Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 110960
Eingetragen
30.4.1998
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g.Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von chemischen Produkten aller Art, insbesondere von Bodenbeschichtungssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Patzig
seit 15.9.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tremco CPG Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALTECO Technik GmbH

Twistringen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024

2.2 Beachtung von Gesetz und Gesellschaftsvertrag

Nach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB weisen wir darauf hin, dass die gesetzlichen Vertreter die Frist zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023/2024 (§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB) nicht eingehalten haben.

3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 der ALTECO Technik GmbH, Twistringen, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ALTECO Technik GmbH, Twistringen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALTECO Technik GmbH, Twistringen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALTECO Technik GmbH, Twistringen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Au- ßerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

gez. Nico Schipp, Wirtschaftsprüfer"

4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

Prüfungsgegenstand

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren

die Buchführung

der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang)

der Lagebericht

der Gesellschaft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft; dies gilt auch für die Angaben, die wir zu diesen Unterlagen erhalten haben. Wir verweisen ergänzend auf den Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" unseres vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks.

Unsere Aufgabe ist es, diese Unterlagen und Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen. Unsere diesbezügliche Verantwortung wird in den Abschnitten "Grundlage für die Prüfungsurteile" und "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks beschrieben.

Art und Umfang der Prüfung

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und unter dem 29. September 2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss; er wurde am 2. Oktober 2023 festgestellt.

Wir haben die Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

In Bezug auf die wesentlichen Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres vorstehend in Abschnitt 3 wiedergegebenen Bestätigungsvermerks. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wenden wir unseren risiko- und prozessorientierten Prüfungsansatz an; zu dessen Umsetzung bedienen wir uns unserer Prüfungssoftware Levvia. Sie unterstützt die Planung, Durchführung und Dokumentation der Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Die Prüfung wurde von uns in den Monaten April und Mai 2024 (Vorprüfung) sowie August und September 2024 (Hauptprüfung) durchgeführt.

Identifizierte relevante Kontrollen der Gesellschaft haben wir unserem Prüfungsplan entsprechend auf Angemessenheit und gemäß unserem prüferischen Ermessen auf Wirksamkeit geprüft. Auf Grundlage der Ergebnisse aus der Prüfung der Kontrollen haben wir Art und Umfang unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen (analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen von ausgewählten Geschäftsvorfällen und Kontensalden) festgelegt. Bei Einzelfallprüfungen haben wir Nachweise in bewusster Auswahl bzw. unter Heranziehung von Stichprobenverfahren eingeholt.

Folgende Prüfungsschwerpunkte wurden gesetzt:

Eintritt und Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Vorhandensein der Vorräte

Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung der Gesellschaft haben wir uns einen Überblick über die Organisation der Buchführung und ein Verständnis der prüfungsrelevanten Kontrollen verschafft sowie entsprechende Aufbauprüfungen, insbesondere in Bezug auf die implementierten wesentlichen Kontrollmaßnahmen, vorgenommen.

Die Gesellschaft hat am 30. Mai 2024 eine Stichtagsinventur durchgeführt, an der wir beobachtend teilgenommen haben.

Im Rahmen der Prüfung der Forderungen und der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Rückstellungen haben wir von ausgewählten Kunden Saldenbestätigungen sowie von allen Kreditinstituten und allen Rechtsanwälten sowie Steuerberatern der Gesellschaft Bestätigungen über Guthaben, Ansprüche und Verpflichtungen der Gesellschaft eingeholt.

Zukunftsbezogene Angaben im Lagebericht haben wir vor dem Hintergrund der Jahresabschlussangaben auf Plausibilität und Übereinstimmung mit den während der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen beurteilt.

Die gesetzlichen Vertreter haben alle gewünschten Aufklärungen und Nachweise erbracht und unter dem 26. September 2024 die berufsübliche Vollständigkeitserklärung in schriftlicher Form abgegeben. Darin wird insbesondere versichert, dass die gesetzlichen Vertreter ihrer Verantwortlichkeit für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften nachgekommen sind und dass alle Geschäftsvorfälle entsprechend den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufgezeichnet und im Jahresabschluss bzw. im Lagebericht entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt sind.

5 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung entspricht den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht abgebildet.

5.1.2 Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist diesem Bericht als Bestandteil der Anlage 1 beigefügt.

Der Jahresabschluss wurde ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die gesetzlichen Vorschriften zur Gliederung, Bilanzierung und Bewertung sowie zum Anhang wurden in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Die Angaben der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

5.1.3 Lagebericht

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist diesem Bericht als Bestandteil der Anlage 1 beigefügt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung entspricht der Lagebericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss insgesamt, d.h. das Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

5.3 Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Mehrjahresübersicht

2023/2024 2022/2023
Umsatzerlöse TEUR 25.081 27.279
Jahresergebnis (ab 2020/2021: vor Ergebnisabführung) TEUR 479 644
Mitarbeiter (§ 267 Abs. 5 HGB) Anzahl 59 56
Bilanzsumme TEUR 7.969 7.447
Eigenkapitalquote 1 % 53,3 57,1
2021/2022 2020/2021 2019/2020
Umsatzerlöse 36.209 27.191 27.606
Jahresergebnis (ab 2020/2021: vor Ergebnisabführung) 2.957 4.245 2.699
Mitarbeiter (§ 267 Abs. 5 HGB) 55 50 47
Bilanzsumme 12.449 27.593 19.558
Eigenkapitalquote 1 34,1 51,6 72,9

1 Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme.

6 Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 der ALTECO Technik GmbH, Twistringen, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 3 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

 

München, den 27. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

Nico Schipp, Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

Lagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024

1. Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell

Die ALTECO Technik GmbH (nachfolgend ALTECO genannt) gehört zu der RPM International Inc., Medina, Ohio/USA, einem weltweit agierenden Bauchemie-Konzern. ALTECO ist ein Hersteller von MMA (Methylmethacrylat)-Reaktionsharzen für den Bereich Industrieboden-, Brücken-, Parkdeck- und Flachdachbeschichtungen und Fahrbahnmarkierungen. Die Produktionsstätten der namhaften Hauptwettbewerber befinden sich ebenfalls in Deutschland. Bedingt durch die überschaubare Anzahl an Herstellern ist der Markt weitgehend transparent. Die ALTECO vertrieb im Geschäftsjahr 2023/2024 ihre Produkte weltweit in 25 Ländern.

Das Gesamtabsatzvolumen für MMA-Reaktionsharze für den Industriebodenbau ist, gemessen am eigentlichen weltweiten Potential, nur langsam wachsend. Die Gründe dafür liegen darin, dass mit den Harzsystemen auch das entsprechende handwerkliche Know-how transferiert wird, das zur Verarbeitung dieser Harze notwendig ist. Für das Exportwachstum in manchen Ländern spielen zudem oft sprachliche Barrieren, gesetzliche Vorschriften und Normen, Traditionen sowie logistische Herausforderungen eine Rolle. ALTECO hat seit ihrer Gründung einen strategischen Wandel durchlaufen. Zum ursprünglichen Kerngeschäft, der Herstellung von MMA-Reaktionsharzen für Industriefußbodenbeschichtungen, sind weitere im Hause entwickelte Produktlinien hinzugekommen: MMA-Reaktionsharze für die Kanalsanierung, Dach- und Parkdeckbeschichtungen sowie Brückenabdichtungen und Fugenfüllstoffe auf PUMA (Polyester-Urethan-Methacrylat)-Basis, die dem Anwender durch ihre Kälte- und Feuchtigkeitstoleranz bei der Verarbeitung neue Möglichkeiten bieten.

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. April 2021 wurde dem Gewinnabführungsvertrag mit der tremco illbruck Group GmbH mit Sitz in Bodenwöhr (Amtsgericht Amberg HRB 6937) (vormals: Köln) als herrschendem Unternehmen vom 14. April 2021 zugestimmt. Daher wird das Jahresergebnis seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 an die tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr, abgeführt.

Zwischen der tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr (vormals: Köln), als Organträgerin und der ALTECO Technik GmbH, Twistringen, als Organgesellschaft besteht seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 ein Umlagevertrag hinsichtlich ertragsteuerlicher Organschaft. Die Ertragsteuer erstatten die Beteiligten einander in dem Verhältnis, in welchem die Steuer vom einzelnen Beteiligten des Organkreises ohne Vorliegen einer steuerlichen Organschaft zu tragen wäre.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Konjunkturelle Entwicklung allgemein

Im Jahr 2023 reduzierte sich das BIP preisbereinigt um 0,3% (nach einem Plus von 1,8% in 2022 und sogar 3,2% in 2021) 1. Die gesamtwirtschaftliche Lage war dabei geprägt von weiterhin hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstigen Finanzierungsbedingungen infolge gestiegener Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. In Summe lag das BIP 2023 dennoch um 0,7% über dem "vor-Corona"-Jahr 2019.

Die Entwicklung in den einzelnen Sektoren verlief dabei unterschiedlich, wobei die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten erneut ausweiten konnten und somit die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stützen. Ebenfalls deutlich mehr investiert wurde in Ausrüstungen (allerdings ohne Bauinvestitionen). Dämpfend auf die Wirtschaftsleistung wirkten hingegen das verarbeitende Gewerbe (insbesondere aus energieintensiven Industriezweigen wie Chemie und Metallindustrie), die sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung, ein geringerer privater Konsum aufgrund hoher Verbraucherpreise sowie real gesunkene Konsumausgaben des Staates, primär induziert durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Auch der Außenhandel war im Vorjahresvergleich deutlich rückläufig, wobei der Import noch stärker zurückging als der Export.

Wie bereits im Vorjahr, hat sich auch in 2023 die konjunkturelle Entwicklung im Jahresverlauf weiter abgeschwächt: einem preisbereinigten Anstieg des BIP von +0,5% im ersten Quartal, stand ein Rückgang von 0,5% in Q3 bzw. 0,4% in Q4 gegenüber 2.

Diese Negativentwicklung setzte sich auch in 2024 fort. So sank im ersten Quartal das reale BIP um 0,9% (aufgrund weniger Arbeitstage als Folge der früheren Osterfeiertage betrug der reale kalenderbereinigte Rückgang nur 0,2%).

Analog zu 2023 schrumpfte erneut insbesondere das Verarbeitende Gewerbe am stärksten (-4,7%, insbesondere in den Branchen Kraftwagen, Metallindustrie und Maschinenbau), während die meisten Dienstleistungsbereiche weiterhin positive Signale senden. Im Baugewerbe war die Bruttowertschöpfung im ersten Quartal um 0,9% niedriger als im Vorjahresquartal (nach einem Plus von 0,2% in 2023).

Für Europa und die USA stellte sich die wirtschaftliche Situation in 2023 überwiegend besser dar. Hier verzeichnete das Bundesfinanzministerium für 2023 einen Anstieg des BIP in der EU von +0,4% und im Vereinigten Königreich von +0,1%. Die USA lagen mit +2,5% deutlich vor Deutschland (-0,3%) 3. Auch für 2024 und 2025 erwartet das Ministerium, dass die Entwicklung in Deutschland hinter der EU, Großbritannien und den USA zurückleiben wird.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_205_811.html
3 https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2024/06/Inhalte/Kapitel-6-Statistiken/6-4-05-reales-bruttoinlandsprodukt.html

Diese Einschätzung deckt sich mit der aktuellen Statistik von "Eurostat": hiernach ist in den Monaten (Februar bis Mai 2024) der kalenderbereinigte Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland deutlich stärker ausgeprägt als im Durchschnitt der EU (in Deutschland zwischen -3,7% und -6,6%; in der EU zwischen -1, 1% und -5,2%) 4.

Konjunkturelle Entwicklung Bauwirtschaft

Wie oben erwähnt konnte das Baugewerbe in 2023 preisbereinigt noch ein Plus von 0,2% erzielen, musste aber im ersten Quartal einen Rückgang von 0,9% hinnehmen 5. Anhaltend hohe Baukosten, Fachkräftemangel und insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen machen insbesondere dem Hochbau zu schaffen, während die Produktion in Tiefbau und im Ausbaugewerbe in 2023 gesteigert werden konnte.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes weist ferner darauf hin, dass das oben genannte, noch relativ moderate Ergebnis in den letzten beiden Jahren durch Abbau der Auftragsbestände erzielt worden ist, insbesondere im Wohnungsbau, dem wichtigsten Impulsgeber des Bauhauptgewerbes sind kaum neue Aufträge hinzukommen. So konnten Wohnungsbaufirmen in 2023 real fast 20 % weniger neue Aufträge verzeichnen und im ersten Quartal 2024 betrug der Rückgang nochmals 6% 6.

In der aktuellen ZDB-Konjunkturumfrage "Frühjahr 2024" beurteilen 48,5% der befragten Unternehmen die gegenwärtige Geschäftslage als schlecht - ein Anstieg von 13%-Punkten gegenüber der Frühjahrsumfrage 2023 (im Wohnungsbau wurde die Lage sogar zu 61,3% als "schlecht" beurteilt) 7.

Grundsätzlich leidet besonders der Hochbau unter einer ausgeprägten Nachfrageschwäche, was sich auch in einem deutlichen Rückgang der Baugenehmigungen niederschlägt, und zwar sowohl im Wohnungsbau (-94.300 Wohnungen in 2023 zu 2022), aber auch in den meisten Sparten des Wirtschaftsbaus (z.B. Büro- und Verwaltungsgebäude, aber auch Handelsgebäude, Hotel und Gastronomie und in jüngster Zeit auch Lagergebäude). Im Wirtschaftstiefbau machen sich hingegen Projekte der Energie- und Mobilitätswende (wie Stromtrassenausbau und Ausbau des Schienenverkehrs) stützend bemerkbar 8.

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der Verband daher einen Umsatzrückgang von -3% und einen Rückgang der Beschäftigten um 30.000. Per November 2023 stieg die Anzahl der Insolvenzen in der Branche erstmals beachtlich an (allerdings von einem geringen Niveau kommend).

4 https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/4-15072024-ap#fragment-15944082-grio-inline-nav-4
5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
6 https://www.zdb.de/meldungen/branchenumfrage-und-baukonjunktur-i-quartal-6-prozent-wenigerwohnungsbauorder-auftragsmangel-verfestigt-sich
7 Slides #5 und #6 des Anhangs / Downloads "Konjunkturumfrage UDB Frühjahr 2024$ zu Quelle #6
8 https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023

Finanzielle Leistungsindikatoren

Auf dem Gebiet der finanziellen Leistungsmessung stellen für uns die Umsatzerlöse, das Operating Income (Betriebsergebnis) und das Working Capital bedeutsame finanzielle Indikatoren der Vermögens- und Ertragslage dar. Es werden keine Steuerungsgrößen für die Finanzlage verwendet. Die finanziellen Leistungsindikatoren definieren sich wie folgt:

Umsatzerlöse

Erlöse, die ALTECO im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet hat.

Betriebsergebnis

Jahresüberschuss zzgl. sonstiger Steuern und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag abzgl. sonstiger Zinsen und ähnlicher Erträge zzgl. sonstiger Zinsen und ähnlicher Aufwendungen

Working Capital

Saldo aus Vorratsvermögen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (jeweils ohne Intercompany-Salden)

Die Berechnung der Steuerungsgrößen beruht dabei auf dem nach der Rechnungslegung entsprechend den U.S. General Accepted Accounting Principles aufgestellten Reporting Package. Wesentliche Unterschiede zum vorliegenden Jahresabschluss bestehen allerdings nicht, so dass im Folgenden auf die Entwicklungen im vorliegenden Jahresabschluss Bezug genommen wird.

2. Wirtschaftsbericht

Ertragslage

Nachdem in den Vorjahren große Teile unseres Export-Geschäfts an Schwestergesellschaften verlagert wurden, liegen die Intercompany-Umsätze bei ca. 70 % des Gesamtumsatzes (im Vorjahr ca. 75 %). Der Gesamtumsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 8,1 % (TEUR 2.106), wobei unsere Drittkundenumsätze mit +8,7 % zugelegt haben während die Verkäufe an unsere Schwestergesellschaften rückläufig waren (-14,1 %). Maßgeblich hierfür sind deutlich niedrigere Lieferungen nach USA, Belgien, UK und Polen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 lieferte die ALTECO ihre Produkte in 25 Länder. Der Exportanteil lag mit 78 % leicht unter Vorjahresniveau (79 %). Zurückzuführen ist der Rückgang der Umsatzerlöse vor allem auf einem weiterhin rückläufigen Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, der vor allem auf Problemen bei der Versorgung mit Baumaterial, der Preisentwicklung bei Bauleistungen sowie auf einer allgemein schwächeren gesamtkonjunkturellen Entwicklung beruht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 653 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 579). Mit TEUR 623 ist die Verrechnung von Aufwendungen aus Forschung- und Entwicklung an die tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr, der maßgebliche Posten.

Die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwandes zu den Umsatzerlösen zzgl. der Bestandsveränderung) liegt mit 67,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (70,2 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf seit der Pandemie steigende Preise der Hauptrohstoffe zurückzuführen.

Der Personalaufwand liegt mit TEUR 3.718 über dem Vorjahr (TEUR 3.073), diese Entwicklung beruht auf der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 56 auf 59.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen liegen mit TEUR 516 leicht über Vorjahresniveau (TEUR 509).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen unter Vorjahr (TEUR 3.659 zu Vorjahr: TEUR 3.890). Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus den deutlich geringeren Aufwendungen für die Wertberichtigung auf Kundenforderungen (TEUR 220).

Der Steueraufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 398 auf TEUR 96 reduziert. Seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 resultieren die Steueraufwendungen aus Umlagen des Organträgers, der tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr. Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) sank im Jahresvergleich von TEUR 644 auf TEUR 479 und wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags vollständig an unsere Muttergesellschaft, die tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr, abgeführt.

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Ertragslage haben sich im Berichtsjahr darauf aufbauend wie folgt entwickelt:

Finanzieller Leistungsindikator Prognose 23/24 Prognose 24/25 2023/2024 2022/2023
Umsatzerlöse (in TEUR) 30.000 27.630 25.081 27.279
Betriebsergebnis (in TEUR) 1.800 560 584 1.079

Im Zuge unserer Planungen der finanziellen Leistungsindikatoren sind wir zwar von einer Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgegangen, allerdings wirkten sich die beschriebenen negativen Effekte deutlich stärker aus als von uns angenommen. Vor diesem Hintergrund liegen die Umsatzerlöse um EUR 4,9 Mio. unter unseren Planungen von EUR 28,8 Mio. In diesem Zusammenhang konnte auch die Planung des Betriebsergebnisses nicht erreicht werden.

Finanzlage

Das Unternehmen finanzierte sich - wie in den Vorjahren - aus dem konzerneigenen Cash- Pool-Management. Der Cash-Pool für den Teilkonzern der europäischen CPG-Gesellschaften (Tremco CPG Teilkonzern) wurde bis zum 17. Januar 2023 von unserer Gesellschafterin, der Tremco illbruck Group GmbH, geführt, danach wurde die Funktion der CashPool-Führerin an die RPM FCP Belgium NV, Zelem, Belgien, übertragen. Es bestanden während des Geschäftsjahres 2023/2024 keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das Finanzmanagement des Tremco CPG-Teilkonzerns bezieht sich auf die Kapitalstruktur und das Cash- und Liquiditätsmanagement. Im Rahmen dieses Cash-Pools werden alle Banksalden der zum Cash-Pool gehörenden Gesellschaften zum Ende eines jeden Banktages über eine nationale Clearingstelle mit gleicher Valuta auf Konten bei der Bank of America, Charlotte, USA, übertragen.

Das Finanzmanagement wird zentral von der RPM FCP Belgium NV, Zelem, Belgien, einheitlich für alle zum Tremco CPG Teilkonzern zugehörigen Gesellschaften, durchgeführt. Dabei operiert das Finanzmanagement in einem vorgegebenen Rahmen von Richtlinien, Limits und Benchmarks.

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft setzt sich aus liquiden Mitteln sowie Cash-Pooling- Guthaben zusammen. Die Finanzlage lässt sich anhand einer Kapitalflussrechnung wie folgt darstellen:

2023/2024
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.783
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -644
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -496
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 643
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -212
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 431
31.05.2024
TEUR
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 5
Cash-Pooling-Forderung 426
431

Der Finanzmittelfonds (bestehend aus liquiden Mitteln sowie einer Cash-Pooling-Forderung) der Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Anstieg um TEUR 643. Ausschlaggebend für diesen Anstieg war vor allem die deutlich geringere Ergebnisabführungsverpflichtung des Geschäftsjahres 2022/2023 (TEUR 644 zu TEUR 2.957 im Geschäftsjahr 2021/2022). Zudem wirkte sich ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit aus, der vor allem auf dem entgeltlich erworbenen Kundenstamm beruht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt bei einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 479 vor allem aufgrund eines rückläufigen Vorratsvermögens sowie gestiegener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.783.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit TEUR 7.969 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 7.447). In diesem Zusammenhang waren die folgenden Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023/2024 von Bedeutung:

Das Anlagevermögen liegt mit Mio. EUR 1,85 leicht unter dem Vorjahr (Mio. EUR 1,87). Anlagenzugängen in Höhe von TEUR 496, die im Wesentlichen für den Erwerb eines Kundenstamms vorgenommen wurden, stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 516 entgegen. Investitionen in den kommenden Jahren sind überwiegend geplant für ein neues Abluftsystem in der Produktionshalle (rund TEUR 1.000), ein Einfärbesystem für MMA-Produkte (rund TEUR 600), diverse Verbesserungsmaßnahmen in der Produktion (rund TEUR 176), sowie in IT-Ausstattung (rund TEUR 127).

Aufgrund der wieder höheren Verfügbarkeit benötigter Rohstoffe konnten die im Vorjahr angelegten Sicherheitsbestände reduziert werden, was zu einer abermaligen Verringerung der Lagerbestände von TEUR 2.607 auf TEUR 2.152 geführt hat.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag um TEUR 12 höher als im Vorjahr (TEUR 709 im Vergleich zu TEUR 698).

Neben diesen Aspekten wirken sich insbesondere die deutlich gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 3.135 im Vergleich zu TEUR 2.101 im Vorjahr) aus. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus einem gestiegenen Forderungsbestand (+29 %) gegenüber verbundenen Unternehmen sowie einem Anstieg des Cashpooling-Guthabens (TEUR 643).

Auf der Passivseite der Bilanz bleibt das Eigenkapital unverändert bei TEUR 4.250.

Die Rückstellungen liegen mit TEUR 653 leicht über Vorjahresniveau (TEUR 634).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 1.737 um TEUR 507 über dem Vorjahr (TEUR 1.230). Hierzu beigetragen haben deutlich längere Zahlungsziele bei unseren Haupt-Rohstoff-Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bewegen sich auf Niveau des Vorjahres (TEUR 1.290 zu TEUR 1.289).

Der finanzielle Leistungsindikator der Vermögenslage hat sich im Berichtsjahr darauf aufbauend wie folgt entwickelt:

Finanzieller Leistungsindikator Prognose 23/24 Prognose 24/25 2023/2024 2022/2023
Working Capital (in TEUR) 2.000 1.250 1.124 2.099

Im Geschäftsjahr 2023/2024 sank das Working Capital im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.099 auf TEUR 1.124, was vor allem aus der Minderung der Vorräte und einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert und damit unseren Erwartungen entsprach.

Gesamtaussage zur Lage

Die Gesamtbeurteilung der Entwicklung des Geschäftsjahres ist vor allem durch den Wegfall von Umsatzerlösen und einer Verminderung des Ergebnisses gekennzeichnet. Da auch unsere Planungen verfehlt wurden stufen wir die Geschäftsentwicklung insgesamt als nicht zufriedenstellend ein.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist in der Bauchemiebranche angesiedelt und betreibt Forschung und Entwicklung (F&E) im Bereich der chemischen Produkte vor allem für den Bereich der Abdichtungs- und Bodenbeschichtungssysteme. In diesem Zusammenhang sind im Geschäftsjahr 2023/2024 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 522) angefallen. Die Erhöhung beruht auf der Einstellung einer weiteren sachkundigen Person als Gefahrstoffbeauftragen und zur Erstellung von Sicherheitsdatenblätter. Sowie der Registrierung von Bauprodukten, hier sind zwei exemplarisch genannt. Die Registrierungszulassungen von dem Produkt, ALPHAGURAD FC LO (BBA) als wasserabdichtende Beschichtung mit feuerhemmenden Eigenschaft für Dächer wurde vorangebracht. Das Produkt MATACRYL wurde offiziell nach europäischem technischem Regelwerk als "flüssig aufzubringende Brückenabdichtung" zugelassen.

Hauptaugenmerk der Entwicklungstätigkeit ist die Weiterentwicklung der wasserabdichtenden flexiblen MMA-Hybrid Harze, die Rohstoffoptimierung im Sinne der Umweltverträglichkeit, die Optimierung der physikalischen Produkteigenschaften und die Produktentwicklung für neue Anwendungsfelder. In diesem Forschungsfeld gibt es einen regen Austausch intern mit anderen F&E-Laboren des RPM-Konzerns weltweit und extern mit der Deutschen Bauchemie e.V. und dem Verband der Chemischen Industrie e.V. um zukunftsfähig Entwicklungen bestmöglich zu berücksichtigen. Die jährlich anfallenden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden an die tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr, verrechnet und werden von dieser im Wege von Umlagen auf verschiedene Gesellschaften des RPM-Konzerns in Europa umgelegt.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren durchschnittlich 6 Festangestellte sowie eine Auszubildende in der Entwicklungsabteilung der ALTECO Technik GmbH beschäftigt.

4. Risikomanagement, Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements & Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement-System

Die ALTECO ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Derartigen Unwägbarkeiten setzen wir ein Risikomanagement-System entgegen, welches uns die frühzeitige Identifizierung von Risiken, die Einschätzung damit verbundener Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage sowie das Einleiten geeigneter Gegenmaßnahmen ermöglicht.

Wichtigster Bestandteil des Risikomanagements der ALTECO ist ein konzerneinheitliches und detailliertes Reporting. In diesem werden alle operativen Tätigkeiten vom Einkauf über die Produktion bis hin zur Distribution in einem festgelegten Schema quantitativ und qualitativ erfasst. Durch kontinuierliche Beobachtung genau definierter Kenngrößen lassen sich frühzeitig Fehlentwicklungen identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen einleiten. Zweites bedeutsames Element ist das interne Risikomanagement-System, das mit der Übernahme durch die RPM Inc., Medina, Ohio/USA, bereits in unserer Gesellschaft eingeführt wurde.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zahlungsausfallrisiken

In schwierigen konjunkturellen Perioden erhöht sich auch in der Baubranche das allgemeine Risiko von Forderungsausfällen. Insofern notwendig werden hierfür nach Einzelbetrachtung Vorsorge für zu erwartende Wertberichtigungen gebildet.

Trotz der aufgrund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine prinzipiell gestiegenen Unsicherheit und eines erhöhten Liquiditätsrisikos in der Volkswirtschaft, das in unserer Branche durch den sich abzeichnenden Auftragsmangel bei vielen Unternehmen verstärkt wird, sind bislang keine wesentlichen Zahlungsausfälle zu verzeichnen.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Bedingt durch unterschiedliche Spitzen im Vertrieb unserer Produkte ist der Bedarf unserer Gesellschaft an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäftes je nach Bedarf unterschiedlich. Die aus diesen Zahlungsstromschwankungen sich ergebenden Risiken sind bei unserer Gesellschaft begrenzt, da die Gesellschaft über den Cash-Pool jederzeit über Zugang zu liquiden Mitteln verfügt.

Währungsrisiken

Durch Geschäftsbeziehungen mit den im Ausland ansässigen Kunden, welche teilweise in Fremdwährung abgewickelt werden, besteht prinzipiell ein Risiko bei entsprechenden Kursschwankungen. Da im Berichtsjahr jedoch zahlreiche Export-Kunden an lokale Vertriebsgesellschaften innerhalb des RPM-Konzerns übertragen wurden, ist das Währungsrisiko insgesamt sehr niedrig. Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir keine Notwendigkeit zur Fremdwährungsabsicherung gesehen.

Operative Chancen und Risiken

Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung, dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß.

Konjunkturelle Risiken

Der Angriff Russlands gegen die Ukraine hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie auf die Entwicklung in Deutschland. Zusätzlich führen die nach wie vor hohe Inflation, sowie steigende Zinsen zu einer deutlichen Zurückhaltung bei Neubauprojekten. Wir ordnen das konjunkturelle Risiko als hoch ein. Angesichts der bestehenden Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung gilt es weiterhin, Kostendisziplin zu wahren . Da die weitere Entwicklung gegenwärtig nicht absehbar ist, kann auch eine abschließende Risikoabschätzung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorgenommen werden. Es besteht somit das Risiko, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen schwerwiegender sind als bisher prognostiziert.

Branchenspezifische Chancen und Risiken

Unsere Gesellschaft ist mit ihrem Produktportfolio von der Entwicklung der Baubranche abhängig. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Nachfrage in Deutschland als volumenmäßig größtem Einzelmarkt unserer Gesellschaft. Der Absatz von Bauprodukten reagiert seinerseits sehr sensitiv auf die allgemeine Konjunktursituation sowie auf wirtschafts- und steuerpolitische Rahmenbedingungen. Wir ordnen dieses Risiko als hoch ein, minimieren es aus unserer Sicht aber durch eine sehr breite Streuung unserer Absatzmärkte. Bei einem Export in 25 Länder besteht keine direkte Abhängigkeit von regionalen Märkten. Die Breite des innovativen Produktsortimentes zielt auf die unterschiedlichsten Segmente innerhalb der Bauindustrie hin, sowohl im Bereich des Neubaus als auch in der Sanierung. Gerade in der Bau-Sanierung und dem Ausbau der Infrastruktur wird die Nachfrage durch Investitionsprogramme gestützt.

Risiken bei der Rohstoffbeschaffung

Im Rahmen unserer Produktion setzen wir verschiedene Haupt- und Nebenrohstoffe ein. Nachdem die ausreichende Verfügbarkeit dieser Rohstoffe im Geschäftsjahr 2022/2023 nur mit Anstrengungen sicherzustellen war, setzte im Geschäftsjahr 2023/2024 eine leichte Entspannung auf den Beschaffungsmärkten ein. Der Ausfall eines oder mehrerer Lieferanten könnte allerdings weiterhin zu einer kritischen Verknappung der Rohstoffe auf dem Weltmarkt führen. Hieraus könnten Preissteigerungen der Rohstoffe und daraus resultierend Druck auf unsere Gewinnmargen resultieren. Wir ordnen dieses Risiko als eher hoch ein und versuchen dieses Risiko durch Kontrakte mit Rohstofflieferanten abzusichern, um auf diese Weise weniger den Preisschwankungen oder Auswirkungen von Verknappungen zu unterliegen.

Gewährleistungsrisiken

Für bereits auf dem Markt eingeführte Produkte bestehen Qualitätsrisiken, die sowohl zu Garantie-, Gewährleistungs- oder Kulanzkosten als auch zu Verlusten von Marktanteilen und Produktmargen führen können. Durch einen standardisierten Produktentstehungsprozess sollen diese Risiken frühzeitig identifiziert und eingegrenzt werden. Festgelegte Qualitätssicherungsmaßnahmen sorgen in der Produktion dafür, dass Herstellungsfehler rechtzeitig erkannt und abgestellt werden. Wir ordnen dieses Risiko aufgrund unserer Erfahrungen als nicht hoch ein. Bilanziell werden diese Risiken durch eine Gewährleistungsrückstellung dargestellt; von einer darüberhinausgehenden Inanspruchnahme gehen wir nicht aus.

Chancen und Risiken im Absatzbereich

Ein Teil der ALTECO-Produkte unserer Gesellschaft wird im Außenbereich angewendet. Ihre Verarbeitung unterliegt somit den Witterungseinflüssen. Somit können Witterungseinflüsse Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Umsatzerlöse haben. Gegenläufig wird die Nachfrage nach schnell härtenden Bauchemieprodukten, die unabhängig von Witterungsverhältnissen sind, aus unserer Sicht zunehmen. Dies könnte sich positiv auf den Verkauf unserer schnellen und feuchtigkeitstoleranten Systeme auswirken.

Neben dem Kerngeschäft, dem Industriebodensektor, sieht die ALTECO ihre Chancen im weiteren Ausbau des Geschäftsbereiches der "PUMA"-Technologie (Brücken- und Parkdeckbeschichtungen, Fugenmassen). Hier stehen besonders die schnell aushärtenden Parkhaussysteme im Fokus. Eine weitere Chance bietet der Relaunch von Matacryl, Abdichtungen unter Gussasphalt auf Brücken, Plaza Decks und Biogasanlagen. Zur Erreichung der Vertriebsziele wird die Zusammenarbeit mit ausländischen Schwestergesellschaften strategisch genutzt und soll sukzessive ausgebaut werden.

Die Entwicklung eines geruchsreduzieren Beschichtungsmaterials durch ein Schwesterunternehmen in den USA bietet Chancen und Risiken zugleich: da die Produktion dieses Materials, das ein Wettbewerbsprodukt zu unseren Erzeugnissen darstellt, vermutlich in den USA erfolgen wird, kann das Absatz- und Produktionsvolumen unserer bisherigen Produkte reduziert werden. Jedoch würde bei einer erfolgreiche Markteinführung in Europa, das Beschichtungsmaterials in Twistringen Deutschland hergestellt um eine bessere Kundenzufriedenheut zu gewährleisten. Der lokale Ansatz bietet die Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile zu erzielen und neue Kundengruppen bzw. Anwendungen zu erschließen. Die hierzu ersten gesamtkonzern-internen Betriebsversuche wurden im Sommer 2023 in Twistringen durchgeführt.

Gesamtrisiko-Position

Die Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf der Grundlage des Risikomanagement- Systems. Nach Bewertung der aktuellen sowie der künftig zu erwartenden Einzelrisiken und unter Berücksichtigung der bereits veranlassten Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsführung zu der Einschätzung, dass derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Konjunkturaussichten allgemein 9

In seiner im Juni 2024 veröffentlichten Konjunkturprognose sieht das ifo-Institut zahlreiche Ansatzpunkte für eine bessere Konjunkturentwicklung und erwartet, dass sich die deutsche Wirtschaft langsam aus der Krise arbeitet.

Das Institut sieht hier vor allen Dingen eine gesteigerte Kaufkraft der privaten Haushalte infolge einer anhaltend kräftigen Lohndynamik, eine zurückgehende Inflation, die erstmals seit über 3 Jahren wieder unter die Zielmarke von 2% sinken könnte, einen stabilen Arbeitsmarkt und die im Juni 2024 von der EZB eingeleiteten Zinssenkungen als Hoffnungsschimmer. Ferner machen die sinkenden Energiekosten, die mittlerweile wieder das Niveau von 2020 erreicht haben, die Produktion in Deutschland wieder profitabler, so dass auch Hoffnung auf steigende Neuaufträge im Verarbeitenden Gewerbe besteht.

Zusammenfassend erwartet das Ifo-Institut für 2024 einen Anstieg des BIP um 0,4%, der in 2025 auf 1,5% steigen sollte. Die Erwerbstätigkeit wird über beide Jahre leicht zunehmen und die Arbeitslosigkeit nur in 2024 temporär leicht steigen, in 2025 jedoch wieder auf das Niveau von 2023 sinken. Die Inflationsraten sollten demnach in 2024 nur leicht über der Zielmarke von 2% liegen und in 2025 mit 1,7% sogar darunter.

Wie bereits in den Vorjahren wird auch für 2024 und 2025 erwartet, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion sowohl weltweit (jeweils um +2,5%), aber auch in den für uns wichtigen Ländern des Euroraums (+0,9% in 2024 und +1,8% in 2025) sowie in den USA (+2,2% in 2024 und +1,8% in 2025) stärker steigen wird als in Deutschland.

Für Europa werden dabei grundsätzlich die gleichen Wachstumstreiben identifiziert, die oben auch bereits für Deutschland angeführt wurden, also steigende Realeinkommen, gelockerte Geldpolitik und ein Anziehen des Welthandels.

Als globale Risikofaktoren werden die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie Immobilienkrise in China angesehen.

9 https://www.ifo.de/fakten/2024-06-20/ifo-konjunkturprognose-sommer-2024-neue-hoffnung-abernoch-kein-sommermaerchen

Trotz Unterschiede im Detail deckt sich die Einschätzung des Ifo-Instituts damit weitgehend mit der Konjunkturprognose des Bundesfinanzministeriums, das in 2024 für Deutschland nur ein minimales Wachstum erwartet, das in 2025 zwar höher ausfallen sollte, aber weiterhin niedriger sein wird als in den meisten europäischen Ländern und in den USA 10.

Konjunkturaussichten Bauwirtschaft 11

Wie bereits weiter oben ausgeführt, prognostiziert der Branchenverband für 2024 einen Rückgang des Umsatzes um -3% und der Beschäftigung um etwa 30.000 Personen.

In den einzelnen Bereichen wird die Lage jedoch unterschiedlich eingeschätzt:

Der Wirtschaftstiefbau wird in 2024 mit +7% am kräftigsten steigen und durch Energieinfrastrukturprojekte sowie Initiativen der Mobilitätswende weiter an Gewicht gewinnen.

Im Wirtschaftshochbau wird dagegen für 2024 ein reales Minus von 1% erwartet, da der Auftragseingang bislang zu 3% unter Vorjahr und der Auftragsbestand damit sogar 5% unter Vorjahr liegt. Mit Ausnahme von Fabrikgebäuden liegen die Neubaugenehmigungen für die meisten Bereiche deutlich unter Vorjahr (d.h. sowohl Bürogebäude als auch Lagergebäude, Handelsgebäude aber auch Hotel und Gastronomie).

Auch im Öffentlichen Bau wird ein ambivalentes Bild gesehen, da einerseits der Investitionsrückstau der Kommunen weiter anwächst, gleichzeitig die finanziellen Handlungsspielräume von Ländern und Gemeinden aber gering sind. Hier wird per Saldo aber noch ein reales Wachstum von +3% (auch dank einiger Großprojekte) erwartet.

Im Wohnungsbau wird für 2024 erwartet, dass der Umsatz real um 13% zurückgeht und nur noch 235.000 Wohneinheiten fertiggestellt werden. Dies Annahme basiert auf einem Rückgang der Baugenehmigungen in 2023 um über 26% auf nur noch 260.000 Einheiten.

Voraussichtliche Entwicklung der ALTECO Technik GmbH

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir trotz eines herausfordernden Marktumfeldes einen Anstieg der Drittkundenumsätze um +7,7%. Ein größeres Produktportfolio im Bereich "EP/PU"-Produkte ermöglicht es uns, das Umsatzvolumen mit einem bestehenden Großkunden weiter auszuweiten sowie einen in der Vergangenheit verlorenen Großkunden zurückzugewinnen. Die Kooperation mit einem weiteren deutschen Handelspartner wird uns helfen, rückläufige Volumina in den von uns direkt belieferten Märkten auszugleichen.

10 https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2024/06/Inhalte/Kapitel-6-Statistiken/6-4-05-reales-bruttoinlandsprodukt.html
11 https://www.zdb.de/meldungen/branchenumfrage-und-baukonjunktur-i-quartal-6-prozent-wenigerwohnungsbauorder-auftragsmangel-verfestigt-sich

Bei den Intercompany-Umsätzen planen wir eine Steigerung um gut 11%. Dieser Anstieg ist per Saldo auf das von unserer britischen Schwestergesellschaft zurück verlagerte Geschäft mit Matacryl-Produkten zurückzuführen.

In Verbindung mit einer Weitergabe von Kostensteigerungen planen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Gesamtumsatz in Höhe von EUR 27,6 Mio. bei einem Betriebsergebnis von TEUR 560. Daneben wird zum Ende des Geschäftsjahres 2024/2025 ein Working-Capital in Höhe von EUR 1,3 Mio. erwartet.

 

Twistringen, den 25. September 2024

ALTECO Technik GmbH

Walter Geyer

Daniel Johnson

Bilanz zum 31. Mai 2024

Aktiva

31.05.2024 31.05.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbener Kundenstamm 451.776,25 102.752,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 129.308,92 530.904,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.711,13 1.204.431,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.947,50 34.196,00
1.400.967,55 1.769.531,33
1.852.743,80 1.872.283,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.488.419,00 1.123.093,14
2. Unfertige Erzeugnisse 347.735,61 890.975,37
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 316.104,79 593.164,61
2.152.259,40 2.607.233,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 709.464,95 697.915,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.135.265,12 2.100.861,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.100,41 51.942,37
3.849.830,48 2.850.719,17
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.912,69 5.318,65
6.007.002,57 5.463.270,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.510,67 111.023,39
7.969.257,04 7.446.578,19

Passiva

31.05.2024 31.05.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 3.500.000,00 3.500.000,00
III. Gewinnvortrag 698.795,72 698.795,72
4.249.924,91 4.249.924,91
B. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 652.891,06 633.610,27
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.737.240,89 1.230.345,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.290.497,21 1.288.752,73
3. Sonstige Verbindlichkeiten 38.702,97 34.274,83
davon aus Steuern EUR 38.622,97 (Vj. EUR 34.274,83)
3.066.441,07 2.553.372,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 9.670,05
7.969.257,04 7.446.578,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.081.227,24 27.278.630,57
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und halbfertigen Erzeugnissen -808.214,08 -484.731,95
3. Sonstige betriebliche Erträge 653.041,16 579.258,01
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.059,16 (VJ EUR 0,00)
24.926.054,32 27.373.156,63
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.155.654,15 -18.616.183,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -265.033,03 -206.489,38
-16.420.687,18 -18.822.672,58
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.213.168,52 -2.587.477,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -504.869,55 -485.130,50
davon für Altersversorgung EUR 7.090,00 (VJ EUR 6.465,30)
-3.718.038,07 -3.072.608,34
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -515.520,69 -508.861,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.659.361,48 -3.889.758,02
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.008,31 (VJ EUR 18,71)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.117,48
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (VJ EUR 1.117,48)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.187,19 -27.856,33
davon an verbundenen Unternehmen EUR 28.187,19 (VJ EUR 27.856,33)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -95.891,26 -397.999,29
11. Ergebnis nach Steuern 488.368,45 654.517,99
12. Sonstige Steuern -9.652,86 -10.829,07
13. Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) 478.715,59 643.688,92
Ergebnisabführung -478.715,59 -643.688,92
Jahresüberschuss (nach Ergebnisabführung) 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Allgemeine Hinweise

Die ALTECO Technik GmbH hat ihren Sitz in Twistringen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Walsrode unter HRB 110960 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff und § 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften, von größenabhängigen Erleichterungen wurde Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. April 2021 wurde dem Gewinnabführungsvertrag mit der tremco illbruck Group GmbH mit Sitz in Bodenwöhr (Amtsgericht Amberg HRB 6937) (vormals: Köln) als herrschendem Unternehmen vom 14. April 2021 zugestimmt.

Zwischen der tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr (vormals: Köln), als Organträgerin und der ALTECO Technik GmbH, Twistringen, als Organgesellschaft besteht seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 ein Umlagevertrag hinsichtlich ertragsteuerlicher Organschaft. Die Ertragsteuer erstatten die Beteiligten einander in dem Verhältnis, in welchem die Steuer vom einzelnen Beteiligten des Organkreises ohne Vorliegen einer steuerlichen Organschaft zu tragen wäre.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen Kundenstämme werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten sowie nachträglicher Anschaffungskosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Im Falle dauernder Wertminderungen werden immaterielle Vermögensgegenstände außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der entgeltlich erworbenen Kundenstämme beträgt 5 Jahre.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten sowie nachträglicher Anschaffungskosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Im Falle dauernder Wertminderungen werden Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Technische Anlagen und Maschinen: 5 bis 10 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 5 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen auf Basis des gleitenden Durchschnitts unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Einbuchung der Forderungen in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Ende des Monats der Einbuchung. Forderungen in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde unter Annahme folgender Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt:

Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC)

Rechnungszins: 1,83 % (Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB)

Biometrie: Richttafeln 2018 G

Rententrend: 2,00 %

Fluktuation: keine

Da sich die Verpflichtungen auf zwei Rentner beschränkt, wurde in der Berechnung der Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Die Verpflichtungen gegenüber einem Versorgungsempfänger wurden auf eine Unterstützungskasse (mittelbaren Pensionsverpflichtungen) übertragen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich keine Unterdeckung der Unterstützungskasse.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Zudem berücksichtigen die sonstigen Rückstellungen unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die innerhalb von drei Monaten nach dem Bilanzstichtag nachgeholt werden, sowie Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Die Sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Einbuchung der Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Ende des Monats der Einbuchung. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in voller Höhe als Aufwand gebucht.

Wir haben das Wahlrecht zur Bilanzierung von latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge dergestalt ausgeübt, dass diese beim Organträger, der tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr, bilanziert werden.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.135 (Vorjahr: TEUR 2.101) betreffen mit TEUR 2.710 (Vorjahr: TEUR 2.101) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von TEUR 426 (Vorjahr Cash-Pooling- Verbindlichkeiten: TEUR 217). Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 52).

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital wird in der Bilanz mit EUR 51.129,19 (DM 100.000,00) ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Bonusverpflichtungen gegenüber dem Personal sowie für Urlaubsgeld und Urlaubsansprüche der Mitarbeiter.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 30) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, mit TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 0) aus Management-Fee-Verpflichtungen und TEUR 479 (Vorjahr: TEUR 644) aus Verpflichtungen aus Ergebnisabführung. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 687 (Vorjahr: TEUR 861), davon aus Steuerumlageverpflichtungen in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 398).

Haftungsverhältnisse

Die ALTECO Technik GmbH ist in das konzernweite Cash-Pooling über die Bank of America, Charlotte/USA, eingebunden und haftet gesamtschuldnerisch für hieraus bestehende Verbindlichkeiten. Aufgrund des positiven Gesamtsaldos des CPG Europe-Cash-Pools gegenüber der Bank of America, Charlotte/USA, zum Stichtag ist kein Risiko einer Inanspruchnahme ersichtlich.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zum 31. Mai 2024 bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von operativen Leasingverhältnissen, diese stellen sich nach Fristigkeiten wie folgt dar:

fällig fällig fällig ab
Zweck Geschäftsjahr 2024/2025 Geschäftsjahre 2025/2026- 2026/2027 Geschäftsjahr 2027/2028
Leasing von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzung TEUR 132 TEUR 194 TEUR 95

Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Zudem hat der Leasingnehmer die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen.

Daneben bestehen Rahmenverträge mit verbundenen Unternehmen über die Erbringung von Management- und Finanzdienstleistungen. Die hiermit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen liegen bei ca. TEUR 1.005 pro Jahr. Die Rahmenvereinbarungen dienen der Zentralisierung von Geschäftsaktivitäten im Konzernverbund und damit der Generierung von Einsparungspotentialen. Nachteile resultieren aus teilweise höherem administrativen Aufwand und stärkerem Abstimmungs- und Koordinationsbedarf.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Fällig Fällig Fällig ab
Zweck Geschäftsjahr 2024/2025 Geschäftsjahre 2025/2026-2028/2029 Geschäftsjahr 2029/2030
Miete Nutzung EUR 452.000,00 EUR 1.808.000,00 EUR 452.000,00
Lizenzgebühren Nutzung EUR 201.250,00 EUR 877.946,00 EUR 239.000,00
Summe EUR 653.250,00 EUR 2.685.946,00 EUR 452.000,00

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und die jährlichen Mietaufwendungen betragen TEUR 452. Finanzielle Verpflichtungen aus Lizenzgebühren bestehen gegenüber der RPM Enterprises Inc. Medina/Ohio, USA. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in voller Höhe gegen verbundene Unternehmen.

2. Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:

Art des Geschäfts Art der Beziehung
Gesellschafterin Verbundene Unternehmen
TEUR TEUR
Absatzgeschäfte (Umsatzerlöse) 0 17.606
Beschaffungsgeschäfte 0 16.012
Geleistete Kostenumlagen (sonst. betriebl. Aufw.) 1.005 0
Finanzerträge 0 4
Forderung aus Finanzierungen 0 426
Forderungen aus Lieferungen 0 2.710
Forderungen aus Umlagen 141 52
Verpflichtungen aus Lieferungen 0 603
Verpflichtung aus Gewinnabführung 479 0
Verpflichtung aus Steuerumlagen 96 0
Verpflichtung aus Managementumlage 113 0

Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten getrennt nach Gruppen war im Berichtsjahr wie folgt:

Angestellte 38
Gewerbliche Arbeitnehmer 21
59

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehören folgende Personen an:

Daniel Matthew Johnson, Kaufmann/Vice President Business Operations, Finance, Merseyside, Großbritannien

Walter Geyer, Kaufmann/Managing Director Business Unit Tapes & Membranes der RPM Construction Product Group Europe, Schwandorf

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RPM International Inc. mit Sitz in Medina, Ohio/USA, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US- Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Registernummer 00001106212 und am Standort des Unternehmens eingesehen werden.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ALTECO Technik GmbH haben.

Gewinnverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. April 2021 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der tremco illbruck Group GmbH, Bodenwöhr. Das Jahresergebnis wird an die tremco illbruck Group GmbH abgeführt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den bestehenden Gewinnvortrag aus Vorjahren in Höhe von EUR 698.795,72 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Twistringen, den 25. September 2024

ALTECO Technik GmbH

Walter Geyer

Daniel Johnson

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 15. Oktober 2024 festgestellt. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von EUR 478.715,59 wird auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages an den Gesellschafter abgeführt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungskosten
1.6.2023 Zugänge 31.5.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbener Kundenstamm 256.881,16 400.399,92 657.281,08
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.180.247,64 19.145,00 2.199.392,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.633.708,79 5.684,21 3.639.393,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.196,00 70.751,50 104.947,50
5.848.152,43 95.580,71 5.943.733,14
6.105.033,59 495.980,63 6.601.014,22
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.6.2023 Zugänge 31.5.2024 31.5.2024 31.5.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbener Kundenstamm 154.128,63 51.376,20 205.504,83 451.776,25 102.752,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.649.343,55 420.740,17 2.070.083,72 129.308,92 530.904,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.429.277,55 43.404,32 2.472.681,87 1.166.711,13 1.204.431,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 104.947,50 34.196,00
4.078.621,10 464.144,49 4.542.765,59 1.400.967,55 1.769.531,33
4.232.749,73 515.520,69 4.748.270,42 1.852.743,80 1.872.283,86

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