Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 36158
Eingetragen
27.5.1986
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Handel und der Werkstattbetrieb sowie das Miet- und Leasinggeschäft mit Neuwagen und Gebrauchtfahrzeugen einschließlich Ersatzteile und Zubehör.

Historie

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Management

NameRolle
Peer Westerhaus
seit 15.10.2025
Prokura
Geschäftsführer
Christin Tewes
seit 19.9.2022
Prokura
Olaf Heinen
seit 19.9.2022
Prokura
Thomas Paul Tewes
seit 20.12.2021
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Franz Pohl GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Bilanz zum 31. Dezember 2007

Aktiva

31.12.2007
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 863,00 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
864,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.369,58 112
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.592,82 51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.681,51 395
577.643,91 558
578.507,91 558
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 4.766.303,52 4.455
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.532.533,54 751
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 294.626,03 78
davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 25)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 564.443,37 276
2.391.602,94 1.105
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.681,14 20
7.170.587,60 5.580
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.332,14 12
7.762.427,65 6.150

Passiva

31.12.2007
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 107.371,30 107
II. Verlustvortrag - 41.416,54 - 41
III. Jahresüberschuss 41.416,54 0
107.371,30 66
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 176.410,39 113
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.162.989,44 2.793
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.162.989,44 (Vorjahr: TEUR 2.793)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 9
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 9)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.373,40 102
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 43.373,40 (Vorjahr: TEUR 102)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.201.111,79 3.041
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.201.111,79 (Vorjahr: TEUR 3.041)
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 3.201.111,79 (Vorjahr: TEUR 3.039)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 70.347,39 17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 70.347,39 (Vorjahr: TEUR 17)
davon aus Steuern: EUR 22.322,81 (Vorjahr: TEUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 19.638,70 (Vorjahr: TEUR 17)
7.477.822,02 5.962
D. Rechnungsabgrenzungsposten 823,94 9
7.762.427,65 6.150

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007

2007
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 33.839.676,56 27.188
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.530,39 11
3. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Waren 30.424.700,68 24.289
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.219.139,44 1.104
b) Soziale Abgaben 219.348,33 216
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 112.007,36 263
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.439.762,56 1.228
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 149.465,07 118
davon an verbundene Unternehmen: EUR 133.634,63 (Vorjahr: TEUR 93)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 287.783,51 - 19
9. Sonstige Steuern 1.138,00 6
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-)/Erträge aus Verlustübernahme - 245.228,97 25
11. Jahresüberschuss 41.416,54 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2007 wurde nach den gültigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die dem Jahresabschluss 2007 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den allgemeinen Vorschriften für alle Kaufleute des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264-289 HGB) und werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

2. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Die vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses enthält gegenüber der Gliederung nach HGB folgende Besonderheiten:

Im folgenden Fall wurde der Ausweis im Vergleich zum Vorjahresabschluss geändert:

Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Fahrzeugen gegenüber der Mazda Bank und der Santander Consumer Bank wurden im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr unter den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen", sondern unter den "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wurde in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen festgelegt und beträgt bei Soft- und Hardware 4 Jahre, bei Bauten auf fremden Grundstücken 10 Jahre, bei Technischen anlagen und Maschinen 6 Jahre und bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre.

Die Zugänge werden gemäß gesetzlichen Bestimmungen pro rata temporis abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert bis EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs sofort voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Risikobehaftete Forderungen sind wertberichtigt worden. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die liquiden Mittel beinhalten sowohl Kassenbestände als auch Guthaben bei Kreditinstituten. Weitere liquide Mittel werden im Rahmen des konzernweiten Cashpools zur Verfügung gestellt.

Mit den Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzte Aufwendungen und Erträge werden zu dem Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz der sonstigen Rückstellungen ist nach der mutmaßlichen Inanspruchnahme erfolgt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

4. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage im Anhang gesondert dargestellt.

5. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Lieferungen und Leistungen 1.532 751 781
Verbundene Unternehmen 295 78 217
Sonstige Vermögensgegenstände 564 276 288
2.391 1.105 1.286

Die sonstigen Forderungen betreffen im Wesentlichen Boni und sonstige Vergütungen der Hersteller Mazda und Suzuki sowie der Mazda Bank. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks

Die liquiden Mittel beinhalten sowohl Kassenbestände als auch Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 12.681,14.

Die Guthaben oder Verbindlichkeiten bei der Commerzbank AG werden im Rahmen des konzernweiten Clearing-Verfahrens durch die I.C.A.B. GmbH, Düsseldorf, ausgeglichen.

7. Eigenkapital

Aufgrund der Berücksichtigung der Verpflichtung zum Ausgleich vororganschaftlicher Verlustvorträge analog § 301 AktG bzw. gemäß § 30 Abs. 1 GmbHG konnte im Geschäftsjahr lediglich ein Betrag in Höhe von EUR 245.228,97 an die Gesellschafterin abgeführt werden.

8. Rückstellungen

Bei der Bilanzerstellung sind die Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als sonstige Rückstellungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Vorjahr
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2007
TEUR
Urlaub 14 14 0 32 32
Jahresabschlusskosten 18 14 4 27 27
Garantie / Kulanz 14 0 0 8 22
Berufsgenossenschaft 20 19 1 20 20
Tantiemen 12 12 0 20 20
Aufbewahrungspflichten 0 0 0 17 17
Renovierungskosten 0 0 0 15 15
Garantie GSG 4 0 0 11 15
Provisionen 7 7 0 8 8
Abfindung Stoppa 24 24 0 0 0
113 90 5 158 176

9. Verbindlichkeiten

31.12.2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Kreditinstitute 4.163 2.793 1.370
Verbundene Unternehmen 3.201 3.041 160
Lieferungen und Leistungen 44 102 -58
Erhaltene Anzahlungen 0 9 -9
Sonstige Verbindlichkeiten 70 17 53
7.478 5.962 1.516

Die Verbindlichkeiten beinhalten nur solche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen ausschließlich gegenüber der Mazda Bank und der Santander Bank. Gegenüber der Mazda Bank bestehen Verbindlichkeiten von EUR 3.318.884,90 (Vorjahr EUR 2.182.905,86), die durch Sicherungsübereignung von Neu- und Gebrauchtwagen abgesichert sind. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten gegenüber der Santander Consumer Bank, die sich auf EUR 844.104,54 (Vorjahr EUR 590.038,95) belaufen.

10. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Rücknahmenverpflichtungen aus Leasingverträgen für vor dem Bilanzstichtag ausgelieferte Neu- und Gebrauchtwagen in Höhe von TEUR 872, davon sind TEUR 267 innerhalb eines Jahres und TEUR 605 innerhalb von 1 bis 5 Jahren fällig.

In Bezug auf das bei der Commerzbank AG unterhaltene Cash Pool Konto der Muttergesellschaft I.C.A.B. GmbH besteht eine Mithaftung.

Gegenüber der Muttergesellschaft ergeben sich Mietverbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von unter einem Jahr in Höhe von TEUR 63. Des Weiteren bestehen Mietverbindlichkeiten gegenüber Dritten mit gleicher Fälligkeit von TEUR 55.

12. Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 68 im Ausland und TEUR 33.772 im Inland erzielt.

2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Verkaufserlöse Neuwagen 25.439 20.673 4.766
Verkaufserlöse Gebrauchtwagen 6.556 4.710 1.846
Verkaufserlöse Werkstattleistungen 876 791 85
Verkaufserlöse Teil und Zubehör 916 992 -76
Sonstige Verkaufserlöse 53 22 31
33.840 27.188 6.652

Die Erlöse aus dem Verkauf von im Anlagevermögen gehaltenen Vorführwagen werden unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die betreffenden Vermögensgegenstände werden mit fortgeführten Anschaffungskosten als Materialaufwand erfasst.

13. Materialaufwand

2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Einsatz Neufahrzeuge 23.653 19.308 4.345
Einsatz Gebrauchtfahrzeuge 6.165 4.365 1.800
Einsatz Teile und Zubehör 90 66 24
Einsatz Werkstattleistungen 517 550 -33
30.425 24.289 6.136

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Werbekosten und Mieten.

2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Werbekosten 398 148 250
Mieten, Pachten und sonstige Gebäudekosten 276 192 84
Miete ICAB 184 184 0
Versicherungen 77 73 4
Anteilige Kosten Absatzf. Neuwagen 47 7 40
Kosten für Zulassung & Schilder Neuwagen 40 20 20
Sonstige 418 604 -186
1.440 1.228 212

Ergänzende Angaben

Alleingesellschafterin der Franz Pohl GmbH ist die I.C.A.B. GmbH, Düsseldorf, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Lutz Meissner (Kaufmann), Wiesbaden-Naurod
Geschäftsführer: Herr Koichi Takakura (Kaufmann), Düsseldorf

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 35 (Lohnempfänger 14, Gehaltsempfänger 21).

Auf die Angabe der Geschäftsführungsvergütung wird unter Hinweis auf § 286 (4) HGB verzichtet.

Der Jahresabschluss der Franz Pohl GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der I.C. Autohandel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, die als Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, einbezogen. Gleichzeitig wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Itochu Corporation, Osaka/Japan, die für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der I.C. Autohandel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Das Jahresergebnis wurde nach Ausgleich des bestehenden Verlustvortrages aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die I.C.A.B. GmbH, Düsseldorf, abgeführt.

 

Hamburg, den 2. Mai 2008

Koichi Takakura

Lutz Meissner

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

1. Gesellschaft

Die Franz Pohl GmbH betreibt von ihrem Standort in Hamburg aus den Handel mit Mazda-Fahrzeugen, Mazda-Zubehör, Dienstleistungen und Gebrauchtfahrzeugen aller Marken. Die Franz Pohl GmbH ist exklusiver Vertriebspartner der Mazda Motors GmbH und besitzt einen entsprechenden Vertriebs- und Servicevertrag. Daneben hat sie als Wirtschaftsraumleiter elf angeschlossene, rechtlich selbständige Vertriebspartner. Im Kalenderjahr 2007 wurde eine neue Filiale in Bremen eröffnet. Hiermit verbunden war auch der Zuwachs von sechs Vertriebspartnern für diesen Wirtschaftsraum. Nach der Aufnahme der Marke Suzuki im Jahr 2006 war das abgelaufene Kalenderjahr das erste volle Wirtschaftsjahr, in dem der Vertrieb von Neuwagen der Marke Suzuki sowie Reparaturleistungen und der Handel mit Ersatzteilen und Zubehör für diese Marke zum Unternehmen gehörte.

2. Märkte und Vertrieb

Der Vertrieb erfolgt für Neufahrzeuge im Inland mit den Marken Mazda und Suzuki.

Die Franz Pohl GmbH operiert über drei Vertriebskanäle:

Verkauf von Neufahrzeugen an Einzelkunden

Verkauf von Neufahrzeugen an Großkunden bzw. Vertriebspartner

Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen an Einzelkunden und andere Kfz-Händler.

3. Geschäftsverlauf

Der Neuwagenmarkt in Deutschland verzeichnete im Jahr 2007 mit einem Minus von 9,2 % einen regelrechten Einbruch gegenüber dem Vorjahr. Mit nur noch 3.148.163 Einheiten verminderten sich die Zulassungen um 318.977 Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Das Vorziehen von Fahrzeuganschaffungen in 2006 aufgrund der Umsatzsteuererhöhung ab dem 1. Januar 2007 hatte deutlich höhere Auswirkungen auf den Handel als vorab allgemein prognostiziert. Hinzu kam im vergangenen Jahr eine allgemeine Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte, die auch durch die Debatte um Fahrzeugemissionen und die möglichen Auswirkungen auf die Kfz-Steuer hervorgerufen wurde.

Der Marktanteil von Mazda hat sich im abgelaufenen Jahr von 2,22 % auf 2,09 % leicht verschlechtert. Die Anzahl der zugelassenen Mazda Fahrzeuge ging von 77.051 Einheiten auf 65.651 Einheiten erheblich zurück.

Für die Marke Suzuki war ein Anstieg der zugelassenen Fahrzeuge von 32.237 auf 36.372 Einheiten zu verzeichnen. Der Marktanteil konnte von 0,93 % auf 1,16 % gesteigert werden.

4. Ertragslage

Der Umsatz konnte im Jahr 2007 von TEUR 27.188 auf TEUR 33.840 gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung zeigt sich in allen Geschäftsbereichen, fiel aber mit TEUR 4.766 im Neuwagenbereich am deutlichsten aus.

Die Gesellschaft veräußerte im abgelaufenen Jahr insgesamt 1.632 Neuwagen (Vorjahr 1.239). Hiervon entfielen auf die Marke Suzuki 257 Fahrzeuge (Vorjahr 62) und auf die Marke Mazda 1.375 Einheiten (Vorjahr 1.177). Die Steigerung im Neuwagenbereich ergab sich zum einen aus dem Vertrieb von Suzuki Fahrzeugen, zum anderen aus dem gestiegenen Umsatzvolumen mit den angeschlossenen Partnerbetrieben im Mazda-Bereich aufgrund des Zuwachses durch die Übernahme des Wirtschaftsraumes Bremen. Die Marge im Neuwagengeschäft verbesserte sich auf 7,0 % (Vorjahr: 6,6 %). Im Gebrauchtwagenbereich ergab sich eine Umsatzsteigerung von TEUR 1.847 gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung der vorgenommenen Bewertung verbesserte sich der Bruttoertrag um TEUR 46. Der Aftersales-Bereich konnte im Umsatz um TEUR 10 zulegen. Unter Berücksichtigung des Fremdleistungsaufwands und des Verbrauchs im Ersatzteillager verblieb ein Bruttoertrag von TEUR 1.186 gegenüber TEUR 1.167 im Vorjahr. Die sonstigen Verkaufserlöse stiegen insbesondere aufgrund höherer Provisionen für die Vermittlung von Kreditgeschäften um TEUR 30.

Bedingt durch die Geschäftserweiterungen (Wirtschaftsraum Bremen) und aufgrund der allgemeinen Lohnentwicklung sind die Personalkosten von TEUR 1.320 auf TEUR 1.438 gestiegen. Die Abschreibungsbeträge sanken von TEUR 263 auf TEUR 112. Umsatzbedingt stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 212 auf nunmehr TEUR 1.440. Die Zinsaufwendungen waren mit TEUR 149 um TEUR 31 höher als im Vorjahr, während die übrigen Steueraufwendungen von TEUR 6 auf TEUR 1 zurückgingen. Unter Berücksichtigung des notwendigen Verlustausgleichs von TEUR 41 war aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ein Betrag von TEUR 246 an die Muttergesellschaft I.C. Autohandel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf, (I.C.A.B.) abzuführen.

5. Finanzlage

2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung/Verlustübernahme 287 - 25
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 112 263
Cash Earnings nach DVFA/SG 399 238
Zunahme der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen 63 37
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 1.598 193
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.195 - 1.258
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 59 - 790
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 308 265
Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Anlagen - 1 0
Auszahlungen (-) für Investitionen in Sachanlagen - 439 - 406
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 132 - 141
Durchführung Ergebnisabführungsvertrag 25 - 2
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 215
Auszahlungen (-) für die Tilgung von Finanzkrediten - 48 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 23 213
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - 96 - 718
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode - 415 303
Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 511 - 415
31.12.2007
TEUR
Vorjahr
TEUR
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 13 20
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0 - 12
Verbindlichkeiten aus Cash-Pool - 524 - 423
- 511 - 415

Trotz deutlicher Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit mussten Teile der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zu Lasten des Finanzmittelfonds getragen werden.

Die Finanzierung erfolgte über die Mazda Bank (Finanzierung Lagerbestand Mazda Fahrzeuge), die Santander Consumer Bank AG (Finanzierung Lagerbestand Suzuki Fahrzeuge), ein Darlehen der Muttergesellschaft I.C.A.B. GmbH und das von der Muttergesellschaft bei der Commerzbank eingerichtete Cashpool-Konto.

6. Vermögenslage

31.12.2007 Vorjahr Veränderung
gesamt davon kurzfristig
TEUR
gesamt davon kurzfristig
TEUR
gesamt
TEUR % TEUR TEUR TEUR %
Vermögen
Immaterielle Anlagen 1 0,0 0 0 0,0 0 1 -
Sachanlagen 578 7,5 0 558 9,1 0 20 3,6
Anlagevermögen 579 7,5 0 558 9,1 0 21 3,8
Vorräte 4.766 61,3 4.766 4.455 72,4 4.455 311 7,0
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 2.391 30,8 2.391 1.105 18,0 1.105 1.286 >100,0
Liquide Mittel 13 0,2 13 20 0,3 20 - 7 - 35,0
Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) 13 0,2 13 12 0,2 12 1 8,3
Umlaufvermögen/RAP 7.183 92,5 7.183 5.592 90,9 5.592 1.591 28,5
7.762 100,0 7.183 6.150 100,0 5.592 1.612 26,2
31.12.2007 Vorjahr Veränderung
gesamt davon kurzfristig
TEUR
gesamt davon kurzfristig
TEUR
gesamt
TEUR % TEUR TEUR TEUR %
Kapital
Gezeichnetes Kapital 107 1,4 0 107 1,7 0 0 0,0
Bilanzergebnis 0 0,0 0 - 41 - 0,6 - 41 41 100,0
Eigenkapital 107 1,4 0 66 1,1 - 41 41 62,1
Rückstellungen 176 2,3 176 113 1,8 113 63 55,8
Verbindlichkeiten 7.478 96,3 7.478 5.962 97,0 5.962 1.516 25,4
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0,0 1 9 0,1 9 - 8 - 88,9
Fremdkapital 7.655 98,6 7.655 6.084 98,9 6.084 1.571 25,8
7.762 100,0 7.655 6.150 100,0 6.043 1.612 26,2

Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 1.612 auf TEUR 7.762 gestiegen. Dies resultiert aus einer Zunahme der Vorräte um TEUR 311, der Sachanlagen um TEUR 20 und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 781, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 217 und der sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR 288. Auf der Passivseite steht dem gegenüber die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 160, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 1.370, dem Eigenkapital von TEUR 41, den Rückstellungen von TEUR 63, dem Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR -8, bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR -58. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %-Punkte auf 1,4 % gestiegen.

7. Chancen und Risiken

Es ergeben sich keine nennenswerten Risiken die über das normale Geschäftsgeschehen hinausgehen. Dies gilt sowohl für den Schluss des Geschäftsjahres 2007 als auch für das Kalenderjahr 2008. Grundsätzlich ist auf die momentane Abhängigkeit von der Marke Mazda hinzuweisen. Der weitere Ausbau des Vertriebs für die Marke Suzuki und die damit verbundene stetig wachsende Frequenz für dieses Fabrikat im After Sales Bereich kann für mehr Unabhängigkeit in Bezug auf Schwankungen im Geschäftsbereich Mazda, aber auch für eine weitere positive Ertragsentwicklung sorgen.

8. Risikomanagementziel

Dem Risiko von Zahlungsausfällen von Kunden wird durch ein konsequentes Debitorenmanagement begegnet.

9. Ausblick

Für das Jahr 2008 rechnet die Gesellschaft mit einem kontinuierlichen Geschäftsverlauf. Es wird erwartet, dass sich die Absatzzahlen für Mazda und Suzuki Neuwagen gegenüber denen des abgelaufenen Jahres erhöhen und die Umsatzerlöse somit um ca. 14 % gesteigert werden können. Die sonstigen Verkaufserlöse werden sich auf dem Niveau des Jahres 2007 stabilisieren, sodass das Jahresergebnis vor Durchführung des Ergebnisabführungsvertrags unverändert bleiben dürfte.

 

Hamburg, 2. Mai 2008

Koichi Takakura

Lutz Meissner

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