GDW KMS Holdings GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz-Josef Deckers seit 29.6.2023 | Geschäftsführer |
Knut Dr. Killle seit 10.8.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
K*** K****Rhodius Erwerbs GmbH+2 | 9.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
EQUISTONE PARTNERS EUROPE FUND V "E" L.P. | 17.53% |
EQUISTONE PARTNERS EUROPE FUND V "A" L.P. | 14.53% |
EQUISTONE PARTNERS EUROPE FUND V "B" L.P. | 14.09% |
EQUISTONE PARTNERS EUROPE FUND V "D" L.P. | 12.38% |
| 12.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Abwicklungsgesellschaft KC GmbHAufgelöst | 100.00% |
Rhodius WTS GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rhodius GmbHWeißenburg i. Bay.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Rhodius GmbH mit Sitz in 91781 Weißenburg i. Bay., ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ansbach unter der Nummer HRB 1890 eingetragen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind freiwillig die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Bezüglich der Anhangangaben sind die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohneinzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250,00 werden im Zugangsjahr voll als Aufwand erfasst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Schwerverkäufliche und nichtgängige Gegenstände werden mit den ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit es sich um Anzahlungen auf Vorräte handelt, offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Im Geschäftsjahr betragen diese T€ 0. Die Forderungen werden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Darüber hinaus wird geprüft, ob Anpassungen aufgrund einer Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag vorzunehmen sind. Im Übrigen werden Vermögensgegenstände mit dem Nennwert oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen angesetzt, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag sind. Die Sonderposten für Investitionszulagen und für Investitionszuschüsse werden für erhaltene Zulagen und Zuschüsse gebildet, die auf zum Bilanzstichtag bereits realisierte Vorhaben entfallen. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt entsprechend den Nutzungsdauern der geförderten Vermögensgegenstände. Kurzfristige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bilanziert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden unverändert fortgeführt. II. Erläuterung der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ebenso wie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2019 auf die Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. 2. Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen vollständig mit T€ 2.019,0 (Vorjahr: T€ 446,7) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie betreffen mit T€ 5,6 (Vorjahr: T€ 3,4) Rhodius Ungarn, mit T€ 22,6 (Vorjahr T€ 160,2), Rhodius China und mit T€ 1.990,8 (Vorjahr T€ 283,1) die Rhodius Erwerbs GmbH. 3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahreswerte in Klammern):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 5.485 sind wie folgt besichert: Sicherungsabtretung sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verpfändung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger deutscher Bankkonten, Sicherungsübereignung des gegenwärtigen und zukünftigen Anlage- und Umlaufvermögens der Rhodius GmbH in Deutschland und in Ungarn, Verpfändung der IP-Rechte der Rhodius GmbH in Deutschland und Grundpfandrechte am Grundbesitz der Rhodius GmbH. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen TEUR 3.240 zwei Geldmarktkredite mit der Laufzeit bis zum 14. April 2020 bzw. 29. April 2020, die aufgenommen wurden, um die Anzahlungen auf Maschinenlinien zu leisten. Mit deren Abnahme erfolgt die Umwandlung der Geldmarktkredite in ein Tilgungsdarlehen. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 2.461 sind durch Sicherungsübereignung des entsprechenden Investitionsobjektes gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 136 (Vorjahr T€ 0) und der Rhodius Ungarn in Höhe von T€ 187 (Vorjahr T€ 4). 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die nicht bilanzierten Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 2.166 (Vorjahr T€ 2.876) davon innerhalb eines Jahres fällig T€ 1.186 (Vorjahr T€ 1.162), zwischen ein bis fünf Jahren T€ 949 (Vorjahr T€ 1.685) sowie über fünf Jahren T€ 31 (Vorjahr T€ 31). Das Bestellobligo beläuft sich auf T€ 2.310 (Vorjahr T€ 3.200); davon sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft verpflichtet, bis 2022 ein Mieterdarlehen in Höhe von insgesamt T€ 2.292 aufzubauen. Die jährlichen Zahlungsabflüsse betragen T€ 153 (Vorjahr T€ 153). Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay., und der Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay gegenüber der Kreissparkasse Biberach, für der Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay., gewährte Konsortialdarlehen in Höhe von T€ 13.400 (Stand 31. Dezember 2019 (Vorjahr T€ 14.300) sowie einen Betriebsmittelkreditrahmen in Höhe von T€ 15.000. Der Kreditrahmen kann von der Rhodius GmbH, Weißenburg i. Bay., in Anspruch genommen werden. Als Sicherheiten für die an die Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay., gegebenen Darlehen ist das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen mit Ausnahme einzelner Maschinen entsprechend der Raum- und Listensicherungsvereinbarung im Rahmen des Sicherungsübereignungsvertrags vom 31. August 2018 zugunsten der Kreissparkasse Biberach sicherungsübereignet. Zur Besicherung dient darüber hinaus eine Sicherungsabtretung sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (soweit nicht im Rahmen des Factorings verkauft), eine Verpfändung der IP-Rechte sowie eine Verpfändung aller gegenwärtigen und künftigen deutschen Bankkonten. Des Weiteren wurde zugunsten der Kreissparkasse Biberach eine Grundschuld ohne Brief am Betriebsgrundstück in Laage über T€ 818 bestellt. Die vorgenannten Sicherheiten dienen ebenfalls zur Besicherung des Betriebsmittelrahmens. Des Weiteren haftet die Gesellschaft aus den Genussscheinvereinbarungen der Rhodius Erwerbs GmbH (Emittentin) in Höhe von insgesamt T€ 850. Sie garantiert der Genussscheininhaberin die Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen, die unter den Genussscheinen fällig sind und von der Emittentin nicht bezahlt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird eher als gering angesehen, da derzeit keine Hinweise auf Zahlungsausfälle der Emittentin vorliegen. Die Haftungsverhältnisse bestehen zum Stichtag in Höhe von T€ 18.885 für die Verpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber der Kreissparkasse Biberach (Bankenkonsortium). Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als eher gering angesehen, da derzeit keine Hinweise auf Zahlungsausfälle der Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay., und der Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay. vorliegen. Eine Inanspruchnahme des Betriebsmittelkreditrahmens ist zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 5.485 als Darlehen zur Finanzierung von Investitionen durch die Gesellschaft selbst erfolgt. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay. 5. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel wird ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer echten Factoringvereinbarung verkauft. Das Bonitätsrisiko trägt jeweils der Factor. Vorteil der Maßnahme ist die Verbesserung der Finanzierungsstruktur und gleichzeitig die Minimierung von Forderungsausfallrisiken. Im Berichtsjahr fielen Factoringgebühren sowie Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 107 an. III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen € 2.947,46 (Vorjahr: € 14.772,11). 2. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 3.583,08 (Vorjahr € 3.466,43) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen € 5.008,60 (Vorjahr € 5.285,95). Größere Aufwandspositionen sind für Reparaturaufwendungen in Höhe von € 1.148.023,07 (Vorjahr € 1.081.886,92), Ausgangsfrachten in Höhe von € 473.729,53 (Vorjahr € 491.592,03) und Konzernumlagen in Höhe von € 1.632.544,92 (Vorjahr € 1.633.488,00) angefallen. 4. Verbundene Unternehmen Der Aufwand aus Gewinnabführung aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages betrifft in Höhe von € 1.878.567,58 (Vorjahr: € 2.009.954,39) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in voller Höhe Erträge aus verbundenen Unternehmen für Erträge aus Mieterdarlehen. IV. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Die Aufteilung der Mitarbeiter nach betrieblichen Funktionsbereichen erfolgt wie folgt:
2. Mitglieder der Gesellschaftsorgane Mitglieder der Geschäftsführung: Dr. Robert Kopetzky, Lauf, Diplom-Ingenieur (bis 03.08.2020) Dr. Ing. Knut Kille, Stuttgart, Ingenieur (ab 04.08.2020) Dr. rer. nat. Martin Dunkel, Weißenburg i. Bay., Diplom-Chemiker (ab 07.07.2020) Stephan Kiesner, Büren, Diplom-Ökonom (ab 16.10.2019 bis 31.10.2020) Michael Bracker, München, Betriebswirt, (ab 01.11.2020) 3. Bezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Konzernzugehörigkeit Die Rhodius GmbH, Weißenburg i. Bay., ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay. Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen ist, ist die Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. V. Nachtragsbericht Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar 2020 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Folgen der Corona-Krise werden zu erheblichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Risikobericht" und im Abschnitt "E. Prognosebericht". Des Weiteren wurde im Dezember 2020 die Tochtergesellschaft Rhodius KMS GmbH, Weißenburg i. Bay., gegründet, auf welche der KMS-Bereich ausgegliedert werden soll. Mit dieser Gesellschaft wurde auch ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag im Dezember 2020 geschlossen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Weißenburg i. Bay., den 18. Januar 2021 Dr. Knut Kille, Geschäftsführer Michael Bracker, Geschäftsführer Dr. Martin Dunkel, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019A. Geschäftstätigkeit, Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1. Geschäftstätigkeit der Rhodius GmbH in der Rhodius-Unternehmensgruppe Die Rhodius-Gruppe besteht seit 2015 aus der Rhodius Group Holding GmbH, Weißenburg i. Bay. (Mutterunternehmen des Konzerns, gegründet 30.04.2015), der Rhodius Erwerbs GmbH (Besitzgesellschaft, gegründet 30.04.2015), der Rhodius GmbH (operative Gesellschaft Deutschland), der Rhodius Magyarország Kft., Tapolca/Ungarn, (operative Gesellschaft Ungarn) und der Rhodius Safety and Environmental Solutions Co., Ltd., Kunshan/China, (operative Gesellschaft China). Zwischen den deutschen Gesellschaften besteht eine ertragssteuerliche Organschaft mit der Rhodius Group Holding GmbH als Organträger. Ferner besteht seit 01.08.2015 eine umsatzsteuerliche Organschaft, deren Organträger die Rhodius Erwerbs GmbH ist. Sitz der Rhodius GmbH ist Weißenburg in Bayern. In Laage wird eine Betriebsstätte unterhalten, die Rohrumformung betreibt. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Drahtgestricken und Rohrumformung für die Automobilindustrie, die Industrie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik. Im Wesentlichen werden Komponenten für Airbag-Systeme, Abgastechnik, Filter, Kühler, Abscheider, Katalysatoren sowie Spezialanwendungen hergestellt. Die Rhodius GmbH ist in zwei Geschäftsfeldern, Automotive und Umwelt- und Verfahrenstechnik KMS (Knitted Mesh and Separation) tätig, die sich stark unterscheiden. Im Bereich Automotive werden drei Bereiche bedient. Im Hauptumsatzbereich werden Filtrationsprodukte für die Fahrzeugsicherheit produziert (Filter für Airbag Gasgeneratoren), während Druckkörper (Airbag Gasgenerator- und Gurtstraffer- Rohre) den weiteren Automotive Umsatzbereich abdecken. Ergänzt wird der Produktbereich mit Baugruppen für diverse Automotive Anwendungen, teilweise auch als OEM, während der Hauptumsatz als TIER 2 Lieferant getätigt wird. Der Bereich KMS stellt für Industriekunden verfahrenstechnische Komponenten her, die in der Lage sind eine Vielzahl von Aufgaben zu übernehmen: vom Dichten und Isolieren über den mechanischen Schutz und das Stabilisieren bis hin zum Abschirmen von elektrischen Störquellen. Im Bereich der Separationstechnik entwickelt, produziert und vertreibt Rhodius KMS sogenannte Tropfenabscheider mit kundenspezifisch ausgelegter, hocheffizienter Abscheideleistung für den Einsatz in der chemischen und petrochemischen Industrie sowie in Raffinerien. Unerwünschte Verunreinigungen aus Gasströmen werden so bis zur erforderlichen Reingaskonzentration abgeschieden. Eine weitere Anwendung ist die Trennung von emulgierten, nicht mischbaren Flüssigkeitsphasen. Die Koaleszenzgestricke von Rhodius KMS reduzieren Verweilzeit und Behälterdimensionen, indem sie das schwerkraftbedingte Absetzverhalten von Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte signifikant beschleunigen: Die große Drahtoberfläche begünstigt ein Anlagern von kleinen Tropfen. An den Berührungspunkten des Gestricks kommt es zum Zusammenschluss vieler kleiner Tröpfchen zu wenigen großen Tropfen. Durch effiziente Koaleszenz wird so ein optimiertes Trennergebnis herbeigeführt. Drahtgestrick-Bahnen bilden das Filtermedium bei Rhodius KMS Filterkassetten. Diese werden unter anderem zur Fettabscheidung in Gastronomiebetrieben oder als Filter in der industriellen Produktion, z.B. als Absaugungen in der Metallbearbeitung, eingesetzt. Während das Automotive-Geschäft planbare Serienaufträge bedient, handelt es sich bei KMS fast ausschließlich um Auftragsfertigung mit vielen unterschiedlichen Artikeln und Kunden. Rhodius bewegt sich mit seinen Geschäftsfeldern Automotive und KMS in einem Markt mit global agierenden Kunden und Mitbewerbern. 2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018 verbessert, die Wachstumserwartungen wurden erfüllt. Als Basis wurde hier das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) herangezogen. Mit einem Plus von über 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr blieb die Entwicklung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts auf ähnlichen Niveau wie 2018. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kamen, wie auch 2018, primär aus Asien, insbesondere China mit +6,1 % im Vergleich zum Vorjahr. 1 3. Rahmenbedingungen im Geschäftsfeld Automotive Die COVID-19 Krise trifft speziell die Automobilbranche zu einem schlechten Zeitpunkt, da die Branche seit dem Rekordjahr 2017 ohnehin aufgrund struktureller Anpassungen, regulatorischer Hemmnisse und Überkapazitäten in den gesättigten Märkten zwei rückläufige Jahre in Folge aufzuweisen hatte, sodass laut IHS 88,9 Mio. Fahrzeuge in 2019 produziert wurden. Für 2020 wird aufgrund der Corona-Pandemie ein Einbruch auf 73,0 Mio. erwartet, wobei eine Erholung auf das Niveau über die im Jahr 2019 mit 89,9 Mio. Fahrzeugen für das Jahr 2023 erwartet wird. 2 4. Rahmenbedingungen im Geschäftsfeld KMS / Chemie: Die prozesstechnische Industrie ist für den Geschäftsbereich KMS ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Prozessindustrie ist eine Industriebranche, die Unternehmen aus dem Bereich der Chemie, Petrochemie, Gasverarbeitung, Pharmazie, Lebensmittel-, Zucker-, Zellstoff-, Papier-, Glas-, Stahl- und Zementherstellung und die Zulieferer dieser Industrie umfasst. Oft wird auch von Prozessindustrien gesprochen, um der Vielfalt der diversen Bereiche gerecht zu werden. Die Prozessindustrie verarbeitet Stoffe und Materialien in chemischen, physikalischen, biologischen oder anderen technischen Prozessen und Verfahren. Stoffe und Materialien werden dabei beispielsweise umgesetzt, geformt, vermischt oder entmischt, gegossen, gepresst und anderes mehr. Zu den Verfahren und Techniken, die in der Prozessindustrie verwendet werden, zählen insbesondere sogenannte thermische Stoffaustauschverfahren wie Destillieren, Rektifizieren und Gaswäsche sowie mechanische Trennverfahren, wie z.B. Filtrieren, Sieben und zu guter Letzt Abscheiden. Ein wichtiger Teil der Prozessindustrie ist darüber hinaus der Anlagenbau. Um der wenig und ungenau vorhersehbaren Entwicklung der Prozessindustrie mit ihrem stark projektorientierten Charakter entgegenzuwirken, hat der Bereich KMS den Bereich der Industrielösungen auf Basis von Drahtgestricken weiter ausgebaut. Drahtgestricke sind für unterschiedlichste Einsatzzwecke optimal, da sie hochbelastbar, flexibel und variabel zu verarbeiten sind. Als Kernelement in Systemen zur Schwingungsdämpfung sorgen sie für eine bessere Haltbarkeit der Maschinen. Gleichzeitig reduzieren die Bauteile aus individuell ausgelegten Gestrickpackungen unangenehme Geräuschentwicklungen von Anlagen und sorgen so für einen höheren Anwendungskomfort. Fahrzeuge, Maschinen und deren Bauteile sind häufig unterschiedlichsten Vibrations- sowie Umweltbelastungen unter gleichzeitig wechselnden Temperaturen ausgesetzt. Form- und Pressteile aus Drahtgestrick schützen diese sensiblen Komponenten vor Beschädigung. Lösungen aus individuell ausgelegten Gestrickpackungen unterstützen so die Reduzierung unangenehmer Geräuscherscheinungen. Eine weitere Anwendung ist der Einsatz von Drahtgestricken als Schutz vor Vandalismus, z.B. in Sitzen für Busse und Bahnen. In diesen Anwendungsbereichen wird mit Kleinserien und Rahmenvereinbarungen gearbeitet, die eine bessere Planbarkeit mit sich bringen.
1 Lt. IMF, World Economic Outlook, Oct 2020, S.
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5. Unternehmenssteuerung Die Gesellschaft trifft ihre betriebswirtschaftlichen Entscheidungen auf Basis von Rentabilitätsrechnungen unter Berücksichtigung von Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Steuerung der Geschäftstätigkeit erfolgt primär auf Basis der Entwicklung von Umsatz und EBITDA. Die Geschäftsführung überprüft die Zielerreichung regelmäßig anhand von KPls, Plan-Ist-Vergleichen und der Analyse von Monatsabschlüssen. 6. Überblick über den Geschäftsverlauf der Rhodius GmbH für den Zeitraum 01.01 bis 31.12.2019 Die Rhodius GmbH konnte im Geschäftsjahr 2019 ihre Marktstellung in Europa im Geschäftsbereich Drahtgestricke/Streckmetall/Filter und Druckkörper für den Sektor Automotive auf mittel- und langfristige Sicht weiter behaupten, wobei die Umsätze auf das Gesamtjahr bezogen mit rd. 79 % (VJ 79 %) auf den Automotive-Bereich und mit rd. 21% (VJ 21 %) auf KMS entfallen. Der Umsatz Automotive im betrachteten Zeitraum ging auf Mio. € 31,0 (VJ Mio. € 32) zurück, was im Wesentlichen auf Verzögerungen bei Neuanläufen unserer Produkte in 2019 zurückzuführen ist. Der Umsatz im Bereich KMS liegt bei Mio. € 8,0. (VJ Mio. € 8,4), sonstige Umsätze betragen Mio. € 0,1. Somit ging der Umsatz um Mio. € 1,4 zurück (3,4 %) und liegt bei Mio. € 39,1 (VJ Mio. € 40,4). Analog zur Umsatzentwicklung und durch Bestandsveränderungen ging auch die Gesamtleistung des Unternehmens im Geschäftsjahr um Mio. € 1,0 (2,3 %) auf Mio. € 39,6 zurück. Das EBITDA verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,1, was im Wesentlichen auf Sondereffekte aus der Entwicklung und Ramp-up von neuen Produkten zurückzuführen ist. Der Aufwand aus der Gewinnabführung liegt im Geschäftsjahr bei Mio. € 1,9 (VJ Mio. € 2,0). Hierin sind Konzern-Kostenumlagen in Höhe von rund Mio. € 1,6 (VJ Mio. € 1,6) enthalten. B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2019 Verkaufserlöse in Höhe von Mio. € 39,1 erwirtschaftet werden. Der Rückgang um 3,4 % ist im Wesentlichen auf Verzögerungen bei Neuanläufen unserer Kunden im Bereich Automotive zurückzuführen. Ramp-Up der verzögerten Neuanläufe werden COVID-19 bedingt erst im IV. Quartal 2020 abgeschlossen. Im Bereich KMS ist der Umsatz 2019 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 0,4 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse in Höhe von insgesamt T€ 4 (Vorjahr: T€ 41), auf Anlagenverkäufe entfielen T€ 27 (Vorjahr T€ 81). Auf weitere periodenfremde Sachverhalte entfallen T€ 3 (Vorjahr: T€ 63). Letztere resultieren mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 61) aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Materialaufwendungen (inkl. Bezogener Leistungen) betragen im Geschäftsjahr Mio. € 22,6 (VJ Mio. € 22,5) und liegen, bezogen auf die Gesamtleistung, mit 57 % leicht über Vorjahresniveau wegen kleinerer Produktmixverschiebungen. Analog zur Betriebsleistung sank der Rohertrag (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen sowie andere aktivierte Eigenleistungen abzgl. Materialaufwand) in absoluten Zahlen um Mio. € 0,9 auf Mio. € 17,0 (VJ Mio. € 17,9). Die Quote liegt jetzt bei 42 % Die Personalkosten liegen mit Mio. € 7,8 leicht unter Vorjahresniveau, was insbesondere die Effizienzsteigerungen der Restrukturierungsmaßnahmen von 2018 bis 2019 widerspiegelt. Im Jahre 2019 wurden Mio. € 2,8 investiert. Die Abschreibungen verringerten sich in 2019 auf Mio. € 1.3. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit Mio. € 5,7 leicht unter Vorjahresniveau (Mio. € 6,0). Hierin enthalten ist eine Konzernumlage in Höhe von Mio. € 1,6 (VJ Mio. € 1,6). Der Zinsaufwand stieg um T€ 206 von T€ 269 auf T€ 475 an, was insbesondere auf Zinsaufwendungen für die Investitionstätigkeiten 2018 und 2019 zurückzuführen ist. Insgesamt schließt das Jahr mit einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von Mio. € 1,9 (6,5 %) und liegt damit um Mio. € 0,1 unter dem Wert des Vorjahres (Mio. € 2,0). 2. Vermögenslage Das Anlagevermögen beläuft sich auf Mio. € 12,9 und liegt um Mio. € 1,6 über dem Vorjahreswert (Mio. € 11,3). Dies ist auf abgeschlossene Investitionen sowie auf Anzahlungen auf Maschinenlinien in Bau zurückzuführen. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet ein Mieterdarlehen, das per 31.12.2019 einen Betrag von Mio. € 2,1 (VJ Mio. € 2,0) aufweist. Das Vorratsvermögen liegt mit Mio. € 3,7 um Mio. € 0,4 über Vorjahresniveau (Mio. € 3,3). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich aufgrund des bestehenden Factoring-Vertrages auf einem geringen Niveau (Mio. € 0,3). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen bei Mio. € 2,0 (VJ T€ 447), welches größtenteils auf Effekte aus dem Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen ist. Die liquiden Mittel liegen bei Mio. € 2,3 (VJ Mio. € 2,1). Investitionszulagen betragen per 31.12.2019 T€ 19 (VJ T€ 23). Die sonstigen Rückstellungen liegen bei Mio. € 1,1 und damit leicht unter Vorjahresniveau (Mio. € 1,3). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen durch die Finanzierung von Investitionen auf Mio. € 5,5 (VJ Mio. € 3,4) an. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich von Mio. € 0,3 auf € 0 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit Mio. € 5,8 um Mio. € 1,2 über dem Vorjahresniveau (Mio. € 4,6). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um Mio. € 0,3 angestiegen (VJ. Mio. € 0,4.) Die Bilanzsumme ist im Ergebnis von Mio. € 17,6 auf Mio. € 21,6 gestiegen. 3. Finanzlage Das Working Capital (Vorräte, Forderungen L+L abzgl. Verbindlichkeiten L+L) ist von Mio. € -1,2 in 2018 auf Mio. € -1,7 in 2019 zurückgegangen, was auf stricktes Monitoring des Vorratsvermögen, Factoring der Kundenforderungen sowie einer Optimierung des Kreditorenmanagement zurückzuführen ist. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt bei Mio. € + 1,0, aus der Investitionstätigkeit beläuft sich der Cashflow auf Mio. € - 3,0. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt Mio. € +2,0. Der Cashflow gesamt in Höhe von Mio. € 0,2 führt zu liquiden Mitteln in Höhe von Mio. € 2,3. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren jederzeit sichergestellt. Neben den vorhandenen liquiden Mitteln steht ein Finanzmittelrahmen in Höhe von Mio. € 15,0 zur Verfügung, welcher per 31.12.2019 ausschließlich für Investitionsfinanzierungen mit Mio. € 5,5 in Anspruch genommen wurde. Die deutschen Gesellschaften der Unternehmensgruppe haften gesamtschuldnerisch für einen am 31.08.2019 geschlossenen Konsortialkreditvertrag aus welchem bei der Rhodius Erwerbs GmbH, Weißenburg i. Bay., ein Darlehen in Höhe von Mio. € 13,4 (Stand 31.12.2019) besteht, sowie für den vorangehend genannten Betriebsmittelkreditrahmen in Höhe von Mio. € 15,0. Es bestehen Sicherheiten in Form einer Sicherungsübereignung des Anlage- und Umlaufvermögen und der Verpfändung von Bankkonten der Rhodius GmbH. Des Weiteren wurde zur Besicherung des Darlehens und des Betriebsmittelrahmens eine Grundschuld ohne Brief am Betriebsgrundstück in Laage über T€ 818 bestellt. Die Eigenkapitalquote ist insbesondere beeinflusst von den gestiegenen Verbindlichkeiten als auch dem Ergebnisabführungsvertrag. Da die Bilanzsumme insgesamt auf Mio. € 21,6 gestiegen ist, fiel die EK-Quote auf 35,5 % (VJ 43,6 %). 4. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und -lage Die Geschäftsentwicklung entsprach - im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - nicht den Erwartungen der Geschäftsführung. Im Vorjahr wurden, vor dem Hintergrund der anstehenden Projektanläufe 2018, ca. 2 % über dem Niveau von 2018 liegende Umsatzerlöse prognostiziert. Da die Projektanläufe sich verzögerten und sich zusätzlich die Marktentwicklung weiter deutlich abgekühlt hat, wurden diese nicht erreicht. Zusatzaufwände, insbesondere bedingt durch Mehraufwand bei den Projektanläufen, belasteten das Ergebnis zusätzlich, so dass das EBITDA und das Ergebnis vor Gewinnabführung unter den Planwerten blieben. C. Forschung und Entwicklung Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Vor diesem Hintergrund setzt sich die Rhodius GmbH für die Entwicklung neuer Produkte und Marktfelder sowie verbesserter Produktionsverfahren und Automatisierung der Produktionsprozesse ein. Im Jahr 2019 haben wir aufgrund weitgehender inhouse Entwicklung Aufwendungen für Fremdvergaben in dem Bereich Forschung und Entwicklung nur in Höhe von T€ 87 zu verzeichnen. Diese wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst. D. Risikomanagementziele und -methoden Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan auf Konzernebene erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Die Rhodius GmbH hat in 2016 einen Factoring-Vertrag abgeschlossen (stilles inhouse Factoring). Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen des Weiteren über ein entsprechendes Debitorenmanagement und effizientes Mahnwesen. E. Chancen- und Risikobericht Als Chancen (in abnehmender Reihenfolge der Bedeutung) sind hervorzuheben:
Einzelne nicht bestandsgefährdende Risiken (in abnehmender Reihenfolge der Bedeutung) sind wie folgt zu benennen:
Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass, derzeit keine tatsächlichen Risikokonzentrationen bekannt sind, die den Fortbestand des Unternehmens in absehbarer Zukunft ernsthaft gefährden könnten. F. Prognosebericht/Ausblick Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen des Unternehmens und unterliegen Unwägbarkeiten. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. 1. Die Geschäftsentwicklung im Bereich Automotive /Prognose Für das Jahr 2020 ist aufgrund von Corona von sinkenden Umsätzen und Stückzahlen in der Automobilproduktion auszugehen. IHS erwartet in 2020 73 Millionen (-18% im Vergleich zu 2019) produzierte Fahrzeuge aber im Jahr 2021 eine Erholung zu 83 Millionen (+ 14% im Vergleich zu 2020) produzierten Fahrzeugen. 3 Auch in den Folgejahren wird von einer weiteren Steigerung ausgegangen. Während die Ausstattungsraten an moderner passiver Fahrzeugsicherheit (Airbags, Gurtstraffer) in Europa und USA bereits ein hohes Niveau erreicht haben, liegt in Schwellenländern immer noch ein erhebliches Potenzial an höheren Ausstattungsraten. Dies lässt in der Zukunft eine Umsatzsteigerung dieser Produkte über der allgemeinen Steigerung der Automobilzulieferindustrie erwarten. 2. Die Geschäftsentwicklung im Bereich Knitted Mesh & Separation (KMS) /Prognose Das Produktportfolios von Rhodius KMS ist in zwei Segmente gegliedert, was durch die Namensgebung KMS (Knitted Mesh & Separation) klar zum Ausdruck kommt. Neben den klassischen Anwendungen im Bereich der "Separation", also Tropfenabscheider und Koaleszenzabscheider bzw. Phasentrennung tragen die Anstrengungen im Bereich "Knitted Mesh", also Drahtgestrickkomponenten für diverse industrielle Anwendungen nun vermehrt Früchte, insbesondere im Bereich Komponenten für die Chloralkalielektrolyse und neuerdings stark wachsend bei der Umwandlung (Speicherung) von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in "grünem Wasserstoff" durch alkalische Elektrolyse. Es handelt sich hierbei um Projektgeschäft (unserer Kunden), zunehmend aber auch um Ersatzteilgeschäft für bestehende Anlagen. Im Zuge der Begleitung unserer Kunden insbesondere in die asiatischen Märkte einerseits sowie der intensiven Bearbeitung des chinesischen Inlandsmarktes andererseits, planen wir signifikantes Wachstum der Sparte KMS am Rhodius-Standort in Kunshan (China). Die erhebliche Personalfluktuation der letzten Jahre hat zu einer generellen Schwächung im Bereich Vertrieb und Anwendungstechnik von Rhodius KMS beigetragen und deshalb hat die gezielte Verstärkung des Teams mit Verfahrenstechnikern hohe Priorität. Die nicht zufriedenstellenden Ergebnisse des Rhodius KMS Engagements in der Golfregion machen eine Neubewertung unserer strategischen Ziele inklusive entsprechender Maßnahmen erforderlich. Der Vertriebsbereich wurde personell verstärkt und vertriebstechnisch geschult, um weitere Märkte und Anwendungsfelder effizient bearbeiten zu können. Die technische und vertriebliche Unterstützung der Gesellschaft in Kunshan, China sowie der neu etablierten Partnerschaften ist ein wichtiger Bestandteil zur Umsetzung der geplanten Unternehmensentwicklung. 3. Gesamtaussage zur Prognose der Gesellschaft und Ausblick für die Jahre 2020 Die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft insbesondere ab März 2020 spürbar getroffen. Vor Eintritt der Coronakrise ging die Planung von einer positiven Entwicklung der Rhodius GmbH aus. Die Coronakrise wird auf Basis derzeitiger Kenntnisse im Jahr 2020 deutliche Spuren von über -20% in der Umsatzentwicklung hinterlassen und trotz Gegensteuerungsmaßnahmen, wie z.B. Kurzarbeit an den Standorten in Weißenburg i. Bay. und Laage, sind handfeste Auswirkungen auch im Ertragsbereich zu verzeichnen und noch weiter zu erwarten. Die Folgeauswirkungen der Corona-Pandemie führten dazu, dass im August 2020 für die Gesellschaft, welche aufgrund der Ergebnisabführungsverträge mit den anderen deutschen Gesellschaften einen Haftungsverbund darstellt, die Erstellung eines Sanierungsgutachtens beauftragt wurde. Das Gutachten wurde am 4. November 2020 finalisiert und bescheinigt, dass die Rhodius-Gruppe eine positive Fortführungsprognose hat und die für die Restrukturierung konkret in Angriff genommenen Maßnahmen zusammen objektiv geeignet sind, um die Rhodius-Gruppe in überschaubarer Zeit durchgreifend zu sanieren. Parallel dazu hat das Management der Rhodius-Gruppe bereits umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität und zur Steigerung der Profitabilität angestoßen. Die im Gutachten enthaltene Planung der Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit Umsatzerlösen in Höhe von Mio. € 29,6 und einem EBITDA von Mio. € 0,1. Neben den Bereichen Automotive und KMS enthält die Planung erste Zahlungszu- und -abflüsse für ein zukunftsträchtiges Projekt im Bereich Motorrad. Hier wurde im Jahr 2020 eine Vereinbarung mit dem Hersteller getroffen. Bestandteil des Gutachtens sind zudem verschiedene finanzwirtschaftliche Maßnahmen, welche sich derzeit bereits in Umsetzung befinden. Neben einer Neuordnung der bisherigen Bankenfinanzierung (Laufzeitverlängerung, Tilgungsstundung, Zinsanpassung) beinhalten die angestoßenen Maßnahmen ein neues Gesellschafterdarlehen in Höhe von Mio. € 1,0, zu welchem die Gremienzustimmung bereits vorliegt, sowie eine neue Bankenfinanzierung über Mio. € 12,0, welche auch eine Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt. Dem Antrag für die Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits zugestimmt und die verwaltungsrechtliche Zusicherung der Bürgschaft nach § 38 VwVfG M-V liegt vor. Auch die Gremien des Bankenkonsortiums haben bereits eine positive Kreditentscheidung getroffen wird. Die Vertragsdokumentation wird Anfang 2021 erstellt. Strategisch stehen für die Gruppe in den nächsten Jahren die Stärkung/Erhaltung der Profitabilität, Entwicklung neuer Problemlösungen, Fokussierung auf dem profitablen und Auf- und Ausbau neuer Produktfelder sowie Prozessorientierung und Anpassung der Organisationsstruktur an die wachsende Unternehmensgröße an.
Weißenburg i. Bay., den 18. Januar 2021 Die Geschäftsführung Dr. Knut Kille, Geschäftsführer Dr. Martin Dunkel, Geschäftsführer Michael Bracker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerks des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rhodius GmbH, Weißenburg i. Bay. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rhodius GmbH, Weißenburg i. Bay., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rhodius GmbH, Weißenburg i. Bay., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, 18. Januar 2021 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer Manuela Pointl, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde am 22. März 2021 festgestellt. |
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