WALTHER DACHZIEGEL GMBH

Lohmühle 3, 90579 Langenzenn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 690
Eingetragen
7.7.1971
Branche
Herstellung von Ziegeln und sonstiger BaukeramikHerstellung von keramischen Wand- und Bodenfliesen und -plattenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Ziegeleierzeugnissen, insbesondere aus dem Bereich Dachziegelfertigung, sowie der Handel mit solchen Erzeugnissen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Dominic Wilhelm Jung
seit 13.5.2019
Geschäftsführer
Michael Lammers
seit 13.5.2019
Prokura
Max Nikolaus Jacobi
seit 21.12.2018
Geschäftsführer
Günther Bernd Reese
seit 21.12.2018
Geschäftsführer
Lucas Jacobi
seit 21.12.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.067.900 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WALTHER DACHZIEGEL GMBH

Langenzenn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der WALTHER DACHZIEGEL GMBH

1. Einleitung

Westlich von Nürnberg liegt Langenzenn, der Firmensitz und Produktionsstandort der WALTHER DACHZIEGEL GMBH. Seit mehr als 135 Jahren produziert das Unternehmen Dachziegel und hat sich von einer traditionellen Ziegelei zu einem modernen Dachziegelhersteller entwickelt.

Seit dem 1. Juli 2005 gehört die WALTHER DACHZIEGEL GMBH zur Jacobi Firmengruppe unter der Leitung der Familie Jacobi. Zwei moderne Dachziegelproduzenten sind so zu einem bundesweit aktiven Hersteller der Dachziegelbranche geworden.

Mit 20 Dachziegelmodellen in über 25 verschiedenen Farbnuancen bietet die Jacobi-Firmengruppe den Architekten, den Dachdeckern, den Zimmerern und dem Baustoff-Fachhandel eine große Dachziegelauswahl an. Als Vollsortimenter gehören alle Detaillösungen vom First bis zur Traufe dazu.

1.1. Zukunftssicherheit

Die letzten Jahre waren durch einen hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet und erforderten einige Veränderungsprozesse im Unternehmen. Diese konnten zusammen mit dem Generationenwechsel erfolgreich gestaltet werden und lassen die Unternehmerfamilie beruhigt in die Zukunft blicken.

Schon heute entwickelt das Management Strategien, wie der nächste anstehende Transformationsprozess rund um die Dekarbonisierung gestaltet werden kann. Uns ist heute klar, dass weitere signifikante Investitionen in der Zukunft erforderlich sein werden, um den Ausstoß von CO 2 zu vermeiden.

Alle Maßnahmen und Ausrichtungen folgen stets der Vision "Jacobi 200 Jahre." Hiernach ordnet sich alles unter, um die Jacobi Gruppe für die Zukunft fit halten zu können.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

Im Jahreswirtschaftsbericht 2023 formulierte die Bundesregierung für das Jahr 2023 in ihrer Prognose noch eine leichte Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2%. Im Jahreswirtschaftsbericht 2023 wird im Weiteren auf bestehende große Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft in Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hingewiesen. Im Einzelnen benannt werden als Risikofaktoren für die deutsche Wirtschaft insbesondere die anhaltenden hohen Energie- und Verbraucherpreise sowie die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft. Ein weiterer Anstieg der Verbraucherpreise von 6,0% gegenüber dem Vorjahr 2022 wurde erwartet. Die Erwartung eines leichten Anstiegs des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes wurden in 2023 rückblickend nicht erfüllt. Zwar stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2023 nominal um 6,3% auf 4.121,16 Mrd. Euro (Vorjahr 3.876,81 Mrd. Euro). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist hingegen um -0,3% gegenüber dem Vorjahr 2022 zurückgegangen.

Nachdem im Jahr 2022 die Wirtschaftsleistung im Euroraum noch um ca. 3,5% angestiegen ist, wuchs die Wirtschaftsleistung 2023 im Euroraum lediglich um 0,4%

Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen belief sich in der Eurozone in 2023 auf 14,3 Bill. Euro im Vorjahr 2022 betrug es 13,41 Bill. Euro

Die Betriebe im traditionell bedeutsamen Bereich des Bauhauptgewerbes verzeichneten in 2023 lt. dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. zwar ein Umsatzplus von nominal 1,4%. Unter Berücksichtigung der deutlichen Baupreissteigerungen in 2023, hervorgerufen durch die hohen Baumaterialpreise und Zinsen, wurde allerdings ein reales Minus von -5,2% ausgewiesen. Der baugewerbliche Umsatz 2023 in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe betrug 112,6 Mrd. Euro.

Für den baugewerblichen Umsatz im Bereich der Wohnungsbauten verzeichnete das Statistische Bundesamt für Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen ein nominales Minus von -4,9% auf 26,5 Mrd. Euro (Vorjahr 27,9 Mrd. Euro). Für den besonders zinssensiblen privaten Wohnungsbau prognostizierte die KfW in ihrem Konjunkturkompass im Februar 2023 einen großen realen Einbruch der Umsätze. Die weitere Entwicklung in 2023 bestätigte diese Einschätzung, der Wohnungsbau ist von allen Bausparten am stärksten von Auftragsmangel und Stornierungen betroffen gewesen und auch weiterhin betroffen.

Der Gesamtumsatz der deutschen Ziegelindustrie mit den Wirtschaftszweigen Dachziegel, Mauerstein und Klinker ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2022 um rund 484 Mio. Euro auf 1.105 Mio. Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang von rund 30,5 %. Die Anzahl der produzierten Pressdachziegel und Strangziegel ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um -40,15 % auf 373 Mio. Stück gesunken. Der Rückgang in diesem Zeitraum beträgt absolut rund 250 Mio. Stück, im Vorjahr wurden rund 623 Mio. Stück Ziegel produziert.

Die Geschäftsjahre 2020, 2021 und 2022 waren für die Ziegelindustrie und insbesondere auch für die Jacobi Gruppe sehr erfolgreich. Heute wissen wir jedoch, dass die hohe Nachfrage in 2022 wesentlich durch Vorzieheffekte entstanden ist: in Erwartung stets steigender Verkaufspreise haben der Bedachungsfachhandel und die Verarbeiter zu viel Ware eingekauft, die in Händlerlägern, Bauhöfen und auf Baustellen eingelagert wurden. Die Blase platzte in 2023 dann abrupt: Die übermäßige Bevorratung wurde komplett abgebaut. Wir haben zudem beobachtet, dass viele Baustoffhändler auch darüber hinaus ihr Lager abgebaut haben. Einzelne Baustellen wurden teils aus mehreren Händlerlägern bedient. Logistisch gesehen führte dieses zu Mehrkosten, die aber in Kauf genommen worden sind, um die Bestände zu reduzieren und gebundenes Kapital freizusetzen.

Für die Produktion bedeutete der abrupte Nachfragerückgang eine schwache Auslastung, auch weil die Lagerbestände im Dachziegelwerk im 1. Quartal in Erwartung einer guten Nachfrage aufgebaut wurden. Kurzarbeit und Personalfluktuation waren die Folge.

2. Geschäftsverlauf und Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse der WALTER DACHZIEGEL GMBH gegenüber dem Vorjahr um -27,1% auf 13.139 T€ gesunken. Aufgrund der im Jahr 2021 erfolgten Übernahme des Vertriebs durch die Jacobi Tonwerke GmbH und der damit einhergehenden Fakturierung an die Jacobi Tonwerke GmbH als Abnehmer der Produktion bilanziert die WALTHER DACHZIEGEL GMBH keine eigenen Fertigerzeugnisse mehr. Das hat zur Folge, dass die Bestandsveränderungen allein aus den Veränderungen der unfertigen Erzeugnisse resultieren. Die Betriebsleistung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4.833 T€ auf 13.173 T€. Der Rohertrag sank in der Folge um -21,0 % auf 7.138 T€. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung von -1.898 T€.

Die Aufwendungen im Materialbereich sind gegenüber dem Vorjahr durch die dem Absatz angepasste Produktion um -2.935 T€, -32,7 %, gesunken. Sie betrugen in 2023 6.035 T€ das entspricht einer Materialeinsatzquote von 45,8 %. Der Materialeinsatz lag damit um -5.390 T€, -47,2 %, unter dem Planwert. Ursächlich für den Rückgang im Materialeinsatz ist die an den Absatz 2023 angepasste verminderte Produktion gewesen.

Der Personalaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um -789 T€ auf 4.865 T€. Der Planwert im Personalbereich von 6.254 T€ wurde damit um 1.389 T€ unterschritten. Das entspricht einem Rückgang der Personalkosten von -22,2% gegenüber dem Plan. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 61 T€ auf 2.480 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten, wie bereits in den Vorjahren, durch kostendämpfende Maßnahmen weiter reduziert werden.

Das Betriebsergebnis in 2023 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr 2022 um rund 568 T€ auf 153 T€. Der Planwert für das Betriebsergebnis von 373 T€ wurde damit um 220 T€ unterschritten.

Das Anlagevermögen der WALTHER DACHZIEGEL GMBH ist im Wesentlichen von einem verbundenen Unternehmen gepachtet, so dass das eigene Anlagevermögen eine untergeordnete Rolle spielt. Die wesentlichen Vermögenspositionen sind im Bereich der Vorräte und Forderungen angesiedelt. Die Vorräte wurden in 2023 um -7,5 % auf 4.311 T€ abgebaut. Wesentlicher Bestandteil dieses Abbaus ist die Abgabe von Emissionszertifikaten, gegenläufig ist ein kleiner Bestandsaufbau im Bereich hochwertiger Rohstoffe für die Oberflächenveredelung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um -21 T€, korrespondierend -100 %, auf 0 T€ abgebaut worden. Im Unternehmensverbund ergibt sich ein saldierter Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber Verbundunternehmen von rund 516 T€ gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss von 100 T€ wird als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen, damit beträgt das Eigenkapital zum 31.12.2023 nun 4.797 T€.

Die WALTHER DACHZIEGEL GMBH arbeitet ohne laufende Bankkredite und bedarf zusätzlicher Finanzmittel nur für die saisonbedingte Winterfinanzierung. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten, soweit möglich, mit Skonto beglichen werden.

Das Unternehmen ist in das Cash-Pooling der Unternehmensgruppe mit einbezogen. Die Finanzierung der Jacobi Unternehmensgruppe wird über ein Bankenkonsortium sichergestellt. Der Konsortialvertrag läuft bis 2026.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Wie in den Vorjahren liegen unsere Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Rohstoffe, Engobe und Glasuren. Wir verbessern unsere bestehenden Oberflächen kontinuierlich weiter, um diese an die sich verändernden Markterfordernisse anzupassen. Besonders erwähnenswert sind hier die Fortschritte im Bereich der Biber-Oberflächen an unserem Standort in Langenzenn. Diese sind von vergleichbar hoher Qualität mit den zuletzt im Werk Duderstadt der Jacobi Gruppe produzierten Oberflächen und können günstiger hergestellt werden. Als wesentlicher neuer Bereich kann der Umbau auf CO 2 -Neutralität und der erforderlichen Modernisierung der Produktionstechnologie genannt werden. Die WALTHER DACHZIEGEL GMBH hat bereits in 2022 Produktionseinheiten gecoatet (Aufbringen einer wärmeisolierenden Schicht im Brennraum) und ist mit der energetischen Einsparung in Form geringerer Gasverbräuche sehr zufrieden.

4. Risikobericht

5.1. Marktrisiko

Der Markt für Bedachungsbaustoffe und Tondachziegel ist von der zyklischen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und von der Entwicklung des Bauhauptgewerbes abhängig. Das Kerngeschäft der Jacobi Gruppe ist die Sanierung im Wohnungsbau. Naturgemäß spielen auch witterungsbedingte, saisonale Schwankungen eine Rolle.

Wie bereits im letzten Risikobericht aufgezeigt hat sich die Nachfrage nach Dachziegeln signifikant reduziert. Dieses ist durch mehrere Punkte begründet. Erstens in der spürbaren Verteuerung des Materials aufgrund gestiegener Energiekosten und insbesondere auch in der Verteuerung der Arbeitsleistung des Dachdeckers. Zweitens führen die nachhaltig gestiegenen Zinsen zu einer Situation, in der viele Modernisierungs- oder Neubaumaßnahmen sich nicht mehr tragen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) führte zu einer nie da gewesenen Verunsicherung. Wir sehen heute die Gefahr, dass die Bautätigkeit noch mehrere Jahre auf diesem niedrigen Niveau verharren könnte.

Die Neueindeckung eines Hauses mit zeitgemäßer Dämmkonzeption bleibt unverändert die wirtschaftlichste Maßnahme, um effizient Energie einzusparen. Es wäre daher wünschenswert, wenn die energetische Sanierung stärker gefördert würde, da sich hieraus positive Effekte für unser Geschäft ergeben können.

Unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen zum Baustoffgroß- und Bedachungsfachhandel werden intensiv gepflegt. Da mit den Baustoff-Kooperationen Delkrederevereinbarungen existieren, ist das Risiko von Forderungsausfällen als gering einzustufen.

5.2. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die WALTHER DACHZIEGEL GMBH ist als Konzerngesellschaft in das Risikomanagement der Jacobi Gruppe einbezogen. Das Risikomanagement der Jacobi Gruppe hilft Risiken zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu identifizieren und den daraus resultierenden Gefahren für die Unternehmensgruppe mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Wesentliche Kernelemente stellen die mittelfristige Planung für jeweils drei zukünftige Geschäftsjahre und das permanente zentrale Controlling auf der Grundlage der kurzfristen Erfolgsrechnung dar.

Die laufende Kontrolle und Analyse des Working Capitals sind wichtiger Bestandteil des zentralen Controllings. Aufgrund der Saisonalität unseres Geschäftsmodells wird insbesondere im ersten Halbjahr ein aktives Liquiditätsmanagement betrieben.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

5.3. Risiken am Beschaffungsmarkt

Die Versorgungssicherheit mit dem Rohstoff Ton ist langfristig durch drei sich ergänzende Faktoren sichergestellt. Der Betrieb eigener Tongruben, die langjährige Zusammenarbeit mit Lieferanten und eine beständige Analyse und aktive Bewegung am Beschaffungsmarkt gewährleisten eine kontinuierliche Versorgung.

Dem Kostensteigerungsrisiko im Bereich der Energieversorgung konnte aufgrund der marktseitigen Turbulenzen, die durch den Russland-Ukraine-Krieg induziert waren, nicht mit einer langfristigen Sicherung der Bezugspreise entgegengetreten werden. Dennoch wurden in nennenswerten Umfang Gasmengen zu definierten Preisen eingekauft, um für bestimmte Zeiträume eine Planungssicherheit zu erreichen. Es muss jedoch festgehalten werden, dass diese Sicherheit einen Prämienaufschlag kostet, der sich ggf. negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken kann. Stand Heute (Stand Mai 2024) scheint die Versorgungslage ausreichend gesichert; es kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich Mangellagen, z.B. in der Winterperiode 2024 / 2025, ergeben. Im Falle eines Versorgungsengpasses existieren Notfallpläne, die den Umgang mit dieser Situation regeln. Derzeitig erscheint es nicht vorstellbar, dass der Gaspreis einen Anstieg wie gegen Ende des Jahres 2021 erreicht. Dennoch ergeben für den zukünftigen Bezug von Erdgas insbesondere preisliche Risiken, die zu einer massiven Verteuerung der Herstellungskosten führen können. Es bleibt abzuwarten, ob diese Kosten stets vollumfänglich an den Kunden weitergegeben werden können. Im schlechtesten Falle müssten wir die Produktionseinheiten abschalten, um nicht verlustig zu produzieren.

In den letzten beiden Jahren haben sich Emissionszertifikate zu einem nennenswerten Kostenfaktor entwickelt: Der Preis für ein Verschmutzungsrecht für eine Tonne CO 2 stieg im Kalenderjahr 2021 von 40 Euro auf über 100 Euro. In 2024 wurden Preise von etwas über 50 € gesehen und zuletzt mussten ca. 70 € je Zertifikat bezahlt werden. Die Jacobi Gruppe hat dieses Volatilitätsrisiko bereits frühzeitig erkannt und sich eine Reserve an Zertifikaten eingekauft. Mit diesem Bestand muss nicht zu jedem Preisniveau zugekauft werden. Auch künftig werden wir unsere Beschaffungsstrategie, die sich aus zukünftigen hochgerechneten Abgabeverpflichtungen ableitet, unbeirrt umsetzen.

5.4. Sonstige Risiken

In Zeiten der Digitalisierung gewinnen die im Unternehmen eingesetzten IT-Systeme einen immer größeren Stellenwert. Dem Ausfallrisiko der eingesetzten Informations- und Kommunikationstechnologien wird durch ein umfangreiches Sicherheitskonzept der ITK-Struktur mit räumlich getrennten Sicherungssystemen begegnet.

Die WALTHER DACHZIEGEL GMBH sieht sich zurzeit keinen nennenswerten rechtlichen Risiken ausgesetzt. Wesentliche Umweltrisiken sind derzeit nicht bekannt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts scheint die Coronavirus-Pandemie überwunden. Die Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft und auf unser Geschäft sind derzeitig überschaubar und zeigen kein erhöhtes Risiko. Künftige negative Einflüsse durch Pandemien können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

5. Chancen und voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Heute ist klar, dass die Verteuerung der Baukosten und die gestiegenen Zinsen die deutsche Bauwirtschaft hart treffen: insbesondere die Neubautätigkeit liegt am Boden und auch bei der Sanierung spüren wir deutliche Zurückhaltung. Die durch das Gebäudeenergiegesetz verursachte Verunsicherung der Hauseigentümer weicht nur langsam.

Die unter Würdigung der Gesamtsituation akzeptablen Geschäftszahlen im Jahr 2023 konnten durch eine aufmerksame Unternehmenssteuerung erlangt werden. Auch im Geschäftsjahr 2024 wird es mehr denn je darauf ankommen, die Signale des Marktes richtig zu deuten. Nachdem die Fertigwarenläger in 2023 zunächst aufgebaut wurden und der Abverkauf aufgrund der reduzierten Nachfrage nur sehr schleppend verlief, müssen Ofenlaufzeiten und Schichtmodell in 2024 angepasst werden, um nachfrageorientiert produzieren zu können.

Auch im Jahr 2024 werden wir die konsequente Ausrichtung unserer Unternehmung auf ihre Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse weiter vorantreiben. Nach der Implementierung des Customer Relationship Management Systems sollen weitere Unternehmensbereiche besser durch IT unterstützt werden, um die Arbeit schneller und effizienter erledigen zu können. Nach den Tarifabschlüssen, die zu deutlich höheren Löhnen in der Ziegelindustrie führen, müssen Kosten eingespart werden, um den Kunden ein gutes Produkt zu marktgerechten Preisen anbieten zu können.

Vermutlich werden Tondachziegel nie wieder so günstig wie in den Jahren 2020 und früher. Dieses ergibt sich bereits aus den wohl nachhaltig gestiegenen Energiekosten. Die Umstellung der Ofentechnologie auf CO 2 -Neutralität bedeutet kurz-, mittel- und langfristige Investitionen in die Bereiche der Energiegewinnung, intelligente Energiesteuerung sowie neue Arbeitsweisen und Schichtmodelle. Für diese existenzielle Aufgabe wird es eine große Herausforderung werden, das notwendige qualifizierte Fachpersonal zu akquirieren. Im Rahmen der Sicherstellung einer weiterhin höchsten Qualitätsansprüchen genügenden Produktion konzentriert sich die Jacobi Gruppe fortwährend auf den Ersatz und die Erweiterung des Maschinen- und Anlagenparks.

Die derzeitigen Anstrengungen liegen weiterhin vornehmlich auf der vertrieblichen und modellseitigen Ausrichtung, um langfristig mit bedarfsgerechten Produkten am Markt bestehen zu können. Mit dem zu Beginn des Jahres 2021 eingeführten Stylist-PV verbinden wir unseren Flachziegel mit Solarmodulen. Mit dem für das Dachdeckerhandwerk immer wichtiger werdenden Solargeschäft verschmelzen somit zwei Teile zu einer Einheit und fügen sich dezent in die Dachfläche ein. Weitere Aktivitäten in diesem Bereich sollen folgen.

Der Ausblick für 2024 und auch 2025 ist aufgrund der vorherrschenden Situation unklar, da aktuell nicht absehbar ist, wie lange die Nachfrage auf diesem niedrigen Niveau verbleiben wird. Wir gehen davon aus, einem unverändert hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt zu sein, der vermutlich einen weiteren Abbau von Produktionskapazitäten (Werksschließungen) fordern wird. Für 2024 gehen wir daher von einem Unternehmensergebnis aus, dass bei moderaten Absatzzuwächsen auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen kann.

 

Langenzenn, den 23. Mai 2024

Max Nikolaus Jacobi

Günther Reese

Dominic Wilhelm Jung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.477.075,40 1.388.270,17
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen 1.477.071,40 1.388.266,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24,00 24,00
2. technische Anlagen und Maschinen 391.170,00 451.492,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.823,00 187.152,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 899.054,40 749.598,17
B. Umlaufvermögen 6.676.436,70 7.438.021,56
I. Vorräte 4.311.004,95 4.660.253,81
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.073.661,53 2.031.624,39
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 57.455,00 47.462,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.179.888,42 2.581.167,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.250.637,79 2.250.513,43
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.161.961,04 2.068.188,58
2. sonstige Vermögensgegenstände 88.676,75 182.324,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 114.793,96 527.254,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 88,08
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.153.512,10 8.826.379,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.797.028,40 4.696.970,03
I. gezeichnetes Kapital 3.067.900,00 3.067.900,00
II. Gewinnrücklagen 932.100,00 932.100,00
III. Bilanzgewinn 797.028,40 696.970,03
B. Rückstellungen 1.703.860,64 1.745.275,97
1. sonstige Rückstellungen 1.565.252,64 1.643.667,97
C. Verbindlichkeiten 1.652.623,06 2.384.133,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.056.515,22 979.419,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 143.368,91 753.365,31
3. sonstige Verbindlichkeiten 452.738,93 651.349,10
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.153.512,10 8.826.379,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.655.276,53 9.073.651,63
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.657.879,27 8.024.819,99
Aufwendungen für bezogene Waren 377.008,16 945.179,58
2. Personalaufwand 4.864.504,30 5.653.381,28
a) Löhne und Gehälter 3.841.299,83 4.681.457,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.023.204,47 971.923,50
3. Abschreibungen 157.621,49 158.293,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 157.621,49 158.293,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.479.773,23 2.540.913,60
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.394,13 13.439,59
davon aus verbundenen Unternehmen 21.394,13 13.439,59
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.412,27 47.805,30
davon an verbundene Unternehmen 6.554,98 32.955,93
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 37.000,00 101.608,00
8. Ergebnis nach Steuern 138.359,37 686.697,94
9. sonstige Steuern 1.301,00 2.564,00
Jahresüberschuss 100.058,37 582.525,94

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 100.058,37 582.525,94
2. Gewinnvortrag auf neue Rechnung (soweit nicht Aktiengesellschaft) -696.970,03 -114.444,09
3. Bilanzgewinn 797.028,40 696.970,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

WALTHER DACHZIEGEL GMBH

A. Allgemeine Angaben

Die WALTHER DACHZIEGEL GMBH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB mit Sitz Langenzenn, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Fürth unter HRB 690.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie der Satzung zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Jacobi Tonwerke GmbH mit Sitz in Bilshausen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Unternehmensregister.

Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen die Herstellung und den Vertrieb von Dachziegeln und artverwandten Produkten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern bezüglich der Anschaffungskosten die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung zu erwartender Preissteigerungen gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer erwarteten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend den gesetzlichen Regelungen abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagespiegel

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der Folgeseite in einer gesonderten Übersicht dargestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Forderungen gegenüber Gesellschafter betragen insgesamt TEUR 2.162. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 0.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Gewährleistungsverpflichtungen und Rekultivierungsverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten nach Restlaufzeit gliedern sich wie folgt:

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.056.515,22 289.111,54 767.403,68 0,00 1.056.515,22 1)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284.973,17 284.973,17 0,00 0,00 284.973,17 2)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 143.368,91 143.368,91 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 167.765,76 167.765,76 0,00 0,00 0,00
Summe 1.652.623,06 885.219,38 767.403,68 0,00 1.341.488,39

1) - Grundschulden

- Sicherungsübereignung

2) z. T. erfolgten Lieferungen unter Eigentumsvorbehalt

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB gegenüber verbundenen Unternehmen

Im Rahmen des Konsortialdarlehensvertrages haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch gegenüber den Konsortialbanken für die an die Jacobi Tonwerke GmbH ausgereichten Kredite. Zum Bilanzstichtag belaufen sich diese Kredite auf 11.733 TEUR (Vorjahr: 12.533 TEUR).

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die Bonität der Hauptschuldner eine Erfüllung der Verpflichtung erkennen lässt. Bis zum Tag der Aufstellung dieses Jahresabschlusses haben sich keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ergeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit der Jacobi Tonwerke GmbH (verbundene Unternehmen) einen Pachtvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die jährliche Pacht beträgt 1,9 Mio. EUR.

Das Pachtverhältnis kann bis zum 31.12. eines Jahres für den Ablauf des übernächsten Jahres gekündigt werden; erstmals zum 31.12.2033.

Darüber hinaus bestehen Restverpflichtungen aus diversen Leasingverträgen in Höhe von 1,3 TEUR (Vorjahr: 8,6 TEUR) sowie Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für einen Zeitraum von 2 Jahren in Höhe 1.686 TEUR (Vorjahr: 1.537 TEUR für 1 Jahr).

D. Sonstige Pflichtangaben

Konzernabschluss / Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jacobi Tonwerke GmbH, Bilshausen, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Es wurden keine wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nach § 285 Nr. 21 HGB angabepflichtig wären.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Bezüge unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlusstag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlusstag haben sich nicht ergeben.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Berichtsjahr Vorjahr
Angestellte 11 21
Arbeiter 88 91
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit: 99 112

Angaben zu Leitungsorganen

Geschäftsführer mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 waren Herr Max Nikolaus Jacobi (Diplom-Kaufmann [FH]), Herr Günther Reese (technischer Betriebswirt) und Herr Dominic Wilhelm Jung (Diplom-Ingenieur).

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.234,63 0,00 0,00 0,00 25.234,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 953.210,69 0,00 0,00 0,00 953.210,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.099.611,20 0,00 20.300,00 0,00 4.119.911,20
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 3.737.341,19 54.308,48 22.560,01 6.748,41 3.807.461,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 749.598,17 192.316,24 -42.860,01 0,00 899.054,40
9.539.761,25 246.624,72 0,00 6.748,41 9.779.637,56
9.564.995,88 246.624,72 0,00 6.748,41 9.804.872,19
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.230,63 0,00 0,00 0,00 25.230,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 953.186,69 0,00 0,00 0,00 953.186,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.648.119,20 80.622,00 0,00 0,00 3.728.741,20
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 3.550.189,19 76.999,49 0,00 6.550,41 3.620.638,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.151.495,08 157.621,49 0,00 6.550,41 8.302.566,16
8.176.725,71 157.621,49 0,00 6.550,41 8.327.796,79
Buchwerte Vorjahr
EUR
Buchwerte 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24,00 24,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 451.492,00 391.170,00
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 187.152,00 186.823,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 749.598,17 899.054,40
1.388.266,17 1.477.071,40
1.388.270,17 1.477.075,40

sonstige Berichtsbestandteile

 

Langenzenn, den 23. Mai 2024

WALTHER DACHZIEGEL GMBH

Max Nikolaus Jacobi

Günther Reese

Dominic Wilhelm Jung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die

WALTHER DACHZIEGEL GMBH, Langenzenn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WALTHER DACHZIEGEL GMBH, Langenzenn - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WALTHER DACHZIEGEL GMBH, Langenzenn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 23. Mai 2024

HINDENBURG REVISION GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Weydandt, Wirtschaftsprüfer

Heberling, Wirtschaftsprüfer

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