformance von risikoreicheren Investitionen und Anlagen.

Die angespannte wirtschaftliche Lage der großen Wirtschaftsräume, insbesondere der USA, der EU und Chinas, hatte einen negativen Einfluss auf die weltweite wirtschaftliche Aktivität in den anderen Regionen. Das Wachstum der US-Wirtschaft hatte sich bereits im Jahr 2022 deutlich abgekühlt und verharrte auf niedrigem Niveau. Gemäß den Angaben des IWF verzeichnete die USA im Jahr 2022 ein gleichbleibendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,1 %. Für das Jahr 2023 lässt sich in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich niedrigeres Wachstum von 0,7 % beobachten (2022: 3,3 %).

Unter den für die Gesellschaft wesentlichen Währungen wertete der CHF gegenüber EUR auf, von 0,9847 auf 0,9260. Dies ist besonders für die im Rahmen der Vertriebskoordination für mehrere Emittenten von Bedeutung für die Gesellschaft.

II. ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT

1. Struktur:

Unternehmensgegenstand der Largamus Financial GmbH ist "die Anlagenvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG) und die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG) sowie alle hiermit in Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte auf der Grundlage der am 31.01.2022 erteilten Genehmigung der BaFin nach dem § 15 Abs. 1 WplG. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Dienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen; sie ist ferner nicht berechtigt, auf eigene Rechnung Finanzinstrumente zu halten, erwerben oder veräußern (§ 17 Abs. 1 Nr. 2 WpIG).

Die Largamus Financial GmbH ist im genannten Bereich der Anlagevermittlung und Anlageberatung überwiegend für Privatkunden tätig. Das Institut ist außerdem Haftungsdach für vertraglich gebundene Vermittler. Darüber hinaus ist das Institut tätig in der Vertriebskoordination.

Die Gesellschaft unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten erstmalig drei vertraglich gebundenen Vermittler angebunden werden. Die Gesellschaft hat weiterhin die Vertriebskoordination für mehrere Emittenten und deren Vertriebspartner im EU-Raum und der Schweiz inne.

2. Geschäftsverlauf:

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 12.829 TEUR sind 12.769 TEUR enthalten, die aus Schulungs- und Beratungsleistungen im Vertriebsbereich stammen.

Diesen Provisionseinnahmen stehen entsprechende Provisionsausgaben in Höhe von 11.947 TEUR gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht sind.

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 231,30 TEUR. Mit den im Geschäftsjahr erzielten Umsätzen ist die Gesellschaft insgesamt zufrieden.

Das Wertpapierinstitut ist auf Basis der Vorgaben als sogenanntes Kleines Institut eingestuft. Das Geschäftsjahr ist branchentypisch durch regulatorische Anforderungen bestimmt. Die für Kleine Institute gelten Vorgaben wurden für das Geschäftsjahr 2023 eingehalten.

3. Mitarbeiter & vertraglich gebundene Vermittler

Im Jahresdurchschnitt wurden ohne Berücksichtigung des Geschäftsführers drei Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

Im Berichtszeitraum bestanden konnten Vereinbarungen mit drei vertraglich gebundenen Vermittlern abgeschlossen werden.

III. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Der Gesamtbetrag der Provisionserträge der Largamus Financial GmbH im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 12.769 TEUR. Die Erträge resultieren hauptsächlich aus Provisionserträgen im Rahmen der Vertriebskoordination für mehrere Emittenten. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 241,07 TEUR. Mit dem im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsätzen ist die Gesellschaft insgesamt zufrieden.

2. Finanzlage

Die liquiden Aktiva der Largamus Financial GmbH betragen 153,91 TEUR.

3. Vermögenslage

Die Largamus Financial GmbH hatte auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 keinerlei Bankkredite in Anspruch genommen und weist dementsprechend keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 319,87 TEUR und teilt sich wie folgt auf: 75 TEUR Gezeichnetes Kapital, 13,57 TEUR Kapitalrücklage und 231,30 TEUR Bilanzgewinn.

IV. STRATEGIE UND AUSRICHTUNG

1. Finanzielle Ziele

Die finanziellen Ziele der Largamus Financial GmbH sind die Steigerung des Unternehmenswertes, des Umsatzes und des Ergebnisses durch gesundes Wachstum. Die Geschäftsführung ist stets bestrebt, dieses Wachstum im Einklang mit den Umfeldbedingungen und mit einem angemessenen Chancen-Risiko-Verhältnis zu realisieren.

2. Strategische Ziele

Die Diversifizierung der Ertrags- und Wachstumsquellen durch verschiedene, sich ergänzende Geschäftsfelder stellt das strategische Ziel dar. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebots zur Ergänzung und Abrundung des bestehenden Geschäfts sowie die weitere Optimierung der Unternehmensstruktur vorgesehen.

Die Gesellschaft strebt eine Intensivierung ihrer Funktion als Haftungsdach in Deutschland an und plant, diese in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Zudem beabsichtigt sie, die Produktpalette für Beratungslösungen ihrer vertraglich gebundenen Vermittler weiterzuentwickeln.

V. RISIKOBERICHT

1. Risikopolitik

Die Unternehmensführung verfolgt das Ziel, Umsatz, Ertrag und Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und eine langfristige Rendite für die Gesellschafter zu erzielen. Unternehmerisches Handeln in einem hochdynamischen Umfeld ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden, die laufend und verantwortungsbewusst abgewogen werden. Aufgrund der überschaubaren Organisationsstrukturen der Gesellschaft können Risiken frühzeitig erkannt und kontrolliert werden. Wir nutzen Chancen, indem wir angemessene Risiken eingehen. Die Bereiche Anlagevermittlung und Anlageberatung weisen unterschiedliche Chancen- und Risikopotenziale sowie Abhängigkeiten von den Kapitalmärkten auf. Wir analysieren kontinuierlich, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen.

2. Umfeld- und Branchenrisiken

Die Geschäftstätigkeit der Largamus Financial GmbH unterliegt den Einflüssen der Entwicklung der wirtschaftlichen und konjunkturellen Lage. Ebenso ist die Gesellschaft von der Lage und Entwicklung der in- und ausländischen Kapitalmärkte sowie in erheblichem Maße von gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Falle einer deutlichen Verschlechterung des allgemeinen Börsenumfeldes, der Zinsentwicklung sowie anhaltend hoher Inflationserwartungen könnte sich der Umsatz der Gesellschaft reduzieren. Wir führen eine permanente Markt- und Wettbewerbsanalyse durch, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die mit Einführung des neuen Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) geltenden Eigenmittelanforderungen konnten eingehalten werden.

3. Unternehmensspezifische Risiken

Unternehmensspezifische Risiken können sich vor allem in den Geschäftsbeziehungen zu Partnern und Dienstleistern auswirken. Hier besteht das Risiko, dass Partnerunternehmen ausfallen und es dadurch zu Umsatz- und Ertragsausfällen kommen kann. Im Bereich der vertraglich gebundenen Vermittler besteht grundsätzlich das Risiko der Falschberatung.

Das Institut nimmt keine Barmittel, Einlagen oder Wertpapiere von Kunden entgegen, da es kein Einlagengeschäft betreibt. Das Institut verwahrt keine Wertpapiere für Kunden. Dennoch ist es einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt, das sich aus anderen Verpflichtungen gegenüber Dritten ergibt, insbesondere aus der Zahlung von Gehältern oder Vergütungen an beauftragte Dritte. Das Liquiditätsrisiko des Instituts ist somit das Ergebnis des bestehenden Ertragsrisikos. Dieses Risiko kann sich realisieren, wenn das avisierte Kundenpotenzial nicht realisiert wird oder Kunden die Beauftragung des Instituts widerrufen und dem Institut Ertragsquellen dauerhaft verloren gehen. Das Institut generiert Erträge durch die Vermittlung von Finanzprodukten durch Vertriebsmitarbeiter sowie durch die Abrechnung von Provisionen.

Liquiditätsrisiken ergeben sich außerdem aus den Bonitätsrisiken der Emittenten, mit denen das Institut vertragliche Beziehungen unterhält. Die Einnahmensituation des Instituts und damit seine wirtschaftliche Tragfähigkeit sind weiterhin sehr stark von seiner Rolle als Vertriebskoordinator abhängig.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Largamus Financial GmbH hat ihr Eigenkapital ausschließlich bei einem inländischen Einlagenkreditinstitut angelegt. Provisionserträge erhält das Institut derzeit ausschließlich von Emittenten diverser Finanzprodukte, die das Institut in sein Angebotsprogramm aufgenommen hat. Das Adressenausfallrisiko des Instituts bezieht sich daher auf die Bonität der Emittenten, mit denen es vertragliche Beziehungen unterhält. Das Institut ist weiterhin von Provisionseinnahmen aus dem Vertrieb der Produkte dieser Emittenten abhängig. Sollten die Provisionseinnahmen aus diesem Bereich in erheblichem Umfang wegfallen, kann dies für das Institut bestandsgefährdend sein. Im Eigenbestand hält das Institut keine Wertpapiere.

VI. Ausblick

Die Gesellschaft führt fortlaufend Gespräche mit weiteren Produktanbietern und Interessenten, die sich als vertraglich gebundene Vermittler unter dem Haftungsdach der Largamus Financial GmbH platzieren möchten.

Auswirkungen der geopolitischen Lage auf die Geschäftstätigkeit der Largamus Financial GmbH:

Die Gesellschaft ist sich bewusst, dass die Wertpapierumsätze und die damit verbundenen Provisionserträge mittelfristig rückläufig sein können. Dies kann durch weiter gesteigerte Unsicherheiten an den Aktien- und Zinsmärkten, steigende Inflationsraten, damit verbunden sinkenden Reallöhnen und ungünstig verlaufende Wechselkursentwicklungen, insbesondere EUR/CHF, verursacht werden. Dennoch sind wir überzeugt, dass die Anlegerinnen und Anleger die langfristige Chance erkennen, ihr vorhandenes Vermögen entsprechend ihren Bedürfnissen sinnvoll und zukunftsorientiert anlegen zu wollen.

Die Largamus Financial GmbH wird sich auch in Zukunft den Herausforderungen eines sich ständig verändernden Marktes stellen. Das Unternehmen bewertet die Chancen als Nischenanbieter für optimierte Kundenlösungen weiterhin als positiv.

 

Kempten, 26.08.2024

Bodo Stadler, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 153.910,95 96.979,62
2. Forderungen an Kunden 831.915,79 622.087,33
3. Sachanlagen 1,00 314,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 312.629,06 13.084,01
5. Rechnungsabgrenzungsposten 663,32 178,35
SUMME AKTIVA 1.299.120,12 732.643,31

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 828.560,43 626.040,39
2. Passive latente Steuern 0,00 248,74
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 97.662,60 1.455,35
b) andere Rückstellungen 53.024,00 26.104,50
150.686,60 27.559,85
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
b) Kapitalrücklage 13.567,26 13.567,26
c) Jahresüberschuss 0,00 -9.772,93
d) Bilanzgewinn 231.305,83 0,00
SUMME PASSIVA 1.299.120,12 732.643,31

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 366,15 846,91
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.828.703,89 1.587.325,35
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 175.591,24 124.362,00
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 33.636,83 23.949,18
209.228,07 148.311,18
-darunter: für Altersversorgung EUR 241,50 (EUR 0,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 277.123,29 116.999,23
486.351,36 265.310,41
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 313,00 473,00
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.005.271,84 1.331.913,04
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 337.133,84 -9.524,19
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 96.055,08 248,74
8. Jahresüberschuss 241.078,76 -9.772,93
9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 9.772,93 0,00
10. Bilanzgewinn 231.305,83 0,00

ANHANG

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Largamus Financial GmbH (HRB16403, Kempten/ Allgäu) ist ein Wertpapierinstitut gemäß des § 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 WplG.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), des Gesetzes zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (WpIG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Nach § 340 Abs. 4a i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Formblättern der RechKredV aufgestellt. Die GuV wurde in Staffelform nach dem Formblatt 3 gegliedert.

Fremdwährungsbeträge wurden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Anhangs ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Angaben nach § 34 Abs. 3 RechKredV i.V.m. § 284 Abs. 3 HGB und § 340e Abs. 1 HGB.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen 1.418,78 0,00 0,00 0,00 1.418,78
1.418,78 0,00 0,00 0,00 1.418,78
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zuschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Geschäftsjahr Umbuchungen Geschäftsjahr Kumuliertem Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen 1.104,78 0,00 313,00 0,00 0,00 1.417,78
1.104,78 0,00 313,00 0,00 0,00 1.417,78
Buchwert 31.12.2023 (31.12.2022)
EUR
Sachanlagen 1,00
(314,00)
1,00
(314,00)

Die Sachanlagen bestehen in voller Höhe aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen des laufenden Jahres von 282.856,38 EUR sowie Guthaben aus Doppel- bzw. Fehlzahlungen in Höhe von 22.388,59 EUR (Laufzeit jeweils bis ein Jahr).

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung.

Angabe zu Vermögensposten in Fremdwährung

In den Forderungen an Kunden sind Fremdwährungsforderungen in Höhe von 733.093,84 EUR enthalten.

Weiterhin beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen in Fremdwährungen in Höhe von 6.868,13 EUR.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern und Lieferanten in Höhe von 817.921,30 EUR und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern in Höhe 2.295,78 EUR enthalten. Zusätzlich sind 7.325,85 EUR für Rückläufer von Zahlungen an Vermittler enthalten.

Die Laufzeiten betragen jeweils bis zu drei Monaten.

Angabe zu Verbindlichkeiten in Fremdwährungen

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Beträge in Fremdwährungen von 718.912,19 EUR enthalten.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

Passive latente Steuern sind im Vorjahr durch den handelsrechtlich höheren Ansatz der Forderungen an Kreditinstitute entstanden. Die Forderungen waren gem. § 256a HGB handelsrechtlich auf den höheren Devisenkassamittelkurs zum Jahresende zu korrigieren. Im Geschäftsjahr lagen keine abweichenden Bewertungen vor, womit die latenten Steuern aufzulösen waren.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 29,37 %.

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 0,00 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: -248,74 EUR.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen bestehen in Höhe von 96.869,25 EUR aus Ertragsteuerrückstellungen des Geschäftsjahres.

Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Sachverhalte 2023 2022
EUR EUR
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 26.511,50 18.259,50

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Verlustvortrag von 9.772,93 EUR einbezogen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Mietzahlungen für Büroräumlichkeiten. Die jährliche Kaltmiete beträgt 24.000,00 EUR.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 12.769.322,15 EUR enthalten, die Provisionseinnahmen aus nicht erlaubnispflichtigen Vermittlungsgeschäften darstellen.

Diesen Provisionseinnahmen stehen entsprechende Provisionsausgaben in Höhe von 11.947.338,37 EUR gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht sind.

Fremdwährungserträge sind in Höhe von 47.582,81 EUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Aufwendungen aus Fremdwährungen sind in Höhe von 45.855,02 EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 293,63 EUR im Posten sonstige betriebliche Erträge enthalten. Dabei handelt es sich um die Erträge aus Auflösung von Rückstellungen.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 18.760,02 EUR enthalten.

Diese wurden in Höhe von 6.681,57 EUR unter den anderen Verwaltungsaufwendungen erfasst und sind hauptsächlich durch zu niedrige Rückstellungen für die Prüfungskosten verursacht. Weitere 12.078,45 EUR sind als periodenfremde Provisionsaufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden ohne Berücksichtigung des Geschäftsführers 3 Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Bodo Stadler, Bankkaufmann, Dipl. Kfm.

Die Gesamtbezüge werden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Nettogesamthonorar beträgt 16.350,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 13.500,00
b) andere Bestätigungsleistungen 2.000,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 850,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 241.078,76 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrags in Höhe von 9.772,93 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 231.305,83 EUR, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 231.305,83 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Kempten, 26.08.2024

gez. Bodo Stadler, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Largamus Financial GmbH, Kempten (Allgäu)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Largamus Financial GmbH, Kempten (Allgäu) (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 26. August 2024

FFA Frankfurt Finance Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez.Schliemann, Wirtschaftsprüfer

SONSTIGER BERICHTSTEIL

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat am 26.11.2024 beschlossen, den Jahresüberschuss von 241.078,76 EUR anteilig in Höhe von 75.000,00 EUR auszuschütten und 166.078,76 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2024 festgestellt.

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