Laura Castien GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Martin Dr. Wiegelmann seit 18.11.2024 | Geschäftsführer |
Benedikt Stöckert seit 28.2.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
AMW Holding GmbH i. Gr., gegründet zu Urkunde des Notars Dr. Hans-Joachim Vollrath in München vom 12.11.2024, UVZNr. 3104 V/2024, bestehend aus dem Gesellschafter Dr. Alexander Wiegelmann, geboren am 02.07.1982, wohnhaft in Kamen | 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Feast Ventures Management GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZAKTIVA
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 16.02.2022 unter der Firma Feast Ventures Management GmbH errichtet. Die Gesellschaft ist unter HRB 273 859 in das Handelsregister B beim Amtsgericht München eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist München. Der Jahresabschluss der Feast Ventures Management GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Bei der Aufstellung des Anhangs werden die größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Feast Ventures Management GmbH ist eine externe registrierungspflichtige AIF‑Kapitalverwaltungsgesellschaft, bei der die Voraussetzungen nach § 2 Absatz 4 Satz 2 KAGB vorliegen, und ist nach § 45 KAGB auch zur Aufstellung eines Lageberichts verpflichtet.
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Bewertung erfolgt mit dem Nennwert. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Nennwert bewertet und beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Pflichtangaben
Anzahl der Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beträgt im Geschäftsjahr 0.
Lagebericht
I. Grundlagen des Unternehmens Die Feast Ventures Management GmbH (nachfolgend "ManCo") ist eine externe registrierungspflichtige AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft, bei der die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 4 Satz 2 KAGB vorliegen. Gegenstand der ManCo ist ausschließlich die kollektive Verwaltung von geschlossenen Spezial-AIF auf Grundlage einer Registrierung nach § 44 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 und Nr. 2 b) KAGB. Die ManCo wurde am 16.02.2022 gegründet und ist seit dem 05.04.2022 nach § 2 Abs. 4 i.V.m. § 44 KAGB als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter der Registernummer: WA 47-Wp 6000-10161001-2022/0001 registriert. Die ManCo verwaltet gegenwärtig folgenden Spezial-AIF: o Feast Ventures Fund I GmbH & Co. KG, München, Handelsregister: HRA 115975 Der verwaltete Spezial-AIF befindet sich aktuell nicht in der Zeichnungsperiode. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen [1 ] Im Jahr 2023 war das globale Wirtschaftswachstum moderat. Dank eines starken privaten Konsums und widerstandsfähiger Arbeitsmärkte erreichte es nach aktuellen Schätzungen 3,3 % [2]. Die globale Wirtschaftsaktivität wurde von Schwellenländern, einschließlich China, und unter den Industrieländern insbesondere von den Vereinigten Staaten gestützt. Aktuelle Daten liefern gemischte Signale für die großen Volkswirtschaften. Während sich das Konsumverhalten nach der Pandemie weiter normalisierte, blieb das Wachstum des Welthandels im Jahr 2023 nach aktuellen Schätzungen mit 1,1 % vergleichsweise schwach, zeigte jedoch bereits im Laufe des Jahres Anzeichen einer Verbesserung. Die globale Inflation, gemessen auf Basis des weltweiten Verbraucherpreisindex (VPI), blieb im Jahresverlauf rückläufig. Diese Entwicklung wurde unterstützt durch niedrigere Energie- und Lebensmittelpreise - bei weiterhin hoher Kerninflation. Die globalen Finanzierungsbedingungen entwickelten sich 2023 zunächst schwankend, zeigten in den Industrieländern aber schlussendlich eine leichte Verbesserung, nachdem die Inflation in mehreren Volkswirtschaften leicht unter den Erwartungen geblieben war. Darüber hinaus hatten sich einige Zentralbanken in Bezug auf die Frage, ob weitere Zinserhöhungen notwendig seien, zuletzt zurückhaltender geäußert. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Marktumfeld Risikokapital
Der Markt für Wagniskapital wird zunehmend anfällig. Dies zeigen einige der wichtigsten Marktkennzahlen: Sowohl die Anzahl als auch das Volumen der Transaktionen auf dem Venture-Capital-Markt sind im Jahr 2023 gegenüber 2022 deutlich zurückgegangen. Zahlreiche Indikatoren deuten auf eine nachlassende Widerstandsfähigkeit des Marktes hin: ein deutlicher Anstieg der Insolvenzen, ein kräftiger Rückgang der bei den Exits erzielten Preise sowie insgesamt weniger Unternehmensverkäufe und IPOs. In der Folge senken die meisten Investoren ihre Ertragserwartungen für ihre Portfoliounternehmen und verhandeln die Beteiligungskonditionen intensiver: Bei wichtigen Parametern wie Investitionshöhe und Bewertung gibt es mehr Spielraum. Die Trends hin zu B2B-Geschäftsmodellen und Impact Investing setzten sich auch 2023 fort. Weitere Folgen der derzeitigen Schwächephase sind sowohl längere Halteperioden sowie eine Zunahme von Brückenfinanzierungen seit Anfang 2022. Aufgrund des schwächeren Umfelds für IPOs und Exits legen Investoren größeren Wert auf kapitaleffiziente (76 %)[3], nachhaltige und dauerhafte Geschäftsmodelle. Die Bereiche Software Development/SaaS sind weiterhin wichtig für etwa drei Viertel der befragten Investoren. Die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten sowie die Anstrengungen im Kampf gegen die Klimakrise machen zudem Startups attraktiver, die in der Klimatechnologie, der Mobilität und Logistik oder der Bio- und Medizintechnologie aktiv sind. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnen auch Impact Investments - vor allem mit Schwerpunkt auf Dekarbonisierung. Die geringeren Bewertungen bei Startups eröffnen neue Möglichkeiten, denn die Nachfrage und der Finanzierungsbedarf auf dem Markt sind nach wie vor hoch. Während sich andere Investoren zunehmend zurückhalten, entstehen so vor allem für CVCs mögliche Geschäfte und Investitionen, die vor zwei Jahren wegen des Überangebots an Kapital nicht realisierbar waren.
Marktumfeld für Innovationen im
Lebensmittelsektor
Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie stand schon immer an der Spitze der Innovation und passte sich den veränderten Verbraucherpräferenzen, technologischen Fortschritten und globalen Nachhaltigkeitszielen an. Einer der vielversprechendsten Ansätze, um das globale Ernährungssystem nachhaltiger und resilienter zu machen, ist weiter die Ergänzung von Proteinen aus der Tierhaltung durch Proteine auf Basis von Pflanzen, Zellen und Fermentation. Der Aufstieg pflanzlicher Ernährung hat sich im Jahr 2023 weiter beschleunigt, da immer mehr Verbraucher aus gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründen nach Alternativen Proteinquellen suchen[4]. Unternehmen haben stark in Forschung und Entwicklung investiert um den Geschmack, die Textur und Nährstoffprofil solcher Angebote zu verbessern und diese für ein breiteres Publikum attraktiver zu machen Neben den alternativen Proteinquellen erfuhr im Jahr 2023 auch die weitere Wertschöpfungskette erhebliche technologische Veränderungen und Entwicklungen, nicht zuletzt in der Agrartechnologie (AgTech), der Lebensmittelverarbeitung und dem breiterem Lieferkettenmanagement. Beispielhaft erwähnt seien hier die Einführung von Werkzeugen für die Präzisionslandwirtschaft unter Einsatz von KI und IoT zur Optimierung landwirtschaftlicher Praktiken, die Ausweitung der vertikalen Landwirtschaft und der kontrollierten Umweltlandwirtschaft (CEA), die eine ganzjährige Produktion in städtischen Umgebungen ermöglicht, oder auch der Einsatz und Implementierung von Blockchain zur Rückverfolgbarkeit, Verbesserung der Transparenz und des Verbrauchervertrauens. Personalisierte Ernährung stand auch in 2023 verstärkt im Mittelpunkt, da Verbraucher zunehmend nach Nahrungsmitteln und Getränken suchen, die auf ihre individuellen Gesundheitsbedürfnisse, Metabolismus und Lebensstilentscheidungen zugeschnitten sind. Funktionelle Lebensmittel, angereichert mit Vitaminen, Mineralien, Probiotika und anderen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, bahnen sich weiter den Weg in die breitere Masse. Dies zeigen die Entwicklungen bei der Integration der Nutrigenomik in die Produktentwicklung, Bereitstellung maßgeschneiderter Ernährungspläne basierend auf genetischen Profilen, die Einführung funktioneller Getränke zur Verbesserung der Darmgesundheit, des Immunsystems oder des geistigen Wohlbefindens (zB Nootropika in Lebensmitteln und Getränken, die auf die kognitive Verbesserung abzielen). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2023 ein Jahr bemerkenswerter Fortschritte und Veränderungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie war. Der Aufstieg pflanzlicher Alternativen, technologische Fortschritte in der Lebensmittelproduktion, personalisierte Ernährung und ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit und ethische Praktiken sind die bestimmenden Trends des Jahres. Diese Innovationen haben nicht nur die Branche verändert, sondern auch die Voraussetzungen für zukünftige Entwicklungen geschaffen, die weiterhin Einfluss auf die Entscheidungen der Verbraucher und die globalen Lebensmittelsysteme haben werden. Die Zahl der Unternehmen (Start- und Scale-ups) im Bereich des Investitionsfokus der Feast Ventures steigt stetig weiter. Gleichzeitig erweitern etablierte Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft ihr entsprechendes Portfolio und der Handel baut das Geschäft mit respektiven Eigenmarken aus. Die Differenzierung lässt sich auch in der Wertschöpfungskette beobachten: Das umfasst unter anderem Anbieter von komplexen Systemlösungen für die Herstellung von innovativen Produkten, Hersteller von Maschinen sowie Inhaltsstoff- und Verpackungshersteller. Unternehmen planen, bauen und betreiben Pilot- und Produktionsanlagen, um den aktuell vorhersehbaren Produktionskapazitäten (einer der größten Engpässe) strukturell entgegenzuwirken. Es existieren eine Reihe von vielversprechenden Startups, die zum Teil einzigartige Ansätze in Europa verfolgen. Im Kontext von Agrifoodtech und Risikokapital spielt Europa dabei eine immer größere Rolle, mit steigendem Anteil gemessen an den globalen Gesamtinvestitionen für alternative Proteine und Innovation im Lebensmittelsektor[5]. Trotz volatiler Marktbedingungen zeigt der langfristige Ausblick, dass alternative Proteine und Innovationen im Lebensmittelsektor für Investor:innen ein sehr attraktives Feld bleiben. III. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Vermögenslage zum 31.12.2023 stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerrückforderungen in Höhe von € 26.521. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die höheren Anforderungen an die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses für registrierungspflichtige Kapitalverwaltungsgesellschaften. 2. Finanzlage Die Liquiditätsstruktur der Gesellschaft ist für das Jahr 2023 als kritisch zu bewerten, da es zum Ende des Wirtschaftsjahres zu einem geringen Bankbestand gekommen ist. Die Finanzierung der ManCo erfolgte im Berichtsjahr im Wesentlichen über eigene Mittel. Es bestand keine Notwendigkeit Bankdarlehen aufzunehmen, jedoch kam es im Jahr 2023 zu einer Umsatzsteuer-Überzahlung bei den Management Fees die dazu geführt hatte die Liquiditätslage kurzfristig zu stabilisieren. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gegeben, alle Verbindlichkeiten konnten zeitgerecht bedient werden. Um die Liquiditätslage der Gesellschaft zu verbessern, wurden bereits Maßnahmen ergriffen. Zu den Maßnahmen zählt unter anderem die Erhöhung der Management Fees. 3. Ertragslage Im Geschäftsjahr wurden durch an den verwalteten Spezial-AIF berechnete Managementgebühren sowie der Haftungsvergütung Umsatzerlöse in Höhe von EUR 115.308,21 erzielt. Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von € 78.605,99, bei denen es sich im Wesentlichen um Software-, Reise-, Raum- und Beratungskosten sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses handelt. Darüber hinaus fielen Personalaufwendungen für den Geschäftsführer in Höhe von € 78.000 an. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von € 41.444,20. IV. Chancenbericht Ungeachtet der allgemein gedämpften Investitions- und Konsumlandschaft ist die Gesellschaft bestrebt, für den in der Entwicklung befindlichen Fonds weitere Investoren sowie Investitionsziele zu erwerben. Agrifoodtech-Start-ups konnten im Jahr 2023 weltweit 15,6 Milliarden US-Dollar an Finanzierungen einsammeln[6]. Das bedeutet einen Rückgang um 49,2 % gegenüber dem Jahr 2022, in dem es noch 30,5 Milliarden US-Dollar waren. Damit erreicht das Investmentklima für Start-ups im Agrar- und Foodbereich einen Sechs-Jahres-Tiefpunkt. Das Finanzvolumen ging in allen Kategorien zurück, außer den zwei Ausnahmen "Bioenergy & Biomaterials" (+20%) und "Farm Robotics, Mechanization & Equipment" (+9%). Die Finanzierung von Start-ups im Bereich Innovative Food (-50 %), zu denen auch die angeschlagene Kategorie alternativer Proteine gehört, ging nicht so stark zurück, wie die viele andere Kategorien; Keine Weltregion war 2023 immun gegen den Abschwung. Europa jedoch, (gleichermaßen Kernregion der Feast Ventures) war von diesem Rückgang der Finanzierungen weniger stark betroffen (-14 % im Vergleich zum Vj.) bzw. konnte seinen Anteil am Gesamtvolumen der globalen Finanzierungen auf >30% weiter ausbauen. Das Investitionsniveau in Afrika blieb mit 260 Millionen US-Dollar höher als 2021, während Asien mit 3,8 Mrd. $ nicht mehr an die Summen vor Corona anknüpfen konnte[7]. Der Prototype Fonds (Feast Ventures Fund I GmbH & Co. KG) bildet dabei den Grundstein der aktuellen Weiterentwicklung der Gesellschaft: Dieser erste Fonds befindet sich weiterhin im Aufbau, wobei die Anlagestrategie weiter Bestand hat. Der Fokus der Investitionen von Feast Ventures liegt auf zukunftsträchtigen Unternehmen die sich mit alternativen Proteinen, nachhaltiger Landwirtschaft, der personalisierten Ernährung sowie der Neubewertung von Lebensmittelabfällen (sog. Seitenströmen), aus denen wertvolle Inhaltsstoffe gewonnen werden können, auseinandersetzen. Der Fonds verfügt derzeit über ein investierbares Kapital von ca. € 5 Mio. aus liquiden Mitteln und Kapitalzusagen neuer Investoren. Der Ausbau des Fund I wird ferner durch das gestiegene Interesse von potentiellen Neuinvestoren in nachhaltige, innovative Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelbranche bzw. fördernde Investmentmöglichkeiten weiter verstärkt. Feast Ventures ist bereits jetzt durch seinen Fokus in seinen vier Investitionsbereichen gut positioniert, um die Wünsche in ein nachhaltiges und rendite-orientiertes Investieren zu bedienen. Es werden zahlreiche aussichtsreiche Gespräche und Verhandlungen mit potenten Investoren geführt, von denen bereits ein kleiner Teil in der Lage wäre, die nächste Finanzierungsrunde (First Closing und Final Closing) des Fonds zum Abschluss zu bringen. Die Feast Ventures ist mit ihrem Mitte 2022 aufgelegten Fund weiter gut aufgestellt und blickt trotz der Nachwirkungen der Pandemie, geänderten geo- und handelspolitischen Rahmenbedingungen, optimistisch in die Zukunft. Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Technologien und daraus resultierende Verbraucherinnovationen und Lebensmittelprodukte bleiben die aktuellen und zukünftigen Trends mit Rendite-Potenzial, was für Feast Ventures eine signifikante Chance bedeutet. Gerade soziale Themen, wie Gesundheit und Ernährung, sind weniger anfällig für Markttrends als reine Consumer-Themen. Investitionen in Lösungen, die die Entwicklung nachhaltiger sowie proteinreicher Nahrungsmittel voranbringen, sind ein strategischer Meilenstein - sowohl für Feast Ventures als auch für die Lebensmittelkette im Ganzen. In 2023 hat die Feast Ventures in 18 zukunftsträchtige AgriFoodTech Start-ups investiert, die dazu beitragen, die Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich nachhaltiger zu gestalten. Als sich etablierende Marke im AgriFoodTech VC Ökosystem innerhalb Europas wird Feast Ventures verstärkt wahrgenommen, wodurch sich vermehrt interessante Investitionsmöglichkeiten ergeben. Mehr und mehr hochtalentierte Gründer möchten einen Beitrag für die Gesellschaft erzielen und suchen sich daher AgriFoodTech Themen heraus, wenn es um die Geschäftstätigkeit ihres Unternehmens geht. Die Zahl der Unternehmen im AgriFoodTech Bereich steigt entsprechend, insbesondere in Europa. Verstärkt werden diese Entwicklungen durch die wachsende Wahrnehmung der Verbraucher hinsichtlich des Einflusses der Lebensmittelindustrie auf klimarelevante Ziele. Etablierte Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft erweitern hierbei ihr Portfolio, um dieser Wahrnehmung gerecht zu werden. Gleichzeitig baut der Handel das Geschäft mit relevanten Eigenmarken stetig aus. Mit dem wachsenden Erfolg von alternativen und innovativen Produktlösungen differenziert sich die Wertschöpfungskette weiter aus. Neben Unternehmen, die selbst alternative Produkte verkaufen, verfolgen zahlreiche Unternehmen ein B2B-Geschäftsmodell und versorgen die Hersteller mit Rohstoffen, Maschinen, Technologielösungen etc. Trotz des weltweiten Marktabschwungs u.a. auch in der Finanzierungslandschaft (geleichermaßen für Start-ups und VC-Fonds) bieten Agrifoodtech Investments eine weiterhin beliebteste Investitionskategorie. In 2024 werden AgTech und FoodTech nach Einschätzung der Geschäftsführung zunehmend an Relevanz gewinnen und einen wesentlichen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten. In 2023 standen Technologie-Start-ups im Mittelpunkt des dringenden Wandels hin zu nachhaltigen und widerstandsfähigen Agrar- und Ernährungssystemen und haben das transformative Potenzial der Technologie unter Beweis gestellt. Sie werden dies nach Einschätzung der Geschäftsführung auch im Jahr 2024 tun. 2023 war ein Jahr des Fortschritts bei neuartigen Lebensmitteln: Immer mehr europäische Unternehmen erhalten Finanzmittel für die Herstellung von Fleischersatzprodukten und pflanzlichen Alternativen. In 2023 haben Supermärkte wie Lidl, Aldi und Penny in Deutschland absichtlich die Preise für alternative Proteinprodukte gesenkt und ihr Sortiment erweitert, um neue Kunden zu gewinnen[8]. Die niederländische Supermarktkette Jumbo und Billa in Österreich haben die Preise für ihr alternatives Fleischsortiment mit Eigenmarke auf den Preis ähnlicher tierischer Produkte gesenkt. Es ist davon auszugehen, dass weitere Einzelhändler diesem Beispiel folgen werden. Aufgrund eines Wandels in den verschiedenen Asset-Klassen durch geänderte Rahmenbedingungen (z.B. Inflation, Zinsen, Immobilienpreise, Rezession etc.) suchen Investoren zunehmend entsprechend auch nach Investitionsmöglichkeiten im Venture Capital Bereich. Gerade bei sog. Emerging Managern (First time Funds) und Micro-Fonds (< € 50 Mio.) werden vielversprechende Renditemöglichkeiten auf das eingesetzte Kapital durch die Datenlage untermauert. Dies gilt insbesondere für Frühphaseninvestitionen (Pre-Seed & Seed) - auf welche u.a. die Anlagestrategie der Feast Ventures fokussiert ist[9]. V. Risikobericht 1. Adressenausfallrisiko Adressenausfallrisiken bestehen darin, dass vertraglich vereinbarte Zahlungen aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten von Investoren nicht geleistet werden. Das Risiko ist aufgrund der Kundenstruktur als regulär einzustufen, da ein Großteil der Investoren ihren Sitz außerhalb solcher Hochrisikoländern haben. Als Mittel zur Steuerung- und Überwachung des Adressenausfallrisikos wird die Bonität potenzieller Investoren bewertet, bevor die Geschäftsbeziehungen aufgenommen werden. Auf Grund der oftmals langen Beziehung der Geschäftsführung der Feast Ventures mit jenen Gruppen, sowie dem grundsätzlich unwesentlichen Anteil der vertraglich vereinbarten Zahlungen gegenüber der Feast Ventures im Kontext der Gesamtaktivitäten solcher Investoren, wird ein mögliches Länderrisiko allerdings als gering eingestuft. Das Länderrisiko der Investoren mit Sitz in Deutschland ist als gering einzustufen. 2. Liquiditätsrisiken Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können, ist als gering einzustufen. Die ManCo hat ihr Liquiditätsmanagement abgestellt auf die Einzahlung aus der Vergütung für ihre Tätigkeit in Zusammenhang mit den Fonds. Es existiert dabei praktisch kein Forderungsausfallrisiko. Die Liquiditätssituation wird laufend überwacht. Die Liquiditätsrisiken können somit als gering eingestuft werden. 3. Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken, Risiken aus Aktien und sonstigen Eigenkapitalpositionen, Rohwaren- und sonstige Preisrisiken bestehen aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit grundsätzlich nicht. 4. Operationelle Risiken Ein wesentliches operationelles Risiko ist die Haftung der ManCo bei den verwalteten Produkten, wobei das Haftungsrisiko aus der Stellung der geschäftsführenden Kommanditisten bei den deutschen Investitionsvehikeln als gering eingestuft wird. Aufgrund der hinter den Einzahlungsverpflichtungen der Investoren stehenden hohen Volumina sowie der damit einhergehenden Konzentration auf wenige große Investoren besteht ein Reputationsrisiko, insbesondere als Rückwirkung von Imageverlusten betreffend die Produkte. Zur Minimierung dieser Risiken werden die potentiellen Partner/Kommanditisten für die Initiierung der Fonds gezielt ausgewählt und vorab eingehend geprüft. VI. Prognosebericht In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 beruht auf der Annahme, dass geopolitische Spannungen nicht weiter eskalieren und sich das finanz- und wirtschaftspolitische Umfeld nicht massiv verschlechtert. Eine exakte Umsatz- und Ergebnisprognose für einzelne Geschäftsjahre der Feast Ventures ist auf Grund der Komplexität von Unternehmenstransaktionen sowie der Abhängigkeit von diversen Ergebnissen und Entwicklungen im (frühphasigen) Beteiligungsgeschäft sehr schwierig. Grundsätzlich ist in Jahren, in denen keine Exits realisiert werden können, ein neutrales Ergebnis zu erwarten. Sofern sich Verkäufe realisieren lassen, ist ein signifikanter Ergebnisbeitrag möglich. Zur Vermeidung zukünftiger Verlustjahre strebt die Feast Ventures eine Verstetigung von Zuflüssen und Erträgen an. Diese soll durch eine weitere Anzahl an Beteiligungen und tendenziell kürzere Halteperioden erreicht werden. Bei einer weiter erfolgreichen Umsetzung der Fondstrategie hält Feast Ventures potenziell starke Portfoliowerte, durch welche sich durch mittelfristig erwartete Ausschüttungen bzw. optionalen Teilveräußerungen stabile Erträge erwirtschaften lassen. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Feast Ventures den erfolgreichen Abschluss der ersten Zeichnungsperiode sowie den Ausbau an vielversprechenden Portfoliowerten. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahresergebnis, [1] Europäische Zentralbank, 2023 [2]EZB-Jahresbericht 2023 [3]PWC Venture Capital Market Study 2023: Selection matters [4] GFI Europe: 2023 round-up: finding the levers to move alternative proteins forward [5] DigitalFoodLab - FoodTech in Europe in 2024 [6] TopAgrar - Investment Report 2024 [7] Global AgriFoodTech Investment 2024 report [8] SZ Artikel: Lebensmittel: Lidl will ran an die Flexitarier - Wirtschaft [9] Bigger Isn't Always Better: The Case for Small VC Funds
München, den 09. Dezember 2024 gez. Benedikt Stöckert Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 12. Dezember 2024 |
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