Getränke Service Würzburger Hofbräu GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Getränken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Ahlborn seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Holger Georg Schmidt seit 11.1.2021 | Geschäftsführer |
Katrin Dr. Korpus seit 1.2.2016 | Prokura |
Robert Stoll seit 7.3.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kulmbacher Brauerei Aktien-GesellschaftKulmbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Dieser Lagebericht umfasst sowohl den Konzernlagebericht als auch den Lagebericht der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung der Kulmbacher Gruppe. Die Ausführungen zur Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft sind in einem eigenen Abschnitt des Lageberichts mit Angaben nach HGB enthalten. Der zusammengefasste Lagebericht der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft wurde gemäß § 315 HGB sowie nach den Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 17 und 20 (DRS 17 und 20) aufgestellt. 1. DIE GRUNDLAGEN DER KULMBACHER GRUPPE1.1 Geschäftstätigkeit Die Kulmbacher Gruppe ist die führende Brauereigruppe in Nordbayern 1 und Anbieter eines reichhaltigen Sortiments an Pilsbieren, Bierspezialitäten, Biermischgetränken, alkoholfreien Bieren sowie Mineralwasser und Erfrischungsgetränken. Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ist die Konzernobergesellschaft der Kulmbacher Gruppe und an der Bayerischen Börse im Marktsegment "m:access" notiert. Das Geschäftsfeld der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften beinhaltet vier Segmente: Brauereien, Mineralbrunnen, Firmenkundenvertrieb sowie Einzelhandel. Die Produktionsbetriebe der Kulmbacher Gruppe verkaufen ihre Produkte zu marktüblichen Verrechnungspreisen an die Vertriebsgesellschaft, die Erfrischungs-Getränke Union Kulmbacher Gruppe GmbH, Kulmbach (E.Ge.U.), die den Vertrieb für alle Herstellerbetriebe steuert und abwickelt und auch die logistischen Dienstleistungen für Vertriebssegmente erbringt. Die Ertragslage der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ist auch durch ihre Tochtergesellschaften geprägt. Somit spiegelt die Geschäftsentwicklung der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft mit ihren Chancen und Risiken die der Kulmbacher Gruppe wider. Ebenso ist der Ausblick für den Konzern aufgrund der engen Verflechtungen zwischen der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften sowie hinsichtlich des Gewichts der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft innerhalb der Gruppe analog den Erwartungen für die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft zu sehen. Somit erfolgt aus Gründen einer kompakteren Darstellung die Erläuterung der Geschäftsentwicklung der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft und des Kulmbacher Konzerns in Form eines zusammengefassten Lageberichts. 1.2 Konzernstruktur Die Beteiligungsstruktur aller wesentlichen operativ tätigen Unternehmen der Kulmbacher Gruppe stellt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
1.3 Geschäftsmodell Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft, Kulmbach, koordiniert als Muttergesellschaft die Produktions-betriebe und die Vertriebsorganisation der Kulmbacher Gruppe. Im Geschäftsverteilungsplan sind die funktionalen Verantwortlichkeiten den Vorstandsbereichen zugeordnet, die für die Gesellschaften der gesamten Unternehmensgruppe gelten. 1.4 Märkte und Kunden Die Kernabsatzgebiete der Kulmbacher Gruppe liegen in den Vertriebsregionen Nordbayern, Sachsen, Thüringen und Hessen. Die Bierspezialitäten der Marken "Mönchshof" und "Kapuziner" werden überregional in ganz Deutschland vertrieben. Unser Kundenportfolio gliedert sich in folgende Segmente: Getränkefachgroßhandel, Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie, Getränkemärkte, Veranstaltungsgeschäft und Export. Der Exportanteil an der Gesamtgetränkeabsatzmenge der Kulmbacher Gruppe betrug wie im Vorjahr zwei Prozent, bei der Gesamtabsatzmenge an Bier belief sich der Anteil auf drei Prozent. Die für die Kulmbacher Gruppe wichtigsten Exportländer sind unverändert zum Vorjahr Italien und China. 1.5 Unternehmenssteuerung Die konsequente Umsetzung der Unternehmens- und Portfoliostrategie soll einen nachhaltigen Wertzuwachs sichern. Zur Steuerung der Kulmbacher Gruppe zieht der Vorstand vorrangig Finanz- und Leistungskennzahlen als Entscheidungsgrundlage heran. Diese Steuerungsgrößen sind die wesentliche Grundlage für die Gesamteinschätzung aller zu bewertenden Geschäftsvorfälle und für die Entwicklung der Kulmbacher Gruppe. Sie finden für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Geschäftseinheiten und Segmente Anwendung. Unsere Unternehmensplanung und -steuerung basiert vor allem auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Kulmbacher Gruppe. Als wichtigste Steuerungsgröße zur operativen und finanziellen Leistungsmessung wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT = operatives Ergebnis) 2 verwendet. Daneben werden die Umsatzerlöse und der Free Cashflow als finanzielle Leistungsindikatoren zur Messung des operativen Geschäftsbetriebs herangezogen. Neben Finanzkennzahlen nutzt der Vorstand auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (siehe Kapitel 3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren). Hierbei sind insbesondere Kennzahlen zum Qualitäts- und Umweltmanagement und zur Arbeitssicherheit von Bedeutung. 1.6 Innovation Unser Biersortiment wird entsprechend dem sich ändernden Nachfrageverhalten unserer Kunden durch alkoholfreie Biere und Biermischgetränke sowie Bierspezialitäten ständig weiterentwickelt. Auch im Bereich der alkoholfreien Getränke orientieren wir uns an den Konsumentenwünschen und erweitern unsere Produktsparten durch neue Geschmacksvarianten. Weiterhin fokussieren wir uns auf umweltfreundliche Mehrweggebinde oder vollständig recycelbare, ökologische und nachhaltige Verpackungen. Unsere Biere werden nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut und unterliegen, genauso wie unsere alkoholfreien Getränke, laufenden Qualitätskontrollen. Dies dient der Sicherung unseres hohen Qualitätsstandards. 1.7 Kundenorientierung Gemäß unseren Unternehmensleitlinien hat die Kundenorientierung oberste Priorität. Die Brauereien der Kulmbacher Gruppe bieten neben Pilsbieren eine breite Sortiments- und Gebindevielfalt an. Sowohl bei obergärigen als auch bei untergärigen Bierspezialitäten verfügen wir über ein vielfältiges Produktportfolio. Es umfasst zum einen die für die Region typischen Biersorten, wie unterschiedliche Pils-, Keller-, Hell- oder Exportbiere. Zum anderen bieten wir unseren Kunden auch Spezialbiere wie Märzen, Zwickl oder Bockbiere an, deren Rezepturen entweder auf eine historische Brautradition zurückzuführen sind oder gänzlich neu entwickelt wurden. Fester Bestandteil des breit gefächerten Sortiments unserer Brauereien sind alkoholfreie Biere in unterschiedlichen Geschmacksvarianten und Biermischgetränke, allen voran "Mönchshof Natur Radler" und "Mönchshof Natur Radler Alkoholfrei 0,0 %". Mit unserer Marke Bad Brambacher erfüllen wir die Kundenwünsche in Gastronomie und Handel durch qualitativ hochwertiges Mineralwasser mit unterschiedlichem Kohlensäuregehalt und unsere Limonaden in vielfältigen Geschmacksrichtungen. Wir achten dabei auf die Verwendung von Zutaten natürlichen Ursprungs. Die verwendeten PET-Gebinde werden in einem "Closeloop-Verfahren" zu hundert Prozent aus Recycling-Flaschen hergestellt. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022 war entscheidend von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs geprägt, nachdem sich die Corona-Pandemie in Deutschland und in Europa weiter entspannte. In anderen Teilen der Welt insbesondere in China blieb die Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie durch die Eindämmungsstrategie weiter angespannt. Produktionsstopps und Schließung von Industrie- und Hafenanlagen führten zu einer Belastung der globalen Konjunktur. Über die bestehenden Kapazitätsengpässe und unterbrochenen Lieferketten hinaus führte der Krieg in der Ukraine zu einer Angebotsknappheit mit der Folge von massiv ansteigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Dies wiederum führte zu einem inflationären Anstieg der Verbraucherpreise, welche in Deutschland gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt um 7,9 Prozent stiegen. 3 Den Arbeitsmarkt hat dieses wirtschaftliche Umfeld bislang nicht belastet, vielmehr hat die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die der Arbeitslosen inzwischen wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Die fortschreitende Überalterung der Bevölkerung und der damit verbundenen rückläufigen Zahl an Erwerbstätigen, die nicht ausreichende Zuwanderungsquote ausländischer Arbeitskräfte sowie eine MINT-Fachkräftelücke durch eine nicht adäquate Bildungspolitik haben dazu beigetragen, dass ein akuter Fachkräftemangel herrscht. Zusätzlich wurde die Beschäftigung in jenen Branchen, die von den Aufhebungen der Corona-Beschränkungen profitierten, ausgeweitet. 4 Während sich das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf fortlaufend eingetrübt hat, stieg die weltweite Inflation, was deutliche Erhöhungen des Leitzinses der US-Notenbank und der EZB zur Folge hatte. 5 2.2 Branchensituation Getränkewirtschaft Nach den Absatzmengenrückgängen in der Bierbranche der Jahre 2020 und 2021 durch die Corona-Pandemie haben die deutschen Brauereien erstmals wieder in 2022 ein Absatzmengenplus von 2,7 Prozent erreicht, dieses resultiert nahezu ausschließlich aus der Öffnung der Gastronomie und das Stattfinden des Feste- und Veranstaltungsgeschäfts. Der Inlandsbierabsatz nahm um +4,0 Prozent zu. Der Bierabsatz in die EU und Drittländer ging dagegen um -2,7 Prozent zurück, was im Wesentlichen auf den Russland-Ukraine-Krieg zurückzuführen ist. 6 Trotz der spürbaren Belebung des Inlandsabsatzes fehlen der deutschen Brauwirtschaft noch 3,8 Mio. Hektoliter zur Vor-Corona-Absatzmenge. 7 Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier ist im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen und dürfte nach Schätzungen bei etwa 94 Litern 8 liegen, nach 91,6 Litern 9 im Vorjahr. Die finanziellen und strukturellen Folgen sind für viele Brauereien noch lange nicht überwunden bzw. absehbar. Im Gegenteil, der wirtschaftliche Druck auf die Getränkebranche durch die Energiekrise mit unmittelbaren Folgen für die Energie- und Rohstoffpreise, ausgelöst durch den Russland-Ukraine-Krieg, und durch stetig wachsende Überkapazitäten hat sich in 2022 weiter verschärft. Sinkende Absatzmengen, und rückläufige Margen bedingt durch gestiegene Kosten bei Rohstoffen, Energie und Verpackungsmaterial prägen das Bild der Getränkeindustrie. Obwohl die meisten Brauereien Preiserhöhungen durchgeführt haben, konnten nicht alle Mehrkosten an die Kunden weitergeben werden. Zusätzlich schwelt der Überlebenskampf in der Gastronomie unvermindert weiter, getrieben vom fehlenden Fachpersonal und dem Anstieg der Preise für Nahrungsmittel und Energie. Aber auch die Veranstaltungsbranche war vom Fachkräftemangel und von der Planungsunsicherheit betroffen, so dass viele Feste nicht in gewohntem Umfang oder gar nicht stattfinden konnten. Der Fassbierabsatz und der Absatz an Erfrischungsgetränken stieg in der Gastronomie und im Veranstaltungs- und Festgeschäft deutlich an, konnte jedoch die Absatzmenge des Jahres 2019 nicht erreichen. Das Exportgeschäft erholte sich im abgelaufenen Jahr, nachdem die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in vielen Exportländern weiter gelockert wurden bzw. aufgehoben wurden, gegenläufig wirkte sich der Russland-Ukraine-Krieg negativ aus. Im Jahr 2022 entwickelte sich der Bereich Handel rückläufig, dieser wird unverändert von den national starken Pils-Marken dominiert, allerdings mit sinkender Tendenz und im Wesentlichen gestützt durch aggressive Preis- und Werbeaktionen. Nahezu 80 Prozent der nationalen Pilsbiere werden im Aktionszeitraum zu einem niedrigeren Angebotspreis verkauft. Trotzdem sinkt der Absatzanteil der Pilsbiere stetig. Demgegenüber gewinnen Sorten wie Hell-, Zwickl-, Keller- und Märzenbiere Marktanteile. Den größten Marktanteilsgewinn verzeichneten im abgelaufenen Jahr Hellbiere. 10 Seit einigen Jahren können sich auch regionale Getränkehersteller unter dem Aspekt der Regionalität und Nachhaltigkeit mit ihren Bierspezialitäten verstärkt positionieren. 11 Weitere positive Absatzmengenentwicklungen zeigen Brauereien mit alkoholfreien Biersorten und alkoholfreie Radler oder Bügelverschlussgebinde. Trotz der durch die Inflation stark gestiegenen Lebenshaltungskosten erhöhte sich der Gesamtabsatz von Mineralwasser, Heilwasser und Erfrischungsgetränke der deutschen Mineralbrunnenbetriebe um 6,6 % auf 13,3 Milliarden Liter (Vorjahr: 12,5 Milliarden Liter). Auch der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch erhöhte sich von 157,5 Liter im Vorjahr auf 167,3 Liter. Die beliebteste Sorte bleibt unverändert das Medium-Wasser mit wenig Kohlensäure mit einem Marktanteil von 41,5 Prozent (Vorjahr: 42,5 Prozent), dann folgten Mineralwasser mit Kohlensäure mit einem Marktanteil von 33,8 Prozent (Vorjahr: 34,1 Prozent) und Mineralwasser ohne Kohlensäure mit einem Marktanteil von 22,2 Prozent (Vorjahr: 20,8 Prozent). Die Absatzmenge an Erfrischungsgetränken der deutschen Mineralbrunnen belief sich 2022 auf 3,2 Milliarden Liter, was einem Zuwachs von +6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht 12 . In der deutschen Mineralbrunnenbranche hält bei den Markenanbietern unverändert die Nachfrage nach dem Naturprodukt Mineralwasser vorrangig im umweltbewussten Glas-Mehrweggebinde an. In 2022 profitierten die Billiganbieter und Handelswarenproduzenten insbesondere von den heißen Sommermonaten und dem warmen Herbst. Trotz der Absatzmengenzuwächse bei den Billig-Mineralbrunnen werden sich diese auch in Zukunft zunehmend mit einem verstärkt auftretenden und werblich aktiv begleitenden Konkurrenten, dem Wassersprudler, auseinandersetzen müssen. Hier sehen die Konsumenten zunehmend die Aufbereitung von Leitungswasser oder die Herstellung von Limonaden aus Leitungswasser durch Hinzufügen von Sirup als günstige Alternative zum Mineralwasserkauf. Diese Getränke verstärken in erster Linie den Druck auf die Discount- und Billigmarken 13 . 2.3 Geschäftsverlauf der Kulmbacher Gruppe GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Die Kulmbacher Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2022 infolge solider Absatzmengenzuwächse im Bereich Handel und einer sehr guten Absatzentwicklung in der Gastronomie sowie im Feste- und Veranstaltungsgeschäft ein gutes Unternehmensergebnis erwirtschaften. Die Geschäftstätigkeit der Markgrafen Heimdienst GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Markgrafen-Vertrieb-GmbH, wurde zum Geschäftsjahresende 2022 eingestellt. Der Tätigkeitsumfang umfasste die Belieferung von Privatkunden hauptsächlich im ländlichen Raum. Der Geschäftsbetrieb musste aufgrund von Personalmangel und nicht überwälzbaren Kostensteigerungen aufgegeben werden. Die im Konzernlagebericht 2021 für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierten finanziellen Zielsetzungen wurden für Umsatz (leichte Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich) und EBIT (im oberen einstelligen Millionenbereich unter dem Niveau des Vorjahres) übertroffen und für den Free Cashflow (im mittleren einstelligen Millionenbereich) erreicht. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe entwickelten sich besser als prognostiziert mit 261,3 Mio. € und lagen damit um 8,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Diese Umsatzerlössteigerung resultiert aus einer Kombination von Absatzmengensteigerungen und durchgesetzten Preiserhöhungen. Das EBIT erreichte 13,2 Mio. € und übertraf damit das EBIT des Vorjahres (11,3 Mio. €). Der Free Cashflow erreichte mit 7,6 Mio. € den prognostizierten Wert. Insgesamt stuft der Vorstand die finanzielle Lage des Konzerns unverändert als nachhaltig solide ein. ABSATZENTWICKLUNG Die Kulmbacher Gruppe übertraf im Geschäftsjahr 2022 mit 3.559 Thl (ohne Berücksichtigung der Lohnproduktion und Lohnabfüllung) den Getränkeabsatz des Vorjahres (3.429 Thl) um 3,8 Prozent. Da im abgelaufenen Geschäftsjahr die Gastronomie vom Corona-Lockdown verschont blieb und die Verbraucher zu alten Gewohnheiten zurückkehrten, konnten die Gastronomiebetriebe trotz fehlender Fachkräfte und reduzierter Öffnungszeiten zum Normalbetrieb übergehen. Das führte zu einer hohen Nachfrage nach Fassbier mit einem Anstieg von +65,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Flaschenbierabsatz konnte um +0,7 Prozent geringfügig gesteigert werden. Die Exportabsatzmengen lagen mit 2,0 Prozent über dem Vorjahr. Nach dem Wegfall der Corona-Maßnahmen wurden auch im Feste- und Veranstaltungsgeschäft erhebliche Absatzmengen generiert. Das Absatzmengenniveau vor der Pandemie konnte jedoch noch nicht ganz erreicht werden. Die Bierabsatzmenge der Kulmbacher Gruppe stieg ohne Berücksichtigung der Lohnfertigungsmengen mit 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dabei zeigten alle Absatzkanäle der Kulmbacher Gruppe gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung. Die höchsten Zuwächse wurde in der Gastronomie mit +52,1 Prozent und im Veranstaltungs- und Festgeschäft erzielt. Im Segment der alkoholfreien Erfrischungsgetränke konnte unsere Marke Bad Brambacher die Absatzmenge des Vorjahres mit 15,3 Prozent übertreffen. Zu den Wachstumstreibern gehörte vor allem die Gartenlimonade, die bei den Konsumenten unverändert im Trend liegt. Aber auch insgesamt zeigte die Marke Bad Brambacher mit ihren Produkten eine Entwicklung besser als die gesamte Mineralbrunnenbranche, allen voran Mineralwasser im Glas-Mehrweggebinde. Die Absatzentwicklung der Kulmbacher Gruppe wurde vor allem durch die solide Entwicklung der Wachstumsmarke Mönchshof sowie das überproportionale Wachstum von Keiler und Bad Brambacher gestützt. Darüber hinaus profitierten unsere regional verankerten Pilsmarken Kulmbacher, Sternquell, Würzburger Hofbräu und Scherdel von der Neubelebung der Gastronomie, was sich in Summe positiv auf den Gesamtabsatz auswirkte. Die Entwicklung der einzelnen Marken der Kulmbacher Brauerei stellt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dar: Die Bierspezialitätenmarke MÖNCHSHOF setzte ihre Erfolgsgeschichte auch 2022 fort. Mit einem Marktanteil von 29,9 Prozent 14 (Vorjahr: 28,0 Prozent) baute Mönchshof seine marktführende Position im Segment der Bügelverschlussbiere weiter aus. 15 Trotz einer kostenbedingten Preiserhöhung im Handel und in der Gastronomie erreichte die Marke Mönchshof eine Absatzmengensteigerung von 0,7 Prozent. Ein Wachstumstreiber war das " Mönchshof Hell" mit einem Wachstum von rund 7,7 Prozent 16 , obwohl das Segment der Hellbiere 2022 in Deutschland um -1,0 Prozent 17 rückläufig war. Dazu beigetragen hat unter anderem der massive Distributionsausbau im Handel. Im Segment der Hellbiere liegt Mönchshof in Deutschland unter den führenden Anbietern. 18 Auch die alkoholfreie Variante des beliebten "Mönchshof Natur Radler", das "Mönchshof Natur Radler Alkoholfrei 0,0%", setzte 2022 seine erfolgreiche Entwicklung seit der Einführung in 2019 fort. Während das dazugehörige Marktsegment 2022 um 6,5 Prozent 19 wuchs, verzeichnete das "Mönchshof Natur Radler Alkoholfrei 0,0%" ein Absatzwachstum von 13,6 Prozent 20 . Im Ranking der alkoholfreien Radler 21 auf dem deutschen Markt liegt die Radlerspezialität auf Platz 3 und konnte ihren Marktanteil weiter auf nun 13,4 Prozent 22 ausbauen. Das Aufleben der Gastronomie und des Veranstaltungsgeschäfts bescherte KULMBACHER im sonst schwierigen Pilsmarkt wertvolle Absatzimpulse. Mit einem Absatzwachstum von 3,2 Prozent konnte sich die Kulmbacher Pilsspezialität deutlich besser entwickeln als das mit -4,8 Prozent 23 rückläufige Pilssegment insgesamt. Unser "Edelherb" im klassischen 20 x 0,5 Liter Kasten blieb auch 2022 Marktführer in Nordbayern und konnte seinen Marktanteil auf 15,4 Prozent 24 ausbauen. Auch das " KAPUZINER Weißbier" trotzte den schwierigen Marktbedingungen und dem rückläufigen Weißbiermarkt und erreichte ein Absatzmengenplus von 5,2 Prozent. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leistete dabei die Gastronomie. Die Weißbiermarke hat 2022 erneut seine Marktführerschaft auf dem nordbayerischen Weißbiermarkt mit einem Marktanteil von 12,3 Prozent 25 behauptet. Im nationalen Weißbier-Ranking befindet sich Kapuziner auf Platz fünf. 26 STERNQUELL zeigte 2022 in einem preisaggressiven Marktumfeld in Sachsen durch die Wiedereröffnung der Gastronomie nach dem Lockdown im Vorjahr und das Stattfinden von Festen und Veranstaltungen im vergangenen Jahr ein Wachstum von 6,6 Prozent. Das im April neu eingeführte "Sternquell Vogtländer Hell" wurde von Liebhabern milder Bierspezialitäten sehr gut angenommen und brachte wertvolle Absatzimpulse. BRAUSTOLZ profitierte ebenfalls von der Belebung der Gastronomie und verzeichnete ein Absatzplus von 5,4 Prozent. Auch der Hofer Traditionsmarke SCHERDEL brachte die Erholung des Gastronomiegeschäfts einen deutlichen Absatzmengenzuwachs von 11,1 Prozent. Das im 4. Quartal 2021 neu eingeführte "Scherdel Hell" wurde von den Verbrauchern so gut angenommen, dass es sich 2022 nach der Sorte Pils zur zweitstärksten Sorte der Scherdel Biere entwickelte. Auch für die in der Gastronomie starke Marke WÜRZBURGER HOFBRÄU war die Neubelebung des Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäfts förderlich und verzeichnete 2022 ein Wachstum von 5,6 Prozent. Während die Retromarke STERNLA im Handel an Absatz verlor, konnte die Spezialitätenmarke KEILER überproportional um 40,5 Prozent wachsen. Dabei wirkten sich der Neustart des Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäfts sowie die gelungene Neueinführung von "Keiler Helles" im April 2022 und die erfolgreiche Entwicklung von "Keiler Kellerbier" aufgrund der Erweiterung des Kernabsatzgebietes aus. KITZMANN verzeichnete einen Absatzmengenzuwachs von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei BAD BRAMBACHER machte sich im vergangenen Jahr die dauerhafte Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten sowie die Wiedereröffnung von Sport- und Freizeiteinrichtungen bemerkbar, was zu einem Wachstum des 0,5l-PET-Gebindes um 14,4 Prozent führte. Zudem verstärkten die witterungsbedingt sehr guten Sommermonate Juli und August die Nachfrage nach Mineralwässern. Zu den Wachstumstreibern unserer alkoholfreien Produktsparte gehörte auch 2022 einmal mehr die Garten-Limonade mit einer Absatzmengensteigerung von 35,6 Prozent. Die Neueinführung der Sorte "Garten-Limonade Schwarze Johannisbeere" im April 2022 brachte wertvolle Wachstums- und Innovationsimpulse. Dabei wird das 20 x 0,5l Longneck-Glas-Mehrweggebinde bei der hochwertigen Garten-Limonade von den Kunden am meisten bevorzugt. In Summe verzeichnete Bad Brambacher ein Absatzwachstum von 15,3 Prozent. ERTRAGSLAGE
1) Ergebnis der Periode vor Zinsergebnis, sonstigem Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen 2) Ergebnis der Periode vor Zinsergebnis, sonstigem Finanzergebnis und Ertragsteuern 3) Ergebnis der Periode vor Ertragsteuern Die Umsatzerlöse der Kulmbacher Gruppe erreichten 261,3 Mio. € (Vorjahr: 240,6 Mio. €) aufgrund gestiegener Absatzmengen in Gastronomie und im Veranstaltungs- und Festgeschäft durch den Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen sowie durch in 2022 umgesetzte Preiserhöhungen. Weiterhin trugen insbesondere die volumenstarken Marken Mönchshof, Kulmbacher und Bad Brambacher zu diesem Umsatzwachstum bei. Die Umsatzerlöse stiegen im Handelsbereich um +2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Gastronomie lagen die Umsatzerlöse nach dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen mit +69,7 Prozent über dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Feste und Veranstaltungen zeigte nach nur geringen Umsatzerlösen im Vorjahr eine exponentielle Steigerung. Das Exportgeschäft entwickelte sich mit +5,5 Prozent über Vorjahr, konnte aber das Vorkrisenniveau noch nicht erreichen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 4,9 Mio. € im Vorjahr auf 5,7 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Anlagenabgängen durch den Verkauf des ehemaligen Güterbahnhofgeländes am Standort Kulmbach mit einem Buchgewinn in Höhe von 2,4 Mio. € zurückzuführen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden im Vorjahr die im Rahmen der Kurzarbeit erstatteten Sozialversicherungsbeiträge i. H. v. 0,3 Mio. € ausgewiesen. Die Materialaufwandsquote hat sich bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) von 37,3 Prozent auf 37,1 Prozent verringert, was auf die gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt höheren Umsatzerlöse zurückzuführen ist, obwohl sich die Einkaufspreise für Rohstoffe wie Malz und Grundstoffe für die Herstellung von alkoholfreien Getränken erheblich erhöht haben. Im Geschäftsjahr 2022 sank die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung von 22,0 Prozent auf 21,6 Prozent trotz tariflicher Entgeltsteigerungen, einer im Durchschnitt etwas niedrigeren Beschäftigtenzahl von 909 Mitarbeitern (Vorjahr: 911 Mitarbeiter) sowie einer durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld bedingten Einsparung von Personalkosten in Höhe von 0,4 Mio. € im Vorjahr. Die Personalkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 56,6 Mio.€ (Vorjahr: 53,1 Mio. €). Das Anlagevermögen wird über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erreichten 27,5 Mio. € nach 27,0 Mio. € im Vorjahr. Die Abschreibungen aus den zu aktivierenden Leasing-Nutzungsrechten betrugen dabei 7,6 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €). In 2022 wurden unwesentliche außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 73,6 Mio. € (Vorjahr: 64,9 Mio. €), da in allen drei Aufwandskategorien (Vertriebs- und Marketingaufwendungen, Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung, Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen) ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung hat sich daher bei gestiegenen Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr von 26,9 Prozent auf 28,1 Prozent leicht erhöht. Das Finanzergebnis lag wie im Vorjahreszeitraum bei -0,6 Mio. €. Die Zunahme der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 3,1 Mio. € im Vorjahr auf 4,0 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Steuereffekte aus der im Geschäftsjahr durchgeführten Betriebsprüfung für die Jahre 2017-2019 zurückzuführen. FINANZLAGE Ein wesentliches Ziel der Finanzsteuerung der Kulmbacher Gruppe ist die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Maßnahmen zur Mittelbeschaffung (Finanzierung) und Mittelverwendung (Investition). Im Mittelpunkt steht dabei die Sicherung und Erhaltung der Liquidität in Form von ausreichenden Kreditlinien oder Finanzmitteln, um diese konzernweit effizient einzusetzen. Die erwirtschafteten Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit stellen eine wesentliche Finanzierungsquelle der Kulmbacher Gruppe dar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein mittelfristiges Bankdarlehen i. H. v. 0,8 Mio. € neu aufgenommen, nachdem im Vorjahr zwei langfristige Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 11,0 Mio. € zur Finanzierung von Investitionen in Anspruch genommen wurden. Zum 31. Dezember 2022 bestanden für die Kulmbacher Gruppe zugesagte kurzfristige, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 30,9 Mio. €, davon entfallen 24,1 Mio. € auf die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft. KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung der Kulmbacher Gruppe zeigt die Herkunft und die Verwendung der Zahlungsströme innerhalb eines Geschäftsjahres auf. Dabei wird zwischen dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Zusammenfassung wesentlicher Größen der Kapitalflussrechnung:
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erreichte im Geschäftsjahr 2022 +36,5 Mio. € (Vorjahr: +32,4 Mio. €). Diese Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert vornehmlich aus der Ergebnisentwicklung über Vorjahr und der stichtagsbedingten Abnahme des Nettoumlaufvermögens gegenüber einer leichten Zunahme des Nettoumlaufvermögens zum Vorjahresstichtag. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit weist im Geschäftsjahr 2022 mit -28,9 Mio. € (Vorjahr: -24,5 Mio. €) nochmals eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert auf, hauptsächlich infolge der weiteren Fortsetzung der Erweiterungsinvestitionen am Standort Kulmbach. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei -17,2 Mio. € (Vorjahr: -16,3 Mio. €). Der Anstieg ist auf die nur geringe Neuaufnahme von Krediten zur Finanzierung der durchgeführten Investitionen zurückzuführen. Der Free Cashflow entspricht der Summe aus dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit. Dieser lag im Geschäftsjahr 2022 bei 7,6 Mio. € (Vorjahr: 7,9 Mio. €). INVESTITIONEN Die durchzuführenden Investitionen werden den betrieblichen Erfordernissen entsprechend geplant und priorisiert. Sie unterliegen einem standardisierten Beantragungs- und Genehmigungsprozess, der einer fachspezifischen und wirtschaftlichen Prüfung unterliegt. Dabei werden zwei Arten von Investitionen unterschieden, zum einen Kapazitätserweiterungen und zum anderen Ersatzinvestitionen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt primär aus dem operativen Cashflow. Zusätzlich wurden für die im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten größeren Investitionsprojekte mittelfristige Fremdmittel verwendet. Um die Marktstellung bei den Bierspezialitäten der Marke Mönchshof noch weiter auszubauen, wurden die in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 am Standort Kulmbach begonnenen Großinvestitionen im Bereich Technik im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Die Kulmbacher Gruppe investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 33,9 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €) in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 33,2 Mio. € (Vorjahr: 26,1 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen die Erweiterung der Abfüllkapazität mit Fertigstellung einer Abfüllhalle und den Aufbau einer dritten Abfülllinie sowie die Inbetriebnahme der Sudhauserweiterung am Standort Kulmbach. Als Beitrag für eine nachhaltige und klimafreundliche Stromerzeugung wurde in Kulmbach eine Photovoltaikanlage installiert. Am Standort Bad Brambach wurden eine Be- und Entpalettieranlage sowie Einpackmaschine als Ersatzinvestitionen neu angeschafft. In immaterielle Vermögensgegenstände wurde in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) investiert. Als Finanzanlagen wurden Darlehen und Getränkelieferungsrechte, die im Wesentlichen der Absatzsicherung und der Neukundenakquisition in der Gastronomie dienen, in Höhe von 1,1 Mio. € an Kunden ausgereicht (Vorjahr: 0,9 Mio. €). VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme der Kulmbacher Gruppe erhöhte sich zum 31. Dezember 2022 um 3,7 Prozent auf 243,9 Mio. € (Vorjahr: 235,2 Mio. €). Dabei nahmen die langfristigen Aktiva gegenüber dem Vorjahr von 151,1 Mio. € auf 166,1 Mio. € zu, was hauptsächlich auf die hohe Investitionstätigkeit bei den Sachanlagen und auf den Anstieg der Leasingnutzungsrechte aufgrund von längerfristigen Vertragsabschlüssen zurückzuführen ist. Zum 31. Dezember 2022 belief sich der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme auf 68,1 Prozent (Vorjahr: 64,3 Prozent). Das Working Capital (Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) lag zum 31. Dezember 2022 bei 13,3 Mio. € nach 13,2 Mio. € zum Vorjahres-bilanzstichtag. Der Vorratsbestand lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um +2,6 Mio. € über dem Bestandswert des Vorjahresstichtags im Wesentlichen wegen gestiegener Einkaufspreise für Rohstoffe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen um +0,3 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund der durchgeführten höheren Investitionen gegenüber dem Vorjahr um +2,8 Mio. €. Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte erreichten 9,4 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Zunahme von Forderungen aus Umsatzsteuer und aus Boni gegenüber Lieferanten bei den Getränkemärkten zurückzuführen. Der Bestand an liquiden Mittel verringerte sich vornehmlich wegen des gegenüber dem Vorjahr erhöhten Kapitalbedarfs zur Finanzierung der getätigten Investitionen zum Bilanzstichtag auf 25,8 Mio. € (Vorjahr: 35,4 Mio. €). Zum 31. Dezember 2022 lag die Eigenkapitalquote der Kulmbacher Gruppe trotz der gestiegenen Bilanzsumme und wegen der einmaligen Bonuszahlung an die Aktionäre im Vorjahr mit 33,2 Prozent über dem Wert zum Vorjahresbilanzstichtag (31,9 Prozent). Die langfristigen Verbindlichkeiten gingen zum 31. Dezember 2022 von 74,0 Mio. € im Vorjahr auf 69,7 Mio. €. zurück. Der Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten ist vorrangig durch die Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie des niedrigeren Wertes der Pensionsrückstellungen wegen des inflationsbedingt deutlich gestiegenen Abzinsungsfaktors begründet. Gegenläufig wirkten sich zum einen die höheren langfristigen Leasingverbindlichkeiten durch den Abschluss langfristiger Mietverträge aus. Zum anderen erhöhten sich die passiven latenten Steuern infolge der Neuanschaffungen von Mehrweggebinden, die steuerlich im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im IFRS-Konzernabschluss auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben wurden, die Übertragung von Rücklagen nach § 6b EStG aus dem Immobilienverkauf und die Veränderung der Pensionsrückstellungen aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze in der IFRS- und Steuerbilanz. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen stichtagsbezogen auf 93,3 Mio. € (Vorjahr: 86,1 Mio. €), was hauptsächlich auf die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wegen der erhöhten Investitionstätigkeit und auf die gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten aus den Rückvergütungsabrechnungen im Handelsgeschäft zurückzuführen ist. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind im Geschäftsjahr 2022 nicht eingetreten. 3. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN3.1 Qualitäts- und Umweltmanagement Die Kulmbacher Gruppe braut ihre Biere aufgrund ihrer Regional- und Spezialitätenstrategie an den Standorten Kulmbach, Hof, Würzburg und Plauen. Für den reinen Genuss unserer Biere sorgt neben den hohen Qualitätsansprüchen und dem Engagement unserer Brauer die älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt: das Reinheitsgebot für Bier. Seit 1516 darf deutsches Bier ausschließlich mit Wasser, Malz und Hopfen gebraut werden. Das in der Welt einzigartige Gebot bietet damit umfassenden und transparenten Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und die Garantie, dass auch die Biere unserer Brauereien natürlich, rein und vor allem Produkte aus besten Zutaten sind und bleiben. Hierfür steht auch unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001. Im zertifizierten Qualitätsmanagement werden permanent neue Prozesse ergänzt, dokumentiert und in die ISO 9001:2015 überführt. Der Brauprozess unterliegt an allen Produktionsstandorten diesen Qualitätsvorgaben. Im Sinne des Umweltmanagements nach EMAS wird die Effizienz der einzelnen Betriebe anhand spezifischer Kennzahlen für Energie- und Wasserverbrauch in den einzelnen technischen Abteilungen gemessen. Die Zielwerte wurden für die technischen Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022 erreicht, beim Strom- und Wärmeverbrauch wurden zudem Verbesserungen erzielt. Die relevanten Steuerungsgrößen haben sich im Bereich der Produktion und Abfüllung der Kulmbacher Gruppe wie folgt entwickelt:
Im Geschäftsjahr 2022 konnte der Wasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr unverändert auf einem niedrigen Niveau stabil gehalten werden. Die Verbrauchswerte für Strom und Wärme verbesserten sich gegenüber Vorjahr, was hauptsächlich auf die gute Kapazitätsauslastung, aus weiteren Prozessoptimierungen und durch die Anschaffung energiesparender technischer Anlagen und Maschinen bei unseren Brauereien und unserem Mineralbrunnen zurückzuführen ist. Zuständig für den Aufbau, die Überwachung und die stetige Verbesserung des Umweltschutzes und des Managementsystems ist der Vorstand Finanzen und Technik. Er ist dafür verantwortlich, dass die Unternehmenspolitik in diesem Bereich von allen Mitarbeitern verstanden und umgesetzt wird. In unserem Unternehmen sind zudem für einzelne Bereiche Betriebsbeauftragte benannt, die darauf achten, dass die gesetzlichen Umweltanforderungen eingehalten werden. Für die Bewertung unseres Umweltmanagementsystems werden TÜV-Auditoren eingesetzt. 3.2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Sehr gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis, um den Erfolg eines Unternehmens nachhaltig zu sichern. Eine verantwortungsvolle Personalentwicklung zur Förderung der fachlichen und sozialen Kompetenz spielt dabei eine wesentliche Rolle. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 waren in der Kulmbacher Unternehmensgruppe 906 Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: 917) beschäftigt. Davon standen 50 Mitarbeiter (Vorjahr: 58) in einem Ausbildungsverhältnis. Wie im Vorjahr (54 Prozent) waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktion und Logistik tätig. Auf den Bereich Vertrieb und Marketing entfielen 33 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent). In der Verwaltung lag der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei 12 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent). 3.3 Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit Der Maßstab unseres unternehmerischen Handelns ist zum einen der hohe Qualitätsstandard unserer Produkte und Dienstleistungen, zum anderen streben wir nach permanenter Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit unserer Mitarbeiter. Im Rahmen der stetigen Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit setzt die Kulmbacher Gruppe auf jährliche Safety Days, an denen Themen rund um die Gesundheit, Datenschutz und Arbeitssicherheit vermittelt werden. Weiterhin finden regelmäßige Schulungen zum Arbeitsschutz in den Bereichen Technik und Logistik statt, die insbesondere der Förderung des Sicherheitsbewusstseins und der Prävention zur Vermeidung von Arbeitsunfällen dienen. Dabei werden vorrangig Themen wie Brandschutz, Umgang mit Gefahrstoffen, Verkehrssicherheit und Ergonomie behandelt. Der verstärkte Einsatz des E-Learnings sichert die Festigung und Überprüfung der vermittelten Inhalte und Maßnahmen zur Arbeitssicherheit. Die gruppenweite Unfallquote lag erstmals seit Jahren mit 46 Unfällen je 1.000 Mitarbeiter über dem Branchendurchschnitt von 35 Unfällen je 1.000 Mitarbeiter gemäß der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe. 27 Der Anstieg der Unfallquote im Geschäftsjahr 2022 ist im Wesentlichen den im Vorjahr aufgrund der Corona-Situation nur in eingeschränktem Maß durchgeführten Schulungsmaßnahmen und dem Ausfall von Stammpersonal geschuldet. 4. JAHRESABSCHLUSS DER KULMBACHER BRAUEREI AKTIEN-GESELLSCHAFT4.1 Vorbemerkungen Ergänzend zur Berichterstattung über den Kulmbacher Konzern wird im Folgenden die Geschäftsentwicklung der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft näher erläutert. Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des Kulmbacher Konzerns und hat ihren Sitz in Kulmbach. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ist sowohl durch die Tätigkeit als Holding mit der Erbringung von Dienstleistungen für Tochtergesellschaften als auch durch ihre operative Tätigkeit als Brauerei bestimmt. Der Jahresabschluss der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des deutschen Aktienrechts (AktG) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Daraus ergeben sich Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Leasingverhältnisse, Rückstellungen und latente Steuern. 4.2 Zusammenfassung des Geschäftsverlaufs Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft zeigte auch im Geschäftsjahr 2022 nach dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen und trotz des Eintritts der nächsten Krise, dem Russland-Ukraine-Krieg mit seinen inflatorischen Folgen, eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die finanziellen Zielsetzungen wurden für die Umsatzerlöse und das EBIT übertroffen, für den Free Cashflow jedoch nicht erreicht. Die Umsatzerlöse stiegen von 101,0 Mio. € im Vorjahr auf 109,6 Mio. €. Das EBIT lag mit 10,3 Mio. € über dem Vorjahreswert von 7,1 Mio. €. Der Free Cashflow entwickelte sich mit -4,7 Mio. € wegen der nochmals hohen Investitionstätigkeit unter dem Vorjahreswert von 1,3 Mio. € und lag damit unter dem prognostizierten Wert im unteren einstelligen Millionenbereich. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER
ERTRAGSLAGE Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 109,6 Mio. €. Die Umsatzerlöse werden aufgrund der Vertriebsstruktur ausschließlich im Inland erzielt und vorrangig aus der Herstellung von Bier bzw. damit verbundenen Kostenumlagen an die zentrale Vertriebsgesellschaft erwirtschaftet. Die gegenüber dem Vorjahr (101,0 Mio. €) höheren Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus den Umsatzerlösen aus dem Bierverkauf und der Weiterbelastung von gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Kostenumlagen an die Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 5,2 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Erträge aus dem Verkauf des ehemaligen Güterbahnhofgeländes in Höhe von 2,4 Mio. € sowie die Wertaufholung im Anlagevermögen um 1,9 Mio. € zurückzuführen ist. Die Erstattung von beantragten Sozialversicherungsbeiträgen in Verbindung mit der Beantragung des Kurzarbeitergeldes beliefen sich im Vorjahr auf 0,2 Mio. €, im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen diese mit dem Ende der Corona-Pandemie. Der Materialaufwand stieg um 4,9 Mio. € aufgrund der gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Rohstoffkosten auf 29,4 Mio. € (Vorjahr: 24,5 Mio. €). Der Personalaufwand hat sich im laufenden Geschäftsjahr von 34,9 Mio. € auf 37,4 Mio. € vor allem aufgrund der tariflichen Entgeltsteigerungen und der gestiegenen Beschäftigtenzahl erhöht. Im Vorjahr hat das beantragte und vereinnahmte Kurzarbeitergeld den Personalaufwand um 0,3 Mio. € gemindert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Abfindungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) im Personalaufwand enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich auf 15,4 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €), was im Wesentlichen wie schon im Vorjahr auf die höheren Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen bedingt durch Erweiterungsinvestitionen sowie in den Kapazitätsausbau bei den Mehrweggebinden zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 23,9 Mio. € (Vorjahr: 21,9 Mio. €) hauptsächlich aufgrund der höheren Aufwendungen bei den Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie den Instandhaltungsaufwendungen. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen lagen bei 1,1 Mio. € nach 1,4 Mio. € im Vorjahr. Die Erträge aus Beteiligungen werden mit 1,7 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) ausgewiesen und enthalten im Wesentlichen eine Gewinnausschüttung der Sternquell-Brauerei GmbH, Plauen, und die Vereinnahmung von Gewinnanteilen der Bad Brambacher Mineralquellen GmbH & Co. Betriebs KG, Bad Brambach. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) resultierten aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Markgrafen-Getränkevertrieb-GmbH und der Erfrischungs-Getränke Union Kulmbacher Gruppe GmbH. Das negative Jahresergebnis ist bei der Markgrafen-Getränkevertrieb-GmbH im Wesentlichen auf die Fortsetzung der Umstrukturierungsaufwendungen zurückzuführen. Dabei handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Getränkeabholmärkte sowie Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Digitalisierung. Die Zinsaufwendungen lagen wie im Vorjahr bei 0,4 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der höheren Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge bei in Summe etwa gleichbleibenden Aufwendungen und Beteiligungsergebnissen von 22,9 Mio. € im Vorjahr auf 25,7 Mio. €. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 10,3 Mio. € wegen der Einmaleffekte aus dem Verkauf des ehemaligen Güterbahnhofgeländes sowie aus der Wertaufholung im Anlagevermögen über dem Vorjahr von 7,1 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich die erstmalige Bildung einer Rückstellung für die Rücknahmeverpflichtung von Mehrwegpaletten in Höhe von 0,7 Mio. € aus. Der Anstieg des Jahresüberschusses der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft auf 7,9 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) ist ebenso durch diese Einmaleffekte gekennzeichnet. BILANZ
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft nahm gegenüber dem Vorjahr um +6,6 Mio. € auf 148,2 Mio. € zu. Bei den Aktiva erhöhten sich die Sachanlagen im Wesentlichen aufgrund der durchgeführten Erweiterungsinvestitionen. Das Anlagevermögen stieg von 80,4 Mio. € im Vorjahr auf 94,1 Mio. €., was einer Anlagenintensität von 63,5 Prozent (Vorjahr: 56,8 Prozent) entspricht. Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte von 2,1 Mio. € auf 3,4 Mio. € hauptsächlich wegen der erhöhten Einkaufspreise für Rohstoffe. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich stichtagsbedingt von 34,3 Mio. € auf 29,4 Mio. €. Die liquiden Mittel gingen infolge des zusätzlichen Finanzbedarfs für die durchgeführten Erweiterungsinvestitionen von 22,8 Mio. € im Vorjahr auf 17,9 Mio. € zurück. Die Summe des Eigenkapitals stieg unter Berücksichtigung der Dividende von 45,7 Mio. € auf 48,5 Mio. € aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung gegenüber Vorjahr. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich wegen des zum Vorjahr höheren Eigenkapitals und einer höheren Bilanzsumme auf 32,7 Prozent (Vorjahr: 32,3 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen nahmen von 23,4 Mio. € auf 26,4 Mio. € zu, was hauptsächlich auf die Erhöhung der Pfandrückstellung durch den weiteren Distributionsausbau für die Marke Mönchshof und der Bildung einer Rückstellung für Mehrwegpaletten zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich durch die Tilgungsleistungen von mittelfristigen Krediten von 17,4 Mio. € auf 14,2 Mio. €. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden stichtagsbezogen mit 33,7 Mio. € nach 30,7 Mio. € im Vorjahr ausgewiesen. Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 25,1 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Zunahme der Vorräte sowie der höheren Gewinne aus Abgängen des Anlagevermögens, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zuzurechnen sind, auf 20,0 Mio. €. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -24,8 Mio. € nach -23,8 Mio. € im Vorjahr. Der erhöhte Mittelabfluss betraf vorrangig, wie schon im Vorjahr Erweiterungsinvestitionen, in Gebäude, technische Anlagen und Maschinen am Standort Kulmbach sowie Mehrweggebinde. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg von -10,1 Mio. € im Vorjahr auf -0,2 Mio. € aufgrund der Sonderzahlung an die Aktionäre in 2021, keiner größeren Kreditaufnahmen, der Abnahme von Forderungen bzw. des Anstiegs der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Der Free Cashflow (Summe aus dem Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit) lag bei -4,7 Mio. € nach 1,3 Mio. € im Vorjahr. INVESTITIONEN Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft tätigte im Geschäftsjahr 2022 Investitionen i. H. v. 28,7 Mio. € (Vorjahr: 24,2 Mio. €), dabei entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) und auf Sachanlagen 28,0 Mio. € (Vorjahr: 23,2 Mio. €). MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER DER KULMBACHER BRAUEREI AKTIEN-GESELLSCHAFT Zum 31. Dezember 2022 waren bei der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft 526 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahresstichtag: 516) beschäftigt. GEWINNVERWENDUNG Das Geschäftsjahr der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuss von 7.854.027,32 € ab. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung 2023 vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 von 7.878.457,98 € wie folgt zu verwenden:
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (ANGABEN ZUR FRAUENQUOTE) Aufsichtsrat und Vorstand haben für die Besetzung des Aufsichtsrates und der Führungsorgane folgende Festlegungen für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2026 getroffen: Der Aufsichtsrat hat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft eine Mindestzielgröße von 1 von 6 (gerundet 16,7 Prozent) beschlossen. Aktuell wird dieser Anteil im Aufsichtsrat erfüllt. Zudem hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand der Gesellschaft eine Mindestzielgröße von null Prozent festgelegt. Diese Konstellation im Vorstand begründet sich aus den tatsächlichen Gegebenheiten und der Ausgangslage des Unternehmens. Der Vorstand der Kulmbacher Brauerei-Aktiengesellschaft besteht derzeit aus zwei männlichen Mitgliedern. Die beiden Mitglieder arbeiten bereits länger gut zusammen und verfügen jeweils über bestehende Verträge. Mit Blick auf die anfallenden Aufgaben und die Größe des Unternehmens ist aus Sicht des Aufsichtsrats eine Erweiterung des Vorstands derzeit nicht erforderlich. Daher besteht in den nächsten Jahren keine realistische Aussicht, den formalen Frauenanteil im Vorstand zu erhöhen. Die Förderung geeigneter Frauen in Führungspositionen hat für die Gesellschaft gleichwohl einen hohen Stellenwert. Der Aufsichtsrat ist insbesondere der Ansicht, dass für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern die berufliche und fachliche Qualifikation im Vordergrund stehen sollte. Sollte künftig eine Veränderung in der Zusammensetzung oder eine Vergrößerung des Vorstands in Betracht kommen, wird der Aufsichtsrat auf dieser Grundlage prüfen, ob die Bestellung einer geeigneten weiblichen Kandidatin in Betracht kommt. Der Frauenanteil im Vorstand entspricht der festgelegten Zielgröße. Für den Führungskreis 28 unterhalb des Vorstands hat der Vorstand einen Frauenanteil von 2 von 12 (gerundet 16,7 Prozent) festgelegt. Die Zielgröße wurde im Geschäftsjahr realisiert. 5. RISIKO- UND CHANCENBERICHTDie Kulmbacher Gruppe ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die den Unternehmenserfolg nachhaltig beeinflussen. Die Beherrschung und Steuerung dieser Risiken ist unter Beachtung von Grenzen der Risikobereitschaft eine Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg. Unternehmerische Risiken werden grundsätzlich eingegangen, wenn diese beherrschbar sind und die mit ihnen verbundenen Chancen angemessene Erträge generieren. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung der Unternehmensgruppe. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risikopositionen eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh zu erkennen. In das Risikomanagementsystem sind alle voll konsolidierten Unternehmen der Kulmbacher Gruppe eingebunden. Das Risikoüberwachungssystem der Kulmbacher Gruppe ist fester Bestandteil der Unternehmensführung und besteht aus folgenden Komponenten: CONTROLLING-INSTRUMENTE Das Controlling informiert den Vorstand, die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sowie alle verantwortlichen Entscheidungsträger in der Kulmbacher Gruppe regelmäßig und zeitnah anhand monatlicher Kennzahlen sowie Ergebnis- und Finanzberichten über die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe unter Einschätzung möglicher Risiken. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM Um Risiken rechtzeitig identifizieren, bewerten und um entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können, hat der übergeordnete Konzern ein Risikomanagementsystem etabliert. Hierunter wird ein nachvollziehbarer, alle Unternehmensaktivitäten umfassender Regelkreislauf verstanden, der ein systematisches und permanentes Vorgehen umfasst. Dabei werden folgende Phasen definiert: Identifikation - Bewertung - Steuerung/Kontrolle - Dokumentation. Wichtiger Bestandteil ist eine datenbankgestützte Softwarelösung, mit der Risiken sowie deren geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenziale für einen Drei-Jahres-Zeitraum quartalsweise erfasst, systematisiert und ausgewertet werden. Wichtiger Bestandteil zur Risikofrüherkennung ist das zertifizierte Qualitätsmanagement der Kulmbacher Gruppe. Klar strukturierte und eindeutig dokumentierte Prozesse im Rahmen des Qualitätsmanagements sorgen nicht nur für Transparenz, sondern sind eine Vorbedingung für den Handel zur Vermarktung von Produkten der Nahrungsmittelindustrie. Das Risikomanagementsystem ist ein Bestandteil des Steuerungs- und Berichtsprozesses im Unternehmen und stellt die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken sicher. Dadurch ist gewährleistet, dass die relevanten Informationen an die verantwortlichen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Das Risikoberichtssystem der Kulmbacher Gruppe besteht aus folgenden Komponenten:
Das Risikomanagement-Handbuch dokumentiert alle aufbau- und ablauforganisatorischen Rahmenbedingungen und gilt für alle Gesellschaften der Kulmbacher Gruppe. Das Risikomeldeformular dient der strukturierten Erfassung von Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe. Bestehende Gegensteuerungsmaßnahmen werden dargestellt und mögliche weitere Schritte vorgeschlagen. In dringenden Fällen werden neu eintretende oder erhöhte Risiken ad hoc gemeldet und ein sofortiger Handlungsbedarf angezeigt. Die Risikomatrix fasst die einzelnen Risikomeldungen zusammen und stellt das gesamte Risikokapital der Unternehmensgruppe dar. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft. Der Vorstand kann anhand der Risikomatrix und der Handlungsempfehlungen der Risikoverantwortlichen im Bedarfsfall Maßnahmen einleiten, um mögliche Risiken abzuwenden. Die Geschäftsrisiken werden hinsichtlich ihrer Folgen über den Zeitraum ihres Entstehens eingeschätzt, analysiert und bewertet. Dabei werden die finanziellen Auswirkungen für die Kulmbacher Gruppe wie folgt klassifiziert und die Eintrittswahrscheinlichkeiten festgelegt:
Zur Quantifizierung der Risiken wurden folgende Eintrittswahrscheinlichkeiten definiert:
Als Hauptrisikofelder wurden identifiziert: ABSATZ- UND MARKTRISIKEN Der vornehmlich demografisch bedingte Rückgang der Biernachfrage wird zusätzlich durch ein verändertes Verbraucherverhalten beeinflusst. Unter anderem drückt sich dies auch in einer Konsumentenzurückhaltung beim Kauf von Markenartikeln aus. Hierbei verfolgen wir die Strategie, mit Getränkespezialitäten, alkoholfreien Bieren und Biermischgetränken, Verpackungsinnovationen und Kundenbindungsprogrammen den geänderten Kundenwünschen entgegenzuwirken. Überkapazitäten in der Getränkebranche und der Konzentrationsprozess im Lebensmittel- und Getränkefachgroßhandel engen den Kalkulationsspielraum ein. Das Marktrisiko und das Risiko aufgrund veränderten Konsumentenverhaltens schätzen wir im Segment Handel aufgrund unserer Nischenstrategie mit alkoholfreien Bieren, Biermischgetränken und Bierspezialitäten in der Bügelverschlussflasche als gering ein. Höher sind die Risiken im Gastronomie- und Exportgeschäft durch drohende Betriebsaufgaben oder Insolvenzen. Bei diesen Risiken ist eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit anzusetzen und das hieraus resultierende finanzielle Risiko wird im Eintrittsfall mit mehr als zwei Millionen Euro und damit als wesentlich beziffert. BESCHAFFUNGSRISIKEN Wahrscheinliche Preissteigerungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten werden durch den Abschluss mittelfristiger Kontrakte oder ein präventives Lieferantenmanagement abgesichert, somit wird Marktrisiken entgegengewirkt. Mögliche Preisrisiken können im Energie- und Rohstoffbereich durch kurzfristige Versorgungsengpässe mit der Folge von Preiserhöhungen eintreten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel und die finanziellen Auswirkungen aus diesem Risiko werden als wesentlich eingestuft. Das wirtschaftliche Risiko liegt etwas unter zwei Millionen Euro. PRODUKTIONSRISIKEN Die Produktionschargenrückverfolgung und die Qualitätssicherung sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in Produktion und Abfüllung sowie die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Weiterhin steht innerhalb der Kulmbacher Gruppe ein Produktions- und Logistiknetzwerk zur Verfügung, das bei möglichen Anlagenausfällen bei Vollauslastung greift, dabei können erhöhte Kosten durch die Inanspruchnahme von Fremddienstleistungen in Abfüllung und Logistik entstehen. Das bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als wesentlich eingestufte Restrisiko bewegt sich im unteren einstelligen Millionenbereich. RISIKEN DER INFORMATIONSTECHNOLOGIE Die Kulmbacher Gruppe prüft und nimmt die Chancen der Digitalisierung kontinuierlich wahr. Die bestehenden IT-Systeme sowie die IT-Schutz- und Sicherheitseinrichtungen werden laufend weiterentwickelt und optimiert. Risiken, die im Schadensfall eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse aufgrund von IT-Systemausfällen oder den Verlust oder die Verfälschung von Daten zur Folge haben könnten, werden deshalb über den gesamten Lebenszyklus der Applikationen und IT-Systeme hinweg identifiziert und bewertet. Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme, Ersatzlieferverträge oder eine Notstromaggregat-Versorgung vermieden. Der Systembetrieb könnte im Notfall innerhalb kurzer Zeit wiederaufgenommen werden. Es sind IT-Systeme im Einsatz, die Schäden durch Cyberattacken und Virenangriffe auf die IT-Infrastruktur abwenden sollen. Teilweise betreiben externe Partner IT-Systeme für unseren Konzern. Für diese Dienstleister hat die Kulmbacher Gruppe hohe Standards bezüglich der eingesetzten Hard- und Software sowie des Datenschutzes festgelegt. Das Management schätzt bei den IT-Risiken die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und die daraus resultierenden finanziellen Auswirkungen als unwesentlich ein. personalrisiken Der demografische Wandel, eine strukturschwache Region und der Mangel an IT- und Fachspezialisten sorgen für Herausforderungen bei der Besetzung der offenen Stellen. Nicht besetzte Stellen können zu Überbelastung des vorhandenen Personals führen bzw. die technische Fortentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Betriebsabläufe hemmen. Mit ihrer Personalbeschaffungsstrategie und durch Mitarbeiterentwicklung und Nachfolgeplanung wirkt die Unternehmensgruppe hier frühzeitig entgegen, wodurch es gelingt, die Eintrittswahrscheinlichkeit gering zu halten. Um Fach- und Führungskräfte langfristig an die Unternehmen zu binden, bietet die Kulmbacher Gruppe eine leistungsbezogene Entgeltstruktur sowie angemessene Sozialleistungen. Das Management rechnet aktuell bei diesen Risiken mit geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. RISIKEN AUS AKQUISITIONEN UND BETEILIGUNGEN Akquisitionen oder Beteiligungen bieten der Kulmbacher Gruppe die Chance, ihr Kernabsatzgebiet auszudehnen oder ihr Markenportfolio zu erweitern. Bei Akquisitionen besteht das unternehmerische Risiko, dass sich das erworbene Unternehmen oder die erworbene Marke wirtschaftlich nicht wie erwartet im Markt entwickelt und die mit seinem Erwerb erfolgten Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Ziele nicht erreicht oder dass die angenommenen Synergieeffekte mit der Kulmbacher Gruppe nicht erzielt werden. In einem solchen Fall ist eine ergebniswirksame Wertberichtigung auf die bilanzierten Vermögenswerte der betroffenen Zahlungsmittel generierenden Einheit (entspricht einer Beteiligung oder Marke) im Konzernabschluss vorzunehmen und gegebenenfalls im Jahresabschluss der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft eine Abwertung des Beteiligungsbuchwertes zu bilanzieren. Die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführten Impairment-Tests ergaben keine Anzeichen für eine Wertminderung der Zahlungsmittel generierenden Einheiten. Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung rechnen wir auch bei den künftigen Überprüfungen mit positiven Ergebnissen. Durch Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind Wertberichtigungen bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jedoch nicht auszuschließen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos schätzen wir als mittel ein, wobei die daraus resultierenden finanziellen Auswirkungen im Eintrittsfall als erheblich anzusehen sind und bis zu einem oberen einstelligen Millionenbetrag erreichen können. RECHTLICHE RISIKEN Rechtliche Risiken können unter anderem durch die Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere beim Verbraucherschutz, beim Gewährleistungsrecht und im Lebensmittelrecht oder durch Rechtsstreitigkeiten mit Wettbewerbern, Geschäftspartnern oder Kunden hervorgerufen werden. Das Management rechnet bei diesen rechtlichen Risiken mit einer geringen Wahrscheinlichkeit und geringen finanziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, die die Unternehmensgruppe wesentlich finanziell gefährden, sind nicht gegeben. Im Bedarfsfall trägt die Kulmbacher Gruppe in ausreichendem Maß Vorsorge in Form von Rückstellungen. FINANZIELLE RISIKEN Das Unternehmen sieht sich den folgenden Risiken durch den Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt: Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken. Das Ausfallrisiko liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden des Unternehmens begründet. Daraus resultieren zum einen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen und zum anderen bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem gewährleistet die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und die Kreditengagements laufend überprüft sowie zeitnah Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen und mögliche Ausfallrisiken an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein, um mögliche Zahlungsausfälle zu vermeiden. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen. Ein verstärktes Augenmerk legen wir weiterhin auf unsere Gastronomiekunden, deren wirtschaftliches Überleben bei einigen nach überstandener Corona-Pandemie und auch im Zusammenhang mit den indirekten Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg, wie Energiepreis- und Inflationssteigerung, nicht gesichert sein wird. Wir müssen mit erhöhten Zahlungsausfällen rechnen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit teilweise bis zu 50 Prozent betragen und in Summe eine finanzielle Auswirkung von maximal einer Million Euro erreichen kann. Dem erhöhten Risiko wird bei Bedarf durch eine Erhöhung der Wertberichtigung Rechnung getragen. Unter Liquiditätsrisiko im engeren Sinne wird das Risiko verstanden, dass das Unternehmen gegebenenfalls nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend liquide Mittel zu den erwarteten Konditionen beschafft werden können. Aufgabe des Liquiditäts-Managements ist es, den prognostizierten Bedarf unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Der Kulmbacher Gruppe stehen auch weiterhin in angemessenem und ausreichendem Umfang nicht in Anspruch genommene Kreditlinien zur Verfügung. Auch die Eigenkapitalausstattung der Unternehmensgruppe ist als solide zu bewerten. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit des Liquiditätsrisikos als gering ein. Die finanziellen Auswirkungen werden als unwesentlich eingestuft. Marktrisiken resultieren aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwerts der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führen. Neben dem Zinsänderungsrisiko ist der Konzern keinen weiteren wesentlichen Marktrisiken ausgesetzt. Aufgabe des Zinsrisiko-Managements ist es, das Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Der Konzern unterliegt lediglich im Rahmen der kurzfristigen Fremdfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko, weil diese in der Regel zu variablen Konditionen erfolgt. Alle übrigen Mittelaufnahmen basieren auf fixen Zinssätzen. Kundendarlehen werden variabel verzinst, sind überwiegend aber unverzinslich bzw. niedrigverzinslich. Zu den quantitativen Erläuterungen wird auf den Konzernanhang im Kapitel "Finanzinstrumente und Risikomanagement" verwiesen. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und die finanziellen Auswirkungen als unwesentlich ein. Risiken aus der Änderung von rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Änderung von Besteuerungsgrundlagen bei der Biersteuer, können sich auf das Ergebnis und die Liquidität der Kulmbacher Gruppe auswirken. Derzeit schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der bestehenden Gesetzeslage zu einer möglichen Änderung der Besteuerung für Biermischgetränke als mittelfristig nicht gegeben ein. Risiken für Sach- und Haftungsschäden sind, soweit möglich, durch verbundweite Versicherungen in ausreichendem Maße abgedeckt. Auch hier erachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit für gering und die finanziellen Auswirkungen für unwesentlich. In Summe werden derzeit die finanziellen Risiken als beherrschbar eingeschätzt. GESAMTAUSSAGEN ZUR RISIKOSITUATION DER UNTERNEHMENSGRUPPE Bei der Erstellung des Berichts waren keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Kulmbacher Gruppe gefährden könnten. Die Risikotragfähigkeit ist weiterhin gewährleistet. Die Risikostruktur der Kulmbacher Gruppe hat sich, trotz des Russland-Ukraine-Kriegs verbunden mit deutlichen Energie- und Rohstoffkostensteigerungen sowie die alle Verbraucher betreffende allgemeine Inflation, im Geschäftsjahr 2022 nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert, da die Kostensteigerungen zumindest anteilig an die Kunden weitergegeben werden und geringe Risiken in den Lieferketten enthalten sind. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der zusammengefassten Betrachtung aller Einzelrisiken. Die Gesamtrisikoquantifizierung erfolgt in Euro und wird dem Eigenkapital sowie der bestehenden bzw. darüber hinaus abrufbaren Liquidität im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse gegenübergestellt. Aus heutiger Sicht haben wir bei unserer Risikoüberprüfung keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert, die alleine oder in Kombination die unternehmerische Tätigkeit der Kulmbacher Gruppe gefährden könnten. Die Risikoindikatoren der Kulmbacher Gruppe finden im Risikomanagementsystem der Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA, München, Berücksichtigung. Der Vorstand sieht weiterhin eine solide Basis für die künftige Entwicklung der Kulmbacher Gruppe und stellt mit einem systematischen Strategie- und Planungsprozess die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung, die für die Nutzung der Chancen notwendig sind. CHANCENBERICHT Nachhaltige Chancen und größtes Entwicklungspotential liegen insbesondere bei unseren Wachstumsmarken "Mönchshof", "Keiler" und "Bad Brambacher Garten-Limonade", auf die wir unsere Marketing-, Vertriebs- und Distributionsaktivitäten im Jahr 2023 hauptsächlich fokussieren. Im Mittelpunkt unserer Vertriebsaktivitäten steht dabei das Handelsgeschäft. Für die Marke Mönchshof sehen wir insbesondere bei den Sorten "Mönchshof Hell", "Mönchshof Zwickl", "Mönchshof Märzen", "Mönchshof Natur Radler alkoholfrei 0,0%" und "Mönchshof Naturtrüb's alkoholfrei" weitere Wachstumschancen. Dabei nutzen wir insbesondere die Werbemedien Radio und soziale Medien, um den Bekanntheitsgrad der Marke Mönchshof mit ihrer Geschmacks- und Spezialitätenvielfalt weiter zu steigern. Des Weiteren soll die Distribution des Spezialitätenportfolios der Marke Mönchshof in den Gastronomieobjekten der Kulmbacher Gruppe ausgeweitet werden. Bei der Marke Keiler steht mit den Produkten "Keiler Kellerbier", "Keiler Helles" und "Keiler Hefe-Weißbier" die Distributionsausdehnung in klar definierten Vertriebsregionen im Vordergrund. Bei unseren Regionalmarken "Kulmbacher", "Sternquell" und "Würzburger" steht der Ausbau und Festigung der Marktführerschaft im Mittelpunkt der Marketing- und Vertriebsaktivitäten im jeweiligen Kernabsatzgebiet. Für das "Kulmbacher Edelherb" soll die Marktführerschaft in Nordbayern sukzessive weiterentwickelt und für das "Kulmbacher Edelherb Alkoholfrei 0,0%" sollen weitere Absatzpotentiale erschlossen werden. Im Bereich der alkoholfreien Getränke sehen wir bei unseren Nischenprodukten wie der "Garten-Limonade" und der Mineralwassermarke "Bad Brambacher" insbesondere im Glas-Mehrweggebinde weiteres Wachstumspotential. Um den Bekanntheitsgrad unserer Marken in der Öffentlichkeit weiter zu erhöhen, organisiert und führt unser eingespieltes Eventteam als kompetenter und leistungsfähiger Geschäftspartner die ausgewählten und attraktiven Großveranstaltungen durch, um unsere Getränkespezialitäten werbewirksam zu präsentieren und zu vermarkten. Der Einsatz des Online-Marketings ist unverzichtbar, um auch die jüngeren Zielgruppen verstärkt anzusprechen und mit den Produkten unserer Wachstums- und regionalen Marken auf den Informationsportalen des Internets präsent zu sein. Wir nutzen die sozialen Netzwerke, um über alle wichtigen Aktivitäten rund um unsere Marken zu berichten, auf unsere Großveranstaltungen und Events hinzuweisen und um die Eindrücke im Nachgang zu den Veranstaltungen mit besonderer Ausstrahlung für unseren Marken zu vermitteln. Unsere Produktinnovationen und Sortimentsergänzungen kompensieren Absatzmengenrückgänge bei den traditionellen Biersorten und Gebinden, sorgen in einem stagnierenden und rückläufigen Markt für Wachstum und tragen damit entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Eine Marktanteilsstärkung verfolgen wir zwar vorrangig über das Wachstum unserer eigenen Marken durch Intensivierung der Distribution in den Kernabsatzgebieten und deren Erweiterung, wir wollen aber auch sich bietende Chancen durch die Akquisition regionaler Biermarken nutzen um weiter zu wachsen. 6. ABHÄNGIGKEITSBERICHTDie Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA, München, ist mit mehr als 50 Prozent am Grundkapital der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft beteiligt. Der Vorstand hat daher für das Geschäftsjahr 2022 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands: "Nach den Umständen, die uns jeweils im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt gewesen sind, haben unsere Gesellschaft sowie unsere Tochtergesellschaften bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Rechtsgeschäfte mit Gesellschaften, die keine verbundenen Unternehmen sind, wurden weder auf Veranlassung noch im Interesse der Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA, München, der Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG, München, der Heineken International B. V., Amsterdam, oder einem anderen mit diesen Gesellschaften verbundenen Unternehmen getätigt. Berichtspflichtige andere Maßnahmen sind im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen worden." 7. PROGNOSEBERICHTTrotz aller negativen Einflüsse durch die bestehenden Krisen rechnet die Bundesregierung für Deutschland mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent für 2023. Für den Welthandel wird für das Jahr 2023 mit einem geringen Wachstum von 2,5 Prozent gerechnet. 29 Makroökonomische und politische Unsicherheitsfaktoren wie die Anspannung der weltweiten Lieferketten, anhaltend hohen Energiepreise und Inflation sowie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleiben weiter bestehen. Unter der Prämisse, dass die vorgenannten Risikofaktoren sich jedoch im Laufe des Jahres nicht weiter verschärfen und den Konsumenten zusätzliche Kaufkraft nehmen, wird es bei den Unternehmen vorwiegend inflationsbedingt zu leichten Umsatzsteigerungen führen. Kostensteigerungen aus Personalaufbau, Tarifabschlüssen und aus den Lieferketten können zusätzlich die Unternehmensergebnisse belasten. Energie-, Rohstoff- und Personalkostensteigerungen werden sich in 2023 verstärkt existenzbedrohend insbesondere auf die mittelständischen Brauereien auswirken und den Konzentrationsprozess in einem rückläufigen und stagnierenden Biermarkt weiter beschleunigen. Der langfristig rückläufige Absatztrend bei den deutschen Brauereien bleibt weiterhin bestehen trotz des Absatzmengenzuwachses im abgelaufenen Jahr, der durch einen einmaligen Nachholeffekt infolge der vorangegangenen Coronakrise geprägt war. Viele Brauereien sehen sich gezwungen in 2023 eine weitere Preiserhöhung durchzusetzen, um die weiter gestiegenen Kosten an den Markt weiterzugeben. Vorrangig werden Gastronomiebetriebe den Kaufkraftverlust bei den Kunden zu spüren bekommen, denn die Konsumenten müssen deutlich mehr finanzielle Mittel für den täglichen Lebensunterhalt als vor dem Russland-Ukraine-Krieg aufbringen. Auch in den Lebensmittel- und in den Getränkefachmärkten werden die Kunden sich vermehrt preisgünstige Biere und alkoholfreie Getränke auswählen und Markenbiere in den Aktionszeiträumen kaufen. Die Brauereien in Deutschland stehen vor strukturellen Herausforderungen in einem langfristig weiter rückläufigen Biermarkt und vor der Bewältigung des vor allem durch die Krisen ausgelösten, inflationsgetriebenen Kostendrucks. Die Brauereibranche ist gezwungen zum einen die wirtschaftlich stark belastenden Überkapazitäten aus dem Markt zu nehmen und einer alternativen Nutzung zuzuführen, und zum anderen in Brau- und Energietechnik zu investieren, um den anhaltenden hohen Produktionskosten entgegenzuwirken. Für viele kleinere und mittlere Brauereien, die stark vom Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäft abhängig sind, wird sich die Existenzfrage stellen. 30 Trotz dieser unsicheren Marktgegebenheiten werden wir weiter auf unsere regionalen Bierspezialitäten setzen und den Vertrieb von alkoholfreien Biersorten und Biermischgetränken fördern und unsere Kernkompetenzen bei der Herstellung unserer Bügelverschlussmarken "Mönchshof", "Keiler" und "Kapuziner" weiter nutzen um damit weiteres Wachstum in einem rückläufigen Biermarkt zu schaffen. Bei den alkoholfreien Getränken werden wir mit der Sortenvielfalt unserer Marke "Bad Brambacher" bei Mineralwasser, Erfrischungsgetränken und Garten-Limonaden verstärkt auf die Themen Umwelt und Natürlichkeit setzen. Das Produktportfolio unserer Wachstumsmarken bietet uns die Möglichkeiten weitere Marktanteile hinzuzugewinnen. Auf der Grundlage unserer Marken- und Vertriebsstrategie zusammen mit der Kompetenz für Getränkespezialitäten werden wir auch weiterhin bei der Entwicklung, der Herstellung und dem Verkauf unserer Produkte auf die aktuellen Konsumententrends eingehen und den Markt aktiv mitgestalten. Hierzu werden wir die erforderlichen Investitionen in Technik und Logistik durchführen, damit die notwendigen Prozess- und Effizienzverbesserungen erreicht werden. Im Bereich der Energie werden wir zum einen verstärkt auf die Stromerzeugung mittels eigener Photovoltaikanlagen bauen, um autarker und preisunabhängiger zu werden. Zum anderen werden wir uns neuen Möglichkeiten der Wärmeerzeugung mit Wasserstoff als Alternative nicht verschließen und den Einsatz alternativer Energien zum Gas aktiv vorantreiben. Im Geschäftsfeld der Getränkefachmärkte bieten sich uns Chancen das Getränkesortiment der Kulmbacher Gruppe vorrangig zu präsentieren und zu vermarkten zur Unterstützung einer nachhaltigen Marktdurchdringung. Dies geschieht zum einen durch eine gezielte Akquisition neuer Standorte und zum anderen durch eine gezielte Neupositionierung und Neugestaltung der Markgrafen-Getränkemärkte als Marktplätze für typisch regionale Getränkespezialitäten. Zusätzlich sichern wir mit unseren eigenen Markgrafen-Getränkemärkten Wachstumspotenziale für neue Produkte aus unserer Unternehmensgruppe. Neben einer ansprechenden Sortimentspräsentation ausgewählter Biere und alkoholfreier Getränke in neugestalteten Verkaufsräumen stellt der Kundenservice unserer Marktleiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Die Kernaufgabe besteht in unserem Geschäftsfeld der Getränkefachmärkte darin, die Ertragssituation durch Standardisierung der Prozessabläufe und Standortoptimierung deutlich zu verbessern, um diese nachhaltig betreiben und sichern zu können. ENTWICKLUNG IM QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT Die Qualität in allen Unternehmensbereichen und unser Umweltmanagement sollen uns motivieren, uns konsequent und stetig weiter zu verbessern und neue Maßstäbe zu setzen. Dabei streben wir an, unsere anspruchsvollen Kennzahlenwerte für den Wasser-, Strom- und Wärmeverbrauch im Geschäftsjahr 2023 mindestens auf dem 2022 erreichten Niveau zu halten und wo möglich durch Prozessoptimierungen und den Einsatz von energiesparenden Anlagen zu steigern. Darüber hinaus sollen die Zertifizierungen hinsichtlich des Qualitätsmanagements aufrechterhalten werden. MITARBEITERENTWICKLUNG Zielsetzung ist es, auch künftig in die Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter zu investieren sowie neue, gut ausgebildete Fach- und Führungsnachwuchskräfte für unsere Unternehmensgruppe zu gewinnen. Die Anzahl der Mitarbeiter soll bei dem geplanten Geschäftsverlauf im kommenden Geschäftsjahr auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. ARBEITSSICHERHEIT Im Geschäftsjahr 2023 soll die Unfallquote in der Kulmbacher Unternehmensgruppe des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich gesenkt werden. Dieses Ziel soll durch regelmäßige Schulungsmaßnahmen und Praxis bezogene Ausbildung erreicht werden. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG Die Strom- und Gaspreisbremse werden die Inflation etwas abschwächen. Auswirkungen des Kaufkraftverlusts wegen gestiegener Energiekosten und weiter steigender Nahrungsmittelpreise sowie das Fehlen von qualifizierten Servicekräften werden sich in der Gastronomie in einem rückläufigen Absatz widerspiegeln. Im Handelssegment werden die Konsumenten vermehrt zu Billigprodukten in den Discountern greifen und weniger höherpreisige Markenartikel konsumieren. Im Frühjahr 2023 ist eine Erhöhung der Abgabepreise für unsere Produkte vorgesehen, um die bereits realisierten Kostensteigerungen und die eingeplanten Preiserhöhungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die hohen Energiepreise und anstehenden Tariferhöhungen zumindest anteilig kompensieren zu können. Für das Geschäftsjahr 2023 streben wir unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten und trotz eines zu erwartenden Kaufkraftverlusts bei den Konsumenten sowohl für die Kulmbacher Gruppe als auch für die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft eine leichte Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich an. Das EBIT des Kulmbacher Konzerns soll im unteren einstelligen Millionenbereich liegen, ebenso das EBIT der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft. In dieser Ergebnisprognose spiegeln sich die hohen Rohstoff- und Energiekosten sowie die zu erwartenden Tariferhöhungen wider. Für den Free Cashflow wird aufgrund weiterer Investitionen zum erforderlichen Kapazitätsausbau am Standort Kulmbach ein Wert für die Kulmbacher Gruppe im unteren einstelligen Millionenbereich, bei der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft im unteren leicht negativen einstelligen Millionenbereich erwartet. Sollten sich im Laufe des Geschäftsjahres deutliche Veränderungen des derzeit prognostizierten wirtschaftlichen Umfelds sowie am geplanten Geschäftsverlauf ergeben und in der Folge das Erfordernis zur Anpassung der aus heutiger Sicht getroffenen Aussagen zur Geschäftsentwicklung bestehen, werden wir diese in unserem halbjährlichen Zwischenbericht veröffentlichen und erläutern.
Kulmbach, 28. Februar 2023 Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft Markus Stodden, Vorstand Vertrieb und Marketing, Sprecher Mathias Keil, Vorstand Finanzen und Technik
1 Nielsen Company (Germany) GmbH -
Marktanteil_Absatz 2020 + 2021 + MAT 2022; Basis: Dezember
2022
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2022
1) Die Positionen entsprechen in Summe dem Posten "Gewinnrücklage" aus der Bilanz. Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER KULMBACHER BRAUEREI AKTIEN-GESELLSCHAFTI. ALLGEMEINE ANGABENI. A. GRUNDLAGEN I. A.1. Angaben zum Mutterunternehmen Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bayreuth unter der Nummer HRB 62 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Deutschland, 95326 Kulmbach, Lichtenfelser Str. 9. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften besteht in der Herstellung und im Vertrieb von Bieren und sonstigen alkoholischen und nicht alkoholhaltigen Getränken. Darüber hinaus werden Geschäfte getätigt, die unmittelbar und mittelbar damit zusammenhängen. I. A.2. Anwendungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) Der Konzernabschluss der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 und 3 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2022 verbindlichen Veröffentlichungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee wurden ebenfalls berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden folgende Standards, Interpretationen bzw. Änderungen von Standards erstmals angewendet:
Die erstmalige Anwendung der Standards bzw. deren Änderung hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage bzw. auf den Konsolidierungskreis des Konzerns. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung dieser Standards wurde nicht vorgenommen. Die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards sind zwar veröffentlicht, werden aber noch nicht angewendet. Das angegebene Datum bezieht sich auf die Anwendungspflicht aus Konzernsicht. Die künftige Anwendung setzt die Übernahme durch die EU in europäisches Recht voraus. 1. Januar 2023:
1. Januar 2024:
Erstanwendungszeitpunkt offen (auf unbestimmte Zeit verschoben):
Die neuen Regelungen, die ab dem Geschäftsjahr 2023 anzuwenden sind, werden voraussichtlich keine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns haben. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung der Standards ist nicht geplant. I. A.3. Darstellung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss ist in T€ dargestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. I. A.4. Veröffentlichung Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2023 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Die Offenlegung erfolgt im Internet unter www.kulmbacher-brauerei-ag.de sowie im Bundesanzeiger. I. B. KONZERNKREIS UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE I. B.1. Konzernkreis In den Konzernabschluss sind neben der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft 13 (2021: 13) Tochterunternehmen, die von der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft hält Anteile an einem (2021: 1) assoziierten Unternehmen. Nicht konsolidiert wurden 7 (2021: 7) Gesellschaften, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wegen ihrer nur geringen oder ruhenden Geschäftstätigkeit einzeln und in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung ist. Der Umsatz- bzw. Vermögensanteil der nicht konsolidierten Gesellschaften liegt in Summe unter 1 % der Konzernumsatzerlöse bzw. des Konzernvermögens.
1) Die Gesellschaft hat von der Befreiungsmöglichkeit des § 264b HGB Gebrauch gemacht. 2) Die Gesellschaft hat von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 3) 100% mittelbare Beteiligung über Sternquell-Brauerei GmbH 4) 100% mittelbare Beteiligung über Würzburger Hofbräu GmbH 5) 100% mittelbare Beteiligung über Markgrafen-Getränkevertrieb-Gesellschaft mit beschränkter Haftung 6) 85% mittelbare Beteiligung über Bad Brambacher Mineralquellen GmbH & Co. Betriebs KG
I. B.2. Konsolidierungsgrundsätze Der Abschluss der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft als Mutterunternehmen und die Abschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft aufgestellt. Alle Geschäftsvorfälle im In- und Ausland werden in der funktionalen und Berichtswährung Euro abgerechnet. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen die Muttergesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausgeübt werden können oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Kontrolle endet. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte und Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital abgebildet. Im Geschäfts- und Vorjahr gab es im Konzern keine nicht beherrschenden Anteile. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag erfasst. Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies erforderlich wäre, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital in das Ergebnis umgegliedert wird. Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne bzw. Verluste in den Gewinn oder Verlust umgebucht. Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Ein maßgeblicher Einfluss wird angenommen, wenn die Möglichkeit besteht, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken ohne Möglichkeit, dieses zu beherrschen oder gemeinsam mit einem Partnerunternehmen zu führen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen inklusive anderer ungesicherter Forderungen entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Liegen Anzeichen für Wertminderungen bei assoziierten Unternehmen vor, so wird der Buchwert der betroffenen Beteiligung einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Wenn der Grund für eine frühere Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung auf maximal den Betrag, der sich bei Ausbleiben jeder Wertminderung ergeben hätte. I. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes erläutert wird. I. C.1. Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Geschäftsjahr wurden keine Änderungen an Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. I. C.2. Annahmen und Schätzungen Für die Erstellung des Konzernabschlusses müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Die tatsächlich realisierten Beträge können trotz sorgfältiger Schätzung von diesen Annahmen abweichen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei
Die vorgenommenen Schätzungen wurden auf der Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Prämisse der Unternehmensfortführung vorgenommen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und fortlaufend überprüft, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zu vermitteln. Die Überprüfung von Geschäfts- oder Firmenwerten, die Teil von sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind, und sonstigen Vermögenswerten auf Werthaltigkeit erfordert unter anderem die Prognose von künftigen Cashflows sowie deren Diskontierung. Dabei liegen den Cashflows Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Weitere wesentliche Prämissen bilden der Diskontierungsfaktor sowie die Steuersätze. Eine Veränderung der Einflussfaktoren, die bei der Prüfung der Werthaltigkeit verwendet werden, kann zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen. Nutzungsdauern werden anhand einer konzerneinheitlichen Nutzungsdauertabelle festgelegt. Bei begründeter abweichender Schätzung wird von der Nutzungsdauertabelle abgewichen. Zudem werden alle Nutzungsdauern jährlich überprüft und bei Bedarf den zukünftigen Erwartungen angepasst. Die tatsächliche Nutzungsdauer kann vom geschätzten Zeitraum abweichen. Die Bewertung von Rückstellungen ist in Abhängigkeit vom jeweils zugrundeliegenden Geschäftsvorfall teilweise komplex und in erheblichen Maß mit Schätzungen verbunden. Die vom Management getroffenen Annahmen bezüglich des Eintritts sowie der möglichen Höhe der Inanspruchnahme basieren unter anderem auf Erfahrungswerten, Einschätzungen und Diskontierungsfaktoren. Der tatsächliche Nutzenabfluss kann insofern vom Ansatz der Rückstellungen abweichen. Eine Sensitivitätsanalyse zur Pensionsrückstellung wird in Kapitel II.B.16 dargestellt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden u. a. auf Basis der Einschätzung der zukünftigen Realisierbarkeit der steuerlichen Vorteile bilanziert, d. h., wenn mit ausreichenden steuerlichen Erträgen oder Minderbelastungen zu rechnen ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit von Verlustvorträgen kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt der Konzern die Merkmale des betreffenden Vermögenswerts bzw. der betreffenden Schuld, die ein Marktteilnehmer bei der Preisbildung am Bemessungsstichtag berücksichtigen würde. Der beizulegende Zeitwert wird sowohl für Bilanzierungs- als auch Angabezwecke stets nach diesem Verfahren ermittelt. Ausgenommen hiervon sind lediglich anteilsbasierte Vergütungstransaktionen im Anwendungsbereich von IFRS 2, Leasingtransaktionen im Anwendungsbereich von IFRS 16 sowie Bewertungen, die dem beizulegenden Zeitwert ähnlich sind, aber diesen nicht entsprechen wie z. B. der Nettoveräußerungswert nach IAS 2 oder der Nutzungswert nach IAS 36. Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. Die tatsächliche Entwicklung der Bewertungsparameter kann von der Einschätzung zum Bilanzierungszeitpunkt abweichen. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Inputfaktoren und deren Bedeutung für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:
In der Kulmbacher Gruppe werden lediglich Planvermögen (siehe Kapitel II.B.16) sowie ausgewählte Finanzinstrumente (siehe Kapitel III.A) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. I. C.3. Erträge und Aufwendungen Die Erfassung der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Bieren und alkoholfreien Getränken erfolgt zeitpunktbezogen, sobald die Verfügungsmacht an den jeweiligen Produkten übergegangen ist, d.h. diese an Gastronomen, Einzel- oder Großhändler ausgeliefert bzw. an Frachtführer übergeben wurden. Die Erlöse aus den Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises abzüglich der tatsächlichen bzw. geschätzten Erlösschmälerungen, Rückvergütungen und Werbekostenzuschüssen sowie Biersteuer erfasst. Die Rückvergütungsrückstellung basiert auf Liefermengen und vereinbarten Vergütungssätzen (Erwartungswertmethode) und berücksichtigt alle bis zum Ende der Berichtsperiode getätigten Verkäufe. Signifikante Finanzierungskomponenten sind in den regulären Verträgen mit Kunden in der Regel nicht enthalten. Für Finanzierungskomponenten wird das Wahlrecht in Anspruch genommen, wonach die Auswirkungen einer Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen sind, falls die Dauer zwischen Übertragung von Gütern bzw. Dienstleistungen und Bezahlung dieser durch den Kunden maximal ein Jahr beträgt. Des Weiteren wird das Wahlrecht, diejenigen Vertragserlangungs- und Erfüllungskosten direkt im Aufwand zu erfassen, die bei Aktivierung über eine Dauer von maximal einem Jahr abgeschrieben würden, in Anspruch genommen. Rücknahme- oder Erstattungsverpflichtungen bestehen für den Konzern lediglich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften bzw. branchenüblichen Bedingungen bei Lieferverzug oder mangelhafter Lieferung. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Die Kosten der umgesetzten Lieferungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch die Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf die Produktionsanlagen und bestimmte immaterielle Vermögenswerte. Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Schulden (AC-Kategorie) werden ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode erfasst. Beteiligungserträge werden dann ergebniswirksam vereinnahmt, wenn ein Ausschüttungsbeschluss vorliegt. Der Ertragssteueraufwand beinhaltet die laufenden und latenten Steuern. Die sonstigen Steuern werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. I. C.4. Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind im Konzern nicht von Relevanz. Fremdkapitalzinsen werden aktiviert, sofern ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um den betreffenden Vermögenswert in einen gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben; bei einer zu erwartenden unbegrenzten Nutzungsdauer wird auf eine planmäßige Abschreibung verzichtet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde:
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte dahingehend überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag, der den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungserlös repräsentiert, unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung wegfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis zur Obergrenze der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Aus Unternehmenserwerben aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Solche Einheiten stellen einzelne Tochtergesellschaften bzw. Teilkonzerne dar. Auf dieser Berichtsebene werden Geschäfts- oder Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht. Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthalten, wird einmal jährlich zum Bilanzstichtag und bei entsprechenden Hinweisen nach IAS 36 auf Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls auf den niedrigeren erzielbaren Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Die Wertermittlung erfolgt in Form des Nutzungswerts als Barwert erwarteter künftiger Cashflows. Die Berechnung basiert auf einem DCF-Modell (Discounted Cashflow-Modell). Spätere Zuschreibungen erfolgen nicht, da Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte nicht rückgängig gemacht werden dürfen. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. I. C.5. Leasingverhältnisse Ein Leasingverhältnis stellt gemäß IFRS 16 eine Vereinbarung dar, bei welcher der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswertes für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Konzern als Leasingnehmer Grundsätzlich bilanziert der Konzern als Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand sowie eine Leasingverbindlichkeit für die eingegangene Zahlungsverpflichtung. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:
Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Alternativ erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den der Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert für eine vergleichbare Laufzeit mit einer vergleichbaren Sicherheit unter vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Nach dem Bereitstellungsdatum erhöhen sich die Leasingverbindlichkeiten um die den Verträgen zugrundeliegenden Diskontierungszinsen. Geleistete Leasingzahlungen verringern die Leasingverbindlichkeiten. Leasingverbindlichkeiten werden neu bewertet, wenn sich das Leasingverhältnis oder bewertungsrelevante Schätzungen ändern. Im Falle einer Neubewertung wird das korrespondierende Nutzungsrecht entsprechend angepasst. Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Folgebewertung von Nutzungsrechten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen werden in der Regel linear über den Zeitraum des jeweiligen Vertragsverhältnisses vorgenommen. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte dahingehend überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung wegfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis zur Obergrenze der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten wird von den Anwendungserleichterungen des IFRS 16 Gebrauch gemacht. Entsprechend dieser Anwendungserleichterungen werden Leasingzahlungen über die Vertragslaufzeit linear als Aufwand erfasst. Darüber hinaus gewährt der IFRS 16 eine Anwendungserleichterung zur einheitlichen Bilanzierung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten. Diese Erleichterung wird für Immobilien und PKWs nicht in Anspruch genommen. Lediglich bei Nutzfahrzeugen und sonstige Leasingverträgen wird auf eine Trennung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten verzichtet. Vor allem Immobilien-Leasingverträge enthalten häufig Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen bieten dem Konzern eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung oder Nicht-Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitenänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit hinreichend sicher ist. Konzern als Leasinggeber Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, sind entsprechend den Vorgaben des IFRS 16 als Finanzierung- oder Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Wenn die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungleasing klassifiziert. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Beim Operating-Leasing weist der Konzern das Leasingobjekt als Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Sachanlagen aus. Leasingerträge werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst und in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Beim Finanzierungsleasing bucht der Leasinggeber das Leasingobjekt aus und aktiviert stattdessen eine Leasingforderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe des Nettoinvestitionswertes. Fällige Leasingraten tilgen die Leasingforderung. Finanzerträge werden so über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, das eine konstante periodische Verzinsung der Nettoinvestition erreicht wird. Liegt ein Unterleasingverhältnis vor, so agiert der Konzern als Intermediär und bilanziert Hauptleasing- und Unterleasingverhältnis als zwei separate Verträge. Der Intermediär ist verpflichtet, das Unterleasingverhältnis, gemäß den Vorschriften für Leasinggeber, entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnis zu klassifizieren. Die Klassifizierung muss unter Bezugnahme auf das aus dem Hauptleasingverhältnis resultierte Nutzungsrecht erfolgen. I. C.6. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden aktiviert, sofern ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um den betreffenden Vermögenswert in einen gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Erhaltene Investitionszuschüsse sowie -zulagen gemäß Investitionszulagengesetz werden von den Anschaffungskosten gekürzt und wirken damit abschreibungsmindernd über die Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes. Die Investitionszuschüsse und -zulagen sind mit bestimmten Auflagen verbunden und werden nur bilanziert, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche und betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte dahingehend überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag, der den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungserlös repräsentiert, unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung wegfallen, werden entsprechende Zuschreibungen bis zur Obergrenze der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. I. C.7. Finanzinstrumente Definition Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten im Sinne von IFRS 9/IFRS 7 zählt auf der Aktivseite ein wesentlicher Teil der Posten Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen und Vermögenswerte sowie liquide Mittel. Auf der Passivseite sind die Posten Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten betroffen. Abhängig von der Fristigkeit erfolgt der Ausweis unter den lang- oder kurzfristigen Bilanzpositionen. Der Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt, sobald der Konzern Vertragspartei der Regelungen eines Finanzinstruments wird. Bei marktüblichem Kauf oder Verkauf erfolgt der Erstansatz zum Erfüllungstag. Klassifizierung Die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 ergibt sich sowohl in Abhängigkeit von den vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird:
Die Zuordnung eines finanziellen Vermögenswertes zur AC-Kategorie erfolgt, sofern kumulativ das Geschäftsmodell "Halten" zugrunde liegt, das Zahlungsstromkriterium erfüllt ist und die FV-Option nicht in Anspruch genommen wird. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten wird zwischen den folgenden Kategorien unterschieden:
Die FVPL-Kategorisierung ist pflichtweise für derivative Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten des Handelsbestandes anzuwenden. Die FV-Option für finanzielle Verbindlichkeiten wird vom Konzern nicht in Anspruch genommen. Minderheitsanteile an einer deutschen Personengesellschaft stellen kein Eigenkapital im Sinne des IAS 32 dar. Dieser Interpretation folgend, werden die Zahlungsverpflichtungen im Falle einer Kündigung konzernfremder Kommanditisten von Tochterunternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert als langfristige Finanzverbindlichkeit dargestellt und der FVPL-Kategorie zugeordnet. IFRS 7 schreibt die Bildung von sogenannten Klassen vor. In der Kulmbacher Gruppe wurden diese Klassen in Übereinstimmung mit den Kategorien des IFRS 9 definiert. Bewertung Beim erstmaligen Ansatz bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten werden bei finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden, mit in den Fair Value einbezogen. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung der Vermögenswerte und den Zahlungsstrommerkmalen der jeweiligen Schuldinstrumente bzw. Eigenkapitalinstrumente. Finanzielle Vermögenswerte der AC-Kategorie: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Zinserträgen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus Wertberichtungen bzw. aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern schließt im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit seinen Kunden Darlehens- und Getränkelieferungsverträge, welche diverse Amortisierungsmöglichkeiten vorsehen können. Bei diesen Verträgen handelt es sich um finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu bilanzieren sind. Die Amortisierung erfolgt je nach Vertragsausgestaltung erfolgsneutral über definierte Tilgungsleistungen. Teilweise sind Darlehens- und Getränkelieferungsverträge nominal un- bzw. unterverzinslich ausgestaltet. In diesen Fällen wird eine marktgerechte Effektivverzinsung über die individuelle Steuerung der vertraglich vereinbarten Getränkepreise sichergestellt. Finanzielle Vermögenswerte der FVOCI-Kategorie: Der Konzern bewertet alle nicht zu Handelszwecken gehaltenen Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Bei einer Ausbuchung des Instruments erfolgt keine spätere Umgliederung der kumulierten Gewinne und Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dividenden werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Anspruch des Konzerns auf den Erhalt von Zahlungen begründet wird. Finanzielle Vermögenswerte der FVPL-Kategorie: Vermögenswerte, welche die Kriterien der AC- oder FVOCI-Kategorie nicht erfüllen, werden in die FVPL-Kategorie eingestuft. Gewinne oder Verluste solcher Instrumente, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Minderheitsanteilen an deutschen Personengesellschaften wird entsprechend den Regelungen im Gesellschaftsvertrag ermittelt. Im betreffenden Gesellschaftsvertrag ist die Anwendung einer Multiplikatormethode, basierend auf dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der vergangenen drei Jahre vorgesehen (Stufe 3 Inputfaktoren). Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen und Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Wertminderungen Das zukunftsorientierte Wertminderungsmodell ("exptected credit loss model") des IFRS 9 ist auf Schuldinstrumente der AC- oder FVOCI-Kategorie anzuwenden. Ebenso sind die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 auf vertragliche Vermögenswerte nach IFRS 15, Leasingforderungen nach IFRS 16 sowie Kreditzusagen und Finanzgarantien anzuwenden. Das zukunftsorientierte Wertminderungsmodell sieht grundsätzlich drei Stufen vor, welche die Höhe der zukünftig zu erwartenden und zu erfassenden Verluste sowie die Zinsvereinnahmung bestimmen:
Gemäß dem nach IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz werden Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen ausschließlich in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste bemessen. Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind erwartete Verluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments hervorgehen. 12-Monats-Kreditverluste sind der Anteil der erwarteten Kreditverluste, die aus Ausfallfallereignissen resultieren, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag möglich sind. Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf Einzelfallanalysen und historischen Verlustquoten beruhen. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Der Konzern nimmt an, dass das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments signifikant angestiegen ist, wenn eine bestimmte Überfälligkeit an Tagen vorliegt oder durchschnittlich erwartete Abnahmeverpflichtungen in Zusammenhang mit Darlehens- bzw. Getränkelieferungsverträgen, nicht erreicht wurden. Der Konzern betrachtet ein Finanzinstrument als ausgefallen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen an den Konzern nachkommen kann, ohne dass der Konzern auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten zurückgreifen muss. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist, zählen unter anderem die drohende oder eingetretene Insolvenz des Schuldners. Wurden Kredite oder Forderungen abgeschrieben, setzt das Unternehmen Vollstreckungsmaßnahmen fort, um die fällige Forderung noch zu realisieren. Realisierte Beträge werden in den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten wird auf eine separate Darstellung des Wertminderungsaufwandes in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Die detaillierte Darstellung der Wertminderungen bzw. Entwicklung des Wertminderungsaufwandes erfolgt stattdessen in Kapitel III.A.5. Saldierung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und die Absicht vorliegt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Zum Bilanzstichtag hat der Konzern keine Aufrechnungsvereinbarungen abgeschlossen noch werden wesentliche Beträge der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen. Ausbuchung Der Konzern bucht finanzielle Vermögenswerte bzw. Teile finanzieller Vermögenswerte aus, wenn die Rechte auf den Bezug von Zahlungsströmen erloschen oder an Dritte übertragen worden sind und dem Konzern mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen nicht weiter zuzurechnen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten bzw. Teile finanzieller Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt sind d. h., wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Sicherungsbeziehungen Der Konzern hat im Geschäfts- und Vorjahr kein Hedge Accounting angewendet und keine Finanzderivate zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt. I. C.8. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden für sämtliche temporäre Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte / Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss sowie für Konsolidierungsvorgänge gebildet. Die aktivischen Steuerabgrenzungen, die auch Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen umfassen, werden nur angesetzt, soweit die damit verbundenen Steuerminderungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eintreten. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, d. h. grundsätzlich mit Bundesratszustimmung, berücksichtigt. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt sofern Ansprüche und Verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung besteht. I. C.9. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bilanziert. Handelswaren werden unter Anwendung angemessener Verbrauchsfolgeverfahren (Fifo-Methode) mit den letzten Anschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Lohneinzelkosten sowie variable und fixe Produktionskosten. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die für die Herstellung von Vorräten bestimmt sind, sowie unfertige Erzeugnisse werden nicht auf einen unter ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegenden Wert abgewertet, wenn die Fertigerzeugnisse, in die sie eingehen, voraussichtlich zu Herstellungskosten oder einem höheren Preis verkauft werden können. I. C.10. Eigenkapital Dem Eigenkapitalmanagement unterliegt das gesamte Konzerneigenkapital, bestehend aus Gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen. I. C.11. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellung für sogenannte leistungsorientierte Versorgungspläne wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, wobei zu jedem Abschlussstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Die leistungsorientierten Kosten beinhalten die folgenden Komponenten:
Der Dienstzeitaufwand beinhaltet den laufenden Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie etwaige Gewinne und Verluste aus Planänderungen oder -kürzungen. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand. Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Diskontierungszinses mit der Nettoschuld bzw. Unterdeckung (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) zu Beginn des Geschäftsjahres. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsaufwand. Die Neubewertungskomponente beinhaltet versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Teil der Erträge aus Planvermögen, der die Verzinsung des Planvermögens mit dem Diskontierungszins übersteigt oder unterschreitet. Die Neubewertungskomponente wird unmittelbar und erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis innerhalb der Gewinnrücklagen erfasst und nicht mehr in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Von der Pensionsrückstellung abzugrenzen sind sogenannte beitragsorientierte Versorgungspläne. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Personalaufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistungen erbracht haben, die sie zu den Beiträgen berechtigen. I. C.12. Übrige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, diese Verpflichtung künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Unter Beachtung einer ausreichenden Risikovorsorge werden die Rückstellungen in angemessener Höhe bilanziert. Sie entsprechen betragsmäßig einer bestmöglichen Schätzung des wahrscheinlichen Mittelabflusses, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag notwendig wäre. Bei langfristigen Rückstellungen erfolgt eine Diskontierung auf den Bilanzstichtag mit einem Abzinsungssatz, der die aktuellen Markterwartungen und spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Rückstellung für Leergutrücknahmeverpflichtungen (einschließlich Paletten) wird auf Basis von Umlaufzeiten der jeweiligen Gebinde ermittelt. Die Umlaufzeiten basieren auf in Stichproben durchgeführten Zählungen des zurückgenommenen Leergutes. II. ERLÄUTERUNG DER ABSCHLUSSPOSTENII. A. ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG II. A.1. Umsatzerlöse
Für zusätzliche Angaben zu den Leasingerträgen wird auf das Kapitel II.B.2 verwiesen. In der nachfolgenden Tabelle werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach unterschiedlichen Kategorien aufgegliedert:
II. A.2. Sonstige betriebliche Erträge
II. A.3. Materialaufwand
II. A.4. Personalaufwand
Die Mitarbeiter der Kulmbacher Gruppe erhalten neben Leistungen aus der gesetzlichen Sozialversicherung teilweise tarifliche oder freiwillige Altersvorsorgeleistungen sowie Leistungen aus Direktversicherungen. Beiträge zu diesen Altersvorsorgeplänen werden als beitragsorientierte Pläne behandelt, da nach Zahlung der Beiträge für die Gesellschaft keine weiteren Verpflichtungen bestehen. Laufende Beitragszahlungen wurden im betreffenden Zeitraum im Personalaufwand erfasst. Der Personalaufwand enthält im Geschäftsjahr beitragsorientierte Aufwendungen gemäß IAS 19.50 ff. in Höhe von T€ 4.575 (2021: T€ 4.521), davon entfallen T€ 41 (2021: T€ 38) auf Mitglieder der Geschäftsleitung. Die Löhne und Gehälter waren im Vorjahr durch das im Zuge der Corona-Pandemie beantragte und vereinnahmte Kurzarbeitergeld in Höhe von T€ 388 gemindert. II. A.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
1) davon Provisionsaufwendungen aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.20(c)(i): T€ 123 (2021: T€ 111) Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen beinhalten unter anderem Kosten für Mediawerbung, Werbematerial, Provisionen sowie Fracht und Fuhrpark. In den Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen sind unter anderem Kosten für Fremdpersonal, Personalnebenkosten, Beratung, IT, Verwaltung sowie Entsorgung enthalten. Die Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen beinhalten Instandhaltung von Maschinen, Gebäuden, Fuhrpark und sonstigem Anlagevermögen. II. A.6. Zinserträge
II. A.7. Zinsaufwendungen
II. A.8. Sonstiges Finanzergebnis
Das Ergebnis aus konzernfremden Kommanditisten von Tochterunternehmen entfällt mit T€ 20 (2021: T€ 8) auf die Neubewertung von Zahlungsverpflichtungen im Falle einer Kündigung und mit T€ -79 (2021: T€ -156) auf die Gutschrift von Gewinnanteilen. II. A.9. Ertragsteuern
Die Gesellschaften der Kulmbacher Gruppe unterliegen einer durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung von 12,95 % (2021: 12,95 %) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,83 % (2021: 15,83 %), zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,50 % (2021: 5,50 %). Hieraus errechnet sich ein Konzernsteuersatz von 28,78 % (2021: 28,78 %). Der effektive Konzernsteuersatz beläuft sich auf 31,92 % (2021: 29,21 %). Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
II. A.10. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem der Quotient aus dem Ergebnis der Periode, das den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres gebildet wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da die Satzung der Gesellschaft keine Ausgabe von Optionsscheinen, Wandelanleihen u.Ä. zu einem möglichen Erwerb von Aktien vorsieht.
II. B. ERLÄUTERUNG DER BILANZ II. B.1. Immaterielle Vermögenswerte
1) Die Zugänge enthalten weder Zugänge aus unternehmensinterner Entwicklung noch aus Unternehmenszusammenschlüssen. 2) Die Abschreibungen sind im Posten "Abschreibungen" der GuV enthalten. Die sonstigen Rechte betreffen im Wesentlichen Brunnen- und Markenrechte. In den Brunnenrechten ist unter anderem ein Recht der Würzburger Hofbräu mit einem Buchwert in Höhe von T€ 650 (2021: T€ 704) und einer Restnutzungsdauer von 12 Jahren enthalten. II. B.2. Leasingverhältnisse Konzern als Leasingnehmer Der Konzern least im Wesentlichen Getränkemärkte, Gaststätten, PKWs und Nutzfahrzeuge. Die folgende Tabelle zeigt die in Zusammenhang mit Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte je Klasse:
In den Abschreibungen auf Immobilien-Nutzungsrechte sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 21 (2021: T€ 11) enthalten. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Nutzungsrechte leerstehender Gaststätten und Getränkemärkte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16:
Die variablen Leasingzahlungen enthalten im Wesentlichen umsatzabhängige Mieten. Die Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen werden in Kapitel II.A.7 dargestellt. Im Geschäftsjahr beliefen sich die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse auf T€ 9.627 (2021: T€ 9.289). Die Fälligkeitsanalyse für Leasingverbindlichkeiten wird in Kapitel III.A.3 dargestellt. Konzern als Leasinggeber Als Leasinggeber fungiert der Konzern insbesondere im Rahmen der Untervermietung von Getränkemärkten und Gaststätten. In geringem Umfang werden zudem in eigenem Besitz befindliche Immobilien vermietet. Zur Verringerung bestehender Kreditrisiken werden Kautionen, Bankgarantien und andere Sicherheiten für die Dauer der Leasingverhältnisse einbehalten bzw. vereinbart. Der Konzern verfügt zudem über Sonderkündigungsrechte für den Fall, dass einzelne Leasingnehmer ihren Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen. Wenn ein Unterleasingverhältnis endet, wird das zugrundeliegende Objekte zeitnah weitervermietet oder das Hauptleasingverhältnis gekündigt. In den Umsatzerlösen sind folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 enthalten:
1) davon aus Unterleasingverhältnissen: T€ 3.974 (2021: T€ 3.600) 2) davon aus Unterleasingverhältnissen: T€ 0 (2021: T€ 33) Die Zinserträge aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden in Kapitel II.A.6 dargestellt. Die folgende Tabelle zeigt eine Fälligkeitsanalyse der nicht diskontierten Leasingzahlungen für Finanzierungsleasingverhältnisse inkl. Überleitung auf die in der Bilanz ausgewiesenen Leasingforderungen:
Die Leasingforderungen sind im Geschäftsjahr um T€ 270 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die planmäßige Tilgung der Leasingforderungen zurückzuführen. Im Vorjahr sind die Leasingforderungen um T€ 295 gestiegen. Dies war im Wesentlichen auf die Verlängerung bestehender Unterleasingverhältnisse zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt eine Fälligkeitsanalyse der nicht diskontierten Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse:
II. B.3. Sachanlagen
1) Die Abschreibungen sind im Posten "Abschreibungen" der GuV enthalten. 2) Die Zuschreibungen sind im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" der GuV enthalten. 3) Die Buchwerte der Immobilien mit Operating-Leasingverhältnissen betragen T€ 798 (2020: T€ 829). Aktivierungspflichtige Eigenleistungen sind im Geschäfts- und Vorjahr nicht angefallen. Der Buchwert der Sachanlagen ist durch erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse um T€ 868 (2021: T€ 1.051) vermindert. Als Sicherheiten wurden Grundstücke in Höhe von T€ 1.457 (2021: T€ 1.457) verpfändet. Die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude resultieren aus der Wertminderung nicht betriebsnotwendiger Grundstücke auf den Nettoveräußerungswert und betreffen ausschließlich das Segment Bier. II. B.4. At Equity bewertete Anteile Die folgende Tabelle zeigt die zusammengefassten Finanzinformationen der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe des Konzernanteils. Von den Beschäftigten der at Equity bewerteten Unternehmen entfällt auf den Konzern ein Anteil von 8 (2021: 9) Arbeitnehmern.
II. B.5. Langfristige Finanzanlagen
1) Nicht konsolidiert; vgl. Kapitel I.B.1 Im Geschäftsjahr wurden Kundendarlehen zur Absatzsicherung und Neukundenakquisition in der Gastronomie in Höhe von T€ 1.101 (2021: T€ 916) neu ausgereicht. Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.6. Vorräte
Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Werbematerial in Höhe von T€ 194 (2021: T€ 13) vorgenommen. Die Wertminderungen sind im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Materialaufwand enthalten. II. B.7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Verkauf von Waren. Das durchschnittliche, gewichtete Nettozahlungsziel beträgt 19 Tage (2021: 19 Tage) bei Inlandslieferungen und 44 Tage (2021: 41 Tage) bei Auslandslieferungen. Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.8. Kurzfristige Finanzanlagen Die kurzfristigen Finanzanlagen enthalten ausschließlich den kurzfristigen Teil der Kundendarlehen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.9. Steuererstattungsansprüche Die Steuererstattungsansprüche betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres. II. B.10. Übrige Forderungen und Vermögenswerte
Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.11. Liquide Mittel Bei den liquiden Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und Guthaben bei Banken erstklassiger Bonität mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. II. B.12. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Im Vorjahr wurden nicht mehr betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen. Der im Vorjahr geplante Verkauf wurde im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen, die Buchgewinne sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Alle Vermögenswerte betrafen ausschließlich das Segment Bier. II. B.13. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ist voll eingezahlt, gegenüber dem Vorjahr unverändert und in 3.360.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge. Der Posten Gewinnrücklagen beinhaltet die kumulierten Ergebnisse der abgelaufenen Geschäftsjahre sowie die Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach Abzug latenter Steuern. Der Vorstand der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft achtet im Rahmen des Eigenkapitalmanagements darauf, dass der Konzern stets mit einer angemessenen Eigenkapitalquote zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung ausgestattet ist. Ziel unseres Eigenkapitalmanagements ist es außerdem eine adäquate Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen. Das Kapital wird auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht, welche als Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme definiert ist. Im Geschäftsjahr ist die Eigenkapitalquote des Konzerns von 31,9 % auf 33,2 % gestiegen. II. B.14. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.15. Übrige langfristige Verbindlichkeiten Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Pachtkautionen. Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.16. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne (Pensionsrückstellungen) enthalten die Zusagen für eine betriebliche Altersversorgung an anspruchsberechtigte Personen und deren Hinterbliebene. Die leistungsorientierten Verpflichtungen werden teilweise direkt durch den Konzern, teilweise durch eine eigenständige Unterstützungskasse verwaltet. Die direkten Verpflichtungen basieren auf einzelvertraglichen Versorgungszusagen sowie auf Betriebsvereinbarungen einzelner Konzernunternehmen. Alle Betriebsvereinbarungen sind für Neuzugänge geschlossen. Die begünstigten Personen haben in der Regel Anspruch auf eine von der Betriebszugehörigkeit abhängige, feste Alters- und Invalidenrente bei Erreichen des Ruhestandalters von 65 Jahren. Die Unterstützungskasse der Reichelbräu AG e.V., Kulmbach, ist ebenfalls für Neuzugänge geschlossen. Nach der Erfüllung einer Wartezeit von 15 Jahren werden Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrente gewährt. Der Bezug der Unterstützung setzt nach Erfüllung der Wartezeit mit Eintritt von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit, spätestens beim Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres ein. Die Höhe der Alters- und Invalidenrente ist abhängig von der Betriebszugehörigkeit und wird durch einen Höchstbetrag begrenzt. In der Pensionsrückstellung wird zudem der gewährte Anspruch an Gratisgetränken für ehemalige Betriebsangehörige berücksichtigt. Die Anzahl an Gratisgetränken wird pro Gesellschaft einheitlich für alle Beschäftigten festgelegt. Der Bezug beginnt mit Renteneintritt sofern eine Betriebszugehörigkeit von mindestens 15 Jahren gegeben ist. Durch die leistungsorientierten Verpflichtungen ist der Konzern den folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: Zinsänderungsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Rentenanpassungsrisiko.
Die Auswirkungen einer Veränderung der versicherungsmathematischen Parameter werden in der untenstehenden Sensitivitätsanalyse quantifiziert. Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, werden in der folgenden Tabelle dargestellt. Als biometrische Grundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Beträge erfasst:
In der Gesamtergebnisrechnung sind folgende Erträge/Aufwendungen erfasst:
Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (Anwartschaftsbarwert) stellen sich wie folgt dar:
Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:
Das Planvermögen zum 31.12.2022 setzt sich zusammen aus dem Vermögen der Unterstützungskasse mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 602 (2021: T€ 752) sowie einem verpfändeten Wertpapierdepot mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 272 (2021: T€ 315). Der beizulegende Zeitwert des verpfändeten Wertpapierdepots wurde auf der Grundlage von an aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt, während der beizulegende Zeitwert des Vermögens der Unterstützungskasse nicht auf Preisen basiert, die an aktiven Märkten notiert sind. Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist das Planvermögen mit dem Anwartschaftsbarwert zu saldieren:
Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Angaben zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind:
Die vorstehende Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung in der vorstehenden Sensitivitätsanalyse wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, derselben Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung berechnet wurde. Für das Geschäftsjahr 2023 werden Rentenzahlungen in Höhe von T€ 865 (2022: T€ 983) erwartet. Eine weitere Dotierung des Planvermögens ist nicht vorgesehen. Der Konzern verwendet keine Derivate zur Absicherung künftiger Renten- oder Beitragszahlungen. Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung am 31. Dezember 2022 betrug 10,1 Jahre (2021: 11,6 Jahre). II. B.17. Aktive und passive latente Steuern Aus den temporären Differenzen zwischen den Steuer- und IFRS-Bilanzansätzen sowie Steuerminderungsansprüchen aus steuerlichen Verlustvorträgen resultieren folgende aktive latente Steuern:
1) davon langfristig T€ 11.489 (2021: T€ 13.503) Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 1.076 (2021: T€ 1.077) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 935 (2021: T€ 935) für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden. Aus den temporären Differenzen zwischen den Steuer- und IFRS-Bilanzansätzen resultieren folgende passive latente Steuern:
Im Berichtsjahr wurden T€ 890 (2021: T€ 84) zur Erhöhung der passiven latenten Steuern auf langfristige Verbindlichkeiten über das sonstige Ergebnis (OCI) erfasst. Für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz in Verbindung mit Anteilen an Tochtergesellschaften und at Equity bewerteten Anteilen, deren Höhe T€ 15.314 (2021: T€ 14.758) beträgt, wurden nach IAS 12.39 keine latenten Steuern gebildet. Die angegebenen Beträge beinhalten sowohl temporäre als auch permanente Effekte. II. B.18. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.20. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten noch nicht ausgezahlte Rückvergütungen sowie sonstige Guthaben von Kunden. Für zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel III.A verwiesen. II. B.21. Rückstellungen
1) davon Zinsen T€ 147 (2021: T€ 0) 2) davon Zinsen T€ 0 (2021: T€ 6) Die Leergutrücknahmeverpflichtungen beinhaltet im Geschäftsjahr 2022 erstmals eine Rücknahmeverpflichtung für Mehrwegpaletten. Die Personalkostenrückstellungen enthalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Überbrückungsgelder, Abfindungen sowie Altersfreizeit. Die Rückstellungen für den laufenden Geschäftsbetrieb beinhalten überwiegend Rückvergütungen aus Kundenvereinbarungen. Bei kurzfristigen Rückstellungen wird mit Fälligkeiten bis zu einem Jahr gerechnet. Für die langfristigen Rückstellungen wird eine überwiegende Fälligkeit von mehr als 5 Jahren erwartet. II. B.22. Steuerverbindlichkeiten Die Steuerverbindlichkeiten betreffen überwiegend Ertragsteuern vorhergehender Geschäftsjahre. II. C. ERLÄUTERUNG DER KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Ausweis der erhaltenen und gezahlten Zinsen wurde im Geschäftsjahr geändert. Erhaltene Zinsen aus Kundendarlehen werden ab dem Geschäftsjahr 2022 im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt. Gezahlte Zinsen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. II. C.1. Allgemeine Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt in Übereinstimmung mit IAS 7, wie sich Zahlungsströme des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung gliedert die Zahlungsströme in die Bereiche betriebliche Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Soweit erforderlich, erfolgt im Einzelfall eine Zuordnung in mehrere Bereiche. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel. Darüber hinaus gibt es keine Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente, die von Gesellschaften gehalten werden und über die der Konzern nicht verfügen kann. II. C.2. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthält die wesentlichen erlöswirksamen Tätigkeiten des Unternehmens sowie andere Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind. II. C.3. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist der zahlungswirksame Saldo aus Auszahlungen für Investitionen und Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen. II. C.4. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt Ausschüttungen, die Aufnahme und Tilgung von Finanzschulden bei Kreditinstituten sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Die Finanzverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:
III. SONSTIGE ANGABENIII.A. FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT III.A.1. Buch- und beizulegende Zeitwerte Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Klasse und Bewertungskategorie.
1) Aufgrund der marktgerechten Effektivverzinsung stimmt der Buchwert mit dem beizulegenden Zeitwert überein (siehe Kapitel I.C.7). 2) Gemäß IFRS 7.29(a) wird auf die Angabe von beizulegenden Zeitwerten verzichtet. Der Buchwert stellt aufgrund der kurzen Laufzeit einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente der FVOCI-Kategorie basiert auf einem DCF-Modell (Discounted Cashflow-Modell mit Stufe 3 Inputfaktoren). Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der AC-Kategorie wird mittels Barwert- und Optionspreismodellen berechnet. Als Eingangsparameter werden am Bilanzstichtag festgestellte risiko- und laufzeitadäquate Inputfaktoren verwendet, bei denen es sich nicht um notierte Preise handelt, welche aber von anerkannten externen Quellen bezogen werden und auf aktiven Märkten indirekt beobachtbar sind (Stufe 2 Inputfaktoren). Für die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten der FVPL-Kategorie sind die Regelungen des betreffenden Gesellschaftsvertrages maßgeblich. Im Gesellschaftsvertrag ist die Anwendung einer Multiplikatormethode, basierend auf dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der vergangenen drei Jahre vorgesehen (Stufe 3 Inputfaktoren; siehe Kapitel I.C.7). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten der FVPL-Kategorie. Wenn der zugrundeliegende EBITDA im Geschäftsjahr 2022 um 5 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre der beizulegende Zeitwert um T€ 56 höher (niedriger) gewesen. Wenn der zugrundeliegende EBITDA im Geschäftsjahr 2021 um 5 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre der beizulegende Zeitwert um T€ 56 höher (niedriger) gewesen.
Eventuell erforderliche Umgruppierungen zwischen den Bewertungsleveln der Fair-Value-Hierarchie erfolgen grundsätzlich zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode. III.A.2. Nettogewinne und -verluste Bezogen auf die IFRS 9 Bewertungskategorien der Finanzinstrumente wurden folgende Nettogewinne/-verluste erzielt:
Die Nettoverluste/-gewinne aus finanziellen Vermögenswerte der AC-Kategorie beinhalten Zinserträge, Wertaufholungen und Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen sowie Wertminderungen und Ausbuchungen. Der Ausweis der Zinserträge erfolgt in den Umsatzerlösen und Zinserträgen. Wertaufholungen und Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Wertminderungen und Ausbuchungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Nettogewinne aus finanziellen Vermögenswerte der FVOCI-Kategorie beinhalten ausschließlich im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesene Beteiligungserträge. Die Nettoverluste aus finanziellen Verbindlichkeiten der AC-Kategorie beinhalten Zinsaufwendungen. Die Nettoverluste aus finanziellen Verbindlichkeiten der FVPL-Kategorie beinhalten das im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesene Ergebnis aus konzernfremden Kommanditisten von Tochterunternehmen. III.A.3. Liquiditätsrisiko Die nachfolgenden Ausführungen quantifizieren das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten, dem die Kulmbacher Gruppe ausgesetzt ist. Hinsichtlich der qualitativen Erläuterung wird auf die Ausführungen zu den finanziellen Risiken im Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts verwiesen. Das Liquiditätsrisiko bildet das Szenario, dass der Konzern seine Verbindlichkeiten nicht bedienen kann. Die Kulmbacher Gruppe steuert ihre Liquidität zentral und so, dass ihr zu jeder Zeit in ausreichendem Maß Mittel zur Verfügung stehen, um ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Zum 31. Dezember 2022 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von Mio. € 30,9 zur Verfügung. Der Konzern weist keine signifikante Konzentration von Liquiditätsrisiken auf. Die folgende Tabelle zeigt eine Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten. Die Tabelle beruht auf nicht diskontierten Cashflows. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind dem frühesten Laufzeitband zugeordnet, an dem der Konzern zur Zahlung verpflichtet werden kann, selbst wenn der Konzern erwartet, dass ein Teil der Verbindlichkeiten erst später zu begleichen sein wird als zum frühestmöglichen Fälligkeitstermin.
1) Enthalten sind hier nur finanzielle Vermögenswerte der AC-Kategorie. Wie sich die Bilanzposten auf die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten verteilen, kann dem Kapitel III.A.1 entnommen werden. Die finanziellen Verbindlichkeiten der FVPL-Kategorie würden zahlungswirksam werden, wenn die betroffenen Kommanditisten von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen (siehe Kapitel I.C.7). III.A.4. Zinsrisiko Die nachfolgenden Ausführungen quantifizieren das Zinsrisiko aus Finanzinstrumenten, dem die Kulmbacher Gruppe ausgesetzt ist. Hinsichtlich der qualitativen Erläuterung wird auf die Ausführungen zu den finanziellen Risiken im Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts verwiesen. Die durchschnittlichen Zinssätze der Finanzverbindlichkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,9 % (2021: 0,9 %). Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Finanzerträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital dar. Im Konzern besteht keine signifikante Konzentration von Zinsrisiken. In der Kulmbacher Gruppe unterliegen lediglich die nachfolgend erläuterten Bankverbindlichkeiten einem Änderungsrisiko. Im Konzern werden langfristige Bankverbindlichkeiten zu festen und variablen Zinssätzen aufgenommen. Marktzinssatzänderungen von Bankverbindlichkeiten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. In der Kulmbacher Gruppe erfolgt stets eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Demnach unterliegen die langfristigen Bankverbindlichkeiten mit fester Verzinsung keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen bei variabel verzinslichen Bankdarlehen werden bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Im Geschäfts- und Vorjahr bestanden keine variabel verzinslichen Bankdarlehen. Im Geschäfts- und Vorjahr bestanden keine Kreditverträge mit Financial Covenants. III.A.5. Ausfallrisiko Die nachfolgenden Ausführungen quantifizieren das Ausfallrisiko aus Finanzinstrumenten, dem die Kulmbacher Gruppe ausgesetzt ist. Hinsichtlich der qualitativen Erläuterung wird auf die Ausführungen zu den finanziellen Risiken im Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts verwiesen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Eine Aufteilung der Buchwerte auf Bilanzposten und Klassen gemäß IFRS 7 kann dem Kapitel III.A.1 entnommen werden. Weitere wesentliche, nicht bilanzierte Ausfallrisiken bestehen nicht. Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln verhältnismäßig unwahrscheinlich, weil diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben. Ebenfalls keinem wesentlichen Ausfallrisiko unterliegen die in den Finanzanlagen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte der FVOCI-Klasse (Beteiligungen). Sämtliche Leasingforderungen werden regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft. Im Geschäfts- und Vorjahr bestand kein Wertberichtigungsbedarf. Die nachfolgenden Ausführungen konzentrieren sich auf finanzielle Vermögenswerte der AC-Klasse. Hiervon betroffen sind die Bilanzposten lang- und kurzfristige Finanzanlagen (hier: Kundendarlehen), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen und Vermögenswerte. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte der AC-Kategorie (ohne liquide Mittel) je Ausfallrisiko-Ratingklasse:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte der AC-Kategorie (ohne liquide Mittel):
Insbesondere im Rahmen der Vergabe von Kundendarlehen hat das Unternehmen Sicherheiten in Form von Grundschulden, Sicherungsübereignungen und anderen Vermögenswerten erhalten. Darüber hinaus bestehen Eigentumsvorbehaltsklauseln. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die gehaltenen Sicherheiten nur geringfügig reduziert. Im Konzern besteht keine signifikante Konzentration im Zusammenhang mit Ausfallrisiken oder Sicherheiten, weil sich sowohl Risiken als auch Sicherheiten über eine hohe Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilen. III.B. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN, SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. III.C. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Geschäftssegmente der Kulmbacher Gruppe basieren gemäß der Steuerung des operativen Geschäfts auf den einzelnen rechtlich selbständigen Einheiten des Konzerns. Geschäftssegmente werden für die Segmentberichterstattung zusammengefasst, sofern sie vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen und in wesentlichen Aspekten übereinstimmen. Die Geschäftsaktivitäten der Kulmbacher Gruppe gliedern sich in die folgenden berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
Die Segmentinformationen sind gemäß der internen Berichterstattung in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Den Transaktionen zwischen den Gesellschaften liegen vereinbarte, marktorientierte Verrechnungspreise zugrunde. Der Segmenterfolg wird auf Basis des operativen Ergebnisses gemessen, das als Ergebnis der Periode vor Zinsergebnis, sonstigem Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) definiert ist. Weil die Geschäftstätigkeit im Wesentlichen auf das Inland ausgerichtet ist, wird auf die Segmentierung nach geographischen Gebieten verzichtet. Eine signifikante Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. Zur Überleitung der Segmentdaten auf den Konzernabschluss wurde in der nachfolgenden Tabelle die Spalte "Konsolidierung" eingefügt.
1) nur immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2) entspricht der Bilanzsumme 3) entspricht den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten Der EBIT lässt sich wie folgt zum Ergebnis vor Steuern überleiten:
III.D. ANZAHL DER ARBEITNEHMER
1) Beschäftigte im Jahresdurchschnitt inkl. Teilzeitkräfte III.E. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Die wesentlichen Beziehungen zu den nahe stehenden Unternehmen der Kulmbacher Gruppe beruhen auf Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen und stellen sich wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2022 bestanden schwebende Rohstoffbezugsverpflichtungen mit Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss in Höhe von T€ 13.569 (2021: T€ 12.773). Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen wurden weder besichert noch mit erhaltenen oder gewährten Garantien hinterlegt. Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen wurden weder im Geschäfts- noch im Vorjahr erfasst. III.F. GESAMTBEZÜGE DER ORGANMITGLIEDER
Die laufenden Bezüge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bewegen sich im branchenüblichen Rahmen. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen sind T€ 5.066 (2021: T€ 7.416) zurückgestellt. Für Tantiemeverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes sind T€ 296 (2021: T€ 230) zurückgestellt. III.G. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS Das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers verteilt sich wie folgt:
III.H. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2022 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Vermögens-Finanz-, Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind. III.I. HANDELSRECHTLICHER BILANZGEWINN Das Geschäftsjahr der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuss von 7.854.027,32 € ab. Zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von 24.430,66 € ergibt sich ein nach handelsrechtlichen Vorschriften, für die Gewinnverwendung maßgeblicher Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 7.878.457,98 €. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung 2023 vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 wie folgt zu verwenden:
III.J. ANGABEN ZUR KONZERNZUGEHÖRIGKEIT UND ZU DEN BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSEN Den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen erstellt die Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA, München, die im Handelsregister des Amtsgericht München unter HRB 158981 eingetragen ist. Der Konzernabschluss der vorgenannten Muttergesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA, München, ist mit mehr als 50 % am Grundkapital der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft beteiligt. Die IREKS GmbH, Kulmbach, hält mittelbar und unmittelbar mehr als 25 % am Grundkapital der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft.
Kulmbach, den 28. Februar 2023 Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft Markus Stodden, Vorstand Vertrieb und Marketing, Sprecher Mathias Keil, Vorstand Finanzen und Technik BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft, Kulmbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft, Kulmbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Februar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Petra Hälsig, Wirtschaftsprüfer ppa. Lena Metzger, Wirtschaftsprüferin Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit für die Geschäftsjahre 2017 bis 2021 als Anlage zum Lagebericht der Kulmbacher Brauerei Aktien-GesellschaftDie Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz durch geschlechterneutrale Aus-, Fort- und Weiterbildung. Eine Gleichbehandlung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz wird durch die Führungskräfte und durch die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes sichergestellt. Die Entgeltgleichheit ist durch die Anwendung des Tarifvertrags der Tarifgemeinschaft für Bayerische Brauereien e. V. für tarifliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewährleistet. Bei außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgt die Vergütung nach Qualifikation und fachlichen Anforderungen und damit diskriminierungsfrei. Mitarbeitende nach Geschlecht Anzahl im Jahresdurchschnitt
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2022Für die Kulmbacher Gruppe war das Jahr 2022 abermals ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Umsatz übertraf den Vorjahresumsatz und es wurde trotz aller makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten ein Unternehmensergebnis erzielt, das über dem Vorjahr liegt. Der Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr 2022 in vollem Umfang seinen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen die ihm nach Gesetz, Unternehmenssatzung und Geschäftsordnung obliegen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. In jeder Aufsichtsratssitzung berichtete der Vorstand ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, die Risikosituation sowie über wichtige strategische Maßnahmen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Unternehmensplanung wurden im Einzelnen erläutert. Die für die Unternehmensgruppe bedeutenden Geschäftsvorgänge sowie die Unternehmensplanung wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. In seinen monatlichen Berichten unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat fortlaufend über die wichtigsten finanziellen Kennzahlen zur Geschäftsentwicklung und zur Risikosituation der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften. Im Berichtszeitraum fanden vier turnusgemäße Aufsichtsratssitzungen statt. Die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats erfolgten in den Sitzungen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. In gesonderten Strategiegesprächen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte und des Unternehmens insgesamt erörtert. Die ersten drei Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 fanden virtuell als Videokonferenz statt. Auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 17. März 2022 standen der Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2021, die Berichterstattung des Abschlussprüfers sowie die Beschlussvorlage für die Hauptversammlung 2022. In der sich an die Hauptversammlung anschließenden Aufsichtsratssitzung am 18. Mai 2022 wurde Herr Dr. Jörg Lehmann zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und zur Beauftragung des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für das Geschäftsjahr 2022 bevollmächtigt. Des Weiteren wurde die aktuelle Ergebnisentwicklung der Gesellschaft dargestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 29. September 2022 wurden die wirtschaftliche Entwicklung, das Marktumfeld sowie die weitere strategische Ausrichtung der Kulmbacher Gruppe behandelt. In der Sitzung vom 8. Dezember 2022 wurde die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 genehmigt sowie der Beschluss des Vorstands befürwortet, die Hauptversammlung im Jahr 2023 wieder in Präsenz abzuhalten. Der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie der dazugehörige Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, ebenso wie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Durchsicht vorgelegen und wurden in der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich geprüft und erörtert. Der Aufsichtsrat schließt sich den Ergebnissen der Abschlussprüfung an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. März 2023 gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag zur Gewinnverwendung des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat ebenfalls in seiner Sitzung am 16. März 2023 nach intensiver Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und der Finanzlage angeschlossen. Der Vorstand der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2022 erstellt und darin erklärt, dass die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft bei den aufgeführten Rechtsgeschäften mit den verbundenen Unternehmen angemessene Gegenleistungen erhalten hat und berichtspflichtige Maßnahmen im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen wurden. Nach Prüfung hat die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, den Bestätigungsvermerk hinsichtlich der Richtigkeit der tatsächlichen Angaben und der Angemessenheit der Leistungen der Gesellschaften in Bezug auf die aufgeführten Rechtsgeschäfte wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen und beide Berichte, unter Berücksichtigung der am 16. März 2023 vom Abschlussprüfer berichteten wesentlichen Prüfungsergebnisse, geprüft und erörtert. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG hat der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Als Arbeitnehmervertreter wurden am 26. April 2022 Frau Martina Weber und Herr Thomas Gillich erneut für den Zeitraum von der Beendigung der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2024 beschließt, also bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2025, in den Aufsichtsrat wiedergewählt. Herr Dr. Hermann Brandstetter hat mit Wirkung zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2022 sein Amt als Mitglied und seine Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft niedergelegt. In der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 wurde Herr Martin Brümmerhoff zum Aufsichtsratsmitglied für die Dauer bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über seine Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt, also bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023, gewählt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 18. Mai 2022 Herrn Dr. Jörg Lehmann zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Hermann Brandstetter für die gute Zusammenarbeit und die konstruktive Begleitung des Unternehmens und des Vorstands. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die herausragende Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.
Kulmbach, im April 2023 Dr. Jörg Lehmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 16. März 2023 gebilligt. |
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