Anew Climate Europe GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anna Katharina Dr. Wilke seit 18.11.2024 | Liquidator |
Zoltan Elek seit 18.11.2024 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LW Capital GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz auf den 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-
Gewinn- und Verlustrechnung
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
| EUR | % | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 360.602.354,64 | 100,00 | 246.168.354,68 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 2.246.518,94 | 0,62 | 1.648.852,02 |
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -317.333.772,52 | -225.143.616,15 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -20.728.281,18 | -4.377.891,74 | |
| -338.062.053,70 | -93,75 | -229.521.507,89 | |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -5.028.288,50 | -3.463.925,20 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.033.789,91 | -798.893,97 | |
| -6.062.078,41 | -1,68 | -4.262.819,17 | |
| davon für Altersversorgung EUR 27.342,01 (EUR 20.695,83) | |||
| 5. Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | -2.288.818,00 | -0,63 | -2.246.262,49 |
| davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 0,00 (EUR 0,00) | |||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.606.346,10 | -1,55 | -5.691.287,84 |
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.032,54 (EUR572,55) | |||
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 30.170,12 | 0,01 | 6.555,37 |
| davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 0 (EUR 0) | |||
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -872.528,92 | -0,24 | -581.054,51 |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.667.710,29 | -0,74 | -2.358.272,65 |
| davon latente Steuern EUR 54.706,25 (EUR 54.706,25) | |||
| 10. Ergebnis nach Steuern | 7.319.508,28 | 2,03 | 3.162.557,52 |
| 11. Sonstige Steuern | -25.077,75 | -0,01 | 0,00 |
| 12. Konzern-Jahresüberschuss | 7.294.430,53 | 2,02 | 3.162.557,52 |
| 13. Konzern-Gewinnvortrag | 9.930.285,23 | 5.535.672,90 | |
| 14. Umgliederung aus den Gewinnrücklagen | 0,00 | 1.232.054,81 | |
| 15. Konzern-Bilanzgewinn | 17.224.715,76 | 9.930.285,23 |
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Der Konzernabschluss der LW Capital GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Erläuterungen erfüllen die relevanten Anforderungen der §§ 313 ff. HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Angaben zum Konsolidierungskreis
Die LW Capital GmbH hält als Mutterunternehmen direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:
| • |
Landwärme GmbH (100 %) |
| • |
Biomethan Penkun GmbH (100 %) |
| • |
Biomethan Feldberg GmbH (100 %) |
| • |
Biomethan Reimlingen GmbH (100 %) |
| • |
BMS Biomethan Schwaigern GmbH (100 %) |
| • |
Landwärme CE Trading Kft (100 %) |
| • |
Landwärme Service GmbH (100 %) |
Die Tochterunternehmen wurden im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.
Bis auf die Landwärme Service GmbH, deren Sitz sich in Dortmund befindet, und die Landwärme CE Trading Kft, deren Sitz sich in Budapest, Ungarn, befindet, haben alle Tochterunternehmen ihren Sitz in München. Mit keinem der Tochterunternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Der Sitz der LW Capital GmbH ist in der Ungererstr. 40, 80802 München.
Die LW Capital GmbH ist beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB183628 eingetragen.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Mutterunternehmens zum 31.12. des Geschäftsjahres aufgestellt. Für sämtliche Tochterunternehmen entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die Anteile der Gesellschaft an verbundenen Unternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 S.2 HGB zur Neubewertungsmethode. Unterschiedsbeträge wurden entsprechend der vorhandenen stillen Reserven bewertet und angesetzt.
Die Tochterunternehmen Landwärme GmbH, BMS Biomethan Schwaigern GmbH und die Biomethan Wittenburg GmbH sind zum 01.01.2015 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen worden.
Zum 9.12.2015 wurden die Biomethan Penkun, Biomethan Feldberg und Biomethan Reimlingen GmbH von der LW Capital gegründet. Auf diese Rechtsträger wurden Teilbetriebe der Landwärme GmbH abgespalten. Vorgenannte Gesellschaften wurden erstmalig zum 09.12.2015 konsolidiert.
Im Berichtsjahres wurde die Biomethan Wittenburg GmbH auf die Biomethan Penkun GmbH rückwirkend mit Wirkung zum 01.01.2021 zu Buchwerten verschmolzen. Die Dienstleistungen werden nun unter der Firmierung der Biomethan Penkun GmbH erbracht.
Durch den notariellen Kaufvertrag vom 05.05.2018 erwarb die Landwärme GmbH 100 % der Anteile an der Arcanum Energy Management GmbH (inzwischen umfirmiert in Landwärme Service GmbH), rückwirkend zum 01.01.2018. Der erstmalige Einbezug dieser Gesellschaft erfolgt zum 01.01.2018.
Zum 17.01.2018 wurde von Seiten der LW Capital GmbH die Landwärme CE Trading Kft. als 100 %-ige Tochtergesellschaft gegründet. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Gründungsdatum.
Mit Wirkung vom 11. November 2020 erwarb die LW Capital GmbH 45,71 % der Anteile an der Founderholics GmbH, Mainz. Aufgrund der Beteiligungsquote unter 50 % wird die Gesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligung wurde zum 31.12.2021 - aufgrund nicht wesentlichen Wertveränderungen - aus Vereinfachungsgründen weiterhin nicht at equity sondern weiterhin zu ihren Anschaffungskosten bewertet.
Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung
Im Rahmen der Neubewertung zum Erstkonsolidierungsstichtag 1.1.2018 der Landwärme Service GmbH ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag i H v 4.873 TEUR. Der Unterschiedsbetrag wurde dem Geschäfts- oder Firmenwert zugerechnet und wird auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear pro rata temporis abgeschrieben. Im Geschäftsjahr hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert um 478 TEUR verringert. Zudem ergab sich eine unmittelbare mindernde Auswirkung auf den Firmenwert in Höhe von 123 TEUR aufgrund einer Kaufpreisrückerstattung. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist zum Abschlussstichtag mit 2.811 TEUR bilanziert.
Aufgrund der Neubewertung der Anteile zum 01.01.2015 ist für die BMS Biomethan Schwaigern in Höhe von EUR 1.400.148,62 sowie für die Biomethan Wittenburg GmbH in Höhe von EUR 135.852,96 ein Geschäfts- und Firmenwert entstanden. Dieser wurde aufgrund von damaligen Unsicherheiten durch das hohe regulatorische Tempo im Bereich des EEG und technischer Schwierigkeiten bereits im GJ 2015 auf einen Erinnerungsbuchwert von jeweils EUR 1,00 abgeschrieben.
Bei der Kapitalkonsolidierung der Landwärme GmbH ist ein technischer passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von ursprünglich EUR 1.845.764,52 entstanden und wurde den Konzerngewinnrücklagen zugewiesen, da dieser nur aus zum Erstkonsolidierungsstichtag realisierten Gewinnen besteht. Die verbliebenen Gewinnrücklagen wurden im Geschäftsjahr 2020 vollständig dem Ergebnisvortrag zugeführt.
Gem. § 303 HGB wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet.
Eine Zwischenergebniseliminierung wurde gem. § 304 Abs. 1 HGB durchgeführt. Gem. § 305 HGB wurden die Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen aufgerechnet.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Sämtliche in die Konsolidierung einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochter- und Enkelunternehmen wurden einheitlich nach den bei der Muttergesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt (§ 308 HGB). Überleitungen von den Handelsbilanzen einzelner Tochtergesellschaften zur sog. HB II im Rahmen der Konsolidierungsvorbereitungen wurden vorgenommen. Wobei der Grundsatz der Wesentlichkeit beachtet wurde. Umrechnungen im Sinne des § 308a HGB bedarf es nicht, da alle Jahresabschlüsse auf EUR lauten.
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Der Ansatz des Firmenwertes resultiert aus den über dem Stammkapital liegenden Zahlungen für den Ankauf der Landwärme Service GmbH vermindert um die planmäßige Abschreibung. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 10 Jahre festgelegt.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden als Aufwand gebucht.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bilanziert.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Zahlungen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen wurden aktive latente Steuern gem. § 306 HGB aus der Eliminierung von Zwischengewinnen im Anlagevermögen gebildet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Bewertungseinheiten
Zur Absicherung des künftigen Bedarfs an Biomethangas werden zur besseren Darstellung der Ertragslage mit den Grundgeschäften Bewertungseinheiten nach § 254 HGB zusammengefasst. Die Ermittlung eines etwaigen drohenden Verlustes aus dem schwebenden Geschäft in Form der Bewertungseinheit erfolgt absatzmarktorientiert, so das gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung keine drohenden Verluste zu berücksichtigen sind, soweit aus den künftigen Absatzgeschäfte kein Verlust entsteht.
Der Hauptfokus der Sicherung liegt in der Fristenkongruenz. Die Absicherung erfolgt regelmäßig auf Portfoliobasis; innerhalb der Portfolios wird grundsätzlich in Form von Micro Hedges gesichert; lediglich Spitzen im kurzfristigen Sektor werden auf Portfoliobasis gesteuert. Es liegen im wesentlichem keine materiellen offenen Positionen bzw. Risiken vor. In der Hedges-Methode wird auf die Critical Term Hedge Methode rekurriert. Der Ausgleich erfolgt zwischen einem und 15 Jahren, die ersten 40 % bis Ende 2021. Die Höhe der mit diesen Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken entspricht im Wesentlichen den unter Haftungsinanspruchnahme erläuterten sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 15 HBG).
Zur branchenspezifischen Abbildung des Bilanzkreismanagements wurden Bewertungseinheiten partiell gebildet, zu Einzelheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zum Themenkomplex Verbindlichkeiten.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.
Angaben zu den einzelnen Posten der Konzernbilanz und Konzern-GuV
Angaben zur Bilanz
Brutto-Anlagenspiegel
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Vorräte - Besondere Angaben zur Bewertungsvereinfachung
Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wurde der Grundsatz der Einzelbewertung, auf der Grundlage von Marktpreisen zum Abschlussstichtag, zugrunde gelegt.
In den Vorräten sind geleistete Anzahlungen enthalten, die aus dem Geschäftsbereich Quotenvermittlung resultieren. Ebenso sind erhaltene Anzahlungen unter diesem Posten ausgewiesen, die nach dem Grundsatz des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt werden. Die Realisation der Umsätze und Aufwendungen aus dem Quotenvermittlungsgeschäft erfolgt mit Abschluss der Quotenvermittlungsverträge, dies erfolgt im Regelfall im Lauf des ersten Halbjahres des Folgejahres.
Latente Steuern
Auf Ebene der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen ergab sich keine wesentliche aktive oder passive latente Steuer. Ferner wurde vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen kein Gebrauch gemacht. Auf Ebene der Konzernbilanz ergeben sich durch die Eliminierung von Zwischengewinnen im Anlagevermögen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 111,1. Den latenten Steuern wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze bestehend aus Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag zu Grunde gelegt. Die Steuersätze bewegen sich in einer Bandbreite von 26,7 % bis 28,1 %.
Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich wie im Eigenkapitalspiegel dargestellt entwickelt.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor Allem Verpflichtungen aus Abrechnungen von Gas-Kontrakten.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind in Höhe von EUR 0,00 (VJ: EUR 171.973,80) vorhanden.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 15.929.159,55 (VJ: 7.429.159,55). Die Sicherheiten umfassen u.a. Bürgschaften, Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen, Mantelzessionen, persönliche Dienstbarkeiten, Eintrittsrechte in bestehende Verträge, Verpfändung der Guthaben der Kapitaldienstreserve sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft des Geschäftsführers in Höhe von EUR 6.500.000,00.
Sonstige Verbindlichkeiten
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB zur Absicherung des Preisrisikos auf Basis von Mikro-Hedges gebildet. Entsprechend dem Plain-Vanilla-Charakter der Transaktionen, wurde die Zuordnung auf Basis der Critical Term-Match-Methode vorgenommen. Es betrifft die negativen Salden im Rahmen des Bilanzkreismanagements. Im Rahmen des Risikomanagements ist vorgesehen mindestens die Hälfte der offenen Positionen zu hedgen. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir aufgrund der marktstrukturellen Gegebenheiten, insbesondere um Chancen entsprechender Preisbewegungen zu nutzen, alle offenen Positionen gesichert. Der Ausgleich wird grundsätzlich innerhalb eines Jahres vorgenommen. Bei der Bewertung wurden 100 % des Volumens mittels gesicherter Warenterminkontrakten bewertet.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse innerhalb des Konzerns sind aufgrund der Konsolidierung nicht zu erläutern. Haftungsverhältnisse außerhalb des Konzerns bestehen nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB beläuft sich auf TEUR 14.038.451.
Ferner wurden zum Bilanzstichtag Avale in Höhe von TEUR 946 in Anspruch genommen.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzern-GuV
Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB ist nicht erforderlich, da sich die Tätigkeitsbereiche untereinander in nur unerheblichem Umfang voneinander unterscheiden. Geographisch verteilen sich die Umsatzerlöse zu TEUR 289.925 auf das Inland und zu TEUR 70.677 auf das europäische Ausland.
Materialaufwand
Die Bestandveränderungen im Vorratsvermögen werden unter dem Materialaufwand berücksichtigt.
Geschäftsjahresabschreibung
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen/Erträge
In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Im Einzelnen ergaben sich im Wesentlichen Aufwendungen aus Wareneinkauf (TEUR 3.368)
Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 3.002 im vorliegenden Abschluss enthalten.
Erläuterung der außergewöhnlichen Aufwendungen/Erträge
Außergewöhnliche Aufwendungen/Erträge sind gemäß BiLRUG unter den sonstigen Aufwendungen/Erträgen geführt. Außergewöhnliche Aufwendungen/Erträge des Vorjahres sind zur besseren Vergleichbarkeit im Vorjahresvergleich ebenfalls unter den sonstigen Aufwendungen/Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind außergewöhnlichen Aufwendungen für Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 289 und Erträge für Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 465 und die Veräußerung eines Anlagegutes mit einem Veräußerungsgewinn in Höhe von TEUR 862 entstanden.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
| Anzahl Mitarbeiter | Geschäftsjahr | Vorjahr |
| Angestellte | 70 | 53 |
| Geschäftsführer | 1 | 1 |
| davon: | ||
| vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 49 | 41 |
| teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 18 | 12 |
Organe der Gesellschaft
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Zoltan Elek (CEO) geführt. Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse zugunsten des Geschäftsführers i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 6c HGB bestehen nicht.
Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften
Bezüglich der Geschäftsführungsvergütungen wurde von der Schutzklausel gem. § 314 Abs. 3 S. 2i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Liste, der in den Konzernabschluss der LW Capital GmbH zum 31.12.2021 einbezogenen Unternehmen:
| Gesellschaft | Sitz | Anteile Vorjahr | Anteile Berichtsjahr |
| Landwärme GmbH | München | 100,00 % | 100,00 % |
| BMS Biomethan Schwaigern GmbH | München | 100,00 % | 100,00 % |
| Biomethan Reimlingen GmbH | München | 100,00 % | 100,00 % |
| Biomethan Penkun GmbH | München | 100,00 % | 100,00 % |
| Biomethan Feldberg GmbH | München | 100,00 % | 100,00 % |
| Landwärme CE Trading Kft | Budapest, Ungarn | 100,00 % | 100,00 % |
| Landwärme Service GmbH | Dortmund | 100,00 % | 100,00 % |
Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Personen
Wesentliche Geschäfte i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB mit nahestehenden Personen haben sich nicht ergeben. Wechselseitige Leistungsbeziehungen zwischen den Konzerngesellschaften untereinander wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt.
Honorar des Konzernabschlussprüfers
Das vom Konzernabschlussprüfer BFMT Audit GmbH für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 79.500,00 EUR. Darüber hinaus erbrachte das Netzwerkunternehmen des Abschlussprüfers BFMT Tax GmbH Steuerberatungsgesellschaft, Steuerberatungsleistungen im Gegenwert von 29.000,00 betreffend das Geschäftsjahr 2021.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB
Weiterhin liegen keine Änderungen vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und keine Berücksichtigung in der vorliegenden Bilanz und GuV gefunden haben. Die mittelbaren Auswirkungen der Corona Krise und des Krieges in der Ukraine werden im Lagebericht dargestellt.
Ergänzende Angabe zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21
Beim Finanzmittelfonds handelt es sich um den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Der Finanzmittelfonds entfällt zum Abschlussstichtag zu 100 % auf Bankguthaben. Von dem ausgewiesenen Finanzmittelfonds am Jahresende sind TEUR 1.965 verfügungsbeschränkt.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr ausgewiesenen Bilanzgewinn des Mutterunternehmens auf das nachfolgende Geschäftsjahr vorzutragen. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| Konzern-Jahresüberschuss | EUR 7.294.430,53 |
| Konzern-Gewinnvortrag | EUR 9.930.235,23 |
| Ausschüttung im Geschäftsjahr | EUR 0,00 |
| Konzern-Bilanzgewinn | EUR 17.224.715,76 |
Unterschrift der Geschäftsführung
München, 20. Juni 2022
Herr Zoltan Elek
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Bilanzposition | 01.01.2021 | Zugänge |
davon
Zinsen lfd. Jahr |
Abgänge | Um-buchungen | 31.12.2021 |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Konzessionen, Lizenzen u. ähnliche Rechte und Werte | 609.649,30 | 235.150,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 844.799,30 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 6.424.118,54 | 0,00 | 0,00 | 122.500,50 | 0,00 | 6.301.618,04 |
| 3. Gel. Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.033.767,84 | 235.150,00 | 0,00 | 122.500,50 | 0,00 | 7.146.417,34 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 5.817.192,59 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.817.192,59 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 14.295.917,41 | 256.821,71 | 0,00 | -2.816.588,45 | 0,00 | 11.736.150,67 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs - und Geschäftsausstattung | 469.553,53 | 112.001,08 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 581.554,61 |
| Summe II. Sachanlagen | 14.765.470,94 | 6.186.015,38 | 0,00 | -2.816.588,45 | 0,00 | 12.317.705,28 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Beteiligungen | 920.586,45 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 920.586,45 |
| 2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 1.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.000.000,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 3.200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.200,00 |
| Summe III. Finanzanlagen | 923.786,45 | 1.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.923.786,45 |
| Summe Anlagevermögen | 22.723.025,23 | 7.421.165,38 | 0,00 | -2.694.087,95 | 0,00 | 21.387.909,07 |
| Abschreibungen | |||||||
| Bilanzposition |
kumulierte
Abschrei- bungen 01.01.2021 |
Abschrei-
bungen 2021 |
Zuschrei-
bungen 2021 |
Zugänge 2021 | Abgänge 2021 |
Umbu-
chungen 2021 |
kumulierte
Abschrei- bungen 31.12.2021 |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Konzessionen, Lizenzen u. ähnliche Rechte und Werte | 170.659,30 | 107.516,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 278.175,30 | 278.175,30 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 3.012.935,54 | 477.888,65 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.490.824,19 |
| 3. Gel. Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.183.594,84 | 585.404,65 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 278.175,30 | 3.768.999,49 |
| II. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 9.295.570,98 | 1.600.557,71 | 0,00 | 0,00 | -2.463.301,45 | 0,00 | 8.432.827,24 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs - und Geschäftsausstattung | 322.615,52 | 102.855,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 425.471,16 |
| Summe II. Sachanlagen | 9.618.186,50 | 1.703.413,35 | 0,00 | 0,00 | -2.463.301,45 | 0,00 | 8.858.298,40 |
| III. Finanzanlagen | |||||||
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe III. Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Anlagevermögen | 12.801.781,34 | 2.288.818,00 | 0,00 | 0,00 | -2.463.301,45 | 278.175,30 | 12.627.297,89 |
| Buchwert | Buchwert | |
| Bilanzposition | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, Lizenzen u. ähnliche Rechte und Werte | 438.990,00 | 566.624,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 3.411.183,00 | 2.810.793,85 |
| 3. Gel. Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 |
| Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.850.173,00 | 3.377.417,85 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 5.817.192,59 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.000.346,43 | 3.303.323,43 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs - und Geschäftsausstattung | 146.938,01 | 156.083,45 |
| Summe II. Sachanlagen | 5.147.284,44 | 9.276.599,47 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 920.586,45 | 920.586,45 |
| 2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 1.000.000,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 3.200,00 | 3.200,00 |
| Summe III. Finanzanlagen | 923.786,45 | 1.923.786,45 |
| Summe Anlagevermögen | 9.921.243,89 | 14.577.803,77 |
| 2021 | 2020 | |
| Periodenergebnis | 7.294 | 3.163 |
| ± Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.289 | 2.246 |
| ± Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 35.687 | 435 |
| ± Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 72 | 66 |
| ± Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -77.301 | 8.303 |
| ± Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 26.131 | -7.719 |
| ± Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -862 | 0 |
| ± Zinsaufwendungen/Zinserträge | 842 | 574 |
| Sonstige Beteiligungserträge | 0 | 0 |
| ± Aufwendungen/Erträge auf außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| ± Ertragsteueraufwand/- ertrag | 2.668 | 2.358 |
| + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| ± Ertragsteuerzahlungen | -3.288 | -1.923 |
| Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -6.468 | 7.504 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -235 | -311 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 1.300 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -6.186 | -152 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.000 | -924 |
| + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | 0 | 0 |
| - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| + Erhaltene Zinsen | 30 | 7 |
| + Erhaltene Dividenden | 0 | 0 |
| Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | -6.091 | -1.380 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 13.640 | 2.000 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten | -4.579 | -3.653 |
| + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus außerordentlichen Posten | 0 | 0 |
| - Gezahlte Zinsen | -873 | -581 |
| - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividende an andere Gesellschafter | 0 | 0 |
| Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 8.188 | -2.234 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -4.371 | 3.889 |
| ± Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 |
| ± Konolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.787 | 2.898 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.416 | 6.787 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||||
| (Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | |||||
| Stammanteile |
Vorzugs-
anteile |
Summe |
Stamm-
anteile |
Vorzugs-
anteile |
Summe | |
| Stand am 01.01.2021 | 100.000,00 | 100.000,00 | 0,00 | |||
| Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.: | 0,00 | 0,00 | ||||
| Ausgabe von Anteilen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Erwerb/Veräußerung eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einziehen von Anteilen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Ausschüttung | 0,00 | 0,00 | ||||
| Währungsumrechnung | 0,00 | 0,00 | ||||
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0,00 | 0,00 | ||||
| Konzernüberschuss/- fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 100.000,00 | 0,00 | 100.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | |||||||
| Rücklagen | |||||||
| Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen | Summe | Kapitalrücklage | |||||
|
Stamm-
anteile |
Vorzugs-
anteile |
Summe | nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB | nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | Summe | ||
| Stand am 01.01.2021 | 0,00 | 100.000,00 | 67.179,11 | 0,00 | 67.179,11 | ||
| Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.: | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Ausgabe von Anteilen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Erwerb/Veräußerung eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einziehen von Anteilen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Ausschüttung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Währungsumrechnung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Konzernüberschuss/- fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 100.000,00 | 67.179,11 | 0,00 | 67.179,11 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||||
| Rücklagen | ||||||
| Gewinnrücklagen | Summe | |||||
| gesetzliche Rücklagen | nach § 272 Abs. 4 HGB |
satzungs-
mäßige Rücklagen |
andere
Gewinn- rücklagen |
Summe | ||
| Stand am 01.01.2021 | 0,00 | 0,00 | 67.179,11 | |||
| Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.: | 0,00 | 0,00 | ||||
| Ausgabe von Anteilen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Erwerb/Veräußerung eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einziehen von Anteilen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Ausschüttung | 0,00 | 0,00 | ||||
| Währungsumrechnung | 0,00 | 0,00 | ||||
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0,00 | 0,00 | ||||
| Konzernüberschuss/- fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 67.179,11 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens |
Nicht
beherrschende Anteile |
Konzern-
eigenkapital |
|||
|
Eigenkapital-
differenzierung aus Währungs- umrechnung |
Bilanzgewinn/-
verlust, der dem Mutter- unternehmen zuzurechnen ist |
Summe | Summe | Summe | |
| Stand am 01.01.2021 | 0,00 | 9.930.285,23 | 10.097.464,34 | 10.097.464,34 | |
| Kapitalerhöhung/-herabsetzung z.B.: | 0,00 | 0,00 | |||
| Ausgabe von Anteilen | 0,00 | 0,00 | |||
| Erwerb/Veräußerung eigener Anteile | 0,00 | 0,00 | |||
| Einziehen von Anteilen | 0,00 | 0,00 | |||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 0,00 | 0,00 | |||
| Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen | 0,00 | 0,00 | |||
| Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen | 0,00 | 0,00 | |||
| Ausschüttung | 0,00 | 0,00 | |||
| Währungsumrechnung | 0,00 | 0,00 | |||
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | |||
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0,00 | 0,00 | |||
| Konzernüberschuss/- fehlbetrag | 7.294.430,53 | 7.294.430,53 | 7.294.430,53 | ||
| Stand am 31.12.2021 | 0,00 | 17.224.715,76 | 17.391.894,87 | 0,00 | 17.391.894,87 |
Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit
Die Landwärme Gruppe mit Sitz in München ist im Handel mit Biomethan, Biomethanerzeugung und der Erbringung begleitender Dienstleistungen tätig. Die LW Capital GmbH ist die Muttergesellschaft der Landwärme Gruppe, die Beteiligungen an den operativen Einheiten Landwärme GmbH, sowie den Projektgesellschaften hat. Die Landwärme GmbH unterhält eine Zweigniederlassung in Berlin und ist 100 %ige Mutter der Landwärme Service GmbH mit Sitz in Dortmund. Ferner unterhält die LW Capital GmbH eine 100 %-ige Beteiligung an der Landwärme CE Trading Kft, deren Sitz sich in Budapest, Ungarn, befindet. Die Landwärme GmbH handelt und vertreibt Biomethan in allen Mengen und Qualitäten: nach dem EEG 2004, 2009 und 2012, 2014, 2017 sowie als Kraftstoff, Beimischgas (inklusive Ökogas) und in Form von Zertifikaten. Das gehandelte Biomethan wird aus über 100 unterschiedlichen Anlagen bezogen. Mit dem Biomethan versorgt die Landwärme GmbH rund 230 Kunden in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Neben dem Gashandel übernimmt die Landwärme Gruppe auch den Transport und die Bilanzierung von Biomethan. Die Landwärme betreibt zudem die Vermittlung von Biokraftstoffquote an Quotenverpflichtete. Quotenverpflichtete sind Unternehmen, die gewerbsmäßig fossile Kraftstoffe in den Verkehr bringen und nach den Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes eine bestimmte Menge an Biokraftstoffen wie z.B. Biogas in Umlauf bringen müssen. Zudem berät sie zu den vielseitigen Verwertungsmöglichkeiten von Biomethan. Diese unterscheiden sich je nach Erzeugungsart und Einsatzstoffen des Biogases erheblich, denn Biomethan ist kein einheitliches, standardisiert zu handelndes Produkt. Darüber hinaus übernimmt die Landwärme Gruppe das Portfolio- und Bilanzkreismanagement und die Nachweisführung für die EEG- und Biokraftstoffquote. Im Bereich Portfolio- und Bilanzkreismanagement übernimmt insbesondere die Landwärme Service GmbH den Transport des Biomethans verschiedener Kunden über das Erdgasnetz. Dabei werden die Biomethanmengen kleinerer Portfolien in einen der Bilanzkreise der Landwärme Gruppe aufgenommen effizient in allen Marktgebieten Deutschlands ausgeglichen. Die Landwärme CE Trading Kft. ist hingegen vornehmlich für die Entwicklung südosteuropäischer Märkte zuständig. So konnten nicht nur in Ungarn, sondern auch in Polen, der Slowakei und Spanien bereits Verträge geschlossen werden.
Zur langfristigen Absicherung des Einkaufs verfolgt die Landwärme-Gruppe die Strategie, neben dem reinen Handel mit Biomethan auch Biomethan selbst zu erzeugen. Die Landwärme Gruppe bezog im Berichtsjahr 2021 erneut exklusiv Biomethan von ihren Projektgesellschaften BMS Biomethan Schwaigern GmbH, Biomethan Feldberg GmbH, Biomethan Penkun GmbH und Biomethan Reimlingen GmbH. In der Summe hat die Landwärme-Gruppe hierdurch exklusiven Zugriff auf die Produktion von Biomethan aus vier konzerneigenen Biogasaufbereitungsanlagen. Die Projektentwicklung und Betriebsführung und damit die Ausführung und Überwachung der Investitionen in Anlagevermögen der Schwestergesellschaften wird komplett durch die Landwärme GmbH gesteuert. Die Standorte der Biogasaufbereitungsanlagen stellen neben dem Berliner Büro des Konzerns Zweigniederlassungen der Landwärme-Gruppe dar.
Die Aktivitäten zu Forschung und Entwicklung sind innerhalb der Landwärme Gruppe hauptsächlich im Bereich der rechtlichen Rahmenbedingungen und Anlagenoptimierung angesiedelt. So wird einerseits die politische Willensbildung pro-aktiv verfolgt, die gesetzlichen Vorgaben (auch durch Dritte) ausgelegt, sowie nach technischen und wirtschaftlichen Optimierungsmöglichkeiten im Anlagenbetrieb gesucht.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft hat erneut ein bewegtes Jahr hinter sich. Während die erste Jahreshälfte 2021 vor allem durch die Corona-Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet war, ermöglichte die voranschreitende Impfkampagne und die Saisonalität des Infektionsgeschehens zum Sommer hin eine Erholung nahezu aller Sektoren der Wirtschaft. Zeitgleich war die wirtschaftliche Entwicklung allerdings zunehmend von Lieferengpässen und Materialknappheiten mitbestimmt, die insbesondere die Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe belasteten. Im Herbst des Berichtszeitraumes kam es erneut zu einer deutlichen Zunahme des Infektionsgeschehens. Die wirtschaftliche Erholung musste somit im Schlussquartal einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 mit einer Rate von 2,7 Prozent. 1
Nach dem starken Einbruch am Arbeitsmarkt durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 kam es 2021 zu einer robusten Erholung. Die Erwerbstätigkeit legte im Verlauf des Jahres merklich zu, auch wenn sich dies aufgrund des statistischen Unterhangs kaum in einem Anstieg des Jahresdurchschnitts 2021 gegenüber dem Vorjahr niederschlug. Es kam zu einem geringen Plus von 7.000 Personen. Im laufenden Jahr kommt es auf Grund der erwarteten weiteren wirtschaftlichen Erholung zu einem kräftigen Anstieg um 425.000 Personen. Das Vorkrisenniveau der Erwerbstätigkeit vom vierten Quartal 2019 dürfte Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die registrierte Arbeitslosigkeit ging im Jahr 2021 bereits deutlich zurück (- 82.000 Personen; durchschnittliche Arbeitslosenquote 5,7 %). Im Zuge der weiteren wirtschaftlichen Erholung wird sich diese Entwicklung in Jahr 2022 fortsetzen (- 240.000). Die Arbeitslosenquote dürfte im Jahr 2022 um 0,6 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent zurückgehen. Das Instrument der Kurzarbeit konnte während der gesamten Pandemie negative Entwicklungen am Arbeitsmarkt deutlich abfedern. Im Jahresdurchschnitt 2021 ging die Kurzarbeit dabei deutlich zurück und dürfte sich auch im Jahr 2022 weiter deutlich reduzieren. Sie wird jedoch im Winter voraussichtlich wieder vermehrt in Anspruch genommen. Gründe hierfür sind Produktionsbeschränkungen im verarbeitenden Gewerbe infolge von Störungen der Lieferketten sowie die vermehrte Inanspruchnahme in den Dienstleistungsbereichen wegen neuer Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionsdynamik. 2
Durch die Erholung der Beschäftigungssituation im Jahr 2021 stieg auch die gesamtwirtschaftliche Lohnsumme; sie dürfte im Jahr 2022 nochmals um 4,8 Prozent zunehmen. Auch die Nettolöhne und -gehälter dürften wieder kräftig steigen. Vor dem Hintergrund der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung sollten auch die Selbstständigen- und Vermögenseinkommen der privaten Haushalte wieder anziehen (2022: 9,6 %). Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung lässt die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in diesem Jahr voraussichtlich um 4,4 Prozent ansteigen. Außerdem wird mit einer deutlichen Expansion der privaten Konsumausgaben von 6,0 Prozent gerechnet. Gründe dafür sind die Einkommensentwicklung und die sich reduzierende Sparquote. 3
Im Jahr 2021 ist der Staatskonsum preisbereinigt vor dem Hintergrund der Pandemiebewältigung mit 3,4 Prozent erneut sehr dynamisch gewachsen. Die zahlreichen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft und zusätzliche Ausgaben im Gesundheitsbereich stellten dabei die größten Treiber des Anstiegs dar. 4
2 Jahreswirtschaftsbericht 2022 - Für eine
Sozial-ökologische Marktwirtschaft-Transformation
innovativ gestalten (bmwi.de), S.110. (Letzter Zugriff
25.04.2022)
3 Jahreswirtschaftsbericht 2022 - Für eine
Sozial-ökologische Marktwirtschaft-Transformation
innovativ gestalten (bmwi.de), S.114. (Letzter Zugriff
25.04.2022)
4 Jahreswirtschaftsbericht 2022 - Für eine
Sozial-ökologische Marktwirtschaft - Transformation
innovativ gestalten (bmwi.de), S.114. (Letzter Zugriff
25.04.2022)
Für das Gesamtjahr 2022 erwartete die Bundesregierung zum Jahresanfang eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,6 Prozent. Es wurde hierbei davon ausgegangen, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal noch durch die Pandemie und die entsprechenden Beschränkungen v.a. in den Dienstleistungsbereichen beeinträchtigt werden dürfte. Im weiteren Verlauf des Jahres 2022 sollte die konjunkturelle Erholung nach der annahmegemäßen Abflachung des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Rücknahme der Einschränkungen wieder spürbar an Fahrt gewinnen. Auch die Industrie sollte ihre Produktion wieder merklich ausweiten können, sobald sich die Lieferengpässe im Jahresverlauf allmählich auflösen. 5
Bezüglich der globalen Wirtschaftsleistung wurde davon ausgegangen, dass diese auch im Jahr 2022 weiter steigen würde, allerdings voraussichtlich mit etwas verringerter Dynamik gegenüber dem - auch von deutlichen Aufholeffekten geprägten - Vorjahr. In diesem Kontext sollten auch die deutschen Exporte angesichts des hohen Auftragsbestands erneut deutlich zulegen, was wiederum im weiteren Jahresverlauf zu einer verstärkten Investitionstätigkeit der Unternehmen führen dürfte. Die Bruttoanlageinvestitionen sollten im Jahr 2022 nach der annahmegemäßen Abschwächung des Pandemiegeschehens und Nachlassen der damit verbundenen Lieferengpässe im Jahresdurchschnitt wieder deutlich steigen. Auch die Bauinvestitionen werden weiter zunehmen und der deutschen Konjunktur Auftrieb geben, wenngleich sich die Preisniveauentwicklung von Baumaterialien dämpfend auswirken dürfte. 6
5 Jahreswirtschaftsbericht 2022 - Für eine
Sozial-ökologische Marktwirtschaft-Transformation
innovativ gestalten (bmwi.de), S.103/104. (Letzter Zugriff
25.04.2022)
6 Jahreswirtschaftsbericht 2022 - Für eine
Sozial-ökologische Marktwirtschaft - Transformation
innovativ gestalten (bmwi.de), S.104. (Letzter Zugriff
25.04.2022)
Mit dem Einmarsch russischer Truppen begann am 24.02.2022 der Krieg in der Ukraine. Seitdem wird in den Medien täglich über die Ausweitung der Kampfhandlungen und die unmittelbaren Folgen des Krieges für die Bevölkerung berichtet.
Menschen flüchten in die angrenzenden EU-Staaten und zunehmend auch nach Deutschland. Kampfhandlungen beeinträchtigen die Produktion in der Ukraine selbst und damit auch den internationalen Warentausch. Infolge der verhängten Sanktionen sind Im- und Exporte aus bzw. nach Russland stark eingeschränkt.
Öl und Gas werden derzeit zwar noch weiter aus Russland importiert. Aber die Preise für die Energieträger steigen erheblich, auch in Erwartung möglicher Lieferstopps. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass der Krieg in der Ukraine auch Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und in der Folge auf den deutschen Arbeitsmarkt hat.
Die Gasflüsse via Nordstream sind seit Ende März 2022 weiterhin auf üblichem Niveau. Der Gastransport via Polen und Belarus (Yamal) nach Deutschland ist seit dem 15. März 2022 eingestellt. Bereits seit Anfang Oktober 2021 wurde ein Drittel weniger Gas aus Russland importiert. Trotzdem werden die deutschen Speicher kontinuierlich aufgefüllt. Der aktuelle Füllstand zum 09.05.2022 beläuft sich auf 38 Prozent. Seit Jahresbeginn kommen zunehmend Gasflüsse über den belgischen Grenzübergangspunkt. Die gesamten Gasflüsse nach Deutschland sind um fast 2 Prozent gestiegen. Die Gasflüsse aus Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 Prozent gefallen. Gleichzeitig ist auch der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 9 Prozent gefallen. 7
Branchensituation
Im Berichtsjahr 2021 ist die Bedeutung der erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland lag 2021 bei 236,7 TWh für erneuerbare Energien, was 40,5 Prozent der gesamten Energieerzeugung darstellt. Die erneuerbaren Energien sind somit die größten Stromlieferanten. Bei Strom aus erneuerbaren Energieträgern betrug der Anteil der Biomasse 7,7 Prozent. Die Biomasse ist damit nach der Windkraft mit 20,1 Prozent und nach Photovoltaik/Geothermie mit 8,4 Prozent der drittwichtigste Stromlieferant in diesem Bereich. 8 Zudem kam es im Jahr 2021 zu einem Abfall der Bruttostromerzeugung aus Erdgas um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 9
7 Ukraine-Krieg: So entwickeln sich die
Erdgaslieferungen | BDEW Plus (Letzter Zugriff 09.05.2022)
8 Jahreswirtschaftsbericht 2022 - Für eine
Sozial-ökologische Marktwirtschaft-Transformation
innovativ gestalten (bmwi.de), S.33. (Letzter Zugriff
25.04.2022)
9 Konjunktur und Energieverbrauch - Ausgabe
09/2021 (bdwe.de), S.16. (Letzter Zugriff 25.04.2022)
Bezüglich der Nettostromerzeugung sank der Anteil der erneuerbaren Energien von 50 Prozent im Jahr 2020 auf 45,7 Prozent im Jahr 2021. Der Anteil der Biomasse an der Nettostromerzeugung liegt absolut bei 8,8 Prozent und bezogen auf die Nettostromerzeugung der erneuerbaren Quellen bei 19,2 Prozent. 10 Der Anteil an Biomethan bei der Stromerzeugung aus regenerativen Energien betrug im Berichtsjahr 1,2 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. Der Anteil von Biomethan am Endenergieverbrauch aus erneuerbaren Energien im Verkehrssektor erhöhte sich von 2,0 Prozent im Jahr 2020 auf 2,5 Prozent im Jahr 2021. 11
Energiepolitische Entwicklungen mit Einfluss auf den Gas- und Biomethanmarkt
Die europäische wie auch die nationale Energiepolitik haben sich im Berichtsjahr 2021 dynamisch entwickelt. Einerseits wurden wichtige Impulse für den Bereich der erneuerbaren Energien und den Biomethanmarkt gesetzt, andererseits hinkt die deutsche Energiepolitik aber vor dem Hintergrund der ambitionierten Klimaschutzziele hinterher, insbesondere, was die Umsetzung im Wärme- und Verkehrsbereich sowie den grenzüberschreitenden Handel angeht. Der Krieg in der Ukraine hat diese Problemlage mit den daraus folgenden Verwerfungen u.a. auf den Energiemärkten im Folgejahr noch weiter verschärft.
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben im Dezember 2019 den "European Green Deal" beschlossen, in dem festgestellt wird, dass Europa bis 2050 ein klimaneutraler Kontinent werden soll. Außerdem soll das Wirtschaftssystem so umgeändert werden, dass das ökonomische Wachstum von der Ressourcennutzung abgekoppelt wird. 12 Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die "Einführung umweltfreundlicherer, kostengünstigerer und gesünderer Formen des privaten und öffentlichen Verkehrs" und die "Dekarbonisierung des Energiesektors". Mit dem ersten europäischen Klimagesetz, das am 29. Juli 2021 in Kraft getreten ist, sollen die im "European Green Deal" verankerten Ziele der Klimaneutralität bis 2050 festgeschrieben werden. 13 ' 14
10 Nettostromerzeugung in Deutschland 2021:
Erneuerbare Energien witterungsbedingt schwächer
-Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
(Letzter Zugriff 25.04.2022)
11 Erneuerbare Energien in Deutschland - Daten
zur Entwicklung im Jahr 2021 (umweltbundesamt.de), S.8;
S.14. (Letzter Zugriff 25.04.2022)
12 The European Green Deal | European Commission
(ec.europa.eu) (Letzter Zugriff 31.03.2022)
13 Europäisches Klimagesetz |
Europäische Kommission (ec.europa.eu) (Letzter
Zugriff: 31.03.2022).
14 Initiative Europäisches Klimagesetz -
bis 2050 Klimaneutralität verwirklichen |
Europäische Kommission (ec.europa.eu) (Letzter
Zugriff: 31.03.2022).
Ergänzend sollen durch den europäischen Klimapakt Bürgerinnen, Gemeinschaften und Organisationen in Maßnahmen bei der Konzipierung und Umsetzung neuer Klimaschutzmaßnahmen beteiligt werden und Lösungen auf Ebene der Bevölkerung vorgestellt werden. 15 Mit dem Fonds für einen gerechten Übergang soll schwerpunktmäßig die wirtschaftliche Diversifizierung der von der Energiewende am stärksten betroffenen Gebiete sowie die Umschulung und aktive Eingliederung der betroffenen Beschäftigten und Arbeitsuchenden unterstützt werden. 16
Auf nationaler Ebene verfolgt die Bundesregierung mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Effizienz und um eine zunehmende Abkehr von der Verbrennung fossiler Energieträger zu erreichen mit ihrer Energiepolitik die Strategie, zunächst Effizienzpotenziale auszuschöpfen und den Energiebedarf sektorübergreifend (Strom, Gebäude/Wärme, Industrie und Verkehr) zu reduzieren. Den verbleibenden Energiebedarf sollen erneuerbare Energieträger decken. Wo immer technologisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll, soll dies direkt erfolgen; in allen anderen Fällen indirekt über die effiziente Nutzung erneuerbaren Stroms für Wärme, Verkehr und Industrie (Sektorenkopplung). Vor diesem Hintergrund erfolgten im Berichtsjahr 2021 wichtige Weichenstellungen, die zur Erreichung der für Deutschland gesetzten Klimaziele beitragen sollen. Um den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch zu erhöhen, trat im Berichtsjahr 2021 das EEG 2021 zum 01. Januar 2021 in Kraft. Darin ist das Ziel verankert, dass der gesamte in Deutschland erzeugte oder verbrauchte Strom vor dem Jahr 2050 treibhausgasneutral sein soll. Mit dem EEG 2021 wurden zudem die technologiespezifischen Ausbaupfade und Ausschreibungsmengen sowie ein technologieübergreifender jährlicher Strommengenpfad bis zum Jahr 2030 festgelegt, damit im Jahr 2030 ein Anteil von 65 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen erreicht wird. 17 Um den Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EU) 2018/2001 (RED II) im Strom - bzw. Verkehrssektor gerecht zu werden, erfolgte im Berichtsjahr 2021 deren Umsetzung u.a. mit der Novellierung der BioSt-NachV bzw. des BImSchG und der 38. BImSchV.
Obwohl die genannten Maßnahmen in die richtige Richtung gehen, reichen sie nicht aus, um die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen. Dies gilt auch für Maßnahmen, die den Gas- und Biomethanmarkt betreffen. Der Energieträger Gas spielt weiterhin eine bedeutende Rolle im deutschen Energiemix: Gas hat einen Anteil von knapp einem Drittel am Energieverbrauch in Gewerbe und Industrie; mit Hilfe von Gas wird die Hälfte aller bestehenden Wohnungen in Deutschland beheizt; Gaskraftwerke leisten die für die Energiewende benötigte Flexibilität. Gas ist damit ein wichtiger und integraler Bestandteil des Energieversorgungssystems in Deutschland. Infrastrukturen für den Transport, die Speicherung sowie die Umwandlung von Energie sind zu einem großen Teil auf die Nutzung von Gas ausgerichtet, ebenso Endverbrauchsgeräte, z.B. zur Wärmeerzeugung. 18
15 Europäischer Klimapakt |
Europäische Kommission (ec.europa.eu) (Letzter
Zugriff: 31.03.2022).
16 Fonds für einen gerechten Übergang
(JTF) | Kurzdarstellungen zur Europäischen Union |
Europäisches Parlament (europarl.europa.eu) (Letzter
Zugriff: 31.03.2022).
17 Jahreswirtschaftsbericht 2021 - Corona-Krise
überwinden, wirtschaftliche Erholung
unterstützen, Strukturen stärken (bmwi.de), Seite
78 f. (Letzter Zugriff: 31.03.2022)
Biomethan kann hierbei mit den Vorteilen von Gas aufwarten - unter Gewährleistung einer dezentral sicheren und unabhängigen Energieversorgung durch einen Energieträger, der im Erdgasnetz speicherbar und damit flexibel einsetzbar ist - wird aber erneuerbar und CO 2 -arm erzeugt. Genau dies ist im Hinblick auf die ambitionierten Klimaschutzziele gefordert: Gas muss sukzessiv CO 2 -ärmer werden. Dies wird nur durch einen verstärkten Einsatz erneuerbarer, dekarbonisierter und dekarbonisierender Gase wie beispielsweise Biomethan ermöglicht.
Ein im Berichtsjahr für Biomethan erneut wichtiger Einsatzbereich ist der Wärmesektor: Nach derzeit vorliegenden Daten lag der Endenergieverbrauch erneuerbarer Energien für Wärme und Kälte im Jahr 2021 mit 199,4 Mrd. kWh deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2020: 181,7 Mrd. kWh). 19 Zurückzuführen ist dieser Anstieg um zehn Prozent in erster Linie auf die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kältere Witterung. Neben dem Einsatz erneuerbarer Energien stieg zwar auch der Einsatz konventioneller Energieträger im Wärme- und Kältesektor - allerdings deutlich weniger stark, weil zugleich der Heizölabsatz aufgrund hoher Lagerbestände und anziehender Preise stark rückläufig war. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem kräftigen Anstieg des Anteils erneuerbarer Wärme am gesamten Wärmeverbrauch um 1,2 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent. 20 Der Ausbau des Wärmesektors mit einem Schwerpunkt auf erneuerbaren Energieträgern stellt folglich eine Chance für die Branche dar, insbesondere da Biomasse mit einem Anteil von 86 Prozent mit großem Abstand die wichtigste erneuerbare Wärmequelle bleibt. 21
18 Roadmap Gas - Dekarbonisierung,
Versorgungssicherheit und Flexibilität mit
klimaneutralen Gasen (bdew.de), S. 8. (Letzter Zugriff:
31.03.2022)
19 Erneuerbare Energien in Deutschland. Daten
zur Entwicklung im Jahr 2021 (umweltbundesamt.de), S. 11.
(Letzter Zugriff: 31.03.2022)
20 Erneuerbare Energien in Deutschland. Daten
zur Entwicklung im Jahr 2021 (umweltbundesamt.de), S. 11.
(Letzter Zugriff: 31.03.2022)
21 Erneuerbare Energien in Deutschland. Daten
zur Entwicklung im Jahr 2021 (umweltbundesamt.de), S. 11.
(Letzter Zugriff: 31.03.2022)
Im Strombereich bilden die verschiedenen Versionen des EEG und infolge ihrer Novellierung und Ausweitung auf Biomethan ebenso die BioSt-NachV die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Förderung des Einsatzes von Biomethan und damit der Erfüllung der Treibhausgasminderungsziele Deutschlands. Die bereits im Jahr 2017 eingeführte Neuerung einer wettbewerblichen Ausschreibung der Vergütung stellt den Markt aber nach wie vor, vor große Herausforderungen. Neben einer möglichen Anschlussförderung von Biogasanlagen sind diese Rahmenbedingungen für Betreiber von Biomethan-BHKWs in Form einer Teilnahme an den jährlichen Ausschreibungen nur in seltenen Ausnahmefällen interessant. Dementsprechend wurde das ausgeschriebene Volumen nicht ausgeschöpft. 22 Die Bundesnetzagentur ist bei einer dreimalig aufeinanderfolgenden Nichterreichung unter Beachtung weiterer Voraussetzungen allerdings berechtigt, die entsprechende Höchstwertgrenze der Gebote anzuheben. 23 Die Höchstwertgrenze wurde bislang noch nicht angehoben.
Im Kraftstoffmarkt hat Biomethan aufgrund der hohen Treibhausgaseinsparung sowie die Anerkennung als fortschrittlicher Kraftstoff, insbesondere bei Einsatz von Abfall- und Reststoffen, weiterhin gute Voraussetzungen im Wettbewerb mit anderen Biokraftstoffen. Durch den weiter bestehenden wirtschaftlichen Vorteil für Biomethan, sowie mit Blick auf das Auslaufen der Treibhausgasminderungsquote auf fossiler Basis (Erdgas) zum Ende des Berichtsjahres, wurde der CNG-Markt nahezu vollständig auf Biomethan umgestellt. Das Erfordernis eines Mindestanteils an fortschrittlichen Kraftstoffen stärkt Biomethan zusätzlich durch eine bessere Vermarktungsposition am Quotenmarkt. Ab dem Jahr 2022 ist eine Anrechenbarkeit von fossilen Kraftstoffen ausgeschlossen.
Entsprechend der dargestellten Biomethanteilmärkte liegen die Hauptgeschäftsfelder der Landwärme GmbH im Bereich Handel mit Biomethan, Vermittlung der Erfüllung der Treibhausgasquotenverpflichtung im Kraftstoff bereich sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Projektentwicklung und Betrieb von Produktionsanlagen für Biomethan. Damit vereint die Landwärme GmbH in ihrem Angebot Lösungsmöglichkeiten, um Energie aus erneuerbaren Quellen jederzeit für Strom- und Wärmeerzeugung sowie den Kraftstoffmarkt verfügbar zu machen.
22 Ausschreibungen für EE- und KWK-Anlagen
(bundesnetzagentur.de). (Letzter Zugriff: 22.03.2022).
23 § 85a Festlegung zu den
Höchstwerten bei Ausschreibungen (EEG 2021).
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns
Umsatzentwicklung / Einkauf / Portfolio
Die Landwärme Gruppe konnte im Jahr 2021 ihren Umsatz steigern. Der Gesamtumsatz stieg im Geschäftsjahr um 47 % von 246.168 TEUR auf 360.602 TEUR. Die Landwärme Gruppe hat ihr im Lagebericht des Jahresabschlusses 2020 prognostiziertes prozentuales Umsatzwachstum von 16 % für das Jahr 2021 somit deutlich übertroffen. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf eine Verschiebung des Ertrags aus dem Quotenhandel aus dem Vorjahr zurückzuführen. Die Verschiebung der Erträge aus dem Quotenhandel basiert auf rechtlichen Bestimmungen.
Der Handel auf dem europäischen Markt ist im Berichtsjahr leicht angestiegen. Im Jahr 2020 betrug der Anteil des Umsatzes mit Geschäftspartnern aus dem europäischen Ausland am Gesamtumsatz rund 15 % (entspricht 37.099 TEUR). Im Berichtsjahr ist dieser Anteil auf rund 20 % (70.677 TEUR Umsatz im Ausland bei 289.925 TEUR Gesamtumsatz) angestiegen. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass der aktuelle Geschäftsfokus und die vorhandene Nachfrage eher auf das Ausland ausgerichtet sind.
Die Landwärme Service GmbH trug mit 5,3 % zum Umsatz bei und die Landwärme CE Trading Kft. ebenfalls mit rund 3,5 %. Letztere konnte mit einem Anteil von 3.709 TEUR noch nicht signifikant zum Umsatz im Ausland beitragen. Die Materialaufwandsquote stieg leicht im Geschäftsjahr 2021 auf 94 % (Vorjahr: 93 %). Der Jahresüberschuss stieg im Berichtsjahr von 3.163 TEUR (2020) auf 7.294 TEUR. Damit wurde der im Geschäftsjahr 2020 prognostizierte Jahresüberschuss von 5.000 TEUR übertroffen. Die Gründe liegen hierbei in der bereits erwähnten Umsatzverschiebung sowie dem Anstieg der Energiepreise sowie einer stärkeren Nachfrage nach erneuerbaren Energien.
Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2021 betrug 17.392 TEUR (Vorjahr: 10.097 TEUR), die Eigenkapitalquote lag somit bei 11,5 % (Vorjahr: 13,7 %). 2021 wurden in der Landwärme Gruppe rund 3,1 TWh Biomethan gehandelt, im Vorjahreszeitraum 2020 waren es rund 3,1 TWh. Die Anzahl der Handelspartner einkaufsseitig in den Bereichen Biomethan-, Erdgas- und Quotenhandel ist mit 437 (Vorjahr: 342) stark gestiegen. Gleichzeitig ist die Abnehmerzahl von 325 (Vorjahr: 231) im Berichtsjahr 2021 stark gestiegen. Der Umsatzanstieg im Bereich Gashandel ist zum größten Teil auf eine gesetzliche Verschiebung des Ertrags aus dem Vorjahr zurückzuführen.
Wie schon in den vorangegangenen Jahren gab es auch 2021 zum Ende des Jahres einen regen Handel mit kurzfristigen Mengen. Damit war es Handelspartnern möglich, noch offene Positionen für das Kalenderjahr bzw. Gaswirtschaftsjahr auszugleichen. Für das Folgejahr wird mit höheren Umsatzspitzen zum Jahresende gerechnet.
Die Landwärme Gruppe hat im Berichtsjahr weiterhin Marktanteil innerhalb Deutschlands von knapp 30 % (vgl. Branchenbarometer Biomethan 2021 i. V. m. Geschäftsdaten). Dies stellt einen weiteren Schritt dar, die Marktführerschaft auf dem europäischen Biomethanmarkt zu festigen. Gesamt betrachtet hat sich 2021 das Portfoliovolumen um ca. 100 GWh erhöht.
Um die Nachfrage weiter sicher bedienen zu können, konnte die Landwärme Gruppe weitere langfristige Bezugsverträge mit neuen Biogasanlagen auf Basis NawaRo und (Bio-)Restoffen abschließen. Die neue Förderstruktur des EEG 2021 sowie die Novellierung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) brachten neue Absatzchancen im Strom- bzw. Kraftstoffmarkt. 2021 stieg die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) im Verkehr, sodass in diesem Bereich zum einen der Absatz von Biomethan sowie der Quote, vor allem aus Ladestrom für Fahrzeuge stieg. Durch den Einstieg der ersten Kunden mit großen Blockheizkraftwerken (BHKW) ins EEG 2021 hat sich ein neuer, langfristiger Absatzkanal eröffnet.
Die Diversifikation der Abnehmerstruktur ist weiterhin ausgeprägt. Ohne Berücksichtigung von Tausch- bzw. Absicherungsgeschäften liegt der Umsatzanteil der zehn größten Abnehmer bei rund 32 %. Die große Mehrheit der Abnehmer sind zudem Energiekonzerne und kommunale Unternehmen wie Stadtwerke. Diese Gruppe der Abnehmer hat eine sehr hohe Bonität und trägt mit rund 87 % zum Umsatz bei.
Die Landwärme hat die Vorjahresprognosen übererfüllt und im Verhältnis zum Vorjahr ein umsatzstarkes Jahr genossen. Die Geschäftsentwicklung ist weiterhin im stetigen Wachstum. Dies lässt sich durch die Verschiebung des Ertrags aus dem Quotenhandel bereits jetzt belegen. Durch die neue Nachfrage aus dem EEG 2021, den Neuerungen im Kraftstoffmarkt sowie durch die sehr hohen Gaspreise im Berichtsjahr konnte die Position im Markt weiter gestärkt werden. Vor allem durch den Bereich der Stromquotenvermarktung ist mit einem Zuwachs von mehr als 200 Kunden eine eindeutig positive Tendenz abzulesen.
Ertragslage
Der Landwärme Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 konsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von 360.602 TEUR (Vorjahr: 246.168 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Erlöse in Höhe von 2.247 TEUR (Vorjahr: 1.649 TEUR) enthielten u.a. Erträge aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 862 TEUR, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 794 TEUR und erhaltene Versicherungsentschädigungen in Höhe von 468 TEUR.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie für bezogene Leistungen im Geschäftsjahr 2021 betrugen 338.062 TEUR (Vorjahr: 229.522 TEUR). In diesen Aufwendungen sind der Aufwand für gezahlte Energiesteuer (918 TEUR) und Netzgebühren (1.718 TEUR) enthalten. Bereinigt um die vorgenannten Posten ergibt sich für das Berichtsjahr ein Materialaufwand in Höhe von 335.426 TEUR (Vorjahr: 227.197 TEUR). Somit errechnet sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Rohergebnis in Höhe von 24.787 TEUR (Vorjahr: 18.971 TEUR).
Der Personalaufwand im Jahr 2021 betrug 6.062 TEUR (Vorjahr: 4.263 TEUR), davon entfielen 1.034 TEUR (Vorjahr: 799 TEUR) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung.
Die Abschreibungen auf Anlagevermögen lagen bei 2.289 TEUR (Vorjahr: 2.246 TEUR). Die Entwicklung der Abschreibung ist aus dem Anlagespiegel zum Anhang ersichtlich. Es wurden im Geschäftsjahr keine Forderungswertberichtigungen (Vorjahr: 0 TEUR) vorgenommen.
Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2021 bei 10.823 TEUR (Vorjahr: 6.095 TEUR).
Der Zinsaufwand resultierend aus der Ausnutzung von Kreditlinien zur Working-Capital- Finanzierung sowie aus der langfristigen Finanzierung der Biogasaufbereitungsanlagen betrug im Geschäftsjahr 873 TEUR (Vorjahr: 581 TEUR).
Ausgehend vom EBIT und nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Auflösung latenter Steueransprüche in Höhe von 77 TEUR) lag das Ergebnis des Landwärme Konzerns bei 7.294 TEUR (Vorjahr: 3.163 TEUR).
Finanzlage und Finanzmanagement
Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Ziel des Finanzmanagements ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen.
Zur Finanzierung des Umsatzwachstums konnte die Landwärme Gruppe im Berichtsjahr 2021 auf mehrere Betriebsmittellinien bei ihren Hausbanken zurückgreifen, mit denen sie ihren Liquiditätsbedarf ausreichend und flexibel bedienen konnte. Die Gesamthöhe der Kreditlinien beträgt zum Abschlussstichtag 62.000 TEUR. Sie wurden am Abschlussstichtag zu 58 % beansprucht. Der Zinssatz für die Betriebsmittellinien bemisst sich hierbei nach dem kurzfristigen Marktzinssatz und ist dementsprechend ebenfalls flexibel. Die Kreditlinien sollen auch in Zukunft weiter erhöht werden, um auch künftig den wachstumsbedingt steigenden Liquiditätsbedarf insbesondere in der zweiten Jahreshälfte decken zu können. Zusätzlich konnte durch Spothandel der Liquiditätsbedarf ausreichend und flexibel gedeckt werden. Zur Absicherung der ersten Welle der Corona Krise wurde für die prognostizierte Liquiditätsverschiebung in 2020 ein KFW Darlehen in Höhe von 2.000 TEUR aufgenommen. Dieses Tilgungsdarlehen soll spätestens im Jahr 2025 vollständig getilgt sein. Zum Bilanzstichtag belief sich die offene Schuld auf 1.400 TEUR. Auf dem Darlehen ist eine Gewährleistungsbürgschaft hinterlegt.
Bedarf für Liquidität ergab sich insbesondere auch aufgrund von Schwankungen beim Gasbestand. Einerseits kann Landwärme zwar auf eine kontinuierliche Produktion zurückgreifen, andererseits aber ist das Geschäft der Landwärme aufgrund des saisonalen Verbrauchs von einem generell hohen Bedarf im Winter und einem auf der anderen Seite niedrigen Bedarf im Sommer gekennzeichnet. Auf diesen sinuskurvenartigen Verlauf konnte Landwärme mittels ihrer Liquiditätsplanung jederzeit flexibel reagieren.
Die Liquidität wird anhand monatlicher Auswertungen seitens der Geschäftsführung der Landwärme Gruppe überwacht. Hierdurch sind auch kurzfristige Änderungen und Verbesserungen im Sinne des Unternehmens schnell und effizient durchsetzbar und Liquiditätsengpässe plan- und vermeidbar. Zur Prognose der künftigen Liquiditätsbedarfsentwicklung wurden im Berichtsjahr fortlaufend Plan- und Budgetzahlen für die Folgejahre erstellt. Unterjährig wurden die betriebswirtschaftlichen Auswertungen der Buchhaltung/Steuerberatung zur Steuerung herangezogen.
Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag 2021 lag bei 2.416 TEUR (Vorjahr: 6.787 TEUR).
Das Eigenkapital bildet mit 17.392 TEUR (Vorjahr: 10.097 TEUR) zum Bilanzstichtag immer noch einen geringen Anteil an der Finanzierungsstruktur des Konzerns. Die Eigenkapitalquote ist mit 11,5 Prozent (Vorjahr: 13,7 Prozent) zum Bilanzstichtag 2021 leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Die Kreditverbindlichkeiten lagen zum 31.12.2021 bei 18.924 TEUR (Vorjahr: 9.828 TEUR), davon 6.954 TEUR (Vorjahr: 5.248 TEUR) längerfristige Verbindlichkeiten (Restlaufzeit größer 1J.) gegenüber Kreditinstituten. Die längerfristigen Kreditverbindlichkeiten stammen aus der Finanzierung der BGAA-Projektgesellschaften. Die Finanzierung erfolgt mittels langfristigen Tilgungsdarlehen (Laufzeit größer 5J.) deren flexibler Zinssatz zum größten Teil am kurzfristigen Marktzinssatz bemessen wird. Die Tilgung der langfristigen Darlehen fand planmäßig statt. Die Bildung der Ansparrücklagen für alle Projekte ist zum Abschlussstichtag planmäßig abgeschlossen. Der Bestand von Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit größer als 5 Jahre beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 0,00 TEUR.
Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit kleiner als einem Jahr i. H. v. 11.970 TEUR entfallen auf die in Anspruch genommen Beträge der Kontokorrentlinien.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen lagen zum 31.12.2021 bei 57.291 TEUR (Vorjahr: 29.753 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 10.417 TEUR (Vorjahr: 11.825 TEUR) und umfassen unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 4.849 TEUR (Vorjahr: 2.317 TEUR) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von 19 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR).
Investitionen und Beteiligungen
Mit Wirkung vom 01.01.2018 übernahm die Landwärme den Geschäftsbereich Bilanzkreismanagement der Arcanum Energy (inzwischen Landwärme Service GmbH) aus Unna, wodurch die Landwärme ihr Dienstleistungsgeschäft rund um den Biomethanhandel weiter ausbauen konnte.
Wie bereits in den Vorjahren verfolgt die Landwärme Gruppe zur langfristigen Absicherung des Einkaufs weiterhin die Strategie, neben dem reinen Handel mit Biomethan auch Biomethan selbst zu erzeugen. Durch eine Umstrukturierung im Konzern wurden die Biogasaufbereitungsanlagen in Feldberg, Reimlingen und Penkun bereits im Geschäftsjahr 2015 in eigene GmbHs abgespalten. Daneben bezieht im Konzern die Landwärme GmbH Biomethan von ihrer Schwestergesellschaft BMS Biomethan Schwaigern GmbH. In der Summe hat die Landwärme Gruppe wie gehabt exklusiven Zugriff auf die Produktion von Biomethan aus vier konzerneigenen Biogasaufbereitungsanlagen. Alleingesellschafter der fünf Schwestergesellschaften ist die LW Capital GmbH, die auch der Alleingesellschafter der Landwärme GmbH ist.
Wie bereits im Vorjahresbericht ankündigt, wurde die Biogasaufbereitungsanlage der Biomethan Wittenburg GmbH im Berichtszeitraum planmäßig veräußert. Die Landwärme GmbH bezieht weiterhin das produzierte Biomethan der Anlage. Parallel erbrachte die Biomethan Wittenburg GmbH Dienstleistungen an die Landwärme GmbH, vor allem im Bereich Bilanzkreismanagement. Im Berichtsjahr wurde die Biomethan Wittenburg GmbH auf die Biomethan Penkun GmbH rückwirkend zum 01.01.2021 verschmolzen. Die Dienstleistungen werden nun unter der Firmierung der Biomethan Penkun GmbH erbracht.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Landwärme Konzerns zum 31.12.2021 betrug 151.530 TEUR (Vorjahr: 73.943 TEUR).
Die langfristigen Vermögenswerte entfallen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen auf ein in 2021 neu erworbenes Grundstück mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 5.817 sowie immaterielle Vermögensgegenstände in Form von Software in Höhe von 235 TEUR und technische Anlagen und Maschinen mit insgesamt 257 TEUR (Vorjahr: 5.000 TEUR). Dieses Anlagevermögen entfällt vollständig auf die konzerneigenen Biogasaufbereitungsanlagen. Aus dem Anlagenverkauf der Aufbereitungsanlage der Biomethan Wittenburg GmbH in 2021 ergaben sich Einzahlungen in Höhe von TEUR 1.300.
Ausleihungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1.000 TEUR ausgereicht.
Die kurzfristigen Vermögenswerte zum Stichtag betrugen 136.841 TEUR (Vorjahr: 63.833 TEUR), davon entfielen 76.522 TEUR (Vorjahr: 24.303 TEUR) auf den Bestand an Waren, 54.490 TEUR (Vorjahr: 31.505 TEUR) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 2.416 TEUR (Vorjahr: 6.787 TEUR) auf Bankguthaben. Der Bestand an Waren umfasst im Wesentlichen auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas. In den Sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 3.262 TEUR sind unter anderem Umsatzsteuerforderungen, Kautionen, Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlung, Körperschaftssteuerrückforderungen sowie Forderungen gegenüber debitorischen Kreditoren enthalten.
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die Landwärme-Gruppe verfolgt konsequent die Strategie, Aktivitäten mit unzureichenden Wachstums- und/oder Erfolgsaussichten umzustrukturieren, anzupassen oder zu veräußern. Dabei werden die Kennzahlen Umsatz, EBIT, Capital Employed (definiert als "eingesetztes Kapital", für das die Kapitalgeber einen Verzinsungsanspruch erheben) und der Rohertrag betrachtet. Hierfür wird eine Bandbreite von 5 % bis 16 % angestrebt. Im Geschäftsjahr 2021 betrug die ROCE 61 %.
Die Landwärme Gruppe wird begleitet von einer soliden und vorrausschauenden Finanzierungsstrategie. Von wesentlicher Bedeutung im Unternehmen ist das effiziente Management des Working Capital als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Das Unternehmen bezieht zur internen Steuerung nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wie die Zufriedenheit der Kunden sowie der Arbeitnehmer mit ein.
Das stark wachsende Team hat eine hohe Unternehmensloyalität. Die Fluktuationsquote liegt bei 1,7 %. Vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021 hatte die Landwärme einen Mitarbeiterzuwachs von 17 Mitarbeitern.
Ein wesentlicher Faktor für die gelingende Zusammenarbeit im Unternehmen ist der rege Austausch, die direkte Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung Mit acht Nationalitäten sowie vielfältigen Hintergründen, Interessen, Ideen und Stärken vereint Landwärme ein interdisziplinäres und dynamisches Team unter ihren Dächern - das Herzstück des Unternehmens, das es der Landwärme erlaubt, ihre Arbeit von unterschiedlichen Standpunkten aus zu betrachten und so die optimalen Entscheidungen zu treffen.
Ein grundsätzlich wichtiges Thema bei der Landwärme GmbH ist dabei auch die Sicherstellung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Frauen und Männern in ihrer Belegschaft, auch auf der Führungsebene. Der Frauenanteil lag 2021 bei 57 Prozent. Durch Beförderung langjähriger Mitarbeiter, die bereits zu einer Zeit eines niedrigeren Frauenanteils eingestellt wurden, verschob sich dieser im Management zu einem erneuten Ungleichgewicht. Gleichzeitig gründete sich 2021 eine Diversity-Taskforce, die sich neben Themen der Inklusion und Diversität unter anderem auch mit der Gleichstellung der Geschlechter befasst.
Flache Hierarchien und kontinuierliche Weiterbildungen sowohl on- als auch offline motivieren unser Team dazu, selbst Verantwortung zu übernehmen, Kompetenzen aktiv und selbstbestimmt einzubringen und weiterzuentwickeln. Um den Beschäftigten auch in ihrer Entwicklung außerhalb der Arbeit zu fördern, bieten wir flexible und familienfreundliche Arbeitsmodelle an. Darüber hinaus unterstützen regelmäßige Teamevents das Gemeinschaftsgefühl. Auch 2021 konnte Landwärme zahlreiche digitale Teambuildingveranstaltungen durchführen - von gemeinsamen Online-Mittagspausen über virtuelle Yoga-Sessions bis hin zur digitalen Weihnachtsfeier.
Dank der gut aufgestellten digitalen Infrastruktur konnten über 90 Prozent der Belegschaft auch im zweiten Coronajahr problemlos aus dem Homeoffice arbeiten, sodass das Geschäft reibungslos weiterlaufen konnte. Um die Gesundheit der Beschäftigten am heimischen Arbeitsplatz zu fördern, versorgte Landwärme sie u.a. mit ergonomischer Ausstattung und FFP2-Masken. Im Corona-Jahr 2021 wurden knapp 20 neue Mitarbeitende unter Remote-Office-Bedingungen eingestellt. Mit zahlreichen digitalen Welcome Days konnten die neuen Kolleginnen und Kollegen trotz fehlendem Face-to-Face-Kontakt erfolgreich ins Team integriert werden.
Um das erfolgreiche Remote-Arbeiten fortzuführen, hat Landwärme 2021 unterschiedliche Arbeitsmodelle entworfen, die auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zugeschnitten sind. So können Mitarbeitende zwischen 100 Prozent Office-Präsenz, 100 Prozent Homeoffice und einem Hybrid-Modell wählen. Damit stärkt Landwärme die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden und begünstigt gleichzeitig eine höhere Zufriedenheit, die die Loyalität zum Unternehmen steigert.
2021 wurde Landwärme zudem erneut zu einer von Deutschlands Kununu-Top-Companies gekürt. 24 Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zeigt sich trotz rasantem Teamwachstum in den letzten Jahren auch durch die langjährige Unternehmenszugehörigkeit: Rund 35 Prozent sind bereits länger als drei Jahre im Unternehmen.
Nachhaltigkeit
Mit gutem Beispiel voranzugehen, heißt für Landwärme zu zeigen, dass sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit nicht nur vereinbaren lassen, sondern langfristig auch zu größerem Erfolg führen. Über das Produkt erneuerbares Gas hinaus, setzt die Gruppe auch im Arbeitsalltag und darüber hinaus auf Nachhaltigkeit. Ein Ziel ist es, eigene Veranstaltungen und Reisen möglichst klimaneutral zu gestalten. Dazu hat das Unternehmen eine verkürzte CO 2 -Bilanz erstellt und die Emissionen von Veranstaltungen und Reisen kompensiert. Auch bei der täglichen Mobilität werden klimafreundliche Alternativen in den Fokus gerückt. Landwärme bietet den Mitarbeitenden beispielsweise E-Bikes zum Verleih an und hat 2020 ein Konzept zur Förderung nachhaltiger Mobilität initiiert, dass im Jahre 2021 weiterentwickelt wurde und im Jahre 2022 implementiert werden soll.
Um sowohl das Bewusstsein als auch das Engagement für Nachhaltigkeit und Soziales intern zu stärken, hat Landwärme bereits 2017 zusätzlich zur eigentlichen Geschäftstätigkeit ein Wellbeing System etabliert. Indem jedes Teammitglied eine Aufgabe übernimmt, die einen positiven Einfluss auf das Betriebsklima hat oder einen gesellschaftlichen Beitrag leistet, tragen alle Beschäftigten über die reguläre Arbeit hinaus mit Projekten, die ihnen am Herzen liegen, zum Gemeinwohl bei. Damit konnte das Unternehmen 2021 zahlreiche Einrichtungen und Projekte, die sich für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen engagieren, Bedürftige mit Lebensmitteln versorgen und Geflüchteten eine Unterkunft bieten, mit Geld- sowie vom Team gesammelten Sachspenden unterstützen. Regelmäßige interne Newsletter informieren das Team zusätzlich über mögliche Beteiligungen an Hilfsprojekten, umweltfreundlichen Petitionen, bevorstehende Klimaschutzveranstaltungen und Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.
24 Vgl. https://www.kununu.com/de/landwaerme
Chancen- und Risikomanagementsystem
Das Chancen- und Risikomanagementsystem innerhalb der Unternehmensstruktur der Landwärme Gruppe wird durch umfangreiche Arbeits- und Verfahrensanweisungen detailliert geregelt. Diese Verfahrensanweisungen sowie Prozessdefinitionen wurden auch im Berichtsjahr 2021 kontinuierlich weiterentwickelt, im Rahmen von Risikomanagement-Workshops analysiert und gegebenenfalls angepasst.
Im Bereich Mitarbeiterstruktur liegt der Fokus auf Kontinuität und dem Ausbau der in den Vorjahren aufgesetzten redundanten Teamstruktur. Hierdurch werden auch weiterhin interne Ausfallrisiken minimiert. Um sich auf Veränderungen bei den relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen schnell und effektiv einstellen zu können, wurde bereits im Jahr 2016 eine mit Energierechtsspezialisten besetzte Inhouse-Rechtsabteilung in der Landwärme Gruppe aufgebaut. Mit dieser Abteilung monitort die Landwärme Gruppe kontinuierlich die Gesetzgebungsprozesse und die politische Willensbildung. 2021 wurde eine weitere Mitarbeiterin für diese Abteilung angestellt.
Zur direkten Teilhabe an der Entwicklung der Rahmenbedingungen ist die Landwärme GmbH in mehreren Verbänden aktives Mitglied. Um ihre Verbandsarbeit zu schärfen reevaluierte die Landwärme GmbH im Berichtszeitraum ihre Verbandsmitgliedschaften, trennte sich von Verbänden und trat neuen bei. Ergänzend betrieb Landwärme GmbH auch im Jahr 2021 wieder selbst aktive politische Arbeit - mit großem Erfolg. So konnten für den Absatzmarkt "Biomethan als Kraftstoff" sowie in der Kraft-Wärme-Kopplung und dem Bereich der Stromquote Änderungen in der Novellierung von Gesetzen (Bundesimmissionsschutzgesetz und Erneuerbare-Energien-Gesetz) erzielt werden, die das Potential einer hohen, langfristigen Steigerung des Umsatzes mit sich bringen. Mit den internen sowie extern beauftragten Monitoring-Ergebnissen wird die strategische Ausrichtung der Landwärme GmbH kontinuierlich hinterfragt und angepasst.
Die IT-seitigen Optimierungen aus dem vorherigen Berichtsjahr wurden kontinuierlich fortgeführt, um die (Zusammen-)Arbeit während der weiterhin herausfordernden Corona-Situation stetig zu verbessern. Das Arbeitsumfeld bei Landwärme ist vollständig digital und Cloud-basiert, unter anderem auf Basis von Microsoft365. Die Cloudumgebung von Microsoft365 wird durch die Landwärme-interne IT-Abteilung kontinuierlich an die wachsenden Bedürfnisse angepasst. So wurde im Berichtsjahr beispielsweise das zu Microsoft365 gehörige Dokumentenmanagement-System SharePoint in seiner Nutzung sowie seinen Sicherheitseinstellungen weiterentwickelt und vermehrt zur Digitalisierung und Automatisierung relevanter Prozesse nutzbar gemacht. Parallel wurde mit der Konzeption zur Umstellung von SAP auf ein optimiertes Enterprise Resource Planning-System (ERP) begonnen. Über das neue ERP wird die Möglichkeit plattformübergreifend (Schaffung von Schnittstellen) und vermehrt automatisiert zu arbeiten unterstützt werden. Künftig wird das über das Berichtsjahr optimierte Businessportal nahtloser in die Prozesse integriert und dadurch zusätzlich die Interaktion mit den Geschäftspartnern der Landwärme enger gestrickt werden. Mit diesen Schritten ist Landwärme ihren, aus Gründen von Nachhaltigkeit und Flexibilität, die letzten Jahre bereits eingeschlagenen Weg in Richtung Digitalisierung und Automatisierung konsequent weitergegangen.
Chancen und Risikobericht
Die Marktanteile von Gas als Energieträger verbunden mit den politischen Bestrebungen, zum einen Energie aus Russland, sowie zum anderen konventionelle Energieträger durch flexibel verfügbare erneuerbare Energieträger zu ersetzen, führen zu einem positiven Ausblick für die Landwärme Gruppe. Als Handelsunternehmen von Biomethan bietet sie ein Produkt an, das den Marktanforderungen wie den politischen Bestrebungen in Bezug auf erneuerbare Energien entspricht und dieses Produkt auch, wie oben bereits erwähnt, weitgehend konjunkturunabhängig gefragt ist.
Im Vergleich zu den letzten Jahren stieg der Biomethanpreis 2021 unter anderem aufgrund der steigenden Gaspreise ebenfalls. Die kurzfristigen Preise von Biomethan bewegten sich leicht über dem Erdgaspreis. Auch die langfristigen Biomethanpreise zeigen sich höher als in den Vorjahren. Allgemein ist von einem Nachfragezuwachs auszugehen und neue Erzeugungsanlagen werden gebaut. Die Geschäftsführung schätzt die Chancen und Risiken in Bezug auf die künftige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr als positiv ein. Gleichzeitig unterliegt die Geschäftsentwicklung den sich stetig wandelnden Rahmenbedingungen politischer und geopolitischer Verschiebungen sowie der Entwicklung des Umgangs mit russischen und anderen außereuropäischen Ressourcen. Die Möglichkeit eines kurz- oder mittelfristigen Aussetzens des Erdgasbezugs aus Russland in Deutschland und Europa beinhaltet unvorhersehbare Risiken. Gleichzeitig ist die aktuelle Kriegslage, logischerweise, weiterhin ein Risikofaktor für die gesamte Wirtschaft. Unabhängig davon bieten dem Geschäft der Landwärme zuträgliche Entwicklungen im Kraftstoffsektor und im Quotenhandel sowie anhaltende klimapolitische Impulse jedoch weiteres Wachstumspotential.
Grundsätzlich ist die Geschäftstätigkeit der Landwärme Gruppe im Biomethanhandel durch langfristige Stabilität gekennzeichnet. Den allgemeinen Chancen und Risiken wird im Kern insbesondere mit folgenden Prozessen begegnet:
| • |
Die verschiedenen Gasqualitäten können im Rahmen von Swap-Geschäften abgetauscht werden. Hierdurch besteht die Möglichkeit flexibel auf unterschiedliche Marktbedürfnisse zu reagieren. |
| • |
Die bereits angeführte, langfristige Planung bezieht sich nicht nur auf die Bezugs-, sondern auch die Absatzseite. Langlaufende Verträge mit Möglichkeiten zur Preis-, Mengen-, und Qualitätsanpassung über zumeist fünf bis zehn Jahre unterstützen diesen Anspruch. |
| • |
Aktives Monitoring politischer Ereignisse und Trends in Deutschland und der EU bringt der Landwärme einen Wettbewerbsvorteil sowie die Möglichkeit, frühzeitig auf anstehende Änderungen zu reagieren. So konnte zum Beispiel ein großer Teil der Vorlieferanten frühzeitig nach den Nachhaltigkeitsvorgaben europäischer und nationaler Vorgaben zertifiziert werden. Diese Nachhaltigkeitszertifizierung ist nun in nahezu allen Absatzbereichen Pflicht. So konnte ein Weiterführen der Geschäfte frühzeitig gesichert werden. Im nächsten Schritt ist Landwärme dabei, Carbon-Capture-and-Storage-Technologien (CCS) bei neuen wie bestehenden Anlagen zu positionieren und darüber hinaus teilweise Anpassungen bei den Einsatzstoffen anzustoßen, um deren Zukunftsfähigkeit zu sichern. |
Chancen der künftigen Entwicklung
Wie bereits im Vorjahr werden im Inland wachsende Märkte im Strom-, Wärme- und Kraftstoffsektor und auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle als treibende Kräfte einer stetig wachsenden Nachfrage gesehen. Zusätzliche Potenziale ergeben sich durch die Vermarktung der THG-Quote aus Strom und anderen Erfüllungsoptionen.
Im Berichtszeitraum eröffneten vor allem Novellierungen im Kraftstoffmarkt mit gleich mehreren positiven Entwicklungen Wachstumschancen für diesen Geschäftsbereich: die bis 2030 fortlaufende Erhöhung der THG-Quote sowie damit der Anstieg der Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen, die Einführung der Doppelanrechnung für fortschrittliche Kraftstoffe wie Biomethan auf die THG-Minderungsquote sowie der Bonus für vermiedene Methanemissionen aus der Gülle- und Mistnutzung bieten nennenswerte fortlaufende Chancen für das Produkt. Das bietet die Möglichkeit, sowohl die letzten CNG-Tankstellen von Erdgas zu Biomethan umzustellen und im weiteren Verlauf den Absatz von Biomethan zu steigern. Dieses Geschäftsfeld ist im Berichtsjahr bereits deutlich gewachsen. Die Mehrfachanrechnung der THG-Quote aus Strom steigert zudem die Nachfrage in diesem Bereich. Der anlässlich der Energiekrise gestärkte Fokus der Bundesregierung auf LNG bzw. Bio-LNG (verflüssigtes Biomethan) eröffnet weiterwachsende Absatzmöglichkeiten in diesem Segment.
Im stärksten Absatzpfad, dem EEG, ergeben sich aus dem EEG 2021 neue Chancen für den Neubau von Biomethan-BHKW mit neuem Absatzpotential sowie einer Absatzstabilität bis in die 2040er Jahre hinein. So wurden im Berichtszeitraum 180 Megawatt an Biomethan-BHKW in den Ausschreibungen bezuschlagt. In den Jahren 2015 - 2020 waren es in der Summe lediglich fünf Megawatt.
Die EU-Richtlinie "revised Renewable Energy Directive" (EU) 2018/2001 - "RED II") und die kontinuierlich steigende THG-Minderungsquote (BImSchG) bieten bis mindestens 2030 die Möglichkeit erhöhter Geschäftstätigkeit beim Einsatz von Biomethan und Bio-LNG im Kraftstoffsektor zur Erreichung der (inter-)nationalen Klimaziele.
Politische Ambitionen auf EU-Ebene wie die Vorstellung des "REPowerEU"-Plans vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine sowie die anhaltende Energiepreiskrise führen zu einer deutlich positiveren Wahrnehmung von Biogas und Biomethan in der Öffentlichkeit. Um die Widerstandsfähigkeit des europäischen Energiesystems zu stärken, plant die EU-Kommission bis 2030 in diesem Rahmen eine massive Steigerung des Produktionsvolumens von Biomethan auf 35 Mrd. m 3 pro Jahr. Das ist etwa eine Verdopplung im Vergleich zum ursprünglichen Ziel aus dem Fit-for-55-Paket.
Risiken der künftigen Entwicklung
Den Akteuren im Biomethanmarkt fehlen trotz einiger Entwicklungschancen nach wie vor die Unterstützung und eine klare Perspektive seitens der Politik, welche Rolle Biomethan im Rahmen der Energiewende einnehmen soll; eine ausführliche Besprechung der energiepolitischen Situation ist in den vorherigen Absätzen nachzulesen.
Anfang März 2022 legte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) den Referentenentwurf für eine EEG-Novelle vor. Auch wenn Bioenergie im Referentenentwurf eine entscheidende Rolle spielt, werden die vollen Potenziale der Branche nicht annähernd einbezogen. Stattdessen sind im Entwurf Änderungen des EEGs geplant, die teils kontraproduktiv sind und in naher Zukunft zu einem Rückgang der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogasanlagen und Biomethan führen könnten.
Die Landwärme bringt sich über verschiedene Verbände, Bündnisse (Eurogas, EREF, Zürich 5) und Partnerschaften mit Forschungsinstitutionen (Florence School of Regulation) aktiv in die energiepolitische Diskussion ein, um eine konstante Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erreichen, hat jedoch vielfach mit Widerständen seitens der involvierten Ministerien, Behörden sowie NGOs zu kämpfen. Trotz positiver Entwicklungen blieben die Anpassungen von nationalen Förderinstrumenten im Bereich der Energiewende im Berichtsjahr hinter den Erwartungen zurück, teilweise obwohl auf EU-Ebene entsprechende Rahmenbedingungen vorgegeben wurden (siehe oben). Risiken für das weitere Wachstum können sich aus der weiteren Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen ergeben.
Demgegenüber steht aber die insbesondere vor dem Hintergrund der langen Vertragslaufzeiten weiterhin stabile Absatzlage sowie Abnehmerstruktur sowie künftige Wachstumsfelder, die sich bspw. im Kraftstoffbereich oder im Bereich der Stromquote ergeben. Ebenfalls entstehen durch die Internationalisierung und Diversifizierung in angrenzenden Märkten sowie durch die Beteiligung an zukunftsweisenden Technologien wie Carbon Capture & Storage (CCS) auch in Verbindung mit konzerneigenen Biomethananlagen künftige Wachstumsfelder. Ein mit den klima- und geopolitischen Trends zu Biogas und Biomethan einhergehendes Risiko kann sich natürlich daraus ergeben, dass neue Akteure dem Trend folgen und in die Märkte drängen.
Die Landwärme Gruppe ist auch für das Folgejahr sehr gut aufgestellt und in der Lage, etwaige unerwartete künftige Risiken bezugs- und absatzseitig nachhaltig zu bewältigen. Bezugsseitig sind bislang mit Blick auf die Energiekrise kurz- und mittelfristig keine Ausfälle zu befürchten. Absatzseitig ist zudem aufgrund der stabilen Abnehmerstruktur, die weit überwiegend aus Energiekonzernen und kommunalen Unternehmen wie Stadtwerken besteht, das Risiko von krisenbedingten Insolvenzen seitens der Geschäftspartner gering. Im Berichtsjahr wurden zu günstigen Zeitpunkten einige Abnehmer von der Erfüllung ihrer Vertragspflichten frühzeitig entbunden. So wurde die Abnehmerstruktur noch profitabler und sicherer ausgerichtet.
Aufgrund der guten Positionierung am Markt sowie ihrer soliden Finanzierungsstruktur sieht die Geschäftsleitung keine bestandsgefährdenden Risiken für die Landwärme. Die Organisation ist weiterhin sehr agil und weist eine deutlich stärkere Finanzkraft als im Vorjahr auf. Diese Entwicklung kann als wertvolles Asset im Rahmen aktueller Krisenszenarien betrachtet werden.
Unter dem Gesichtspunkt der "Corona-Krise" besteht ebenfalls aktuell kein größeres Risiko für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. So sind insgesamt über die Krisenjahre keine spürbaren Geschäftsrückgänge zu vermerken. Auch in Bezug auf die Aufstellung der Organisation konnte die Landwärme durch Homeoffice Risiken für die Belegschaft und damit die Geschäftstätigkeit minimieren. Wie oben ausgeführt hatte sich die Landwärme zudem schon die letzten Jahre aus Gründen der Nachhaltigkeit und Flexibilität digitalisiert, sodass die Mitarbeitenden auch aus dem Homeoffice vollumfänglich ihre Arbeit erledigen können. Im Berichtsjahr 2021 befanden sich aufgrund lokal hoher Corona-Inzidenzen zeitweise 95 Prozent der Belegschaft im Homeoffice. Hierdurch wird auch das Risiko einer Erkrankung der im Altersschnitt jungen Belegschaft minimiert.
Den im Vorjahreszeitraum festgestellten, kurzfristig krisenbedingten Auswirkungen auf die Liquidität der Landwärme Gruppe konnte erfolgreich mittels einer vorausschauenden Finanzplanung durch ein Bündel von Sicherungsmaßnahmen zur Stärkung der Liquidität im Sinne einer Krisenfestigkeit begegnet werden. Mit den Sicherungsmaßnahmen wurde einem möglichen Liquiditätsengpass aufgrund potenziell größerer Liquiditätsprobleme seitens der Kundschaft vorgebeugt. Die im Vorjahreszeitraum ergänzend ergriffenen Liquiditäts-Sicherungsmaßnahmen mittels Beantragung von Stundungen und Fristverschiebungen bzgl. anstehender Steuerzahlungen gegenüber dem Finanzamt waren im Berichtszeitraum nicht mehr erforderlich. Im Berichtszeitraum hat sich die Liquiditätslage wieder gegenüber dem Vor-Corona-Niveau normalisiert. Alle Steuerzahlungen gegenüber dem Finanzamt wurden fristgerecht beglichen.
Die seit Ende Februar 2022 bestehende Kriegssituation in der Ukraine beeinflusst die strategische Planung der Landwärme Gruppe nicht. Die spezifischen Auswirkungen des Konflikts auf den Markt und das Unternehmen sind im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres zu beobachten und lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorhersagen.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Sämtliche Finanz- und Bezugsrisiken werden systematisch überwacht. Die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich dazu Grundgeschäfte abzusichern. Um auf die Finanz- und Rohstoffrisiken zu reagieren, werden geeignete Management- und Kontrollsysteme eingesetzt, mit denen Risiken gemessen, gesteuert und überwacht werden. Sie können dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Hierbei stützt sich die Landwärme GmbH auf interne Richtlinien, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die ausführenden Abteilungen überwachen die Einhaltung dieser Richtlinien. Darüber hinaus wird die aktuelle Sicherungspolitik laufend mit der Geschäftsführung und den oberen Führungskräften geprüft und erörtert.
Die eingesetzten Finanzinstrumente umfassen, wie bereits an geeigneter Stelle formuliert die (langfristigen) Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Warentermingeschäfte, Swapgeschäfte, Geldmittellinien bei Kreditinstituten, sowie konzerninterne Cash-Pooling Vereinbarungen.
Diese Finanzinstrumente sind darauf abgestimmt Preisänderungsänderungsrisiken (Biomethan- und Erdgasmarkt), Ausfallrisiken einzelner Warenkredite oder Kreditlinien, sowie Liquiditätsrisiken im Bereich von Zahlungsstromschwankungen aufzufangen und werden dementsprechend regelmäßig überprüft. Ergänzend verweisen wir auf unsere Angaben im Anhang. Im Mai 2022 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,9 Prozent. Seit Juli 2021 befindet sich die Inflation in Deutschland auf Rekordniveau. Verantwortlich dafür sind unter anderem Basiseffekte, die auf die coronabedingte Senkung der Umsatzsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 und den damit einhergehenden sinkenden Preisen bei vielen Gütern zurückzuführen sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind zudem die Preise für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe wie Erdgas und Biomethan stark gestiegen. Diese Entwicklung wird durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt. 25 Die Landwärme Gruppe musste keinerlei Maßnahmen ergreifen, um Verluste auszugleichen. Das wirtschaftliche Risiko ist sehr gering, da die Landwärme GmbH ihre Geschäftsbeziehungen ausschließlich im B2B pflegt. Dadurch können die erhöhten Einkaufspreise unmittelbar weitergegeben werden.
Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns
Die künftigen relevanten Wachstumsfelder sind wie bereits im Vorjahr, im Kontext vorrangig organischen Wachstums, neben dem weiteren Ausbau der inländischen Handelstätigkeit auch die Expansion auf ausländische Handelsmärkte sowie die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff. Zusätzlich dazu ist eine Intensivierung des Quotenein- und -verkaufs unter Ausschöpfung aller gesetzlich verankerter Möglichkeiten geplant. Hierzu zählt neben der Vertankung von Erdgas u.a. auch der Handel mit Stromquote (Treibhausgas-Quote welche aus der Vertankung erneuerbaren Stroms erzeugt wurde).
Für den Markt Deutschland soll das Portfoliovolumen weiter gesteigert werden. Dies erfolgt insbesondere durch Vertrieb von Biomethan für den Kraftstoffsektor und über die Ausschreibungen im EEG 2021 und EEG 2023.
Der internationale Umsatz soll weiterhin durch Intensivierung des Direktvertriebs in den europäischen Nachbarländern der Bundesrepublik Deutschland gesteigert werden. Die Steigerung des Umsatzes in den Nachbarländern der Bundesrepublik Deutschland bietet die Chance, sich von den volatilen politischen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland unabhängiger zu machen. Gleichzeitig bedeutet die grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit auch Innovations- sowie Größenvorteile, die auf dem nationalen Markt zunehmend genutzt werden können.
Im Ergebnis ist damit wie schon im Vorjahr festzuhalten, dass zwar aufgrund der politischen Rahmenbedingungen sowie aufgrund genereller Unwägbarkeiten des Energiemarktes auch künftig gewisse Risiken für die Landwärme GmbH bestehen dürften. Demgegenüber ist die Landwärme GmbH aber auf Grundlage des weiteren Ausbaus der Handelstätigkeit, der zunehmenden Diversifizierung bei den Handelspartnern, der Erschließung künftiger Wachstumsfelder sowie nicht zuletzt der erfolgreichen Anpassung interner Prozesse an das Wachstum sowie des Ausbaus des Personalbestandes gut gerüstet, auch im Folgejahr 2022 die aus dem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen zu realisieren und den Herausforderungen erfolgreich begegnen zu können.
Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung des Portfolios wird ein Umsatzwachstum von rund 16 % auf 285.000 TEUR im Folgejahr 2021 angestrebt. Dies soll durch die langfristig gesicherten günstigen Rahmenbedingungen durch die Klimaziele der EU, aber auch durch die steigende Nachfrage nach Biomethan zur Verstromung nach EEG erreicht werden. Außerdem führt die Verknappung der Co 2 -Zertifikate zu tendenziell steigenden Preisen. Hinzu kommt, dass die Erhöhung der THG-Quote und von Pönalen bei Nichterfüllung zu starkem Nachfrageanstieg bei begrenztem Angebot mit einem deutlichen Preisanstieg führen soll. Der Umsatzanstieg ist überwiegend preisgetrieben, weniger mengengetrieben. Ausgehend von der guten Auftragslage im Berichtsjahr 2021 wird eine Steigerung des Absatzes der Landwärme Gruppe im Jahr 2022 mit einem Konzernjahresergebnis von 12.000 TEUR angepeilt, bei einer weiteren Vergrößerung und Diversifizierung des Pools der Handelspartner im Inland wie auch im Ausland in den verschiedenen Anwendungssektoren. Vorgenannte Prognose basiert neben den oben dargestellten Prämissen auf der grundlegenden Annahme, dass sich wesentliche Parameter innerhalb einer Bandbreite konstant verhalten; dies betrifft insbesondere das regulatorische Umfeld im Bereiche der erneuerbaren Energien, die entsprechenden Marktentwicklungen im Gashandelssektor sowie die allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Die Prognose bewegt sich aufgrund der "Corona- Krise" in einer erhöhten Konfidenz-Bandbreite von 25 %.
Unterschrift der Geschäftsführung
München, 20. Juni 2022
Herr Zoltan Elek
An die LW Capital GmbH, Ungererstraße 40, 80802 München.
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der LW Capital GmbH und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalspiegel und Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und den Konzernlageberichts -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LW Capital GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. |
| • |
Des Weiteren vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach den oben genannten Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschuss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit eventuell nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • |
holen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder der Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • |
beurteilen den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Viechtach, 30. Juni 2022
BFMT
Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Martin Trost, Wirtschaftsprüfer
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
40 nahegelegene Organisationen
Wärme- und Kältehandel
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Wärme- und Kältehandel
Wärme- und Kältehandel
Architekturbüros für Hochbau
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und Holzeinschlag
Wärme- und Kältehandel
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Großhandel mit Roh- und Schnittholz
Großhandel mit Textilien
Herstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Fondsmanagement
Bauträger für Wohngebäude
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Bauträger für Wohngebäude
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Bauträger für Wohngebäude
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Vermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen