Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
GS-Leasing GmbH
Dr.-Wilke-Straße 12, 63571 Gelnhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Dr. Geb seit 21.1.2025 | Geschäftsführer |
Klaus Seum seit 8.4.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GS-Leasing GmbHGelnhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024GS-LEASING GMBHGesamtwirtschaftliche Situation Die deutsche Wirtschaft ist erneut in die Rezession gerutscht, laut Schätzung des Statistischen Bundesamts ist die deutsche Wirtschaftsleistung 2024 um 0,2 Prozent geschrumpft. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen verhindern eine bessere wirtschaftliche Entwicklung. Die Unternehmen kämpfen seit Jahren mit Standortnachteilen wie hohen Unternehmenssteuern, steigenden Energiekosten, maroder Infrastruktur, Digitalisierungslücken und wachsender Bürokratie. Die Bruttowertschöpfung der Industrie sank um 3 Prozent, wichtige Branchen wie Maschinen- und Autobau produzierten deutlich weniger, in der energieintensiven Chemie und Metallindustrie blieb die Fertigung auf niedrigem Niveau. Die Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge sanken kräftig um 5,5 Prozent, das Baugewerbe litt unter der Krise im Wohnungsbau. Die Exporte schrumpften durch die zunehmende Konkurrenz auf wichtigen Absatzmärkten, v.a. durch geringere Ausfuhren von Maschinen und Autos, um 0,8 Prozent. Die wirtschaftlichen Aussichten sind auch durch die bevorstehenden Handelskonflikte zwischen den USA und der EU stark eingetrübt, so hat die Bundesbank ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft gesenkt und rechnet für 2025 nur mit einem Wachstum von 0,2 Prozent. Entwicklung der Branche Die Leasing-Branche zeigte sich trotz schwierigem Umfeld in 2024 bemerkenswert robust. Die Aufträge wuchsen in den ersten drei Quartalen 2024 um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Wachstumstreiber war erneut das PKW-Leasing. Das ifo-Geschäftsklima für die Leasing-Branche hat sich im Januar 2025 aber deutlich eingetrübt, die Erwartungen für die nächsten 6 Monate sind nicht gut. Die bereits länger anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit steht im Zusammenhang mit einer entsprechenden Investitionszurückhaltung. Die Leasing-Branche erhofft sich im Nachgang der Bundestagswahl die Schaffung eines effizienteren Finanzsektors mit einem Bekenntnis zum Unternehmertum statt staatlicher Vorgaben und Bürokratie, einer stärkeren Beachtung von Proportionalität und mehr Differenzierung, einer Optimierung der praxisbezogenen Umsetzung der regulatorischen Pflichten und eine Vermeidung von Überregulierung. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Der Gegenstand des Unternehmens der GS-Leasing GmbH (im weiteren als GSL bezeichnet) ist das Verleasen von beweglichen Wirtschaftsgütern an die gewerbliche Wirtschaft. Leasingverträge (Teilamortisations- und Vollamortisationsverträge) werden für den deutschen Markt angeboten. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Gelnhausen. Die GSL konnte die Leasingerträge im vergangenen Geschäftsjahr steigern, das interne Risikomanagementsystem wurde dabei erfolgreich eingesetzt. Die GSL unterliegt aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit dem Kreditwesengesetz (KWG) und damit der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank. Darstellung der Lage der Gesellschaft Vermögenslage Die Vermögenslage wird geschäftstypisch durch das Leasingvermögen geprägt, welches einen Anteil von 93,3 Prozent an der Bilanzsumme aufweist. Die Unternehmen hielten sich wegen fehlender Planungssicherheit mit Investitionen zurück. Das Leasingneugeschäft der GSL war rückläufig, das Leasingvermögen blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, die Bilanzsumme sank leicht um 3,1 Prozent. Der Bedarf an Mitteln zur Refinanzierung des Leasinggeschäfts durch Darlehen verminderte sich auf 2.690 T€. Der geringere Liquiditätsbedarf führte zu einer Verminderung der Forderungen an Kreditinstitute auf 188 T€. Das Eigenkapital beträgt unter Berücksichtigung des erneut thesaurierten Jahresüberschusses jetzt 391 T€, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 11,8 Prozent. Finanzlage Die Refinanzierung der Leasingverträge erfolgte unverändert über Eigenmittel und gewährte Darlehen. Die Höhe der Gesellschafterdarlehen an der Bilanzsumme beträgt rund 27 Prozent. Die Gesellschaft verfügte zur Abwicklung der Leasingverträge stets über ausreichende Liquidität, basierend auf Eigenmitteln, Gesellschafterdarlehen und Darlehen nahestehender Personen sowie freien Kontokorrentlinien. Ertragslage Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte die GSL ein solides Ergebnis erzielen. Der Jahresüberschuss sank leicht auf 26 T€. Die Leasingerträge stiegen um 6,1 Prozent, dazu trug ein größerer Zufluss an Leasingraten als auch eine Steigerung der Erlöse aus Sachanlagenverkäufen bei. Die Zinserträge wuchsen in erster Linie durch verauslagte Beträge im Zusammenhang mit Teilauslieferungen. Die größte Kostenposition ist betriebsgewöhnlich die Abschreibung, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent erhöhte. Die Steigerung ist noch auf das außergewöhnliche Wachstum des Neugeschäfts im Vorjahr zurückzuführen. Der Zinsaufwand für Refinanzierungskosten der GSL erhöhte sich nur noch moderat um 16,1 Prozent, da sich das sinkende Zinsniveau am Kapitalmarkt durch mehrere Zinssenkungen der EZB im Laufe des Jahres positiv auswirkte. Die Leasingerträge wurden alle branchenübergreifend im Direktgeschäft generiert. Bei der GSL entfällt der Großteil des Neugeschäfts unverändert auf die Objektgruppe KFZ. Die Lage der GSL hinsichtlich Vermögen, Finanzen und Ertrag ist solide und somit eine gute Basis für eine positive Zukunftsgestaltung. Risikobericht Die GSL verfügt über ein der Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalts der Geschäftstätigkeit sowie der Struktur des Unternehmens entsprechend angemessenes und wirksames Risikomanagementsystem. Das vorhandene Risikomanagementsystem stellt die Risikotragfähigkeit unter Beachtung der "Umsetzung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) im Rahmen der eingeschränkten Finanzdienstleistungsaufsicht (KWG Light) sicher. Die Risiken der GSL bestehen hauptsächlich im Adressenausfall-, im Marktpreis- und im Liquiditätsrisiko sowie im Bereich der operationellen Risiken. Das Adressenausfallrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Vertragspartner die ihm obliegenden Verpflichtungen nicht einhält und der Leasinggesellschaft dadurch ein Zahlungsausfall entsteht. Es beläuft sich auf die Differenz zwischen der bei Ausfall offenen Forderungen und dem tatsächlichen Wert der Einbringungs- und Verwertungserlöse während der Vertragslaufzeit. Dem Adressenausfallrisiko kommt beim Risikomanagementsystem der GSL aufgrund der kleinen Institutsgröße und dem persönlichen Kontakt zum Leasingnehmer eine Schlüsselrolle zu. Die Bonitätsprüfung erfolgt nach dem von der Geschäftsführung vorgegebenen Kriterienkatalog (Leitfaden). Sie würdigt die extern und intern zur Verfügung gestellten Informationen und schließt mit einer Kreditentscheidung (Votum) ab. Darüber hinaus werden in einzelnen Fällen weitere Auflagen erteilt bzw. Sicherheiten (u.a. Bürgschaften, Rückkaufvereinbarungen) eingefordert. Ein Adressenausfallrisiko ist aktuell nicht zu erkennen. Unter das Marktpreisrisiko lassen sich bei der GSL in erster Linie das Objektrisiko und das Zinsänderungsrisiko subsumieren. Das Objektrisiko ergibt sich aus dem Besitz und dem Betrieb eines Leasingobjektes und dem damit verbundenen technischen und wirtschaftlichen Verschleiß. Zur Begrenzung des Objektrisikos werden entsprechende Informationsquellen herangezogen (u.a. Prüfung eines marktgerechten Preises anhand von Objektunterlagen), die Fungibilität des Leasingobjektes wird geprüft und auf eine angemessene Restwertgestaltung geachtet. Zinsänderungsrisiken ergeben sich aus der Preisänderung nicht vollständig abgesicherter Bilanzpositionen. Zinsänderungsrisiken werden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen begrenzt. Wesentliche Objekt- und Zinsänderungsrisiken sind derzeit nicht zu ermitteln. Mit Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Die GSL verfügt über ein nachhaltiges und stabiles Liquiditätsmanagement, das unter Beachtung und Optimierung der Refinanzierungskosten die jederzeitige Zahlungsfähigkeit gewährleistet. Die aufgebaute Liquiditätsübersicht erlaubt eine optimierte Disposition von Zahlungsströmen unter Beachtung der Rentabilität. Die GSL GmbH verfügt über eine starke Kapitalausstattung und hat die Möglichkeit, kurzfristig auf weitere Refinanzierungsquellen zurückzugreifen. Ein Liquiditätsrisiko ist nicht zu erkennen. Die operationellen Risiken ergeben sich direkt aus der Geschäftstätigkeit der Leasinggesellschaft. Risiken können sich aus organisatorischen oder kommunikativen Schwachstellen ergeben, wie Personal-, Prozeß- und Strukturrisiken sowie System- und Technologierisiken. Die GSL hat hier entsprechende Maßnahmen ergriffen. Aufgrund der kleinen Institutsgröße der GSL sind die operationellen Risiken überschaubar, eine ausreichende Eigenmittelunterlegung ist vorhanden. Klare Arbeitsanweisungen vermindern Fehlerquellen und standardisieren die Abläufe. Die IT- und Cybersicherheit wird fortlaufend überwacht und bei Bedarf neu bewertet, Redundanzsysteme sind vorhanden. In Bezug auf die Regulatorik und die Nachhaltigkeitsberichterstattung stehen Leasinggesellschaften zukünftig vor der Herausforderung, umfangreiche ESG-Daten zu erheben und in der Folge zu verarbeiten, zu dokumentieren und mit den richtigen Schlussfolgerungen zu veröffentlichen. Die GSL plädiert hier für eine Finanzaufsicht mit Augenmaß, mehr Differenzierung und die konsequente Anwendung des Proportionalitätsprinzips. Operationelle Risiken sind aktuell nicht zu erkennen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn das Gesamtrisiko laufend und dauerhaft durch das Risikodeckungspotential abgedeckt wird. Dies ist bei der GSL gewährleistet. Die Grundlage der Risikotragfähigkeitsrechnung orientiert sich an einem periodischen Vergleich der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und trägt der institutsindividuellen Risikobetrachtung ausreichend Rechnung. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung Das Jahr 2024 war geprägt von einer angespannten wirtschaftlichen Lage, die konjunkturellen Probleme und politische Unsicherheiten stellten viele Unternehmen sowie Privathaushalte vor große Herausforderungen. Die neue Bundesregierung muss entschlossen die Attraktivität des Standorts und durch tiefgreifende Reformen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verbessern, v.a. in den Bereichen Energie, Mobilität, Digitalisierung, Unternehmenssteuersätze, Bürokratieabbau, Klärung der Frage der Gegenfinanzierung (mit, ohne oder veränderter Schuldenbremse). Dazu müssen die gewählten demokratischen Parteien eine schnelle und stabile Regierungsbildung ermöglichen, damit wieder Klarheit über den Kurs in der Wirtschaftspolitik herrscht und sich Deutschland als verlässlicher Partner wieder aktiver an politischen Prozessen und Entscheidungen auf internationaler Bühne beteiligen kann. Hier gilt es, mit den europäischen Partnern eine gemeinsame Linie abzustimmen, um Antworten auf die künftige Wirtschafts- und Handelspolitik der USA und von China zu finden und sich gemeinsam auf die Demontage der regelbasierten globalen Weltordnung einzustellen. Der Wettbewerb der Nationen, Kontinente und Systeme verschärft sich weiter. Eine neue Bundesregierung muss sich den neuen geopolitischen Herausforderungen stellen und Rahmenbedingungen für eine Transformation unserer Volkswirtschaft schaffen, um die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen und um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben. Trotz des herausfordernden Umfelds war die Geschäftsentwicklung für die GSL in 2024 positiv. Das Neugeschäft bei Maschineninvestitionen, im Regelfall einhergehend mit höheren Anschaffungswerten, war rückläufig, da den betroffenen Unternehmen die Planungssicherheit fehlte. Im Fahrzeugneugeschäft konnte aber ein Zuwachs vor allem im Nutzfahrzeugbereich erzielt werden. Für das PKW-Leasing erwarten wir für die Elektro- und Hybridfahrzeuge eine Wiederbelebung der Absatzzahlen, sobald die Politik ihre Pläne zu entsprechenden Investitionszuschüssen und zum Ausbau der Infrastruktur der Elektromobilität umsetzen wird. Die Bedeutung der Thematik Nachhaltigkeit wächst, da die europäischen CO 2 -Preise durch die gesetzlichen Regelungen zum Emissionshandel ab 2027 wahrscheinlich stark ansteigen werden. Die GSL versucht daher ihre Kunden bei ihren Überlegungen und Maßnahmen zur Nachhaltigkeit durch Beratungen bei der Investitions- und Finanzierungsentscheidung zu unterstützen. Kritisch sieht die GSL den weiteren Anstieg der Regelungsdichte bzw. die ausufernde Bürokratie (z.B. CSRD - Corporate Sustainability Reporting Directive), da der Aufwand der Berichtspflichten häufig sehr hoch und der praktische Nutzen oft nicht unmittelbar zu erkennen ist. Die GSL beurteilt als banken- und herstellerunabhängige Leasinggesellschaft mit einem hohen Stammkundenpotential, gesunden Bilanzverhältnissen, einem stabilen Geschäftsmodell und einem effizienten Risikomanagement die Unternehmensentwicklung grundsätzlich optimistisch. Prognosebericht Die konjunkturellen Probleme und die politischen Unsicherheiten erschweren eine Prognose über die zukünftige Entwicklung. Wir sind vorsichtig optimistisch und gehen von einem moderaten Wachstum im Umsatz und beim Ergebnis aus.
Gelnhausen, den 28.02.2025 Klaus Seum, Geschäftsführer Dr. Oliver Geb, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2024GS-Leasing GmbH, Gelnhausen1. Allgemeine Angaben Die GS-Leasing GmbH hat ihren Sitz in Gelnhausen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau (Reg.Nr. HRB 11466). Die GS-Leasing GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen GmbH gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Es handelt sich bei der Gesellschaft um ein Finanzdienstleistungsinstitut i.S.v. § 1 Abs. 1a KWG. Die Gesellschaft hat daher gem. § 340 Abs. 4 HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften über die Rechnungslegung anzuwenden. Die Gliederung des Abschlusses ist gem. § 330 Abs. 1 und 2 HGB nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vorzunehmen. 2. Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der GS-Leasing GmbH zum 31. Dezember 2024 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen der RechKredV zu beachten, da die Gesellschaft Leasinggeschäfte ausführt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend dem Schema von Formblatt 1 und 3 der RechKredV gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach der Staffelform erstellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Das Leasingvermögen, die immateriellen Anlagewerte sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Als Abschreibungsmethode bei den planmäßigen Abschreibungen kam die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel wird einer Vollabschreibung im Anschaffungsjahr ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive latente Steuern wurden für zeitlich befristete Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen beim Leasingvermögen gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Ertragssteuersatzes von 30 %. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. 4. Erläuterungen zur Bilanz (Vorjahreszahlen sind in Klammern dargestellt) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit TEUR 943 (Vorjahr: TEUR 1.003) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter und mit TEUR 1.872 (Vorjahr: TEUR 1.964) Darlehen von nahestehenden Personen, die zu marktüblichen Bedingungen gewährt wurden. In den sonstigen Verbindlichkeiten bis zu 3 Monaten sind enthalten:
Passive latente Steuern Grundlage des Ausweises sind Differenzen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz beim Leasingvermögen in Höhe von TEUR 173. In 2024 ergab sich eine Verminderung der passiven latenten Steuern von TEUR 4. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen betreffen Jahresabschlusskosten, Tantiemeansprüche sowie ausstehende Rechnungen. Eigenkapital Im Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 334.362,15 (Vorjahr: TEUR 306) enthalten. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Leasingerträge Die Leasingerträge beinhalten mit TEUR 60 Erträge aus Anlagenabgängen. Leasingaufwendungen Die Leasingaufwendungen beinhalten ausschließlich Verluste aus Anlagenabgängen. 6. Sonstige Angaben Personalstand Im Geschäftsjahr 2024 waren neben den beiden Geschäftsführern keine Arbeitnehmer beschäftigt. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei Herrn Klaus Seum und bei Frau Anita Seum. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet. Ergebnisverwendung Der Ergebnisverwendungsvorschlag lautet wie folgt: Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den erzielten Jahresüberschuss mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 5.300,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Offenlegung gemäß Institutsvergütungsverordnung Die Geschäftsführervergütung ist im Personalaufwand enthalten und orientiert sich am marktüblichen Niveau für kleine und mittlere Unternehmen. Die Vergütung besteht aus einem fixen und einem variablen Anteil sowie Sachbezügen und einer Altersversorgungskomponente. Die variable Vergütung beträgt dabei maximal 25 % der fixen Vergütung. Das Vergütungssystem wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Angaben nach § 65 PrüfbV:
Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.
Gelnhausen, 28. Februar 2025 Klaus Seum, Geschäftsführer Dr. Oliver Geb, Geschäftsführer AnlagespiegelGS-Leasing GmbH, Gelnhausen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
sonstige Berichtsbestandteile
Gelnhausen 28.02.2025 gez. Klaus Seum und Dr. Oliver Geb Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GS-Leasing GmbH, Gelnhausen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der GS-Leasing GmbH, Gelnhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GS-Leasing GmbH, Gelnhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlange ich ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Blankenbach, 28. Februar 2025 Ralph Marks, Wirtschaftsprüfer |
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