Alupress Berlin GmbH
An der Gießerei 2, 98646 Hildburghausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Oberrauch seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Ulrich Peter Purkart seit 17.6.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Alupress AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alupress Berlin GmbHBerlinKonzernabschluss zum 31. Dezember 2023KonzernbilanzAKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangAllgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Alupress Berlin GmbH, Berlin, wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des deutschen GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Alupress Berlin GmbH, Berlin, ist eine eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutschen Rechts. Statutarischer Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 26772 eingetragen. Zweck des Konzerns ist die Herstellung und der Vertrieb von Aluminiumdruckgussteilen und deren Weiterverarbeitung (Herstellung von Zerspanungsteilen) durch die Fertigung auf CNC-gesteuerten Maschinen i. W. für Automobilzulieferer. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Alupress Berlin GmbH, Berlin, sowie unverändert zum Vorjahr folgende Tochtergesellschaften:
Die in den Konzernabschluss einbezogene alupress GmbH, Hildburghausen, hat vollumfänglich von der Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Bundesanzeiger erfolgte am 07.10.2024. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB. Bilanzstichtag aller vollkonsolidierter Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, ebenso Zwischengewinne in Vorratsbeständen aus Lieferungen von Konzernunternehmen. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die von uns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. AKTIVA Die Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen aufgrund betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern, angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs-, Material- und weitere anteilige Gemeinkosten berücksichtigt werden. Soweit erforderlich erfolgten Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Etwaigen Risiken wird durch Pauschalwertberichtigungen und ggf. Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird. Darüber hinaus werden latente Steuern auf Konsolidierungseffekte (§ 306 S. 1 HGB) gebildet. Latente Steuern nach § 274 HGB und § 306 HGB werden zusammengefasst und saldiert ausgewiesen. Sie werden nicht abgezinst. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage der geltenden ertragsteuerlichen Regelungen. PASSIVA Die Sonderposten beruhen auf Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz bzw. Investitionszuschüsse gemäß dem Bescheid zum Förderantrag im Förderprogramm: Gemeinschaftsausgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Ihre Auflösung wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter vorgenommen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Die funktionale Währung der Alupress Berlin GmbH ist der Euro. Auf fremde Währung lautende Forderungen bzw. Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Währungsumrechnung im Konzernabschluss erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 313 Abs. 4 i.V.m. § 284 Abs. 3 HGB ist in der Anlage zu diesen Erläuterungen dargestellt. Die im Anlagespiegel ausgewiesenen Kursdifferenzen entfallen auf die Alupress Holdings LLC-Gruppe (USA). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern entfallen vorwiegend auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Aktive latente Steuern Die latenten Steuern beinhalten aktive latente Steuern aus Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Bilanzansätzen.
Eigenkapital Das im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage entspricht dem der Alupress Berlin GmbH. Innerhalb der Gewinnrücklage wird ein "technischer" passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung i.H.v. T€ 6.689 ausgewiesen. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2022 nach DRS 23 von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklage umgegliedert. Er resultiert aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft alupress GmbH zum 1. Januar 2014, aufgrund von Gewinnthesaurierungen in dem Zeitraum zwischen Entstehen des Mutter-Tochter- Verhältnisses und dem Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung eines Konzernabschlusses. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung Der Ausgleichsposten ergibt sich aus der Währungsumrechnung des in US-Dollar aufgestellten konsolidierten Abschlusses der Alupress Holdings LLC-Gruppe (USA). Die Einstellung in den Ausgleichsposten erfolgt erfolgsneutral. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen i. W. Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 1.980), rückständige Personalverpflichtungen (T€ 544), Rückstellungen für Archivierungen (T€ 17) sowie Jahresabschlusskosten und Steuerberatungsverpflichtungen (T€ 67). Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag und die Fristigkeit der Verbindlichkeit setzen sich wie folgt zusammen: Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignung von beweglichen Sachanlagen besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern entfallen mit T€ 32.512 (i. Vj. T€ 17.278) auf Darlehensverbindlichkeiten, mit T€ 8.631 (i. Vj. 10.384) auf die Cash-Pooling Vereinbarung, mit T€ 7.101 (i. Vj. T€ 6.499) auf den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 446 (i. Vj. T€ 202) auf Zinsverpflichtungen.
Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsfeldern erzielt:
Sonstige betriebliche Erträge Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge werden i. W. erhaltene Förderbeiträge i.H.v. T€ 1.462, periodenfremde Erträge i.H.v. T€ 527, erhaltene Energiesteuererstattungen i.H.v T€ 242, Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. T€ 68 und Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse i.H.v. T€ 59 ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge beinhalten die Auflösung von Rückstellungen i.H.v. T€ 385, Buchgewinne aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen i.H.v. T€ 136 sowie Kostenerstattungen für Vorjahre i.H.v. T€ 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden i. W. Aufwendungen für erhaltende Dienstleistungen i.H.v. T€ 2.500, Versicherungen i.H.v. T€ 666, Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v. T€ 663, Mietaufwendungen i.H.v. T€ 339, Zuführung zu Rückstellungen für Produkthaftung und sonstiger Risikorückstellung i.H.v. T€ 374, periodenfremde Aufwendungen i.H.v. T€ 253 sowie Ausgangsfrachten i.H.v. T€ 274 ausgewiesen. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten vor allem Kostennachbelastungen für die Vorjahre sowohl von Seiten der Lieferanten als auch von Seiten der Kunden. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Die insgesamt ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB betragen T€ 4.814, sie entfallen auf die Aktivierung latenter Steuern. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 53 Angestellte und 232 gewerbliche Arbeiter und 3 Azubis beschäftigt. Honorare des Abschlussprüfers:
Geschäftsführung • Herr Wolfgang Knollseisen, alleinvertretungsberechtigt und befreit vom § 181 BGB, Chief Financial Officer der ALUPRESS AG, Brixen • Herr Oliver Janz, alleinvertretungsberechtigt und befreit vom § 181 BGB, Geschäftsführer mit Einzelvertretungsbefugnis in allen Bereichen Von der Schutzklausel gem. § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Konzernzugehörigkeit Die Alupress Berlin GmbH ist Tochterunternehmen i.S.v. § 290 Abs. 1 HGB der Alupress AG mit Sitz in Brixen - Italien. Die Technicon AG, Brixen - Italien als Konzernobergesellschaft erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis und den größten Kreis von Gesellschaften, in den auch der Konzernabschluss der Alupress Berlin GmbH einbezogen wird. ErgebnisverwendungsbeschlussIn der Gesellschafterversammlung vom 15.05.2024 für die Alupress Berlin GmbH wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag der Alupress Berlin GmbH für 2023 i.H.v. 4.140.905,99 EUR mit den Gewinnrücklagen zu verrechnen. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Durch die schwierige Marktlage und aufgrund von Unsicherheiten über das langfriste Auftragsvolumen am Standort in Hildburghausen, hat sich gegen Ende des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres die Notwendigkeit ergeben, ein Restrukturierungsplan mit entsprechendem Personalabbau für die alupress GmbH zu erstellen. Der Personalstand der Gesellschaft soll somit auf das prognostizierte Auftragsvolumen angepasst werden, um eine Balance zwischen Umsatzerlösen und Betriebskosten wieder herzustellen. Der Restrukturierungsplan soll innerhalb des vierten Quartals des laufenden Geschäftsjahres umgesetzt werden.
Hildburghausen, 24. Oktober 2024 Die Geschäftsführung gez. Wolfgang Knollseisen gez. Oliver Janz Konzernanlagenspiegel
KonzernlageberichtI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Alupress Berlin GmbH ist ein Tochterunternehmen der Alupress AG, Brixen (Italien). Die Alupress AG (eine Tochter der Technicon Gruppe, Italien) hält seit Oktober 2010 die gesamten (100%) Anteile an der Alupress Berlin GmbH. Gegenstand des Konzerns ist die Herstellung von Druckgussteilen aus Aluminium sowie die mechanische Bearbeitung der Bauteile mit Hilfe einer CNC-gesteuerten spanabhebenden Fertigung, speziell einem CNC-gesteuerten Drehen und Fräsen. Die Gruppe ist dabei überwiegend im Bereich der Automobilindustrie tätig und stellt somit einen Zulieferer der Automobilzulieferindustrie dar. Die aktiven Tochtergesellschaften der Alupress Berlin GmbH befinden sich mit der alupress GmbH, Hildburghausen, in Deutschland bzw. mit der Alupress Holding LLC-Gruppe in Laurens (USA). Im Oktober 2013 wurde mit der alupress GmbH, Hildburghausen, ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 1. Januar 2014 abgeschlossen. 2. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit Die Aktivitäten der Unternehmensgruppe beschränken sich auf Optimierung im Produktionsprozess bzw. auf Verbesserungen in Bezug auf die laufenden betrieblichen Verfahren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen[1] Als Lieferant von hochpräzisen Bauteilen für die Automobil-Erstausstattung ist der Konzern Teil der inländischen und der ausländischen Automobilindustrie und somit abhängig vom Umfang der inländischen aber auch der ausländischen Automobilproduktion. Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Neuzulassungen von Personenkraftwagen
2. Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2023 ist es dem Konzern nicht gelungen, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Das Konzernergebnis verschlechterte sich - aufgrund der negativen Ergebnisse sowohl am Standort in Hildburghausen (DE) als auch am Standort in Laurens (USA) - um rund T€ 4.937 von T€ -3.460 im Vorjahr auf T€ -8.397 im Berichtsjahr. Der operative Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv und weist einen Wert i.H.v. T€ 1.560 auf. Die Umsatzerlöse verschlechterten sich jedoch nur leicht von T€ 56.539 im vorhergehenden Geschäftsjahr auf T€ 55.993 im Berichtsjahr um rund T€ 546, was einem Rückgang von rund 1% entspricht. Die Lieferungen erfolgten weiterhin beinahe ausschließlich in den Automotive-Sektor. i. Geschäftsverlauf der Alupress Berlin GmbH Die Geschäftstätigkeit der Alupress Berlin GmbH im Geschäftsjahr 2023 umfasste lediglich Holdingfunktionen, weshalb sich der Jahresverlust vor Steuern der Gesellschaft i.H.v T€ 5.840 fast ausschließlich aus der Übernahme des von Seiten der Tochtergesellschaft alupress GmbH erwirtschafteten Verlustes zusammensetzt. ii. Geschäftsverlauf der Alupress Holding LLC-Gruppe Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gruppe Alupress Holding LLC mit Umsatzerlösen i.H.v. US$ 18 Mio. einen leichten Umsatzrückgang (-4%) im Vergleich zum Vorjahr. Der Gruppe gelang es nicht ein positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit zu erwirtschaften. Im Vergleich zur vorhergehenden Berichtsperiode verbesserte sich das Betriebsergebnis jedoch von TUS$ -3.332 auf TUS$ -2.688 um rund TU$ 644. Bei nahezu konstant bleibenden Umsatzerlösen konnten die Betriebsergebnisse somit leicht verbessert werden. iii. Geschäftsverlauf der alupress GmbH Alupress GmbH verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen leichten Zuwachs an Umsatzerlösen von rund 2%. Von rund € 38,7 Mio. im Vorjahr verbesserte sich der Umsatz auf rund € 39,3 Mio. im Berichtsjahr. Das Unternehmen erzielte jedoch, aufgrund erheblicher Kostensteigerungen, ein negatives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von rund T€ -4.757, was einer Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr von rund T€ 5.448 entspricht. Dies führte zu einem Verlust von T€ -5.799 (i. Vj. ein Gewinn von T€ 299), welcher gemäß des Ergebnisabführungsvertrages von der Alupress Berlin GmbH übernommen wurde. a) Ertragslage
1 Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Steuern 2 Zinserträge - Zinsaufwendungen 3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag + sonstige Steuern Im Vergleich zum Vorjahr verminderten sich die Umsatzerlöse im Berichtsjahr - wie bereits erwähnt - leicht um rund 1%. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um rund 26%. Bei einer Reduzierung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von T€ 1.142 verminderte sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung) jedoch um rund 7%. Im Vergleich zu den Umsatzerlösen sind die Materialkosten jedoch überproportional angestiegen. Die Zunahme der Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr beträgt rund 6%. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) gemessen an der Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr mit 65% (i. Vj. 57%) angestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren in der Alupress Berlin-Gruppe insgesamt 288 Mitarbeiter (ohne Leiharbeiter) beschäftigt. Es wurden im Durchschnitt somit 6 Mitarbeiter weniger beschäftigt als noch im Vorjahr. Diese Reduzierung der Mitarbeiter betrifft vollumfänglich den Standort in Laurens. Dies führte zu einer Reduzierung der gesamten Personalkosten für eigene Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um rund 2%. Die Personalaufwandsquote hat sich, gemessen an der Gesamtleistung, mit 29% (i. Vj. 26%) leicht erhöht. Die Höhe der Abschreibungen auf Sachanlagen bezogen auf die Gesamtleistung ist mit 12% auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 7%. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung, welche vorwiegend der Alupress LLC-Gruppe zuzuschreiben sind, erhöhten sich von T€ 185 im Vorjahr auf T€ 663 im Berichtsjahr. Das negative Finanzergebnis i.H.v. T€ -2.085 resultiert i. W. aus Zinsaufwendungen, welche sich auf die bestehenden Kreditverbindlichkeiten gegenüber dem Mutterunternehmen ALUPRESS AG beziehen. Im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte sich das Finanzergebnis um rund T€ 1.447. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Aufnahme neuer Finanzierungen beim Mutterunternehmen ALUPRESS AG sowie auf des sehr hohen Zinsniveaus. Das Steuerergebnis verbesserte sich auf T€ 1.415 (i. Vj. T€ -1.215) um T€ 2.630, was i. W. auf die Bildung latenter Steuern zurückzuführen ist. Das Geschäftsjahr 2023 wurde somit mit einem Konzernjahresfehlbetrag i.H.v. T€ 8.397 (i. Vj. T€ 3.460) beendet. b) Finanzlage Das Eigenkapital des Konzerns beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 5.526 (i. Vj. T€ 13.606). Die Eigenkapitalquote hat sich somit auf 8% (i. Vj. 23%) reduziert. Die Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 67% reduziert. Die Rückzahlung anhand trimestraler Raten des bei der UNICREDIT BANK AG laufenden Darlehens am Standort in Hildburghausen erfolgt termingerecht. Das Darlehen wird mit kommendem Geschäftsjahr vollständig getilgt sein. Der Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Neuinvestitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in das Sachanlagevermögen i.H.v. T€ 11.663 durchgeführt. Diese beziehen sich mit T€ 10.101 vorwiegend auf den Standort in Laurens. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.866 auf T€ 1.560 gestiegen und entspricht 2,8% der Umsatzerlöse. Die Neuinvestitionen konnten jedoch nicht durch den operativen Cash Flow des Konzerns finanziert werden. Zum Stichtag hatte die Unternehmensgruppe kurzfristige Mittel i.H.v. T€ 2.138 (i. Vj. T€ 1.694) zur Verfügung. Die kurz- und mittelfristigen Finanzmittelbedarfe können als gesichert angesehen werden. Die bestehenden Kredite sind in Euro abgeschlossen. Insgesamt bestehen rund T€ 889 als Kredite gegenüber Kreditinstituten. Bezüglich der Finanzsituation ist darüber hinaus jedoch zu berücksichtigen, dass zum 31. Dezember 2023 Darlehensverpflichtungen gegenüber dem Gesellschafter von rund € 19 Mio. sowie $ 15 Mio. bestehen, die marktüblich verzinst werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind nicht durch liquide Mittel, Forderungen und Vorräte abgedeckt. Jedoch ist anzumerken, dass zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit, jederzeit auf den Cash-Pool der der Muttergesellschaft zurückgegriffen werden kann. c) Vermögenslage Unter Berücksichtigung der Restlaufzeit kann die Struktur des Vermögens wie folgt gegliedert werden (Werte in T€): AKTIVA
Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund der Neuinvestitionen am Standort in Laurens, um rund 15% erhöht. Die Forderungen erhöhten sich um rund 17%, wobei besonders die Forderungen aus den sonstigen Vermögensgegenständen signifikant um rund T€ 1.807 gestiegen sind. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich - wie aus der Kapitalflussrechnung ersichtlich - um T€ 444. Die Verbindlichkeiten der Gruppe erhöhten sich deutlich um T€ 15.275, was einer prozentuellen Erhöhung von 36% entspricht. Zurückzuführen ist dies vorwiegend auf die Erhöhung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin ALUPRESS AG. Das Vermögen der Alupress Berlin-Gruppe hat sich in Summe von T€ 59.735 auf T€ 66.666 erhöht. Die Bilanzsumme ist somit im Vergleich zum Vorjahr um rund 12% erhöht. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Bewertung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 und zum Zwecke der internen Steuerung werden eine Reihe finanzieller und nichtfinanzieller Leistungsindikatoren herangezogen. Die folgende Kennzahlenübersicht zeigt die Entwicklung ausgewählter finanzieller Kennzahlen im Zeitablauf der letzten fünf Jahre. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind dabei für die Steuerung die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis herauszuheben.
1) Operativer Cash Flow entspricht Nettozufluss (Nettoabfluss) an Zahlungsmitteln aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Tabelle Konzernkapitalflussrechnung) 2) Free Cash Flow entspricht Nettozufluss (Nettoabfluss) des Finanzmittelfonds und der Auszahlungen an Unternehmenseigner (Tabelle Konzernkapitalflussrechnung) 3) Liquidität 2. Grades = (Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) / (kurzfristige Verbindlichkeiten + kurzfristige Rückstellungen) (Tabelle Vermögenslage) 4) Liquidität 3. Grades = (Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte) / (kurzfristige Fremdmittel) (Tabelle Vermögenslage) 5) R.O.I. - Operatives Ergebnis = Operatives Ergebnis / Bilanzsumme 6) R.O.E. - Reingewinn = Jahresüberschuss / Eigenkapital 7) Umsatzrendite operatives Ergebnis = Operatives Ergebnis / Umsatzerlöse 8) Vermögensumschlag = Umsatzerlöse / Bilanzsumme 9) Eigenkapitalumschlag = Umsatzerlöse / Eigenkapital 10) Operatives Ergebnis = Ergebnis nach Steuern - Finanzergebnis + Steuern vom Einkommen und vom Ertrag + sonstige Steuern 11) Working Capital = Umlaufvermögen - (kurzfristige Fremdmittel) (Tabelle Vermögenslage) Die folgende Übersicht zeigt die Bewertung ausgewählter nichtfinanzieller Leistungsindikatoren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023.
Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einer Verbesserung der nichtfinanziellen Indikatoren. Wertschöpfung Die erwirtschaftete Wertschöpfung im Geschäftsjahr 2023 kann aus der folgenden Übersicht entnommen werden:
4. Gesamtaussage Trotz des relativ stabilen Automobilmarktes 2023, konnte die Konzerngesellschaft, die gemäß Vorjahresprognosen erwarteten Umsatzerlöse, knapp nicht realisieren. Aufgrund erheblicher Steigerungen der operativen Kosten, insbesondere am Standort in Hildburghausen (DE), sowie des Zinsaufwandes, aufgrund des vorherrschenden hohen Zinsniveaus, verschlechterten sich im Vergleich zum Vorjahr sowohl das operative Ergebnis der Konzerngesellschaft als auch das Finanzergebnis deutlich. Wie prognostiziert, verschlechterte sich somit das Konzernjahresergebnis 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Gemäß den Prognosen vom Vorjahr verbesserten sich die nichtfinanziellen Unternehmensziele. Erwartungsgemäß war die Leistung jedoch weiterhin nur teilweise zufriedenstellend. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann jedoch nur teilweise als zufriedenstellend eingeschätzt werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Konzerngesellschaft konnte im Berichtsjahr bei vielen Lieferantenverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. III. Prognosebericht Neben den anhaltenden politischen Spannungen kommt die Unsicherheit über die Entwicklung der Elektromobilität in Europa und die Diskussion über eine Aufweichung des Verbrennerverbotes hinzu, welche die Kauflaune der Endkunden deutlich trübt. Zusätzlich wird eine starke Entwicklung der Automobilindustrie in China und damit einhergehende Marktanteilsverluste wahrgenommen. Die Automobilindustrie steht somit zurzeit vor großen Herausforderungen. Das Konzernergebnis der Gesellschaft im Jahr 2024 wird sich wieder vorwiegend aus den erwirtschafteten Ergebnissen durch die Tochtergesellschaften alupress GmbH und der Alupress Holding LLC- Gruppe zusammensetzen. Aufgrund der momentan unsicheren Marktlage am Automobilmarkt - insbesondere im Bereich der Elektromobilität - wird die alupress GmbH das Ergebnis vom Vorjahr im laufenden Geschäftsjahr nicht halten können. Laut den aktuellen Prognosen muss bei der alupress GmbH mit einem Umsatzrückgang (-20%) gerechnet werden, wobei jedoch auch die Betriebskosten (-17%) aller Voraussicht nach reduziert werden können. Insgesamt muss davon ausgegangen werden, dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2024 mit einem negativen Jahresergebnis vor Steuern von rund € 7 Mio. abschließen wird. Für die Alupress LLC-Gruppe kann, aufgrund der Entwicklungen in den ersten Monaten des Jahres 2024 und den aktuellen Prognosen, von einer deutlichen Umsatzsteigerung (+58%) im Vergleich zu 2023 ausgegangen werden. Grund hierfür ist der Anlauf der Serienproduktion einiger großer Aufträge, welcher für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres geplant ist. Gleichzeitig führt die Umsatzsteigerung jedoch auch zu einer Steigerung der Kosten (+50%), weshalb auch noch im laufenden Geschäftsjahr mit einem negativen Jahresergebnis gerechnet werden muss. Dies soll aller Voraussicht nach noch einmal niedriger ausfallen, wie das Jahresergebnis zum 31.12.2023. Es kann jedoch angemerkt werden, dass sich das Ergebnis am Standort in Laurens in den nächsten Jahren deutlich verbessern wird. Es konnten in den Vorjahren eine Reihe lukrativer Aufträge abgeschlossen werden, welche kurzfristig zwar ein hohes Investitionsvolumen notwendig machen, langfristig jedoch das Ergebnis der Gesellschaft deutlich verbessern sollen. Insgesamt wird für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2024 noch einmal eine Verschlechterung der Ergebnisse im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 erwartet. Bei der Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird für das Geschäftsjahr 2023 keine Veränderung erwartet. Der Konzern wird die Unternehmensziele aller Voraussicht wieder nur teilweise zufriedenstellend erreichen können. IV. Chancen- und Risikobericht a. Risikoberichterstattung i. Risikomanagement Das unternehmensinterne System zur Erkennung, Bewertung und Vermeidung von Risiken wurde im Berichtsjahr weiterhin hinsichtlich einer größeren Transparenz verbessert. Entwicklungen in den einzelnen Bereichen werden immer frühzeitiger erkannt. Die Alupress-Berlin-Gruppe ist in das Risikomanagementsystem der Alupress Gruppe integriert. Ziel des Risikomanagements ist es, Entwicklungen und deren Auswirkungen für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Steuerung der Risiken einzuleiten. Vor allem sollen zukünftige Ereignisse und Entwicklungen aus dem Umfeld des Unternehmens identifiziert und gesteuert werden, die wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Alle identifizierten Risiken werden nach einer Brutto-/Netto-Methode bewertet. In der Bruttobewertung sind die geplanten bzw. schon eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos ausgeblendet, die in der Nettobewertung berücksichtigt sind. Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen • Tragweite • Entdeckungswahrscheinlichkeit und • Auftrittswahrscheinlichkeit herangezogen. Die Bruttorisiken werden nach Risikoklassen eingeteilt. Für mittlere und hohe Bruttorisiken müssen Maßnahmen zur Reduzierung des Bruttorisikos definiert und eingeleitet werden, für geringe Risiken ist dies nicht erforderlich. Das Risikoportfolio gliedert sich in folgende Kategorien: • strategische Risiken • Risiken im Zusammenhang mit Entwicklung und Infrastruktur • Beschaffungsrisiken • Vertriebsrisiken • Finanzrisiken In Folgenden werden ausgewählte, potenziell wesentliche Risiken beschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. ii. Kreditrisiko/Währungsrisiken Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt überwiegend über die Gesellschafterin ALUPRESS AG, weshalb das Kreditrisiko als gering bewertet werden kann. Aufgrund der Stabilität der Kunden ist das Risiko aus der Nichterfüllung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als gering zu beurteilen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen lediglich in €, sodass diesbezüglich kein Währungsrisiko für den Konzern besteht. Die Koordinierung im Hinblick auf Wechselkursänderungen erfolgt durch die ALUPRESS AG, Brixen, die die wesentlichen Finanzierungsbeiträge für das US-Engagement leistet. Durch den in den letzten Jahren erfolgten Aufbau der Gießerei an unserem Standort in Laurens (USA), als Vorstufe für die mechanische Weiterbearbeitung am gleichen Standort, werden die Wechselkursrisiken im US-Dollar-Raum, welche durch Vorleistungen aus dem Euro-Raum entstehen können, erheblich reduziert. Aufgrund des hohen Anteils von Umsätzen in Hauswährung besteht ein geringes Währungsrisiko für die Konzerngesellschaften. iii. Liquiditätsrisiko Der Cash Flow wird im Rahmen der Planungsrechnung ermittelt und verfolgt. Die Unternehmensgruppe hat im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cash Flow aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet. Die für die Weiterentwicklung des Konzerns notwendigen Mittel werden bei Bedarf von der Muttergesellschaft ALUPRESS AG zur Verfügung gestellt. Aufgrund dieser Tatsachen kann das Liquiditätsrisiko als gering bewertet werden. iv. Marktrisiko Die Preisschwankungen bei Einkäufen der Rohmaterialien können i. W. gleitend an den Kunden weitergegeben werden. Das Zinsrisiko beläuft sich auf die variabel verzinslichen Finanzierungen von Seiten der Muttergesellschaft ALUPRESS AG. Das Zinsrisiko muss als wesentlich eingestuft werden. Als Zulieferer der Automobilindustrie ist die Unternehmensgruppe den Schwankungen des diesbezüglichen Marktes ausgesetzt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Muttergesellschaft ALUPRESS AG ist der Konzern Bestandteil einer Unternehmensgruppe (Technicon Gruppe), die nur zu ca. rund 30% den Automobilmarkt beliefert, sodass dieses Risiko als minimiert betrachtet werden kann. v. Produkthaftungsrisiken Dieses Risiko wird durch eine erweiterte Produkthaftungs- und Rückrufkostenversicherung sowie Rückstellungen für Gewährleistungsfälle beschränkt. Qualitätsrisiken werden durch das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem reduziert, welches darauf ausgerichtet ist, Mängel zu vermeiden und auftretende Mängel frühzeitig zu entdecken. Weiterhin werden fast alle Eigenschaften der Produkte der Unternehmensgruppe durch den Kunden geprüft, sodass etwaige Mängel an Produkten, die nicht intern entdeckt werden, frühzeitig beim Kunden entdeckt werden, sodass die Auswirkungen gering gehalten werden können. vi. Zusammenfassung Es bestehen keine Gefährdungspotentiale für den Bestand der Unternehmensgruppe. b. Chancen der Unternehmensentwicklung Die Chancen des Konzerns liegen weiterhin in der Nutzung der Synergien mit der gesamten Unternehmensgruppe, wobei durch die ALUPRESS AG marktseitig ein Projekt von der ersten Idee des Kunden über die Entwicklungsberatung, den Werkzeugbau, das Gießen und Bearbeiten bis hin zum montierten Teil und somit die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand angeboten werden kann. Kostenseitig können durch die Nutzung der Kompetenzen sämtlicher Unternehmen Synergien identifiziert und gehoben werden, die zu Wettbewerbsvorteilen führen sollten. c. Risiken der Unternehmensentwicklung Das größte Risiko für die Unternehmensentwicklung liegt in der Zugehörigkeit zur Branche der europäischen Automobilindustrie. Minimiert wird dieses Risiko auch durch die in Punkt IV. a) iv. "Marktrisiko" erwähnte Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe Technicon AG.
Hildburghausen, 24. Oktober 2024 Die Geschäftsführung gez. Wolfgang Knollseisen gez. Oliver Janz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Alupress Berlin GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Alupress Berlin GmbH, Berlin und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Alupress Berlin GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 29. Oktober 2024 DOMUS
Steuerberatungs-AG
gez. Torsten Fechner, Wirtschaftsprüfer gez. Marius Rohmann, Wirtschaftsprüfer |
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