Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 965
Vorher
ESAG Energieversorgung Sachsen Ost AktiengesellschaftENSO Strom AGENSO AGENSO Energie Sachsen Ost AG
Eingetragen
5.1.2005
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Betätigung auf dem Gebiet der Elektrizitäts- , Gas-, Wärme-, Kälte- und Wasserver- sowie Abwasserentsorgung einschließlich der Beschaffung und Erzeugung, des Vertriebs bzw. der Verteilung von Wärme und Kälte sowie von Elektrizität und Gas und jeweils die Planung, Errichtung und der Erwerb der hierzu erforderlichen Anlagen und Werke; Betätigung auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung und Telekommunikation einschließlich der Planung, Errichtung und des Erwerbs der hierzu erforderlichen Anlagen, sowie der Beschaffung, Vermittlung und des Angebotes entsprechender Dienstleistungen; Durchführung der Stadt- /Straßenbeleuchtung einschließlich der Planung, Errichtung und des Erwerbs der hierfür erforderlichen Anlagen und Werke; Betätigung auf dem Gebiet der Abfallbehandlung einschließlich der Planung, Errichtung und des Erwerbs der hierzu erforderlichen Anlagen und Werke; Beschaffung, Vermittlung und Angebot von Dienstleistungen, die der Deckung des Bedarfs an Energie, des Bedarfs an Trinkund Brauchwasser und des Bedarfs an Abfallentsorgung und Abwasserentsorgung, der Verminderung des Bedarfs an Energie und Wasser, der Vermeidung und Verminderung des Bedarfs an Abfallentsorgung (einschließlich Wiederverwertung) und Abwasserentsorgung oder der Informationsverarbeitung und Telekommunikation dienen; Erbringung von Dienstleistungen aller Art, die vorgenannten Geschäftszwecken unmittelbar oder mittelbar dienen und diese fördern, auch gegenüber anderen Unternehmen, Gemeinden oder Zweckverbänden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mirko Kruse
seit 5.1.2026
Prokura
Axel Pechstein
seit 3.7.2025
Prokura
Prokura
Prokura
Olaf Adermann
seit 14.11.2022
Prokura
Thomas Dr. Edelmann
seit 18.2.2022
Prokura
Prokura
Axel Dr. Cunow
seit 8.7.2021
Vorstandsmitglied
Lars Seiffert
seit 18.1.2019
Vorstandsmitglied
Frank Dr. Brinkmann
seit 15.1.2018
Vorstandsmitglied
Ulrich Sucolowsky
seit 4.7.2016
Prokura
Frank Neuber
seit 1.2.2013
Prokura
Frank Dr. Arnold
seit 11.4.2007
Prokura
Jörg Heger
seit 5.1.2005
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SachsenEnergie AG

Dresden

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SachsenEnergie AG ist der kommunale Energiedienstleister in Ostsachsen. Vorrangig beliefert sie Endkunden und Weiterverteiler mit Strom, Gas und Wärme. Darüber hinaus werden Breitband-Internet und Telefonie angeboten. Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität besitzen höchste Priorität.

Ergänzt wird das Kerngeschäft durch umfassende technische und kaufmännische Dienstleistungen für Ver- und Entsorgungsbetriebe.

Strategie und organisatorische Einbindung

Seit 2021 steht die SachsenEnergie AG zusammen mit der Tochtergesellschaft DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH als größtes kommunales Versorgungsunternehmen Ostdeutschlands für Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie gleichwertige regionale Teilhabe. In diesem Rahmen werden verlässliche Infrastrukturlösungen für Kommunen, Bürger und Wirtschaft in Sachsen bereitgestellt und die Daseinsvorsorge in Stadt und Land gesichert.

Die kapitalintensive Infrastruktur der Energie- und Wasserversorgung, der großräumige Glasfaserausbau sowie der Einsatz neuer Technologien im Rahmen der erneuerbaren Energien werden auch in der Zukunft Schwerpunkte der Investitionstätigkeit des SachsenEnergie Konzerns sein. Sie sind Basis und Kern für die verlässliche Belieferung und Versorgung unserer Kunden und somit auch für die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität der Unternehmensgruppe.

Das im Jahr 2021 begonnene Fusionsumsetzungsprogramm "Post-Merger-Integration" soll im Jahr 2024 abgeschossen werden. Die im Rahmen des Projektes identifizierten Kostensenkungspotentiale wurden bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 erreicht. Auch organisatorisch, strukturell, prozessual und kulturell hat der SachsenEnergie Konzern in den vergangenen Jahren die Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung und Infrastrukturentwicklung gestellt. Das zeigt sich in der fokussierten Ausrichtung der strategischen Geschäftsfelder Kundenwertmanagement, Energienetze, Kraft & Wärme, Wasser sowie Telekommunikation & Breitband. Entstanden ist eine kraftvolle und agile Organisation, die sich in rasantem Tempo weiterentwickelt und im Jahr 2024 um das neue Geschäftsfeld "NaturKraft" wächst, welches zukünftig die Kompetenzen rund um die erneuerbaren Energien bündelt.


Kundenwertmanagement: Wir streben eine Positionierung als umfassender Lösungsanbieter auf dem Markt an. Dabei bleiben wir starker Heimatversorger in unserem Netzgebiet, gleichzeitig wachsen wir und gewinnen Kundinnen und Kunden in ganz Sachsen und bundesweit hinzu. Wir stehen für individualisierte Produkte & Services für unsere Kundengruppen auf Basis standardisierter Produktwelten in kurzen Entwicklungszeiträumen.

Energienetze: Wir machen das Strom- und Gasnetz in Dresden und Ostsachsen fit für die Energiewende. Wir bauen unser Stromnetz massiv aus für die erneuerbaren Energien, machen unsere Gasnetze bereit für die Dekarbonisierung und stellen das Ladenetz für E-Mobilität zur Verfügung.


Kraft & Wärme: Wir bauen Wärmenetze vor allem in Ballungszentren weiter aus und dekarbonisieren die bereits emissionsarme Erzeugung Schritt für Schritt nach wirtschaftlichen Maßgaben und politischer Rahmensetzung. Wir forcieren hierbei die Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung.


Wasser: Wir stellen die Trinkwasserversorgung in Dresden sicher und beliefern angrenzende Wasserversorger. Wir engagieren uns beim Aufbau eines ostsächsischen Fernwasser-Verbundsystems zur Sicherung der Versorgung und Ermöglichung von Industrieansiedlungen. Gleichzeitig versorgen wir den industriestarken Nordraum von Dresden. Dabei fokussieren wir die Substitution von Trinkwasser durch Industriewasser, um somit auch den zukünftigen Mehrbedarf zu decken.


TK/Glasfaser: Wir treiben die flächendeckend neu entstehende Glasfaser-Infrastruktur voran. Wir positionieren uns im Telekommunikationsmarkt als innovativer und regionaler Anbieter in Dresden und Sachsen. Erfolgskriterien sind für uns dabei Kundennähe, Regionalität, Qualität und ein faires Preis-Leistungs-Niveau.


NaturKraft: Wir treiben den Ausbau erneuerbarer Energien in Sachsen voran und setzen Maßstäbe bei der Planung und Umsetzung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten. Wir arbeiten eng mit den Kommunen zusammen und erhöhen die Bürgerakzeptanz durch innovative Beteiligungsformen.

2023 stand die Harmonisierung und Digitalisierung der Prozesse im SachsenEnergie Konzern weiterhin im Vordergrund. Ein Schwerpunkt war auch 2023 die Einführung und Implementierung der künftig in allen Konzernteilen als Standard eingesetzten ERP-Software SAP S/4 HANA, das für die Unternehmensgruppe in den Jahren 2024 und 2025 in Betrieb geht. Das Ergebnis der "Post-Merger-Integration" soll die Basis für den effektiven und effizienten Betrieb sowie für die nachhaltige Weiterentwicklung des SachsenEnergie Konzerns bilden.

SachsenEnergie AG und DREWAG sind Konzernunternehmen der Technischen Werke Dresden GmbH (kurz: TWD). Die TWD ist die konzernsteuernde kommunale Management-, Finanz- und Steuerholding der Landeshauptstadt Dresden mit den Geschäftsbereichen der Energie- und Wasserversorgung, der Entsorgung, des öffentlichen Nahverkehrs, der Dresdner Bäder und den ergänzenden Dienstleistungen. In diesem Rahmen stellt sie auch den steuerlichen Querverbund sicher. Die Unternehmen im Bereich der Energie- und Wasserversorgung sind seitens der TWD in der EnergieVerbund Dresden GmbH (kurz: EVD) konzentriert. DREWAG ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der SachsenEnergie AG.

Wirtschaftsbericht

Energiepolitisches Umfeld - Schwerpunkte 2023

Wie bereits 2022, war auch das Jahr 2023 ein energiepolitisch dynamisch geprägtes Jahr mit umfangreichen Novellen sowie neuen Gesetzen. Im internationalen Kontext wirkte dabei weiterhin der Russland-Ukraine-Krieg auf die Energiewirtschaft sowie die damit verbundene Substitution des russischen Erdgases durch andere Energieträger und -quellen inkl. deren Auswirkungen auf die Energiekosten. Damit im Zusammenhang steht auch der von EU und Bund forcierte Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfügte das Bundesfinanzministerium Ende 2023 eine Haushaltssperre, welche sich auf den Klima- und Transformationsfonds (KTF) und damit auf für die Energiewende zentrale Förderprogramme des Bundes auswirkte.

Energiepolitische Schwerpunktthemen in 2023 waren u. a.:

die Gewährleistung der Versorgungssicherheit,

die Entlastungen für Verbraucher bei hohen Strom- und Gaspreisen,

Schaffung eines Rahmenwerks für ein europäisches und nationales Wasserstoffnetz sowie

die Wärmewende in Gebäuden und Kommunen.


Konkret ergaben sich 2023 auf EU- und Bundesebene folgende energiepolitisch zentrale Änderungen:

Änderungen auf EU-Ebene

Energieeffizienz-Richtlinie

Aus dem EU-Fit-for-55-Maßnahmenpaket wurde am 29. September 2023 die überarbeitete Energieeffizienz-Richtlinie (EED) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die neuen Vorgaben sind innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umzusetzen. Nach den neuen Vorgaben soll der Endenergieverbrauch für das Jahr 2030 um mindestens 11,7 % gegenüber der Projektion aus dem Jahr 2020 sinken. Das allgemeine jährliche Einsparziel wird ebenfalls angehoben. Weitere Regelungen betreffen eine stringente Ausgestaltung des Efficiency-first-Prinzips, das Themenfeld Messen und Abrechnen sowie Maßnahmen gegen Energiearmut. Neu gefasst wurde die Definition für ein effizientes Fernwärmesystem.

Renewable Energy Directive (RED III) - Höhere Ausbauziele & Konzept für "Beschleunigungsgebiete"

Im Oktober 2023 wurde die aktualisierte Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III (RED - Renewable Energy Directive) vom Europäischen Rat angenommen und verbindlich beschlossen. Zum 20. November 2023 ist die Richtlinie in Kraft getreten. Mit der RED III soll die Nutzung erneuerbarer Energien weiter gesteigert und Treibhausgasemissionen verringert werden. Entsprechend der vorhergehenden RED II galt bislang das Ziel, bis zum Jahr 2030 den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 32,0 % zu steigern. Dieses EU-Ziel wurde mit der Novelle auf mindestens 42,5 % angehoben. Ebenfalls wurden verbindliche Ziele für die unterschiedlichen Sektoren eingeführt. So soll bspw. in der Wärmeversorgung bis 2030 ein Anteil von 49 % aus erneuerbaren Quellen stammen. Für den Industriesektor wurde ein verbindliches Ziel für den Einsatz von Wasserstoff und anderen strombasierten Brennstoffen (RFNBO - renewable fuels of non-biological origin) vorgegeben. Dementsprechend sollen 42 % des verbrauchten Wasserstoffes im Jahr 2030 aus erneuerbaren Energiequellen stammen und 60 % bis 2035. Der notwendige Erneuerbare Energien (EE)- und Netzausbau gilt als von überragendem öffentlichem Interesse, sodass bspw. in sogenannten Vorranggebieten auf zeitaufwendige Prüfschritte wie eine zweite Umwelt- und Artenschutzprüfung verzichtet werden kann.

Zum 10. Juli 2023 sind darüber hinaus zwei delegierte Rechtsakte zur RED II (Art. 27 und 28) in Kraft getreten. Im delegierten Rechtsakt zu Art. 27 werden die Kriterien für den Strom festgelegt, der für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff bzw. zur Erzeugung erneuerbarer Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO) im Verkehrssektor genutzt werden darf. Ziel des Rechtsakts war es sicherzustellen, dass dem angespannten Strommarkt möglichst keine benötigten erneuerbaren Energien aufgrund der Herstellung von Kraftstoffen bzw. grünem Wasserstoff entzogen wird. Grundsätzlich ergeben sich aus dem Rechtsakt drei verschiedene Szenarien des grünen Strombezugs, welche die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und zur vollständigen Anrechenbarkeit des erneuerbaren Stroms für die Herstellung von RFNBO führen. Der delegierte Rechtsakt zur RED II befasste sich lediglich mit der Nutzung von Wasserstoff im Verkehrssektor. Mit der RED III wurden die für den Verkehrssektor geltenden Kriterien entsprechend auch auf die Verwendung in den anderen Sektoren übertragen.

Für den SachsenEnergie Konzern sind Investitionen in erneuerbare Energien ein zentraler Investitionsschwerpunkt der nächsten Jahre. Zur Forcierung der Aktivitäten auf der Erzeugungsseite wurde zum Jahreswechsel das neue strategische Geschäftsfeld NaturKraft geschaffen, in dem vor allem die Umsetzung von Solar- und Windkraftprojekten gebündelt ist.

EU-Gaspaket - Rahmen für europäisches Wasserstoffnetz gesetzt

Mit dem "Fit for 55"-Paket der EU von 2021 wurde u. a. ein sogenanntes "Gaspaket" angekündigt, welches aus einer Verordnung und einer Richtlinie zum Gas-Wasserstoff-Binnenmarkt sowie einer Methan-Verordnung bestehen soll. Diese Rechtsvorhaben sollen auf das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 einzahlen und in diesem Zusammenhang auch den Übergang des Gassektors zu erneuerbaren und CO2-armen Gasen gestalten.

Mit der Gasbinnenmarktrichtlinie werden die Vorschriften für die schrittweise Einrichtung eines europäischen Wasserstoffverbundnetzes (EHB - European-Hydrogen-Backbone) festgelegt, welches die Grundlage für die Integration von Wasserstoff in das europäische Energieversorgungssystem schaffen soll. Im Trilog-Verfahren haben sich Parlament, Rat und Kommission der EU Anfang Dezember 2023 darauf geeinigt, dass die Richtlinie ein horizontales Entflechtungsmodell für Wasserstoffnetzbetreiber enthalten soll, d. h. Betreiber nicht gleichzeitig auch Vertrieb und Erzeugung von Wasserstoff verantworten. Gleichzeitig wird diese Regelung jedoch den Mitgliedsstaaten durch eine sogenannte "Opt-Out"-Regelung freigestellt. Von den Regeln zum horizontalen Unbundling sind Fernleitungsnetzbetreiber betroffen, nicht jedoch Verteilnetzbetreiber.

Die dazugehörige Gasbinnenmarktverordnung behandelt primär die Regeln für die Netzbetreiber und umfasst etwa die Planung einer unabhängigen europäischen Wasserstoff-Regulierungsbehörde (ENNOH - European Networks of Hydrogen Networks Operators) sowie eine weitere Reduzierung noch laufender Importe von russischem Erdgas. Die Festlegungskompetenz der jeweiligen Netztarife soll weiterhin bei den nationalen Regulierungsbehörden liegen.

EU-Methanemissions-Verordnung

Zur Eindämmung von Methanemissionen innerhalb des EU-Energiesektors sowie bei Energieimporten haben sich das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten am 15. November 2023 auf neue Regeln geeinigt, die in der EU-Methanemissions-Verordnung zusammengefasst sind.

Anlagenbetreiber innerhalb der EU sind künftig verpflichtet, regelmäßig Methanemissionen zu messen und darüber zu berichten. Davon betroffen sind auch nicht-operative Anlagen. Auch sollen Öl- und Gasunternehmen ihre Anlagen regelmäßig auf Methanlecks überprüfen und diese ggf. umgehend reparieren. Routinemäßiges Entlüften und Abfackeln im Öl- und Gassektor ist künftig auf unvermeidbare Umstände beschränkt.

Für die mit dem Import von Öl, Gasen und Kohle verbundenen Methanemissionen soll eine Methan-Transparenzdatenbank eingerichtet werden. Importeure und EU-Betreiber sollen hierbei Daten über Methanemissionen melden, welche dann der Öffentlichkeit bereitgestellt werden.

Für den Betrieb unserer Erdgasnetze bedeuten die neuen Vorgaben eine deutliche Erhöhung des Prüf- und Dokumentationsaufwandes, obwohl die Leckageverluste nur sehr gering sind.

Reform des EU-Strommarktdesigns soll den Markt stabilisieren

Ende 2023 endeten die Trilog-Verhandlungen über eine Novellierung des EU-Strommarktdesigns. Ziel der Reform ist es, die Strommärkte langfristig zu stabilisieren, indem Endkunden vor hohen Energiepreisen geschützt und Preisschwankungen an den Großhandelsbörsen reduziert werden sowie die Wettbewerbsfähigkeit der erneuerbaren Energien gestärkt wird. Die grundsätzlichen Marktregeln, bzw. das Merit-Order-Prinzip, bleiben jedoch erhalten. Die erzielte vorläufige Einigung muss noch von Rat und Parlament der EU gebilligt und förmlich angenommen werden, um Verbindlichkeit zu erlangen.

Änderungen auf Bundesebene

Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) - mindestens 65 % EE-Anteil bei neuen Heizungen

Im Bundesgesetzblatt wurde am 19. Oktober 2023 die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) veröffentlicht, welche zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist. Mit dem geänderten Gesetz wird die Dekarbonisierung des Wärmesektors im Gebäudebereich adressiert und der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen sowie der Warmwasserbereitstellung forciert. Das Gesetz fokussiert auf Wärmepumpen und Wärmenetze, wobei die lokal wirtschaftlich sinnvollsten Optionen unter Einbezug von Fördermitteln zuvor über die kommunale Wärmeplanung identifiziert werden sollen. Zentraler Inhalt des GEG ist die Pflicht zu einem Anteil erneuerbarer Energien oder unvermeidbarer Abwärme i. H. v. mindestens 65 % bei Heizungserneuerung im Gebäudebestand und im Neubau von Gebäuden. Diese Regelung greift für Bestandsgebäude und baulückenschließende Neubauten jedoch erst mit Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung (vgl. Wärmeplanungsgesetz - WPG). Für Gebäude mit Perspektive eines Fernwärmeanschlusses wird eine Übergangsfrist von 10 Jahren eingeräumt, wenn die Heizungsanlage ausgetauscht werden muss. Die gelieferte Wärme muss dann zu 65 % aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme bestehen. Bei direktem Anschluss an ein bestehendes Wärmenetz ohne Zwischenlösung gelten die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes an Wärmenetze. Für Regionen, die laut Wärmeplan mit Wasserstoff versorgt werden sollen, hat der Gasnetzbetreiber bis 2028 darzulegen, wie die Wasserstoffversorgung gewährleistet werden kann.

Wärmeplanungsgesetz (WPG) - Wärmewende beginnt in den Kommunen

Eng mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) verknüpft ist das Ende 2023 verabschiedete und zum Januar 2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz (WPG), welches die verpflichtende Erstellung von kommunalen Wärmeplänen (kWP) vorsieht. Ziel der Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis spätestens 2045 aufzuzeigen. Bestehende Wärmenetze müssen bis 2030 zu mindestens 30 % und bis 2040 zu 80 % mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Bei neuen Wärmenetzen liegt dieser Mindestanteil bei 65 %. Die im Wärmeplan für das jeweilige Untersuchungsgebiet favorisierten Technologien zur Wärmeversorgung wirken sich entsprechend auch auf die Infrastruktur aus, weshalb Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber eine zentrale Rolle bei der Wärmeplanung einnehmen.

Für Kommunen mit über 100.000 Einwohnern sollen die Wärmepläne bis zum 30. Juni 2026 vorliegen, während kleinere Kommunen zwei Jahre länger Zeit haben. Da der Bund die Kommunen nicht direkt verpflichten kann, werden mit dem WPG formal die Bundesländer verpflichtet, für die Umsetzung des Bundesgesetzes Sorge zu tragen. Der Freistaat Sachsen muss den rechtlichen Rahmen noch spezifizieren.

Die Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns werden die Umsetzung der neuen Vorgaben aus GEG und WPG basierend auf der Energieverteilstrategie für die Verteilnetze aktiv begleiten. Dies betrifft sowohl die Unterstützung der Kommunen bei der Durchführung der kommunalen Wärmeplanung, die Energieverteilstrategie und damit die Erstellung zukunftssicherer Wärmeversorgungslösungen für die Kunden.

Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) - Planung eines Wasserstoff-Kernnettes und Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur

Im Juni 2023 veröffentlichte die Bundesregierung die Fortschreibung der ersten Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus dem Jahr 2020. Die Fortschreibung sieht u. a. den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland vor, die mit dem Wasserstoffmarkt wächst und in den europäischen Binnenmarkt eingebettet ist. Das sogenannte "Wasserstoffkernnetz" mit einer Länge von 9.700 km soll die Versorgung von Schlüsselindustrien und Regionen mit Wasserstoff sicherstellen und bereits bis 2032 in Betrieb gehen. Die Zielstellung für die heimische Elektrolyseleistung bis 2030 wird auf 10 GW angehoben.

Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG 2023) hat die Bundesregierung die notwendigen Rechtsgrundlagen für das Wasserstoffkernnetz geschaffen, wonach sich die Ausprägung, bzw. der Verlauf des Kernnetzes, auf die Ermöglichung eines überregionalen Transports von Wasserstoff konzentrieren soll. Hierfür sollen die verschiedenen Fernleitungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur (BNetzA) einen gemeinsamen Antrag auf ein entsprechendes Wasserstoffkernnetz zur Genehmigung vorlegen.

Der SachsenEnergie Konzern hat erreicht, dass die Anbindung der Landeshauptstadt Dresden an das Wasserstoffkernnetz in den Antragsentwurf der FNB Gas (Zusammenschluss der Fernleitungsnetzbetreiber "FNB Gas e. V.") aufgenommen wurde. Auch für die Verbrauchsschwerpunkte im Industriebogen Meißen wurden entsprechende Erweiterungsmeldungen veranlasst. Den finalen Antrag werden die FNB Gas bis Mai 2024 an die BNetzA übermitteln, welche dann abschließend über die Realisierung der gemeldeten Leitungsabschnitte entscheiden wird. Abseits des Kernnetzes wird die Wasserstoffversorgung über das Gasverteilnetz erfolgen. Die Vorbereitungsarbeiten dafür haben bereits begonnen.

Neben den Regelungen zum Wasserstoffkernnetz wurde mit der EnWG-Novelle auch einem Urteil des europäischen Gerichtshofs zur Stärkung der Bundesnetzagentur Rechnung getragen. Diese soll künftig frei über Netzentgelte und Netzzugänge entscheiden können und unabhängiger vom deutschen Verordnungsgeber sein. Ebenfalls Bestandteil der EnWG-Novelle ist die Einführung des Prinzips "Nutzen statt Abregeln" von erneuerbaren Energien im Stromsektor. Für eine Netzentgeltbefreiung können nach 2008 errichtete Elektrolyseure und Speicher anstatt wie bisher 2026, nun bis spätestens 2029 in Betrieb genommen werden. Für 2024 wurden bereits weitere Novellierungen des EnWG angekündigt.

Novelle Messstellenbetriebsgesetz - Digitalisierung der Energiewende

Das Inkrafttreten des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) am 27. Mai 2023 setzte den Startpunkt des von der Branche lange geforderten rechtssicheren Rollouts von intelligenten Messsystemen. Für Verbraucher bis 100.000 kWh/a - das umfasst alle Privatkunden - und Anlagen bis 100 kW können die Messstellenbetreiber den Rollout auf freiwilliger Basis sofort beginnen oder fortsetzen. Zur Pflicht wird das Rollout für grundzuständige Messstellenbetreiber spätestens ab 1. Januar 2025.

Novelle Energieeffizienzgesetz (EnEfG) - bessere Nutzung vorhandener Energiepotenziale

Am 18. November 2023 ist das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft getreten. Es setzt, im Vorgriff auf die neue EU-Energieeffizienzrichtlinie, Ziele für die jährliche Endenergieeinsparung mit einer besonderen Vorbildwirkung der öffentlichen Hand. Neu sind Regelungen für Informationspflichten zu Abwärmepotenzialen und Abwärmenutzungspflichten für Rechenzentren. Die Anzahl von Unternehmen, die Energie- oder Umweltmanagementsysteme einrichten müssen, wurde durch Absenkung von Grenzwerten erweitert. Bei den Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns sind Energie- und Umweltmanagementsysteme bereits etabliert und es ist bereits die Abwärmeeinspeisung eines Rechenzentrums in das Dresdner Fernwärmenetz in Umsetzung.

Klimaschutzprogramm 2023 - Bundesregierung gibt sich einen Dekarbonisierungsfahrplan

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden und bis 2030 sollen zunächst knapp zwei Drittel aller Emissionen eingespart sein. Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund am 4. Oktober 2023 das Klimaschutzprogramm 2023 im Kabinett beschlossen. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird die bestehende Klimaschutzlücke bis 2030 durch zahlreiche zusätzliche Maßnahmen deutlich reduziert. Das Klimaschutzprogramm listet diese Maßnahmen nach Sektoren getrennt auf.

Keine Verlängerung der Strom- & Gaspreisbremsen bis 2024

Mit Blick auf die signifikant angestiegenen Energiekosten wurden bereits Ende 2022 die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Unternehmen in Deutschland beschlossen. Sie waren das gesamte Jahr 2023 wirksam, wurden jedoch nicht über den Jahreswechsel hinaus verlängert.

Für den Erdgas- und Wärmeverbrauch galt: Für Endkunden mit Standardlastprofil sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurden 80 % des Erdgasverbrauches mit 12 Cent/kWh bzw. 80 % des Wärmeverbrauches mit 9,5 Cent/kWh berechnet. Bei Industriekunden wurden für 70 % des Erdgasverbrauches 7 Cent/kWh bzw. 7,5 Cent/kWh beim Wärmeverbrauch festgelegt. Mit den Kontingenten von 80 % bzw. 70 % wurden weiterhin Sparanreize beim Energieverbrauch gewährleistet. Auch die Strompreisbremse umfasste ein sogenanntes Basispreiskontigent, bei dem eine bestimmte Strommenge zu einem vergünstigten Preis angeboten wurde: Endkunden mit einem Verbrauch von bis zu 30.000 kWh erhielten demnach ein auf 40 Cent/kWh gedeckeltes Kontingent für bis zu 80 % ihres historischen Netzbezuges. Bei Kunden mit einem höheren Jahresverbrauch wurden 70 % des historischen Netzbezuges auf 13 Cent/kWh gedeckelt. Die Differenzbeträge zu den tatsächlichen Energiekosten wurden den Energieversorgungsunternehmen erstattet.

Die Umsetzung der Preisbremse war eine große organisatorische Herausforderung, da im laufenden Betrieb in bestehende Abrechnungssysteme eingegriffen werden musste. Sie konnte nur mit erheblicher Mehrarbeit unserer Beschäftigten bewältigt werden, da neben der technischen Umsetzung auch ein erhöhtes Niveau an Kundenanfragen zu bewältigen war. Dem SachsenEnergie Konzern ist es gelungen, insbesondere bei der Belieferung der Stromkunden, fast vollständig Preise unterhalb des Limits der Preisbremse anzubieten.

Haushaltsfinanzierungsgesetz zum Bundeshaushalt 2024 - Stromsteuersenkung statt Industriestrompreis & Anhebung des CO 2-Preises ab 2024

Um insbesondere die stromintensive Industrie bei den gestiegenen Stromkosten zu entlasten, wurde seit April 2023 umfangreich über die Einführung eines sogenannten "Industriestrompreises" diskutiert. Innerhalb der Bundesregierung war man sich dabei jedoch lange uneins über die konkrete Ausgestaltung. Im November 2023 einigte sich die Koalition schließlich darauf, die Stromsteuer für alle Betriebe des produzierenden Gewerbes ab dem Jahr 2024 für mindestens zwei Jahre von derzeit rund 2 Cent/kWh auf den europäischen Mindestwert von 0,05 Cent/kWh abzusenken. Sofern im Bundeshaushalt eine Gegenfinanzierung sichergestellt werden kann, soll diese Regelung bis 2028 verlängert werden. Das entsprechende Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 wurde am 15. Dezember 2023 im Bundestag verabschiedet und vom Bundesrat gebilligt. Im Gegenzug für die Stromsteuersenkung entfällt der bisher geltende Spitzenausgleich.

Ebenfalls Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes ist eine Anhebung der Festpreise im Brennstoffemissionshandelsgesetz. Dieses wird dahingehend angepasst, dass der CO 2-Preis im Jahr 2024 von 30 EUR/t auf 45 EUR/t und ab 2025 von 45 EUR/t auf 55 EUR/t erhöht wird. Die Änderung betrifft vor allem den privaten Gasverbrauch und Kfz-Kraftstoffe.

Ursprünglich sollte es für 2024 einen Zuschuss des Bundes an die Übertragungsnetzbetreiber i. H. v. EUR 5,5 Mrd. zur Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte geben. Darauf hatte sich die Bundesregierung mit dem Strompreispaket vom 9. November 2023 geeinigt. Infolge des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichtes wurden diese EUR 5,5 Mrd. jedoch im Bundeshaushalt 2024 wieder eingespart und sind somit nicht mehr Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes 2024. Dies hat deutlich gestiegene Netzentgelte der Übertragungsnetze zur Folge. Der SachsenEnergie Konzern hat die Entscheidung getroffen, den hieraus resultierenden Anstieg der Strompreise nicht über seine Stromtarife an die Privatkunden weiterzugeben.

Forschung und Entwicklung

Die eigene Zukunft unter den Randbedingungen der Energiewende und der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung zu gestalten, erfordert die proaktive Beschäftigung mit neuen Trends und Marktchancen. Dafür beteiligt sich die SachsenEnergie an ausgewählten perspektivreichen Projekten, aus denen Ansätze für neue Dienstleistungen, Effizienzverbesserungen oder eine noch bessere Servicequalität hervorgehen können.

Mit dem Forschungsvorhaben dymoBat - KI unterstützte Kommunikationstechnologien zur dynamischen Optimierung von Energiespeichern zur Frequenzstabilisierung und Energieversorgung - wird erforscht, ob und wie das bidirektionale Laden von Elektrofahrzeugen in Kombination mit der 5G-Technologie für die Systemsicherheit Anwendung finden kann. Das Forschungsvorhaben wird durch die TU Dresden, Deutsche Telekom Professur für Kommunikationsnetze geleitet. Weitere Partner sind die SAP AG, Meshmerize GmbH, CampusGenius GmbH, Comfort Charge GmbH sowie die Landeshauptstadt Dresden.

Im September 2023 wurde das seit 2017 laufende Projekt "MAtchUP" [1] abgeschlossen, welches unter dem EU-Programm HORIZON 2020 gefördert wurde und an dem sich der SachsenEnergie Konzern zusammen mit europäischen Partnern beteiligte. Ziel des Projektes war es, Ansätze für weitere Städte zu geben, um diese Konzepte zu adaptieren, wofür in einem Testquartier potenziell replizierbare Smart-City-Konzepte zur Digitalisierung und Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz implementiert wurden. Erarbeitet und umgesetzt wurden u. a. Projekte mit der Wohnungswirtschaft zu Photovoltaik und Mieterstrom mit flexiblen Tarifen. Im Bereich der Elektromobilität entstanden neue Ladepunkte sowie ein verbessertes Bezahl- und Abrechnungssystem für Ladevorgänge. Die Auswirkungen von Schnellladern auf die Wirksamkeit eines netzstabilisierenden Großspeichers konnten innerhalb von MAtchUP analysiert werden. Zur Dekarbonisierung der Energieversorgung wurde die Reduzierung der Vorlauftemperaturen (LowEx) des Fernwärmesystems untersucht, als Voraussetzung für die Integration volatiler erneuerbarer Energien.

Das unter dem EU-Programm HORIZON Europe geförderte Projekt "NEUTRALPATH" wurde im Januar 2023 gestartet und ist mit einer Laufzeit von fünf Jahren angesetzt. Der SachsenEnergie Konzern untersucht als Projektpartner innerhalb des europäischen Konsortiums, wie Städte zukünftig klimaneutral gestaltet werden können. In Dresden wurden dafür zwei Testquartiere definiert, welche durch die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen eine positive Energiebilanz erreichen sollen. Ein zentraler Forschungsbestand ist die saisonale Absenkung des Temperaturniveaus der Fernwärmeversorgung. Ziel soll es sein, das Verhalten von Sekundärnetzen bei verringerten Temperaturen und die Trinkwarmwasserbereitung unter den geänderten Bedingungen zu untersuchen. Weiterhin soll der Ausbau schnellladefähiger bidirektional steuerbarer Infrastruktur für die Elektromobilität weiter vorangetrieben und ladedynamische Abrechnungstarife entwickelt werden.

In 2023 wurden die bisherigen Projektergebnisse reflektiert sowie die zukünftige Ausrichtung von energy.NEXT im Kernteam Innovationsmanagement erarbeitet. Die Ausbildung neuer agiler Coaches in 2023 liefert einen essentiellen Beitrag zur weiteren Stärkung der Innovationsfähigkeit der SachsenEnergie AG. Gestützt durch den konzernweiten Rollout von Kollaborationswerkzeugen kann die agile Arbeitsweise von allen Mitarbeiten angewandt und in den Arbeitsalltag integriert werden. Das Kommunikationsformat "mit" macht allen Geschäftsbereichen Themen wie Agilität, Interdisziplinarität und Kunden-/Nutzenorientierung zugänglich. Zum weiteren Ausbau der Innovationsfähigkeit und der Operationalisierung wurde eine neue Projektvereinbarung abgeschlossen.

SachsenEnergie AG arbeitet mit dem Startup- Accelerator SpinLab im Bereich Scouting und Entwicklung von Kooperationen mit strategisch relevanten Startups zusammen. Die neu gegründeten Unternehmen sollen als externe Impulse dienen, um Innovationen zu fördern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dafür wird den Fachbereichen von SachsenEnergie AG zu mehreren Terminen im Jahr eine Auswahl an relevanten Unternehmen vorgestellt, bei Bedarf der Kontakt vermittelt und eine potenzielle Zusammenarbeit unterstützt. Die strategischen Geschäftsfelder erhalten Zugang zu den Lösungen dieser jungen Unternehmen, die potenziell bei Lösungsentwicklung und Wachstum helfen können.

[1] MAximizing the UPscaling and replication potential of high level urban transformation strategies, https://www.matchup-project.eu/, aufgerufen am 11.12.2023
Wirtschaftliches Umfeld

Bereits im ersten Quartal des Jahres 2023 wurde in Deutschland kein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Während dann im zweiten und dritten Quartal das Wirtschaftswachstum noch stagnierte, ging es im vierten Quartal gegenüber 2022 um 0,2 % zurück. Im Gesamtjahr 2023 gab das Bruttoinlandsprodukt damit um 0,3 % nach.

Preisentwicklung

Die Energiemärkte haben sich im Jahr 2023 im Vergleich zu den Vorjahren beruhigt. Die erheblichen Verwerfungen an den Terminmärkten Gas und Strom wie im Jahr 2022 traten 2023 nicht mehr auf. Seit dem Peak Mitte August 2022 sind die Preise am Großhandelsmarkt gefallen, doch es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist.

Aktuell sind die Gasflüsse nach Deutschland laut Angaben der BNetzA stabil und ausgeglichen. Die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im aktuellen Winter schätzt die BNetzA mittlerweile als gering ein. Die gesetzliche Festlegung, zum 1. November des Jahres 95 % der Gasspeicher befüllt zu haben, wurde früher erfüllt als gefordert. Bereits Ende September wurden 95 % erreicht, per Ende Dezember 2023 lag der Speicherfüllstand immer noch auf diesem Niveau.

Gas (THE CAL +1) wurde im Jahr 2023 mit rund 53 EUR/MWh gehandelt. Das milde Winterwetter des Jahres 2023, gut gefüllte Gasspeicher und zusätzliche LNG-Importe führten dazu, dass die Gaspreise nachgaben und sich dem Niveau von unmittelbar vor Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine näherten. Für den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) wurden zusätzliche Terminals in Deutschland in Betrieb genommen. Der Anteil von LNG an den gesamten Gasimporten lag im Jahr 2023 bei 7 %.

Erstmalig wurden bilanziell im Gesamtjahr 56 % der Elektroenergie in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung gestellt.

Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis in Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 137 EUR/MWh (Base CAL +1) und liegt damit um ca. 54 % unter dem Durchschnittspreis des Vergleichszeitraums 2022. Verglichen mit dem Durchschnittspreis des Jahres 2021 i. H. v. rund 88 EUR/t bewegten sich die Preise dennoch auf einem hohen Niveau.

Der CO 2-Preis, welcher für die Stromerzeugung aus Gas- und Kohlekraftwerken eine erhebliche Rolle spielt, betrug im Jahr 2023 rund 85 EUR/t und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau.

Geschäftsverlauf

Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick

Die SachsenEnergie AG zieht für das abgelaufene Geschäftsjahr eine positive Bilanz. Mit EUR 232,1 Mio. liegt das Ergebnis vor Ergebnisabführung weit über dem Vorjahreswert und auch über dem geplanten Wert (EUR 175,1 Mio.).

SachsenEnergie AG
2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 3.799.416 2.626.182
Ergebnis vor Steuern (EBT) TEUR 288.150 175.381
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung TEUR 232.101 168.706
Investitionen TEUR 359.559 175.439
Mitarbeitende zum 31. Dezember (inkl. Auszubildende und Vorstand) Anzahl 647 532


Ergebniserhöhungen resultieren in großem Maße aus den in 2022 eingestellten Rückstellungszuführungen für drohende Verluste Strom und Gas (EUR 70,3 Mio.) als Folge der aktuellen Situation an den Strom- und Gasmärkten, die im Jahr 2023 teilweise verbraucht oder aufgelöst werden konnten (EUR 68,3 Mio.).

Dekarbonisierung im SachsenEnergie Konzern

Das Ziel des SachsenEnergie Konzerns, möglichst bis 2035, spätestens bis 2045, klimaneutral zu werden, soll mit dem im Juni 2023 vom Aufsichtsrat beschlossenen Konzept DECARB35+ umgesetzt werden. Das geschäftsfeld-übergreifende Programm umfasst die Vermeidung von Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom und Wärme in den eigenen Kraftwerken, dem Ausgleich von Netzverlusten sowie im Fuhrpark entstehen. Da ca. 90 % der zu vermeidenden Emissionen des SachsenEnerige Konzerns in der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden entstehen, ist die Ergrünung der Fernwärmeversorgung, ein zentraler Bestandteil des Dekarbonisierungskonzeptes. Dessen Umsetzung soll durch die Nutzung industrieller Abwärme, den Einsatz von Großwärmepumpen und -speichern sowie weiteren Elektrodenheizkesseln erfolgen. Neue entscheidende Bausteine zur Neutralisierung der CO2-Emissionen sind die thermische Abfallverwertung sowie später auch der Einsatz von Wasserstoff.
"RING30"

Beispielhaft für die schrittweise Realisierung des Dekarbonisierungskonzeptes ist das Projekt RING30. Im April 2023 erfolgte die Gründung der RING30 GmbH, einer einhundertprozentigen Tochter der SachenEnergie AG, mit dem Ziel der Errichtung und dem Betrieb einer Anlage zur klimaschonenden Aufbereitung und energetischen Verwertung von Restabfällen der Stadt Dresden. Die dabei gewonnene Energie soll zur Bereitstellung von Wärme und Strom genutzt werden. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Planungs- und Genehmigungsphase und wird voraussichtlich 2030 den Dauerbetrieb aufnehmen.

Das neue gemeinsame Ausbildungszentrum in Dresden-Reick

Im Rahmen der Personalbeschaffung hat die eigene Ausbildung im SachsenEnergie Konzern eine wesentliche Bedeutung. Wichtig hierbei ist u. a. ein attraktives Arbeits- und Ausbildungsumfeld mit moderner Gebäude-Infrastruktur. Dafür werden die beiden bisherigen Ausbildungsstätten zusammengelegt und ein neues repräsentatives Ausbildungszentrum am Innovationsstandort Dresden-Reick errichtet. Damit verbunden ist die umfassende Sanierung eines Bestandsgebäudes sowie die Errichtung eines Nebengebäudes. Kürzere Wege werden so zukünftig für eine noch engere Zusammenarbeit der Ausbildungsteams sorgen und die fachbereichsübergreifende Unternehmenskultur fördern.

Ausbau der Wasserversorgung

Die Landeshauptstadt Dresden ist bereits heute der größte Standort der Halbleiter-Industrie in Europa. In den nächsten Jahren wird mit der weiteren Neuansiedlung von branchenähnlichen Firmen gerechnet. Die mit diesen Ausbauplänen verbundene Ausweitung der Produktionskapazitäten wird dazu führen, dass sich die Nachfrage an Industriewasser durch die Halbleiterindustrie in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verdoppelt oder gar verdreifacht. Damit wird sich der Anteil dieses Industriezweiges am Gesamtwasserbedarf Dresdens von derzeit 30 % auf ca. 50 % bis zum Jahr 2030 erhöhen.

Um dieser erhöhten Nachfrage der stark wachsenden Chip-Industrie an Industriewasser bei gleichzeitigem Erhalt der hohen Versorgungssicherheit der Dresdner Bevölkerung mit Trinkwasser gerecht zu werden, soll bis 2030 ein neues Flusswasserwerk und das dazugehörige Transportsystem im Dresdner Nordraum errichtet werden. Mit dem Bau dieses Flusswasserwerkes wird die Industriewasserversorgung von der Trinkwasserversorgung entkoppelt, so dass industrielle Neuansiedlungen und Erweiterungen ermöglicht werden, ohne die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung zu beeinträchtigen.

Parallel dazu werden bis 2026 die bestehenden Wasserwerke Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz ertüchtigt und das Reserve-Wasserwerk Albertstadt erneut in Betrieb genommen.

Bereits Anfang des Jahres 2023 wurde die Wasserfassung Saloppe mit 15 Uferfiltrat-Brunnen zur ausschließlichen Belieferung von Unternehmen im Dresdner Norden in Betrieb genommen. Damit hat der SachsenEnergie Konzern einen ersten wichtigen Schritt zur Errichtung eines umfangreichen reinen Industriewassersystem getan.

Telekommunikationsdienstleistungen

Mit dem Start der neuen SachsenGigaBit-Marke für den Privat- und Gewerbekundenmarkt sind im September 2023 eine Reihe von Marketingaktivitäten im öffentlichen Raum sowie auch innerhalb des SachsenEnergie Konzerns angelaufen. Gleichzeitig wird mithilfe der neuen Kundenplattform der im Wettbewerb erforderliche Automatisierungs- und Effizienzgrad nun erfolgreich abgebildet. Die Zahl der Vertriebspartner konnte erhöht werden (28 Vertriebspartner mit insgesamt 44 Filialen), um auch hier die Sichtbarkeit und Bekanntheit der neuen Marke im gesamten Versorgungsgebiet auszudehnen.

Neben der Etablierung der neuen Telekommunikationsmarke wird auch der Aufbau eines zukunftsweisenden Glasfasernetzes für Dresden seit Ende 2023 in den nördlichen Stadtgebieten Dresden-Hellerau, -Klotzsche, -Rähnitz und -Wilschdorf vorangetrieben. Im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmern wird das Glasfasernetz, unabhängig von der sogenannten Vorvermarktungsquote, bis in den Keller bzw. die Wohnung bei Mehrfamilienhäusern kostenfrei errichtet.

Außerhalb Dresdens wurde bereits im Juli 2023 die Partnerschaft zwischen der Wohnungswirtschaft Bautzen und der SachsenGigaBit formell begründet. Im Oktober erfolgte dann die offizielle Unterschrift zum partnerschaftlichen Glasfaserausbau für die Bautzner Wohnungsbaugesellschaft sowie der Bautzner Mietergenossenschaft GAIA eG. Der Bau der Netzebene 3 wird von der Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbHübernommen. Die SachsenEnergie AG baut die Netzebene 4 und bietet Produkte an.

Im März 2023 konnte der Zuwendungsbescheid für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge final unterzeichnet werden. Das Projekt mit einem Volumen von EUR 123 Mio. ist das bisher größte Breitbandausbauprojekt für die SachsenEnergie AG und das größte Einzelprojekt, welches der Landkreis je beschlossen hat. Insgesamt werden bis Ende des Jahres 2026 11.000 Adressen erschlossen.

Schaffung einer gemeinsamen Hauptverwaltung: das SachsenEnergie Center

Mit der Fertigstellung eines Anbaus an das bestehende Gebäude CITY CENTER zum 1. Juli 2022 konnten neue Räume für die Mitarbeitenden in einer modernen Arbeitsumgebung geschaffen werden. Der Anbau zeichnet sich dabei durch großzügige, lichtdurchflutete Büros, vielfältige Mehrwertflächen, Teamküchen, begehbare begrünte Dachterrassen und viele Think-Tanks aus.

Das alte Bestandsgebäude wird seit Sommer 2022 umfassend saniert. Nach abgeschlossener Sanierung ab Mitte 2024 werden auch diese Räume wieder bezogen. Damit entsteht eine neue gemeinsame Hauptverwaltung des SachsenEnergie Konzerns: das SachsenEnergie Center.

Zertifizierung des Informationssicherheits- sowie des Umwelt- und Energiemanagementsystems

Die SachsenEnergie AG betreibt seit dem Jahr 2008 ein Umweltmanagementsystem. Das Überwachungsaudit durch die Umweltgutachter der OmniCert Umweltgutachter GmbH, Bad Abbach, im Jahr 2023 bestätigte die Verbesserung der umweltbezogenen Leistung und die Wirksamkeit des Managementsystems nach der internationalen Norm ISO 14001. Die aktuelle Zertifizierung behält bis November 2024 ihre Gültigkeit.


Im Rahmen des Überwachungsaudits wurde das Unternehmen ebenfalls nach ISO 50001 geprüft, womit der Nachweis der fortlaufenden Verbesserung der Energieeffizienz sowie der normkonformen Messung und Verifizierung der energiebezogenen Leistung erbracht werden konnte. Als integriertes Umwelt- und Energiemanagement sind die Systeme Bestandteil einer Verbundzertifizierung im SachsenEnergie Konzern.

Bereits seit dem Jahr 2017 stellen sich Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns erfolgreich Audits zur Informationssicherheit gemäß bzw. äquivalent zur ISO/IEC 27001 und arbeiten seitdem auch hinsichtlich dieser Thematik sehr eng zusammen.



Im Jahr 2023 wurde dies mit einer erfolgreichen Erst-Zertifizierung der übergreifenden ISO/IEC 27001-Matrix-Zertifizierung für die SachsenEnergie AG als weiterer Meilenstein bestätigt.

Sie deckt insbesondere die Aspekte der Informationssicherheit im Bereich der Informationstechnologie ab. Somit wird die Informationssicherheit im Rahmen der Bereitstellung und des Betriebes von IT-Services zur Unterstützung des sicheren Betriebes kritischer Infrastrukturen sowie zur Ausübung des technischen Betriebes intelligenter Messsysteme gewährleistet.

SachsenEnergie AG als TOP-Lokalversorger ausgezeichnet



Die SachsenEnergie AG wurde vom Energieverbraucherportal 1 in den Sparten Strom und Gas als "TOP-Lokalversorger 2023" ausgezeichnet. An diesem Siegel erkennen Strom- und Gaskunden auf einen Blick ein Energieunternehmen mit: transparenter Preispolitik, Engagement und Investitionen in die eigene Region, einem hohen Stellenwert an Umweltgesichtspunkten und mit einer hohen Servicequalität.

1 Vgl. Energieverbraucherportal, http://www.energieverbraucherportal.de (22.01.2024)

SachsenEnergie AG ist "Herausragender Regionalversorger 2022/23"



Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) 2 hat die SachsenEnergie AG in den Bereichen Strom und Gas für ihre Leistung hinsichtlich Kundenservice, Internetauftritt, Tarifoptionen, Nachhaltigkeit und regionales Engagement als "Herausragender Regionalversorger 2022/23" ausgezeichnet. Unseren Kunden bestätigt es einmal mehr: mit SachsenEnergie AG haben sie einen zuverlässigen und kompetenten Partner rund um das Thema Energie direkt in ihrer Region.

2 Vgl. Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien, www.dtgv.de/tests/regionalversorger (22.01.2024)

Zukunftsorientiertes Personalmanagement

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die SachsenEnergie AG 580 Mitarbeitende (i. Vj. 481) und 64 Auszubildende (i. Vj. 48) sowie drei Vorstände.

Strategisches Personalwachstum im Konzern SachsenEnergie

Der personelle Ausbau der strategischen Geschäftsfelder, die Betreuung und Entwicklung der Mitarbeitenden in Veränderungssituationen, die Digitalisierung der Personalarbeit, die begleitende Umsetzung von Strukturänderungen sowie die Ausgestaltung neuer kollektivrechtlicher arbeitsvertraglicher Regelungen sind beispielhaft für die vielfältigen Schwerpunkte in der Personalarbeit. Ziel ist es, die Unternehmensziele, insb. den Wachstumskurs des SachsenEnergie Konzerns, bestmöglich zu unterstützen.

Die strategische Personalplanung, die seit vielen Jahren in einem jährlichen Dialogprozess gemeinsam mit den Fachbereichen fortgeschrieben wird, ist mit der Konzernbetriebsvereinbarung "Strategische Personalplanung" systematisch weiterentwickelt worden. Neben formalen Standards für den Planungsprozess wurden Kennzahlen für ein regelmäßiges Reporting an die Interessenvertretungen definiert, um die Transparenz für alle am Prozess beteiligten Instanzen zu erhöhen. Planungsrelevante Kennzahlen werden mit den Fachbereichen und Interessenvertretungen mindestens halbjährlich beraten. Im Kontext der strategischen Personalplanung wurden zudem sogenannte Schlüsselpositionen in der Unternehmensgruppe definiert. Ziel dabei ist, für die organisatorisch und finanziell bedeutenden Positionen präventive Maßnahmen für Vakanzen zu definieren, so z. B. organisatorische (z. B. Bildung von Redundanzen), prozessuale (z. B. frühzeitige Sicherung des Erfahrungs- und Fachwissens) und personenbezogene Maßnahmen (z. B. langfristige Aus- und Weiterbildung).

Aktuelle Herausforderungen der Personalarbeit

Herausforderungen aus dem demographischen Wandel im Einzugsgebiet der Unternehmensgruppe sowie die prognostizierten Altersabgänge stellen im Hinblick auf die Wachstumsziele der Unternehmensgruppe hohe Ansprüche an den Recruiting-Prozess. Rechtzeitig die geeigneten Recruiting-Maßnahmenzu ergreifen, ist ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter. Neben den klassischen Informationskanälen wurde erfolgreich über "Active Sourcing" in sozialen Netzwerken und durch Karrieremessen neues Personal für die Unternehmensgruppe akquiriert. Mit der erfolgreichen Einführung des Mitarbeiterempfehlungsprogramms "TalenteFinder" wurden die Mitarbeitenden aktiv in die Besetzung vakanter Stellen eingebunden. Über eine digitale Plattform engagieren sich die Mitarbeiter als "Markenbotschafter" und bewerben Stellenausschreibungen eigenmotiviert über vielfältige weitere Kanäle. Mit diesem Kanalmix wurde die Reichweite für unterschiedliche Zielgruppen verbessert. So konnten mit den angestoßenen Initiativen die Bewerbungseingänge erhöht und qualitativ verbessert werden.

Zur Erhöhung der Effizienz und Transparenz haben u. a. die erfolgreiche Einführung der digitalen Personalakte, die Digitalisierung der Arbeitsberichte und das Go-Live des "EnergieCampus" beigetragen. Manuelle Arbeitsvorgänge auf Papier konnten somit reduziert und eine effiziente Daten- und Informationsverarbeitung etabliert werden. Auf diesem Weg frei gewordene Ressourcen konnten dadurch erfolgreich bei Wachstumsprojekten unterstützen.

Im Rahmen des langfristig angelegten Projektes "energy.Work" begleiten die Bereiche Personal und Liegenschaften gemeinsam mit dem Bereich Unternehmenskommunikation insb. die Veränderung der Arbeitswelt, u. a. in den Themengebieten mobiles Arbeiten, Desksharing und der optimalen Nutzung des neuen SachsenEnergie Centers. Damit verbunden sind Vorbereitungen für den im Jahr 2024 vorgesehenen Bezug des sanierten Bestandsgebäudes am Hauptbahnhof (früher: City Center) und die dadurch ermöglichte Zusammenführung der strategischen Geschäftsfelder und Corporate-Bereiche an einem Standort.

Ausbildung

Neben der externen Personalbeschaffung spielte auch die eigene Ausbildung eine entscheidende Rolle bei der Personalbeschaffung. Konstant hohe Bewerberzahlen und die erfolgreiche Besetzung der Ausbildungsplätze für kaufmännische und technisch-gewerbliche Ausbildungsberufe sowie duale Studiengänge belegen die hohe Reputation als Ausbildungsbetrieb. Auch die hohe Qualität der eigenen Ausbildung lässt sich nachweisen. So wurde die SachsenEnergie AG von der Industrie- und Handelskammer Dresden wiederholt als "Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb" geehrt. Zudem wurde ein Auszubildender als IHK-Kammerbester und ein Auszubildender als IHK-Landesbester geehrt. Zur Förderung von besonders guten Ausbildungsleistungen beteiligt sich die Unternehmensgruppe am Berufswettbewerb "WorldSkills Germany". Im Jahr 2023 konnten die Teilnehmenden einen 2. Platz im Segment Elektroinstallation sowie einen 2. und 3. Platz im Segment Anlagenelektrik erringen.

Um die eigene betriebliche Ausbildung zukunftsorientiert, modern und attraktiv aufzustellen sowie die bisherigen zwei Ausbildungszentren zu vereinen, wurde mit dem Ausbau des Ausbildungszentrums in Dresden-Reick begonnen. Die komplette Fertigstellung ist für das Jahr 2026 geplant.

Zur Berufsorientierung erhalten Schüler*innen beispielsweise bei Schülerpraktika oder Karrieremessen einen realistischen Einblick in das Aufgabenportfolio der Unternehmensgruppe. Studierende bekommen die Möglichkeit, über Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudenten-Tätigkeiten und das individuell gestaltete Traineeprogramm den SachsenEnergie Konzern als Arbeitgeber kennenzulernen. Die überwiegende Mehrheit der Trainees kann an die Unternehmensgruppe dauerhaft gebunden werden. Studierende, die einmal Aufgaben, z. B. als Praktikant, absolviert haben, werden für offene Vakanzen aktiv angesprochen und eingesetzt.

Um den zukünftigen Bedarf an Fachkräften des Unternehmens decken zu können, wurde das Ausbildungsportfolio in 2023 erweitert: der duale Studiengang "Informationstechnologie" sowie die Ausbildungsberufe "Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung" und "Fachinformatiker für Systemintegration" wurden neu aufgenommen.

Employer Branding und Personalmarketing

Zur Stärkung der Position als attraktiver Arbeitgeber wurde im Rahmen des Employer Branding die Arbeitgebermarke "SachsenEnergie" strategisch weiterentwickelt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung von Botschaften, die das Recruiting mit zielgruppenspezifischer und aufmerksamkeitsstarker Bildsprache unterstützen. Im Jahr 2023 wurde neben Printanzeigen und digitalen Media-Flights auf sozialen Netzwerken eine gezielte Kommunikationsmaßnahme für die Zielgruppe Auszubildende und Studierende umgesetzt. Mit einem Hochschulkonzept wird die systematische Stärkung des Recruitings von akademischen Nachwuchskräften gefördert. Kernelemente sind das Traineeprogramm, die Kooperationen mit regionalen Hochschulen und die aktive Interaktion auf zielgruppenspezifischen Veranstaltungen und digitalen Kanälen.

Personalentwicklung

Die SachsenEnergie AG orientiert sich bei der Bereitstellung eines vielfältigen Bildungskataloges an den strategischen Bedarfen der Unternehmensgruppe (u. a. zu Themen Führung, Nachwuchs- und Persönlichkeitsentwicklung, Agilität, Digitalisierung) sowie an den u. a. im Rahmen der Mitarbeitergespräche adressierten Weiterbildungsbedarfen der Mitarbeitenden und Führungskräfte. Kompetenzbasierende Angebote ermöglichen eine individuelle Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der heterogenen Anforderungen in der Unternehmensgruppe. Das Portfolio von fachlichen, methodischen und persönlich-sozialen Themen fördert und unterstützt das lebenslange Lernen. Rund 1.200 interne Weiterbildungsmaßnahmen mit rund 9.800 Teilnahmen wurden erfolgreich durchgeführt. Im dynamischen Wachstum haben die Führungskräfte und deren systematische Weiterentwicklung eine besondere Bedeutung. Zur Vorbereitung ihrer verantwortungsvollen Aufgaben wurden insb. neue Führungskräfte vor der Übernahme der Führungsfunktion zu den Themen Mitarbeiterführung, Gesprächsführung und Arbeitsrecht im Rahmen von Grundlagenmodulen geschult.

Zur Förderung und Stärkung der Führungsrolle in komplexen Arbeitssituationen wurden neue Angebote zur Führungskräfteentwicklung sowie die Durchführung von Führungskräftepraxistagen mit allen Führungskräften umgesetzt. Im Zentrum standen dabei Erwartung und Rolle der Führungskräfte im Kontext des Wachstumsprozesses und die Ausgestaltung damit verbundener Entwicklungen und Veränderungen in den eigenen Struktureinheiten. Thematisiert wurden dabei auch die unternehmensweiten Leitplanken für Führung, Zusammenarbeit und Kommunikation, welche Orientierung für das Miteinander geben und sowohl die Neuausrichtung als auch die Strategie- und Kulturentwicklung der Gruppe unterstützen.

Zukunftsgestaltung steht in engem Zusammenhang mit dem Erwerb neuer Kenntnisse und Qualifikationen, um den sich rasch ändernden Anforderungen begegnen zu können. In der Konzernbetriebsvereinbarung zur Qualifizierung/Weiterbildung wurden Standards festgeschrieben und Fördermechanismen für Fort- und Aufstiegsqualifizierungen geregelt. Die Einführung der digitalen Lernwelt der Unternehmensgruppe - dem sogenannten "EnergieCampus"- bietet den Mitarbeitenden die Möglichkeit, Arbeiten und Lernen orts- und zeitunabhängig nach Bedarf zu verbinden. Der Wissensstand kann dabei in individuellem Lerntempo mittels kurzer Lernformate in digitalen und hybriden Veranstaltungen systematisch erweitert werden.

Das Nachwuchsförderprogramm "Energieträger" wird fortgesetzt und stetig an neue Anforderungen angepasst. Damit wird ein wichtiger Baustein zur internen Fach- und Führungskräfteentwicklung geleistet. Zusätzlich trägt das Programm zur Motivation und -bindung ausgewählter Talente bei.

Systematische Mitarbeiterbefragungen sind als Grundlage themenbezogener Kulturentwicklung in der Unternehmensgruppe etabliert. Auf den Ergebnissen der jüngsten Befragung zu den Schnittstellen zwischen Abteilungen aufsetzend, wurden sowohl Dialogprozesse zwischen den Abteilungen zur Verbesserung der erkannten Schwachstellen initiiert als auch neue Handlungsfelder identifiziert und Verbesserungen sowie Change-Maßnahmen für Führungskräfte, Teams und die Unternehmensgruppe insgesamt abgeleitet.

Mitarbeitergesundheit und -bindung

Mit zielgruppenspezifischen Gesundheitsangeboten wurden die Gesundheitskompetenz der Mitarbeitenden gefördert sowie ihre Motivation und Leistungsfähigkeit gestärkt. Zur Stärkung der Mitarbeitergesundheit und -bindung wurde ergänzend zu den langjährig bestehenden Sportangeboten in der Unternehmensgruppe eine umfassende Kooperation mit Urban Sports Club für ein Firmenfitnessmodell geschlossen. Den Mitarbeitenden wird dadurch der Zugriff auf Europas vielfältigstes Sport- und Wellness-Angebot ermöglicht.

Durch "meinEAP" (Employee Assistance Program) besteht für Mitarbeitende und ihre Angehörigen die Möglichkeit, professionelle Unterstützung sowohl bei Alltagsthemen als auch bei ernsten beruflichen oder privaten Krisen in Anspruch zu nehmen.

Im Zuge der baulichen Verschmelzung des SachsenEnergie Centers und des ehemaligen City Centers verantwortet der Personalbereich die Neukonzeption und Einführung des Gastronomiekonzeptes für die Mitarbeiterverpflegung an vier Standorten in Dresden. Nach Abschluss der Konzeptphase wurde die Ausschreibung für die Bewirtschaftung in 2023 begonnen. Der Bewirtschaftungsbeginn an den Standorten ist für die zweiten Jahreshälfte 2024 vorgesehen.

Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Absatzentwicklung

Der Stromabsatz 2023 liegt bei 10.233 GWh (i. Vj. 8.877 GWh) und damit über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Absatz an Großkunden und in der Portfoliooptimierung begründet.

Der Absatz an Kleinkunden (inkl. Mehr-/Mindermengenabrechnung) liegt im Geschäftsjahr 2023 mit 1.018 GWh (i. Vj. 1.044 GWh) geringfügig unter dem Vorjahreswert. An Großkunden wurden 3.800 GWh (i. Vj. 3.326 GWh) und an Weiterverteiler 1.395 GWh (i. Vj. 1.467 GWh) abgesetzt. Die Lieferungen an andere Stromhändler im Rahmen der Portfoliooptimierung (2.949 GWh) zuzüglich der konzerninternen Stromlieferungen (1.071 GWh), im Wesentlichen aus Direktvermarktung von EEG-Einspeisemengen, liegen deutlich über dem Vorjahresniveau (i. Vj. in Summe 3.040 GWh).

Der Gasabsatz 2023 beträgt 15.968 GWh (i. Vj. 16.968 GWh). Der Rückgang ist insbesondere in geringerem Absatz im Rahmen der Portfoliooptimierung begründet.

Der Absatz an Kleinkunden (inkl. Mehr-/Mindermengenabrechnung) im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 2.034 GWh lag leicht unter dem Vorjahreswert von 2.112 GWh. Bei den Großkunden verringerte sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr leicht auf 2.377 GWh (i. Vj. 2.615 GWh). An Weiterverteiler wurden 6.277 GWh (i. Vj. 6.081 GWh) geliefert. Im Rahmen der Portfoliooptimierung an andere Händler wurden 5.280 GWh (i. Vj. 6.160 GWh) Gas abgesetzt.

Wesentlicher Bestandteil der Portfoliooptimierung ist der Abgleich des langfristigen Kaufs von Strom und Gas mit dem tatsächlich eintretenden Bedarf (Im kurzfristigen Stromhandel [Spotmarkt] werden Stromlieferungen in sowohl 15-Minuten- als auch Stunden-Blöcken gehandelt).

Entwicklung wesentlicher Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöseliegen mit EUR 3.799,4 Mio. um EUR 1.173,2 Mio. über dem Vorjahr (EUR 2.626,2 Mio.).


Die Erlöse aus Stromlieferungen (Handel und Erzeugung) stiegen überwiegend preisbedingt um EUR 903,3 Mio. auf EUR 2.284,1 Mio. (i. Vj. EUR 1.380,8 Mio.). Die Erlöse aus Gaslieferungen erhöhten sich mit EUR 1.247,0 Mio. (i. Vj. EUR 1.022,5 Mio.) überwiegend preisbedingt um EUR 224,5 Mio.

Die übrigen Umsatzerlöse betragen EUR 268,3 Mio. (i. Vj. EUR 222,8 Mio.) und resultieren u. a. aus Pachterlösen aus den von SachsenEnergie AG an die SachsenNetze HS.HD und die SachsenNetze verpachteten Strom- und Gasnetzanlagen, aus Dienstleistungsentgelten von verbundenen Unternehmen und Dritten, aus Datenverarbeitung, aus Erlösen aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen, weiterverrechneten nationalen Emissionszertifikaten sowie aus Wärmeerlösen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 98,8 Mio. um EUR 26,7 Mio. über dem Vorjahr von EUR 72,1 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der Inanspruchnahme und der Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand beläuft sich auf EUR 3.590,5 Mio. (i. Vj. EUR 2.445,3 Mio.). Ausschlaggebend für den Anstieg sind in erster Linie die preisbedingt höheren Strom- und Gasbezugsaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir durch den Verkauf von Futuregeschäften Erträge in zukünftige Perioden verlagert, was das aktuelle Jahresergebnis zu deren Gunsten beeinträchtigt (EUR 71,3 Mio.).

Der Personalaufwand liegt mit EUR 47,1 Mio. über dem Vorjahreswert (i. Vj. EUR 38,4 Mio.). Die Ursachen hierfür sind Tarifsteigerungen, eine im Vergleich zum Vorjahr höhere durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden und Rückstellungszuführungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen EUR 62,0 Mio. Aufgrund des unverändert hohen Investitionsvolumens erhöhen sie sich um EUR 1,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr (i. Vj. EUR 60,5 Mio.).

Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf EUR 105,3 Mio. (i. Vj. EUR 135,6 Mio.) resultiert vor allem aus Rückstellungszuführungen im Geschäftsjahr 2022 für drohende Verluste aus Strom- und Gasverkäufen, die im aktuellen Geschäftsjahr 2023 nicht mehr in dem Volumen gebildet werden mussten.

Das Finanzergebnis (Posten 9 bis 13 der GuV) von EUR 201,2 Mio. (i. Vj. EUR 159,3 Mio.) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 41,9 Mio. verbessert. Der Anstieg resultiert aus Erträgen aus Gewinnabführungen von EUR 202,2 Mio. (i. Vj. EUR 146,7 Mio.), vor allem bedingt durch um EUR 51,0 Mio. höhere Gewinnabführungen der DREWAG.

Die Übernahme der Verluste der SachsenNetze, der SachsenNetze HS.HD, der SachsenServices, der SachsenGigaBit, der SachsenIndustriewasser, der RING30 und der SachsenEnergie Delta GmbH (i. Vj. nur SachsenNetze und SachsenServices) aufgrund der Verlustausgleichsverpflichtungen aus den Gewinnabführungsverträgen wirkt sich 2023 mit EUR -10,7 Mio. (i. Vj. EUR -7,5 Mio.) negativ auf das Jahresergebnis aus.

Die Ertragsteuern haben sich aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 neu abgeschlossenen Steuerumlagevertrags mit der TWD um EUR 49,0 Mio. auf EUR 51,9 Mio. erhöht.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung an EVD und vor Einstellung in die Gewinnrücklagen beträgt EUR 232,1 Mio. (i. Vj. EUR 168,7 Mio.).

Finanzlage

Investitionen und Instandhaltung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen (inkl. Finanzanlagen) i. H. v. EUR 359,6 Mio. (i. Vj. EUR 175,4 Mio.) getätigt.

Stromnetz

Die SachsenEnergie AG verpachtet für das Medium Strom sämtliche Netze und Anlagen an SachsenNetze HS.HD.

Die SachsenEnergie AG investierte nach den Vorgaben der Pächterin im Jahr 2023 EUR 74,8 Mio. (i. Vj. EUR 45,6 Mio.) in das Netz und die Anlagen zur Stromversorgung.

Hauptschwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die Erweiterung und Erneuerung von 110-kV-Leitungen, 110-kV-Umspannwerken inklusive Beschaffung Transformatoren, Mittel- und Niederspannungsleitungen, Umspannstationen und die Errichtung von Kundenanschlüssen.

Im Rahmen des Programms zur Gewährleistung der technischen Sicherheit von bestehenden 110-kV-Freileitungen im Sinne des § 49 Energiewirtschaftsgesetzes wurden diesbezügliche Maßnahmen an ausgewählten Masten und Leitungsabschnitten, u. a. an den Leitungsanlagen Lauba-Friedersdorf, Streumen-Zeithain, Hirschfelde-Schmölln sowie Eschdorf-Oberputzkau, durchgeführt.

Im Bereich der 110-kV-Umspannwerke lag der Schwerpunkt in 2023 auf der Fortführung der Mehrjahresvorhaben, u. a. Umspannwerke Bautzen/Süd und Neustadt/Sa.

Im östlichen Teil des Versorgungsgebietes, in den Regionalbereichen Bautzen und Görlitz, erfolgte vorrangig die kundengetriebene Spannungsumstellung von 10 kV auf 20 kV zur Erhöhung der Übertragungsfähigkeit der Mittelspannungsnetze.

Gasnetz

Die SachsenEnergie AG verpachtet für das Medium Gas das Hochdrucknetz und zugehörige Anlagen an SachsenNetze HS.HD sowie die Mittel- und Niederdrucknetze und zugehörige Anlagen an SachsenNetze.

Die Investitionen in das Gasnetz betrugen im Geschäftsjahr 2023 nach den Vorgaben der Pächter EUR 12,1 Mio. (i. Vj. EUR 12,8 Mio.).

Bei der Erneuerung lag der Fokus auf der Ablösung von Netzleitungen entsprechend der festgelegten Nutzungsdauern. Umfangreiche Erneuerungen wurden an den Hochdruckleitungen Großdubrau-Auritz sowie Bad Schandau-Krippen vorgenommen. Neben Maßnahmen am Gasleitungsnetz erfolgten Erneuerungen von Heizungen und einer Odorieranlage im Bereich der Hochdruck-Gasanlagen.

Breitbandinfrastruktur

Seit 2015 baut der SachsenEnergie Konzern die Breitbandinfrastruktur im Netzgebiet stufenweise aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden EUR 73,3 Mio. (i. Vj. EUR 30,2 Mio.) investiert. Im Jahr 2023 begann der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und in der Stadt Riesa. Die laufenden Projekte (u. a. Landkreis Görlitz, Sebnitz, Landkreis Bautzen, Bannewitz, Lommatzsch, Ebersbach, Lampertswalde und Diera-Zehren) werden fortgesetzt. Das Breitband-Vorhaben in Priestewitz wurde im August 2023 erfolgreich abgeschlossen. Mit der Strategie, den geförderten Ausbau auch eigenwirtschaftlich zu ergänzen, wurde Priestewitz vollständig mit Glasfaser erschlossen. Zur Investitionssicherung erfolgt parallel die Vorbereitung der Hausanschlüsse von nicht förderberechtigten Adressen und der weitere Ausbau der netzdienlichen Infrastruktur.

Sachanlagen Bereich Kraft & Wärme - Kraftwerksparte

In Erzeugungsanlagen wurden im Jahr 2023 EUR 1,7 Mio. (i. Vj. EUR 4,1 Mio.) investiert.

Es wurde mit der Planung einiger Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien begonnen. Beispiele hierfür sind die Genehmigungsplanung für den Windpark Neupetershain mit einer Gesamtleistung von etwa 37 MW und die Flächenplanung für die Photovoltaikanlage Jänkendorf mit einer geplanten Leistung von etwa 50 MWp.

Begonnen wurde außerdem mit der Planung der Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung am Standort Königswartha.

Übrige Investitionen

Die übrigen Investitionen der SachsenEnergie AG im Jahr 2023 betrugen EUR 60,5 Mio., darunter EUR 19,2 Mio. in die Informationsverarbeitung und die IT-Infrastruktur sowie EUR 39,6 Mio. im Liegenschaftsbereich. Weiterhin wurden ca. 1,7 Mio. € in Energiedienstleistungen (E-Mobilität, verpachtete PV-Anlagen, Straßenbeleuchtung) investiert.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen betrugen im Jahr 2023 insgesamt EUR 137,0 Mio. Neben der Übernahme des Gesellschafterdarlehens der DREWAG (EUR 100,0 Mio.) wurde in Geschäftsanteile, u. a. an der Quittel GmbH (EUR 10,4 Mio.), der SachsenIndustriewasser GmbH (EUR 5,0 Mio.), der Projektgesellschaft Barlinek in Polen (EUR 3,0 Mio.), der Ring30 GmbH (EUR 2,0 Mio.) sowie der SachsenEmobil GmbH (EUR 1,0 Mio.) investiert. Darüber hinaus wurden Ausleihungen an das verbundene Unternehmen DIGImeto GmbH & Co. KG (EUR 15,0 Mio.) getätigt.

Die Investitionen des Jahres 2023 waren zum großen Teil fremdfinanziert.

Kapitalflussrechnung

Die Liquidität der SachsenEnergie AG war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert.

Kapitalflussrechnung 2023 2022

TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 130.375 291.948
Cashflow aus Investitionstätigkeit -299.866 -23.668
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 207.574 -218.196


Der Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Verbindlichkeiten und gestiegene Forderungen verursacht.

Infolge von Liquiditätsabflüssen aus dem Zugang von Sach- und Finanzanlagevermögen hat sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Aufgrund der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie von Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit positiv. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Änderung des DRS 21 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Aufgrund der Änderung des DRS 21 durch DRÄS 13 werden nur Cashpool-Verbindlichkeiten im Finanzmittelfonds ausgewiesen. Ferner werden Auszahlungen für erhaltene Zuschüsse nunmehr im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt. Entsprechend wurde die Darstellung im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr angepasst.

Der Finanzmittelfonds betrug am 31. Dezember 2023 EUR 111,5 Mio. (i. Vj. EUR 73,4 Mio.) und setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 156,9 Mio. (i. Vj. EUR 73,4 Mio.) saldiert mit Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 45,4 Mio. (i. Vj. EUR 0 Mio.) zusammen.

Die Effektivverschuldung und die kurzfristige Liquidität haben sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:



2023 2022 2021
Effektivverschuldung 3 EUR Mio. 702 541 616
Kurzfristige Liquidität 4 % 118 106 71

3 Effektivverschuldung = Fremdkapital-Umlaufvermögen 4 Kurzfristige Liquidität = Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten
Die freien Kreditlinien der SachsenEnergie AG zum 31. Dezember 2023 bei Banken betrugen EUR 228,0 Mio.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 2.582,4 Mio. (i. Vj. EUR 2.037,2 Mio.).

Im Anlagevermögen steht einem Investitionsvolumen (ohne Finanzanlagen) von EUR 222,6 Mio. eine Abschreibungssumme von EUR 62,0 Mio. gegenüber. Der Anstieg der Finanzanlagen um EUR 137,0 Mio. beruht auf Zugängen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen von EUR 115,5 Mio. und Anteilen an verbundenen Unternehmen von EUR 21,5 Mio. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 59,5 % (40,0 % ohne Finanzanlagen). Insgesamt ist das Anlagevermögen um EUR 295,3 Mio. gestiegen.

Der Anstieg des Umlaufvermögens um EUR 241,9 Mio. auf EUR 1.030,5 Mio. zum 31. Dezember 2023 (i. Vj. EUR 788,6 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 161,5 Mio.), an Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 25,6 Mio.) und an Guthaben bei Kreditinstituten (EUR 83,5 Mio.). Gegenläufig haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände reduziert (EUR 31,2 Mio.). Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist verursacht durch gestiegene Forderungen aus Strom- und Gaslieferungen gegen Großkunden. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 25,6 Mio. auf EUR 409,0 Mio. resultiert aus gestiegenen Forderungen aus Ergebnisabführungen und sonstigen Forderungen aus Cashmanagement. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände ist hauptsächlich auf gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 25,8 Mio. geringere hinterlegte Sicherheiten für die Teilnahme am Energiehandel zurückzuführen.

Die Veränderung der Passivseite der Bilanz ist im Wesentlichen durch die Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals (EUR 142,2 Mio.), bedingt durch die Einstellung des anteiligen Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen, sowie die Erhöhung der Rückstellungen (EUR 184,2 Mio.) und der Verbindlichkeiten (EUR 189,2 Mio.) geprägt. Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen resultiert hauptsächlich aus höheren Rückstellungen für Beschaffungskosten für den Strom- und Gasbezug (EUR 210,6 Mio.). Gegenläufig haben die Rückstellungen für Drohverluste aus Strom- und Gasverkauf abgenommen (EUR 56,5 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten beruht hauptsächlich auf höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten infolge von Darlehensaufnahmen (EUR 253,7 Mio.). Gegenläufig haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines früheren Buchungsschlusses, der gleichzeitig zu höheren Rückstellungen geführt hat, abgenommen (EUR 149,1 Mio.).

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt EUR 850,3 Mio. Das wirtschaftliche Eigenkapital - unter Zurechnung anteiliger Sonderposten und Baukostenzuschüsse gemindert um das Sonderverlustkonto - liegt bei EUR 950,9 Mio.

Die mittel- und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten haben am Gesamtkapital einen Anteil von 29,4 %, die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 33,8 %. Damit decken Eigenkapital sowie lang- und mittelfristiges Fremdkapital das Anlagevermögen zu 111 %.

In der nachfolgenden Tabelle ist die Entwicklung von wesentlichen Bilanzkennzahlen der jüngsten drei Jahre zusammengefasst:


2023 2022 2021

% % %
Investitionsdeckung (ohne Finanzanlagen) 5 28 53 47
Vermögensstruktur 6 60 61 71
Fremdkapitalquote 7 67 65 64
Bilanzielle Eigenkapitalquote 8 33 35 36

5 Investitionsdeckung = Abschreibung immaterielles Vermögen und Sachanlagevermögen/Investitionen ins immaterielle Vermögen und Sachanlagevermögen 6 Vermögensstruktur = Anlagevermögen/Bilanzsumme 7 Fremdkapitalquote = Fremdkapital/Bilanzsumme 8 Bilanzielle Eigenkapitalquote = bilanzielles Eigenkapital/Bilanzsumme
Der Vorstand schätzt die wirtschaftliche Lage der SachsenEnergie AG als stabil ein.

Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG

Die SachsenEnergie AG führt die folgenden Tätigkeiten im Sinne des § 6b EnWG durch:

Elektrizitätsverteilung,

andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors

Gasverteilung,

andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors,

andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.


Tätigkeitsabschlüsse werden für die regulierten Bereiche Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze erstellt und veröffentlicht.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit der SachsenEnergie AG werden neben finanziellen auch nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen herangezogen. Beide spielen für die Unternehmensentwicklung eine wichtige Rolle.

Am bedeutsamsten für die interne Unternehmensteuerung ist die Verwendung der betriebswirtschaftlich ermittelten Kenngröße "Betriebliches Ergebnis vor Steuern" (EBT). Dieses ist bereits im Abschnitt "Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick" dargestellt.

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erfasst die SachsenEnergie AG regelmäßig die Absatzmengen für Strom und Gas sowie die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte SachsenEnergie 580 Mitarbeitende und 64 Auszubildende sowie drei Vorstände. Im folgenden Jahr 2024 wird von einem Aufbau der Mitarbeiterzahlen ausgegangen (679 Mitarbeitende), wobei die Anzahl der Vorstände konstant bleiben soll. Die Zahl der Auszubildenden wird sich voraussichtlich geringfügig auf 63 reduzieren.

Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen

Mit Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG sowie § 25 Abs. 1 EG-AktG mitbestimmte Aktiengesellschaften verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand sowie den ersten beiden Führungsebenen nach dem Vorstand Zielgrößen festzulegen.

Für die SachsenEnergie AG wurden zuletzt folgende Frauenanteile beschlossen, die bis zum 30. Juni 2027 erreicht werden sollen (Beschluss des Aufsichtsrates vom 21. September 2022; Vorstandsbeschluss vom 21. Dezember 2022):

Aufsichtsrat: 30 %

Vorstand: 30 %

erste Führungsebene (Bereichsleiter): 10 %

zweite Führungsebene (Abteilungsleiter): 30 %


Im Aufsichtsrat war die Zielgröße zum Jahresende 2023 nicht erfüllt, da nur vier von 20 Mandaten (20 %) im paritätisch mitbestimmten Aufsichtsrat durch Frauen besetzt waren. Die konkrete Besetzung der Sitze der Anteilseigner beruht auf internen Entscheidungen der Hauptaktionäre Landeshauptstadt Dresden (Stadtrat) und KBO. Hinzuweisen ist darauf, dass im Stadtrat der Landeshauptstadt die Zahl der männlichen Stadträte die Zahl der weiblichen Stadträte deutlich übertrifft, was sich letztlich in der Zusammensetzung der Stadtratsvertreter in den städtischen Unternehmen widerspiegelt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmerseite wurden im gesetzlich vorgesehenen Weg auf Initiative der Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmervertretungen und der vertretenen Gewerkschaften bestimmt.

Im Vorstandsbereich war die Zielgröße zum 31. Dezember 2023 nicht erreicht. Der Vorstand ist aktuell mit drei Männern besetzt. Sollte künftig über eine Neubesetzung eines Vorstandspostens zu entscheiden sein, muss die beschlossene Zielgröße im Nachbesetzungsprozess mit bedacht werden.

In der ersten Führungsebene der SachsenEnergie AG liegt der Anteil an Frauen zum Abschlussstichtag bei 0 %. Innerhalb der zweiten Führungsebene beträgt der Frauenanteil 26 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unverändert (i. Vj. 0 %). In der zweiten Führungsebene veränderte er sich geringfügig (i. Vj. 24 %). Aufgrund der geringen Fluktuation in den ersten beiden Führungsebenen können die selbstgestellten Zielgrößen erst mittelfristig erreicht werden.

Prognosebericht

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Laut im November 2023 bestätigtem Wirtschaftsplan plant die SachsenEnergie AG für das Jahr 2024 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 219 Mio. und wird damit wesentlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Einen wesentlichen Teil des Unternehmensergebnisses machen die Ergebnisübernahmen aus den Abführungsverträgen (insbesondere DREWAG) aus. Diese liegen im Plan 2024 geringfügig über dem Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung der Ergebnisübernahmen liegt das geplante Ergebnis vor Steuern im Jahr 2024 wesentlich unter dem Vorjahresergebnis, begründet insbesondere durch die hohen Auflösungen von Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 sowie höhere geplante Abschreibungen und höheren Personalaufwand im Jahr 2024.

Es wird von folgender voraussichtlicher Absatzentwicklung für das Jahr 2024 ausgegangen:

eine deutliche Zunahme der Strom- und Gaslieferungen aufgrund von insgesamt höheren Absätzen bei Großkunden und in der Portfoliooptimierung: zum Planungszeitpunkt wurde davon ausgegangen, dass mit der DREWAG bestehende Kundenverträge auslaufen und zukünftig alle neuen Verträge mit der SachsenEnergie AG abgeschlossen werden

entsprechend dieser Absatzentwicklung deutlich über dem Vorjahresniveau liegende Umsatzerlöse und Beschaffungsaufwendungen.


Weiterhin hängt die voraussichtliche Ergebnisentwicklung der SachsenEnergie AG wesentlich von den energiewirtschaftlichen und politischen Regelungen und Rahmenbedingungen ab.

Geplante Investitionen

Der Investitionsrahmen der SachsenEnergie AG beinhaltet für das Jahr 2024 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von EUR 383,1 Mio.

Besondere Schwerpunkte der kommenden Jahre sind:

Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Netzbereich

Ausbau von Breitbandinfrastruktur

Erweiterung der Infrastruktur Telekommunikationsnetze

Investitionen in die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung, insb. für die Errichtung von dezentralen Wärmepumpen mit unterschiedlichen Wärmequellen

Investitionen in erneuerbare Energien (u. a. in die Projekte Photovoltaikanlage Jacobsthal und WEA Reinsdorf I) und in energienahe Dienstleistungen

Investitionen in die Informationsverarbeitung (u. a. Umstellung des Abrechnungssystems und Einführung SAP S/4 HANA als neues ERP-System)

Ersatz und Erweiterung der Liegenschaften (u. a. Sanierung Bestandsgebäude SachsenEnergie Center)

Investitionen in Finanzanlagen.

Auswirkungen Russland-Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt

Die weiteren Auswirkungen des noch immer andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind weiterhin weder geopolitisch noch energiepolitisch und wirtschaftlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt absehbar.

Auch der seit Oktober 2023 eskalierte israelisch-arabische Konflikt sowie die Befürchtung vor einer Ausweitung auf Nachbarländer hat zu einer angespannten und unsicheren geopolitischen Lage geführt, dessen wirtschaftliche Folgen derzeit noch nicht vollständig abschätzbar sind.

Somit sind auch eine belastbare Prognose und eine vollumfängliche Bewertung der Folgen dieser Konflikte für Unternehmen und Verbraucher nicht möglich.

Die SachsenEnergie AG beobachtet die aktuelle Lage genau und bewertet sie regelmäßig entlang der bestehenden Vorsorgepläne neu.

Für das Jahr 2024 geht SachsenEnergie AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt vom Erreichen des geplanten EBT aus.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Ziel des Risikomanagements der SachsenEnergie AG ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dazu erfasst der Risikomanagementprozess die potenziellen Abweichungen von der geplanten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den dargelegten Planungszeitraum. Abweichungen von dieser Planung werden als Risiken und Chancen erfasst. Der Betrachtungsschwerpunkt im Risikomanagement liegt auf dem mittelfristigen Planungszeitraum. Hinzu kommen Risiken und Chancen über diesen Zeitraum hinaus, wenn sie von besonderer Bedeutung sind.

Der Risikomanagementprozess umfasst als wesentliche Bestandteile die Identifikation, Analyse mit Bewertung, Frühwarnung, Steuerung und Dokumentation mit Berichterstattung. Zur Umsetzung dieses Prozesses folgt das Risikomanagement der SachsenEnergie AG sowohl einem zentralen als auch einem dezentralen Ansatz. Während das zentrale Risikomanagement insbesondere für einheitliche Prozesse und Methoden sowie für die Berichterstattung zuständig ist, werden durch dezentral angesiedelte Risikobeauftragte fachspezifische aktuelle Informationen ausgewertet. Das zentrale Risikomanagement übernimmt in Umsetzung der Funktionstrennung auch Überwachungsaufgaben für marktnahe Strukturen im Sinne der MaRisk 9 .
Generelle Festlegungen zum Risikomanagement sind in allgemeingültigen Richtlinien geregelt. Für marktnahe Strukturen existiert eine spezifische Untersetzung der allgemeinen Regelungen. Aktuelle Fragen und Sachverhalte dieser Strukturen werden jährlich mehrfach in einem Risikoausschuss behandelt. Dieser ist interdisziplinär besetzt.

Der vorstehend beschriebene Risikomanagementprozess ist ein kontinuierlicher Prozess, welcher jährlich mit einer Risiko- und Chancenbestandsaufnahme beginnt. Die dort aufgenommenen Sachverhalte bilden die Basis für eine quartalsweise Berichterstattung. Zu diesen Berichtsterminen werden die betrachteten Sachverhalte aktualisiert und um neu hinzugekommene ergänzt. Da Risiken häufig grundsätzlich abschätzbar, aber dennoch zufällig sind, werden für diese Fälle Monte-Carlo-basierte Modelle verwendet, die mithilfe einer Simulationssoftware umgesetzt werden. Damit sind sowohl für Risiken als auch für Chancen etablierte Value-at-Risk-Aussagen möglich. Sind Sachverhalte aus objektiven Gründen nicht quantifizierbar, werden sie verbal in die Berichte aufgenommen.

Bei Bedarf erfolgt unabhängig von diesem Berichtsraster eine zusätzliche aktuelle Beurteilung von Sachverhalten nach dem beschriebenen Risikomanagementprozess.

DREWAG, SachsenNetze, SachsenNetze HS.HD und andere verbundene Unternehmen sind direkt in das Risikomanagementsystem eingebunden.

9 MaRisk: Mindestanforderungen an das Risikomanagement
Aktuelles Risikoumfeld

Insgesamt sieht sich die SachsenEnergie AG gegenwärtig mit einer fortwährend hohen Volatilität an den Energiemärkten konfrontiert. Ursächlich hierfür sind die weiterhin unsicheren globalen Lieferketten bei Erdgas durch mögliche langandauernde und besonders intensive Kälteperioden, eine mögliche Einstellung der Erdgasbelieferung durch Russland an andere europäische Staaten und die damit einsetzende solidarische Lieferpflicht (bspw. Österreich), sowie die Störungen der LNG-Lieferketten im Roten Meer im Kontext des Nahost-Konfliktes. Hierdurch sind jederzeit starke Ausschläge der Großhandelspreise und damit der Beschaffungskosten zur Kundenbelieferung möglich.

Gleichzeitig erzeugt das aktuell wieder gesunkene Großhandelspreisniveau im Spot-Bereich einen starken Wettbewerb mit in der Beschaffung kurzfristig agierenden Wettbewerbern. Diese sind gegenwärtig in der Lage, besonders günstige Endkundenpreise anzubieten und damit einen Margendruck zu erzeugen. Bei einem möglicherweise wieder anziehenden Niveau der Großhandelspreise ergeben sich hieraus sowohl Insolvenzrisiken der betreffenden Wettbewerber und damit eine ansteigende Nachfrage im Bereich der Grund-/Ersatzversorgung als auch potenzielle Insolvenzrisiken der Endkunden durch die volkswirtschaftliche Belastung bei steigenden Energiepreisen.

Zentral für das zukünftige erfolgreiche Agieren der SachsenEnergie AG ist die Verteidigung der Stellung als kommunaler Infrastrukturanbieter in der Region Dresden und Ostsachsen. Hierfür ist eine Erzeugung erneuerbarer Energien, eine Ertüchtigung der Netze aller Medien sowie eine weitere Digitalisierung (insb. auch durch den Ausbau der Glasfasernetze) notwendig. Weiterhin ist die SachsenEnergie AG auf einen stabilen politischen Rahmen zur Umsetzung der Dekarbonisierungsziele aller Infrastrukturbereiche angewiesen.

Die sich aus diesen übergeordneten Themenfeldern ergebenden Risiken sind im Folgenden nach absteigender Bedeutung für das Unternehmen sortiert und können unter Umständen erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SachsenEnergie AG haben.

Preis- und Marktrisiken

Die SachsenEnergie AG deckt den Bedarf ihrer Kunden sowohl durch eigene Energieerzeugung als auch über Zukäufe am Markt ab. Potenzielle Abweichungen vom geplanten Mengenabsatz durch konjunkturelle Einflüsse, Wettbewerb und Wettereinflüsse führen in Verbindung mit schwankenden Marktpreisen zu Risiken in den Bereichen Energiehandel und Energieerzeugung. Hier sind durch die angespannte wirtschaftliche und geopolitische Situation hohe Schwankungen zu erwarten.

Der Mengenabsatz im Industriekundensegment ist von der zukünftigen konjunkturellen Entwicklung abhängig. Weicht der Konjunkturverlauf negativ von den in der Planung zugrunde gelegten Prämissen ab, besteht für nicht abgesetzte Mengen ein Wiedervermarktungsrisiko aufgrund ungünstigerer Preiskonstellationen am Markt sowie das Risiko reduzierter Vertriebsmargen.

Die Verschärfung des Wettbewerbs birgt das Risiko von Kundenverlusten. Die dadurch nicht abgesetzten Mengen unterliegen wie im Falle des Konjunkturrisikos einem Wiedervermarktungsrisiko sowie dem Risiko reduzierter Vertriebsmargen. Durch eine stärker strukturierte Produktentwicklung und eine Optimierung der internen Kostenstruktur steuert die SachsenEnergie AG diesem Risiko entgegen.

Sparten- und teilportfoliospezifisch können sowohl nicht als auch zusätzlich abgesetzte Mengen durch Abweichung des sich einstellenden Wetters gegenüber dem langjährigen Mittel entstehen. Hierdurch anfallende Differenzmengen werden kurzfristig an Spotmärkten gekauft oder verkauft. Durch den Unterschied zwischen den realisierten Preisen bei der Eindeckung der von Kunden benötigten Menge und den Preisen am Spotmarkt entstehen Risiken. Diese werden teilweise über Risikozuschläge abgedeckt.

Zur Risikobegrenzung wurden zahlreiche Maßnahmen getroffen. Der auf die Stromerzeugung entfallende Brennstoffbezugsanteil wird für das jeweils laufende Geschäftsjahr größtenteils abgesichert und die wärmegeführte Stromerzeugung wird weitgehend verkauft. Das Koppelprodukt Fernwärme verfügt über eine Preisgleitung, welche die der Wärmeerzeugung zuzurechnenden Gaspreisänderungen größtenteils abdeckt.

Strom und Erdgas beschafft die SachsenEnergie AG zeitlich und strukturell differenziert. Zur Abdeckung individuell abgeschlossener Verträge größerer Kunden erfolgt die Beschaffung zwecks Risikobegrenzung unmittelbar nach Vertragsschluss (back to back). Die Kontrolle der Energiehandelsgeschäfte ist zur Wahrung einer strikten Funktionstrennung in einer vom Handelsbereich unabhängigen Struktur angesiedelt. Dort wird für den Strom- und den Gashandel eine regelmäßige Überwachung und Bewertung der offenen Positionen in Verbindung mit vorgegebenen Risikolimiten vorgenommen. Limite gelten sowohl je Handelspartner als auch je Produktportfolio. Die entsprechenden Vorgaben sind in Risikohandbüchern festgelegt und unterliegen einer jährlichen Überprüfung. Für neue Energiehandelsgeschäfte und Vertriebsprodukte existiert ein Produktfreigabeprozess mit Beteiligung des Risikomanagements.

Kreditrisiken

Kreditrisiken entstehen durch den Ausfall von Kontrahenten und damit verbundener Nichterfüllung vertraglicher Vereinbarungen. Die SachsenEnergie AG hat insbesondere für Ausfälle von Handelspartnern in der Energiebeschaffung und für Ausfälle von Kunden im Vertrieb risikobegrenzende Maßnahmen festgelegt.

Bei Ausfall eines Handelspartners in der Energiebeschaffung besteht neben Forderungsausfall auch das Risiko eines finanziell ungünstigeren Ersatzgeschäftes. Daher unterliegen die Handelspartner einem Ratingprozess, der mit Handelsfreigaben verbunden ist. Vertragsgrundlage sind EFET 10- oder Rahmenverträge mit Vereinbarungen zur Lieferung von Sicherheitsleistungen bei Bonitätsverschlechterungen. Bonität und Positionen von Handelspartnern werden vom zentralen Risikomanagement überwacht.

Kunden des Vertriebes unterliegen ebenfalls einem Ratingprozess mit darauf aufbauenden Festlegungen zur Zahlungsausfallprävention, z. B. durch Erbringen von Sicherheitsleistungen oder dem Abschluss einer Warenkreditversicherung. Ferner existieren Regelungen zum Forderungsmanagement, welche mit einem permanenten Überwachungsprozess verbunden sind.

Die SachsenEnergie AG arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung dieser Prozesse, da diesem Thema eine hohe Bedeutung beigemessen wird.

10 EFET: European Federation of Energy Traders
Finanzrisiken

Die SachsenEnergie AG ist durch Zinsschwankungen Finanzrisiken ausgesetzt.

Zinszahlungen für Neuaufnahme von Fremdkapital können durch Schwankungen des Marktes über den geplanten Aufwendungen liegen. Die Planwerte leiten sich aus den bestehenden und neu aufzunehmenden Finanzverbindlichkeiten anhand von geplanten Zinssätzen ab. Die eigentliche Finanzierung erfolgt zu gegebener Zeit zum dann vorherrschenden Zinsniveau. Da dieses nicht dem geplanten Zinsniveau entsprechen muss, besteht ein Zinsänderungsrisiko. Zur Risikobegrenzung beobachtet die SachsenEnergie AG permanent das Zinsumfeld und prüft den Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken bestehen in erster Linie durch unvorhergesehenen Finanzbedarf (z. B. ungeplante Ersatzinvestitionen, erhöhte Margin-/Clearingzahlungen aus Energiehandel o. ä.) oder durch Marktversagen. Diesen Risiken wird durch eine regelmäßig aktualisierte Liquiditätsplanung begegnet. Im Ergebnis werden durch die SachsenEnergie AG Kreditlinien über den geplanten Bedarf hinaus bei verschiedensten Kreditinstituten vorgehalten. Darüber hinaus ist im TWD-Konzern ein Cash-Management implementiert, das es erlaubt, auf zusätzliche Finanzierungsquellen zurückzugreifen. Im Falle der außerplanmäßigen Nutzung der Kreditlinien käme es zu zusätzlichen Zinsaufwendungen.

Risiken aus globalen Krisen und Pandemien

Neben dem aktuellen Russland-Ukraine-Krieg sowie dem Nahost-Konflikt können weitere lokale und globale Krisen, verursacht z. B. durch Epidemien, Anschläge, Kriege oder Naturkatastrophen, den Geschäftsablauf erheblich beeinflussen. Für existenzielle Kernprozesse sind Notfallpläne im Handbuch Notfallmanagement (Anlage 2) hinterlegt. Diese legen auch Kernpersonal für Kernprozesse zur Aufrechterhaltung eines Minimalbetriebes der Versorgung fest. Sämtliche Regelungen werden durch das konzernweite Krisenmanagement koordiniert.

Die SachsenEnergie AG beobachtet permanent die Entwicklung an den Beschaffungsmärkten sowie den Absatzverlauf und aktualisiert auf Basis dieser Informationen und unter Hinzunahme der Aussagen von Wirtschaftsinstituten fortlaufend die Prognosen für die Strom-, Gas und CO 2-Bewirtschaftung. Dies trägt zur Reduktion von Risiken bei.

In Krisensituationen erfolgen beispielsweise kurzfristig einberufene Besprechungen des Krisenstabs zur Beurteilung der aktuellen Lage mit Prüfung und Beschluss von risikominimierenden Maßnahmen unter Teilnahme von Geschäftsleitung, Risikomanagement und Fachabteilungen.

Politische, rechtliche und regulatorische Risiken

Das Geschäft der Versorgungsunternehmen ist und wird auch künftig maßgeblich durch die politischen Rahmenbedingungen bestimmt. Für die SachsenEnergie AG und die zugehörigen verbundenen Unternehmen sind besonders die politischen Vorgaben zur Umsetzung der Energiewende und zum Erreichen der Klimaziele, Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung bei privaten Haushalten und Industrie sowie die Rolle der KWK und der Verteilnetze im zukünftigen Energiekonzept von Bedeutung. Mit den politischen Vorgaben wird die Rentabilität und Risikobehaftung von Geschäftsaktivitäten beeinflusst. Diese Vorgaben haben erheblichen Einfluss auf die zukünftige Marktposition der SachsenEnergie AG.

Ändert der Gesetzgeber die Vergütungen für Erneuerbare Energien-Anlagen, können Investitionen der SachsenEnergie AG in Windenergie-, Biogas- oder Photovoltaikanlagen betroffen sein.

Regulatorische Risiken können die SachsenEnergie AG insbesondere über ihre verbundenen Unternehmen SachsenNetze und SachsenNetze HS.HD treffen. Die Festlegungen der Regulierungsbehörden können gegebenenfalls zu einer Veränderung der Einnahmensituation gegenüber der Planung führen. Die Bundesnetzagentur hat die ihr zugesprochene weitreichende Gestaltungsfreiheit bei der Methodenwahl zur Festlegung der Eigenkapitalverzinsung in Verbindung mit dem geringen Marktzinsniveau genutzt und die Eigenkapitalverzinsung für die vierte Regulierungsperiode festgelegt. Die weitere Absenkung des Verzinsungsanspruchs mit negativen Auswirkungen auf die Investitions- und Finanzkraft der Branche wurde in der aktuellen Planung berücksichtigt. Allerdings sind das Ausgangsniveau und der Effizienzwert der vierten Regulierungsperiode jeweils für Gas und Strom noch nicht beschieden. Des Weiteren bestehen laufende Verfahren zu einer Erhöhung der anerkannten Verzinsung und einer verkürzten Abschreibungsdauer insbesondere im Bereich Gas für die vierte Regulierungsperiode.

Beteiligungs- und Investitionsrisiken

Risikokomponenten von Beteiligungsrisiken sind der Wertverlust, der Ausfall ausgereichter Kredite und der Ausfall oder die Reduzierung eingeplanter Ausschüttungen oder im Einzelfall die Inanspruchnahme gewährter Haftungsgarantien.

Durch die Ergebnisabführungsverträge wie beispielsweise mit DREWAG, SachsenNetze und SachsenNetze HS.HD kann das Ergebnis der SachsenEnergie AG zusätzlich belastet werden. Durch die Einbindung in den Risikomanagementprozess der SachsenEnergie AG ist ein umfassendes Management der Risiken gewährleistet.

Die SachsenEnergie AG unterliegt auch mit ihren weiteren Beteiligungen wie bspw. SachsenGigaBit, SachsenEnergieBau, SachsenServices, Windgesellschaften oder Biogasanlagen dem Risiko eines schwankenden Jahresertrages. Das Risiko bewegt sich aufgrund der Größe der Beteiligungen auf einem überschaubaren Niveau. Jahresergebnis und Beteiligungsansatz sind mit Unsicherheit belastet.

Operative Risiken

Operative Risiken entstehen aus der Komplexität der Prozesse in Energieversorgungsunternehmen sowie aus fehlenden Kontrollen an wichtigen Punkten der Prozessketten. Die SachsenEnergie AG wirkt diesem Risiko durch zahlreiche implementierte Kontrollen entgegen.

Die Abwehr von Cyber-Angriffen hat an Bedeutung gewonnen. Eine stärkere Betonung eines ganzheitlichen Ansatzes im Sinne technischer und organisatorischer Maßnahmen wirkt diesem Risiko entgegen.

Aufgrund aktueller demographischer Entwicklungstendenzen wird dem Risiko fehlenden (Fach-)Personales eine hohe Bedeutung, insbesondere im Kontext des angestrebten Wachstums der SachsenEnergie AG, beigemessen. Zur Minderung dieses Risikos wurden zahlreiche interne und externe Maßnahmen ergriffen.

Im Rahmen der Investitionen sind zahlreiche Bauprojekte geplant. Aufgrund von unvorhersehbaren internen und externen Ressourcenverknappungen im Bauablauf kann es zu Verzögerungen und damit verbundenen Kostensteigerungen kommen.

Sonstige Risiken

Insbesondere die verbundenen Unternehmen SachsenNetze und SachsenNetze HS.HD sind Risiken aus Umwelteinflüssen ausgeliefert. Unter Umwelteinflüssen werden wetterbedingte Extremsituationen wie Hochwasser, Sturm, Orkan, Gewitter oder Eislasten verstanden, welche mit ihren Auswirkungen hohe Schäden an technischen Anlagen und flächendeckende Versorgungsausfälle verursachen können. Bei der Beseitigung der dadurch entstehenden Schäden ist mit hohen Aufwendungen zu rechnen. Zum Hochwasserschutz sind von der SachsenEnergie AG zahlreiche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung umgesetzt worden.

Risiken aufgrund technischer Schäden betreffen hauptsächlich die Netzeund Erzeugungsanlagen. Zur Begrenzung der Schäden sind vertragliche, technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt.

Chancenbericht

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden auch Chancen als potenzielle Ertrags- oder Vermögensverbesserungen gegenüber den Planwerten erfasst und bewertet. Chancen bestehen überwiegend bei Absatz und Beschaffung von Strom und Gas sowie in einer reduzierten Inanspruchnahme von bilanzierten Risikovorsorgen.

Kommt es durch neue Entscheidungen des Gesetzgebers oder der Regulierungsbehörden zu einer Verbesserung des rechtlichen und regulatorischen Rahmens im Vergleich zur Planung, wirkt sie sich positiv auf das Ergebnis aus.

Weitere Chancen bestehen in Verbindung mit der Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts im weiteren Ausbau der Fernwärme, bei der Entwicklung neuer marktkonformer Energiedienstleistungen, in der Gebäudeklimatisierung, im Contracting, bei Mess- und Abrechnungsdienstleistungen sowie bei der Fortführung von Investitionen und Eigenprojektentwicklungen in erneuerbare Energien und Komplementärtechnologien. Der Ausbau von Produkten auf Basis smarter Technologien und die Sicherung der Stromnetzstabilität erfordern die intensive Beteiligung der Verteilnetzbetreiber. Als Partner verschiedener Kommunen erschließt die SachsenEnergie AG zahlreiche Ortschaften Ostsachsens mit Glasfaser.

Mit einer kontinuierlichen Prüfung neuer Geschäftsansätze und deren Umsetzung, der Wahrnehmung von sich ergebenden Chancen in Veränderungsprozessen und der permanenten Verbesserung von Arbeitsabläufen sichert die SachsenEnergie AG ihre Wettbewerbsposition. Die transparenten und serviceorientierten Geschäftsmodelle werden durch eine hohe Kundenzufriedenheit bestätigt.

Chancen ergeben sich aus der erlangten Resilienz gegenüber Energiemarktkrisen, die durch eine Anpassung der Kundenverträge insbesondere im Großkundenbereich sowie die Berücksichtigung der finanziellen Risiken aus der Volatilität in den Kundenverträgen erlangt werden konnte. Weiterhin wird die SachsenEnergie AG sowohl politisch als auch durch die Kunden als stabiler und verlässlicher Energieversorger auch in Krisenzeiten wahrgenommen.

Beginnend im Jahr 2024 stellt sich die SachsenEnergie AG mit der neuen Tochtergesellschaft SachsenEnergie Vertriebs GmbH neben dem angestammten Marktgebiet in Dresden und Ostsachsen zusätzlich auch als Versorger für den gesamten sächsischen Raum auf und kann damit aus der gewachsenen Rolle als zuverlässiger und stabiler Versorger auch in den volatileren Marktphasen Chancen im Vertrieb heben.

Das mehrfach ausgezeichnete Niveau der Ausbildungsleistungen der SachenEnergie AG wird sich in der Qualität und Leistungsfähigkeit des nachwachsenden Mitarbeiterstamms ausdrücken.

Gesamtaussage

Auch künftig muss die Energiebranche mit tiefgreifenden Veränderungen, instabilen Rahmenbedingungen und volatilen Energiemärkten rechnen. Die Geschäftstätigkeit der SachsenEnergie AG ist demzufolge mit Risiken behaftet.

Vorteilhaft ist die thematisch breite Aufstellung sowie die diversifizierte Kundenstruktur der SachsenEnergie AG. Dies wird durch die Eingliederung der DREWAG verstärkt. Die umgesetzten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sichern ein vielfältig zusammengesetztes Chancen- und Risikoprofil.

Obwohl die SachsenEnergie AG eine klare Ausrichtung hat, kann sie, wie weite Teile der gesamten Volkswirtschaft, die Folgen globaler Krisen, die Umsetzung der klimapolitischen Ziele, die allgemeine Ressourcenverknappung und damit die weitere Entwicklung für den SachsenEnergie Konzern nur unzureichend in Gänze absehen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist deshalb weiterhin mit Unsicherheiten verbunden.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zur Absicherung von Preisrisiken im Strom- und Gasvertrieb und der Strom- und Gasbeschaffung werden durch die SachsenEnergie AG Commodity-Termingeschäfte eingesetzt. Grundlage für die Erfassung und Bewertung der Commodity-Positionen sowie zur Messung und Überwachung von Commodity-Risiken sind interne Regelungssysteme und Risikohandbücher, die regelmäßig im Rahmen des internen Kontrollsystems auf Aktualität geprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden. Die Commodity-Positionen werden in einem geeigneten EDV-System erfasst und mit aktuellen Marktparametern bewertet. Dabei stehen sowohl Einzelgeschäfte als auch Kundengruppenportfolios im Fokus.

 

Dresden, den 6. Mai 2024

Der Vorstand

Dr. Frank Brinkmann

Dr. Axel Cunow

Lars Seiffert

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche



Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen



Rechten und Werten 14.808.738,47
11.495
2. Geleistete Anzahlungen 15.109.727,97 29.918.466,44 7.319 18.814
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte



und Bauten einschließlich der Bauten



auf fremden Grundstücken 102.936.141,94
84.601
2. Technische Anlagen und Maschinen 703.940.923,81
668.184
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-



ausstattung 28.465.549,64
23.801
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 167.891.876,22 1.003.234.491,61 79.406 855.992
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 306.438.730,65
284.890
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 196.990.000,00
81.540
3. Beteiligungen 629.253,34 504.057.983,99 629 367.059


1.537.210.942,04
1.241.865
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Unfertige Leistungen 7.778.400,60
5.671
2. Waren 88.849,82
80
3. Emissionsrechte 18.337.170,00
17.853
4. Geleistete Anzahlungen 15.175,38 26.219.595,80 0 23.604
II. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 405.138.870,23
243.653
2. Forderungen gegen verbundene



Unternehmen 409.041.498,74
383.440
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit



denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.312,12
46
4. Sonstige Vermögensgegenstände 33.243.537,16 847.425.218,25 64.407 691.546
III. Guthaben bei Kreditinstituten
156.901.381,45
73.410


1.030.546.195,50
788.560
C. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
1.897.815,51
1.905
D. Rechnungsabgrenzungsposten
12.715.263,93
4.918


2.582.370.216,98
2.037.248

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital



I. Gezeichnetes Kapital
210.978.927,50
210.979
II. Kapitalrücklage
208.128.853,56
208.129
III. Gewinnrücklagen



1. Gesetzliche Rücklage gemäß



§ 27 Abs. 2 DMBilG 88.464.962,50
88.465
2. Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 1.897.815,51
1.905
3. Andere Gewinnrücklagen 340.808.063,43 431.170.841,44 198.566 288.936
IV. Bilanzgewinn
0,00
0


850.278.622,50
708.044
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen



zum Anlagevermögen



Investitionszuschüsse
73.711.556,52
44.413
C. Baukostenzuschüsse
72.770.671,42
71.308
D. Rückstellungen



1. Rückstellungen für Pensionen und



ähnliche Verpflichtungen
15.207.358,67
15.308
2. Steuerrückstellungen
7.084.156,80
3.227
3. Sonstige Rückstellungen
366.492.403,14
186.097


388.783.918,61
204.632
E. Verbindlichkeiten



1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
705.372.673,08
451.631
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
25.387.080,74
9.354
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
10.666.549,04
159.719
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen



Unternehmen
333.462.970,01
299.558
5. Sonstige Verbindlichkeiten
121.936.175,06
87.376
- davon aus Steuern



EUR 8.497.267,19 (i. Vj. TEUR 1.476) -





1.196.825.447,93
1.007.638
F. Rechnungsabgrenzungsposten
0,00
1.213


2.582.370.216,98
2.037.248

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 3.908.123.065,25
2.726.317
abzüglich



Stromsteuer 86.683.700,00
78.605
Energiesteuer 22.023.200,00
21.529


3.799.416.165,25
2.626.183
2. Erhöhung des Bestands



an unfertigen Leistungen
2.107.661,40
3.968
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
2.202.468,03
1.227
4. Sonstige betriebliche Erträge
98.781.849,46
72.092
5. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe 3.148.663.982,74
2.109.598
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 441.801.468,45 3.590.465.451,19 335.736 2.445.334
6. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 39.486.281,36
31.084
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und für Unterstützung 7.606.575,32 47.092.856,68 7.345 38.429
- davon für Altersversorgung



EUR 884.212,36 (i. Vj. TEUR 1.889) -



7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-



gegenstände des Anlagevermögens und



Sachanlagen
62.009.140,75
60.482
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
105.294.312,50
135.621
9. Erträge aus Beteiligungen
38.500,00
62
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
202.233.330,92
146.671
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und



Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2.613.621,19
15.477
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 2.590.386,68 (i. Vj. TEUR 226) -



12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
16.054.513,46
1.096
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 9.686.084,98 (i. Vj. TEUR 292) -



13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
19.740.926,44
3.998
- davon an verbundene Unternehmen



EUR 8.652.434,90 (i. Vj. TEUR 498) -



- davon aus der Aufzinsung



EUR 390.522,56 (i. Vj. TEUR 605) -



14. Aufwendungen aus Verlustübernahme
10.695.358,01
7.531
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
51.942.003,22
2.969
16. Ergebnis nach Steuern
236.208.060,92
172.412
17. Sonstige Steuern
4.106.625,30
3.706
18. Aufwendungen aus Gewinnabführung
89.866.731,46
89.867
19. Jahresüberschuss
142.234.704,16
78.839
20. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen
142.234.704,16
78.839
21. Bilanzgewinn
0,00
0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SachsenEnergie AG (kurz: "SachsenEnergie"), mit Sitz in Dresden, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 965 eingetragen.

Der Jahresabschluss der SachsenEnergie wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie den einschlägigen ergänzenden Vorschriften des AktG, des DMBilG und des EnWG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Mit der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH (kurz: "DREWAG"), Dresden, wurde am 3. Mai 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Mit der DREWAG besteht ein körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis.

Mit der SachsenNetze GmbH (kurz: "SachsenNetze"), Dresden, sowie der SachsenNetze HS.HD GmbH (kurz: "SachsenNetze HS.HD"), Dresden, wurden am 15. Juli 2021 Gewinnabführungsverträge rückwirkend zum 1. Januar 2021 abgeschlossen. Zwischen SachsenEnergie und beiden Gesellschaften besteht ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis.

Mit der SachsenGigaBit GmbH (kurz: "GigaBit"), Dresden, sowie der SachsenServices GmbH (kurz: "SachsenServices"), Dresden, wurden am 2. Dezember 2021 Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge rückwirkend zum 1. Januar 2021 abgeschlossen.

Mit der SachsenEnergieBau GmbH (kurz: "EnergieBau"), Dresden, wurde am 18. Dezember 2021 Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge rückwirkend zum 1. Januar 2021 abgeschlossen.

Die SachsenEnergie hat am 23./24. Mai 2023 mit der RING30 GmbH (kurz: "RING30") und der SachsenIndustriewasser GmbH (kurz: "SIW"), Dresden; einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar 2023 abgeschlossen.

Die SachsenEnergie hat am 25. September 2023 mit der SachsenEnergie Delta GmbH (kurz: "Delta") und der SachsenEnergie Versorgung GmbH, Dresden, (kurz: "SEVG") (ehemals SachsenEnergie Vertriebs GmbH und davor: systematics NETWORK SERVICES GmbH, Dresden) einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar 2023 abgeschlossen.

Zwischen SachsenEnergie und GigaBit, EnergieBau, SIW, RING30, Delta sowie SEVG besteht ein körperschaft- und gewerbesteuerliches sowie umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis.

Zudem wurde mit dem Gesellschafter EnergieVerbund Dresden GmbH (kurz: "EVD"), Dresden, am 4. Mai 2021 ein Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar 2021 abgeschlossen. Zwischen EVD und SachsenEnergie besteht ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungsansätze und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten worden.

Die Bewertung der vor dem 1. Juli 1990 angeschafften Vermögensgegenstände erfolgte mit den aus der DM-Eröffnungsbilanz fortgeführten Werten, die nach § 7 Abs. 1 DMBilG als Anschaffungs- und Herstellungskosten gelten, soweit nicht Berichtigungen nach § 36 DMBilG erforderlich waren.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt.

In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagegegenstände sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 - 35 Jahre

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 10 - 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: 10 - 30 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 - 15 Jahre.


Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden - soweit steuerlich zulässig - für die aus der DM-Eröffnungsbilanz noch vorhandenen Sachanlagen nach der degressiven Methode berechnet. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2008 werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden für den Monat der Anschaffung bzw. der Herstellung und die nachfolgenden Monate des Wirtschaftsjahres zum Abzug gebracht.

Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, die Abgangsbuchung erfolgt mit der Verschrottung, dem Verkauf oder dem sonstigen Ausscheiden aus dem Anlagevermögen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der den Finanzanlagen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (6%; i. Vj. 4 %) berücksichtigt.

Der Energieverbrauch von Kleinkunden wird im rollierenden Abrechnungsverfahren ermittelt. Für die Ermittlung zum Bilanzstichtag erfolgt deshalb eine kundenindividuelle Schätzung.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit die Aufwendungen für einen nachfolgenden Zeitraum bestimmt sind.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Personalrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten mittels der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method), gemäß IDW RS HFA 3 bzw. der Barwertmethode ermittelt worden. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln "2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für den notwendigen Rückbau von Anlagen sind in den Vorjahren Rückstellungen (TEUR 3.202) nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. gebildet worden. Diese werden unter Bezugnahme auf das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB fortgeführt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit die Erträge für einen nachfolgenden Zeitraum bestimmt sind.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen


Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

1.1 Angaben zum Anteilsbesitz

An nachstehenden Unternehmen besitzt die SachsenEnergie unmittelbar Anteile:

Firma, Sitz Kapital-
anteil der
SachsenEnergie
Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
(-) 2023

% TEUR TEUR
DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden 100,00 411.307 0 1
SachsenNetze HS.HD GmbH, Dresden 100,00 23.937 0 1
SachsenIndustriewasser GmbH, Dresden 100,00 5.004 0 1
RING30 GmbH, Dresden 100,00 2.024 0 1
SachsenEnergie Vertriebs GmbH, Dresden
(ehemals systematics NETWORK SERVICES GmbH, Dresden)
100,00 1.224 0 1
SachsenEnergieBau GmbH, Dresden 100,00 1.024 0 1
SachsenEmobil GmbH & Co. KG, Dresden 100,00 996 -4
PV Barlinek sp. z o.o., Komorniki 100,00 -148 -146
Quittel GmbH, Weinböhla 100,00 68 39
SachsenEnergie Delta GmbH, Dresden 100,00 25 0 1
SachsenEnergie Epsilon GmbH, Dresden 100,00 25 -1
SachsenEnergie Zeta GmbH, Dresden 100,00 25 -1
SachsenEmobil Verwaltungs GmbH, Dresden 100,00 24 1
SachsenGigaBit GmbH, Dresden 50,00 32.280 0 1
Windpark Streumen GmbH, Dresden 50,00 10.053 499
Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG, Dresden 50,00 9.740 262
SachsenServices GmbH, Dresden 50,00 6.421 0 1
Biomethan Zittau GmbH, Zittau 50,00 2.5224 28 4
Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden Verwaltungs GmbH, Dresden 50,00 312 1 2
Technische Dienste Altenberg GmbH, Altenberg 49,00 9513 14 3
Wärmeversorgung Weigsdorf-Köblitz GmbH, Cunewalde 40,00 4262 102 2
Info-Kabel GmbH Betreiber von Rundfunk-Kabelanlagen, Bischofswerda 25,00 7044 53 4

1 Aufgrund des Bestehens eines Gewinnabführungsvertrages ist das Jahresergebnis Null.
2 Vorläufige Zahlen 3 Geschäftsjahr 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023 4 Jahresabschluss 2023 liegt noch nicht vor - Eigenkapital und Ergebnis 2022.

 
1.2 Ausleihungen an verbundenen Unternehmen


Die SachsenEnergie ist seit 2018 an der Windpark Streumen GmbH beteiligt und hat dieser ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.240 gewährt. Dieses Darlehen hat eine Endfälligkeit zum 30. Dezember 2027.

Zwischen der SachsenEnergie und der Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG (kurz: "PACC KG") wurde im Jahr 2019 ein Darlehensvertrag über eine Höhe von bis zu 35 Mio. EUR abgeschlossen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis 30. Dezember 2023. Die Darlehenssumme kann durch die PACC KG in Teiltranchen entsprechend ihrem Finanzierungsbedarf abgerufen werden. Die SachsenEnergie hat bisher 30,8 Mio. EUR ausgezahlt. Das Darlehen wurde zum 2. Januar 2024 aufgehoben und mit gleichem Datum wurde mit der PACC KG ein neuer Darlehensvertrag in Höhe von bis zu 65 Mio. EUR abgeschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 30. März 2029.

Die SachsenEnergie hat gemäß Vertrag vom 21. Dezember 2022 ein Darlehen in Höhe von 50 Mio. EUR an die DREWAG ausbezahlt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2032. Es verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht eine der Vertragsparteien mit einer Frist von sechs Monaten zum jeweiligen Laufzeitende kündigt.

Die DREWAG hat ein weiteres Darlehen in Höhe von 100 Mio. EUR gemäß Vertrag vom 7. Dezember 2023 von SachsenEnergie in Anspruch genommen. Der Darlehensvertrag hat eine Laufzeit bis 30. Dezember 2033 und verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von sechs Monaten zum jeweiligen Laufzeitende gekündigt wird.

Die SachsenEnergie gewährt der DIGImeto GmbH & Co KG (kurz: "DIGImeto KG") gemäß des 3. Nachtrages zum Darlehensvertrag vom 26. März 2021 ein Darlehen von bis zu 21,4 Mio. EUR. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 30. Dezember 2027 verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht eine der Vertragsparteien mit einer Frist von sechs Monaten zum Laufzeitende kündigt. Zum 31. Dezember 2023 wurden durch die SachsenEnergie 15 Mio. EUR ausbezahlt.

2. Vorräte

Die Vorräte bestehen überwiegend aus unfertigen Leistungen und nationalen Emissionszertifikaten.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


31.12.2023 31.12.2022

insgesamt Restlaufzeit von mehr als einem Jahr insgesamt Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 405.139 0 243.653 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 409.041 0 383.440 0
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 0 46 0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 33.244 0 64.407 0

847.425 0 691.546 0


In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist die Verbrauchsabgrenzung für nicht abgelesene Energielieferungen an Kleinkunden in Höhe von TEUR 318.194 (Vj. TEUR 225.035) zuzüglich Strom- und Energiesteuer von TEUR 17.518 (Vj. TEUR 18.106) und abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen in Höhe von TEUR 315.177 (Vj. TEUR 205.911) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen:


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH 372.510 371.911
SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG 12.166 0
SachsenEnergieBau GmbH 11.360 0
PV Barlinek sp. z o.o. 6.862 0
DIGImeto GmbH & Co. KG 783 6.341
SachsenNetze GmbH 1.944 1.575
Windpark Streumen GmbH 1.161 1.389
Biomethan Zittau GmbH 1.830 1.795
GSW Gas- und Wärmeservice GmbH 72 233
Ampere Solar GmbH 351 0
Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER GmbH & Co. KG 0 196
Übrige 2 0
Summe 409.041 383.440


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus einem Saldo von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 80.426; Vj. TEUR 39.641), sonstigen Forderungen aus Finanzverkehr (TEUR 150.381; Vj. TEUR 228.672) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 22.839; Vj. TEUR 33.925). Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen gegen DREWAG und EnergieBau (TEUR 201.073; Vj. TEUR 138.665 gegen DREWAG).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1; Vj. TEUR 46).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen noch nicht verrechenbare Vorsteuer (TEUR 4.019; Vj. TEUR 6.342) und hinterlegte Sicherheitsleistungen für die Teilnahme am Strom- und Gashandel (TEUR 27.000; Vj. TEUR 52.800).

4. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung

Die Abschreibung des Sonderverlustkontos erfolgte aufgrund der Inanspruchnahme von in der DM-Eröffnungsbilanz gebildeten Rückstellungen.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital der SachsenEnergie von TEUR 210.979 ist eingeteilt in 4.116.662 Stückaktien, die nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden können.

Mit Einbringungsvertrag vom 10. Dezember 2020 hat die EVD die Geschäftsanteile an der DREWAG in die SachsenEnergie mittels Sacheinlage eingebracht (TEUR 246.533). Die Einbringung wurde mit Ablauf des 31. Dezember 2020 (24:00 Uhr) wirksam. Der Einbringungswert entspricht dem Buchwert in der Handelsbilanz der EVD zum Zeitpunkt der Einbringung. Der Einbringungswert der EVD-Geschäftsanteile übersteigt den Gesamtausgabebetrag der durch Kapitalerhöhung ausgegebenen neuen Aktien (TEUR 105.758). Die Differenz ist in die Kapitalrücklage der SachsenEnergie AG eingestellt worden (TEUR 140.775).

6. Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

Der Posten enthält überwiegend von den Straßenbauverwaltungen - für geforderte Veränderungen in Leitungsnetzen - geleistete Investitionszuschüsse und Investitionszuschüsse von verschiedenen Fördermittelgebern für den Breitbandausbau.

Der Sonderposten wird entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegüter zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.191 aufgelöst.

7. Baukostenzuschüsse

Die erhaltenen Baukostenzuschüsse werden entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

Die ab dem Geschäftsjahr 2007 ursprünglich von der SachsenNetze HS.HD vereinnahmten Baukostenzuschüsse für Investitionsmaßnahmen wurden entsprechend einem im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen Vertrag durch die Gesellschaft von der SachsenNetze HS.HD übernommen. Sie werden entsprechend der Restnutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter ertragswirksam aufgelöst.

Die Auflösung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt zugunsten der Umsatzerlöse.

8. Rückstellungen

8.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen


Rückstellungen für Pensionen wurden unter Berücksichtigung nachfolgender Annahmen ermittelt:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,82 % (Stand 31. Oktober 2023)
Rententrend p. a.: 0,00 % bei den Zusatzrenten

1,00 % bei der Zusage eines Vorstandsmitgliedes

2,00 % bei den sonstigen Renten
Fluktuationsrate: 1,00 % (für Gruppe mit Zusatzrente)


Die Berechnung der Rückstellung für Überbrückungsgeldverpflichtungen erfolgte mit den versicherungsmathematischen Annahmen:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,70 % (Stand 31. Oktober 2023)
Gehaltserhöhung p. a.: 4,50 % ab November 2024
Gehaltstrend p. a.: 4,00 % ab September 2025; 3,50 % p. a. ab 2026
Fluktuationsrate: 1,00 %.


Entsprechend § 246 Abs. 2 HGB wurden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (TEUR 15.283) in Höhe von TEUR 153 nicht in der Bilanz ausgewiesen, sondern mit dem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Die Rückstellungen für Pensionen betragen somit TEUR 15.130. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen zum Bilanzstichtag. Im Finanzergebnis erfolgte die Saldierung der Zinserträge (TEUR 7) aus dem Deckungsvermögen mit dem Zinsaufwand (TEUR 282) aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden statt mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten sieben Jahre mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 211 (Vj. TEUR 663) und wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Für diesen Unterschiedsbetrag gilt gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre.

8.2 Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen bestehen für Grunderwerbsteuer sowie pauschale Lohnsteuer.

8.3 Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen insbesondere für ausstehende Rechnungen, Konzessionsabgaben, Drohverluste, Risiken aus Insolvenzanfechtungen, Rechtsstreitigkeiten, Abbruchkosten im Fernwärmebereich, Abrechnungskosten für Strom- und Gaslieferungen an Kleinkunden, Archivierungskosten, Altlasten, Betriebsprüfungsrisiken, Emissionszertifikate, Verpflichtungen zur Zahlung für Betriebsjubiläen, Altersteilzeit und Sozialplanmaßnahmen sowie für Erfolgs- und Leistungszuwendungen.

Bei den Rückstellungen für die Kosten der Altlastensanierung wurde die im Erwerbervertrag vom 26. Juni 1991 von der Treuhandanstalt zugesicherte 90%ige Beteiligung an den Aufwendungen für Altlastensanierung in die Bewertung einbezogen.

Die Rückstellung aus Altersteilzeitregelungen wurde unter Zugrundelegung des IDW RS HFA 3 berechnet. Für die Bewertung wurde eine Gehaltserhöhung von 4,50 % ab November 2024, ein Gehaltstrend von 4,00 % ab September 2025 und von 3,50 % p.a. ab dem Jahr 2026 sowie die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen im selben Umfang zugrunde gelegt. Der Ermittlung des Barwertes wurde jeweils ein Rechnungszinssatz von 1,00 % p.a. (Stand 31. Oktober 2023) zugrunde gelegt.

Für einen bestimmten Mitarbeiterkreis (50 % möglicher Anspruchsberechtigter) wurde darüber hinaus erstmalig eine weitere Rückstellung für Altersteilzeit gebildet. Grundlage für die Bewertung bildet der Aufstockungsbetrag von 30 % auf die durchschnittliche Vergütung zuzüglich 14,7 % Aufstockung zur Rentenversicherung. Es wurde eine Laufzeit bis zum Jahr 2028 unterstellt. Entsprechende Tarifsteigerungen und Abzinsungen wurden berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Sozialplanmaßnahmen wurden mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre von 1,82 % p. a. (Stand 31. Oktober 2023) abgezinst. Es wurde eine Erhöhung der Ausgleichsrente von 1 % p. a. unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt bei Verwendung des Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten sieben Jahre TEUR 60 (Vj. TEUR 197) und wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Für diesen Unterschiedsbetrag gilt gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre.

Für die spezifische Kundengruppe der Weiterverteiler wurden Drohverlustrückstellungen für Spotmarkt- und Strukturierungsrisiken gebildet. Die Marktverwerfungen der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass die mit den Weiterverteilern vor der Energiemarktkrise vertraglich vereinbarten Zuschläge nicht ausreichend sind, um die im Rahmen der Vollversorgung durch SachsenEnergie zu übernehmenden Risiken abzusichern. Daher wurden die Verträge mit den aktuellen Risikosimulationen auf Basis der zum Stichtag verfügbaren Marktdaten sowie Mengen neu bewertet. Der Rückstellung wurde dabei das 95 % (i. Vj. 90 %) Quantil der Simulation zu Grunde gelegt.

9. Verbindlichkeiten



31.12.2023


Restlaufzeit

Gesamtbetrag bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren

TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 705.373 35.425 415.783 254.165
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.387 25.387 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.666 10.666 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333.463 333.463 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 121.936 121.936 0 0
davon aus Steuern (8.497) (8.497) (0) (0)

1.196.825 526.877 415.783 254.165


31.12.2022


Restlaufzeit

Gesamtbetrag bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren

TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 451.631 45.243 222.195 184.193
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.354 9.354 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 159.719 159.719 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 299.559 299.559 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 87.376 87.376 0 0
davon aus Steuern (1.476) (1.476) (0) (0)

1.007.639 601.251 222.195 184.193


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber folgenden Unternehmen:


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Technische Werke Dresden GmbH 208.476 152.128
EnergieVerbund Dresden GmbH 80.947 89.583
SachsenGigaBit GmbH 16.987 18.945
SachsenServices GmbH 11.309 75
SachsenIndustriewasser GmbH 5.717 0
SachsenNetze HS.HD GmbH 4.487 35.277
RING30 GmbH 2.694 0
Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER GmbH & Co. KG 1.367 0
SachsenEnergie Versorgung GmbH 1.224 1.228
Windkraft Reichenbach II GmbH & Co. KG 91 0
Energieanlagen Frank Bündig GmbH 86 0
SachsenEnergieBau GmbH 0 1.912
Dresden-IT GmbH 4 253
SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG 0 13
Übrige 74 144
Summe 333.463 299.559


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten den Saldo aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.892; Vj. TEUR 1.114), Forderungen aus Ergebnisabführung (TEUR 27; Vj. TEUR 0), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 13.375; Vj. TEUR 24.709) sowie sonstigen Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (TEUR 193.975; Vj. TEUR 168.681) und aus Umsatzsteuer (TEUR 37.394; Vj. TEUR 17.075). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter EVD (TEUR 89.867; Vj. TEUR 89.867) sowie aus Verlustausgleich (TEUR 9.771; Vj. TEUR 340).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Marginzahlungen aus dem Energiehandel sowie aus abzuführender Strom- und Energiesteuer.

10. Latente Steuern

Bei körperschaftsteuerlicher und gewerbesteuerlicher Organschaft ist das Einkommen bzw. der Gewerbeertrag der Organgesellschaft (SachsenEnergie) dem Organträger als Steuersubjekt und Steuerschuldner zuzurechnen. In diesem Fall sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der SachsenEnergie und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Einzelabschluss der TWD als Steuersubjekt zu berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern im Einzelabschluss der SachsenEnergie erfolgt insoweit nicht.

11. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Ein Teil des Grundvermögens ist mit Sicherungshypotheken in Höhe von insgesamt USD 33 Mio. belastet. Mögliche finanzielle Verpflichtungen aus zwei damit im Zusammenhang stehenden Anleihen aus den Jahren 1925 und 1926 sind nicht bekannt.

Ein Haftungsrisiko wegen Altlasten kann für Verdachtsflächen, die sich nicht mehr im Eigentum der SachsenEnergie befinden (ehemalige Gaswerksstandorte), nicht ausgeschlossen werden. Es sind jedoch derzeit keine Ansprüche hierfür bekannt. Für die bekannten Ansprüche wurden Rückstellungen gebildet.

Die SachsenEnergie hat für ein Darlehen an die Biomethan Zittau GmbH (Verbundenes Unternehmen) eine Patronatserklärung über 50 % der Verbindlichkeiten abgegeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 valutiert das Darlehen mit EUR 0,9 Mio (Vj. EUR 1,2 Mio). Die SachsenEnergie geht davon aus, dass aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Biomethan Zittau GmbH derzeit keine Inanspruchnahme erwartet wird.

Die SachsenEnergie hat auf Grundlage zweier Verträge zu Gunsten der SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG, Dresden (verbundenes Unternehmen), zwei Patronatserklärungen bis max. EUR 180 Mio. (Vj. EUR 180 Mio.) abgegeben, damit diese ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen aus zwei Pachtverträgen erfüllen kann. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehen mögliche Verpflichtungen aus ausgelösten Bestellungen der Tochtergesellschaft in Höhe von ca. EUR 21,7 Mio. (Vj. EUR 30,7 Mio.). Die SachsenEnergie erwartet aufgrund der wirtschaftlichen Situation der SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG derzeit keine Inanspruchnahme.

In diesen Verträgen wurden weiterhin zwei Patronatserklärungen zugunsten der Energieversorgungscenter Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG, Dresden (Beteiligungsunternehmen), bis max. EUR 3 Mio. abgegeben, damit diese ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen aus zwei Betriebsführungsverträgen erfüllen kann. Die SachsenEnergie erwartet aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Energieversorgungscenter Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG derzeit keine Inanspruchnahme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen der SachsenEnergie bestehen aufgrund abgeschlossener Commodity-Termingeschäfte im Strombereich in Höhe von EUR 1.711 Mio. für die Jahre 2024 bis 2028.

Weiterhin hat die SachsenEnergie Abnahmeverpflichtungen aus Gasbezugsverträgen sowie aus fest abgeschlossenen Verträgen für die Jahre 2024 bis 2028 in Höhe von EUR 941 Mio.

Finanzielle Verpflichtungen bestehen weiterhin aus Leistungsscheinen mit den verbundenen Unternehmen für die Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen. Für das Geschäftsjahr 2024 zahlt die SachsenEnergie für die Leistungserbringung insgesamt EUR 63,6 Mio. p.a.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der DREWAG, GigaBit, der SachsenServices, der EnergieBau, der SachsenEnergie Vertriebs GmbH, SachsenIndustriewasser, RING30 und SachsenEnergie Delta GmbH. Mit der Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden Verwaltungs GmbH besteht ein Beherrschungsvertrag. Darüber hinaus bestehen Gewinnabführungsverträge mit der SachsenNetze und der SachsenNetze HS.HD. Damit verpflichtete sich die SachsenEnergie entsprechend § 302 AktG jeden entstehenden Jahresfehlbetrag der aufgeführten Unternehmen auszugleichen.

Das Bestellobligo aus erteilten Investitions- und Instandhaltungsaufträgen beträgt EUR 204,0 Mio., davon EUR 149,8 Mio. gegenüber verbundenen Unternehmen.

12. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung von geplanten Absatzgeschäften werden Commodity-Termingeschäfte abgeschlossen. Diese dienen zur Sicherung von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften. Die Absatzgeschäfte sowie die physische Beschaffung für Strom und Gas werden nach dem IDW RS ÖFA 3 bilanziert. Diese Bücher werden mittels einheitlichem Risikomanagementsystem gesteuert. Zur Bewertung der geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäfte werden die Marktpreise von anerkannten Quellen (EEX) verwendet. Die Marktwerte dieser Commodity-Termingeschäfte betragen zum Abschlussstichtag EUR 868,1 Mio. (Strom) bzw. EUR 587,5 Mio. (Gas). Aus der Deckungsbeitragsrechnung der Bücher ergeben sich zum Stichtag Drohverlustrückstellungen in Höhe von EUR 33,4 Mio., die entsprechend bilanziell abgebildet wurden.

Eigenhandelsgeschäfte sind in einem Buch zusammengefasst und werden nach § 254 HGB in einer Bewertungseinheit bilanziert. Das Nominalvolumen dieser Commodity-Termingeschäfte wird unsaldiert angegeben. Es stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge dar, die den Commodity-Termingeschäften zugrunde liegen. Die beizulegenden Zeitwerte (= innerer Wert = Gewinn) ergeben sich aus anerkannten Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung von Börsenkursen.

Commodity-Termingeschäfte Menge Beizulegender Zeitwert

MWh TEUR
Strom

Käufe 175.916 -17.892
Verkäufe 175.916 21.415
Gas

Käufe 173.279 -7.709
Verkäufe 173.279 8.559


Commodity-Termingeschäfte (Kauf und Verkauf von Strom und Gas), die nicht zur Abdeckung des eigenen physischen Bedarfs dienen, werden mit einem Nominalvolumen von TEUR 72.260 (Strom) bzw. TEUR 27.961 (Gas) mittels Festbewertung ("Einfrierungsmethode") zu Micro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei ist jedes Einzelgeschäft durch ein zeit- und volumengleiches Gegengeschäft abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ist durch die Identität aller wesentlichen Bewertungsparameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft sichergestellt. Die Gegengeschäfte werden unmittelbar nach Abschluss des Basisgeschäfts getätigt. Positive und negative Wertänderungen gleichen sich in den Jahren 2024 und 2025 weitgehend aus.

"Sleeve-Geschäfte" mit einem Nominalvolumen von TEUR 410.764 sind aus der Bewertungseinheit ausgeschlossen und werden in einer separaten Bewertungseinheit bilanziert. Bei diesen Geschäften handelt es sich um zeitgleich abgeschlossene Kauf- und Verkaufsgeschäfte für den Zeitraum 2024 bis 2027, welche frist- und mengengleich abgeschlossen werden. Hieraus entstehen keine Marktpreisrisiken sowie keine Ergebnisse und auch keine zu bilanzierenden Beträge.

Die Höhe der mit den Micro-Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt bei den Eigenhandelsgeschäften Strom TEUR 17.892 und bei den Eigenhandelsgeschäften Gas TEUR 7.709.

Darüber hinaus wurden auch Future-Kontrakte zur Preisabsicherung von Strom- und Gasgeschäften abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der Future-Geschäfte beträgt zum Stichtag TEUR 39.406. Dieser ergibt sich aus der Differenz der Summe der Nominalwerte der einzelnen Positionen (TEUR 70.335) und der Bewertung dieser zu Marktpreisen zum Abschlussstichtag (TEUR 109.741).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen



2023 2022

TEUR TEUR
Stromlieferungen an

Verteilerwerke 290.845 112.819
Großkunden 841.484 521.295
Kleinkunden 299.431 226.472
Handel 732.831 329.949
EEG-Lieferung 117.432 187.939
KWK-Lieferung 2.064 2.340

2.284.087 1.380.815
Erdgaslieferungen an

Verteilerwerke 444.914 245.664
Großkunden 188.294 151.759
Kleinkunden 215.362 130.659
Handel 398.383 494.466

1.246.953 1.022.548
Wärme 8.959 5.795
Sonstige Lieferungen und Leistungen

Verpachtung Netze 93.152 90.168
Montage und Reparaturen 35.533 28.606
Datenverarbeitung 34.191 30.839
Dienstleistungen/Betriebsführungen 14.643 14.447
Vermietung und Verpachtung 7.240 5.619
Auflösung von Zuschüssen 4.725 4.780
Forderungsbeitreibung 549 510
Sonstige 69.384 42.055

259.417 217.024

3.799.416 2.626.182


Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Inland erzielt.

Umsatzkorrekturen, die das Vorjahr betreffen, haben Erlöse aus Stromlieferungen in Höhe von TEUR 15.069 und aus Gaslieferungen im Saldo um TEUR 17.220 erhöht. Die Erlöse aus Wärmelieferungen werden durch TEUR 33 periodenfremde Umsatzerlöse gemindert. Darüber hinaus erhöhen periodenfremden Korrekturen in Höhe von TEUR 3.334 die Umsatzerlöse aus sonstigen Lieferungen und Leistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Ausgewiesen werden nachfolgende Erträge:


2023 2022

TEUR TEUR
Periodengleiche Erträge

Erträge aus der Weiterberechnung Konzessionsabgaben 17.228 18.057
Auflösung Investitionszuschüsse 4.191 2.015
Übrige 3.594 2.537

25.013 22.609
Periodenfremde Erträge

Erträge aus der Auflösung und Verbrauch von Rückstellungen 71.162 48.676
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 1.993 281
Schadenersatz- und Versicherungsleistungen 107 67
Weiterberechnung Konzessionsabgaben für Vorjahre 89 -20
Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47 0
Sonstige periodenfremde Erträge 371 479

73.769 49.483

98.782 72.092


3. Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden durch einen periodenfremden Anteil vor allem für Strom- und Gasbezug in Höhe von TEUR 15.153 erhöht. Die bezogenen Leistungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.674, insbesondere für die Netznutzung.

4. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 525 enthalten. Darüber hinaus beinhaltet der Personalaufwand auch Aufwendungen für Altersteilzeit.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen:


2023 2022

TEUR TEUR
Periodengleiche Aufwendungen

Dienstleistungen im Rahmen von Datenverarbeitungsprozessen 13.575 12.146
Wartungsaufwendungen, Objektschutz und sonstige Fremdleistungen 9.558 7.360
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit 9.783 5.039
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 8.762 7.370
Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing 3.830 2.458
Büro- und Kommunikationsaufwendungen 3.666 3.549
Sonstige Personalkosten 2.650 1.218
Forderungsausfälle 899 683
Gebühren und Beiträge 630 418
Versicherungsaufwand 577 482
Übrige 8.282 7.464

62.212 48.187
Periodenfremde Aufwendungen

Veränderung der Rückstellungen 26.008 75.157
Aufwendungen aus der Erhöhung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.092 11.636
Buchverluste aus Anlagenabgängen 788 395
Abschreibung Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung nach § 17 Abs. 4 DMBilG 7 16
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 187 230

43.082 87.434

105.294 135.621


6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus den abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen mit der DREWAG (TEUR 189.714), der EnergieBau (TEUR 12.492) sowie der SachsenEnergie Vertriebs GmbH (TEUR 27).

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge werden durch Zinskorrekturen aus Steuererstattungen für Vorjahre (TEUR 79) erhöht.

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen umfassen auch die Verzinsung von Steuererstattungen für Vorjahre (TEUR -19) und Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB (TEUR 391, Vj. TEUR 605).

9. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme resultieren aus den Gewinnabführungsverträgen mit der SachsenNetze HS.HD (TEUR 4.976), SachsenServices (TEUR 2.869), SIW (TEUR 1.382), RING30 (TEUR 1.028), GigaBit (TEUR 382), SachsenNetze (TEUR 54) sowie der SachsenEnergie Delta GmbH (TEUR 4).

10. Aufwendungen aus Gewinnabführung

Die Gewinnabführung erfolgt entsprechend des Gewinnabführungsvertrags als feste Ausgleichszahlung für die ausstehenden Aktionäre (TEUR 15.825) sowie an die EVD (TEUR 74.042).

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sie betreffen überwiegend das Berichtsjahr und beinhalten erstmalig auch Steuerumlagen an die TWD in Höhe von TEUR 49.000. In Höhe von TEUR 4 vermindern periodenfremde Anteile die Ertragsteuern, im Wesentlichen aufgrund korrigierter Steuererklärungen für die Geschäftsjahre 2014 bis 2020.

12. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern erhöhen sich um periodenfremde Steuernachzahlungen (TEUR 7), welche im Wesentlichen aus Umsatzsteuerkorrekturen 2021 resultieren.

E. Sonstige Angaben

1. Nachtragsbericht


Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

2. Angaben über Geschäfte mit verbundenen Unternehmen

Die SachsenEnergie hat im Geschäftsjahr 2023 aufgrund folgender wesentlicher Verträge Geschäfte im Sinne der Vorschrift des § 6 b Abs. 2 EnWG durchgeführt:

Ergebnisabführungsvertrag mit der SachsenNetze HS.HD (Aufwand: TEUR 4.976)

Ergebnisabführungsvertrag mit der SachsenNetze (Aufwand: TEUR 54)

Pachtvertrag (Ertrag: TEUR 75.687), Dienstleistungsrahmenverträge zur Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen (Ertrag: TEUR 15.264, Aufwand: TEUR 3.040) mit SachsenNetze HS.HD

Pachtvertrag (Ertrag: TEUR 17.465) mit der SachsenNetze

Rahmenvertrag Kundenservice mit SachsenServices GmbH, Dresden (Aufwand: TEUR 9.518)

3. Ergebniseinfluss steuerlicher Wertansätze

Das Jahresergebnis hat sich aufgrund von steuerrechtlichen Sonderabschreibungen nach § 4 FördG, die in früheren Geschäftsjahren vorgenommen wurden, und der Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode für Zugangsjahre bis 2007 verbessert. Durch die Fortführung der niedrigeren Wertansätze im Anlagevermögen ergibt sich im Vergleich zur Vornahme handelsrechtlicher Abschreibungen ein Mehrergebnis in Höhe von TEUR 667.

In den kommenden Jahren wird sich dieser Effekt der verminderten Abschreibungen, gegebenenfalls verbunden mit einem Steueraufwand zu den jeweils gültigen Steuersätzen, fortsetzen.

4. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Der Ausweis des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar und dessen Aufschlüsselung unterbleibt nach § 285 Nr. 17 HGB, da die Angaben im Konzernabschluss der TWD enthalten sind.

5. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt


2023 2022
Mitarbeiter Standort Dresden 514 457
Mitarbeiter Regionalbereiche 14 13

528 470


6. Vorstand

Dr. Frank Brinkmann Dortmund Vorstandsvorsitzender und Sprecher
Dr. Axel Cunow Berlin Finanzvorstand
Lars Seiffert Dresden Personalvorstand


Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Verweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Frühere Mitglieder des Vorstands erhielten TEUR 383. Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands in Höhe von TEUR 7.852.

7. Aktionäre


Stückaktien
EnergieVerbund Dresden GmbH, Dresden 3.391.745
KBO Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der Energie Sachsen Ost, Sebnitz 675.769
Sonstige kommunale Anteilseigner 49.148

4.116.662


8. Aufsichtsrat
Vertreter der Anteilseigner


Dirk Hilbert Vorsitzender des Aufsichtsrates
Oberbürgermeister Landeshauptstadt Dresden
Dresden
Frank Schöning 2. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bürgermeister der Gemeinde Kreischa
Kreischa
Wolf Hagen Braun Geschäftsführer
Dresden
Dr. Wolfgang Deppe Arzt
Dresden
Katrin Fischer Geschäftsführerin der KBO Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der Energie Sachsen Ost Dresden
Dresden
Frank Hannig Jurist
Dresden
Peter Krüger Geschäftsstellenleiter
Dresden
Tanja Schewe Tierärztin
Dresden
André Schollbach Rechtsanwalt
Dresden
Kristin Sturm Geschäftsführerin
Dresden


Vertreter der Arbeitnehmer

Torsten Berndt 1. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Betriebsrat SachsenEnergie
Pirna
Katrin Behrens Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Magdeburg
Frank Franke Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Leipzig-Nordsachsen
Leipzig
(ab 22. Mai 2023)
Birgit Freund Dipl. Journalistin
Radebeul
(bis 31. Januar 2023)
Michael Großmann Sachbearbeiter Netze (Strom)
Höckendorf
Daniel Herold Geschäftsführer ver.di Bezirk Sachsen-West-Ost-Süd
Dresden
Heiko Hoffmann Betriebsrat
Dresden
(ab 21. März 2023)
André Lemke Abteilungsleiter
Dresden
Ralf Schaff Betriebsrat
Dresden
Alexander Schwolow Dipl.-Wirtschaftsinformatiker
Dresden
Jonas Senftleben Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Sachsen-West-Ost-Süd
Medingen
(bis 30. April 2023)
Frank Ziller Betriebsrat
Dresden


Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 76.

9. Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Technische Werke Dresden GmbH, Dresden. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, ist die SachsenEnergie AG, Dresden. Es handelt sich hierbei um einen freiwilligen Teilkonzernabschluss, der in den Konzernabschluss der Technischen Werke Dresden GmbH, Dresden, eingeht und nicht veröffentlicht wird.

10. Ergebnisverwendung

Entsprechend der Regelung des Ergebnisabführungsvertrags mit der EVD wird ein Betrag von EUR 142.234.704,16 aus dem Jahresergebnis in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der verbleibende Betrag wird an die Gesellschafter abgeführt.

 

Dresden, 6. Mai 2024

Der Vorstand

Dr. Frank Brinkmann

Dr. Axel Cunow

Lars Seiffert

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Um-
buchungen
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle




Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene




Konzessionen, gewerbliche




Schutzrechte und ähnliche




Rechte und Werte sowie




Lizenzen an solchen Rechten




und Werten 61.931.487,30 4.334.579,90 3.622.296,08 1.695.287,48 68.193.075,80
2. Geleistete Anzahlungen 7.319.075,53 11.079.992,33 -3.289.339,87 0,02 15.109.727,97

69.250.562,83 15.414.572,23 332.956,21 1.695.287,50 83.302.803,77
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücks-




gleiche Rechte und Bauten




einschließlich der Bauten auf




fremden Grundstücken 134.232.716,82 16.163.510,81 6.038.136,05 2.032.373,37 154.401.990,31
2. Technische Anlagen und




Maschinen




a) Erzeugungsanlagen 49.767.241,97 968.308,62 822.935,01 332.471,83 51.226.013,77
b) Verteilungsanlagen 1.607.427.359,04 51.854.364,09 29.479.978,16 10.408.464,59 1.678.353.236,70
3. Andere Anlagen, Betriebs-




und Geschäftsausstattung 81.083.899,24 10.435.565,49 2.411.191,66 8.180.022,26 85.750.634,13
4. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 79.405.983,40 127.723.048,84 -39.085.197,09 151.958,93 167.891.876,22

1.951.917.200,47 207.144.797,85 -332.956,21 21.105.290,98 2.137.623.751,13
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen




Unternehmen 285.411.896,00 21.549.334,65 0,00 0,00 306.961.230,65
2. Ausleihungen an verbundene




Unternehmen 81.540.000,00 115.450.000,00 0,00 0,00 196.990.000,00
3. Beteiligungen 629.253,34 0,00 0,00 0,00 629.253,34

367.581.149,34 136.999.334,65 0,00 0,00 504.580.483,99

2.388.748.912,64 359.558.704,73 0,00 22.800.578,48 2.725.507.038,89

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Zugänge Um-
buchungen
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle




Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene




Konzessionen, gewerbliche




Schutzrechte und ähnliche




Rechte und Werte sowie




Lizenzen an solchen Rechten




und Werten 50.436.267,57 4.643.357,24 0,00 1.695.287,48 53.384.337,33
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

50.436.267,57 4.643.357,24 0,00 1.695.287,48 53.384.337,33
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücks-




gleiche Rechte und Bauten




einschließlich der Bauten auf




fremden Grundstücken 49.631.664,93 2.724.596,81 0,00 890.413,37 51.465.848,37
2. Technische Anlagen und




Maschinen




a) Erzeugungsanlagen 19.131.570,13 2.920.576,31 0,00 298.545,00 21.753.601,44
b) Verteilungsanlagen 969.879.404,87 43.774.652,63 -689,49 9.768.642,79 1.003.884.725,22
3. Andere Anlagen, Betriebs-




und Geschäftsausstattung 57.282.454,19 7.945.957,76 689,49 7.944.016,95 57.285.084,49
4. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

1.095.925.094,12 57.365.783,51 0,00 18.901.618,11 1.134.389.259,52
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen




Unternehmen 522.500,00 0,00 0,00 0,00 522.500,00
2. Ausleihungen an verbundene




Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

522.500,00 0,00 0,00 0,00 522.500,00

1.146.883.861,69 62.009.140,75 0,00 20.596.905,59 1.188.296.096,85

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
I. Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene

Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten

und Werten 14.808.738,47 11.495
2. Geleistete Anzahlungen 15.109.727,97 7.319

29.918.466,44 18.814
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken 102.936.141,94 84.601
2. Technische Anlagen und

Maschinen

a) Erzeugungsanlagen 29.472.412,33 30.636
b) Verteilungsanlagen 674.468.511,48 637.548
3. Andere Anlagen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung 28.465.549,64 23.801
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 167.891.876,22 79.406

1.003.234.491,61 855.992
III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen 306.438.730,65 284.890
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen 196.990.000,00 81.540
3. Beteiligungen 629.253,34 629

504.057.983,99 367.059

1.537.210.942,04 1.241.865

Bilanz zum 31. Dezember 2023 Elektrizitätsverteilung

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche



Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie



Lizenzen an solchen Rechten und Werten
11.908.080,56
7.052
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte



und Bauten einschließlich der Bauten auf



fremden Grundstücken 18.543.341,88
18.643,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 384.740.137,40
377.584,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 16.968.152,79
14.541,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.106.617,84 497.358.249,91 30.777,00 441.545


509.266.330,47
448.597
B. Umlaufvermögen



Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 129.193,84
94,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00
309,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 309.269,03 438.462,87 2.860,00 3.263


438.462,87
3.263
C. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
1.384,41
2


509.706.177,75
451.862

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
A. Zugeordnetes Eigenkapital 209.669.580,96 180.244
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

Investitionszuschüsse 4.521.949,05 4.584
C. Baukostenzuschüsse 52.916.611,50 51.386
D. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen 3.832.030,04 4.097
2. Steuerrückstellungen 0,00 6
3. Sonstige Rückstellungen 11.497.437,31 9.902

15.329.467,35 14.005
E. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 223.248.099,70 184.502
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 16.034.579,44 (i. Vj. TEUR 17.401) -

- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

EUR 102.118.603,41 (i. Vj. TEUR 82.570) -

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.060.079,52 1.554
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 2.060.079,52 (i. Vj. TEUR 1.554) -

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 99,95 50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 99,95 (i. Vj. TEUR 50) -

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.960.289,72 15.535
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 1.960.289,72 (i. Vj. TEUR 15.535) -

5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 2
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 2) -

- davon aus Steuern EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 1) -


227.268.568,89 201.643

509.706.177,75 451.862

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Elektrizitätsverteilung


2023 2022

EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
100.144.077,10
91.289
2. Sonstige betriebliche Erträge
18.373.730,53
17.500
3. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe 310.968,38
507
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.842.284,74 17.153.253,12 17.627 18.134
4. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 9.490.148,34
7.967
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 1.856.250,12


Altersversorgung und für Unterstützung
11.346.398,47 1.873 9.840
- davon für Altersversorgung



EUR 220.127,93 (i. Vj. TEUR 459) -



5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-



gegenstände des Anlagevermögens und



Sachanlagen
33.074.706,49
32.829
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
14.350.968,94
10.942
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
303.306,80
6
- davon an verbundene Unternehmen



EUR 303.306,80 (i. Vj. TEUR 6) -



8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
2.039.289,34
887
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
7.354.714,53
614
10. Ergebnis nach Steuern
33.501.783,54
35.549
11. Sonstige Steuern
33.775,43
39
12. Jahresüberschuss
33.468.008,11
35.510

Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gasverteilung

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte



und Werte sowie Lizenzen an solchen



Rechten und Werten
6.553.967,42
3.916
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte



und Bauten einschließlich der Bauten



auf fremden Grundstücken 697.996,21
714
2. Technische Anlagen und Maschinen 197.268.883,02
196.483
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 1.366.894,55
1.330
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.314.589,24 214.648.363,02 6.709 205.236


221.202.330,44
209.152
B. Umlaufvermögen



Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.093,24
41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.217,12
2.059
3. Sonstige Vermögensgegenstände 86.125,31 119.435,67 642 2.742


119.435,67
2.742
C. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
651,18
1


221.322.417,29
211.895

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
A. Zugeordnetes Eigenkapital 96.598.224,52 98.935
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

Investitionszuschüsse 2.281.800,66 2.309
C. Baukostenzuschüsse 19.739.345,69 19.914
D. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen 1.802.470,03 1.968
2. Steuerrückstellungen 0,00 2
3. Sonstige Rückstellungen 1.593.135,39 1.655

3.395.605,42 3.625
E. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.979.165,50 86.894
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 1.658.431,46 (i. Vj. TEUR 2.244) -

- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

EUR 28.644.532,35 (i. Vj. TEUR 22.730) -

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 43.485,00 6
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 43.485,00 (i. Vj. TEUR 6) -

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 4
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 4) -

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 284.790,50 207
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 284.790,50 (i. Vj. TEUR 207) -

5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 1
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 0) -

- davon aus Steuern EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 0) -


99.307.441,00 87.112

221.322.417,29 211.895

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Gasverteilung


2023 2022

EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
39.791.736,31
40.192
2. Sonstige betriebliche Erträge
1.709.708,35
1.806
3. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe 156.261,51
257
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.595.772,99 1.752.034,50 1.714 1.971
4. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 4.488.754,61
3.863
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen



für Altersversorgung und für Unterstützung 873.430,37 5.362.184,97 878 4.741
- davon für Altersversorgung



EUR 98.636,84 (i. Vj. TEUR 193) -



5. Abschreibungen auf immaterielle



Vermögensgegenstände des Anlage-



vermögens und Sachanlagen
14.006.109,68
15.076
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
7.072.131,08
5.477
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
40.283,70
5
- davon an verbundene Unternehmen



EUR 40.283,70 (i. Vj. TEUR 5) -



8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1.277.005,32
957
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
2.171.020,15
234
10. Ergebnis nach Steuern
9.901.242,66
13.547
11. Sonstige Steuern
692,26
4
12. Jahresüberschuss
9.900.550,40
13.543

Angaben über die Zuordnungsregeln einschließlich Abschreibungsmethoden gemäß § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG

Die SachsenEnergie AG (kurz: SachsenEnergie) ist im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und erstellt gemäß § 6b Abs. 3 EnWG interne Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für die folgenden Aktivitäten:

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors

Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors


Grundlage für die Erstellung der Aktivitätenabschlüsse Strom- und Gasverteilung bildet der geprüfte Jahresabschluss der SachsenEnergie.

Seit dem Jahr 2020 werden die energiespezifischen Dienstleistungen den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung zugeordnet.

Direkte Kontierung

Unabhängig von der Schlüsselung der Kosten, die im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgt, wird bei der SachsenEnergie bereits bei der unterjährigen Kontierung auf eine möglichst direkte Zuordnung zu den entsprechenden Tätigkeitsfeldern geachtet. Als Kontierungsobjekte dienen Kostenstellen, Aufträge und PSP, die im Profitcenter zusammengefasst werden. Auf Kostenstellen werden die Kosten von Struktureinheiten oder Anlagen erfasst. Auf Aufträgen erfolgt die Erfassung von Kosten und Erlösen für interne und externe Dienstleistungen. PSP-Elemente dienen der Erfassung für das Instandhaltungs- und Investitionsprogramm.

Schlüsselung

Soweit eine direkte Zuordnung der Primärkosten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist, erfolgte die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten.

Im Wesentlichen handelt es sich um folgende Schlüssel:

Anlagenschlüssel (Nettoanlagenschlüssel zu Restbuchwerten)

Personalschlüssel (Basis: Personalbestand zum 31.12. des Geschäftsjahres bzw. Personalaufwand)

Schlüssel für Vertrieb und Energiewirtschaft

Umsatzschlüssel

Ergebnisschlüssel sowie Schlüssel Jahresüberschuss (vor Ergebnisverwendung)

Kapitalbedarfsschlüssel

Gewinn- und Verlustrechnung der Aktivitäten

Die Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen Tätigkeitsfelder basiert auf der Profitcenterrechnung der SachsenEnergie. Über sachgerechte Kontierung wird eine direkte Zuordnung zu den Tätigkeitsfeldern sichergestellt. Soweit eine direkte Zuordnung der Kosten und Erlöse zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten mit einem sachgerechten Schlüssel.

Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen direkt in den Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde über eine Umlage zugeordnet.

Die Bestandsveränderungen sind direkt in den Aktivitäten gebucht.

Die Sonstigen betrieblichen Erträgesind hauptsächlich direkt in den Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde über die Umlage zugeordnet.

Der Materialaufwand konnte im Wesentlichen auf Grund direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag (energiespezifische Dienstleistungen, Umlage) erfolgt eine Schlüsselung.

Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear und werden anhand der Kostenstellen den Aktivitäten entweder direkt zugeordnet oder anhand des Sachanlagevermögens sachgerecht zugeschlüsselt.

Auch die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Wesentlichen aufgrund direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag (energiespezifische Dienstleistungen, Umlage) erfolgte eine Schlüsselung analog des Sachanlagevermögens zu den Aktivitäten.

Der Zinsaufwand wurde entsprechend den zugeordneten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zugeordnet.

Die Zuordnung der Einkommens- und Ertragsteuern erfolgte mit Hilfe des Ergebnisschlüssels.

Leistungsverrechnung und Umlagen in der GuV

Mit dem Instrument der Leistungsverrechnung werden Leistungsbeziehungen zwischen den Aktivitäten (z. B. Personalleistungen sowie Leistungen im Bereich der Informationsverarbeitung, Miete, Weiter- und Ausbildung) abgebildet. Gebucht wird diese Verrechnung als Aufwand in der empfangenden Aktivität und als Erlös in der leistenden Aktivität. In den jeweiligen Aktivitäten wirkt diese Buchung GuV - verlängernd. Bei der Zusammenführung zum Gesamtabschluss werden diese internen Leistungsverrechnungen in der GuV wieder eliminiert. Eine Überleitung der Aktivitätenabschlüsse zum Gesamtabschluss wird damit gewährleistet.

Aktivitätenbilanzen

Nachfolgend wird dargestellt, wie die SachsenEnergie die einzelnen Sachkonten den Tätigkeitsfeldern zugeordnet hat. Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang, der Teil des Jahresabschlusses ist. Sämtliche folgenden Erläuterungen zur Schlüsselung und zur Zuordnung gelten sowohl für die Elektrizitäts- wie auch die Gasverteilung.

Aktiva

Das Anlagevermögen der SachsenEnergie ist den Tätigkeitsbereichen über angelegte Anlagenkostenstellen direkt zuordenbar. Dies betrifft auch das an die SachsenNetze GmbH und die SachsenNetze HS.HD GmbH verpachtete Strom- bzw. Gasnetz.

Das Anlagevermögen der Dienstleister wurde mithilfe von Schlüsseln (Umsatzschlüssel, anteilige Nutzungsfläche bei Gebäuden) zugeordnet.

Die Finanzanlagen der SachsenEnergie sind, mit Ausnahme der Geschäftsanteile an der SachsenServices GmbH (kurz: SachsenServices), den Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zugeordnet. Die Geschäftsanteile an der SachsenServices sind anteilig den anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors und des Gassektors zugeordnet.

Die Vorräte setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den unfertigen Leistungen sowie den fertigen Erzeugnissen und Waren zusammen. Die Zuordnung zu den Tätigkeiten erfolgt direkt mittels Einzelpostenauswertung.

Bei der Aufteilung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte für die Mehrzahl der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Aktivitäten. Für eine untergeordnete Anzahl von Forderungen wird im Wesentlichen der Umsatzschlüssel verwendet. Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen sowie Forderungen gegenüber Beteiligungen werden im Wesentlichen verursachungsgerecht direkt den einzelnen Aktivitäten zugeordnet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 5) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 2 (i. Vj. TEUR 31) für die Gasverteilung.

Nicht direkt zuordenbare Forderungen mit Personalbezug (z. B. SV-Beitrag) wurden mittels Personalschlüssel, nicht direkt zuordenbare Forderungen mit Steuerbezug wurden mittels Ergebnisschlüssel zugeordnet. Für die übrigen nicht direkt zuordenbaren Forderungen wurde im Wesentlichen der Umsatzschlüssel verwendet.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das Sonderverlustkonto wurde zu einem großen Anteil direkt zugeordnet, ein geringer Anteil mit Personalbezug wurde über den Personalschlüssel verteilt.

Die aktivische Rechnungsabgrenzung kann inhaltlich den Aktivitäten direkt zugeordnet werden.

Passiva

Aufgrund der Harmonisierung der Tätigkeitsabschlüsse im Unternehmensverbund erfolgt seit 2020 die Zuordnung des Eigenkapitals mittels Verwendung eines Kapitalbedarfschlüssels.

Die Sonderposten umfassen erhaltene Investitions- sowie Baukostenzuschüsse und werden direkt den Aktivitäten geordnet.

Innerhalb der Rückstellungen erfolgt die Zuordnung der Steuerrückstellungen zu den Einzelaktivitäten anhand des Ergebnisschlüssels. Die Rückstellungen für Pensionen und sonstige Verpflichtungen sowie andere personalabhängige Rückstellungen werden mithilfe des Personalschlüssels verteilt.

Für die Rückstellungen für Pensionen beträgt der Unterschiedsbetrag nach §253 Abs. 6 HGB zwischen der 10-Jahres-Durchschnittsbildung und der 7-Jahres-Durchschnittsbildung TEUR 53 (i. Vj. TEUR 177) für die Elektrizitätsverteilung sowie TEUR 25 (i. Vj. TEUR 85) für die Gasverteilung. Für die Rückstellungen für Sozialplanmaßnahmen beträgt der Unterschiedsbetrag nach §253 Abs. 6 HGB zwischen der 10-Jahres-Durchschnittsbildung und der 7-Jahres-Durchschnittsbildung TEUR 11 (i. Vj. TEUR 39) für die Elektrizitätsverteilung sowie TEUR 5 (i. Vj. TEUR 19) für die Gasverteilung.

Für alle anderen sonstigen Rückstellungen erfolgte die Zuordnung im Wesentlichen verursachungsgerecht direkt zu den Aktivitäten.

Die Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen direkt den einzelnen Aktivitäten zugeordnet. Verbindlichkeiten mit Personalbezug (z. B. Gehaltsansprüche, Lohnsteuer und VWL) wurden entsprechend dem Personalschlüssel zugeordnet. Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die zur Finanzierung der Investitionstätigkeit der SachsenEnergie aufgenommenen Darlehen direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen wurden im Wesentlichen verursachungsgerecht direkt den einzelnen Aktivitäten zugeordnet.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 15 (i. Vj. TEUR 1.244) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 2 (i. Vj. TEUR 16) für die Gasverteilung.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die SachsenEnergie AG, Dresden
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SachsenEnergie AG, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SachsenEnergie AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen" des Lageberichts enthalten ist.


Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.


Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 10. Mai 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Salcher, Wirtschaftsprüfer

Rößler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023


Der Aufsichtsrat hat den Vorstand während des Berichtszeitraums entsprechend der ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat unterrichtete sich umfassend über den Gang der Geschäfte sowie über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in den Aufsichtsratssitzungen und durch schriftliche Berichte regelmäßig über die Geschäftspolitik, die Unternehmensstrategie, die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle informiert. Die Geschäfte, zu denen laut Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich war, wurden vor der Genehmigung vom Aufsichtsrat geprüft und mit dem Vorstand ausführlich beraten.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt (14.03.2023, 16.05.2023, 19.09.2023 und 28.11.2023). Inhaltliche Schwerpunkte aller Sitzungen waren jeweils die energiewirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Zudem wurde im Juni 2023 ein Umlaufbeschluss zur Ausweitung der geplanten Darlehens-Neuaufnahme durch die Gesellschaft gefasst.

Am 14.03.2023 wurde als Ergänzung des Unternehmenskonzepts die Variante der Dekarbonisierung bis 2035 vorgestellt und erörtert. Zudem wurde über die Abgabe eines Angebotes auf die Ausschreibung "Deutschlandnetz" des Bundes informiert und beschlossen.

Am 16.05.2023 wurde insbesondere über den weiteren Fortgang des Projektes RING30 sowie die starke Belastung des Kundeservice infolge der Energiekrise und über aktuelle Abhilfemaßnahmen informiert. Ausführlich wurde aus dem Strategieausschuss berichtet und zum vorgelegten Unternehmenskonzept als Grundlage für die weitere strategische Entwicklung der Gesellschaft Beschluss gefasst. Parallel wurde der Vorstand mit der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen für eine Dekarbonisierung der SachsenEnergie beauftragt. Über den Jahresabschluss 2022 wurde ebenfalls Beschluss gefasst.

In der Sitzung am 19.09.2023 informierte der Vorstand u. a. über Maßnahmen des strategischen Personalmanagements im Zuge des Wachstums der Unternehmensgruppe. Zudem wurde über das Investitionsvorhaben zur Erweiterung und Sicherung der  Industriewasserversorgung im Dresdner Nordraum berichtet und Beschluss gefasst.

Am 28.11.2023 informierte der Vorstand über den Stand des PMI-Projektes und der erreichten Fusionseffekte. Ebenso wurde zum Abschluss eines Steuerumlagevertrages zwischen der SachsenEnergie AG und der Technische Werke Dresden GmbH berichtet und Beschluss gefasst. Weiterer Gegenstand der Sitzung war die Risikoberichterstattung und eine Anpassung des Mengenlimitsystems.
Auch wurde Beschluss über den Wirtschaftsplan 2024 gefasst.

Frau Birgit Freund trat zum 31.01.2023 in den Ruhestand ein und schied damit aus dem Aufsichtsrat aus. Zum neuen Aufsichtsratsmitglied wurde auf Vorschlag des Konzernbetriebsrates durch Beschluss des Amtsgerichts vom 21.03.2023 Herr Heiko Hoffmann bestellt. Herr Jonas Senftleben legte sein Amt als gewerkschaftliches Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 30.04.2023 nieder. Auf Vorschlag der Gewerkschaft ver.di wurde durch gerichtlichen Beschluss vom 22.05.2023 Herr Frank Franke zum Aufsichtsratsmitglied bestellt.

Der Aufsichtsrat hat den am 05.07.2023 von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt. Jahresabschluss 2023, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht sind vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat ausführlich über seine Prüfungen informiert. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung, die Jahresabschluss, Lagebericht und Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes umfasst, keine Einwendungen. In seiner Sitzung am 28.05.2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 gebilligt, der damit festgestellt ist. An dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer teilgenommen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SachsenEnergie AG für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

 

Dresden, im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Feststellung des Jahresabschlusses

   
Der Jahresabschluss der SachsenEnergie AG zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. Mai 2024 festgestellt.

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