Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
R+V Service Center GmbH
Abraham-Lincoln-Straße 11, 65189 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Thomczyk seit 17.3.2023 | Prokura |
Petra Sprenger seit 15.5.2019 | Prokura |
Dirk Denkler seit 4.6.2018 | Prokura |
Nils Bouwman seit 18.1.2018 | Prokura |
Saskia Wehrmann seit 20.10.2017 | Prokura |
Anette Hulwa seit 11.7.2016 | Prokura |
Andreas Bode seit 16.6.2014 | Prokura |
Joachim Blank seit 24.9.2013 | Prokura |
Michael Streck seit 12.4.2013 | Geschäftsführer |
Martin Lütke Drieling seit 2.4.2003 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
R+V Service Center GmbHWiesbadenGeschäftsbericht 2023R+V Service Center GmbHAus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenen Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben) auftreten. Grundsätzlich wird im Geschäftsbericht die weibliche und männliche Form verwendet. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird an einigen Stellen des Textes die männliche Form gewählt. Die Angaben beziehen sich jedoch immer auf Angehörige aller Geschlechter. LageberichtGeschäftstätigkeit und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeit Das R+V Service Center GmbH (nachfolgend: RSC) erbringt in den Geschäftsfeldern Kundencenter und Assistance bundes- und zum Teil auch weltweit Dienstleistungen im Bereich Vertrags- und Schadenbearbeitung sowie Hilfeleistungen in Notsituationen für Versicherungsunternehmen der R+V Gruppe. Neben dem Hauptstandort Wiesbaden unterhält die Gesellschaft auch Betriebsstätten in Karlsruhe und Münster. Organisatorische und rechtliche Struktur Es besteht eine ertrags- und umsatzsteuerliche Organschaft zum Organkreis des R+V Konzerns. Zwischen dem RSC und den Gesellschaften des R+V Konzerns wurden Dienstleistungsvereinbarungen abgeschlossen. Die Gesellschaft wird mit den Aufwendungen nach der Inanspruchnahme von Dienstleistungen belastet; sie hat hinsichtlich der ausgegliederten Betriebsbereiche Weisungs- und Kontrollrechte. Darüber hinaus besteht zwischen dem RSC und der R+V eine Vereinbarung über eine zentrale Gelddisposition und ein zentrales Finanzclearing. Mit der R+V Versicherung AG sowie deren verbundenen Unternehmen liegen Rahmenvereinbarungen über die Inanspruchnahme von Kundencenter- und Assistance-Dienstleistungen vor. Ziele, Strategien und Steuerungssystem Ziel des RSC ist es, die auftraggebenden Gesellschaften in ihrem Kerngeschäft zu unterstützen und dabei Mehrwerte zu schaffen. Hierbei steht die effiziente Vorgangsbearbeitung bei bestmöglichem Kundenservice im Vordergrund. Das RSC gibt Impulse für die R+V Versicherungsgruppe und pilotiert Testfelder für den Kundenservice. Sie fungiert hierbei als Partner und Berater der auftraggebenden Gesellschaften. Die Auftragslage des RSC ist aufgrund der bestehenden Vertragsbeziehungen zum Großteil abhängig von der Geschäftsentwicklung der auftraggebenden Versicherungsgesellschaften. Die Leistungsindikatoren des RSC sind Kennzahlen zur Messung des Kundenservices, sowie monetäre Größen wie Umsatz und das Ergebnis vor Steuern (EBIT). Abweichungen bei diesen Kennzahlen werden durch ein detailliertes Controllingsystem überwacht und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet. Feststellung des Jahresabschlusses 2022 Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde am 13. Juni 2023 festgestellt. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der R+V Service Holding GmbH betrug der Jahresüberschuss 0 Euro. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2023Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 wurde von den Folgen der anhaltend hohen Inflation und der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken dominiert. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Notenbank (Fed) erhöhten die Leitzinsen in der ersten Jahreshälfte mehrfach, um die starken Preissteigerungen zu bekämpfen. Die Inflation hatte ihren Höhepunkt im Herbst 2022 überschritten und ging seitdem zurück, lag zum Berichtszeitpunkt aber weiterhin deutlich über dem Ziel der Zentralbanken. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland kam zum Erliegen. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe war durch eine schwache ausländische Nachfrage und hohe Kosten belastet. Kapitalintensive Branchen wie das Baugewerbe litten unter den stark gestiegenen Zinsen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der schwachen Wirtschaftstätigkeit überraschend stabil, was in Teilen einem zunehmenden Fachkräftemangel zuzuschreiben ist. Die Löhne stiegen angesichts der hohen Inflation zwar deutlich an, insgesamt erlangten die Arbeitnehmer in Deutschland auf Jahressicht jedoch keine realen Einkommenszuwächse. Der private Konsum verzeichnete einen Rückgang. Angesichts des herausfordernden makroökonomischen Umfelds und der weltweit hohen geopolitischen Unsicherheiten ging das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 in Deutschland um 0,3 % zurück. Die Inflation war, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, im Geschäftsjahr mit 6,0 % gegenüber 8,7 % im Vorjahr rückläufig. Dies war überwiegend durch einen Rückgang der Steigerungen bei Energiepreisen bedingt. Entwicklung an den Kapitalmärkten 2023Die Notenbanken setzten ihren 2022 begonnenen Zinserhöhungszyklus fort. Die EZB hob den Leitzins auf 4,5 % an, bevor sie den Zins ab September konstant hielt. Die amerikanische Fed beendete die Zinserhöhungen im Juli auf einem Niveau von 5,5 %. Mit den starken Zinsanstiegen kam es zu ersten Verwerfungen. Insbesondere im März sorgten eine Bankenkrise in den USA sowie eine notgedrungene Großbankenfusion in der Schweiz für Unruhe am Kapitalmarkt. Die Bankenkrise wurde durch umfassende Maßnahmen der Regulierungsbehörden zügig eingedämmt. An den Anleihemärkten fiel das Zinsniveau auf Jahressicht, nachdem jedoch unterjährig bis in den Herbst hinein ein deutlicher Zinsanstieg zu beobachten war. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen verringerte sich um 0,53 Prozentpunkte und lag zum Jahresende 2023 bei 2,0 %. Die Risikoaufschläge (Spreads) von Pfandbriefen, Unternehmens- und Bankenanleihen notierten zum Jahresende niedriger. An den weltweiten Aktienmärkten setzte nach den starken Verlusten des Vorjahres eine deutliche Erholung ein. Der deutsche Aktienindex DAX, der neben der Marktentwicklung auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt (Performanceindex), stieg bis zum Jahresende um 20,3 % gegenüber dem Vorjahr und notierte bei 16.752 Punkten. Der für den Euroraum maßgebliche Aktienindex Euro Stoxx 50 (Preisindex) stieg um 19,2 % gegenüber dem Vorjahr und notierte zum Jahresende bei 4.521 Punkten. Digitalisierung und Strategien Als Dienstleister der auftraggebenden Versicherungsgesellschaften der R+V Gruppe, im Bereich der Vertrags- und Schadenbearbeitung, ergeben sich zunehmend weitere Herausforderungen im Rahmen von Self-Service Systemen, die sich forcierend auf die Digitalisierung der Systeme auswirken. Hieraus ergeben sich für unsere Gesellschaft sowohl in der Kundenbetreuung als auch in vertriebsunterstützenden Aufgaben neue Service- und Supportaufträge. Das sich gut entwickelnde neue Geschäftsfeld "LKW Bergen und Abschleppen" erfordert in Direktabrechnung mit dem externen Dienstleister weiterhin die Umsetzung digitaler Herausforderungen, insbesondere im Abrechungs- und Betreuungsbereich. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie "WIR@Operations" ist das RSC in die Entwicklung und dem Ausbau der IT-Systeme zur Steuerung und Bearbeitung des operativen Geschäfts eingebunden, dem eine entsprechend hohe Bedeutung zukommt. Vor diesem Hintergrund ist die Weiterentwicklung und Automatisation der Systeme und der damit verbundenen Funktionalitäten ein wesentlicher Faktor der zukünftigen Entwicklung des RSC. GeschäftsverlaufDie Entwicklung der bearbeiteten Vorgangsmengen im Geschäftsfeld Kundencenter war in 2023 besonders durch die inflationsbedingte Abschwächung des Versicherungsmarktes und eine fluktuationsbedingte enge Personalsituation geprägt. Die Anruf- und Email-Mengen lagen leicht über dem Vorjahr, aufgrund der oben genannten Personalsituation kam es aber zu einem Rückgang der Erreichbarkeit, so dass im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 7.758.763 bearbeiteten Vorgängen 0,6 % weniger Vorgänge als in 2022 bearbeitet wurden. Der Umsatz im Geschäftsfeld Assistance im Geschäftsjahr 2023 ist um 8,6 % auf insgesamt 7.886 Tsd. Euro gewachsen. Die in 2022 einsetzende Normalisierung im Bereich Reisen/Urlaub hat sich auch in 2023 fortgesetzt. Während der Reisesektor in 2023 auf "Vor-Corona-Niveau" lag, wurde im Bereich Kfz-Schutzbrief ein höheres Volumen verzeichnet. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 wurden fast ausschließlich konzernintern erwirtschaftet. Sie liegen mit 91.894 Tsd. Euro (2022: 86.759 Tsd. Euro) 5,9 % über dem Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen, bedingt durch die weiterhin positive Entwicklung des Geschäftsfelds "Lkw Bergen und Abschleppen", mit 1.188 Tsd. Euro auf ähnlich hohem Niveau, wie im Vorjahr (2022: 907 Tsd. Euro). Der Jahresüberschuss betrug wie im Vorjahr 0 Euro. Das gemäß Ergebnisabführungsvertrag abgeführte Ergebnis belief sich für das Geschäftsjahr auf 1.150 Tsd. Euro (2022: 1.130 Tsd. Euro). Personalbericht Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte das RSC 1.197 Mitarbeitende, dies entspricht einem Rückgang von 1,7 % gegenüber 2022 (1.218). 34,4 % der Mitarbeitenden arbeiteten zum 31. Dezember 2023 in Teilzeit. Das durchschnittliche Alter der Mitarbeitenden liegt bei 36,1 Jahren, die Betriebszugehörigkeit im Mittel bei 11,8 Jahren. Außer fachspezifischen, internen und externen Weiterbildungsangeboten nutzt das RSC unter anderem auch die Aus- und Weiterbildungsangebote des R+V Konzerns, die von der R+V Akademie angeboten werden. Diese umfassen unter anderem neue Lernformate, digitale Lehr- und Lernansätze, internetbasierte Trainings, Webinare, virtuelle Seminare sowie kreative Zusammenarbeits- und Vernetzungsstrategien. Die Kosten für Weiterbildung erreichten im Geschäftsjahr 2023 mit 84 Tsd. Euro wieder den Stand vor den coronabedingten Einschränkungen (2022 97 Tsd. Euro). Der Personalaufwand insgesamt stieg um 3,8 % auf 68.052 Tsd. Euro, im Wesentlichen bedingt durch Auswirkungen der Tarifanpassungen. Lage der GesellschaftVermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg die Bilanzsumme um 7,5 % auf 20.710 Tsd. Euro (2022 19.265 Tsd. Euro), dies bedingt durch die Aufstockung eines Gründungsstockdarlehens, das seinerseits gruppenintern fremdfinanziert werden musste. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 37,7 % auf 7.269 Tsd. Euro (2022: 5.281 Tsd. Euro) aufgrund des vergebenen Gründungsstockdarlehens an die R+V Pensionskasse a.G.. Die in den Vorjahren ergriffenen Umgestaltungsmaßnahmen der Betriebsstätten Wiesbaden, Karlsruhe und Münster führten zu insgesamt gestiegenen Abschreibungen. Der Forderungsbestand veränderte sich um -34,8 % auf 4.803 Tsd. Euro (2022: 7.372 Tsd. Euro) und ist vor allem auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 2.016 Tsd. Euro auf 8.621 Tsd. Euro. Der Gesamtbestand der Rückstellungen ging gegenüber dem Vorjahr um -1,6 % auf 10.860 Tsd. Euro (2022: 11.041 Tsd. Euro) zurück dies resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für sonstige Steuern, Jubiläen und externer Jahresabschlusskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen veränderten sich um 30,4 % von 5.355 Tsd. Euro im Vorjahr auf 6.980 Tsd. Euro im Geschäftsjahr. Grund war die Refinanzierung des vergebenen Gründungsstockdarlehens. Finanzlage Die Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses beträgt im Geschäftsjahr 13,9 % und liegt damit um 1,0 %-Punkt unter dem Vorjahr. Vor dem Hintergrund der eigenen Ertragskraft aus dem laufenden Geschäft, dem geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag und der Einbindung in den R+V Konzern u.a. durch das Finanzclearing, sind die Bedienung der Fremdverbindlichkeiten sowie die Unternehmensfinanzierung generell sichergestellt. Ertragslage Das RSC hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von 1.150 Tsd. Euro (2022: 1.130 Tsd. Euro) erzielt. Die wesentlichen Ergebniskomponenten stellen sich dabei wie folgt dar:
Trotz der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit im Zusammenhang stehenden negativen wirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Inflationsraten ist es der Gesellschaft gelungen ein positives, um 1,7 % höheres Ergebnis vor Ergebnisabführung als im Vorjahr, zu erwirtschaften. Erklärung zur Unternehmensführung Das Gesetz über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst ist seit Anfang Mai 2015 in Kraft. Demgemäß wurde von der Gesellschafterversammlung wie folgt beschlossen: Gesellschafterbeschluss vom 03.06.2022 a) Geschlechterquote für den Aufsichtsrat Die Zielquote für den bis zum 30.06.2027 zu erreichenden Frauenanteil im Aufsichtsrat der R+V Service Center GmbH wird für den am 30.06.2022 aus 3 Personen bestehenden Aufsichtsrat auf 33,33 % festgesetzt, was einem Anteil von einer Frau entspricht. b) Geschlechterquote für die Geschäftsführung Die Zielquote für den bis zum 30.06.2027 zu erreichenden Frauenanteil in der Geschäftsführung der R+V Service Center GmbH wird für die am 30.06.2022 aus 2 Personen bestehende Geschäftsführung auf 50,00 % festgesetzt, was einem Anteil von einer Frau entspricht. Beschluss der Geschäftsleitung vom 04.11.2022 1. Die Zielquote für den bis zum 30.06.2027 zu erreichenden Frauenanteil in der auf der Ebene 1 (d.h. Führungskraft mit direktem Berichtsweg an die Geschäftsführung) der R+V Service Center GmbH wird für die aus 10 Personen bestehende Führungsebene 1 auf 30,00 % festgesetzt, was einem Anteil von 3 Frauen entspricht. 2. Die Zielquote für den bis zum 30.06.2027 zu erreichenden Frauenanteil in der auf der Ebene 2 (d.h. Führungskraft mit direktem Berichtsweg an die Ebene 1 der R+V Service Center GmbH wird für die aus 24 Personen bestehende Führungsebene 2 auf 37,50 % festgesetzt, was einem Anteil von 9 Frauen entspricht. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer Das RSC achtet als Arbeitgeber darauf, dass Mitarbeitende mit vergleichbaren Tätigkeiten unabhängig vom Geschlecht vergleichbar bezahlt werden und sich gleichzeitig individuelle Leistungen und Arbeitsergebnisse im Gehalt des Mitarbeiters widerspiegeln. Die Vergütung der Mitarbeitenden im Innendienst lehnt sich grundsätzlich an die aktuelle Fassung des Manteltarifvertrages und des Gehaltstarifvertrages der Versicherungswirtschaft, der für vergleichbare Tätigkeiten die gleiche Vergütung vorsieht. Im außertariflichen Bereich werden neben der Tätigkeit und der Qualifikation weitere Kriterien wie zum Beispiel arbeitsmarkt-, leistungs- und arbeitsergebnisbezogene Kriterien berücksichtigt. Zusätzlich gibt es weitere Regelungen, insbesondere Betriebsvereinbarungen, in denen unter anderem betriebliche Nebenleistungen und das variable Vergütungssystem geregelt sind. Gehaltserhöhungen und Prämien werden durch die Geschäftsleitung ebenso gesteuert und regelmäßig überprüft wie die Festlegung und Zielerreichung der variablen Vergütung bei Mitarbeitenden und Führungskräften. Sowohl bei dem Abschluss der Betriebsvereinbarungen als auch der Einführung von Gehaltssystematiken sowie der individuellen vertraglichen Umsetzung beim einzelnen Mitarbeiter erfolgt die Einbindung des Betriebsrates. Damit gewährleistet das RSC als Arbeitgeber gemeinsam mit der Interessensvertretung der Arbeitnehmer eine angemessene, transparente und auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Vergütungspolitik. Die Zusammensetzung der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31.12.2023 kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Prognosebericht Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDie Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Zugrundelegung der heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten, zukünftige wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends sowie deren wesentliche Einflussfaktoren. Diese Aussichten, Rahmenbedingungen und Trends können sich natürlich in Zukunft verändern, ohne dass dies bereits jetzt vorhersehbar ist. Insgesamt kann daher die tatsächliche Entwicklung des RSC wesentlich von den Prognosen abweichen. Der aktuelle Erkenntnisstand der Beeinflussung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung betreffend die Auswirkungen des Ukrainekriegs und der Entwicklung im Nahen Osten auf den Geschäftsverlauf, wurden bei der Einschätzung entsprechend berücksichtigt. Die Einschätzungen beruhen dabei in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Somit spiegeln sich in der folgenden Einschätzung der Entwicklung des RSC unvollkommene Annahmen und subjektive Ansichten wider, für die keine Haftung übernommen werden kann. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2024Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und politischen Belastungen agieren viele Unternehmen und Haushalte weiter unter hoher Unsicherheit. Wirtschaftsforscher erwarten, dass sich das globale Wachstum erneut abschwächen wird, bei gleichzeitig weiter rückläufigen Inflationsraten. Damit setzt sich die bereits begonnene makroökonomische Normalisierung nach den Krisenereignissen der letzten Jahre fort. Der Sachverständigenrat prognostiziert in seinem Herbst-Jahresgutachten ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 von 0,7 % in Deutschland und von 1,1 % im Euroraum. Für die Inflationsrate wird mit einem Rückgang auf 2,6 % in Deutschland und auf 2,9 % im Euroraum gerechnet. Entwicklung an den Kapitalmärkten 2024Die Entwicklung an den Kapitalmärkten dürfte im Jahr 2024 von der Entwicklung der Inflation, der Konjunktur und dem Ausgang diverser Wahlen geprägt sein. Die großen Notenbanken könnten nach einer Stabilisierungsphase beginnen, ihre Zinsen zu senken. Spreads von Unternehmensanleihen und Aktien könnten positiv auf die nachlassenden Konjunkturrisiken reagieren. Aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und insbesondere der anstehenden Wahlen in den USA könnte die Volatilität an den Kapitalmärkten erhöht bleiben. Entwicklung der Gesellschaft 2024Das RSC erwartet für das kommende Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von 1.389 Tsd. Euro. Darüber hinaus wurde das RSC mit der Erbringung zusätzlicher Leistungen für die R+V Gesellschaften insbesondere im Bereich Assistance beauftragt. Unter Abwägung sowohl mengensteigernder als auch mengenreduzierender Faktoren erfolgte die Volumenplanung des Jahres 2024 im Geschäftsfeld Kundencenter unter der Annahme, dass die wirtschaftliche Lage insgesamt stabil bleibt. Das RSC geht für das Geschäftsjahr 2024 von einer Umsatzsteigerung von etwa 7,5 % aus. Die anhaltende Inflation wirkt tendenziell bremsend auf das Wachstum der Versicherungsbranche und beeinflusst somit die Mengen im RSC. In der Assistance gehen wir davon aus, dass auch hier Folgewirkungen der o.g. Einflussfaktoren auf einzelne Produkte zu erwarten sind. Insgesamt stellen die erwarteten Einflussfaktoren und der Fachkräftemangel ein schwer kalkulierbares Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Risikobericht Die Entwicklung der RSC ist durch die mit den Gesellschaftern und Kooperationspartnern bestehenden Verträge und Vereinbarungen gesichert. Die konkrete Mengen- und Kostenplanung erfolgt in unmittelbarer Abstimmung mit den auftraggebenden Gesellschaften. Die quantitativen und qualitativen Planungs- und Controllingsystem sind sowohl auf kurzfristige als auch mehrjährige Betrachtungen aller relevanten Steuerungsgrößen und deren Veränderungen ausgerichtet. Für die kommenden Jahre wird mit einer weiteren Stabilisierung des Geschäftes gerechnet. In einem immer schwieriger werdenden Arbeitsmarkt stehen die Maßnahmen zur Gewinnung neuer Mitarbeiter im Mittelpunkt unseres Handelns Dem Risiko der Personalfluktuation und dem damit verbundenen Service- und Qualitätsverlust wird auch weiterhin mit zahlreichen Maßnahmen begegnet. Dazu zählt die Kooperation mit einem externen Dienstleister, sowie Mitarbeiterkonditionen bei der R+V Versicherung ebenso wie marktgerechte Vergütungssysteme und Rahmenbedingungen der Arbeit. Durch umfassendes Controlling der Betriebsabläufe, Kosten und Ergebnisentwicklung ist sichergestellt, dass Risiken der künftigen Entwicklung rechtzeitig identifiziert werden und frühzeitige Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Die wesentlichen Kosten und Produktivitätskennzahlen sind durchgängig über Zielvereinbarungen in der Organisation verankert. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung seitens der RSC besteht aus allen uns bekannten Faktoren kein Risiko für den Fortbestand des Unternehmens. Chancenbericht Aus der R+V Digital- und Omnikanalstrategie sowie dem Strategieschwerpunkt "Begeisterte Kunden" steigt das Augenmerk auf die Kundenkontaktpunkte und es werden weitere Pilotfelder und Weitentwicklungsmöglichkeiten für das RSC erwartet (z.B. Pilotierung neuer Kommunikationskanäle oder Weiterentwicklung der Leadweiterleitung an den Außendienst sowie des natürlichsprachigen Voiceportals zur Vorsortierung von Anrufen), für die das RSC seine Expertise im Kundenservice bestmöglich einbringen kann. Dank Die Geschäftsleitung dankt seinen Mitarbeitenden ausdrücklich für ihr Engagement in diesem Jahr und spricht hierfür seine Anerkennung aus. Unseren Kundinnen und Kunden danken wir ganz besonders für das uns entgegengebrachte Vertrauen.
Wiesbaden, 28. Februar 2024 R+V Service Center GmbH Dr. Lorson Streck Jahresabschluss 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023*Aktiva
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023*
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern AnhangRechtsgrundlagen Die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel), sowie den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die R+V Service Center GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zu Anschaffungskosten, die linear innerhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Zugänge und Abgänge des Geschäftsjahres wurden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 250 Euro netto wurden sofort abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro lagen, wurden in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre - beginnend mit dem Jahr der Bildung - abgeschrieben wird. Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden, wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den beizulegenden Wert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen. Sonstige Ausleihungen wurden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden, wurden gem. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den beizulegenden Wert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen. Forderungen wurden mit den Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Risiken wurde durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen wurden abgeschrieben Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden entsprechend § 253 Abs.1 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Schulden verrechnet. Der Zinsanteil der Veränderung des Vermögensgegenstandes wurde mit dem Zinsanteil der Veränderung der korrespondierenden Verpflichtung verrechnet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bilanzierung erfolgte zum Nennwert. Die R+V Service Center GmbH ist ab 2012 ertragsteuerliche Organgesellschaft der DZ Bank AG. Da sich die ertragsteuerlichen Konsequenzen aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Bilanzierung beim Organträger ergeben, werden die bei der R+V Service Center GmbH zum 31. Dezember 2023 bestehenden Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bildung von latenten Steuern der DZ Bank AG berücksichtigt. Bei der R+V Service Center GmbH erfolgt daher zum 31. Dezember 2023 kein Ausweis von latenten Steuern. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB, unter Zugrundelegung der Richttafeln RT 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, in der Fassung vom Oktober 2018. Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden berücksichtigt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis des von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Zinssatz wurde auf das Jahresende hochgerechnet. Als Parameter wurden verwendet:
Pensionszusagen gegen Gehaltsverzicht und Lebensarbeitszeitkonten standen zu einem überwiegenden Teil kongruente, sicherungsverpfändete Rückdeckungsversicherungen gegenüber. Ihr Wert entsprach deshalb gemäß § 253 Abs.1 HGB dem beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände. Die Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes wurden unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen wurden nach § 253 HGB mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit die Laufzeit der Rückstellung mehr als ein Jahr beträgt, abgezinst. Der jeweilige Zinssatz wurde auf Basis des von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre auf das Jahresende hochgerechnet. Die Bewertung der in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Jubiläen sowie für Abschieds- und Weihnachtsgeld der Rentner erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs.1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln RT 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, in der Fassung vom Oktober 2018. Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte auf Basis des von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Zinssatz wurde auf das Jahresende hochgerechnet und lag bei 1,76 %. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva ANLAGESPIEGEL
In den sonstigen Ausleihungen ist ein an die R+V Pensionsversicherung a.G. gegebenes Gründungsstockdarlehen in Höhe von 4.760.601,56 Euro enthalten. Umlaufvermögen
Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 46.692,00 Euro. Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB, findet gem. BMF-Schreiben vom 23.12.2016 keine Anwendung.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber der RVA handelt es sich im Wesentlichen um ein Refinanzierungsdarlehen zur Finanzierung des Gründungsstockdarlehens an die R+V Pensionsversicherung a.G.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Auf Grund der Erweiterung um ein neues Geschäftsfeld (LKW Assistanceleistungen), ergaben sich aus diesem im Geschäftsjahr sonstige bezogene Dienstleistungen i.H.v.1.159.395,19 Euro.
Sonstige Anhangangaben Die R+V Service Center GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden mit der Geschäftsanschrift 65189 Wiesbaden, Abraham-Lincoln-Strasse 11 und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (HRB 8372). Die Anteile der RSC werden zu 100% von der R+V Service Holding GmbH gehalten. Die R+V Service Holding GmbH wiederum ist eine 100%ige Tochter der R+V Versicherung AG, Wiesbaden. Die R+V Versicherung AG befindet sich über direkt und indirekt gehaltene Anteile mehrheitlich im Besitz der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main. Von der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, und der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, haben wir gemäß § 21 Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG eine Mitteilung bezüglich der mittelbaren Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft erhalten. GeschäftsführungDr. Jonas Lorson Sprecher der Geschäftsführung R+V Service Center GmbH Michael Streck R+V Service Center GmbH AufsichtsratMarc-Oliver Matthias Bereichsleiter R+V Allgemeine Versicherung AG Marcus Eppinger Bereichsleiter Steuerung/Technologie Vertrieb R+V Allgemeine Versicherung AG Thomas Bertels Gesamtbetriebsratsvorsitzender R+V Service Center GmbH HaftungsverhältnisseEs bestehen keine aus dem Jahresabschluss nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Sonstige finanzielle VerpflichtungenGegenüber der R+V Pensionsversicherung a.G. besteht eine Verpflichtung aus der Begebung eines Gründungsstockdarlehens in Höhe von 21.422.707,02 Euro. Es besteht eine Verpflichtung zur Auszahlung, dabei ist keine Einflussnahme auf den Zeitpunkt der Inanspruchnahme möglich. Es besteht ein Risiko des zwischenzeitlichen Wertverfalls des Titels. Aus dem Darlehen bestehen Verzinsungs- und Rückzahlungsansprüche. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter und MitarbeiterinnenIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 1.205 (2022: 1.210) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Bezüge der GeschäftsführungAuf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorare des AbschlussprüfersEs wurden für das Geschäftsjahr Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 12.605,00 Euro (netto) als Aufwand erfasst. Abschlussprüfer der R+V Service Center GmbH ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt. Sonstige BemerkungenEs bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 4.760.912,88 Euro gegenüber der R+V Allgemeinen Versicherung AG. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht. Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt worden. KonzernabschlussDer Jahresabschluss der R+V Service Center GmbH wird nicht in den Konzernabschluss der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wird als Teilkonzern in den übergeordneten Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. KonzerngesellschaftsebeneDie R+V Service Center GmbH ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Die R+V Service Center GmbH ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages 0,00 Euro.
Wiesbaden, 28. Februar 2024 R+V Service Center GmbH Dr. Lorson Streck Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die R+V Service Center GmbH, Wiesbaden PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der R+V Service Center GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der R+V Service Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Sandro Trischmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Steffen Wohn, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat bei seiner Arbeit die allgemeinenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Organisation des AufsichtsratesDa der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, hat er auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Der Aussichtsrat hat die Geschäftsführung nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften fortlaufend überwacht und beratend begleitet sowie über die vorgelegten zustimmungspflichtigen Geschäfte entschieden. Zusammenarbeit mit der GeschäftsführungDie Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft regelmäßig und umfassend informiert. Dies erfolgte im Geschäftsjahr 2023 in zwei Sitzungen, zu denen der Aufsichtsrat am 13. Juni 2023 und am 01. Dezember 2023 zusammentrat, sowie durch vierteljährliche schriftliche Berichte. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung entgegengenommen und erörtert. AIle Maßnahmen, welche die Beschlussfassung des Aufsichtsrats im Wege des schriftlichen Beschlussverfahrens. Im Vordergrund der Berichterstattung standen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und -perspektive sowie wesentliche Finanzkennzahlen. Zudem hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Personalsituation und den daraus abgeleiteten Handlungsfeldern auseinandergesetzt. Ferner wurden insbesondere auch Zukunftsanforderungen an das Geschäftsmodell und daraus resultierende strategische Initiativen sowie Zielbilder, zukünftige Geschäftschancen und die Weiterentwicklung der Geschäftsfelder thematisiert. Dabei beschäftigte sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Erarbeitung neuer Skillprofile sowie einer Verbesserung des Kundenservice und der Generierung von Kostenvorteilen durch den Einsatz zukunftsfähiger Technologien. Der Aufsichtsrat befasste sich mit einer neu eingeführten Kundenzufriedenheitsmessung und deren Ergebnissen. Zudem hat der Aufsichtsrat die Beauftragung des von der Alleingesellschafterin gewählten Abschlussprüfers vorgenommen und fortlaufend die Unabhängigkeit und die Prüfungsqualität des Abschlussprüfers überwacht. Veränderungen im AufsichtsratHerr Marc-Oliver Matthias, Bereichsleiter R+V Allgemeine Versicherung AG, wurde mit schriftlichem Gesellschafterbeschluss vom 20. Dezember 2022 mit Wirkung ab 01. Januar 2023 in Nachfolge von Herrn Dr. Norbert Rollinger, welcher mit Ablauf zum 31. Dezember 2022 sein Mandat niedergelegt hatte, als Anteilseignervertreter zum Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft bestellt. Im Umlaufverfahren mit Beschlussfassungen des Aufsichtsrates vom 27. Dezember 2022 wurde Herr Marc- Oliver Matthias zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ab dem 01. Januar 2023 gewählt. Veränderungen in der GeschäftsführungIm Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderungen in den Personen der Geschäftsführung. Prüfung des JahresabschlussesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 eingehend geprüft. Hierzu lag der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor. An der Sitzung zur Prüfung des Jahresabschlusses am 07. Juni 2024 nahm eine Vertretung des Abschlussprüfers teil und berichtete dem Aufsichtsratsplenum zusammenfassend über die Prüfungsergebnisse und stand für alle zusätzlichen Erläuterungen und Stellungnahmen zur Verfügung. Gegen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss 2023.
Wiesbaden, 07. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Marc-Oliver Matthias GESELLSCHAFTERBESCHLUSSderR+V Service Center GmbHDie R+V Service Holding GmbH beschließt als alleinige Gesellschafterin der R+V Service Center GmbH: 1. Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wird festgestellt. 2. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 3. Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 4. Zum Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wird die Pricewaterhouse Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, gewählt. Die Alleingesellschafterin erklärt ausdrücklich ihr Einverständnis mit dieser Form der Fassung des Gesellschafterbeschlusses.
Wiesbaden, den 07.06.2024 R+V Service Holding GmbH Dr. Andreas Hasse ppa. Dr. Gregor Habermann (nach der Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft am 07.06.2024) |
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