Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 7576
Eingetragen
21.10.1994
Branche
Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Papier, Karton, Schreibwaren, Bürobedarf, Büchern, Zeitungen und sonstigen Druckerzeugnissen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Dekorationsabziehbildern, Aufklebern, Etiketten und anderen einschlägigen Übertragungsdrucken sowie Massenartikeln wie Papeteriewaren, Schreibwaren, Büroartikeln, Büchern, Alben, Geschenkpapier u.a. Geschenkumhüllungen sowie Party-Artikeln vornehmlich unter der Marke bsb, die für den Vertrieb durch die unternehmenseigene Vertriebsorganisation geeignet sind; Herstellung und Vertrieb von Glückwunsch- und Ansichtskarten, Briefpapier, Geschenkartikeln, Zeitplanern und Kalendern vornehmlich unter der Marke obpacher; Beschaffung von Waren, die für den Vertrieb des Unternehmens geeignet sind

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Viktoria Kurth
seit 2.11.2023
Prokura
Silke Rosin
seit 2.11.2023
Prokura
Coral Resina Ferreiro
seit 2.11.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Hanswerner Wittler
seit 20.2.2007
Geschäftsführer
Nils Wittler
seit 20.2.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 6 angezeigt

33824 Werther
353.250 €
35.33%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

bsb-obpacher GmbH

Steinhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die bsb-obpacher GmbH entwickelt und vertreibt Papeteriewaren (Grußkarten, Geschenkpapiere, Geschenktaschen, Geschenkbänder, Geschenkkartonagen, Sticker und Zeitplansysteme).

Der Absatz erfolgt vornehmlich über Fachgeschäfte für Papier und Schreibwaren, Filialisten, den LEH sowie über entsprechende Fachabteilungen in City- und SB-Warenhäusern und den Online-Handel.

Verwaltung, Lager und Distribution befinden sich in Steinhagen.

Key-Account-Manager betreuen unsere Schlüsselkunden und steuern über eine eigene Servicetochtergesellschaft den über 150 Mitarbeiter umfassenden Außen- und Servicedienst, der sowohl mit der Gewinnung von Neukunden als auch mit der Betreuung von Stammkunden einschließlich der Pflege der Warenpräsentation bei den Schlüsselkunden befasst ist.

Zum 01.04.2017 wurde das operative Geschäft der Firma Perleberg Creative GmbH übernommen. Dazu wurde die eigenständige Perleberg GmbH neu gegründet.

Perleberg deckt als selbständige Marke in der Gruppe das Premiumsegment im Grußkartenbereich ab.

2. Wirtschaftsbericht

Branchenwirtschaftliche Lage

Die branchenwirtschaftliche Lage war zu Beginn des Geschäftsjahres durch langsam weichende Kaufzurückhaltung nach den Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie geprägt, sowie durch starke inflationäre Tendenzen nach dem Überfall russischer Truppen auf die Ukraine. Durch sprunghaft gestiegene Energie- und Rohstoffkosten war die gesamte Lieferkette stark beeinflusst. Die starke Inflation in der gesamten EU führte im weiteren Geschäftsjahresverlauf zu wieder ansteigender Kaufzurückhaltung der Verbraucher.

Trotz dieser Belastungen konnten wir im gesamten Geschäftsjahr 2022/2023 einen leicht erhöhten Umsatz gegenüber dem Vorjahr erzielen, das Vor-Corona-Niveau konnte noch nicht ganz erreicht werden. Durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Preiserhöhungen waren die Lieferketten nach wie vor sehr belastet. Im gesamten Geschäftsjahr waren sowohl im Verkaufs- als auch im Einkaufsbereich Belastungen spürbar.

Ertragslage

Bedeutsamste Leistungsindikatoren sind der Umsatz und der Jahresüberschuss.

Die Ertragslage stellt sich im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse haben sich nur geringfügig um 1,3 % auf 29.444 T€ erhöht.

Trotz Belastungen im Beschaffungsbereich blieb der Rohertrag mit -1,1 % annähernd unverändert und beträgt 17.727 T€.

Die Exportquote beträgt 3,6 % (Vorjahr 4,5 %).

Der Personalaufwand lag mit 4.118 T€ 2 % unter dem Vorjahr.

Das operative Ergebnis (vor Steuern und Finanzergebnis) ging deutlich auf 4.636 T€ zurück.

Das Finanzergebnis erhöhte sich aufgrund deutlich gestiegener Beteiligungserträge auf +321 T€.

Es ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von 4.956 T€.

Das EBIT fiel um 10,8 % auf 5.565 T€, für das EBITDA ergibt sich eine Minderung um 9,6 % auf 6.524 T€.

Der Jahresüberschuss beträgt 3.643 T€ und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % reduziert.

Finanzlage

Die liquiden Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 750 T€ auf 16.428 T€.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 101 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stiegen um 2.279 T€.

Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen blieb mit 6.059 T€ annähernd unverändert.

Die Vorräte erhöhten sich um 936 T€. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme stieg auf 20,2 %.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inkl. Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.299 T€.

Die sonstigen Vermögensgegenstände einschließlich der Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 219 T€ auf 787 T€.

Das Eigenkapital unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen hat sich von 34.538 T€ auf 36.959 T€ erhöht. Damit beträgt die Eigenkapitalquote inkl. der Gesellschafterdarlehen 91,4 %.

Auf die Ausführungen zu den liquiden Mitteln und Guthaben bei Kreditinstituten wird hingewiesen.

Es bestehen keine Bankkredite.

Wir sehen das Geschäftsjahr 2022/2023 als zufriedenstellend an.

3. Chancen- und Risikobericht

Die bsb-obpacher GmbH unterliegt im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten Risiken und Chancen. Um die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbundenen Risiken frühzeitig identifizieren, kontrollieren und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können, verfügt das Unternehmen über ein Risikofrühwarnsystem.

Von entscheidender Bedeutung für die operative Führung des Unternehmens ist die Rohertragsquote der einzelnen Aufträge. Die Umsatz- und Rohertragsentwicklung wird täglich kontrolliert, um negative Veränderungen sofort analysieren zu können und bei Bedarf gegenzusteuern.

Die Kosten- und Ertragsentwicklung wird im Rahmen zeitnaher monatlicher betriebswirtschaftlicher Auswertungen ermittelt und analysiert.

Quartalsweise werden Zwischenabschlüsse erstellt und die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage im Einzelnen überprüft.

Als Verlag ist das Produktionsrisiko sehr gering; alle neuen Produkte werden durch Prüfinstitute (z. B. TÜV Rheinland) auf Inhaltsstoffe geprüft, um sicherzustellen, dass die Standards von "Stiftung Warentest" sowie vom BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) eingehalten werden.

Es besteht eine Produkt-Risiko-Versicherung über 10 Mio. €.

Das Lagerbestandsrisiko wird durch laufende Beobachtung der Gängigkeit der Produkte sowie durch Sonderverkäufe während des Jahres erheblich eingeschränkt.

Das allgemeine Debitorenrisiko ist durch eine Forderungsversicherung nahezu ausgeschaltet. Es wird zudem ein aktives Debitorenmanagement betrieben.

Dem Kursrisiko bei Fremdwährungen wird dadurch begegnet, dass bei allen großen Produktionen in Asien der Kurs über Devisentermingeschäfte abgesichert wird. Derivative Finanzierungsinstrumente werden ausschließlich zur Kursabsicherung bestimmter Bestellungen im Fremdwährungsraum verwendet. Eine bilanzielle Berücksichtigung der vorhandenen derivativen Finanzinstrumente erfolgte auf Grund der Bildung von Bewertungseinheiten nicht.

Zusammenfassend beurteilen wir die Risiken als gering.

Durch die weiterhin intensiven Vertriebsaktivitäten ergeben sich Chancen insbesondere aus der Gewinnung von neuen Großkunden und der Ausweitung der vorhandenen Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Kunden.

Der Krieg in der Ukraine und die daraus folgende Belastung der Lieferketten sowie die Verunsicherung der Verbraucher stellen Belastungen dar denen mit umsichtiger Einkaufspolitik begegnet wird.

4. Prognosebericht

In unserem Unternehmen sind die ersten zwei Monate des Geschäftsjahres planmäßig verlaufen. Der gestiegene Umsatz übertraf auch das Vor-Pandemie-Niveau.

Neue Belastungen ergeben sich sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite durch den Krieg in der Ukraine.

Die bereits im Vorjahr avisierte Schließung der Filialen eines Großkunden ist abgeschlossen, durch die Gewinnung neuer Kunden und eine weitere Steigerung des Geschäftsvolumens mit bestehenden Kunden erwarten wir einen positiven Einfluss auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung.

Es wird im laufenden Geschäftsjahr mit Belastungen insbesondere in den Lieferketten gerechnet, die die Umsatz- und Kostensituation stark belasten.

Für das laufende Geschäftsjahr sehen wir eine leichte Verbesserung des Jahresüberschusses bei leicht erhöhten Umsätzen.

 

Steinhagen, 12. Juni 2023

Hanswerner Wittler

Nils Wittler

Bilanz

AKTIVA

31. März 2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.218,00 30.854,00
2. Geleistete Anzahlungen 762.467,96 570.631,96
784.685,96 601.485,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.719.603,08 2.826.718,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 975,00 1.111,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.010.418,50 1.815.238,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.075,00 4.075,00
4.735.071,58 4.647.142,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 538.768,15 538.768,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 260.550,74
538.768,15 799.318,89
6.058.525,69 6.047.947,43
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8.177.989,24 7.242.218,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.281.727,55 1.620.406,14
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.423.243,51 6.561.787,68
9.704.971,06 8.182.193,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.427.910,50 15.678.183,58
34.310.870,80 31.102.595,51
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 82.068,43 87.117,43
40.451.464,92 37.237.660,37

PASSIVA

31. März 2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.380.575,00 1.380.575,00
III. Gewinnvortrag 20.853.010,29 20.277.995,90
IV. Jahresüberschuss 3.642.824,33 4.075.014,39
26.876.409,62 26.733.585,29
B. RÜCKSTELLUNGEN 819.338,42 594.081,94
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 472.918,05 0,00
2. Übrige Verbindlichkeiten 12.282.798,83 9.909.993,14
davon aus Steuern: EUR 151.922,63 (Vorjahr: EUR 43.918,81)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
12.755.716,88 9.909.993,14
40.451.464,92 37.237.660,37

Gewinn- und Verlustrechnung

1. April 2022 bis 31. März 2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 17.726.569,54 17.932.786,82
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.439.195,11 -3.507.478,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -678.818,68 -696.545,56
davon für Altersversorgung: EUR 6.722,13(Vorjahr: EUR 6.722,13)
-4.118.013,79 -4.204.023,69
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -958.722,36 -983.244,14
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.014.088,10 -7.235.207,41
davon aus Währungsumrechnung: EUR 66.378,50 (Vorjahr: EUR 26.764,08)
5. Erträge aus Beteiligungen 929.954,31 727.089,35
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 929.954,31 (Vorjahr: EUR 727.089,35)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.291,39 1.942,46
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -659.376,94 -611.579,57
davon aus Aufzinsung: EUR 1.107,00 (Vorjahr: EUR 1.372,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.301.237,24 -1.540.593,43
9. Ergebnis nach Steuern 3.654.376,81 4.087.170,39
10. Sonstige Steuern -11.552,48 -12.156,00
11. Jahresüberschuss 3.642.824,33 4.075.014,39

Entwicklung des Anlagevermögens

Historische Anschaffungskosten
Stand 01.04.2022 Zugang Abgang Stand 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.634.830,47 0,00 0,00 1.634.830,47
2. Geleistete Anzahlungen 570.631,96 191.836,00 0,00 762.467,96
2.205.462,43 191.836,00 0,00 2.397.298,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.209.667,10 26.181,02 0,00 4.235.848,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 164.593,13 0,00 0,00 164.593,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.542.470,60 1.011.834,34 0,00 12.554.304,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.075,00 0,00 0,00 4.075,00
15.920.805,83 1.038.015,36 0,00 16.958.821,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 538.768,15 0,00 0,00 538.768,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 260.550,74 0,00 260.550,74 0,00
799.318,89 0,00 260.550,74 538.768,15
18.925.587,15 1.229.851,36 260.550,74 19.894.887,77
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.04.2022 Zugang Zuschreibung Stand 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.603.976,47 8.636,00 0,00 1.612.612,47
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.603.976,47 8.636,00 0,00 1.612.612,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.382.949,02 133.296,02 0,00 1.516.245,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 163.482,13 136,00 0,00 163.618,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.727.232,10 816.654,34 0,00 10.543.886,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.273.663,25 950.086,36 0,00 12.223.749,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
12.877.639,72 958.722,36 0,00 13.836.362,08
Restbuchwerte
Stand 31.03.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.218,00 30.854,00
2. Geleistete Anzahlungen 762.467,96 570.631,96
784.685,96 601.485,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.719.603,08 2.826.718,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 975,00 1.111,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.010.418,50 1.815.238,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.075,00 4.075,00
4.735.071,58 4.647.142,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 538.768,15 538.768,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 260.550,74
538.768,15 799.318,89
6.058.525,69 6.047.947,43

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der bsb-obpacher GmbH, Steinhagen, (Amtsgericht Gütersloh, HRB 7576) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear oder leistungsorientiert und über Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder prorata-temporis. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens sind wie folgt festgelegt:

Gebäude und Hallen: 25-33 Jahre
Außenanlagen: 9-19 Jahre
Maschinen: 2-13 Jahre
Betriebsausstattung: 2-15 Jahre
Fuhrpark: 5-6 Jahre
Transportmittel: 2-19 Jahre
Verkaufs- und Kartenmöbel: 5 Jahre
EDV-Hardware: 3 -7 Jahre
Geschäftsausstattung: 2 -15 Jahre

Geringwerte Anlagegüter (ohne Verkaufs- und Kartenmöbel) mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

Soweit erforderlich, wurde bei voraussichtlich dauernder Wertminderung der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bei den Anschaffungskosten wurden auch die vorgelagerten innerbetrieblichen Kosten berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden (ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer anzusetzen). Bei der Bewertung latenter Steuern wird ein (durchschnittlicher) Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Method unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und einem Rechnungszinssatz von 1,79 % (Vorjahr 1,81 %) ermittelt. Die Fluktuation wird mit einer Rate von 0,0 %, die Inflation mit einer Rate von 2,0 % und erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,0 % p.a. berücksichtigt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag EUR 965,00 (Vorjahr EUR 1.738,00). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Erfolgsauswirkungen, die sich aufgrund der Änderung des Zinssatzes ergeben haben, werden im Finanzergebnis gezeigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Rückstellung für Gutschriften aus Warenrücknahmen wird pauschal in Höhe der durchschnittlichen Marge auf den Nettoverkaufswert gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Absicherung des Kursrisikos bei Geschäften im Ausland wurden diverse Devisentermingeschäfte (USD/EUR) abgeschlossen. Der Marktwert beträgt zum Stichtag TEUR 1 bei einem Volumen von TUSD 853. Aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten waren keine Rückstellungen zur Berücksichtigung der negativen Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zu bilden (Einfrierungsmethode).

Die Bewertungseinheiten wurden als Makro‐Hedge mit Kurssicherungsgeschäften für Währungsrisiken gebildet. Die Währungsrisiken resultieren aus den mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung der folgenden 12 Monate. Die Absicherung erfolgte mittels gegenläufiger Kurssicherungsgeschäfte in der genannten Höhe. Die Ermittlung erfolgte nach der critical terms match Methode.

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Angaben zu Beteiligungen i. S. v. § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz Eigenkapital Anteil am gezeichneten Kapital Ergebnis
%
WWW Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG, Steinhagen * 64 TEUR 94,0 138 TEUR
paper design GmbH, Steinhagen * 512 TEUR 100,0 167 TEUR
Perteberg GmbH, Steinhagen ** 896 TEUR 100,0 300 TEUR

* letzter vorliegender Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
** letzter vorliegender Jahresabschluss für das Geschäftjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 799 (Vorjahr TEUR 925), sonstige Forderungen von TEUR 483 (Vorjahr TEUR 695) enthalten.

Von den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögengegenständen sind TEUR 4 (Vorjahr TEUR 11) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen von TEUR 658 (Vorjahr TEUR 415) gegenüber Finanzbehörden die rechtlich noch nicht entstanden sind.

Aktive latente Steuern

Es bestehen Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Werten im Bereich des Anlagevermögens und der Rückstellungen. Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 473 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 10.082 (Vorjahr TEUR 7.804) enthalten.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt wie im Vorjahr bis 1 Jahr.

IV. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Anzahl
Angestellte 53
gewerbliche Mitarbeiter 36
Summe Arbeitnehmer i. S. v. § 285 Nr. 7 HGB 89
Geschäftsführer 2
Summe Arbeitnehmer 91

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.3.2023
TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 264 668

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

 

Herr Hanswerner Wittler, Geschäftsführer

 

Herr Nils Wittler, Geschäftsführer

Auf die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung im Geschäftsjahr wird unter Berufung auf § 286 (4) HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Aus heutiger Sicht geht die Gesellschaft davon aus, dass der Ukraine Krieg einen deutlich negativen Einfluss auf die künftige Unternehmensentwicklung hat. Sofern Lieferketten auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten nachhaltig unterbrochen werden, ist mit deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbußen zu rechnen. Aktuell werden alle Möglichkeiten zur Kostenreduzierung geprüft, um die negativen Auswirkungen zu begrenzen.

 

Steinhagen, 12. Juni 2023

Hanswerner Wittler, Geschäftsführer

Nils Wittler, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss und der Lagebricht der bsb-obpacher GmbH wurden in der Gesellschafterversammlung am 27.06.2023 festgestellt.

Bei dem Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung (§327 HGB). Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die bsb-obpacher GmbH, Steinhagen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der bsb-obpbacher GmbH, Steinhagen - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der bsb-obpacher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten An-gaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 26. Juni 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steiner, Wirtschaftsprüferin

Spinneken, Wirtschaftsprüfer

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