Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 755684
Vorher
CANNTUCKY GmbH
Eingetragen
5.2.2016
Branche
Reparatur und Instandhaltung von SchienenfahrzeugenReparatur und Instandhaltung von sonstigen zivilen Beförderungsmitteln a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Durchführung von Autotransporten und Transporten von Kraftfahrzeugen aller Art, Gütertransporten, Speditions-, Logistikaufträgen im nationalen und internationalen Verkehr; die Durchführung von Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten an Kraftfahrzeugen aller Art, sowie alle damit in rechtlichem oder wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Geschäfte im In- und Ausland; die Organisation schienengebundener Gütertransportleistungen, insbesondere, aber nicht ausschließlich von Fahrzeugen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Fauser
seit 25.1.2024
Geschäftsführer
Michael Geisinger
seit 29.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mosolf SE & Co. KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mosolf SE & Co. KG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MOSOLF SE & Co. KG

Kirchheim unter Teck

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Die MOSOLF-Gruppe bietet seit vielen Jahrzehnten eine umfangreiche Dienstleistungspalette für Automobilhersteller, Importeure und Flottenbetreiber im In- und Ausland erfolgreich an. Die Schwerpunkte liegen in folgenden Tätigkeitsbereichen:

- Spedition: Auftragsmanagement und individualisierte Logistikkonzepte für die gesamte Automobilindustrie
- Transport: Europaweite Transporte auf hohem Qualitätsniveau (Verkehrsträger: LKW und Schiff)
- Technik: Serviceleistungen rund um das Automobil inklusive Werkstattleistung, z.B. Lackierung, Ausrüstung, Einbauten, Umbauten, Individualisierung
- Lagerhaltung: Bereitstellung von Lagerkapazitäten zum Ausgleich der Marktschwankungen und Sonderaktionen, wie z. B. Markteinführung von neuen Modellen
- Beteiligungs-Portefeuille: Betreuung inländischer und ausländischer Beteiligungsgesellschaften

Bezüglich der Änderung des Konsolidierungskreises verweisen wir auf die Angaben des Anhangs (A. Konsolidierungskreis); hinsichtlich der Firmierung auf die Angaben im Anhang (D. Allgemeine Angaben und Angaben zu Besonderheiten der Form, insbesondere der Gliederung des Abschlusses).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2022 sollte ganz im Zeichen einer weiteren Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stehen, war aber ab dem 24. Februar 2022 maßgeblich vom Krieg Russlands gegen die Ukraine und den daraus resultierenden Konsequenzen geprägt. Wichtige Rohstoffe, Vorprodukte und Bauteilkomponenten aus der Ukraine konnten nicht geliefert werden und Sanktionen gegen Russland und Belarus führten zu steigenden Energie-, Düngemittel- und Getreidepreisen. Das führte zu Belastungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit vieler europäischer Unternehmen; die steigenden Verbraucherpreise reduzierten die Konsumbereitschaft der Verbraucher. Zudem schürte die hohe Inflation Ängste vor einer Rezession. (vgl. https://www.ibisworld.com/de/bed/bruttoinlandsprodukt-der-europaeischen-union/419/)

Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) stieg im Vorjahresvergleich zwar um 3,5%, konnte aber nicht an die Wachstumsrate des Jahres 2021 in Höhe von 5,3% anknüpfen. (vgl. hierzu die Veröffentlichung auf der Web-Seite von eurostat vom 8. März 2023) Dabei war die wirtschaftliche Entwicklung in den vier größten Volkswirtschaften der EU unterschiedlich. Während der Zuwachs des BIP in Spanien mit 5,5% und Italien mit 3,7% höher als der Durchschnittswert für die gesamte EU war, verzeichneten Deutschland mit 1,8% und Frankreich mit 2,6% einen unterdurchschnittlichen Zuwachs ihrer Wirtschaftsleistung. (vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/)

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich vor allem in gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreisen, Material- und Lieferengpässen sowie dem Fachkräftemangel widerspiegelten, konnte sich die deutsche Wirtschaft gut behaupten. Das BIP lag um 0,7% über dem des Jahres 2019, also dem letzten Jahr vor der Corona Pandemie. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Während die Bereiche Dienstleistung, Verkehr und Gastronomie nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitierten, stieg die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe nur marginal; im Baugewerbe war sogar ein Rückgang zu verzeichnen. In der Industrieproduktion machten sich vor allem die hohen Energiepreise und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bemerkbar. Die Baubranche hat mit hohen Baukosten insbesondere aufgrund des Material- und Fachkräftemangels sowie schlechteren Finanzierungsbedingungen zu kämpfen. Insgesamt stützten die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staats die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Vorjahresvergleich um ca. 0,6 Mio. Personen, was vor allem auf den Dienstleistungsbereich zurückzuführen ist. (vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html)

Die Entwicklung der Wirtschaftsleistung in der EU spiegelte sich nicht in den Neuzulassungszahlen des Jahres 2022 für Neufahrzeuge wider; sie sanken im Vorjahresvergleich um 4,6% auf 9,3 Mio. Fahrzeuge. Dabei verbuchten die europäischen Volumenmärkte (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien) auf denen ca. 68,2% aller Autos verkauft werden, mit 4,4% einen geringeren Rückgang als die restlichen Länder der EU mit 5,0%. Insgesamt betraf der Anteil der Volumenmärkte an den gesamten Rückgängen der EU ca. 64,9%. Während Deutschland einen Zuwachs bei den Absatzzahlen realisierte, verzeichneten die anderen drei Märkte Rückgänge, die über dem Durchschnitt der Rückgänge der gesamten EU lagen.

Für die wichtigsten Volumenmärkte ergab sich dabei folgendes Bild:

Anzahl Neuzulassungen 2022 Entwicklung zum Vorjahr
in %
Deutschland 2.651.357 +1,1
Frankreich 1.529.035 -7,8
Italien 1.316.702 -9,7
Spanien 813.396 -5,4
Rest Europäische Union 2.945.440 -5,0
Summe 9.255.930 -4,6

(vgl. für diesen Abschnitt https://www.acea.auto/pc-registrations/passenger-car-registrations-4-6-in-2022-12-8-in-december/)

Trotz der rückläufigen Zulassungszahlen konnten die deutschen Automobilhersteller ihren Marktanteil um 0,1% erhöhen, da sie mit einem Absatzrückgang von 4,4% nicht so stark betroffen waren wie alle anderen Hersteller zusammen, die Absatzrückgänge von 4,7% verkraften mussten. (vgl. für die Berechnung Daten unter https://www.acea.auto/pc-registrations/passenger-car-registrations-4-6-in-2022-12-8-in-december/)

Deutschland half vor allem ein deutliches Zulassungsplus im Monat Dezember 2022 für die insgesamt positive Entwicklung bei den Zulassungszahlen. Ursächlich hierfür ist vor allem die angekündigte Reduzierung von Subventionen ab 2023 für Elektroautos und Plug-in Hybrid Electric Vehicles. Ansonsten hatten die Automobilhersteller insbesondere im ersten Halbjahr 2022 mit Lieferengpässen bei Elektronikbauteilen zu kämpfen, die sich erst ab dem zweiten Halbjahr verringerten. (vgl. https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/eu-neuzulassungen-dezember-2022-gesamtjahr/ und https://www.tagesschau.de/wirtschaft/acea-auto-zahlen-europa-101.html)

Von dieser Entwicklung profitierte wie bereits im Jahr 2021 der Gebrauchtwagenmarkt. Der Mangel an Elektronikbauteilen fungierte als Preistreiber, da Neuwagen gar nicht oder nur mit langen Lieferzeiten zu haben waren. Viele Kunden sind deshalb auf Gebrauchtfahrzeuge umgestiegen, was vor allem zu einer Verknappung des Angebots aufgrund der gestiegenen Nachfrage führte. Hinzu kommt, dass weiterhin weniger Gebrauchtwagen beispielsweise durch Mietwagenfirmen oder als Leasingrückläufer in den Markt gekommen sind und damit den Preisanstieg auf den Gebrauchtwagenmarkt zusätzlich befeuert haben. (vgl. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/gebrauchtwagenkauf/gebrauchtwagenmarkt-dat-report/)

Der Trend steigender Volatilitäten bei den Transportvolumen im Gesamtmarkt setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr kontinuierlich fort. Diese stärker werdenden Schwankungen verlangen von allen Lieferanten und Dienstleistungsunternehmen auch zukünftig eine zunehmend größere Flexibilität hinsichtlich der Bereitstellung und Steuerung von Ressourcen, wie z.B. Personal, Infrastruktur und Kapital.

2.2. Geschäftsverlauf

Den Problemen der Automobilindustrie und deren Folgen konnte sich die MOSOLF-Gruppe nicht entziehen. Sie war vor allem im ersten Halbjahr des Jahres 2022 durch eine reduzierte PKW-Produktion aufgrund von Lieferkettenproblemen gekennzeichnet, was Auswirkungen auf die Lagerauslastung und die transportierten Volumen hatte. Eine allmähliche Entspannung bei den Lieferengpässen ab dem zweiten Halbjahr führte im Konzern zu steigenden Umsätzen und Ergebnisbeiträgen und übertrafen auf Gesamtjahressicht unsere Erwartungen.

Umsatz und Ergebnis vor Steuern stellen die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für 2022 dar. Ab der Berichtsperiode 2023 löst das MOSOLF-Betriebsergebnis das Ergebnis vor Steuern als finanziellen Leistungsindikator zur internen Steuerung ab. Es ist definiert als Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen auf Firmenwerte und Marken, ergebniswirksamer Vereinnahmung negativer Unterschiedsbeträge, ergebniswirksamer Anpassung von Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen sowie ergebniswirksamen Veränderungen der als Fremdkapital ausgewiesenen Minderheitsanteile.

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres in Höhe von 405,5 Mio. € lagen deutlich über dem Vorjahreswert und deutlich über unseren Planansätzen. Volumen- und Preiseffekte im Transportbereich und den speditionellen Dienstleistungen konnten die volumenbedingten Rückgänge in den technischen Bereichen überkompensieren.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 22,3 Mio. € (Vorjahr: -5,2 Mio. €). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 5,4% (Vorjahr: -1,3%). Es lag damit deutlich über dem Vorjahres- und Planergebnis. Das Ergebnis vor Steuern des Berichtsjahres enthielt geplante Sondereffekte aus konsolidierungskreisbedingten Veränderungen und dem Verkauf einer Betriebsstätte in Höhe von zusammen 14,1 Mio. €.

Die MOSOLF-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Konzernjahresüberschuss nach den Garantiedividenden für nicht beherrschende Anteile und dem auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinn in Höhe von 18,9 Mio. € (Vorjahr: -5,4 Mio. €).

Die Eigenkapitalrentabilität (nach Steuern und dem auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinn sowie unter Hinzurechnung von 50% des Sonderpostens zum Eigenkapital) beträgt im Geschäftsjahr 13,2% (Vorjahr: -4,1%).

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die im Vorjahr prognostizierten negativen Effekte auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung nicht in dem Maße eingetreten sind; sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis des Berichtsjahres lagen deutlich über den Vorjahreswerten. Unsere Erwartung für das Jahr 2022 hinsichtlich einer Stagnation des Umsatzes haben sich nicht bewahrheitet, und auch das Ergebnis vor Steuern lag trotz geplanter und eingetretener Sondereffekte aus konsolidierungskreisbedingten Veränderungen und dem Verkauf einer Betriebsstätte deutlich über unseren Erwartungen.

2.3. Ertragslage

Der Umsatz gliedert sich in den einzelnen Sparten wie folgt:

2022
in Mio. €
2021
in Mio. €
Abw.
%
Speditions- und Frachterlöse 153,4 145,6 +5,4%
Speditionelle Dienstleistungen 125,7 101,6 +23,8%
(Lagergeld, Handling und Nebenleistungen)
Umsätze Technik 103,2 119,1 -13,4%
Sonstige Erlöse 23,2 20,2 +14,9%
Summe 405,5 386,5 +4,9%

Preis- und volumenbedingt stiegen die Speditions- und Frachterlöse. Der Anstieg der Erlöse aus speditionellen Dienstleistungen ist im Wesentlichen auf Volumeneffekte zurückzuführen. Eine höhere Lagerauslastung und die mit ihr in Verbindung stehenden Erlöse aus dem Lagerumschlag konnten gesteigert werden.

Die technischen Bereiche der Unternehmensgruppe verzeichneten eine stabile Auftragslage allerdings volumenbedingt unter dem Vorjahresniveau. Hier macht sich bemerkbar, dass die Bearbeitungstiefe für die Gebrauchtwagenaufbereitung deutlich rückläufig waren. Darüber hinaus sind Aufträge im Bereich Sonderfahrzeugbau ausgelaufen.

Der Anstieg bei den Bestandsveränderungen resultiert aus Stichtagsüberschreitungen bei der Auftragsfertigung in den technischen Bereichen.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 78,4% auf 23,8 Mio. €. Sondereffekte aus konsolidierungskreisbedingten Veränderungen und dem Verkauf einer Betriebsstätte in Höhe von zusammen 14,8 Mio. € stehen rückläufige Erträge aus Anlagenabgängen und aus Schäden gegenüber.

Der Wareneinsatz erhöhte sich umsatzbedingt im Vorjahresvergleich von 9,7 Mio. € auf 173,9 Mio. €. Während sich die Materialaufwandsquote um 0,4%-Punkte verringerte, erhöhte sich die Wareneinsatzquote für den Bezug von Fremdleistungen um 11,5%-Punkte. Ursächlich hierfür sind insbesondere ein umsatzbedingt deutlicher Anstieg beim Fremdbezug von Transportleistungen und sonstiger Fremdleistungen. Preisbedingt höhere Kraftstoffkosten und ein umsatzbedingt geringerer Wareneinsatz von Materialien für die Erbringung technischer Dienstleistungen, der überproportional im Vergleich zum Anstieg der Kraftstoffkosten rückläufig war, führten zum nahezu gleichbleibenden Materialaufwand im Vorjahresvergleich.

Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% auf 138,2 Mio. €. Kosten für die Umstrukturierung einer Gesellschaft und Tarifsteigerungen stehen einer geringeren Beanspruchung von Kurzarbeitergeld gegenüber.

Die rückläufigen Abschreibungen des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Mio. € resultieren aus der krisenbedingten Investitionszurückhaltung der letzten drei Jahre und den nicht mehr vorhandenen Abschreibungen der Bahnwaggons, da diese im Vorjahr verkauft wurden.

Bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Rückgang von 5,6 Mio. € auf 77,4 Mio. € zu verzeichnen. Insgesamt sanken vor allem die Grundstücksaufwendungen (Miete, Pacht, Instandhaltung, Energie und Bewachung) um 3,0 Mio. €, die sonstigen Instandhaltungen um 2,1 Mio. €, die Schadensaufwendungen um 0,8 Mio. €.

Das Zins- und Beteiligungsergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 1,2 Mio. € auf -0,7 Mio. €. Einem höheren Zinsaufwand, aufgrund höherer Zinsen für Fremdkapital und einmalige Aufwendungen für die Verlängerung des Konsortialkredits, stehen höhere Ergebnisanteile der At-Equity einbezogenen Unternehmen gegenüber.

Der Anstieg der Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen resultiert aus dem Volljahreseffekt der Abschreibung von Geschäfts- und Firmenwerten bei assoziierten Unternehmen sowie der Anpassung des Beteiligungsbuchwerts einer ehemaligen vollkonsolidierten Tochtergesellschaft, die im Rahmen der konsolidierungskreisbedingten Änderungen nun als assoziiertes Unternehmen bilanziert wird.

Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die Ertragslage der Gruppe insgesamt zufriedenstellend.

2.4. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 25,4 Mio. €. Er vermindert sich um die Auszahlungen für die Investitionstätigkeit in Höhe von 4,0 Mio. € und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 32,4 Mio. €. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung von währungs- und konsolidierungskreisbedingten Abgängen des Finanzmittelfonds in Höhe von 0,2 Mio. € eine Verringerung des Finanzmittelbestandes zum Vorjahr von 13,7 Mio. € auf 2,5 Mio. €. Der aus dem operativen Geschäft und der Investitionstätigkeit generierte frei verfügbare Cashflow in Höhe von 21,4 Mio. € sowie Finanzmittelbestände von 11,1 Mio. € wurden für die planmäßige (7,0 Mio. €) und außerplanmäßige (21,0 Mio. €) Tilgung von Darlehen, die Zahlung von Darlehenszinsen (2,7 Mio. €) sowie die Bedienung der restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Ergebniszuweisung des Vorjahres (1,6 Mio. €) verwendet.

Das kurzfristige Fremdkapital ist durch flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens zu 3,4% abgedeckt. Zuzüglich der kurzfristigen Forderungen und Vorräte ist das kurzfristige Fremdkapital zu 148,2% abgedeckt.

Die MOSOLF-Gruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel und konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

Der im Jahr 2018 zweckgebunden aufgenommene Konsortialkredit wurde im Dezember 2022 für weitere vier Jahre mit einem Gesamtvolumen von 90 Mio. € prolongiert. Die Tilgung erfolgt weiterhin mit 6,6 Mio. € p.a. und auch die Verzinsung basiert weiterhin auf dem 3-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge in Abhängigkeit vom Nettoverschuldungsgrad. Das Hauptdarlehen valutiert zum Stichtag mit 50,0 Mio. €. Darüber hinaus stehen der Gruppe offene Kreditlinien in Höhe von 40,0 Mio. € zur Verfügung, von denen zum Bilanzstichtag 5,0 Mio. € beansprucht waren.

Die Finanzlage der MOSOLF-Gruppe ist weiterhin gut. Die Unterdeckung der getätigten Zahlungen aus der Finanzierungstätigkeit durch den erwirtschafteten frei verfügbaren Cashflow wurden durch die erheblichen Eigenmittel der Gruppe finanziert. Der Verschuldungsgrad als Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an der Bilanzsumme konnte somit deutlich verringert werden. Zukünftige Risiken bestehen aus heutiger Sicht des Vorstandes nicht.

2.5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme mit einem Wert von 292,2 Mio. € verringert sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,0%. Das gute Ergebnis und die deutliche Verringerung der Verbindlichkeiten auf der Passivseite und ein rückläufiges Anlage- und Umlaufvermögen auf der Aktivseite sind für den Rückgang verantwortlich.

Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 59,2% (Vorjahr: 59,2%) des Gesamtvermögens.

Für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen des Fuhrparks bestand zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo von 2,3 Mio. €.

In der jährlichen Planungssitzung im Herbst wird u.a. das Investitionsvolumen vorgestellt und durch den Aufsichtsrat und die Gesellschafter verabschiedet und genehmigt. Unterjährig werden die Investitionen dann gemäß den Investitionsrichtlinien einzeln beantragt, genehmigt und freigegeben; Anpassungen an die wirtschaftliche Entwicklung werden situationsbedingt vorgenommen.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind 14,8 Mio. € Zugänge sowie 2,6 Mio. € Buchwertabgänge (davon 0,5 Mio. € aus Abgängen der Vorjahreswerte aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft) zu verzeichnen. Von den Zugängen entfallen 7,3 Mio. € auf Grundstücke und Gebäude und 1,9 Mio. € auf Ersatzinvestitionen in den LKW-Fuhrpark. Darüber hinaus wurden Investitionen für Software und Nutzungsrechte in Höhe von 2,3 Mio. € sowie für technische Anlagen und Betriebsausstattung in Höhe von 2,7 Mio. € getätigt. Abschreibungen wurden in Höhe von 18,2 Mio. € planmäßig vorgenommen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen erhöhten sich um 0,9 Mio. €. Bereinigt um Währungskurseffekte von -0,2 Mio. € entfallen davon 2,2 Mio. € auf Ergebnisanteile, -0,2 Mio. € auf Ausschüttungen und -0,9 Mio. € auf Abschreibungen von Geschäfts- und Firmenwerten. Die Ausleihungen verringerten sich tilgungsbedingt insgesamt um 0,5 Mio. €.

Bei den Vorräten war eine Zunahme im Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. € auf 16,2 Mio. € zu verzeichnen. Korrigiert um die Abgänge der Vorjahreswerte aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft ergab sich eine Zunahme von 4,9 Mio. €. Neben einem höheren Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/Leistungen v.a. aus der Auftragsfertigung in den technischen Bereichen stieg ebenfalls der Bestand an sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und gegen assoziierte bzw. verbundene Unternehmen, erhöhten sich, unter Herausrechnung der Abgänge der Vorjahreswerte in Höhe von 3,1 Mio. € aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft, zahlungs- und umsatzbedingt im Vorjahrsvergleich um 17,0 Mio. €. Ihr Anteil am Gesamtvermögen stieg von 24,8% auf 30,3%. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken um 2,6 Mio. €, was insbesondere aus deutlich geringeren Steuererstattungsansprüchen und den Abgängen der Vorjahreswerte aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft resultiert.

0,9% (Vorjahr: 6,0%) des Gesamtvermögens der Gesellschaft sind liquide Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens. Der Rückgang im Vorjahresvergleich resultiert im Wesentlichen aus der Verwendung der Eigenmittel für die Rückführung kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Vermögenslage der Gesellschaft wird als gut eingeschätzt; wesentliche Bewertungsrisiken sind aus heutiger Erkenntnis nicht vorhanden.

Die Firmengruppe MOSOLF verfügt zum Bilanzstichtag über eine solide Eigenkapitalausstattung. Die Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 49,1% des Gesamtkapitals (Vorjahr: 43,6%). Ursächlich ist das gute Ergebnis des Jahres 2022.

Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mio. € auf nunmehr 29,9 Mio. €. Ihr Anteil am Gesamtkapital beträgt 10,3% (Vorjahr: 10,9%). Dabei entfielen auf die Abgänge der Vorjahreswerte aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft 1,3 Mio. €. Rückläufig waren verbrauchsbedingt neben den Rückstellungen für Steuern (1,4 Mio. €) vor allem die Vorjahresrückstellungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Anlagevermögen (2,2 Mio. €) und Gutschriften an Kunden (1,2 Mio. €). Demgegenüber ergab sich ein höherer Rückstellungsbedarf insbesondere im Personalbereich (1,6 Mio. €) und bei ausstehenden Rechnungen (2,4 Mio. €).

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden gemäß der Zahlungspläne mit 6,9 Mio. € getilgt; Sondertilgungen wurden in Höhe von 21,0 Mio. € geleistet. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten am Gesamtkapital sank von 30,2% auf 20,0%. Bezüglich der Fälligkeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Anhang (F.7. Verbindlichkeiten).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und gegenüber assoziierten Unternehmen erhöhten sich zahlungs- und aufwandsbedingt insgesamt um 6,4 Mio. € auf 29,3 Mio. €. Ihr Anteil am Gesamtkapital erhöhte sich um 2,4%-Punkte auf 10,0%. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,1 Mio. € resultieren aus Einzahlungsverpflichtungen ins Eigenkapital eines im Jahr 2019 neugegründeten Unternehmens, die in den Folgejahren fällig werden, und aus der kurzfristigen Darlehensvergabe eines weiteren, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmens. Bezüglich des Konsolidierungskreises verweisen wir auf den Anhang (G.4. Aufstellung des Anteilsbesitzes).

Die restlichen Verbindlichkeiten (inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern) stiegen im Vorjahresvergleich um 7,6 Mio. €. auf 30,6 Mio. €. Ihr Anteil am Gesamtkapital beträgt 10,5% (Vorjahr: 7,6%). Aufgrund der höheren Ergebniszuweisung stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 4,9 Mio. €. Darüber hinaus erhöhten sich auch die Verbindlichkeiten aus Steuern um 1,8 Mio. € und die passiven Rechnungsabgrenzungen um 1,2 Mio. €.

Bezüglich der außerbilanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf die entsprechende Passage im Anhang.

Die Kapitalstruktur der Mosolf-Gruppe ist vor allem aufgrund des hohen Eigenkapitalanteils gut. Für die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen besteht eine deutliche Überdeckung durch kurzfristige Mittel. Darüber hinaus sind die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch entsprechendes Anlagevermögen gedeckt. Aus heutiger Sicht bestehen somit keine zukünftigen Risiken.

3. Mitarbeiter / Innen

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern mit 2.819 Mitarbeitern / Innen 101 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Vom Rückgang entfallen 34 Mitarbeitern / Innen auf das im Berichtsjahr entkonsolidierte Tochterunternehmen.

Durchschnittlich waren im Jahr 2022 74 Auszubildende (inkl. Studenten sowie Praktikanten) in der Firmengruppe beschäftigt (Vorjahr 102 Auszubildende).

Um die hohen Qualitätsanforderungen zu erfüllen, werden die Mitarbeiter laufend sowohl intern als auch extern geschult.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen

4.1. Prognosebericht

4.1.1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die Aussichten für die globale wirtschaftliche Entwicklung 2023 bleiben aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der hohen Inflation und im abnehmenden Maße den Auswirkungen der Corona Pandemie weiterhin gedämpft. (vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html) In der aktuellsten Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) wird von einem globalen Wachstum von 2,7% ausgegangen. Die schwierige Lage der Weltwirtschaft sei überwunden und es ist von einer langsamen Erholung auszugehen. Ursächlich hierfür sind sinkende Energiepreise, eine Abnahme der Gesamtinflation, nachlassende Lieferengpässe und eine relativ solide Finanzlage der privaten Haushalte. Für 2024 wird mit einem Wachstum von 2,9% gerechnet. Damit liegen die Wachstumsraten weiterhin klar unter dem langjährigen Durschnitt von 3,8% der Jahre 2000 bis 2019. (vgl. https://www.wallstreet-online.de/nachricht/17023661-roundup-oecd-langsame-erholung-weltwirtschaft-deutschland-schwach)

Gemäß ihrer Frühjahrsprognose, die auf den Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Quartal 2023 basieren, geht die EU-Kommission von einer leicht besseren wirtschaftlichen Entwicklung für 2023 und 2024 für die 27 Staaten der EU aus; sie prognostiziert ein Wachstum von 1,0% bzw. 1,7%. Der europäischen Wirtschaft ist es bis jetzt gut gelungen, die aus dem Angriffskrieg gegen die Ukraine resultierenden negativen Folgen einzudämmen und die Energiekrise durch eine schnelle Diversifizierung der Versorgung und einem deutlich geringeren Gasverbrauch relativ gut zu bewältigen. Sinkende Energiepreise entlasten die Unternehmen und Haushalte und senke die Inflation. Die Gesamtinflation soll aufgrund rückläufiger Energiepreise im Vergleich zum Jahr 2022 weiter sinken; für die Staaten des EURO-Raums liegt sie im Jahr 2023 bei 5,8% und 2024 bei 2,8%. Sorgen bereitet vor allem die hartnäckige Kerninflation (d.h. die Gesamtinflation ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel); sie soll in beiden Jahren bei 6,1% bzw. 3,2% liegen und damit über der Gesamtinflation. Eine hohe Kerninflation belastet die Kaufkraft der privaten Haushalte und zwingt die EZB zu geldpolitischen Maßnahmen mit weitreichenden makrofinanziellen Auswirkungen. Um dem entgegenzutreten, ruft die EU-Kommission die Regierungen zur Ausgabendisziplin auf. (vgl. https://germany.representation.ec.europa.eu/news/fruhjahrsprognose-2023-europaische-wirtschaft-behauptet-sich-bemerkenswert-gut-2023-05-15_de und https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-wirtschaft-prognose-wachstum-1.5860612)

Die Entwicklung im Ukrainekrieg, die Energiepreise und die Inflation bleiben für 2023 die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Die Prognosen zur Entwicklung des BIP, aufgestellt in den Monaten März bis Juni 2023, schwanken für das Jahr 2023 von -0,1% bis 0,5% und für das Jahr 2024 von 1,2% bis 1,8%. (vgl. https://www.businessinsider.de/wirtschaft/konjunkturprognosen-bip-deutschland-2023-2024-sachverstaendigenrat-bdi-institute-iwf-oecd-bundesregierung/)

Im Vergleich zum vierten Quartal 2022 verringerte sich das deutsche BIP - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3% und hinkte der wirtschaftlichen Entwicklung der EU mit einer Steigerung des BIP von 0,2% hinterher. Die weiterhin hohe Inflation belastete die Wirtschaft. Als Folge dessen sanken die privaten Konsumausgaben vor allem bei Nahrungsmitteln, Bekleidung und Einrichtungsgegenständen. Zudem verringerte sich aufgrund der Reduzierung staatlicher Förderungen der Neukauf von PKWs. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren deutlich rückläufig. Dagegen stiegen die Investitionen und auch der Außenhandel verzeichnete eine positive Entwicklung. Hoffnung, auch für die weitere Entwicklung des Jahres 2023, macht der Anstieg der Bruttowertschöpfung - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,9% gegenüber dem Vorquartal. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem witterungsbedingt durch das Baugewerbe. Aber auch das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor verzeichneten einen Anstieg. (vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/05/PD23_203_811.html)

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Umstände hat der Branchenverband VDA (Verband der Automobilindustrie) in seiner neusten Prognose die PKW-Neuzulassung 2023 nochmals nach oben korrigiert. Für Deutschland werden 2,8 Mio. PKW (alt: 2,7 Mio.) erwartet, was einem Wachstum im Vorjahresvergleich von 4,0% entspricht, aber immer noch 24,0% unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 liegt. Das Wachstum in Europa gesamt soll nun 7,0 % auf 12,0 Mio. PKW (alt: 5,0% auf 11,8 Mio. PKW) betragen und weltweit wird ein Absatz von 74,9 Mio. PKW anstatt 74.6 Mio. PKW prognostiziert. Ursächlich für die Anpassung ist die Entspannung in der Versorgungssituation in den Lieferketten und der langsame Abbau der hohen Auftragsbestände. (vgl. https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230502_PM_Pkw-Markt--VDA-passt-Prognosen-an)

In den Monaten Januar bis Mai 2023 stiegen die Neuzulassungen in der Europäischen Union im Vorjahresvergleich um 18,0% (vgl. https://www.acea.auto/pc-registrations/new-car-registrations-18-5-in-may-battery-electric-13-8-market-share/) bzw. 669.032 Einheiten. Vom Gesamtanstieg entfielen 64,6% auf die Volumenmärkte (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien), wobei die Zugänge in Deutschland (10,2%) und in Frankreich (16,3%) unter dem EU-Durchschnitt lagen. Spanien mit 26,9% und Italien mit 26,1% übertrafen den Durchschnittswert deutlich.

Somit setzte sich der Trend steigender Zulassungszahlen weiter fort. Im Vergleich mit der entsprechenden Periode des Jahres 2019 lagen sie jedoch um 22,8% bzw. 1.297.716 Einheiten niedriger. Davon entfallen 77,8% auf die Volumenmärkte.

4.1.2. Ausblick Unternehmensgruppe

Die wirtschaftliche Entwicklung der MOSOLF-Gruppe im Jahr 2023 hängt im hohen Maße von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und im Speziellen von der Entwicklung der Automobilindustrie ab. Eine verlässliche Beurteilung ist aktuell aufgrund der geopolitischen Entwicklungen nur eingeschränkt möglich. Zwar ist eine deutliche Entspannung bei den Lieferkettenproblemen und den Energiepreisen festzustellen allerdings kann es kriegsbedingt und nur auf die Lieferketten bezogen bedingt durch neue Corona-Wellen in China und einer Zuspitzung des Handelskonflikt zwischen den USA und China zu neuen Einschränkungen kommen. Darüber hinaus stellt die weiterhin hohe Inflation ein wirtschaftliches Risikopotenzial dar, da eine hohe Inflation zu Kaufkraftverlusten führt. Die von Zentralbanken eingeleiteten Zinserhöhungen als Gegenmaßnahmen führen zwar zur Abschwächung der Inflation verteuern aber auch die Kredite zur Finanzierung des wirtschaftlichen Wachstums und können es somit bremsen.

In unseren aktuellen Planungen gehen von einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung der Unternehmensgruppe im Vergleich zu unserer ursprünglichen Planung aus. Optimistisch stimmen uns hierbei der deutliche höhere Fahrzeugoutput der Automobilhersteller und ihre immer noch hohen Auftragsbestände. Bei den Umsatzerlösen erwarten wir preis- und volumenbedingt ein signifikantes Wachstum im Vorjahresvergleich. Dies hat auch positive Auswirkungen auf unsere Ergebnissituation. Das MOSOLF-Betriebsergebnis wird deutlich über dem des Jahres 2022 liegen.

Die Anpassung an kurzfristige Volumenspitzen und die entsprechend notwendige Flexibilität im Hinblick auf die bereitzustellenden Ressourcen, stellt auch weiterhin ein entscheidendes Kriterium in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe dar. Auch vor dem Hintergrund der rückläufigen Verfügbarkeit von Fachkräften und den daraus resultierenden steigenden Personalkosten als auch den steigenden Infrastrukturkosten steht die Flexibilisierung der Kostenstruktur noch mehr im Fokus unserer Anstrengungen.

Um diesen gerecht zu werden und vor allem für die Zukunft die Unternehmensstärke hinsichtlich Kundenorientierung, Flexibilität sowie Qualität der gesamten Dienstleistungspalette zu sichern, intensiviert die Firmengruppe ihre Anstrengungen bezüglich der Optimierung sämtlicher Prozesse. Alle Verkehrsströme, Prozesse und Abläufe werden laufend auf mögliche Optimierungspotentiale hin untersucht. Hierzu wird ein aktives Kosten- und Qualitätsmanagement betrieben, welches durch den verstärkten Einsatz der IT unterstützt wird. Ziel hierbei ist und bleibt, die Dienstleistungen noch besser auf die Kundenwünsche ausrichten zu können, die Effizienz zu steigern und Kosteneinsparungen zu generieren. Der Umfang von Investitionsmaßnahmen wird an die entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zukünftigen Herausforderungen angepasst. Einsparungen werden in wirtschaftlich sinnvollem Maße vorgenommen. Auf schwankende Auftragsvolumina wird durch den gezielten Einsatz von Leiharbeitskräften und Werkverträgen, vor allem in den technischen Bereichen reagiert.

Den Strukturwandel in der Automobilindustrie sieht die MOSOLF-Gruppe als Herausforderung und Chance, ihr Geschäftsmodell verstärkt auf die Zukunft auszurichten. Demzufolge werden wir weiter in die ökologisch-technologisch-logistischen Zukunftsthemen investieren. Hierbei stellt sich die Unternehmensgruppe auf umweltfreundliches und ressourcensparenderes Wirtschaften, Elektromobilität, digitalisierte Vertriebskanäle sowie neue Produktions- und Absatzmärkte ein. Darin sehen wir die Möglichkeit, neue Wachstumsziele zu realisieren.

4.2. Risikomanagement

Die MOSOLF-Gruppe hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontrollsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungsinstrumente werden mit den Verantwortlichen in den verschiedenen Standorten und Gesellschaften fortlaufend weiterentwickelt und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Zur Optimierung der Risikofrüherkennung wird aktuell ein IT-gestütztes Risikomanagementsystem implementiert, in dem die Einzelrisiken mit ihren qualitativen und quantitativen Auswirkungen anhand von Szenarioeinschätzungen der entsprechenden Risikoeigentümer noch umfassender dokumentiert sind und somit die Entscheidungsfindung für zielgenaue Gegenmaßnahmen verbessert werden soll.

Zudem existieren standardisierte Prozesse und Vorschriften wie beispielsweise Investitionscontrolling, Kassenrichtlinien, Dienstleistungsrichtlinien, Unterschriftenregelungen und grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Des Weiteren sind übergeordnete Unternehmensprozesse zur Risikoeinschätzung und -steuerung implementiert.

Hierzu zählen:

- Marktbeobachtungen

- Jährliche Budgetplanung (Umsatz-, Kosten-, Investitions-, Liquiditäts- und Personalplanung) auf Basis von Marktindikatoren und vorliegenden Kontraktentwicklungen

- Monatliche Ergebnisrechnung als Plan/Ist und Forecasts

- Quartalsberichterstattung der Geschäftsführer der Einzelgesellschaften

- Kennzahlen- und Abweichungsanalysen

- Forderungsmanagement

- Existenz von ressortübergreifenden Arbeitskreisen im Bereich Recht / Schäden / Versicherung / Fuhrpark

- Regelmäßige Audits, z.B. DIN ISO 9001; Betriebsbegehungen usw.

In der Firmengruppe wird standardmäßig eine monatliche Ergebnisrechnung, basierend auf einer kurz- und mittelfristigen Planung, erstellt. Plan/Ist-Vergleich und Abweichungsanalysen dienen der permanenten Erfolgskontrolle und Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen. Instrumentarien für eine kurzfristige Kapazitätsanpassung sind vorhanden.

Ein detailliertes Kennzahlen- und Steuerungsinstrument ist installiert. Dem Vorstand stehen alle relevanten Daten zur Steuerung der MOSOLF-Gruppe regelmäßig zur Verfügung. Bei Abweichungen vom Soll können somit bei Bedarf sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Abgeleitete rechtliche Risiken, wie Haftung und Betriebsunterbrechung, sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt.

Aufgrund der vorgenannten Schritte ist die Firmengruppe in der Lage, mögliche Risiken schnell zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die nachfolgend dargestellten verbleibenden Risiken können, soweit sie von der Gesellschaft beeinflussbar sind, mittels des vorhandenen Risikomanagements identifiziert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Sie werden vor Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt.

4.3. Darstellung der voraussichtlichen wesentlichen Risiken und Chancen zum Bilanzstichtag

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken aus den operativen Tätigkeiten ist die grundsätzliche Basis für unternehmerisches Handeln in der Firmengruppe.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten wettbewerbs-, umwelt-, vertrags- und steuerrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützen wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse sowohl auf unsere eigenen Experten der Fachabteilungen als auch auf die Expertise externer Fachleute mit dem notwendigen Spezialwissen.

Die wesentlichen Risiken und Chancen im Einzelnen:

Markt- und Auftragsentwicklung:

Die makroökonomischen Rahmenbedingungen, die von der Unternehmensgruppe nicht beeinflusst werden können, stellen ein latentes Gefährdungspotenzial dar. Die Auswirkungen auf die Automobilindustrie von globalen wirtschaftlichen Krisen, Kriegen in Europa, der Verknappung von Ressourcen bzw. deren Verteuerung sowie von Handelshemmnissen z.B. durch Zölle, können negative Effekte auf Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe haben. Dies wäre dann der Fall, wenn die Absatzzahlen in Europa, und hier insbesondere auf dem deutschen Markt, einbrechen würden und vor allem bei den deutschen Automobilherstellern ein deutlicher Rückgang bei den Exporten zu verzeichnen wäre. Bedingt durch den Ukrainekrieg und den Nachwirkungen der Corona-Pandemie hatten die Automobilindustrie vor allem im ersten Halbjahr des Jahres 2022 mit Lieferengpässen zu kämpfen, die sich erst ab dem zweiten Halbjahr reduzierten. Ab August stiegen die Absatzzahlen in der EU merklich; sie konnten aber das schwache erste Halbjahr nicht kompensieren. Das führte nach den Einbrüchen der Jahre 2020 und 2021 auch im Jahr 2022 zu einem deutlichen Rückgang. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Ertragslage des Konzerns wider; nach einem schwachen ersten Halbjahr verbesserte sie sich im zweiten Halbjahr spürbar. Unter Berücksichtigung der derzeit guten wirtschaftlichen Entwicklung bei den Automobilherstellern und in Einklang mit den aktuellen Absatzprognosen für PKWs gehen wir für das Jahr 2023 von einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung unserer Branche aus. Optimistisch stimmen uns hierbei der hohe Auftragsbestand bei den Automobilherstellern, der allmählich abgebaut wird, und Nachholeffekte aus den letzten drei Krisenjahren beim Neukauf von PKWs.

Durch die Umweltdebatte und des wachsenden Einflusses der Elektromobilität steht die Automobilbranche im Fokus. Auch Steuerbelastungen und weitere Änderungen der Mautgebühren könnten sich negativ auswirken. Aufgrund dieser Sachverhalte arbeitet der Konzern ständig daran, den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen und Maßnahmen zu ergreifen.

Der Wettbewerbsdruck im Speditions- und Transportgewerbe hat nachgelassen. Im deutschen Markt kam es in den Vorjahren unter den etablierten und neuen Anbietern zu stärkerer Konkurrenz, die mit sinkenden Angebotspreisen einherging. Dem standen und stehen steigende Betriebskosten gegenüber. Vor allem ab dem zweiten Halbjahr 2022 war jedoch zu beobachten, dass die Transportkapazitäten aufgrund der vorausgegangenen Krisenjahre deutlich zurückgegangen sind. Diese Ressourcenverknappung führte zu allmählich steigenden Angebotspreisen. Aus unserer Sicht ist diese Entwicklung eine erwartete Folge aus der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Krisenjahre; es kam vor allem bezogen auf kleinere Unternehmen des Speditions- und Transportbereichs zu einer Konsolidierung in der Branche. Daraus ergab sich die Chance für die Unternehmensgruppe, ihre starke Stellung im Segment der Automobillogistik weiter auszubauen.

Die Entwicklung der Kraftstoffpreise beinhaltet aus unserer Sicht nach wie vor ein Chancen- und Risikopotential, da die Kostenentwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der kriegsbedingten höheren Volatilität der Rohstoffpreise, nicht einschätzbar ist. In diesem Zusammenhang wurden die vertraglichen Vereinbarungen (Dieselgleitklauseln) modifiziert, so dass sich der zeitliche Versatz zur Anpassung der Kraftstoffkosten gegenüber unseren Kunden deutlich verringert hat. Damit können die steigenden Kraftstoffpreise in kürzeren Abständen kompensiert werden. Auf der anderen Seite garantieren die vertraglichen Vereinbarungen allerdings auch eine Partizipation unserer Kunden an sinkenden Kraftstoffpreisen. Insgesamt hält sich damit das Kostenrisiko für die Gesellschaft in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen und ist als gering einzustufen.

In den technischen Bereichen der Firmengruppe ist weiterhin eine Veränderung des Nachfrageverhaltens unserer Kunden zu beobachten. Der Fokus verschiebt sich vor allem bei Dienstleistungen mit geringer Wertschöpfungstiefe immer mehr in Richtung Preisoptimierung. Hier versuchen verstärkt Anbieter aus anderen Bereichen der Wertschöpfungskette ihr Angebotsportfolio zu erweitern, um dadurch weiteres Wachstumspotential zu heben oder Umsatzverluste auszugleichen. Durch die Beteiligung an Ausschreibungen von Bestands- und Neukunden wird versucht, die Auftragssituation zu verbessern. Zusätzlich werden die Leistungen der technischen Bereiche auch Unternehmen angeboten, die diese Leistung bisher in Eigenregie abbilden.

Bei bestehenden, jedoch bald auslaufenden, Aufträgen ist teilweise durch Neuausschreibungen der Kunden das Auftragsrisiko erhöht. Hier ist die Unternehmensgruppe bestrebt, Konditionsanpassungen zu verhandeln, um unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin auftragsbezogen positive Ergebnisbeiträge zu generieren. Durch die Beteiligung an Ausschreibungen von Kunden, deren Aufträge von Wettbewerbern gehalten werden, wird versucht, die Auftragssituation zu verbessern und das Auftragsportfolio wirtschaftlich sinnvoll zu ergänzen. Auf der anderen Seite sind wir bestrebt, Anpassungen unseres Auftragsportfolios in Bezug auf Verträge vorzunehmen, deren wirtschaftliche Rentabilität nicht mehr gegeben ist. Des Weiteren fokussiert sich die Gruppe auf die Erschließung neuer Marktmöglichkeiten durch den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Von Vorteil sind hierbei unsere langjährigen und vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen mit einem großen Teil unserer Kunden, die vorhandene Infrastruktur sowie die hohe Qualität und Individualität der angebotenen Leistungen.

Um den steigenden Markt- und Auftragsrisiken zu begegnen, ist die Unternehmensgruppe über die Akquirierung neuer Kundenkreise, den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder hinaus aufgefordert, sich hinsichtlich ihres angebotenen Produktportfolios vom Wettbewerb weiter abzuheben. In diesem Zusammenhang sind technische und prozessuale Neuerungen sowie qualitative Verbesserungen zu nennen.

Die Erweiterung des Dienstleistungsangebots und fortlaufende Prozessverbesserungen wurden in der Firmengruppe als entscheidende Wettbewerbsfaktoren und Zukunftschance identifiziert. Als Unternehmen in der Automobillogistik stehen sie als Dienstleistungs- und Prozessinnovationen im Vordergrund des unternehmerischen Handelns und sind somit ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie der Gruppe.

Neben diesen Faktoren werden umfassende Vertriebskonzepte entwickelt mit dem Ziel, einer noch besseren Verknüpfung aller durch die Gruppe angebotenen Dienstleistungen, deutschland- und europaweit. Hierbei kommt dem Logistikstandort Deutschland aufgrund der hohen Dichte an Automobilwerken und der zentralen Lage in Europa als Transitland die entscheidende Rolle zu. Er wird auch weiterhin die nachhaltige Entwicklung der Unternehmensgruppe sichern.

Darüber hinaus ist die Gruppe weiterhin bestrebt, ihr Angebotsportfolio durch sinnvolle Investitionen in Zukunftsbereiche und Akquisitionen zu ergänzen und auszubauen, was vor allem in dieser außerordentlichen wirtschaftlichen Situation an Bedeutung gewinnt.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Markt- und Auftragsentwicklung grundsätzlich für uns ein wirtschaftlich vertretbares Risiko darstellt, da wir ihm durch unsere hohe Flexibilität und der kurzfristigen Einleitung von entsprechenden Maßnahmen begegnen. Globale, von uns nicht beeinflussbare, wirtschaftliche Ereignisse, wie beispielsweise die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine, können allerdings ein Risiko für die Auftrags- und Marktentwicklung der Gruppe bedeuten, allerdings können sich daraus auch Chancen ergeben.

Finanzierung:

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein straffes Forderungs-Management begegnet. Für gefährdete Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Günstig wirkt sich hier aus, dass es sich bei unseren Kunden überwiegend um namhafte Automobilhersteller handelt. Somit ist die Relevanz des Risikos grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung.

Aufgrund langfristiger Kreditverträge mit Kreditinstituten, die hinsichtlich Tilgung und Zinsen teilweise variable Bestandteile enthalten, besteht hier ein Risiko. Für kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unterliegt die Firmengruppe dem allgemeinen Risiko steigender Kontokorrentzinsen. Aufgrund der aktuellen Zinssituation und den Prognosen hierzu gehen wir aus heutiger Sicht für die Darlehen, die zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 54,0 Mio. € valutieren und eine variable Verzinsung ohne Absicherung haben, von einem vertretbaren Risiko aus. Dabei wird seitens der Gruppe das Risiko zukünftiger Zinssatzänderungen permanent beobachtet, um kurzfristig Anpassungen in Form von Sicherungsgeschäften vornehmen zu können. Im Zusammenhang mit diesen Darlehensverbindlichkeiten sind mehrere Kennzahlen einzuhalten.

Die Darlehensverträge, die zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 80,2 Mio. € valutierten, hatten eine Restlaufzeit von einem Jahr, da sie vertragsgemäß zum 31. Dezember 2022 ausgelaufen wären. Wir konnten sie trotz der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu finanziell vertretbaren Konditionen um vier Jahre prolongieren. Sie valutieren zum Stichtag mit 54,0 Mio. €.

Um Vorfinanzierungseffekte über eingeräumte Kontokorrentlinien grundsätzlich zu minimieren, wird seitens der Unternehmensgruppe bei Abschluss von neuen Kundenverträgen soweit möglich darauf geachtet, dass debitorische und kreditorische Zahlungsziele nicht wesentlich auseinanderfallen. Darüber hinaus laufen in der MOSOLF-Gruppe aktuell Projekte, um einerseits die Abrechnung an unsere Kunden zu optimieren und andererseits den Bestand an überfälligen Forderungen deutlich zu reduzieren. Ziel ist es, die Rechnungsstellung durch kürzere Abrechnungsintervalle zu beschleunigen und den Zeitraum zwischen Rechnungserstellung und Zahlung zu verringern.

Lieferanten:

Mit dem überwiegenden Teil unserer Lieferanten wird eine langjährige Geschäftsbeziehung unterhalten. Durch Preisverhandlungen und Ausschreibungen sind wir bemüht, optimale Konditionen zu erlangen. Durch die Installation einer zentralen, gruppenweiten Einkaufsfunktion konnten und können zukünftig im Rahmen von Preisverhandlungen und Ausschreibungen optimierte Konditionen realisiert werden.

Einen nicht unerheblichen Umfang unserer Kundenaufträge lassen wir von Subunternehmern (vor allem im Bereich der Transportdienstleistungen) ausführen, so dass wir auf Schwankungen im Auftragsbestand vergleichsweise flexibel reagieren können. Aufgrund der Marktlage insbesondere hinsichtlich des Fachkräftemangels an Fahrpersonal besteht hier allerdings auch das Risiko, nicht genügend Frachtführer zu wirtschaftlich angemessenen Konditionen zu finden. Diesem Risiko tragen wir durch ein umfassendes Konzept zur Subunternehmerbindung Rechnung. Darüber hinaus besteht ein latentes Ausfall- oder Qualitätsrisiko. Diesen Risiken begegnen wir durch Bonitäts- und Kapazitätsprüfungen vor der Auftragsvergabe sowie regelmäßigen Qualitätsaudits und -schulungen. In der Vergangenheit haben sich diese Prüfungen als wirksam erwiesen, so dass sich die Risiken in einem annehmbaren Rahmen halten. Wir stufen sie als gering ein.

Ein Teil des Auftragsvolumens wird durch den Zukauf von Fremdleistungen abgearbeitet. Dadurch besteht die Chance, kurzfristige Volumenspitzen abzudecken. Die Gruppe ist hierbei bestrebt die Verträge so auszugestalten, dass Qualitäts- und Ausfallrisiken minimiert werden. Somit halten sich die Risiken in einem vertretbaren Rahmen. Wir stufen sie als gering ein.

Aufgrund der Folgen eventueller neuer Corona-Wellen vor allem in China und des Ukrainekriegs hinsichtlich der Störungen von Lieferketten sehen wir lieferantenseitig weiterhin ein leicht erhöhtes Risikopotenzial, denn sollten sich die Probleme verschärfen ist fraglich, ob bezogene Leistungen vollständig und fristgerecht erbracht werden können.

Des Weiteren hat die Unternehmensgruppe den Gaspreis bis zum Ende des Jahres 2023 und den Strompreis für 2023 preislich abgesichert. Somit ergeben sich hieraus keine Risiken. Angesichts der vom Bundeswirtschaftsminister ausgerufenen Alarmstufe des Notfallplans Gas und der damit verbundenen Möglichkeit der Gaslieferanten, über Preisanpassungsklauseln ihre gestiegenen Bezugskosten auf den Kunden weiterzugeben, sehen wir hier ab Herbst 2023 ein erhöhtes Risikopotenzial, welches jedoch durch die so genannte Gaspreisbremse gedeckelt ist. Aus den Erfahrungen des letzten Winters schätzen wir das Risiko einer Verknappung des Gasangebots als gering ein. Eine Verknappung des Gasangebots hätte negative Auswirkungen auf die Erbringung unserer Dienstleistungen, vor allem in den Wintermonaten.

Vorratslager:

Das Lagerrisiko ist durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Ein Risiko von Wertverlusten im Lager besteht kaum, da eine Lagerhaltung im Wesentlichen für Verbrauchsmaterialen stattfindet. Materialien und Teile für die Produktion werden in der Regel auftragsbezogen bestellt und "just in time" geliefert, so dass hier nur eine geringe Lagerdauer anfällt. Wir stufen sie als gering ein. Auch hier ist die Unternehmensgruppe weiterhin gefordert, die Optionen für alternative Lieferketten voranzutreiben, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Bei unfertigen Erzeugnissen liegt der Fokus der MOSOLF-Gruppe zurzeit auf einer Optimierung der Lagerhaltung bezüglich der Lagerdauer, um das Risiko von Wertverlusten zu minimieren.

Mietverträge:

Zur Sicherstellung der Nutzung der von ihr angemieteten Grundstücke und Gebäude wurden lang- und mittelfristige Miet- und Pachtverträge abgeschlossen. Die sich hieraus ergebenden zukünftigen finanziellen Verpflichtungen betragen 145,3 Mio. €, wovon 10,4 Mio. € im nächsten Geschäftsjahr fällig werden. Für die Laufzeit der Verträge ist das Risiko von Mietpreissteigerungen auf die allgemeine Preissteigerung begrenzt. Es können jedoch auftragsbedingt, aufgrund unterjähriger Schwankungen, Leerstandsrisiken entstehen. Um einem permanenten Leerstandsrisiko entgegenzutreten, würde die Gruppe im Bedarfsfall Gespräche mit Interessenten führen, um nicht genutzte Flächen einer anderweitigen gewerblichen Nutzung bzw. Vermietung zuzuführen. Darüber hinaus macht die Unternehmensgruppe im Rahmen der vertraglichen Regelungen von ihrem Recht Gebrauch, die Größe der Flächen an die geplanten Kapazitäten anzupassen. Das Risiko aus Leerstand wird aktuell als gering eingeschätzt. Etwaigen Vorsorgeverpflichtungen für vertragliche Rückbauverpflichtungen kommt die Gruppe durch die ratierliche Bildung entsprechender Rückstellungen nach.

Vom Gesamtvolumen der Verpflichtungen bestehen 121,8 Mio. € gegenüber Gesellschaften, in denen die Kommanditisten der MOSOLF SE & Co. KG ebenfalls direkt oder indirekt Gesellschafter sind.

Dienstleistungsverträge im IT-Bereich:

Zur Erhöhung der Kapazitäten und der Nutzung bestimmter Software wurden seitens der Gruppe mittelfristige Verträge abgeschlossen. Daraus ergeben sich zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1,2 Mio. €, von denen 0,3 Mio. € im nächsten Jahr fällig werden. Für die Laufzeit der Verträge besteht aufgrund vertraglicher Vereinbarungen kein Risiko von Preissteigerungen. Von Vorteil für die Unternehmensgruppe ist, dass sie die benötigten Kapazitäten hinsichtlich räumlicher Gegebenheiten, Hardware und qualifiziertem Personal nicht selbst vorhalten muss. Allerdings begibt sie sich in eine gewisse Abhängigkeit von den beauftragten Unternehmen. Insgesamt sehen wir hier ein geringes Risiko.

Leasingverträge:

Ein Teil des LKW-Fuhrparks (ca. 30,1%) ist mittel- bis langfristig geleast. Die sich hieraus ergebenden zukünftigen finanziellen Verpflichtungen betragen 13,7 Mio. €, wovon 4,1 Mio. € im nächsten Geschäftsjahr fällig werden. Für die Laufzeit der Leasingverträge besteht ein überschaubares Kostenrisiko aufgrund gleichbleibender Leasingraten, in denen teilweise eine Servicepauschale für Reparaturen enthalten ist. Es bestehen jedoch auftragsbedingte Stillstandsrisiken. Durch das Rückgaberecht der Leasingobjekte am Ende der Vertragslaufzeit besteht für die Gesellschaft kein Veräußerungsrisiko; sie partizipiert allerdings auch nicht an einem eventuellen Verkaufserlös.

Mit der Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung steigen die Transportvolumen wieder. Somit sind die Stillstandsrisiken ebenfalls rückläufig; wir gehen deshalb insgesamt von einem geringen Risiko aus. Darüber hinaus achten wir beim Abschluss von Leasingverträgen darauf, dass entsprechende Transportvolumen vorhanden sind.

Personal:

Die Fluktuation ist aufgrund der Zahlung von tariflichen Löhnen und Gehältern und einer ausgeprägten Firmenkultur gering. Einem Know How Verlust wird dadurch vorgebeugt.

Die Suche nach qualifiziertem Fachpersonal sowie geeigneten Auszubildenden gestaltet sich jedoch zunehmend schwieriger, so dass hier ein nicht unerhebliches Risikopotenzial liegt. Die Konsequenzen aus dieser Entwicklung wären einerseits steigende Personalkosten und andererseits mögliche Produktivitätseinbußen, was sich beides negativ auf das Ergebnis auswirkt.

Diesem Risiko tragen wir durch eine leistungsgerechte Bezahlung, einer gezielten Nachwuchsförderung, einer bedarfsgerechten Ausbildung und regelmäßigen Schulungen von Mitarbeitern Rechnung. Weiterhin wurde ein Projekt gestartet, das die Verbesserung unserer Attraktivität als Arbeitgeber zum Ziel hat. Darüber hinaus läuft im Bereich Transport ein gesondertes Projekt zur Gewinnung, Entwicklung und Bindung von LKW-Fahrern. Zusätzlich zu dem vorgenannten Risiko sehen wir uns auch dem demografischen Wandel ausgesetzt, dem die Firmengruppe durch gezielte Maßnahmen bei der Nachwuchsentwicklung entgegensteuert. Insofern sehen wir bei der Personalrekrutierung ein mittleres Risiko.

Um unsere Fachkräfte im Unternehmen zu halten, wurde in den Krisenjahren 2020 und 2021 auf Personalanpassungen verzichtet. Dort, wo es wirtschaftlich sinnvoll und möglich war, wurden staatliche Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen.

Durch den Einsatz von Leiharbeitskräften ergibt sich die Chance, auf Auftragsschwankungen flexibel zu reagieren. Grundsätzlich kann sich hieraus ein Qualitätsrisiko bezogen auf die ausgeführten Arbeiten ergeben, dem durch gezielte Einarbeitungszeiten und Schulungen entgegengewirkt wird. Somit besteht hier ein wirtschaftlich vertretbares geringes Risiko.

Zusammenfassung und Ausblick zu den wesentlichen Chancen und Risiken:

Abschließend ist zu sagen, dass wir die Risiken etwas geringer im Vergleich zum Vorjahr einschätzen, was vor allem den Bezug von Rohstoffen hinsichtlich deren Kosten und Verfügbarkeit sowie nach erfolgter Prolongation des Konsortialkreditvertrags, bezüglich der Verzinsung, betrifft. Dennoch lässt sich eine verlässliche Aussage über zukünftige Risiken und / oder Chancen aus den Folgewirkungen der Corona-Pandemie, des Ukrainekriegs und anderer geopolitischer Spannungen hinsichtlich negativer bzw. positiver Effekte auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmensgruppe, zurzeit weiterhin nicht verlässlich treffen. Unter Berücksichtigung aller bisher bekannten Faktoren sehen wir jedoch aus heutiger Sicht keine besonderen Risiken, die den Fortbestand der MOSOLF-Gruppe gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage wesentlich negativ beeinträchtigen könnten.

 

Kirchheim unter Teck, den 17. Juli 2023

Der Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.565 7.199
2. Geschäfts- und Firmenwert 30.744 34.389
3. Geleistete Anzahlungen 1.090 135
39.399 41.723
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 89.377 86.222
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.084 5.047
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.448 20.369
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 900 1.713
109.809 113.351
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 490 390
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 21.046 20.178
3. Beteiligungen 130 130
4. Sonstige Ausleihungen 1.790 2.305
5. Rückdeckungsversicherung 249 259
6. Genossenschaftsanteile 35 26
23.740 23.288
Summe Anlagevermögen 172.948 178.362
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.369 7.834
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen 5.517 5.379
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.215 1.042
4. Geleistete Anzahlungen 71 1.129
16.172 15.384
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.840 74.257
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 107
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 469 59
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.295 12.852
98.604 87.275
III. Sonstige Wertpapiere 28 28
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.734 18.101
Summe Umlaufvermögen 117.538 120.788
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.630 1.946
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 41 24
AKTIVA 292.157 301.120

PASSIVA

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Persönlich haftender Gesellschafter 0 0
2. Kommanditisten 5.100 5.100
II. Rücklagen 138.117 125.810
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -706 -720
142.511 130.190
IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 880 903
Summe Eigenkapital 143.391 131.093
B. Sonderposten 139 139
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.094 1.277
2. Steuerrückstellungen 364 1.730
3. Sonstige Rückstellungen 28.450 29.882
Summe Rückstellungen 29.908 32.889
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.575 90.750
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 211 318
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.987 22.909
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 225 357
5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 325 10
6. Sonstige Verbindlichkeiten 27.052 20.502
- davon aus Steuern T€ 7.125 (T€ 5.311)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 494 (T€ 327)
Summe Verbindlichkeiten 115.375 134.846
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.870 1.633
F. Passive latente Steuern 474 520
PASSIVA 292.157 301.120

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
T€
2021
T€
1. Umsatzerlöse 405.518 386.471
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 2.932 470
3. Sonstige betriebliche Erträge 23.814 13.346
- davon aus Währungsumrechnung T€ 212 (T€ 246)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -82.781 -82.475
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -91.089 -81.711
-173.870 -164.186
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -113.667 -108.299
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -24.489 -23.778
- davon für Altersversorgung T€ 49 (T€ -29) -138.156 -132.077
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -18.167 -23.422
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -77.492 -83.081
- davon aus Währungsumrechnung T€ -336 (T€ -308)
8. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.195 590
9. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 2 2
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 46 65
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 119 60
- davon aus Abzinsung T€ 91 (T€ 5)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.618 -694
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.095 -2.645
- davon aus Abzinsung T€ -43 (T€ -144)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.196 -175
- davon Ertrag aus latenten Steuern T€ 46 (T€ 47)
15. Ergebnis nach Steuern 19.032 -5.276
16. Sonstige Steuern -1 -62
17. Aufwand aus Garantiedividenden für nicht beherrschende Anteile -120 -120
18. Konzernjahresüberschuss 18.911 -5.458
19. Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust 23 25
20. Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter 18.934 -5.433

Konzern-Kapitalflussrechnung

Die nachfolgende Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 21) dargestellt.

2022
T€
2021
T€
Konzernjahresüberschuss 18.911 -5.458
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 19.785 24.116
- Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -40 -1.302
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -356 3.874
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 174 309
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -5.928 -4.694
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -18.836 1.073
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.989 6.891
+/- Zinsaufwendungen / -erträge 2.929 2.520
-/+ Erträge / Verluste aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen -2.197 -592
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 3.196 175
-/+ Ertragsteuerzahlungen -2.172 -4.143
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 25.455 22.769
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 10 161
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 8.008 9.972
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.544 -13.047
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.251 -1.651
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 13.825 325
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -918 -10.692
+ Erhaltene Zinsen 32 76
+ Erhaltene Dividenden 202 202
-/+ Zugang / Abgang Konsolidierungskreis -10.392 0
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -4.028 -14.654
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 15.302
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -28.018 -16.622
- Gezahlte Zinsen -2.690 -2.281
-/+ Zunahme / Abnahme der Gesellschafterkonten -1.639 -7.722
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -32.347 -11.323
Gesamt - Cash Flow(Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds) -10.920 -3.208
Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelfonds 29 125
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -231 0
+ Finanzmittelfond am Anfang der Periode 13.657 16.740
= Finanzmittelfond am Ende der Periode 2.535 13.657

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
persönlich haftende Gesellschafter
T€
Kommanditisten
T€
Summe
T€
Stand 31.12.2020 0 5.100 5.100
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 -2.458 -2.458
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 2.458 2.458
Stand 31.12.2021 0 5.100 5.100
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 -6.627 -6.627
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 6.627 6.627
Stand 31.12.2022 0 5.100 5.100
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Summe
T€ Rücklage gemäß Gesellschaftsvertrag
T€
Sonstige Gewinnrücklagen
T€
Summe
T€
T€
Stand 31.12.2020 5.470 35.900 92.331 128.231 133.701
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 9.055 -16.946 -7.891 -7.891
Stand 31.12.2021 5.470 44.955 75.385 120.340 125.810
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 5.131 7.176 12.307 12.307
Stand 31.12.2022 5.470 50.086 82.561 132.647 138.117
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Summe
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Verluste
T€
Summe
T€
Summe
T€
Stand 31.12.2020 -581 138.220 928 928 139.148
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 -2.458 0 0 -2.458
Währungsumrechnung -139 -139 0 0 -139
Konzernjahresfehlbetrag 0 -5.433 -25 -25 -5.458
Stand 31.12.2021 -720 130.190 903 903 131.093
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0 -6.627 0 0 -6.627
Währungsumrechnung 14 14 0 0 14
Konzernjahresüberschuss 0 18.934 -23 -23 18.911
Stand 31.12.2022 -706 142.511 880 880 143.391

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der MOSOLF SE & Co. KG die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellten Gesellschaften (Position G, Ziffer 4) einbezogen.

Die Gesellschaft hat in 2022 65% der Anteile an einem 100-igen Tochterunternehmen veräußert. Im Rahmen der Entkonsolidierung ergab sich ein Zugang von Nettovermögen in Höhe von T€ 8.442. Dieser teilt sich wie folgt auf: Anlagevermögen T€ 460, Vorräte T€ 4.059, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände T€ 3.683, liquide Mittel T€ 231, Eigenkapital T€ 2.000, Rückstellungen T€ 1.305 und Verbindlichkeiten T€ 13.570. Weiterhin hat sich die Gesellschaft mit 100% an dem neu gegründeten Unternehmen Mosolf France Transport Routier SAS beteiligt. Die Anschaffungskosten betragen T€ 100. Sie wurde im Berichtsjahr nicht in die Konsolidierung einbezogen. Der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt. Darüber hinaus ergaben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises.

Neben der neu gegründeten Gesellschaft werden zwei Gesellschaften gemäß § 296 HGB nicht einbezogen Mangels Vorliegens eines Teilkonzernabschlusses wurde die AutoLogistics International GmbH, Bremen, wie im Vorjahr auch im Jahr 2022 nur mit ihrem Einzelabschluss At Equity einbezogen. Das Ergebnis 2022 ihrer Tochtergesellschaft Norteloo Ltda. ist somit nicht anteilig über die At Equity Konsolidierung der AutoLogistics International GmbH in den Konzernabschluss eingegangen. Der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt. Darüber hinaus wurde in Ermangelung eines Teilkonzernabschlusses die ETECTURE GmbH, Frankfurt am Main, nur mit ihrem Einzelabschluss At Equity einbezogen. Das Ergebnis 2022 ihrer Tochtergesellschaft sceel.io GmbH ist somit nicht anteilig über die At Equity Konsolidierung der ETECTURE GmbH in den Konzernabschluss eingegangen. Der Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt.

B. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der MOSOLF SE & Co. KG, Kirchheim unter Teck, wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Deutschen Rechnungslegungsstandards wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses beachtet. Auf eine steuerliche Überleitungsrechnung nach DRS 18.67 und die zusätzlichen Angaben zu assoziierten Unternehmen nach DRS 26.87 wird verzichtet.

Die Kapitalkonsolidierung wurde für Unternehmenserwerbe bis zum 31. Dezember 2009 gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen durchgeführt. Die sich bei der erstmaligen Einbeziehung ergebenden Unterschiedsbeträge wurden saldiert und mit den Rücklagen verrechnet. Hieraus ergab sich ein Betrag in Höhe von T€ 5.177.

Für Erstkonsolidierungen ab dem 1. Januar 2010 wird die Kapitalkonsolidierung nach § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Unterschiedsbeträge haben sich im Berichtsjahr dabei nicht ergeben.

Der Wertansatz von in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und die Behandlung des Unterschiedsbetrages erfolgte gemäß §§ 311 und 312 HGB nach der Equity-Methode.

Als Stichtag für die Erstkonsolidierung wurde der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. der Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss gewählt.

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.

Innenbeziehungen zwischen den voll einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Zwischengewinne aus Lieferungen und Leistungen für Vermögensgegenstände wurden eliminiert.

C. Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer verbundener und beteiligter Unternehmen, die nicht in Euro aufgestellt werden, erfolgt gemäß § 308a HGB für Aktiv- und Passivposten der Bilanz mit den Devisenkassamittelkursen, als Mittelwert aus Geld- und Briefkursen zum Bilanzstichtag. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

D. Allgemeine Angaben und Angaben zu Besonderheiten der Form, insbesondere der Gliederung des Abschlusses

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart in Abteilung A unter der Firmennummer HRA 230905 eingetragen.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften nach §§ 264 ff HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags werden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt.

Abweichungen gegenüber dem Vorjahr bezüglich der Form der Darstellung des Jahresabschlusses liegen nicht vor.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter Berücksichtigung des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften.

Bilanzierungswahlrechte (§300 Abs. 2 HGB) wurden im Konzernabschluss grundsätzlich nicht neu ausgeübt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind grundsätzlich nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Saldierungen wurden nur aufgrund der gesetzlichen Vorschriften durchgeführt.

2. Bewertungsmethoden

Bewertungswahlrechte (§ 308 Abs. 1 HGB) wurden im Konzernabschluss nicht neu ausgeübt.

Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet worden.

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich entsprechend den nachfolgend erläuterten Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss übernommen:

- Erworbene immaterielle Anlagegüter sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurde im Wesentlichen von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Die Abschreibungsdauern stellen sich wie folgt dar:

* Immaterielle Vermögensgegenstände von 3 bis 20 Jahren (davon Geschäfts- und Firmenwerte bis zu 15 Jahren)

* Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten von 1 bis 42 Jahren

* Technische Anlagen und Maschinen von 1 bis 20 Jahren

* Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung von 1 bis 25 Jahren

- Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode mit ihrem fortgeschriebenen Buchwert angesetzt.

- Das restliche Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

- Die Bewertung des Vorratsvermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt nach dem Niederstwertprinzip entsprechend den Vorschriften des § 253 HGB zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Die Herstellungskosten ergeben sich aus den Material- und Fertigungskosten.

- Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Langfristige Forderungen wurden abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken sowie das allgemeine Kreditrisiko werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

- Im Jahr 2022 hat die Gesellschaft an ihre Mitarbeiter Kurzarbeitergeld ausbezahlt. In Höhe der ausgezahlten Beträge erfolgt monatlich die Einbuchung einer Forderung gegen die Bundesagentur für Arbeit und diverse Krankenkassen. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt eine ergebnisneutrale Darstellung: Das als Personalaufwand gebuchte ausbezahlte Kurzarbeitergeld wird mit der Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit saldiert. Die pauschalierten Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung stellen keinen durchlaufenden Posten dar, da das bilanzierende Unternehmen in Bezug auf die Sozialversicherungsbeiträge primär verpflichtet bleibt und diese Aufwendungen somit als Personalaufwand zu erfassen hat. Dieser Sachverhalt wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Personalaufwand mit dem Originäraufwand saldiert.

- Für Investitionszuschüsse wurde ein passivischer Wertberichtigungsposten unter der Position "Sonderposten" angesetzt.

- Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wie auch für Altersteilzeitverpflichtungen werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens auf der Grundlage für die handelsrechtlich zulässige Höhe berechnet. Rückdeckungsansprüche aus Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem Zeitwert aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung bilanziert und mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen saldiert. Soweit einzelne Rückdeckungsansprüche die entsprechende Pensionsverpflichtung übersteigen, wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

- Für Rückbauverpflichtungen wurden mittelfristige Rückstellungen in Höhe der Erfüllungsbeträge gemäß § 253 Abs. 2, Satz 1 und 4 HGB angesetzt.

- Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

- Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

- Langfristige Rückstellungen wurden, soweit vorhanden, abgezinst, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt.

- Posten des Jahresabschlusses mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, die auf fremde Währung lauten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag umgerechnet.

F. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Konzernanlagespiegel als Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Von den geleisteten Anzahlungen der immateriellen Vermögensgegenstände entfallen T€ 951 aus selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände.

Aus der Erstkonsolidierung der Gruppe SAT Sächsische Autotransport und Service GmbH im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 8.010. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird auf 15 Jahre geschätzt. Diese Schätzung basiert auf dem Lebenszyklus des Geschäftsmodells und der kontinuierlichen Entwicklung mit stabilem Geschäft. Der Geschäfts- und Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2022 noch T€ 5.162.

Aus der Erstkonsolidierung der Autokontor Bayern GmbH im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 28.025. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird auf 15 Jahre geschätzt. Diese Schätzung basiert auf dem Lebenszyklus des Geschäftsmodells und der kontinuierlichen Entwicklung mit stabilem Geschäft. Der Geschäfts- und Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2022 noch T€ 19.306.

Aus der Erstkonsolidierung der Gruppe MOSOLF Automotive Releasing Solutions GmbH (MARS GmbH) - vormals Gruppe AFG Allgemeine Fahrzeugübernahme-Gesellschaft mbH - im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 12.244. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird auf 10 Jahre geschätzt. Die geringere Nutzungsdauer im Vergleich zur Gruppe SAT und Autokontor Bayern GmbH basiert auf einem etwas abweichenden Geschäftsmodell mit eingeschränktem Kundenkreis an wenigen Standorten. Der Geschäfts- und Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2022 noch T€ 6.122.

Im Rahmen einer Firmenübernahme durch den Kauf von einzelnen Vermögensgegenständen im Jahr 2016 wurden auch finanzielle Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern übernommen, die zur Aktivierung als Geschäfts- und Firmenwert führten. Die Abschreibungsdauer für diesen Posten beträgt 15 Jahre, da sich der Firmenwert insbesondere aus der Marke und dem Kundenstamm ergibt sowie aufgrund der nachhaltigen Bekanntheit der Marke bei den Kunden und der Struktur der Kunden (öffentlicher Dienst) wird von einer entsprechend langen Nutzungsdauer von 15 Jahren ausgegangen. Der Geschäfts- und Firmenwert valutiert zum 31. Dezember 2022 mit einem Wert von T€ 154.

Der Wertansatz der nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen ermittelt sich aus dem anteiligen Eigenkapital (HGB) der Gesellschaften. Gemäß § 312 Abs. 1 Satz 2 ergaben sich im Jahr 2021 Unterschiedsbeträge von T€ 9.173, die zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 7.570 valutiert. Sie werden gemäß §253 Abs. 3 Satz 4 HGB über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben. Im Berichtsjahr ergab sich ein Betrag von T€ 909. Zugänge des Postens "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" in Höhe von T€ 2.195 betreffen Erträge aus Beteiligungen, denen unter den Abgängen Ausschüttungen (T€ 200) von Beteiligungen gegenüberstehen. Für T€ 9 wurden zusätzliche Anteile in Höhe von 0,1% an einem assoziierten Unternehmen erworben; die restlichen Zugänge betreffen den 35%-igen Anteil des zu 65% verkauften ehemaligen 100%-igen Tochterunternehmens. Dieser Beteiligungsansatz wurde im Rahmen der At-Equity-Bewertung auf einen Wert von T€ 0 abgeschrieben.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, nicht vor.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von T€ 9.743 (Vorjahr: T€ 6.616) fertige, noch nicht abgerechnete Leistungen.

Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus laufenden Verrechnungen. Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ebenfalls Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus laufenden Verrechnungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen haben Beträge in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 24) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Hierbei handelt es sich um ein Arbeitnehmerdarlehen.

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Ausgewiesen ist der aktivische Saldo in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 23), der sich aus der Rückstellung für Altersversorgung von T€ 268 (Vorjahr: T€ 366) und den entsprechenden Rückdeckungsansprüchen von T€ 309 (Vorjahr: T€ 389) ergibt. Die Rückdeckungsansprüche von T€ 309 (Vorjahr: T€ 389) sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und stellen sowohl die Anschaffungskosten als auch den Zeitwert der Rückdeckungsversicherung dar.

Der Erfüllungsbetrag der saldierten Rückstellung von T€ 268 (Vorjahr: T€ 366) wurde nach der versicherungsmathematischen "Project Unit Credit Method" unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,78% p.a. (Vorjahr: 1,98%) sowie unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Heubeck (Aktivensterbetafel) berechnet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen finden aufgrund der geschlossenen Ordnung keinen Einfluss bei der Ermittlung. Der Rechnungszins in Höhe von 1,78% p.a. (Vorjahr: 1,98%) basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für Dezember 2022 (Vorjahr: September 2021) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten 10-jährigen Durchschnittswert. Die erfolgswirksame Wertänderung der saldierten Rückstellung wird getrennt nach Personal- und Finanzaufwand gesondert unter den entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses auf Basis eines 7-jährigen Durchschnittswerts betragen die Erfüllungsbeträge der Rückstellungen für Altersversorgung T€ 268. Daraus ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 0, im Vergleich zur Berechnung mit dem Rechnungszins basierend auf dem 10-jährigen Durchschnittswert. Im Vorjahr war ein Betrag von T€ 8 ausschüttungsgesperrt.

Darüber hinaus enthielt der Bilanzposten des Vorjahres den aktivischen Saldo in Höhe von T€ 1, der sich aus der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 239) und den entsprechenden Rückdeckungsansprüchen (T€ 240) ergibt. Der Aktivwert des entsprechenden Rückdeckungsanspruchs ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und stellt die Anschaffungskosten als auch den Zeitwert der Rückdeckungsversicherung dar. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden auch die dazugehörigen Aufwendungen und Erträge saldiert. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung ergibt sich nach dem versicherungsmathematischen Blockmodell unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 0,3% p.a., einer erwarteten Gehaltssteigerung von 2,00% p.a. sowie unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck (Aktivensterbetafel).

4. Sonderposten

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beträgt im Berichtsjahr T€ 139 (Vorjahr: T€ 139). Zugänge waren in Höhe von T€ 10 zu verzeichnen; aufgelöst wurden im Berichtsjahr T€ 10.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Ausgewiesen wird der Erfüllungsbetrag nicht rückgedeckter Einzelzusagen in Höhe von T€ 1.094 (Vorjahr: T€ 1.277). Diese wurden versicherungsmathematisch im Wesentlichen unter Anwendung der "Project Unit Credit Method" ermittelt. Bei der Berechnung der Rückstellung für Treuprämien wurde ein Einkommenstrend von 2,00% p.a. (Vorjahr: 0,00%) sowie eine Fluktuationsrate von 0,00% p.a. (Vorjahr: 3,00% p.a.) zugrunde gelegt; bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wird ein Rententrend von 1,00% bzw. 2,00% p.a. (Vorjahr: 1,00% bzw. 2,00% p.a.) unterstellt. Die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck (Aktivensterbetafel) wurde verwendet. Der Rechnungszins der Rückstellungen von 1,78% p.a. (Vorjahr: 1,87%, 1,90% bzw. 1,98% p.a.) basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für Dezember 2022 bzw. November 2022 (Vorjahr: Dezember 2021, November 2021 bzw. September 2021) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten 10-jährigen Durchschnittswert. Die erfolgswirksame Wertänderung der Rückstellung wird getrennt nach Personal- und Finanzierungsaufwand gesondert unter den entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses auf Basis eines 7-jährigen Durchschnittswerts betragen die Erfüllungsbeträge der Rückstellungen für Altersversorgung T€ 1.025. Daraus ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 61), im Vergleich zur Berechnung mit dem Rechnungszins basierend auf dem 10-jährigen Durchschnittswert.

6. Sonstige Rückstellungen

Als Rückstellung für Altersteilzeit ist der passivische Saldo aus den Erfüllungsbeträgen der Altersteilzeitrückstellungen von T€ 550 (Vorjahr: 167) und den entsprechenden Rückdeckungsansprüchen aus der Altersteilzeitverpflichtung von T€ 369 (Vorjahr: T€ 83) in Höhe von T€ 181 (Vorjahr: T€ 84) ausgewiesen. Die Aktivwerte der entsprechenden Rückdeckungsansprüche sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und stellen die Anschaffungskosten als auch den Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen dar. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden auch die dazugehörigen Aufwendungen und Erträge saldiert.

Die Erfüllungsbeträge der Rückstellungen ergeben sich nach dem versicherungsmathematischen Blockmodell unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 0,42% p.a. (Vorjahr: 0,30% p.a.,), einer erwarteten Gehaltssteigerung von 2,00% p.a. (Vorjahr: 2,00% p.a.) sowie unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck (Aktivensterbetafel).

Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen in Höhe von T€ 10.564 (Vorjahr: T€ 10.275) wurde auf Grundlage der vertraglichen Rückbauverpflichtungen gebildet. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kostenschätzungen von beratenden Ingenieuren und Architekten. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen wird über die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Mietverträge ratierlich angesammelt. Sie wurde unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen von 2,00% p.a. und einem jeweils laufzeitadäquaten Abzinsungssatz ermittelt.

Der Erfüllungsbetrag einer kurzfristigen Sanierungsrückstellung in Höhe von T€ 268 (Vorjahr: T€ 263) ergibt sich gemäß § 253 Abs. 2, Satz 1 und 4 HGB unter Berücksichtigung einer Restlaufzeit von einem Jahr sowie einer Kostensteigerung von 2,00% p.a.

Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Urlaubs- und Überstundenansprüche, Schadensaufwendungen und Gewährleistungen, ausstehende Eingangsrechnungen und Gutschriften an Kunden, Tantieme und Gratifikationen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie Transport-, Instandhaltungs-, Abschluss- und Prüfungskosten.

Bis auf die Altersteilzeitrückstellung und die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen liegen sonstige Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nur in geringem Umfang vor.

7. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Berichtsjahr
T€
Vorjahr
T€
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr:
Gegenüber Kreditinstituten 7.987 86.387
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 211 318
Aus Lieferungen und Leistungen 28.987 22.910
Gegenüber verbundenen Unternehmen 225 357
Gegenüber assoziierten Unternehmen 325 9
Sonstige Verbindlichkeiten 17.793 10.297
55.528 120.278
Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren:
Gegenüber Kreditinstituten 50.588 3.763
Sonstige Verbindlichkeiten 4.563 10.206
55.151 13.969
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren:
Gegenüber Kreditinstituten 0 600
Sonstige Verbindlichkeiten 4.696 0
4.696 600

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 60.563 (Vorjahr T€ 60.994) durch Grundschulden gesichert. Verbindlichkeiten des Vorjahres waren in Höhe von T€ 205 durch Sicherungsübereignung gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 99 (Vorjahr: T€ 78) durch Sicherungsübereignung gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus laufenden Verrechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Einzahlungsverpflichtungen ins Eigenkapital eines verbundenen Unternehmens; im Berichtsjahr kommen noch Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus laufenden Verrechnungen hinzu.

8. Latente Steuern

Zum Stichtag ergaben sich passive latente Steuern von insgesamt T€ 474. Sie basieren auf einem unternehmensindividuellen zukünftigen Steuersatz von 14% und resultieren aus folgenden Sachverhalten:

- T€ 16 (Vorjahr: T€ 30) nach § 274 HGB aus der Eliminierung der steuerlich bedingten Sonderposten mit Rücklageanteil im Konzernabschluss und

- T€ 458 (Vorjahr: T€ 490) nach § 306 HGB aus der Neubewertung von erworbenen Vermögen.

Darüber hinaus ergibt sich zum Bilanzstichtag ein aktivischer latenter Steuerüberhang nach § 274 HGB, der entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nicht angesetzt wurde. Dieser resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen der

- Immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens,

- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie

- sonstige Rückstellungen.

Insgesamt ergab sich folgende Entwicklung

Stand 31.12.2021
T€
Veränderung
T€
Stand 31.12.2022
T€
Passive latente Steuern 520 - 46 474

9. Haftungsverhältnisse, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Verpflichtungen zugunsten von Dritten gegenüber verbundenen Unternehmen nach § 268 Abs. 7 HGB liegen nicht vor.

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Wesentlichen bestehen aus Mietverträgen (T€ 146.497) und Leasingverträge (T€ 16.821) sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 163.318 mit folgenden Fälligkeiten:

T€
bis 1 Jahr 16.067
bis Vertragsende 147.251
163.318

Das Bestellobligo für Investitionen des Jahres 2022 beträgt zum Bilanzstichtag T€ 5.892.

Die gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen somit insgesamt T€ 169.210.

11. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und Absatzmärkten

Berichtsjahr
T€
Vorjahr
T€
Tätigkeitsbereiche
Speditionserlöse 153.419 145.590
Speditionelle Dienstleistungen 125.703 101.548
(Lagergeld, Handling und Nebenleistungen)
Technische Umsätze 103.207 119.100
Sonstige Erlöse 23.189 20.233
405.518 386.471
Absatzmärkte
Deutschland 366.341 350.703
Europäische Union 37.392 32.657
Rest Europa 1.780 2.879
Sonstige 5 232
405.518 386.471

12. Personalaufwand

Im Personalaufwand wurden insgesamt T€ 88 (Vorjahr: T€ 697) Erstattung der Sozialversicherung aus Kurzarbeit saldiert.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Grundsteuern in Höhe von T€ 599 (Vorjahr: T€ 585) ausgewiesen.

Darüber hinaus erfolgt der Ausweis der Kfz-Steuern in Höhe von T€ 532 (Vorjahr: T€ 603) zusammen mit den sonstigen Kfz-Kosten ebenfalls unter diesem Posten.

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aus der erfolgswirksamen Wertänderung der Zinskomponente für Pensionsrückstellungen und Altersteilzeitrückstellungen ergibt sich insgesamt ein Zinsaufwand von T€ 36, der wie folgt ausgewiesen wird:

- aufgrund des Saldierungserfordernisses des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Pensionszusagen in Höhe von T€ 8 sowie Zinserträge aus der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 13 unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge",

- aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionszusagen und Treuprämien (Zinsaufwand T€ 37) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen",

- aufgrund des Saldierungserfordernisses des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von T€ 1 und Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 3 aus den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen".

15. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Ausgewiesen sind ausschließlich Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 2.195.

16. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Der Posten "Sonstige betriebliche Erträge" enthält im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 9.129 (Vorjahr: T€ 6.567), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2.110 (Vorjahr: T€ 1.316), aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen In Höhe von T€ 147 (Vorjahr: T€ 356) sowie aus diversen sonstigen Sachverhalten in Höhe von T€ 208 (Vorjahr: T€ 513).

Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 1.247 (Vorjahr: T€ 1.872), aus Forderungsverlusten in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 209) sowie diversen sonstigen Sachverhalten in Höhe von T€ 113 (Vorjahr: T€ 74) sind im Wesentlichen als periodenfremd im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten.

Saldiert ergeben sich im Berichtsjahr periodenfremde Erträge aus Schäden in Höhe von T€ 264 (Vorjahr: T€ 61), wovon T€ 1.362 (Vorjahr: T€ 2.290) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und T€ 1.098 (Vorjahr: T€ 2.229) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Erträge aus Steuern in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 29) des Postens "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind ebenfalls periodenfremd.

G. Sonstige Pflichtangaben

1. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Die Gesellschaft hat nach dem Bilanzstichtag die restlichen Anteile in Höhe von 35% an dem im Berichtsjahr bereits verkauften 65%-igen Anteil an einem 100%-igen Tochterunternehmen zu einem Preis von T€ 1.750 veräußert.

2. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Mosolf Verwaltungen SE, Kirchheim unter Teck geführt, vertreten durch die Vorstände:

Dr. Jörg Mosolf, Kirchheim unter Teck (Vorsitzender - CEO)

Gregory Hancke, Stuttgart (Stellvertretender Vorsitzender - COO)

Dr. Kersten Ruoss, Neidlingen (CFO)

Wolfgang Göbel, Dettingen (CSO)

Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Berichtsjahr T€ 1.678 (Vorjahr: T€ 1.680).

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Vorstände in Höhe von T€ 223 (Vorjahr T€ 92) enthalten. Sie resultieren aus laufenden Verrechnungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen des Vorjahres waren Forderungen gegen Vorstände in Höhe von T€ 418 enthalten. Hierbei handelte es sich um ein variables Verrechnungskonto. Der durchschnittliche Zinssatz betrug im Geschäftsjahr 2021 2,12%.

Darüber hinaus wurde ein langfristiges Darlehen über insgesamt T€ 630 zu marktüblichen Konditionen an Vorstände gewährt, die unter den "Sonstigen Ausleihungen" ausgewiesen sind; das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 67. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 31. Januar 2023; es wird monatlich mit dem 3-Monats-Euribor zum Quartalsanfang zuzüglich einer Marge von 0,9% verzinst; es wurde eine endfällige Tilgung vereinbart.

Des Weiteren bestehen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 156 (Vorjahr: T€ 269), denen Deckungsvermögen in Höhe von T€ 206 (Vorjahr: T€ 199) gegenüber steht.

Bei der Komplementärin besteht ein Aufsichtsrat, dessen Aufgaben sich aus der Rechtsform der Komplementärin ergeben.

Diesem Gremium gehören die folgenden Personen an:

Wirtschaftsprüfer Dr. Martin H. Sorg, Stuttgart, Vorsitzender

Kaufmann Norbert Heckmann, Künzelsau-Gaisbach

Kaufmann Peter Mosolf, Neidlingen (bis 28. Januar 2022)

Kaufmann Tobias Mosolf, Notzingen (ab 28. Januar 2022)

Kauffrau Ganya Mosolf, Stuttgart

Kaufmann Stefan Buchner, Bietigheim-Bissingen

Kaufmann Thomas Zemechel, Velpke

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr T€ 350.

3. Offenlegung des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und sonstige Angaben nach § 264 Abs. 3 HGB

Die MOSOLF SE & Co. KG, Kirchheim unter Teck, erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach § 290 HGB und nimmt deshalb für den Einzelabschluss die Befreiung des § 264b HGB in Anspruch.

Darüber hinaus haben folgende in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften die Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

MOSOLF Automotive GmbH, Kirchheim unter Teck

MOSOLF Logistics & Services GmbH, Kirchheim unter Teck

MOSOLF Retail Solutions GmbH, Kirchheim unter Teck

MVV Mosolf Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Kirchheim unter Teck

B&T Solutions GmbH, Korschenbroich

ACM - Auto-Service und Umschlag-Center Mosolf Etzin GmbH, Ketzin/Havel

Callparts Recycling GmbH, Ketzin/Havel

MAS Fahrzeugtechnik GmbH, Ketzin/Havel

MOSOLF Transport Solutions GmbH, Kirchheim unter Teck

Mosolf Automotive Railway Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kirchheim unter Teck

Mosolf Transporte GmbH, Kirchheim unter Teck

Saar-Auto-Service Mosolf Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Saarlouis

Automobil-Logistik-Mosolf GmbH, Kirchheim unter Teck

SAT Sächsische Autotransport und Service GmbH, Glauchau

ATC Autotechnik-Center GmbH, Glauchau

MOSOLF Special Vehicles GmbH, Kippenheim

MOSOLF Automotive Releasing Solutions GmbH (MARS), Frankfurt am Main

AFG Garching Allgemeine Fahrzeugübernahmegesellschaft Garching mbH, Rüsselsheim

MOSOLF Schöneck GmbH, Kirchheim unter Teck

MOSOLF Buch GmbH, Kirchheim unter Teck

Autokontor Bayern GmbH, Buch

4. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Durchgerechneter Anteil am Kapital
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften:
Unmittelbare Beteiligungen
MOSOLF Automotive GmbH, Kirchheim unter Teck (vormals: MOSOLF Move-Tec GmbH, Kirchheim unter Teck) 100 %
MOSOLF Logistics & Services GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
MOSOLF Retail Solutions GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
MVV Mosolf Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
ASTF SARL Auto-Service-Transport France, Creutzwald/Frankreich 100 %
Mosolf Benelux b.v.b.a, Zeebrugge/Belgien 100 %
B&T Solutions GmbH, Korschenbroich 100 %
ACM - Auto-Service und Umschlag-Center Mosolf Etzin GmbH, Ketzin/Havel 100 %
Callparts Recycling GmbH, Ketzin/Havel 100 %
MAS Fahrzeugtechnik GmbH, Ketzin/Havel 100 %
MOSOLF Transport Solutions GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
MOSOLF Automotive Releasing Solutions GmbH (MARS), Frankfurt am Main 100 %
MOSOLF Schöneck GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
MOSOLF Buch GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
Autokontor Bayern GmbH, Buch 100 %
MOSOLF Special Vehicles GmbH, Kippenheim 55,05 %
Mittelbare Beteiligungen
Mosolf Automotive Railway Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kirchheim unter Teck 100 %
Mosolf Transporte GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
Saar-Auto-Service Mosolf Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Saarlouis 100 %
Mosolf Automobillogistik s.r.o., Dobrovice/Tschechien 100 %
MOSOLF Special Vehicles GmbH, Kippenheim 44,95 %
Mosolf France SARL, Hambach/Frankreich 100 %
Mosolf Centre Logistique et Technique MLT SARL, Hambach/Frankreich 100 %
MCT Mosolf Centre Technique SARL, Hambach/Frankreich 100 %
Automobil-Logistik-Mosolf GmbH, Kirchheim unter Teck 100 %
AFG Garching Allgemeine Fahrzeugübernahmegesellschaft Garching mbH, Rüsselsheim 100 %
SAT Sächsische Autotransport und Service GmbH, Glauchau 94 %
mit ihrem Tochterunternehmen
ATC Autotechnik-Center GmbH, Glauchau 100 %
Gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Gesellschaften:
(siehe Punkt A "Konsolidierungskreis" Absatz 3)
Unmittelbare Beteiligungen
Quantum Age Mobility SE, Kirchheim unter Teck (kein operatives Geschäft) 100 %
Mittelbare Beteiligungen
Mosolf (Chengdu) International Logistics Co. Ltd., Chengdu/China 100 %
Mosolf France Transport Routier SAS, Hambach/ Frankreich 100 %
At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen:
Unmittelbare Beteiligungen
CAT Mosolf Polska Sp.z.o.o, Mszczonów/Polen 50 %
AutoLogistic International GmbH, Bremen 50 %
ETECTURE GmbH, Frankfurt am Main 25,1 %
Cenntro Automotive Europe GmbH, Herne (vormals: TROPOS MOTORS EUROPE GmbH, Kirchheim unter Teck) 35 %
Mittelbare Beteiligungen
Carcenter Zeebrugge n.v., Zeebrugge/Belgien 50 %
Gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Gesellschaften:
(siehe Punkt A "Konsolidierungskreis" Absatz 4)
Mittelbare Beteiligungen
Nortelog Ltda., Fortaleza/Brasilien 49,5 %
sceel.io GmbH, Stuttgart 25,1 %

Die Stimmrechte der assoziierten Unternehmen entsprechen den Kapitalanteilen.

5. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gemäß § 264c HGB

Berichtsjahr
T€
Vorjahr
T€
Sonstige Ausleihungen 0 528
Forderungen an Gesellschafter:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 94
Sonstige Vermögensgegenstände 517 955
517 1.049
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 811 574
Sonstige Verbindlichkeiten 11.478 10.908
12.289 11.482

6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der voll einbezogenen Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

Berichtsjahr Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.986 2.071
Angestellte 833 849
2.819 2.920

Bei den assoziierten Unternehmen waren im Berichtsjahr insgesamt 776 (Anteil Mosolf-Gruppe = 359) und im Vorjahr 612 (Anteil Mosolf-Gruppe = 278) Arbeitnehmer durchschnittlich beschäftigt.

7. Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Im Berichtsjahr beträgt des Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers T€ 194 und ist für Abschlussprüfungsleistungen angefallen.

8. Definition des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst die liquiden Mittel des Bilanzpostens "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" in Höhe von T€ 2.734 (Vorjahr: T€ 18.101) und die kurzfristige Kreditaufnahme, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, des Bilanzpostens "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" in Höhe von T€ 199 (Vorjahr: T€ 4.444). Saldiert ergibt sich ein Betrag von T€ 2.535 (Vorjahr: T€ 13.657).

 

Kirchheim unter Teck, den 17. Juli 2023

MOSOLF SE & Co. KG

gez. Dr. Jörg Mosolf, Vorsitzender des Vorstands, CEO

gez. Gregory Hancke, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, COO

gez. Dr. Kersten Ruoss, Mitglied des Vorstands, CFO

gez. Wolfgang Göbel, Mitglied des Vorstands, CSO

Konzernanlagespiegel für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022
T€
Währungsdifferenz
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Stand 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.263 15 2.297 596 0 27.979
2. Geschäfts- und Firmenwert 48.553 0 0 0 0 48.553
3. Geleistete Anzahlungen 135 0 955 0 0 1.090
74.951 15 3.252 596 0 77.622
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 196.498 279 7.260 8.991 1.013 196.059
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.665 25 854 4.730 312 25.126
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.678 41 2.855 20.706 306 86.174
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.831 4 576 -242 -1.631 1.022
330.672 349 11.545 34.185 0 308.381
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 390 0 100 0 0 490
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 20.885 -218 2.904 200 0 23.371
3. Beteiligungen 280 0 0 0 0 280
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 2.572 0 0 40 0 2.532
5. Sonstige Ausleihungen 2.674 0 -2 513 0 2.159
6. Rückdeckungsversicherung 259 0 12 22 0 249
7. Genossenschaftsanteile 32 0 9 0 0 41
27.092 -218 3.023 775 0 29.122
432.715 146 17.820 35.556 0 415.125
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
T€
Währungsdifferenz
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Zuschreibungen
T€
Stand 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.064 15 1.877 542 0 20.414
2. Geschäfts- und Firmenwert 14.164 0 3.645 0 0 17.809
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
33.228 15 5.522 542 0 38.223
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 110.276 226 4.491 8.311 0 106.682
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.619 23 945 4.545 0 20.042
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.309 40 7.209 18.832 0 71.726
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117 5 0 0 0 122
217.321 294 12.645 31.688 0 198.572
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 707 0 1.618 0 0 2.325
3. Beteiligungen 150 0 0 0 0 150
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 2.572 0 0 0 -40 2.532
5. Sonstige Ausleihungen 369 0 0 0 0 369
6. Rückdeckungsversicherung 0 0 0 0 0 0
7. Genossenschaftsanteile 6 0 0 0 0 6
3.804 0 1.618 0 -40 5.382
254.353 309 19.785 32.230 -40 242.177
Buchwerte
Stand 31.12.2022
T€
Stand 31.12.2021
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.565 7.199
2. Geschäfts- und Firmenwert 30.744 34.389
3. Geleistete Anzahlungen 1.090 135
39.399 41.723
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 89.377 86.222
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.084 5.047
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.448 20.369
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 900 1.713
109.809 113.351
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 490 390
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 21.046 20.178
3. Beteiligungen 130 130
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 1.790 2.305
6. Rückdeckungsversicherung 249 259
7. Genossenschaftsanteile 35 26
23.740 23.288
172.948 178.362

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MOSOLF SE & Co. KG, Kirchheim unter Teck

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MOSOLF SE & Co. KG, Kirchheim unter Teck, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MOSOLF SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 17. Juli 2023

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Carsten Grill, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Hus, Wirtschaftsprüfer

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