Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 5648
Vorher
BF Baustoff-Factoring GmbHBF Factoring GmbH
Eingetragen
24.6.1986
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
An- und Verkauf, Fakturierung und Einzug von Forderungen, Übernahme von Debitorenbuchhaltungen, sowie Erledigung der damit verbundenen Nebenleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Clarissa Bunjes
seit 5.6.2026
Prokura
Leonard Jürgens
seit 8.10.2025
Prokura
Carsten Dirk Lübben
seit 12.9.2025
Geschäftsführer
Nico Steudel
seit 16.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft
Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DLAZ GmbH

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute 0,00 30,00
2. Forderungen an Kunden 16.263.113,71 12.892.049,44
3. Immaterielle Anlagewerte 221.990,50 189.026,00
a. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.323,00 189.026,00
b. Geleistete Anzahlungen 27.667,50
4. Sachanlagen 68.871,00 56.269,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 8.677,72 59.857,24
6. Rechnungsabgrenzungsposten 279,00 201,00
16.562.931,93 13.197.432,68

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.401.296,59 4.009.248,00
a. Täglich fällig 5.401.296,59 4.009.248,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.323.665,66 1.405.868,47
a. Andere Verbindlichkeiten 1.323.665,66 1.405.868,47
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.255.887,54 3.408.678,76
4. Rückstellungen 476.287,45 308.305,44
a. Steuerrückstellungen 244.927,51 119.346,15
b. Andere Rückstellungen 231.359,94 188.959,29
5. Nachrangige Verbindlichkeiten 2.000.000,00 2.000.000,00
6. Eigenkapital 2.105.794,69 2.065.332,01
c. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
d. Kapitalrücklage 120.088,53 120.088,53
e. Gewinnrücklagen 1.417.281,15 1.417.281,15
f. Bilanzgewinn 516.425,01 475.962,33
16.562.931,93 13.197.432,68

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.831.373,66 3.002.119,82
2. Zinsaufwendungen -653.436,24 -212.768,23
3.177.937,42 2.789.351,59
3. Provisionserträge 119.974,60 102.925,94
4. Provisionsaufwendungen -29.986,72 -22.053,90
89.987,88 80.872,04
5. Sonstige betriebliche Erträge 110.075,52 140.897,35
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -1.105.665,09 -984.740,55
b) andere Verwaltungsaufwendungen -1.037.945,94 -1.008.068,02
7. Abschreibungen -112.778,35 -86.688,55
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.127,00 -928,00
9. Abschreibungen Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -333.047,34 -248.244,73
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 21.411,15 16.726,73
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 808.848,25 699.177,86
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -292.423,24 -223.215,53
13. Jahresüberschuss 516.425,01 475.962,33
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
15. Bilanzgewinn 516.425,01 475.962,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die DLAZ GmbH hat ihren Sitz in Oldenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 5658 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG, so dass nach § 340 Abs. 4 i. V. m. § 340a HGB hinsichtlich des Jahresabschlusses und des Lageberichtes die ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden sind.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 340 Abs. 1 HGB in Verbindung mit §§ 1 ff. RechKredV in Staffelform aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der RechKredV und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es wurde vorsichtig bewertet, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne wurden nur berücksichtigt, sofern sie bis zum Abschlussstichtag realisiert waren.

Aktiva

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % (Vorjahr: 1 %) auf Forderungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Nutzungsdauer der Sachanlagen, welche ausschließlich aus Geschäftsausstattung bestehen, beträgt zwischen drei und zehn Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung möglicher Ausfallrisiken bewertet.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Passiva

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Erläuterung der Bilanz

1. Forderungen an Kunden

Laufzeitengliederung der Forderungen gemäß § 9 RechKredV

Folgende Restlaufzeiten ergeben sich:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Aktiva
Forderungen an Kunden mit einer Restlaufzeit
- bis drei Monate 16.263 12.892
- mehr als drei Monate 0 0
- mehr als ein Jahr 0 0
- mehr als fünf Jahre 0 0
- mit unbestimmter Laufzeit 0 0

2. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im nachfolgenden Anlagenspiegel der DLAZ GmbH dargestellt. Die immateriellen Anlagewerte im Wert von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 189) und die Sachanlagen im Wert von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 56) werden vollständig im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt.

Entwicklung AHK
AHK 1. Jan. 2023 Zugänge AHK Abgänge AHK AHK 31. Dez. 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte, Lizenzen 619.375,79 91.934,80 0,00 711.310,59
Geleistete Anzahlungen 0,00 27.667,50 0,00 27.667,50
Summe I. Immaterielle VG. 619.375,79 119.602,30 0,00 738.978,09
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.123,61 38.743,55 26.000,00 210.867,16
Summe II. Sachanlagen 198.123,61 38.743,55 26.000,00 210.867,16
Summe Anlagevermögen 817.499,40 158.345,85 26.000,00 949.845,25
Entwicklung Abschreibung
Abschreibung 1. Jan. 2023 Zugänge AfA Abgänge AfA Abschreibung 31. Dez. 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte, Lizenzen 430.349,79 86.637,80 0,00 516.987,59
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. Immaterielle VG. 430.349,79 86.637,80 0,00 516.987,59
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.854,61 26.140,55 25.999,00 141.996,16
Summe II. Sachanlagen 141.854,61 26.140,55 25.999,00 141.996,16
Summe Anlagevermögen 572.204,40 112.778,35 25.999,00 658.983,75
Buchwert 31. Dez. 2022 Buchwert 31. Dez. 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte, Lizenzen 189.026,00 194.323,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 27.667,50
Summe I. Immaterielle VG. 189.026,00 221.990,50
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.269,00 68.871,00
Summe II. Sachanlagen 56.269,00 68.871,00
Summe Anlagevermögen 245.295,00 290.861,50

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 60) haben ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.401 (Vorjahr: TEUR 4.009) sind täglich fällig.

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 1.406) bestehen aus täglich fälligen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.001 (Vorjahr: TEUR 1.012) und aus Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 399).

Laufzeitengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gemäß § 9 RechKredV

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit
- bis drei Monate 322 393
- mehr als drei Monate 0 0
- mehr als ein Jahr 0 0
- mehr als fünf Jahre 0 0
- mit unbestimmter Laufzeit 0 0

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.256 (Vorjahr: TEUR 3.409) haben ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und bestehen in Höhe von TEUR 5.183 (Vorjahr: TEUR 3.205) gegenüber verbundenen Unternehmen, davon in Höhe von TEUR 5.183 (Vorjahr: TEUR 3.205) gegenüber der alleinigen Gesellschafterin.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 308) betreffen in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 119) Steuerrückstellungen aufgrund erwarteter Steuernachzahlungen für die Geschäftsjahre 2022 und 2023. Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 189) gliedern sich wie folgt auf:

Rückstellungen: TEUR
Rückstellungen für Mitarbeiterverpflichtungen 169
Rückstellung für Jahresabschlussprüfung 56
Rückstellung für Steuerberatung 6
231

8. Nachrangige Verbindlichkeiten

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 72) angefallen.

Betrag Zinssatz (über Basiszins) Kündigungsfrist Bedingung Nachrangigkeit
EUR
Darlehen 1 1.000.000,00 4,50 % 6 Monate Insolvenz der DLAZ
Darlehen 2 500.000,00 4,50 % 6 Monate Insolvenz der DLAZ
Darlehen 3 500.000,00 4,50 % 6 Monate Insolvenz der DLAZ

9. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 52.000,00 und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Oldenburg unter HRB 5658 eingetragen. Das Stammkapital ist zum Nennwert ausgewiesen. Alleinige Gesellschafterin ist die Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft, Oldenburg. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in voller Höhe an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Die Kapitalrücklage besteht unverändert zum Vorjahr in Höhe von TEUR 120. Die Gewinnrücklagen bestehen unverändert zum Vorjahr in Höhe von TEUR 1.417.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften beinhalten sowohl die Zinserträge in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 771) als auch die Factoringerlöse in Höhe von TEUR 2.676 (Vorjahr: TEUR 2.177). Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften wurden fast ausschließlich im Inland erzielt.

2. Andere Verwaltungsaufwendungen

Die einzige Gesellschafterin der DLAZ GmbH, Oldenburg, und Obergesellschaft der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag, die Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft, Oldenburg, ist als sogenanntes Shared-Service-Center für ihre Tochterunternehmen tätig und erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Geschäftsführung, IT, Buchhaltung und Controlling. Der Gesamtaufwand beträgt für die DLAZ GmbH TEUR 611 (im Vorjahr: TEUR 564).

3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen zu Warenkreditversicherungen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 183). Weiterhin werden hierunter die Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen TEUR 28 sowie Zuführung zu Wertberichtigungen zusammengefasst TEUR 109.

4. Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

In dieser Position sind die periodenfremden Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 14) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

2024 2024 bis 2028 2028 und später
TEUR TEUR EUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen (brutto) 248 0 0
davon gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen 0 0 0

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Nico Steudel

(Zuständigkeit DLAZ GmbH: Interne Revision

ebenfalls Geschäftsführer der Rhein-Umschlag GmbH & Co. KG, Oldenburg)

Erwin Greifenberg

(Zuständigkeit DLAZ GmbH: Operatives Geschäft, Geldwäschebeauftragter, Compliance, Personal, IT)

Angaben nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB sind nicht erforderlich, da die Organe keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

3. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden unverändert zum Vorjahr im Durchschnitt 17 Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

4. Konzernabschluss

Die DLAZ GmbH, Oldenburg, wird in den Konzernabschluss ihrer Alleingesellschafterin, der Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Co. Kommanditgesellschaft, Oldenburg, einbezogen, der zugleich den größten wie kleinsten Kreis von Unternehmen darstellt. Der Konzernabschluss der Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Co. Kommanditgesellschaft, Oldenburg, wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Die für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare betragen TEUR 56 und betreffen Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 56) sowie damit einhergehende Aufwendungen.

6. Derivative Finanzinstrumente

Es befanden sich zum Bilanzstichtag keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

7. Ergebnisverwendung

Über die Ergebnisverwendung entscheidet die alleinige Gesellschafterin, die Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft, Oldenburg, im Rahmen der ersten Gesellschafterversammlung des Jahres 2023. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 516.425,01 an die alleinige Gesellschafterin auszuschütten.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Oldenburg, den 15.05.2024

DLAZ GmbH

Nico Steudel, Geschäftsführer

Erwin Greifenberg, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DLAZ GmbH, Oldenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DLAZ GmbH, Oldenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DLAZ GmbH, Oldenburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen,

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer

Dirk Holzheimer, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Rahmenbedingungen

Gegenstand der DLAZ GmbH ist der Ankauf, die Fakturierung und das Inkasso von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen und die Erledigung der damit verbundenen Nebenleistungen. Die Gesellschaft verfügt über die Erlaubnis für das Betreiben des Factoringgeschäfts im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG.

Das grundsätzlich auch für die Factoringbranche relevante preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sank erstmals seit vielen Jahren im Jahr 2023 um 0,3 % nach einer Steigerung von 1,8 % im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt um 5,9 %. Nach einer außerordentlichen Steigerung des Factoringumsatzes der Factoringbranche in 2022 um 20,5 % auf 372,9 Mrd. Euro (Basis Mitglieder des Deutschen Factoringverband E.V.), hat sich in 2023 die Wachstumsentwicklung weiter fortgesetzt. So stieg der Factoringumsatz im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 um ca. 5,7 % von 182,4 Mrd. Euro auf 192,8 Mrd. Euro. (Quelle: DFV e.V.). Trotz des schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeldes wird für das Gesamtjahr 2023 von einer soliden Steigerung des Factoringvolumens ausgegangen. Gerade in einer wirtschaftlich angespannten Situation zeigt sich, dass Factoring als zusätzliches bzw. alternatives Finanzierungsinstrument in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weiterhin genutzt wird.

Die Kundenstruktur der DLAZ GmbH umfasst neben den klassischen Mittelstandskunden und Bestattern insbesondere eine große Gruppe von Dentallaboren. Die Gruppen außerhalb des klassischen Mittelstandsbereiches verzeichneten in den letzten Jahren ein konstantes Wachstum, wodurch es gelungen ist, den Forderungsumsatz sowie das Ergebnis zu verbessern. Die unterschiedlichen Branchen werden innerhalb der DLAZ GmbH unter eigenen Marken geführt. Auch zukünftig werden wir versuchen, diese Branchen weiter auszubauen bzw. neue Branchen zu erschließen.

Geschäftsverlauf

Die Mittelstandskunden und Bestatter der DLAZ GmbH haben auch in 2023 insgesamt eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Während der Forderungsumsatz im KMU (Kleine und mittelständige Unternehmen) -Bereich im Vergleich zu 2022 leicht zurückging, wurde der Forderungsumsatz im Bestattungsbereich um rund 30 % auf 19,3 Mio. Euro gesteigert. In Summe konnte in diesen beiden Geschäftsfeldern der Forderungsumsatz um 2,7 Mio. Euro auf rund 36 Mio. Euro gesteigert werden.

In der Dentalbranche konnte das Wachstum im Dentallaborbereich in 2023 weiter gesteigert werden. Die Forderungsumsätze in diesem Bereich stiegen um 25,1 % auf 131,8 Millionen Euro.

Der Gesamtforderungsumsatz, als finanzieller Leistungsindikator der DLAZ GmbH, konnte somit insgesamt um rund 29 Mio. Euro auf 168 Mio. Euro gesteigert werden. Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften stiegen von 3.002 TEUR auf 3.831 TEUR. Die Steigerung um 829 TEUR beruht im Wesentlichen auf dem gestiegenen Factoringgebührenvolumen aus dem Neugeschäft i.H.v. rund 499 TEUR sowie, in einer Höhe von ca. 334 TEUR, auf gestiegenen Zinseinnahmen.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag mit 809 TEUR um 110 TEUR (+15,7 %) über dem Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der Jahresüberschuss um ca. 8,5 % auf 516 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (476 TEUR). Die Ergebnisentwicklung konnte im Jahr 2023 nicht mit der Ertragsentwicklung mithalten, da die im Oktober 2022 begonnenen Zinssteigerungen bis Mitte 2023 das Ergebnis erheblich negativ beeinflusst haben. Die Erhöhung der Refinanzierungskosten um ca. 441 TEUR gegenüber dem Vorjahr konnten nicht in diesem Umfang an den Markt weitergegeben werden.

Gleichwohl konnte, trotz der zuvor beschriebenen Belastung durch die Zinsentwicklung und der rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Umsatz und Ergebnis gesteigert werden.

Aufgrund der steigenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2023 zeigte sich die Geschäftsentwicklung aus Sicht der Geschäftsleitung weiterhin positiv. Die DLAZ GmbH ist als Factoringunternehmen, insbesondere mit ihrer Ausrichtung auf spezielle Branchen, gut aufgestellt. Ihre Stärke liegt in der besonderen Kundennähe und -bindung, die sich auch in der zum größten Teil langjährigen Geschäftsverbindung zu unseren Kunden widerspiegelt.

2. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die relevanten Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich in folgenden Punkten:

Die Forderungen gegenüber Kunden bestehen gegen die ursprünglichen Schuldner der Anschlusskunden und sind im Berichtsjahr aufgrund des Umsatzwachstums um 3.371 TEUR auf 16.263 TEUR gestiegen. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen stiegen um 85 TEUR und beruhen im Wesentlichen auf einer Erhöhung des Aufwandes für ausgebuchte Forderungen.

Die Veränderungen im Bereich der immateriellen Anlagenwerte i.H.v. 33 TEUR beruhen im Wesentlichen auf geleisteten Anzahlungen auf eine Software (plus 28 TEUR). Die Veränderungen im Bereich Sachanlagen beruhen auf normalen Abschreibungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 60 TEUR auf 9 TEUR gesunken, da in 2022 noch Ansprüche aus Steuerrückzahlungen i.H.v. 50 TEUR vereinnahmt wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zeigen einen Teil des Refinanzierungsbedarfs der DLAZ GmbH. Diese Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber der Nord/LB, bei der ein Kreditrahmen in Höhe von insgesamt 14.500 TEUR besteht. Die Erhöhung der Inanspruchnahme gegenüber dem Vorjahr um 1.392 TEUR auf 5.401 TEUR ist auf die gestiegenen Umsätze und die damit verbundene Erhöhung der Forderungsbestände zurückzuführen und schlägt sich letztlich in einem gestiegenem Refinanzierungsbedarf nieder. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die alleinige Gesellschafterin der DLAZ GmbH ein temporäres Darlehen in Höhe von 4.500 TEUR (Vj. 3.000 TEUR) zur Verfügung gestellt hat, das unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen ist. Die Erhöhung der beiden vorgenannten Verbindlichkeiten spiegeln zusammen die umsatzbedingte Steigerung des gesamten Refinanzierungsrahmens wider.

Die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 1.001 TEUR haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Sie beruhen im Wesentlichen auf Zahlungen der Debitoren aufgrund der bereits Ende Dezember bei diesen vorliegenden Rechnungen, die vom Anschlusskunden jedoch teilweise erst im neuen Geschäftsjahr zum Ankauf eingereicht werden. Aufgrund der im Rahmenfactoringvertrag bestehenden Verpflichtung zum Ankauf dieser Rechnungen werden diese als Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden dargestellt.

Rückstellungen sind nach den Grundsätzen der kaufmännischen Vorsicht in ausreichender Höhe gebildet worden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus dem schon zuvor erwähnten Darlehen der alleinigen Gesellschafterin der DLAZ in Höhe von 4.500 TEUR.

Ebenfalls zur Refinanzierung dienende nachrangige Verbindlichkeiten bestehen unverändert zum Vorjahr in Höhe von 2.000 TEUR.

Finanzlage

Die Refinanzierung des Forderungsbestandes erfolgt weiterhin über Darlehen und einen Bankkredit. Der bestehende Finanzierungsrahmen war, auch wenn das Darlehen der Rhein-Umschlag über 4.500 TEUR in Abzug gebracht würde, ausreichend und ist auch für zukünftige Zuwächse ausreichend dimensioniert bzw. kann gegebenenfalls erhöht werden.

Aktuelle Berechnungen, die wir regelmäßig auch unterjährig durchführen, zeigen auf, dass im Berichtsjahr jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven im Hinblick auf die Höhe und hinsichtlich der Fristigkeit bestanden haben. Im Rahmen unseres zukunftsorientierten Kapitalplanungsprozesses haben wir unsere Planzahlen der kommenden Jahre mit unseren Refinanzierungsmöglichkeiten abgeglichen.

Ertragslage

Die Lage der Gesellschaft ist weiterhin geprägt durch eine stabile Ertragssituation.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften, die fast ausschließlich in Deutschland generiert werden, sind aufgrund des Zuwachses des angekauften Forderungsvolumens um 829 TEUR auf 3.831 TEUR gestiegen. Diese setzen sich aus dem gestiegenen Factoringgebührenvolumen aus dem Neugeschäft i.H.v. rund 499 TEUR sowie, in einer Höhe von ca. 334 TEUR, aus gestiegenen Zinseinnahmen zusammen.

Der Personalaufwand stieg um 12,28 % von 985 TEUR auf 1.106 TEUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen nur leicht um 30 TEUR auf 1.038 TEUR und enthalten eine Verwaltungskostenumlage in Höhe von 611 TEUR für Dienstleistungen, die von der Alleingesellschafterin der DLAZ GmbH erbracht werden. Die Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft (Obergesellschaft der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag) ist als sogenanntes Shared-Service-Center in den Bereichen Geschäftsführung, IT, Buchhaltung und Controlling für die DLAZ GmbH tätig.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 516 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr um 40 TEUR gestiegen.

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens positiv entwickelt.

3. Chancen und Risiken

Finanzlage

Die Refinanzierung des Forderungsbestandes erfolgt weiterhin über Darlehen und einen Bankkredit. Der bestehende Finanzierungsrahmen war, auch wenn das Darlehen der Rhein-Umschlag über 4.500 TEUR in Abzug gebracht würde, ausreichend und ist auch für zukünftige Zuwächse ausreichend dimensioniert bzw. kann gegebenenfalls erhöht werden.

Aktuelle Berechnungen, die wir regelmäßig auch unterjährig durchführen, zeigen auf, dass im Berichtsjahr jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven im Hinblick auf die Höhe und hinsichtlich der Fristigkeit bestanden haben. Im Rahmen unseres zukunftsorientierten Kapitalplanungsprozesses haben wir unsere Planzahlen der kommenden Jahre mit unseren Refinanzierungsmöglichkeiten abgeglichen.

Ertragslage

Die Lage der Gesellschaft ist weiterhin geprägt durch eine stabile Ertragssituation.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften, die fast ausschließlich in Deutschland generiert werden, sind aufgrund des Zuwachses des angekauften Forderungsvolumens um 829 TEUR auf 3.831 TEUR gestiegen. Diese setzen sich aus dem gestiegenen Factoringgebührenvolumen aus dem Neugeschäft i.H.v. rund 499 TEUR sowie, in einer Höhe von ca. 334 TEUR, aus gestiegenen Zinseinnahmen zusammen.

Der Personalaufwand stieg um 12,28 % von 985 TEUR auf 1.106 TEUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen nur leicht um 30 TEUR auf 1.038 TEUR und enthalten eine Verwaltungskostenumlage in Höhe von 611 TEUR für Dienstleistungen, die von der Alleingesellschafterin der DLAZ GmbH erbracht werden. Die Rhein-Umschlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft (Obergesellschaft der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag) ist als sogenanntes Shared-Service-Center in den Bereichen Geschäftsführung, IT, Buchhaltung und Controlling für die DLAZ GmbH tätig.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 516 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr um 40 TEUR gestiegen.

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens positiv entwickelt.

4. Compliance

Der Bereich Compliance wird durch einen Geschäftsführer (Herrn Greifenberg) verantwortet. Die Compliance-Funktion dient dazu Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen ergeben, entgegenzuwirken. Hierzu besteht ein Informationssystem, dass es der Gesellschaft erlaubt, auf Veränderungen der rechtlichen Begebenheiten rechtzeitig zu reagieren als auch die bestehenden Regelungen richtig anzuwenden. Neben der laufenden Kontrolle wird im Rahmen eines jährlichen Complianceberichts die Umsetzung der rechtlichen Regelungen in der Gesellschaft überprüft und auf Veränderungen und Anpassungen hingewiesen.

5. Prognose

Nachdem die Auswirkungen der Corona-Krise scheinbar überwunden sind, werden die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine nach unserer Ansicht im Jahr 2024 keine größeren gesamtwirtschaftlichen Folgen mehr haben. Die im Lagebericht 2022 prognostizierten steigenden Energie- und Rohstoffkosten haben sich wieder auf ein normales Niveau eingependelt. Das Geschäftsumfeld der DLAZ GmbH hat sich im Jahr 2023 positiv entwickelt. Die Umsätze im Dentalbereich waren erfreulich gut und werden sich nach unserer Ansicht auch im Jahr 2024 weiterhin positiv entwickeln. Dies liegt zum einen an den gestiegenen Umsätzen der Bestandskunden als auch den Umsatzsteigerungen aus dem Neukundengeschäft, dass sich aufgrund unserer erfolgreichen Akquisitionstätigkeit weiterhin positiv entwickelt. Wir gehen daher von steigenden Forderungsumsätzen und Ergebnisverbesserungen insbesondere in den Branchen Dentallabore sowie Bestattung und in dem jungen Geschäftsfeld Zahnarztfactoring aus. Per Saldo streben wir im Vergleich zu 2023 eine deutliche Steigerung des Jahresergebnisses 2024 an.

Im Jahr 2023 hat die DLAZ den Factoringbereich um den Ankauf der Forderungen von Zahnärzten gegenüber deren Patienten erweitert und auch vertrieblich gestartet. Diese Branche wird unter der Marke DEMEDICS geführt und erweitert die Wertschöpfungskette des Factoringbereiches von Dentallaboren über die Zahnärzte bis zu den Patienten. Das Jahr 2023 kann als Einstiegsjahr in den Bereich des Zahnarztfactorings betrachtet werden. Die DLAZ wird im laufenden Jahr 2024 in diesem Bereich verstärkt akquisitorisch tätig werden und diese Marke nach und nach ausbauen.

An der vertrieblichen wie auch technischen auf weiteres Wachstum ausgelegten Planung wird grundsätzlich festgehalten, weshalb auch weitere technische Entwicklungen vorangetrieben und die Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden sollen.

 

Oldenburg, 15. Mai 2024

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