Dachdeckerei und Bauspenglerei
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Putschke seit 4.6.2025 | Prokura |
Stefano Milani seit 22.6.2022 | Geschäftsführer |
Wiebke, geb. Schumann Rumpf seit 25.10.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (7)
| Name | Anteil |
|---|---|
CAMECA SAS | 31.99% |
EMA Corp. | 29.67% |
MOCON Europe A/S | 11.00% |
AMETEK European Holdings Ltd. | 10.62% |
EMA Corp. | 6.51% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AMETEK GmbHMeerbuschJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Geschäftsverlauf 1. Allgemeines Die Gesellschaft tritt am Markt als Vertriebsgesellschaft für die verschiedenen Divisionen der AMETEK-Gruppe auf. Der Verkauf erfolgt weitestgehend im Direktvertrieb, in einigen Bereichen aber auch über Distributoren. Die Divisionen produzieren Geräte in folgenden Bereichen der Investitionsgüterindustrie:
2. Steuerungsgrößen Die AMETEK GmbH steuert ihr Geschäft auf der Grundlage diverser Kennzahlen, deren positive Entwicklungen den Unternehmenswert in unterschiedlicher Weise positiv beeinflussen. Als Grundlage werden neben den Umsatzerlösen, das Ergebnis vor Steuern und Forderungen in % der Umsatzerlöse (Accounts Receivable in Percent of Sales - "AR% Sales") als Steuerungsgröße herangezogen. Detaillierte Ausführungen zu den Steuerungsgrößen befinden sich unter Punkt B. des Lageberichts. 3. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 von den anhaltenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen hohen Energiepreisen geprägt. Die Energiepreise blieben auch im Jahr 2023 auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn es vereinzelt zu einer Entspannung kam. Der Fachkräftemangel blieb ein großes Problem. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 stabil halten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Allerdings verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Dienstleistungssektor: Einige Branchen profitierten weiterhin von den Nachholeffekten der Corona-Pandemie, insbesondere nach der Aufhebung der meisten Corona-Schutzmaßnahmen. Handel: Die Bruttowertschöpfung im Handel ging weiter zurück, nachdem sie bereits 2022 gesunken war. Verarbeitendes Gewerbe: Die Leistung des Verarbeitenden Gewerbes sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 %. Das Verarbeitende Gewerbe war weiterhin mit hohen Energiepreisen und anhaltenden Störungen der Lieferketten konfrontiert. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache Binnennachfrage machten sich auch im Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise rückläufig war. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) stärker als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). So ergab sich per Saldo ein positiver Außenbeitrag, der das BIP stützte. Insgesamt konnten wir in diesem schwierigen konjunkturellen Umfeld im Jahr 2023 dennoch wiederum ein zufriedenstellendes Ergebnis verzeichnen. 4. Umsatz und Auftragsentwicklung Der Umsatz stieg um 6,0 % auf 110.690 TEUR (Vorjahr: 104.402 TEUR). Die Steigerung ist insbesondere auf die Bereiche Hochgeschwindigkeitskameras, Programmierbare Stromversorgung, Oberflächen- und Rauheitsmesstechnik, Analysegeräte und Schwingungsisolation zurückzuführen. Stärkere Umsatzrückgänge hat es in den Bereichen 3D-Messtechnik, Nuklearmesstechnik, Zubehör Elektronenmikroskopie und unterbrechungsfreie Stromversorgung gegeben. Die Erträge aus Weiterbelastung im Konzern sind um 2.361 TEUR gestiegen. Die einzelnen Sparten haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Der Auftragseingang im gesamten Geschäftsjahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf 67.667 TEUR gesunken.
Die höchsten Auftragseingangszuwächse waren in den Bereichen Hochgeschwindigkeitskameras, Zubehör Elektronenmikroskopie, Analyse und ophthalmologische Instrumente sowie Oberflächen- und Rauheitsmesstechnik zu verzeichnen. Auftragsrückgänge waren u.a. in den Bereichen Permeations-Messsysteme, Schwingungsisolation und Ultrapräzisionsbearbeitungsmaschinen, Nuklearmesstechnik sowie unterbrechungsfreie Stromversorgung zu verzeichnen. 5. Geschäftsergebnis Wir verweisen auf unsere Darstellungen zur Lage der Gesellschaft unter Punkt B.3 des Lageberichts. 6. Beschaffung Erst wenn ein verbindlicher Auftrag vorliegt, wird bestellt. Insofern ist die Beschaffung abhängig von der Auftragslage (s. Punkt 5.). Ca. 98 % des Wareneinkaufs erfolgte bei Konzerngesellschaften. 7. Investitionen Investitionen werden lt. übergeordnetem Budget getätigt, wobei im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen hauptsächlich Anschaffungen im Bereich der Konzessionen, der Grundstücke und Bauten und der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgten. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betrugen rd. 12 TEUR und im Sachanlagevermögen rd. 72 TEUR in 2023 und die korrespondierenden Abschreibungen des Geschäftsjahres 300 TEUR bei den immateriellen Vermögensgegenständen und 135 TEUR bei den Sachanlagen. 8. Finanzierung Liquiditätsengpässe können praktisch nicht auftreten, da alle Kosten an die Divisionen weitergegeben werden. Getätigte Investitionen konnten aus den Liquiditätsreserven zum Ende des Vorjahres finanziert werden. Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen die Firmenfahrzeuge und Büroräume. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben wir nicht getätigt. 9. Personal- und Sozialbereich Zum Ende des Geschäftsjahres umfasste die Belegschaft 222 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer; Vorjahr: 218 Mitarbeiter). Die Entwicklung des Personalbestandes ist abhängig von der Tätigkeit für die verschiedenen Divisionen. Es werden grundsätzlich Festgehälter gezahlt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen werden zusätzlich zielabhängige Gehaltsanteile vergütet. Aufgrund der Komplexität unserer Produkte verfügen die Mitarbeiter - insbesondere im technischen Bereich - über eine entsprechend hohe Qualifikation. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Berufsunfälle u. ä., haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. B. Lage 1. Vermögenslage Bei einer um 621 TEUR verringerten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 52,0 % im Vorjahr auf nunmehr 54,8 % erhöht. Das Anlagevermögen ist um 365 TEUR auf 17.881 TEUR gesunken. Die Finanzanlagen machen mit 35,5 % den größten Teil der Aktiva aus, gefolgt von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter mit 27,6 %. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen machen 17,8 % aus und wiesen zum 31. Dezember 2023 ein Zahlungsziel (DSO) von 36 Tagen (Vorjahr: 39 Tage) auf. Insgesamt betragen die Rückstellungen 4.998 TEUR (Vorjahr: 4.972 TEUR), wovon die Pensionsrückstellungen 2.588 TEUR (Vorjahr: 2.552 TEUR), die Steuerrückstellungen 136 TEUR (Vorjahr: 362 TEUR) und die Sonstigen Rückstellungen 2.274 TEUR (Vorjahr: 2.058 TEUR) betragen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 10.356 TEUR (Vorjahr: 9.666 TEUR). Aufgrund des strengen Niederstwert- und des Vorsichtsprinzips sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 2. Finanzlage Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - in der Regel unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Gesellschaft hat mit der Deutschen Bank AG eine Avalkreditlinie für Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften über 10.000 T€ (Vorjahr: 7.000 T€) vereinbart, welche durch eine Garantieerklärung der AMETEK Inc., USA, abgesichert ist. Die Garantieerklärung beläuft sich auf 10.000 T€. Zum Stichtag ist die Kreditlinie in Höhe von 77,1 % in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine weitere Avalkreditlinie mit der Commerzbank AG für Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften über 10.000 T€ (Vorjahr: 0 T€) vereinbart. Zum Stichtag ist die Kreditlinie in Höhe von 1,8 % in Anspruch genommen worden. Der Finanzmittelfonds ist am Ende des Jahres um 209 TEUR auf 4.625 TEUR gesunken. Er besteht zum Stichtag ausschließlich aus liquiden Mitteln. 3. Ertragslage Verkaufspreise und Preisnachlässe werden in Abstimmung mit den Konzerngesellschaften festgelegt. Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss i.H.v. 943 TEUR abgeschlossen. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 6.288 TEUR auf 110.690 TEUR gestiegen. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Erlöse aus Geräteverkäufen um TEUR 3.187 sowie den Anstieg der Erlöse aus Weiterbelastungen im Konzern um TEUR 2.361 zurückzuführen. Die Materialaufwendungen weisen einen Mehraufwand von 3.857 TEUR auf insgesamt 75.713 TEUR auf. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ergibt sich eine Materialaufwandsquote in Höhe von 68,4 % (Vorjahr: 68,8 %). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 1.130 TEUR auf 23.403 TEUR gestiegen. Die Personalaufwandsquote beträgt im aktuellen Jahr somit 21,1 % (Vorjahr: 21,37 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 10.003 TEUR (Vorjahr: 8.957 TEUR). Unter Berücksichtigung aller Kostenkomponenten wurde ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 1.543 TEUR (Vorjahr: 1.347 TEUR) erreicht. 4. Vergleich der tatsächlichen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage mit der Prognose sowie Zusammenfassung Die AMETEK GmbH hat im Prognosebericht des Vorjahres eine Steigerung des Umsatzes auf 110.000 TEUR sowie ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 1.530 TEUR erwartet. Es wurde ein Umsatzniveau von 690 TEUR über dem Prognosewert erreicht. Der Vorsteuergewinn in 2023 lag mit 1.534 TEUR minimal über dem Prognosewert von 1.530 TEUR. Der AR to Sales % beträgt 4,3 % und ist damit leicht besser als der prognostizierte Wert von 4,5 %. C. Risikobericht und Prognosebericht 1. Risikobericht Im Rahmen unserer gesetzlichen Verpflichtung zur Offenlegung wesentlicher Risiken, die potenziell bestandsgefährdende oder signifikante Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, möchten wir die folgenden Aspekte hervorheben: 1. Geschäftsmodell und Going-Concern-Prämisse Die Gesellschaft agiert im Rahmen von Kommissionsverträgen mit den Divisionen. Aufgrund des Kommissions- und Cost-Reimburstment-Vertrags kann von einer Going-Concern-Prämisse ausgegangen werden. Sollten erhöhte Aufwendungen auftreten, werden diese durch die Muttergesellschaft übernommen. Gegenwärtig sind keine wesentlichen Risiken innerhalb des Konzerns bekannt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. 2. Kontrollmanagementsystem Für den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess hat die AMETEK GmbH umfassende Prozesse und Strukturen im Rahmen ihres Kontrollmanagementsystems definiert. Alle Konzerngesellschaften müssen einen zentralen Zeitplan für den Konzernrechnungslegungsprozess einhalten. Zu den Grundlagen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gehören unter anderem definierte Kontrollmechanismen, EDV-technische und manuelle Abstimmungsprozesse, die Trennung von Funktionen, das Vier-Augen-Prinzip sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Die konzerninterne Revision überprüft kontinuierlich die Compliance und Kontrollprozesse und trägt durch systematische und geregelte Prüfungen zur fortlaufenden Verbesserung bei. 3. Geopolitische und wirtschaftliche Risiken Unser diversifiziertes Produktprogramm in spezialisierten Nischenmärkten ermöglicht es uns, Risiken einzelner Branchen abzufedern. Dennoch haben die geopolitischen Veränderungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine, die konjunkturellen Risiken erhöht. Die Verknappung und Verteuerung von Energierohstoffen könnte insbesondere in der Hauptabsatzregion EMEA zu einer Rezession führen. Weitere Risiken bestehen in der möglichen Verschärfung der Inflationsrate sowie einer möglichen Destabilisierung der internationalen Finanzmärkte aufgrund steigender Zinsen. 4. Internationale Handelsbeschränkungen Neue Beschränkungen im internationalen Handel, wie etwa Sanktionen, Embargos oder Exportkontrollen, könnten den Absatz in bestimmten Ländern erschweren und globalen Lieferkettenunterbrechungen führen. 5. Forderungsmanagement Um dem Risiko von Zahlungsausfällen durch Insolvenzen zu begegnen, führen wir regelmäßige und umfassende Bonitätsprüfungen durch und optimieren kontinuierlich unsere Arbeitsabläufe im Forderungsmanagement. 6. Rückstellungen und Risikolage Alle uns bekannten Risiken sind nach aktuellem Stand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Insgesamt wird die Risikolage als moderat eingeschätzt, und bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Dieser Bericht stellt eine transparente und umfassende Bewertung der wesentlichen Risiken dar, die unsere Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 betreffen könnten. Wir bleiben wachsam und passen unsere Risikomanagementstrategien kontinuierlich an, um den langfristigen Erfolg und die Stabilität der Gesellschaft zu sichern. In Bezug auf künftige Chance verweisen wir auf den "Forschungs- und Entwicklungsbericht". 2. Prognosebericht Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, insbesondere in Deutschland, erwarten wir für das Jahr 2024 auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatzrückgang um 6.550 TEUR auf 104.139 TEUR und demgegenüber ein leicht angestiegenes Ergebnis vor Steuern um 172 TEUR auf 1.707 TEUR. Für den KPI Accounts Receivable in Percent of Sales ("AR% Sales") wird ein Wert von 4,4 % erwartet. D. Sonstige Angaben 1. Forschungs- und Entwicklungsbericht Innerhalb der AMETEK GmbH wird unter anderem die hochgenaue Luphos-Messtechnologie weiterentwickelt, die u.a. in der Qualitätssicherung der optischen Industrie Anwendung findet. Die Luphos-Messtechnik gehört zu den genauesten Formmessgeräten weltweit und ermöglich die Überprüfung und Kontroller der Fertigung optischer Komponenten, wie sie u.a. in Bereichen der DUV und EUV-Lithograophie und der Satellitenkommunikation erforderlich sind. Stetig steigende Anforderungen erfordern jedoch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie. So wurde u.a. aufbauend auf den Arbeiten im Jahr 2022 im Jahr 2023 das Messsystem zur Vermessung von silizium-beschichteten Oberflächen verbessert. Durch eine optimierte Auswahl der einzelnen Lichtquellen (SLEDs, Superluminiszenzdioden) stellt das neue Sensorsystem "Bluepoint 1.5" dem Kunden einen um 50% größeren Messbereich und eine längere Haltbarkeit der Lichtquelle zur Verfügung. Dies erweitert den Anwendungsbereich des Kunden und erleichtert das Handling. Der neue aktuelle Sensor wurde bereits in Messsysteme bei mehreren Kunden eingebaut, Anwendungsbereiche sind in der EUV- sowie in der Satelliten-Technologie. Für eine automatische Ausrichtung der auf den LuphoScan Messgeräten zu vermessenden Objekte wurde mit der Entwicklung eines automatischen Zentrier- und Nivelliertischs begonnen. Hierbei wurde insbesondere für die Kabeldurchführung durch die luftgelagerte Spindel eine innovative Lösung gefunden, die die Perfomance der Spindel nicht beeinträchtigt. Der Tisch wird in zwei Größenvarianten für die LuphoScan Systeme LS50/75 und LS260/420 aufgebaut und wird zur Mitte des Jahres 2024 zur Verfügung stehen. Im Bereich der Softwareentwicklung wurde die Software-Schnittstelle der Lupho-Scan Systeme zu externen Steuersystemen im OPC-Standard weiterentwickelt. Basierend auf den Anforderungen eines Kunden konnten hier umfangreiche Erweiterungen bzgl. der mit den externen Servern ausgetauschten Befehlen, Parametern und Daten implementiert werden, die ein Einbinden der Luphos Messtechnik in größere Maschinenabläufe erlaubt. Der Forschungsaufwand betrug 1.203 TEUR in 2023. 2. Zweigniederlassungsbericht Die AMETEK GmbH unterhalt Zweigniederlassungen in Weiterstadt, Unterschleissheim, Leinfelden-Echterdingen, Karlsruhe, Neuwied und Lorch.
20. Dezember 2024 Stefano Milani Wiebke Rumpf Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die AMETEK GmbH mit Sitz in Meerbusch wird im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 1911 geführt. Die Gesellschaft wird als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB eingestuft. Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von grundsätzlich bis zu fünf Jahren bewertet. Eine Ausnahme bilden die Datenbank und die ERP-Software "Dynamics NAV", die mit 7 bzw. 10 Jahren Nutzungsdauer angesetzt werden. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2015 und 2018 ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Verschmelzung mit der CREAFORM Deutschland GmbH, Leinfelden-Echterdingen, und der MOCON GmbH, Neuwied, aktiviert, der über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und fünfzehn Jahren), angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive latente Steuern werden in Höhe der zukünftig zu erwartenden Steuerentlastungen angesetzt. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Verpflichtungswert (gemäß HGB i. d. F. des BilMoG) nach der projizierten Einmalbeitragsmethode auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt) angesetzt. Darüber hinaus wurden bei der Bewertung in Abhängigkeit von der jeweiligen Personengruppe erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie ein Rententrend von 2,25 % berücksichtigt. In Folge der ratierlichen Zuführung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB (BilMOG-Anpassung in Höhe von 1/15 p.a.) besteht eine Unterdeckung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 31.939 €. Die Pensionsrückstellungen werden, sofern sie durch Planvermögen gedeckt sind, unter Abzug des ihrer Erfüllung dienenden Planvermögens in Höhe von 2.140.944 € in der Bilanz mit 2.587.675 € ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Ansatz der passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nennwert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. III. Angaben zur Bilanz Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um:
* der Umrechnungskurs für das Eigenkapital
und den Jahresüberschuss zum 31.12.2022 beträgt
0,08969 Euro/SEK.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres nach dem Abschlussstichtag fällig. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12.515 T€ (Vorjahr: 11.221 T€) sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 5.759 T€ (Vorjahr: 5.883 T€) enthalten. Hierin ist auch eine Darlehensforderung von 5.500 T€ gegenüber der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH enthalten. Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 17 T€ (Vorjahr: 0 T€), dem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 3 T€) und Pensionsrückstellungen in Höhe von 726 T€ (Vorjahr: 722 T€). Die temporären Differenzen wurden mit einem voraussichtlichen Ertragssteuersatz in Höhe 32,50 % bewertet. Die aktiven latenten Steuern (von insgesamt 745 T€) wurden nach dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 3 HGB aktiviert und unterliegen insoweit der Ausschüttungssperre. Passive latente Steuern existieren nicht. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen werden in Höhe von insgesamt 2.140.944 € mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.728.619 € verrechnet. Die Abweichungen zwischen der Bewertung mit den beizulegenden Zeitwerten der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 2.140.944 € und den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 1.917.845 € betragen insgesamt 223.099 €. Sie unterliegen ebenfalls der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung eines 10-Jahres Durchschnittszinses und für eine Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Rückstellungsbetrag wäre bei der Anwendung eines 7-Jahres-Durchschnittszinses um 50.700 € höher gewesen. Der genannte Differenzbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 604 T€ (Vorjahr: 658 T€) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Auf dem Betriebsgrundstück lastet eine Grundschuld in Höhe von insgesamt 511.291,88 € zu Gunsten der Deutschen Bank AG. Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 2.705 T€ (Vorjahr: 3.448 T€). Die Verträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen (Liquiditätssicherung und -erhaltung) geschlossen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse sind wie folgt gegliedert:
Regionen
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungskursumrechnungen (347 T€; Vorjahr: 317 T€) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (78 T€; Vorjahr: 86 T€). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus der Nutzung von KFZ (2.075 T€; Vorjahr: 1.882 T€), Aufwendungen für Reisekosten (1.881 T€; Vorjahr: 1.464 T€), Miete (952 T€; Vorjahr: 927 T€), Ausstellungen (689 T€; Vorjahr: 764 T€), Ausgangsfrachten (695 T€; Vorjahr: 599 T€), Telefon (274 T€; Vorjahr: 243 T€), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (260 T€; Vorjahr: 328 T€), Personalberatung (56 T€; Vorjahr: 130 T€), Erstellung und Prüfung des Abschlusses (51 T€; Vorjahr: 71 T€) sowie für Zeitarbeit (117 T€; Vorjahr: 64 T€). Des Weiteren sind resultierend aus der Anwendung von BilRUG auch die Aufwendungen aus der ratierlichen Zuführung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 32 T€) hier ausgewiesen. Die nach der Saldierung mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen sich ergebenden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen betragen 120 T€ (Vorjahr Zinserträge: 229 T€). Aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind per Saldo Kurserträge Höhe von 88 T€ (Vorjahr Kursaufwendungen: 11 T€) entstanden. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 547 T€ (Vorjahr: 620 T€). Hierin ist auch die steuerliche Entlastung aus der ratierlichen Zuführung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EG- HGB in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 10 T€) enthalten. V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hat mit der Deutschen Bank AG eine Avalkreditlinie für Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften über 10.000 T€ (Vorjahr: 7.000 T€) vereinbart, welche durch eine Garantieerklärung der AMETEK Inc., USA, abgesichert ist. Die Garantieerklärung beläuft sich auf 10.000 T€. Zum Stichtag ist die Kreditlinie in Höhe von 77,1 % in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine weitere Avalkreditlinie mit der Commerzbank AG für Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften über 10.000 T€ (Vorjahr: 0 T€) vereinbart. Zum Stichtag ist die Kreditlinie in Höhe von 1,8 % in Anspruch genommen worden. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 222 Arbeitnehmer. Im Geschäftsjahr 2023 waren als Geschäftsführer bestellt: Wiebke Rumpf, Staatl. gepf. Lebensmittelchemikerin Stefano Milani, Ingenieur Die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB geforderten Angaben bezüglich der den Geschäftsführern gewährten Gesamtbezügen unterbleiben aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar ist wie folgt aufgeschlüsselt:
Ein Betrag von insgesamt 733 T€ ist ausschüttungsgesperrt. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu den einzelnen Bilanzposten unter Punkt III. Konzernbeziehungen Mutterunternehmen der AMETEK GmbH, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die AMETEK Inc., Berwyn/USA. Dieser Konzernabschluss, in den die AMETEK GmbH einbezogen wird, ist bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt. Die AMETEK GmbH macht in Übereinstimmung mit § 264 Abs. 3 i.V.m. § 292 HGB i.V.m. der KonBefrV von der Möglichkeit Gebrauch, den Konzernabschluss des Mutterunternehmens (AMETEK Inc., Berwyn/USA) nach US-GAAP offenzulegen, der nach deutschem Recht von der Konzernabschlusspflicht nach HGB befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird durch die Gesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger über die deutsche Muttergesellschaft, AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, in englischer Sprache offengelegt. Die wesentlichen Unterschiede zwischen US-amerikanischer (US-GAAP) und deutscher (HGB) Rechnungslegung in Bezug auf den Konzernabschluss der AMETEK Inc., Berwyn/ USA, sind nachfolgend ausgeführt. Hinter der deutschen und der US-amerikanischen Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Kapitalgeber das vorrangige Ziel der US-amerikanischen Rechnungslegung. Daher wird auch der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse - sowohl über verschiedene Geschäftsjahre hinweg als auch von unterschiedlichen Unternehmen - sowie der periodengerechten Erfolgsermittlung nach US-GAAP ein höherer Stellenwert eingeräumt als nach HGB. Finanzanlagen Nach US-GAAP erfolgt die Zugangsbewertung der Finanzanlagen stets zu Anschaffungskosten. Die Buchwerte der Beteiligungen sind regelmäßig auf andauernde Wertminderung zu überprüfen. Sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, führt dies zu einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den niedrigeren Marktpreis nach ASC 320-10. Die Bewertung, welche auf den prognostizierten, künftigen Cash Flows der Gesellschaft aufsetzt und somit subjektiven Einschätzungen ausgesetzt ist, erfolgt regelmäßig entsprechend dem Konzept der Bruttokapitalisierung mit gewogenen Kapitalkosten (sog. Entity- oder WACC-Approach). Diese Bewertungsmethodik steht in Übereinstimmung mit den Regelungen nach IDW RS HFA 10 und stellt somit einen üblichen Bewertungsansatz dar, der auch für Zwecke der handelsrechtlichen Bilanzierung anerkannt ist. Aufgrund dessen ergeben sich im Jahresabschluss keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Bewertung der Finanzanlagen nach US-GAAP im Vergleich zu HGB. Latente Steuern Ab dem verpflichtenden Übergang auf die BilMoG-Regelungen zum 1. Januar 2010 hat sich die Bilanzierung der latenten Steuern den US-GAAP-Vorschriften angenähert. Die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften folgen nunmehr auch dem sog. temporary-concept. Nach US GAAP, ASC 740-10, besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz, wobei auch quasi-permanente Unterschiede als temporär einzustufen sind (sog. Temporary-Konzept). Daneben sind auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren. Zur Steuerberechnung ist der künftig geltende Steuersatz auf Basis der Rechtslage am Bilanzstichtag anzuwenden. Zu jedem Stichtag sind die bilanzierten aktiven latenten Steuern bezüglich ihrer Realisierbarkeit zu prüfen und gegebenenfalls wertzuberichtigen ("valuation allowance"). Durch den DRS 18 des DRSC - Deutsches Rechnungslegung Standards Committee - wurde bereits eine weitestgehende Harmonisierung der deutschen und US-amerikanischen Konzernrechnungslegung erzielt. Gemäß BilMoG besteht nach HGB ein Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern. Grundsätzlich sind steuerliche Verlustvorträge nach HGB nur dann zu berücksichtigen, wenn in den kommenden fünf Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Geschäfts- oder Firmenwerte Nach FASB ASC Topic 350 (Intangibles - Goodwill and Other) bestehen für immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben werden, umfangreiche Aktivierungsvorschriften. Dies gilt auch für solche Werte, die das handelsrechtliche Kriterium des Vermögensgegenstands nicht erfüllen. Nach US-GAAP ist ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb nicht mehr planmäßig abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen und gegebenenfalls außerplanmäßig abzuschreiben. Nach HGB hat dagegen eine Aktivierung mit nachfolgend planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibung zu erfolgen. Sonstige Rückstellungen Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US-GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen ohne Verpflichtungscharakter, wie z.B. die nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften i.d.F. des BilMoG weiterhin verpflichtend zu bildenden Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen, die innerhalb der ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden, sowie für Abraumbeseitigung innerhalb des folgenden Geschäftsjahres, sind nach US-amerikanischen Vorschriften nicht zulässig. Leasing Im HGB gibt es außer den allgemeinen Ansatz- und Bewertungsvorschriften keine speziellen Regeln zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. In der Bilanzierungspraxis werden daher die steuerlichen Leasingerlasse des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) herangezogen. Es findet eine Differenzierung zwischen Finanzierungs-Leasing- und Operating-Leasing-Verhältnissen statt. Im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen hat der Leasingnehmer in seiner Bilanz ein Wirtschaftsgut zu aktivieren und eine Verpflichtung zu passivieren. Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen hat der Leasingnehmer ausschließlich den in der jeweiligen Periode entstehenden Aufwand aus dem Leasingverhältnis zu erfassen. Die zentrale Frage, ob Leasingnehmer oder Leasinggeber den Leasinggegenstand als wirtschaftlicher Eigentümer zu bilanzieren hat, ist nur durch die Beantwortung einer Fülle von Einzelkriterien zu beantworten, welche die BMF-Erlasse entwickelt haben. Als ein zentrales Abgrenzungskriterium gilt die unkündbare Grundmietzeit. Nach US-GAAP ist der Leasingnehmer dazu verpflichtet für sämtliche Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht und eine anteilige Verbindlichkeit zu bilanzieren. Im Vergleich zum HGB ergibt sich nach US-GAAP dadurch in der Regel eine Bilanzverlängerung. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 943 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Meerbusch, den 20. Dezember 2024 Stefano Milani Wiebke Rumpf
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AMETEK GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AMETEK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMETEK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Dezember 2024 Nexia
GmbH
Weyers, Wirtschaftsprüfer Elpel, Wirtschaftsprüfer Feststellungs- und ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung vom 03.02.2025 hat beschlossen, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 festzustellen und auf neue Rechnung vorzutragen. |
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