Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 12435
Vorher
Hering Bahnbau GmbH
Eingetragen
1.12.2020
Branche
Bau von BahnverkehrsstreckenSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Gegenstand
Gleis-, Tief- und Straßenbau, Industriebau und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten einschließlich Lärmschutzanlagen und Lärmsanierung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heike Salm
seit 20.3.2026
Geschäftsführer
Prokura
Christoph Luithlen
seit 1.12.2020
Prokura
Nicole Trettner
seit 1.12.2020
Prokura
Stefan Winhauer
seit 1.12.2020
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hering Management GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft

Burbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

I. Allgemeine Entwicklung

1. Entwicklung der Baubranche

Europa

In Europa hat sich die Baunachfrage in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. So wuchs die Bauleistung in 19 europäischen Ländern in den Jahren zwischen 2014 und 2019 um insgesamt 15%. Dabei lagen die Wachstumsraten von 2016 bis 2019 meist deutlich über denen des BIPs. In 2019 wurde der sechste Anstieg der Bautätigkeit (+2,7%) in Folge verbucht.

Im Jahr 2020 unterschied sich die Entwicklung der Bautätigkeit in den einzelnen europäischen Ländern sehr stark voneinander. Denn in einigen Ländern mussten Baustellen für mehrere Wochen zwischen März und Mai geschlossen werden. Nach Berechnungen der Bauexperten von Euroconstruct ist das Bauvolumen im Jahr 2020 vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie um 4,7% gesunken. Ersten Schätzungen zufolge erwartete man zuvor sogar ein Minus von 7,8%.

Für das abgelaufene Jahr 2021 wird mit einer Ausweitung der Bauaktivitäten um 5,6% gerechnet. Allerdings mussten starke Preissteigerungen hingenommen werden. Vielfach fehlten Baumaterialien und Vorprodukte. Zudem ist die Zahl der Corona-Infizierten seit Veröffentlichung der Prognose stark gestiegen und Schutzmaßnahmen wurden eingeleitet. Daher ist eine Korrektur dieser Einschätzung sehr wahrscheinlich.

Deutschland

Im Jahr 2020 hat die deutsche Bauwirtschaft ihre Stärke gezeigt. Während die Ausbreitung des Coronavirus und die Eindämmungsmaßnahmen das private und öffentliche Leben stark eingeschränkt haben, liefen in Deutschland sowohl der Baustellenbetrieb als auch die Planungen, Ausschreibungen und Vergaben mit wenigen Verzögerungen weiter. Der baugewerbliche Umsatz in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe ist im Gesamtjahr 2020 nominal um 5,9% (real: +4,5%) über das bereits sehr hohe Vorjahresniveau auf 143 Mrd. Euro gestiegen.

Im Jahr 2021 lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe laut Statistischem Bundesamt in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe bei 144,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,2% um über 1,7 Mrd. Euro. Der Auftragseingang legt stark (+9,4% auf 94,5 Mrd. Euro) zu, während der Auftragsbestand Ende des Jahres 2021 mit über 64,2 Mrd. Euro erneut auf einem sehr hohen Niveau lag. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Auftragsbestand um 15,5%. Mit Blick auf die einzelnen Bausparten war der Wirtschaftsbau mit einem Auftragsplus von 16% der stärkste Treiber. Daneben verzeichnete der Wohnungsbau ein Orderplus von 8,5%, während der öffentliche Bau eine geringere Zunahme der Bestellungen verbuchte (+2,7%).

Beschäftigung

Im Jahr 2009 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen Tiefpunkt der Beschäftigung mit jahresdurchschnittlich 705.000 Erwerbstätigen. Seitdem wurde in den vergangenen 10 Jahren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl bis 2019 auf 870.000 erhöht, was einem Zuwachs von rd. 23% entspricht. Diese positive Entwicklung hat sich trotz der Schwierigkeiten auch in den vergangenen beiden Corona-Jahren fortgesetzt: Die Zahl der Erwerbstätigen am Bau (alle Betriebe) ist im Jahr 2020 auf 892.000 (+2,6%) gestiegen. Im Jahr 2021 nahm die Zahl um 2,1% zu. Somit liegt die Zahl der Beschäftigten bei fast 911.500.

Baupreise

In 2021 haben enorm gestiegene Transportkosten und Baumaterialpreise dazu geführt, dass im Verlauf des Jahres die Preise für Bauleistungen des Bauhauptgewerbes stark anzogen. In Deutschland lag die Preissteigerung im Jahresdurchschnitt bei +8,8% (inkl. MwSt.) bzw. +7% (ohne MwSt.).

Rohstoffmärkte

Über die Preisentwicklung hinaus kam es im Verlauf des Jahres bei ausgewählten Baustoffen auch zu wochen- bzw. monatelangen Verzögerungen bei den Lieferfristen oder sogar zu zwischenzeitlichen Lieferstopps. Entsprechend gaben laut ifo-Konjunkturtest im Juni 46% der befragten Bauunternehmen Materialmangel als Behinderungsgrund ihrer Bautätigkeiten an.

Heimische Region

Zum Jahresende 2021 teilt die Industrie- und Handelskammer Siegen für die Wirtschaft im südlichen Westfalen mit, dass sich die aktuelle Lage im Baugewerbe außerordentlich gut darstellt. Die Lagebeurteilung steigt per Saldo um 23 Punkte auf einen Wert von 67. Diese positive Bewertung resultiert aus der enorm hohen Auslastung. 92% der Baubetriebe berichten von einem Auslastungsgrad von über 85%. Auch den Auftragsbestand bewerten die Unternehmen aus dem Bausektor mit deutlicher Mehrheit als hoch oder ausreichend. Nur 2% geben eine schlechte Auftragslage an. Die Zukunftserwartungen werden ebenfalls optimistischer beurteilt als im Frühjahr. Nur 4% erwarten in den kommenden Monaten schlechtere Geschäfte. Der Saldowert ist mit -2 Punkten nur noch leicht im negativen Bereich. Die finanzielle Situation wird überwiegend positiv bewertet.

Ukraine-Krieg

Allfällige Effekte im Geschäftsjahr 2022 auf Leistung bzw. Umsatz und Ergebnis aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine sind noch nicht berücksichtigt, da sich diese Anfang Juni 2022 noch nicht beziffern ließen.

2. Konzernentwicklung

Die Entwicklung der Unternehmensbereiche der HERING Unternehmensgruppe im Einzelnen:

Das Geschäftsjahr der HERING Sanikonzept GmbH war auch im Geschäftsjahr 2021 noch durch die Corona-Pandemie geprägt. Auch wenn es im 2. Quartal erste Lockerungen gab und der gesetzlich verordnete Lockdown stufenweise aufgehoben wurde, so konnte die HERING Sanikonzept GmbH insbesondere bei der Betreibung von WC-Anlagen nicht die Umsatzwerte erreichen, die vor der Pandemie erzielt werden konnten. Dennoch sind für das Jahr 2021 im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 durchweg positive Entwicklungen zu erkennen.

Mit einer Betriebsleistung in Höhe von 45,0 Mio.€ (+3,9% gegenüber Vorjahr) konnte ein deutlich gesteigertes Betriebsergebnis in Höhe 8,2% (Vorjahr 4,7%) erwirtschaftet werden.

Das Geschäftsjahr 2021 der HERING Bahnbau GmbH war geprägt durch die unternehmerische Entscheidung, den nicht wirtschaftlichen Bahnbau-Standort Essen in Gänze zu schließen. Die hiermit einhergehenden finanziellen Aufwendungen, insbesondere durch den Sozialplan, Lohnfortzahlungskosten, Abfindungen sowie weitere Kosten, haben das Ergebnis der HERING Bahnbau GmbH negativ beeinflusst, so dass für den Berichtszeitraum eine Betriebsrendite von -5,7% ausgewiesen werden muss. Bereinigt um die Schließungskosten im Berichtsjahr ergibt sich eine operative Rendite in Höhe von 2,3%. Die Schließung des Standortes Essen wurde im März 2022 final abgeschlossen, erzeugte aber auch im Geschäftsjahr 2022 noch bis März Liquiditätsabflüsse.

Die HERING Bau GmbH & Co. KG Systeme blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2021 zurück. Das negative Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 ist insbesondere auf schwierige mehrjährige Lärmschutzprojekte mit einer einhergehenden problembehafteten Abwicklung zurückzuführen. Dem ausgewiesenen Verlust stehen andererseits noch hohe Nachtragspotentiale aus diesen Aufträgen entgegen, die kaufmännisch vorsichtig bewertet worden sind. Es wurde eine neue Organisations- und Führungsstruktur implementiert.

Im Berichtszeitraum wurde eine Leistung von 21,4 Mio.€ erwirtschaftet bei einem Ergebnis von -12,9% (Vorjahr -8%). Aufgrund der nicht erreichten Planleistung konnte keine ausreichende Kostendeckung erzielt werden.

Die Gleisbau Sabrodt GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück. Mit einer Betriebsleistung von 14,7 Mio.€ und einem Ergebnis von +6,3% (Vorjahr +8,5%) konnte der Geschäftsplan 2021 deutlich übertroffen werden.

Die HERING Service GmbH (Transit-Hotel My Cloud®) konnte auch in 2021 weiter von der Corona-Pandemie profitieren, da das My Cloud® Hotel nicht vom Lockdown betroffen war. Mit einer nochmals gesteigerten Leistung von 4,4 Mio.€ (Vorjahr 3,5 Mio.€) und einem Betriebsergebnis von 37,0% (Vorjahr 36,9%) blickt die Gesellschaft auf ein positives Geschäftsjahr 2021 zurück.

Die BauTec Bauplanung & -beratung GmbH liegt mit einer Leistung in Höhe von 1,1 Mio.€ deutlich über der eigenen Planung. Dies gilt auch für das Betriebsergebnis mit 3,7%, welches gegenüber dem Vorjahr (- 0,4%) deutlich gesteigert werden konnte.

Das Beteiligungsunternehmen Deutsche Gleisbau Union GmbH & Co. KG, kurz DGU, 25%-Beteiligung, mit Sitz in Koblenz blickt wieder auf ein gutes Geschäftsjahr 2021 mit sehr positiven betriebswirtschaftlichen Zahlen zurück. Im Berichtsjahr konnte eine Gesamtleistung in Höhe von 13,5 Mio.€ (Vorjahr 13,3 Mio.€) erwirtschaftet werden bei einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,04T€ (Vorjahr 1,73 Mio.€).

Die Gleisbau-Union GmbH & Co. KG, kurz GBU, 88,09% Beteiligung, mit Sitz in Koblenz blickt in der Vermietung von Gleisstopfmaschinen auf ein stabiles Geschäftsjahr 2021 zurück (exklusives Vermietungsgeschäft an die DGU), das erneut mit einem guten positiven Jahresergebnis in Höhe von 911T€ (Vorjahr 192T€) abgeschlossen werden konnte.

Das Beteiligungsunternehmen DICAD Systeme GmbH, kurz DICAD, mit Sitz in Köln (23%-Beteiligung) hat sich auch im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut sehr positiv entwickelt. Wiederum weisen Betriebs- und Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021/2022 (abweichendes Geschäftsjahr, Bilanzstichtag 30.06.) einen äußerst positiven Verlauf mit einem Umsatz in Höhe von 4.184 Mio.€ (Vorjahr 3,94 Mio.€) und einem sehr guten Bilanzergebnis in Höhe von 869T€ (Vorjahr 794T€) aus.

Die HERING Unternehmensgruppe blickt im Geschäftsjahr 2021 auf eine uneinheitliche Entwicklung zurück. Dies ist unter anderem auf anspruchsvolle und teils widrige Bedingungen (Covid 19-Pandemie) sowie den teils enormen Preissteigerungen für Baumaterialien zurückzuführen. Die Gesamtleistung in Höhe von 135,5 Mio.€ im Geschäftsjahr 2020 hat sich im Berichtsjahr auf 128,6 Mio.€ reduziert, bedingt durch eine zu geringe Bauleistung im Bereich Systeme. Das Ergebnis der HERING Gruppe wurde zusätzlich belastet durch die Kosten für die Schließung des Bahnbau-Standortes in Essen. Insgesamt weist die HERING Gruppe jedoch ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 2,1 Mio.€ aus, bereinigt um die Schließungskosten Essen sind es 4,3 Mio.€ (Vorjahr 6,8 Mio.€).

II. Umsatzentwicklung

Die Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft gliedert sich in verschiedene Unternehmungen und Unternehmensbereiche. Die Anteile der operativen Unternehmenseinheiten am Gesamtumsatz verteilen sich entsprechend der neuen Struktur wie folgt:

TEUR Anteil
Hering Sanikonzept GmbH 38.689 37,5 %
Hering Bahnbau GmbH 29.690 28,8 %
Hering Bau GmbH & Co. KG (Systeme) 16.137 15,6 %
Hering Asset Management GmbH & Co. KG 6.586 6,4 %
Gleisbau Sabrodt GmbH 6.019 5,8 %
BauTec Bauplanung und -beratung GmbH 968 0,9 %
Übrige 5.167 5,0 %
Gesamtumsatz 103.256 100,0 %

III. Nachhaltige Entwicklung

1. Nachhaltigkeit allgemein

Die ökonomische und die soziale Stabilität sowie der Schutz der natürlichen Lebensbedingungen sind gemäß unserer Nachhaltigkeitsleitlinie die Garanten für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. In allen drei Bereichen haben wir uns im Berichtsjahr weiterentwickelt. Auf die ökonomische Weiterentwicklung gehen wir in den Kapiteln V und III.2. ein. Auf die soziale Nachhaltigkeit in Kapitel IV. auf den Schutz der natürlichen Lebensbedingungen bzw. zur Fortentwicklung unseres Umweltmanagementsystems gehen wir in diesem Kapitel ein.

Die Entwicklung unseres Nachhaltigkeitsmanagements dokumentieren wir alle drei Jahre durch einen Nachhaltigkeitsbericht. Die nächste Dokumentation erfolgt in 2022. Im Jahr 2021 haben wir unser Umweltmanagementsystem auditieren lassen (siehe unten) und mit einer Umwelterklärung 2021 dokumentiert. Im Jahr 2021 waren wir erneut von der Deutschen Bahn für das Lieferantenprädikat vorgeschlagen, dieses Mal für das Kriterium Umwelt. Die Deutsche Bahn hat über 40.000 Lieferanten, von denen pro Jahr pro Kriterium drei nominiert werden. Das zeigt, dass unsere Nachhaltigkeitserfolge auch nach außen sichtbar sind. Unsere letzte Zertifizierung bei Eco-Vadis ist 2020 erfolgt. Wir haben dort den Status "Gold" mit 66 Punkten. Damit sind wir nach wie vor Vorreiter in Sachen Ökologie in unserer Branche. Die nächste EcoVadis-Zertifizierung werden wir in 2022 durchführen.

2. Entwicklung Umweltmanagement

Ein Meilenstein in Bezug auf den produktbezogenen Umweltschutz in 2021 war die gewonnene Ausschreibung der Stadt Düsseldorf über den Bau und die Betreibung von City-WC-Anlagen. Erstmalig wurde ein Nachhaltigkeitskonzept mit der Ausschreibung angefordert und dieses auch bewertet. In unserem Angebot haben wir vor allem Umweltaspekte während des Bauens der Anlage sowie während des Betriebes mit einfließen lassen.

Ein zweites interessantes Produkt ist die Entwicklung einer Photovoltaik-Fassade, die wir im Rahmen des Forschungsprojektes SolarCon zusammen mit der Universität in Leipzig designen. Die erste Musterfassade soll in 2022 aufgebaut werden.

Bei dem produktionsbezogenen Umweltschutz haben wir 2021 nur kleine Fortschritte gemacht. Die Energieeinsparung auf dem Gelände in Burbach betrug 2,6%. Dies wurde vor allem durch die komplette Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik erreicht.

Im Fuhrpark haben wir Ende 2021 knapp 40 batteriebetriebene oder Hybrid-PKW. Die Erfolge in der Einsparung von fossilen Energien und damit auch Co 2 -Emissionen liegen 2021 im Durchschnitt bei 0,8 l/100 km Einsparung. Das liegt zum einen daran, dass Hybride meist in den größeren Klassen verfügbar sind und deshalb per se auch mehr fossile Brennstoffe verbrauchen. Die Einsparung privater Steuern kam bei den Mitarbeitern positiv an, hat aber die ökologische Wirkung nicht in allen Fällen erreicht. Zumindest haben wir alle PKW, die dem Standort Burbach zugeordnet sind, jetzt mit einem digitalen Energieerfassungssystem versehen, um gezielter steuern zu können, welche Fahrzeuge tatsächlich weniger verbrauchen und damit in unseren Fuhrpark passen.

Insgesamt sind in 2021 5 weitere Elektroladestellen in Burbach eingerichtet worden.

Auch 2021 wurde die Artenkartierung auf unserem Betriebsgelände in Burbach weitergeführt. Die zuvor ergriffenen Maßnahmen haben sich als erfolgreich bewiesen.

IV. Soziale Nachhaltigkeit / Entwicklung unseres Personalwesens

Die Mitarbeiterzahl im Konzern betrug zum Stichtag 559 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr 598) und verteilt sich dabei wie folgt:

Am Standort Burbach 448 Mitarbeiter-/innen (Vorjahr 444), 14 MA (Vorjahr 54) am Bahnbau- Standort Essen, am Standort Gleisbau Sabrodt 70 (Vorjahr 76), am Standort Frankfurt (My Cloud Transithotel) 26 (Vorjahr 23) sowie 1 (Vorjahr 1) Mitarbeiter in unseren Auslandsgesellschaften.

Die Personalgewinnung und die Besetzung offener Stellen war auch in 2021 wegen der andauernden Pandemiebeschränkungen mit besonderen Herausforderungen verbunden. Dadurch, dass Ausbildungsmessen und zum großen Teil auch Schulpraktika und Veranstaltungen in Schulen nicht stattfanden, haben wir die Nutzung der Social-Media-Kanäle weiter gestärkt und digitale Messeangebote getestet. Diese fanden jedoch noch wenig Akzeptanz. Letztlich konnten wir zum Ausbildungsstart im August nur 9 Auszubildende begrüßen, spürbar weniger als geplant.

Unser hoher Anspruch an die Weiterbildung unserer MA wurde durch das Ziel dokumentiert, jedem MA im Durchschnitt eine Weiterbildung pro Jahr anzubieten. Faktisch haben wir drei Weiterbildungstage pro MA in 2021 durchgeführt. Weiterhin befand sich eine Erweiterung der vorausgegangenen Traineeprogramme um Wunschmodule der Teilnehmer sowie die Organisation eines komplett neuen Traineeprogramms ab 2021 auf der Agenda. Bis 2021 haben wir geplant, unsere Fluktuationsrate bis auf 2 % zu senken. In 2020 haben wir 3,3 % erreicht.

Zur Optimierung der Prozesse wurde in 2021 eine digitale Personalakte eingeführt. Mit der Einführung weiterer Module einer HR-Software, u.a. zur digitalen Steuerung des Seminarmanagements, wurde begonnen.

Mit besonderen Herausforderungen verbunden war für die HR-Abteilung die Schließung der Niederlassung Essen der HERING Bahnbau GmbH zum 31.10.2021. Nach langwierigen und schwierigen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern wurde schließlich am 09.07.2021 in einer Einigungsstelle ein Interessenausgleich mit Sozialplan abgeschlossen. Insgesamt 53 Beschäftigte waren vom Verlust ihres Arbeitsplatzes betroffen.

Insgesamt war 2021 weiterhin geprägt von zahlreichen Auflagen und Maßnahmen im Zuge der Covid 19-Pandemie. Der Krisenstab fand regelmäßig zusammen, um über die aktuellen Entwicklungen zu beraten und erforderliche Anpassungen der Schutzmaßnahmen und Hygieneregelungen zu beschließen sowie die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicher zu stellen. Dadurch konnte das dynamische Infektionsgeschehen im Unternehmen beherrscht und die Funktionalität aller Unternehmensbereiche zu jeder Zeit sichergestellt werden.

Leider war das betriebliche Gesundheitsmanagement erneut stark von den Corona-Einschränkungen betroffen. Unser bereits für Ende 2020 geplanter Gesundheitstag musste erneut zweimal abgesagt werden. Auch weitere BGM-Angebote konnten größtenteils nur digital stattfinden. Die Resonanz war eher verhalten. Eine erfreuliche Ausnahme war der Siegener Firmenlauf. Dieser wartete mit einem neuen dezentralen Konzept auf, an dem sich rund 30 sportbegeisterte "Heringe" beteiligten.

Zu einem etablierten Modell im Bereich der Büroarbeitsplätze hat sich im Jahresverlauf 2021 das hybride Arbeiten entwickelt. Zwar gab es auch vor Corona in unserem Unternehmen schon einzelne Homeoffice-Arbeitsplätze. In 2021 hat sich dieses Modell, nicht zuletzt aufgrund der Schaffung der technischen Voraussetzungen, auf breiter Basis etabliert. In der Folge wurden in allen Bereichen mit den Arbeitnehmervertretungen Betriebsvereinbarungen über die Rahmenbedingungen abgeschlossen. Dieses Arbeitsmodell wird auch nach Corona in unserer Unternehmensgruppe Bestand haben und trägt maßgeblich zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit bei.

Im Herbst 2021 begannen die ersten Vorbereitungen für die in 2022 geplante unternehmensweite Mitarbeiterbefragung. Ein passender externer Partner wurde ausgewählt und eine Projektgruppe gegründet, die sich um die Durchführung der Befragung sowie die Auswertung der Ergebnisse und Entwicklung passender Maßnahmen kümmert.

Das Thema "Ausbildung" genießt bei HERING nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. Weiterhin wird viel Mühe in die Besetzung der ausgeschriebenen Ausbildungsplätze investiert. Das Niveau der Ausbildung wird auf einem konstant hohen Level gehalten. Für die Bauzeichner ist nun ein Vollzeit-Ausbilder verantwortlich, der ein neues Konzept für die Ausbildung entwickelt hat, damit die Absolventen nach drei Jahren möglichst breit aufgestellt sind.

Das Partnerschaftsmodell erwies sich auch im letzten Jahr einmal mehr als ein wertvoller Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Gerade in herausfordernden Zeiten ist zu spüren, dass die Transparenz und Verlässlichkeit, die von diesem Modell und seinen verschiedenen Angeboten ausgeht, einen wesentlichen Beitrag zur Motivation der Beschäftigten leisten. In 2021 haben wir die Teilnahme am Modell auch den Mitarbeitern*innen der HERING Service GmbH angeboten. Alle dort Beschäftigten haben das Angebot angenommen.

V. Technische Entwicklung, Produktion

Die HERING Unternehmensgruppe ist ein innovatives und investives Unternehmen. Wie auch in den Vorjahren wurde im Geschäftsjahr 2021 erneut an innovativen Produktentwicklungen gearbeitet, im Berichtszeitraum wurden hiervon verschiedene Projekte umgesetzt, andere befinden sich noch im Entwicklungsprozess. Bei der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse berücksichtigen wir unseren Grundsatz, den negativen Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Nachstehend die technischen Entwicklungen der Unternehmensbereiche im Einzelnen:

HERING Sanikonzept GmbH

Für die Sanikonzept ist hier nur das Thema "Beschichtung" besonders anzumerken.

Entwicklung und vorbereitende Markteinführung von Beschichtungen:

Easy-to-clean-Beschichtung: Schmutz haftet nicht mehr am Untergrund und ist sehr einfach zu entfernen.

Anti-Graffiti-Schutzbeschichtung: Permanentbeschichtung, Graffitis können einfach und rückstandslos entfernt werden.

Anti-Virale-Beschichtung: Viren und Bakterien sterben unverzüglich auf der beschichteten Oberfläche ab.

Darüber hinaus gab es in 2021 weitere Produkt- bzw. Projektentwicklungen.

HERING Service GmbH

In der HERING Service GmbH haben wir das Geschäftsmodell angepasst. Durch eine flexible Anpassung des Geschäftsmodells zwischen Tages-Stundenbuchungen und Übernachtungsbuchungen konnte die Frequenz im My Cloud Transithotel im Frankfurter Flughafen deutlich gesteigert werden, was direkten Einfluss auf die Umsätze und Ergebnisse hatte.

HERING Bau GmbH & Co. KG Systeme

Neben den unter III berichteten Maßnahmen wurde ein Projekt zur Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Betone in der Architektur und Infrastruktur gemeinsam mit der THM Gießen begonnen. Die Finanzierung für dieses Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im September 2021 genehmigt. Ein weiteres Projekt ist die Entwicklung einer Fassade aus Recycling-Beton (RC-Beton).

HERING GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft / HERING Management GmbH

Digitalisierung:

Nach der von uns ausgesprochenen Kündigung von iTWO 4.0 gilt die Prämisse der Vielfalt unserer Geschäftsmodelle gerecht zu werden, aber vor allem die Wertschöpfungsverbesserung durch eine einheitliche Hering iTWO/Nevaris-Grundstruktur. Hier gilt es insbesondere die definierten Schnittstellen zu entwickeln und zu implementieren, damit ein notwendiger Datenaustausch und Datenfluss stattfinden kann. Die Fortschritte, Herausforderungen und Chancen sowie die Festlegungen des Kernteams werden dem Lenkungsausschuss monatlich, in Form eines Projektstatusberichtes, durch die Projektleitung zur Entscheidung vorgelegt.

Des Weiteren wurden im Rahmen der Digitalisierung folgende Themen begonnen bzw. schon umgesetzt.

iTWO Baseline / 5D

Im Wesentlichen:

Wechsel von iTWO Baseline 2018 auf iTWO Baseline 2020 und damit die unternehmensweite Verfügbarkeit der XRechnung sowie Umsetzung des unternehmensweiten Beschaffungsprozesses

iTWO FM (IMSWARE)

Im Wesentlichen:

Aufnahme der Burbacher HERING Liegenschaften inkl. elektrische Anlagen sowie Wartungsverträge

Perbit

Installation, Konfiguration und Aufbau

Datango

Erste Online-Unterweisungen sowie Aufbau der Wissensdatenbank und Contents

An den Schulungen in iTWO, Datango sowie iTWO FM haben bisher 431 Schulungsteilnehmer erfolgreich teilgenommen.

Ein weiterer Baustein im Gesamtkonzept der Digitalisierung ist die PD-Software. Diese ist im Bereich des Zahlautomaten-Monitorings in unseren vollverantwortlich betriebenen WC-Anlagen im Einsatz. Die PD-Software gewährleistet eine direkte Überwachung und Steuerung der Zugänge durch Kameraüberwachung und Fernwirktechnik, die Überwachung aller automatenrelevanten Funktionen und Parameter, sowie die automatisierte Überwachung der Einnahmen und Abrechnung in Echtzeit, zur Gewährleistung der fiskalischen Sicherheit.

VI. Investitionen

Für die Aufrechterhaltung und Modernisierung des Anlagevermögens wurden in der Hering Gruppe 7.690 T€ für Ersatz- und Neuinvestitionen 2021 getätigt.

Aus Sicht der HERING Sanikonzept GmbH sind für das Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen Investitionen in Betreibungsprojekte zu nennen. Allen voran wurden bei dem Großprojekt "München 42" Entkernungen, Sanierungen und Neubauten an insgesamt 29 Standorten umgesetzt. Mit "München 26" ist im Geschäftsjahr 2021 ein weiteres Großprojekt mit dem Bau von 5 Anlagen gestartet.

Die HERING Bau GmbH & Co. KG Systeme investierte in die Anschaffung kleinerer Werkzeuge und in IT-Investitionen.

In der HERING Bahnbau GmbH wurden insgesamt drei Bagger sowie ein Kirow-Gleis- und Brückenbaukran (Übernahme aus Leasing) angeschafft. Darüber hinaus wurde in einen Schottersauger investiert.

Die Hauptinvestition am Standort Sabrodt war ein neuer Zweiwegebagger mit entsprechenden Anbaugeräten sowie ein neuer Radlader.

Die Verwaltungs- und Managementgesellschaften haben im Geschäftsjahr 2021 ganz wesentlich in die EDV-Infrastruktur investiert. Insbesondere die Hardware für einen neuen Serverraum sowie Netzwerkswitche sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Darüber hinaus wurden zwei weitere Wasserstoffautos sowie vier Mercedes Benz Vito angeschafft.

VII. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die HERING Unternehmensgruppe nimmt im Rating in ihrer Branche eine sehr gute Position ein. Dies gilt auch für das Geschäftsjahr 2021. Ziel ist es, das Rating stets im Fokus zu halten und weiterzuentwickeln, wobei dies durch die allgemein deutlich gestiegenen Anforderungen an die Rating-Systeme, veranlasst durch die Bankenaufsicht bzw. die Europäische Zentralbank (EZB), eine hohe Herausforderung darstellt. Die HERING Unternehmensgruppe ist seit 2011 ununterbrochen durch den Verein Creditreform mit dem Bonitätssiegel CrefoZert® zertifiziert.

Die sehr guten Ratingbewertungen bei Banken, Kreditinstituten und Kreditversicherern konnten auch im Berichtsjahr 2021 stabilisiert verbessert werden, was unter anderem auch positive Effekte auf niedrige Aval- und Finanzkonditionen hatte.

Der der HERING Unternehmensgruppe im Jahr 2021 zur Verfügung stehende Avalrahmen für Anzahlungs-, Vertrags- und Gewährleistungsbürgschaften bestand wie auch in den Vorjahren unverändert ohne Barhinterlegungen. Der Avalrahmen war in seiner Höhe als ausreichend für unser Geschäft zu bezeichnen. Es bestehen nach wie vor Zusagen seitens der Kreditversicherer, diesen - sofern notwendig - jederzeit nach oben anzupassen.

Der Avalrahmen wurde im Berichtszeitraum im Durchschnitt zu 70% ausgeschöpft. Bereitstellungsgebühren / Zinsen für den nicht ausgeschöpften Teil fallen nicht an. Durch die nach wie vor sehr guten Ratingbewertungen befinden sich die Avalgebühren auf niedrigem Niveau.

Das konsequente Offene-Posten-Management sowie das hiermit verbundene kontinuierliche Mahnwesen haben auch im Geschäftsjahr 2021 maßgeblich dazu beigetragen, stets eine ausreichende Liquidität vorhalten zu können. Zu keinem Zeitpunkt musste auf Kontokorrentlinien zurückgegriffen werden, was die finanzielle Stärke der HERING Unternehmensgruppe unterstreicht.

Auch im Geschäftsjahr 2021 war der Bereich der erbrachten, jedoch noch nicht fakturierbaren Leistungen primär im anspruchsvollen Nachtragsgeschäft von Bahnbauleistungen als hoch und schwierig zu betrachten. Die Dokumentation sowie das Kalkulieren und Aufstellen von Nachträgen ist ein enorm arbeitsintensiver Prozess mit hoher Kapazitätsbindung. Insofern haben wir unser Nachtragsmanagement auch personell verstärkt, um schneller und zielgerichteter Nachträge einreichen zu können. Die Verzögerungen auf Auftraggeber-Seite, mit uns Nachtragsverhandlungen zu führen, um uns damit in die Lage zu versetzen, verhandelte Nachtragspositionen auch fakturieren zu können, stellt uns und die gesamte Branche immer wieder vor große Herausforderungen. Weder Maßnahmen wie z. B. die bahnseitig geforderte und von uns umgesetzte digitale Fakturierung noch der Druck der Bauverbände auf die Deutsche Bahn AG, Nachtragsleistungen zügiger zu bezahlen, haben bisher im operativen Geschäft die erhoffte Wirkung erkennen lassen. Wir haben mit der Installation von speziell auf diese Thematik ausgerichteten Nachtragsmanagern reagiert und können erste positive Erfolge in der Umsetzung von Alt-Nachträgen feststellen.

Im vorliegenden Berichtszeitraum wurde ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 4.147 T€ erwirtschaftet.

VIII. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Ausblick

Wie unter Pkt. 1.2. Konzernentwicklung berichtet, blickt die HERING Unternehmensgruppe auf das Geschäftsjahr 2021 mit unterschiedlichen Geschäftsverläufen der einzelnen Profitcenter zurück. Trotz der auch noch in 2021 vorherrschenden Einflüsse der Corona-Pandemie, der Schließung des Bahnbau-Standorts Essen sowie die Herausforderungen in der HERING Bau GmbH & Co. KG Systeme, hat sich HERING im Geschäftsjahr 2021 behauptet und dieses mit einem positiven Betriebsergebnis und einem Bilanzgewinn abgeschlossen, was u. a. auch auf die strategische risikoarme Aufstellung der Unternehmensgruppe zurückzuführen ist.

Die HERING Sanikonzept GmbH war auch im Geschäftsjahr weiter belastet durch den pandemiebedingten Rückgang der Benutzereinnahmen im Betreibergeschäft in den Bahnhöfen. Mit Ende des Lockdowns hat sich der Geschäftsverlauf der HERING Sanikonzept GmbH in 2021 sehr positiv entwickelt, wobei die Gesamtleistung noch deutlich unter den erreichten Zahlen vor der Pandemie liegt. Dennoch ist das erreichte Ergebnis im Geschäftsjahr als überdurchschnittlich gut zu bewerten. Beide Profitcenter Bau und Service haben im zurückliegenden Geschäftsjahr positive Ergebnisse erzielt. Für das aktuell laufende Geschäftsjahr 2022 wurde die Planleistung erhöht mit dem Ziel, diese sukzessive auf das Vor-Corona-Niveau zu bringen. Wir sind sehr zuversichtlich, dieses Ziel auch zu erreichen.

Im Lagebericht des Vorjahres haben wir ausführlich über die Restrukturierung der HERING Bahnbau GmbH in Bezug auf die Bahnbau-Niederlassung am Standort Essen berichtet Wir haben aus den dargelegten wirtschaftlichen Gründen die Niederlassung Essen geschlossen. An dieser Stelle möchten wir auch die Ausführung unter Punkt 1.2. Konzernentwicklung verweisen. Die Aussichten für unsere Bahnbauaktivitäten sind jedoch insgesamt positiv. Wir rechnen damit, dass sich in den nächsten 10 Jahren für den Markt Bahnbau ein weiterhin auftragnehmerfreundliches Umfeld bieten wird. Jüngst hat die neue Bundesregierung beschlossen, das Schienennetz bis 2030 grundlegend zu sanieren und zu einem Hochleistungsnetz auszubauen, u. a. auch, um die herausfordernden Umweltziele zu erreichen. Das Verkehrsministerium hat dies zur Chefsache erklärt.

Selbst wenn die heutige wirtschaftliche Lage der HERING Bau GmbH & Co. KG Systeme als herausfordernd zu bewerten ist, so hat der Bereich Systeme genügende Potential, um auch wieder wirtschaftlich erfolgreich zu werden. Die Analyse zeigt, dass wir sehr gute Produkte im Portfolio haben. Durch eine klare Führung und Fokussierung verbunden mit einer engen Beteiligung aller Mitarbeiter haben wir Grund, überzeugt zu sein, die gesteckten Ziele in Zukunft wieder zu erreichen.

HERING Service GmbH: Der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Lockdown hat sich geschäftsmäßig gesehen positiv auf die Entwicklung des My Cloud-Hotels, Fraport, Frankfurt ausgewirkt. Da My Cloud® nicht als touristische Unterkunft eingestuft worden ist, konnten wir das Hotel auch im Lockdown und während der gesamten Zeit der Pandemie geöffnet halten, was uns enorme Hotelgäste eingebracht hat, so dass das Hotel in der Regel ausgebucht war. Wir konnten den Umsatz und auch den Gewinn signifikant steigern.

Insofern bestätigt sich auch in der Krise das Mehrsäulen-Prinzip der HERING Unternehmensgruppe.

Auch die Beteiligungen, wie sie unter Kapitel 1.2. aufgeführt sind, haben sich im Berichtsjahr alle enorm positiv entwickelt, insbesondere sei hier die DICAD Systeme GmbH als auch die Deutsche Gleisbau Union GmbH & Co. KG genannt.

Das zeitnahe Unternehmenscontrolling für die gesamte HERING Unternehmensgruppe genießt nach wie vor höchste Priorität. Die Zahlen unserer inländischen Beteiligungen und unserer Auslandsgesellschaften sind in unser monatliches Reporting integriert, wozu auch die Überwachung des Cash-Flows gehört. Wie unter VIII. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgeführt, war die HERING Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2021 unter Verzicht auf die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten zu jedem Zeitpunkt liquide. Das für 2021 ausgegebene Ziel, gewährte Skonti zu 90% auszunutzen, wurde mit 93% erreicht. Es konnten 870T€ Skontoerträge generiert werden.

Aufgrund unseres aussagekräftigen Finanz- und Rechnungswesens sind wir jederzeit in der Lage, eine wirtschaftliche und finanzielle Gesamtaussage für die HERING Unternehmensgruppe zu treffen. Im Auftragsbestand befindliche Risiken wurden identifiziert und angemessen bewertet.

In der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie sind wir im Geschäftsjahr 2021 einen deutlichen Schritt nach vorne gekommen, insbesondere dadurch, dass wir große Teile bereits von der Theorie in die Praxis umsetzen konnten. Die Schulung unserer kaufmännischen und technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein laufender Prozess, der auch in Corona-Zeiten, zwar mit weniger Personen in einem Raum oder digital, durchgeführt worden ist und auch in 2022 unvermindert fortgesetzt werden wird.

Die adressierten Themen wie Compliance, Risikomanagement und Datenschutz sind allesamt für unsere Unternehmensgruppe organisatorisch, verfahrenstechnisch und selbstredend personell gelöst. Unsere Abteilung Recht und Verträge betreut und verantwortet diesen Bereich. Diese für unser Haus wichtigen Themen sind feste und gelebte Bestandteile in unserer Unternehmensgruppe.

Im Geschäftsjahr 2021 haben wir uns des Weiteren mit strategischen Workshops Gedanken über die Unternehmensentwicklung unserer Firmengruppe gemacht und dabei Kernthemen, die unsere Geschäftsentwicklung, aber auch Themen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Weiterentwicklung der ökologischen Nachhaltigkeit, beinhalten. Dabei wurden verschiedene Kernthemen bearbeitet: Gemeinschaftsprojekte, Online-Kundengespräche, Homeoffice und Fuhrpark.

Hauptaufgabe für das Geschäftsjahr 2022 sowie die kommenden Jahre wird es sein, das operative Geschäft gerade in dem Profitcenter der HERING Bau GmbH & Co. KG Systeme wieder in positives Fahrwasser zu bringen. Hierzu haben wir verschiedene strategische Maßnahmen vom Risikomanagement bis hin zur Marktbearbeitung definiert und befinden uns hier aktuell in deren Umsetzung.

Wir sind optimistisch, dass wir unsere Kernziele in den operativen Einheiten erreichen werden, aber auch insgesamt den in diesem Lagebericht adressierten gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Die Auswirkungen und mögliche Folgen (z. B. Energieverknappung) des unter I. angesprochenen Ukraine-Krieges können heute noch nicht näher beziffert werden.

Aufgrund der in diesem Lagebericht beschriebenen wirtschaftlichen Entwicklungen, aber auch Herausforderungen, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernergebnis in der Größenordnung von 2 Mio.€.

Wir werden uns den Bedingungen des Marktes selbstbewusst stellen und gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Herausforderungen annehmen und im Sinne unserer Unternehmensziele positiv gestalten.

 

Burbach, den 24. Juni 2022

Hering GmbH

Annette Hering

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.877.467,15 19.247.561,01
20.877.467,15 19.247.561,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.762.762,31 3.882.689,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.602.027,00 2.485.224,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.423.370,04 4.580.596,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 700.283,09 72.758,36
11.488.442,44 11.021.268,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 332.404,19 332.404,19
2. Beteiligungen 1.981.340,38 1.726.643,01
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.176,73 3.131,21
2.316.921,30 2.062.178,41
34.682.830,89 32.331.008,28
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.863.492,39 1.651.673,44
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 170.778.279,06 150.253.932,14
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -155.065.198,98 -134.916.814,31
17.576.572,47 16.988.791,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.982.246,15 5.048.809,15
2. Forderungen gegen Gesellschafter 8.149,22 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 554.856,62 396.234,75
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.483.274,28 5.513.602,21
13.028.526,27 10.958.646,11
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.418.668,26 20.166.536,14
43.023.767,00 48.113.973,52
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 322.095,08 188.156,75
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 440.000,00
78.028.692,97 81.073.138,55

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
34.056.741,38 33.569.274,05
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 2.556.459,41 2.556.459,41
II. Rücklagen 2.653.191,33 2.653.191,33
III. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 28.371.898,22 23.658.067,69
2. Jahresüberschuss 1.634.722,68 5.512.333,05
3. Gutschrift des Ergebnisanteils der Kommanditistin -1.134.537,17 -798.502,52
28.872.083,73 28.371.898,22
IV. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen -37.780,07 -25.061,89
V. Anteile Minderheitsgesellschafter 12.786,98 12.786,98
34.056,741,38 33.569.274,05
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 3.158.639,96 3.068.240,24
2. Sonstige Rückstellungen 10.283.559,55 10.169.727,84
13.442.199,51 13.237.968,08
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.927.787,35 15.722.564,22
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.871.992,73 6.214.345,99
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.476.104,48 5.044.823,05
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.542,01 24.542,01
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.307.861,28 1.704.629,11
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 32.719,63 61.488,78
7. Mitarbeiterbeteiligungen 831.659,59 721.617,58
8. Sonstige Verbindlichkeiten 5.904.518,40 4.406.679,45
- davon aus Steuern: EUR 300.527,62 (Vorjahr: EUR 252.528,60)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 675.862,19 (Vorjahr: EUR 635.657,04)
30.377.185,47 33.900.690,19
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 152.566,61 365.133,23
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 73,00
78.028.692,97 81.073.138,55

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 103.256.373,79 123.762.695,30
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 20.524.346,92 7.279.202,32
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.159.255,78 1.898.358,05
4. Gesamtleistung 125.939.976,49 132.940.255,67
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.287.876,76 -19.734.110,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -28.002.486,41 -33.713.289,17
-50.290.363,17 -53.447.399,53
6. Rohergebnis 75.649.613,32 79.492.856,14
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -30.252.726,73 -28.117.941,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -10.094.444,76 -9.110.526,03
- davon für Altersversorgung: EUR 55.556,63 (Vorjahr: EUR 58.946,03)
-40.347.171,49 -37.228.467,80
8. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.396.230,39 -4.123.179,94
-4.396.230,39 -4.123.179,94
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.073.104,53 -29.069.891,75
10. Betriebsergebnis 3.833.106,91 9.071.316,65
11. Erträge aus Beteiligungen 854.644,57 538.965,66
12. Erträge aus Arbeitsgemeinschaften 0,00 164.738,12
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.590,37 6.178,69
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -350,00
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -552.608,02 -709.286,28
16. Finanzergebnis 341.626,92 246,19
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.501.254,87 -2.789.049,44
- davon latente Steuern: EUR 439.927,00 (Vorjahr: EUR 267.000,00)
18. Ergebnis nach Steuern 1.673.478,96 6.282.513,40
19. Sonstige Steuern -27.856,60 -747.288,94
20. Konzernjahresüberschuss 1.645.622,36 5.535.224,46
21. Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernergebnis -10.899,68 -22.891,41
22. Konzerngewinn 1.634.722,68 5.512.333,05

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Die Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft hat ihren Sitz in Burbach-Holzhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter HRA 5642 eingetragen. Alle in den Konzernabschluss per 31. Dezember 2021 der Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Burbach-Holzhausen einbezogenen Unternehmen haben den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens. Dieser Konzernabschluss wird beim zuständigen Handelsregister, Siegen, offengelegt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 und 2, 266 ff. HGB).

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis wurden folgende Unternehmen einbezogen:

Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Burbach-Holzhausen (Mutterunternehmen)

Hering Bau GmbH & Co. KG, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering Management GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

BauTec Bauplanung und Beratung GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering Sanikonzept GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

InterPublic GmbH Urbane Systeme, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering Bau Verwaltungs-GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering Gleis- und Ingenieurbau Verwaltungs GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Gleisbau Union GmbH & Co. KG, Koblenz (88,09% Anteilsbesitz)

Hering Bahnbau GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Gleisbau Sabrodt GmbH, Elsterheide (100% Anteilsbesitz)

Hering Asset Management GmbH & Co. KG, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering Service GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering GmbH, Burbach-Holzhausen (100% Anteilsbesitz)

Hering Interpublic C.V., Den Haag - Niederlande (100% Anteilsbesitz)

Hering Austria GmbH & Co. KG, Wien - Österreich (100% Anteilsbesitz)

Hering Interpublic Sarl., Echallens - Schweiz (100% Anteilsbesitz)

Hering UK LLP, Newbury - England (100% Anteilsbesitz)

Angaben nach § 313 Abs. 1 Nr. 6 HGB:

Die Hering Bau Verwaltungs-GmbH übernimmt die Komplementärfunktion für die Hering Bau GmbH & Co. KG, Burbach-Holzhausen.

Die Hering Gleis- und Ingenieurbau Verwaltungs GmbH übernimmt die Komplementärfunktion für die Hering Austria GmbH & Co. KG, Wien.

Die Hering GmbH übernimmt die Komplementärfunktion für die Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft sowie für die Hering Asset Management GmbH & Co. KG.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung für ab dem 01.01.2010 erworbene oder gegründete Tochtergesellschaften wurde nach der Neubewertungsmethode des § 301 Abs. 1 HGB vorgenommen.

Die Kapitalkonsolidierung für sogenannte Altfälle (Erstkonsolidierung vor 2009) wurde nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss vorgenommen. Die Bilanzierung erfolgte insoweit abweichend von DRS 4. Ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. den anzusetzenden Vermögensgegenständen zugeschrieben, soweit deren Wert höher ist als der bisherige Wertansatz. Unwesentliche Unterschiedsbeträge wurden sofort erfolgswirksam verbucht.

Unterschiedsbeträge aus den aufgelaufenen Verlusten für den Zeitraum zwischen Gründung und der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss werden offen von den Rücklagen abgezogen. Dies betrifft ausschließlich die Auslandsgesellschaften.

Konzerninterne Zwischengewinne und -verluste werden bei Anfall eliminiert, § 304 HGB.

Die §§ 303, 305 HGB bezüglich der Schulden- bzw. Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden beachtet.

Die Währungsumrechnung (§ 308a HGB) der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Differenzen werden erfolgsneutral erfasst und offen von der Rücklage abgesetzt.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewendeten Bewertungsmethoden einheitlich bewertet.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 800,00 € nicht übersteigen, wurden als sofort abziehbarer Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Abschreibungen angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit stichtagsnahen Marktpreisen zum Bilanzstichtag, höchstens jedoch zu Anschaffungskosten, bewertet.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse sind mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Bei der Ermittlung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind die von Mitunternehmern erbrachten noch nicht abgerechneten Leistungen mit einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert angesetzt. Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Die aktiven latenten Steuern sind mit einem konzernindividuellen Steuersatz bewertet.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs oder mit einen Sicherungskurs bewertet, soweit nicht gemäß § 256a S. 2 HGB bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr das Realisations- bzw. Imparitätsprinzip zu berücksichtigen waren.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse betragen:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Schweizer Franken 1 CHF = 0,96472 € 1 CHF = 0,92473 €
Britische Pfund 1 GBP = 1,19107 € 1 GBP = 1,16279 €

V. Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Folgende Beteiligungen bestehen zum Stichtag:

Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Rückenstudio Dreiländereck GbR 100,00 0 -7
Gleisbau-Union Verwaltungs-GmbH, Koblenz 88,09 31 1
DICAD Systeme GmbH, Köln 21,16 2.019 869
DGU Deutsche Gleisbau-Union GmbH & Co. KG 25,00 4.630 2.038

Als Beteiligungen wurden die Buchwerte von Unternehmen ausgewiesen, die nicht unter der einheitlichen Leitung der Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft stehen oder aus anderen Gründen nicht konsolidiert werden.

Die Geschäftstätigkeit der Rückenstudio Dreiländereck GbR findet außerhalb der Konzerntätigkeit statt und ist von untergeordneter Bedeutung. Die GbR wird daher nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Die Beteiligungen an der Gleisbau-Union Verwaltungs-GmbH, der DGU Deutsche Gleisbau-Union GmbH & Co. KG und an der DICAD Systeme GmbH sind von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden im Berichtsjahr aufgelöst, da die für die Aktivierung ursächlichen gewerbesteuerlichen Verlustvorträge nicht mehr genutzt werden können.

Eigenkapital

Das Kommanditkapital ist in DM festgelegt und beträgt DM 5.000.000,00 (EUR 2.556.473,03).

Entwicklung des Bilanzgewinns:

Gewinnvortrag 28.371.898,22
Jahresüberschuss 2021 1.634.722,68
Gutschrift des Ergebnisanteils der Kommanditistin -1.134.537,17
Stand 31.12.2021 28.872.083,73

Entwicklung Anteile Minderheitsgesellschafter:

GBU Gleisbau-Union GmbH & Co. KG

Kapitalanteile Fremdgesellschafter 31.12.2020 12.786,98
Gewinnanteil 2021 10.899,68
Gutschrift Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter -10.899,68
Stand 31.12.2021 12.786,98

Es handelt sich um die Anteile des fremden Gesellschafters an der GBU Gleisbau-Union GmbH & Co. KG, Koblenz.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung für Lebensarbeitszeitverpflichungen in Höhe von TEUR 2.005 enthalten. Der Betrag ist in gleicher Höhe durch eine Versicherung gedeckt und mit Bargeld auf einem verpfändeten Anderkonto insolvenzsicher hinterlegt, so dass eine Verrechnung der Rückstellung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der entsprechenden Forderung erfolgt.

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahre von mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.927.787,35 4.596.620,53 5.864.833,40 2.466.333,42 15.722.564,22
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.871.992,73 4.871.992,73 0,00 0,00 6.214.345,99
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.476.104,48 3.476.104,48 0,00 0,00 5.044.823,05
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.542,01 24.542,01 0,00 0,00 24.542,01
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.307.861,28 2.307.861,28 0,00 0,00 1.704.629,11
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 32.719,63 32.719,63 0,00 0,00 61.488,78
Mitarbeiterbeteiligungen 831.659,59 149.351,26 452.786,63 229.521,70 721.617,58
Sonstige Verbindlichkeiten 5.904.518,40 4.634.118,40 547.700,00 722.700,00 4.406.679,45
30.377.185,47 20.093.310,32 6.865.320,03 3.418.555,12 33.900.690,19

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Sicherheiten gestellt:

Selbstschuldnerische Bürgschaften von insgesamt TEUR 12.300

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern sind durch Anpassungen von Rückstellungen aufgrund der Erstanwendungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstanden.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

• Zum Stichtag bestehen folgende von Kreditinstituten bzw. Versicherungen herausgelegten Avale:

Vertragserfüllung: TEUR 14.132
Gewährleistung: TEUR 7.821
Vorauszahlung: TEUR 9.409
Prozesskostenbürgschaft: TEUR 0
Zahlungssicherheit: TEUR 152
Handwerkersicherung: TEUR 8

Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonität der Kunden nicht gerechnet.

• Verpflichtungen aus Bürgschaften gegenüber Arbeitsgemeinschaften: TEUR 4.240

Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonität der Kunden nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

• Sonstige Verpflichtungen aus Leasinggeschäften:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 2.705.929,41
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren: TEUR 6.069.415,03
Restlaufzeit über fünf Jahren: TEUR 489.964,74

• Mieten und Pachten

 

Die jährlichen Mieten und Pachten betragen rd. TEUR 7.384.

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Konzerntätigkeit gliedert sich in vier Unternehmensbereiche, die mit 98,35 % zum Konzernumsatz beigetragen haben. Die in- und ausländischen Anteile der operativen Unternehmensbereiche verteilen sich wie folgt:

- Bahnbau 40,96 %
- Systeme 15,63 %
- Sanitäranlagen 37,47 %
- Flughafenhotel 4,29 %
- Übrige 1,65 %

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt:

31.12.2021
TEUR
Bahnbau 42.296
Systeme 16.137
Sanitäranlagen 38.689
Flughafenhotel 4.432
Sonstige Erlöse 1.702
103.256

2. Außergewöhnliche Aufwandsposten

Es sind Kosten für die Schließung der Niederlassung in Essen in einem Gesamtumfang von TEUR 3.250 enthalten. Die Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwand (TEUR 3.179) und im Übrigen aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

VII. Weitere Angaben

Abschlussprüferhonorare:

Prüfung: € 98.000.00
Steuerberatung: € 25.600,00
Sonstige Beratung: € 24.955,00

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 527 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 529).

Die Arbeitnehmer verteilen sich wie folgt auf die Unternehmen bzw. Unternehmensbereiche:

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer
Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft 12
Hering Sanikonzept GmbH 111
Hering Bau GmbH & Co. KG, Systeme 98
BauTec Bauplanung und Beratung GmbH 12
Hering Management GmbH 40
Gleisbau Sabrodt GmbH, Elsterheide 72
Hering Service GmbH 27
Hering Bahnbau GmbH 155
527

Persönlich haftende Gesellschafterin und alleinige Geschäftsführerin der Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft ist die Hering GmbH mit Sitz in Burbach-Holzhausen. Ihr gezeichnetes Kapital beträgt DM 50.000,00 (EUR 25.564,59).

Die Gesamtbezüge aller Geschäftsführer im Konzern betragen EUR 2.074.982. Die Gesamtbezüge des Beirats beliefen sich auf EUR 18.155,60.

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Burbach-Holzhausen

Hering Management GmbH, Burbach-Holzhausen

Bau Tec Bauplanung und Beratung GmbH, Burbach-Holzhausen

Hering Sanikonzept GmbH, Burbach-Holzhausen

InterPublic GmbH Urbane Systeme, Burbach-Holzhausen

Hering Bau Verwaltungs GmbH, Burbach-Holzhausen

Hering Gleis- und Ingenieurbau Verwaltungs GmbH, Burbach-Holzhausen

Hering Bahnbau GmbH, Burbach-Holzhausen

Gleisbau Sabrodt GmbH, Elsterheide

Hering Service GmbH, Burbach-Holzhausen

Hering Bau GmbH & Co. KG, Burbach-Holzhausen

Hering Asset Management GmbH & Co. KG

Hering GmbH, Burbach-Holzhausen

 

Burbach-Holzhauen, den 24.06.2022

Hering GmbH vertreten durch

Annette Hering, Geschäftsführerin

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge Spalte 7 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.229.051,91 4.100.093,61 2.683.995,08 0,00 34.645.150,44
33.229.051,91 4.100.093,61 2.683.995,08 0,00 34.645.150,44
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.801.830,88 80.925,85 0,00 2.744,00 4.885.500,73
Technische Anlagen und Maschinen 16.824.737,66 775.156,15 1.420.199,16 0,00 16.179.694,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.637.694,08 1.018.217,77 286.913,47 0,00 15.368.998,38
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.758,36 630.268,73 0,00 -2.744,00 700.283,09
36.337.020,98 2.504.568,50 1.707.112,63 0,00 37.134.476,85
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 332.404,19 0,00 0,00 0,00 332.404,19
Beteiligungen 1.978.364,07 254.697,37 0,00 0,00 2.233.061,44
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.131,21 45,52 0,00 0,00 3.176,73
2.313.899,47 254.742,89 0,00 0,00 2.568.642,36
71.879.972,36 6.859.405,00 4.391.107,71 0,00 74.348.269,65
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.981.490,90 2.360.772,47 2.574.580,08 13.767.683,29
13.981.490,90 2.360.772,47 2.574.580,08 13.767.683,29
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 919.141,42 203.597,00 0,00 1.122.738,42
Technische Anlagen und Maschinen 14.339.512,98 658.348,83 1.420.194,16 13.577.667,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.057.097,72 1.173.512,09 284.981,47 10.945.628,34
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
25.315.752,12 2.035.457,92 1.705.175,63 25.646.034,41
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 251.721,06 0,00 0,00 251.721,06
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
251.721,06 0,00 0,00 251.721,06
39.548.964,08 4.396.230,39 4.279.755,71 39.665.438,76
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021 31. Dez. 2020
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.877.467,15 19.247.561,01
20.877.467,15 19.247.561,01
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.762.762,31 3.882.689,46
Technische Anlagen und Maschinen 2.602.027,00 2.485.224,68
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.423.370,04 4.580.596,36
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 700.283,09 72.758,36
11.488.442,44 11.021.268,86
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 332.404,19 332.404,19
Beteiligungen 1.981.340,38 1.726.643,01
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.176,73 3.131,21
2.316.921,30 2.062.178,41
34.682.830,89 32.331.008,28

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021 2020
TEUR TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 1.646 5.535
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.396 4.123
+ Zunahme/ Abnahme der sonstigen Rückstellungen 114 1.489
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -1.866 -3.002
- Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -942 -2.615
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -90 -40
+ Saldo Zinserträge/-aufwendungen 513 703
- Sonstige Beteiligungserträge -855 -539
- Erträge aus Arbeitsgemeinschaften 0 -165
+ Ertragsteueraufwand 2.501 2.789
- Ertragsteuerzahlungen -2.897 -405
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.520 7.813
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.100 -2.352
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 200 216
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.505 -2.803
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3 0
- Auszahlungen für Investitionen in das F inanzanlagevemögen -255 -217
+ Erhaltene Zinsen 40 6
+ Erträge aus Arbeitsgemeinschaften 0 165
+ / - Beteiligungserträge / Aufwand Beteiligungen 855 539
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -5.762 -4.446
- Auszahlungen an Unternehmenseigner -1.135 -799
- Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -11 -22
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 2.600
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -3.662 -3.370
- Gezahlte Zinsen -553 -709
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -5.361 -2.300
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -8.603 1.067
+ / - Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -13 4
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 18.687 17.616
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.071 18.687
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
+ Zahlungsmittel 12.419 20.167
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -2.348 -1.480
10.071 18.687

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Kapitalanteile Summe
Kapitalanteile Kommanditisten
Festkapital Variables Kapital
EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2019 2.556.459,41 0,00 2.556.459,41
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 2.556.459,41 0,00 2.556.459,41
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Gewinnrücklagen Summe
Sonstige Gewinnrücklagen
EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2019 2.594.883,88 58.307,45 2.653.191,33
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 2.594.883,88 58.307,45 2.653.191,33
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/
Verlustvortrag
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2019 -28.544,27 23.658.067,69 0,00 28.839.174,16
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -798.502,52 0,00 -798.502,52
Währungsumrechnung 3.482,38 0,00 0,00 3.482,38
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 5.512.333,05 5.512.333,05
Stand am 31. Dezember 2020 -25.061,89 22.859.565,17 5.512.333,05 33.556.487,07
Vorjahr Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Eigenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2019 12.786,98 0,00 12.786,98 28.851.961,14
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -22.891,41 -22.891,41 -821.393,93
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 3.482,38
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 22.891,41 22.891,41 5.535.224,46
Stand am 31. Dezember 2020 12.786,98 0,00 12.786,98 33.569.274,05
aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Kapitalanteile Summe
Kapitalanteile Kommanditisten
Festkapital Variables Kapital
EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 2.556.459,41 0,00 2.556.459,41
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 2.556.459,41 0,00 2.556.459,41
aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Gewinnrücklagen Summe
Sonstige Gewinnrücklagen
EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 2.594.883,88 58.307,45 2.653.191,33
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 2.594.883,88 58.307,45 2.653.191,33
aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 -25.061,89 22.859.565,17
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -1.134.537,17
Währungsumrechnung -12.718,18 5.512.333,05
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 -37.780,07 27.237.361,05
aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Eigenkapital
EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 5.512.333,05 33.556.487,07
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -1.134.537,17
Währungsumrechnung -5.512.333,05 -12.718,18
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.634.722,68 1.634.722,68
Stand am 31. Dezember 2021 1.634.722,68 34.043.954,40
aktuelles Jahr Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Eigenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 12.786,98 0,00 12.786,98 33.569.274,05
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -10.899,68 -10.899,68 -1.145.436,85
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -12.718,18
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 10.899,68 10.899,68 1.645.622,36
Stand am 31. Dezember 2021 12.786,98 0,00 12.786,98 34.056.741,38

 

Burbach-Holzhausen, den 30.06.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Burbach-Holzhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Burbach-Holzhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hering GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Burbach-Holzhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die unter Sonstige Informationen aufgeführten lageberichtsfremden Angaben des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die nicht inhaltlich geprüften Angaben des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Im Konzernlagebericht wird im Abschnitt Nachhaltige Entwicklung auf den Nachhaltigkeitsbericht verwiesen, der dadurch sonstige Informationen darstellt. Im Abschnitt Entwicklung Umweltmanagement sind Aussagen zur Artenvielfalt auf dem Betriebsgelände enthalten. Diese Aussagen stellen ebenfalls sonstige Informationen dar.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 30. Juni 2022

SiegRevision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Wirt.jur. Christoph Vitt, Wirtschaftsprüfer

Mit Datum vom 25.10.2022 wurde der hier wiedergegebene Konzernabschluss durch die Gesellschafter gebilligt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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