SachsenEnergie AG
Dresden
Jahres- und Tätigkeitsabschluss
nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell des Unternehmens
Die SachsenEnergie AG ist der kommunale
Energiedienstleister in Ostsachsen. Vorrangig beliefert sie
Endkunden und Weiterverteiler mit Strom, Gas und
Wärme. Darüber hinaus werden Breitband-Internet
und Telefonie angeboten. Versorgungssicherheit und
Versorgungsqualität besitzen höchste
Priorität.
Ergänzt wird das Kerngeschäft durch
umfassende technische und kaufmännische
Dienstleistungen für Ver- und Entsorgungsbetriebe.
Strategie und organisatorische Einbindung
Seit 2021 steht die SachsenEnergie AG zusammen mit
der Tochtergesellschaft DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH
als größtes kommunales Versorgungsunternehmen
Ostdeutschlands für Versorgungssicherheit,
Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie gleichwertige
regionale Teilhabe. In diesem Rahmen werden
verlässliche Infrastrukturlösungen für
Kommunen, Bürger und Wirtschaft in Sachsen
bereitgestellt und die Daseinsvorsorge in Stadt und Land
gesichert.
Die kapitalintensive Infrastruktur der Energie- und
Wasserversorgung, der großräumige
Glasfaserausbau sowie der Einsatz neuer Technologien im
Rahmen der erneuerbaren Energien werden auch in der Zukunft
Schwerpunkte der Investitionstätigkeit des
SachsenEnergie Konzerns sein. Sie sind Basis und Kern
für die verlässliche Belieferung und Versorgung
unserer Kunden und somit auch für die Sicherung der
wirtschaftlichen Stabilität der Unternehmensgruppe.
Das im Jahr 2021 begonnene Fusionsumsetzungsprogramm
"Post-Merger-Integration" soll im Jahr 2024 abgeschossen
werden. Die im Rahmen des Projektes identifizierten
Kostensenkungspotentiale wurden bereits im abgeschlossenen
Geschäftsjahr 2023 erreicht. Auch organisatorisch,
strukturell, prozessual und kulturell hat der
SachsenEnergie Konzern in den vergangenen Jahren die
Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung
und Infrastrukturentwicklung gestellt. Das zeigt sich in
der fokussierten Ausrichtung der strategischen
Geschäftsfelder Kundenwertmanagement, Energienetze,
Kraft & Wärme, Wasser sowie Telekommunikation
& Breitband. Entstanden ist eine kraftvolle und agile
Organisation, die sich in rasantem Tempo weiterentwickelt
und im Jahr 2024 um das neue Geschäftsfeld
"NaturKraft" wächst, welches zukünftig die
Kompetenzen rund um die erneuerbaren Energien bündelt.
Kundenwertmanagement: Wir streben eine
Positionierung als umfassender Lösungsanbieter auf dem
Markt an. Dabei bleiben wir starker Heimatversorger in
unserem Netzgebiet, gleichzeitig wachsen wir und gewinnen
Kundinnen und Kunden in ganz Sachsen und bundesweit hinzu.
Wir stehen für individualisierte Produkte &
Services für unsere Kundengruppen auf Basis
standardisierter Produktwelten in kurzen
Entwicklungszeiträumen.
Energienetze: Wir machen das Strom- und Gasnetz in
Dresden und Ostsachsen fit für die Energiewende. Wir
bauen unser Stromnetz massiv aus für die erneuerbaren
Energien, machen unsere Gasnetze bereit für die
Dekarbonisierung und stellen das Ladenetz für
E-Mobilität zur Verfügung.
Kraft & Wärme: Wir bauen Wärmenetze
vor allem in Ballungszentren weiter aus und dekarbonisieren
die bereits emissionsarme Erzeugung Schritt für
Schritt nach wirtschaftlichen Maßgaben und
politischer Rahmensetzung. Wir forcieren hierbei die
Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung.
Wasser: Wir stellen die Trinkwasserversorgung in
Dresden sicher und beliefern angrenzende Wasserversorger.
Wir engagieren uns beim Aufbau eines ostsächsischen
Fernwasser-Verbundsystems zur Sicherung der Versorgung und
Ermöglichung von Industrieansiedlungen. Gleichzeitig
versorgen wir den industriestarken Nordraum von Dresden.
Dabei fokussieren wir die Substitution von Trinkwasser
durch Industriewasser, um somit auch den zukünftigen
Mehrbedarf zu decken.
TK/Glasfaser: Wir treiben die flächendeckend
neu entstehende Glasfaser-Infrastruktur voran. Wir
positionieren uns im Telekommunikationsmarkt als
innovativer und regionaler Anbieter in Dresden und Sachsen.
Erfolgskriterien sind für uns dabei Kundennähe,
Regionalität, Qualität und ein faires
Preis-Leistungs-Niveau.
NaturKraft: Wir treiben den Ausbau erneuerbarer
Energien in Sachsen voran und setzen Maßstäbe
bei der Planung und Umsetzung von Windkraft- und
Photovoltaikprojekten. Wir arbeiten eng mit den Kommunen
zusammen und erhöhen die Bürgerakzeptanz durch
innovative Beteiligungsformen.
2023 stand die Harmonisierung und Digitalisierung der
Prozesse im SachsenEnergie Konzern weiterhin im
Vordergrund. Ein Schwerpunkt war auch 2023 die
Einführung und Implementierung der künftig in
allen Konzernteilen als Standard eingesetzten ERP-Software
SAP S/4 HANA, das für die Unternehmensgruppe in den
Jahren 2024 und 2025 in Betrieb geht. Das Ergebnis der
"Post-Merger-Integration" soll die Basis für den
effektiven und effizienten Betrieb sowie für die
nachhaltige Weiterentwicklung des SachsenEnergie Konzerns
bilden.
SachsenEnergie AG und DREWAG sind Konzernunternehmen
der Technischen Werke Dresden GmbH (kurz: TWD). Die TWD ist
die konzernsteuernde kommunale Management-, Finanz- und
Steuerholding der Landeshauptstadt Dresden mit den
Geschäftsbereichen der Energie- und Wasserversorgung,
der Entsorgung, des öffentlichen Nahverkehrs, der
Dresdner Bäder und den ergänzenden
Dienstleistungen. In diesem Rahmen stellt sie auch den
steuerlichen Querverbund sicher. Die Unternehmen im Bereich
der Energie- und Wasserversorgung sind seitens der TWD in
der EnergieVerbund Dresden GmbH (kurz: EVD) konzentriert.
DREWAG ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der
SachsenEnergie AG.
Wirtschaftsbericht
Energiepolitisches Umfeld - Schwerpunkte 2023
Wie bereits 2022, war auch das Jahr 2023 ein
energiepolitisch dynamisch geprägtes Jahr mit
umfangreichen Novellen sowie neuen Gesetzen. Im
internationalen Kontext wirkte dabei weiterhin der
Russland-Ukraine-Krieg auf die Energiewirtschaft sowie die
damit verbundene Substitution des russischen Erdgases durch
andere Energieträger und -quellen inkl. deren
Auswirkungen auf die Energiekosten. Damit im Zusammenhang
steht auch der von EU und Bund forcierte Hochlauf der
Wasserstoffwirtschaft. Infolge eines Urteils des
Bundesverfassungsgerichtes zum zweiten Nachtragshaushalt
2021 verfügte das Bundesfinanzministerium Ende 2023
eine Haushaltssperre, welche sich auf den Klima- und
Transformationsfonds (KTF) und damit auf für die
Energiewende zentrale Förderprogramme des Bundes
auswirkte.
Energiepolitische Schwerpunktthemen in 2023 waren u.
a.:
| ― |
die Gewährleistung der
Versorgungssicherheit,
|
| ― |
die Entlastungen für
Verbraucher bei hohen Strom- und Gaspreisen,
|
| ― |
Schaffung eines Rahmenwerks
für ein europäisches und nationales
Wasserstoffnetz sowie
|
| ― |
die Wärmewende in
Gebäuden und Kommunen.
|
Konkret ergaben sich 2023 auf EU- und Bundesebene
folgende energiepolitisch zentrale Änderungen:
Änderungen auf EU-Ebene
Energieeffizienz-Richtlinie
Aus dem EU-Fit-for-55-Maßnahmenpaket wurde am
29. September 2023 die überarbeitete
Energieeffizienz-Richtlinie (EED) im Amtsblatt der
Europäischen Union veröffentlicht. Die neuen
Vorgaben sind innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht
umzusetzen. Nach den neuen Vorgaben soll der
Endenergieverbrauch für das Jahr 2030 um mindestens
11,7 % gegenüber der Projektion aus dem Jahr 2020
sinken. Das allgemeine jährliche Einsparziel wird
ebenfalls angehoben. Weitere Regelungen betreffen eine
stringente Ausgestaltung des Efficiency-first-Prinzips, das
Themenfeld Messen und Abrechnen sowie Maßnahmen gegen
Energiearmut. Neu gefasst wurde die Definition für ein
effizientes Fernwärmesystem.
Renewable Energy Directive (RED III) - Höhere
Ausbauziele & Konzept für
"Beschleunigungsgebiete"
Im Oktober 2023 wurde die aktualisierte
Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III (RED - Renewable
Energy Directive) vom Europäischen Rat angenommen und
verbindlich beschlossen. Zum 20. November 2023 ist die
Richtlinie in Kraft getreten. Mit der RED III soll die
Nutzung erneuerbarer Energien weiter gesteigert und
Treibhausgasemissionen verringert werden. Entsprechend der
vorhergehenden RED II galt bislang das Ziel, bis zum Jahr
2030 den Anteil erneuerbarer Energien am
Gesamtenergieverbrauch auf 32,0 % zu steigern. Dieses
EU-Ziel wurde mit der Novelle auf mindestens 42,5 %
angehoben. Ebenfalls wurden verbindliche Ziele für die
unterschiedlichen Sektoren eingeführt. So soll bspw.
in der Wärmeversorgung bis 2030 ein Anteil von 49 %
aus erneuerbaren Quellen stammen. Für den
Industriesektor wurde ein verbindliches Ziel für den
Einsatz von Wasserstoff und anderen strombasierten
Brennstoffen (RFNBO - renewable fuels of non-biological
origin) vorgegeben. Dementsprechend sollen 42 % des
verbrauchten Wasserstoffes im Jahr 2030 aus erneuerbaren
Energiequellen stammen und 60 % bis 2035. Der notwendige
Erneuerbare Energien (EE)- und Netzausbau gilt als von
überragendem öffentlichem Interesse, sodass bspw.
in sogenannten Vorranggebieten auf zeitaufwendige
Prüfschritte wie eine zweite Umwelt- und
Artenschutzprüfung verzichtet werden kann.
Zum 10. Juli 2023 sind darüber hinaus zwei
delegierte Rechtsakte zur RED II (Art. 27 und 28) in Kraft
getreten. Im delegierten Rechtsakt zu Art. 27 werden die
Kriterien für den Strom festgelegt, der für die
Produktion von erneuerbarem Wasserstoff bzw. zur Erzeugung
erneuerbarer Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO)
im Verkehrssektor genutzt werden darf. Ziel des Rechtsakts
war es sicherzustellen, dass dem angespannten Strommarkt
möglichst keine benötigten erneuerbaren Energien
aufgrund der Herstellung von Kraftstoffen bzw. grünem
Wasserstoff entzogen wird. Grundsätzlich ergeben sich
aus dem Rechtsakt drei verschiedene Szenarien des
grünen Strombezugs, welche die
Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und zur
vollständigen Anrechenbarkeit des erneuerbaren Stroms
für die Herstellung von RFNBO führen. Der
delegierte Rechtsakt zur RED II befasste sich lediglich mit
der Nutzung von Wasserstoff im Verkehrssektor. Mit der RED
III wurden die für den Verkehrssektor geltenden
Kriterien entsprechend auch auf die Verwendung in den
anderen Sektoren übertragen.
Für den SachsenEnergie Konzern sind
Investitionen in erneuerbare Energien ein zentraler
Investitionsschwerpunkt der nächsten Jahre. Zur
Forcierung der Aktivitäten auf der Erzeugungsseite
wurde zum Jahreswechsel das neue strategische
Geschäftsfeld NaturKraft geschaffen, in dem vor allem
die Umsetzung von Solar- und Windkraftprojekten
gebündelt ist.
EU-Gaspaket - Rahmen für europäisches
Wasserstoffnetz gesetzt
Mit dem "Fit for 55"-Paket der EU von 2021 wurde u.
a. ein sogenanntes "Gaspaket" angekündigt, welches aus
einer Verordnung und einer Richtlinie zum
Gas-Wasserstoff-Binnenmarkt sowie einer Methan-Verordnung
bestehen soll. Diese Rechtsvorhaben sollen auf das EU-Ziel
der Klimaneutralität bis 2050 einzahlen und in diesem
Zusammenhang auch den Übergang des Gassektors zu
erneuerbaren und CO2-armen Gasen gestalten.
Mit der Gasbinnenmarktrichtlinie werden die
Vorschriften für die schrittweise Einrichtung eines
europäischen Wasserstoffverbundnetzes (EHB -
European-Hydrogen-Backbone) festgelegt, welches die
Grundlage für die Integration von Wasserstoff in das
europäische Energieversorgungssystem schaffen soll. Im
Trilog-Verfahren haben sich Parlament, Rat und Kommission
der EU Anfang Dezember 2023 darauf geeinigt, dass die
Richtlinie ein horizontales Entflechtungsmodell für
Wasserstoffnetzbetreiber enthalten soll, d. h. Betreiber
nicht gleichzeitig auch Vertrieb und Erzeugung von
Wasserstoff verantworten. Gleichzeitig wird diese Regelung
jedoch den Mitgliedsstaaten durch eine sogenannte
"Opt-Out"-Regelung freigestellt. Von den Regeln zum
horizontalen Unbundling sind Fernleitungsnetzbetreiber
betroffen, nicht jedoch Verteilnetzbetreiber.
Die dazugehörige Gasbinnenmarktverordnung
behandelt primär die Regeln für die Netzbetreiber
und umfasst etwa die Planung einer unabhängigen
europäischen Wasserstoff-Regulierungsbehörde
(ENNOH - European Networks of Hydrogen Networks Operators)
sowie eine weitere Reduzierung noch laufender Importe von
russischem Erdgas. Die Festlegungskompetenz der jeweiligen
Netztarife soll weiterhin bei den nationalen
Regulierungsbehörden liegen.
EU-Methanemissions-Verordnung
Zur Eindämmung von Methanemissionen innerhalb
des EU-Energiesektors sowie bei Energieimporten haben sich
das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten am
15. November 2023 auf neue Regeln geeinigt, die in der
EU-Methanemissions-Verordnung zusammengefasst sind.
Anlagenbetreiber innerhalb der EU sind künftig
verpflichtet, regelmäßig Methanemissionen zu
messen und darüber zu berichten. Davon betroffen sind
auch nicht-operative Anlagen. Auch sollen Öl- und
Gasunternehmen ihre Anlagen regelmäßig auf
Methanlecks überprüfen und diese ggf. umgehend
reparieren. Routinemäßiges Entlüften und
Abfackeln im Öl- und Gassektor ist künftig auf
unvermeidbare Umstände beschränkt.
Für die mit dem Import von Öl, Gasen und
Kohle verbundenen Methanemissionen soll eine
Methan-Transparenzdatenbank eingerichtet werden. Importeure
und EU-Betreiber sollen hierbei Daten über
Methanemissionen melden, welche dann der
Öffentlichkeit bereitgestellt werden.
Für den Betrieb unserer Erdgasnetze bedeuten die
neuen Vorgaben eine deutliche Erhöhung des Prüf-
und Dokumentationsaufwandes, obwohl die Leckageverluste nur
sehr gering sind.
Reform des EU-Strommarktdesigns soll den Markt
stabilisieren
Ende 2023 endeten die Trilog-Verhandlungen über
eine Novellierung des EU-Strommarktdesigns. Ziel der Reform
ist es, die Strommärkte langfristig zu stabilisieren,
indem Endkunden vor hohen Energiepreisen geschützt und
Preisschwankungen an den Großhandelsbörsen
reduziert werden sowie die Wettbewerbsfähigkeit der
erneuerbaren Energien gestärkt wird. Die
grundsätzlichen Marktregeln, bzw. das
Merit-Order-Prinzip, bleiben jedoch erhalten. Die erzielte
vorläufige Einigung muss noch von Rat und Parlament
der EU gebilligt und förmlich angenommen werden, um
Verbindlichkeit zu erlangen.
Änderungen auf Bundesebene
Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) -
mindestens 65 % EE-Anteil bei neuen Heizungen
Im Bundesgesetzblatt wurde am 19. Oktober 2023 die
Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
veröffentlicht, welche zum 1. Januar 2024 in Kraft
getreten ist. Mit dem geänderten Gesetz wird die
Dekarbonisierung des Wärmesektors im
Gebäudebereich adressiert und der schrittweise Umstieg
auf erneuerbare Energien beim Heizen sowie der
Warmwasserbereitstellung forciert. Das Gesetz fokussiert
auf Wärmepumpen und Wärmenetze, wobei die lokal
wirtschaftlich sinnvollsten Optionen unter Einbezug von
Fördermitteln zuvor über die kommunale
Wärmeplanung identifiziert werden sollen. Zentraler
Inhalt des GEG ist die Pflicht zu einem Anteil erneuerbarer
Energien oder unvermeidbarer Abwärme i. H. v.
mindestens 65 % bei Heizungserneuerung im
Gebäudebestand und im Neubau von Gebäuden. Diese
Regelung greift für Bestandsgebäude und
baulückenschließende Neubauten jedoch erst mit
Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung (vgl.
Wärmeplanungsgesetz - WPG). Für Gebäude mit
Perspektive eines Fernwärmeanschlusses wird eine
Übergangsfrist von 10 Jahren eingeräumt, wenn die
Heizungsanlage ausgetauscht werden muss. Die gelieferte
Wärme muss dann zu 65 % aus erneuerbaren Energien oder
unvermeidbarer Abwärme bestehen. Bei direktem
Anschluss an ein bestehendes Wärmenetz ohne
Zwischenlösung gelten die Vorgaben des
Wärmeplanungsgesetzes an Wärmenetze. Für
Regionen, die laut Wärmeplan mit Wasserstoff versorgt
werden sollen, hat der Gasnetzbetreiber bis 2028
darzulegen, wie die Wasserstoffversorgung
gewährleistet werden kann.
Wärmeplanungsgesetz (WPG) - Wärmewende beginnt
in den Kommunen
Eng mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG)
verknüpft ist das Ende 2023 verabschiedete und zum
Januar 2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz
(WPG), welches die verpflichtende Erstellung von kommunalen
Wärmeplänen (kWP) vorsieht. Ziel der
Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und
kosteneffizientesten Weg zu einer treibhausgasneutralen
Wärmeversorgung bis spätestens 2045 aufzuzeigen.
Bestehende Wärmenetze müssen bis 2030 zu
mindestens 30 % und bis 2040 zu 80 % mit erneuerbaren
Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden.
Bei neuen Wärmenetzen liegt dieser Mindestanteil bei
65 %. Die im Wärmeplan für das jeweilige
Untersuchungsgebiet favorisierten Technologien zur
Wärmeversorgung wirken sich entsprechend auch auf die
Infrastruktur aus, weshalb Energieversorgungsunternehmen
und Netzbetreiber eine zentrale Rolle bei der
Wärmeplanung einnehmen.
Für Kommunen mit über 100.000 Einwohnern
sollen die Wärmepläne bis zum 30. Juni 2026
vorliegen, während kleinere Kommunen zwei Jahre
länger Zeit haben. Da der Bund die Kommunen nicht
direkt verpflichten kann, werden mit dem WPG formal die
Bundesländer verpflichtet, für die Umsetzung des
Bundesgesetzes Sorge zu tragen. Der Freistaat Sachsen muss
den rechtlichen Rahmen noch spezifizieren.
Die Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns werden
die Umsetzung der neuen Vorgaben aus GEG und WPG basierend
auf der Energieverteilstrategie für die Verteilnetze
aktiv begleiten. Dies betrifft sowohl die
Unterstützung der Kommunen bei der Durchführung
der kommunalen Wärmeplanung, die
Energieverteilstrategie und damit die Erstellung
zukunftssicherer Wärmeversorgungslösungen
für die Kunden.
Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) - Planung
eines Wasserstoff-Kernnettes und Unabhängigkeit der
Bundesnetzagentur
Im Juni 2023 veröffentlichte die Bundesregierung
die Fortschreibung der ersten Nationalen
Wasserstoffstrategie (NWS) aus dem Jahr 2020. Die
Fortschreibung sieht u. a. den Aufbau einer
Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland vor, die mit dem
Wasserstoffmarkt wächst und in den europäischen
Binnenmarkt eingebettet ist. Das sogenannte
"Wasserstoffkernnetz" mit einer Länge von 9.700 km
soll die Versorgung von Schlüsselindustrien und
Regionen mit Wasserstoff sicherstellen und bereits bis 2032
in Betrieb gehen. Die Zielstellung für die heimische
Elektrolyseleistung bis 2030 wird auf 10 GW angehoben.
Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG
2023) hat die Bundesregierung die notwendigen
Rechtsgrundlagen für das Wasserstoffkernnetz
geschaffen, wonach sich die Ausprägung, bzw. der
Verlauf des Kernnetzes, auf die Ermöglichung eines
überregionalen Transports von Wasserstoff
konzentrieren soll. Hierfür sollen die verschiedenen
Fernleitungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur (BNetzA)
einen gemeinsamen Antrag auf ein entsprechendes
Wasserstoffkernnetz zur Genehmigung vorlegen.
Der SachsenEnergie Konzern hat erreicht, dass die
Anbindung der Landeshauptstadt Dresden an das
Wasserstoffkernnetz in den Antragsentwurf der FNB Gas
(Zusammenschluss der Fernleitungsnetzbetreiber "FNB Gas e.
V.") aufgenommen wurde. Auch für die
Verbrauchsschwerpunkte im Industriebogen Meißen
wurden entsprechende Erweiterungsmeldungen veranlasst. Den
finalen Antrag werden die FNB Gas bis Mai 2024 an die
BNetzA übermitteln, welche dann abschließend
über die Realisierung der gemeldeten
Leitungsabschnitte entscheiden wird. Abseits des Kernnetzes
wird die Wasserstoffversorgung über das Gasverteilnetz
erfolgen. Die Vorbereitungsarbeiten dafür haben
bereits begonnen.
Neben den Regelungen zum Wasserstoffkernnetz wurde
mit der EnWG-Novelle auch einem Urteil des
europäischen Gerichtshofs zur Stärkung der
Bundesnetzagentur Rechnung getragen. Diese soll
künftig frei über Netzentgelte und
Netzzugänge entscheiden können und
unabhängiger vom deutschen Verordnungsgeber sein.
Ebenfalls Bestandteil der EnWG-Novelle ist die
Einführung des Prinzips "Nutzen statt Abregeln" von
erneuerbaren Energien im Stromsektor. Für eine
Netzentgeltbefreiung können nach 2008 errichtete
Elektrolyseure und Speicher anstatt wie bisher 2026, nun
bis spätestens 2029 in Betrieb genommen werden.
Für 2024 wurden bereits weitere Novellierungen des
EnWG angekündigt.
Novelle Messstellenbetriebsgesetz - Digitalisierung der
Energiewende
Das Inkrafttreten des Gesetzes zum Neustart der
Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) am 27. Mai 2023
setzte den Startpunkt des von der Branche lange geforderten
rechtssicheren Rollouts von intelligenten Messsystemen.
Für Verbraucher bis 100.000 kWh/a - das umfasst alle
Privatkunden - und Anlagen bis 100 kW können die
Messstellenbetreiber den Rollout auf freiwilliger Basis
sofort beginnen oder fortsetzen. Zur Pflicht wird das
Rollout für grundzuständige Messstellenbetreiber
spätestens ab 1. Januar 2025.
Novelle Energieeffizienzgesetz (EnEfG) - bessere Nutzung
vorhandener Energiepotenziale
Am 18. November 2023 ist das neue
Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft getreten. Es setzt,
im Vorgriff auf die neue EU-Energieeffizienzrichtlinie,
Ziele für die jährliche Endenergieeinsparung mit
einer besonderen Vorbildwirkung der öffentlichen Hand.
Neu sind Regelungen für Informationspflichten zu
Abwärmepotenzialen und Abwärmenutzungspflichten
für Rechenzentren. Die Anzahl von Unternehmen, die
Energie- oder Umweltmanagementsysteme einrichten
müssen, wurde durch Absenkung von Grenzwerten
erweitert. Bei den Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns
sind Energie- und Umweltmanagementsysteme bereits etabliert
und es ist bereits die Abwärmeeinspeisung eines
Rechenzentrums in das Dresdner Fernwärmenetz in
Umsetzung.
Klimaschutzprogramm 2023 - Bundesregierung gibt sich
einen Dekarbonisierungsfahrplan
Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden und bis
2030 sollen zunächst knapp zwei Drittel aller
Emissionen eingespart sein. Die Bundesregierung hat vor
diesem Hintergrund am 4. Oktober 2023 das
Klimaschutzprogramm 2023 im Kabinett beschlossen. Nach
Einschätzung der Bundesregierung wird die bestehende
Klimaschutzlücke bis 2030 durch zahlreiche
zusätzliche Maßnahmen deutlich reduziert. Das
Klimaschutzprogramm listet diese Maßnahmen nach
Sektoren getrennt auf.
Keine Verlängerung der Strom- & Gaspreisbremsen
bis 2024
Mit Blick auf die signifikant angestiegenen
Energiekosten wurden bereits Ende 2022 die Preisbremsen
für Strom, Gas und Wärme zur Entlastung von
Bürgerinnen und Bürgern sowie der Unternehmen in
Deutschland beschlossen. Sie waren das gesamte Jahr 2023
wirksam, wurden jedoch nicht über den Jahreswechsel
hinaus verlängert.
Für den Erdgas- und Wärmeverbrauch galt:
Für Endkunden mit Standardlastprofil sowie kleine und
mittlere Unternehmen (KMU) wurden 80 % des
Erdgasverbrauches mit 12 Cent/kWh bzw. 80 % des
Wärmeverbrauches mit 9,5 Cent/kWh berechnet. Bei
Industriekunden wurden für 70 % des Erdgasverbrauches
7 Cent/kWh bzw. 7,5 Cent/kWh beim Wärmeverbrauch
festgelegt. Mit den Kontingenten von 80 % bzw. 70 % wurden
weiterhin Sparanreize beim Energieverbrauch
gewährleistet. Auch die Strompreisbremse umfasste ein
sogenanntes Basispreiskontigent, bei dem eine bestimmte
Strommenge zu einem vergünstigten Preis angeboten
wurde: Endkunden mit einem Verbrauch von bis zu 30.000 kWh
erhielten demnach ein auf 40 Cent/kWh gedeckeltes
Kontingent für bis zu 80 % ihres historischen
Netzbezuges. Bei Kunden mit einem höheren
Jahresverbrauch wurden 70 % des historischen Netzbezuges
auf 13 Cent/kWh gedeckelt. Die Differenzbeträge zu den
tatsächlichen Energiekosten wurden den
Energieversorgungsunternehmen erstattet.
Die Umsetzung der Preisbremse war eine große
organisatorische Herausforderung, da im laufenden Betrieb
in bestehende Abrechnungssysteme eingegriffen werden
musste. Sie konnte nur mit erheblicher Mehrarbeit unserer
Beschäftigten bewältigt werden, da neben der
technischen Umsetzung auch ein erhöhtes Niveau an
Kundenanfragen zu bewältigen war. Dem SachsenEnergie
Konzern ist es gelungen, insbesondere bei der Belieferung
der Stromkunden, fast vollständig Preise unterhalb des
Limits der Preisbremse anzubieten.
Haushaltsfinanzierungsgesetz zum Bundeshaushalt 2024 -
Stromsteuersenkung statt Industriestrompreis & Anhebung
des CO
2-Preises ab 2024
Um insbesondere die stromintensive Industrie bei den
gestiegenen Stromkosten zu entlasten, wurde seit April 2023
umfangreich über die Einführung eines sogenannten
"Industriestrompreises" diskutiert. Innerhalb der
Bundesregierung war man sich dabei jedoch lange uneins
über die konkrete Ausgestaltung. Im November 2023
einigte sich die Koalition schließlich darauf, die
Stromsteuer für alle Betriebe des produzierenden
Gewerbes ab dem Jahr 2024 für mindestens zwei Jahre
von derzeit rund 2 Cent/kWh auf den europäischen
Mindestwert von 0,05 Cent/kWh abzusenken. Sofern im
Bundeshaushalt eine Gegenfinanzierung sichergestellt werden
kann, soll diese Regelung bis 2028 verlängert werden.
Das entsprechende Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 wurde
am 15. Dezember 2023 im Bundestag verabschiedet und vom
Bundesrat gebilligt. Im Gegenzug für die
Stromsteuersenkung entfällt der bisher geltende
Spitzenausgleich.
Ebenfalls Bestandteil des
Haushaltsfinanzierungsgesetzes ist eine Anhebung der
Festpreise im Brennstoffemissionshandelsgesetz. Dieses wird
dahingehend angepasst, dass der CO
2-Preis im Jahr 2024 von 30 EUR/t auf 45 EUR/t
und ab 2025 von 45 EUR/t auf 55 EUR/t erhöht wird. Die
Änderung betrifft vor allem den privaten Gasverbrauch
und Kfz-Kraftstoffe.
Ursprünglich sollte es für 2024 einen
Zuschuss des Bundes an die Übertragungsnetzbetreiber
i. H. v. EUR 5,5 Mrd. zur Stabilisierung der
Übertragungsnetzentgelte geben. Darauf hatte sich die
Bundesregierung mit dem Strompreispaket vom 9. November
2023 geeinigt. Infolge des Haushaltsurteils des
Bundesverfassungsgerichtes wurden diese EUR 5,5 Mrd. jedoch
im Bundeshaushalt 2024 wieder eingespart und sind somit
nicht mehr Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes
2024. Dies hat deutlich gestiegene Netzentgelte der
Übertragungsnetze zur Folge. Der SachsenEnergie
Konzern hat die Entscheidung getroffen, den hieraus
resultierenden Anstieg der Strompreise nicht über
seine Stromtarife an die Privatkunden weiterzugeben.
Forschung und Entwicklung
Die eigene Zukunft unter den Randbedingungen der
Energiewende und der zunehmenden Vernetzung und
Digitalisierung zu gestalten, erfordert die proaktive
Beschäftigung mit neuen Trends und Marktchancen.
Dafür beteiligt sich die SachsenEnergie an
ausgewählten perspektivreichen Projekten, aus denen
Ansätze für neue Dienstleistungen,
Effizienzverbesserungen oder eine noch bessere
Servicequalität hervorgehen können.
Mit dem Forschungsvorhaben dymoBat - KI
unterstützte Kommunikationstechnologien zur
dynamischen Optimierung von Energiespeichern zur
Frequenzstabilisierung und Energieversorgung - wird
erforscht, ob und wie das bidirektionale Laden von
Elektrofahrzeugen in Kombination mit der 5G-Technologie
für die Systemsicherheit Anwendung finden kann. Das
Forschungsvorhaben wird durch die TU Dresden, Deutsche
Telekom Professur für Kommunikationsnetze geleitet.
Weitere Partner sind die SAP AG, Meshmerize GmbH,
CampusGenius GmbH, Comfort Charge GmbH sowie die
Landeshauptstadt Dresden.
Im September 2023 wurde das seit 2017 laufende
Projekt "MAtchUP"
[1] abgeschlossen, welches unter dem EU-Programm
HORIZON 2020 gefördert wurde und an dem sich der
SachsenEnergie Konzern zusammen mit europäischen
Partnern beteiligte. Ziel des Projektes war es,
Ansätze für weitere Städte zu geben, um
diese Konzepte zu adaptieren, wofür in einem
Testquartier potenziell replizierbare Smart-City-Konzepte
zur Digitalisierung und Erhöhung der Energie- und
Ressourceneffizienz implementiert wurden. Erarbeitet und
umgesetzt wurden u. a. Projekte mit der Wohnungswirtschaft
zu Photovoltaik und Mieterstrom mit flexiblen Tarifen. Im
Bereich der Elektromobilität entstanden neue
Ladepunkte sowie ein verbessertes Bezahl- und
Abrechnungssystem für Ladevorgänge. Die
Auswirkungen von Schnellladern auf die Wirksamkeit eines
netzstabilisierenden Großspeichers konnten innerhalb
von MAtchUP analysiert werden. Zur Dekarbonisierung der
Energieversorgung wurde die Reduzierung der
Vorlauftemperaturen (LowEx) des Fernwärmesystems
untersucht, als Voraussetzung für die Integration
volatiler erneuerbarer Energien.
Das unter dem EU-Programm HORIZON Europe
geförderte Projekt "NEUTRALPATH" wurde im Januar 2023
gestartet und ist mit einer Laufzeit von fünf Jahren
angesetzt. Der SachsenEnergie Konzern untersucht als
Projektpartner innerhalb des europäischen Konsortiums,
wie Städte zukünftig klimaneutral gestaltet
werden können. In Dresden wurden dafür zwei
Testquartiere definiert, welche durch die Umsetzung von
Dekarbonisierungsmaßnahmen eine positive
Energiebilanz erreichen sollen. Ein zentraler
Forschungsbestand ist die saisonale Absenkung des
Temperaturniveaus der Fernwärmeversorgung. Ziel soll
es sein, das Verhalten von Sekundärnetzen bei
verringerten Temperaturen und die Trinkwarmwasserbereitung
unter den geänderten Bedingungen zu untersuchen.
Weiterhin soll der Ausbau schnellladefähiger
bidirektional steuerbarer Infrastruktur für die
Elektromobilität weiter vorangetrieben und
ladedynamische Abrechnungstarife entwickelt werden.
In 2023 wurden die bisherigen Projektergebnisse
reflektiert sowie die zukünftige Ausrichtung von
energy.NEXT im Kernteam Innovationsmanagement erarbeitet.
Die Ausbildung neuer agiler Coaches in 2023 liefert einen
essentiellen Beitrag zur weiteren Stärkung der
Innovationsfähigkeit der SachsenEnergie AG.
Gestützt durch den konzernweiten Rollout von
Kollaborationswerkzeugen kann die agile Arbeitsweise von
allen Mitarbeiten angewandt und in den Arbeitsalltag
integriert werden. Das Kommunikationsformat "mit" macht
allen Geschäftsbereichen Themen wie Agilität,
Interdisziplinarität und Kunden-/Nutzenorientierung
zugänglich. Zum weiteren Ausbau der
Innovationsfähigkeit und der Operationalisierung wurde
eine neue Projektvereinbarung abgeschlossen.
SachsenEnergie AG arbeitet mit dem Startup-
Accelerator SpinLab im Bereich Scouting und Entwicklung von
Kooperationen mit strategisch relevanten Startups zusammen.
Die neu gegründeten Unternehmen sollen als externe
Impulse dienen, um Innovationen zu fördern und neue
Geschäftsfelder zu erschließen. Dafür wird
den Fachbereichen von SachsenEnergie AG zu mehreren
Terminen im Jahr eine Auswahl an relevanten Unternehmen
vorgestellt, bei Bedarf der Kontakt vermittelt und eine
potenzielle Zusammenarbeit unterstützt. Die
strategischen Geschäftsfelder erhalten Zugang zu den
Lösungen dieser jungen Unternehmen, die potenziell bei
Lösungsentwicklung und Wachstum helfen
können.
[1] MAximizing the UPscaling and replication
potential of high level urban transformation strategies,
https://www.matchup-project.eu/, aufgerufen am 11.12.2023
Wirtschaftliches Umfeld
Bereits im ersten Quartal des Jahres 2023 wurde in
Deutschland kein Wirtschaftswachstum verzeichnet.
Während dann im zweiten und dritten Quartal das
Wirtschaftswachstum noch stagnierte, ging es im vierten
Quartal gegenüber 2022 um 0,2 % zurück. Im
Gesamtjahr 2023 gab das Bruttoinlandsprodukt damit um 0,3 %
nach.
Preisentwicklung
Die Energiemärkte haben sich im Jahr 2023 im
Vergleich zu den Vorjahren beruhigt. Die erheblichen
Verwerfungen an den Terminmärkten Gas und Strom wie im
Jahr 2022 traten 2023 nicht mehr auf. Seit dem Peak Mitte
August 2022 sind die Preise am Großhandelsmarkt
gefallen, doch es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung
nachhaltig ist.
Aktuell sind die Gasflüsse nach Deutschland laut
Angaben der BNetzA stabil und ausgeglichen. Die Gefahr
einer angespannten Gasversorgung im aktuellen Winter
schätzt die BNetzA mittlerweile als gering ein. Die
gesetzliche Festlegung, zum 1. November des Jahres 95 % der
Gasspeicher befüllt zu haben, wurde früher
erfüllt als gefordert. Bereits Ende September wurden
95 % erreicht, per Ende Dezember 2023 lag der
Speicherfüllstand immer noch auf diesem Niveau.
Gas (THE CAL +1) wurde im Jahr 2023 mit rund 53
EUR/MWh gehandelt. Das milde Winterwetter des Jahres 2023,
gut gefüllte Gasspeicher und zusätzliche
LNG-Importe führten dazu, dass die Gaspreise nachgaben
und sich dem Niveau von unmittelbar vor Beginn des
russischen Angriffskrieges auf die Ukraine näherten.
Für den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG)
wurden zusätzliche Terminals in Deutschland in Betrieb
genommen. Der Anteil von LNG an den gesamten Gasimporten
lag im Jahr 2023 bei 7 %.
Erstmalig wurden bilanziell im Gesamtjahr 56 % der
Elektroenergie in Deutschland aus erneuerbaren
Energiequellen zur Verfügung gestellt.
Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis in
Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 137 EUR/MWh (Base CAL
+1) und liegt damit um ca. 54 % unter dem
Durchschnittspreis des Vergleichszeitraums 2022. Verglichen
mit dem Durchschnittspreis des Jahres 2021 i. H. v. rund 88
EUR/t bewegten sich die Preise dennoch auf einem hohen
Niveau.
Der CO
2-Preis, welcher für die Stromerzeugung aus
Gas- und Kohlekraftwerken eine erhebliche Rolle spielt,
betrug im Jahr 2023 rund 85 EUR/t und liegt damit leicht
über dem Vorjahresniveau.
Geschäftsverlauf
Geschäftstätigkeit 2023 -
Kurzüberblick
Die SachsenEnergie AG zieht für das abgelaufene
Geschäftsjahr eine positive Bilanz. Mit EUR 232,1 Mio.
liegt das Ergebnis vor Ergebnisabführung weit
über dem Vorjahreswert und auch über dem
geplanten Wert (EUR 175,1 Mio.).
| SachsenEnergie AG |
|
2023 |
2022 |
| Umsatzerlöse |
TEUR |
3.799.416 |
2.626.182 |
| Ergebnis vor Steuern
(EBT) |
TEUR |
288.150 |
175.381 |
| Jahresüberschuss
vor Gewinnabführung |
TEUR |
232.101 |
168.706 |
| Investitionen |
TEUR |
359.559 |
175.439 |
| Mitarbeitende zum 31.
Dezember (inkl. Auszubildende und Vorstand) |
Anzahl |
647 |
532 |
Ergebniserhöhungen resultieren in großem
Maße aus den in 2022 eingestellten
Rückstellungszuführungen für drohende
Verluste Strom und Gas (EUR 70,3 Mio.) als Folge der
aktuellen Situation an den Strom- und Gasmärkten, die
im Jahr 2023 teilweise verbraucht oder aufgelöst
werden konnten (EUR 68,3 Mio.).
Dekarbonisierung im SachsenEnergie Konzern
Das Ziel des SachsenEnergie Konzerns, möglichst
bis 2035, spätestens bis 2045, klimaneutral zu werden,
soll mit dem im Juni 2023 vom Aufsichtsrat beschlossenen
Konzept DECARB35+ umgesetzt werden. Das
geschäftsfeld-übergreifende Programm umfasst die
Vermeidung von Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom
und Wärme in den eigenen Kraftwerken, dem Ausgleich
von Netzverlusten sowie im Fuhrpark entstehen. Da ca. 90 %
der zu vermeidenden Emissionen des SachsenEnerige Konzerns
in der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden entstehen,
ist die Ergrünung der Fernwärmeversorgung, ein
zentraler Bestandteil des Dekarbonisierungskonzeptes.
Dessen Umsetzung soll durch die Nutzung industrieller
Abwärme, den Einsatz von Großwärmepumpen
und -speichern sowie weiteren Elektrodenheizkesseln
erfolgen. Neue entscheidende Bausteine zur Neutralisierung
der CO2-Emissionen sind die thermische Abfallverwertung
sowie später auch der Einsatz von Wasserstoff.
"RING30"
Beispielhaft für die schrittweise Realisierung
des Dekarbonisierungskonzeptes ist das Projekt RING30. Im
April 2023 erfolgte die Gründung der RING30 GmbH,
einer einhundertprozentigen Tochter der SachenEnergie AG,
mit dem Ziel der Errichtung und dem Betrieb einer Anlage
zur klimaschonenden Aufbereitung und energetischen
Verwertung von Restabfällen der Stadt Dresden. Die
dabei gewonnene Energie soll zur Bereitstellung von
Wärme und Strom genutzt werden. Derzeit befindet sich
das Projekt noch in der Planungs- und Genehmigungsphase und
wird voraussichtlich 2030 den Dauerbetrieb aufnehmen.
Das neue gemeinsame Ausbildungszentrum in
Dresden-Reick
Im Rahmen der Personalbeschaffung hat die eigene
Ausbildung im SachsenEnergie Konzern eine wesentliche
Bedeutung. Wichtig hierbei ist u. a. ein attraktives
Arbeits- und Ausbildungsumfeld mit moderner
Gebäude-Infrastruktur. Dafür werden die beiden
bisherigen Ausbildungsstätten zusammengelegt und ein
neues repräsentatives Ausbildungszentrum am
Innovationsstandort Dresden-Reick errichtet. Damit
verbunden ist die umfassende Sanierung eines
Bestandsgebäudes sowie die Errichtung eines
Nebengebäudes. Kürzere Wege werden so
zukünftig für eine noch engere Zusammenarbeit der
Ausbildungsteams sorgen und die
fachbereichsübergreifende Unternehmenskultur
fördern.
Ausbau der Wasserversorgung
Die Landeshauptstadt Dresden ist bereits heute der
größte Standort der Halbleiter-Industrie in
Europa. In den nächsten Jahren wird mit der weiteren
Neuansiedlung von branchenähnlichen Firmen gerechnet.
Die mit diesen Ausbauplänen verbundene Ausweitung der
Produktionskapazitäten wird dazu führen, dass
sich die Nachfrage an Industriewasser durch die
Halbleiterindustrie in den nächsten zehn bis zwanzig
Jahren verdoppelt oder gar verdreifacht. Damit wird sich
der Anteil dieses Industriezweiges am Gesamtwasserbedarf
Dresdens von derzeit 30 % auf ca. 50 % bis zum Jahr 2030
erhöhen.
Um dieser erhöhten Nachfrage der stark
wachsenden Chip-Industrie an Industriewasser bei
gleichzeitigem Erhalt der hohen Versorgungssicherheit der
Dresdner Bevölkerung mit Trinkwasser gerecht zu
werden, soll bis 2030 ein neues Flusswasserwerk und das
dazugehörige Transportsystem im Dresdner Nordraum
errichtet werden. Mit dem Bau dieses Flusswasserwerkes wird
die Industriewasserversorgung von der Trinkwasserversorgung
entkoppelt, so dass industrielle Neuansiedlungen und
Erweiterungen ermöglicht werden, ohne die
Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung zu
beeinträchtigen.
Parallel dazu werden bis 2026 die bestehenden
Wasserwerke Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz
ertüchtigt und das Reserve-Wasserwerk Albertstadt
erneut in Betrieb genommen.
Bereits Anfang des Jahres 2023 wurde die
Wasserfassung Saloppe mit 15 Uferfiltrat-Brunnen zur
ausschließlichen Belieferung von Unternehmen im
Dresdner Norden in Betrieb genommen. Damit hat der
SachsenEnergie Konzern einen ersten wichtigen Schritt zur
Errichtung eines umfangreichen reinen Industriewassersystem
getan.
Telekommunikationsdienstleistungen
Mit dem Start der neuen SachsenGigaBit-Marke für
den Privat- und Gewerbekundenmarkt sind im September 2023
eine Reihe von Marketingaktivitäten im
öffentlichen Raum sowie auch innerhalb des
SachsenEnergie Konzerns angelaufen. Gleichzeitig wird
mithilfe der neuen Kundenplattform der im Wettbewerb
erforderliche Automatisierungs- und Effizienzgrad nun
erfolgreich abgebildet. Die Zahl der Vertriebspartner
konnte erhöht werden (28 Vertriebspartner mit
insgesamt 44 Filialen), um auch hier die Sichtbarkeit und
Bekanntheit der neuen Marke im gesamten Versorgungsgebiet
auszudehnen.
Neben der Etablierung der neuen
Telekommunikationsmarke wird auch der Aufbau eines
zukunftsweisenden Glasfasernetzes für Dresden seit
Ende 2023 in den nördlichen Stadtgebieten
Dresden-Hellerau, -Klotzsche, -Rähnitz und -Wilschdorf
vorangetrieben. Im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmern
wird das Glasfasernetz, unabhängig von der sogenannten
Vorvermarktungsquote, bis in den Keller bzw. die Wohnung
bei Mehrfamilienhäusern kostenfrei errichtet.
Außerhalb Dresdens wurde bereits im Juli 2023
die Partnerschaft zwischen der Wohnungswirtschaft Bautzen
und der SachsenGigaBit formell begründet. Im Oktober
erfolgte dann die offizielle Unterschrift zum
partnerschaftlichen Glasfaserausbau für die Bautzner
Wohnungsbaugesellschaft sowie der Bautzner
Mietergenossenschaft GAIA eG. Der Bau der Netzebene 3 wird
von der Energie- und Wasserwerke Bautzen
GmbHübernommen. Die SachsenEnergie AG baut die
Netzebene 4 und bietet Produkte an.
Im März 2023 konnte der Zuwendungsbescheid
für den Landkreis Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge final unterzeichnet werden. Das
Projekt mit einem Volumen von EUR 123 Mio. ist das bisher
größte Breitbandausbauprojekt für die
SachsenEnergie AG und das größte Einzelprojekt,
welches der Landkreis je beschlossen hat. Insgesamt werden
bis Ende des Jahres 2026 11.000 Adressen erschlossen.
Schaffung einer gemeinsamen Hauptverwaltung: das
SachsenEnergie Center
Mit der Fertigstellung eines Anbaus an das bestehende
Gebäude CITY CENTER zum 1. Juli 2022 konnten neue
Räume für die Mitarbeitenden in einer modernen
Arbeitsumgebung geschaffen werden. Der Anbau zeichnet sich
dabei durch großzügige, lichtdurchflutete
Büros, vielfältige Mehrwertflächen,
Teamküchen, begehbare begrünte Dachterrassen und
viele Think-Tanks aus.
Das alte Bestandsgebäude wird seit Sommer 2022
umfassend saniert. Nach abgeschlossener Sanierung ab Mitte
2024 werden auch diese Räume wieder bezogen. Damit
entsteht eine neue gemeinsame Hauptverwaltung des
SachsenEnergie Konzerns: das SachsenEnergie Center.
Zertifizierung des Informationssicherheits- sowie des
Umwelt- und Energiemanagementsystems
Die SachsenEnergie AG betreibt seit dem Jahr 2008 ein
Umweltmanagementsystem. Das Überwachungsaudit durch
die Umweltgutachter der OmniCert Umweltgutachter GmbH, Bad
Abbach, im Jahr 2023 bestätigte die Verbesserung der
umweltbezogenen Leistung und die Wirksamkeit des
Managementsystems nach der internationalen Norm ISO 14001.
Die aktuelle Zertifizierung behält bis November 2024
ihre Gültigkeit.
Im Rahmen des Überwachungsaudits wurde das
Unternehmen ebenfalls nach ISO 50001 geprüft, womit
der Nachweis der fortlaufenden Verbesserung der
Energieeffizienz sowie der normkonformen Messung und
Verifizierung der energiebezogenen Leistung erbracht werden
konnte. Als integriertes Umwelt- und Energiemanagement sind
die Systeme Bestandteil einer Verbundzertifizierung im
SachsenEnergie Konzern.
Bereits seit dem Jahr 2017 stellen sich Unternehmen
des SachsenEnergie Konzerns erfolgreich Audits zur
Informationssicherheit gemäß bzw.
äquivalent zur ISO/IEC 27001 und arbeiten seitdem auch
hinsichtlich dieser Thematik sehr eng zusammen.
Im Jahr 2023 wurde dies mit einer erfolgreichen
Erst-Zertifizierung der übergreifenden ISO/IEC
27001-Matrix-Zertifizierung für die SachsenEnergie AG
als weiterer Meilenstein bestätigt.
Sie deckt insbesondere die Aspekte der
Informationssicherheit im Bereich der
Informationstechnologie ab. Somit wird die
Informationssicherheit im Rahmen der Bereitstellung und des
Betriebes von IT-Services zur Unterstützung des
sicheren Betriebes kritischer Infrastrukturen sowie zur
Ausübung des technischen Betriebes intelligenter
Messsysteme gewährleistet.
SachsenEnergie AG als TOP-Lokalversorger
ausgezeichnet
Die SachsenEnergie AG wurde vom
Energieverbraucherportal
1 in den Sparten Strom und Gas als
"TOP-Lokalversorger 2023" ausgezeichnet. An diesem Siegel
erkennen Strom- und Gaskunden auf einen Blick ein
Energieunternehmen mit: transparenter Preispolitik,
Engagement und Investitionen in die eigene Region, einem
hohen Stellenwert an Umweltgesichtspunkten und mit einer
hohen Servicequalität.
1 Vgl. Energieverbraucherportal,
http://www.energieverbraucherportal.de (22.01.2024)
SachsenEnergie AG ist "Herausragender Regionalversorger
2022/23"
Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien
(DtGV)
2 hat die SachsenEnergie AG in den Bereichen
Strom und Gas für ihre Leistung hinsichtlich
Kundenservice, Internetauftritt, Tarifoptionen,
Nachhaltigkeit und regionales Engagement als
"Herausragender Regionalversorger 2022/23" ausgezeichnet.
Unseren Kunden bestätigt es einmal mehr: mit
SachsenEnergie AG haben sie einen zuverlässigen und
kompetenten Partner rund um das Thema Energie direkt in
ihrer Region.
2 Vgl. Deutsche Gesellschaft für
Verbraucherstudien, www.dtgv.de/tests/regionalversorger
(22.01.2024)
Zukunftsorientiertes Personalmanagement
Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die
SachsenEnergie AG 580 Mitarbeitende (i. Vj. 481) und 64
Auszubildende (i. Vj. 48) sowie drei Vorstände.
Strategisches Personalwachstum im Konzern
SachsenEnergie
Der personelle Ausbau der strategischen
Geschäftsfelder, die Betreuung und Entwicklung der
Mitarbeitenden in Veränderungssituationen, die
Digitalisierung der Personalarbeit, die begleitende
Umsetzung von Strukturänderungen sowie die
Ausgestaltung neuer kollektivrechtlicher
arbeitsvertraglicher Regelungen sind beispielhaft für
die vielfältigen Schwerpunkte in der Personalarbeit.
Ziel ist es, die Unternehmensziele, insb. den Wachstumskurs
des SachsenEnergie Konzerns, bestmöglich zu
unterstützen.
Die strategische Personalplanung, die seit vielen
Jahren in einem jährlichen Dialogprozess gemeinsam mit
den Fachbereichen fortgeschrieben wird, ist mit der
Konzernbetriebsvereinbarung "Strategische Personalplanung"
systematisch weiterentwickelt worden. Neben formalen
Standards für den Planungsprozess wurden Kennzahlen
für ein regelmäßiges Reporting an die
Interessenvertretungen definiert, um die Transparenz
für alle am Prozess beteiligten Instanzen zu
erhöhen. Planungsrelevante Kennzahlen werden mit den
Fachbereichen und Interessenvertretungen mindestens
halbjährlich beraten. Im Kontext der strategischen
Personalplanung wurden zudem sogenannte
Schlüsselpositionen in der Unternehmensgruppe
definiert. Ziel dabei ist, für die organisatorisch und
finanziell bedeutenden Positionen präventive
Maßnahmen für Vakanzen zu definieren, so z. B.
organisatorische (z. B. Bildung von Redundanzen),
prozessuale (z. B. frühzeitige Sicherung des
Erfahrungs- und Fachwissens) und personenbezogene
Maßnahmen (z. B. langfristige Aus- und
Weiterbildung).
Aktuelle Herausforderungen der Personalarbeit
Herausforderungen aus dem demographischen Wandel im
Einzugsgebiet der Unternehmensgruppe sowie die
prognostizierten Altersabgänge stellen im Hinblick auf
die Wachstumsziele der Unternehmensgruppe hohe
Ansprüche an den Recruiting-Prozess. Rechtzeitig die
geeigneten Recruiting-Maßnahmenzu ergreifen, ist ein
entscheidender Erfolgsfaktor bei der Gewinnung neuer
Mitarbeiter. Neben den klassischen Informationskanälen
wurde erfolgreich über "Active Sourcing" in sozialen
Netzwerken und durch Karrieremessen neues Personal für
die Unternehmensgruppe akquiriert. Mit der erfolgreichen
Einführung des Mitarbeiterempfehlungsprogramms
"TalenteFinder" wurden die Mitarbeitenden aktiv in die
Besetzung vakanter Stellen eingebunden. Über eine
digitale Plattform engagieren sich die Mitarbeiter als
"Markenbotschafter" und bewerben Stellenausschreibungen
eigenmotiviert über vielfältige weitere
Kanäle. Mit diesem Kanalmix wurde die Reichweite
für unterschiedliche Zielgruppen verbessert. So
konnten mit den angestoßenen Initiativen die
Bewerbungseingänge erhöht und qualitativ
verbessert werden.
Zur Erhöhung der Effizienz und Transparenz haben
u. a. die erfolgreiche Einführung der digitalen
Personalakte, die Digitalisierung der Arbeitsberichte und
das Go-Live des "EnergieCampus" beigetragen. Manuelle
Arbeitsvorgänge auf Papier konnten somit reduziert und
eine effiziente Daten- und Informationsverarbeitung
etabliert werden. Auf diesem Weg frei gewordene Ressourcen
konnten dadurch erfolgreich bei Wachstumsprojekten
unterstützen.
Im Rahmen des langfristig angelegten Projektes
"energy.Work" begleiten die Bereiche Personal und
Liegenschaften gemeinsam mit dem Bereich
Unternehmenskommunikation insb. die Veränderung der
Arbeitswelt, u. a. in den Themengebieten mobiles Arbeiten,
Desksharing und der optimalen Nutzung des neuen
SachsenEnergie Centers. Damit verbunden sind Vorbereitungen
für den im Jahr 2024 vorgesehenen Bezug des sanierten
Bestandsgebäudes am Hauptbahnhof (früher: City
Center) und die dadurch ermöglichte
Zusammenführung der strategischen Geschäftsfelder
und Corporate-Bereiche an einem Standort.
Ausbildung
Neben der externen Personalbeschaffung spielte auch
die eigene Ausbildung eine entscheidende Rolle bei der
Personalbeschaffung. Konstant hohe Bewerberzahlen und die
erfolgreiche Besetzung der Ausbildungsplätze für
kaufmännische und technisch-gewerbliche
Ausbildungsberufe sowie duale Studiengänge belegen die
hohe Reputation als Ausbildungsbetrieb. Auch die hohe
Qualität der eigenen Ausbildung lässt sich
nachweisen. So wurde die SachsenEnergie AG von der
Industrie- und Handelskammer Dresden wiederholt als
"Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb" geehrt. Zudem wurde
ein Auszubildender als IHK-Kammerbester und ein
Auszubildender als IHK-Landesbester geehrt. Zur
Förderung von besonders guten Ausbildungsleistungen
beteiligt sich die Unternehmensgruppe am Berufswettbewerb
"WorldSkills Germany". Im Jahr 2023 konnten die
Teilnehmenden einen 2. Platz im Segment Elektroinstallation
sowie einen 2. und 3. Platz im Segment Anlagenelektrik
erringen.
Um die eigene betriebliche Ausbildung
zukunftsorientiert, modern und attraktiv aufzustellen sowie
die bisherigen zwei Ausbildungszentren zu vereinen, wurde
mit dem Ausbau des Ausbildungszentrums in Dresden-Reick
begonnen. Die komplette Fertigstellung ist für das
Jahr 2026 geplant.
Zur Berufsorientierung erhalten Schüler*innen
beispielsweise bei Schülerpraktika oder Karrieremessen
einen realistischen Einblick in das Aufgabenportfolio der
Unternehmensgruppe. Studierende bekommen die
Möglichkeit, über Praktika, Abschlussarbeiten,
Werkstudenten-Tätigkeiten und das individuell
gestaltete Traineeprogramm den SachsenEnergie Konzern als
Arbeitgeber kennenzulernen. Die überwiegende Mehrheit
der Trainees kann an die Unternehmensgruppe dauerhaft
gebunden werden. Studierende, die einmal Aufgaben, z. B.
als Praktikant, absolviert haben, werden für offene
Vakanzen aktiv angesprochen und eingesetzt.
Um den zukünftigen Bedarf an Fachkräften
des Unternehmens decken zu können, wurde das
Ausbildungsportfolio in 2023 erweitert: der duale
Studiengang "Informationstechnologie" sowie die
Ausbildungsberufe "Fachinformatiker für
Anwendungsentwicklung" und "Fachinformatiker für
Systemintegration" wurden neu aufgenommen.
Employer Branding und Personalmarketing
Zur Stärkung der Position als attraktiver
Arbeitgeber wurde im Rahmen des Employer Branding die
Arbeitgebermarke "SachsenEnergie" strategisch
weiterentwickelt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der
Entwicklung von Botschaften, die das Recruiting mit
zielgruppenspezifischer und aufmerksamkeitsstarker
Bildsprache unterstützen. Im Jahr 2023 wurde neben
Printanzeigen und digitalen Media-Flights auf sozialen
Netzwerken eine gezielte Kommunikationsmaßnahme
für die Zielgruppe Auszubildende und Studierende
umgesetzt. Mit einem Hochschulkonzept wird die
systematische Stärkung des Recruitings von
akademischen Nachwuchskräften gefördert.
Kernelemente sind das Traineeprogramm, die Kooperationen
mit regionalen Hochschulen und die aktive Interaktion auf
zielgruppenspezifischen Veranstaltungen und digitalen
Kanälen.
Personalentwicklung
Die SachsenEnergie AG orientiert sich bei der
Bereitstellung eines vielfältigen Bildungskataloges an
den strategischen Bedarfen der Unternehmensgruppe (u. a. zu
Themen Führung, Nachwuchs- und
Persönlichkeitsentwicklung, Agilität,
Digitalisierung) sowie an den u. a. im Rahmen der
Mitarbeitergespräche adressierten
Weiterbildungsbedarfen der Mitarbeitenden und
Führungskräfte. Kompetenzbasierende Angebote
ermöglichen eine individuelle Weiterentwicklung unter
Berücksichtigung der heterogenen Anforderungen in der
Unternehmensgruppe. Das Portfolio von fachlichen,
methodischen und persönlich-sozialen Themen
fördert und unterstützt das lebenslange Lernen.
Rund 1.200 interne Weiterbildungsmaßnahmen mit rund
9.800 Teilnahmen wurden erfolgreich durchgeführt. Im
dynamischen Wachstum haben die Führungskräfte und
deren systematische Weiterentwicklung eine besondere
Bedeutung. Zur Vorbereitung ihrer verantwortungsvollen
Aufgaben wurden insb. neue Führungskräfte vor der
Übernahme der Führungsfunktion zu den Themen
Mitarbeiterführung, Gesprächsführung und
Arbeitsrecht im Rahmen von Grundlagenmodulen geschult.
Zur Förderung und Stärkung der
Führungsrolle in komplexen Arbeitssituationen wurden
neue Angebote zur Führungskräfteentwicklung sowie
die Durchführung von
Führungskräftepraxistagen mit allen
Führungskräften umgesetzt. Im Zentrum standen
dabei Erwartung und Rolle der Führungskräfte im
Kontext des Wachstumsprozesses und die Ausgestaltung damit
verbundener Entwicklungen und Veränderungen in den
eigenen Struktureinheiten. Thematisiert wurden dabei auch
die unternehmensweiten Leitplanken für Führung,
Zusammenarbeit und Kommunikation, welche Orientierung
für das Miteinander geben und sowohl die
Neuausrichtung als auch die Strategie- und
Kulturentwicklung der Gruppe unterstützen.
Zukunftsgestaltung steht in engem Zusammenhang mit
dem Erwerb neuer Kenntnisse und Qualifikationen, um den
sich rasch ändernden Anforderungen begegnen zu
können. In der Konzernbetriebsvereinbarung zur
Qualifizierung/Weiterbildung wurden Standards
festgeschrieben und Fördermechanismen für Fort-
und Aufstiegsqualifizierungen geregelt. Die Einführung
der digitalen Lernwelt der Unternehmensgruppe - dem
sogenannten "EnergieCampus"- bietet den Mitarbeitenden die
Möglichkeit, Arbeiten und Lernen orts- und
zeitunabhängig nach Bedarf zu verbinden. Der
Wissensstand kann dabei in individuellem Lerntempo mittels
kurzer Lernformate in digitalen und hybriden
Veranstaltungen systematisch erweitert werden.
Das Nachwuchsförderprogramm "Energieträger"
wird fortgesetzt und stetig an neue Anforderungen
angepasst. Damit wird ein wichtiger Baustein zur internen
Fach- und Führungskräfteentwicklung geleistet.
Zusätzlich trägt das Programm zur Motivation und
-bindung ausgewählter Talente bei.
Systematische Mitarbeiterbefragungen sind als
Grundlage themenbezogener Kulturentwicklung in der
Unternehmensgruppe etabliert. Auf den Ergebnissen der
jüngsten Befragung zu den Schnittstellen zwischen
Abteilungen aufsetzend, wurden sowohl Dialogprozesse
zwischen den Abteilungen zur Verbesserung der erkannten
Schwachstellen initiiert als auch neue Handlungsfelder
identifiziert und Verbesserungen sowie
Change-Maßnahmen für Führungskräfte,
Teams und die Unternehmensgruppe insgesamt abgeleitet.
Mitarbeitergesundheit und -bindung
Mit zielgruppenspezifischen Gesundheitsangeboten
wurden die Gesundheitskompetenz der Mitarbeitenden
gefördert sowie ihre Motivation und
Leistungsfähigkeit gestärkt. Zur Stärkung
der Mitarbeitergesundheit und -bindung wurde ergänzend
zu den langjährig bestehenden Sportangeboten in der
Unternehmensgruppe eine umfassende Kooperation mit Urban
Sports Club für ein Firmenfitnessmodell geschlossen.
Den Mitarbeitenden wird dadurch der Zugriff auf Europas
vielfältigstes Sport- und Wellness-Angebot
ermöglicht.
Durch "meinEAP" (Employee Assistance Program) besteht
für Mitarbeitende und ihre Angehörigen die
Möglichkeit, professionelle Unterstützung sowohl
bei Alltagsthemen als auch bei ernsten beruflichen oder
privaten Krisen in Anspruch zu nehmen.
Im Zuge der baulichen Verschmelzung des
SachsenEnergie Centers und des ehemaligen City Centers
verantwortet der Personalbereich die Neukonzeption und
Einführung des Gastronomiekonzeptes für die
Mitarbeiterverpflegung an vier Standorten in Dresden. Nach
Abschluss der Konzeptphase wurde die Ausschreibung für
die Bewirtschaftung in 2023 begonnen. Der
Bewirtschaftungsbeginn an den Standorten ist für die
zweiten Jahreshälfte 2024 vorgesehen.
Wirtschaftliche Lage
Ertragslage
Absatzentwicklung
Der
Stromabsatz 2023 liegt bei 10.233 GWh (i. Vj. 8.877
GWh) und damit über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg
ist im Absatz an Großkunden und in der
Portfoliooptimierung begründet.
Der Absatz an Kleinkunden (inkl.
Mehr-/Mindermengenabrechnung) liegt im Geschäftsjahr
2023 mit 1.018 GWh (i. Vj. 1.044 GWh) geringfügig
unter dem Vorjahreswert. An Großkunden wurden 3.800
GWh (i. Vj. 3.326 GWh) und an Weiterverteiler 1.395 GWh (i.
Vj. 1.467 GWh) abgesetzt. Die Lieferungen an andere
Stromhändler im Rahmen der Portfoliooptimierung (2.949
GWh) zuzüglich der konzerninternen Stromlieferungen
(1.071 GWh), im Wesentlichen aus Direktvermarktung von
EEG-Einspeisemengen, liegen deutlich über dem
Vorjahresniveau (i. Vj. in Summe 3.040 GWh).
Der
Gasabsatz 2023 beträgt 15.968 GWh (i. Vj.
16.968 GWh). Der Rückgang ist insbesondere in
geringerem Absatz im Rahmen der Portfoliooptimierung
begründet.
Der Absatz an Kleinkunden (inkl.
Mehr-/Mindermengenabrechnung) im Geschäftsjahr 2023 in
Höhe von 2.034 GWh lag leicht unter dem Vorjahreswert
von 2.112 GWh. Bei den Großkunden verringerte sich
der Absatz gegenüber dem Vorjahr leicht auf 2.377 GWh
(i. Vj. 2.615 GWh). An Weiterverteiler wurden 6.277 GWh (i.
Vj. 6.081 GWh) geliefert. Im Rahmen der
Portfoliooptimierung an andere Händler wurden 5.280
GWh (i. Vj. 6.160 GWh) Gas abgesetzt.
Wesentlicher Bestandteil der Portfoliooptimierung ist
der Abgleich des langfristigen Kaufs von Strom und Gas mit
dem tatsächlich eintretenden Bedarf (Im kurzfristigen
Stromhandel [Spotmarkt] werden Stromlieferungen in sowohl
15-Minuten- als auch Stunden-Blöcken gehandelt).
Entwicklung wesentlicher Posten in der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die
Umsatzerlöseliegen mit EUR 3.799,4 Mio. um EUR
1.173,2 Mio. über dem Vorjahr (EUR 2.626,2 Mio.).
Die Erlöse aus Stromlieferungen (Handel und
Erzeugung) stiegen überwiegend preisbedingt um EUR
903,3 Mio. auf EUR 2.284,1 Mio. (i. Vj. EUR 1.380,8 Mio.).
Die Erlöse aus Gaslieferungen erhöhten sich mit
EUR 1.247,0 Mio. (i. Vj. EUR 1.022,5 Mio.) überwiegend
preisbedingt um EUR 224,5 Mio.
Die übrigen Umsatzerlöse betragen EUR 268,3
Mio. (i. Vj. EUR 222,8 Mio.) und resultieren u. a. aus
Pachterlösen aus den von SachsenEnergie AG an die
SachsenNetze HS.HD und die SachsenNetze verpachteten Strom-
und Gasnetzanlagen, aus Dienstleistungsentgelten von
verbundenen Unternehmen und Dritten, aus Datenverarbeitung,
aus Erlösen aus der Auflösung von
Baukostenzuschüssen, weiterverrechneten nationalen
Emissionszertifikaten sowie aus Wärmeerlösen.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR
98,8 Mio. um EUR 26,7 Mio. über dem Vorjahr von EUR
72,1 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus
Erträgen aus der Inanspruchnahme und der
Auflösung von Rückstellungen.
Der
Materialaufwand beläuft sich auf EUR 3.590,5
Mio. (i. Vj. EUR 2.445,3 Mio.). Ausschlaggebend für
den Anstieg sind in erster Linie die preisbedingt
höheren Strom- und Gasbezugsaufwendungen. Im
Geschäftsjahr 2023 haben wir durch den Verkauf von
Futuregeschäften Erträge in zukünftige
Perioden verlagert, was das aktuelle Jahresergebnis zu
deren Gunsten beeinträchtigt (EUR 71,3 Mio.).
Der
Personalaufwand liegt mit EUR 47,1 Mio. über
dem Vorjahreswert (i. Vj. EUR 38,4 Mio.). Die Ursachen
hierfür sind Tarifsteigerungen, eine im Vergleich zum
Vorjahr höhere durchschnittliche Anzahl der
Mitarbeitenden und Rückstellungszuführungen.
Die
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen betragen EUR 62,0 Mio. Aufgrund des
unverändert hohen Investitionsvolumens erhöhen
sie sich um EUR 1,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr (i. Vj.
EUR 60,5 Mio.).
Die Verminderung der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf EUR 105,3
Mio. (i. Vj. EUR 135,6 Mio.) resultiert vor allem aus
Rückstellungszuführungen im Geschäftsjahr
2022 für drohende Verluste aus Strom- und
Gasverkäufen, die im aktuellen Geschäftsjahr 2023
nicht mehr in dem Volumen gebildet werden mussten.
Das
Finanzergebnis (Posten 9 bis 13 der GuV) von EUR
201,2 Mio. (i. Vj. EUR 159,3 Mio.) hat sich im Vergleich
zum Vorjahr um EUR 41,9 Mio. verbessert. Der Anstieg
resultiert aus Erträgen aus Gewinnabführungen von
EUR 202,2 Mio. (i. Vj. EUR 146,7 Mio.), vor allem bedingt
durch um EUR 51,0 Mio. höhere Gewinnabführungen
der DREWAG.
Die
Übernahme der Verluste der SachsenNetze, der
SachsenNetze HS.HD, der SachsenServices, der
SachsenGigaBit, der SachsenIndustriewasser, der RING30 und
der SachsenEnergie Delta GmbH (i. Vj. nur SachsenNetze und
SachsenServices) aufgrund der
Verlustausgleichsverpflichtungen aus den
Gewinnabführungsverträgen wirkt sich 2023 mit EUR
-10,7 Mio. (i. Vj. EUR -7,5 Mio.) negativ auf das
Jahresergebnis aus.
Die
Ertragsteuern haben sich aufgrund des im
Geschäftsjahr 2023 neu abgeschlossenen
Steuerumlagevertrags mit der TWD um EUR 49,0 Mio. auf EUR
51,9 Mio. erhöht.
Das
Ergebnis vor Gewinnabführung an EVD und vor
Einstellung in die Gewinnrücklagen beträgt EUR
232,1 Mio. (i. Vj. EUR 168,7 Mio.).
Finanzlage
Investitionen und Instandhaltung
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen
(inkl. Finanzanlagen) i. H. v. EUR 359,6 Mio. (i. Vj. EUR
175,4 Mio.) getätigt.
Stromnetz
Die SachsenEnergie AG verpachtet für das Medium
Strom sämtliche Netze und Anlagen an SachsenNetze
HS.HD.
Die SachsenEnergie AG investierte nach den Vorgaben
der Pächterin im Jahr 2023 EUR 74,8 Mio. (i. Vj. EUR
45,6 Mio.) in das Netz und die Anlagen zur Stromversorgung.
Hauptschwerpunkte der Investitionstätigkeit
waren die Erweiterung und Erneuerung von 110-kV-Leitungen,
110-kV-Umspannwerken inklusive Beschaffung Transformatoren,
Mittel- und Niederspannungsleitungen, Umspannstationen und
die Errichtung von Kundenanschlüssen.
Im Rahmen des Programms zur Gewährleistung der
technischen Sicherheit von bestehenden 110-kV-Freileitungen
im Sinne des § 49 Energiewirtschaftsgesetzes wurden
diesbezügliche Maßnahmen an ausgewählten
Masten und Leitungsabschnitten, u. a. an den
Leitungsanlagen Lauba-Friedersdorf, Streumen-Zeithain,
Hirschfelde-Schmölln sowie Eschdorf-Oberputzkau,
durchgeführt.
Im Bereich der 110-kV-Umspannwerke lag der
Schwerpunkt in 2023 auf der Fortführung der
Mehrjahresvorhaben, u. a. Umspannwerke Bautzen/Süd und
Neustadt/Sa.
Im östlichen Teil des Versorgungsgebietes, in
den Regionalbereichen Bautzen und Görlitz, erfolgte
vorrangig die kundengetriebene Spannungsumstellung von 10
kV auf 20 kV zur Erhöhung der
Übertragungsfähigkeit der Mittelspannungsnetze.
Gasnetz
Die SachsenEnergie AG verpachtet für das Medium
Gas das Hochdrucknetz und zugehörige Anlagen an
SachsenNetze HS.HD sowie die Mittel- und Niederdrucknetze
und zugehörige Anlagen an SachsenNetze.
Die Investitionen in das Gasnetz betrugen im
Geschäftsjahr 2023 nach den Vorgaben der Pächter
EUR 12,1 Mio. (i. Vj. EUR 12,8 Mio.).
Bei der Erneuerung lag der Fokus auf der
Ablösung von Netzleitungen entsprechend der
festgelegten Nutzungsdauern. Umfangreiche Erneuerungen
wurden an den Hochdruckleitungen Großdubrau-Auritz
sowie Bad Schandau-Krippen vorgenommen. Neben
Maßnahmen am Gasleitungsnetz erfolgten Erneuerungen
von Heizungen und einer Odorieranlage im Bereich der
Hochdruck-Gasanlagen.
Breitbandinfrastruktur
Seit 2015 baut der SachsenEnergie Konzern die
Breitbandinfrastruktur im Netzgebiet stufenweise aus. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr wurden EUR 73,3 Mio. (i.
Vj. EUR 30,2 Mio.) investiert. Im Jahr 2023 begann der
geförderte Breitbandausbau im Landkreis
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und in der Stadt
Riesa. Die laufenden Projekte (u. a. Landkreis
Görlitz, Sebnitz, Landkreis Bautzen, Bannewitz,
Lommatzsch, Ebersbach, Lampertswalde und Diera-Zehren)
werden fortgesetzt. Das Breitband-Vorhaben in Priestewitz
wurde im August 2023 erfolgreich abgeschlossen. Mit der
Strategie, den geförderten Ausbau auch
eigenwirtschaftlich zu ergänzen, wurde Priestewitz
vollständig mit Glasfaser erschlossen. Zur
Investitionssicherung erfolgt parallel die Vorbereitung der
Hausanschlüsse von nicht förderberechtigten
Adressen und der weitere Ausbau der netzdienlichen
Infrastruktur.
Sachanlagen Bereich Kraft & Wärme -
Kraftwerksparte
In Erzeugungsanlagen wurden im Jahr 2023 EUR 1,7 Mio.
(i. Vj. EUR 4,1 Mio.) investiert.
Es wurde mit der Planung einiger Projekte zum Ausbau
erneuerbarer Energien begonnen. Beispiele hierfür sind
die Genehmigungsplanung für den Windpark Neupetershain
mit einer Gesamtleistung von etwa 37 MW und die
Flächenplanung für die Photovoltaikanlage
Jänkendorf mit einer geplanten Leistung von etwa 50
MWp.
Begonnen wurde außerdem mit der Planung der
Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung am Standort
Königswartha.
Übrige Investitionen
Die übrigen Investitionen der SachsenEnergie AG
im Jahr 2023 betrugen EUR 60,5 Mio., darunter EUR 19,2 Mio.
in die Informationsverarbeitung und die IT-Infrastruktur
sowie EUR 39,6 Mio. im Liegenschaftsbereich. Weiterhin
wurden ca. 1,7 Mio. € in Energiedienstleistungen
(E-Mobilität, verpachtete PV-Anlagen,
Straßenbeleuchtung) investiert.
Investitionen in Finanzanlagen
Die Investitionen in
Finanzanlagen betrugen im Jahr 2023 insgesamt EUR
137,0 Mio. Neben der Übernahme des
Gesellschafterdarlehens der DREWAG (EUR 100,0 Mio.) wurde
in Geschäftsanteile, u. a. an der Quittel GmbH (EUR
10,4 Mio.), der SachsenIndustriewasser GmbH (EUR 5,0 Mio.),
der Projektgesellschaft Barlinek in Polen (EUR 3,0 Mio.),
der Ring30 GmbH (EUR 2,0 Mio.) sowie der SachsenEmobil GmbH
(EUR 1,0 Mio.) investiert. Darüber hinaus wurden
Ausleihungen an das verbundene Unternehmen DIGImeto GmbH
& Co. KG (EUR 15,0 Mio.) getätigt.
Die Investitionen des Jahres 2023 waren zum
großen Teil fremdfinanziert.
Kapitalflussrechnung
Die Liquidität der SachsenEnergie AG war im
Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert.
|
Kapitalflussrechnung |
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit |
130.375 |
291.948 |
| Cashflow aus
Investitionstätigkeit |
-299.866 |
-23.668 |
| Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit |
207.574 |
-218.196 |
Der Rückgang des Cashflows aus laufender
Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch im
Vergleich zum Vorjahr gesunkene Verbindlichkeiten und
gestiegene Forderungen verursacht.
Infolge von Liquiditätsabflüssen aus dem
Zugang von Sach- und Finanzanlagevermögen hat sich der
Cashflow aus der Investitionstätigkeit gegenüber
dem Vorjahr verschlechtert.
Aufgrund der Veränderung der Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie von
Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen ist der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit positiv. Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Änderung
des DRS 21 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Aufgrund
der Änderung des DRS 21 durch DRÄS 13 werden nur
Cashpool-Verbindlichkeiten im Finanzmittelfonds
ausgewiesen. Ferner werden Auszahlungen für erhaltene
Zuschüsse nunmehr im Cashflow aus der
Investitionstätigkeit gezeigt. Entsprechend wurde die
Darstellung im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr
angepasst.
Der Finanzmittelfonds betrug am 31. Dezember 2023 EUR
111,5 Mio. (i. Vj. EUR 73,4 Mio.) und setzt sich aus
Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 156,9
Mio. (i. Vj. EUR 73,4 Mio.) saldiert mit
Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 45,4 Mio.
(i. Vj. EUR 0 Mio.) zusammen.
Die Effektivverschuldung und die kurzfristige
Liquidität haben sich in den letzten Jahren wie folgt
entwickelt:
|
|
2023 |
2022 |
2021 |
| Effektivverschuldung
3 |
EUR Mio. |
702 |
541 |
616 |
| Kurzfristige
Liquidität
4 |
% |
118 |
106 |
71 |
3 Effektivverschuldung =
Fremdkapital-Umlaufvermögen
4 Kurzfristige Liquidität =
Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten
Die freien Kreditlinien der SachsenEnergie AG zum 31.
Dezember 2023 bei Banken betrugen EUR 228,0 Mio.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember
2023 auf EUR 2.582,4 Mio. (i. Vj. EUR 2.037,2 Mio.).
Im
Anlagevermögen steht einem Investitionsvolumen
(ohne Finanzanlagen) von EUR 222,6 Mio. eine
Abschreibungssumme von EUR 62,0 Mio. gegenüber. Der
Anstieg der Finanzanlagen um EUR 137,0 Mio. beruht auf
Zugängen bei den Ausleihungen an verbundene
Unternehmen von EUR 115,5 Mio. und Anteilen an verbundenen
Unternehmen von EUR 21,5 Mio. Der Anteil des
Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt
59,5 % (40,0 % ohne Finanzanlagen). Insgesamt ist das
Anlagevermögen um EUR 295,3 Mio. gestiegen.
Der Anstieg des
Umlaufvermögens um EUR 241,9 Mio. auf EUR
1.030,5 Mio. zum 31. Dezember 2023 (i. Vj. EUR 788,6 Mio.)
resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Bestand
an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 161,5
Mio.), an Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR
25,6 Mio.) und an Guthaben bei Kreditinstituten (EUR 83,5
Mio.). Gegenläufig haben sich die sonstigen
Vermögensgegenstände reduziert (EUR 31,2 Mio.).
Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ist verursacht durch gestiegene Forderungen aus Strom- und
Gaslieferungen gegen Großkunden. Der Anstieg der
Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 25,6 Mio.
auf EUR 409,0 Mio. resultiert aus gestiegenen Forderungen
aus Ergebnisabführungen und sonstigen Forderungen aus
Cashmanagement. Der Rückgang der sonstigen
Vermögensgegenstände ist hauptsächlich auf
gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 25,8 Mio.
geringere hinterlegte Sicherheiten für die Teilnahme
am Energiehandel zurückzuführen.
Die Veränderung der Passivseite der Bilanz ist
im Wesentlichen durch die Erhöhung des bilanziellen
Eigenkapitals (EUR 142,2 Mio.), bedingt durch die
Einstellung des anteiligen Jahresüberschusses in die
anderen Gewinnrücklagen, sowie die Erhöhung der
Rückstellungen (EUR 184,2 Mio.) und der
Verbindlichkeiten (EUR 189,2 Mio.) geprägt. Die
Zunahme der sonstigen
Rückstellungen resultiert hauptsächlich
aus höheren Rückstellungen für
Beschaffungskosten für den Strom- und Gasbezug (EUR
210,6 Mio.). Gegenläufig haben die Rückstellungen
für Drohverluste aus Strom- und Gasverkauf abgenommen
(EUR 56,5 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten beruht
hauptsächlich auf höheren Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten infolge von
Darlehensaufnahmen (EUR 253,7 Mio.). Gegenläufig haben
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
aufgrund eines früheren Buchungsschlusses, der
gleichzeitig zu höheren Rückstellungen
geführt hat, abgenommen (EUR 149,1 Mio.).
Das bilanzielle Eigenkapital beträgt EUR 850,3
Mio. Das wirtschaftliche Eigenkapital - unter Zurechnung
anteiliger Sonderposten und Baukostenzuschüsse
gemindert um das Sonderverlustkonto - liegt bei EUR 950,9
Mio.
Die mittel- und langfristigen Rückstellungen und
Verbindlichkeiten haben am Gesamtkapital einen Anteil von
29,4 %, die kurzfristigen Rückstellungen und
Verbindlichkeiten von 33,8 %. Damit decken Eigenkapital
sowie lang- und mittelfristiges Fremdkapital das
Anlagevermögen zu 111 %.
In der nachfolgenden Tabelle ist die Entwicklung von
wesentlichen Bilanzkennzahlen der jüngsten drei Jahre
zusammengefasst:
|
2023 |
2022 |
2021 |
|
% |
% |
% |
| Investitionsdeckung
(ohne Finanzanlagen)
5 |
28 |
53 |
47 |
| Vermögensstruktur
6 |
60 |
61 |
71 |
| Fremdkapitalquote
7 |
67 |
65 |
64 |
| Bilanzielle
Eigenkapitalquote
8 |
33 |
35 |
36 |
5 Investitionsdeckung = Abschreibung
immaterielles Vermögen und
Sachanlagevermögen/Investitionen ins immaterielle
Vermögen und Sachanlagevermögen
6 Vermögensstruktur =
Anlagevermögen/Bilanzsumme
7 Fremdkapitalquote = Fremdkapital/Bilanzsumme
8 Bilanzielle Eigenkapitalquote = bilanzielles
Eigenkapital/Bilanzsumme
Der Vorstand schätzt die wirtschaftliche Lage
der SachsenEnergie AG als stabil ein.
Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG
Die SachsenEnergie AG führt die folgenden
Tätigkeiten im Sinne des § 6b EnWG durch:
| ― |
Elektrizitätsverteilung,
|
| ― |
andere Tätigkeiten
innerhalb des Elektrizitätssektors
|
| ― |
Gasverteilung,
|
| ― |
andere Tätigkeiten
innerhalb des Gassektors,
|
| ― |
andere Tätigkeiten
außerhalb des Elektrizitäts- und
Gassektors.
|
Tätigkeitsabschlüsse werden für die
regulierten Bereiche Elektrizitäts- und
Gasversorgungsnetze erstellt und veröffentlicht.
Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit der
SachsenEnergie AG werden neben finanziellen auch
nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen herangezogen. Beide
spielen für die Unternehmensentwicklung eine wichtige
Rolle.
Am bedeutsamsten für die interne
Unternehmensteuerung ist die Verwendung der
betriebswirtschaftlich ermittelten Kenngröße
"Betriebliches Ergebnis vor Steuern" (EBT). Dieses ist
bereits im Abschnitt "Geschäftstätigkeit 2023 -
Kurzüberblick" dargestellt.
Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erfasst die
SachsenEnergie AG regelmäßig die Absatzmengen
für Strom und Gas sowie die Entwicklung der
Mitarbeiterzahlen. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte
SachsenEnergie 580 Mitarbeitende und 64 Auszubildende sowie
drei Vorstände. Im folgenden Jahr 2024 wird von einem
Aufbau der Mitarbeiterzahlen ausgegangen (679
Mitarbeitende), wobei die Anzahl der Vorstände
konstant bleiben soll. Die Zahl der Auszubildenden wird
sich voraussichtlich geringfügig auf 63 reduzieren.
Erklärung zur Zielgröße für den
Frauenanteil in den Führungsebenen
Mit Inkrafttreten des Gesetzes für die
gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im
öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind
gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG
sowie § 25 Abs. 1 EG-AktG mitbestimmte
Aktiengesellschaften verpflichtet, für den
Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand sowie den ersten
beiden Führungsebenen nach dem Vorstand
Zielgrößen festzulegen.
Für die SachsenEnergie AG wurden zuletzt
folgende Frauenanteile beschlossen, die bis zum 30. Juni
2027 erreicht werden sollen (Beschluss des Aufsichtsrates
vom 21. September 2022; Vorstandsbeschluss vom 21. Dezember
2022):
| ― |
Aufsichtsrat: 30 %
|
| ― |
Vorstand: 30 %
|
| ― |
erste Führungsebene
(Bereichsleiter): 10 %
|
| ― |
zweite Führungsebene
(Abteilungsleiter): 30 %
|
Im Aufsichtsrat war die Zielgröße zum
Jahresende 2023 nicht erfüllt, da nur vier von 20
Mandaten (20 %) im paritätisch mitbestimmten
Aufsichtsrat durch Frauen besetzt waren. Die konkrete
Besetzung der Sitze der Anteilseigner beruht auf internen
Entscheidungen der Hauptaktionäre Landeshauptstadt
Dresden (Stadtrat) und KBO. Hinzuweisen ist darauf, dass im
Stadtrat der Landeshauptstadt die Zahl der männlichen
Stadträte die Zahl der weiblichen Stadträte
deutlich übertrifft, was sich letztlich in der
Zusammensetzung der Stadtratsvertreter in den
städtischen Unternehmen widerspiegelt. Die
Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmerseite wurden im
gesetzlich vorgesehenen Weg auf Initiative der Arbeitnehmer
bzw. Arbeitnehmervertretungen und der vertretenen
Gewerkschaften bestimmt.
Im Vorstandsbereich war die Zielgröße zum
31. Dezember 2023 nicht erreicht. Der Vorstand ist aktuell
mit drei Männern besetzt. Sollte künftig
über eine Neubesetzung eines Vorstandspostens zu
entscheiden sein, muss die beschlossene
Zielgröße im Nachbesetzungsprozess mit bedacht
werden.
In der ersten Führungsebene der SachsenEnergie
AG liegt der Anteil an Frauen zum Abschlussstichtag bei 0
%. Innerhalb der zweiten Führungsebene beträgt
der Frauenanteil 26 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist der
Frauenanteil in der ersten Führungsebene
unverändert (i. Vj. 0 %). In der zweiten
Führungsebene veränderte er sich geringfügig
(i. Vj. 24 %). Aufgrund der geringen Fluktuation in den
ersten beiden Führungsebenen können die
selbstgestellten Zielgrößen erst mittelfristig
erreicht werden.
Prognosebericht
Voraussichtliche Ergebnisentwicklung
Laut im November 2023 bestätigtem
Wirtschaftsplan plant die SachsenEnergie AG für das
Jahr 2024 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 219
Mio. und wird damit wesentlich unter dem Vorjahresniveau
liegen. Einen wesentlichen Teil des Unternehmensergebnisses
machen die Ergebnisübernahmen aus den
Abführungsverträgen (insbesondere DREWAG) aus.
Diese liegen im Plan 2024 geringfügig über dem
Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung der
Ergebnisübernahmen liegt das geplante Ergebnis vor
Steuern im Jahr 2024 wesentlich unter dem
Vorjahresergebnis, begründet insbesondere durch die
hohen Auflösungen von Rückstellungen im
Geschäftsjahr 2023 sowie höhere geplante
Abschreibungen und höheren Personalaufwand im Jahr
2024.
Es wird von folgender voraussichtlicher
Absatzentwicklung für das Jahr 2024 ausgegangen:
| ― |
eine deutliche Zunahme der
Strom- und Gaslieferungen aufgrund von insgesamt
höheren Absätzen bei Großkunden und
in der Portfoliooptimierung: zum Planungszeitpunkt
wurde davon ausgegangen, dass mit der DREWAG
bestehende Kundenverträge auslaufen und
zukünftig alle neuen Verträge mit der
SachsenEnergie AG abgeschlossen werden
|
| ― |
entsprechend dieser
Absatzentwicklung deutlich über dem
Vorjahresniveau liegende Umsatzerlöse und
Beschaffungsaufwendungen.
|
Weiterhin hängt die voraussichtliche
Ergebnisentwicklung der SachsenEnergie AG wesentlich von
den energiewirtschaftlichen und politischen Regelungen und
Rahmenbedingungen ab.
Geplante Investitionen
Der Investitionsrahmen der SachsenEnergie AG
beinhaltet für das Jahr 2024 Vorhaben mit einem
Gesamtvolumen von EUR 383,1 Mio.
Besondere Schwerpunkte der kommenden Jahre sind:
| ― |
Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionen im Netzbereich
|
| ― |
Ausbau von
Breitbandinfrastruktur
|
| ― |
Erweiterung der Infrastruktur
Telekommunikationsnetze
|
| ― |
Investitionen in die
Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung, insb.
für die Errichtung von dezentralen
Wärmepumpen mit unterschiedlichen
Wärmequellen
|
| ― |
Investitionen in erneuerbare
Energien (u. a. in die Projekte Photovoltaikanlage
Jacobsthal und WEA Reinsdorf I) und in energienahe
Dienstleistungen
|
| ― |
Investitionen in die
Informationsverarbeitung (u. a. Umstellung des
Abrechnungssystems und Einführung SAP S/4 HANA
als neues ERP-System)
|
| ― |
Ersatz und Erweiterung der
Liegenschaften (u. a. Sanierung Bestandsgebäude
SachsenEnergie Center)
|
| ― |
Investitionen in
Finanzanlagen.
|
Auswirkungen Russland-Ukraine-Krieg und
Nahost-Konflikt
Die weiteren Auswirkungen des noch immer andauernden
russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind weiterhin
weder geopolitisch noch energiepolitisch und wirtschaftlich
zum gegenwärtigen Zeitpunkt absehbar.
Auch der seit Oktober 2023 eskalierte
israelisch-arabische Konflikt sowie die Befürchtung
vor einer Ausweitung auf Nachbarländer hat zu einer
angespannten und unsicheren geopolitischen Lage
geführt, dessen wirtschaftliche Folgen derzeit noch
nicht vollständig abschätzbar sind.
Somit sind auch eine belastbare Prognose und eine
vollumfängliche Bewertung der Folgen dieser Konflikte
für Unternehmen und Verbraucher nicht möglich.
Die SachsenEnergie AG beobachtet die aktuelle Lage
genau und bewertet sie regelmäßig entlang der
bestehenden Vorsorgepläne neu.
Für das Jahr 2024 geht SachsenEnergie AG zum
gegenwärtigen Zeitpunkt vom Erreichen des geplanten
EBT aus.
Risiko- und Chancenbericht
Risikobericht
Organisation des Risikomanagements
Ziel des Risikomanagements der SachsenEnergie AG ist
die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle
Risiken jeglicher Art. Dazu erfasst der
Risikomanagementprozess die potenziellen Abweichungen von
der geplanten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
für den dargelegten Planungszeitraum. Abweichungen von
dieser Planung werden als Risiken und Chancen erfasst. Der
Betrachtungsschwerpunkt im Risikomanagement liegt auf dem
mittelfristigen Planungszeitraum. Hinzu kommen Risiken und
Chancen über diesen Zeitraum hinaus, wenn sie von
besonderer Bedeutung sind.
Der Risikomanagementprozess umfasst als wesentliche
Bestandteile die Identifikation, Analyse mit Bewertung,
Frühwarnung, Steuerung und Dokumentation mit
Berichterstattung. Zur Umsetzung dieses Prozesses folgt das
Risikomanagement der SachsenEnergie AG sowohl einem
zentralen als auch einem dezentralen Ansatz. Während
das zentrale Risikomanagement insbesondere für
einheitliche Prozesse und Methoden sowie für die
Berichterstattung zuständig ist, werden durch
dezentral angesiedelte Risikobeauftragte fachspezifische
aktuelle Informationen ausgewertet. Das zentrale
Risikomanagement übernimmt in Umsetzung der
Funktionstrennung auch Überwachungsaufgaben für
marktnahe Strukturen im Sinne der MaRisk
9 .
Generelle Festlegungen zum Risikomanagement sind in
allgemeingültigen Richtlinien geregelt. Für
marktnahe Strukturen existiert eine spezifische
Untersetzung der allgemeinen Regelungen. Aktuelle Fragen
und Sachverhalte dieser Strukturen werden jährlich
mehrfach in einem Risikoausschuss behandelt. Dieser ist
interdisziplinär besetzt.
Der vorstehend beschriebene Risikomanagementprozess
ist ein kontinuierlicher Prozess, welcher jährlich mit
einer Risiko- und Chancenbestandsaufnahme beginnt. Die dort
aufgenommenen Sachverhalte bilden die Basis für eine
quartalsweise Berichterstattung. Zu diesen Berichtsterminen
werden die betrachteten Sachverhalte aktualisiert und um
neu hinzugekommene ergänzt. Da Risiken häufig
grundsätzlich abschätzbar, aber dennoch
zufällig sind, werden für diese Fälle
Monte-Carlo-basierte Modelle verwendet, die mithilfe einer
Simulationssoftware umgesetzt werden. Damit sind sowohl
für Risiken als auch für Chancen etablierte
Value-at-Risk-Aussagen möglich. Sind Sachverhalte aus
objektiven Gründen nicht quantifizierbar, werden sie
verbal in die Berichte aufgenommen.
Bei Bedarf erfolgt unabhängig von diesem
Berichtsraster eine zusätzliche aktuelle Beurteilung
von Sachverhalten nach dem beschriebenen
Risikomanagementprozess.
DREWAG, SachsenNetze, SachsenNetze HS.HD und andere
verbundene Unternehmen sind direkt in das
Risikomanagementsystem eingebunden.
9 MaRisk: Mindestanforderungen an das
Risikomanagement
Aktuelles Risikoumfeld
Insgesamt sieht sich die SachsenEnergie AG
gegenwärtig mit einer fortwährend hohen
Volatilität an den Energiemärkten konfrontiert.
Ursächlich hierfür sind die weiterhin unsicheren
globalen Lieferketten bei Erdgas durch mögliche
langandauernde und besonders intensive Kälteperioden,
eine mögliche Einstellung der Erdgasbelieferung durch
Russland an andere europäische Staaten und die damit
einsetzende solidarische Lieferpflicht (bspw.
Österreich), sowie die Störungen der
LNG-Lieferketten im Roten Meer im Kontext des
Nahost-Konfliktes. Hierdurch sind jederzeit starke
Ausschläge der Großhandelspreise und damit der
Beschaffungskosten zur Kundenbelieferung möglich.
Gleichzeitig erzeugt das aktuell wieder gesunkene
Großhandelspreisniveau im Spot-Bereich einen starken
Wettbewerb mit in der Beschaffung kurzfristig agierenden
Wettbewerbern. Diese sind gegenwärtig in der Lage,
besonders günstige Endkundenpreise anzubieten und
damit einen Margendruck zu erzeugen. Bei einem
möglicherweise wieder anziehenden Niveau der
Großhandelspreise ergeben sich hieraus sowohl
Insolvenzrisiken der betreffenden Wettbewerber und damit
eine ansteigende Nachfrage im Bereich der
Grund-/Ersatzversorgung als auch potenzielle
Insolvenzrisiken der Endkunden durch die
volkswirtschaftliche Belastung bei steigenden
Energiepreisen.
Zentral für das zukünftige erfolgreiche
Agieren der SachsenEnergie AG ist die Verteidigung der
Stellung als kommunaler Infrastrukturanbieter in der Region
Dresden und Ostsachsen. Hierfür ist eine Erzeugung
erneuerbarer Energien, eine Ertüchtigung der Netze
aller Medien sowie eine weitere Digitalisierung (insb. auch
durch den Ausbau der Glasfasernetze) notwendig. Weiterhin
ist die SachsenEnergie AG auf einen stabilen politischen
Rahmen zur Umsetzung der Dekarbonisierungsziele aller
Infrastrukturbereiche angewiesen.
Die sich aus diesen übergeordneten Themenfeldern
ergebenden Risiken sind im Folgenden nach absteigender
Bedeutung für das Unternehmen sortiert und können
unter Umständen erhebliche Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SachsenEnergie
AG haben.
Preis- und Marktrisiken
Die SachsenEnergie AG deckt den Bedarf ihrer Kunden
sowohl durch eigene Energieerzeugung als auch über
Zukäufe am Markt ab. Potenzielle Abweichungen vom
geplanten Mengenabsatz durch konjunkturelle Einflüsse,
Wettbewerb und Wettereinflüsse führen in
Verbindung mit schwankenden Marktpreisen zu Risiken in den
Bereichen Energiehandel und Energieerzeugung. Hier sind
durch die angespannte wirtschaftliche und geopolitische
Situation hohe Schwankungen zu erwarten.
Der Mengenabsatz im Industriekundensegment ist von
der zukünftigen konjunkturellen Entwicklung
abhängig. Weicht der Konjunkturverlauf negativ von den
in der Planung zugrunde gelegten Prämissen ab, besteht
für nicht abgesetzte Mengen ein
Wiedervermarktungsrisiko aufgrund ungünstigerer
Preiskonstellationen am Markt sowie das Risiko reduzierter
Vertriebsmargen.
Die Verschärfung des Wettbewerbs birgt das
Risiko von Kundenverlusten. Die dadurch nicht abgesetzten
Mengen unterliegen wie im Falle des Konjunkturrisikos einem
Wiedervermarktungsrisiko sowie dem Risiko reduzierter
Vertriebsmargen. Durch eine stärker strukturierte
Produktentwicklung und eine Optimierung der internen
Kostenstruktur steuert die SachsenEnergie AG diesem Risiko
entgegen.
Sparten- und teilportfoliospezifisch können
sowohl nicht als auch zusätzlich abgesetzte Mengen
durch Abweichung des sich einstellenden Wetters
gegenüber dem langjährigen Mittel entstehen.
Hierdurch anfallende Differenzmengen werden kurzfristig an
Spotmärkten gekauft oder verkauft. Durch den
Unterschied zwischen den realisierten Preisen bei der
Eindeckung der von Kunden benötigten Menge und den
Preisen am Spotmarkt entstehen Risiken. Diese werden
teilweise über Risikozuschläge abgedeckt.
Zur Risikobegrenzung wurden zahlreiche
Maßnahmen getroffen. Der auf die Stromerzeugung
entfallende Brennstoffbezugsanteil wird für das
jeweils laufende Geschäftsjahr größtenteils
abgesichert und die wärmegeführte Stromerzeugung
wird weitgehend verkauft. Das Koppelprodukt Fernwärme
verfügt über eine Preisgleitung, welche die der
Wärmeerzeugung zuzurechnenden Gaspreisänderungen
größtenteils abdeckt.
Strom und Erdgas beschafft die SachsenEnergie AG
zeitlich und strukturell differenziert. Zur Abdeckung
individuell abgeschlossener Verträge
größerer Kunden erfolgt die Beschaffung zwecks
Risikobegrenzung unmittelbar nach Vertragsschluss (back to
back). Die Kontrolle der Energiehandelsgeschäfte ist
zur Wahrung einer strikten Funktionstrennung in einer vom
Handelsbereich unabhängigen Struktur angesiedelt. Dort
wird für den Strom- und den Gashandel eine
regelmäßige Überwachung und Bewertung der
offenen Positionen in Verbindung mit vorgegebenen
Risikolimiten vorgenommen. Limite gelten sowohl je
Handelspartner als auch je Produktportfolio. Die
entsprechenden Vorgaben sind in Risikohandbüchern
festgelegt und unterliegen einer jährlichen
Überprüfung. Für neue
Energiehandelsgeschäfte und Vertriebsprodukte
existiert ein Produktfreigabeprozess mit Beteiligung des
Risikomanagements.
Kreditrisiken
Kreditrisiken entstehen durch den Ausfall von
Kontrahenten und damit verbundener Nichterfüllung
vertraglicher Vereinbarungen. Die SachsenEnergie AG hat
insbesondere für Ausfälle von Handelspartnern in
der Energiebeschaffung und für Ausfälle von
Kunden im Vertrieb risikobegrenzende Maßnahmen
festgelegt.
Bei Ausfall eines Handelspartners in der
Energiebeschaffung besteht neben Forderungsausfall auch das
Risiko eines finanziell ungünstigeren
Ersatzgeschäftes. Daher unterliegen die Handelspartner
einem Ratingprozess, der mit Handelsfreigaben verbunden
ist. Vertragsgrundlage sind EFET
10- oder Rahmenverträge mit Vereinbarungen
zur Lieferung von Sicherheitsleistungen bei
Bonitätsverschlechterungen. Bonität und
Positionen von Handelspartnern werden vom zentralen
Risikomanagement überwacht.
Kunden des Vertriebes unterliegen ebenfalls einem
Ratingprozess mit darauf aufbauenden Festlegungen zur
Zahlungsausfallprävention, z. B. durch Erbringen von
Sicherheitsleistungen oder dem Abschluss einer
Warenkreditversicherung. Ferner existieren Regelungen zum
Forderungsmanagement, welche mit einem permanenten
Überwachungsprozess verbunden sind.
Die SachsenEnergie AG arbeitet kontinuierlich an der
Verbesserung dieser Prozesse, da diesem Thema eine hohe
Bedeutung beigemessen wird.
10 EFET: European Federation of Energy Traders
Finanzrisiken
Die SachsenEnergie AG ist durch Zinsschwankungen
Finanzrisiken ausgesetzt.
Zinszahlungen für Neuaufnahme von Fremdkapital
können durch Schwankungen des Marktes über den
geplanten Aufwendungen liegen. Die Planwerte leiten sich
aus den bestehenden und neu aufzunehmenden
Finanzverbindlichkeiten anhand von geplanten
Zinssätzen ab. Die eigentliche Finanzierung erfolgt zu
gegebener Zeit zum dann vorherrschenden Zinsniveau. Da
dieses nicht dem geplanten Zinsniveau entsprechen muss,
besteht ein Zinsänderungsrisiko. Zur Risikobegrenzung
beobachtet die SachsenEnergie AG permanent das Zinsumfeld
und prüft den Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten.
Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken bestehen in erster Linie
durch unvorhergesehenen Finanzbedarf (z. B. ungeplante
Ersatzinvestitionen, erhöhte Margin-/Clearingzahlungen
aus Energiehandel o. ä.) oder durch Marktversagen.
Diesen Risiken wird durch eine regelmäßig
aktualisierte Liquiditätsplanung begegnet. Im Ergebnis
werden durch die SachsenEnergie AG Kreditlinien über
den geplanten Bedarf hinaus bei verschiedensten
Kreditinstituten vorgehalten. Darüber hinaus ist im
TWD-Konzern ein Cash-Management implementiert, das es
erlaubt, auf zusätzliche Finanzierungsquellen
zurückzugreifen. Im Falle der
außerplanmäßigen Nutzung der Kreditlinien
käme es zu zusätzlichen Zinsaufwendungen.
Risiken aus globalen Krisen und Pandemien
Neben dem aktuellen Russland-Ukraine-Krieg sowie dem
Nahost-Konflikt können weitere lokale und globale
Krisen, verursacht z. B. durch Epidemien, Anschläge,
Kriege oder Naturkatastrophen, den Geschäftsablauf
erheblich beeinflussen. Für existenzielle Kernprozesse
sind Notfallpläne im Handbuch Notfallmanagement
(Anlage 2) hinterlegt. Diese legen auch Kernpersonal
für Kernprozesse zur Aufrechterhaltung eines
Minimalbetriebes der Versorgung fest. Sämtliche
Regelungen werden durch das konzernweite Krisenmanagement
koordiniert.
Die SachsenEnergie AG beobachtet permanent die
Entwicklung an den Beschaffungsmärkten sowie den
Absatzverlauf und aktualisiert auf Basis dieser
Informationen und unter Hinzunahme der Aussagen von
Wirtschaftsinstituten fortlaufend die Prognosen für
die Strom-, Gas und CO
2-Bewirtschaftung. Dies trägt zur Reduktion
von Risiken bei.
In Krisensituationen erfolgen beispielsweise
kurzfristig einberufene Besprechungen des Krisenstabs zur
Beurteilung der aktuellen Lage mit Prüfung und
Beschluss von risikominimierenden Maßnahmen unter
Teilnahme von Geschäftsleitung, Risikomanagement und
Fachabteilungen.
Politische, rechtliche und regulatorische Risiken
Das Geschäft der Versorgungsunternehmen ist und
wird auch künftig maßgeblich durch die
politischen Rahmenbedingungen bestimmt. Für die
SachsenEnergie AG und die zugehörigen verbundenen
Unternehmen sind besonders die politischen Vorgaben zur
Umsetzung der Energiewende und zum Erreichen der
Klimaziele, Maßnahmen zur Sicherung der
Energieversorgung bei privaten Haushalten und Industrie
sowie die Rolle der KWK und der Verteilnetze im
zukünftigen Energiekonzept von Bedeutung. Mit den
politischen Vorgaben wird die Rentabilität und
Risikobehaftung von Geschäftsaktivitäten
beeinflusst. Diese Vorgaben haben erheblichen Einfluss auf
die zukünftige Marktposition der SachsenEnergie AG.
Ändert der Gesetzgeber die Vergütungen
für Erneuerbare Energien-Anlagen, können
Investitionen der SachsenEnergie AG in Windenergie-,
Biogas- oder Photovoltaikanlagen betroffen sein.
Regulatorische Risiken können die SachsenEnergie
AG insbesondere über ihre verbundenen Unternehmen
SachsenNetze und SachsenNetze HS.HD treffen. Die
Festlegungen der Regulierungsbehörden können
gegebenenfalls zu einer Veränderung der
Einnahmensituation gegenüber der Planung führen.
Die Bundesnetzagentur hat die ihr zugesprochene
weitreichende Gestaltungsfreiheit bei der Methodenwahl zur
Festlegung der Eigenkapitalverzinsung in Verbindung mit dem
geringen Marktzinsniveau genutzt und die
Eigenkapitalverzinsung für die vierte
Regulierungsperiode festgelegt. Die weitere Absenkung des
Verzinsungsanspruchs mit negativen Auswirkungen auf die
Investitions- und Finanzkraft der Branche wurde in der
aktuellen Planung berücksichtigt. Allerdings sind das
Ausgangsniveau und der Effizienzwert der vierten
Regulierungsperiode jeweils für Gas und Strom noch
nicht beschieden. Des Weiteren bestehen laufende Verfahren
zu einer Erhöhung der anerkannten Verzinsung und einer
verkürzten Abschreibungsdauer insbesondere im Bereich
Gas für die vierte Regulierungsperiode.
Beteiligungs- und Investitionsrisiken
Risikokomponenten von Beteiligungsrisiken sind der
Wertverlust, der Ausfall ausgereichter Kredite und der
Ausfall oder die Reduzierung eingeplanter
Ausschüttungen oder im Einzelfall die Inanspruchnahme
gewährter Haftungsgarantien.
Durch die Ergebnisabführungsverträge wie
beispielsweise mit DREWAG, SachsenNetze und SachsenNetze
HS.HD kann das Ergebnis der SachsenEnergie AG
zusätzlich belastet werden. Durch die Einbindung in
den Risikomanagementprozess der SachsenEnergie AG ist ein
umfassendes Management der Risiken gewährleistet.
Die SachsenEnergie AG unterliegt auch mit ihren
weiteren Beteiligungen wie bspw. SachsenGigaBit,
SachsenEnergieBau, SachsenServices, Windgesellschaften oder
Biogasanlagen dem Risiko eines schwankenden Jahresertrages.
Das Risiko bewegt sich aufgrund der Größe der
Beteiligungen auf einem überschaubaren Niveau.
Jahresergebnis und Beteiligungsansatz sind mit Unsicherheit
belastet.
Operative Risiken
Operative Risiken entstehen aus der Komplexität
der Prozesse in Energieversorgungsunternehmen sowie aus
fehlenden Kontrollen an wichtigen Punkten der
Prozessketten. Die SachsenEnergie AG wirkt diesem Risiko
durch zahlreiche implementierte Kontrollen entgegen.
Die Abwehr von Cyber-Angriffen hat an Bedeutung
gewonnen. Eine stärkere Betonung eines ganzheitlichen
Ansatzes im Sinne technischer und organisatorischer
Maßnahmen wirkt diesem Risiko entgegen.
Aufgrund aktueller demographischer
Entwicklungstendenzen wird dem Risiko fehlenden
(Fach-)Personales eine hohe Bedeutung, insbesondere im
Kontext des angestrebten Wachstums der SachsenEnergie AG,
beigemessen. Zur Minderung dieses Risikos wurden zahlreiche
interne und externe Maßnahmen ergriffen.
Im Rahmen der Investitionen sind zahlreiche
Bauprojekte geplant. Aufgrund von unvorhersehbaren internen
und externen Ressourcenverknappungen im Bauablauf kann es
zu Verzögerungen und damit verbundenen
Kostensteigerungen kommen.
Sonstige Risiken
Insbesondere die verbundenen Unternehmen SachsenNetze
und SachsenNetze HS.HD sind Risiken aus
Umwelteinflüssen ausgeliefert. Unter
Umwelteinflüssen werden wetterbedingte
Extremsituationen wie Hochwasser, Sturm, Orkan, Gewitter
oder Eislasten verstanden, welche mit ihren Auswirkungen
hohe Schäden an technischen Anlagen und
flächendeckende Versorgungsausfälle verursachen
können. Bei der Beseitigung der dadurch entstehenden
Schäden ist mit hohen Aufwendungen zu rechnen. Zum
Hochwasserschutz sind von der SachsenEnergie AG zahlreiche
Maßnahmen zur Schadensbegrenzung umgesetzt worden.
Risiken aufgrund technischer Schäden betreffen
hauptsächlich die Netzeund Erzeugungsanlagen. Zur
Begrenzung der Schäden sind vertragliche, technische
und organisatorische Maßnahmen umgesetzt.
Chancenbericht
Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden auch
Chancen als potenzielle Ertrags- oder
Vermögensverbesserungen gegenüber den Planwerten
erfasst und bewertet. Chancen bestehen überwiegend bei
Absatz und Beschaffung von Strom und Gas sowie in einer
reduzierten Inanspruchnahme von bilanzierten
Risikovorsorgen.
Kommt es durch neue Entscheidungen des Gesetzgebers
oder der Regulierungsbehörden zu einer Verbesserung
des rechtlichen und regulatorischen Rahmens im Vergleich
zur Planung, wirkt sie sich positiv auf das Ergebnis aus.
Weitere Chancen bestehen in Verbindung mit der
Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts
im weiteren Ausbau der Fernwärme, bei der Entwicklung
neuer marktkonformer Energiedienstleistungen, in der
Gebäudeklimatisierung, im Contracting, bei Mess- und
Abrechnungsdienstleistungen sowie bei der Fortführung
von Investitionen und Eigenprojektentwicklungen in
erneuerbare Energien und Komplementärtechnologien. Der
Ausbau von Produkten auf Basis smarter Technologien und die
Sicherung der Stromnetzstabilität erfordern die
intensive Beteiligung der Verteilnetzbetreiber. Als Partner
verschiedener Kommunen erschließt die SachsenEnergie
AG zahlreiche Ortschaften Ostsachsens mit Glasfaser.
Mit einer kontinuierlichen Prüfung neuer
Geschäftsansätze und deren Umsetzung, der
Wahrnehmung von sich ergebenden Chancen in
Veränderungsprozessen und der permanenten Verbesserung
von Arbeitsabläufen sichert die SachsenEnergie AG ihre
Wettbewerbsposition. Die transparenten und
serviceorientierten Geschäftsmodelle werden durch eine
hohe Kundenzufriedenheit bestätigt.
Chancen ergeben sich aus der erlangten Resilienz
gegenüber Energiemarktkrisen, die durch eine Anpassung
der Kundenverträge insbesondere im
Großkundenbereich sowie die Berücksichtigung der
finanziellen Risiken aus der Volatilität in den
Kundenverträgen erlangt werden konnte. Weiterhin wird
die SachsenEnergie AG sowohl politisch als auch durch die
Kunden als stabiler und verlässlicher Energieversorger
auch in Krisenzeiten wahrgenommen.
Beginnend im Jahr 2024 stellt sich die SachsenEnergie
AG mit der neuen Tochtergesellschaft SachsenEnergie
Vertriebs GmbH neben dem angestammten Marktgebiet in
Dresden und Ostsachsen zusätzlich auch als Versorger
für den gesamten sächsischen Raum auf und kann
damit aus der gewachsenen Rolle als zuverlässiger und
stabiler Versorger auch in den volatileren Marktphasen
Chancen im Vertrieb heben.
Das mehrfach ausgezeichnete Niveau der
Ausbildungsleistungen der SachenEnergie AG wird sich in der
Qualität und Leistungsfähigkeit des
nachwachsenden Mitarbeiterstamms ausdrücken.
Gesamtaussage
Auch künftig muss die Energiebranche mit
tiefgreifenden Veränderungen, instabilen
Rahmenbedingungen und volatilen Energiemärkten
rechnen. Die Geschäftstätigkeit der
SachsenEnergie AG ist demzufolge mit Risiken behaftet.
Vorteilhaft ist die thematisch breite Aufstellung
sowie die diversifizierte Kundenstruktur der SachsenEnergie
AG. Dies wird durch die Eingliederung der DREWAG
verstärkt. Die umgesetzten Maßnahmen zur
Risikobegrenzung sichern ein vielfältig
zusammengesetztes Chancen- und Risikoprofil.
Obwohl die SachsenEnergie AG eine klare Ausrichtung
hat, kann sie, wie weite Teile der gesamten
Volkswirtschaft, die Folgen globaler Krisen, die Umsetzung
der klimapolitischen Ziele, die allgemeine
Ressourcenverknappung und damit die weitere Entwicklung
für den SachsenEnergie Konzern nur unzureichend in
Gänze absehen. Die Prognose für das
Geschäftsjahr 2024 ist deshalb weiterhin mit
Unsicherheiten verbunden.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zur Absicherung von Preisrisiken im Strom- und
Gasvertrieb und der Strom- und Gasbeschaffung werden durch
die SachsenEnergie AG Commodity-Termingeschäfte
eingesetzt. Grundlage für die Erfassung und Bewertung
der Commodity-Positionen sowie zur Messung und
Überwachung von Commodity-Risiken sind interne
Regelungssysteme und Risikohandbücher, die
regelmäßig im Rahmen des internen
Kontrollsystems auf Aktualität geprüft und
gegebenenfalls überarbeitet werden. Die
Commodity-Positionen werden in einem geeigneten EDV-System
erfasst und mit aktuellen Marktparametern bewertet. Dabei
stehen sowohl Einzelgeschäfte als auch
Kundengruppenportfolios im Fokus.
Dresden, den 6. Mai 2024
Der
Vorstand
Dr.
Frank Brinkmann
Dr.
Axel Cunow
Lars
Seiffert
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen |
|
|
|
|
| Rechten
und Werten |
14.808.738,47 |
|
11.495 |
|
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
15.109.727,97 |
29.918.466,44 |
7.319 |
18.814 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
102.936.141,94 |
|
84.601 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
703.940.923,81 |
|
668.184 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
| ausstattung |
28.465.549,64 |
|
23.801 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
167.891.876,22 |
1.003.234.491,61 |
79.406 |
855.992 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
306.438.730,65 |
|
284.890 |
|
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
196.990.000,00 |
|
81.540 |
|
| 3.
Beteiligungen |
629.253,34 |
504.057.983,99 |
629 |
367.059 |
|
|
1.537.210.942,04 |
|
1.241.865 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Unfertige Leistungen |
7.778.400,60 |
|
5.671 |
|
| 2.
Waren |
88.849,82 |
|
80 |
|
| 3.
Emissionsrechte |
18.337.170,00 |
|
17.853 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
15.175,38 |
26.219.595,80 |
0 |
23.604 |
| II.
Forderungen und sonstige Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
405.138.870,23 |
|
243.653 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene |
|
|
|
|
| Unternehmen |
409.041.498,74 |
|
383.440 |
|
| 3.
Forderungen gegen Unternehmen, mit |
|
|
|
|
| denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
1.312,12 |
|
46 |
|
| 4.
Sonstige Vermögensgegenstände |
33.243.537,16 |
847.425.218,25 |
64.407 |
691.546 |
| III.
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
156.901.381,45 |
|
73.410 |
|
|
1.030.546.195,50 |
|
788.560 |
| C.
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung |
|
1.897.815,51 |
|
1.905 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
12.715.263,93 |
|
4.918 |
|
|
2.582.370.216,98 |
|
2.037.248 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
|
210.978.927,50 |
|
210.979 |
| II.
Kapitalrücklage |
|
208.128.853,56 |
|
208.129 |
| III.
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
| 1.
Gesetzliche Rücklage gemäß |
|
|
|
|
| §
27 Abs. 2 DMBilG |
88.464.962,50 |
|
88.465 |
|
| 2.
Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4
DMBilG |
1.897.815,51 |
|
1.905 |
|
| 3.
Andere Gewinnrücklagen |
340.808.063,43 |
431.170.841,44 |
198.566 |
288.936 |
| IV.
Bilanzgewinn |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
850.278.622,50 |
|
708.044 |
| B.
Sonderposten für Investitionszuwendungen |
|
|
|
|
| zum
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| Investitionszuschüsse |
|
73.711.556,52 |
|
44.413 |
| C.
Baukostenzuschüsse |
|
72.770.671,42 |
|
71.308 |
| D.
Rückstellungen |
|
|
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und |
|
|
|
|
| ähnliche
Verpflichtungen |
|
15.207.358,67 |
|
15.308 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
|
7.084.156,80 |
|
3.227 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
|
366.492.403,14 |
|
186.097 |
|
|
388.783.918,61 |
|
204.632 |
| E.
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
705.372.673,08 |
|
451.631 |
| 2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
|
25.387.080,74 |
|
9.354 |
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
10.666.549,04 |
|
159.719 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
|
|
| Unternehmen |
|
333.462.970,01 |
|
299.558 |
| 5.
Sonstige Verbindlichkeiten |
|
121.936.175,06 |
|
87.376 |
| -
davon aus Steuern |
|
|
|
|
| EUR
8.497.267,19 (i. Vj. TEUR 1.476) - |
|
|
|
|
|
|
1.196.825.447,93 |
|
1.007.638 |
| F.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
0,00 |
|
1.213 |
|
|
2.582.370.216,98 |
|
2.037.248 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
3.908.123.065,25 |
|
2.726.317 |
|
| abzüglich |
|
|
|
|
| Stromsteuer |
86.683.700,00 |
|
78.605 |
|
| Energiesteuer |
22.023.200,00 |
|
21.529 |
|
|
|
3.799.416.165,25 |
|
2.626.183 |
| 2.
Erhöhung des Bestands |
|
|
|
|
| an
unfertigen Leistungen |
|
2.107.661,40 |
|
3.968 |
| 3.
Andere aktivierte Eigenleistungen |
|
2.202.468,03 |
|
1.227 |
| 4.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
98.781.849,46 |
|
72.092 |
| 5.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe |
3.148.663.982,74 |
|
2.109.598 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
441.801.468,45 |
3.590.465.451,19 |
335.736 |
2.445.334 |
| 6.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
39.486.281,36 |
|
31.084 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und für Unterstützung |
7.606.575,32 |
47.092.856,68 |
7.345 |
38.429 |
| -
davon für Altersversorgung |
|
|
|
|
| EUR
884.212,36 (i. Vj. TEUR 1.889) - |
|
|
|
|
| 7.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände
des Anlagevermögens und |
|
|
|
|
| Sachanlagen |
|
62.009.140,75 |
|
60.482 |
| 8.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
105.294.312,50 |
|
135.621 |
| 9.
Erträge aus Beteiligungen |
|
38.500,00 |
|
62 |
| 10.
Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen |
|
202.233.330,92 |
|
146.671 |
| 11.
Erträge aus anderen Wertpapieren und |
|
|
|
|
| Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
|
2.613.621,19 |
|
15.477 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
2.590.386,68 (i. Vj. TEUR 226) - |
|
|
|
|
| 12.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
16.054.513,46 |
|
1.096 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
9.686.084,98 (i. Vj. TEUR 292) - |
|
|
|
|
| 13.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
19.740.926,44 |
|
3.998 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
8.652.434,90 (i. Vj. TEUR 498) - |
|
|
|
|
| -
davon aus der Aufzinsung |
|
|
|
|
| EUR
390.522,56 (i. Vj. TEUR 605) - |
|
|
|
|
| 14.
Aufwendungen aus Verlustübernahme |
|
10.695.358,01 |
|
7.531 |
| 15.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
51.942.003,22 |
|
2.969 |
| 16.
Ergebnis nach Steuern |
|
236.208.060,92 |
|
172.412 |
| 17.
Sonstige Steuern |
|
4.106.625,30 |
|
3.706 |
| 18.
Aufwendungen aus Gewinnabführung |
|
89.866.731,46 |
|
89.867 |
| 19.
Jahresüberschuss |
|
142.234.704,16 |
|
78.839 |
| 20.
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen |
|
142.234.704,16 |
|
78.839 |
| 21.
Bilanzgewinn |
|
0,00 |
|
0 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die SachsenEnergie AG (kurz: "SachsenEnergie"), mit
Sitz in Dresden, ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Dresden unter der Nummer HRB 965 eingetragen.
Der Jahresabschluss der SachsenEnergie wurde nach den
Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie den
einschlägigen ergänzenden Vorschriften des AktG,
des DMBilG und des EnWG aufgestellt. Es gelten die
Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.
Mit der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH (kurz:
"DREWAG"), Dresden, wurde am 3. Mai 2021 mit Wirkung zum 1.
Januar 2021 ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Mit der DREWAG
besteht ein körperschaft-, gewerbe- und
umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis.
Mit der SachsenNetze GmbH (kurz: "SachsenNetze"),
Dresden, sowie der SachsenNetze HS.HD GmbH (kurz:
"SachsenNetze HS.HD"), Dresden, wurden am 15. Juli 2021
Gewinnabführungsverträge rückwirkend zum 1.
Januar 2021 abgeschlossen. Zwischen SachsenEnergie und
beiden Gesellschaften besteht ein körperschaft- und
gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis.
Mit der SachsenGigaBit GmbH (kurz: "GigaBit"),
Dresden, sowie der SachsenServices GmbH (kurz:
"SachsenServices"), Dresden, wurden am 2. Dezember 2021
Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge
rückwirkend zum 1. Januar 2021 abgeschlossen.
Mit der SachsenEnergieBau GmbH (kurz: "EnergieBau"),
Dresden, wurde am 18. Dezember 2021 Beherrschungs- und
Gewinnabführungsverträge rückwirkend zum 1.
Januar 2021 abgeschlossen.
Die SachsenEnergie hat am 23./24. Mai 2023 mit der
RING30 GmbH (kurz: "RING30") und der SachsenIndustriewasser
GmbH (kurz: "SIW"), Dresden; einen Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar
2023 abgeschlossen.
Die SachsenEnergie hat am 25. September 2023 mit der
SachsenEnergie Delta GmbH (kurz: "Delta") und der
SachsenEnergie Versorgung GmbH, Dresden, (kurz: "SEVG")
(ehemals SachsenEnergie Vertriebs GmbH und davor:
systematics NETWORK SERVICES GmbH, Dresden) einen
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
rückwirkend zum 1. Januar 2023 abgeschlossen.
Zwischen SachsenEnergie und GigaBit, EnergieBau, SIW,
RING30, Delta sowie SEVG besteht ein körperschaft- und
gewerbesteuerliches sowie umsatzsteuerliches
Organschaftsverhältnis.
Zudem wurde mit dem Gesellschafter EnergieVerbund
Dresden GmbH (kurz: "EVD"), Dresden, am 4. Mai 2021 ein
Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar
2021 abgeschlossen. Zwischen EVD und SachsenEnergie besteht
ein körperschaft- und gewerbesteuerliches
Organschaftsverhältnis.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungsansätze und Bewertungsmethoden
sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen
unverändert beibehalten worden.
Die Bewertung der vor dem 1. Juli 1990 angeschafften
Vermögensgegenstände erfolgte mit den aus der
DM-Eröffnungsbilanz fortgeführten Werten, die
nach § 7 Abs. 1 DMBilG als Anschaffungs- und
Herstellungskosten gelten, soweit nicht Berichtigungen nach
§ 36 DMBilG erforderlich waren.
Erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert
und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das
Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt.
In die Herstellungskosten der selbst erstellten
Anlagegegenstände sind neben den direkt zurechenbaren
Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen
folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, die sich
an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren,
zugrunde:
| ― |
Immaterielle
Vermögensgegenstände: 3 - 35 Jahre
|
| ― |
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 10 - 50
Jahre
|
| ― |
Technische Anlagen und
Maschinen: 10 - 30 Jahre
|
| ― |
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung: 5 - 15 Jahre.
|
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen
werden - soweit steuerlich zulässig - für die aus
der DM-Eröffnungsbilanz noch vorhandenen Sachanlagen
nach der degressiven Methode berechnet. Auf die lineare
Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese
zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die
Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2008 werden linear
abgeschrieben. Die Abschreibungen werden für den Monat
der Anschaffung bzw. der Herstellung und die nachfolgenden
Monate des Wirtschaftsjahres zum Abzug gebracht.
Geringwertige Anlagengüter bis zu einem
Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll
abgeschrieben, die Abgangsbuchung erfolgt mit der
Verschrottung, dem Verkauf oder dem sonstigen Ausscheiden
aus dem Anlagevermögen.
Die
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden
außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen,
der den Finanzanlagen am Abschlussstichtag beizulegen ist.
Die
Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
bilanziert.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (6%; i. Vj. 4 %)
berücksichtigt.
Der Energieverbrauch von Kleinkunden wird im
rollierenden Abrechnungsverfahren ermittelt. Für die
Ermittlung zum Bilanzstichtag erfolgt deshalb eine
kundenindividuelle Schätzung.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert
bewertet.
Unter den
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor
dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit die Aufwendungen
für einen nachfolgenden Zeitraum bestimmt sind.
Das
Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen sowie sonstige
Personalrückstellungen sind durch
versicherungsmathematische Gutachten mittels der
Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method),
gemäß IDW RS HFA 3 bzw. der Barwertmethode
ermittelt worden. Als Rechnungsgrundlage wurden die
Richttafeln "2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.
Die
übrigen Rückstellungen sind in Höhe
des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für den
notwendigen Rückbau von Anlagen sind in den Vorjahren
Rückstellungen (TEUR 3.202) nach § 249 Abs. 2 HGB
a. F. gebildet worden. Diese werden unter Bezugnahme auf
das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB
fortgeführt. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.
Die
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Unter den
passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen
vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit die
Erträge für einen nachfolgenden Zeitraum bestimmt
sind.
C. Angaben zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage
beigefügt.
1.1 Angaben zum Anteilsbesitz
An nachstehenden Unternehmen besitzt die
SachsenEnergie unmittelbar Anteile:
| Firma, Sitz |
Kapital-
anteil der
SachsenEnergie |
Eigenkapital der
Gesellschaft zum 31.12.2023 |
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
(-) 2023 |
|
% |
TEUR |
TEUR |
| DREWAG - Stadtwerke
Dresden GmbH, Dresden |
100,00 |
411.307 |
0
1 |
| SachsenNetze HS.HD GmbH,
Dresden |
100,00 |
23.937 |
0
1 |
| SachsenIndustriewasser
GmbH, Dresden |
100,00 |
5.004 |
0
1 |
| RING30 GmbH,
Dresden |
100,00 |
2.024 |
0
1 |
SachsenEnergie Vertriebs
GmbH, Dresden
(ehemals systematics NETWORK SERVICES GmbH,
Dresden) |
100,00 |
1.224 |
0
1 |
| SachsenEnergieBau GmbH,
Dresden |
100,00 |
1.024 |
0
1 |
| SachsenEmobil GmbH &
Co. KG, Dresden |
100,00 |
996 |
-4 |
| PV Barlinek sp. z o.o.,
Komorniki |
100,00 |
-148 |
-146 |
| Quittel GmbH,
Weinböhla |
100,00 |
68 |
39 |
| SachsenEnergie Delta
GmbH, Dresden |
100,00 |
25 |
0
1 |
| SachsenEnergie Epsilon
GmbH, Dresden |
100,00 |
25 |
-1 |
| SachsenEnergie Zeta
GmbH, Dresden |
100,00 |
25 |
-1 |
| SachsenEmobil
Verwaltungs GmbH, Dresden |
100,00 |
24 |
1 |
| SachsenGigaBit GmbH,
Dresden |
50,00 |
32.280 |
0
1 |
| Windpark Streumen GmbH,
Dresden |
50,00 |
10.053 |
499 |
| Projektgesellschaft
Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG,
Dresden |
50,00 |
9.740 |
262 |
| SachsenServices GmbH,
Dresden |
50,00 |
6.421 |
0
1 |
| Biomethan Zittau GmbH,
Zittau |
50,00 |
2.5224 |
28
4 |
| Projektgesellschaft
Anbau CITY CENTER Dresden Verwaltungs GmbH,
Dresden |
50,00 |
312 |
1
2 |
| Technische Dienste
Altenberg GmbH, Altenberg |
49,00 |
9513 |
14
3 |
| Wärmeversorgung
Weigsdorf-Köblitz GmbH, Cunewalde |
40,00 |
4262 |
102
2 |
| Info-Kabel GmbH
Betreiber von Rundfunk-Kabelanlagen,
Bischofswerda |
25,00 |
7044 |
53
4 |
1 Aufgrund des Bestehens eines
Gewinnabführungsvertrages ist das Jahresergebnis Null.
2 Vorläufige Zahlen
3 Geschäftsjahr 1. Juni 2022 bis 31. Mai
2023
4 Jahresabschluss 2023 liegt noch nicht vor -
Eigenkapital und Ergebnis 2022.
1.2 Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
Die SachsenEnergie ist seit 2018 an der Windpark
Streumen GmbH beteiligt und hat dieser ein Darlehen in
Höhe von TEUR 1.240 gewährt. Dieses Darlehen hat
eine Endfälligkeit zum 30. Dezember 2027.
Zwischen der SachsenEnergie und der
Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH &
Co. KG (kurz: "PACC KG") wurde im Jahr 2019 ein
Darlehensvertrag über eine Höhe von bis zu 35
Mio. EUR abgeschlossen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit
bis 30. Dezember 2023. Die Darlehenssumme kann durch die
PACC KG in Teiltranchen entsprechend ihrem
Finanzierungsbedarf abgerufen werden. Die SachsenEnergie
hat bisher 30,8 Mio. EUR ausgezahlt. Das Darlehen wurde zum
2. Januar 2024 aufgehoben und mit gleichem Datum wurde mit
der PACC KG ein neuer Darlehensvertrag in Höhe von bis
zu 65 Mio. EUR abgeschlossen. Das Darlehen hat eine
Laufzeit bis 30. März 2029.
Die SachsenEnergie hat gemäß Vertrag vom
21. Dezember 2022 ein Darlehen in Höhe von 50 Mio. EUR
an die DREWAG ausbezahlt. Das Darlehen hat eine Laufzeit
bis zum 30. Dezember 2032. Es verlängert sich jeweils
um ein weiteres Jahr, wenn es nicht eine der
Vertragsparteien mit einer Frist von sechs Monaten zum
jeweiligen Laufzeitende kündigt.
Die DREWAG hat ein weiteres Darlehen in Höhe von
100 Mio. EUR gemäß Vertrag vom 7. Dezember 2023
von SachsenEnergie in Anspruch genommen. Der
Darlehensvertrag hat eine Laufzeit bis 30. Dezember 2033
und verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn er
nicht mit einer Frist von sechs Monaten zum jeweiligen
Laufzeitende gekündigt wird.
Die SachsenEnergie gewährt der DIGImeto GmbH
& Co KG (kurz: "DIGImeto KG") gemäß des 3.
Nachtrages zum Darlehensvertrag vom 26. März 2021 ein
Darlehen von bis zu 21,4 Mio. EUR. Das Darlehen hat eine
Laufzeit bis 30. Dezember 2027 verlängert sich jeweils
um ein weiteres Jahr, wenn es nicht eine der
Vertragsparteien mit einer Frist von sechs Monaten zum
Laufzeitende kündigt. Zum 31. Dezember 2023 wurden
durch die SachsenEnergie 15 Mio. EUR ausbezahlt.
2. Vorräte
Die Vorräte bestehen überwiegend aus
unfertigen Leistungen und nationalen Emissionszertifikaten.
3. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
insgesamt |
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr |
insgesamt |
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
405.139 |
0 |
243.653 |
0 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
409.041 |
0 |
383.440 |
0 |
| 3. Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
1 |
0 |
46 |
0 |
| 4. Sonstige
Vermögensgegenstände |
33.244 |
0 |
64.407 |
0 |
|
847.425 |
0 |
691.546 |
0 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist
die Verbrauchsabgrenzung für nicht abgelesene
Energielieferungen an Kleinkunden in Höhe von TEUR
318.194 (Vj. TEUR 225.035) zuzüglich Strom- und
Energiesteuer von TEUR 17.518 (Vj. TEUR 18.106) und
abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen in Höhe
von TEUR 315.177 (Vj. TEUR 205.911) enthalten.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| DREWAG - Stadtwerke
Dresden GmbH |
372.510 |
371.911 |
| SachsenEnergie
Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH &
Co. KG |
12.166 |
0 |
| SachsenEnergieBau
GmbH |
11.360 |
0 |
| PV Barlinek sp. z
o.o. |
6.862 |
0 |
| DIGImeto GmbH & Co.
KG |
783 |
6.341 |
| SachsenNetze GmbH |
1.944 |
1.575 |
| Windpark Streumen
GmbH |
1.161 |
1.389 |
| Biomethan Zittau
GmbH |
1.830 |
1.795 |
| GSW Gas- und
Wärmeservice GmbH |
72 |
233 |
| Ampere Solar GmbH |
351 |
0 |
| Projektgesellschaft
Anbau CITY CENTER GmbH & Co. KG |
0 |
196 |
| Übrige |
2 |
0 |
| Summe |
409.041 |
383.440 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren aus einem Saldo von Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (TEUR 80.426; Vj. TEUR 39.641), sonstigen
Forderungen aus Finanzverkehr (TEUR 150.381; Vj. TEUR
228.672) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (TEUR 22.839; Vj. TEUR 33.925). Darüber
hinaus bestehen Forderungen aus
Gewinnabführungsverträgen gegen DREWAG und
EnergieBau (TEUR 201.073; Vj. TEUR 138.665 gegen DREWAG).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1; Vj. TEUR 46).
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten im Wesentlichen noch nicht verrechenbare
Vorsteuer (TEUR 4.019; Vj. TEUR 6.342) und hinterlegte
Sicherheitsleistungen für die Teilnahme am Strom- und
Gashandel (TEUR 27.000; Vj. TEUR 52.800).
4. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
Die Abschreibung des Sonderverlustkontos erfolgte
aufgrund der Inanspruchnahme von in der
DM-Eröffnungsbilanz gebildeten Rückstellungen.
5. Eigenkapital
Das Grundkapital der SachsenEnergie von TEUR 210.979
ist eingeteilt in 4.116.662 Stückaktien, die nur mit
Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden
können.
Mit Einbringungsvertrag vom 10. Dezember 2020 hat die
EVD die Geschäftsanteile an der DREWAG in die
SachsenEnergie mittels Sacheinlage eingebracht (TEUR
246.533). Die Einbringung wurde mit Ablauf des 31. Dezember
2020 (24:00 Uhr) wirksam. Der Einbringungswert entspricht
dem Buchwert in der Handelsbilanz der EVD zum Zeitpunkt der
Einbringung. Der Einbringungswert der
EVD-Geschäftsanteile übersteigt den
Gesamtausgabebetrag der durch Kapitalerhöhung
ausgegebenen neuen Aktien (TEUR 105.758). Die Differenz ist
in die Kapitalrücklage der SachsenEnergie AG
eingestellt worden (TEUR 140.775).
6. Sonderposten für Investitionszuwendungen zum
Anlagevermögen
Der Posten enthält überwiegend von den
Straßenbauverwaltungen - für geforderte
Veränderungen in Leitungsnetzen - geleistete
Investitionszuschüsse und Investitionszuschüsse
von verschiedenen Fördermittelgebern für den
Breitbandausbau.
Der Sonderposten wird entsprechend den Abschreibungen
auf die bezuschussten Anlagegüter zu Gunsten der
sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR
4.191 aufgelöst.
7. Baukostenzuschüsse
Die erhaltenen Baukostenzuschüsse werden
entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten
Anlagegüter aufgelöst.
Die ab dem Geschäftsjahr 2007 ursprünglich
von der SachsenNetze HS.HD vereinnahmten
Baukostenzuschüsse für
Investitionsmaßnahmen wurden entsprechend einem im
Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Vertrag durch die
Gesellschaft von der SachsenNetze HS.HD übernommen.
Sie werden entsprechend der Restnutzungsdauer der
bezuschussten Wirtschaftsgüter ertragswirksam
aufgelöst.
Die Auflösung der erhaltenen
Baukostenzuschüsse erfolgt zugunsten der
Umsatzerlöse.
8. Rückstellungen
8.1 Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen
Rückstellungen für Pensionen wurden unter
Berücksichtigung nachfolgender Annahmen ermittelt:
| Rechnungszinssatz p.
a.: |
1,82 % (Stand 31.
Oktober 2023) |
| Rententrend p. a.: |
0,00 % bei den
Zusatzrenten |
|
1,00 % bei der Zusage
eines Vorstandsmitgliedes |
|
2,00 % bei den sonstigen
Renten |
| Fluktuationsrate: |
1,00 % (für Gruppe
mit Zusatzrente) |
Die Berechnung der Rückstellung für
Überbrückungsgeldverpflichtungen erfolgte mit den
versicherungsmathematischen Annahmen:
| Rechnungszinssatz p.
a.: |
1,70 % (Stand 31.
Oktober 2023) |
| Gehaltserhöhung p.
a.: |
4,50 % ab November
2024 |
| Gehaltstrend p. a.: |
4,00 % ab September
2025; 3,50 % p. a. ab 2026 |
| Fluktuationsrate: |
1,00 %. |
Entsprechend § 246 Abs. 2 HGB wurden die
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (TEUR
15.283) in Höhe von TEUR 153 nicht in der Bilanz
ausgewiesen, sondern mit dem Deckungsvermögen aus
Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Die
Rückstellungen für Pensionen betragen somit TEUR
15.130. Die Anschaffungskosten entsprechen dem
beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen
zum Bilanzstichtag. Im Finanzergebnis erfolgte die
Saldierung der Zinserträge (TEUR 7) aus dem
Deckungsvermögen mit dem Zinsaufwand (TEUR 282) aus
der Bewertung der Pensionsrückstellungen.
Die Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen wurden statt mit einem
Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten sieben Jahre
mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn
Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253
Abs. 6 HGB beträgt TEUR 211 (Vj. TEUR 663) und wird im
operativen Ergebnis ausgewiesen. Für diesen
Unterschiedsbetrag gilt gemäß § 253 Abs. 6
HGB eine Ausschüttungssperre.
8.2 Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen bestehen für
Grunderwerbsteuer sowie pauschale Lohnsteuer.
8.3 Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen bestehen insbesondere
für ausstehende Rechnungen, Konzessionsabgaben,
Drohverluste, Risiken aus Insolvenzanfechtungen,
Rechtsstreitigkeiten, Abbruchkosten im
Fernwärmebereich, Abrechnungskosten für Strom-
und Gaslieferungen an Kleinkunden, Archivierungskosten,
Altlasten, Betriebsprüfungsrisiken,
Emissionszertifikate, Verpflichtungen zur Zahlung für
Betriebsjubiläen, Altersteilzeit und
Sozialplanmaßnahmen sowie für Erfolgs- und
Leistungszuwendungen.
Bei den Rückstellungen für die Kosten der
Altlastensanierung wurde die im Erwerbervertrag vom 26.
Juni 1991 von der Treuhandanstalt zugesicherte 90%ige
Beteiligung an den Aufwendungen für Altlastensanierung
in die Bewertung einbezogen.
Die Rückstellung aus Altersteilzeitregelungen
wurde unter Zugrundelegung des IDW RS HFA 3 berechnet.
Für die Bewertung wurde eine Gehaltserhöhung von
4,50 % ab November 2024, ein Gehaltstrend von 4,00 % ab
September 2025 und von 3,50 % p.a. ab dem Jahr 2026 sowie
die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen im selben
Umfang zugrunde gelegt. Der Ermittlung des Barwertes wurde
jeweils ein Rechnungszinssatz von 1,00 % p.a. (Stand 31.
Oktober 2023) zugrunde gelegt.
Für einen bestimmten Mitarbeiterkreis (50 %
möglicher Anspruchsberechtigter) wurde darüber
hinaus erstmalig eine weitere Rückstellung für
Altersteilzeit gebildet. Grundlage für die Bewertung
bildet der Aufstockungsbetrag von 30 % auf die
durchschnittliche Vergütung zuzüglich 14,7 %
Aufstockung zur Rentenversicherung. Es wurde eine Laufzeit
bis zum Jahr 2028 unterstellt. Entsprechende
Tarifsteigerungen und Abzinsungen wurden
berücksichtigt.
Die Rückstellungen für
Sozialplanmaßnahmen wurden mit einem
Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre von
1,82 % p. a. (Stand 31. Oktober 2023) abgezinst. Es wurde
eine Erhöhung der Ausgleichsrente von 1 % p. a.
unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6
HGB beträgt bei Verwendung des Durchschnittszinssatz
auf Basis der letzten sieben Jahre TEUR 60 (Vj. TEUR 197)
und wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Für
diesen Unterschiedsbetrag gilt gemäß § 253
Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre.
Für die spezifische Kundengruppe der
Weiterverteiler wurden Drohverlustrückstellungen
für Spotmarkt- und Strukturierungsrisiken gebildet.
Die Marktverwerfungen der vergangenen Jahre haben dazu
geführt, dass die mit den Weiterverteilern vor der
Energiemarktkrise vertraglich vereinbarten Zuschläge
nicht ausreichend sind, um die im Rahmen der Vollversorgung
durch SachsenEnergie zu übernehmenden Risiken
abzusichern. Daher wurden die Verträge mit den
aktuellen Risikosimulationen auf Basis der zum Stichtag
verfügbaren Marktdaten sowie Mengen neu bewertet. Der
Rückstellung wurde dabei das 95 % (i. Vj. 90 %)
Quantil der Simulation zu Grunde gelegt.
9. Verbindlichkeiten
|
|
31.12.2023 |
|
|
Restlaufzeit |
|
Gesamtbetrag |
bis zu einem Jahr |
von mehr als einem Jahr
bis zu fünf Jahren |
von mehr als fünf
Jahren |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| 1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
705.373 |
35.425 |
415.783 |
254.165 |
| 2. erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
25.387 |
25.387 |
0 |
0 |
| 3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
10.666 |
10.666 |
0 |
0 |
| 4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
333.463 |
333.463 |
0 |
0 |
| 5. Sonstige
Verbindlichkeiten |
121.936 |
121.936 |
0 |
0 |
| davon
aus Steuern |
(8.497) |
(8.497) |
(0) |
(0) |
|
1.196.825 |
526.877 |
415.783 |
254.165 |
|
|
31.12.2022 |
|
|
Restlaufzeit |
|
Gesamtbetrag |
bis zu einem Jahr |
von mehr als einem Jahr
bis zu fünf Jahren |
von mehr als fünf
Jahren |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| 1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
451.631 |
45.243 |
222.195 |
184.193 |
| 2. erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
9.354 |
9.354 |
0 |
0 |
| 3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
159.719 |
159.719 |
0 |
0 |
| 4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
299.559 |
299.559 |
0 |
0 |
| 5. Sonstige
Verbindlichkeiten |
87.376 |
87.376 |
0 |
0 |
| davon
aus Steuern |
(1.476) |
(1.476) |
(0) |
(0) |
|
1.007.639 |
601.251 |
222.195 |
184.193 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen gegenüber folgenden Unternehmen:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Technische Werke Dresden
GmbH |
208.476 |
152.128 |
| EnergieVerbund Dresden
GmbH |
80.947 |
89.583 |
| SachsenGigaBit GmbH |
16.987 |
18.945 |
| SachsenServices
GmbH |
11.309 |
75 |
| SachsenIndustriewasser
GmbH |
5.717 |
0 |
| SachsenNetze HS.HD
GmbH |
4.487 |
35.277 |
| RING30 GmbH |
2.694 |
0 |
| Projektgesellschaft
Anbau CITY CENTER GmbH & Co. KG |
1.367 |
0 |
| SachsenEnergie
Versorgung GmbH |
1.224 |
1.228 |
| Windkraft Reichenbach II
GmbH & Co. KG |
91 |
0 |
| Energieanlagen Frank
Bündig GmbH |
86 |
0 |
| SachsenEnergieBau
GmbH |
0 |
1.912 |
| Dresden-IT GmbH |
4 |
253 |
| SachsenEnergie
Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH &
Co. KG |
0 |
13 |
| Übrige |
74 |
144 |
| Summe |
333.463 |
299.559 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen enthalten den Saldo aus Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.892; Vj. TEUR 1.114),
Forderungen aus Ergebnisabführung (TEUR 27; Vj. TEUR
0), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR
13.375; Vj. TEUR 24.709) sowie sonstigen Verbindlichkeiten
aus dem Finanzverkehr (TEUR 193.975; Vj. TEUR 168.681) und
aus Umsatzsteuer (TEUR 37.394; Vj. TEUR 17.075).
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus dem
Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter EVD
(TEUR 89.867; Vj. TEUR 89.867) sowie aus Verlustausgleich
(TEUR 9.771; Vj. TEUR 340).
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im
Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Marginzahlungen aus dem
Energiehandel sowie aus abzuführender Strom- und
Energiesteuer.
10. Latente Steuern
Bei körperschaftsteuerlicher und
gewerbesteuerlicher Organschaft ist das Einkommen bzw. der
Gewerbeertrag der Organgesellschaft (SachsenEnergie) dem
Organträger als Steuersubjekt und Steuerschuldner
zuzurechnen. In diesem Fall sind künftige Steuerbe-
oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen
den handelsrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden oder
Rechnungsabgrenzungsposten der SachsenEnergie und den
korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im
Einzelabschluss der TWD als Steuersubjekt zu
berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern im
Einzelabschluss der SachsenEnergie erfolgt insoweit nicht.
11. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle
Verpflichtungen und außerbilanzielle
Geschäfte
Ein Teil des Grundvermögens ist mit
Sicherungshypotheken in Höhe von insgesamt USD 33 Mio.
belastet. Mögliche finanzielle Verpflichtungen aus
zwei damit im Zusammenhang stehenden Anleihen aus den
Jahren 1925 und 1926 sind nicht bekannt.
Ein Haftungsrisiko wegen Altlasten kann für
Verdachtsflächen, die sich nicht mehr im Eigentum der
SachsenEnergie befinden (ehemalige Gaswerksstandorte),
nicht ausgeschlossen werden. Es sind jedoch derzeit keine
Ansprüche hierfür bekannt. Für die bekannten
Ansprüche wurden Rückstellungen gebildet.
Die SachsenEnergie hat für ein Darlehen an die
Biomethan Zittau GmbH (Verbundenes Unternehmen) eine
Patronatserklärung über 50 % der
Verbindlichkeiten abgegeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2023
valutiert das Darlehen mit EUR 0,9 Mio (Vj. EUR 1,2 Mio).
Die SachsenEnergie geht davon aus, dass aufgrund der
wirtschaftlichen Situation der Biomethan Zittau GmbH
derzeit keine Inanspruchnahme erwartet wird.
Die SachsenEnergie hat auf Grundlage zweier
Verträge zu Gunsten der SachsenEnergie
Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co.
KG, Dresden (verbundenes Unternehmen), zwei
Patronatserklärungen bis max. EUR 180 Mio. (Vj. EUR
180 Mio.) abgegeben, damit diese ihre gegenwärtigen
und zukünftigen Verpflichtungen aus zwei
Pachtverträgen erfüllen kann. Zum Stichtag 31.
Dezember 2023 bestehen mögliche Verpflichtungen aus
ausgelösten Bestellungen der Tochtergesellschaft in
Höhe von ca. EUR 21,7 Mio. (Vj. EUR 30,7 Mio.). Die
SachsenEnergie erwartet aufgrund der wirtschaftlichen
Situation der SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft
Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG derzeit keine
Inanspruchnahme.
In diesen Verträgen wurden weiterhin zwei
Patronatserklärungen zugunsten der
Energieversorgungscenter Dresden-Wilschdorf GmbH & Co.
KG, Dresden (Beteiligungsunternehmen), bis max. EUR 3 Mio.
abgegeben, damit diese ihre gegenwärtigen und
zukünftigen Verpflichtungen aus zwei
Betriebsführungsverträgen erfüllen kann. Die
SachsenEnergie erwartet aufgrund der wirtschaftlichen
Situation der Energieversorgungscenter Dresden-Wilschdorf
GmbH & Co. KG derzeit keine Inanspruchnahme.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen der
SachsenEnergie bestehen aufgrund abgeschlossener
Commodity-Termingeschäfte im Strombereich in Höhe
von EUR 1.711 Mio. für die Jahre 2024 bis 2028.
Weiterhin hat die SachsenEnergie
Abnahmeverpflichtungen aus Gasbezugsverträgen sowie
aus fest abgeschlossenen Verträgen für die Jahre
2024 bis 2028 in Höhe von EUR 941 Mio.
Finanzielle Verpflichtungen bestehen weiterhin aus
Leistungsscheinen mit den verbundenen Unternehmen für
die Erbringung von technischen und kaufmännischen
Dienstleistungen. Für das Geschäftsjahr 2024
zahlt die SachsenEnergie für die Leistungserbringung
insgesamt EUR 63,6 Mio. p.a.
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Beherrschungs- und
Gewinnabführungsverträge mit der DREWAG, GigaBit,
der SachsenServices, der EnergieBau, der SachsenEnergie
Vertriebs GmbH, SachsenIndustriewasser, RING30 und
SachsenEnergie Delta GmbH. Mit der Projektgesellschaft
Anbau CITY CENTER Dresden Verwaltungs GmbH besteht ein
Beherrschungsvertrag. Darüber hinaus bestehen
Gewinnabführungsverträge mit der SachsenNetze und
der SachsenNetze HS.HD. Damit verpflichtete sich die
SachsenEnergie entsprechend § 302 AktG jeden
entstehenden Jahresfehlbetrag der aufgeführten
Unternehmen auszugleichen.
Das Bestellobligo aus erteilten Investitions- und
Instandhaltungsaufträgen beträgt EUR 204,0 Mio.,
davon EUR 149,8 Mio. gegenüber verbundenen
Unternehmen.
12. Derivative Finanzinstrumente und
Bewertungseinheiten
Zur Absicherung von geplanten Absatzgeschäften
werden Commodity-Termingeschäfte abgeschlossen. Diese
dienen zur Sicherung von Schwankungen künftiger
Zahlungsströme aus geplanten Absatz- und
Beschaffungsgeschäften. Die Absatzgeschäfte sowie
die physische Beschaffung für Strom und Gas werden
nach dem IDW RS ÖFA 3 bilanziert. Diese Bücher
werden mittels einheitlichem Risikomanagementsystem
gesteuert. Zur Bewertung der geplanten Absatz- und
Beschaffungsgeschäfte werden die Marktpreise von
anerkannten Quellen (EEX) verwendet. Die Marktwerte dieser
Commodity-Termingeschäfte betragen zum
Abschlussstichtag EUR 868,1 Mio. (Strom) bzw. EUR 587,5
Mio. (Gas). Aus der Deckungsbeitragsrechnung der
Bücher ergeben sich zum Stichtag
Drohverlustrückstellungen in Höhe von EUR 33,4
Mio., die entsprechend bilanziell abgebildet wurden.
Eigenhandelsgeschäfte sind in einem Buch
zusammengefasst und werden nach § 254 HGB in einer
Bewertungseinheit bilanziert. Das Nominalvolumen dieser
Commodity-Termingeschäfte wird unsaldiert angegeben.
Es stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge
dar, die den Commodity-Termingeschäften zugrunde
liegen. Die beizulegenden Zeitwerte (= innerer Wert =
Gewinn) ergeben sich aus anerkannten Bewertungsmethoden
unter Berücksichtigung von Börsenkursen.
|
Commodity-Termingeschäfte |
Menge |
Beizulegender
Zeitwert |
|
MWh |
TEUR |
| Strom |
|
|
| Käufe |
175.916 |
-17.892 |
| Verkäufe |
175.916 |
21.415 |
| Gas |
|
|
| Käufe |
173.279 |
-7.709 |
| Verkäufe |
173.279 |
8.559 |
Commodity-Termingeschäfte (Kauf und Verkauf von
Strom und Gas), die nicht zur Abdeckung des eigenen
physischen Bedarfs dienen, werden mit einem Nominalvolumen
von TEUR 72.260 (Strom) bzw. TEUR 27.961 (Gas) mittels
Festbewertung ("Einfrierungsmethode") zu
Micro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei ist jedes
Einzelgeschäft durch ein zeit- und volumengleiches
Gegengeschäft abgesichert. Die Wirksamkeit der
Sicherungsbeziehung ist durch die Identität aller
wesentlichen Bewertungsparameter zwischen Grund- und
Sicherungsgeschäft sichergestellt. Die
Gegengeschäfte werden unmittelbar nach Abschluss des
Basisgeschäfts getätigt. Positive und negative
Wertänderungen gleichen sich in den Jahren 2024 und
2025 weitgehend aus.
"Sleeve-Geschäfte" mit einem Nominalvolumen von
TEUR 410.764 sind aus der Bewertungseinheit ausgeschlossen
und werden in einer separaten Bewertungseinheit bilanziert.
Bei diesen Geschäften handelt es sich um zeitgleich
abgeschlossene Kauf- und Verkaufsgeschäfte für
den Zeitraum 2024 bis 2027, welche frist- und mengengleich
abgeschlossen werden. Hieraus entstehen keine
Marktpreisrisiken sowie keine Ergebnisse und auch keine zu
bilanzierenden Beträge.
Die Höhe der mit den Micro-Bewertungseinheiten
abgesicherten Risiken beträgt bei den
Eigenhandelsgeschäften Strom TEUR 17.892 und bei den
Eigenhandelsgeschäften Gas TEUR 7.709.
Darüber hinaus wurden auch Future-Kontrakte zur
Preisabsicherung von Strom- und Gasgeschäften
abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der
Future-Geschäfte beträgt zum Stichtag TEUR
39.406. Dieser ergibt sich aus der Differenz der Summe der
Nominalwerte der einzelnen Positionen (TEUR 70.335) und der
Bewertung dieser zu Marktpreisen zum Abschlussstichtag
(TEUR 109.741).
D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse nach
Tätigkeitsbereichen
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Stromlieferungen an |
|
|
| Verteilerwerke |
290.845 |
112.819 |
| Großkunden |
841.484 |
521.295 |
| Kleinkunden |
299.431 |
226.472 |
| Handel |
732.831 |
329.949 |
| EEG-Lieferung |
117.432 |
187.939 |
| KWK-Lieferung |
2.064 |
2.340 |
|
2.284.087 |
1.380.815 |
| Erdgaslieferungen
an |
|
|
| Verteilerwerke |
444.914 |
245.664 |
| Großkunden |
188.294 |
151.759 |
| Kleinkunden |
215.362 |
130.659 |
| Handel |
398.383 |
494.466 |
|
1.246.953 |
1.022.548 |
| Wärme |
8.959 |
5.795 |
| Sonstige Lieferungen und
Leistungen |
|
|
| Verpachtung Netze |
93.152 |
90.168 |
| Montage und
Reparaturen |
35.533 |
28.606 |
| Datenverarbeitung |
34.191 |
30.839 |
|
Dienstleistungen/Betriebsführungen |
14.643 |
14.447 |
| Vermietung und
Verpachtung |
7.240 |
5.619 |
| Auflösung von
Zuschüssen |
4.725 |
4.780 |
|
Forderungsbeitreibung |
549 |
510 |
| Sonstige |
69.384 |
42.055 |
|
259.417 |
217.024 |
|
3.799.416 |
2.626.182 |
Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im
Inland erzielt.
Umsatzkorrekturen, die das Vorjahr betreffen, haben
Erlöse aus Stromlieferungen in Höhe von TEUR
15.069 und aus Gaslieferungen im Saldo um TEUR 17.220
erhöht. Die Erlöse aus Wärmelieferungen
werden durch TEUR 33 periodenfremde Umsatzerlöse
gemindert. Darüber hinaus erhöhen periodenfremden
Korrekturen in Höhe von TEUR 3.334 die
Umsatzerlöse aus sonstigen Lieferungen und Leistungen.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Ausgewiesen werden nachfolgende Erträge:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Periodengleiche
Erträge |
|
|
| Erträge aus der
Weiterberechnung Konzessionsabgaben |
17.228 |
18.057 |
| Auflösung
Investitionszuschüsse |
4.191 |
2.015 |
| Übrige |
3.594 |
2.537 |
|
25.013 |
22.609 |
| Periodenfremde
Erträge |
|
|
| Erträge aus der
Auflösung und Verbrauch von
Rückstellungen |
71.162 |
48.676 |
| Buchgewinne aus
Anlagenabgängen |
1.993 |
281 |
| Schadenersatz- und
Versicherungsleistungen |
107 |
67 |
| Weiterberechnung
Konzessionsabgaben für Vorjahre |
89 |
-20 |
| Erträge aus der
Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
47 |
0 |
| Sonstige periodenfremde
Erträge |
371 |
479 |
|
73.769 |
49.483 |
|
98.782 |
72.092 |
3. Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe werden durch einen periodenfremden Anteil
vor allem für Strom- und Gasbezug in Höhe von
TEUR 15.153 erhöht. Die bezogenen Leistungen enthalten
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.674,
insbesondere für die Netznutzung.
4. Personalaufwand
Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen
in Höhe von TEUR 525 enthalten. Darüber hinaus
beinhaltet der Personalaufwand auch Aufwendungen für
Altersteilzeit.
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Periodengleiche
Aufwendungen |
|
|
| Dienstleistungen im
Rahmen von Datenverarbeitungsprozessen |
13.575 |
12.146 |
| Wartungsaufwendungen,
Objektschutz und sonstige Fremdleistungen |
9.558 |
7.360 |
| Werbung und
Öffentlichkeitsarbeit |
9.783 |
5.039 |
| Rechts-, Beratungs- und
Prüfungskosten |
8.762 |
7.370 |
| Aufwendungen für
Mieten, Pachten und Leasing |
3.830 |
2.458 |
| Büro- und
Kommunikationsaufwendungen |
3.666 |
3.549 |
| Sonstige
Personalkosten |
2.650 |
1.218 |
|
Forderungsausfälle |
899 |
683 |
| Gebühren und
Beiträge |
630 |
418 |
|
Versicherungsaufwand |
577 |
482 |
| Übrige |
8.282 |
7.464 |
|
62.212 |
48.187 |
| Periodenfremde
Aufwendungen |
|
|
| Veränderung der
Rückstellungen |
26.008 |
75.157 |
| Aufwendungen aus der
Erhöhung der Wertberichtigung auf Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
16.092 |
11.636 |
| Buchverluste aus
Anlagenabgängen |
788 |
395 |
| Abschreibung
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung nach
§ 17 Abs. 4 DMBilG |
7 |
16 |
| Sonstige periodenfremde
Aufwendungen |
187 |
230 |
|
43.082 |
87.434 |
|
105.294 |
135.621 |
6. Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen
Die Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen resultieren aus den
abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen mit der
DREWAG (TEUR 189.714), der EnergieBau (TEUR 12.492) sowie
der SachsenEnergie Vertriebs GmbH (TEUR 27).
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge werden durch Zinskorrekturen aus
Steuererstattungen für Vorjahre (TEUR 79) erhöht.
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsaufwendungen umfassen auch die Verzinsung von
Steuererstattungen für Vorjahre (TEUR -19) und
Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger
Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB
(TEUR 391, Vj. TEUR 605).
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme
resultieren aus den Gewinnabführungsverträgen mit
der SachsenNetze HS.HD (TEUR 4.976), SachsenServices (TEUR
2.869), SIW (TEUR 1.382), RING30 (TEUR 1.028), GigaBit
(TEUR 382), SachsenNetze (TEUR 54) sowie der SachsenEnergie
Delta GmbH (TEUR 4).
10. Aufwendungen aus Gewinnabführung
Die Gewinnabführung erfolgt entsprechend des
Gewinnabführungsvertrags als feste Ausgleichszahlung
für die ausstehenden Aktionäre (TEUR 15.825)
sowie an die EVD (TEUR 74.042).
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sie betreffen überwiegend das Berichtsjahr und
beinhalten erstmalig auch Steuerumlagen an die TWD in
Höhe von TEUR 49.000. In Höhe von TEUR 4
vermindern periodenfremde Anteile die Ertragsteuern, im
Wesentlichen aufgrund korrigierter Steuererklärungen
für die Geschäftsjahre 2014 bis 2020.
12. Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern erhöhen sich um
periodenfremde Steuernachzahlungen (TEUR 7), welche im
Wesentlichen aus Umsatzsteuerkorrekturen 2021 resultieren.
E. Sonstige Angaben
1. Nachtragsbericht
Vorgänge, die für die Beurteilung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer
Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht
eingetreten.
2. Angaben über Geschäfte mit verbundenen
Unternehmen
Die SachsenEnergie hat im Geschäftsjahr 2023
aufgrund folgender wesentlicher Verträge
Geschäfte im Sinne der Vorschrift des § 6 b Abs.
2 EnWG durchgeführt:
| ― |
Ergebnisabführungsvertrag
mit der SachsenNetze HS.HD (Aufwand: TEUR 4.976)
|
| ― |
Ergebnisabführungsvertrag
mit der SachsenNetze (Aufwand: TEUR 54)
|
| ― |
Pachtvertrag (Ertrag: TEUR
75.687), Dienstleistungsrahmenverträge zur
Erbringung von technischen und kaufmännischen
Dienstleistungen (Ertrag: TEUR 15.264, Aufwand: TEUR
3.040) mit SachsenNetze HS.HD
|
| ― |
Pachtvertrag (Ertrag: TEUR
17.465) mit der SachsenNetze
|
| ― |
Rahmenvertrag Kundenservice mit
SachsenServices GmbH, Dresden (Aufwand: TEUR
9.518)
|
3. Ergebniseinfluss steuerlicher Wertansätze
Das Jahresergebnis hat sich aufgrund von
steuerrechtlichen Sonderabschreibungen nach § 4
FördG, die in früheren Geschäftsjahren
vorgenommen wurden, und der Anwendung der degressiven
Abschreibungsmethode für Zugangsjahre bis 2007
verbessert. Durch die Fortführung der niedrigeren
Wertansätze im Anlagevermögen ergibt sich im
Vergleich zur Vornahme handelsrechtlicher Abschreibungen
ein Mehrergebnis in Höhe von TEUR 667.
In den kommenden Jahren wird sich dieser Effekt der
verminderten Abschreibungen, gegebenenfalls verbunden mit
einem Steueraufwand zu den jeweils gültigen
Steuersätzen, fortsetzen.
4. Prüfungs- und Beratungsgebühren
Der Ausweis des vom Abschlussprüfer für das
Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar und dessen
Aufschlüsselung unterbleibt nach § 285 Nr. 17
HGB, da die Angaben im Konzernabschluss der TWD enthalten
sind.
5. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
|
2023 |
2022 |
| Mitarbeiter Standort
Dresden |
514 |
457 |
| Mitarbeiter
Regionalbereiche |
14 |
13 |
|
528 |
470 |
6. Vorstand
| Dr. Frank Brinkmann |
Dortmund |
Vorstandsvorsitzender
und Sprecher |
| Dr. Axel Cunow |
Berlin |
Finanzvorstand |
| Lars Seiffert |
Dresden |
Personalvorstand |
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter
Verweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB
verzichtet.
Frühere Mitglieder des Vorstands erhielten TEUR
383. Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber
früheren Mitgliedern des Vorstands in Höhe von
TEUR 7.852.
7. Aktionäre
|
Stückaktien |
| EnergieVerbund Dresden
GmbH, Dresden |
3.391.745 |
| KBO Kommunale
Beteiligungsgesellschaft mbH an der Energie Sachsen
Ost, Sebnitz |
675.769 |
| Sonstige kommunale
Anteilseigner |
49.148 |
|
4.116.662 |
8. Aufsichtsrat
Vertreter der Anteilseigner
| Dirk Hilbert |
Vorsitzender des
Aufsichtsrates
Oberbürgermeister Landeshauptstadt Dresden
Dresden |
| Frank Schöning |
2. Stellvertretender
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bürgermeister der Gemeinde Kreischa
Kreischa |
| Wolf Hagen Braun |
Geschäftsführer
Dresden |
| Dr. Wolfgang Deppe |
Arzt
Dresden |
| Katrin Fischer |
Geschäftsführerin der KBO Kommunale
Beteiligungsgesellschaft mbH an der Energie Sachsen
Ost Dresden
Dresden |
| Frank Hannig |
Jurist
Dresden |
| Peter Krüger |
Geschäftsstellenleiter
Dresden |
| Tanja Schewe |
Tierärztin
Dresden |
| André
Schollbach |
Rechtsanwalt
Dresden |
| Kristin Sturm |
Geschäftsführerin
Dresden |
Vertreter der Arbeitnehmer
| Torsten Berndt |
1. Stellvertretender
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Betriebsrat SachsenEnergie
Pirna |
| Katrin Behrens |
Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Magdeburg |
| Frank Franke |
Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk
Leipzig-Nordsachsen
Leipzig
(ab 22. Mai 2023) |
| Birgit Freund |
Dipl. Journalistin
Radebeul
(bis 31. Januar 2023) |
| Michael
Großmann |
Sachbearbeiter Netze
(Strom)
Höckendorf |
| Daniel Herold |
Geschäftsführer ver.di Bezirk
Sachsen-West-Ost-Süd
Dresden |
| Heiko Hoffmann |
Betriebsrat
Dresden
(ab 21. März 2023) |
| André Lemke |
Abteilungsleiter
Dresden |
| Ralf Schaff |
Betriebsrat
Dresden |
| Alexander Schwolow |
Dipl.-Wirtschaftsinformatiker
Dresden |
| Jonas Senftleben |
Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk
Sachsen-West-Ost-Süd
Medingen
(bis 30. April 2023) |
| Frank Ziller |
Betriebsrat
Dresden |
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 76.
9. Konzernabschluss
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss
für den größten Kreis von Unternehmen
aufstellt, ist die Technische Werke Dresden GmbH, Dresden.
Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister
veröffentlicht.
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss
für den kleinsten Kreis aufstellt, ist die
SachsenEnergie AG, Dresden. Es handelt sich hierbei um
einen freiwilligen Teilkonzernabschluss, der in den
Konzernabschluss der Technischen Werke Dresden GmbH,
Dresden, eingeht und nicht veröffentlicht wird.
10. Ergebnisverwendung
Entsprechend der Regelung des
Ergebnisabführungsvertrags mit der EVD wird ein Betrag
von EUR 142.234.704,16 aus dem Jahresergebnis in die
anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der verbleibende
Betrag wird an die Gesellschafter abgeführt.
Dresden, 6. Mai 2024
Der
Vorstand
Dr.
Frank Brinkmann
Dr.
Axel Cunow
Lars
Seiffert
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Um-
buchungen |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle |
|
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene |
|
|
|
|
|
| Konzessionen,
gewerbliche |
|
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie |
|
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten |
|
|
|
|
|
| und
Werten |
61.931.487,30 |
4.334.579,90 |
3.622.296,08 |
1.695.287,48 |
68.193.075,80 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
7.319.075,53 |
11.079.992,33 |
-3.289.339,87 |
0,02 |
15.109.727,97 |
|
69.250.562,83 |
15.414.572,23 |
332.956,21 |
1.695.287,50 |
83.302.803,77 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
|
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
|
|
|
|
|
| einschließlich
der Bauten auf |
|
|
|
|
|
| fremden
Grundstücken |
134.232.716,82 |
16.163.510,81 |
6.038.136,05 |
2.032.373,37 |
154.401.990,31 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
|
| Maschinen |
|
|
|
|
|
| a)
Erzeugungsanlagen |
49.767.241,97 |
968.308,62 |
822.935,01 |
332.471,83 |
51.226.013,77 |
| b)
Verteilungsanlagen |
1.607.427.359,04 |
51.854.364,09 |
29.479.978,16 |
10.408.464,59 |
1.678.353.236,70 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
81.083.899,24 |
10.435.565,49 |
2.411.191,66 |
8.180.022,26 |
85.750.634,13 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
79.405.983,40 |
127.723.048,84 |
-39.085.197,09 |
151.958,93 |
167.891.876,22 |
|
1.951.917.200,47 |
207.144.797,85 |
-332.956,21 |
21.105.290,98 |
2.137.623.751,13 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
285.411.896,00 |
21.549.334,65 |
0,00 |
0,00 |
306.961.230,65 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
81.540.000,00 |
115.450.000,00 |
0,00 |
0,00 |
196.990.000,00 |
| 3.
Beteiligungen |
629.253,34 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
629.253,34 |
|
367.581.149,34 |
136.999.334,65 |
0,00 |
0,00 |
504.580.483,99 |
|
2.388.748.912,64 |
359.558.704,73 |
0,00 |
22.800.578,48 |
2.725.507.038,89 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Um-
buchungen |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle |
|
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene |
|
|
|
|
|
| Konzessionen,
gewerbliche |
|
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie |
|
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten |
|
|
|
|
|
| und
Werten |
50.436.267,57 |
4.643.357,24 |
0,00 |
1.695.287,48 |
53.384.337,33 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
50.436.267,57 |
4.643.357,24 |
0,00 |
1.695.287,48 |
53.384.337,33 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
|
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
|
|
|
|
|
| einschließlich
der Bauten auf |
|
|
|
|
|
| fremden
Grundstücken |
49.631.664,93 |
2.724.596,81 |
0,00 |
890.413,37 |
51.465.848,37 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
|
| Maschinen |
|
|
|
|
|
| a)
Erzeugungsanlagen |
19.131.570,13 |
2.920.576,31 |
0,00 |
298.545,00 |
21.753.601,44 |
| b)
Verteilungsanlagen |
969.879.404,87 |
43.774.652,63 |
-689,49 |
9.768.642,79 |
1.003.884.725,22 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
57.282.454,19 |
7.945.957,76 |
689,49 |
7.944.016,95 |
57.285.084,49 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
1.095.925.094,12 |
57.365.783,51 |
0,00 |
18.901.618,11 |
1.134.389.259,52 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
522.500,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
522.500,00 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
| 3.
Beteiligungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
522.500,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
522.500,00 |
|
1.146.883.861,69 |
62.009.140,75 |
0,00 |
20.596.905,59 |
1.188.296.096,85 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
TEUR |
| I.
Immaterielle |
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene |
|
|
| Konzessionen,
gewerbliche |
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche |
|
|
| Rechte
und Werte sowie |
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten |
|
|
| und
Werten |
14.808.738,47 |
11.495 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
15.109.727,97 |
7.319 |
|
29.918.466,44 |
18.814 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
|
|
| einschließlich
der Bauten auf |
|
|
| fremden
Grundstücken |
102.936.141,94 |
84.601 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
| Maschinen |
|
|
| a)
Erzeugungsanlagen |
29.472.412,33 |
30.636 |
| b)
Verteilungsanlagen |
674.468.511,48 |
637.548 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
28.465.549,64 |
23.801 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
167.891.876,22 |
79.406 |
|
1.003.234.491,61 |
855.992 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
306.438.730,65 |
284.890 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene |
|
|
| Unternehmen |
196.990.000,00 |
81.540 |
| 3.
Beteiligungen |
629.253,34 |
629 |
|
504.057.983,99 |
367.059 |
|
1.537.210.942,04 |
1.241.865 |
Bilanz
zum 31. Dezember 2023 Elektrizitätsverteilung
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie |
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten und Werten |
|
11.908.080,56 |
|
7.052 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten auf |
|
|
|
|
| fremden
Grundstücken |
18.543.341,88 |
|
18.643,00 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
384.740.137,40 |
|
377.584,00 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
16.968.152,79 |
|
14.541,00 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
77.106.617,84 |
497.358.249,91 |
30.777,00 |
441.545 |
|
|
509.266.330,47 |
|
448.597 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
129.193,84 |
|
94,00 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
0,00 |
|
309,00 |
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
309.269,03 |
438.462,87 |
2.860,00 |
3.263 |
|
|
438.462,87 |
|
3.263 |
| C.
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung |
|
1.384,41 |
|
2 |
|
|
509.706.177,75 |
|
451.862 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
TEUR |
| A.
Zugeordnetes Eigenkapital |
209.669.580,96 |
180.244 |
| B.
Sonderposten für Investitionszuwendungen zum
Anlagevermögen |
|
|
| Investitionszuschüsse |
4.521.949,05 |
4.584 |
| C.
Baukostenzuschüsse |
52.916.611,50 |
51.386 |
| D.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen |
3.832.030,04 |
4.097 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
0,00 |
6 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
11.497.437,31 |
9.902 |
|
15.329.467,35 |
14.005 |
| E.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
223.248.099,70 |
184.502 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
16.034.579,44 (i. Vj. TEUR 17.401) - |
|
|
| -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf
Jahren |
|
|
| EUR
102.118.603,41 (i. Vj. TEUR 82.570) - |
|
|
| 2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
2.060.079,52 |
1.554 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
2.060.079,52 (i. Vj. TEUR 1.554) - |
|
|
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
99,95 |
50 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
99,95 (i. Vj. TEUR 50) - |
|
|
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
1.960.289,72 |
15.535 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
1.960.289,72 (i. Vj. TEUR 15.535) - |
|
|
| 5.
Sonstige Verbindlichkeiten |
0,00 |
2 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
0,00 (i. Vj. TEUR 2) - |
|
|
| -
davon aus Steuern EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 1) - |
|
|
|
227.268.568,89 |
201.643 |
|
509.706.177,75 |
451.862 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023 Elektrizitätsverteilung
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
100.144.077,10 |
|
91.289 |
| 2.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
18.373.730,53 |
|
17.500 |
| 3.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe |
310.968,38 |
|
507 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
16.842.284,74 |
17.153.253,12 |
17.627 |
18.134 |
| 4.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
9.490.148,34 |
|
7.967 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
1.856.250,12 |
|
|
|
| Altersversorgung
und für Unterstützung |
|
11.346.398,47 |
1.873 |
9.840 |
| -
davon für Altersversorgung |
|
|
|
|
| EUR
220.127,93 (i. Vj. TEUR 459) - |
|
|
|
|
| 5.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände
des Anlagevermögens und |
|
|
|
|
| Sachanlagen |
|
33.074.706,49 |
|
32.829 |
| 6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
14.350.968,94 |
|
10.942 |
| 7.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
303.306,80 |
|
6 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
303.306,80 (i. Vj. TEUR 6) - |
|
|
|
|
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
2.039.289,34 |
|
887 |
| 9.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
7.354.714,53 |
|
614 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
|
33.501.783,54 |
|
35.549 |
| 11.
Sonstige Steuern |
|
33.775,43 |
|
39 |
| 12.
Jahresüberschuss |
|
33.468.008,11 |
|
35.510 |
Bilanz
zum 31. Dezember 2023 Gasverteilung
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte |
|
|
|
|
| und
Werte sowie Lizenzen an solchen |
|
|
|
|
| Rechten
und Werten |
|
6.553.967,42 |
|
3.916 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
697.996,21 |
|
714 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
197.268.883,02 |
|
196.483 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
1.366.894,55 |
|
1.330 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
15.314.589,24 |
214.648.363,02 |
6.709 |
205.236 |
|
|
221.202.330,44 |
|
209.152 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| Forderungen
und sonstige Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
20.093,24 |
|
41 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
13.217,12 |
|
2.059 |
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
86.125,31 |
119.435,67 |
642 |
2.742 |
|
|
119.435,67 |
|
2.742 |
| C.
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung |
|
651,18 |
|
1 |
|
|
221.322.417,29 |
|
211.895 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
TEUR |
| A.
Zugeordnetes Eigenkapital |
96.598.224,52 |
98.935 |
| B.
Sonderposten für Investitionszuwendungen zum
Anlagevermögen |
|
|
| Investitionszuschüsse |
2.281.800,66 |
2.309 |
| C.
Baukostenzuschüsse |
19.739.345,69 |
19.914 |
| D.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen |
1.802.470,03 |
1.968 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
0,00 |
2 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
1.593.135,39 |
1.655 |
|
3.395.605,42 |
3.625 |
| E.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
98.979.165,50 |
86.894 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
1.658.431,46 (i. Vj. TEUR 2.244) - |
|
|
| -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf
Jahren |
|
|
| EUR
28.644.532,35 (i. Vj. TEUR 22.730) - |
|
|
| 2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
43.485,00 |
6 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
43.485,00 (i. Vj. TEUR 6) - |
|
|
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0,00 |
4 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
0,00 (i. Vj. TEUR 4) - |
|
|
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
284.790,50 |
207 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
284.790,50 (i. Vj. TEUR 207) - |
|
|
| 5.
Sonstige Verbindlichkeiten |
0,00 |
1 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
|
| EUR
0,00 (i. Vj. TEUR 0) - |
|
|
| -
davon aus Steuern EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 0) - |
|
|
|
99.307.441,00 |
87.112 |
|
221.322.417,29 |
211.895 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023 Gasverteilung
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
TEUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
39.791.736,31 |
|
40.192 |
| 2.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
1.709.708,35 |
|
1.806 |
| 3.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe |
156.261,51 |
|
257 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
1.595.772,99 |
1.752.034,50 |
1.714 |
1.971 |
| 4.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
4.488.754,61 |
|
3.863 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen |
|
|
|
|
| für
Altersversorgung und für Unterstützung |
873.430,37 |
5.362.184,97 |
878 |
4.741 |
| -
davon für Altersversorgung |
|
|
|
|
| EUR
98.636,84 (i. Vj. TEUR 193) - |
|
|
|
|
| 5.
Abschreibungen auf immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände
des Anlage- |
|
|
|
|
| vermögens
und Sachanlagen |
|
14.006.109,68 |
|
15.076 |
| 6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
7.072.131,08 |
|
5.477 |
| 7.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
40.283,70 |
|
5 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
40.283,70 (i. Vj. TEUR 5) - |
|
|
|
|
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
1.277.005,32 |
|
957 |
| 9.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
2.171.020,15 |
|
234 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
|
9.901.242,66 |
|
13.547 |
| 11.
Sonstige Steuern |
|
692,26 |
|
4 |
| 12.
Jahresüberschuss |
|
9.900.550,40 |
|
13.543 |
Angaben
über die Zuordnungsregeln einschließlich
Abschreibungsmethoden gemäß § 6b Abs. 3
Satz 7 EnWG
Die SachsenEnergie AG (kurz: SachsenEnergie) ist im
Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes
Energieversorgungsunternehmen und erstellt gemäß
§ 6b Abs. 3 EnWG interne Bilanzen und Gewinn- und
Verlustrechnungen für die folgenden
Aktivitäten:
| ― |
Elektrizitätsverteilung
|
| ― |
Gasverteilung
|
| ― |
Andere Tätigkeiten
innerhalb des Elektrizitätssektors
|
| ― |
Andere Tätigkeiten
innerhalb des Gassektors
|
| ― |
Tätigkeiten außerhalb
des Elektrizitäts- und Gassektors
|
Grundlage für die Erstellung der
Aktivitätenabschlüsse Strom- und Gasverteilung
bildet der geprüfte Jahresabschluss der
SachsenEnergie.
Seit dem Jahr 2020 werden die energiespezifischen
Dienstleistungen den Tätigkeiten Elektrizitäts-
und Gasverteilung zugeordnet.
Direkte Kontierung
Unabhängig von der Schlüsselung der Kosten,
die im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgt, wird bei der
SachsenEnergie bereits bei der unterjährigen
Kontierung auf eine möglichst direkte Zuordnung zu den
entsprechenden Tätigkeitsfeldern geachtet. Als
Kontierungsobjekte dienen Kostenstellen, Aufträge und
PSP, die im Profitcenter zusammengefasst werden. Auf
Kostenstellen werden die Kosten von Struktureinheiten oder
Anlagen erfasst. Auf Aufträgen erfolgt die Erfassung
von Kosten und Erlösen für interne und externe
Dienstleistungen. PSP-Elemente dienen der Erfassung
für das Instandhaltungs- und Investitionsprogramm.
Schlüsselung
Soweit eine direkte Zuordnung der Primärkosten
zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist,
erfolgte die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten.
Im Wesentlichen handelt es sich um folgende
Schlüssel:
| ― |
Anlagenschlüssel
(Nettoanlagenschlüssel zu Restbuchwerten)
|
| ― |
Personalschlüssel (Basis:
Personalbestand zum 31.12. des Geschäftsjahres
bzw. Personalaufwand)
|
| ― |
Schlüssel für Vertrieb
und Energiewirtschaft
|
| ― |
Umsatzschlüssel
|
| ― |
Ergebnisschlüssel sowie
Schlüssel Jahresüberschuss (vor
Ergebnisverwendung)
|
| ― |
Kapitalbedarfsschlüssel
|
Gewinn- und Verlustrechnung der Aktivitäten
Die Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen
Tätigkeitsfelder basiert auf der Profitcenterrechnung
der SachsenEnergie. Über sachgerechte Kontierung wird
eine direkte Zuordnung zu den Tätigkeitsfeldern
sichergestellt. Soweit eine direkte Zuordnung der Kosten
und Erlöse zu den einzelnen Tätigkeiten nicht
möglich ist, erfolgt die Zuordnung durch
Schlüsselung der Konten mit einem sachgerechten
Schlüssel.
Die
Umsatzerlöse sind im Wesentlichen direkt in den
Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde
über eine Umlage zugeordnet.
Die
Bestandsveränderungen sind direkt in den
Aktivitäten gebucht.
Die
Sonstigen betrieblichen
Erträgesind hauptsächlich direkt in den
Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde
über die Umlage zugeordnet.
Der
Materialaufwand konnte im Wesentlichen auf Grund
direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten
zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag
(energiespezifische Dienstleistungen, Umlage) erfolgt eine
Schlüsselung.
Die
Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear
und werden anhand der Kostenstellen den Aktivitäten
entweder direkt zugeordnet oder anhand des
Sachanlagevermögens sachgerecht zugeschlüsselt.
Auch die
Sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im
Wesentlichen aufgrund direkter Buchung zweifelsfrei den
Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen
untergeordneten Betrag (energiespezifische
Dienstleistungen, Umlage) erfolgte eine Schlüsselung
analog des Sachanlagevermögens zu den
Aktivitäten.
Der
Zinsaufwand wurde entsprechend den zugeordneten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
zugeordnet.
Die Zuordnung der
Einkommens- und Ertragsteuern erfolgte mit Hilfe des
Ergebnisschlüssels.
Leistungsverrechnung und Umlagen in der GuV
Mit dem Instrument der Leistungsverrechnung werden
Leistungsbeziehungen zwischen den Aktivitäten (z. B.
Personalleistungen sowie Leistungen im Bereich der
Informationsverarbeitung, Miete, Weiter- und Ausbildung)
abgebildet. Gebucht wird diese Verrechnung als Aufwand in
der empfangenden Aktivität und als Erlös in der
leistenden Aktivität. In den jeweiligen
Aktivitäten wirkt diese Buchung GuV -
verlängernd. Bei der Zusammenführung zum
Gesamtabschluss werden diese internen
Leistungsverrechnungen in der GuV wieder eliminiert. Eine
Überleitung der Aktivitätenabschlüsse zum
Gesamtabschluss wird damit gewährleistet.
Aktivitätenbilanzen
Nachfolgend wird dargestellt, wie die SachsenEnergie
die einzelnen Sachkonten den Tätigkeitsfeldern
zugeordnet hat. Zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang, der Teil
des Jahresabschlusses ist. Sämtliche folgenden
Erläuterungen zur Schlüsselung und zur Zuordnung
gelten sowohl für die Elektrizitäts- wie auch die
Gasverteilung.
Aktiva
Das
Anlagevermögen der SachsenEnergie ist den
Tätigkeitsbereichen über angelegte
Anlagenkostenstellen direkt zuordenbar. Dies betrifft auch
das an die SachsenNetze GmbH und die SachsenNetze HS.HD
GmbH verpachtete Strom- bzw. Gasnetz.
Das Anlagevermögen der Dienstleister wurde
mithilfe von Schlüsseln (Umsatzschlüssel,
anteilige Nutzungsfläche bei Gebäuden)
zugeordnet.
Die
Finanzanlagen der SachsenEnergie sind, mit Ausnahme
der Geschäftsanteile an der SachsenServices GmbH
(kurz: SachsenServices), den Tätigkeiten
außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors
zugeordnet. Die Geschäftsanteile an der
SachsenServices sind anteilig den anderen Tätigkeiten
innerhalb des Elektrizitätssektors und des Gassektors
zugeordnet.
Die
Vorräte setzen sich aus Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen, den unfertigen Leistungen sowie den
fertigen Erzeugnissen und Waren zusammen. Die Zuordnung zu
den Tätigkeiten erfolgt direkt mittels
Einzelpostenauswertung.
Bei der Aufteilung der
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgte für die
Mehrzahl der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie der sonstigen Vermögensgegenstände eine
direkte Zuordnung zu den einzelnen Aktivitäten.
Für eine untergeordnete Anzahl von Forderungen wird im
Wesentlichen der Umsatzschlüssel verwendet.
Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen
sowie Forderungen gegenüber Beteiligungen werden im
Wesentlichen verursachungsgerecht direkt den einzelnen
Aktivitäten zugeordnet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben
wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr
und enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 5) für die
Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 2 (i. Vj.
TEUR 31) für die Gasverteilung.
Nicht direkt zuordenbare Forderungen mit
Personalbezug (z. B. SV-Beitrag) wurden mittels
Personalschlüssel, nicht direkt zuordenbare
Forderungen mit Steuerbezug wurden mittels
Ergebnisschlüssel zugeordnet. Für die
übrigen nicht direkt zuordenbaren Forderungen wurde im
Wesentlichen der Umsatzschlüssel verwendet.
Alle Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
unter einem Jahr.
Das
Sonderverlustkonto wurde zu einem großen
Anteil direkt zugeordnet, ein geringer Anteil mit
Personalbezug wurde über den Personalschlüssel
verteilt.
Die
aktivische Rechnungsabgrenzung kann inhaltlich den
Aktivitäten direkt zugeordnet werden.
Passiva
Aufgrund der Harmonisierung der
Tätigkeitsabschlüsse im Unternehmensverbund
erfolgt seit 2020 die Zuordnung des
Eigenkapitals mittels Verwendung eines
Kapitalbedarfschlüssels.
Die
Sonderposten umfassen erhaltene Investitions- sowie
Baukostenzuschüsse und werden direkt den
Aktivitäten geordnet.
Innerhalb der
Rückstellungen erfolgt die Zuordnung der
Steuerrückstellungen zu den Einzelaktivitäten
anhand des Ergebnisschlüssels. Die Rückstellungen
für Pensionen und sonstige Verpflichtungen sowie
andere personalabhängige Rückstellungen werden
mithilfe des Personalschlüssels verteilt.
Für die Rückstellungen für Pensionen
beträgt der Unterschiedsbetrag nach §253 Abs. 6
HGB zwischen der 10-Jahres-Durchschnittsbildung und der
7-Jahres-Durchschnittsbildung TEUR 53 (i. Vj. TEUR 177)
für die Elektrizitätsverteilung sowie TEUR 25 (i.
Vj. TEUR 85) für die Gasverteilung. Für die
Rückstellungen für Sozialplanmaßnahmen
beträgt der Unterschiedsbetrag nach §253 Abs. 6
HGB zwischen der 10-Jahres-Durchschnittsbildung und der
7-Jahres-Durchschnittsbildung TEUR 11 (i. Vj. TEUR 39)
für die Elektrizitätsverteilung sowie TEUR 5 (i.
Vj. TEUR 19) für die Gasverteilung.
Für alle anderen sonstigen Rückstellungen
erfolgte die Zuordnung im Wesentlichen verursachungsgerecht
direkt zu den Aktivitäten.
Die
Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen direkt den
einzelnen Aktivitäten zugeordnet. Verbindlichkeiten
mit Personalbezug (z. B. Gehaltsansprüche, Lohnsteuer
und VWL) wurden entsprechend dem Personalschlüssel
zugeordnet. Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten wurden die zur Finanzierung der
Investitionstätigkeit der SachsenEnergie aufgenommenen
Darlehen direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die
Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen
Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungen wurden im Wesentlichen verursachungsgerecht
direkt den einzelnen Aktivitäten zugeordnet.
Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen
haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als
einem Jahr und enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 15 (i. Vj.
TEUR 1.244) für die Elektrizitätsverteilung sowie
insgesamt TEUR 2 (i. Vj. TEUR 16) für die
Gasverteilung.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die SachsenEnergie AG, Dresden
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SachsenEnergie AG,
Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
SachsenEnergie AG für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach
§ 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in
Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für
den Frauenanteil in den Führungsebenen" des
Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den
deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur
Unternehmensführung.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich
geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― |
die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt
"Erklärung zur Zielgröße für den
Frauenanteil in den Führungsebenen" des
Lageberichts enthalten ist.
|
Die sonstigen Informationen umfassen nicht den
Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen
Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung
erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem
Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen
Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss
gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser
sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet,
über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem
Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Dresden, den 10. Mai
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Salcher,
Wirtschaftsprüfer
Rößler,
Wirtschaftsprüfer
Bericht
des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr
2023
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand während des
Berichtszeitraums entsprechend der ihm nach Gesetz und
Satzung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend
begleitet. Der Aufsichtsrat unterrichtete sich umfassend
über den Gang der Geschäfte sowie über die
wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in den
Aufsichtsratssitzungen und durch schriftliche Berichte
regelmäßig über die Geschäftspolitik,
die Unternehmensstrategie, die Lage und Entwicklung der
Gesellschaft sowie über bedeutsame
Geschäftsvorfälle informiert. Die Geschäfte,
zu denen laut Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrates
erforderlich war, wurden vor der Genehmigung vom
Aufsichtsrat geprüft und mit dem Vorstand
ausführlich beraten.
Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier
Aufsichtsratssitzungen statt (14.03.2023, 16.05.2023,
19.09.2023 und 28.11.2023). Inhaltliche Schwerpunkte aller
Sitzungen waren jeweils die energiewirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die
wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Zudem wurde
im Juni 2023 ein Umlaufbeschluss zur Ausweitung der
geplanten Darlehens-Neuaufnahme durch die Gesellschaft
gefasst.
Am 14.03.2023 wurde als Ergänzung des
Unternehmenskonzepts die Variante der Dekarbonisierung bis
2035 vorgestellt und erörtert. Zudem wurde über
die Abgabe eines Angebotes auf die Ausschreibung
"Deutschlandnetz" des Bundes informiert und beschlossen.
Am 16.05.2023 wurde insbesondere über den
weiteren Fortgang des Projektes RING30 sowie die starke
Belastung des Kundeservice infolge der Energiekrise und
über aktuelle Abhilfemaßnahmen informiert.
Ausführlich wurde aus dem Strategieausschuss berichtet
und zum vorgelegten Unternehmenskonzept als Grundlage
für die weitere strategische Entwicklung der
Gesellschaft Beschluss gefasst. Parallel wurde der Vorstand
mit der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen für
eine Dekarbonisierung der SachsenEnergie beauftragt.
Über den Jahresabschluss 2022 wurde ebenfalls
Beschluss gefasst.
In der Sitzung am 19.09.2023 informierte der Vorstand
u. a. über Maßnahmen des strategischen
Personalmanagements im Zuge des Wachstums der
Unternehmensgruppe. Zudem wurde über das
Investitionsvorhaben zur Erweiterung und Sicherung
der Industriewasserversorgung im Dresdner Nordraum
berichtet und Beschluss gefasst.
Am 28.11.2023 informierte der Vorstand über den
Stand des PMI-Projektes und der erreichten Fusionseffekte.
Ebenso wurde zum Abschluss eines Steuerumlagevertrages
zwischen der SachsenEnergie AG und der Technische Werke
Dresden GmbH berichtet und Beschluss gefasst. Weiterer
Gegenstand der Sitzung war die Risikoberichterstattung und
eine Anpassung des Mengenlimitsystems.
Auch wurde Beschluss über den Wirtschaftsplan
2024 gefasst.
Frau Birgit Freund trat zum 31.01.2023 in den
Ruhestand ein und schied damit aus dem Aufsichtsrat aus.
Zum neuen Aufsichtsratsmitglied wurde auf Vorschlag des
Konzernbetriebsrates durch Beschluss des Amtsgerichts vom
21.03.2023 Herr Heiko Hoffmann bestellt. Herr Jonas
Senftleben legte sein Amt als gewerkschaftliches
Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 30.04.2023 nieder.
Auf Vorschlag der Gewerkschaft ver.di wurde durch
gerichtlichen Beschluss vom 22.05.2023 Herr Frank Franke
zum Aufsichtsratsmitglied bestellt.
Der Aufsichtsrat hat den am 05.07.2023 von der
Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt.
Jahresabschluss 2023, Lagebericht und
Abhängigkeitsbericht sind vom Abschlussprüfer
geprüft und mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat
ausführlich über seine Prüfungen informiert.
Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden
Ergebnis seiner eigenen Prüfung, die Jahresabschluss,
Lagebericht und Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes
umfasst, keine Einwendungen. In seiner Sitzung am
28.05.2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum
31.12.2023 gebilligt, der damit festgestellt ist. An dieser
Sitzung hat der Abschlussprüfer teilgenommen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SachsenEnergie AG
für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im
zurückliegenden Geschäftsjahr.
Dresden, im Mai 2024
Der
Aufsichtsrat
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der SachsenEnergie AG zum 31.
Dezember 2023 wurde am 28. Mai 2024 festgestellt.
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