Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 2084
Eingetragen
7.4.2005
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Rolläden, und zwar komplett mit sämtlichem Zubehör sowie auch der Vertrieb von Einzelartikeln, ferner die Herstellung und der Vertrieb von sonstigen Bauelementen wie Fensterklappläden und Markisen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Marvin Meyer
seit 28.4.2023
Prokura
Heinrich Meyer
seit 17.3.2011
Geschäftsführer
Heinz Meyer
seit 7.4.2005
Geschäftsführer
Bernd Growe
seit 7.4.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Bernd Growe
26676 Barßel, III. Hüllenweg 36
50.00%
Heinrich Meyer
26897 Esterwegen, Clemenswerth 25
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

B. Growe GmbH

Wittstock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma B. Growe GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Rollladenelemente, Insektenschutzelemente sowie deren Zubehör. Es werden ausschließlich Wiederverkäufer im Inland und zu geringen Teilen auch Wiederverkäufer im europäischen Ausland beliefert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Branchensituation

Das Wirtschaftsjahr 2023 war geprägt von den Ereignissen der Vorjahre. Die Coronapandemie und der Ukrainekonflikt brachten weitreichende soziale als auch ökonomische Einschränkungen mit sich. Flexibilität und kurzfristige Krisenbewältigung waren notwendig, um die Existenz zu sichern.

Zusätzlich zur geschwächten Gesamtwirtschaft spielt das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele eine wichtige Rolle. Das Zusammenspiel zwischen Wirtschaftsstabilität und -wachstum und Erreichen dieser Ziele gestaltet sich in diesen unbeständigen Zeiten als schwierig. Steigende Energiepreise, ungewisse Auftragslagen und die zusätzlich hohe Inflationsrate stellen derzeit eine enorme Belastung für Unternehmen dar.

Die Zahl fertiggestellter Wohnungen war im Jahr 2023 wieder leicht rückläufig und sank auf eine Anzahl von 294.400 Wohnungen.1 Die Bedeutung von Renovierung und energetischer Sanierung nimmt weiterhin zu. In diesem Zuge entwickeln sich hohe Ansprüche an vielseitige und innovative Lösungen von Sicht- und Sonnenschutzelementen. Sommerlicher Wärmeschutz und die Anbindung in Smart Home Systeme gehören zu den Standardanforderungen des modernen Sonnen- und Sichtschutzes. Sie vereinen Komfort, Design und Individualität in einem Produkt.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_203_31121.html; [abgerufen 02.12.2024]

Die Wettbewerbssituation innerhalb der Branche ist weiterhin angespannt. Die Beschaffungslage konnte sich stabilisieren, sodass nur noch in wenigen Bereichen mit kompletten Lieferausfällen oder -engpässen zu rechnen ist. Das Preisniveau hat sich innerhalb der Branche durch das Einpreisen der Materialteuerungszuschläge weitestgehend stabilisiert.

Durch einzigartige Produktentwicklungen kann die B. Growe GmbH auf die Ansprüche des Marktes reagieren und sich als konkurrenzfähigen Marktteilnehmer behaupten.

2.2. Unternehmensindividuelle Situation

2.2.1. Beschaffungsbereich

Die Beschaffungssituation des Geschäftsjahres 2023 erwies sich weiterhin angespannt. Zusätzlich zur Güterknappheit in einigen Bereichen, ergaben sich deutliche Anstiege der Einkaufspreise durch Materialteuerungs- und Energiekostenzuschläge.

2.2.2. Absatzbereich

Das Wirtschaftsjahr 2023 war geprägt von einem Einbruch der Auftragslage. Insbesondere der Absatz von Neubauelementen war durch die verminderte Anzahl an Neubauten geprägt und führte so zu einem starken Absatz- und Umsatzrückgang in diesem Bereich. Der Absatz der Neubauelemente ist überproportional stark eingebrochen, mit einem Rückgang von über 20% im Vergleich zum Vorjahr.

Als Reaktion auf den Trend der energetischen Renovierung wurde das Produktsortiment durch autarke Solarlösungen ergänzt. Diese Solarausführungen sind auf dem bestehenden Markt einzigartig. Neben dem Trend der Solarlösungen lässt sich auf dem Markt ein Preisdruck beobachten. Durch die weiterhin erhöhten Einkaufspreise, war eine Anpassung der Preisliste unausweichlich. Dies führte wie erwartet zu keinem Umsatzwachstum. Aufgrund von Kostengründen ist die Motorisierungsquote erstmalig rückläufig.

Die Gesamtleistung in Höhe von 21.057 TEuro für dieses Wirtschaftsjahr sank gegenüber dem Vorjahr um 3.985 TEuro. Dies entspricht einer Minderung der Gesamtleistung von 15,9 %.

2.2.3. Vermögens- und Finanzlage

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden rd. 43 TEuro in immaterielle Vermögensgegenstände und rd. 926 TEuro in das Sachanlagevermögen investiert. Den Investitionen stehen Abgänge mit ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von 175 TEuro gegenüber.

Bei den Finanzanlagen wurden Investitionen in Höhe von 1.329 TEuro vorgenommen. Dem stehen Abgänge in Höhe von 16 TEuro gegenüber.

Die Anlagenintensität beträgt 50,4 %.

Die Anlagendeckung I für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 185,2 %.

Das Warenlager für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für fertige und unfertige Erzeugnisse hat sich um rd. 75 TEuro zum Bilanzstichtag auf einen Wert von 1.992 TEuro verringert.

Für das Geschäftsjahr 2023 war die Liquiditätssituation sehr zufriedenstellend. Die Liquidität 2. Grades für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 754,8 %. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2023 beträgt 974 TEuro.

Der Eigenkapitalanteil ist mit 93,3 % überdurchschnittlich und sehr zufriedenstellend. Der Verschuldungsgrad beträgt 7,3 %.

2.2.4 Ertragslage

Die im Vorjahr prognostizierten Umsatz- und Gewinneinbußen wurden im Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß realisiert. Insgesamt ergab sich für die B. Growe GmbH ein Umsatzrückgang von 15,4 %. Aufgrund der Erhöhung des Wareneinsatzes und der Personalkosten verringerte sich letztendlich bezogen auf die Vorjahreswerte der Deckungsbeitrag um 4,1 %.

Das Rohergebnis entwickelte sich von 11.456 TEUR aus dem Vorjahr auf 9.423 TEuro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.746 TEuro auf 1.492 TEuro vermindert. Insgesamt wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.186 TEuro ausgewiesen. Dabei zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine weitgehende gleichmäßige Entwicklung der Personalkosten und der Materialeinsatzquote in Relation zur Gesamtleistung.

Die Materialeinsatzquote lag mit 55,9 % rd. 1,2 %-Punkte über dem Wert von 2022. Der Rohertrag lag dabei leicht verändert bei 44,1 % der Gesamtleistung. Die Personalkostenquote erhöhte sich um 3 %-Punkte auf 25,2 %.

Die Umsatzrentabilität bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 5,6 %.

Die Eigenkapitalrentabilität für dieses Geschäftsjahr beträgt 5,2 %.

2.2.5. Personalbereich

Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 119 Personen und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 14 Personen. Im Geschäftsjahr 2023 kam es nur zu einem sehr geringen Einsatz von Leiharbeitskräften. Die verminderte Anzahl an Aufträgen führte zu einem reduzierten Netto-Personalbedarf.

3. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 gehen wir weiterhin von einer sinkenden Auftragslage und damit verbunden einem noch stärkeren Umsatz- und Gewinnrückgang aus. Trotz des sich stabilisierenden Preisniveaus und der allmählich sinkenden Zinsen, wird weiterhin mit einer niedrigen Nachfrage nach Neubauelementen gerechnet. Trends wie die energetische Sanierung werden weiterhin an Wichtigkeit zunehmen, sodass eine Ergänzung des Produktportfolios zur Fokussierung auf den Renovierungsmarkt abzielt.

Eine Ausrichtung auf nachhaltige Lösungen in Form von autarken Solarlösungen spricht verschiedene Faktoren der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit an. Ressourcenschonung kann so auf verschiedenen Ebenen erfolgen. So sorgen z.B. die vereinfachten Installationsmöglichkeiten in Zeiten des Fachkräftemangels für eine effiziente Nutzung der Arbeitskräfte.

Durch die zu erwartenden sinkenden Auftragszahlen gehen wir von einem zunehmenden Preisdruck und zunehmendem Wettbewerb innerhalb des Marktes aus.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Risikobericht

Aufgrund der weiterhin überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote und guten Liquiditätslage besteht derzeit kein Liquiditätsrisiko. Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.

Im Liefer- und Leistungsgeschäft erfolgt eine permanente Überwachung der Außenstände und Abschätzung der Ausfallrisiken. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage wurde das Forderungsmanagement angepasst.

Aufgrund der eingebrochenen Auftragslage stellt die Personalbeschaffung im Wirtschaftsjahr 2024 keine große Herausforderung aufgrund des geringeren Personalbedarfs dar.

Geschäfts- und Produktionsprozesse beruhen heutzutage weitestgehend auf IT-Systemen. Um technische Störungen oder Ausfällen entgegenzuwirken, werden in Zusammenarbeit der internen IT-Abteilung und externen IT-Dienstleistern entsprechende Vorkehrungen getroffen, wie z.B. die Definition und permanente Weiterentwicklung von Datenwiederherstellungs- oder Kontinuitätsplänen. Diese Maßnahmen zielen auf den Schutz unserer Technik und Daten ab.

4.2. Chancenbericht

Die zusätzliche Ausrichtung auf den Renovierungsmarkt bietet viele Chancen. Nachhaltige Lösungen und energieeffiziente Sanierung gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Unsere Produktvielfalt wurde durch solarbetriebene Antriebe ergänzt, welche in allen Rollladen-, Sicht- und Sonnenschutzelementen einsetzbar sind. Diese bieten insbesondere im Fall einer Renovierung zahlreiche (Kosten-)Vorteile für die Bauherren. So lässt sich der Einsatz von erneuerbaren Energien mit der Automatisierung von Sonnen- und Sichtschutzelementen durch die Einbindung in Smart Home Systeme verknüpfen.

Die sinkende Nachfrage von Neubauten kann so durch die steigende Nachfrage im Bereich Renovierung abgefangen werden.

Weiterhin setzen wir hohe Maßstäbe an unsere Qualität und überprüfen diese in regelmäßigen Ablauf- und Qualitätskontrollen. Die Marktposition soll so durch unsere gelebten Werte der Tradition, Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit gesichert und ausgebaut werden.

4.3. Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung sind weiterhin unbeständig und nur schwer vorhersehbar. Der befürchtete Einbruch der Baubranche war der ausschlaggebende Punkt für eine Neuorientierung des Marktes. Die zuvor dauerhaft hohe Nachfrage nach Neubauelementen ist weiterhin rückläufig. Maßnahmen zur energetischen Sanierung sind auf dem Vormarsch. Aufgrund der Fokussierung auf den wachsenden Renovierungsmarkt eröffnen sich große Marktpotenziale, die wir mit unseren innovativen und leistungsstarken Lösungen bedienen können.

Unsere Leistungsfähigkeit und Innovation der Produkte zeichnet uns aus und macht uns zu einem konkurrenzfähigen Mitbewerber. Durch einzigartige Produkte, wie das selbst entwickelte SOLAR-POWER-Modul konnten wir uns eine Alleinstellung im Markt erarbeiten.

Durch die Mission der Nachhaltigkeit angetrieben, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität.

Durch Investitionen in neue Produktionsstätten und -technologien garantieren wir die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze und übernehmen so eine große soziale Verantwortung.

Die stabile Liquidität stellt die Basis für eine sichere und resiliente Weiterentwicklung des Unternehmens dar.

 

Wittstock, den 16. Dezember 2024

Heinrich Meyer, Geschäftsführer

Bernd Growe, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.296.073,52 10.699.815,93
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.180,99 72.061,33
II. Sachanlagen 6.369.814,35 6.104.526,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.768.237,64 3.870.387,04
2. technische Anlagen und Maschinen 825.118,00 518.931,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 968.225,90 1.102.255,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 808.232,81 612.953,55
III. Finanzanlagen 5.836.078,18 4.523.228,01
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 970.122,87 970.122,87
2. Sonstige Finanzanlagen 4.865.955,31 3.553.105,14
B. Umlaufvermögen 12.057.218,43 13.333.674,16
I. Vorräte 1.991.998,08 2.067.583,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.094.911,15 1.038.147,95
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 5.636,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.094.911,15 1.032.511,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 26.789,62 33.854,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.970.309,20 10.227.943,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.304,98 37.303,80
D. Aktive latente Steuern 17.237,71 39.991,98
Summe Aktiva 24.423.834,64 24.110.785,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 22.773.697,89 21.587.950,52
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 21.562.385,93 18.674.536,00
III. Jahresüberschuss 1.185.747,37 2.887.849,93
B. Rückstellungen 858.274,28 975.017,87
C. Verbindlichkeiten 675.087,79 1.389.701,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.609,42 14.486,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 14.609,42 14.486,22
2. sonstige Verbindlichkeiten 660.478,37 1.375.215,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 660.478,37 1.375.215,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 116.774,68 158.116,26
Summe Passiva 24.423.834,64 24.110.785,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.423.407,05 11.455.703,22
2. Personalaufwand 5.299.695,14 5.562.802,61
a) Löhne und Gehälter 4.400.295,39 4.601.141,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 899.399,75 961.661,12
davon für Altersversorgung 19.218,78 31.786,01
3. Abschreibungen 666.995,28 703.916,74
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 666.995,28 703.916,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.964.476,81 1.951.807,62
5. Erträge aus Beteiligungen 543.293,72
davon aus verbundenen Unternehmen 543.293,72
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 37.650,17 22.271,49
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 143.602,22 7.905,37
davon Erträge aus Abzinsung 53,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.586,40 10.106,81
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 28,39
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 453.683,45 897.029,36
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 22.754,27 31.956,93
10. Ergebnis nach Steuern 1.203.222,36 2.903.510,66
11. sonstige Steuern 17.474,99 15.660,73
12. Jahresüberschuss 1.185.747,37 2.887.849,93

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die B. Growe GmbH hat ihren Sitz in 16909 Wittstock und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Neuruppin unter HRB 2084 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Nach § 316 Absatz 1 HGB ist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 prüfungspflichtig.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB, des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gliederung entspricht den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 HGB. Die Vorjahreszahlen wurden unverändert den Werten des laufenden Abschlussjahres gegenübergestellt. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen und Schutzklauseln wurden teilweise in Anspruch genommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

1. Aktiva

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit absetzbar, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt (fortgeführte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten). Den planmäßigen Abschreibungen liegen die voraussichtlichen Nutzungsdauern zugrunde. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden über die Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Das Unternehmen orientiert sich bei der Festlegung der Nutzungsdauern für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken an den veröffentlichten amtlichen AfA-Tabellen. Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über einen Zeitraum von 3 bis 25 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten den Wert von 800,00 Euro nicht überstiegen (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr gemäß der Bewertungsfreiheit des § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Als Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Wertpapiere und sonstige Ausleihungen ausgewiesen. Der Ausweis der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausweis der Wertpapiere erfolgte mit den Anschaffungskosten. Die sonstigen Ausleihungen wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bestände des Vorratsvermögens wurden zum Bilanzstichtag durch körperliche Aufnahme ermittelt und anhand von Inventurlisten nachgewiesen. Bei der Aufnahme und Bewertung der Vorräte hat als Abschlussprüfer die HSP Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Radebeul / Dresden, 01445 Radebeul, Meißner Straße 183 beobachtend teilgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Durch angemessene Wertabschläge ist eventuellen Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, Rechnung getragen worden.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd auf der Grundlage des Verkaufspreises. Dabei wurde ein Gewinnabschlag berücksichtigt. Ferner wurden über einen Abschlag noch bis zur Veräußerung anfallende Verpackungs- und Versandkosten, sonstige Vertriebskosten sowie anteilige Verwaltungskosten berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Nennwerten angesetzt. Die Bestände der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Saldenlisten festgehalten, die aus der mittels EDV geführten Offenen-Posten-Buchhaltung abgeleitet sind. Für Forderungsausfälle erfolgten Einzelwertberichtigungen unter Berücksichtigung der durch Kreditversicherung abgedeckten Forderungen. Für die Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 3,62 % auf den Nettoforderungsbestand gebildet.

Die Forderungen gegen Gesellschafter sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem jeweiligen Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind zu Anschaffungskosten oder Tageswerten angesetzt. Der Kassenbestand wurde durch das Kassenbuch nachgewiesen. Für die Guthaben bei Kreditinstituten haben uns Saldenbestätigungen bzw. Kontoauszüge der Kreditinstitute vorgelegen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesen Tag darstellen.

Aktive latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand der Bilanzgliederung vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt.

2. Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und wird unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen.

Rückstellungen

Die durch Rückstellungen berücksichtigten Verpflichtungen der Gesellschaft sind durch Verträge, Schriftstücke und Berechnungen nachgewiesen. Der Wertansatz der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgte eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lagen die versicherungsmathematischen Gutachten vor. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsdeckungsverfahren angewendet. Der Zeitraum für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses für Pensionsrückstellungen beträgt 10 Jahre.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Urlaubsansprüche, Mehrstunden, Gewährleistungsansprüche und Archivierungskosten. Ferner sind in dem Posten Rückstellungen für die Kosten der Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Bestände der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Saldenlisten festgehalten, die aus der mittels EDV geführten Offenen-Posten-Buchhaltung abgeleitet sind.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen enthalten, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden sowohl als Zugang als auch Abgang ausgewiesen.

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Anteile an dem folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis des GJ 2023
Unmittelbare Beteiligung
Roltex Rolladenfabrikation GmbH Mügeln 33,33 % TEUR 16.841 TEUR 622

Vorräte

Die Gliederung ergibt sich aus den Posten der Bilanz.

Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steuerschulden, die auf den Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz beruhen:

Geschäftsjahr
Bilanzposten mit Abweichungen Handelsbilanz
Euro
Steuerbilanz
Euro
Abweichung
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände 51.865,00 35.470,00 16.395,00-
Grundstücke, grd.gl. Rechte u. Bauten 3.768.237,64 3.770.423,64 2.186,00
Technische Anlagen und Maschinen 825.118,00 785.736,00 39.382,00-
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 968.225,90 797.919,90 170.306,00-
Sonstige Vermögensgegenstände 630.124,49 1.026.821,45 396.696,96
6.243.571,03 6.416.370,99 172.799,96
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 309.718,04 425.059,00 115.340,96-
Saldo 57.459,00

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz in Höhe von 30 %.

Aktive latente Steuern 57.459,00 Euro x 30 % = 17.237,71 Euro

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 25.564,59 Euro.

Der Gewinnvortrag beträgt 21.562.385,93 Euro (Vorjahr = 18.674.536,00 Euro).

Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
1. Beträge aus der Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern 17.237,71 Euro
2. Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB des Barwertes der Pensionsrückstellung bei Sieben- und Zehnjahreszins 8.427,00 Euro
25.664,71 Euro

Den ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen frei verfügbare Gewinnvorträge in ausreichender Höhe gegenüber. Eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Bezug auf den Jahresüberschuss besteht daher nicht.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Pensionszusagen erteilt. Zur Sicherung der Versorgungsansprüche aus den erteilten Pensionszusagen wurden entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Die Leistungen aus diesen Rückdeckungsversicherungen werden an die Pensionsberechtigten und deren ggf. versorgungsberechtigten Angehörigen zur Sicherheit verpfändet. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung sind ab dem 01.01.2010 mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert auszuweisen.

Für einen Pensionsberechtigten besteht ab 2010 der Leistungsanspruch, seitdem erhält dieser monatliche Rentenzahlungen.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 wurde durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG ermittelt. Die Berechnungen wurden unter Beachtung der geltenden Vorschriften nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB, § 246 Abs. 2 HGB und auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck, Lizenz Heubeck-Richttafeln GmbH durchgeführt. Die Bewertungsmethode erfolgte mit einem Rechnungszins von 1,82 % p. a. nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode), bei der der bis zum Stichtag erdiente Anspruch ermittelt und dessen Barwert berechnet wird. Der Erfüllungsbetrag zum 31.12.2023 ist mit 706.415,00 Euro auszuweisen, wobei der Zuführungsaufwand in Zinsaufwand und Personalaufwand aufzuteilen ist.

Der Wertansatz stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:

31.12.2022 Bewertung lt. Gutachten der Allianz AG 685.306,00 Euro
31.12.2023 Zuführungsbetrag: Personalaufwand 8.573,00 Euro
31.12.2023 Zuführungsbetrag: Zinsaufwand 12.536,00 Euro
21.109,00 Euro
31.12.2023 Bewertung lt. Gutachten der Allianz AG 706.415,00 Euro

Die Rückdeckungsversicherungen wurden mit dem Aktivwert angesetzt, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert abgeleitet wird. Die Zeitwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherung betragen:

31.12.2022 Werte lt. Allianz 393.330,51 Euro
31.12.2023 Zuführung 3.366,45 Euro
31.12.2023 Werte lt. Allianz 396.696,96 Euro
davon Deckungsvermögen/verpfändete Rückdeckungsversicherung 396.696,96 Euro
Bilanzansatz / saldiert 31.12.2023 309.718,04 Euro

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen für Personalkosten 332.607,00 Euro
Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht 10.431,24 Euro
Sonstige Rückstellungen 6.210,00 Euro
Rückstellungen für Gewährleistungen 104.500,00 Euro
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 91.710,00 Euro
545.458,24 Euro

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamt- Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten: betrag
Euro
bis 1 Jahr
Euro
> 1 Jahr
Euro
1 - 5 Jahre
Euro
> 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 181.317 181.317 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.609 14.609 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 479.162 479.162 0 0 0
Gesamtsumme 675.088 675.088 0 0 0

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

V. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB gegliedert. Dabei wurde das Gesamtkostenverfahren des § 275 Absatz 2 HGB angewandt. Die Vorschriften der §§ 277 und 278 wurden beachtet.

Die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind durch entsprechende Nachweise ordnungsgemäß belegt. Die sachliche und zeitliche Erfassung und Abgrenzung der Aufwendungen und Erträge für das Wirtschaftsjahr 2023 ist richtig erfolgt.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine weiteren Haftungsverhältnisse zu vermerken.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 a HGB

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen in Form von Bestellobligos für Investitionsvorhaben bzw. in Form von vertraglich beauftragten, noch nicht durchgeführten Investitionen in Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 522,6 TEuro, dagegen stehen Anzahlungen in Höhe von 687,6 TEuro. Weiter bestehen 52,8 TEuro aus Leasingverpflichtungen.

3. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Im Jahresdurchschnitt: 119
Davon: Arbeiter 94
Angestellte 25
Aushilfen 0

4. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Herr Bernd Growe Rollladenbaumeister

Herr Heinrich Meyer Kaufmann

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

6. Ergebnisverwendung

Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.185.747,37 Euro festzustellen. Nach dem Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Wittstock, den 16. Dezember 2024

Heinrich Meyer, Geschäftsführer

Bernd Growe, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die B. Growe GmbH, Wittstock:

1. Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der B. Growe GmbH, Wittstock, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der B. Growe GmbH, Wittstock, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

2. Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten (IDW PS KMU) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

3. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

4. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten (IDW PS KMU) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Radebeul, den 16. Dezember 2024

HSP REVISION GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katja Gerlach, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.