Stadtwerke Lichtenstein GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 14954
Eingetragen
4.12.1997
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernElektrizitätsverteilung
Gegenstand
Aufgaben eines Versorgungs-, Entsorgungs- und Verkehrsunternehmens insbesondere die Versorgung mit Fernwärme, Wärme, elektrischer Energie, Gas und Wasser, unter Berücksichtigung der gemeindlichen Pflichten zur Daseinsvorsorge-, die Übernahme artverwandter wirtschaftlicher Aufgben sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten

Historie

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Management

NameRolle
Markus Hannig
seit 7.11.2007
Geschäftsführer
Stefan Alois Boxler
seit 6.5.2005
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtwerke Lichtenstein GmbH

Lichtenstein

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

I. Geschäftsverlauf

1. Rahmenbedingungen

Zum 1. Juli 2007 sind bedeutende Veränderungen in der Energiewirtschaft eingetreten. Zum einen musste bis zu diesem Datum die gesellschaftsrechtliche Entflechtung gem. § 7 EnWG umgesetzt sein und zum anderen ist die staatliche Preisaufsicht entfallen.

Die Stadtwerke Lichtenstein GmbH hat sich auf dieses Datum bereits in den Vorjahren sowohl im Strom- als auch im Gasbereich durch den Abschluss des Pachtmodells einschließlich Betriebsführungsvertrages mit der envia Verteilnetz GmbH sowie der MITGAS - Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH bzw. MITGAS Netz GmbH vorbereitet. Die Stadtwerke sind jedoch weiterhin Eigentümer ihres Gas- und Stromverteilnetzes und erledigen die erforderlichen Aufgaben auf der Basis der abgeschlossenen Dienstleistungsverträge zwischen Pächter und Verpächter weiterhin "direkt vor Ort".

Der Gleichbehandlungsbeauftragte des Unternehmens hat am 29. März 2007 wiederum den von § 8 Abs. 5 EnWG verlangten Gleichbehandlungsbericht vorgelegt und darin festgestellt, dass die Stadtwerke Lichtenstein GmbH den Vorgaben zum organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Unbundling gem. §§ 6 ff. EnWG vollumfänglich gerecht werden.

Die Abschaffung der staatlichen Preisaufsicht hat in der zweiten Jahreshälfte dazu geführt, dass sich Kunden bei erforderlichen Preisanpassungen vermehrt auf die Unbilligkeit der Preise bzw. auf § 315 BGB berufen und Zahlungskürzungen vorgenommen haben.

Die weltweit erhöhte Nachfrage nach Strom hatte weitere Preissteigerungen an den internationalen Märkten und Börsen zur Folge. Die Weitergabe der gestiegenen Bezugskosten an die Kunden hat zu einer erhöhten Wechselbereitschaft der Kunden zu anderen Anbietern geführt und somit den Wettbewerb zwischen den Anbietern weiter verstärkt.

2. Darstellung der Unternehmensentwicklung

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2007 hat die Stadtwerke Lichtenstein GmbH ihre Kompetenz als Energieversorgungsunternehmen "vor Ort" für Tarif- und Sondervertragskunden fortlaufend unter Beweis gestellt.

Der Marktauftritt "Energie aus Lichtenstein - Der direkte Draht zum Kunden" ist im Stadtbild und im Kundenbewusstsein präsent. Das Kundenbüro im Stadtzentrum, in dem hoch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter für alle Kundenbelange zur Verfügung stehen, unterstützt in erheblichem Umfang die seit Jahren gewachsene lokale und regionale Akzeptanz unseres Unternehmens. Bei diversen Marketing-Veranstaltungen hat sich die Stadtwerke Lichtenstein GmbH als zuverlässiger Partner im Bereich der Energiedienstleistungen präsentiert.

Auch die Stadtwerke Lichtenstein GmbH ist von der weltweit erhöhten Nachfrage nach Energie, die zu steigenden Preisen an den internationalen Märkten und Börsen führt, betroffen. Notwendige Folge hiervon waren mehrere unterjährige Veränderungen der Endkundenpreise bei Strom und Gas und die Entwicklung neuer Produktangebote. Mögliche Preissenkungen im Gasbereich wurden an die Kunden weitergegeben.

Dem wachsenden Wettbewerb hat sich die Stadtwerke Lichtenstein GmbH erfolgreich gestellt und als Anbieter vor Ort die Kunden jeden Tag aufs Neue von den Vorteilen eines lokalen Stadtwerks überzeugt.

Der weiteren Verbesserung der Kundenorientierung und des Kundenservices dient insbesondere auch das im Geschäftsjahr 2007 begonnene Investitionsvorhaben "Neubau Stadtwerkehaus". In dem neuen Service- und Verwaltungsgebäude werden ab Februar 2008 alle Shared-Service-Bereiche unter einem Dach noch effizienter und kundenfreundlicher zusammenarbeiten.

Weitere bedeutende Investitionen betrafen im Strombereich die Baumaßnahmen in der Schul- und Mittelstraße (Erneuerung 1-kV) sowie der Hohen Straße (Kabel); im Bereich Gas die Erneuerung der Niederdruckleitung in der Äußeren Zwickauer Straße, in der Hartensteiner Straße und in der Straße des Friedens in Lichtenstein, im Schafgartenweg in Rödlitz sowie in der August-Bebel-Straße in St. Egidien.

Im Berichtszeitraum sind weder im Strom-, im Gas-, noch im Wärmeleitungsnetz gravierende Störungen zu verzeichnen gewesen, so dass eine hohe Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet und sichergestellt werden konnte.

Der Anteil der Eigenerzeugung von Strom mittels der unternehmenseigenen umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (BHKW) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 202 MWh (3,2 %) auf 6.125 MWh. Die Eigenerzeugung entspricht 23,2 % des gesamten Strombezuges der Stadtwerke.

Das in den letzten Jahren neu aufgebaute Geschäftsfeld der Heizkostenabrechnung für Wohnungsgesellschaften und private Immobilienbesitzer hat sich weiter positiv entwickelt.

Ein Höhepunkt des Geschäftsjahres 2007 war die Feierstunde aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des Unternehmens Stadtwerke Lichtenstein GmbH, die am 29. Oktober 2007 feierlich begangen wurde. Aufsichtsrat und Geschäftsführung konnten neben bedeutenden Kunden zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur begrüßen und die positive Unternehmensentwicklung der vergangenen 10 Jahre würdigen.

Im Rahmen des mit der Stadt Lichtenstein bestehenden Sponsoringvertrages zur Förderung von Bildung, Kultur und Sport konnten in der Stadtratssitzung am 13. Dezember 2007 zwei Schecks an Vertreter der Kindertagesstätte Knirpsenland sowie des Sportvereins FSV übergeben werden.

3. Geschäftsergebnis

Die Stadtwerke Lichtenstein GmbH hat das Geschäftsjahr 2007 mit einem Jahresergebnis von T€ 930 abgeschlossen.

Die nachstehende Übersicht stellt die Ergebniskomponenten (Erfolgsspaltung) im Vorjahresvergleich dar:

  2007
T€
2006
T€
Veränderung
T€
Betriebsergebnis 1.567 1.126 441
Finanzergebnis -213 -221 8
Neutrales Ergebnis 34 -96 130
abzüglich Ertragsteuern -458 -264 -194
Jahresergebnis 930 545 385

Die nachfolgende Übersicht enthält wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren im Mehrjahresvergleich und vermittelt insoweit einen Überblick über die Entwicklung der Stadtwerke Lichtenstein GmbH:

  2007 2006 2005 2004
Ergebnis nach Steuern in T€ 930 545 898 163
Umsatzerlöse in T€ 13.544 14.338 9.932 9.231
Betriebsergebnis in T€ 1.567 1.126 1.392 1.526
operativer Cash flow in T€ 2.311 1.301 1.290 1.460
durchschnittliche Mitarbeiterzahl 28 26 25 26
Betriebsergebnis pro Mitarbeiter in T€ 56 43 56 59
Cash flow pro Mitarbeiter in T€ 83 50 52 56

4. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2007 wurden ohne Berücksichtigung erhaltener Ertragszuschüsse in den jeweiligen Sparten Investitionen in nachfolgender Höhe getätigt:

  T€
Stromversorgung 217
Gasversorgung 214
Wärmeversorgung 10
Sonstige (Overhead) 911
  1.352

5. Personalentwicklung

Die Beschäftigtenzahl bei der Stadtwerke Lichtenstein GmbH hat sich im Berichtsjahr geringfügig verändert. Auf der Grundlage der bestehenden Betriebsvereinbarung nutzt ein Beschäftigter seit dem 1. September 2002 die Altersteilzeitregelung. Die Mitarbeiteranzahl betrug zum Bilanzstichtag einschließlich zwei Geschäftsführern, einer geringfügig Beschäftigten und zwei Auszubildenden sowie einem Praktikanten, insgesamt 32 Mitarbeiter. Der Anteil der Auszubildenden bezogen auf die Vollbeschäftigteneinheiten (30,1 Mitarbeiter) beträgt 6,6 % und der Frauenanteil 35,2 %.

II. Lage der Gesellschaft

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft ist weiterhin geordnet. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einer Bilanzsumme von T€ 18.510 (Vorjahr: T€ 16.631) 42,8 % (Vorjahr: 42,0%). Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Vor dem Hintergrund der Investition "Stadtwerkehaus" hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft in seiner Sitzung am 18. Dezember 2006 der Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von T€ 490 zugestimmt. Für die geplante Umschuldung von Kreditverbindlichkeiten zum 28. Dezember 2007 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft der Aufnahme eines weiteren Gesellschafterdarlehens in Höhe von T€ 4.000 zugestimmt.

Das Anlagevermögen ist zu 115,7% durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt (Vorjahr: 106,5%). Den zum 31. Dezember 2007 bestehenden kurzfristig fälligen Fremdmitteln stehen in ausreichendem Umfang kurzfristig liquidierbare Vermögenswerte gegenüber.

2. Ertragslage

Die Ertragslage der SWL ist geprägt durch ein positives Betriebsergebnis von T€ 1.567 (Vorjahr: T€ 1.126).

Die Umsatzerlöse (ohne Innenlieferungen) sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 794 gesunken. In den Bereichen Strom-, Gas- und Wärmeversorgung sanken die Umsätze witterungsbedingt. Die übrigen Erlöse sind aufgrund der Verpachtung des Strom- und Gasnetzes und der in diesem Zusammenhang zusätzlich erbrachten Leistungen weiter angestiegen.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse wurde jedoch durch Senkung der Bezugskosten um T€ 1.181 überkompensiert. Bei einem mit T€ 34 positiven neutralen Ergebnis (Vorjahr: T€ -96) ergibt sich unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von T€ -213 (Vorjahr: T€ -221) sowie Ertragsteuern von T€ 458 (Vorjahr: T€ 264) ein Jahresüberschuss von T€ 930 (Vorjahr: T€ 545).

III. Entwicklung der Gesellschaft und Ausblick

Die Stadtwerke Lichtenstein GmbH sieht auch für das Geschäftjahr 2008 die weitere Fortsetzung der vertrauensvollen Kundenbetreuung und die weitere Optimierung aller Unternehmensprozesse unter dem Blickwinkel der Kundenorientierung als unabdingbar an. Zu diesem Zweck werden mit Einzug in das neue Service- und Verwaltungsgebäude der Stadtwerke die Öffnungszeiten des Kundenbüros deutlich erweitert, um noch umfassender die Kundenwünsche persönlich vor Ort entgegennehmen und beantworten zu können.

Zur Effizienzverbesserung des Prozesses Zählerablesung wird die Stadtwerke Lichtenstein GmbH im II. Quartal 2008 von der Stichtagsablesung zur sog. rollierenden Ablesung wechseln.

Durch gezielte Akquisitionsmaßnahmen von weiteren Kunden und Institutionen mit Immobilienbesitz wird eine Erhöhung des Umsatzes im Geschäftsfeld "Heizkostenabrechnung" angestrebt.

Als weiteres Geschäftsfeld im Rahmen unserer Energiedienstleistungen werden wir unseren Kunden die Erstellung eines Energieausweises für Gebäude anbieten.

Angesicht der Unsicherheiten und Entwicklungen an den globalen Energiemärkten und Börsen sollen neue Strom- und Gaswahlprodukte entwickelt und den Kunden angeboten werden, insbesondere auch Festpreisprodukte mit längeren Laufzeiten.

Vor dem Hintergrund der im Jahr 2008 geplanten erstmaligen Einbeziehung der Unternehmensergebnisse des Stadtwerke Lichtenstein GmbH in den Jahresabschluss der enviaM als Hauptgesellschafterin und somit auch der RWE AG ("Konsolidierung") sind die Prozesse für die Berichterstattung neu zu gestalten.

Die kooperative Zusammenarbeit mit den ebenfalls mehrheitlich zur enviaM-Gruppe gehörenden Stadtwerke Crimmitschau GmbH und Stadtwerke Stollberg GmbH soll im Geschäftsjahr 2008 weiter intensiviert werden. Mit diesen gemeinsam wollen wir uns auf die Herausforderungen der zum 1. Januar 2009 beginnenden Anreizregulierung bereits im Vorfeld optimal vorbereiten. Alle Möglichkeiten zu weiteren Kosten-senkungen und Effizienzverbesserungen werden überprüft und sollen umgesetzt werden. Die Geschäftsführung wird alle Anstrengungen unternehmen, durch ein gezieltes und straffes Kostenmanagement eine nachhaltige Stärkung der Finanzkraft zu erreichen.

Darüber hinaus soll in 2008 auch die Einbeziehung in das cash pool-System der enviaM erfolgen. Hiervon wird eine Verbesserung im Bereich des Finanzmanagements erwartet.

Substanzgefährdende Risiken im betrachteten Geschäftsjahr bestanden nicht und sind auch im Folgejahr nicht erkennbar.

 

Lichtenstein, 17. Januar 2008

Markus Hannig, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2007

Aktiva

  31.12.2007
31.12.2006
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 177.884,39 225.363,01
  177.884,39 225.363,01
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 870.933,01 880.932,00
2. Technische Anlagen und Maschinen    
a) Erzeugungs- und Bezugsanlagen 223.415,89 262.564,89
b) Verteilungsanlagen 9.743.962,34 9.957.336,70
c) Sonstige technische Anlagen 218.095,93 235.660,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.327,18 166.449,30
4. Anlagen im Bau 778.477,84 0,00
  12.061.212,19 11.502.943,82
  12.239.096,58 11.728.306,83
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.531,98 51.381,71
2. Waren 677,98 1.035,02
  38.209,96 52.416,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.051.669,90 2.709.719,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 457.294,73 717.610,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 374.843,52 885.942,32
  3.883.808,15 4.313.272,42
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.337.214,77 523.233,79
  6.259.232,88 4.888.922,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.324,72 13.576,24
  18.509.654,18 16.630.806,01

Passiva

   
  31.12.2007
31.12.2006
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Kapitalrücklage 4.354.959,97 4.354.959,97
III. Bilanzgewinn 3.301.396,51 2.371.656,95
  7.916.356,48 6.986.616,92
B. Sonderposten für empfangene Zuschüsse    
Ertragszuschüsse 736.626,60 824.311,09
  736.626,60 824.311,09
C. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 167.974,69 30.030,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.137.966,28 513.874,75
  1.305.940,97 543.904,75
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.771.505,12
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 807.020,98 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 884.899,33 1.203.620,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.327.826,31 2.470.039,80
5. Sonstige Verbindlichkeiten 530.983,51 830.808,21
(davon aus Steuern: € 15.663,41; Vorjahr: € 137.877,65)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 5.130,01; Vorjahr: € 0,00)    
  8.550.730,13 8.275.973,25
  18.509.654,18 16.630.806,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

  1.1.-31.12.2007
2006
1. Umsatzerlöse 13.543.877,07 14.338.368,46
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 68.568,06 157.937,12
3. Sonstige betriebliche Erträge 667.050,81 318.772,48
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.317.310,35 10.668.143,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 333.870,89 164.166,12
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 991.936,06 937.671,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 225.737,34 243.136,66
(davon für Altersversorgung: € 53.129,47; Vorjahr: € 57.007,67)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 705.699,12 710.276,30
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.103.244,10 1.052.076,04
8. Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen 14.597,17 12.246,80
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.779,81 31.307,26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 262.034,34 264.503,91
(davon an verbundene Unternehmen: € 48.712,93; Vorjahr: € 40.735,06)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.403.040,72 818.657,51
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 457.799,24 263.707,89
13. Sonstige Steuern 15.501,92 9.487,90
14. Jahresüberschuss 929.739,56 545.461,72
15. Gewinnvortrag 2.371.656,95 2.616.195,23
16. Ausschüttungen 0,00 -790.000,00
17. Bilanzgewinn 3.301.396,51 2.371.656,95

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Lichtenstein GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2007 nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages beachtet.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages wurden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 265 ff. HGB. Die Bilanzgliederung wurde zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses um zusätzliche Posten erweitert. Die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz erfolgen im Anhang.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gemäß § 252 Abs. 1 HGB wurden beachtet. Darüber hinaus kamen im Einzelnen folgende Grundsätze und Methoden zur Anwendung:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Ab dem Geschäftsjahr 2003 empfangene Ertragszuschüsse werden erfolgsneutral von den Anschaffungskosten abgesetzt. Der Ansatz aktivierter Eigenleistungen erfolgte in Höhe eines pauschalen Satzes der extern angefallenen Anschaffungskosten für Netzinvestitionen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden pro rata temporis linear auf der Grundlage der entsprechenden Nutzungsdauern nach den amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs bis auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben und nach ihrer tatsächlichen Nutzungsdauer als Abgang gezeigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bewertet.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ist ein Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz gebildet worden.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Empfangene Ertragszuschüsse, die bis einschließlich Geschäftsjahr 2002 empfangen wurden, werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren ergebniswirksam aufgelöst.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.

3. Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2007
Zugänge
Umgliederungen
Abgänge
Stand am 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 470.695,85 32.382,44 1.890,17 110.719,32 394.249,14
  470.695,85 32.382,44 1.890,17 110.719,32 394.249,14
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.112.522,26 21.594,01 0,00 0,00 1.134.116,27
2. Technische Anlagen und Maschinen          
a) Erzeugungs- und Bezugsanlagen 1.307.986,19 0,00 0,00 0,00 1.307.986,19
b) Verteilungsanlagen 14.653.731,01 331.497,40 0,00 103.383,85 14.881.844,56
c) Sonstige technische Anlagen 263.472,07 0,00 0,00 0,00 263.472,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 903.675,93 165.334,32 -1.890,17 50.767,23 1.016.352,85
4. Anlagen im Bau 0,00 778.477,84 0,00 0,00 778.477,84
  18.241.387,46 1.296.903,57 -1.890,17 154.151,08 19.382.249,78
  18.712.083,31 1.329.286,01 0,00 264.870,40 19.776.498,92
  Abschreibungen
  Stand am 1.1.2007
Zugänge
Umgliederungen
Abgänge
Stand am 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 245.332,84 78.515,04 1.580,17 109.063,30 216.364,75
  245.332,84 78.515,04 1.580,17 109.063,30 216.364,75
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 231.590,26 31.593,00 0,00 0,00 263.183,26
2. Technische Anlagen und Maschinen          
a) Erzeugungs- und Bezugsanlagen 1.045.421,30 39.149,00 0,00 0,00 1.084.570,30
b) Verteilungsanlagen 4.696.394,31 469.677,17 0,00 28.189,26 5.137.882,22
c) Sonstige technische Anlagen 27.811,14 17.565,00 0,00 0,00 45.376,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 737.226,63 69.199,91 -1.580,17 14.820,70 790.025,67
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  6.738.443,64 627.184,08 -1.580,17 43.009,96 7.321.037,59
  6.983.776,48 705.699,12 0,00 152.073,26 7.537.402,34
  Buchwerte
  Stand am 31.12.2007
Stand am 31.12.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 177.884,39 225.363,01
  177.884,39 225.363,01
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 870.933,01 880.932,00
2. Technische Anlagen und Maschinen    
a) Erzeugungs- und Bezugsanlagen 223.415,89 262.564,89
b) Verteilungsanlagen 9.743.962,34 9.957.336,70
c) Sonstige technische Anlagen 218.095,93 235.660,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.327,18 166.449,30
4. Anlagen im Bau 778.477,84 0,00
  12.061.212,19 11.502.943,82
  12.239.096,58 11.728.306,83

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit T€ 102 Forderungen gegen den Gesellschafter Stadt Lichtenstein.

Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese entfallen mit T€ 6 auf den Gesellschafter enviaM.

Die Sonderposten umfassen bis einschließlich Geschäftsjahr 2002 vereinnahmte Baukostenzuschüsse bzw. Hausanschlusskostenbeiträge (empfangene Ertragszuschüsse). Die empfangenen Ertragszuschüsse werden in Höhe von 5% des Ursprungswertes ertragswirksam aufgelöst. Ab dem Geschäftsjahr 2003 vereinnahmte Ertragszuschüsse werden entsprechend der geänderten Auffassung der Finanzverwaltung erfolgsneutral von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände abgesetzt.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbe- und Körperschaftsteuer 2007.

Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt T€ 1.138 enthalten als wesentliche Position eine Rückstellung für ausstehende Rechnungen, insbesondere für Gasbezugskosten (T€ 604) und für Netzkosten (T€ 226).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

  Gesamt Restlaufzeit
  T€ bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 807 807 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 885 885 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.328 1.342 2.347 2.639
Sonstige Verbindlichkeiten 531 381 0 150
  8.551 3.415 2.347 2.789

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen mit T€ 27 Forderungen gegen den Gesellschafter Stadt Lichtenstein.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten vom Gesellschafter enviaM gewährte Darlehen (T€ 5.511) sowie Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 817. Hiervon entfallen T€ 124 auf die enviaM als Gesellschafter der SWL.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konzessionsabgabe (T€ 372). Diese entfallen in voller Höhe auf den Gesellschafter Stadt Lichtenstein, einschließlich der Verwaltungsgemeinschaft "Rund um den Auersberg" mit den Gemeinden Bernsdorf und St. Egidien.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 13.544 entfallen auf folgende Geschäftsfelder:

  T€
Stromverkauf (ohne Stromsteuer) 3.657
Gasverkauf (ohne Energiesteuer) 4.847
Wärmeverkauf 1.074
Sonstige 3.966
  13.544

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen als wesentliche Einzelposten perio-denfremde Erträge - insbesondere aus Energiesteuererstattungen für das Geschäftsjahr 2006 - (T€ 109), Erträge aus der Stromsteuerbefreiung des laufenden Geschäftsjahres (T€ 127), Erträge aus Rückstellungsauflösungen (T€ 99) sowie Erträge aus Wertberichtigungen (T€ 97).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als wesentliche Einzelposten die Konzessionsabgabe (T€ 412), Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen (T€ 127), andere Dienst- und Fremdleistungen (T€ 126) sowie Verluste aus Anlagenabgängen (T€ 112).

5. Sonstige Angaben

Die Stadtwerke Lichtenstein GmbH ist über ihre Muttergesellschaft envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz, ein verbundenes Unternehmen der RWE AG, Essen. Sie wird jedoch nicht in deren Konzernabschluss einbezogen.

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen im Sinne von § 10 Abs. 2 EnWG wurden mit dem Gesellschafter enviaM sowie mit weiteren Gesellschaften aus dessen Beteiligungsbereich im Rahmen des Pachtmodells (Strom- und Gasverteilnetz), durch Stromeinkauf sowie durch die Gewährung von Gesellschafterdarlehen getätigt.

In diesem Zusammenhang sind im Geschäftsjahr 2007 folgende Erträge und Aufwendungen angefallen:

  T€
Umsatzerlöse 3.224
Andere aktivierte Eigenleistungen 68
Materialaufwendungen 5.013
Zinsaufwendungen 49

Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2007 bestellt:

Herr Diplom-Ingenieur Lothar Bieling (bis 31. Dezember 2007)

Herr Rechtsassessor Markus Hannig (ab 1. November 2007).

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Einzelprokura besteht für Herrn Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Stefan Boxler. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Dr. Wolfgang Ahlemeyer, Vorsitzender, Mitglied des Vorstandes der enviaM

Herr Wolfgang Sedner, stellv. Vorsitzender, Bürgermeister der Stadt Lichtenstein

Herr Gert Müller, Leiter des Stabsbereiches Führungskräftemanagement der enviaM

Herr Dr. Gert Pfeilschmidt, Leiter des Bereiches Einkauf/Logistik der enviaM

Herr Bert Rabe, Bauingenieur.

An die Aufsichtsratmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2007 Vergütungen in Höhe von T€ 3 gezahlt.

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2007 28 Lohn- und Gehaltsempfänger im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB angestellt. Zum Bilanzstichtag waren 18 Angestellte und 10 gewerbliche Arbeitnehmer, davon 1 Aushilfe, tätig.

Im Zusammenhang mit der Errichtung des Stadtwerkehauses besteht ein Bestellobligo von T€ 239.

 

Lichtenstein, 17. Januar 2008

Markus Hannig, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Lichtenstein GmbH, Lichtenstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags) sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Chemnitz, den 18. Januar 2008

A.V.A.T.I.S., Revisionsgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates der Stadtwerke Lichtenstein GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2007

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde von der Geschäftsführung regelmäßig mündlich und schriftlich über den Gang der Geschäfte, die beabsichtigte Geschäftspolitik und die bedeutsamen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat hierüber mit der Geschäftsführung beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft anhand der Berichte des Geschäftsführers überwacht. Die Arbeit der Geschäftsführung im Berichtszeitraum gab zu keinerlei Beanstandungen Anlass.

Im Geschäftsjahr 2007 fanden zwei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Darüber hinaus fasste der Aufsichtsrat zehn Beschlüsse im schriftlichen Verfahren.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben von ihrem Recht, neben den Aufsichtsratssitzungen auch an den Gesellschafterversammlungen der Stadtwerke Lichtenstein teilzunehmen, Gebrauch gemacht.

Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates standen die wirtschaftliche Lage sowie die wirtschaftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft. Ein bedeutsamer Aspekt zur strategischen Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2007 war die Initiierung des Projektes "Stadtwerkekooperation 2007", in das die Stadtwerke Stollberg GmbH und die Stadtwerke Crimmitschau GmbH einbezogen sind. Ziel des Projektes ist es, die Zukunftsfähigkeit der drei Stadtwerke nachhaltig zu sichern, Stärken zu bündeln und Strukturen zu optimieren, um auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen erfolgreich zu sein. Die Entscheidung zur strategischen Ausrichtung sowie deren entsprechende Umsetzung werden für das Geschäftsjahr 2008 angestrebt.

Des Weiteren war der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2007 schwerpunktmäßig mit der Bewältigung der aus den Änderungen der energierechtlichen Rahmenbedingungen resultierenden Aufgaben für die Stadtwerke Lichtenstein GmbH befasst.

Ein wichtiger Eckpunkt der Arbeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2007 war au-ßerdem die Begleitung der Umsetzung des Baus des Stadtwerkehauses für die Stadtwerke Lichtenstein GmbH. Der Bau des Stadtwerkehauses konnte im Jahr 2007 nahezu vollständig beendet werden, der Einzug in das neue Gebäude fand zum 18.02.2008 statt.

Mit der Prüfung des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2007 wurde die A.V.A.T.I.S. Revisionsgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, beauftragt. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat nimmt das Prüfergebnis zustimmend zur Kenntnis.

Der Aufsichtsrat selbst hat den Jahresabschluss einschließlich Lagebericht ebenfalls geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss, der somit festgestellt ist und schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Gewinnverwendung an.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 geleistete Arbeit.

 

Lichtenstein, 13.03.2008

Der Aufsichtsrat

Dr. Wolfgang Ahlemeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Protokoll der 5. Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Lichtenstein GmbH am 13.03.2008

- Auszug Gewinnverwendungsbeschluss -

Ort: Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lichtenstein GmbH Hartensteiner Straße 7 09350 Lichtenstein
Zeit: 13. März 2008, 11:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Teilnehmer: Stadt Lichtenstein
  Herr Bürgermeister Sedner
  envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM)
  Herr Dr. Ahlemeyer (Mitglied des Vorstandes)
  Herr Müller (Prokurist)
Protokollant: Herr Schumann (enviaM)

Herr Dr. Ahlemeyer übernimmt den Vorsitz der Gesellschafterversammlung und stellt fest, dass form- und fristgerecht zur Gesellschafterversammlung eingeladen wurde und dass beide Gesellschafter ordnungsgemäß vertreten sind. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

TOP 2.

Beschlussfassung über die Gewinnverwendung

Die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss 01/2008:
 

"Der Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von EUR 929.739,56 wird in voller Höhe an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Anteile ausgeschüttet. Die Ausschüttung erfolgt am 31.07.2008."

 

Dr. Ahlemeyer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

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