Vivy GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Beatriz Corti Stuber seit 2.9.2025 | Geschäftsführer |
Clara Silvestri seit 2.9.2025 | Geschäftsführer |
Laurent Nicolas Thierry Floquet seit 2.9.2025 | Geschäftsführer |
Michael Buttstedt seit 2.9.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Adolf Ruckdäschel seit 29.8.2025 | Prokura |
Susan Lee Sahl Poynor seit 29.8.2025 | Prokura |
Philipp Andreas Dr. Scheuermann seit 29.8.2025 | Prokura |
Robert Allmann seit 29.8.2025 | Prokura |
Carsten Staat seit 29.8.2025 | Prokura |
Michael Thomas Maicher seit 29.8.2025 | Prokura |
Gregor Blasel seit 29.8.2025 | Prokura |
Anna Kofoed seit 29.8.2025 | Prokura |
Gregor Nikolas Dr. Rutow seit 29.8.2025 | Prokura |
Stephan Dr. Ebbeler seit 29.8.2025 | Prokura |
Raphael Hügli seit 15.2.2023 | Prokura |
Heide Freynhofer seit 15.2.2023 | Prokura |
Brigitte Dr. Strasser seit 5.9.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Allianz Partners SAS | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Allianz Partners Deutschland GmbHAschheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Die Gesellschaft hat folgende Geschäftsführer: Carsten Staat, Vorsitzender Geschäftsführer Marc Kottmann, Geschäftsführer (seit 01.01.2023) Rüdiger Kahde, Geschäftsführer (seit 16.06.2023) Die Mitglieder des Beirats sind wie folgt: Tomas Kunzmann, Mitglied des Vorstandes, Allianz Partners SAS, St. Ouen, Frankreich; Vorsitzender des Beirats Jolanta Karny, Region NCEE; Allianz Partners SAS, St. Ouen, Frankreich Lucie Bakker, Mitglied des Vorstandes; Allianz Versicherungs-AG, München Dirk Steingroever, Mitglied des Vorstandes; Allianz Versicherungs-AG, München A. Geschäfts- und Rahmenbedingungena) Informationen zur GesellschaftDie Allianz Partners Deutschland GmbH hat ihren Hauptsitz in Aschheim bei München und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 125610 eingetragen. Während des Geschäftsjahres 2023 wurde die Allianz Handwerker Services GmbH mit Hauptsitz in Aschheim bei München rückwirkend zum 01.01.2023 auf die Allianz Partners Deutschland GmbH verschmolzen. Die Allianz Handwerker Services GmbH als untergehende Gesellschaft war ein Tochterunternehmen der Allianz Partners SAS, St. Ouen, und der Allianz Versicherungs-AG, München, und wurde auf die Allianz Partners Deutschland GmbH als übernehmende Gesellschaft im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG verschmolzen. Die übernehmende Gesellschaft führt die Buchwerte sämtlicher Aktiva und Passiva von der untergehenden Gesellschaft zum Schlussbilanzstichtag (31.12.2022) fort. Durch den Verschmelzungsvertrag vom 16. Juni 2023 wurde festgelegt, dass das Stammkapital der übernehmenden Gesellschaft unverändert bleibt, weil die Gesellschafter der übertragenden Gesellschaft jeweils gemäß § 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG auf die Gewährung von Geschäftsanteilen an der übernehmenden Gesellschaft verzichten. Die Übertragung des Vermögens im Wege der Verschmelzung erfolgt daher ohne Gegenleistung. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 3. Juli 2023 unter der Nummer HRB 125610. Um die Vergleichbarkeit für die Bilanz vom 31.12.2023 zum Vorjahr zu gewährleisten, hier die Bilanz zum 01.01.2023 nach Verschmelzung mit den jeweiligen Vorjahreszahlen der verschmolzenen Gesellschaften: AKTIVA
Im Weiteren hier die Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden Gesellschaften zum 31.12.2022, um die Transparenz beim Vergleich des laufenden Geschäftsjahres zum Vorjahr zu erhöhen: Gewinn - und Verlustrechnung zum 31.12.2022
Die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), bietet Assistance Leistungen in den Geschäftsfeldern Haus (Property & Other), Automotive (Roadside Assistance), Medizin (Health & Lifecare) und Reise (Travel) an. In diesen Bereichen werden Notfall- und Serviceleistungen erbracht, wie die Behebung und Abwicklung von Schadensfällen, Schutzbriefleistungen, telefonischer First Level Support, die Vermittlung von Handwerksleistungen, telefonische Informationsdienste zu medizinischen Fragestellungen, Organisation von Hilfeleistungen bei medizinischen Notfällen und Unterstützung bei Massenschadenereignissen. Im Geschäftsfeld Property & Other steigen die Umsätze auf 243 Mio. €. Der hohe Anstieg in diesem Geschäftsfeld ist durch die Verschmelzung zu erklären, da der Umsatz bei der übernehmenden Gesellschaft im Vorjahr nur 1,5 Mio. € betrug. Die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), ist eine deutsche Geschäftseinheit der Allianz Partners Gruppe im Bereich Assistance und Reiseversicherungen mit Sitz in St. Ouen, Frankreich. Unter der Marke Allianz Global Assistance arbeitet die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), eng mit der AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland, Aschheim (bei München), zusammen. Die AWP P&C S.A., St. Ouen, Frankreich, ist ein Anbieter von Reiseversicherungen für Freizeit, Auslandsaufenthalte und Spezialsachversicherungen. Durch die Bündelung der Kernkompetenzen aus Assistance Leistungen und Versicherungsschutz können maßgeschneiderte Produkte und Leistungen, die speziell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Kundengruppen zugeschnitten sind, angeboten werden. Zur Erweiterung des Leistungsportfolios unterhält die Gesellschaft eine Beteiligung von 100% an der RehaCare GmbH, München, sowie eine 100% Beteiligung an der Mondial Kundenservice GmbH, Nürnberg. Geschäftszweck der RehaCare GmbH, München, ist die Steuerung der Rehabilitation von schwer Erkrankten und Verletzten. Die Mondial Kundenservice GmbH erbringt Kundendienstleistungen mit den Schwerpunkten Call-Center-Dienstleistungen, Vertriebsunterstützung sowie Schadenbearbeitung für Dritte bzw. die Gesellschaften des Allianz-Konzerns. b) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenGesamtwirtschaftIm Jahr 2023 fiel gemäß dem statistischen Bundesamt das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% geringer aus als im Vorjahr. Inflationsbedingte Preissteigerungen, sinkende Kreditnachfrage durch hohe Zinsen sowie rückläufige Nachfrage aus dem In- und Ausland in allen Wirtschaftszweigen haben zur Abschwächung der Konjunktur geführt. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung hat sich auch negativ auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4% von 5,3% in 2022 auf 5,7% im Berichtsjahr. Die Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft liegen für das Jahr 2024 bei +3,1%. Im darauf folgenden Jahr 2025 wird ebenfalls von einem Anstieg um +3,2% ausgegangen. Trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenquote um 0,4 % war in Deutschland der Arbeitsmarkt zum Anfang des Jahres 2023 stabil und somit eine zuverlässige Auftriebskraft in Bezug auf private Konsumausgaben. Im Jahr 2023 bleibt die hohe Inflation weiterhin eine Herausforderung für die Wirtschaft. Auch wenn die Europäische Zentralbank die Zinsen mehrfach erhöht hat, wirken geldpolitische Maßnahmen nicht sofort. Daher können gestiegene Zinsen zu weiteren Belastungen führen, die kurzfristig eine zusätzliche Abschwächung der Wirtschaft mit sich bringen würde. Um langfristig eine Preisstabilität herzustellen, sollte eine Inflationszielrate von 2% angestrebt werden. (Quellen: Bundesbank) c) Wettbewerbs- und MarktsituationAssistance-Markt - AllgemeinDer Assistance-Markt in Deutschland ist ein stark fragmentierter Markt. Eine genaue Abgrenzung ist jedoch nicht möglich. Grundsätzlich kann man zwischen den folgenden Anbietern differenzieren: 1) Assistance Gesellschaften der großen Versicherer 2) Automobilclubs 3) Spezialanbieter für bestimmte Segmente 4) Neue digitale Anbieter Waren Assistance Leistungen in der Vergangenheit nahezu ausschließlich auf aktive Hilfe in Notfällen bei versicherten Ereignissen beschränkt, so werden diese heutzutage immer häufiger auch als sogenannte "Convenience Leistung" rund um die Themen Reise, Gesundheit, Wohnen und Mobilität angeboten. Assistance Leistungen haben sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Versicherungsunternehmen eine besondere Bedeutung. Sie werden nicht mehr nur als Instrumente effizienter und kundenfreundlicher Schadensteuerung betrachtet, sondern mehr und mehr als geeignetes Mittel, mit dem Versicherten regelmäßig in Kontakt zu treten und so die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu steigern. Die Bedeutung von Assistance Leistungen, in Bezug auf erhöhte Kundenzufriedenheit durch positive Kundenerlebnisse, haben mittlerweile auch andere Industriezweige für sich erkannt. Es kann also angenommen werden, dass insgesamt der Bedarf an Assistance Leistungen nicht nur in der Versicherungswirtschaft weiter zunehmen wird. Megatrends wie die demographische Entwicklung oder die fortschreitende Digitalisierung stellen signifikante Marktchancen für Assisteure wie die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), dar. Von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der zuvor unter Punkt 1) und 2) genannten Gruppe wird jedoch das Tempo der Innovationskraft der jeweiligen Assistance Gesellschaften sein, um nicht von neuen Anbietern marginalisiert zu werden. Roadside Assistance (RSA)Die Roadside Assistance umfasst Leistungen rund um das Automobil, die insbesondere bei Unfällen, Pannen oder Fehlbedienungen erforderlich werden. Diese Serviceleistungen werden in der Regel von Auto- oder Reifenherstellern sowie Händlern und Werkstätten oder Autovermietungen auf der Basis von kostenlosen oder optional zu bezahlenden Mobilitätsgarantien oder Versicherungen eingeräumt. Der wichtigste Indikator für das Potential im Bereich Roadside Assistance sind die Neuzulassungen der Personenkraftwagen (PKW). 2023 wurden insgesamt 2,8 Mio. Neuwagen zugelassen (2022: 2,7 Mio. Neuzulassungen, +3,7%). Die Entwicklung der Neuzulassungen beeinflussen das OEM-Geschäft (OEM = Original Enterprises Manufacturing) von Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), die sich positiv in den Umsatzzahlen niederschlagen. Durch Anstieg der Neuzulassungen werden mehr KfZ-Versicherungen abgeschlossen. Da die Allianz Versicherungs-AG einer der größten KfZ Versicherer in Deutschland ist, profitiert sie von dem Anstieg der Neuzulassungen. Im Bereich Roadside Assistance konnte die Anzahl der versicherten Fahrzeuge der Allianz Versicherungs-AG, München, im Jahr 2023 leicht gesteigert werden. Auch die Herausforderungen der schadenrelevanten wetterbedingten Naturkatastrophen bleiben in Deutschland nach wie vor hoch. Naturkatastrophen und extreme Unwetter haben in den vergangenen Jahren Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Klimastudien belegen, dass Unwettergefahren und Naturkatastrophen zunehmen - auch in Deutschland. Für die Haushalte bedeutet dies eine Zunahme des Risikos, durch Naturgefahren wie Starkregen, Überschwemmungen, Stürme oder Orkane geschädigt zu werden. Health & LifecareDem Gesundheitssektor kommt sowohl politisch als auch wirtschaftlich eine immer größere Bedeutung zu. In den kommenden Jahren werden die Kosten in diesem Bereich weiter steigen. Im Jahr 2022 lagen die Gesundheitsausgaben bei 497,7 Mrd. €. Laut Statistisches Bundesamt wird für das Jahr 2023 ein leichter Rückgang der Ausgaben im Gesundheitswesen um 0,6% prognostiziert. Der Anstieg der Gesundheitskosten bleibt demzufolge die größte Herausforderung für das Gesundheitssystem. Die Folgen für Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) sind steigende Kosten im Pflege-, Hauswirtschaftsdienst und anderen Leistungsarten, die unter Umständen an den Kunden weitergegeben werden. Property & OtherAuf die Wohnungswirtschaft hat unter anderem der demographische Wandel Auswirkungen. Die Anzahl der privaten Haushalte ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was einerseits an der steigenden Einwohnerzahl liegt, anderseits jedoch ebenfalls am Trend zu immer kleiner werdenden Haushaltsgrößen. Die durchschnittliche Haushaltsgröße sinkt korrespondierend von 2,3 in 1991 hin zu aktuell 2,03 Personen pro Haushalt. Dies unterscheidet sich nach Region jedoch erheblich: Großstädte ziehen vor allem junge Paare und Singles an, ältere Menschen hingegen leben in kleineren Haushalten im ländlichen Raum. Durch die Verschmelzung der Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), mit der Allianz Handwerker Services GmbH, Aschheim (bei München), einer Gesellschaft, die nur in diesem Geschäftsfeld aktiv war, konnte der Umsatz wesentlich gesteigert werden. (Quelle: statista.com, Statistisches Bundesamt) TravelDas Jahr 2023 hat gezeigt, dass die Reisefreude in Deutschland wieder zurück ist. Während in den Jahren 2020 und 2021 die Reiseausgaben durch die Pandemie stark eingebrochen waren, lagen die Ausgaben im Jahr 2023 wieder über dem Höchstwert der Vor-Corona Zeit. Insgesamt gab die deutsche Bevölkerung 79 Mrd. € für Urlaubsreisen aus und lagen damit 26,8% über dem Vorjahr. Im Rahmen der Reisebuchung sind die Themen Sicherheit, Flexibilität und kompetente Beratung dabei für Reisende noch wichtiger geworden. Ein Grund, warum Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) das bewährte Reiseschutz-Angebot, - das wichtige Corona-Leistungen inkludiert -, weiter verbessert und ausgebaut hat. So wurde z. B. für den wachsenden Camper-Markt ein eigenes Reiseschutz-Produkt entwickelt, das seit Ende 2022 erhältlich ist. (Quellen: drv.de) B. WirtschaftsberichtDurch die Verschmelzung der Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), und der Allianz Handwerker Services GmbH, Aschheim (bei München), konnte der Umsatz im Geschäftsfeld Property & Other von 1,5 Mio. € auf 243 Mio. € deutlich gesteigert werden. Das Geschäftsfeld Property & Other umfasst die Themenfelder der Versicherungswirtschaft, wobei das Gebäudeschadenmanagement im Vordergrund steht, sowie der Immobilienwirtschaft. Die übrigen Geschäftsfelder, wie Roadside Assistance mit 46 Mio. € (Vj. 43 Mio. €) und Health & Lifecare inkl. Travel in Höhe von 16 Mio. € (Vj. 14 Mio. €) konnten ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr ebenfalls steigern. a) Umsatz- und ErtragsentwicklungDie Gesellschaft erzielt den größten Anteil ihres Umsatzes konzernintern mit der Allianz Versicherungs-AG, München. Mit einem Gesamtumsatz über 304.788 T€ verzeichnet die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr (59.871 T€) ein Umsatzplus von +409%. Ursache für den erheblichen Anstieg ist die Verschmelzung der Allianz Handwerker Services GmbH (Aschheim bei München) auf die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München). Nach der Verschmelzung ist das Geschäftsfeld Property & Other das umsatzstärkste, mit einem Anteil von 80% gefolgt von Roadside Assistance mit einem Anteil von 15%. Die Umsätze nach Geschäftsfelder sind wie folgt aufgeteilt: Property & Other mit 243 Mio. €, Roadside Assistance mit 46 Mio. € und Health & Lifecare 16 Mio. €. Durch den Umsatzanstieg verbessert sich das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 59.723 T€, die Gemeinkosten sind um 58.114 T€ gestiegen. Das hat zur Folge, dass das Berichtsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 12.654 T€ abschließt (Vj. 12.347 T€). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Ergebnisverschlechterung um 307 T€. b) Vermögens- und FinanzlageDurch die Verschmelzung von Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) und Allianz Handwerker Services GmbH, Aschheim (bei München) erhöht sich das Eigenkapital zum Ende des Berichtsjahres 2023 um 51.165 T€ (Vj. 8.034 T€). Damit erhöht sich die Eigenkapitalquote auf 36,21 % (Vj. 14,9%). Am Ende des Geschäftsjahres 2023 liegt die Umsatzrentabilität bei -4,2% (Vj. -20,6%). Für das Geschäftsjahr 2023 zeigt die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), eine stabile Vermögenslage. Unter den Finanzanlagen weist die Gesellschaft ihre 100% Anteile an den beiden Tochterunternehmen Mondial Kundenservice GmbH, Nürnberg, sowie RehaCare GmbH, München, aus. Aufgrund des im Jahr 2012 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags werden die Ergebnisse der beiden Tochtergesellschaften auf die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) übertragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr 2023 auf 113.714 T € (Vj. 56.095 T€) gestiegen. Die darin enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen tragen mit 72.101 T€ im Vergleich zum Vorjahr (45.623 T€) zum Anstieg bei. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von 5.141 T€ auf 5.444 T€. Das gezeichnete Kapital ist gemäß Verschmelzungsvertrag mit 50 T€ unverändert. Durch die Zusammenlegung von Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) und Allianz Handwerker Services, Aschheim (bei München) sind die Kapitalrücklagen im Vergleich zum Vorjahr um 63.319 T€ gestiegen. Da eine Verschmelzung ohne Kapitalerhöhung aufgrund eines Anteilsverzichts vorliegt, wurde der positive Differenzbetrag unmittelbar in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Nach einem Jahresfehlbetrag von 12.347 T€ im Jahr 2022, belief sich für das aktuelle Berichtsjahr der Jahresfehlbetrag auf 12.654 T€, verursacht durch hohe konzerninterne Umlagen und hohe IT-Kosten. Durch die Fusion der beiden Gesellschaften Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) und Allianz Handwerker Services, Aschheim (bei München) stiegen die Rückstellungen auf 20.500 T€ (Vj. 4.475 T€). Die größten Positionen darin stellen die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 19.105 T€ (Vj. 4.333 T€) und die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Rückstellungen in Höhe von 144 T€ (Vj. 143 T€) dar. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 83.798 T€ (Vj. 44.648 T€) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 64.204 T€ (Vj. 39.387 T€). Letztere ist im Wesentlichen durch die Verschmelzung zwischen Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München) und Allianz Handwerker Services GmbH, Aschheim (bei München) begründet. Durch die Teilnahme der Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), am konzernweiten Cash-Pool des Allianz-Konzerns wird gewährleistet, dass überschüssige Liquidität zu marktüblichen Konditionen angelegt wird und ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf ausgeglichen werden kann. Weitere Finanzierungsmaßnahmen sind derzeit nicht notwendig. c) PersonalIm Geschäftsjahr 2023 betrug bei Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 694 (Vj. 352). Es waren zum Jahresende 525 aktive Mitarbeiter in Vollzeit und 161 aktive Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Der hohe Anstieg beim Personal ist durch die Verschmelzung zu erklären. Die Allianz Handwerker Services GmbH hatte zum Jahresende 2022 eine durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer von 339, davon waren 296 Mitarbeiter in Vollzeit und 40 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. C. Risiko- und ChancenberichtDas Risikomanagement bei Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), deckt folgende Aktivitäten ab: Operationelle Risiken werden auf lokaler Ebene im Rahmen des internen Kontrollsystems (Integrated Risk and Control System) identifiziert, bewertet und entsprechende Kontrollen dokumentiert und getestet. Risikoszenarien und Kontrollen werden dabei auf Prozessebene dokumentiert und entsprechend einem jährlichen Plan bewertet und getestet, d.h. in jedem Jahr werden ausgewählte Prozesse mit zugehörigen Risiken und Kontrollen begutachtet. Darüber hinaus gibt es einen monatlichen Prozess zur Identifikation und Meldung von tatsächlich eingetretenen operationellen Risikoereignissen aus den Fachabteilungen an das Risikomanagement. Operationelle Risiken umfassen Fehler in Prozessen, IT-Systemen, menschliche Fehler oder Fehlverhalten sowie externe Ereignisse und beinhalten Rechts- und Compliance Risiken. Als Ergänzung zum internen Kontrollsystem wird auf regionaler Ebene ein Top Risk Assessment durchgeführt, welches neben operationellen Risiken auch Geschäfts- und Strategische Risiken abdeckt. Die Betrachtung erfolgt im Gegensatz zum internen Kontrollsystem aus der Perspektive des Managements (Top Down Ansatz). Die Steuerung von kredit-, markt- und versicherungstechnischen Risiken erfolgt in der Regel global aus der Zentrale in Frankreich mit lokaler Unterstützung der Fachbereiche. Liquiditätsrisiken werden überwiegend durch die lokalen Finanzabteilungen gesteuert. Die Verluste im Jahr 2023 ergaben sich hauptsächlich durch konzerninternen Umlagen und der hohen IT Kosten. Das Risiko vom Wegfall von konzerninternen Kunden ist sehr gering. Die Renewal Agenda der Allianz Gruppe, München, die Assistance Leistungen zukünftig eine exponierte Bedeutung in allen Produktsegmenten beimisst, bietet der Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), herausragende Perspektiven über alle Geschäftsfelder. Um diese Chancen zu nutzen, wurde ein dediziertes Allianz Solutions Vertriebsteam gebildet, das länderübergreifend Potentiale identifiziert und bei der lokalen Umsetzung unterstützt. Geschäftsfeldübergreifend sollen integrierte Assistance Leistungen dazu beitragen, die NPS (Net Promoter Score, Kundenzufriedenheit) Werte spürbar zu verbessern und eine häufigere Interaktion des Versicherers mit dem Versicherten zu ermöglichen. Investitionen in weitere Personalressourcen im Bereich Produktentwicklung und Vertrieb sind zum Ausbau der Segmente (Property & Other, Roadside Assistance, Travel und Health & Lifecare) geplant. Dabei sollen auch die Bestrebungen verstärkt werden, telemedizinische Leistungen in die Fläche zu tragen, soweit dies im Rahmen des aktuellen regulatorischen Umfeldes möglich ist. Elektronische Gesundheitsleistungen gewinnen durch die Covid-19-Pandemie immer mehr an Bedeutung. Es ist davon auszugehen, dass es in der Zukunft deutlich mehr Investitionen in digitale Lösungen geben wird. Des Weiteren nehmen die Assistance Leistungen im Zusammenhang mit Unfallversicherungen weiter an Bedeutung zu. Daraus ergeben sich Marktpotentiale für die Gesellschaft, da sie zum Thema Rehabilitationsmanagement mit der RehaCare GmbH, München, bereits sehr gut aufgestellt ist. Das Geschäftsfeld Travel steht in engem Zusammenhang zum Geschäftsfeld Health. "Gesund und sicher reisen" wurde als Leitmotiv sämtlicher Reiseaktivitäten im Markt etabliert. Mit der Entwicklung des "Real Time Reiseschutzes" konnte eine Innovation im Reisemarkt platziert werden. Im Geschäftsfeld Property & Other wird aktuell in zwei strategischen Geschäftsfeldern gearbeitet, der Versicherungswirtschaft sowie der Immobilienwirtschaft. Die beiden Geschäftsfelder mit ihren jeweiligen Zielgruppen bestimmen die Risiken und Chancen. Für die Versicherungswirtschaft im Gebäudeschadenmanagement liegen die Chancen und Risiken in der Beziehung zur Allianz Versicherungs-AG, München, und der Akzeptanz des aktiven Schadenmanagements. Die Nachfrage für Gebäudeschadenmanagement steigt, unter anderem beeinflusst durch den Klimawandel und der steigenden Gefahr durch Überschwemmungen, vor allem in Europa. Das Bedürfnis nach mehr Schutz vor Gefahren bzw. Schutz des Wohneigentums dürften immer mehr Menschen dazu bewegen, Haus- und Wohnungsschutzbriefe abzuschließen. Für beide Geschäftsfelder ist die Verfügbarkeit von Handwerker-Kapazitäten ein Risiko, insbesondere wenn die Nachfrage steigt. Des Weiteren ist insbesondere in der Immobilienwirtschaft die Zinspolitik ein Unsicherheitsfaktor. (Quelle: Folgen des Klimawandels - Europäische Kommission (europa.eu)) Im Bereich Roadside Assistance existiert ein starker Wettbewerb an Assistance-Produkten, der in der Regel über den Preis entschieden wird. Das Geschäftsfeld steht, ebenso wie der gesamte Markt, erheblich unter Margendruck. Grund hierfür sind die steigenden Anforderungen der Kunden. Um hier Marktpotentiale bestmöglich zu nutzen, werden Produkte, wie der Schutzbrief, laufend modernisiert. Im Geschäftsfeld Multi Appliance Protection ist die Kooperation mit der Allianz Versicherungs-AG, München beendet und das Produkt befindet sich in der Abwicklung. Für eine langfristige Bindung von Mitarbeitern und deren Kompetenz wurden Maßnahmen eingeleitet. Die Effekte der Maßnahmen werden in einer jährlichen Umfrage überprüft und entsprechende Nachsteuerungen auf Teamebene bei Bedarf eingeleitet, um stetig die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern. Darüber hinaus können Spitzenlasten im sogenannten Global Competence Center abgefangen werden. D. AusblickIm Geschäftsfeld Property & Other liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Gewinnung neuer Kunden in den beiden Geschäftsbereichen. Auf dem Versicherungsmarkt werden daher insbesondere große externe Versicherer angesprochen, in der Immobilienwirtschaft Kunden mit Immobilienbeständen in sogenanntem Streubesitz (mit geringer lokaler Konzentration in mehreren Städten). Im Bereich Roadside Assistance möchte die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), die Geschäftsaktivitäten mit Automobilherstellern und Mobilitätsanbieter im Jahr 2024 weiter ausbauen. Im Jahr 2024 stehen weitere Ausschreibungen von führenden Automobilherstellern an, die zum Ausbau des Geschäftsfeldes Roadside Assistance beitragen sollen. Im Geschäftsfeld Health nimmt im Zuge von weltweiten Plattformkonsolidierungen der Allianz Partners Gruppe die Gesellschaft die Rolle eines sogenannten "Medical Global Competence Center" (MGCC) ein und übernimmt die medizinische Fallbearbeitung für ausländische Schwestergesellschaften. Es soll zusammen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf in den Ländern Italien, Polen, Schweiz, Österreich und Tschechien weiter ausgebaut werden. In allen Geschäftsfeldern wird mit modernen Managementansätzen die Wirtschaftlichkeit der Prozesse permanent überprüft und optimiert, ohne die operative Servicequalität zu gefährden, wie die konstant hohen NPS-Werte (Kundenzufriedenheit) belegen. Effizienzsteigerungen werden mit der Harmonisierung der genutzten IT-Umgebung über Ressourcen der Allianz-Gruppe und durch die Einführung des Global Business Models weiter vorangetrieben. So liegen weitere Potentiale in der Automatisierung von Arbeitsschritten, wobei durch IT-Unterstützung deutliche Produktivitätssteigerungen möglich sind. E. Prognoseberichta) Vorjahresprognose und Ergebnis 2023Die Umsatzprognose von 363.022 T€ wurde verfehlt. Der Umsatz (ohne die sonstigen betrieblichen Erträge) lag für 2023 bei 304.788 T€. Das erwartete Betriebsergebnis von -400 T€ konnte nicht erreicht werden, es lag im Geschäftsjahr 2023 bei -14.144 T€. Die wesentlichen Treiber für die hohe Planabweichung sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auf einen starken Anstieg der IT-Kosten, den konzerninternen Leistungsverrechnungen sowie nachlaufenden Kosten aus dem Vorjahr zurückzuführen sind. Das Ergebnis für RehaCare GmbH, München, lag bei 1,1 Mio. €. Das Planergebnis von 0,8 Mio. € konnte somit übertroffen werden. Das Ergebnis für Mondial Kundenservice GmbH, Nürnberg, lag bei -0,5 Mio. € und konnte das Planergebnis in Höhe von 1,5 Mio. € nicht erreichen. b) Prognose für 2024Die Planung für das Jahr 2024 geht von einem Umsatz in Höhe von 402 Mio. €, Materialaufwand in Höhe von 336 Mio. € und Kosten in Höhe von 68 Mio. € aus. Wenn die Umsatz- und Kostenprognosen wie erwartet eintreffen, wird ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von -2,7 Mio. € vor Ertragsteuern erzielt (Vj. -9,9 Mio. €). Eine deutliche Veränderung im Mix der einzelnen Geschäftsfelder wird nicht erwartet. Im operativen Bereich liegt der Fokus darauf, die Kostenpositionen bei bezogenen Leistungen, Personal- und Sachkosten zu stabilisieren. Neben der nachhaltigen Verbesserung von Kostenstrukturen wird das Qualitätsniveau von angebotenen Leistungen als wesentlicher Vertriebsvorteil zu nutzen sein, um mögliche Wachstumspotentiale durch demographische Verschiebungen auszuschöpfen. Für die Tochtergesellschaften wird für 2024 ein Jahresüberschuss von ca. 0,03 Mio. € für die RehaCare GmbH, München, und ca. 2,1 Mio. € für die Mondial Kundenservice GmbH, Nürnberg, prognostiziert. Bilanz für das Geschäftsjahr 2023AKTIVA
* Nachträgliche Änderungen in der
Bilanz des Geschäftsjahres 2022, die sich auf 2021
beziehen.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01. - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeines zum Jahresabschluss des 31. Dezember 2023Die Allianz Partners Deutschland GmbH unterliegt den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Allianz Partners Deutschland GmbH hat ihren Hauptsitz in Aschheim bei München und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 125610 eingetragen. Während des Geschäftsjahres 2023 wurde die Allianz Handwerker Services GmbH mit Hauptsitz in Aschheim bei München rückwirkend zum 01.01.2023 auf die Allianz Partners Deutschland GmbH verschmolzen. Die Allianz Handwerker Services GmbH als untergehende Gesellschaft war ein Tochterunternehmen der Allianz Partners SAS, St. Ouen, und der Allianz Versicherungs-AG, München, und wurde auf die Allianz Partners Deutschland GmbH als übernehmende Gesellschaft im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG verschmolzen. Die übernehmende Gesellschaft führt die Buchwerte sämtlicher Aktiva und Passiva von der untergehenden Gesellschaft zum Schlussbilanzstichtag (31.12.2022) fort. Durch den Verschmelzungsvertrag vom 16. Juni 2023 wurde festgelegt, dass das Stammkapital der übernehmenden Gesellschaft unverändert bleibt, weil die Gesellschafter der untergehenden Gesellschaft jeweils gemäß § 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG auf die Gewährung von Geschäftsanteilen an der übernehmenden Gesellschaft verzichten. Die Übertragung des Vermögens im Wege der Verschmelzung erfolgt daher ohne Gegenleistung. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 3. Juli 2023 unter der Nummer HRB 125610. Um die Vergleichbarkeit für die Bilanz vom 31.12.2023 zum Vorjahr zu gewährleisten, hier die Bilanz zum 01.01.2023 nach Verschmelzung mit den jeweiligen Vorjahreszahlen der verschmolzenen Gesellschaften: AKTIVA
Im Weiteren hier die Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden Gesellschaften zum 31.12.2022, um die Transparenz beim Vergleich des laufenden Geschäftsjahres zum Vorjahr zu erhöhen:
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die immateriellen Vermögengegenstände wurde eine Nutzungsdauer von einem bis fünf Jahren, für Büro- und Geschäftsausstattung von einem bis dreizehn Jahren und für Maschinen von vier Jahren zugrunde gelegt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert bilanziert. Gemäß § 6 Abs. 2 EStG wird von dem Wahlrecht für geringwertige Wirtschaftsgüter Gebrauch gemacht und bei Anschaffungskosten bis 800 € netto im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen. Sofern die geringwertigen Wirtschaftsgüter einen Wert von 250 € übersteigen, wird das Wirtschaftsgut in das laufend geführte Anlagenverzeichnis aufgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihrem Anschaffungswert angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB werden Abschreibungen außerplanmäßig bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip). Forderungen und sonstiges UmlaufvermögenDie begonnenen, noch nicht fertiggestellten Aufträge werden als unfertige Leistungen zu direkt zurechenbaren Einzelkosten und mit Gemeinkosten-Zuschlägen bewertet. Die Warenvorräte sind zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen sind zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallsrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten wurde eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen, deren Methodik verändert wurde. Bei dieser wurde nach Beurteilung der Geschäftspartner auf die Altersstruktur und Höhe des Betrags abgestellt. In der Regel wurden 50% der Forderungen älter als drei bis sechs Monate und 100% nach sechs Monaten des Nettobetrages abgeschrieben. Die Festlegung der Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen gegenüber externen Dritten erfolgte innerhalb des Credit Committee aufgrund der Erfahrungswerte der vergangenen Geschäftsjahre. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Bilanzstichtag zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand, RechnungsabgrenzungspostenDiese Posten sind mit dem Nennbetrag bewertet. Latente SteuernAktivische Differenzen resultieren aus Rückstellungen für Pensionen. Bei der Bewertung wird grundsätzlich ein Steuersatz von 31% (KSt und GewSt) zugrunde gelegt. Es erfolgte aufgrund des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keine Aktivierung. EigenkapitalDas Eigenkapital wird mit dem Nominalwert angesetzt. RückstellungenPensionsrückstellungenDie Bewertung der Pensionsrückstellung wurde zum Stichtag auf Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens vom 26.01.2024 der Allianz SE, München, angepasst. Für die Erstellung des Gutachtens wurde die PUC-Methode (Projected Unit Credit-Methode) angewendet. Als biometrische Grundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, in modifizierter Form (AT2023G) verwendet. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank am 31.12.2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz über 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß RückAbzinsV ergibt. Dieser Rechnungszins beträgt 1,83% p.a. Künftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5% p.a. zuzüglich eines altersabhängigen Karrieretrends mit 0,0% p.a., Rentensteigerungen mit 2,0% p.a. und einer Fluktuationsrate von 0,0% - 6,0% entsprechend berücksichtigt. Das Deckungsguthaben wurde mit den Verpflichtungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt 686 T€. Dem gegenüber steht ein verrechnetes Deckungsvermögen mit einem Zeitwert von 541 T€. Nach Saldierung ergibt sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 145 T€. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung beträgt 14 T€. Im § 253 Abs. 6 S.2 HGB ist eine Ausschüttungssperre für einen positiven Unterschiedsbetrag verankert, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen bei Verwendung des 10-Jahres-Durchschnitt-Rechnungszinssatzes gegenüber der Bewertung bei Verwendung des bisherigen 7-Jahres-Durchschnitt-Rechnungszinssatzes ergibt. Der Erfüllungsbetrag bei einem Zinssatz von 1,76% p.a. (Zinsdurchschnitt 7 Jahre) beträgt 688 T€. Die Höhe des ausschüttungsgesperrten Betrages ist demnach 2 T€. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht enthalten und werden deshalb nicht abgezinst. Zur Bildung der Gewährleistungsrückstellung wurden die im Geschäftsjahr tatsächlich angefallenen Kosten für Gewährleistung berücksichtigt und zusätzlich ein pauschaler Anteil für die freiwillige Verlängerung von Gewährleistungsansprüchen über die gesetzlich geregelten 5 Jahre hinaus zurückgestellt. Drohverlustrückstellungen für schwebende Geschäfte werden für nicht gedeckte Kosten, wie zum Beispiel Schadenersatz für Betriebsunterbrechung, Mietausfall oder Konventionalstrafen gebildet. Bei der Berechnung des Verpflichtungsüberschusses werden die externen sowie direkt zurechenbaren internen Kosten berücksichtigt. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenRechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennbetrag angesetzt. FremdwährungsumrechnungenDie Bewertung von Forderungen an Kunden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt. Gewinn- und VerlustrechnungFür die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 HGB) angewandt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDie immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen ausschließlich entgeltlich erworbene Software i.H.v. 1.610 T€ (Vj. 16 T€) und Lizenzen i.H.v. 4 T€ (Vj. 8 T€). Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 1.028 T€ (Vj. 36 T€). Der hohe Bestand an Software kommt durch die in 2023 erfolgte Verschmelzung zustande sowie durch die im laufenden Geschäftsjahr zugegangenen Vermögenswerte in Höhe von 1.268 T€ für die neue Home Utility Platform. FinanzanlagenDie Finanzanlagen der Gesellschaft beinhalten zum 31.12.2023 beide Tochtergesellschaften mit 100%: RehaCare GmbH Gesellschaft der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, München, mit einem Buchwert von 942 T€ sowie die Mondial Kundenservice GmbH, Nürnberg, mit einem Buchwert von 26 T€. Die RehaCare GmbH, München, weist vor Gewinnabführung zum 31.12.2023 einen Jahresüberschuss von 889 T€ (Vj. 908 T€) aus sowie ein Eigenkapital von 1.660 T€ (Vj. 1.660 T€). Die Mondial Kundenservice GmbH, Nürnberg, weist vor Gewinnabführung zum 31.12.2023 einen Jahresverlust von -450 T€ (Vj. 1.606 T€) bedingt durch hohe Konzernumlagen aus sowie ein Eigenkapital von 369 T€ (Vj. 369 T€). Forderungen und sonstiges UmlaufvermögenDie unfertigen Leistungen betreffen Handwerkerleistungen, die im Auftrag und auf Rechnung der Allianz Partners Deutschland GmbH erstellt aber noch nicht an den Kunden weiterfakturiert wurden. Der Bestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 45.492 T€ und ist vollumfänglich durch die Verschmelzung begründet. Im Vorjahr beliefen sich die Vorräte bei der durch die Verschmelzung untergegangenen Gesellschaft auf 29.108 T€. Der deutliche Anstieg ist durch das hohe Auftragsvolumen zu erklären. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag 113.714 T€ (Vj. 56.095 T€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 36.170 T€ (Vj. 5.330 T€), worauf der größte Anteil auf die Übernahme von Forderungen im Rahmen der Verschmelzung zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 72.101 T€ (Vj. 45.623 T€) und die sonstigen Vermögensgegenstände auf 5.444 T€ (Vj. 5.141 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter Allianz Versicherungs-AG, München, in Höhe von 54.654 T€ (Vj. 17.918 T€), gegenüber dem Organträger aus Forderungen für Vorsteuer 5.716 T€ (Vj. 35 T€), gegenüber AWP Services NL B.V., in Höhe von 3.268 T€ (Vj. 1.879 T€), gegenüber der Mondial Kundenservice GmbH, in Höhe von 2.823 T€ (Vj. 53 T€) und gegenüber der Allianz Private Krankenversicherung GmbH, München, in Höhe von 2.210 T€ (Vj. 4.714 T€). Es bestehen weiter Forderungen aus dem Ergebnisabführungs- und Steuerumlagevertrag gegenüber den Tochtergesellschaften in Höhe von 1.972 T€ (Vj. 3.575 T€). Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 113.714 T€ (Vj. 56.092 T€) bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand betragen T€ 645 (Vj. T€ 22). Aktive RechnungsabgrenzungDie Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung betrugen 36 T€ (Vj. 13 T€). Dabei handelt es sich hauptsächlich um Softwarewartungs- bzw. Serviceaufwendungen, die bereits für mehrere Jahre im Voraus bezahlt wurden. EigenkapitalDie Gesellschaft weist weiterhin ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 50 T€ (Vj. 50 T€) gemäß Verschmelzungsvertrag aus. Da eine Verschmelzung ohne Kapitalerhöhung aufgrund eines Anteilsverzichts vorliegt, wurde der positive Differenzbetrag unmittelbar in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Damit sind das gezeichnete Kapital, die Gewinnrücklage und der Jahresüberschuss der untergehenden Gesellschaft in die Kapitalrücklage der übernehmenden Gesellschaft eingestellt worden. Dies erklärt den hohen Anstieg der Kapitalrücklage auf 103.120 T€ (Vj. 39.301 T€). Der Verlustvortrag erhöht sich um den Jahresfehlbetrag auf -31.317 T€ (Vj. -18.973 T€). Der Verlustvortrag aus dem Jahr 2022 der Allianz Partners Deutschland GmbH wurde aufgrund einer nachträglichen Änderung für das Jahr 2021 um 3 T€ korrigiert. RückstellungenBei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind zum Geschäftsjahresende 144 T€ (Vj. 143 T€) angesetzt. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert für das Deckungsvermögen belaufen sich jeweils auf 541 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 686 T€. Steuerrückstellungen für Ertragsteuern wurden in Höhe von 1.250 T€ (Vj. 0 T€) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 19.105 T€ (Vj. 4.332 T€). Darin enthalten sind im Wesentlichen sonstige Personalrückstellungen mit 3.270 T€ (Vj. 1.825 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 6.583 T€ (Vj. 1.754 T€) und übrige sonstige Rückstellungen in Höhe von 9.252 T€ (Vj. 164 T€). Die sonstigen Personalrückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Tantiemen und Boni 796 T€ (Vj. 706 T€), Überstunden bzw. Gleitzeitguthaben 1.089 T€ (Vj. 370 T€) und Urlaubsansprüche 930 T€ (Vj. 241 T€) und Jubiläumsrückstellungen 297 T€ (Vj. 288 T€) zusammen. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 6.583 T€ zum 31.12.2023 betreffen hauptsächlich Rückstellungen für Agenturprovisionen 1.972 T€ (Vj. 0 T€), für Produktverträge 883 T€ (Vj. 456 T€), für Rechtsstreitigkeiten 527 T€ (Vj. 0 T€), für IT-Leistungen 1.067 T€ (Vj. 190 T€) und für Weiterverrechnungen 394 T€ (Vj. 0 T€).
Die übrigen sonstigen Rückstellungen 9.252 T€ zum 31.12.2023 betreffen hauptsächlich Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche 7.787 T€ (Vj. 0 T€), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bzw. Margenkorrekturen 1.325 T€ (Vj. 0 T€),
VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 64.204 T€ (Vj. 39.387 T€). Darin enthalten sind anteilige Darlehensverpflichtungen gegenüber den Eigentümern in Höhe von 17.000 T€, aus Verbindlichkeiten gegenüber. Allianz Partners SAS, St. Ouen, in Höhe von 16.125 T€ (Vj. 2.168 T€), aus Verbindlichkeiten gegenüber Allianz Technology SE in Höhe von 14.032 T€ (Vj, 2.560 T€), aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Organträger in Höhe von 9.181 T€ (Vj. 578 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Cash Pooling in Höhe von 5.534 T€. (Vj. 28.696 T€). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 16.612 T€ (Vj. 9.952 T€), diese betreffen in erster Linie Handwerkerleistungen in Höhe von 6.660 T€ sowie kreditorische Debitoren in Höhe von 8.903 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2.983 T€ (Vj. 3.235 T€), darin sind unter anderem Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von 264 T€ (Vj. 528 T€) enthalten. Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ist auch das Deposit gegenüber der Allianz Versicherungs-AG, München, in Höhe von 2.518 T€ (Vj. 2.518 T€) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Passive RechnungsabgrenzungDie aus sonstigen Verträgen resultierenden, auf Folgeperioden anzurechnenden Erlösanteile betragen 1 T€ (Vj. 0 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Allianz Partners Deutschland GmbH hat im Jahr 2023 Nettoumsätze in Höhe von 304.788 T€ (Vj. 59.871 T€) erwirtschaftet. Hierbei wurde im Geschäftsfeld Property & Other der Großteil des Umsatzes mit technischem Gebäudemanagement in den Segmenten Projektmanagement (Renovierungen, Sanierungen, Modernisierungen) sowie Reparaturmanagement (Instandhaltung) im Immobilienbereich sowie der Schadensrestitution realisiert. Dieses Geschäftsfeld ist im Wesentlichen durch die frühere Allianz Handwerker Services GmbH geprägt. Die Umsatzerlöse verteilen sich in 2023 auf die folgenden Geschäftsfelder:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 46.133 T€ (Vj. 21.407 T€). Weiterberechnungen für Services, Miete und Betriebskosten sowie Personalkosten an Gesellschaften wie die Allianz Versicherungs-AG und AWP P&C S.A., Niederlassung Deutschland in Höhe von 38.781 T€ (Vj. 10.280 T€). Hier ist der Anstieg der Weiterverrechnungen hauptsächlich durch die Verschmelzung bedingt, weil wesentliche Positionen wie Standortkosten und Personal in der Vergangenheit aus der früheren Allianz Handwerker Services GmbH heraus verrechnet wurden. Weiter entfallen 1.518 T€ (Vj. 5.854 T€) bei den sonstigen betrieblichen Erträgen auf die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit ausstehenden Rechnungen. Die Erträge aus Währungsumrechnungen betrugen 378 T€. (Vj. 136 T€) und kommen aus der regulären Geschäftsentwicklung. BestandsveränderungEs wird eine Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen in Höhe in 16.384 T€ ausgewiesen. Die Bestandsveränderung bezieht sich alleinig auf das im Rahmen der Verschmelzung hinzugekommene Geschäft der Allianz Handwerker Services GmbH. MaterialaufwandDen Umsätzen stehen direkt zurechenbare Aufwendungen in Höhe von 269.659 T€ (Vj. 41.896 T€), davon für bezogene Handwerkerleistungen in Höhe von 222.776 T€ (Vj. 0 T€), die aufgrund der Verschmelzung nun in der Allianz Partners Deutschland GmbH gezeigt werden, bzw. für Aufwendungen aus der Schadenregulierung in Höhe von 46.883 T€ (Vj. 41.896 T€) aus der regulären Geschäftsentwicklung gegenüber. AbschreibungenAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind in Höhe von 241 T€ (Vj. 69 T€) und auf Sachanlagen (inkl. GWG) in Höhe von 414 T€ (Vj. 19 T€) angefallen. Auch hier ist der hohe Anstieg der Abschreibungen durch die im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Vermögenswerte in Höhe von 1.874 T€ sowie durch Neuaktivierungen zu erklären. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen sind im Wesentlichen angefallen für Weiterverrechnungen von Personal 9.525 T€ (Vj. 6.701 T€), Weiterbelastungen der Allianz Partners Group für globale Umlagen 8.042 T€ (Vj. 3.890 T€) und für globale Produktentwicklung 1.898 T€ (Vj. 39 T€). Nur bei der letzten Aufwandsposition ist das reguläre Geschäft der wesentliche Treiber für die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr. Im Rahmen der Verschmelzung sind die Positionen Raumkosten 1.454 T€ (Vj. 1.056 T€), Fahrzeugkosten 2.383 T€ (Vj. 193 T€) und sonstige Miet- und Leasingaufwendungen 2.352 T€ (Vj. 0 T€) auf die Allianz Partners Deutschland GmbH übergegangen. Der Anstieg bei Rechts- und Beratungskosten 2.160 T€ (Vj. 1.320 T€) ist sowohl durch die reguläre Geschäftsentwicklung als auch durch die Verschmelzung zu erklären. Die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer 2.569 T€ (Vj. 2.352 T€) steigen lediglich im Rahmen der Verschmelzung, für das reguläre Geschäft wären sie leicht rückläufig. Die nicht abzugsfähige Vorsteuer ist von 630 T€ im Vorjahr um 1.165 T€ auf 2.779 T€ angestiegen. Die EDV-Kosten betrugen in 2023 insgesamt 25.786 T€ (Vj. 10.929 T€) und sind wesentlich auf das reguläre Geschäft der Allianz Partners Deutschland GmbH zurückzuführen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betrugen 359 T€ (Vj. 19 T€) und sind der regulären Geschäftsentwicklung geschuldet. Zinsaufwendungen und -ertrageAn Zinserträgen sind im Jahr 2023 680T€ angefallen (Vj. 5 T€), darin enthalten sind 402 T€ (Vj. 115 T€) alleinig durch den hohen Cash Pool Bestand aus der verschmolzenen Allianz Handwerker Services GmbH. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 607 T€ (Vj. 172T€) umfassen unter anderem Zinsen gegenüber der Commerzbank AG in Höhe von 34 T€ (Vj. 0 T€) und Zinsaufwendungen für den negativen Cash Pool Bestand 576 T€ (Vj. 172 T€) aus der regulären Geschäftsentwicklung in der Allianz Partners Deutschland GmbH. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen insgesamt 979 T€ (Vj. 1.061 T€), davon entfallen 217 T€ (Vj. 581 T€) auf laufende Körperschaftsteuer und Solidaritätsbeitrag und 184 T€ (Vj. 480 T€) auf laufende Gewerbeertragsteuer. Auf die Vorjahre entfallen 266 T€ auf Körperschaftsteuer und Solidaritätsbeitrag sowie 312 T€ auf Gewerbeertragsteuer. Das Ergebnis nach Steuern ist ein Verlust in Höhe von 12.654 T€ (Vj. -12.347 T€). Damit hat sich der Jahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr um weitere 307 T€ erhöht. NachtragsberichtVorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Partners Deutschland GmbH von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt, zu dem der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten. Wesentlich zu erwähnen ist die geplante Übernahme der bisher von der Allianz Versicherungs-AG, München, gehaltenen Anteile in Höhe von 49% durch die Allianz Partners SAS, St. Ouen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft hat zum Jahresende 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen (bis Laufzeitende) in Höhe von 9.959 T€ (Vj. 0T€) und es bestehen Bankbürgschaften, hauptsächlich Gewährleistungsavale, für Kunden in Höhe von 5,3 Mio. € (Vj. 0T€). Beide Sachverhalte sind im Rahmen der Verschmelzung auf die Allianz Partners Deutschland GmbH übergegangen sind. Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich für die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), aufgrund der im Jahr 2012 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge sowie Steuerübernahmeverträge mit beiden Tochtergesellschaften. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 694 (Vj. 352). Es waren zum Jahresende 2023 525 Mitarbeiter in Vollzeit und 161 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Der hohe Anstieg beim Personal ist durch die Verschmelzung zu erklären. Die Allianz Handwerker Services GmbH hatte zum Jahresende 2022 eine durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer von 339, davon waren 296 Mitarbeiter in Vollzeit und 40 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersDie Angaben zum Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Leistungen an die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), sind im Anhang des Konzernabschlusses der Allianz SE, München, enthalten. Vergütung Geschäftsführung und BeiräteDie Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Es haben keine ehemaligen Organmitglieder in 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Geschäftsführung
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschaft vor, dass der Verlust für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 12.654 T€ im Jahr 2024 auf laufende Rechnung vorgetragen werden soll. Umsetzung der globalen MindestbesteuerungDer Allianz Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar Two-Modellregelungen (Mindeststeuer). Die Pillar Two-Gesetzgebung wurde in Deutschland, dem Steuerrechtsgebiet, in dem die Allianz SE als Konzernmuttergesellschaft ihren Sitz hat, beschlossen und tritt ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Da die Pillar Two-Gesetzgebung zum Berichtszeitpunkt noch nicht in Kraft war, unterliegt die Allianz SE dahingehend keiner Steuerbelastung. Für die Allianz Partners Deutschland GmbH wird sich aus der Pillar Two Gesetzgebung keine zusätzliche Steuerbelastung ergeben, da eine etwaige Mindeststeuer von der Allianz SE zu zahlen ist und eine Ablastung einer etwaigen Mindeststeuer an Konzerngesellschaften gesetzlich nicht vorgesehen ist. KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft gehörte im Geschäftsjahr 2023 unverändert mit 51% der Allianz Partners SAS, St. Ouen, Frankreich, und mit 49% der Allianz Versicherungs-AG, München. Die Allianz Versicherungs-AG, München, sowie die Allianz Partners SAS, St. Ouen, Frankreich, gehören zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und --lagebericht der Allianz SE, München, werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und nach ihrer Hauptversammlung beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und dort hinterlegt. In den Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE, München, wird die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), einbezogen. Dieser hat für die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), befreiende Wirkung, so dass diese keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht erstellt.
München, den 15.03.2024 Carsten Staat, Vorsitzender der Geschäftsführung Marc Kottmann, Geschäftsführer Rüdiger Kahde, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München)PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Allianz Partners Deutschland GmbH, Aschheim (bei München), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Allianz Partners Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 10. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer Sandra Stiller, Wirtschaftsprüferin |
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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen