Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
GBA Pharma GmbH
Anna-Sigmund-Straße 7, 82061 Neuried, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dogan Agvaz seit 14.2.2025 | Prokura |
Birgit Dr. Schumacher seit 6.6.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
GBA Gesellschaft für Bioanalytik GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbHPlanegg-MartinsriedJahresabschluss zum 31. Dezember 2014Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014der LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Nachtragsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VII. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die LPU GmbH (im Folgenden "LPU", "die Gesellschaft" oder "das Unternehmen") betreibt in Gräfelfing sowie in Planegg-Martinsried ein Dienstleistungsinstitut im Bereich Pharmaanalytik. Die Dienstleistungen beider Standorte sind analytisch chemischer Natur (Labor), der Standort Gräfelfing bietet zusätzlich Beratungsleistungen inklusive Erstellung und Bearbeitung von Zulassungsunterlagen für europäische Zulassungsbehörden an. Die LPU wurde im August 2014 von der GBA-Laborgruppe erworben. Im Zuge dieses Erwerbs wurde die LAT GmbH Dr. Tittel, Institut für Pharma-Analytik (im Folgenden "LAT"), Gräfelfing, die ihrerseits seit 2012 zur GBA-Laborgruppe gehörte, mit der LPU verschmolzen. In Folge dieser Veränderungen ist erstmals ein Lagebericht aufzustellen. Die Unternehmensphilosophie der LPU ist gekennzeichnet durch ausgeprägte Qualitätsorientierung sowie ausgezeichneten persönlichen Kundenservice. In diesem Zusammenhang wollen wir unseren Kunden ein Partner in allen fachlichen Fragen sein. In Verbindung mit der konsequenten Erweiterung und Verbesserung unserer Analysetechniken, dem umfassenden Spektrum an Analytik- und Beratungsservices sind wir in der Lage, in unserer Branche eine herausragende Position einzunehmen. 2. Forschung und Entwicklung Die LPU hat im Jahr 2014 keine signifikanten Forschungsaktivitäten generiert und den Fokus auf die weitere Verbesserung der internen Abläufe gelegt II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2014 war gekennzeichnet durch eine kontinuierlich gut fluktuierende Wirtschaftssituation in Deutschland und Europa, aber auch durch diverse Umstrukturierungen im Pharmamarkt. Insbesondere die Großkonzerne, die auch zum Kundenstamm gehören, haben im Zuge von Kosteneinsparungen erfolgreich Teile der Arzneimittelherstellung und der Analytik in Billiglohnländer (vorzugsweise Indien) verlegt, so dass der Anteil an zu vergebender Auftragsproduktion und -analytik für europäische Anbieter deutlich geringer geworden ist. Daneben bereinigen Firmen ihre Portfolios durch Verkauf bzw. Zukauf von Unternehmensbereichen. Analog ist zu beobachten, dass Mitbewerber versuchen, durch Zukauf von entsprechenden Laboratorien ihre Portfolios zu erweitern, um dadurch ihre Anbieterkompetenz zu erhöhen. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2014 konnten wir ein deutliches Wachstum des Marktvolumens im Pharmabereich insbesondere durch die Verschmelzung der LAT auf die LPU konstatieren. So lag der Umsatz um 59,3% über dem des Vorjahres. Trotzdem waren Umsatzeinbußen am Standort Gräfelfing aufgrund der Verlagerung von analytischen Dienstleistungen eines Großkunden in eigene für diesen Zweck erbaute Laboratorien nach Indien spürbar. Deutlich intensivierte Marketing- und Vertriebsmaßnahmen und eine sehr erfolgreiche Marktpräsenz, die durch die Erweiterung des vorhandenen Kundenpotentials und den Gewinn vieler Neukunden gekennzeichnet war, konnten die durch diese Verlagerung bedingten Umsatzeinbußen in Teilen kompensieren. Für den Standort Martinsried hatte die Verschmelzung keine unmittelbaren Auswirkungen, die Resonanz von Kundenseite jedoch war wegen der Erweiterung des Potentials positiv; auch wurde von Stammkunden mit großem Umsatzvolumen mit der Eingliederung der LPU in die GBA-Laborgruppe bestehende Unsicherheiten hinsichtlich der Nachfolge des Alteigentümers als erledigt angesehen. Insgesamt konnte das Jahresergebnis im Geschäftsjahr auf T€ 325 (Vorjahr: T€ 66) gesteigert werden. Der Materialaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 396. Der Anstieg ist unter anderem auf die Verschmelzung mit der LAT sowie die Ausweisanpassung zwischen den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Materialaufwendungen im Jahr 2014 zurückzuführen. Im Vorjahr wurden vergleichbare Aufwendungen in Höhe von T€ 460 im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor als gut zu bezeichnen. Der Umsatz konnte im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 3.218 auf T€ 5.126 gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg ist in Höhe von T€ 1.364 auf die nach der Verschmelzung mit der LAT ab September 2014 am Standort Gräfelfing erwirtschafteten Umsätze zurückzuführen. Am Standort Planegg-Martinsried konnten die Umsätze im Vorjahresvergleich um T€ 574 gesteigert werden. Der Materialaufwand ist aufgrund der beschriebenen Ausweisanpassung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Der Rohertrag liegt in 2014 bei 40,4% bzw. T€ 4.788. Die Personalaufwendungen sind im Vorjahresvergleich um T€ 848 gestiegen, hiervon sind T€ 753 auf die Verschmelzung mit der LAT zurückzuführen. Es wurden 53 Mitarbeiter von der LAT übernommen, wodurch sich die Mitarbeiteranzahl mehr als verdoppelt hat. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 65 Mitarbeiter beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.100 haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Hier haben sich demnach der Rückgang durch die Ausweisanpassung des Materialaufwands und die zusätzlichen Aufwendungen aus den ab September berücksichtigten Aufwendungen der LAT nahezu ausgeglichen. Die Bilanzsumme der LPU ist zum 31. Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahr um 211,4% auf T€ 7.284 gestiegen. Aufgrund der Verschmelzung kam es zum 1. September 2014 aufgrund der Erfassung der Vermögensgegenstände und Schulden der LAT zu einem Anstieg der Bilanzsumme von T€ 5.797. Die Kapitalstruktur ist dabei weiterhin als sehr stabil zu bezeichnen. Mit 47,8% (Vorjahr: 90,1%) liegt die Eigenkapitalquote deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.850 (39,1% der Bilanzsumme) betreffen ein langfristiges Akquisitionsdarlehen, welches unterjährig aufgenommen wurde. In 2015 hat die Muttergesellschaft dieses Darlehen übernommen. Die bestehenden Kreditlinien wurden zum 31. Dezember 2014 nicht in Anspruch genommen, alle Kapitaldienste werden immer und ausnahmslos gezahlt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€ 136 (1,9% der Bilanzsumme) und werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgeglichen. Die Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr rd. T€ 172. Investitionsschwerpunkte waren in erster Linie die Ausweitung der Analysenkapazitäten (u.a. 2 Mikrowellen-Systeme). Daneben sind im Rahmen der Verschmelzung Anlagen mit einem Restbuchwert von T€ 283 auf die LPU übergegangen. Darüber hinaus wurden diverse Kleingeräte zur Ausweitung des Portfolios und im Rahmen der Ersatzbeschaffung gekauft. Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 682 auf T€ 1.224 gestiegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit T€ 722 weiterhin positiv. Aufgrund der sehr guten Eigenkapitalausstattung sowie der Entwicklungsperspektive des Unternehmens bestehen gute Refinanzierungsmöglichkeiten. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesamtsteuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen auf Basis von monatlichen Auswertungen. Die hierbei einfließenden zentralen finanziellen Leistungsindikatoren sind im Punkt "Lage" genannt. Weiterhin erfolgen kostenstellenbezogene Wirtschaftlichkeits- und Abweichungsanalysen im laufenden Controlling. Wichtigster nichtfinanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist die Qualitätssicherung. Durch die GMP-Zertifikate, Herstellungserlaubnis nach Arzneimittelgesetz und U.S. FDA-Registrierung, die Teilnahme an Facharbeitskreisen und die Mitwirkung in Ausschüssen wird eine durchgängig hohe Analysequalität und die Qualifizierung der Mitarbeiter gewährleistet. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. IV. Prognosebericht Im Fokus der Wachstumsanstrengungen stehen weiterhin ein organisches Wachstum durch gezielte Marketingaktivitäten und die Nutzung von Wettbewerbsvorteilen der einzelnen Standorte. Die Entwicklung der EDV wird auch personell insbesondere bei den Themen Chromatographiedatensystem, das auch den Anforderungen der US-amerikanischen Überwachungsbehörde (FDA) entsprechen soll, und beim LIMS weiter vorangetrieben. Auf der Kostenseite gilt es, den aus der Verschmelzung resultierenden Zusatzaufwand in Grenzen zu halten. Ein wichtiger Punkt für die nächsten Jahre wird die Harmonisierung der Qualitätsmanagementsysteme der beiden Standorte sein. Für das Geschäftsjahr 2015 wird vor allem aufgrund der ganzjährigen Einbeziehung der Ergebnisbeiträge des Standorts Gräfelfing mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung gerechnet. V. Chancen- und Risikobericht Die sich weiter verbessernde gesamtwirtschaftliche Lage wirkt sich positiv auf die LPU aus. Neue deutsche und europäische Gesetzgebungsverfahren wirken sich positiv auf das Auftragsvolumen in allen Bereichen aus und werden als Chancen im Sinne einer positiven Planabweichung gesehen. Ein Risiko in der künftigen Entwicklung kann absatzseitig durch einen Rückgang der Analyseaufträge gegeben sein. Dem wirkt die Verschmelzung der beiden Unternehmen mit einem signifikant unterschiedlichen Kundenstamm entgegen, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden ist dadurch deutlich gesunken, eine spezielle Abhängigkeit aufgrund einer Kundenkonzentration besteht nicht. Ein weiteres Risiko besteht grundsätzlich darin, zukünftig steigende Qualitätsanforderungen nicht mehr erfüllen zu können und dadurch die notwendigen Zertifizierungen zu verlieren. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einem aktiven Qualitätsmanagement einschließlich kontinuierlicher Schulung der Mitarbeiter und stetiger Verbesserung der Automatisierung. Auf der Beschaffungsseite bestehen keine Abhängigkeiten zu Lieferanten, da nur sehr wenige spezifische Produkte bezogen werden. Derzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten gehören in erster Linie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein angemessenes Debitorenmanagement, gegebenenfalls vorhandene Ausfall- und Bonitätsrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden immer innerhalb der Zahlungsfristen und, falls vereinbart, unter Nutzung von Skonti ausgeglichen. Langfristig kann sich das Unternehmen über Bankkredite bei drei Geschäftsbanken, zu denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen, finanzieren. Währungsrisiken existieren nicht, da die Geschäfte fast ausschließlich in Euro getätigt werden. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird aufgrund der verfügbaren, aber nicht in Anspruch genommenen, Kreditlinien als gering eingestuft. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Risiken aus diesem Bereich, die einen wesentlichen negativen Einfluss haben können und nicht durch adäquate Maßnahmen abgesichert werden, sind nicht bekannt. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält insgesamt zwei Niederlassungen, davon jeweils eine an den Standorten Gräfelfing und Planegg-Martinsried (LPU). Die LPU selbst verfügt über 2 weitere Standorte in den Räumlichkeiten von Auftraggebern in Freiburg und Heppenheim.
Planegg-Martinsried, den 11. Januar 2016 Dr. Franz Kelnhofer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
Anhang zur Bilanz zum 31. Dezember 2014Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde erstmals nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften nach dem GmbH-Gesetz aufgestellt. Für Offenlegungszwecke wurde, sofern möglich von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288, 327 HGB Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die LAT GmbH Dr. Tittel, Institut für Pharma-Analytik, Gräfelfing, auf die Gesellschaft verschmolzen. Die Werte wesentlicher, im Rahmen der Verschmelzung übernommener, Vermögensgegenstände und Schulden werden im Folgenden oder im Anlagespiegel dargestellt bzw. erläutert, um den Vergleich mit dem Vorjahr zu erleichtern. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Buchwerten übernommen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungsmethoden des Vorjahres wurden grundsätzlich unverändert übernommen. Der Ausweis der Aufwendungen für den Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgte aufgrund der sachlichen Zugehörigkeit zu diesem Posten im Geschäftsjahr erstmals unter den Materialaufwendungen. Im Vorjahr wurden entsprechende Aufwendungen in Höhe von T€ 460 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer, angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände grundsätzlich linear. Für Vermögensgegenstände, die aufgrund von degressiven Abschreibungen, die in Geschäftsjahren, die vor dem 1. Januar 2010 begonnen haben, vorgenommen wurden, einen niedrigeren Wertansatz ausweisen, wurde vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. In die Herstellungskosten werden, sofern gegeben, neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennbetrag bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren, beizulegenden Wert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Rückstellungen Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Dabei erfolgt die Bewertung nach der "Teilwert-Methode". Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,53% verwendet. Von Gehaltssteigerungen sowie Fluktuation wurde nicht ausgegangen, erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,75% berücksichtigt. Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB, die aufgrund der erstmalig geänderten Bewertung erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wurde ausgeübt. Hieraus ergeben sich noch nicht zugeführte Beträge von T€ 17. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Zuführung in Höhe von € 1.737,60 vorgenommen. Das Deckungskapital der Rückdeckungsversicherungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf T€ 70 und wurde saldiert in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen wurden in diesem Zusammenhang in Höhe von € 4.240,38 saldiert. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht, auf den Ansatz eines Aktivüberhangs an latenten Steuern wird verzichtet. Fremdwährungen Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der beigefügten Anlage zum Anhang. Im Rahmen der Verschmelzung wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 488 übernommen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 3.001. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 3.076 (davon T€ 4 aus Lieferungen und Leistungen) enthalten, diese wurden mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 76 saldiert. Die im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum Verschmelzungsstichtag auf T€ 684. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 100.000,00. Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.611 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.850 (Vorjahr: T€ 0) sind in voller Höhe durch eine Verpfändungserklärung sowie durch eine Zession der Ansprüche aus dem Unternehmenskaufvertrag über den Erwerb der Gesellschaft besichert. Die im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Verschmelzungsstichtag auf T€ 3.000. Die außerordentlichen Aufwendungen von T€ 2 resultieren aus Zuführungsbeträgen zu den Pensionsrückstellungen entsprechend Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind (§ 285 Nr. 3 HGB), ergeben sich wie folgt: Die Gesellschaft hat für die an den einzelnen Standorten genutzten Immobilien Mietverträge abgeschlossen. Durch den Abschluss von Mietverträgen wird die Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb der Immobilien gemindert, mit dem Ziel, dieses Kapital im Unternehmen ertragbringend zu investieren. Zum gleichen Zweck hat die Gesellschaft Leasingverträge, insbesondere für Analysegeräte, abgeschlossen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus solchen Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf insgesamt T€ 1.440 bzw. für das kommende Jahr auf T€ 506. Geschäfte, welche nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 HGB oder § 285 S. 1 Nr. 3 HGB anzugeben und für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind, ergeben sich aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von T€ 28. Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in einer Höhe von insgesamt Mio. € 5,70. Diese bestehen im Rahmen eines Schuldbeitritts zu zwei Darlehen von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten, welche zum Stichtag auf Mio. € 2,45 bzw. Mio. € 1,65 valutieren. Weiterhin besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für eine Rahmenkreditlinie, variabel nutzbar durch die LPU und zwei verbundene Unternehmen, in Höhe von Mio. € 0,7. Die Kreditlinie wurde zum Abschlussstichtag durch die anderen Gesellschaften in Höhe von insgesamt T€ 121 in Anspruch genommen. Das Risiko für die Inanspruchnahme aus den betreffenden Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
Mitglieder der Geschäftsführung: Ernst Maier; Diplom-Chemiker (bis zum 30. September 2014) Dr. Franz Kelnhofer, staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker (seit dem 29. Juli 2014)
Planegg-Martinsried, den 11. Januar 2016 LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH Dr. Franz Kelnhofer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss: Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 (Anlage 4) der LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH, Hamburg, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 25. Januar 2016 ALPERS
WESSEL DORNBACH GmbH
C. Wessel, Wirtschaftsprüfer ppa. M. Meyer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 25. Januar 2016 festgestellt. |
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