Traurig Landtechnik GmbH
Fabrikstraße 17, 84048 Mainburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Kellner seit 31.7.2024 | Prokura |
Sabrina Traurig seit 31.7.2024 | Prokura |
Sybille Traurig seit 5.12.2014 | Prokura |
Hans Werner Traurig seit 5.12.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 76.00% | |
| 24.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Traurig Landtechnik GmbHMainburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2023
ANHANG zum 31. Dezember 2023Traurig Landtechnik GmbH LandmaschinentechnikMainburgAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen wurden zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich wurden Einzelwertberichtigungen bzw. Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Angabe zu Restlaufzeitvermerken und zur Besicherung Die Aufschlüsselung der Verbindlichkeiten ist aus nachstehendem Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen: Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 704.394,58 EUR (Vorjahr: 729.048,08 EUR) durch Grundschulden und Pfandrechte abgesichert. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Aus Miet- und Pachtverträgen für unbewegliche Vermögensgegenstände:
Aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für bewegliche Vermögensgegenstände:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens von Hans Werner Traurig, Landmaschinenmechanikermeister geführt. Honorar des Abschlußprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 26.200,00 EUR und betrifft ausschließlich gesetzliche Prüfungsleistungen. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Mainburg, 22.06.2025 Gez. Traurig Hans, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Traurig Landtechnik GmbH Eingeschränkte Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Traurig Landtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Traurig Landtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 10.000 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil ich die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand gewinnen konnte. Ich kann daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Das Vorhandensein der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.248 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen für die Übergabe der Rechnungsausgangsdaten aus dem leistungsabrechnenden Vorsystem in die Finanzbuchhaltung eingeführt hat. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnte keine hinreichnde Sicherheit über die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Jahresabschluss dargestellten Umsatzerlöse gewonnen werden. Ich kann daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Umsatzerlöse, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Pfaffenhofen, 23. Juli 2025 Frank Wiemers, Wirtschaftsprüfer Lagebericht zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis 1 Lagebericht 1.1 Unsere Strategie, unser Geschäftsmodell 1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 1.3 Ertragslage 1.4 Finanzlage 1.5 Vermögenslage 1.6 Einkauf 1.7 Mitarbeitende 1.8 Risiken und Chancen 1.8.1 Risiken 1.8.2 Chancen 1.9 Ausblick 1 Lagebericht 1.1 Unsere Strategie, unser Geschäftsmodell Die Traurig Landtechnik GmbH kommt aus der Landwirtschaft und ist dort tief verwurzelt. Seit 1985 vertreibt die Traurig Landtechnik GmbH Qualitätsprodukte und ist Experte für Landtechnik, Forsttechnik, Gartentechnik, Kommunaltechnik und Hopfentechnik sowie für Hydrauliksysteme. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Anfertigen und Umbauen von Hopfenerntetechnik und Spezialtechnik für den Anbau von Hopfen, das Umbauen von Hopfen- und Forstschleppern, sowie die Wartung und Reparatur landwirtschaftlicher Maschinen. Als Landmaschinenhändler wird großer Wert auf die Zufriedenheit der Kunden gelegt. Um wie unsere Kunden weiterhin nachhaltig und ertragreich wachsen zu können, wird die Traurig Landtechnik GmbH fortlaufend das Unternehmensleitbild und die Strategie überarbeiten. Gemeinsam wachsen Unsere Vision stellt unsere Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir möchten sie bestmöglich dabei unterstützen, erfolgreich zu sein und ihre Betriebe zu optimalen Ergebnissen zu führen. Ziel ist es, unsere Unabhängigkeit als Familienunternehmen zu sichern und mit unseren Kunden nachhaltig und ertragreich zuwachsen. Mit klarem Wertekompass Für unser Unternehmensleitbild haben wir Grundsätze und Werte herausgearbeitet, für die wir stehen:
Dabei sind sie nicht nur ein Anspruch, sondern bereits gelebte Wirklichkeit in unserem täglichen Tun. Doch wir sind uns bewusst, dass es nichts gibt, was nicht noch verbessert werden kann. Der Kunde im Fokus - „Von Menschen für Menschen“ Der Austausch mit unseren Händlern und Kunden ist und bleibt das wichtigste Instrument, um echten Mehrwert zu schaffen und gemeinsam zu wachsen. Hier sind wir stets im engen Kontakt um Kundenfeedback einzuholen und zeitnahe Rückmeldungen zu erhalten. Kommunikation, Transparenz und Fairness sind unser Credo. Dieses Vorgehen ist zentral für unser Handeln - denn nur so wissen wir wo wir sind und können uns verbessern. 1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 Die konjunkturellen Rahmenbedingungen kühlten sich auch im Geschäftsjahres 2023 deutlich ab. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen wie hohe Energiekosten, ein gestiegenes Zinsniveau sowie unsichere wirtschaftliche Aussichten standen im Jahr 2023 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege. Das Konjunkturklima ist abgekühlt. Die wirtschaftliche Abkühlung war dabei geprägt von anfangs angespannten Lieferketten, kriegsbedingt deutlich erhöhten Energie- und Lebensmittelpreisen sowie global anziehenden Inflationsraten. Eine nach wie vor starke gesamtwirtschaftliche Nachfrage und ein durch die genannten Effekte knappes Angebot führten dazu, dass sich die Rohstoffpreise weiterhin deutlich oberhalb des langjährigen Mittels bewegten. Beispielsweise vervierfachten sich die Kosten für Düngemittel, was die Rentabilität vieler Betriebe gefährdete. Eine Inflationsrate von knapp 5% und gestiegenen Leitzinsen von 4% belasteten die finanziellen Spielräume der Hopfenpflanzer zusätzlich und erschwerten Investitionen. Bezugnehmend auf den Hopfenbereich lässt das Bayerische Landesamt für Statistik folgende Informationen verlauten. Die Witterungsbedingungen im Jahr 2023 wirkten sich äußerst ungünstig auf den Hopfen aus. Im Frühjahr erschwerten die zum Teil ergiebigen Regenfälle den Verzug der anstehenden Arbeiten. Auf ein nasses und kaltes Frühjahr folgte ein heißer und trockener Sommer bis Ende Juli. Die Hopfenernte 2023 lag in Deutschland bei 41.234 Tonnen, was etwa 10% unter dem Durchschnitt liegt. Die Qualität des Hopfens wurde als „Mittel“ beurteilt, wobei die Alphawerte teilweise unter den Durchschnittswerten lagen. Das Jahr 2023 erschwerte durch einen deutlichen Preisverfall den Markt für deutsche Freihopfen. Die massiven Ausschläge bei den Hopfenpreisen nach unten machen die betrieblichen Planungen schwierig und behinderten wichtige Investitionen, insbesondere vor dem Hintergrund stark gestiegener Produktionskosten bei Düngemittel, Strom, Gas, Kraftstoff sowie Personalkosten. Geschäftsverlauf Der Umsatz der Traurig Landtechnik GmbH ging im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 um 821 TEuro zurück. Das Jahr 2023 war für den Geschäftsbereich Agrar in allen Bereichen stark vom Krieg in der Ukraine geprägt. In den Bereichen Betriebsmittel standen sowohl die Rohstoffversorgung als auch die Energiepreise im Fokus. Im Bereich Vermarktung war die weltweite Versorgung in Gefahr was zu exorbitant steigenden Preisen führte. Zunächst sorgten die stark steigenden Preise für Marktchancen, andererseits gab es Risiken aber auch Chancen durch eine starke Volatilität. Dadurch bedingt standen wir vor der Herausforderung eine Versorgungssicherheit darzustellen. 1.3 Ertragslage Umsatzerlöse Die Traurig Landtechnik GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 15.428 TEuro gegenüber dem Vorjahr 16.249 TEuro. Trotz der großen Herausforderungen aufgrund von Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen konnte die Traurig Landtechnik GmbH aufgrund des großzügigen Lagerbestandes den Großteil der Kundenaufträge bedienen und dennoch kam es zu einem Umsatzrückgang in Höhe von 821 TEuro. Der Umsatzrückgang resultierte überwiegend aus dem bereits im Vorwort genannten Gründen. Ergebnis Im Geschäftsjahr 2023 belief sich das Jahresergebnis auf 676,6 TEuro und lag damit unter dem Vorjahreswert von 773,1 TEuro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gestiegene Materialkosten, rückläufige Umsätze und Preissteigerungen bei Zuliefern zurückzuführen. Zudem hat die Traurig Landtechnik GmbH hohe Ausgaben getätigt, um den Kunden, passend zum Beginn der Hopfenernte, die bestellten Maschinen oder alternativ Miet- oder Gebrauchtmaschinen zur Verfügung zu stellen. Hierbei ist u.a. der großzügige Lagerbestand zu erwähnen. Trotz gezielter Maßnahmen zur Kostenkontrolle konnte der Anstieg der direkten Herstellungskosten nicht vollständig kompensiert werden. 1.4 Finanzlage Liquidität Zum Bilanzstichtag verfügte die Traurig Landtechnik GmbH über eine Liquidität in Höhe von 419,0 TEuro gegenüber 1.122,7 TEuro im Vorjahr. Sie wird überwiegend in täglich verfügbaren Konten gehalten. Finanzschulden und Kreditlinien Der Traurig Landtechnik GmbH standen am Bilanzstichtag zur allgemeinen Finanzierung Kreditlinien bei Banken im Gesamtvolumen von 800.000 € zur Verfügung. Die zur Verfügung stehenden Linien wurden während des Geschäftsjahres in Anspruch genommen - zum Bilanzstichtag jedoch nicht. Bedingt durch den für die Landtechnikbranche typischen saisonalen Geschäftsverlauf ergibt sich unterjährig ein substanzieller Finanzmittelbedarf. Vermögens- und Kapitalstruktur Die langfristigen Vermögenswerte waren zum Bilanzstichtag zu 47,0% (Vorjahr: 76,8%) durch langfristige Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigen Schulden, gedeckt. Die Traurig Landtechnik GmbH verfügt damit über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur. 1.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg gegenüber den Werten zum 31.12.2022 um 3.011 TEuro auf 13.802 TEuro. Ein wesentlicher Grund für diesen deutlichen Anstieg war die signifikante Erhöhung der Vorräte auf der Aktivseite. Diese Entwicklung ging einher mit einem Anstieg des Eigenkapitals, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Zunahme der Vorräte um 2.972 TEuro trug maßgeblich zum Anstieg des Working Capital bei. Ursächlich hierfür waren höhere Lagerbestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, um auf mögliche Lieferengpässe von Zulieferteilen flexibel reagieren zu können. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen ebenfalls zu. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen folgt dem Anstieg der Vorräte. 1.6 Einkauf Das Geschäftsjahr 2023 war bereits durch die bevorstehende Marktunsicherheit deutlich geschwächt und angespannt. Hier kam hinzu, dass die Maschinenlieferanten an Ihren Zielen festhielten und dennoch eine hohe Bestellmenge gegenüber der Traurig Landtechnik GmbH forderten. Zusammen mit der anhaltenden politischen Unsicherheit führte dies zunächst zu einem weiteren Anstieg der Rohstoff, Energiekosten und Produktionspreise der Lieferanten. Im Geschäftsjahr mussten signifikante Preissteigerungen akzeptiert werden. Diese basierten auf Steigerungen bei Stahlerzeugnissen, der Logistik und Energie, welcher die Händler umlegten. Der Einkauf informierte frühzeitig und kontinuierlich über die aktuelle Marktsituation und die damit verbundenen Risiken. Das Absichern von vertraglich vereinbarten Preisen und das Eingrenzen von rasant steigenden Einkaufspreisen waren in diesem Geschäftsjahr die Kernaufgaben. Gemeinsam mit den Logistikbereichen wurde die Sicherstellung von Verfügbarkeiten zum zweiten wesentlichen Schwerpunkt. Die hohen Lagerbestände aus den Ordern der Jahre 2022 und 2023 und der inzwischen schwierigeren Marktlage wirkte sich auf die Liquidität der Traurig Landtechnik GmbH deutlich aus. 1.7 Mitarbeitende Personalkennzahlen Der Personalaufwand stieg um rund 2,8% (von 13% auf 15,8% der Gesamtleistung) auf 2.369 TEuro (Vorjahr: 2.044 TEUR). Zum 31.12.2023 hatte die Traurig Landtechnik GmbH folgende Mitarbeiteranzahl:
Ausbildung Zum 31.12.2023 waren 7 Auszubildende in der Traurig Landtechnik GmbH beschäftigt. Die Traurig Landtechnik GmbH bildet in verschiedenen technischen und kaufmännischen Berufen aus. Personalentwicklung Bei der Traurig Landtechnik GmbH stehen die strategischen Unternehmensziele in unmittelbarem Zusammenhang mit gezielten Investitionen in die Mitarbeitenden. Führungskräfte und Mitarbeitende stimmen während des gesamten Berufslebens Qualifizierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten auf die individuellen Bedarfe ab. Hier ist der kurze direkte Weg zur Unternehmensleitung ein signifikanter Schlüssel zum Erfolg. Die Angebote beinhalten arbeitsplatznahes Lernen, Erfahrungsaustausch, Seminare externer Partner oder Besuche von Messen und Fachtagungen. Nachwuchsförderung Die Traurig Landtechnik bietet Praktika an und ermöglicht einen frühen Kontakt zum potenziellen Arbeitgeber. Darüber hinaus forciert die Unternehmensleitung den direkten Kontakt zu geeigneten Kandidaten im Bereich der Landwirtschaft. 1.8 Risiken und Chancen 1.8.1 Risiken Risikomanagementsystem Es gibt keine unternehmerische Tätigkeit ohne Risiko. Die Risiken frühestmöglich zu erkennen und einzuschätzen ist eine permanente Pflicht der Unternehmensleitung. Aber auch das Erkennen von Chancen und deren Nutzung gehören zum unternehmerischen Grundgedanken. Erkennbare Einzelrisiken werden zeitnah erfasst, bewertet und eingegrenzt. Die Verantwortlichen aller Geschäfts- und Dienstleistungsbereiche melden regelmäßig Risiken an die Unternehmensleitung und schaffen damit Transparenz. Im Rahmen einer unternehmensweiten Risikoinventur haben wir alle denkbaren Risiken erfasst und bewertet. Finanzwirtschaftliche Risiken, Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken Die herausfordernden ökonomischen Umstände, geprägt durch signifikante Preissteigerungen und Erhöhungen der Zinsen der Zentralbanken haben das Risiko für Marktteilnehmer weiter erhöht. Dies hat zu strukturellen Problemen an den internationalen Finanzmärkten geführt, welche in erster Konsequenz zu Insolvenzen und Zwangsfusionen einzelner Banken geführt hat und in einem zweiten Schritt zu einer Verknappung der Kreditvergabe führen kann. Ebenso agieren Kreditinstitute in der Kreditvergabe sehr vorsichtig. Dies wirkt sich in mehrfacher Hinsicht auf die Kunden aus. Negativen Cash-Flows sind in der Landwirtschaft üblich, da lange vor jeder Ernte zunächst Kosten entstehen. Diesen zu meistern, entscheidet über die Profitabilität des Betriebs. Um Liquidität und Anlagevermögen zu sichern, ist ein leichter Zugang zu Krediten wichtig. Kosten für die Finanzierung steigen, was die ohnehin schon angespannte Kostensituation einiger Betriebe weiter verschärfen wird. Zu den augenscheinlichsten Risiken eines landwirtschaftlichen Betriebes zählen ungünstige Witterungsverläufe (z.B. lange Hitzeperioden) oder Unregelmäßigkeiten bei biologischen Prozessen (z.B. Pflanzen- oder Tierkrankheiten). Derartige Risiken zählen zu den sogenannten Produktionsrisiken. In den vergangenen Jahren haben sich die Hinweise verstärkt, dass der Klimawandel mit einer Änderung der Durchschnittstemperatur sowie einer Zunahme an Häufigkeit und Intensität von Wetterextremen einen maßgeblichen und direkten Beitrag zu den Ertragsrisiken liefert. Die zunehmende Bedeutung von Preisvolatilitäten (d.h. starke oder unerwartete Preisschwankungen, länger andauernde Perioden mit starken Preisschwankungen) kann auf einzelnen Absatz- und Beschaffungsmärkten zu Markt- bzw. Preisrisiken führen. Solche Risiken sind insbesondere für stark spezialisierte Betriebe von Bedeutung, da diese in den Möglichkeiten für einen innerbetrieblichen Risikoausgleich über Betriebszweige hinweg stärker eingeschränkt sind. Die Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden nicht durch Warenkreditversicherungen abgedeckt. Größere Forderungen werden in der Regel von Kunden finanziert. Hier wird oftmals eine Bankbestätigung verlangt. Mit den aus der Vorfinanzierung von Betriebsmitteln resultierenden langen Zahlungszielen sowie aus dem übrigen Waren- und Dienstleistungsgeschäft sind Forderungsausfallrisiken verbunden. Diesen Risiken begegnen wir mit der konsequenten Anwendung unserer Richtlinien, in der unter anderem Bonitätsprüfungen, Kreditlimits, Liefersperren und Sicherheiten geregelt werden und deren Ausprägung ständig auf dem Prüfstand steht und sofern erforderlich, den besonderen Umständen Rechnung tragend, entsprechend modifiziert wird. Das Unternehmen führt ein sehr enges Monitoring für den Liquiditätsbedarf durch und ist im ständigen Austausch mit der Bank. Die Kreditlinien wurden ausreichend eingeräumt, um den gestiegenen Preisniveaus Rechnung zu tragen. Dies ermöglicht jederzeit eine ausreichende Liquiditätsversorgung. Personalrisiko Wie auch im Vorjahr ist die Arbeitsmarktsituation angespannt. Qualifizierte Fachkräfte sind nach wie vor schwierig zu akquirieren und werden hart umworben. Unsere Bemühungen fokussieren sich darauf, qualifizierte Mitarbeiter zu halten und qualifiziertes Personal zusätzlich zu gewinnen. Wir legen daher gesteigerten Wert auf unser Ausbildungskonzept, damit wir sich abzeichnende Engpässe aus den eigenen Reihen abfedern können. Die gute Ausbildung von jungen Menschen und deren anschließende Bindung und Weiterbildung ist unser Anliegen. IT-Risiken Die Verfügbarkeit von erforderlichen IT-Systemen und die Sicherung dieser Systeme gegen unbefugte Zugriffe oder infrastrukturelle Ausfälle hat unter den derzeitigen Entwicklungen eine elementar hohe Priorität. Traurig Ladtechnik bedient sich dabei der Expertise eines externen IT Dienstleisters, ESD Technik GmbH. Zur Vermeidung von Risiken gibt es IT-Richtlinien und Anweisungen. Ebenso werden Antivirensoftware und Firewalls eingesetzt. Risiken aus witterungsbedingten Einflüssen Die vergangenen Jahre haben die Abhängigkeit von witterungsbedingten Einflüssen gezeigt: Durch Trockenheit ausgebliebene oder reduzierte Düngungen und Phytomedizinmaßnahmen sorgten einhergehend mit Wassermangel für unzureichende Ernteerträge und darüber hinaus Logistikherausforderungen durch Niedrigwasser im Binnenschifffahrtsverkehr. In der Unternehmensgruppe setzen wir auch weiterhin auf Diversifikation. Nach unseren Erfahrungen ist dies ein bewährtes Mittel den nicht beeinflussbaren Faktoren wie z. B. frühe und harte Wintereinbrüche, Trockenzeiten, Starkregen und Hagelschlag zu trotzen. Aufgrund der Lage unseres Standortes im Hopfenland Hallertau und auch aufgrund unserer Rolle als Spezialist für Hopfenlandwirte besteht ein Risiko mit Schwerpunkt Hopfenbau. Eine oder auch mehrere Sparten sind üblicherweise begünstigt und gleichen den Malus der negativ betroffenen Sparten im Idealfall wieder aus. Compliance Risiken Bewusste oder unbewusste Verstöße gegen Gesetze und andere Vorschriften können ursächlich für Strafen und Bußgelder sein. Wir begrenzen diese Risiken durch Schulungen unserer Mitarbeiter. 1.8.2 Chancen Wachstumspotenziale durch Digitalisierung und Smart Farming Die fortschreitende Digitalisierung der Landwirtschaft eröffnet neue Geschäftsfelder für moderne Landtechnikunternehmen. Die Nachfrage nach intelligenten, vernetzten Maschinen und Systemen, wie GPS-gesteuerten Traktoren, sensorgestützten Ausbringungssystemen oder cloudbasierten Flottenmanagement-Lösungen, wächst kontinuierlich. Unternehmen, die in digitale Technologien und Softwarelösungen investieren, können sich als Innovationsführer am Markt positionieren. Steigender Bedarf an nachhaltiger und umweltfreundlicher Technik Angesichts verschärfter Umweltauflagen und wachsender gesellschaftlicher Erwartungen hinsichtlich Nachhaltigkeit steigt der Bedarf an emissionsarmen, ressourcenschonenden Maschinen. Landtechnikunternehmen haben die Chance, durch die Entwicklung effizienterer Antriebe, präziser Ausbringtechnik oder CO2 -reduzierter Produktionsverfahren neue Marktsegmente zu erschließen und sich als umweltbewusster Anbieter zu profilieren. Zugang zu Förderprogrammen und staatlichen Investitionsanreizen Nationale und europäische Förderprogramme zur Modernisierung der Landwirtschaft bieten finanzielle Anreize für Landwirte, in moderne Technik zu investieren. Diese Rahmenbedingungen schaffen günstige Voraussetzungen für Landtechnikhersteller und -händler, ihre Absatzchancen durch gezielte Beratung und Produktentwicklung zu steigern. Langfristige Chancen durch steigende globale Nachfrage nach Lebensmitteln Der weltweite Bedarf an Lebensmitteln wird weiter steigen. Damit wächst auch der Druck auf landwirtschaftliche Betriebe, ihre Produktivität zu erhöhen. Moderne Landtechnik leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Unternehmen, die innovative Lösungen zur Ertragssteigerung, Ressourceneffizienz und Prozessoptimierung bieten, können sich in diesem wachsenden Marktsegment etablieren 1.9 Ausblick Die Traurig Landtechnik GmbH blickt optimistisch in die Zukunft. Unser Sortiment basiert auf bekannten Markenprodukten und bietet durch den Service einen Mehrwert für die Kunden. Die Zusammenarbeit mit Produzenten die ein Nachhaltigkeit-Leitbild verfolgen ist ein wichtiger mittelbarer Beitrag für Nachhaltigkeit. Ganz speziell bieten wir die fachliche Kompetenz zu allen unseren Produkten und beraten unsere Kunden gerne im Sinne einer persönlichen Kundenbeziehung. Aufgrund dieser Merkmale, zum Teil mit Alleinstellungscharakter, sehen wir gute Chancen, unsere Marktanteile in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld zu behaupten und auszubauen. Im Bereich Agrar sind die Chancen stark in Abhängigkeit von den gesetzlichen Restriktionen und deren Umsetzungen in Bezug auf Düngemittelverordnung und Begrenzung von Phytomedizin durch die Ende 2021 konstituierte Ampelregierung, speziell unter den Einflüssen des Kriegs in Osteuropa, zu beurteilen. Weiterhin stehen auch die nicht beeinflussbaren Klimaeinflüsse im Vordergrund der Chancenentwicklung. Gerade durch diese Restriktionen verstehen wir uns zunehmend als Partner und Berater der Landwirtschaft im Strukturwandel. Mit unserem Knowhow können wir Produkte anbieten, die exakt auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind und die Anforderungen an neue Verordnungen erfüllen. Unser Ziel ist es ein möglichst breites Einsatzgebiet der Land- und Forstwirtschaft abzudecken und zugleich Speziallösungen in der Nische anzubieten, neue Produkte aufzunehmen und attraktive Gesamtpakete zu schnüren, um den Strukturwandel in der Landwirtschaft aktiv zu begleiten. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die anhaltend hohe Inflation (2023 bei rund 5%9 und steigende Leitzinsen (EZB-Leitzins 4,5%) erschweren Investitionen in neue Landtechnik. Finanzierungen sind teuer, was Nachfrage nach Landmaschinen insbesondere bei kleinen und mittleren Betrieben senkt. Energie- und Rohstoffpreise, insbesondere Diesel, Heizöl und Strom sind hoch geblieben, was die Produktionskosten in der Landtechnikbranche erhöht hat. Gleichzeitig belasten diese Kosten auch die Landwirtschaftsbetriebe, was zu Zurückhaltung bei Neuanschaffungen führt. Wie viele andere Branchen leidet auch der Landtechniksektor unter Fachkräftemangel, sowohl in der Produktion als auch im Servicebereich. Dies wirkt sich negativ auf Produktionskapazitäten und Kundendienst aus. Der Krieg in Ukraine beeinflusst Exporte und Importabhängigkeiten (z.B. Metallverarbeitung, elektronische Komponenten). Exportmärkte in Osteuropa und Asien sind teilweise schwerer zugänglich, was sich negativ auf die Absatzmöglichkeiten deutscher Landtechnikhersteller auswirkt. Die neue gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ab 2023 forderte mehr Umweltauflagen und „Öko-Regelungen“, wodurch sehr viele Betriebe strategisch neu ausgerichtet werden müssen. Dies beeinflusst die Nachfrage nach bestimmten Maschinen (z.B. Präzisionstechnik oder emissionsarme Ausbringungstechnik). Viele Betriebe haben in den Boomjahren 2021 bis 2022 stark investiert - der Markt ist weitgehend gesättigt. Hohe Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung (Precision Farming, autonome Traktoren etc.) sind nötig, aber nicht für alle Betriebe finanzierbar. Hersteller müssen in Forschung & Entwicklung investieren, während Kunden bei hoher Kostenbelastung zögerlich bleiben. Anpassungen an den Klimawandel (z.B. Trockenresistenz, CO2 -arme Bewirtschaftung) erfordern neue technische Lösungen. Die Nachfrage verschiebt sich in Richtung nachhaltiger, effizienter Technik, während traditionelle Maschinen teils an Bedeutung verlieren. Für 2024 plant die Gesellschaft mit einem um ca. 1.000 TEuro rückläufigen Umsatzerlös. Für 2025 wird mindestens von einem Umsatzerlös wie in 2023 geplant. Das Jahresergebnis 2024 wird 150 TEuro unter dem Vorjahr liegen. FAZIT Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Landtechnik in Deutschland sind herausfordernd, aber auch von Transformationschancen geprägt. Während Inflation, geopolitische Krisen und hohe Finanzierungskosten die Nachfrage bremsen, eröffnen Digitalisierung, Umwelttechnik und staatliche Förderungen neue Geschäftsfelder.
Mainburg, den 02. Juli 2025 gez. Hans Traurig, Geschäftsführer |
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