Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 190137
Vorher
IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH Niederlauterbach
Eingetragen
24.10.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Verbesserung der Bedingungen für Erzeugung und Vermarktung von Qualitätshopfen und damit Förderung der wirtschaftlichen Interessen der Gesellschafter. Dieses Ziel wird erreicht durch 1) gemeinsamen Einkauf von Produktionsmitteln, 2) gemeinsame Erzeugungs- und Qualitätsregelung zur Sicherung eines marktgerechten Angebots, 3) durch gemeinsame Regeln über die Vermarktung, 4) durch gemeinsame Andienung des von den Gesellschaftern erzeugten Qualitätshopfens zum Verkauf, 5) durch Abschluß von Direkt-Lieferverträgen mit Endverbrauchern bzw. Endabnehmern. Die Gesellschaft kann sich an Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gegenstand beteiligen und die Geschäftsführung für solche Unternehmen übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Anja Bentele
seit 29.10.2021
Prokura
Mario Scholz
seit 25.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

26 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 26 angezeigt

IGN Qualitätshopfen GmbH
Germany
32.000 DM
13.79%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH Niederlauterbach

Wolnzach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht


 I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Zum Unternehmen

Die Firma IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH ist ein Handelsunternehmen mit einer Bilanzsumme von rund 11,1 Mio. Euro und beschäftigt am Standort Niederlauterbach, Geisenfelder Straße 4, 85283 Wolnzach, 9 Mitarbeiter, sowie 2 Teilzeitmitarbeiter.

Am 11. März 1987 gründeten 18 aktive Hopfenpflanzer aus Niederlauterbach die Interessengemeinschaft Qualitätshopfen Niederlauterbach (IGN) mit dem Ziel, nicht nur Quantität, sondern besonderen Qualitätshopfen dem Markt anzubieten.

Im August 1990 wurde die IGN-Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH gegründet und im Handelsregister Ingolstadt unter der Nummer HRB 190 137 eingetragen.

Neben der GmbH besteht heute der IGN-Verein mit über 102 Mitgliedern (Hopfenpflanzern).

Ziel ist es den Hopfen der Mitglieder bestmöglich zu vermarkten.

Zur Geschäftstätigkeit

Seit der Gründung im Jahr 1990 hat die IGN ihr Geschäftsmodell und ihr Geschäftsvolumen ausgebaut. Heute bedient die IGN die weltweite Brauwirtschaft mit Hopfen als Dolden, als Pellets oder als Extrakt und einigen Spezialprodukten.

Die IGN versteht sich als Dienstleister sowohl für ihre Mitglieder als auch für die Brauereien.

Der Vertrieb ist global, d. h. die Hopfenprodukte werden in über 35 Länder in alle Kontinente exportiert.

Zum Kundenkreis gehören Klein-, Mittel- und Großbrauereien sowie Brauereikonzerne. Außerdem wird die Szene der Craft-Brewer bedient.

Die allgemeine Geschäftstätigkeit hat in den letzten Jahren keine wesentlichen Änderungen erfahren.

Produkte und Dienstleistungen

Die Rohhopfen der Hopfenpflanzer werden zu den entsprechenden Produkten, nach Kundenwunsch, in den diversen Verarbeitungswerken der Hallertau zu Pellets, Extrakt etc. verarbeitet.

Darüber hinaus bietet die IGN brautechnische Beratung und Unterstützung als Service für die Kunden, Brauereien an.

Externe Einflussfaktoren

Die globalen Entwicklungen im Biermarkt wirken sich unmittelbar auf den weltweiten Hopfenmarkt aus und sind somit deutlich im Geschäft der IGN zu spüren. Gleiches gilt für witterungsbedingte Schwankungen in den jährlichen Rohhopfenmengen. Nicht zuletzt gehören regulatorische Vorgaben (z.B. länderspezifische Rückstandshöchstmengen für Pflanzenschutzwirkstoffe) zu den wesentlichen externen Einflussfaktoren.

Als Stellschrauben für die verfügbare Hopfenmenge dienen Flächenveränderungen sowie der Sortenmix im Anbau.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Hopfenvermarktung stand im Wirtschaftsjahr 2023/2024 unter folgenden Rahmenbedingungen:

-  Das globale Wirtschaftswachstum stabilisierte sich 2023 bei etwa 2,6%.
-  Die weltweite Bierproduktion erholte sich leicht und wird 2024 voraussichtlich um 1,5% wachsen, besonders in Europa und Nordamerika.
-  Die Craft-Bier-Szene, vor allem in den USA, verzeichnet weiterhin einen Rückgang.
-  Der Markt für hopfenarme Biere, wie Lagerbiere, bleibt stabil, während stark gehopfte Craft-Biere weiter rückläufig sind.
-  Der Bedarf an Alphasäure sank im Braujahr 2023 um etwa 3,8% und wird voraussichtlich auch 2024 weiter abnehmen.
-  Der Bierausstoß für das Braujahr 2023 ging um ca. 0,9 % auf ca. 1.885 Mio. Hektoliter zurück.
-  Brauereien nahmen Einsparungsmaßnahmen beim Rohstoff Hopfen vor.
-  Es gab eine Marktverschiebung hin zu weniger Craft-Bieren und mehr Mainstream-Bieren.
-  Der Einsatz von Hopfen und Alpha sank im Vergleich zum Vorjahr.
-  Der Alphabedarf lag im Braujahr 2023 bei etwa 11.400 Tonnen Alpha, was einem Rückgang von 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
-  Die Welthopfenernte 2023 betrug etwa 118.500 Tonnen, was annähernd dem Durchschnitt entspricht.
-  Die Alpha-Produktion lag bei etwa 11.800 Tonnen, leicht unter dem Durchschnitt, beeinflusst durch unterdurchschnittliche Alphagehalte in den deutschen Anbaugebieten.
-  In Deutschland gab es eine durchschnittliche Ernte von 41.234 Tonnen Hopfen.

-  Die Alpha-Produktion in Deutschland lag bei etwa 3.950 Tonnen Alpha, etwa 13 % unter einer normalen Ernte.
-  In den restlichen europäischen Anbaugebieten (Polen, Slowenien, Tschechien) waren sowohl die Ernte- als auch die Alphaerträge leicht überdurchschnittlich.
-  Die gesamte europäische Ernte betrug etwa 59.000 Tonnen Hopfen und etwa 5.050 Tonnen Alpha.
-  In den USA wurden etwa 47.600 Tonnen Hopfen und 5.600 Tonnen Alpha produziert.
-  Trotz eines Flächenrückgangs von 9 % konnte das Ernteergebnis aus dem Vorjahr in den USA um etwa 1.200 Tonnen Hopfen übertroffen werden.
-  Hopfenanbaufläche in Deutschland bleibt stabil.
-  Für das Braujahr 2024 wird in der globalen Brauwirtschaft keine Trendwende erwartet.
-  Es ist von einer Stagnation des Bierausstoßes auszugehen.
-  Weitere Reduzierungen in der Hopfen- und Alphagabe werden erwartet, was erneut zu einem Überschuss in der Alphabilanz führen wird und die Gewinnmargen belastet.
-  Freihopfenpreise deutscher Hopfensorten sind bei den Aromasorten deutlich gesunken.
-  Insgesamt herrscht in Deutschland eine sehr hohe Vorvertragsquote im Hopfeneinkauf.
-  Die Hopfenanbaufläche in Deutschland bleibt stabil.
-  Die Hopfenanbaufläche USA sinkt erneut um ca. 20% auf 17.845 ha.
-  Verlangsamung des Strukturwandels, Hopfenbetriebe werden größer.

Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen die Vermarktung der Hopfenernte 2023, sowie die Bestände aus der vorherigen Ernte im Mittelpunkt.

Geopolitische Einflüsse hatten unterschiedliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Es entstanden unterschiedliche Herausforderungen für die Hopfenbranche.

Der gesamtheitliche Betriebsablauf und damit auch die Vermarktung standen vor einer großen Herausforderung, insbesondere auch durch die unterdurchschnittliche Ernte 2023.

Insgesamt betrachtet lag das Preisniveau der Ernte 2023 deutlich unter dem Vorjahresniveau, insbesondere bei den Aromasorten.

Bei einfacher Gegenüberstellung von Produktion und Bedarf errechnet sich weltweit eine Überversorgung in der Alphasäureüberbilanz.

Die Umsatzsteigerung vom Vorjahr konnte erfolgreich gehalten werden.

Umsatzerlöse der IGN 

Ertragslage

Das geschäftliche Umfeld im Wirtschaftsjahr 2023/2024 war aufgrund der unterdurchschnittlichen Ernte sowie der Folgen der Kriegssituation in der Ukraine, verbunden mit der im Anschluss an die Pandemie einsetzende Inflation, angespannt. Trotzdem konnten weitere Märkte erschlossen werden und auch bestehende Kundensegmente erweitert werden, was sich positiv auswirkt. Der Umsatz konnte gesteigert werden, trotz unterdurchschnittlicher Ernte und einer deutlich geschwächten Kaufkraft.

Das erreichte Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr ist, vor allem in Anbetracht der Nachwirkungen der Corona Pandemie und dem Ukraine Krieg, als sehr gut zu bewerten.

Bei der Bewertung der am Bilanzstichtag verkauften, aber noch nicht ausgelieferten Waren, sowie der noch nicht verkauften Produkte haben wir fallende Marktpreise in Ansatz gebracht. Ein Risiko der Vermarktung mit Preiszugeständnissen ist nicht auszuschließen. Gründe hierfür sind unter anderem die deutliche Überversorgung im Markt, hohe Lagerbestände bei den Brauereien und die abfallende Kaufkraft. Die Auswirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren der Weltwirtschaft auf die zukünftige Hopfenvermarktung sind schwierig zu kalkulieren. Hierzu können lediglich Tendenzen geäußert werden.

Der Personalaufwand ist in diesem Jahr um 141 TEUR gestiegen. Die Begründung liegt in der Schaffung zweier neuer Planstellen in Festanstellung ab dem 01.01.2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 76 TEUR. Ein großer Anteil liegt bei den Werbe- und Reisekosten sowie in dem Bereich Kosten der Warenabgabe. Die Drohverlustrückstellung aus dem Vorjahr 300 TEURO wird aufgelöst und mit derselben Summe in Höhe v. 300 TEUR wieder neu gebildet, um die o.g. zu erwartenden Einflüsse abzufedern.

Das Finanzergebnis in Höhe von - 82 TEUR hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf - 56 TEUR verbessert.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 825 TEUR und liegt damit leicht niedriger als das Vorjahresergebnis von 833 TEUR.
Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 ist um 2.068 TEUR auf 11.113 TEUR gestiegen. Die langfristigen Vermögenswerte lagen bei 1.143 TEUR. Das Umlaufvermögen beträgt 9.881 TEUR, 89% der Bilanzsumme.

Die Gesamtsumme der Vorräte liegt bei 3.455 TEUR.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei 2.791 TEUR und entsprechen 25 % der Bilanzsumme.

Die flüssigen Mittel haben sich um 1.319 TEUR auf 2.984 TEUR erhöht.

Das Jahresergebnis in Höhe von 601 TEUR erhöht das Eigenkapital.
Die Eigenkapitalquote liegt zum Bilanzstichtag bei 71 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen bei 611 TEUR (Vorjahr 654 TEUR). Dies entspricht 5,5 % der Bilanzsumme.

Für die Finanzierung der Ernte stehen ausreichend Kreditlinien verschiedener Banken zur Verfügung.
Die Struktur unserer Aufwendungen ist stabil und liegt im Rahmen der Erwartungen.

Investitionen

Im Jahr 2023/24 wurden neben üblichen Instandhaltungsmaßnahmen an Einrichtungen und Gebäuden Anzahlungen für das neue Warenwirtschaftssystem (TEUR 357) geleistet. Die Abschreibungen beliefen sich auf 35 TEUR.
Langfristige Kontrakte/Rückstellungen für Drohverluste
Durch veränderte Gesetzgebungen der Europäischen Union im Bereich des Pflanzenschutzes ergeben sich große Herausforderungen. Die geplanten Reduzierungen des Pflanzenschutzmitteleinsatzes nach den Vorgaben des "Green Deal" und den neuen GAP-Maßnahmen erschweren die Situation. Zu erwartende Reduzierungen der Rückstandshöchstmenge könnten problematisch werden, besonders wenn der "Channel of Trade-Passus" in der Änderungsverordnung fehlt. Sofern dies für einen bestimmten Pflanzenschutzmittelwirkstoff der Fall sein sollte, würden die noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung legal produzierten Hopfen und Hopfenprodukte ihren Vermarktungsstatus verlieren und nicht mehr verkehrsfähig sein.
Aufgrund der weiterhin noch ungeklärten Situation halten die Höhe der Rückstellung von 300 TEUR für gerechtfertigt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von:

-  Umsatzentwicklung
-  Finanzergebnis
-  Ergebnis vor Steuern
-  Eigenkapitalquote

Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage an den jeweils relevanten Stellen durch das Controlling.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Kontinuität, sowie ein auf langfristigen Erfolg ausgelegtes Handeln sind die wesentlichen Elemente einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung im Unternehmen IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH.

Dabei wird sowohl bei Mitarbeitern als auch auf der Lieferanten- bzw. Kundenseite auf langfristige Bindung gesetzt.

Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass gut organisierte Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien die Grundlage zum sicheren Umgang mit Betriebsrisiken, sowie operativer Leistungssteigerung sind.

Das Nachhaltigkeitsprinzip ist ein fester Bestandteil der IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH. Nicht zuletzt wird dies verdeutlicht durch die gelebte und zertifizierte TÜV ISO 9001 Zertifizierung.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Insgesamt entsprach der Geschäftsverlauf des Wirtschaftsjahres 2023/2024 unseren Erwartungen und alle Ziele wurden erreicht. Die Prognose des Vorjahres wurde übertroffen.

III. Prognosebericht

Die weitere Entwicklung unseres Unternehmens beurteilen wir positiv.

Aufgrund der bereits angesprochenen Marktlage erwarten wir für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 gleichbleibende Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau und ein gleichbleibendes oder leicht geringeres Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

Generell haben sich die Risiken erhöht. Es ist mit eventuellen Risiken in der Vermarktungssituation aufgrund der weltweiten Lage (Weiterer Anstieg der Inflation und Veränderungen in der Flächen- und Sortenstruktur) zu rechnen. Hinzu kommt der weitere Verlauf im Bereich Pflanzenschutz mit möglichen Restriktionen.

Die Marktposition der IGN ist über langfristige Vorverträge gesichert, deren Anteil im letzten Jahr erfreulicherweise weiterhin gestiegen ist.

Die Brauwirtschaft wird insgesamt immer anspruchsvoller in Bezug auf Leistung und Qualität. Dies betrifft die Bereiche Verarbeitung (z.B. zu Pellets oder Extrakt), Lagerung und Transport, aber auch Fragen der Lebensmittelsicherheit einschließlich dokumentierter Prozesse. Daraus werden sich Chancen ergeben, die es für die IGN zu nutzen gilt.

Insgesamt wird die IGN dem Wettbewerb am Markt durch weitere Optimierung ihrer Abläufe und einem hohen Maß an Qualität ihrer Leistungen begegnen.

Niederlauterbach, 31. Juli 2024
IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH Niederlauterbach
Herr Mario Scholz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.143.285,69 815.886,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 357.198,97 4,00
II. Sachanlagen 783.899,18 813.702,18
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 751.309,62 775.045,62
2. technische Anlagen und Maschinen 2,00 267,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.997,00 22.319,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.590,56 16.070,56
III. Finanzanlagen 2.187,54 2.180,02
1. Beteiligungen 2.187,54 2.180,02
B. Umlaufvermögen 9.881.801,81 8.143.776,83
I. Vorräte 3.454.693,82 4.184.416,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.443.025,45 2.294.416,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.984.082,54 1.664.944,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.945,71 6.556,57
D. Aktive latente Steuern 78.975,00 78.975,00
Aktiva 11.113.008,21 9.045.194,60

Passiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Eigenkapital 7.910.827,37 7.402.542,30
I. Gezeichnetes Kapital 118.619,72 118.619,72
II. Gewinnvortrag 7.191.122,58 6.672.568,73
III. Jahresüberschuss 601.085,07 611.353,85
B. Rückstellungen 722.826,35 948.264,95
C. Verbindlichkeiten 2.479.354,49 694.387,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 610.810,00 654.146,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 310.810,00 43.336,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 300.000,00 610.810,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.868.544,49 40.241,35
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.868.544,49 40.241,35
Passiva 11.113.008,21 9.045.194,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2023 - 30.6.2024
EUR
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1. Rohergebnis 2.520.619,63 2.265.339,57
2. Personalaufwand 797.570,02 657.186,12
a) Löhne und Gehälter 680.556,96 563.252,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 117.013,06 93.933,38
3. Abschreibungen 35.060,98 44.695,72
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 35.060,98 44.695,72
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 780.478,68 703.442,10
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.545,78 10.835,83
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 129.779,29 37.437,31
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 220.912,84 218.908,77
8. Ergebnis nach Steuern 604.363,60 614.505,38
9. sonstige Steuern 3.278,53 3.151,53
10. Jahresüberschuss 601.085,07 611.353,85

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH Niederlauterbach
Firmensitz laut Registergericht: Wolnzach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ingolstadt
Register-Nr.: HRB 190137
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

-  Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Forderungsrisiko wird ausreichend durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen wurden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 389.613,59 EUR.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 424.674,57 EUR.
Ausschüttungssperre

Auf Grund der aktiven latenten Steuern besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von 78.975,00 EUR.
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 722.826,35 EUR haben sich wie folgt entwickelt:


01.07.2023 EUR
Auflösung EUR
Verbrauch EUR
Zuführung EUR
30.06.2024 EUR
Rückstellung Nachzahlung Hopfeneinkauf
125.000,00 €

125.000,00 €

0,00 €

104.000,00 €

104.000,00 €
Rückstellung für Abschluss und Prüfung
19.500,00 €

0,00 €

12.400,00 €

17.300,00 €

17.300,00 €
Sonstige Rückstellungen
74.142,40 €
74.142,40 €
0,00 €
52.333,75 €
52.333,75 €
Rückstellung Personalkosten
224.578,88 €
26.578,88 €
205.194,45 €
256.387,05 €
249.192,60 €
Rückstellung für drohende Verluste
300.000,00 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

300.000,00 €

743.221,28 €
225.721,28 €
217.594,45 €
430.020,80 €
722.826,35 €



Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 6.022,36 EUR und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit über einen Betrag von 1.989,34 EUR.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt  300.000,00 EUR (Vorjahr: 610.810,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 610.810,00 EUR. 610.810,00 EUR dieser Verbindlichkeiten sind durch Grundschulden gesichert.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken gegenüber Kreditinstituten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 310.810,00 EUR
(Vorjahr: 43.336,00 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt  300.000,00 EUR
(Vorjahr: 610.810,00 EUR).

Latente Steuern

Der Saldo der aktiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 78.975,00 EUR.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 78.975,00 EUR resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegen- ständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie der Einbeziehung von berücksichtigungs- fähigen steuerlichen Verlustvorträgen.

Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 300.000,00 EUR.
Die angewandten Steuer- und Hebesätze entsprechen den Sätzen zum Bilanzstichtag.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 25.091.002,37 EUR. Im Vorjahr 2022/2023 wurde demgegenüber ein Betrag von 22.212.498,03 EUR ausgewiesen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Zahl
Angestellte

12,25
Auszubildende

0,0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit
12,25

gem. § 285 Nr. 7 HGB i.V.m § 267 Abs. 5 HGB


Geschäftsführer

1,0
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter

8,75
Auszubildende

0,0
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter

3,50



Sonstige Angaben

Nicht bilanzierte sonstige Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 4.722,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich dabei um nach dem Bilanzsichtag fällig werdende Leasingraten für Leasingfahrzeuge.

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:
Mario Scholz
ausgeübter Beruf:
Kaufmann



Mitglieder des Beirats: Herr Ludwig Eisenmann (Vorsitzender)
Herr Stefan Eisenrieder Herr Sebastian Kürzinger Herr Anton Wittmann Herr Johannes Hagl Herr Stefan Finkenzeller
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Beirat schlägt der Gesellschafterversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 601.085,07 EUR (Vorjahr: 611.353,85 EUR).

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 7.792.207,65 EUR, der zu verwenden ist, wobei sich über dem Betrag der aktiven latenten Steuern in Höhe von 78.975,00 EUR eine Ausschüttungssperre ergibt.

Der Hauptversammlung wird durch den Beirat zur Ausschüttung ein Betrag von 92.800,00 EUR vorgeschlagen.

Auf neue Rechnung werden 7.699.407,65 EUR vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Niederlauterbach, den 08. August 2024

gez. Mario Scholz, Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 der IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH, Niederlauterbach, in der diesem Bericht als Anlagen 1 - 3 (Jahresabschluss) und Anlage 4 (Lagebericht) beigefügten Fassung den unter dem Datum vom 30. Juli 2023 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH, Niederlauterbach
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH, Niederlauterbach, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH, Niederlauterbach, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten  Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im  Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Pfaffenhofen a. d. Ilm, den 31. Juli 2023
BWT Bayerische Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Sandbichler Jagosch Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

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