WTOMAR GmbHLiquidiert
Berliner Ring 7, 64625 Bensheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Shimon Szmigiel seit 26.11.2018 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WTOMAR GmbHBensheim (vormals: Vechta)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2017LageberichtLagebericht für das
Geschäftsjahr 2016/2017
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| 2016/2017 | 2015/2016 | 2014/2015 | |
| TEuro | TEuro | TEuro | |
| Umsatzerlöse | 132.496 | 142.758 | 132.301 |
| Gesamtleistung | 132.496 | 142.758 | 132.301 |
| Rohertrag | 22.645 | 24.009 | 20.724 |
| Betriebsergebnis | 14.445 | 9.468 | 4.322 |
| Finanzergebnis | -220 | -382 | -434 |
| Ergebnis nach Steuern | 10.367 | 6.615 | 2.065 |
| Jahresüberschuss | 10.366 | 6.615 | 2.061 |
Vermögenslage
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | |||
| TEuro | % | TEuro | % | |
| Anlagevermögen | 1.059 | 2,6 | 804 | 2,2 |
| Umlaufvermögen | 39.712 | 97,2 | 35.348 | 97,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 64 | 0,2 | 29 | 0,1 |
| Aktiva | 40.835 | 100,0 | 36.181 | 100,0 |
| Eigenkapital | 14.319 | 35,1 | 12.954 | 35,8 |
| Rückstellungen | 17.911 | 43,8 | 19.963 | 55,2 |
| Fremdkapital | 8.603 | 21,1 | 3.264 | 9,0 |
| Passiva | 40.835 | 100,0 | 36.181 | 100,0 |
Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30.06.2017 35,1 % (VJ: 35,8 %) bei einer Bilanzsumme von T€ 40.835 (VJ: T€ 36.181).
Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden Investitionen in Höhe von T€ 502 in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und in die EDV getätigt.
Im Rahmen des Factorings wurden per Bilanzstichtag 30. Juni 2017 Forderungen im Volumen von Euro 26,3 Mio. veräußert (Vorjahr: Euro 27,4 Mio.).
Die Intenso GmbH konnte und kann jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und der finanziellen Flexibilität wird eine ausreichende Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten.
Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
| 2016/2017 | 2015/2016 | |
| TEuro | TEuro | |
| Mittelzufluss /-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.329 | 1.553 |
| Mittelzufluss /-abfluss aus der Investitionstätigkeit | -481 | -64 |
| Mittelzufluss /-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -9.000 | 0 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -5.152 | 1.489 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 605 | -884 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | -4.547 | 605 |
Der Finanzmittelbestand umfasst jeweils die Barmittel sowie Guthaben bzw. Verbindlichkeiten der bei den Kreditinstituten geführten Kontokorrentkonten.
Personal
Per Stichtag 30. Juni 2017 werden 66 Arbeiter und Angestellte beschäftigt (Vorjahr per 30. Juni 2016: 75)
III. Prognose, Chancen- und Risikobericht nach §§ 289 I (4) HGB
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung. Im ersten Halbjahr 2017 beschleunigte sie ihr Expansionstempo merklich. Die gesamtwirtschaftliche Leistung legte im ersten Halbjahr 2017 preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,2 % zu, nach einem Wachstum von 0,8 % im zweiten Halbjahr 2016.1 Unterstützt wurde die Konjunktur im ersten Halbjahr 2017 durch starke binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte. Während sich die Impulse durch die privaten und staatlichen Konsumausgaben fortsetzten, belebten sich die Investitionen in Bauten (+4,4 %) und vor allem erstmals auch wieder die in Ausrüstungen (+2,1 %). Der Beitrag des Außenhandels zum Wirtschaftswachstum war im ersten Halbjahr netto leicht positiv. Die Basis für die binnenwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin die gute Entwicklung des Arbeitsmarkts insgesamt. Impulse kamen im ersten Halbjahr aber auch von den niedrigen Zinsen und dem etwas günstigeren Mineralölpreisen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft setzt sich im zweiten Halbjahr fort. Vermutlich wird die Dynamik aber etwas geringer ausfallen. Die Stimmung in der Wirtschaft ist weiterhin sehr zuversichtlich.
(1BMWi, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2017, Pressemitteilung vom 12. September 2017).
Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäftspolitik der Intenso GmbH. Die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen (vornehmlich Einkauf / Verkauf / Logistik) sind verpflichtet, die spezifischen Risikofelder zu beobachten. In Zweifelsfällen ist immer Rücksprache mit der Geschäftsleitung zu halten. Durch die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips bei der Durchführung aller wesentlichen Prozesse innerhalb des Unternehmens ist ein internes Kontrollsystem etabliert.
Die Unternehmensleitung ist auf Grund der schlanken Struktur der Intenso GmbH täglich informiert und verfügt über eine leistungsstarke Informationstechnologie.
Die Intenso GmbH wird ab dem 01.01.2018 mit Ausnahme von Festplatten den Vertrieb von Intenso Produkten einstellen.
Absatzbezogene Risiken
Die Kundenstruktur ist breit gefächert. Das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen ist durch einen bestehenden Kreditversicherungsvertrag im Rahmen des Factoring minimiert. Produktrückgaben / Qualitätsmängel werden durch Rückgriffsmöglichkeiten bei Lieferanten abgesichert.
Bestandsrisiken
Diesen begegnet die Intenso GmbH durch eine dynamische, den täglichen ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung. Damit ist die Zeit zwischen Beschaffung und Absatz relativ kurz und somit eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität erreicht.
Bezugsquellen / Einkauf
Die Intenso GmbH bezieht weite Teile seiner Produkte von ausländischen Lieferanten, insbesondere aus Asien. Daraus können sich diverse Länderrisiken z. B. durch Veränderungen bei Abgaben und Zöllen ergeben. Diesen Risiken begegnet die Intenso GmbH durch eine sorgfältige Lieferantenauswahl und einer Diversifizierung der Beschaffungsquellen. Bei leistungsfähigen und zuverlässigen Lieferanten wird Wert auf eine dauerhafte und faire Zusammenarbeit gelegt.
Problematisch ist es für die Intenso GmbH, dass man die bulk Festplatten, die Grundlage für die Herstellung von externen Festplatten sind, nur noch von drei Herstellern (Western Digital / Seagate / Toshiba) beziehen kann. Diese drei Hersteller sind sowohl Lieferant von Intenso für die bulk Festplatten und stehen gleichzeitig bei externen Festplatten mit ihren eigenen Marken im Wettbewerb zu Intenso. Diese Hersteller veräußern die eigenen externen Festplatten an den Einzelhandel/Etail überwiegend zu stark subventionierten Preisen, um ihre eigenen Marktanteile zu erhöhen; beides führt zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen für Intenso.
Währungsrisiken
Im Verkauf wird annähernd ausschließlich in EURO fakturiert. Der Einkauf erfolgt überwiegend auf Basis US Dollar. Die Geschäftsführung kauft die entsprechende Währung gleitend ein und betreibt somit Kurssicherung.
Recht
Bezüglich gewerblicher Schutzreche und Patente, die auf den vertriebenen Produkten bestehen, ist die Intenso GmbH bestrebt, nur von Lieferanten einzukaufen, die vom Schutzrechtsinhaber lizensiert sind. Es gibt im Einkauf die strikte Vorgabe, bei jedem möglichen Lieferanten die Lizenzgenehmigung der Schutzrechtsinhaber zu prüfen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mögliche Patente nicht bekannt sind und daraus möglicherweise Inanspruchnahmen entstehen.
Die Urheberrechtsreform zum 01. Januar 2008 hat, wie mehr und mehr erkennbar, dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den Verwertungsgesellschaften über die Urheberrechtsabgabe dem Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung nicht zustande, so werden in der Regel Schiedsstellenverfahren betrieben und nachfolgend ordentliche Gerichte bemüht. Oftmals enden diese Verfahren vor dem Bundesgerichtshof, so dass von dem Zeitpunkt der Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Speichermedium bis zur Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, viele Jahre vergehen können.
Da derzeit für die meisten Produkte, die die Intenso GmbH vertreibt, Verfahren in verschieden Stadien der jeweiligen Instanzen anhängig sind, ist die Urheberrechtsabgabe teilweise dem Grunde nach und für alle Produkte der Höhe nach unbestimmt.
Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige Produkte Verpflichtungen bestehen oder nicht bestehen. Für diese Risiken sind im Jahresabschluss Rückstellungen passiviert. Diese Situation kann dazu führen, dass der Fortbestand der deutschen Marktteilnehmer für den Fall gefährdet ist, in dem die Verwertungsgesellschaften möglicherweise Tarife letztinstanzlich zugesprochen bekommen, die weit über den Rückstellungen der einzelnen Unternehmen liegen.
Im Weiteren hat das in Europa viel beachtete Padawan-Urteil (Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 22. Oktober 2010 in der Rechtssache C 467/08 Padawan ./. S.G.A.E.) die Problematik der Urheberrechtsvergütungen weiterhin verschärft. Es wird europaweit nun zwischen gewerblichen und privaten Abnehmern unterschieden, wobei man lt. dem Padawan-Urteil beim Verkauf an gewerbliche Abnehmer keine Urheberrechtsvergütungen mehr abzuführen hat.
Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachzuzahlenden Urheberrechtsabgaben von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben.
Diese sehr unbestimmte Rechtslage führt teilweise zu enormen Wettbewerbsverzerrungen. Die Wettbewerbsverzerrungen werden noch dadurch verstärkt, dass die Verwertungsgesellschaften nicht in der Lage sind, das Inkasso der Urheberrechtsabgaben flächendeckend zu betreiben und dadurch Inkassolücken entstehen, die die Unternehmen benachteiligen, die bei den Verwertungsgesellschaften bekannt sind.
IT Risiken
Durch entsprechende Vorkehrungen / Datensicherungen sind IT Risiken nicht gegeben.
Finanzen
Durch das gelebte Factoring und vorgehaltenes Eigenkapital ist die Finanzlage solide. Risiken sind nicht erkennbar.
Zusammenfassung
Wir erwarten für das nächste Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von ca. 25 %. Planerisch wird für das kommende Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis, das weit unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/2017 liegt, gerechnet.
Die wesentlichen Risiken bestehen für die Intenso GmbH zum einen in einem hochintensiven Wettbewerb. Zum anderen bestehen Unsicherheiten im Bereich der Urheberrechtsabgaben.
Zum anderen bestehen Chancen darin, dass die endgültig festzulegenden Urheberrechtsabgaben geringer als rückgestellt sind oder möglicherweise sogar dem Grunde nach nicht bestehen.
Vechta, den 23. November 2017
Intenso
GmbH
Gutenbergstraße 2
49377 Vechta
Herr Dipl.-Kfm. Jens Lübbe
- Geschäftsführer -
Bilanz
Aktiva
| 30.6.2017 | 30.6.2016 | |
| EUR | EUR | |
| A. Anlagevermögen | 1.059.273,50 | 804.718,00 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 276.371,50 | 42.339,50 |
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 113.020,50 | 23.579,50 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 163.351,00 | 18.760,00 |
| II. Sachanlagen | 782.902,00 | 762.378,50 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 100.666,00 | 79.434,00 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 66.498,50 | 12.468,50 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 615.737,50 | 670.476,00 |
| B. Umlaufvermögen | 39.712.079,64 | 35.347.781,96 |
| I. Vorräte | 31.892.000,00 | 25.232.547,10 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.609.000,00 | 6.640.500,00 |
| 2. fertige Erzeugnisse und Waren | 25.283.000,00 | 18.574.500,00 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 17.547,10 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 7.812.894,90 | 9.510.386,99 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 75.442,71 | 78.998,18 |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 7.737.452,19 | 9.431.388,81 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 7.184,74 | 604.847,87 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 63.650,85 | 28.801,22 |
| Bilanzsumme, Summe Aktiva | 40.835.003,99 | 36.181.301,18 |
|
Passiva |
||
| 30.6.2017 | 30.6.2016 | |
| EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | 14.319.474,88 | 12.953.805,04 |
| I. gezeichnetes Kapital | 2.000.000,00 | 2.000.000,00 |
| II. Bilanzgewinn | 12.319.474,88 | 10.953.805,04 |
| B. Rückstellungen | 17.911.305,10 | 19.962.905,01 |
| 1. Steuerrückstellungen | 2.677.155,10 | 1.137.305,01 |
| 2. sonstige Rückstellungen | 15.234.150,00 | 18.825.600,00 |
| C. Verbindlichkeiten | 8.604.224,01 | 3.264.591,13 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.554.620,18 | 0,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.785.885,21 | 2.378.549,77 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 263.718,62 | 886.041,36 |
| Bilanzsumme, Summe Passiva | 40.835.003,99 | 36.181.301,18 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.7.2016 - 30.6.2017 | 1.7.2015 - 30.6.2016 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 132.496.111,10 | 142.758.171,54 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 7.391.844,67 | 2.744.120,99 |
| 3. Materialaufwand | 109.850.575,10 | 118.748.675,41 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 109.840.231,03 | 118.735.730,26 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.344,07 | 12.945,15 |
| 4. Personalaufwand | 3.369.256,74 | 3.435.959,79 |
| a) Löhne und Gehälter | 2.982.631,18 | 3.002.005,48 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 386.625,56 | 433.954,31 |
| 5. Abschreibungen | 226.274,93 | 234.498,39 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 226.274,93 | 234.498,39 |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | 11.997.267,99 | 13.614.256,66 |
| 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 15.231,25 | 10.185,01 |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 234.970,05 | 392.340,42 |
| 9. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 3.858.420,39 | 2.471.354,75 |
| 10. Ergebnis nach Steuern | 10.366.421,82 | 6.615.392,12 |
| 11. sonstige Steuern | 751,98 | 470,94 |
| 12. Jahresüberschuss | 10.365.669,84 | 6.614.921,18 |
Ergebnisverwendung
| 1.7.2016 - 30.6.2017 | 1.7.2015 - 30.6.2016 | |
| EUR | EUR | |
| 12. Jahresüberschuss | 10.365.669,84 | 6.614.921,18 |
| 13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 10.953.805,04 | 4.338.883,86 |
| 14. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ | 9.000.000,00 | 0,00 |
| 15. Bilanzgewinn | 12.319.474,88 | 10.953.805,04 |
Anhang
Anhang zum 30. Juni 2017
der
Intenso GmbH
Gutenbergstraße 2
49377 Vechta
A. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung
1. Allgemeine Angaben
Die Intenso GmbH, Vechta, (AG Oldenburg, HRB 111 330) ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden unter Beachtung der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.
Der Jahresabschluss ist nach Ergebnisverwendung aufgestellt worden.
2. Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Für die Zugänge wurden zeitanteilig für den Monat des Zugangs und die folgenden Monate Abschreibungen angesetzt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu € 150,00 wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurden in einen Sammelposten eingestellt und über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben, soweit dies handelsrechtlich zulässig war.
Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.
Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungen wurden zum Stichtagskurs per 30. Juni 2017 umgerechnet.
In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.
3. Passiva
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind in Höhe des nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
4. Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. von § 275 HGB aufgestellt.
B. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten
I. Posten der Bilanz
1. Einzelposten des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem in Anlage 4 dargestellten Anlagenspiegel.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| mit einer Restlaufzeit von | |||
| unter einem Jahr | über einem Jahr | gesamt | |
| Euro | Euro | Euro | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 75.442,71 | 0,00 | 75.442,71 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 6.575.441,66 | 1.162.010,53 | 7.737.452,19 |
| 6.650.884,37 | 1.162.010,53 | 7.812.894,90 | |
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen die Factoringgesellschaft i. H. v. T€ 4.706 (VJ: T€ 7.891) enthalten.
3. Sonstige Rückstellungen
Hierunter werden folgende Positionen ausgewiesen:
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | |
| Euro | Euro | |
| Gebühren / Lizenzen / Zollgebühren | 11.781.500,00 | 14.183.000,00 |
| Werbekostenzuschüsse / Boni | 2.728.200,00 | 3.739.500,00 |
| Rechts- und Beratungskosten | 14.350,00 | 31.800,00 |
| Gewährleistung | 510.000,00 | 480.000,00 |
| Entschädigungszahlung | 80.000,00 | 200.000,00 |
| Resturlaub | 46.100,00 | 59.700,00 |
| Ausstehende Rechnungen | 10.900,00 | 100.000,00 |
| Jahresabschlusskosten | 20.000,00 | 20.000,00 |
| Andere | 43.100,00 | 11.600,00 |
| 15.234.150,00 | 18.825.600,00 |
Für die von der Intenso GmbH vertriebenen Produkte erhebt die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) nach den §§ 54 ff. UrhG den Anspruch, dass über die in der Bundesrepublik Deutschland veräußerten Mengen Auskunft zu erteilen und je nach Produktart eine Vergütung zu zahlen ist. Die ZPÜ hat für diesen Zweck einseitig Tarife aufgestellt, deren Gültigkeit allerdings in verschiedenen dafür vorgesehenen Verfahren vor der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts sowie auch in gerichtlichen Verfahren überprüft wird. Die Intenso GmbH hat auf Grundlage der Entscheidungen in den laufenden gerichtlichen Verfahren zwischen ZPÜ und den Industrieverbänden bzw. einzelnen Unternehmen sowie auf Gutachtenbasis Rückstellungen gebildet. Zudem wurden die zu erwartenden Ergebnisse aus der Einigung zwischen der ZPÜ und der Industrie berücksichtigt.
4. Verbindlichkeiten
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
| bis zu einem Jahr | zwischen einem und fünf Jahren | von mehr als fünf Jahren | gesamt | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.554.620,18 | 0,00 | 0,00 | 4.554.620,18 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.785.885,21 | 0,00 | 0,00 | 3.785.885,21 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 263.718,62 | 0,00 | 0,00 | 263.718,62 |
| 8.604.224,01 | 0,00 | 0,00 | 8.604.224,01 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert.
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten, Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter Euro 0,00
Vorjahr: Euro 147.150,70
aus Steuern Euro 173.757,20
Vorjahr: Euro 680.405,63
5. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB
Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht.
II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
| 2016/2017 | 2015/2016 | |
| T€ | T€ | |
| Inland | 96.357 | 105.965 |
| -Ausland -EU | 34.679 | 35.820 |
| -Ausland -Nicht EU | 1.460 | 805 |
| Summe | 132.496 | 142.590 |
2. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 3.432), Erträge aus Kursdifferenzen (T€ 889) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen (T€ 63) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. v. T€ 3.432 enthalten.
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen i. H. v. T€ 1.385 enthalten.
4. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Gem. § 285 Nr. 6 HGB belasten die ausgewiesenen Steuern das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
D. Sonstige Pflichtangaben
I. Finanzielle Verpflichtungen
Über die Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:
Art der finanziellen Verpflichtung:
| 2016/2017 | 2015/2016 | |
| T€ | T€ | |
| aus Pachtverträgen über das unbewegliche | ||
| Sachanlagevermögen (netto, ohne USt) | 273 | 219 |
II. Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 69 Arbeitnehmer (Vorjahr: 76).
III. Organe der Gesellschaft
Im Jahr 2016/2017 wurde die Geschäftsführung von
- Herrn Dipl.-Kfm. Jens Lübbe, Osnabrück
wahrgenommen.
Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Bezüge der Geschäftsführung nicht offen gelegt.
IV. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2017 beträgt T€ 15.
V. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von € 10.365.669,84 auf neue Rechnung vorzutragen.
VI. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Im Rahmen eines Factoring-Verfahrens wurden zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistung im Volumen von ca. Euro 26,3 Mio. (Vorjahr: Euro 27,4 Mio.) verkauft.
VII. Nachtragsbericht
Die Intenso GmbH wird ab dem 01.01.2018 mit Ausnahme von Festplatten den Vertrieb von Intenso Produkten einstellen. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, bestanden nicht.
Vechta, den 23. November 2017
Intenso
GmbH
Gutenbergstraße 2
49377 Vechta
Herr Dipl.-Kfm. Jens Lübbe
-
Geschäftsführer -
Intenso GmbH
Anlagespiegel
| Anschaffungskosten- und Herstellkosten | |||||
| Vortrag 01.07.2016 | Zugänge | Verschmelzung | Abgänge | Stand 30.06.2017 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 449.903,01 | 143.165,29 | 0,00 | 17.486,90 | 575.581,40 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 18.760,00 | 144.591,00 | 0,00 | 0,00 | 163.351,00 |
| 468.663,01 | 287.756,29 | 0,00 | 17.486,90 | 738.932,40 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 206.644,60 | 31.797,75 | 0,00 | 0,00 | 238.442,35 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 67.197,97 | 58.844,00 | 0,00 | 2.495,00 | 123.546,97 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.461.143,24 | 123.397,39 | 0,00 | 97.891,23 | 1.486.649,40 |
| 1.734.985,81 | 214.039,14 | 0,00 | 100.386,23 | 1.848.638,72 | |
| Summe Anlagevermögen | 2.203.648,82 | 501.795,43 | 0,00 | 117.873,13 | 2.587.571,12 |
| Abschreibungen | |||||
| Vortrag 01.07.2016 | Zugänge | Abgänge | Stand 30.06.2017 | Buchwert 30.06.2017 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 426.323,51 | 53.721,29 | 17.483,90 | 462.560,90 | 113.020,50 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 163.351,00 |
| 426.323,51 | 53.721,29 | 17.483,90 | 462.560,90 | 276.371,50 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 127.210,60 | 10.565,75 | 0,00 | 137.776,35 | 100.666,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 54.729,47 | 4.813,50 | 2.494,50 | 57.048,47 | 66.498,50 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 790.667,24 | 157.174,39 | 76.929,73 | 870.911,90 | 615.737,50 |
| 972.607,31 | 172.553,64 | 79.424,23 | 1.065.736,72 | 782.902,00 | |
| Summe Anlagevermögen | 1.398.930,82 | 226.274,93 | 96.908,13 | 1.528.297,62 | 1.059.273,50 |
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.03.2018 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Intenso GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und
rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Vechta, den 23. November 2017
Freese
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