Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
asgoodasnew electronics GmbH
Georg-Simon-Ohm-Straße 6, 15236 Frankfurt (Oder), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adrian Osan seit 6.3.2026 | Prokura |
Niels Emil Nüssler seit 6.3.2026 | Geschäftsführer |
Jens Dembski seit 6.3.2026 | Prokura |
Stefan Groitl seit 5.7.2023 | Geschäftsführer |
Tim Dr. Seewöster seit 13.4.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (13)
| Name | Anteil |
|---|---|
A******** H****** | 3.51% |
E****** S****** | 2.11% |
V******* S****** | 0.47% |
Ungelöste Beteiligungen (18)
| Name | Anteil |
|---|---|
asgoodasnew electronics GmbHEigenbeteiligung | 0.17% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
19 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 19 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.17% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
asgoodasnew electronics GmbHFrankfurt(Oder)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der GesellschaftGeschäftszweck und Produkte: Die asgoodasnew electronics GmbH wurde im Jahr 2008 gegründet. Das Geschäftsmodell basiert auf einem webbasierten System für den Ankauf, für die hochwertige Wiederaufbereitung (Refurbishment) und für den Verkauf von Consumer Electronics (CE) in einer Qualität "so gut wie neu". Im Ankauf operiert das Unternehmen unter der Marke WIRKAUFENS, im Verkauf unter der Marke asgoodasnew. Die Sortimentspalette umfasst neben Smartphones auch Tablets, Notebooks, digitale Kameras/SLR-Objektive und andere hochwertige CE-Sortimente. Für das Unternehmen arbeiten zum Bilanzstichtag mittlerweile über 160 qualifizierte Mitarbeiter an den beiden Standorten in Frankfurt (Oder) und Berlin. Produktionsprozess: Die Wiederaufbereitung wird seit Firmengründung in der eigenen asgoodasnew-Fabrik in Frankfurt (Oder) durchgeführt und sorgt für eine langjährige, professionelle Expertise im Refurbishment von Consumer Electronics. Neben der professionellen Datenlöschung und dem Software-Update gehören der Austausch bzw. die Reparatur von Komponenten und eine Spezial-Reinigung der Geräte zum allgemeinen Leistungsspektrum. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Es war erwartet worden, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr stabilisieren und danach weiter aufhellen werden. Erhöhte Energie- und Lebenshaltungskosten würden dabei das Konsumklima und das verfügbare Haushaltseinkommen kurzfristig voraussichtlich weiterhin belasten. Tatsächlich ist die das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland - nach einem Wachstum von 1,9% im Vorjahr - um 0,3 % geschrumpft (Quelle: destatis.de). Noch stärker war der Rückgang im E-commerce allgemein, wo erstmals ein Rückgang im zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen war (-11,8%), der Bereich Elektronik sogar 13,9%. Die allgemeine Kaufzurückhaltung ist also auch im Internet angekommen. Allerdings hat sich die Bestellfrequenz je Kunde leicht erholt. Die Kaufzurückhaltung scheint sich durch temporäre Rabattaktionen wie beispielsweise Aktionen rund um "Black Friday", der wiederum rund 12% gegenüber dem eher schwachen Vorjahr zugelegt hat, stimulieren zu lassen (Quelle: criteo.de). Erfreulich ist auch die steigende Bereitschaft, "preloved goods" zu kaufen - rund 50% der Befragten (Altersgruppe 19-39 Jahre) einer repräsentativen Umfrage gaben an, häufiger oder zumindest gelegentlich gebrauchte Produkte zu kaufen (Quelle: bevh.de). Im Jahr 2022 wurden weltweit 1,17 Mrd. fabrikneue Smartphones verkauft. Das entspricht einem erneuten Rückgang gegenüber 2022 um -3,2% (-11,3% im Vorjahr). Das Marktwachstum von 2020 auf 2021, also vor Beginn der massiven Steigerungen der Lebenshaltungskosten, betrug im Vergleich dazu noch +6,1% (Quelle: statista.de). Der Markt für neue Smartphones ist dem Boom der vergangenen Jahre entwachsen und weist saturierte Tendenzen auf. Der Gesamtmarkt von hochwertig wiederaufbereiteten Consumer Electronics ist im Verhältnis zum Neuware-Volumen zwar nach wie vor auf einem niedrigen, aber überproportional, steigendem Niveau und bietet weiterhin großes Wachstumspotenzial (Quelle: Used smartphone shipments worldwide 2027. Smartphones - Worldwide | Statista Market Forecast, Statista). Wir interpretieren die weiter steigende Anzahl der Nutzer (national und international), das wachsende Bewusstsein nachhaltig einzukaufen, und die strukturellen Preisvorteile von Re-Commerce Ware im Vergleich zur Neuware als starke Impulsgeber für eine auch weiterhin zu erwartende positive Wachstumsdynamik in diesem Segment. Seit 2011 stehen Apple und Samsung an der Spitze des weltweiten Handy-Marktes und genießen mit einem Marktanteil von 20,1% (Apple) und 19,4% (Samsung) im Jahr 2023 eine starke Markenbekanntheit. Dahinter reihte sich erneut die Marke Xiaomi mit einem Marktanteil von 12,5% auf Rang 3 ein (Quelle: IDC). Insgesamt ist zu beobachten, dass die Endgeräte weiterhin sehr hochwertig sind: im Durchschnitt 567 EUR haben Kunden für ihr neues Gerät bezahlt. Das ist etwas niedriger als noch 2022 (626 EUR Durchschnittspreis (Quelle: statista.de)) - hierfür sind vor allem "günstige Einstiegsmodelle" verantwortlich. 83% der Menschen in Deutschland (Altersgruppe 14-69 Jahre) können sich ein Leben ohne da Gerät nicht mehr vorstellen (Quelle bitkom.org). Weitere Produktgruppen wie beispielsweise Konsolen und Wearables erfreuen sich ebenfalls steigender Beliebtheit (Quelle: statista.de). 2.2 Geschäftsverlauf und Geschäftslage Ertragslage Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt auf Basis der operativen Planung anhand von Finanz- und Produktionskennzahlen, die täglich, wöchentlich, monatlich und quartalsweise ermittelt werden. Für die Gesellschaft gelten Umsatz, Materialaufwandsquote, EBITDA sowie das Jahresergebnis als finanzielle Leistungsindikatoren und werden als solche zur Steuerung verwendet. Trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Eintrübungen des allgemeinen Konsumklimas konnte das Unternehmen im Berichtsjahr den Wachstumskurs erfolgreich und angepasst an die makroökonomischen Rahmenbedingungen weiter fortsetzen. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 11% auf 136 Mio. EUR gestiegen. Die eigenen Webshop-Aktivitäten waren maßgebliche Treiber dieser weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. So konnte die im Vorjahr getroffene Umsatzprognose von 126 Mio. EUR deutlich überschritten werden. Das EBITDA in Höhe von TEUR -1.640 ist durch Einmal- und Sondereffekte jedoch deutlich hinter der Prognose - es wurde ein leicht positives EBITDA geplant. Bereinigt um diese Sondereffekte ist das erzielte dann "adjusted" EBITDA im Rahmen der (positiven) Prognose und sogar leicht besser als im Vorjahr (TEUR +51). Die Materialaufwands quote konnte dabei trotz des höheren Durchschnittspreises der An- und Verkäufe - und entgegen der Prognose einer leicht steigenden Materialaufwandsquote - von 84,8% im Jahr 2022 auf 84,7% im Jahr 2023 verbessert werden, bei gleichzeitiger Erhöhung des damit erwirtschafteten Deckungsbeitrags. Treiber dafür waren u.a. gute Ankaufskonditionen vor und in der Hochsaison, eine etwas niedrigere Lagerumschlagshäufigkeit und die Veränderung im Produktmix. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr weiter in die Produktentwicklung investiert. Trotz dieser erhöhten Ausgaben sowie Rückstellungen im Rahmen von Personalveränderungen ist es der Gesellschaft gelungen, die Personalkostenquote nach 5,8% im Vorjahr bei 5,9% im Berichtsjahr weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr erstmals nicht unterproportional gewachsen und betrugen in diesem Berichtsjahr 10,6% vom Umsatz (Vorjahr: 9,4%). Dies sind einerseits deutlich erhöhte Beiträge für Versicherungen im Bereich Logistik, erhöhte - temporäre - Mietaufwendungen durch einen neuen Standort in Berlin sowie andererseits Beratungsdienstleistungen und (periodenfremde) Forderungsabschreibungen. Die Gesellschaft weist ein EBITDA in Höhe von TEUR -1.640 aus und liegt damit deutlich unter Prognose eines leicht positiven EBITDAs. Bereinigt um die Sondereffekte gelang es der Gesellschaft - entgegen den gesamtwirtschaftlichen Eintrübungen und Kostensteigerungen - im Berichtsjahr mit TEUR +51 allerdings ein positives adjusted EBITDA ausweisen (Vorjahres-EBITDA ohne Sondereffekte von TEUR +1). Der Zinsaufwand für die Finanzierung des Warenbestands sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Berichtsjahr aufgrund der erhöhten Inanspruchnahme der (revolvierenden) Working Capital Finanzierungsinstrumenten und insbesondere der gestiegenen Zinsen um TEUR 212 gewachsen. Mit dem weiterhin positiven EBITDA (bereinigt um Sondereffekte) einerseits, den hohen Einmalaufwendungen und dem wachstumsinduziertem höheren Zinsaufwand sowie höherer Abschreibungen andererseits hat sich der Jahresfehlbetrag deutlich auf TEUR -3.200 erhöht (Vorjahr: TEUR -524). Die im Vorjahr getroffene Prognose eines weiterhin leicht negativen Jahresergebnisses ist somit teilweise eingetreten. Der Fehlbetrag liegt aufgrund der Einmalaufwendungen deutlich unter der Prognose. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen (+23%). Zur Unterstützung des weiteren Wachstums konnte die im Jahr 2018 begonnene Neuentwicklung der eigenen, internationalen Webshop-Infrastruktur (Frontend, Backend und auch Middleware-Komponenten) weiter ausgebaut werden, sodass unterjährig aufgelaufene Entwicklungsaufwendungen ebenfalls als Aktivposten unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurden. Die Vorräte sind stichtagsbezogen aufgrund der sehr guten Beschaffungssituation und trotz des starken Jahresendgeschäfts um TEUR 7.210 gestiegen und betragen nun TEUR 16.270. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - insbesondere gegenüber Zahlungsdienstleistern und internationalen Marktplätzen - in Höhe von TEUR 5.547 sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen etwas überproportional gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 41% (Vorjahr: 63%) weiterhin deutlich über dem Branchenschnitt. Die in den Vorjahren aufgebaute Warenlagerfinanzierung bestand im Berichtsjahr weiter fort. Trotz der eingetrübten makroökonomischen Rahmenbedingungen ist es der Gesellschaft zudem gelungen, die Warenlagerfinanzierung mit den bestehenden Partnern substanziell weiter auszubauen. Zum Bilanzstichtag am 31.12.2023 wurde die Warenlagerfinanzierung zu weniger als zwei Dritteln in Anspruch genommen. Dadurch sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wesentlich auf TEUR 9.462 angewachsen. Es wurden alle Darlehen vereinbarungsgemäß getilgt. Die sonstigen Rückstellungen sind zum 31.12.2023 leicht auf TEUR 4.418 gestiegen. Finanzlage Die gute Liquiditätslage des Vorjahresstichtags hat sich trotz der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtert: Zwar sind die flüssigen Mittel sind zum Stichtag um TEUR 3.896 gesunken. Diese sind dabei vor allem in die Ausstattung von Ware (Vorräte) umgesetzt worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristiger Natur gegenüber renommierten Zahlungsanbietern (PSPs) und Marktplätzen und vornehmlich aufgrund des starken Jahresendgeschäfts um 32% gewachsen. Die mittel- und langfristigen Bankverbindlichkeiten konnten planmäßig weiter substanziell auf TEUR 1.028 reduziert werden. Die Gesellschaft verfügt weiter über eine umfassende Warenlagerfinanzierung, die revolvierender Natur ist und für die quartalsweise Kapitaldienst geleistet wird. Zum Stichtag wurde diese Linie zu weniger als zwei Dritteln in Anspruch genommen. Darüber hinaus ist es der Gesellschaft gelungen, die bestehende Finanzierung substantiell auszubauen, um damit auch mittelfristig über ausreichend Liquidität zur Beschaffung von Vorräten verfügen zu können. Der erfolgreiche Ausbau der Warenlagerfinanzierung hat für die Gesellschaft eine strategische Bedeutung für ihr zukünftiges Wachstum. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein mittelfristiges, sehr zinsgünstiges Darlehen, dessen Kapitaldienst halbjährlich erfolgt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in dem im Anhang angegebenen Umfang. Zusammenfassung Die Gesellschaft hat unter weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Marktbedingungen im Berichtsjahr den eingeschlagenen Wachstumskurs sogar deutlich stärker als prognostiziert fortsetzen können und einen Umsatz in Höhe von TEUR 136.046 erzielt (+11% ggü. VJ). Gleichzeitig konnte die Materialeinsatzquote leicht gesenkt sowie die Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen in % vom Umsatz weiterhin auf niedrigen Niveaus beibehalten werden. Durch die weiterhin bestehende hohe Eigenkapitalausstattung, eine angemessene Höhe an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die weiterhin bestehende hervorragende Liquiditätslage sowie die im Berichtsjahr erfolgreich realisierten substanzielle Erweiterung der bestehenden Warenlagerfinanzierung kann die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als exzellent und komfortabel für die weitere Unternehmensentwicklung bezeichnet werden. Aufgrund des weiteren Wachstums und der weiteren operativen Kostenoptimierungen hat die Gesellschaft ein positives adjusted EBITDA in Höhe von TEUR 51 erwirtschaftet. Durch Einmaleffekte (insbesondere in Verbindung der Neuordnung der Führung sowie periodenfremden Aufwendungen) blieb das EBITDA deutlich hinter der Erwartung zurück und beträgt TEUR -1.640. Nach Abzug von Abschreibung und Zinsaufwand steht ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -3.200 zu Buche. Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres im operativen Kerngeschäft, insbesondere trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, moderat zufrieden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Prognosebericht Das Jahr 2024 wird durch eine anhaltende Rezession bzw. maximal sehr geringes Wirtschaftswachstum gesamtwirtschaftlich geprägt sein. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass das Zinsniveau nicht sinken wird. Die allgemeine Konsumlaune wird sich entsprechend nicht merklich verbessern. Erhöhte Energie- und Lebenshaltungskosten werden das Konsumklima und das verfügbare Haushaltseinkommen kurzfristig voraussichtlich weiterhin belasten (Quelle: bundestag.de). Dem gegenüber steht das wachsende allgemeine Kundenbewusstsein, nachhaltig einzukaufen sowie und die strukturellen Preisvorteile von Re-Commerce Ware im Vergleich zur Neuware. Beides bleiben bzw. werden starke Impulsgeber für eine auch weiterhin mittel- und langfristig zu erwartende starke Wachstumsdynamik in diesem Segment. Durch die überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung sowie den substanziellen Ausbau der bestehenden Bankfinanzierung für Warenbestände besitzt die Gesellschaft ein sehr solides finanzielles Fundament für das weiterhin angestrebte nachhaltige Wachstum und die geplanten Investitionen in Infrastruktur und Personal. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft eine kosteneffiziente Marktbearbeitung und verfügt eine sehr hohe Kundenzufriedenheit. Mit der fortlaufenden Erweiterung und Optimierung der eigenen internationalen Kundenplattformen sowie dem nachhaltigen Ausbau des eigenen Produkt- und Serviceangebots besteht auch für das Jahr 2024 eine sehr gute Ausgangslage, um den nachhaltig eingeschlagenen Expansionskurs weiter erfolgreich fortzuführen. Die dafür geplanten Maßnahmen werden voraussichtlich zu leicht erhöhten Marketingaufwendungen und internationalen Logistikkosten sowie einem deutlichen Anstieg des Personalaufwands führen. Die Materialaufwandsquote wird dabei voraussichtlich ebenfalls leicht steigen. Umfangreiche zusätzliche Ausgaben mit investivem Charakter sind darüber hinaus im IT-Infrastrukturbereich geplant. Die neue Geschäftsführung sieht für 2024 neben der Erreichung der operativen Kennzahlen von Umsatz und Ergebnis insbesondere die weitere Skalierbarkeit der Organisation und dahinterliegender und unterstützender Infrastruktur im Fokus. Dazu werden deutlich höhere Investitionen geplant als in den vergangenen Jahren. Auch der Personalaufwand wird aufgrund notwendiger Erweiterung der Kapazitäten und Kompetenzen insbesondere im Bereich Produkt & Development spürbar steigen. Für das Jahr 2024 wird mit einem Umsatz von rd. 152 Mio. EUR geplant, der mit einer moderat sinkenden Materialeinsatzquote erzielt werden soll. Es wird mit einem leicht positiven EBITDA geplant. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie die Kosten der Finanzierung von Lagerbestand und Forderungen werden aufgrund des geplanten Wachstums gegenüber dem Vorjahr leicht steigen. Das Jahresergebnis wird folglich auch im Jahr 2024 planmäßig negativ bleiben, jedoch deutlich verbessert gegenüber 2023. 3.2 Chancen- und Risikobericht Die Risiken und Chancen sind im Folgenden in der Rangfolge ihrer Bedeutung aufgelistet, beginnend mit den bedeutsamsten für das kommende Geschäftsjahr. Risiken Ein wesentliches Risiko für das Erreichen der Wachstums- und Margenziele liegt in der Realisierung geeigneter Ankaufsmengen und -preise. Der zusätzliche Ausbau geeigneter Beschaffungsmengen wird also auch in der weiteren Unternehmensentwicklung von Bedeutung sein. Es wird als ein wesentliches Risiko eingestuft, dass möglicherweise Verfügbarkeitsengpässe nicht oder nicht adäquat durch Alternativkanäle kompensiert werden können. Da es der Gesellschaft in den vergangenen Jahren jedoch gelungen ist, den Ankauf auf ein breites Fundament mit einem Netzwerk aus eigenen Plattformen und leistungsfähigen Partnern zu stellen, wird diesem Risiko eher eine geringe bis mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Ein weiteres relevantes Risiko liegt in einer weiteren deutlichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen und politischen Lage. Weiter steigende Inflationsraten, getrieben durch weiter steigende Energiekosten und zumindest temporäre Verknappung weiterer Rohstoffe, könnten das verfügbare Haushaltsbudget für Konsumausgaben zusätzlich belasten. Auch die Angst in der Bevölkerung vor politischen Auseinandersetzungen könnte zu einer weiteren allgemeinen Kaufzurückhaltung bzw. Veränderung von Budgetallokationen führen. Embargos und Sanktionen könnten die Lieferketten weiter belasten und für Preisanomalien sorgen. Steigende Zinsen und eine restriktivere Kreditpolitik könnten den Zugang oder die Kosten für Wachstumsfinanzierungen negativ beeinträchtigen. Die genauen Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Verschlechterung auf die Gesellschaft, z.B. in Form von niedrigeren Umsätzen und/oder höheren Kosten der Marktbearbeitung, können nicht abschließend bewertet werden. Insgesamt wird dem Risiko jedoch eine zumindest mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Als weiteres Risiko kann ein mögliches massives Engagement von einem bisher kleinen oder gar nicht am Markt teilnehmenden Unternehmen beim Ankauf bzw. Vertrieb von hochwertiger gebrauchter Unterhaltungselektronik benannt werden. So würden insbesondere preisgetriebene Marketing-Maßnahmen auf den Marktplätzen und auf den gängigen Preisvergleichsseiten - je nach Ausprägung des neuen Marktteilnehmers - zu dauerhaft höheren, ungeplanten Marketingaufwendungen führen, die das Jahresergebnis belasten könnten. Im Moment gibt es jedoch für eine solche stark geschäftseinschränkende Entwicklung keine Anzeichen. Daher wird die Eintrittswahrscheinlichkeit weiterhin als eher gering eingeschätzt. Gleichzeitig wird das Risiko einer Planverfehlung laufend überprüft: Sollten wider Erwarten die Ziele in Bezug auf Umsatz und insbesondere Ergebnis nicht erreicht werden können, ergäbe sich je nach Größe der Abweichung ein entsprechendes Ertragsrisiko und eine Beeinflussung des operativen Cashflows. Diesem Risiko würde über geeignete und der Höhe nach adäquate Kosteneinsparungen in den Bereichen Personal, Administration, Marketing und vor allem Ausgaben mit investivem Charakter entgegengewirkt werden. Ohne diese Maßnahmen würde es zu einem höheren Verbrauch der verfügbaren Liquiditätsreserven kommen und sich somit negativ auf die Liquiditätslage auswirken. Aufgrund der exzellenten Vermögens- und Finanzlage und den zurückliegenden Erfahrungen wird diesem Finanzrisiko eine nur geringe Wahrscheinlichkeit beigemessen. Chancen Nachhaltiger Konsum lag in den letzten Jahren bereits im Trend. Die Aufbereitung und Verlängerung der Nutzungszeit von elektronischen Geräten trägt deutlich zur Einsparung von CO 2 bei. Es wird erwartet, dass sich das Nachfragewachstum nach nachhaltigen Konsumgütern, mit denen sich der eigene CO 2-Fußabdruck signifikant verbessern lässt, in den nächsten Jahren weiter beschleunigen wird. Dieser Chance wird eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Auch die allgemeinen Preisvorteile von wiederaufbereiteter Consumer Electronics könnten diese Chance nicht nur im Kontext knapper Haushaltsbudgets zusätzlich begünstigen. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der weiteren Steigerung der erzielten Durchschnittspreise im Verkauf. Es wird mit einem weiteren Nachfragewachstum nach hochwertigen Artikeln gerechnet. Dies hat positive Effekte auf erzielbare Verkaufspreise und allgemein höhere Absatzmengen. Dies könnte zu Steigerungen gegenüber dem geplanten Umsatz und höheren Deckungsbeiträgen führen und sich damit positiv auf das Jahresergebnis auswirken. Es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass die Durchschnittspreisentwicklung - getrieben durch Marktentwicklungen und den tatsächlichen Produktmix - stärker ausfallen könnten als derzeit geplant. Dieser Chance wird daher eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Die allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fördern den Online-Handel langfristig insgesamt. Für ein digitales Geschäftsmodell eröffnet sich damit ein zusätzliches Neukundenpotenzial, mit dem sich der geplante Umsatz und damit auch das erwartete Jahresergebnis weiter steigern lassen. Dieser Chance wird eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Die gesamtwirtschaftliche Lage könnte sich im Jahresverlauf 2024 schneller aufhellen als in der Unternehmensplanung zunächst unterstellt. Auch dies könnte die Kundengewinnung, den Umsatz und das Jahresergebnis positiv beeinflussen. Dieser Chance wird ebenfalls eine eher geringe Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Risikomanagement Die Gesellschaft bewegt sich in einem stark wachsenden Marktumfeld. Deswegen wird einem praktikablen und umsetzungsfähigen Risikomanagement-System eine hohe Bedeutung beigemessen. Das bei der Gesellschaft implementierte Risikomanagement ist darauf aufgebaut, aktuelle Entwicklungen mit den Planungen und dem Vorjahr zu vergleichen und zu analysieren. Das Management analysiert laufend alle kritischen Unternehmenskennzahlen und bespricht diese in wöchentlichen Sitzungen. Bei Abweichungen von den Planzahlen werden, falls nötig, unmittelbar Gegenmaßnahmen besprochen und umgesetzt. Die Steuerung der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, ein attraktives weiteres Unternehmenswachstum und ein leicht positives operatives EBITDA mit vertretbaren Risiken zu erreichen und gleichzeitig die geplanten Langfristprojekte wirksam voranzutreiben. 3.3 Zusammenfassung Der Gesellschaft ist es in den vergangenen Jahren gelungen, ein Geschäftsmodell mit sehr attraktivem Umsatzwachstum, stetigen operativen Effizienzsteigerungen und nachhaltig wachsenden Deckungsbeiträgen am Markt zu etablieren. Zudem ist es gelungen, die Internationalisierung des Geschäftsmodells erfolgreich einzuleiten und zu gestalten. Mit der bestehenden hohen Eigenkapitalausstattung, der kosteneffizienten Marktbearbeitung und einer sehr hohen Kundenzufriedenheit. hat die Gesellschaft gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortsetzung der Unternehmensentwicklung auch in gesamtwirtschaftlich schwierigeren Rahmenbedingungen. Das steigende Bewusstsein der Konsumenten, nachhaltig einzukaufen, und die strukturellen Preisvorteile von wiederaufbereiteten Consumer Electronics im Vergleich zur Neuware sind starke Impulsgeber für eine auch weiterhin mittel- und langfristig zu erwartende positive Wachstumsdynamik des Unternehmens.
Frankfurt (Oder), den 15.03.2024 Stefan Groitl, Geschäftsführer Dr. Tim Seewöster, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB), sowie den weiteren rechtsform-spezifischen Vorschriften (z.B. § 42 GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung, § 252 Abs. 1 Nr 2 HGB. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gesellschaft hat in Übereinstimmung mit dem Ansatzwahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr Aufwendungen für die Entwicklung von Software als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte des Anlagevermögens aktiviert. Die Bewertung erfolgte zu Herstellkosten gem. § 255 Abs. 2 und Abs. 2a HGB. Dabei wurde die handelsrechtliche Wertuntergrenze gem. § 255 Abs. 2 HGB zur Anwendung gebracht. Die Abschreibung abnutzbarer selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren. In Entwicklung befindliche selbst erstellte Software wurde zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 und Abs. 2a HGB mit der Wertuntergrenze bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben, wobei die Abschreibungssätze im Wesentlichen den steuerrechtlich zulässigen Höchstsätzen und den tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern entsprechen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Warenbestand, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen für Waren sind zum Nominalwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktiv-Überhang) wird vom Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet. Der Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 30,175 % (Gewerbesteuersatz von 14,35 %, Körperschaftsteuersatz von 15 % und Solidaritätszuschlag von 5,5 %) zugrunde gelegt. Zum Bilanzstichtag gab es keine Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen außer bei der selbst erstellten Software (passive latente Steuern). Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen wurden bis zur Höhe der passiven latenten Steuern berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachstehenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Entwicklungskosten selbst erstellter Software wurden in Höhe von EUR 1.262.329,59 zzgl. Fremdhonorare in Höhe von EUR 148.085,35 aktiviert. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahrs beträgt EUR 1.410.414,94. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf einen Betrag von EUR 83.284,28 (Vj. EUR 58.991,28) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 797.385,00 (Vj. EUR 797.385,00). Die am 31. Dezember 2023 gehaltenen, im Geschäftsjahr 2011, 2014 und 2021 erworbenen eigenen Anteile mit einem Nennwert von EUR 1.354,00 (Vj. EUR 1.354,00) werden offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 45.294.339,45 (Vj. EUR 45.294.339,45). Angabe nach § 285 Nr. 28 HGB - Ausschüttungssperre
Sonstige Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:
Die Bewertung der Garantierückstellungen erfolgte durch den Ansatz von EUR 5,00 je garantieberechtigtem Kunden über die nächsten 30 Monate. Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen erfolgte mittels eines Erfahrungswertes von 10 % des gewährleistungsrelevanten Umsatzes. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Sonstiges beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen von B2B-Lieferanten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen aus einer Warenlagerfinanzierung in Höhe von EUR 8.433.622,38 (Vj. EUR 10.443,19), die im Rahmen einer Positivvereinbarung mit Negativverpflichtung in Bezug auf Warenlager Forderungsbestand besichert ist. Im Vergleich zum Vorjahr wurden hierfür die Kreditlinien substanziell ausgebaut. Es handelt sich um kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darüber hinaus setzen sich die Verbindlichkeiten wie folgt zusammen: Verbindlichkeiten
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)Gegenüber den Gesellschaftern bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 1.421.859,10 (Vj. EUR 1.746.254,77) und gliedert sich wie folgt:
Im Rahmen des Mietvertrages für den Standort Berlin (Schlesische Straße) ist eine Mietkautionsbürgschaft der R+V Allgemeine Versicherung AG gestellt, die teilweise durch Sicherungsabtretung eines Festgeldguthabens bei der Sparkasse Oder-Spree (Konto 3135106402) in Höhe von EUR 10.000,00 rückbesichert ist. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich aus den folgenden geographischen Märkten zusammen:
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betragen EUR 671.000,00 (Vj. 0,00): Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde ein neues Erlösmodell (Vermietung von Elektronikgeräten an Endkunden) pilothaft eingeführt und getestet. Da sich die Abwicklung des Modells, entgegen der Erwartung, als sehr schwierig erwies, wurden sämtliche Mietverträge außerordentlich zu Ende Dezember 2023 gekündigt und die Herausgabe der Vermögensgegenstände bei den Kunden eingefordert. Die Forderungen betrugen insgesamt EUR 872.292,46. Die Abschreibung erfolgte aufgrund der maximalen Erwartungshaltung hinsichtlich der Herausgabe der Geräte. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von EUR 63.321,92 (Vj. EUR 29.632,25) und Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR 264,22 (Vj. EUR 1.230,18) enthalten. Die periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus Versicherungserstattungen für Vorjahre. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 413.968,65 (Vj. EUR 7.963,62) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von EUR 8.347,80 (Vj. EUR 2.227,38) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Abschreibung von Forderungsansprüchen. Sonstige AngabenGesamthonorar des Abschlussprüfers
Mitarbeiteranzahl Die Angaben zur Mitarbeiteranzahl, unterteilt nach Arbeitnehmergruppen, sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.
Mitglieder der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch
Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetr et en sind: Es lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.200.732,46 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt (Oder), den 15.03.2024 Dr. Tim Seewöster, Geschäftsführer Stefan Groitl, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die asgoodasnew electronics GmbH, Frankfurt (Oder) Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der asgoodasnew electronics GmbH, Frankfurt (Oder), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der asgoodasnew electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 26. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer ppa. Andre Kaszas, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 14.06.2024 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen