Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 63439
Eingetragen
30.6.2008
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von Autos, Wohnmobilen und Anhängern
Gegenstand
die Verwaltung und Beschaffung von Fahrzeugen und die damit verbundenen oder sich ergebenden Dienstleistungen sowie Leasing und Autovermietung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Alexander Kaiser
seit 4.3.2021
Geschäftsführer
Gert Thomas Schaub
seit 30.6.2008
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fleetpool GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

Bericht über die Lage der Fleetpool GmbH

1. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell und Unternehmensprofil

Die Fleetpool GmbH GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der Fleetpool Holding GmbH als Muttergesellschaft des Teilkonzerns "Fleetpool Group". Das Hauptgeschäftsfeld der Fleetpool Group besteht in der Entwicklung und des Betriebs von Systemen zur entgeltlichen Überlassung von Kraftfahrzeugen in offenen und geschlossenen Nutzergruppen im Rahmen von Abonnement-Angeboten, sowie Service-Dienstleistungen für Großkunden und nationalen Organisationen im Bereich der Fahrzeugbeschaffung.

Seit 01.01.2020 wurde die Fleetpool Group in eine Holding Struktur überführt. Die Gert Schaub Beteiligungs GmbH hält 95% der Anteile an der Fleetpool Holding GmbH. Die restlichen Anteile werden von Teilen des Managements gehalten. Die Fleetpool Holding hält 100% der Anteile an den Tochtergesellschaften und somit auch an der Fleetpool GmbH.

Die Abo-Geschäftsfelder der Fleetpool Group lassen sich in die Bereiche B2C (Kernmarke: like2drive), B2B (Kernmarke: EazyCars) und White Label (Kernmarken: Conqar, dbb-autoabo) untergliedern.

Im Berichtsjahr sind alle Abo-Geschäfte trotz der COVID-19-Pandemie stark gewachsen. So haben sich die Abo-Erlöse der Gruppe mit 24,7 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr verdreifacht.

Die Flottengröße hat im Berichtsjahr die 10.000er Marke überschritten und somit ein Wachstum von über 70% erzielt. Auch die Markenvielfalt des Fahrzeugportfolios wurde weiter ausgebaut.

Bei der Ursprungsmarke "EazyCars" ist weiterhin hohes Wachstum sowohl durch den Ausbau der bestehenden als auch durch neu gewonnene Kunden zu verzeichnen. Das Produkt "EazyWay" konnte sich als offizielles Partnerprogramm eines OEM im Bereich der Lieferzeitüberbrückungen etablieren. Die Marke Like2drive hat ihre Stellung als eine der führenden Marken im offenen Auto-Abo-Markt weiter ausbauen können und rankt im Internet weiterhin auf Platz 1 beim Suchbegriff "Auto Abo". Die in 2019 gelaunchte Marke "dbb" hat sich als Plattform für den Deutschen Beamtenbund sehr gut entwickelt. Mit der Marke "Conqar" wurde in Zusammenarbeit mit SEAT bereits 2019 eine weitere Mobilitätsmarke aufgebaut, welche auch 2020 gewachsen ist.

Die Erfolge im Betrieb von nationalen Mobilitätskonzepten haben das Interesse von weiteren OEMs und Energieunternehmen geweckt und so entwickelt Fleetpool White Label Programme, die unter neuen Marken 2020 sukzessive ausgerollt wurden. "SonnenDrive" ist eine Kooperation mit dem Tochterunternehmen "Sonnen" der Royal Dutch Shell plc., welche insbesondere in dem attraktiven Segment der Elektrofahrzeuge aktiv ist.

2. Strategie

Führende Forschungs- und Beratungsinstitute prognostizieren ein sehr starkes Wachstum des Auto-Abo Modells in den kommenden Jahren. Eine von Roland Berger erstellte Studie geht davon aus, dass allein in Deutschland bis 2025 das durchschnittliche jährliche Wachstum des Auto-Abo Marktes 68% betragen wird. Dieser Trend wird sich auch im europäischen Ausland niederschlagen, sodass Fleetpool eine Internationalisierung seiner Angebote ins Auge fasst. Dazu wurde im Berichtsjahr das Netzwerk an international Geschäftspartnern weiter ausgebaut.

Durch die proprietäre in Deutschland entwickelte mehrsprachfähig angelegte integrierte IT Software "Mee2" und die engen Geschäftsbeziehungen zu international aufgestellten Lieferanten und Finanzpartnern wurden die Grundlagen für diesen Schritt bereits gelegt.

In deutschen Kernmarkt stehen 2021 weitere White Label Lösungen für führende OEM vor dem Abschluss. Ein erstes neues Angebot wird bereits im Q2/2021 gelauncht.

Weiteres Wachstumspotential liegt in der Erschließung von Diversifikationsoptionen. Beispielsweise im Bereich der Logistik, in der Kapitalisierung von Daten, dem Eintritt in weitere Mobilitätsbereiche (E-Bikes) und der forcierten Akquisition weiterer Großkonzerne für die Expansion des Corporate Geschäfts der Marke "EazyCars".

Eine weitere strategische Stoßrichtung liegt in der Optimierung und Digitalisierung der internen Prozesse. Auch der Einsatz von AI und predictive analytic tools zur effizienteren Verzahnung zwischen Beschaffung, Vertrieb, Logistik und Finanzierung der Abo-Fahrzeuge stehen auf dem Fahrplan der Weiterentwicklung der IT Instrumente.

Zur Verbesserung der finanzwirtschaftlichen Kennzahlen, insbesondere in Bezug auf Eigenkapitalquote (EQ), Free-Cash-Flow (FCF) und Economic Value Added (EVA) wurde bereits im Berichtsjahr ein zunehmender Shift von der bisherigen klassischen Kreditfinanzierung hin zu einer Finanzierung über Operating Lease eingeleitet. Diese Strategie wird auch 2021 weiterverfolgt, was zu einer Verbesserung des Finanzierungsspielraums und einer Optimierung der Working Capital Kennzahlen führen wird.

2. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2020, bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, in die tiefste Rezession seit vielen Jahren gestürzt. Nach einem historischen Konjunktureinbruch im Frühjahr verzeichnete die Weltwirtschaft im Sommer zunächst eine Erholung, schwächte sich zum Jahresende hin aber wieder zunehmend ab. Vor allem Europa und Nordamerika litten im Winterhalbjahr unter einer weiteren Infektionswelle, die einen Konjunkturaufschwung stoppte. Das Inkrafttreten der in diversen Ländern staatlich verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Reisewarnungen, Grenzschließungen, Ausgeh- und Mobilitätsbeschränkungen hat besonders gravierende Folgen auf die Reise- und Tourismusbranche gehabt. Dank umfangreicher geld- und fiskalpolitischer Unterstützungsmaßnahmen konnte eine noch schärfere Kontraktion der Wirtschaftsleistung verhindert werden. Leitzinsen wurden teilweise massiv gesenkt, immense Anleihen-Kaufprogramme aufgesetzt und Kreditzusagen in nahezu unbegrenzter Höhe an Unternehmen gewährt. Insgesamt sank die weltwirtschaftliche Aktivität im Jahre 2020 um 3,5% nach einem Wachstum von 3,0% im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2020 um 5,0%, während die Wirtschaftstätigkeit der von der Pandemie überproportional betroffenen Länder Frankreich, Italien und Spanien sogar um 9,0% bis 11,1% zurückging.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gibt es aber auch immer Wirtschaftsbereiche, die sich aus der Krise stärker entwickeln oder gar profitieren. Die Digitalwirtschaft und Geschäftsmodelle, die auf e-commerce Vertrieb basieren, konnten ihre Geschäfte signifikant ausbauen und könnten als Gewinner der Pandemie bezeichnet werden. Von diesem Wandel konnten insbesondere Unternehmen profitieren, welche durch die Schließung von stationären Handelsstrukturen ihr Produktportfolio den Kunden auf digitalem Wege zur Verfügung stellen konnten und sich somit weitgehend von infrastrukturellen Einschränkungen unabhängig machen konnten.

2. Automobil- und Mobilitätsmarkt

Auch die Entwicklung des weltweiten PKW-Marktes war im Berichtsjahr von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Zwar erreichte auch hier die Nachfrage bereits im zweiten Quartal ihren Tiefpunkt und konnte sich im weiteren Jahresverlauf schrittweise erholen. Dennoch war für den Weltmarkt im Gesamtjahr ein deutliches Minus von rund 15% zu verzeichnen. Die Europäische Automobilwirtschaft ging sogar um 21% zurück. Auch in Deutschland wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 19% weniger Autos zugelassen. Insgesamt wurden damit nur 2,9 Millionen Neuwagen zugelassen. Die Nachfrage stieg allerdings zum Jahresende wieder deutlich an und somit konnten die Neuzulassungen in den letzten beiden Monaten um rund 10% gegenüber Vorjahr zulegen. Dabei konnten auch viele Privatkunden von der auf 16% herabgesetzten Mehrwertsteuer profitieren.

Im Bereich der Elektroautos konnten deutliche Zuwächse verzeichnet werden: Ihr Anteil an allen Neuzulassungen stieg mit insgesamt rund 194.000 Fahrzeugen auf 6,7% nach knapp 1,8% im Vorjahr. Außerdem erreichten Fahrzeuge mit Hybridantrieb mit insgesamt knapp 528.000 Neuzulassungen 2020 einen Anteil von 18,1%. Gegenüber dem Vorjahr legten die Neuzulassungen von Plug-in-Hybriden um 342% zu.

Der Auto-Abo Markt in Deutschland konnte auch in der COVID-19-Pandemie weiter Fahrt aufnehmen. Laut einer Studie der puls Marktforschung zeigt aktuell jeder dritte Autokäufer Interesse an dem neuen Nutzungsmodell. Der Untersuchung zufolge sehen die Befragten das Fahrzeug-Abo vor allem als Alternative zur Finanzierung und zum Leasing. Dies schlägt sich auch in dem Marktwachstum nieder. Einer Studie von Roland Berger zufolge ist der Markt für Auto-Abos in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 47,7% auf 226 Mio EUR gewachsen. Hier folgt der Auto Markt dem in anderen Märkten bereits seit einiger Zeit zu beobachtenden Mega-Trend des veränderten Konsumentenverhaltens "weg vom Besitz - hin zur flexiblen Nutzung".

3. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres

Ende Januar 2020 wurden bei Fleetpool angesichts des globalen Ausbruchs der COVID-19-Pandemie weitreichende Schutz- und Präventionsmaßnahmen für das Unternehmen und seiner MitarbeiterInnen entwickelt. Die Geschäftsführung hat sehr frühzeitig ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt, und fokussierte sich dabei auf die Gesundheit der MitarbeiterInnen und auf die Kontinuität des Geschäftsbetriebes. Hier wurden insbesondere durch Investitionen in mobile Hardware für alle Mitarbeiter die Möglichkeit geschaffen, Homeoffice zu nutzen. Durch eine stringente Aufteilung der Teams in unterschiedliche Gruppen wurde auch das Infektionsrisiko für die MitarbeiterInnen reduziert. Gleichzeitig wurden die MitarbeiterInnen mit Schutzmasken ausgestattet und kontinuierlich über die Wichtigkeit von Abstands- und Belüftungsregelungen informiert. Darüber hinaus wurden weitere Workflows digitalisiert und damit die Möglichkeit geschaffen, auch von zu Hause aus zu arbeiten. Es kam im Frühjahr für circa vier Wochen im Zusammenhang mit der Schließung von Automobilwerken und -händlern zu Kurzarbeit in einigen Bereichen der Fleetpool Group.

Zur Sicherung und Ausweitung der Liquidität des Unternehmens diente die Aufnahme eines KfW Förderdarlehens in Höhe von 20 Mio EUR, welches über das existierende Konsortium eingesteuert wurde, dessen Kreditlinie 2020 damit auf 100 Mio EUR anstieg. Ebenso wurde die Liquiditätsausstattung durch Aufnahme eines eigenkapitalgleichen Mezzanins in Höhe von 5 Mio EUR ausgeweitet. Auch die Linien der verschiedenen Captive und Non-Captive Leasingpartnern wurde im Berichtsjahr deutlich ausgebaut.

Zum Ende des Jahres wurde mit der Etablierung der Fleetpool Holding GmbH eine Konzernstruktur geschaffen, die rückwirkend zum 01.01.2020 auch bilanziert wurde. 95% der Anteile an der Fleetpool Holding GmbH werden durch die Gert Schaub Beteiligung GmbH gehalten, die restlichen 5% werden von Teilen des Managements gehalten.

Das Core-Management-Team der Fleetpool Group mit Gert Schaub Schaub (CEO), Alexander Kaiser (COO) und Colin Gentele (CTO) wurde im August mit Uli Wurth (CFO) komplettiert.

4. Geschäftsverlauf der Fleetpool GmbH

Das Wirtschaftsjahr 2020 war wie in anderen Industrien auch bei Fleetpool GmbH geprägt durch die COVID-19-Pandemie, welche insbesondere im ersten Lockdown das Wachstum der Gruppe gebremst hat. Dies war allerdings weniger auf einen Rückgang der Nachfrage, sondern durch eine Störung der Liefer- und Finanzierungsketten zu erklären.

Im Q1 und Q2 kam es zu flächendeckenden Werkschließungen, sodass die ambitionierten Beschaffungsziele der Fleetpool Group im ersten Halbjahr nicht erreicht werden konnten. Auch die Erhöhung der Finanzierungslinien hat bedingt durch die Unsicherheiten in den Märkten, mehr Zeit in Anspruch genommen.

Zeit- und kostenintensiv waren einige Umstellungen, die Fleetpool GmbH 2020 vorgenommen hat, um künftig vor weiteren Belastungen durch die Pandemie geschützt zu sein. So wurden nahezu alle Prozesse umorganisiert und Home-Office fähig gemacht. Insbesondere wurde auch das Logisitk-System umgestellt, sodass eine Auslieferung auch im Lockdown jederzeit möglich ist.

Nach Abschluss der Umstellungen konnte die Fleetpool GmbH im Q3 und Q4 wieder deutlich zulegen, sodass sich im Gesamtjahr unter Berücksichtigung der Begleitumstände ein zufriedenstellendes Gesamtbild der wesentlichen KPI ergeben hat. So verdoppelten sich die Abo-Erlöse auf einen Rekordumsatz von 17,0 Mio EUR.

Der Gesamtumsatz der Fleetpool GmbH liegt mit 109,3 Mio EUR auf Vorjahresniveau.

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um rund 1,8% auf 101,6 Mio EUR angestiegen.

Auch im Berichtsjahr wurde in den Aufbau der Organisation, die Bekanntheit der Marken und die IT-Infrastruktur investiert, um damit die Basis für weiteres Wachstum festigen zu können. So stieg die Anzahl der Mitarbeiter und dementsprechend hat auch der Personalaufwand um 31,2% auf 4,3 Mio EUR zugelegt.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag im Berichtszeitraum bei 0,1 Mio EUR und hat damit das Vorjahr um 1,2 Mio EUR unterschritten.

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 32,7 Mio EUR auf 129,5 Mio EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Vergrößerung der Flotte zurückzuführen. Der Forderungsbestand hat sich durch das Wachstum der Flotte auf 20,9 Mio EUR erhöht.

Das Eigenkapital der Fleetpool GmbH liegt auf unverändertem Niveau von 4,0 Mio EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch das Wachstum der Flotte um 12,4 Mio EUR auf 92,6 Mio EUR angestiegen.

5. Risiko- und Chancen Bericht

Das Risikomanagementsystem (RMS) von Fleetpool dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken. Das interne Kontrollsystem (IKS) als integraler Bestandteil des RMS überwacht die Wirksamkeit der implementierten Gegenmaßnahmen und wird in 2021 weiter ausgebaut. Ziel des RMS ist es, materielle Risiken für das Unternehmen rechtzeitig zu identifizieren, um Gegenmaßnahmen ergreifen und Kontrollen durchführen zu können. Risiken sind mögliche Entwicklungen oder künftige Ereignisse, die zu einer für Fleetpool negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Darüber hinaus können sich Risiken negativ auf die Erreichung der strategischen, operativen sowie berichterstattungs- und compliance-relevanten Ziele des Unternehmens sowie auf dessen Reputation auswirken.

Die Fleetpool Group ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, welche im Rahmen des RMS identifiziert und ihrem Rang nach aufgelistet werden:

Rang Risikoart Risikoklassifizierung
1 Konjunkturelle Entwicklungen signifikant
2 Änderungen im Marktumfeld signifikant
3 Finanzmarktrisiken signifikant
4 Liferantenrisiken signifikant
5 Kundenrisiken moderat
6 Preis- und Margenrisiken moderat
7 Rechtliche und regulatorische Risiken moderat
8 Mitarbeiterbezogene Risiken gering
9 Technologischer Wandel gering
10 Nachhaltigkeits Risiken gering

Die Weltwirtschaft ist zu Beginn des Jahres 2020 infolge der Corona-Pandemie und der verschärften Infektionsschutzmaßnahmen stark unter Druck geraten. Nach einem historischen Konjunktureinbruch im Frühjahr verzeichnete die Weltwirtschaft im Sommer eine deutliche Erholung, schwächte sich zum Jahresende hin aber zunehmend ab. Insgesamt sank die weltwirtschaftliche Aktivität im Jahr 2020 um 3,8 % nach einem Wachstum von 3,0% im Jahr 2019. Die weitere Entwicklung unterliegt einem besonders hohen Maß an Unsicherheit. Dennoch wird auch aufgrund der erfolgreichen Impfstoff-Entwicklung erwartet, dass die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft nicht dauerhaft belasten wird. Angesichts dessen wird für das Folgejahr von einer deutlichen Erholung der weltwirtschaftlichen Aktivität ausgegangen.

Das Marktumfeld wird durch das Hinzutreten neuer Wettbewerber sowohl aus dem Bereich der klassischen Hersteller als auch von Start-Up Unternehmen geprägt. Fleetpool hat allerdings durch seine über 10jährigen Erfahrungen im Bereich des Auto-Abos einen deutlichen Wettbewerbs- und Technologie-Vorsprung, sodass dieses Risiko zwar als signifikant, jedoch nicht als bestandsgefährdend interpretiert wird. Auch durch die Tatsache, dass der Auto-Abo-Markt trotz der Pandemie im Berichtsjahr deutlich gewachsen ist und auch in den kommenden Jahren voraussichtlich weiterhin wachsen wird, ist das Hinzutreten neuer Akteure nicht kritisch, sondern kann dem Geschäftsmodell sogar weiteren Wachstumsschub, beispielsweise durch gesteigertes Marketing, verschaffen.

Ein kurzfristiger Aufbau von Auto-Abos durch die Hersteller selbst ist für diese nicht kurzfristig umsetzbar oder wirtschaftlich zu betreiben, weshalb die Hersteller teilweise mit Fleetpool in Kooperation gehen. Beispiel hierfür ist "Conqar", das Auto-Abo von SEAT, welches von Fleetpool als White-Label Lösung betrieben wird. Weitere Kooperationen oder Kooperationsformen werden folgen, da Fleetpool nicht nur Plattform-Anbieter ist, sondern über eine etablierte Infrastruktur mit hoher Prozess-Stabilität verfügt, was insbesondere für Hersteller oder nationale Anbieter von großer Bedeutung ist.

Durch die hohe Fremdkapitalfinanzierung des Unternehmens können sich auch Risiken am Finanzmarkt negativ auf Fleetpool auswirken. Durch die Prognose einer anhaltenden Niedrigzinsphase wird das Risiko einer Margenverschlechterung jedoch aktuell als gering eingeschätzt.

Die originären Finanzinstrumente sind ein in Q1 2018 abgeschlossener Konsortialkredit mit einer Laufzeit von drei Jahren Im Herbst 2019 wurde das Bankenkonsortium erweitert und die Gesamtkreditlinie erhöht. Im Juli 2020 wurde wie erwähnt der Konsortialkredit mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren auf 100 Mio Euro erhöht. Als weiteres Mittel kam im Juli 2020 ein Mezzanine Darlehen über 5 Mio Euro zur Auszahlung.

Neben der Kreditlinie stehen Leasinglinien bei freien und herstellergebundenen Leasinggesellschaften zur Verfügung.

Finanzinstrumente zu Handels- und Spekulationszwecken werden nicht eingesetzt.

Die Beschaffung von Kraftfahrzeugen ist durch langjährig aufgebaute Einkaufsstrukturen und eingespielte Prozesse mit Herstellern und Händlern sichergestellt. Die Absicherung der Restwerte ist größtenteils durch entsprechende Vereinbarungen mit den Lieferanten oder Leasinggebern gegeben, somit verfügt die Fleetpool Gruppe über eine klare und eindeutige Kalkulationsbasis.

Auf der Vertriebsseite ist Fleetpool durch Buy-Back-Garantien der Hersteller und/oder Vertragshändler weitgehend gegen Preisschwankungen im Bereich der Gebrauchtwagen abgesichert.

Maßnahmen zur Absicherung von Finanzinstrumenten werden daher nicht vorgenommen, da wesentliche Ausfall- bzw. Preisänderungsrisiken nicht bestehen.

Die Fleetpool Group ist eine mitarbeiterzentrierte Organisation und ist davon überzeugt, dass eine gut qualifizierte und motivierte Belegschaft zu den wichtigsten werttreibenden Komponenten zählt. Durch den Auf- und Ausbau der Führungsstruktur und von effektiven Vertretungsregeln auf allen Ebenen sieht sich die Fleetpool Group keinen überproportionalen Personal-Risiken ausgesetzt.

Im Abgleich mit dem Risiko-Profil ergeben sich durch die hervorragende Positionierung als Marktführer in einem Wachstumssegment deutlich mehr Chancen für die Gruppe. Diese liegen zum einen in der Ausweitung des Geschäfts in Deutschland, der Diversifikation in weitere Mobilitätsbereiche sowie in einer Internationalisierung in das europäische Ausland.

6. Prognosebericht

Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres hat vielversprechend gestartet. Die für die Fleetpool GmbH zentrale KPI der Abo-Erlöse liegt im ersten Quartal trotz des Lockdowns der 3. Welle der COVID-19-Pandemie signifikant über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtjahresplanung der Abo-Erlöse sieht ebenfalls ein deutliches Wachstum vor, vorausgesetzt, dass die Pandemie sich im Jahresverlauf abschwächen wird. Auch in den folgenden Jahren wird analog zum erwarteten durchschnittlichen Marktwachstum in Höhe von 50% unterstellt, dass die Abo-Erlöse ebenfalls weiter ansteigen werden.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass bis September 2021 allen Menschen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden kann. Aktuell (Stand Anfang Mai 2021) liegt die Impfquote in Deutschland bereits über 25%. In Israel wurden schon 60% aller Menschen vollständig geimpft, sodass dort viele Corona Einschränkungen bereits wieder aufgehoben werden konnten und sich die Wirtschaft erholt.

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung geht davon aus, dass sich auch die deutsche Wirtschaft im Laufe des Jahres weiter erholen wird und gegenüber Vorjahr um 3,1% wachsen wird (Stand 17.03.2021). Diese Prognose wurde Ende April von der Bundesregierung auf 3,5% nach oben korrigiert.

Auch für die Automobilwirtschaft sehen führende Institute ein starkes Wachstum voraus. Allein im März 2021 lag die Zahl der Neuzulassungen deutschlandweit 36% über Vorjahr. Der Verband der Automobilindustrie rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum des deutschen Automarktes von rund 8%. Dieses nachfrageinduzierte Wachstum könnte allenfalls durch Lieferengpässe in der Halbleiter-Zulieferer-Branche aus Asien gebremst werden. Durch die im Kontext der zunehmenden Impfwirkungen zu erwartende Herdenimmunität wird auch eine deutliche Zunahme des Mobilitätsindexes prognostiziert. Ebenso wird, ausgelöst durch die Klimadiskussion, auch ein nachhaltiger Trend zum Ausbau der E-Mobilität zu erwarten sein.

Vor diesem Hintergrund ist die Fleetpool Group sehr zuversichtlich, ihr Wachstum 2021 weiter fortsetzen zu können. Nach dem Ausbau der Flotte im letzten Jahr wird für 2021 ein Ziel von 15.000 bis 17.000 Einheiten angestrebt. Dieses Wachstum wird sowohl über das B2C Geschäft unter der Marke "like2drive" generiert, für das beispielsweise mit TCHIBO starke Kommunikationspartner gewonnen wurden, als auch durch das B2B Geschäft mit der Kernmarke "EazyCars", für das unter anderem mit der Deutsche Telekom zusätzliche starke Partnerschaften eingegangen wurden. Das Segment der White Label Kooperationen wird durch die Akquisition namhafter weiterer OEM zulegen, da -wie zuvor bereits erwähnt- zwei international führende Hersteller für den Start neuer White Label Kooperationen gewonnen werden konnten.

Durch die Erhöhung des Marketing Budgets sollen auch flächendeckende Werbemaßnahmen ermöglicht werden, um die B2C Marke "like2drive" noch bekannter zu machen. Hier wird neben der erfolgreichen Fortsetzung der Bandenwerbung bei Bayer 04 Leverkusen auch klassische TV-, Digitalmedien- oder Printwerbung angedacht

Um das zu erwartende Wachstum auch effektiv abwickeln zu können, werden weitere Investitionen in die Optimierung der IT sowie ein Stellenaufbau von qualifiziertem Fachpersonal ermöglicht.

Auch auf mögliche Engpässe in der Neuwagen-Lieferung durch fehlende Halbleiter kann Fleetpool sehr gut reagieren, bzw. sogar davon profitieren. Abo-Kunden sind in der Modellwahl deutlich flexibler als Kaufkunden und so kann Fleetpool Lieferengpässe mit verfügbaren Modellen sehr gut ausgleichen.

Die Erwartungen hinsichtlich der Profitabilitätsentwicklung der Fleetpool GmbH sind positiv. Es wird davon ausgegangen, dass das Betriebsergebnis wieder auf das Niveau von 2019 ansteigen wird.

Zur Finanzierung dieses Wachstums wurde im April 2021 die Kreditlinie der Konsortialbanken durch Hinzunahme einer weiteren Bank um 25% auf 125 Mio EUR ausgebaut. Auch im Bereich der Leasing Finanzierung konnten existierende Linien erhöht und neue Partner hinzugewonnen werden. Die neu abgeschlossenen Linien bilden zusammen mit den zusätzlich abgeschlossenen Einkaufswegen (neue Hersteller und zusätzliche Volumen) die Basis für die Erreichung der Planzahlen.

 

Köln, den 25. Mai 2021

Gert Schaub, Geschäftsführer

Alexander Kaiser, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.608.204,35 2.869.579,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 176.798,98 95.382,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 176.798,98 95.382,00
II. Sachanlagen 1.336.404,37 2.679.197,37
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.336.404,37 2.679.197,37
III. Finanzanlagen 95.001,00 95.000,00
1. Beteiligungen 95.001,00 95.000,00
B. Umlaufvermögen 126.146.149,62 93.281.283,46
I. Vorräte 45.188.480,20 36.358.700,35
1. fertige Erzeugnisse und Waren 45.185.348,70 36.333.477,75
2. geleistete Anzahlungen 3.131,50 25.222,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 79.713.943,76 56.855.742,69
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.856.548,33 12.428.319,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 58.857.395,43 44.427.423,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 55.266.489,53 43.899.023,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.243.725,66 66.840,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.697.872,52 625.583,31
Bilanzsumme, Summe Aktiva 129.452.226,49 96.776.446,14

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 4.038.310,30 3.957.156,06
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 3.434.000,00 3.434.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 3.434.000,00 3.434.000,00
III. Bilanzgewinn 579.310,30 498.156,06
davon Gewinnvortrag 498.156,06 1.332.385,67
B. Rückstellungen 4.694.993,92 1.446.290,34
1. Steuerrückstellungen 222.596,00 1.145.233,60
2. sonstige Rückstellungen 4.472.397,92 301.056,74
C. Verbindlichkeiten 120.627.189,27 91.272.999,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.395.166,03 79.357.835,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 91.395.166,03 79.357.835,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.000.000,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 11.596,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 11.596,64
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.587.604,10 7.363.716,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.587.604,10 7.363.716,23
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 600,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 600,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.644.419,14 4.539.251,58
davon aus Steuern 59.248,50 1.198.361,15
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.782,14 2.385,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.611.140,55 2.683.023,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten 91.733,00 100.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 129.452.226,49 96.776.446,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Umsatzerlöse 108.862.479,87 108.333.202,98
2. sonstige betriebliche Erträge 1.894.140,64 499.149,51
3. Materialaufwand 99.191.262,04 97.151.631,34
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 70.941.746,33 81.953.220,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 28.249.515,71 15.198.410,43
4. Personalaufwand 4.329.295,97 3.299.190,84
a) Löhne und Gehälter 3.667.373,13 2.831.270,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 661.922,84 467.920,05
davon für Altersversorgung 160,00 3.100,00
5. Abschreibungen 553.111,33 677.889,79
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 553.111,33 677.889,79
davon außerplanmäßige Abschreibungen 12.499,00 0,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.355.773,61 5.517.292,06
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.444.326,85 599.911,25
davon aus verbundenen Unternehmen 1.434.530,77 573.861,03
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.652.927,90 876.502,40
davon an verbundene Unternehmen 109.094,70 85.707,23
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 37.422,27 612.986,92
10. Ergebnis nach Steuern 81.154,24 1.296.770,39
11. Jahresüberschuss 81.154,24 1.296.770,39

Ergebnisverwendung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
11. Jahresüberschuss 81.154,24 1.296.770,39
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 498.156,06 1.332.385,67
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 2.131.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 0,00 2.131.000,00
14. Bilanzgewinn 579.310,30 498.156,06

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

der Fleetpool GmbH, Köln

A. Allgemeine Angaben

Die Firma Fleetpool GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Reg.-Nr. B 63439).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschiften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Erläuterungen zur Bilanz und zur GuV

Bilanz

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel verwiesen.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

• Fahrzeuge 4 - 6 Jahre
• Sonstige Transportmittel 4 - 11 Jahre
• Geschäftsausstattungen 3 - 14 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben.

2. Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Unverzinsliche Ausleihungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Gesellschaft ist mit einem Kommanditkapital i. H. v. nominal 100.000 € an der BILSTER BERG Drive Resort GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Driburg beteiligt. Die Beteiligung dient einer dauerhaften Verbindung.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit 12.500 € und einem Anteil von 50% an der Heinz Hobel GmbH (AG Darmstadt, HRB 100323) beteiligt.

3. Umlaufvermögen

Die Waren bestehend aus Fahrzeugbeständen werden im Sinne der Bilanzkontinuität nach den in den Vorjahren praktizierten Bewertungsmethoden auch in 2020 bewertet. Für Bestandsrisiken werden in ausreichendem Maße Wertberichtigungen gebildet.

Forderungen sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen keine.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

5. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR 29.546,91 Rückstellung für Urlaub
EUR 77.499,98 Rückstellung für Tantieme
EUR 1.500,00 Rückstellung für Personal Sonstiges
EUR 4.151.075,05 Rückstellung für ausstehende Rechnungen
EUR 52.000,00 Rückstellung für Prozess- und Rechtsberatungskosten
EUR 10.000,00 Rückstellung für Fremdleistungen
EUR 77.500,00 Rückstellung für EDV-Arbeiten
EUR 62.999,98 Rückstellung für Jahresabschluss/ Prüfungskosten sowie Steuererklärungen
EUR 5.276,00 Rückstellung für Archivierungskosten
EUR 5.000,00 Sonstige Rückstellungen
EUR 4.472.397,92

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber anderen Kreditgebern sind durch Sicherungsübereignungen Fahrzeuge und Abtretung Anspüche aus Warenlieferungen und Leistungen gegen alle Drittschuldner besichert.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:

31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Sicherheiten
Verbindl. gg. Kreditinstituten 92.621.051,80 92.621.051,80 0,00 Abtretungen, Bürgschaften
(Vorjahr) (80.220.095,70) (80.220.095,70) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (11.596,64) (11.596,64) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 20.587.604,10 20.587.604,10 0,00 allgem. Eigentumsvorbehalte
(Vorjahr) (7.363.716,23) (7.363.716,23) (0,00)
Verbindlichkeiten ggü verbundenen Untern. 2.033.278,59 2.033.278,59
(Vorjahr) (1.804.164,16) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 5.385.254,78 5.385.254,78 0,00
(Vorjahr) (1.873.427,01) (3.677.591,17) (0,00)
Gesamt 120.627.189,27 120.627.189,27 0,00
(Vorjahr) (91.272.999,74) (91.272.999,74) (0,00)

7. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

8. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Die Umsatzerlöse setzen sich aus dem Verkauf von Fahrzeugen und Mieten aus kurzfristiger Vermietung von Fahrzeugen zusammen.

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich in Deutschland erzielt.

Periodenfremde Erträge sind i. H. v. 82 T € enthalten. Es handelt sich dabei um nicht mehr zu entrichtende Verbindlichkeiten sowie um erlöse aus PKW-Verkäufen aus Vorjahren.

Periodenfremde Aufwendungen in Form von Aufwendungen für frühere Jahre sind i. H. v. 23 T € in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar setzt sich wie folgt zusammen:

Wirtschaftsprüfung 57.000,00 €

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Diese betreffen Mietaufwendungen für Grundstücke mit einem Jahresaufwand von 531,6 TEUR für eine unkündbare Restlaufzeit von 3 Jahren sowie einem Jahresaufwand von 2.765 TEUR für eine unkündbare Restlaufzeit von 4 Jahren. Ebenso bestehen Leasingaufwendungen für bewegliche Vermögensgegenstände in einer Gesamthöhe von 3.402 TEUR.

Darüber hinaus bestehen keine für die Beurteilung der Finanzlage sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

2. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

31.12.2020 31.12.2019
103 82 Angestellte
1 1 Geschäftsführer
104 83

3. Nachtragsbericht

Im folgenden Geschäftsjahr sind die Umsätze aus Fahrzeugein- und Verkäufen trotz gesteigerter Mietvertragsabschlüsse und erhöhter Fahrzeugauslieferungen infolge einer Verschiebung von Fahrzeugerwerben hin zu Finanzierungs-Leasing erheblich zurück gegangen. Die Mieterträge aus Fahrzeugvermietungen sind wesentlich angestiegen.

4. Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres waren Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft:

Herr Gert Schaub, Köln

Kurzfristige Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung bestanden zum Bilanzstichtag keine.

Angaben über Bezüge der Geschäftsführung werden unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB nicht gemacht.

5. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fleetpool Holding GmbH mit Sitz in 51063 Köln sowie in den übergeordneten Konzernabschluss der Schaub Beteiligungs GmbH mit Sitz in 51063 Köln einbezogen.

In den Konzernabschlüssen werden keine vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewandt.

6. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den sich ergebenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, 25. Mai 2021

gez. Gert Schaub

Die Geschäftsführung

Anlagenspiegel zum 31.12.2020

der Firma FLEETPOOL GmbH, 51063 Köln

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten zum 01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- oder Herstellungskosten zum 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182.960,77 119.922,98 0,00 302.883,75
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 182.960,77 119.922,98 0,00 302.883,75
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.503.259,88 74.066,33 1.268.675,74 2.308.650,47
Summe Sachanlagen 3.503.259,88 74.066,33 1.268.675,74 2.308.650,47
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 95.000,00 12.500,00 107.500,00
Summe 3.781.220,65 206.489,31 1.268.675,74 0,00 2.719.034,22
kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2020 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.578,77 38.506,00 - 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 87.578,77 38.506,00 - 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 823.264,51 502.106,33 -353.124,74
Summe Sachanlagen 823.264,51 502.106,33 -353.124,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.499,00
Summe 910.843,28 553.111,33 -353.124,74
kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2020 Zuschreibungen Stand am 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen ,Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.084,77 0,00 176.798,98
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 126.084,77 0,00,00 176.798,98
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 972.246,10 1.336.404,37
Summe Sachanlagen 972.246,10 0,00 1.336.404,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.499,00 95.001,00
Summe 1.110.829,87 0,00 1.608.204,35

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2020 - 31.12.2020

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR.

1.1.2019 - 31.12.2019

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 17.600,73 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Köln, den 25. Mai 2021

gez. Gert Schaub, Geschäftsführer

gez. Alexander Kaiser, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.05.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FLEETPOOL GMBH, KöLN:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FLEETPOOL GMBH, KöLN, - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. JANUAR 2020 bis zum 31. DEZEMBER 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FLEETPOOL GMBH, KöLN, für das Geschäftsjahr vom 01. JANUAR 2020 bis zum 31. DEZEMBER 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. JANUAR 2020 bis zum 31. DEZEMBER 2020 und

vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unsere Prüfung hat gem. § 322 Abs. 3 S. 1 HGB zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus •

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.

 

Wiehl, 27.05.2021

REVISCON GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Zweigniederlassung Wiehl

Harald Sattler, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor einer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert

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