Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 736273
Eingetragen
1.2.2018
Branche
UnternehmensberatungIngenieurbüros für TragwerksplanungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Unternehmensberatung und Ingenieurleistung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Volker Aichele
seit 7.8.2023
Prokura
Christian Burr
seit 30.12.2022
Prokura
Vorstandsmitglied
Holger Dr. Ing. Uhl
seit 1.2.2018
Vorstandsmitglied

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hucon AG

Heubach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

HUCON AG, Heubach

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell bezieht sich auf Ingenieurdienstleistungen: Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Anlagen- und Maschinenbau und Infrastruktur. Die Schwerpunkte werden dabei durch Modelle zur Arbeitnehmerüberlassung insbesondere an Unternehmen der Automobilindustrie abgebildet.

1.2. Ziele und Strategien

Die HUCON AG - Unser Antrieb

Shifting Limits - seit dem ersten Tag der Gründung der HUCON AG haben wir dieses Motto verinnerlicht. "Grenzen verschieben und Zukunft gestalten" war und ist die Mission der HUCON AG. Aber nie war diese Aussage treffender als heute. Wir leben in einer sehr dynamischen Zeit, in der man neue Wege gehen muss, um erfolgreich zu sein. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit bestärken uns, Neues zu versuchen, nie aufzugeben und ständig zu lernen. Ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen meistern wir seit Jahren erfolgreich zusammen mit unseren Mitarbeitern und Kunden. Nachhaltigkeit und zukunftsweisende Technologien sind bei uns jedoch keine Trends, sondern schon seit Gründung der HUCON AG in unserem Leistungsportfolio fest verankert.

Shifting Limits - wir möchten diesen Leitspruch auch für unsere Mitarbeiter verwirklichen. Jeder Mitarbeiter hat bei uns die Chance, seine eigenen Grenzen zu verschieben und seine Zukunft zu gestalten. Bei uns gibt es keine Denkverbote. Wir schaffen Rahmenbedingungen, die es erlauben, sich zu engagieren, aktiv zu gestalten und sich beruflich wie persönlich weiterzuentwickeln.

Unser Kompass

Zur Erreichung unserer Unternehmensziele haben wir uns ein Leitbild definiert. Dies basiert auf fünf maßgeblichen Säulen:

Das Team: Durch Respekt und Ehrlichkeit wird Vertrauen erzeugt, das uns als Team stark macht. Wir "streiten" um die beste Lösung und wollen uns jeden Tag verbessern.

Partner & Kunden: Kommunikation auf Augenhöhe, Kollegialität und eine absolute Zielorientierung in der Sache macht die Zusammenarbeit erfolgreich.

Produkte & Dienstleistungen: Konsequente Ausrichtung auf zukünftige Trends und Technologien; Innovationen, Kreativität und absolute Lösungsorientierung zeichnen uns aus.

Unternehmensprozesse: Schnelle & nachhaltige Entscheidungen, Nachvollziehbarkeit, Verlässlichkeit, Agilität und Effizienz werden intern und extern gelebt.

Wirtschaftlichkeit: Nachhaltiges Wachstum, Effektivität und Effizienz; Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung dienen nicht dem Selbstzweck

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation

Nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 in Deutschland bereinigt um die Inflation um 0,3 % geschrumpft und somit ist Deutschland in 2023 in eine Rezession gerutscht. Nach dem im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Krise erfolgten wirtschaftlichen Einbruch erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Die Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging aufgrund einer viel niedrigeren Produktion im Bereich der Energieversorgung insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, welches fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt mit 0,4 % im Minus. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten somit im Jahr 2023 die Wirtschaft. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen.

Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 % zurück. Das lag vor allem am Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.

Die hohen Verbraucherpreise führten dazu, dass der private Konsum im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr abnahm und sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 entfernte. Aufgrund des Wegfalles staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen verringerten sich die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates im Jahr 2023 um 1,7 %.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %).

Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die für die HUCON AG wichtige Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er um 10 Prozent auf knapp 558,1 Milliarden Euro. Knapp 70 Prozent des Gesamtumsatzes ging dabei auf das Auslandsgeschäft zurück, etwa 30 Prozent davon entfielen wiederum auf Geschäfte mit Ländern innerhalb der Eurozone. Das Umsatzplus erstreckte sich dabei über alle Herstellergruppen, wobei die Hersteller von Kraftwagen und Motoren ihren Umsatz um 11 Prozent auf 451,8 Milliarden Euro am stärksten steigern konnten. Damit wurden etwas mehr als vier Fünftel des insgesamt erzielten Umsatzes aus der Inlandsproduktion von den OEMs generiert.

2.2. Gesamtaussage/Geschäftsverlauf

Im Vergleich zu den Planzahlen für das Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz gesteigert werden (Plan 33,2 Mio. Euro, Ist 40,5 Mio. Euro). Aufgrund der höheren Anzahl an Mitarbeitern, die im Geschäftsjahr 2023 eingestellt wurden und der über Plan akquirierten Arbeitnehmerüberlassungs (ANÜ)-Projekte, sind die Kosten im Vergleich zum Plan um 8,1 Mio. Euro höher ausgefallen. Insbesondere die höheren Personalkosten und Sondereffekte bei den Sachkosten führen zu diesen Kostensteigerungen. Das Ergebnis vor Steuern ist aus diesen Gründen um 0,6 Mio. Euro geringer ausgefallen als in den Planzahlen 2023 angenommen.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Der Umsatz konnte im Vergleich zu 2022 um 16,7 Mio. Euro gesteigert werden. Dies ist auf die Gewinnung von zusätzlichen ANÜ-Projekten zurückzuführen. In diesem Zeitraum ist durch die Erhöhung des Personalstands der Personalaufwand um 72,2 % gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund der Gesamtgröße des Unternehmens auf 5,2 Mio. Euro erhöht, was ca. 13 % des Umsatzes entspricht. Die Ertragsteuern haben sich um 444 TEUR erhöht.

Das Jahresergebnis 2023 in Höhe von 1.933 TEUR ist durch Sondereffekte in Form einer Risikovorsorge für mögliche Forderungsausfälle in Höhe von 876 TEUR belastet.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich in 2023 um 65,7 % auf 752 TEUR erhöht. Die Erhöhung des Anlagevermögens resultiert fast ausschließlich aus der Erhöhung der Sachanlagen, welche auf den Kauf von Prüf- und Werkstattausrüstung zurückzuführen ist.

Das Umlaufvermögen hat sich vom Geschäftsjahr 2022 auf 2023 um 54,3 % auf 8,1 Mio. Euro erhöht. Der wesentliche Faktor für die Erhöhung sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche sich um 3,6 Mio. Euro erhöht haben. Diese Erhöhung resultiert aus den umsatz- und stichtagsbedingt deutlich gestiegenen Kundenforderungen die per Rechnung zum 31.12.2023 gestellt und erst im Laufe des Jahres 2024 beglichen wurden bzw. werden.

Die ausschließlich kurzfristig fälligen Gesamtverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2023 um 253 TEUR auf 1,8 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einem Verhältnis von 36,1 % gegenüber dem Eigenkapital.

Wesentliche Veränderungen im Bereich der Verbindlichkeiten resultieren aus dem Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (um 430 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuern und haben sich um 542 TEUR erhöht.

Das Eigenkapital der Gesellschaft konnte auf rd. 5,1 Mio. Euro gesteigert werden, was einer Eigenkapitalquote von 56,6 % entspricht. Diese Quote ist verglichen mit dem Branchendurchschnitt sehr gut und es ist Ziel des Vorstands, diese weiter auszubauen.

Aufgrund des zeitlichen Versatzes zwischen den überwiegend nicht planbaren Zahlungsmittelzuflüssen aus den Kundenforderungen und festen Zahlungsverpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern kommt es immer wieder zu Liquiditätslücken, die im Rahmen des bestehenden Kontokorrentkredits ausgeglichen werden. Die Gesellschaft war aber jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war positiv und belief sich auf 549 TEUR (Vorjahr: -202 TEUR). Aufgrund der in 2023 getätigten Investitionen und der Rückführung von Darlehen sowie einer Ausschüttung an die Aktionäre ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr um 453 TEUR rückläufiger Finanzmittelbestand von -43 TEUR zum 31.12.2023.

2.3.3. Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen haben im Geschäftsjahr 2023 492 TEUR betragen. Sie betrafen zu einem sehr großen Teil Prüftechnik- und Werkstattausrüstung. Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von insgesamt 190 TEUR gegenüber.

Die HUCON AG hält eine 100 %-Beteiligung an der HUCON Sales and Services GmbH, Heubach, deren Geschäftszweck der Vertrieb der Leistungen der HUCON AG ist.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der HUCON AG auf

• der Umsatzentwicklung, die sich im Geschäftsjahr 2023 um 16,7 Mio. Euro auf 40,5 Mio. Euro gesteigert hat. Die Umsatzrendite ist leicht von 5,1 % um 0,3 %-Punkte auf 4,8 % gesunken, dies ist wesentlich den erhöhten Personalkosten zuzuschreiben.

• das EBIT konnte im Geschäftsjahr 2023 um 1,2 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro gesteigert werden. Die EBIT-Rendite hat sich von 6,6 % auf 6,8 % leicht erhöht.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft lagen für das Geschäftsjahr 2023 über den in der Planung zum Ausdruck gekommenen Erwartungen.

3. Zweigniederlassungsbericht

Die HUCON AG mit Sitz in Heubach unterhält Zweigniederlassungen in Kernen im Remstal, in Böblingen und in Herten.

4. Chancen- und Risiken

Stärken

• Großkunden: Bestehende, positive Kundenbeziehungen zur Mercedes-Benz Group AG und Daimler Truck AG, Mercedes-AMG GmbH und zur Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG.

• Personal: Durch Halten des Mitarbeiterstammes und intensive Rekrutierung werden Anfragen der Kunden zeitnah und qualitativ hochwertig erfüllt.

• Leistungen: Hohe Kompetenz und Auftragslage für die Querschnittsfunktionen (Projektmanagement, Prozessmanagement, Beschaffungslogistik, ...) und in der Produktentwicklung (z. B. Antriebstechnologie, Speichertechnologie, Fahrzeugarchitektur und Software-Testing.

• Standort: Attraktiver Standort in Kernen im Remstal (Nähe zur Mercedes-Benz Group, Mercedes-AMG, Daimler Truck & Porsche-Werken).

• Arbeitnehmerüberlassung: Dauerhafte Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung ermöglicht weitere Projektaufträge durch Kunden.

• Organisation: Inhabergeführtes Unternehmen mit effizienter Ablauforganisation.

• Vertrieb: Wachstum durch Ausbau des Kundennetzwerks, Erweiterung des Kundenportfolios insbesondere im Non-Automotive-Bereich, tiefere Durchdringung bestehender Kunden.

• Digitalisierung: Entwicklung und Einführung neuer fortschrittlicher Tools um die HUCON AG vor allem in der Rekrutierung vom Wettbewerb abzuheben.

Chancen

• Stammgeschäft: Nachfrage im Automotive-Bereich gerade in den neuen Technologien und im Software-Bereich sind weiterhin hoch. Erhöhte Flexibilisierung in der Personalpolitik der OEMs erwartbar.

• Vertrieb allgemein: Aufbau einer Vertriebsorganisation in Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel, Kunden im mittelständischen Bereich (Maschinenbau, Elektrotechnik, Luftfahrt etc.) zu gewinnen. Zudem stärkerer Fokus auf Non-Automotive-Branchen, Netzwerkausbau durch Beteiligungen und Sponsoring im Sport (Fußball) in der Region Ostwürttemberg

• Consulting: Erhöhter Innovationsdruck und zunehmende Komplexität im Produktentstehungsprozess führen zu erhöhtem Bedarf an Beratungsleistungen wie digitale Transformation, Automatisierung und Einführung von intelligenten Systemen.

• Trends: Elektromobilität/elektrische Antriebe, Autonomes Fahren, Mobilitätskonzepte, KI in unserem täglichen Handeln. Diese Themen führen zu großen Umstrukturierungen und zum Bedarf an Spezialwissen sowie flexiblen Personalstrukturen.

Schwächen

• Markt- und Kundenfokus: Weiterhin zu große Konzentration auf wenige Kunden und Branchen. Entgegenwirken durch Diversifizierung im Dienstleistungsportfolio um im Non-Automotive-Bereich neue Kunden zu gewinnen.

• Angebot: Fehlende Aufträge z. B. im Engineering-Bereich, Erweiterung des Produktportfolios erforderlich.

• Wahrnehmung: Mediale Wahrnehmung über Kommunikationskanäle etwas gering. Bewerber werden nicht auf HUCON aufmerksam. Die Bekanntheit der Marke "HUCON - Shiftting Limits" ist außerhalb der Automotive Branchen nicht vorhanden. Entgegenwirken durch gezielte Maßnahmen wie Sportsponsoring, Besuch von Messen und Social Media Aktivitäten. Darüber hinaus werden gezielte Aktivitäten gestartet, um das Netzwerk auf Geschäftsführungsebene zu anderen Unternehmen auszubauen (z. B. Investor-Aktivitäten beim SSV Ulm 1846 Fußball oder Aktivitäten über Tochter-Firmen).

Risiken

• Politik: Änderung der politischen Rahmenbedingungen jederzeit möglich (Gesetzesänderungen zu Leiharbeit).

• Tarifpolitisches Handeln verteuert die ANÜ-Projekte für Kunden zusehends.

• Regionale Konkurrenz: Hohe Wettbewerberanzahl in Süddeutschland.

• Branchen-Image: Vorurteile der schlechten Arbeitsbedingungen bei Zeitarbeitsunternehmen können potenzielle Bewerber abschrecken.

• War of Talents: Kampf um qualifiziertes Personal durch Fachkräftemangel. Mit schwächerer Wirtschaft gibt es hier vorübergehend etwas Luft.

• Fluktuation: Hohe Fluktuation bei Dienstleistern (regelmäßige Übernahme unserer Mitarbeiter durch Kunden)

• Inflation: steigende Kosten, wenn auch mit sinkender Relevanz.

• Liquidität: Aufgrund der teilweise durch unsere Kunden deutlich überzogenen Zahlungsziele einerseits und den andererseits bestehenden festen Zahlungsverpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern kommt es zu temporären Liquiditätsengpässen, die wir über unsere Banken zwischenfinanzieren müssen.

5. Prognosebericht - Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Auch im Jahr 2024 bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld unsicher. Der anhaltende russische Angriffskrieg auf die Ukraine sowie die weiterhin hohe Inflation belasten weiterhin die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringen große politische Unsicherheit mit sich. Dementsprechend sind anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland die Folge.

Entsprechend wird das Wirtschaftswachstum 2024 auch in Deutschland sehr moderat ausfallen. Zumindest geht das ifo Institut aktuell davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2024 um 0,3 % steigen wird. Die Europäische Kommission geht aktuell davon aus, dass das Wachstum in der Eurozone im Jahr 2024 1,2 % betragen wird. Vor diesem Hintergrund sind Prognosen schwierig.

Für das Jahr 2024 geht die Gesellschaft bezogen auf die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren von folgenden Entwicklungen aus:

Die HUCON AG hat das Ziel, den Umsatz auf rd. 44 Mio. EUR zu steigern. Bei moderater Kostensteigerung ist ein EBIT-Wachstum auf ca. 4,4 Mio. EUR erwartbar und somit eine entsprechende EBIT-Rendite-Prognose mit 10 %.

 

Heubach, 14.06.2024

HUCON AG

gez. Dr. Holger Uhl, Vorstandsvorsitzender, Vorstand

gez. Jörg Knöpfle

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 751.771,00 454.231,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.821,00 22.726,00
II. Sachanlagen 702.950,00 406.505,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 702.950,00 406.505,00
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 8.127.443,85 5.266.723,00
I. Vorräte 200,00 200,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.109.943,31 4.856.654,18
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.016,46 512.045,65
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.106.926,85 4.344.608,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.300,54 409.868,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 152.742,75 103.149,00
Aktiva 9.031.957,60 5.824.103,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.108.421,16 3.325.521,56
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 215.385,00 215.385,00
III. Bilanzgewinn 4.793.036,16 3.010.136,56
davon Gewinnvortrag 2.860.136,56 1.793.619,97
B. Rückstellungen 2.081.225,06 908.773,73
C. Verbindlichkeiten 1.842.311,38 1.589.807,71
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 59.996,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 59.996,73
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 22.087,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 22.087,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.948,52 534.369,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 103.948,52 534.369,91
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.656.278,63 1.055.437,80
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.647.548,63 677.523,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.730,00 377.914,04
Passiva 9.031.957,60 5.824.103,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 40.069.852,57 23.603.020,14
2. Personalaufwand 31.961.081,82 18.556.325,58
a) Löhne und Gehälter 26.983.471,12 15.635.798,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.977.610,70 2.920.526,80
davon für Altersversorgung 20.921,83 10.059,69
3. Abschreibungen 190.339,38 140.474,82
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 190.339,38 140.474,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.161.869,41 3.712.535,51
5. Erträge aus Beteiligungen 390.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 390.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.080,51 11.680,00
davon aus verbundenen Unternehmen 3.016,46 11.680,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.174,43 15.230,88
davon an verbundene Unternehmen 902,22
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 803.415,44 358.879,76
9. Ergebnis nach Steuern 1.937.052,60 1.221.253,59
10. sonstige Steuern 4.153,00 4.737,00
11. Jahresüberschuss 1.932.899,60 1.216.516,59
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.860.136,56 1.793.619,97
13. Bilanzgewinn 4.793.036,16 3.010.136,56

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Hucon AG, Heubach

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hucon AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 736273 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Kocherstraße 6, 73540 Heubach, Deutschland.

Der Jahresabschluss der Hucon AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuchs erstmals für mittelgroße Kapitalgesellschaften und unter Berücksichtigung der Vorschriften des Aktien-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen auf Basis einer Nutzungsdauer von 3 Jahren, bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare bzw. degressive Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 19 Jahren), angesetzt. Der Übergang von der degressiven auf die lineare Abschreibung erfolgt, wenn letztere zu einer höheren Abschreibung führt.

Vermögensgegenstände mit einem Wert bis 800,00 € werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Zeitwert zum Abschlussstichtag angesetzt.

Bei den zu Nennwerten angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine auseichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (mit Ausnahme der Rückstellung für Aufbewahrung) werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:

Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital am 31. Dezember 2023
TEUR
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023
TEUR
HUCON Sales and Services GmbH, Heubach 100 -112 -140

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Zinsen (TEUR 3) aus einem im Jahr 2023 ausgereichten und zurückbezahlten Darlehen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital)der Hucon AG, Heubach, beträgt EUR 100.000,00. Es ist in 100.000 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien im rechnerischen Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 aufgeteilt.

Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB enthält das im Rahmen einer Kapitalerhöhung einbezahlte Agio.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Verpflichtungen aus dem Personalbereich von TEUR 1.302, sowie Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 203), die nach einem pauschalen Verfahren auf Basis der erzielten Umsatzerlöse ermittelt wurden.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verrechnungen und Zinsen.

Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Art der Verbindlichkeiten 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 59.996,73 0,00 59.996,73 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 156.839,77 75.831,25 156.839,77 75.831,25 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.948,52 534.369,91 103.948,52 534.369,91 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.521.526,36 979.606,55 1.521.526,36 979.606,55 0,00 0,00
1.842.311,38 1.589.807,71 1.842.311,38 1.589.807,71 0,00 0,00

6. Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 20.631,31 (Vorjahr: EUR 9.769,17).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält im Geschäftsjahr 2023 außergewöhnliche Aufwendungen aus Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 876.

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.016,46 (Vorjahr: EUR 11.680,00).

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 902,22.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 388 Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

2. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat

Folgende Personen gehören dem Vorstand an:

Herr Dr. Holger Uhl, Vorsitzender, einzelvertretungsberechtigt

Herr Jörg Knöpfle, einzelvertretungsberechtigt

Herr Marco Pucciarelli, einzelvertretungsberechtigt, bis 22.04.2024

Folgende Personen gehören dem Aufsichtsrat an:

Herr Dr. Peter Maser, Vorsitzender

Frau Dr. Claudia Hahn

Herr Thomas Hornikel

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen wie folgt:

Es bestehen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen aus Mietaufwendungen für betriebliche Räume sowie aus Leasingraten für PKW. Insgesamt ergibt sich über die Gesamtlaufzeit der Miet- und Leasingverpflichtungen von 2 bis 30 Monaten ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 56.

Darüber hinaus bestehen weitere Mietverpflichtungen aus Mietverträgen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von TEUR 217 p.a.

4. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 4.793.036,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Heubach, 14.06.2024

HUCON AG

gez. Dr. Holger Uhl, Vorstandsvorsitzender, Vorstand

gez. Jörg Knöpfle

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.779,28 20.730,00 76.688,28 19.635,00 23.821,00 22.726,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 79.779,28 20.730,00 76.688,28 19.635,00 23.821,00 22.726,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 926.643,84 471.181,38 679.628,70 170.704,38 702.950,00 406.505,00
-15.246,52
Summe Sachanlagen 926.643,84 471.181,38 679.628,70 170.704,38 702.950,00 406.505,00
-15.246,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 1.031.423,12 491.911,38 756.316,98 190.339,38 751.771,00 454.231,00
-15.246,52

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023

HUCON AG

Das Jahr 2023 war von verschiedenen internationalen Krisen überschattet, die in Deutschland zu einer leichten Rezession geführt haben. Die HUCON AG konnte sich von dieser wirtschaftlichen Abkühlung fernhalten und ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen. So stieg der Umsatz auf über EUR 40 Millionen und das Ergebnis vor Steuern betrug EUR 2,74 Millionen. Auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahl der HUCON AG und ihrer hundertprozentigen Tochtergesellschaft HUCON Sales und Services GmbH war überaus erfreulich. Die Gesamtzahl konnte um etwa 50 % auf über 470 Mitarbeiter zum Jahresende erhöht werden.

Neben dem quantitativen Wachstum stand auch im Geschäftsjahr 2023 das qualitative Wachstum im Vordergrund. Dabei ging es darum, weitere Kunden außerhalb der Automobilbranche zu gewinnen. Auch regional wurden insbesondere in Ostwürttemberg und im Großraum Stuttgart Anstrengungen unternommen, um das Kundenportfolio zu erweitern. In beiden Bereichen konnten signifikante Erfolge erreicht werden.

Der Aufsichtsrat hat sich wie im Vorjahr zu drei regulären Sitzungen mit dem Vorstand und ausgewählten leitenden Angestellten getroffen. Dabei wurden die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit der erforderlichen Sorgfalt wahrgenommen. Den Vorstand hat der Aufsichtsrat bei der Leitung der HUCON AG beraten und seine Tätigkeit überwacht. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat stets von der Recht-, Zweck und Ordnungsmäßigkeit der Arbeit des Vorstands überzeugen. Auch außerhalb der Sitzungen fand ein kontinuierlicher Austausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand statt. Der Aufsichtsrat war stets in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gruppe unmittelbar eingebunden.

Im Vorstand und Aufsichtsrat der HUCON AG gab es im Jahr 2023 keine Änderungen.

Von der Hauptversammlung war wie im Vorjahr die Menold Bezler GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft zum Abschlussprüfer gewählt worden. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurde in der Bilanz Aufsichtsratssitzung am 2. Juli 2024 in Gegenwart von Vertretern des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Die Unterlagen hatten rechtzeitig vor dieser Sitzung allen Aufsichtsratsmitgliedern vorgelegen. Der Abschlussprüfer beantwortete alle Fragen zu den Ergebnissen seiner Prüfung. Der Abschlussprüfer berichtete ferner darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlagen, der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Aufgaben in geeigneter Form erfüllt.

Nach eigener Prüfung sämtlicher Unterlagen für das Geschäftsjahr 2023 hatte der Aufsichtsrat keine Einwendung zu erheben und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer einstimmig zu. Der Jahresabschluss 2023 war damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern der HUCON AG für die engagierte und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Stuttgart, den 2. Juli 2024

Dr. Peter Maser, Aufsichtsratsvorsitzender

Einladung / TO Hauptversammlung

Niederschrift

Ordentliche Hauptversammlung der HUCON AG

Datum: 2. Juli 2024
Uhrzeit: 11:20 Uhr - 11:40 Uhr
Ort: Auf der Höhe 12, 71394 Kernen

Herr Dr. Holger Uhl, die iip GmbH, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Peter Maser (aufgrund schriftlicher Vollmacht vom 2.7.2024) und Herr Jörg Knöpfle sind die alleinigen Aktionäre der HUCON AG, Heubach, deren in 100.000 Stückaktien eingeteiltes Grundkapital 100.000,00 Euro beträgt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde in der Bilanzbesprechung des Aufsichtsrats vom 2.07.2024 von diesem einstimmig gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Die vorgenannten Aktionäre halten unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften zu Einberufung und Durchführung einer Hauptversammlung eine solche ab und beschließen:

1. Den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 1.933 auf neue Rechnung vorzutragen.

2. Den Mitgliedern des Vorstands wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Die Entlastung wird für jeden Vorstand einzeln vorgenommen, und der jeweils zu entlastende Vorstand nimmt wegen des Stimmrechtsverbots nach § 136 Abs. 1 AktG an der Abstimmung über seine Entlastung nicht teil.

3. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Die iip GmbH nimmt wegen des Stimmrechtsverbots nach § 136 Abs. 1 AktG an der Abstimmung über die Entlastung des Aufsichtsrats nicht teil.

4. Herr Dr Peter Maser wird einstimmig für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung bestellt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird nicht mitgerechnet.

5. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die "Menold Bezler GmbH Wirtschaftsprüfung, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart", bestellt.

 

Kernen, . Juli 2024

Dr. Holger Uhl

iip GmbH Jörg Knöpfle

vertreten durch Dr. Peter Maser

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez.

Dr. Holger Uhl

Jörg Knöpfle

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Hucon AG, Heubach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hucon AG, Heubach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hucon AG, Heubach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 14.06.2024

MENOLD BEZLER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Haug, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmeisky, Wirtschaftsprüfer

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