Deba Badsysteme GmbH
Fuchsberger Straße 1, 29410 Salzwedel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg-Moritz von Gruben seit 9.5.2017 | Prokura |
Dietrich Gerd Andreas Jochem von Gruben seit 5.6.2013 | Geschäftsführer |
Henrik Dinesen seit 17.5.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dietrich von Gruben | 26.17% |
G*********** v** G***** | 4.14% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deba Badsysteme GmbHSalzwedelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtEinleitung Die DEBA Badsysteme GmbH, ansässig in Salzwedel, hat sich als führender Hersteller von hochwertigen, vorgefertigten Fertigbädern etabliert. Mit jahrelanger Erfahrung und einem tiefgreifenden Verständnis für die Anforderungen moderner Bauprojekte, bietet DEBA maßgeschneiderte Lösungen für eine Vielzahl von Kunden, darunter namhafte Generalunternehmer wie Goldbeck, Köster, Züblin, Mace und Multiplex. Diese Partnerschaften unterstreichen die Position von DEBA als vertrauenswürdigen Lieferanten in den Bereichen Hotelbau, Wohnungsbau, Studierendenwohnheimen und Krankenhausbau. DEBA ist auf dem deutschsprachigen Markt, in London und dem Königreich Saudi-Arabien aktiv. Die Tätigkeiten des Unternehmens umfassen die Entwicklung, Produktion, Lieferung und Montage von Fertigbädern, die für ihre Qualität, Langlebigkeit und innovative Gestaltung bekannt sind. DEBA legt großen Wert auf die Effizienz der Bauprozesse und strebt stets danach, die Projektzeiten und -kosten für ihre Auftraggeber zu optimieren. Die Verwendung von vorgefertigten Badezimmern bietet zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen Bauweisen, darunter eine deutlich höhere Qualität, eine Reduzierung der Bauzeit, eine höhere Kosteneffizienz durch geringere Arbeits- und Materialkosten und eine minimale Beeinträchtigung vor Ort. Zudem ermöglicht die kontrollierte Produktionsumgebung von DEBA eine gleichbleibend hohe Qualität und Präzision, die bei herkömmlichen Methoden nur schwer zu erreichen ist. 1. Entwicklung der globalen Konjunktur Die letzten Jahre waren geprägt von einer starken globalen wirtschaftlichen Unsicherheit, ausgelöst durch eine Kombination gestörter Lieferketten, Inflation und einem sprunghaft gestiegenen Zinsniveau sowie einer allgemein zunehmenden Abschwächung der Konjunktur. Diese Entwicklungen kamen für viele Marktteilnehmer überraschend und stellten Unternehmen weltweit vor große Herausforderungen. Die Inflation, angefacht durch gestiegene Preise für Rohstoffe, Energie und Logistik, drückte auf die Margen der Unternehmen und erhöhte den Druck auf die Preisgestaltung von Endprodukten. Parallel dazu führte die restriktive Zinspolitik der Zentralbanken, die darauf abzielte, die Inflation einzudämmen, zu einer Verknappung der verfügbaren Finanzierung und erhöhten die Kosten für bestehende und neue Kredite. Diese Dynamik beeinflusste Investitionsentscheidungen und das Verbraucherverhalten gleichermaßen negativ. Trotz dieser Herausforderungen begann sich die globale Wirtschaftslage allmählich zu stabilisieren. Dies demonstriert die Resilienz des globalen Wirtschaftssystems und die Fähigkeit von Unternehmen, auch schwierigen Bedingungen zu überstehen und zu wachsen. Die Erfahrungen aus dieser Zeit der Unsicherheit haben viele Unternehmen gestärkt, ihre Risikomanagement-Praktiken verbessert und sie besser auf zukünftige Schocks vorbereitet. Für Deutschland wird 2024 eine Fortsetzung des schwachen Wachstums prognostiziert. Die Kombination aus hohen Zinsen, geopolitischen Unsicherheiten, der Einhaltung der Schuldenbremse und ein schwindendes Vertrauen in die Regierung wirkt sich negativ auf die Investitionstätigkeit und das Wirtschaftswachstum aus. Trotz leichter Erholungstendenzen bleibt Deutschland unter den Industriestaaten eines der Länder mit den geringsten Wachstumsaussichten. Die OECD prognostiziert ein Wachstum von nur 0,6 % für 2024, deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder. Und auch das wird vermutlich nicht erreicht. 2. Branchenspezifische Entwicklung Als ein bedeutender Bestandteil der globalen Wirtschaft, stand die Bauindustrie im Zentrum dieser Turbulenzen. Die unerwartet heftigen Veränderungen der wirtschaftlichen Situation führte zu einem ersten Schock, der sich in einer Verlangsamung der Bauprojekte und einer Zurückhaltung bei neuen Investitionen manifestierte. Die Unternehmen mussten schnell reagieren, um ihre Kostenstrukturen anzupassen und sich stärker auf Effizienz und Kostenkontrolle zu fokussieren. Baugenehmigungen sind in Deutschland in den Jahren 2022 und 2023 deutlich gesunken. Im ersten Halbjahr 2023 sanken die Baugenehmigungen in Deutschland um 27,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was einen deutlichen Rückgang der Bautätigkeit signalisiert. Besonders stark betroffen waren Einfamilienhäuser mit einem Rückgang von 35,4 % und Zweifamilienhäuser mit 53,4 %. Die neuen Förderungen für klimafreundlichen Neubau sind bisher ohne Effekt auf die Genehmigungszahlen geblieben. Die Baukosteninflation hingegen ist im Verlauf des Jahres 2023 wieder deutlich gesunken. Im vierten Quartal 2023 stiegen die Preise für gewerbliche Betriebsgebäude um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Im vierten Quartal 2022 betrug die Kostensteigerung noch 17,6 %. Der Rückgang der Baukosteninflation sollte sich positiv auf die Bautätigkeiten auswirken. Allerdings sind die Rahmenbedingungen insgesamt weiterhin nicht gut. Wir spüren eine leichte Belebung der Kundenkontakte, welche uns ein wenig positiv stimmt, dass die Jahre 2024/ 2025 einen besseren Auftragseingang ermöglichen werden. Die Baukapazitäten sind durch den Rückgang der Auftragseingänge und eine hohe Anzahl von Stornierungen im Wohnungsbau belastet. Der Rückgang der Bautätigkeiten hat dazu geführt, dass viele Bauzulieferer und auch viele unserer Wettbewerber Kapazitäten abgebaut haben. Auch unser Unternehmen musste auf diese Entwicklung reagieren und entschied sich im Frühjahr 2022 (vor Beginn des Ukrainekonflikts) für die Schließung des Werks in Polen, um unsere Kostenstruktur zu optimieren und flexibler auf die Marktsituation eingehen zu können. Diese Konsolidierungswelle hat zu einer Verknappung des Angebots geführt. Dies deutet darauf hin, dass, sollte der Baumarkt wieder anziehen, die Nachfrage auf ein reduziertes Angebot trifft. Für Unternehmen, die diese Zeiten überstanden haben und ihre Kapazitäten effizient managen, könnte dies eine Chance darstellen, ihre Marktposition zu stärken, um dann von höheren Preismargen zu profitieren. 3. Absatzbereich Leistung, Umsatz und Auftragsbestand Um bestehende Beziehungen im Markt zu nutzen und uns besser als Familienunternehmen zu präsentieren, haben wir nun Dr. Paul von Gruben als neuen Vertriebsleiter eingesetzt. Auch Jasper von Gruben ist inzwischen im Vertrieb und der Projektleitung eingesetzt, mit sehr positiven Auswirkungen in Form zweier äußerst interessanter und hochwertiger Aufträge in Hamburg und in Saudi-Arabien. Im Jahr 2023 hatten wir einen Auftragseingang von insgesamt 20.105 TEUR. Damit hat sich der Auftragsbestand von 12.830 TEUR Ende 2023 auf 19.654 TEUR per 31.12.2023 erhöht. Besonders hervorzuheben ist der Auftrag Red Sea HC1, Shura Island für ein sehr hochwertiges Hotel in Saudi-Arabien. Dieser Auftrag umfasst die Produktion von 143 Fertigbädern sowie Vorkomponenten für weitere 120 Fertigbäder und die Konstruktionsleistung und Organisation für insgesamt 530 Fertigbäder. Für diesen Auftrag konnten wir ein Partnerunternehmen vor Ort in Saudi-Arabien gewinnen, welches einen Teil der Bäder unter unserer Anleitung und nach unseren Konstruktionsplänen vor Ort fertigt. Wir stehen neben dem bereits laufenden saudischen Projekt bei zwei weiteren größeren Projekten kurz vor dem Vertragsabschluss. Für ein Bauvorhaben in Hamburg (264 Bäder) liegt ein unterschriebener LOI vor, hier fertigen wir zurzeit die Musterbäder. Ein Projekt in London (629 Bäder) ist in der Anbahnung und soll Anfang Q2 2024 beauftragt werden. Mit Blick auf die nächsten 2 - 3 Jahre scheint es uns notwendig, nicht ausschließlich auf den europäischen Markt zu setzen, da sich die wirtschaftliche Lage in nahezu allen europäischen Ländern als herausfordernd erweist. Dennoch verfolgen wir weiterhin die Strategie, kleinere Aufträge aus Deutschland gemischt mit den Großprojekten zu bearbeiten, um Kapazitätsschwankungen besser ausgleichen zu können und unsere Planung zu erleichtern. Auch möchten wir vorbereitet sein, um zu gegebener Zeit von einem erwarteten Aufschwung in der Immobilienbranche profitieren zu können. 4. Beschaffungsbereich Nach den Turbulenzen der Jahre 2021 und 2022, geprägt durch stark steigende Materialpreise und Lieferkettenunterbrechungen, begann im zweiten Halbjahr 2023 im Beschaffungsbereich langsam eine Phase der Stabilisierung. Die Beschaffung bleibt jedoch ein kritischer Bereich, der sorgfältige Planung und strategische Entscheidungen erfordert. Stahlblech, Fliesen, Badkeramik, Armaturen und Sanitärtechnik sind für uns von zentraler Bedeutung. Jedes dieser Materialien hat seine eigenen Dynamiken. Von 2020 bis 2023 erlebten die Stahlpreise weltweit eine signifikante Volatilität, beeinflusst durch eine Kombination aus Angebotsengpässen nach der Covid-19-Pandemie, erhöhter globaler Nachfrage und politisch-wirtschaftlichen Unsicherheiten. Da unser Badkörper aus Stahlblech besteht, hat der Stahlpreis einen deutlichen Einfluss auf unsere Materialkostenstruktur. Im Gegensatz zu sichtbaren Ausstattungsobjekten im Bad, welche von unseren Kunden ausgesucht werden, ist es für uns weniger einfach, Stahlpreisveränderungen an unsere Kunden weiterzugeben. Seit Ende 2022 sehen wir jedoch eine Normalisierung der Stahlpreise, was uns im Jahr 2023 geholfen hat. Preise und Verfügbarkeit von Keramikprodukten wie Waschbecken, WCs und auch Fliesen wurden durch Russlands Angriff auf die Ukraine doppelt negativ beeinflusst. Kaolin ist ein Grundprodukt von Keramik und wird aus der Ukraine importiert. Daher hatte Kaolin ab März 2022 eine geringere Verfügbarkeit. Gleichzeitig sind Keramikprodukte in ihrer Verarbeitung enorm energieintensiv und die steigenden Energiekosten haben direkten Einfluss auf die Produktionskosten und damit auf die Preise und Verfügbarkeit dieser Produkte am Markt. Die Preisschocks aus 2022/2023 haben uns im Verbund mit den anderen Belastungen hart getroffen und sind jetzt im Wesentlichen verdaut. Wir erleben jetzt einen veränderten, aber besser planbaren und wieder preislich attraktiveren Beschaffungsmarkt entgegen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit in der Beschaffung. Angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen und des wachsenden Bewusstseins der Politik, der Unternehmen und Verbraucher für umweltfreundliche Produkte und Zertifizierungen ist es entscheidend, Lieferanten auszuwählen, die nachhaltige Praktiken verfolgen und auch die entsprechenden Nachweise liefern. Dies umfasst die Berücksichtigung des ökologischen Fußabdrucks der Materialien, die Effizienz der Produktionsprozesse und die Reduzierung des Energieverbrauchs. 5. Produktionsbereich Der ungenügende Auftragseingang führte in der Produktion zu einer erheblichen Unterauslastung. Es wurden nur 1.310 Bäder mit einem Produktionswert von 13.281 EUR gegenüber dem Vorjahr mit 1.708 Bäder mit einem Produktionswert von 12.586 EUR produziert. Positiv ist der gestiegene Preis pro Bad, was für uns eine gestiegene Wettbewerbsfähigkeit und bessere Kostenstruktur bedeutet. Der Umzug in die neue Produktionsstätte und die damit einhergehende Umstellung von Werkstattfertigung auf Fließfertigung markieren in den vergangenen drei Jahren einen signifikanten Fortschritt in unserer Fertigungseffizienz und -qualität. Die Umstrukturierung ermöglichte es, die Durchlaufzeiten bei gleichzeitig gestiegener Transparenz zu verkürzen, die Produktionskosten pro Bad zu reduzieren und die Qualität unserer Produkte zu steigern. Die Fließfertigung, ein Prinzip, das auf der kontinuierlichen Bewegung von Materialien und Produkten durch die Produktionslinie basiert, hat mehrere Vorteile. Sie minimiert die Wartezeiten zwischen den Bearbeitungsschritten, reduziert den Materialumschlag und vereinfacht die Steuerung der Produktionsprozesse. Die Transparenz und Effizienz der Produktion konnten dadurch erheblich verbessert werden. Zufrieden sind wir auch über die Einsparungen im Energieverbrauch durch den erneuerten Maschinenpark. Leider wurden die Effizienzgewinne auf der Kostenseite durch die drastisch gestiegenen Energiekosten kontakariert, jedoch hätten uns diese Energiepreissteigerungen ohne die Investitionen Probleme bereiten können. Trotz der verbesserten Effizienz ist die Auslastung der Produktionskapazitäten eine fortlaufende Herausforderung, die eng mit der Nachfrage am Markt verknüpft ist. Dies umfasst die flexible Anpassung der Produktionsvolumina und die Kapazitätsplanung an den Auftragsbestand, die Reduzierung von Überkapazitäten und die kontinuierliche Verbesserung der Produktionsprozesse. 6. Investitions- und Finanzierungsbereich Nach den Investitionen in den Jahren 2020 bis 2023, insbesondere in die neue Produktionsstätte und die Modernisierung des Maschinenparks, waren für das Jahr 2023 keine weiteren großen Investitionen geplant. Die jetzigen und zukünftigen Investitionen werden in den qualitativen Bereichen erfolgen, dazu gehören der Ausbau der Systemtechnik - vorwiegend im Konstruktionsbereich -, die Erneuerung unserer Webseite, die Qualifizierung der Mitarbeiter und der Ausbau von umweltschonenden Eigenschaften des Produktes. Dazu wollen wir eine neue Mitarbeiterstelle schaffen und besetzen, die sich mit CO 2 Fußabdruck, Nachhaltigkeitszertifizierungen und gleichartigen Anforderungen auseinandersetzt. Während das rückläufige Betriebsergebnis im Jahr 2022 die Liquidität noch erheblich belastete, hat sich die Liquidität im Jahr 2023 nicht deutlich verschlechtert. Mit den 2024 geplanten Einnahmen werden wir die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessern. Zur Verbesserung der kurzfristigen Liquiditätsplanung wurde unser Liquiditätsplanungssystem im August 2023 mit Unterstützung einer Unternehmensberatung überarbeitet und optimiert, was zu einer besseren Planungssicherheit geführt hat. Die Bilanzsumme der Firma DEBA ist von 12.044 TEUR auf 13.693 TEUR im Jahr 2023 angestiegen. Das Anlagevermögen ist von 6.321 TEUR auf 5.844 TEUR gesunken. Die Gebäude wurden um 153 TEUR abgeschrieben und Maschinen und sonstige Sachanlagen um 326 TEUR. Aktivierte Software wurde um 16 TEUR abgeschrieben und der Fuhrpark um 25 TEUR. Insgesamt wurde das Anlagevermögen um 514 TEUR abgeschrieben. Das Umlaufvermögen ist von 5.689 TEUR auf 7.796 TEUR angestiegen. Dabei sanken die Vorräte um 268 TEUR, die Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände sind um 2.623 TEUR angestiegen, während der Kassenbestand und Guthaben um 248 TEUR gesunken sind. Die unfertigen Erzeugnisse (UE) machen einen Anteil von 15,6 Mio. Euro der Vorräte aus. Die dafür erhaltenen Anzahlungen i.H.v. 14,9 Mio. Euro werden offen davon abgesetzt. Die UE sind dabei die Bewertung der bisher nicht schlussgerechneten Aufträge. Die Bewertung findet zu Herstellkosten statt. Das Eigenkapital ist von 744 T€ auf 2.986 TEUR angestiegen, was zu einer Eigenkapitalquote von 21,8 % ggü. 2022 von 6,2% führt. Der Sonderposten für Rückstellungen enthält die GRW-Fördermittel, die parallel zu den Abschreibungen der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Im Jahr 2023 betrugen diese Auflösungen 58 TEUR. Die Rückstellungen enthalten zum größten Teil Rückstellungen für Kostennachläufer in Höhe von 1.182 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auch aufgrund der geringeren Produktionsleistung von 2.266 TEUR auf 1.042 TEUR. Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich um 252 TEUR von 4.100 TEUR auf 3.848 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden von 3.146 TEUR auf 2.621 TEUR reduziert. Davon sind 1.697 TEUR Verbindlichkeiten aus Mietkauf, die im Jahr 2023 um 267 TEUR getilgt wurden. 7. Ergebnis Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Jahresüberschuss von 2.242 TEUR, welcher sich positiv von den Vorjahren abhebt. Dieses ist darin begründet, dass wir neben dem Großprojekt "Red Sea HC1" mit einem Unternehmen in Saudi-Arabien einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben welcher dies in die Lage versetzen soll, unser Partnerunternehmen vor Ort zu sein und ca. 50 % des Auftrags vor Ort in KSA umzusetzen, während wir Lizenzgebühren bekommen und für das Training bezahlt werden. Die Gesamtleistung konnten wir auf 18,5 Mio. EUR, ein Anstieg um 4,25 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr, steigern. Sie setzt sich aus einem Umsatz von 17,4 Mio. Euro und einer Bestandsveränderung der unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 1,1 Mio. Euro zusammen. Der Gesamtleistung stehen Materialaufwendungen und Fremdleistungen in Höhe von 6.067 TEUR (ggü. VJ 7.437 TEUR) gegenüber. Der Rohertrag stieg um 5.621 TEUR auf 12.398 TEUR, welches im Wesentlichen auf die oben erwähnte Partnerschaft zurückgeht. Sonstige Erträge hatten wir im Jahr 2023 in Höhe von 512 TEUR, wovon 161 TEUR staatliche Fördermittel für die Energiepreisbremse darstellen. Zinsaufwendungen stiegen um 107 TEUR im Jahr 2022 auf 297 TEUR. Die Personalaufwendungen in Höhe von 5.705 TEUR (VJ: 6.078 TEUR) konnten um 373 TEUR oder 6,1 % gesenkt werden. Die Abschreibungen sanken um 33 TEUR auf 519 TEUR. Insgesamt stiegen die sonstigen Kosten von 2.454 TEUR auf 3.950 TEUR. Dieser Anstieg setzt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Raumkosten aufgrund des Energiekostenanstiegens und einer Einstellung in die Rückstellungen für Aufwendungen für Leistungen, die wir noch im Jahr 2024 zu erbringen haben zusammen. Das Ergebnisvor Steuern und Zinsen (EBIT) ist von 202 TEUR auf 2.334 TEUR angestiegen. Unser Hauptaugenmerk liegt nun auf der erfolgreichen Umsetzung des Projektes "Red Sea HC1", das einen erheblichen Beitrag zu unserem Geschäftsergebnis leisten wird. Natürlich ist das Projekt auch ein Aushängeschild für unsere internationale Kompetenz. 8. Risiken und Chancen Herausforderungen und Anpassungsstrategien: Die aktuelle Marktsituation und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen präsentieren sowohl potenzielle Gefahren als auch Gelegenheiten für das Unternehmen. Risiken: • Marktvolatilität: Die anhaltende Unsicherheit in den globalen Wirtschaftsmärkten, einschließlich der Fluktuation der Materialpreise und der Wechselkurse, stellt ein kontinuierliches Risiko dar. Diese Faktoren können die Kostenstrukturen und die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. Das Vertragsvolumen in Saudi-Arabischen Riyal (SAR) und dem potenziellen Auftrag über ca. 9,8 Mio. GBP stellt eine Währungsrisiko dar. Die Nichtabsicherung dieser Positionen birgt das Risiko unvorhergesehener finanzieller Einbußen bei ungünstigen Wechselkursbewegungen. Aktuell ist die Position im SAR deutlich im Gewinn, sodass aktuell kein akuter Handlungsbedarf besteht. • Auch sind die Folgen der restriktiven Geldpolitik insbesondere auf den kapitalintensiven Bau- und Immobilienmarkt als Risiko zu sehen. Die Entscheidung, uns internationaler aufzustellen hilft hierbei, nicht alleine von der europäischen Zinspolitik beinflusst zu sein. • Internationale politische Entwicklungen: Die Entwicklungen im Nahen Osten, sowie im Roten Meer sind ein Risiko sowohl für die Beziehungen zu Saudi-Arabien sowie für die Transportrouten zur Baustelle auf Shura Island und unserem Partnerunternehmen in Jeddah. Für Kriegs- und Unwetterfolgen haben wir eine Force Majeure Klausel in unseren Verträgen. • Nationale politische Entwicklungen: Die zunehmende Popularität von Politik mit nationalistischen Tendenzen birgt Risiken für Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Solche Entwicklungen können zu einer weniger offenen Handelspolitik und zu Spannungen in internationalen Beziehungen führen. Auf lokaler Ebene könnten nationalistische Tendenzen im Stadtbild besonders für unsere internationalen und muslimisch geprägten Kunden abschreckend wirken, was die Geschäftsbeziehungen beeinträchtigen könnte. Ferner erschwert es das Anwerbung von Mitarbeitern. Chancen: • Die erfolgreiche Umsetzung des Projektes "Red Sea HC1", ermöglicht uns, einen neuen Markt zu erschließen und uns damit unabhängiger vom Deutschen und Europäischen Baumarkt zu machen. Darin liegen aktuell unsere Anstrengungen. • Insgesamt ist die erfolgreiche Abwicklung des ertragreichen Auftrages Red Sea HC1 eine große Chance für unser Unternehmen. • Das von der Bundesregierung veröffentlichte Ziel von 400.000 Wohnungen pro Jahr wird weiterhin verfehlt. Der Rat der Immobilienweisen des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA) spricht in seinem Frühjahrsgutachten von 600.000 fehlenden Wohnungen. Bis 2028 sollen 830.000 Wohnungen fehlen. Der Verband fordert ein Programm der staatlichen Förderbank KfW, das die Marktzinsen auf zwei Prozent senkt, was mehrere hunderttausend Wohnungen schaffen soll. Zwar kann man sich nicht auf eine solche politische Förderung verlassen, aber dennoch besteht die Chance auf eine Reaktion der Bundesregierung. • Nach der langen Konsolidierungsphase sind die Baukapazitäten abgeschmolzen. Sobald sich der Nachfragestau auf dem deutschen Baumarkt auflöst, gehen wir davon aus, dass die reduzierten Baukapazitäten dazu führen, dass das Preisniveau für Fertigbäder sich erheblich steigern lässt, was wir als Chance sehen. Wir sind weiterhin in der Lage, unsere Produktion kurz- und mittelfristig zu erhöhen. 9. Prognose Für die kommenden Jahre haben wir Grund, optimistisch zu sein. Mit einem geplanten Umsatz von 19,2 Mio. EUR im Jahr 2024 und 22 Mio. EUR im Jahr 2025 blicken wir einer positiven Entwicklung entgegen. Unsere Kapazitäten ermöglichen es uns, bei Bedarf schnell auf eine steigende Nachfrage zu reagieren und potenziell deutlich mehr Leistung zu generieren. Umsatz und Leistungserwartung Für das Jahr 2024 plant DEBA Badsysteme eine Leistung von 19,2 Mio. Euro. Dieses Ziel wird durch die bestehenden Aufträge in den unfertigen Erzeugnissen sowie der Arbeit an neuen Aufträgen erreicht. Bei den angearbeiteten Aufträgen sind die Aufträge Elephant and Castle, Moorgate und Berlin Neuendorfer Straße zu nennen. Neu hinzu kommt vor allem der Auftrag Red Sea HC1, sowie die geplanten Aufträge Hamburg, Mönckebergstr. 9, sowie London Television Center. Kostenstruktur und Rentabilität Die Materialkosten werden für 2024 auf 8 Mio. Euro geschätzt, was 40 % der Gesamtleistung entspricht. Diese Prognose berücksichtigt die Stabilisierung der Materialpreise. Fremdleistungen, die für Baustellentätigkeiten in London benötigt werden, sowie Leiharbeitnehmer für eine gestiegene Produktionstätigkeit enthalten, sind mit 2 Mio. Euro veranschlagt. Ein prognostizierter Rohertrag von 48 % der Leistung ist eine gesunde und erreichbare Marge auf dem Niveau der Vorjahre. Der Personalaufwand bleibt mit 5,9 Mio. Euro ein wesentlicher Posten in der Kostenstruktur. Wir planen, in unsere Belegschaft zu investieren, um Fachkenntnisse und Engagement zu fördern, was eine direkte Auswirkung auf die Produktqualität, Kundenzufriedenheit und Auftragseffizienz hat. Abschreibungen in Höhe von 510 TEUR reflektieren die getätigten Investitionen in Anlagen und Ausrüstung, während sonstige Aufwendungen von 2 Mio. Euro allgemeine Verwaltungs- und Betriebskosten abdecken. Der geplante Jahresüberschuss von 2,2 Mio. Euro für 2024 verdeutlicht die Erwartung an eine weiterhin positive finanzielle Entwicklung. Der Jahresüberschuss ist nicht nur ein Indikator für die Rentabilität, sondern stärkt auch die Eigenkapitalbasis und unterstützt das langfristige Wachstum des Unternehmens. Ausblick In den Folgejahren ab 2025 planen wir weiteres Wachstum. Wir werden unter anderem das Bauvorhaben Red Sea HC1 abschließen. Die Erholung des Marktes wird uns nach heutigem Kenntnisstand mindestens eine ausreichende Auslastung unserer Produktion ermöglichen. Wir gehen aber eher davon aus, ein stetiges Wachstum zu erzielen. Die Effizienzsteigerungen in der Produktion, welche wir durch den Umzug in die neue Produktionsstätte und die damit einhergehende Umstellung von Werkstattfertigung auf Fließfertigung erreicht haben, werden uns noch ein darüber hinausgehendes Ertragswachstum ermöglichen. Insgesamt schauen wir sehr positiv in die Zukunft. Durch die Möglichkeit, in einen neuen Markt ausweichen zu können, werden wir die Marktschwäche in Deutschland und Europa gut überstehen und stehen bereit, wenn sich der Baumarkt erholt.
Salzwedel, den 27.3.2024 Georg von Gruben, Kaufmännischer Leiter Dietrich von Gruben, Geschäftsführer Henrik Dinesen, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften und bestimmte Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend steuerlicher Vorschriften linear vorgenommen. Auf die Zugänge wurde die Abschreibung zeitanteilig gerechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände zwischen einem Wert von netto € 250,00 bis € 800,00 wurden im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den letzten Einkaufspreisen. Für Überbestände und beschädigte Waren wurden Abschläge auf die Anschaffungskosten vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Gemeinkosten bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde bei einzelnen Projekten durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert beachtet. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennwert bewertet. Erhaltene Anzahlungen werden unter Inanspruchnahme des Ausweiswahlrechts gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bilanziert. Bei dem Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Der Anlagenspiegel, aus dem die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich ist, ist in einer Anlage zu diesem Anhang beigefügt. Bankguthaben Bankguthaben in Höhe von T€ 388 unterliegen bedingt durch Verpfändungen einer Verfügungsbeschränkung. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kostennachläufer (T€ 1.506), Gewährleistungen (T€ 85), personalbezogene Aufwendungen (T€ 36) und Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 22). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen insgesamt T€ 3.848. Davon sind T€ 2.313 innerhalb eines Jahres, T€ 1.190 innerhalb von ein bis fünf Jahren und T€ 595 nach fünf Jahren fällig. Die Verbindlichkeiten sind durch die Abtretung von Forderungen besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Es handelt sich um ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt T€ 511. Das Darlehen ist innerhalb von ein bis fünf Jahren fällig. Der Gesellschafter hat für seine Darlehensforderung eine Rangrücktrittserklärung abgegeben. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 1.505 innerhalb eines Jahres fällig, innerhalb von ein bis fünf Jahren sind T€ 790 fällig. T€ 907 haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der Südleasing GmbH, Stuttgart von T€ 1.898 enthalten. Die Finanzierungsverbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen gesichert. IV. Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a HGB bestehen aus Leasingverpflichtungen in Höhe von T€ 110 jährlich. Aus einem langfristigen Mietvertrag bestehen Verpflichtungen von jährlich T€ 240. b) Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr 141 gegenüber 152 in 2022. c) Die Geschäfte der Gesellschaft werden durch folgende Personen geführt: Herr Dietrich von Gruben, Kaufmann Herr Henrik Bo Dinesen, Kaufmann. d) Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr folgende Beträge mit außergewöhnlicher Größenordnung von nicht untergeordneter Bedeutung nach § 285 Nr. 32 HGB erhalten: • Erlös aus einem Know How Vertrag in Höhe. von T€ 5.000 e) Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 2.242.501,86 mit dem Verlustvortrag in Höhe von € 2.548.692,91 auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Salzwedel, den 27. März 2024 gez. Dietrich von Gruben gez. Henrik Bo Dinesen Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DEBA Badsysteme GmbH, Salzwedel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DEBA Badsysteme GmbH, Salzwedel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEBA Badsysteme GmbH, Salzwedel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen)oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stade, den 26. April 2024 Hammann
Wiegers Schnirring PartG mbB
gez. Dipl.-Betrw. Thiemo Wiegers, Wirtschaftsprüfer Hinweis gem. § 328 Abs. 1 a) Satz 2 HGB: Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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