MICROSENS GmbH & Co. KG

59067 Hamm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRA 1669
Vorher
Microsens GmbH & Co. Gesellschaft für Entwicklung und Vermarktung von optoelektronischen Systemen für Datenverarbeitung KG
Eingetragen
6.12.1995

Finanzübersicht

Historie

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Management

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4 Gesellschafter

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Microsens Beteiligungs GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter
euromicron AG communication & control technology
Kommanditist

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MICROSENS GmbH & Co. KG

Hamm

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.322,74 422
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
3. Geleistete Anzahlungen 445.751,37 272
782.075,11 694
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 620.296,51 641
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.345,76 82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.716,25 360
911.358,52 1.083
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.981,58 6
5.981,58 6
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.583.130,00 3.942
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 665.773,00 952
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.326.741,00 2.413
4. Geleistete Anzahlungen 195.831,86 384
6.771.475,86 7.691
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.055.879,91 1.838
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 406.093,50 309
3. Sonstige Vermögensgegenstände 246.487,31 21
2.708.460,72 2.168
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 632.332,21 267
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 64.282,98 51
D. NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE VERLUSTANTEILE DER KOMMANDITISTEN 8.025.465,86 7.293
19.901.432,84 19.253

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile der Kommanditisten
1. Festkapitalkonten 500.000,00 500
2. Kapitalverlustkonten 8.525.465,86 8.025.465,86 7.793
II. Nicht durch Vermögenseinlage gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten 8.025.465,86 7.293
0,00 0
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 741.701,00 666
741.701,00 666
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 187.067,00 29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 483.459,26 689
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.991.877,15 17.554
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Minderheitsgesellschafter 200.618,14 192
5. Sonstige Verbindlichkeiten 296.710,29 123
davon aus Steuern: EUR 267.424,99 (Vorjahr: EUR 23.169,59)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 21.738,45 (Vorjahr: EUR 21.917,39)
19.159.731,84 18.587
19.901.432,84 19.253

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 17.299.868,95 15.698
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -472.518,00 975
3. Sonstige betriebliche Erträge 117.559,03 154
16.944.909,98 16.827
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.773.931,97 8.441
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.126,40 1
7.775.058,37 8.442
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.216.452,63 5.014
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 933.303,71 852
davon für Altersversorgung: EUR 1.742,52 (Vorjahr: TEUR 2)
6.149.756,34 5.866
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 312.411,69 332
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.655.193,51 2.897
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 775.334,74 306
775.334,74 306
10. Steuern von Einkommen und vom Ertrag 8.799,58 0
11. Ergebnis nach Steuern -731.644,25 -1.016
12. Sonstige Steuern 998,00 1
13. Jahresfehlbetrag -732.642,25 -1.017
14. Einstellung in die Kapitalverlustkonten der Kommanditisten 732.642,25 1.017
15. Bilanzgewinn 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der MICROSENS GmbH & Co. KG, Hamm

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die MICROSENS GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Hamm und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamm unter der Registernummer HRA 1669.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten in Höhe von TEUR 8.025 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Falle eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Mit der Übernahme von 97,5 % der Kommanditanteile durch die GZS Digital GmbH (ein Unternehmen der Gustav Zech Stiftung) mit Wirkung zum 1. Februar 2020 wurden der Gesellschaft entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

Daneben wurde mit Datum vom 13. November 2023 zwischen der GZS Digital GmbH und der MICROSENS GmbH & Co. KG eine Rangrücktrittsvereinbarung über einen Betrag von TEUR 8.500 zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) und Überschuldung (§ 19 InsO) geschlossen.

Weiterhin wird eine positive Geschäftsentwicklung mit steigenden Umsätzen und positiven Ergebnissen erwartet.

Unter Berücksichtigung der Rangrücktrittsvereinbarung und der mittelfristigen Planungsrechnung ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gewährleistet, sodass der Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde.

2. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Personengesellschaft im Sinne der §§ 264a und 267 Abs. 2 und 4 HGB auf und hat die geltenden Vorschriften zur Rechnungslegung, Prüfung und Publizität zu beachten.

In der Bilanz wird das Gliederungsschema gem. § 266 HGB um Position "Verbindlichkeiten gegenüber dem Minderheitengesellschafter" ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben.

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Der in 1994 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über 15 Jahre abgeschrieben und ist inzwischen ebenso bis auf einen Erinnerungswert abgeschrieben, wie der Geschäfts- und Firmenwert, der in 2011 entgeltlich erworben und über 6 Jahre abgeschrieben wurde.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Sämtliche Vermögensgegenstände des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen der erfolgten Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig (pro rata temporis) verrechnet. Die Gesellschaft legt im Anlagevermögen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 9 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 20 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 EUR werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1000 EUR werden als Sammelposten aktiviert und im Jahr der Anschaffung und den darauf folgenden 4 Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Wertabschläge berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren und geleistete Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteilen auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist und sich ein Überschuss der Passivposten über die Aktivposten ergibt wurde, gem. § 264c Abs. 2 HGB, der Saldo daraus auf der Aktivseite als "Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten" ausgewiesen.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Es ist durch Verluste aufgebraucht.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung:

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2023:

Der Anteilsbesitz der MICROSENS GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2023 gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist nachfolgend dargestellt:

Beteiligung Sitz Höhe des Kapitalanteils
in %
Eigenkapital Jahresergebnis
MICROSENS Sp. z o.o. Wroclaw/Polen 100 % 716 TEUR 101 TEUR

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 406.093,50 EUR (Vorjahr: 309.045,08 EUR).

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene Kommanditkapital beträgt 500.000,00 EUR und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen:

Die Bildung der sonstigen Rückstellungen erfolgte vor allem für Personalkosten (523 TEUR, Vorjahr: 533 TEUR), ausstehende Rechnungen (113 TEUR, Vorjahr: 33 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (40 TEUR, Vorjahr: 34 TEUR), Gewährleistungen (34 TEUR, Vorjahr: 31 TEUR), Berufsgenossenschaft (27 TEUR, Vorjahr: 30 TEUR) und für Archivierung von Akten (5 TEUR, wie im Vorjahr).

Verbindlichkeiten:

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Außer den bestehen marktüblichen Eigentumsvorbehalten aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren sind alle Verbindlichkeiten unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 696.306,06 EUR (Vorjahr: 513.028,42 EUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 17.291.323,44 EUR (Vorjahr: 17.036.187,07 EUR) gegenüber Gesellschafter aus Darlehen.

Weitere Angaben zur Bilanz:

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von 732.642,25 EUR soll in voller Höhe den Gesellschafterkonten gutgeschrieben werden. Eine Verwendung des Jahresergebnisses ist durch die Gesellschafterversammlung zu beschließen.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge:

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Wechselkurseffekte in Höhe von 63.838,13 EUR (Vorjahr: 94.922,63 EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wechselkurseffekte in Höhe von 91.510,08 EUR (Vorjahr: 138.929,98 EUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen/ Erträge:

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind keine Zinserträge (Vorjahr: 302,03 EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 766.913,45 EUR (Vorjahr: 304.747,24 EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen.

5. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Produktion 36 37
Verwaltung 7 11
Vertrieb 31 31
Entwicklung 21 21
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 95 100
Auszubildende 1 0
Gesamtsumme 96 100

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Gesamt
davon ≤ 1 Jahr
davon > 1 Jahr
davon > 5 Jahre
aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 242.945,10 104.873,45 138.071,65 0,00
davon mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
242.945,10 104.873,45 138.071,65 0,00

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgeschlossenen Geschäftsjahr beläuft sich auf 20.000 EUR (Vorjahr: 19.000 EUR)

6. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Persönlich haftende Gesellschafterin:

Persönlich haftende Gesellschafterin der Berichtsgesellschaft ist die Gesellschaft MICROSENS Beteiligungs GmbH in Hamm mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von 26.000 EUR.

7. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin vorgenommen. Die Komplementärin wird durch ihre Geschäftsführung vertreten.

Geschäftsführer sind

Herr Diplom-Ingenieur Frank Konrad, Essen und

Herr Diplom-Kaufmann Dirk Korn, Unna

Auf die Angabe der Vergütung des Geschäftsführers wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Hamm, den 26. Juni 2024

MICROSENS GmbH & Co. KG

gez. Frank Konrad, Geschäftsführer der MICROSENS Beteiligungs GmbH

gez. Dirk Korn, Geschäftsführer der MICROSENS Beteiligungs GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Kontobezeichnung Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.090.304,92 0,00 35.100,00 -26.433,00 1.098.971,92 -668.608,42
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 433.694,12 0,00 0,00 0,00 433.694,12 -433.693,12
3. Geleistete Anzahlungen 271.964,87 208.886,50 -35.100,00 0,00 445.751,37 0,00
1.795.963,91 208.886,50 0,00 -26.433,00 1.978.417,41 -1.102.301,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.429.735,85 0,00 0,00 0,00 1.429.735,85 -788.431,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 384.009,96 0,00 0,00 0,00 384.009,96 -302.139,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.703.688,78 20.301,03 0,00 -92.412,43 1.631.577,38 -1.343.544,31
3.517.434,59 20.301,03 0,00 -92.412,43 3.445.323,19 -2.434.115,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.981,58 0,00 0,00 0,00 5.981,58 0,00
5.981,58 0,00 0,00 0,00 5.981,58 0,00
Gesamt 5.319.380,08 229.187,53 0,00 -118.845,43 5.429.722,18 -3.536.417,08
Kontobezeichnung Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
01.01.2023
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -120.473,76 26.433,00 -762.649,18 336.322,74 421.696,50
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 0,00 -433.693,12 1,00 1,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 445.751,37 271.964,87
-120.473,76 26.433,00 -1.196.342,30 782.075,11 693.662,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -21.007,59 0,00 -809.439,34 620.296,51 641.304,10
2. Technische Anlagen und Maschinen -41.524,72 0,00 -343.664,20 40.345,76 81.870,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -129.405,62 92.088,80 -1.380.861,13 250.716,25 360.144,47
-191.937,93 92.088,80 -2.533.964,67 911.358,52 1.083.319,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 5.981,58 5.981,58
0,00 0,00 0,00 5.981,58 5.981,58
Gesamt -312.411,69 118.521,80 -3.730.306,97 1.699.415,21 1.782.963,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. ALLGEMEINES

Die MICROSENS GmbH & Co. KG gehört zu den Herstellern von Glasfaser-Datenübertragungssystemen und Lösungen für die Gebäudeautomation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt mit seinen Spezialisten seit 1993 in Deutschland digitale Kommunikationssysteme. Die MICROSENS GmbH & Co. KG betreibt Niederlassungen in Obertshausen (Hessen), Paris (Frankreich) und Dubai (V.A.E.). Die Gesellschafter der MICROSENS GmbH & Co KG sind zu 97,5 % GZS Digital GmbH und zu 2,5 % Hannes Dirk Bauer. Die GZS Digital GmbH ist wiederum zu 75,1 % Tochter der Gustav Zech Stiftung und zu 24,9 % Tochter der Zech Technik SE.

Die MICROSENS GmbH & Co. KG entwickelt eigene Soft- und Hardwarekomponenten für Glasfaser-Datenübertragungssysteme und die Gebäudeautomation. In direktem Kontakt mit Kunden und Nutzern entstehen IP-basierte Automationslösungen für moderne Gebäude, wirtschaftliche Datennetzwerkkonzepte für Bürogebäude, Lösungen für industrielle Umgebungen und optische Datentransportsysteme für Weitverkehrsnetze zur zuverlässigen Kopplung von Standorten und Rechenzentren.

Ihr Geschäft gliedert die MICROSENS GmbH & Co. KG in vier Geschäftsbereiche: Enterprise Networks, Industrial Solutions, Optical Transport und Smart Building Solutions.

2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 % (2022: +2,0 %). "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort".

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 insgesamt um -0,1 % gegenüber dem Jahr 2022 leicht zurück. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik machte sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging.

[Quelle: Auszüge der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts Pressemitteilung Nr. 038 vom 30.01.2024 und Nr. 019 vom 15.01.2024]

3. GESCHÄFTSVERLAUF

Die MICROSENS GmbH & Co. KG betreibt ihr Geschäft international. Das Unternehmen verkauft seine Produkte und Lösungen auf allen Kontinenten. Ebenso beschafft das Unternehmen sein Vormaterial weltweit. Somit spürt es Veränderungen der weltwirtschaftlichen Lage direkt und sehr zeitnah. Gegenüber den Vorjahren hat sich die weltweite Ressourcenknappheit - besonders bei elektronischen Bauteilen - entspannt. Die Verfügbarkeit hat sich wieder erhöht und das Preiseniveau ist in Richtung Vorkrisenniveau gesunken.

Die Produkte und Lösungen der MICROSENS GmbH & Co. KG fallen in die Kategorie der innovativen Effizienz- und Optimierungsgüter für kommerzielle Zwecke. Sie werden von den Kunden in den meisten Fällen im Rahmen von Investitionsprojekten beschafft. In Zeiten von erwarteten konjunkturellen Belastungen und internationalen Spannungen, wie z. B. zwischen den USA, China, Russland werden in vielen Unternehmen zuerst "Investitionen" kritisch hinterfragt. Das gestiegene Zinsniveau hat die Baukonjunktur spürbar negativ beeinflusst. Die Verschiebung oder das Streichen von geplanten Investitionen geht damit meist einher. Das Wachstum in der Informations- und Kommunikationsgewerbe konnte diese Effekte nicht kompensieren. Im Geschäftsverlauf der MICROSENS GmbH & Co. KG sind diese Entwicklungen spürbar.

Das Geschäft der MICROSENS GmbH & Co. KG wuchs im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr, das Umsatzvolumen steigerte sich um 10,2 % auf 17,3 Mio. EUR. Wesentliche Zuwächse ergaben sich in den Bereichen Enterprise Networks und Industrial Solutions.

Regional ist das Geschäft im Vergleich zum Vorjahr besonders im asiatischen Raum gewachsen. Die vor wenigen Jahren gegründete Repräsentanz in Dubai entwickelt sich stetig erfolgreich weiter. Auch die verstärkte Präsenz von MICROSENS in Südamerika schlägt sich in einem steigenden Geschäftsvolumen nieder. Im Inland und dem europäischen Raum verlief das Geschäft stabil mit den üblichen projektbedingten Schwankungen des Geschäftsvolumens.

4. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Vermögenslage

Das Anlagevermögen beträgt insgesamt 1.699 TEUR, 8,5 % der Bilanzsumme. Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag ergaben sich durch Abschreibungen in Höhe von 312 TEUR bei Investitionen in Höhe von 229 TEUR.

Das Umlaufvermögen beträgt mit 10.114 TEUR rund 51 % der Bilanzsumme und liegt damit auf dem Vorjahresniveau. Die Vorräte wurden im Jahr 2023 in Höhe von 920 TEUR abgebaut. Der Abbau verteilt sich über alle Vorratsbereiche. Nachdem die Versorgungsengpässe auf den Markt für elektronische Bauteile nicht mehr bestehen, bewegt sich der Wert der Vorräte in Richtung des Vorkrisenniveaus zurück. Durch Mindestabnahmemengen in der Krisenzeit (Corona) aufgebaute Bestände wurden für Aufträge verwendet und die Beschaffung erfolgt wieder bedarfsgerechter. Der Abbau enthält weiterhin das auch in Vorjahren insgesamt übliche Niveau an Abwertungen, das neben Reichweitenabwertungen in 2023 auch eine Abwertung in Höhe von 177 TEUR für nicht mehr verwendbares Material aufgrund von Produktweiterentwicklungen enthält.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 218 TEUR erhöht. Grund ist hierfür das deutlich erhöhte Umsatzvolumen insbesondere aus den Monaten November und Dezember 2023.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere durch unseren Geschäftsausbau in Asien um 227 TEUR erhöht. In Vorjahren noch fixe Personalkosten in Indien werden nur noch erfolgsabhängig als Provision gezahlt. Während der Anlaufphase wurden dazu Vorauszahlungen in Höhe von 172 TEUR geleistet, die mit zukünftigen Provisionsabrechnungen verrechnet werden sollen.

Im Wesentlichen durch gegenüber dem Vorjahr um rund 300 TEUR erhöhte Zahlungseingänge von Kunden vor dem Bilanzstichtag erhöhte sich das Guthaben bei Kreditinstituten am 31.12.2023 um 366 TEUR auf 632 TEUR.

Kommentiert [KD1]: KW 52 Kundeneinzahlungen

2023: 712 TEUR

2022: 421 TEUR

Finanzlage

Das gesamte Finanzvolumen hat sich um 650 TEUR erhöht.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Kundenbestellungen sind um 158 TEUR auf 187 TEUR gestiegen.

Stichtagsbezogen wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 205 TEUR auf 483 TEUR abgebaut.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich am 31.12.2023 um 438 TEUR gegenüber 2022 erhöht. Allein aus der Verzinsung der Kapitalkonten ergab sich eine Zinsbelastung in Höhe von 468 TEUR, insbesondere auch, weil das Zinsniveau gestiegen ist.

Die Inanspruchnahme des Betriebsmittelkredits gegenüber der Gesellschafterin (GZS Digital GmbH) bewegte sich - nur leicht reduziert gegenüber dem Vorjahr - auf einem ähnlichen Niveau.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind stichtagsbedingt im Wesentlichen durch erhöhte Umsatzsteuerverbindlichkeiten um 175 TEUR gestiegen.

Die Finanzlage insgesamt ist mit 87 % der Bilanzsumme durch die hohen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GZS Digital GmbH (17.291 TEUR; Vorjahr 17.036 TEUR) geprägt.

In Folge der negativen Jahresergebnisse im Jahr 2023 sowie der Vorjahre besteht ein negatives Eigenkapital. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht durch regelmäßige Gespräche zur Finanzierungssituation mit ihrer Gesellschafterin davon aus, dass auch künftig die notwendige finanzielle Unterstützung durch sie gegeben ist.

Mit Datum vom 13.11.2023 wurde zwischen der GZS Digital GmbH und der MICROSENS GmbH & Co. KG eine Rangrücktrittsvereinbarung über einen Betrag von TEUR 8.500 zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) und Überschuldung (§ 19 InsO) geschlossen.

Ertragslage

Das Umsatzvolumen konnte mit 17,3 Mio. EUR deutlich um 1,6 Mio. EUR bzw. +10 % gegenüber dem Vorjahr (15,7 Mio. EUR) gesteigert werden. Dazu beigetragen haben die gute Entwicklung des Geschäfts mit unseren Kunden in der Region Middle East und ein großes Erweiterungsprojekt bei einem Bestandskunden in Deutschland. Da im Gegensatz zum Vorjahr mehr aus den Vorräten zur Fertigstellung der Aufträge entnommen wurde, verringerte sich Bestand an unfertigen und fertigen Vorräten. Die Gesamtleistung stieg daher nur leicht auf 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 16,8 Mio. EUR).

Dabei ist der Materialaufwand mit 7,775 Mio. EUR deutlich gegenüber dem Vorjahr (8.442 TEUR) gesunken. Die Quote reduzierte sich um -4,3 %-Punkte auf 45,9 % (Vorjahr: 50,2 %) der Gesamtleistung. Der Anstieg des Vorjahres um 5,4 %-Punkte wurde damit weitestgehend kompensiert, u. a. da zu Herstellkosten bewertete Lagerbestände abgebaut statt aufgebaut und damit die kalkulierte Verkaufspreismarge realisiert wurde. Weiterhin hat sich die Situation auf den Beschaffungsmärkten normalisiert; 2022 konnten die damaligen Preisaufschläge durch die Störung der Lieferketten nicht vollumfänglich an den Markt weiterberechnet werden.

Der Personalaufwand stieg um 283 TEUR auf 6.149 TEUR. Die Personalaufwandquote stieg um 1,4 %-Punkte auf 36,3 % der Gesamtleistung. Davon sind 172 TEUR durch die Verschiebung des Ausweises unserer Personalkosten in Dubai aus dem Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Personalkostenbereich bedingt. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist im Jahr 2023 gegenüber 2022 um einen auf 109 Mitarbeiter gesunken. Trotzdem erhöhten sich die Sozialabgaben um 81 TEUR bzw. +9,5 % gegenüber 2022, da die Beitragsbemessungsgrenzen erhöht wurden. Seit dem 01.01.2023 gewährt das Unternehmen allen im deutschen und französischen Sozial- und Steuersystem beitragspflichtigen Arbeitnehmern eine Inflationsausgleichsprämie von 125 EUR pro Monat für Vollzeitbeschäftigte. Weitere Erhöhungen des allgemeinen Entgeltniveaus gab es nicht.

Die "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" sanken um 242 TEUR auf 2.655 TEUR (Vorjahr 2.897 TEUR). Dies ist im Wesentlichen verursacht durch geringere Vertriebskosten. Auch die Fremdarbeiten im Vertrieb reduzierten sich um rund 100 TEUR, im Wesentlichen, weil die Vergütung der Vertriebsarbeit in Indien auf eine erfolgsabhängige Basis umgestellt wurde. Weiterhin wurde der Ausweis der Personalkosten in Dubai ab 2023 in den Personalkostenbereich (-172 TEUR) verschoben. Die Aufwendungen für die Tochtergesellschaft in Polen erhöhten sich um +152 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Einerseits wurden bisher selbst erbrachte Entwicklungsleistungen an einen Dienstleister ausgelagert, dabei Arbeitszeitguthaben aus Vorjahren ausgeglichen und die Entwicklerkapazität erhöht. Andererseits führten Währungsverluste zu den erhöhten Aufwendungen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind mit 755 TEUR um 468 TEUR bzw. +153 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies ist fast vollständig auf den gestiegenen Basiszinssatz und die daraus abgeleitete Verzinsung der Gesellschafterkapitalkonten zurückzuführen. Der Basiszins stieg im Januar 2023 von -0,88 % auf +1,62 % und ab Juli 2023 auf +3,12 %. Das Finanzierungsvolumen hat sich kaum verändert.

Die Gesamtentwicklung der MICROSENS GmbH & Co. KG im Jahr 2023 von einem weiteren Ausbau des Geschäftsvolumens geprägt. Das Umsatzvolumen wurde um +10 % auf 17,3 Mio. EUR gesteigert. Es blieb dennoch um 14 % hinter dem ehrgeizigen Wachstumsziel auf 20,0 Mio. EUR zurück. Besonders auf dem indischen Markt kam es z. B. durch behördliche indische Importbestimmungen und Finanzierungsproblemen bei unseren Partnern zu unerwarteten Verzögerungen bei der Umsetzung von festen Vereinbarungen zum Geschäftsausbau in 2023. Auf Basis der aussichtsreichen Vertriebsprojekte sind wir davon überzeugt, dass in Indien ein erhebliches Wachstumspotential vorhanden ist. Wir arbeiten mittlerweile aktiv an alternativen Möglichkeiten, um die bisherigen Maßnahmen zur Marktentwicklung auch für einen Geschäftsausbau in 2024 zu nutzen.

Der prognostizierte Jahresfehlbetrag von rund 1,0 Mio. EUR ist jedoch nicht eingetreten und konnte auf -733 TEUR (Vorjahr: -1.017 TEUR) reduziert werden. Das Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern) ist mit + 52 TEUR positiv.

5. CHANCEN- UND RISIKO-BERICHT

Die MICROSENS GmbH & Co. KG hat ein System zur Erkennung und Begegnung von Chancen und Risiken. Es dient dem Zweck, die Auslöser für Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten sowie ihre Auswirkungen zu steuern. Als Chancen- und Risikokategorien wurden folgende Schwerpunkte identifiziert und definiert: Märkte und Wettbewerb; Produkte, Technologien und F&E; Beschaffung und Herstellung/Produktion; Service und Vertrieb (inkl. Marketing); Finanzen und Liquidität; IT; Projekte (strategisch) und Corporate.

Die Chancen und Risiken werden auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit (hoch bis niedrig) und den resultierenden monetären Effekt (Gewinn und Verlust) bezogen auf einen Zeithorizont von 12 Monaten beurteilt. Ihre Auswirkungen werden durch Maßnahmen zur Unterstützung (bei Chancen) bzw. Vermeidung/Reduzierung (bei Risiken) gesteuert.

Die Gesellschaft steht vor allem den klassischen Geschäftsrisiken gegenüber. Das Risiko durch internationale Wettbewerber ist in der Nische, in dem sich das Unternehmen bewegt als "mittel" zu bewerten. Ihm wird durch enge Kundenbindung und kundenspezifischen Produktanpassungen entgegengetreten. Eine hohe Chance, die Kundenbasis weiter zu vergrößern ist durch die Weiterentwicklung der technischen Alleinstellungsmerkmale und neuen, innovativen Lösungen ("Smart Building Solutions") gegeben. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch die systematische Prüfung der Kunden (z. B. Bonität) sowie der Nutzung von Warenkreditversicherungen minimiert. Für die Absicherung von Warenkrediten nutzt die MICROSENS GmbH & Co. KG Warenkreditversicherer wie Allianz-Trade und APG-Bundesbürgschaften. Das Risiko eines Produktionsausfalles ist aufgrund der Struktur des Herstellungsprozesses als niedrig zu bezeichnen. Das Risiko der Verfügbarkeit und ungeplanter Preissteigerung von elektronischen Bauteilen, ist geringer geworden, aber durch vorhandene internationale politische Spannungen immer noch vorhanden.

Ein weiterer Baustein der MICROSENS GmbH & Co. KG zur Aufdeckung und Abwehr von internen und externen Risiken ist das Compliance-Managementsystem. Beauftragte in allen Fachbereichen des Unternehmens sollen die Einhaltung interner Richtlinien sowie externer gesetzlicher Rahmenbedingungen gewährleisten. Sie dienen als Ansprechpartner für alle Mitarbeiter bei Fragen oder Hinweisen zu Compliance-Themen.

Die MICROSENS GmbH & Co. KG ist in die ZECH-Gruppe eingebunden und kann bei Bedarf auf fachliche unterstützende Dienstleistungen zugreifen, z. B. rechtlicher und steuerlicher Art oder Fuhrparkmanagement. Die operative Verantwortung liegt weiterhin bei der MICROSENS GmbH & Co. KG.

6. PROGNOSE UND AUSBLICK

"Die Wirtschaft in Deutschland ist aus Sicht der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute angeschlagen. In ihrem Frühjahrsgutachten revidieren sie ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1 %. Im Herbstgutachten standen noch 1,3 % in Aussicht. Derzeit bewegt sich die Wirtschaftsleistung auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liegt. Seitdem tritt die Produktivität in Deutschland auf der Stelle. Außen- und binnenwirtschaftlich gab es zuletzt mehr Gegen- als Rückenwind." Gestiegene Zinsen belasten weiter die Baukonjunktur in Deutschland. Alles in allem zeichnet sich für die USA und für den Euroraum ab dem Frühsommer eine Zinswende ab. Allerdings dürften die Leitzinsen trotz schrittweiser Senkung noch das ganze Jahr über so hoch sein wie kaum je seit der Finanzkrise. Die Inflation entwickelt sich wieder rückläufig; auch weil sich die durch die Ukraine-Krise stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise wieder beruhigen. Was die Preise für Güter des Verarbeitenden Gewerbes weltweit dämpft, sind deflationäre Tendenzen in China: Die Preise für chinesische Exportgüter liegen seit vergangenem Sommer um reichlich 10 % unter ihrem Vorjahreswert.

Für das globale Wirtschaftswachstum erwartet der Internationale Währungsfonds 3,2 % Wachstum in 2024 und 2025. Die Erwartung über die nächsten fünf Jahre ist mit 3,1 % p. a. die niedrigste seit Jahrzehnten. Indien ist in den Jahren 2024 die Region mit den höchsten Wachstumserwartungen des Bruttoinlandsprodukts weltweit, ausgelöst durch eine steigende Binnennachfrage und die wachsende arbeitsfähige Bevölkerung.

Risiken bestehen durch die geopolitischen Konflikte in der Ukraine, dem Nahen Osten. Eine Eskalation im Konflikt um China und Taiwan oder handelspolitische Spannungen rund um Subventionen und Strafzölle könnte den Welthandel und die Wertschöpfungsketten, besonders für elektronische Produkte, empfindlich stören.

(Quellen: Gemeinschaftsdiagnose der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute vom 27. März 2024 und "World Economic Outlook" des Internationalen Währungsfonds aus April 2024).

Die Prognose der MICROSENS GmbH & Co. KG berücksichtigt, die aktuellen, offiziellen Einschätzungen. Sie beruhen auf dem Kenntnisstand zum Aufstellungszeitpunkt des Abschlusses.

Die Geschäftsführung geht aktuell davon aus, das Unternehmen in 2024 positiv entwickeln zu können. Das bisherige Kerngeschäft im europäischen Raum entwickelt sich weiter stabil. Für das weitere internationale Wachstum stehen der Mittlere Osten, Indien und Südamerika weiter im Fokus.

Das Produktportfolio im Bereich konventioneller Netzwerke wurde durch erfolgreich abgeschlossene Entwicklungsprojekte modernisiert und um Produkte erweitert, mit denen das Unternehmen sehr gut im Wettbewerb positioniert ist. Die Abhängigkeit von elektronischen Bauteilen, für die Engpässe bestehen, wurde beseitigt und die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Produkteigenschaften und Herstellkosten erhöht. Das Produktprogramm wird auch weiter gezielt um zugekaufte Produkte ergänzt werden, deren differenzierende Wirkung im Wettbewerb eher gering ist, um den Kunden ein umfassendes Produktportfolio anbieten zu können.

Für den Anwendungsbereich Smart-Building-Solutions (SBS) konnten wichtige Referenzkunden in Südamerika gewonnen werden. Durch die verschärften gesetzlichen Anforderungen an die Betreiber kommerziell genutzter Immobilien sind das Interesse und die Zahl der Projekte im Bereich Smart-Building-Solutions, bei denen MICROSENS aktiv anbietet, auch in Deutschland merklich erhöht.

Der Auftragseingang verlief in den ersten 4 Monaten des Jahres 2024 wie erwartet positiv. Für den Rest des Jahres 2024 haben wir einen Auftragsbestand von circa 2 Monatsumsätzen. Er spiegelt die üblichen kurzen Durchlaufzeiten und Bestellfristen der Kunden wider. Darüber hinaus besteht eine mit Wahrscheinlichkeiten gewichtete Angebots-Projektpipeline, die ein Umsatzvolumen auf dem Niveau des Vorjahrs ermöglichen würde.

Durch das hohe Fremdfinanzierungsvolumen und die gestiegenen Finanzierungskosten wird sich die Zinsbelastung gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich erhöhen.

Auf Grundlage dieser eingeleiteten Maßnahmen ist der Ausblick für die Entwicklung von Leistung und Ertrag bei der MICROSENS GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2024 verhalten positiv. Insgesamt wird betriebswirtschaftlich (EBIT) für das Jahr 2024 ein leicht positives Ergebnis erwartet. Das Umsatzvolumen ist gering oberhalb des Vorjahresniveaus geplant.

Die Geschäftsführung sieht die Fortführung des Unternehmens substanziell und finanziell gesichert. Durch den Trend zu zuverlässiger Netzwerktechnik für kritische Infrastruktur und neue gesetzliche Auflagen und Berichtspflichten hinsichtlich energieeffizient betriebener Gebäude werden neue Anwendungsmöglichkeiten erwartet.

 

Hamm, den 26. Juni 2023

MICROSENS GmbH & Co. KG

gez. Frank Konrad, Geschäftsführer der MICROSENS Beteiligungs GmbH

gez. Dirk Korn, Geschäftsführer, der MICROSENS Beteiligungs GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MICROSENS GmbH & Co. KG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MICROSENS GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MICROSENS GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 2. September 2024

Nordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beering, Wirtschaftsprüfer

Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer

Den Jahresabschluss zum 31.12.2023 hat die Gesellschafterversammlung am 04.10.2024 festgestellt.

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