TALLAG Rottenbach GmbH
Industrie- und Gewerbegebiet 8, 07426 Königsee, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Eichler seit 10.11.2020 | Geschäftsführer |
Anja Fischer seit 10.10.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TALLAG Rottenbach GmbH (vormals: SAMAG Truck Components GmbH)KönigseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der TALLAG Gruppe - Angaben zum Geschäftsmodell, zu Zielen und StrategienDie TALLAG Rottenbach GmbH, Königsee (TALLAG Rottenbach), ist eine 100%ige Tochter der TALLAG Saalfeld GmbH, Saalfeld (TALLAG Saalfeld). In 2016 wurde zwischen der TALLAG Rottenbach und der TALLAG Saalfeld ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2016 für 5 Jahre abgeschlossen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der TALLAG Rottenbach und der TALLAG Saalfeld kündigt. Die TALLAG Rottenbach ist überwiegend auf dem Gebiet der Bearbeitung von Blechteilen, Rohren und Profilen u. a. mit den Funktionen Schneiden, Stanzen, Umformen, Fügen, Beschichten und Montieren für die Nutzfahrzeugbranche tätig. Darüber hinaus werden unterschiedliche Fügeverfahren auch im Leichtbau abgedeckt. Die TALLAG Rottenbach vereint den kompletten Wertschöpfungsprozess der Blechbearbeitung - vom Rohmaterial bis zur Montage und Beschichtung - unter einem Dach. Wirtschaftsbericht - Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen, Geschäftsentwicklung, LageGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachfolgende Ausführungen basieren auf dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024, Veröffentlichungen des VDA Verband der Autoindustrie, sonstigen Studien oder Veröffentlichungen. Die Corona Pandemie hat im Jahr 2020 und 2021 die ganze Welt mit einer vollkommen neuen und unerwarteten Situation in allen Lebensbereichen konfrontiert. Die Wirtschaft war in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich von den Lock-Down Maßnahmen betroffen. Im Jahr 2022 begann der Ukraine-Krieg und setzt sich bis zum heutigen Tage ohne eine Aussicht auf ein Ende fort. Trotz veränderter Strukturen bei der Energieversorgung und der politischen Neuausrichtung vieler Länder prognostiziert der IWF für 2024 ein globales Wachstum des von 3,2%, was insbesondere durch die USA und einige Schwellenländern getragen wird. Für Deutschland wird im Jahr 2024 lediglich ein Wachstum von 0,1% erwartet, als wesentliche Ursache werden hier ungünstige Standortbedingungen wie hohe Energiekosten, Bürokratie, hohe Steuerlast, Fachkräftemangel und Tarifentwicklung genannt. Während im Jahr 2022 noch ein BIP-Wachstum von 1,8 % erzielt werden konnte, brachte das Jahr 2023 ein negatives Wachstum von -0,3% mit sich. Im der Jahresprojektion der Bundesregierung werden als wesentliche Ursachen die Nachwirkung der Energiekostenerhöhung, der Verbraucherpreisanstieg in Verbindung mit Kaufkraftverlusten, die Inflation und ein erhöhter Krankenstand genannt. Auch die Arbeitsproduktivität hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem VJ reduziert. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 5,3% im Jahr 2022 auf 5,7% im Jahr 2023. Auch in der Projektion für 2024 wird mit einer Zunahme der Arbeitslosenquote auf 5,9 % gerechnet. Für die Inflationsrate wir für das Jahr 2024 ein Wert von 2,8% erwartet nach vergleichsweisen hohen Raten in 2022 (6,9%) und 2023 (5,9%). Auch die weltweite Automobilbranche hatte im Pandemie-Jahr 2020 dramatische Rückgänge bei der Produktion auf 75 Mio. Einheiten zu verzeichnen. Bis zum Jahr 2023 stieg die weltweite Produktion auf 90 Mio.€ an, lag damit aber weiterhin unter den Spitzenzahlen des Jahres 2017/18 (95 Mio. Einheiten). Es ist aber festzuhalten, dass die Erholung insbesondere in den Märkten in Asien und Nordamerika abgespielt hat, in Europa hingegen konnte der Höchstwert des Jahres 2017 (22,2 Mio. Einheiten) im Jahr 2023 (17,9 Mio. Einheiten) bei weitem nicht erreicht werden. Gemäß der Prognose von IHS soll bis zum Jahr das Niveau von 98 Mio. Einheiten wieder erreicht werden, jedoch wird diese Entwicklung hauptsächlich durch die Produktion in Asien getragen. Für Deutschland beträgt der Rückgang in der Fahrzeugproduktion im Jahr 2023 verglichen mit dem Jahr 2017 ca. -30%. Der Anteil der PKW - Elektrofahrzeuge (elektrisch und plug-in hybrid) an den weltweiten Verkäufen betrug im Jahr 2023 ca. 9 Mio. Einheiten nach 7 Mio. Einheiten im Vorjahr. Der Zuwachs bei den Elektro PKW wird weiterhin überproportional durch die Märkte in China getragen, China erreicht im Jahr 2023 einen Weltmarktanteil von 57% bei den E-Fahrzeugen. Für Europa beträgt der Absatz bei den E-Fahrzeugen 2 Mio. Einheiten, was einem Anteil von 15,4 % vom Gesamtmarkt entspricht. Entwicklung 2023 im Einzelnen Die TALLAG Rottenbach hat im Jahr 2023 einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,9 Mio.€ auf 23,0 Mio.€ zu verzeichnen. Der Planumsatz wurde um 2,0 Mio. € unterschritten. Aufgrund der höheren Auslastung war im Geschäftsjahr 2023 das Ergebnis mit 34 T€ positiv. Das EBITDA hat sich gegenüber Vorjahr um 2,8 Mio. € wesentlich verbessert. TALLAG Rottenbach ist mit einem durchgängigen Wertschöpfungsprozess strategisch gut aufgestellt, muss allerdings eine der Werksgröße angepasste Auslastung erreichen, um einen deutlich positiven Beitrag zum Gruppenergebnis liefern zu können. Das Produktportfolio wurde im Geschäftsjahr 2023 weiterhin bereinigt, neue Kunden und neue Aufträge konnten gewonnen werden. Gemäß der Planung wird die TALLAG Rottenbach bis zum Jahr 2028 einen Jahresumsatz von über 30 Mio.€ erreichen und damit auch wieder ein deutlich positives Ergebnis erzielen können. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das EBITDA, der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und die freie Liquidität, die für den laufenden Monat auf Tagesbasis, ergänzt durch eine 3-Monatsvorschau, an die Geschäftsführung berichtet wird. Die TALLAG Rottenbach investiert in ressourcenschonende Prozesse und überwacht hierfür Indikatoren im Zusammenhang mit Umweltbelangen regelmäßig. Die TALLAG Rottenbach fokussiert Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und ist nach ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ● Umsatz
● Ertragslage
(1) Bei der Berechnung des EBITDA wurden die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten zum Anlagevermögen nicht eliminiert. Analyse Die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Mio.€ aufgrund der Leistungsausweitung erhöht. Der Materialaufwand ist sich gegenüber dem Vorjahr im Zusammenhang mit dem gestiegenen Umsatzvolumen gestiegen. Die Materialaufwandsquote hat sich - bezogen auf die Gesamtleistung - gegenüber dem Vorjahr um 5,6%-Punkte infolge der gefallenen Rohstoff- und Energiepreise verbessert. Der Personalaufwand ist sich gegenüber dem Vorjahr im Zusammenhang mit dem gestiegenen Umsatzvolumen um 0,4 Mio. € gestiegen. Die Personalkostenquote ist gegenüber dem Vorjahr um 10,0%-Punkte gefallen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich, im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund niedriger Investitionsvolumen in Vorjahren geringfügig reduziert. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio.€ oder 0,7%-Punkte reduziert. Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. € erhöht. Der geplante Wert wurde um nur 0,2 Mio. € nicht erreicht. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gefallen. Finanz- und Liquiditätslage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme an Verbindlichkeiten. Der Planansatz (1,3 Mio.€) wurde nur leicht unterschritten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2023 0,4 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug in 2023 -0,8 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €). Die Gesellschaft war im Jahr 2023 durchgängig in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Über den bestehenden Konsortialvertrag der TALLAG Group werden auch die Tochterunternehmen finanziert. Auf Konzernebene stehen Kontokorrentlinien in Höhe von 12,0 Mio. € zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 2,8 Mio. € in Anspruch genommen wurden. Vermögenslage Die Sachanlagen haben sich um 0,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verringert. Das Vorratsvermögen ist, im Vergleich zum Vorjahresstichtag, auf 3,8 Mio. € (Vj. 4,5 Mio. €) um 0,7 Mio. € gesunken. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich aus den gestiegenen Abrufen der Hauptkunden der TALLAG Rottenbach. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 0,6 Mio. € resultiert aus stichtagbedingten Effekten sowie aus den gestiegenen Abrufen. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote ist zum 31. Dezember 2023 auf 11,2% (Vj. 10,1%) gestiegen. Zum 31. Dezember 2023 lagen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen volumenbedingt unter dem Vorjahresniveau. Durch konsequentes Working-Capital-Management sollen alle Skonto-Möglichkeiten ausgenutzt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen in Höhe von 4,3 Mio. €. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund von Mietkauf - Tilgungen und dem Stichtagseffekt des Factorings um 0,2 Mio. € auf 1,9 Mio. € reduziert. Berichterstattung zu wesentlichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognosebericht Für die TALLAG Rottenbach ergibt sich aus den Planungen für das Jahr 2024 ein Umsatz von 26,4 Mio. € und ein EBITDA von 2,8 Mio. €. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft wird unter den gegebenen Annahmen mit 0,9 Mio. € erwartet, bei einem Bestand der Liquidität von ca. 0,2 Mio. €. Bis zum Jahr 2028 wird ein Umsatz von 32 Mio. € und ein EBITDA von 5,2Mio. € prognostiziert. Die Umsätze für das 1. Quartal 2024 der TALLAG Rottenbach liegen aktuell unter Planniveau, die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Planwerte im Jahr 2024 bei Umsatz, EBITDA, Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und freier Liquidität nahezu erreicht werden. Die Auswirkungen der anhaltenden weltweiten geopolitischen Konflikte auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen sind weiterhin nur bedingt abschätzbar und führen insoweit zu einer Einschränkung der Prognosefähigkeit. Chancen und RisikenAllgemeine Risiken Allgemeine unternehmerische Risiken können auch die Entwicklung der TALLAG Rottenbach beeinträchtigen bzw. gefährden. Neben den konjunkturellen und marktausgelösten Risiken sind technologische Risiken, Qualitäts- und Beschaffungsrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken zu nennen. Ergänzend ist auf die im Personalbereich liegenden Risiken sowie Risiken aus Veränderungen der politischen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen hinzuweisen. Sämtliche Risiken werden aus Sicht der Geschäftsführung grundsätzlich als beherrschbar eingestuft. Die Risikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr dem Grunde nach nicht wesentlich verändert. Finanzierungsrisiken Die TALLAG Gruppe ist durch einen Konsortialkreditvertrag mit Laufzeit November 2024 finanziert. Die Gespräche über eine Refinanzierung sind weit fortgeschritten, somit wird das Risiko der Refinanzierung aktuell als gering eingeschätzt. In einem Bankenmeeting im Januar 2024 hat der Großteil der Konsortialbanken, die an der laufenden Finanzierung beteiligt sind, Ihre Bereitschaft erklärt, im Rahmen der Refinanzierung der TALLAG Saalfeld engagiert zu bleiben. Mit diesem Bankenkreis wurde bereits 2019 eine Finanzierung mit fünf Jahren Laufzeit etabliert. Der TALLAG Saalfeld liegt seit Mai 2024 ein Term Sheet der Postbank vor, das die Finanzierungsbedürfnisse der TALLAG Saalfeld gemäß der 5- Jahresplanung abdeckt. Aufgrund des bekannten Bankenkreises ist davon auszugehen, dass die Konsortialbanken dem mit der Postbank AG verhandeltem Term Sheet ohne Änderungswünsche beitreten werden. Nach Auskunft der Postbank AG ist dieses Term Sheet mit den internen Gremien der Bank abgestimmt (aber nicht formal genehmigt). Die Geschäftsführung, die Finanzabteilung und die Vertreter des Gesellschafters der TALLAG Saalfeld haben über lange Jahre mit diesem Bankenkreis zusammengearbeitet. Marktrisiken Der TALLAG-Konzern befindet sich mit seinen Produkten und Lieferbeziehungen in der Marktstruktur des Nachfrageoligopols. Damit verbunden sind neben steigenden Anforderungen an Produkt und Nebenleistungen insbesondere permanenter Preisdruck und Überwälzung von Risiken (z.B. Stückzahlrisiko, Laufzeitrisiko, Investitionsrisiko). Materialpreisänderungen sind prinzipiell durch MTZ-Klauseln abgedeckt, jedoch werden die aktuellen inflationären Tendenzen in der gesamten Prozesskette durch die Indizes nicht vollständig abgebildet. Für neue Aufträge wird mit den Kunden auch eine Preisgleitklausel für Energiekosten vereinbart. Die Entwicklung des Anteils der Fahrzeuge mit Elektroantrieb wird stark davon abhängen, dass alle dazu notwendigen Umfeldbedingungen (Ladestruktur, Rohstoffe, Akkukapazität etc.) strukturell und preislich umsetzbar und für breite Bevölkerungsschichten bezahlbar sind. Gemäß der Planung der TALLAG-Gruppe reduziert sich der Anteil der Komponenten für den Verbrenner bis zum Jahr 2028 auf 36 % vom Umsatz im Vergleich zu 57% im Jahr 2024. Die TALLAG Gruppe begegnet diesem Risiko weiterhin durch stringentes Angebots-, Projektmanagement und Preisnachverhandlungen. Zudem konnten auch Aufträge für Kunden außerhalb der Automobilindustrie gewonnen werden und somit Abhängigkeiten reduziert werden. Im Zusammenhang mit Marktrisiken bestehen auch Länderrisiken bezogen auf die Belieferung der Kunden der Teilefertigung mit Teilen, die weltweit in Produktionswerken verbaut werden. Die Versorgungsprobleme bei Einkaufsmaterialien in der Vergangenheit (Chip-Krise, Ukraine-Krieg) sind aktuell überwunden. Jedoch verbleibt hier ein Risiko, dass durch weitere politische Krisen oder Ausweitung von Kriegshandlungen die weltweite supply chain gestört werden kann. Zudem bleibt das Insolvenzrisiko bei energieintensiven Zulieferern significant erhöht. Die TALLAG Gruppe begegnet diesem Risiko verstärkt durch eine "Zwei-Lieferanten- Strategie". Investitionsrisiken In den Projekten der TALLAG Gruppe bestehen dahingehend Investitionsrisken, das in den Kundenverträgen zumeist keine Abnahmeverpflichtung definiert ist. Die TALLAG Gruppe begegnet dieser Situation zum einen durch flexible Fertigungskonzepte zum anderen durch Nachverhandlungen bei hochspezialisierten Projekten falls gravierende Mengenabweichungen bei einem Projekt auftreten. Den Qualitätsrisiken wird durch regelmäßige Auditierung der Prozesse und Produkte sowie integrierte Maßnahmen zur Qualitätssicherung entgegengewirkt. Unter Umständen könnte allerdings, trotz sorgfältigster Prüfungen, ein nicht qualitätsgerechtes Teil der Serienfertigung mit zunächst nicht sichtbaren Mängeln dennoch zum Kunden und bis in das Endprodukt gelangen. Auch die Neuanläufe in der Serienfertigung bergen im Zusammenwirken einer Vielzahl unterschiedlicher Maschinen, Anlagen und Steuerungskomponenten Risiken des Nichterreichens der Prozessparameter und des geforderten Outputs pro Zeiteinheit. Konsequentes Projektmanagement im Serienanlauf ist wesentliche Maßnahme zur Risikovermeidung bzw. Risikobeherrschung. Die TALLAG Saalfeld konnte auch in 2023 bei den Serienanläufen die entsprechenden Endabnahmen bzw. Freigaben ihrer Kunden erhalten und hat die Rezertifizierung der Teilefertigung nach IATF 16949 erfolgreich absolviert. Mögliche Liquiditätsrisiken werden mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung auf Tages- bzw. 3-Monats-Basis sowie eines permanenten Abgleichs der Soll-Zu- und -abgänge in der Liquidität überwacht und die Liquidität aktiv gesteuert. Mittels eines Planungstools werden zukünftige Veränderungen im Markt und deren Auswirkungen auf das Zahlungsverhalten und damit auf die TALLAG Saalfeld simuliert und bewertet. In diesem Zusammenhang wird die Einhaltung von Financial Covenants ebenfalls permanent überwacht. Basierend darauf werden für die als wahrscheinlich angesehenen Szenarien Vorkehrungen getroffen. Ausfallrisiken von Forderungen wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement begegnet. Auf Basis der Liquiditätsplanung wird davon ausgegangen, dass im Jahr 2023 ausreichend Liquidität in der TALLAG Gruppe verfügbar ist. Den Währungs- und Zinsrisiken wird bei Bedarf durch Absicherungsgeschäfte entgegengewirkt. Die TALLAG Saalfeld schloss in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit Zinsswaps, Zins-CAPs, Zins-Floors oder Devisentermingeschäfte ab. Die derivativen Finanzinstrumente wurden einerseits zur Begrenzung von Referenzzinssätzen oder andererseits zur Sicherung von Wechselkursen eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestand für 2/3 des langfristigen Kreditvertragsvolumens eine Zinsabsicherung. Zukünftig kann auch die Belastung durch negative Zinserträge nicht ausgeschlossen werden. Weitere Risiken liegen in der Verfügbarkeit von ausreichend qualifiziertem Personal. Die allgemein positive wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit der demographischen Entwicklung verringert das Angebot an potenziellen Mitarbeitern. Das Wachstum der TALLAG Saalfeld erhöht den Bedarf neben den Ersatzbedarfen aus Altersgründen zusätzlich. Bisher konnte die TALLAG Saalfeld den Bedarf an qualifiziertem Personal decken. Ziel ist, durch interne Veränderungen, unterschiedliche Anforderungsniveaus sowie die Schulungsorganisation aufgabenspezifisch passendes Personal zu generieren. Gleichzeitig ist die sinkende Anzahl an potenziellen Mitarbeitern auch Chance, denn nur aus der Erhöhung der Produktivität der aktuellen Prozesse, z. B. durch Mechanisierung und Automatisierung sowie Verschlankung, kann mittelfristig die gewünschte Entgeltentwicklung abgebildet werden. Chancen in den Geschäftsbereichen Die öffentliche Diskussion der Emissionsreduzierung stellt einen wesentlichen Treiber für die technologischen Entwicklungen im Bereich Mobilität dar. Mittelfristig werden noch optimierte Verbrennungsmotoren und Hybride das dominierende Antriebskonzept sein. Reine E-Mobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung, wobei sich international gesehen starke regionale Unterschiede abzeichnen. Die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität wird langfristig auch durch Sicherheitsaspekte, Vernetzung und autonomes Fahren getrieben. Die TALLAG Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2021 einen Auftrag aus dem Bereich er Elektromobilität mit einem Jahresvolumen von 23 Mio.€ nach Anlaufkurve gewinnen. Diese Teile werden überdurchschnittlich lange Projektlaufzeiten haben und bedeuten für TALLAG Saalfeld einen großen Schritt bei der Umsetzung des technologischen Wandels in der Antriebstechnologie. Die sich abzeichnenden grundlegenden Änderungen der Technologien in der Automobilindustrie und neue Mobilitätskonzepte beeinflussen langfristig über 10 - 20 Jahre ebenfalls die geschäftliche Entwicklung der TALLAG Saalfeld. Trotz der aktuellen Diskussion über alternative Antriebe werden in einer Übergangsphase voraussichtlich mehrere Technologien für den Antrieb in Fahrzeugen nebeneinander existieren. Abhängig von der Anwendung werden voraussichtlich sowohl reine Elektrofahrzeuge als auch Hybrid- oder Brennstoffzellenlösungen bzw. sogar reine verbrauchsoptimierte Verbrenner Verwendung finden. Damit können sich für TALLAG Saalfeld Automotive sowohl die zu fertigenden Stückzahlen im Powertrain als auch die Art der zu produzierenden Teile verändern. Der Einbezug von Automatisierungs-Knowhow sowie die Entwicklung von komplexeren Produkten für die Teilefertigung der TALLAG Saalfeld sind grundlegend. Das Erreichen der nächsten Stufen zum Entwicklungs- und Systempartner ist notwendig - die Entwicklung von Gruppen-Produkten (unter Nutzung der Kernkompetenzen) erleichtert den Prozess. Mit den vorhandenen Technologien von hochpräzisen Bearbeitungsprozessen ist es der TALLAG-Gruppe bereits gelungen in Marktsegmenten außerhalb der Automobilindustrie Serienaufträge zu erhalten (Führungswagen). Die sich abzeichnenden grundlegenden Änderungen der Technologien in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie beeinflussen kurz- und mittelfristig die TALLAG Rottenbach weniger als die anderen Gruppengesellschaften. Rahmenanbauteile für LKW werden sowohl bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als auch mit reinem E-Antrieb benötigt. Die Technologie der TALLAG Rottenbach ermöglicht es auch kurzfristig andere Segmente außerhalb der Nutzfahrzeugmarktes zu bedienen, so konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Aufträge bei neuen Kunden aus dem Bereich Anlagenbau gewonnen werden. Sonstige AngabenForschungs- und Entwicklungsaktivitäten Der Gesellschafter der TALLAG Group wurde regelmäßig schriftlich und in mehreren Sitzungen auch unmittelbar persönlich über die Entwicklung der Gruppe informiert. Auf der Basis der Kennzahlenentwicklung wurden der Geschäftsverlauf und Erkenntnisse, Maßnahmen sowie Folgewirkungen diskutiert. Die strategische Ausrichtung sowie die weiter ambitionierte Planung für die Jahre 2024 - 2028 wurden vorgestellt und nach intensiver Beratung durch den Gesellschafter freigegeben. Daraus ergeben sich die Zielsetzungen für die Geschäftsführung sowie für das Management insgesamt. Die Fokussierung auf das Wachstum in Verbindung mit der Realisierung eines Kostendegressionseffektes ermöglichen der TALLAG Gruppe weiterhin eine Positionierung als hoch qualifizierter Nischenanbieter.
Königsee, den 31. Mai 2024 TALLAG Rottenbach GmbH Geschäftsführung Klaus Eichler Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Grundsätzliche Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der TALLAG Rottenbach GmbH, Königsee/Thüringen zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Beachtung geltender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Bauteilen und Systemkomponenten aus Metallwerkstoffen für die Fahrzeugindustrie. Das Stammkapital beträgt € 500.000,00 und wird zum Bilanzstichtag zu 100 % von der TALLAG Saalfeld GmbH, Saalfeld, (im Folgenden auch " TALLAG Saalfeld" genannt) gehalten. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Königsee/Thüringen und wird im Handelsregister unter HRB 210419 beim Amtsgericht Jena geführt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Nach § 267 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die in den mit dem Gesellschafter TALLAG Saalfeld und dessen Gesellschafter Thüringer Industriebeteiligungs- GmbH & Co. KG abgestimmten Planungen dargestellten Liquiditätsbedarfe für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 durch Darlehen des Gesellschafters sichergestellt werden sollen, sofern die Gesellschaft nicht auf andere Finanzierungsmöglichkeiten (z.B. Direktfinanzierung aus bestehenden Gruppenkreditverträgen) zurückgreifen kann. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 HGB, bewertet. Der entgeltlich erworbene Geschäfts oder Firmenwert wurde mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus langfristigen noch bestehenden Kundenbeziehungen. Zum Bilanzstichtag steht nur noch der Erinnerungswert von € 0,51. Die Abschreibungen wurden grundsätzlich linear vorgenommen. Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB bzw. zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bilanziert. Aktivierte Eigenleistungen werden mit Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB bilanziert. Das Niederstwertprinzip gem. § 253 Abs. 3 HGB wird beachtet. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden nach § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben, sofern ihnen kein niedrigerer Wert am Stichtag beizulegen ist. Im handelsrechtlichen Jahresabschluss wird analog verfahren. Die Abschreibungen auf den Altbestand und auf die Zugänge erfolgten planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern:
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschlägen Rechnung getragen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S. 2 HGB bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der durch die Fertigung verursachte Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt wurden. Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert, ggf. unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Zur Erfassung von allgemeinen Forderungsausfall- und Verzögerungsrisiken wurde von dem Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung (ca. 1,0 %) der nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen abgesetzt. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Beträge bzw. fällige Ausgaben, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für einen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Sonderposten für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse wurden - unter Berücksichtigung von Rückzahlungsverpflichtungen - gemäß der HFAStellungnahme 1/1984 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) passiviert. Die Auflösung der Sonderposten erfolgte spiegelbildlich zu den vorgenommenen Abschreibungen der begünstigten Vermögensgegenstände entsprechend ihrer Nutzungsdauer. Rückstellungen wurden gem. § 249 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei dessen Ermittlung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Hierzu wurden die von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Abzinsungssätze genutzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger waren dabei die §§ 253 Abs. 1 S. 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht anzuwenden. Latente Steuern werden für die sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauenden Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter der Anwendung eines Steuersatzes von 29,65 % ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive Latenz angesetzt werden. In Übereinstimmung mit § 274 Abs. 1 HGB wurde im Geschäftsjahr auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern verzichtet. Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Grundsätze zur Erlösrealisation Bei Liefergeschäften ist der Zeitpunkt, in dem der Vermögensgegenstand ausgeliefert, der Anspruch auf die Gegenleistung entstanden und die Gefahr/Preisgefahr auf den Käufer übergegangen ist, der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn und VerlustrechnungI. Angaben zur Bilanz 1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) beigefügt. 2. Vorräte wurden zum 31. Dezember 2023 wegen fehlender Marktgängigkeit bzw. der anzuwendenden verlustfreien Bewertung um T€ 642 (Vj. T€ 513) wertberichtigt. 3. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Pauschalwertberichtigungen i.H.v. T€ 15 (Vj. T€ 20) ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sonstige Forderungen aus Erstattung von Umsatzsteuer im Rahmen der Umsatzsteuerorganschaft von T€ 205 (Vj. T€ 47) sowie im Übrigen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr ausschließlich auf den Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Strom- und Energiesteuer i.H.v. T€ 14 (Vj. T€ 13), die antizipative Posten darstellen. 4. Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben im Vorjahr in Höhe von T€ 2.400 (Vj. T€ 3.000) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren. Sonstige Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 278 (Vj. T€ 412) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 412 (Vj T€ 750) durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von T€ 4.267 (Vj. T€ 4.591) und im Übrigen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich den Gesellschafter. II. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung 1. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Sonderposten (T€ 5; Vj. T€ 6), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (T€ 20; Vj. T€ 28), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 0; Vj. T€ 25) und sonstige periodenfremde Erträge (T€ 18; Vj. T€ 102). 2. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 25). D. Sonstige AngabenI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die TALLAG Saalfeld hat mit Datum vom 28. November 2018 einen Konsortialkreditvertrag über T€ 60.000 abgeschlossen, dem die Gesellschaft als Garant beigetreten ist. Der Garant garantiert - unwiderruflich und unbedingt sowie gesamtschuldnerisch - im Wege eines selbstständigen Zahlungsversprechens gegenüber jeder Finanzierungspartei, dieser Finanzierungspartei jegliche Kapitalbeträge, Zinsen, Kosten, Aufwendungen oder sonstigen Beträge aus oder im Zusammenhang mit den Darlehensverträgen zu zahlen, die trotz Fälligkeit nicht in voller Höhe und unwiderruflich von einem Darlehensnehmer geleistet wurden. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 war der Konsortialkredit in Höhe von T€ 22.000 in Anspruch genommen. Risiken einer Inanspruchnahme aus den Sicherheitenbestellungen für Verbindlichkeiten Dritter durch die Kreditinstitute und Finanzdienstleister sind derzeit - auch aufgrund des gegenwärtigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten, insbesondere aufgrund der von der TALLAG Gruppe durchgeführten internen Ratingverfahren, nicht ersichtlich. Factoring Zwischen der Gesellschaft und der PB Factoring GmbH bestehen Factoring-Vereinbarungen über den Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es handelt sich um ein stilles echtes Factoring, bei dem das Delkredere-Risiko auf den Factor übergeht. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von T€ 1.856 angekauft. Zum Bilanzstichtag bestanden weiterhin folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2023 Bestellobligos i.H.v. T€ 3.554, von denen T€ 1.186 Investitionen zuzuordnen sind. II. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr 2023 Herr Klaus Eichler, Dipl.-Betriebswirt, alleinvertretungsberechtigt an. Er ist hauptberuflich als Geschäftsführer der TALLAG Saalfeld GmbH, Saalfeld, bzw. von Tochterunternehmen tätig. Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf:
3. Einbeziehung in den Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (größter Kreis und kleinster Kreis) der Thüringer IndustriebeteiligungsGmbH & Co. KG, Erfurt, einbezogen. Der Konzernabschluss Thüringer IndustriebeteiligungsGmbH & Co. KG, Erfurt, ist der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln. 4. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 19 und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Königsee, den 31. Mai 2024 TALLAG Rottenbach GmbH Geschäftsführung Klaus Eichler Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TALLAG Rottenbach GmbH, Königsee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TALLAG Rottenbach GmbH, Königsee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TALLAG Rottenbach GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 31. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Katrin Bock, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. Juli .2024 festgestellt. |
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