Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Kriesten GmbHLiquidiert
01445 Radebeul, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Krieg seit 10.7.2013 | Geschäftsführer |
Axel Fritsch seit 10.7.2013 | Geschäftsführer |
Michael Fischer seit 24.1.2005 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kriesten GmbHRadebeulJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2011 bis zum 30.06.2012Lagebericht der Kriesten GmbH 2011/20121. Geschäftstätigkeit/FirmenpräsentationDie Kriesten GmbH gehört mit ihren derzeit 85 Mitarbeitern seit 1990 zu den wegweisenden Anbietern für innovative Büroorganisation und Büroeinrichtung in Sachsen und Brandenburg. Zusammen mit unseren Filialen in Bautzen, Chemnitz, Cottbus und Leipzig haben wir uns auf moderne Bürokommunikation, Archivierungslösungen und Unternehmensanalysen mit dem Ziel der Kosteneinsparung spezialisiert. Unser Produktportfolio im Druck- und Kopiersegment umfasst vom Einzelarbeitsplatz bis zu digitalen Produktionsdrucksystemen für den High-Endbereich eine Vielfalt an Ausgabe-systemen von namhaften Herstellerpartnern. Digitale Multifunktionsgeräte in schwarz-weiß und Farbe, komplette Informationstechnologie- und Kommunikationslösungen sowie hochwertige Präsentations- und Konferenztechnik bilden die Voraussetzung des Erfolges in sich wandelnden Märkten. Der Fokus unserer Firmenausrichtung liegt in der ganzheitlichen Lösung der Dokumentenlogistik. Mit unseren Analysekonzepten verschaffen wir unseren Kunden einen detaillierten Überblick über die aktuellen Kosten im Dokumenten-Management und bieten unsere Leistungen sowohl für Beurteilungen als auch in konzeptionellen Gestaltungen an, um die Geschäftsprozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten. Unser Total- Dokumenten-Management-Paket beschreibt dabei das umfassende Lösungsprogramm im Bereich des Papier-Managements inklusive der IT-Infrastruktur. Es orientiert sich am Kunden-bedürfnis und setzt die Betreuung der Bürokommunikation im Hard- und Software-bereich, in der Beratung und im Service durch einen Anbieter in die Realität um. Zudem steht unseren Kunden für die Einrichtung ihrer Büro- und Arbeitsräume ein professionelles Einrichtungsteam mit Innenarchitekten zur Verfügung. Büromöbel nach Maß unter den Aspekten der Funktionalität, der Flexibilität, der Ergonomie, der Qualität und der Optik erhalten unsere Kunden von uns unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. 2. Vergangenheitsbetrachtung2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Geschäftsverlauf des Unternehmens Die Ende 2008 einsetzende Finanz- und Wirtschaftskrise hält weiter an, wobei im Vergleich zum Vorjahr, sich eine gewisse Erholung eingestellt hat. Hat die IT- und Telekommunikationssparte absatzmäßig ein ständig leichtes Wachstum zu verzeichnen, hat sich auch die BSO-Sparte (Bürosysteme und Objekteinrichtung) mit einem Plus von 20 % wieder erholt. Im Bereich Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte (MFG) konnte ein weiterer Umsatzrückgang gestoppt werden und ein Plus von 17 % erwirtschaftet werden. Nicht zu vernachlässigen ist bei dieser Betrachtung, welche Trends sich in den einzelnen Sparten abzeichnen. Der IT-Bereich ist weiterhin geprägt durch Preis- und Margenverfall, aber auch durch ein Zusammenwachsen von IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (VoIP, LCD, Plasma). Desweiteren wird ein Vormarsch bzw. werden Veränderungen durch das "Cloud Computing" zu erwarten sein. Der Dienstleistungsbereich (Managed Services) wird an Bedeutung zunehmen, wobei auch dort der preislichen Gestaltung wenig Spielraum bleibt, sich aber das Marktvolumen in den nächsten Jahren erhöhen wird. Ähnliches ist im klassischen Bürotechnikbereich (Kopierer, Fax, Beamer, usw.) zu verzeichnen bzw. ist dort der Wettbewerb noch ruinöser. Diese Entwicklung ist eine Fortführung der letzen Jahre. Komplexe Lösungen, die zu einer hohen Kundenbindung führen, sind gefragt. Auch hier wird sich jedoch das Gesamtmarktvolumen, bestehend aus Hardware, Software und Dienstleistung, erhöhen. Im Bereich der Büroeinrichtungen ist ein klarer Trend zu erkennen. Derzeit sind Kombibüros mit ihren unterschiedlichen Zonen für konzentriertes Arbeiten auf dem Vormarsch. Dabei spielen Elemente wie Akustik, aber auch Ökologie und Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Ganzheitliche Gestaltungen der Arbeitsumgebung zu einer Wohlfühlumgebung unter den o.g. Gesichtspunkten. ARBEIT GENIESSEN! So lautet das Motto. Aber auch der Trend zu Qualität ist zu erkennen. Fazit: Zum Vorjahr hat sich nichts verändert. IT, Bürotechnik und Unterhaltungselektronik wachsen zusammen - Preis- und Margenverfall - komplexe Lösungen mit einer hohen fachlichen Kompetenz und ein erweitertes Dienstleistungs-angebot sind der Schlüssel zum Erfolg. Bei der Büroausstattung wird der BusinessClub als Büroforum der Zukunft gesehen. Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen bzw. branchenspezifischen Betrachtung auf die Kriesten GmbH, stellen sich wie folgt dar: Der Gesamtumsatz und der Ertrag, wurde im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Ursachen dafür sind, die Erholung des BSO-Bereiches und die Steigerungsraten im Bereich der Dokumentenmanagementsysteme. Die im Business-Plan für 2011/2012 festgelegten Planzahlen wurden erfüllt. Im Bereich BSO schlägt sich natürlich die Gesamtentwicklung im deutschen Markt nieder und ein geringes Plus durch die Integration von Konferenztechnik und Digital Sinage. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) und in der Bürotechnik ist die Steigerung in der kontinuierlichen Umsetzung des ganzheitlichen Konzeptes der "Dokumentenlogistik" begründet. Jedoch ist es uns noch nicht gelungen, den Beratungs- und Dienstleistungsanteil wie geplant zu steigern. Die Stärke des Unternehmens, als kompetenter und komplexer Lösungsanbieter für Dokumentenlogistik im sächsischen Raum zu agieren, hat noch nicht zu 100% gegriffen bzw. nur in Teilbereichen. Die schleppende Umsetzung dieser Strategie ist gleichzeitig unsere Schwäche. Bei anhaltender Konjunktur gibt es trotz des weiteren Preis- und Margenverfalls im Hardwarebereich auch Chancen, vor allem in der konsequenten Umsetzung der Firmenstrategie. 2.2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.2.1.Erläuterungen zur Vermögenslage Das Anlagevermögen unseres Unternehmens enthält zum Teil vermietete technische Anlagen und Systeme, mit dem Schwerpunkt Kopier-, Multifunktionssysteme und Drucker, Geschäftsausstattung sowie Konzessionen. Die Forderungen resultieren aus getätigten Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital umfasst das Stammkapital, die Gewinnrücklagen, den Jahresüberschuss und die Einstellung des Vortrages auf neue Rechnung. Dieses erhöhte sich von 1.474.276,27 € im Geschäftsjahr 2010/2011 auf 2.125.563,37 € im Geschäftsjahr 2011/2012. Die Rückstellungen betreffen im wesentlichem die Rückstellungen für Urlaub, für Gewährleistungen, Tantiemen sowie ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten setzen sich in erster Linie aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aus Lieferungen und Leistungen sowie Lohn und Gehalt zusammen. Die Veränderungen bei Aktiva und Passiva in der Bilanzsumme sind im Wesentlichen auf den Anstieg der liquiden Mittel sowie das positive Jahresergebnis zurückzuführen. 2.2.2. Erläuterungen zur Finanzlage Die allgemeine Finanzlage der Kriesten GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr ein wenig verbessert, auf einem Niveau, bei dem man von einer stabilen Finanzsituation sprechen kann. Die Ursache für die Verbesserung liegt vor allem in der konsequenten Finanzierung des Eigenmietgeschäftes über Leasinggesellschaften. Weitere positive Faktoren sind die geringeren Zinsaufwendungen und die Ausnutzung von Skontoangeboten der Lieferanten. In Folge kommt es zu einem niedrigeren Abschreibungsblock und zu einer verbesserten Liquidität. 2.2.3. Erläuterungen zur Ertragslage Die Ertragslage wird im Wesentlichem durch den Verkauf von Waren und Dienstleistungen bestimmt. Der Umsatz (+16,8 %) und der Rohertrag (DB1 +17,7 %) konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Da es nur eine geringfügig Erhöhung des Gesamtkostenblock zu verzeichnen gab, verbesserte sich das Gesamtbetriebsergebnis auf 4,7 % (Vorjahr 0,7 %). Dies entspricht einer Eigenkapitalrentabilität von 36,2 %. 3. Zukunftsbetrachtung3.1. Risikobericht Nennenswerte originäre Risiken aus der ITK-Branche bestehen nicht. Innerhalb der Branche wird es jedoch zu Veränderungen kommen. Sie werden nachfolgend beschrieben. Nach Vorhersagen der Analysten werden die Umsätze und die Rendite bei Hardware weiter rückläufig sein. Am Beispiel eines Netzwerkes bedeutet dies, dass ein Netzwerk mit den entsprechenden Komponenten, welches im Jahr 2005 bei 20.000,00 € Umsatz mit einem Rohertrag von 18 % (3.600,00 €) zu Buche stand, zum jetzigen Zeitpunkt bei einem Umsatz von 12.000,00 € bei gleicher Marge von 18 % (2.160,00 €) liegt. Das entspricht einem Margenverlust von ca. 40 %. Ausgeglichen wird das mit höheren Anteilen an Software-Lösungen und Erweiterung des Dienstleistungsangebotes. Im Kopier-Multifunktionsbereich sieht es nicht anders aus. Hier sind jedoch zusätzliche Einnahmen durch Wartungsverträge und sonstige Service-Leistungen zu erwarten, aber auch verstärkt durch Software-Lösungen im unmittelbaren Zusammenhang mit den Geräten. Das heißt unter anderem auch, dass sich ein schneller Wandel hin zum MPS vollziehen muss. Stückzahlenmäßig wird sich das Marktvolumen nicht groß verändern. Es werden innerhalb des Marktes Veränderungen eintreten. So werden z. B. Schwarz/Weiß-Systeme durch Farbsysteme abgelöst oder Arbeitsplatzdrucker durch Multifunktions-systeme. Aber auch die Anbindungsrate der Netzwerkanbindungen im IT-Umfeld wird sich erhöhen, dadurch werden zusätzliche Dienstleistungen generiert. Als strategische Maßnahme in diesem Bereich bedeutet das, den Absatz zu steigern, sei es im Einzelgeschäft oder schwerpunktmäßig im Projektgeschäft (MPS). Ein weiteres Risiko trägt die Veränderung vom schwarz/weiß Bereich in den Farbbereich in sich. Dabei sollten gerade bei der Seitenpreiskalkulation alle Risiken beachtet werden. Konkret bedeutet das, die Farbdeckung der Seite muss genau analysiert werden und ist zu begrenzen. Bei Farbsystemen ist in der Regel eine Trommeleinheit und Toner (4 x) als Warenbestand vorzuhalten, was zu einem erhöhten Lagerbestand und damit zu einer großen finanziellen Belastung führt. Die Risikobewältigung im Farbbereich kann nur durch erhöhte Kontrolle der Rentabilität der Maschinen erfolgen. Die prozentuale Begrenzung der Farbdeckung muss eine Nachberechnung ermöglichen. Ein weiteres Risiko liegt vor allem im Fachkräftemangel durch die veränderten Anforderungen der immer komplexeren Arbeitsabläufe. 3.2. Prognosebericht Einen zentralen Baustein der Zukunftssicherung bildet das Erkennen und Umsetzen von Chancen. Obwohl die Hardware von den Preisen her weiter auf Talfahrt sein wird, ergeben sich durch die Vielfalt der Funktionen beachtliche Möglichkeiten. Dies spiegelt sich auch in immer komplexeren Lösungen wider. Wir sprechen in Zukunft von Dokumentenlogistik und Managed Services. Dort werden die Margeneinbrüche im Hardwarebereich im Wesentlichen durch Beratungsleistungen und zusätzliche Dienstleistungen kompensiert. Systeme werden in komplexe Arbeitsabläufe integriert, wobei gerade da Softwarekomponenten eine wesentliche Rolle spielen. An einem einfachen Beispiel, der Postverteilung, erläutert: Am Multifunktionssystem bzw. Kopierer wird nicht nur kopiert, sondern auch im Netzwerk gedruckt, Dokumente werden eingescannt und an die Arbeitsplätze verteilt - also komplette Integration in die Arbeitsabläufe. Beratungs- und Implementierungssleistungen steigen entsprechend und führen zu einer besseren Ertragslage. Aber auch das Produktportfolio sowie die Personalressourcen müssen entsprechend dieser rasanten Veränderungen erweitert bzw. überprüft werden. Ein neues zukunftsträchtiges Geschäftsfeld in Verbindung mit den Bürosystemen ist seit Mai 2009 das "Videoconferencing" und seit dem vorigen Jahr der Bereich "Digital Signage". Gerade im Ausbau der kompletten Planung und Ausstattung von Konferenzräumen werden große Chancen gesehen. Im Bereich Bürosysteme und Objekteinrichtungen werden wieder Zuwächse im geringfügigen Prozentbereich zu erwarten sein. Dies wird vor allem durch die Stärkung der Abteilung, neue Räumlichkeiten mit einer hochqualitativen Ausstellung und Investitionen im Personal, möglich sein. Das Risiko in diesem Bereich ist die Zeitachse. Es werden keine schnellen Geschäfte getätigt, man versteckt sich hinter Projektarbeiten und das parallel laufende Tagesgeschäft wird vernachlässigt. Auch der Fachkräftemangel, wie im Risikobericht erwähnt, ist für die Entwicklung hinderlich bzw. schwierig. Im Großen und Ganzen sehen wir sehr optimistisch in die Zukunft. Wir sind gut aufgestellt um diese komplexen Lösungen im Markt zu etablieren. 4. Darstellung Plan 2012/2013Wichtige Planzahlen für das kommende Geschäftsjahr sind:
Weitere wichtige Vorhaben werden sein (bzw. sind noch aus dem Vorjahr offen):
5. NachbetrachtungEs scheint, als hätten wir die letzte sogenannte "Weltwirtschaftskrise", ganz gut überstanden. Die Wirtschaft scheint sich jedoch auf die nächste Wirtschaftskrise zuzubewegen. Die letzten Prognosen gerade für Deutschland fallen nicht mehr so positiv aus. Auch für die Region Sachsen und Brandenburg, in welcher wir unsere wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, wird sich dies auswirken. Aufgrund dieser Entwicklung bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit, da sich dies jederzeit auf die geschäftliche Entwicklung auswirken kann. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag über die zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.
Radebeul, 27. Juli 2012 gez. Jürgen Kriesten, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 30. Juni 2012 für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Gesellschaft weist die Aufwendungen für übernommene Vertragsbestände und vereinbarte Wettbewerbsverbote als "Ähnliche Rechte" aus. 2.2. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ab dem Anschaffungsjahr 2008 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 150,00 sofort abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 wurden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410,00 voll abgeschrieben. Die Sammelposten für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten über einem Wert von EUR 150,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00, welche in den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2009/2010 gebildet wurden, werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. 2.3. Vorräte Vorräte werden grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Leistungen werden mit Herstellungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Materialeinzel- und -gemeinkosten. Zudem werden Kosten der allgemeinen Verwaltung und übrige Gemeinkosten berücksichtigt. 2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 0,5 % der nicht wertberichtigten Nettoforderungen gebildet. 2.5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Liquide Mittel in Fremdwährung (US-Dollar) werden nach § 256a HGB zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 2.6. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die für das aktuelle Jahr noch nachzuzahlenden Steuern. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 2.7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage des Anhangs dargestellt. 3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen i. H. v. TEUR 6,7 (Vj. TEUR 2,4) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i. H. v. TEUR 3,2 (Vj. TEUR 5,0) enthalten. 3.3. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 0,4 (Vj. TEUR 1,8) enthalten. 3.4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen folgende Beträge:
3.5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: - Raumsicherungsübertragung von Waren (Hauptlager) gemäß Abtretungsvertrag, - Abtretung in globaler Form gegen alle Kunden bzw. Schuldner mit den Anfangsbuchstaben A-Z, - Abtretung der Forderungen aus Wartungsverträgen. In den übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 117 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten. In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe TEUR 181,4 (Vj. TEUR 139,8) enthalten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 16,2 (Vj. TEUR 7,0) enthalten. Diese resultieren in Höhe von TEUR 9,3 aus Betriebskostenabrechnungen und in Höhe von TEUR 5,5 aus Beitragsrückerstattungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 26,0 (Vj. TEUR 23,6) enthalten. Diese resultieren in Höhe von TEUR 20,1 aus Betriebskostenabrechnungen. 5. Sonstige Angaben5.1. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr beträgt:
5.2. Organe Als Geschäftsführer im Berichtszeitraum war Herr Jürgen Kriesten, Ingenieur für Automatisierungstechnik, bestellt. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und hat Alleinvertretungsberechtigung. Bezüglich der Angaben zur Geschäftsführervergütung gemäß § 285 S. 1 Nr. 9 Buchst. a HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 5.3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat mit Sicherungsvertrag vom 23. September/21. Oktober 2009 eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft i. H. v. TEUR 220 für fremde Verbindlichkeiten übernommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach dem Bilanzstichtag in Form von Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 1.830 (Vj. TEUR 2.055) entsprechend den vertraglichen Restlaufzeiten. Zum Bilanzstichtag besteht gegenüber Lieferanten ein offenes Bestellobligo in Höhe von TEUR 154. 5.4. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den Gesamtbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Radebeul, den 27. Juli 2012 gez. Jürgen Kriesten, Geschäftsführer
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kriesten GmbH, Radebeul, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Schneider
+ Partner GmbH
gez. Liedtke, Wirtschaftsprüfer gez. Perret, Wirtschaftsprüfer
Dresden, 8. August 2012 Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. September 2012 wurde der Jahresabschluss zum 30. Juni 2012 unverändert festgestellt. |
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