Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 8798
Vorher
Frische & Service GmbH Lebensmittelvertrieb
Eingetragen
21.1.1998
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Die Produktion, der Handel und der Vertrieb von Lebensmitteln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Kosch
seit 30.3.2026
Prokura
Holger Ebner
seit 16.6.2025
Prokura
Gerhard Boncila
seit 9.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tavola Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tavola Holding AG
Switzerland
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Frische und Service GmbH

Wiesentheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31.12.2023

Frische und Service GmbH

1. Vorwort

Die Frische und Service GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, dass sich in der Feinkostbranche auf die Herstellung von feinster Premium-Antipasti und Frische-Convenience spezialisiert hat. Der Vertrieb erfolgt sowohl unter der eigenen Marke "Arte di Viva" als auch unter den Eigenmarken des europäischen Handels.

2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Ein weiterhin hohes Preisniveau, große wirtschaftspolitische Unsicherheiten und deutlich verschlechterte Standortfaktoren sorgten im Jahr 2023 für einen realen Umsatzverlust. Ersten Schätzungen zufolge haben die deutschen Lebensmittelhersteller im Jahr 2023 einen Umsatz von 232,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang des preisbereinigten Umsatzes von 0,9 %. Dabei sank der preisbereinigte Umsatz im Ausland um 0,7 %, während dieser im Inland mit minus 1,0 noch etwas deutlicher nachgab. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz sank von 35,8 % im Jahre 2022 auf 35,0 % im Jahre 2023.

Ein dauerhaft hohes Kostenniveau, neue zusätzliche politische Regularien und eine geringe wirtschaftspolitische Planungssicherheit forderten die Branche 2023 im besonderen Maße heraus. Dementsprechend bewerten die Lebensmittelhersteller die Entwicklung des Standortes Deutschlands äußerst kritisch. Eine aktuelle Umfrage der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) unter 160 Unternehmen zeigt teils dramatische Ergebnisse. Die Attraktivität von Deutschland als Wirtschaftsstandort nimmt rapide ab. Nur 3 % gaben an, dass sich für ihr Unternehmen der Standort Deutschland in den letzten fünf Jahren verbessert hat. Für 83 % haben sich die Standortfaktoren leicht oder sogar deutlich verschlechtert ( * BVE-Jahresschätzung 2023, Berlin, 17.01.2024).

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Ursächlich dafür war das weiterhin hohe Preisniveau sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit zwar unter dem Rekordjahr 2022 (6,9 %), aber immer noch auf hohem Niveau.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik steht die hohe Qualität und Reinheit unserer Produkte. Wir verwenden für unsere Produkte nur ausgewählte, natürliche Zutaten von zertifizierten Herstellern und stellen diese nach eigenen Rezepten her. Durch den Einsatz modernster Fertigungstechnik verbunden mit sorgfältiger, klassischer Handarbeit garantieren wir die konstante Qualität unserer Spezialitäten.

Zahlreiche DLG-Prämierungen und das IFS-Food-Zertifikat (IFS Food Version 8, Higher Level), das wir auch in diesem Jahr wieder mit einem ausgezeichneten Ergebnis abschließen konnten, bestätigen das hohe Niveau unseres Qualitätsmanagements.

Das Geschäftsjahr 2023 war das erste reguläre Geschäftsjahr nach der Corona-Pandemie. Prägend in der Entwicklung des Jahresergebnisses war weiterhin der Ukrainekrieg mit seinen Auswirkungen auf die nach wie vor hohen Energiepreise und damit einhergehend hohen Beschaffungskosten sowie die hohe Inflation. Die gestiegenen Rohstoff- und Beschaffungspreise konnten teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung des Jahres 2023 als gut.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 1.922 betreffen mit TEUR 1.372 Software, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung, die restlichen TEUR 550 sind in die Ausleihungen an verbundene Unternehmen geflossen. Die Finanzierung erfolgte dabei mit Eigenkapital.

Im Geschäftsjahr 2023 gehörten durchschnittlich 164 Mitarbeiter einschließlich Auszubildende und ohne Geschäftsführer (Vorjahr: 161) zur Belegschaft. Zum Ausgleich von Spitzen in umsatzstarken Monaten wurde auf Personaldienstleister zurückgegriffen.

4. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft einen Umsatzanstieg von TEUR 5.630 verzeichnen, das entspricht rund 19,8 %.

Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr mit 62,2 % (Vorjahr: 67,2 %) - bezogen auf die Umsatzerlöse - deutlich niedriger als im Vorjahr, was größtenteils auf bessere Verkaufspreise zurückzuführen ist.

Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr dabei um TEUR 3.623 auf TEUR 13.153 gestiegen. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die verbesserten Verkaufsbedingungen, aber auch strukturelle Verbesserungen in den Produktionsabläufen.

Der Personalaufwand ist, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 559 (+10,96 %) angestiegen und beträgt in 2023 TEUR 5.660 (Vorjahr: TEUR 5.101).

Die Abschreibungen liegen mit TEUR 317 um TEUR 35 oder 9,9 % unter dem Vorjahreswert, dies unter anderem bedingt durch das Auslaufen einer Softwarekomponente und geringeren Investitionen in GWGs.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 5.511 um TEUR 313 über dem Vorjahr. Eine Zunahme der Kosten hat sich unter anderem bei den Werbekosten, Mieten für Anlagen und Maschinen und Kosten für Produktentwicklung sowie den Zöllen und Ausfuhrabgaben ergeben. Gegenläufig sind die Aufwendungen unter anderem für Beratungskosten, Arbeitskleidung und Management Fees gesunken.

Das Finanzergebnis ist mit TEUR -108 negativ. Dies ist insbesondere auf gestiegene Zinsen an den Kapitalmärkten zurückzuführen.

Aufgrund der genannten Punkte hat sich das Jahresergebnis der Gesellschaft von TEUR -1.031 um TEUR 2.361 auf TEUR 1.330 stark verbessert.

5. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen stieg im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.601 auf TEUR 6.226, was im Wesentlichen auf hohe Investitionen bei den Anzahlungen und Anlagen im Bau zurückzuführen ist. Ebenso sind die sonstigen Ausleihungen in den Finanzanlagen um TEUR 550 angestiegen. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 667 auf TEUR 5.258 erhöht. Die Vorräte (TEUR 59) und Forderungen (TEUR 35) sind dabei nur leicht angestiegen. Die größten Auswirkungen kommen von den erhöhten flüssigen Mitteln (TEUR 582). Die ARAP sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stark angestiegen (TEUR 267).

Die Bilanzsumme der Frische und Service GmbH ist mit TEUR 12.079 um 26,7 % höher als im Vorjahr (TEUR 9.534).

Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des positiven Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert. Durch den Anstieg bei den Rückstellungen und den Verbindlichkeiten ist die Bilanzsumme stark gestiegen. Diese Effekte führen in Summe zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 60,7 % auf 58,9 %.

Die Gesellschaft war jederzeit zahlungsfähig, Liquiditätsengpässe bestanden nicht.

6. Chancen- und Risikobericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung hinzuweisen.

Das Ausfallrisiko unserer Gesellschaft ist aufgrund unseres wirkungsvollen Debitorenmanagements, verbunden mit Bonitätsprüfungen unserer Warenkreditversicherung außerordentlich gering.

Auf der Beschaffungsseite bestehen nach wie vor durch den Russland-Ukraine-Konflikt sowie Transportengpässen bedingte Risiken, wie Ernte- und Verarbeitungsprobleme in den Ursprungsländern und Transportverzögerungen. Daneben besteht ein erhöhtes Risiko von Ernteausfällen bzw. -schwankungen aufgrund von Klimawandel und Naturkatastrohen. Diesem Risiko wirken wir mit fortlaufender Beobachtung der Beschaffungsmärkte, langfristigen Lieferantenbeziehungen und Streuung von Beschaffungsquellen entgegen. Durch ein aktives Personal Recruiting sowie einem angepassten Energiemanagement wird den Risiken Fachkräftemangel und steigenden Energiekosten entgegengewirkt.

Durch unser ständig weiterentwickeltes Finanz- und Risikomanagement sind wir in der Lage Risiken für unser Unternehmen frühzeitig zu erkennen, so dass wir entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten können.

Weitere wesentliche Risiken sind nicht erkennbar.

Der Trend zu gesunder, vollwertiger und nachhaltiger Ernährung setzt sich fort. Wir werden daher unsere Unternehmensstrategie nur qualitativ hochwertige Produkte herzustellen fortführen und sehen darin die Chance unsere Marktposition zu festigen und weiter auszuweiten.

7. Prognose

Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für 2024 auf 0,9 % (von 1,3 %) in der EU und 0,8 % (von 1,2 %) im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7 % (EU) und 1,5 % (Euro Währungsgebiet) aus. Für Deutschland erwartet die Kommission für 2024 ein Wachstum von 0,3 %. Die Inflation dürfte sich rascher abschwächen als im Herbst projiziert. In der EU insgesamt wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex voraussichtlich von 6,3 % im Jahr 2023 auf 3,0 % im Jahr 2024 und 2,5 % im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von 5,4 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025 abschwächen ( * Winterprognose der EU, Pressemitteilung vom 15.02.2024).

Die ökonomischen Rahmenbedingungen bleiben für 2024 herausfordernd, andererseits hat sich die Gesellschaft personell und organisatorisch neu aufgestellt. Die vorherrschende Marktlage wurde mit den Kunden thematisiert und analysiert, und man konnte so bei den Kunden Preiserhöhungen durchsetzen, die die Gesellschaft nachhaltig profitabel machen. Für 2024 wird mit Umsätzen von um die 30 Mio. EUR gerechnet, die zu einer Umsatzrendite zwischen 4 % und 6 % führen sollen.

 

Wiesentheid, den 27.03.2024

Frische und Service GmbH

gez. Peter Halder, Geschäftsführer

gez. Gerhard Boncila, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.226.001,02 4.625.006,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 795,00 20.136,60
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 795,00 20.136,60
II. Sachanlagen 2.766.216,02 1.695.879,48
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 409.324,81 399.972,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.306.730,05 1.162.871,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.791,86 124.735,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 885.369,30 8.300,00
III. Finanzanlagen 3.458.990,00 2.908.990,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.450.000,00 2.900.000,00
2. Beteiligungen 8.990,00 8.990,00
B. Umlaufvermögen 5.267.583,29 4.591.248,45
I. Vorräte 2.073.236,64 2.013.790,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.279.466,35 1.244.312,98
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.279.466,35 1.244.312,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.914.880,30 1.333.145,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 585.414,35 317.961,38
Summe Aktiva 12.078.998,66 9.534.215,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.117.262,77 5.787.230,26
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Bilanzgewinn 7.091.262,77 5.761.230,26
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 29.530,65 33.752,28
C. Rückstellungen 797.448,18 770.764,47
D. Verbindlichkeiten 4.059.757,06 2.867.468,90
1. sonstige Verbindlichkeiten 4.059.757,06 2.867.468,90
davon aus Steuern 51.494,89 44.765,90
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 190,69 4.730,80
E. Passive latente Steuern 75.000,00 75.000,00
Summe Passiva 12.078.998,66 9.534.215,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.153.607,27 9.530.685,32
2. Personalaufwand -5.660.035,20 -5.101.104,24
a) Löhne und Gehälter -4.621.665,15 -4.126.372,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.038.370,05 -974.731,97
davon für Altersversorgung -58.144,86 -46.851,50
3. Abschreibungen -316.917,78 -351.679,46
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -316.917,78 -351.679,46
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.511.087,25 -5.197.969,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.313,00 44.597,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 49.313,00 44.597,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -157.059,75 -64.933,54
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -216.401,19 120.381,20
8. Ergebnis nach Steuern 1.341.419,10 -1.020.022,79
9. sonstige Steuern -11.386,59 -10.760,59
Jahresüberschuss 1.330.032,51 -1.030.783,38

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.761.230,26 6.792.013,64
2. Bilanzgewinn 7.091.262,77 5.761.230,26

Anhang zum 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Frische und Service GmbH mit Sitz in Wiesentheid, ist beim Amtsgericht Würzburg unter der Nummer HRB 8798 eingetragen.

Die Frische und Service GmbH mit Sitz in Wiesentheid, ist beim Amtsgericht Würzburg unter der Nummer HRB 8798 eingetragen

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibung, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht erfolgt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einkaufspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Der tatsächliche Wert weicht nur unwesentlich vom Marktpreis ab.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Bearbeitungsgrades bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Erfassung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der risikobehafteten Nettoforderungen gebildet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionszuschüsse für Anlagevermögen (424 TEUR) ausgezahlt, die als "Sonderposten für Investitionszuschüsse" ausgewiesen werden und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst werden. Die überwiegende Anzahl der Zuschüsse betraf Grund und Boden und Gebäude und wurden aufgrund des Verkaufs in 2021 aufgelöst. Von den verbliebenen Zuschüssen wurden für 2023 4 TEUR aufgelöst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren oder ungewissen Risiken gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive latente Steuern wurden mit dem Körperschaftsteuersatz und dem Solidaritätszuschlag der Gesellschaft berechnet und in 2021 in Höhe von 75 TEUR gebildet. Ursache war der Verkauf des Betriebsgrundstücks und die aus dem Gewinn gebildete steuerliche Rücklage nach § 6b EstG.

III. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Das Bürogebäude samt Grundstück und Außenanlagen wurde im Dezember 2021 an ein Leasingunternehmen verkauft und wieder angemietet.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 3.450 TEUR solche gegenüber Gesellschafter.

In 2021 wurde eine GmbH & Co.KG mit einem Stammkapital von 10 TEUR gegründet. Die Gesellschaft ist mit 89,9 % daran beteiligt. Das Ergebnis beträgt -49 TEUR.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Personal (Urlaub und Überstunden), potenzielle Gewährleistungsverpflichtungen sowie Jahresrückvergütungen bzw. Werbekostenzuschüsse.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich wie folgt:

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
Euro
bis zu einem Jahr
Euro
zwischen einem und fünf Jahren
Euro
von mehr als fünf Jahren
Euro
Verbindlichkeiten 4.059.757,06 4.059.757,06 0,00 0,00
(Vorjahreszahlen) (2.867.468,90)) (2.867.468,90) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten umfassen solche:

davon aus Steuern in Höhe von 51 TEUR (Vorjahr: 45 TEUR)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR)

davon gegenüber Gesellschafter 0 TEUR (Vorjahr: 250 TEUR)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen (bis 2046) in Höhe von 10.118 TEUR. Diese Verpflichtungen betreffen u.a. Leasingverträge für Maschinen und PKW, Miet- und Wartungsverträge sowie Zahlungsverpflichtung aus dem Sales-and-Lease-Back-Vertrag für das Gebäude.

Die Leasingverträge für PKW und Maschinen enden zwischen 2024 und 2046. Zwischen einer Leasinggesellschaft und der Frische und Service GmbH besteht ein Leasingvertrag für das Betriebsgrundstück mit einer Laufzeit von insgesamt 25 Jahren.

Darüber hinaus ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus bestehenden Lieferverträgen aus Warenkontrakten für das Folgejahr und später.

Im Zusammenhang mit den erhaltenen Investitionszuschüssen (424 TEUR) ist grds. eine Rückzahlung im Falle nicht eingehaltener Zuwendungsbestätigungen vorstellbar. Die Gesellschaft beabsichtigt jedoch die Förderbedingungen einzuhalten.

IV. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung der GmbH erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch:

Gerhard Boncila, Wirtschaftsfachwirt, Dettelbach

Peter Halder, staatl. Geprüfter Betriebsleiter, Uhldingen-Mühlhofen

Der Geschäftsführer Peter Halder ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angaben der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 160 Mitarbeiter beschäftigt, davon

Kaufmännisch: 30
Gewerblich: 130

Die Gesellschaft ist eine 100 %-Beteiligung der Tavola Holding AG, Kreuzlingen, Schweiz, die als Mutterunternehmen freiwillig den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis aufstellt. Der Abschluss wird am Sitz der Muttergesellschaft hinterlegt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis in den Gewinnvortrag einzustellen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wiesentheid, den 27.03.2024

Frische und Service GmbH

gez. Peter Halder, Geschäftsführer

gez. Gerhard Boncila, Geschäftsführer

In der Gesellschafterversammlung vom 05.06.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit übereinstimmender Ergebnisverwendung festgestellt.

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Frische und Service GmbH

Entwicklung der Anschaffungskosten
Bestand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Bestand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 328.187,00 23.255,00 1.439,00 350.003,00
328.187,00 23.255,00 1.439,00 350.003,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 399.972,00 9.669,98 0,00 409.641,98
2. technische Anlagen und Maschinen 2.493.326,14 344.981,26 53.072,57 2.785.234,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 769.952,34 117.373,18 41.680,67 845.644,85
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.300,00 877.069,30 0,00 885.369,30
3.671.550,48 1.349.093,72 94.753,24 4.925.890,96
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 2.900.000,00 550.000,00 0,00 3.450.000,00
2. Beteiligungen 8.990,00 0,00 0,00 8.990,00
2.908.990,00 550.000,00 0,00 3.458.990,00
6.908.727,48 1.922.348,72 96.192,24 8.734.883,96
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwert
kumuliert 01.01.2023
EUR
Abschreibung
EUR
Abgang
EUR
kumuliert 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.050,40 42.596,60 1.439,00 349.208,00 795,00
308.050,40 42.596,60 1.439,00 349.208,00 795,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 317,17 0,00 317,17 409.324,81
2. technische Anlagen und Maschinen 1.330.454,29 196.687,06 48.636,57 1.478.504,78 1.306.730,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.216,71 77.316,95 41.680,67 680.852,99 164.791,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 885.369,30
1.975.671,00 274.321,18 90.317,24 2.159.674,94 2.766.216,02
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.450.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 8.990,00
0,00 0,00 0,00 0,00 3.458.990,00
2.283.721,40 316.917,78 91.756,24 2.508.882,94 6.226.001,02

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht 2023 haben wir unter dem Datum vom 15. April 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Frische und Service GmbH, Wiesentheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Frische und Service GmbH, Wiesentheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Frische und Service GmbH, Wiesentheid, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften (§ 321 HGB) und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n.F.).

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Aschaffenburg, den 15.04.2024

BVW - Berberich, Volk & Wengerter AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

ppa. Dipl.-Kfm., MBAL Daniel Wengerter, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 5.6.2024.

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