Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 92950
Vorher
aptus 50. GmbHKRONE GmbH
Eingetragen
11.6.2004
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen der Elektro- und der Kunststofftechnik, insbesondere im Bereich der Telekommunikation.

Historie

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Management

NameRolle
Werner De Wolf
seit 19.4.2011
Geschäftsführer
Werner Grimm
seit 19.4.2011
Geschäftsführer
Kerstin Oster
seit 19.4.2011
Geschäftsführer
Carsten Storbeck
seit 12.11.2008
Prokura
Andreas Brähler
seit 28.8.2008
Prokura
Andreas Stobernack
seit 6.9.2004
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

ADC GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

der ADC GmbH, Berlin

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum

Der starke Einbruch im Geschäftsjahr 2009 als direkte Konsequenz der globalen Wirtschaftskrise setzte sich in Q1 2010 abgeschwächt fort und In den Folgequartalen konnte ein leichtes Wachstum zum Vorjahr erreicht werden.

Die strategische Ausrichtung auf die Geschäftsentwicklung mit der Deutschen Telekom AG konnte aufgrund des verzögerten Investitionsverhaltens nicht umgesetzt werden.

Lokale Projekte in einzelnen Ländern wie z. B. in Südafrika mit einem extrem starken Investitionsverhalten im Bereich IT Infrastrukturen verbunden mit einem hohen Marktanteil der ADC GmbH haben aber auch Wachstum im zweistelligen Bereich erzeugt und den Verlust im Gesamtgeschäft mit den Tochtergesellschaften geringer ausfallen lassen.

Die extrem starken Verluste im Geschäft mit den Regionen Amerika und Asien sind auch auf einen Fokus der Geschäftsaktivitäten weg von AccessNet Produkten hin zu Glasfaserprodukten zu erklären.

Tabelle 1, Auftragsbestand und Umsatz aus Lieferungen und Leistungen nach Regionen (Mio. EUR und %) ohne Lizenzerlöse und sonstige Erlöse ( *11 Monate)

2010 2009 * Abw.
in %
Auftragseingang 107,5 94,6 +13,6
Auftragsbestand (Dritte) 8,3 7,1 +16,9
Umsatz (Lieferungen 104,4 97,0 +7,6
und Leistungen brutto)
Umsatz nach Regionen
Deutschland 22,0 23,9 -7,9
EMEA Dritte 54,2 45,6 +18,9
EMEA Tochtergesellschaften 17,9 17,1 +4,7
Region Amerika 3,0 3,0 +0,0
Region Indo-Pazifik/Asien 7,3 7,4 -1,4

Der Umsatztrend der ADC GmbH nach Produktgruppen ausgewertet, zeichnet ein Bild des beschleunigten Technologiewandels von Kupfer basierten Netztopologien hin zu Glasfaserlösungen. Weiterhin wurden historisch starke Kupfermärkte wie z. B. Russland von den oben beschriebenen Problemen zusätzlich getroffen.

Durch die Erhöhung der Breitbandfähigkeit der Netze konnte im Geschäftsjahr 2010 ein Anstieg des Geschäftsvolumens im Bereich Mobilfunk erreicht werden.

Darüber hinaus haben sich weitere Wettbewerber im Bereich der Kupferprodukte bei unseren Schlüsselkunden, wie zum Beispiel der Deutschen Telekom etabliert und zu einer Schwächung unseres Kupfer Kerngeschäfts geführt. Das OEM Geschäft mit unseren wichtigsten Kunden wie Alcatel-Lucent, NSN oder Ericsson im Bereich von Kupferprodukten läuft weiterhin auf schwachem Niveau, da hier ein starker Verdrängungswettbewerb von asiatischen Firmen wie ZTE oder HuaWei eingesetzt hat, die eigene Kupferprodukte aus dem Bereich Anschluss und Verbindungstechnik mit in die Projektgewinne einbringen.

In den Bereichen Glasfasertechnik und strukturierte Verkabelung konnte ein deutliches Wachstum mit unseren Schlüsselkunden erreicht werden.

Tabelle 2, Umsatz aus Lieferungen und Leistungen nach Produktgruppen (Mio. EUR und %) ohne Lizenzerlöse und sonstige Erlöse ( *11 Monate)

2010 2009 * Abw. Abw.
in %
Gesamtsumsatz 104,4 97,0 +7,4 +7,6
Copper Connectivity 63,0 61,5 +1,5 +2,4
Structured Cable 18,6 16,1 +2,5 +15,5
Fiber Optic 22,4 19,3 +3,1 +16,1
Active Infrastructure 0,2 0,0 +0,2 -
Wireline 0,2 0,1 +0,1 +100

Integration

Der Integrationsprozess zwischen den Organisationen von ADC innerhalb der Region Europe-Middle East-Africa (EMEA), speziell im Bereich Go to Market, wurde auch im Geschäftsjahr- 2010 planmäßig fortgesetzt, Hierdurch konnten weitere Synergien gehoben werden mit dem Ziel, die Marktstellung der ADC in der Region EMEA zu stärken und die Kostensituation zu verbessern. In der Fertigung erfolgte eine weitere Konzentration auf die Fertigungsstandorte ADC GmbH, Berlin, und ADC Czech Republic, s.r.o., Brno, wodurch eine Verbesserung der Wettbewerbssituation ermöglicht wurde.

Auch in den Bereichen Personal, Forschung und Entwicklung, Finanzen und auf anderen Gebieten wurde die Integration erfolgreich fortgesetzt.

Mit der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, als herrschender Gesellschaft, besteht seit 2005 unverändert ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Mitarbeiter

Das Unternehmen verfügt zum 30.09.2010 über 320 Mitarbeiter. Die Mitarbeiterzahl wurde durch Altersteilzeit, einem Programm zum freiwilligen Ausscheiden und einer Restrukturierung dem geringeren Umsatz angepasst.

Tabelle 3, Beschäftigungsentwicklung

30.09.10 30.09.09
Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildende) 388 511

Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage der ADC GmbH hat sich Im Geschäftsjahr 2010, bedingt durch die wirtschaftliche Gesamtsituation, geringfügig verbessert. Der erzielte Umsatz lag mit 105,6 Mio. EUR um 6,8 Mio. EUR unwesentlich über Vorjahresniveau (98,8 Mio. EUR), wobei zu berücksichtigen ist, dass das Geschäftsjahr 2009 wegen des geänderten Jahresabschlusstermins ein Rumpfgeschäftsjahr von 11 Monaten war. Somit liegt der Umsatz weiterhin auf einem niedrigen Niveau und weit unter den Umsätzen, die vor der Krise erreicht wurden.

Durch Kurzarbeit, Restrukturierungen und sonstige Kosteneinsparungen konnte die Marge auf 21 % gegenüber dem Vorjahr (16 %) gesteigert werden. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 2010 22,2 Mio. EUR (Vorjahr: 16,1 Mio. EUR).

Das negative Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (-8,4 Mio. EUR) hat sich um 9,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (-17,9 Mio. EUR) verbessert. Das Vorjahr war durch sehr hohe Restrukturierungsaufwendungen (außerordentliche Aufwendungn 38,5 Mio. EUR) belastet.

Nach Steuern und außerordentlichen Aufwendungen ergibt sich ein Jahresergebnis 2010 in Höhe von -8,9 Mio. EUR (Vorjahr: -56,6 Mio, EUR). Basierend auf dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird der Fehlbetrag von der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH ausgeglichen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme nahm um 58,3 Mio. EUR auf 125,2 Mio. EUR ab. Grund hierfür war insbesondere die Abnahme der Forderungen gegen die ADC Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin in Höhe von 58,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr, davon 56,6 Mio. EUR aus dem vorzunehmenden Verlustausgleich 2009.

Dazu kommt ein Rückgang im Anlagevermögen um 4,2 Mio. EUR. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 7,1 Mio. EUR standen Investitionen in Höhe von 0,8 Mio. EUR gegenüber. In Finanzanlagen wurden 2,3 Mio. EUR, davon 1,9 Mio. EUR in Fondsanteile zur Absicherung von Altersteilzeitguthaben investiert. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen kam es zu Abgängen mit einem Buchwert von 0,2 Mio, EUR.

Das Umlaufvermögen verminderte sich insgesamt um 54,3 Mio. EUR, darin enthalten ein Rückgang der Vorräte um 1,0 Mio. EUR, der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,2 Mio. EUR und ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 51,1 Mio. EUR, speziell durch den vorgenommenen Verlustausgleich.

Im Ergebnis der negativen Geschäftsentwicklung und zu finanzierender Sondereffekte und außerordentlicher Aufwendungen verringerten sich die liquiden Mittel um 5,6 Mio. EUR auf 17,8 Mio. EUR zum 30.09.2010,

Das Eigenkapital sank urn 45 Mio. EUR. Die Reduzierung resultiert aus einer Entnahme aus der Kapitalrücklage durch die ADC Beteiligungsgesellschaft in Höhe von 45 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 44,4 (Vorjahr 54,8 %).

Die Reduzierung der Rückstellungen um 13,7 Mio. EUR ergibt sich hauptsächlich aus dem Verbrauch der Restrukturierungsrückstellung um 13,1 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Rückgang der Pensionsrückstellungen um 0,3 Mio, EUR und der sonstigen Rückstellungen um 13,7 Mio. EUR verzeichnet. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um insgesamt 0,4 Mio. EUR, davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. EUR und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,3 Mio. EUR steht eine Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um 0,4 Mio. EUR gegenüber.

Finanzlage

Der negative Cashflow (Rückgang der liquiden Mittel um 5,5 Mio. EUR) ergibt sich aus dem operativen Geschäft und den Auszahlungen aufgrund der Restrukturierung.

Die Finanzierung der Restrukturierungsmaßnahmen erfolgt in direkter Abstimmung mit der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, (Mutterunternehmen der ADC GmbH) und der ADC Telecommunications, Inc., Minnesota/USA (oberstes Mutterunternehmen).

Wie bereits dargestellt, flossen 1,9 Mio. EUR in Fondsanteile zur Absicherung von Altersteilzeitguthaben sowie 1,3 Mio. insbesondere in Sach- und Finanzanlagen.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2010 alle finanziellen Verpflichtungen aus eigener Kraft finanzieren und nimmt weiterhin keine Bankverbindlichkeiten in Anspruch.

Entwicklungstätigkeit

Die wachsende Nachfrage nach Breitbandanwendungen hat den Trend zum Ausbau des Telekommunikationsnetzes mit Glasfaser bis zum Kabelverzweiger und zunehmend bis direkt zum Kunden verstärkt. Aus dem existierenden Kostendruck konnte außerdem ein Trend zur weiteren Miniaturisierung der Produkte beobachtet werden. Mit den Ressourcenanpassungen des vergangenen Jahres wurde die Fokussierung auf Glasfaserprojekte verstärkt und folgende Entwicklungen bearbeitet:

Umsetzung eines neuen modularen Portfolios von Boxen für FITH (fiber to the home).

Umsetzung eines neuen Verteilersystems zur Adressierung hoher Kapazitätsbedarfe in einem kostensensiblen Umfeld. Dabei wurden Lösungen für Glasfasergestelle und für Kabelverzweiger realisiert.

Erarbeitung von Konzepten für eine modulare Kabelverzweigeriösung basierend auf dem Kassettensystem aus dem modularen Boxen Portfolio.

Erarbeitung von Konzepten zur Adressierung des Mobilfunkausbaus für LTE (long term evolution).

Umsetzung kundenspezifischer Glasfaser-Systemlösungen für Glasfaser-gestelle, Kabelverzweiger, Schubladen und Boxen.

Um die Entwicklung zukünftiger optischer Technologien voranzutreiben, wird innerhalb eines Verbundprojektes an einem Projekt zur Entwicklung der passiven Netzinfrastruktur für WDM-PON (wave division multiplex - passive optical network) partizipiert. Dies betraf die Bekanntmachung "Breitband-Zugangsnetzte der nächsten Generation" im Rahmen der BMBF-Förderprogramme "Optische Technologien" und "IKT 2020".

Im Bereich der Kupfertechnik wurden folgende Entwicklungen bearbeitet:

Entwicklung einer neuen Anschlussmodulserie inklusive Schutz zur Adressierung hoher Kapazitätsbedarfe.

Entwicklung eines neuen Anschlussmodulprogramms besonders für den Rückbau von Netzknoten mit extremer Packungsdichte.

Entwicklung eines Kabelverzweigers als "Metalshelter", um eine weitere technologische Lösung im Portfolio aufzunehmen.

Nachtragsbericht

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 wurde die bereits im Geschäftsjahr 2010 bekanntgegebene Übernahme der Konzernobergesellschaft ADC Telecommunications Inc, durch die Tyco Electronics Ltd. abgeschlossen. Die Geschäftsführung der ADC GmbH erwartet auf Grund dieser Übernahme weitreichende organisatorische und operative Veränderungen für die Gesellschaft. Da die Planungen und Entscheidungen der Konzernobergesellschaft Tyco Electronics Ltd derzeit noch nicht abgeschlossen sind, hat die Geschäftsführung den Jahresabschluss und Lagebericht auf Basis der verfügbaren Kenntnisse erstellt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus der im Geschäftsjahr 2010 begonnenen und im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 abgeschlossenen Übernahme erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben werden.

Risikobericht

Risiken, Risikomanagementziele und -methoden

Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, durch das im Unternehmen vorhandene Berichtswesen zeitnah erkannt werden.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die regelmäßige Berichterstattung zur Risikoerkennung und Aktionsplanung aus Absatzrisiken.

Währungsrisiken

Als ein Risiko gilt die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und Dollar und damit verbundene Einflüsse auf das Geschäft mit ADC Gesellschaften sowie das Exportgeschäft in Dollar-Zonen.

Liquiditätsrisiken

Auf Grund der im Geschäftsjahr 2010 erfolgten deutlichen Verringerung der vorhandenen liquiden Mittel und der erwarteten Belastungen aus laufenden und bevorstehenden Restrukturierungsmaßnahmen ist auf die Sicherung der Liquidität des Unternehmens besonderes Augenmerk zu legen. Trotzdem sieht die Geschäftsführung wegen der Einbindung der ADC GmbH in das Treasury System der Konzernobergesellschaft und der vorsichtig optimistischen Zukunftserwartung derzeit keine Liquiditätsrisiken.

Selbst bei einer weiteren Verzögerung des wirtschaftlichen Aufschwunges werden alle geplanten Maßnahmen ohne Aufnahme von Bankkrediten zu finanzieren sein.

Einkauf

Auf den Rohstoffmärkten ist ein signifikanter Anstieg der Preise für die Rohstoffe wie Kupfer, Silber und Gold deutlich erkennbar. Dieser Trend hat unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsfelder Copper Connectivity und Structured Cable. Inwieweit diese Preiserhöhungen an den Endkunden weitergegeben -werden können, hängt von der Wettbewerbssituation am Markt ab.

IT-Risiken

Die Gesellschaft arbeitet seit Beginn des Geschäftsjahres 2006 im weltweiten ADC SAP-Verbund. Dieses System wird durch ein wirksames IT-Management des Mutterkonzerns überwacht, regelmäßig gewartet und aktualisiert. Im Ergebnis dieser Maßnahmen hat sich das SAP-System als sehr zuverlässig und stabil erwiesen, so dass sich daraus keine IT-Risiken ergeben.

Die im Geschäftsjahr 2008 eingeführten Systeme "SP-Lohn" und "SP-Zeit" der Fa. SP_DATA zur Personalabrechnung und Zeiterfassung arbeiten stabil, ebenso wie der seit 2008 laufende elektronische Bankzahlungsverkehr (ausgehende Zahlungen) mit der Bank JPMorgan. Zusätzliche Risiken haben sich daraus nicht ergeben.

In Vorbereitung ist die Ablösung des Systems COTEL durch ein ADC-einheitliches System zur Verarbeitung von elektronischen Zahlungseingängen und ein Upgrade des SAP-Systems. Die Einführung wird durch Projektteams langfristig vorbereitet und in bewährter Weise durch Tests abgesichert. Die Geschäftsführung erwartet daraus kein zusätzliches IT-Risiko.

Gesamtrisiko

Die Geschäftsführung geht auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages davon aus, dass die Gesellschaft im Zeitraum bis zum 30.09.2012 weiterhin über ein ausreichend hohes Eigenkapital verfügt. Darüber hinaus geht man davon aus, dass auch die Liquidität für diesen Zeitraum sichergestellt ist, da die Konzernobergesellschaft ADC Telecommunications Inc. gegenüber der deutschen Holding, der ADC EMEA Holding GmbH eine Patronatserklärung abgegeben hat.

Somit sind bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz der wirtschaftlichen Gesamtsituation nicht erkennbar.

Prognosebericht

Die ADC GmbH ist für das Geschäftsjahr 2011 ursprünglich auf Grund der Wirtschaftsinformationen und Investitionsplanungen seiner Hauptkunden von einem 3 % Wachstum ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit ausgegangen. Zwischenzeitlich zeichnet sich auf Grund der guten konjunkturellen Entwicklung ein deutlich höheres Wachstum bei den Umsatzerlösen ab.

Im Bereich der auf xDSL Technolgien basierender Netzstrukturen wird eine weitere Abschwächung des Wachstums in den westeuropäischen Ländern und Märkten prognostiziert, während in vielen osteuropäischen, afrikanischen und Ländern im mittleren Osten ein Sprung direkt zu Glasfasernetzen (FTTB/H) beim Erstaufbau von Kommunikationsnetzen erwartet wird. Es ist ein Trend zur Optimierung der vorhandenen Kupfernetze erkennbar, die eine Verringerung der Anzahl der Vermittlungsstellen zur Folge hat. Für die Markterfordernisse ist die ADC GmbH mit neuen packungsdichten Modulen und Lösungen sehr gut vorbereitet.

Der Breitbandausbau der etablierten Festnetzbetreiber basierend auf xDSL Technologien (ADSL/VDSL), gerät dabei auch zunehmend unter Wettbewerbsdruck der Kabelnetzbetreiber, die Ihre Netzwerke für ein Triple Play Service von Sprache, Daten und Bildern nachrüsten und mit mehr Bandbreite und weniger Kosten werben. Dies führt auf der einen Seite zu Druck unserer etablierten Produkte im Bereich Außengehäuse, Kupfer Anschluss- und Verbindungstechnik und xDSL Splitter Im Bereich der Festnetzanbieter, eröffnet aber auch neue Produkt- und Absatzmöglichkeiten im Bereich der Kabelkunden.

Allgemein wird ein weiteres Fortschreiten des Preisverfalls und hoher Wettbewerbsdruck von asiatischen Anbietern im Bereich von Telekommunikationsprodukten erwartet, der von unsere Seite durch eine gezielte Preispolitik, Neuprodukten und einer Konzentration auf das Kernportfolio begleitet wird.

Ein Wachstum im Bereich des Geschäftsfelds Strukturierte Verkabelung wird im wesentlichem Maße von einer Erholung der allgemeinen Wirtschaftslage und der Auswirkung der Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung der europäischen Staaten abhängen, sowie von einem Immobilienmarkt der bereit ist, in das Thema Modernisierung im Rahmen von "Breitbandtauglichkeit" und Neubau zu investieren.

Abschließend wird ein beschleunigter Technologiewandel von Kupfer hin zu Glasfasertechnologien in allen Bereichen der Festnetze, Kabelnetze und der mobilen Netze weiterhin erwartet. Dies wird getrieben durch einen rasanten Anstieg der prognostizierten Bandbreitenbedarfe, einer wachsenden Plattform von neuen Multimedia Diensten und einer stetig steigenden Akzeptanz und weiterhin steigenden Anzahl von Kunden.

Für die ADC GmbH ergeben sich Wachstumsfelder für bereits existierende und neue Glasfaserprodukte im Bereich der passiven Infrastruktur, die den Ausbau der Transport-, Zugangs- und Mobilfunknetze unterstützen.

Werden die Welchen im Umfeld der Regulierungsbeschlüsse in den entsprechenden Ländern schnell und eindeutig gestellt, ist ein deutlich steigendes Investitionsverhalten, insbesondere der großen Netzbetreiber für die nächsten Jahre zu erwarten. Erste Signale in den westeuropäischen Ländern deuten auf eine wesentliche Zunahme der Investitionstätigkeit zum Ausbau der Glasfasernetze hin.

Für das Geschäftsjahr 2012 ist man derzeit vorsichtig optimistisch und erwartet Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Erwartung nicht die möglichen Veränderungen aus der Integration der ADC GmbH in den Konzern der Tyco Electronics Ltd. beinhaltet. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus der im Geschäftsjahr 2010 begonnenen und im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 abgeschlossenen Übernahme der ADC Telecommunications Inc. durch Tyco Electronics Ltd. auch weitreichende Veränderungen für die ADC GmbH ergeben, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben werden.

 

Berlin, 27. Mai 2011

ADC GmbH

Die Geschäftsführung

Werner Grimm

Kerstin Oster

Werner De Wolf

Bilanz zum 30. September 2010

AKTIVA

Anhang EUR EUR 30.09.2009
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2 37.374,473,00 41.750
II. Sachanlagen 3 4.855.184,99 6.854
III. Finanzanlagen 4 29.805.295,85 27.729
72.125.950,34 76.333
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 5 6,297.719,20 7.329
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 14.035.738,213 10.857
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7 12.971.292,00 64.036
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8 1.826.443,29 1.477
28.833.470,57 70.370
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9 17.852.570,10 23.390
52.983.759,87 107.094
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10 208,011,97 119
125.317.722,68 183.546
PASSIVA
Anhang EUR EUR 30.39.2009
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 33.000.000,00 33.003
II. Kapitalrücklage 11 22.628.863,79 67.029
III. Bilanzgewinn 12 0,00 0
55428.863,79 103.629
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14 38.942.965,80 39.285
2. Steuerrückstellungen 350,524,39 27
3. Sonstige Rückstellungen 85 15.140.006,97 28.777
54.433.496,86 68.090
C. Verbindlichkeiten 16
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.335.264,70 2.801
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.596.769,75 11.284
3. Sonstige Verbindlichkeiten 323.327,38 742
davon aus Steuern EUR 291.251,19 (Vj. TEUR 434)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 30.511,22 (VJ. TEUR 38)
15,255,362,03 14.827
125.317.722,68 183.546

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum
vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

Anhang EUR EUR 01.11.2008- 30.09.2009
TEUR
1. Umsatzerlöse 19 105.578.518,41 98.766
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 22 83.351.521,88 82.664
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 22.226.996,53 16.102
4. Forschungs- und Entwicklungskosten 23 4.790.606,08 4.555
5. Vertriebskosten 23 16.331.611,61 16.241
6. Allgemeine Verwaltungskosten 23 11.802.817,63 12.218
7. Sonstige betriebliche Erträge 24 5.030.543,26 3.991
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 2.370.053,42 1.442
30.264.545,48 30.465
9. Beteiligungsergebnis 26 1.287.688,56 1.524
10. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen 27 0,00 -2.229
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -1.051
12. Zinsergebnis 28 -1.550.935,95 -1.770
-263.247,39 -3.526
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.300.796,34 -17.889
14. Außerordentliche Aufwendungen 29 181.598,64 38.474
15. Außerordentliches Ergebnis -181.598,64 -38.474
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30 421.626,96 229
17. Sonstige Steuern 30 -9.871,57 -24
411.755,39 205
18. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 27 8.894.150,37 56.568
19. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr
vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

der ADC GmbH

Grundsätzliches

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.04.2009 wurde die Satzung hinsichtlich des Geschäftsjahres der Gesellschaft geändert. Es beginnt nun jeweils am 1. Oktober und endet jeweils am 30. September des Folgejahres.

Die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses mit dem Vorjahresabschluss ist eingeschränkt, da das vorherige Geschäftsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr mit 11 Monaten war.

Zwischen der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, als herrschender Gesellschaft und der ADC GmbH besteht unverändert seit 1. November 2004 steuerlich rückwirkend (Handeisregistereintragung am 26. September 2005) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu vergrößern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst worden; sie werden in den nachfolgenden Erläuterungen aufgegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 wurde die bereits im Geschäftsjahr 2010 bekanntgegebene Übernahme der Konzernobergesellschaft ADC Telecommunications Inc. durch die Tyco Electronics Ltd. abgeschlossen. Die Geschäftsführung der ADC GmbH erwartet auf Grund dieser Übernahme wesentliche organisatorische und operative Veränderungen für die Gesellschaft. Da die Planungen und Entscheidungen der Konzernobergesellschaft derzeit noch nicht abgeschlossen sind, hat die Geschäftsführung den Jahresabschluss auf Basis der verfügbaren Kenntnisse erstellt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus der im Geschäftsjahr 2010 begonnenen und im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 abgeschlossenen Übernahme erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung bestimmter Bilanzposten ergeben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents, ergibt.

Die Nutzungsdauer des Firmenwertes wird mit 15 Jahren zugrunde gelegt. Da die endgültigen Pläne und notwendigen Verträge über zukünftige Funktion der ADC GmbH innerhalb des Konzerns der Tyco Electronics Ltd. noch nicht vorliegen, ist die Geschäftsführung nicht in der Lage, die Werthaltigkeit des bilanzierten Firmenwertes zu überprüfen. Daher ist es nicht auszuschließen, dass der Buchwert des Firmenwertes in Höhe von TEUR 31.110 überbewertet ist.

Die Nutzungsdauer von übernommenen Kundenstämme wird mit fünf Jahren angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die sich nach der Nutzungsdauer richten, bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und andere Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 40 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen linear über drei bis zehn Jahre verteilt, vorgenommen. Für Vermögensgegenstände im Einzelanschaffungswert über EUR 150,- bis zu EUR 1.000,- wird entsprechend der Regelung des § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten eingerichtet (2009: TEUR 410), der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 150,- werden als Betriebsausgaben gemäß § 6 Abs. 2 EStG abgesetzt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der Ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Zum 30. September 2010 geht die Geschäftsführung für die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen davon aus, dass die ADC GmbH auch im Falle einer Umstrukturierung der Beteiligungsunternehmen innerhalb des Konzerns der Tyco Electronics Ltd. mindestens den Buchwert zum 30. September 2010 erzielen wird.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und andere Gemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermägensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, weiche auch das allgemeine Kreditrisiko abdecken. Aufgrund der detaillierten Einzelwertberichtigungen werden keine weiteren Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung der steuerlich vorgeschriebenen Teilwertmethode. Im Berichtsjahr wurde als Rechnungszinssatz unverändert 5,25 % angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die in dieser Position enthaltenen Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen sind mit dem vollen Tellwert der Verpflichtungen mit einem Zinsfuß von 5,25 % (Vj. 5,5 %) bilanziert.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu dem am Tage des Geschäftsvorfalls geltenden Kurs eingebucht und nach Niederst-/Höchstwertprinzip mit dem Geld-/Briefkurs zum Bilanzstichtag umbewertet.

BILANZERLÄUTERUNGEN

(TEUR -- Tausend EURO)

1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und Ihre Entwicklung sind in einer gesonderten Übersicht dargestellt.

2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Immateriellen Vermögensgegenstände betreffen erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und an EDV-Software sowie den Firmenwert (2010: TEUR 31.110).

3) Sachanlagen

Zugängen an Sachanlagen in Höhe von TEUR 784 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.469 gegenüber.

4) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes als Bestandteil dieses Anhangs.

Zur Absicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wurden liquide Mittel in einem Geldmarktfonds angelegt (2010: TEUR 4.463).

5) Vorräte

30.09.2010
TEUR
30.09.2009
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.057 995
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 3.020 3.171
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.423 3.347
davon Fertige Erzeugnisse: 1.717 910
davon Waren: 706 2.437
Erhaltene Anzahlungen -202 -184
6.298 7.329

6) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Fremde sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

7) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Von den Forderungen entfallen TEUR 8.894 auf Forderungen gegen die Gesellschafterin ADC Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, (30.09.2009: TEUR 58.803), davon TEUR 8.894 (30.09.2009: TEUR 56.568) Forderungen aus Verlustausgleich Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages.

8) Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 527 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und betreffen eine Kaufpreisforderung (TEUR 542) sowie einen Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung.

9) Flüssige Mittel

Es handelt sich um Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände.

10) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Aufwendungen.

11) Rücklagen

Die Kapitalrücklage verminderte sich im Geschäftsjahr 2010 um TEUR 45.000 auf Grund einer Entnahme durch die ADC Beteiligungsgesellschaft.

12) Bilanzgewinn

30.09.2010
TEUR
Bilanzgewinn 30.09.2009 0
Jahresüberschuss 2010 0
Auflösung Kapitalrücklage 45.000
Ausschüttung -45.000
Bilanzgewinn 30.09.2010 0

13) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für Pensionsverpflichtungen werden Pensionsrückstellungen bilanziert. Der dem versicherungsmathematischen Gutachten zu Grunde liegende Zinsfuß von 5,25 % wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

14) Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Steuern in Höhe von TEUR 350 betreffen die Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2005 (TEUR 345). Darüber hinaus ist Quellensteuer enthalten. Weitere Rückstellungen für Steuern waren auf der Grundlage des vorliegenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH nicht zu bilden.

15) Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Abfindungen und Freistellungen aus dem seit 2008 laufenden Restrukturierungsprogramm in Höhe von TEUR 9.737 sowie Vorsorgen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen von TEUR 344. Ferner betreffen die Rückstellungen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Zeitguthaben, Tantiemen, Jubiläen, Sonderzahlung, Erfindervergütung, Berufsgenossenschaft und Pensionsversicherung) in Höhe von TEUR 3.224 sowie Risiken aus dem laufenden Geschäft (Gewährleistungen/Verluste aus schwebenden Geschäften) in Höhe von TEUR 1.293.

16) Verbindlichkeiten

30.09.2010
TEUR
30.09.2009
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.335 2.801
- davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 3.335 2.801
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.597 11.284
- davon bis zu 1 Jahr 11.597 11.284
Sonstige Verbindlichkeiten 323 742
- davon aus Steuern 291 434
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 30 38
- davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 2 483
- davon Restlaufzeit über einem Jahr und bis zu 5 Jahren 0 259
15.255 14.827

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht.

17) Haftungsverhältnisse

30.09.2010
TEUR
Bürgschaften 3.358

Von den angegebenen Haftungsverhältnissen entfallen TEUR 2.204 auf Verpflichtungen, die die Gesellschaft für die Fa. telent services GmbH (vormals verbundenes Unternehmen) eingegangen Ist. Des Weiteren besteht eine Sicherheitshinterlegung für die Transfer- und Vermittlungsgesellschaft Spegtrum AG in Höhe von TEUR 783.

18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Verpflichtungen in folgender Höhe:

30.09.2010
TEUR
Mit einer Fristigkeit bis zu 1 Jahr 1.412
zwischen 1 und 5 Jahren 2.854
über 5 Jahre 0
4.266

Aus den Miet- und Leasingverträgen zieht die ADCGmbH Finanzierungsvorteile, muss jedoch jederzeit den Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(TEUR = Tausend EURO)

19) Umsatzerlöse

01.10.2009 - 30.09.2010
TEUR
01.11.2008- 30.09.2009
TEUR
Aufgliederung nach Bereichen
Copper 62.987 61.461
Structured Cable 18.596 16.137
Fibre Optic 22.478 19.340
Active lnfrastructure (Wireline & Wireless) 336 71
Lizenzerlöse und sonstige 1.182 1.758
105.579 98.767
Aufgliederung nach Regionen
Bundesrepublik Deutschland 21.971 24.791
Europa (ohne Bundesrepublik Deutschland) 73.347 62.730
Übersee 10.261 11.246
105.579 98.767

20) Materialaufwand

01.10.2009 - 30.09.2010
TEUR
01.11.2008 - 30.09.2009
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfe- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.672 44.900
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.503 2.475
41.175 47.375

21) Personalaufwand/Mitarbeiter

Personalaufwand 0110.2009 - 30.09.2010
TEUR
01.11.2008 - 30.09.2009
TEUR
Löhne und Gehälter 21.536 21.945
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4.361 4.488
(davon für Altersversorgung) (661) (546)
25.897 26.433

Der Anteil an der Veränderung der Pensionsrückstellungen, der den Abzinsungsfaktor von 5,25 % widerspiegelt, ist in Höhe von TEUR 2.038 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 2.064) nicht dem Personal- sondern dem Zinsaufwand zugeordnet worden.

01.10.2009 - 30.09.2010 01.11.2008 - 30.09.2009
Zahl der Mitarbeiter
(Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende)
Gewerbliche Mitarbeiter 140 164
Angestellte 286 326
426 490

22) Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellkosten beinhalten Einmaleffekte aus der Rückstellungsbildung für Beschaffungsrisiken in Höhe von TEUR 40 und der Teilauflösung der Rückstellungen für Garantieleistungen in Höhe von TEUR -130 sowie aus der Reduzierung der Rückstellung für Auftragsverluste um TEUR -245.

23) Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung

Die Patentkosten In Höhe von TEUR 1.467 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 1.256) werden den Verwaltungskosten zugeordnet. Mit Ausnahme der Rechtskosten für Patentstreitigkeiten wurden die Patentgebühren 2010 in Höhe von TEUR 1.312 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 1.182) an den Mutterkonzern ADC Telecommunications, Inc., Minnesota, weiterberechnet.

Basierend auf der Vertriebsstruktur in EMEA wurden Provisionskosten für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.264 (01.11.08 - 31.09.09: TEUR 6.317) belastet.

24) Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten perlodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 54 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 61). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen befragen TEUR 808 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 1.075).

25) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von TEUR 145 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 25). Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen waren in Höhe von TEUR 270 (01.11.08 -- 30.09.09: TEUR 85) zu buchen.

26) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis beinhaltet Dividendenzahlungen der Tochterfirmen KRONE (Africa) Pty. Ltd., Midrand, South Africa, in Höhe von TEUR 1.218 und KRONE Communications Ltd., Bangalore, India, in Höhe von TEUR 70.

27) Aufwendungen / Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

Der Jahresfehlbetrag der ADC GmbH, Berlin, wird basierend auf dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 8.894 von der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, ausgeglichen.

28) Zinsergebnis

01.10.2009 - 30.09.2010
TEUR
01.11.2008 - 30.09.2009
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 509 405
- davon von verbundenen Unternehmen 423 111
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.060 -2.175
- davon an verbundene Unternehmen -5 -75
-1.551 -1.770

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist ein Zinsaufwand aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen zum 30.09.2010 in Höhe von TEUR 2.038 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 2.064) enthalten. Der Abzinsungsfaktor von 5,25 % ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

29) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 182 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 23.566).

30) Steuern

01.10.2009 - 30.09.2010
TEUR
01.11.2008 - 30.09.2009
TEUR
Ertragsteuern 422 229
Sonstige Steuern -10 -24
412 205

Die Ertragsteuern betreffen mit TEUR 345 die Jahre 2003 bis 2005 aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung. Die sonstigen Steuern beinhalten Steuerrückerstattungen auf Mineral- und Stromsteuer in Höhe von TEUR 13.

31) Angaben gemäß § 285 Nr. 9, Nr. 17 HGB

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 TEUR 65 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 61).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen TEUR 176 (01.11.08 - 30.09.09: TEUR 196). Der Stand der Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene beläuft sich zum 30. September 2010 auf TEUR 5.802 (per 30.09.09: TEUR 5.189).

Das für das Geschäftsjahr 2010 berechnete Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung der ADC GmbH betrug einschließlich Auslagen TEUR 90. Darüber hinaus wurden keine Leistungen erbracht.

32) Konzernzugehörigkeit

Die Jahresabschlüsse der ADC GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaften, der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH (Mutterunternehmen der ADC GmbH) und der ADC EMEA Holding GmbH (Mutterunternehmen der ADC Beteiligungsgesellschaft mbH) werden in den Konzernabschluss der ADC Telecommunications, Inc., Minnesota/USA (oberstes Mutterunternehmen) einbezogen, welcher nach US GAAP Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist.

Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 292 HGB i. V. m. §§ 1 und 2 KonBefrV (Konzernabschlussbefreiungsverordnung) befreiende Wirkung für die Gesellschaft, da er einschließlich des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers sowie des Lageberichts in deutscher Sprache offen gelegt wird.

Der befreiende Konzernabschluss der Muttergesellschaft ist auf der Grundlage der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) erstellt worden. Ein nach US GAAP aufgestellter Konzernabschluss ist von der Aussagekraft und vom Informationsgehalt mit einem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss vergleichbar.

Es bestehen die folgenden wesentlichen, im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden:

Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-amerikanischen Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund: Während die US-amerikanische Rechnungslegung ihren Schwerpunkt vor allem auf Informationen für gegenwärtige und potentielle Investoren legt, sind für die handelsrechtliche Rechnungslegung darüber hinaus auch das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip von Bedeutung. Generell steht bei der US-amerikanischen Rechnungslegung die periodengerechte Gegenüberstellung von Aufwendungen und dazugehörigen Erträgen (matching principle) stärker im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Nach US GAAP wird ein Immaterieller Vermögensgegenstand mit einer beschränkten Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert, wohingegen ein immaterieller Vermögensgegenstand mit einer unbeschränkten Nutzungsdauer nicht abgeschrieben, aber jährlich auf seine Werthaltigkeit getestet wird. Nach HGB werden alle immateriellen Vermögensgegenstände über ihre voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Wenn der Teilwert dauerhaft gesunken ist, werden nach HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Unrealisierte Gewinne

Gemäß deutscher Rechnungslegung dürfen unrealisierte Gewinne nicht bilanziert werden, unrealisierte Verluste müssen bilanziert werden (Imparitätsprinzip), Die US Rechnungslegung weicht hiervon insoweit ab, dass auch bestimmte unrealisierte Gewinne ausgewiesen warden müssen. Diese Regelung findet Insbesondere bei Kursschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten Anwendung.

Eigenkapital

Nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften werden Erträge und Aufwendungen aus bestimmten Geschäftsvorfällen, die nicht aus der Geschäftstätigkeit resultieren, direkt mit dem Eigenkapital verrechnet (comprehensive Income). Dies betrifft insbesondere Anderungen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen in Fremdwährung.

Pensionsrückstellungen

Pensionsrückstellungen werden in der US Rechnungslegung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected benefit method) ermittelt. Gehalts- und Rententrends sind bei der Ermittlung des Barwertes in der US Rechnungslegung zu berücksichtigen. Diskontierungssatz ist der kurzfristige Marktzins. In der deutschen Handelsbilanz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre zu Grunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen in der deutschen Handelsbilanz erfolgte mit einem Rechnungszins von 5,25 %. Für die US Rechnungslegung wurde ein Rechnungszins von 4,00 % verwendet. Gehalts- und Rententrends werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht berücksichtigt.

Latente Steuern

Latente Steuern entstehen nach US GAAP aus dem zeitlichen Unterschied der Wertansätze in der Konzernbilanz und der Wertansätze nach Steuerrecht, Für den Steuereffekt aus aktiven und passiven Unterschieden besteht in der amerikanischen Rechnungslegung eine Ansatzpflicht, während in den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern sowie eine Passivierungspflicht für passive latente Steuern besteht.

33) Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Mitglieder des Aufsichtsrates

Durch Gesellschafterbeschluss vom 22.04.2010 und mit Eintragung der Satzungsänderung vom 04.05.2010 wurde der Aufsichtsrat aufgelöst. Dem Aufsichtsrat gehörten an:

 

Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr, Unternehmer, Berlin, Vorsitzender

 

Michael Wojtkowiak, stellv. Vorsitzender
Vorsitzender des Betriebsrates, Arbeitnehmervertreter der ADC GmbH, Berlin

 

Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E.h, Peter Mihatsch, Diplom Ingenieur

 

Laura N. Owen
Vice President, Chief Administrative Officer
ADC Telecommunications, Inc., Eden Prairie/Minnesota

 

Jeffrey D. Pflaum
Vice President, General Counsel und Secretary
ADC Telecommunications, inc., Eden Prairie/Minnesota

 

Volker Röseler, Arbeitnehmervertreter
Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der ADC GmbH, Berlin

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Werner Grimm, Sprecher, Berlin, seit 4. Februar 2011

 

Kerstin Oster, Berlin, seit 4. Februar 2011

 

Werner De Wolf, Linden, Belgien, seit 4. Februar 2011

 

Dr. Frank Brode, Berlin, bis 4. Februar 2011

 

Patrick D. O'Brien, Eden Prairie, Minnesota/USA, bis 30.04.2010

 

Berlin, 27. Mai 2011

ADC GmbH

Die Geschäftsführung

Werner Grimm

Kerstin Oster

Werner De Wolf

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ADC GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der. Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt.

Die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwertes, der zum 30. September 2010 in der Position "Immaterielle Vermögensgegenstände" mit einem Buchwert von TEUR 31.110 ausgewiesen wird, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Die Geschäftsführung sieht sich auf Grund der Übernahme der Konzernobergesellschaft und der aktuellen umfassenden Reorganisation der gesamten Geschäftsprozesse nicht in der Lage, eine Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes der ADC GmbH vorzunehmen. Im Falle eines Abschreibungsbedarfs auf den Geschäfts- und Firmenwertes wären in Höhe der Abschreibung entsprechend höhere Erträge und Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag auszuweisen, Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss Insoweit fehlerhaft ist.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 30. Juni 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lennartz, Wirtschaftsprüfer

Pilawa, Wirtschaftsprüfer

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