IGN
Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH
Niederlauterbach
Wolnzach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024
Lagebericht
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Zum Unternehmen
Die Firma IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH
ist ein Handelsunternehmen mit einer Bilanzsumme von rund
11,1 Mio. Euro und beschäftigt am Standort
Niederlauterbach, Geisenfelder Straße 4, 85283
Wolnzach, 9 Mitarbeiter, sowie 2 Teilzeitmitarbeiter.
Am 11. März 1987 gründeten 18 aktive
Hopfenpflanzer aus Niederlauterbach die
Interessengemeinschaft Qualitätshopfen
Niederlauterbach (IGN) mit dem Ziel, nicht nur
Quantität, sondern besonderen Qualitätshopfen dem
Markt anzubieten.
Im August 1990 wurde die IGN-Hopfenvermarktungs- und
Vertriebs- GmbH gegründet und im Handelsregister
Ingolstadt unter der Nummer HRB 190 137 eingetragen.
Neben der GmbH besteht heute der IGN-Verein mit
über 102 Mitgliedern (Hopfenpflanzern).
Ziel ist es den Hopfen der Mitglieder
bestmöglich zu vermarkten.
Zur Geschäftstätigkeit
Seit der Gründung im Jahr 1990 hat die IGN ihr
Geschäftsmodell und ihr Geschäftsvolumen
ausgebaut. Heute bedient die IGN die weltweite
Brauwirtschaft mit Hopfen als Dolden, als Pellets oder als
Extrakt und einigen Spezialprodukten.
Die IGN versteht sich als Dienstleister sowohl
für ihre Mitglieder als auch für die Brauereien.
Der Vertrieb ist global, d. h. die Hopfenprodukte
werden in über 35 Länder in alle Kontinente
exportiert.
Zum Kundenkreis gehören Klein-, Mittel- und
Großbrauereien sowie Brauereikonzerne. Außerdem
wird die Szene der Craft-Brewer bedient.
Die allgemeine Geschäftstätigkeit hat in
den letzten Jahren keine wesentlichen Änderungen
erfahren.
Produkte und Dienstleistungen
Die Rohhopfen der Hopfenpflanzer werden zu den
entsprechenden Produkten, nach Kundenwunsch, in den
diversen Verarbeitungswerken der Hallertau zu Pellets,
Extrakt etc. verarbeitet.
Darüber hinaus bietet die IGN brautechnische
Beratung und Unterstützung als Service für die
Kunden, Brauereien an.
Externe Einflussfaktoren
Die globalen Entwicklungen im Biermarkt wirken sich
unmittelbar auf den weltweiten Hopfenmarkt aus und sind
somit deutlich im Geschäft der IGN zu spüren.
Gleiches gilt für witterungsbedingte Schwankungen in
den jährlichen Rohhopfenmengen. Nicht zuletzt
gehören regulatorische Vorgaben (z.B.
länderspezifische Rückstandshöchstmengen
für Pflanzenschutzwirkstoffe) zu den wesentlichen
externen Einflussfaktoren.
Als Stellschrauben für die verfügbare
Hopfenmenge dienen Flächenveränderungen sowie der
Sortenmix im Anbau.
II. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die globale Hopfenvermarktung stand im
Wirtschaftsjahr 2023/2024 unter folgenden
Rahmenbedingungen:
- Das globale Wirtschaftswachstum
stabilisierte sich 2023 bei etwa 2,6%.
- Die weltweite Bierproduktion erholte
sich leicht und wird 2024 voraussichtlich um 1,5% wachsen,
besonders in Europa und Nordamerika.
- Die Craft-Bier-Szene, vor allem in den
USA, verzeichnet weiterhin einen Rückgang.
- Der Markt für hopfenarme Biere, wie
Lagerbiere, bleibt stabil, während stark gehopfte
Craft-Biere weiter rückläufig sind.
- Der Bedarf an Alphasäure sank im
Braujahr 2023 um etwa 3,8% und wird voraussichtlich auch
2024 weiter abnehmen.
- Der Bierausstoß für das
Braujahr 2023 ging um ca. 0,9 % auf ca. 1.885 Mio.
Hektoliter zurück.
- Brauereien nahmen
Einsparungsmaßnahmen beim Rohstoff Hopfen vor.
- Es gab eine Marktverschiebung hin zu
weniger Craft-Bieren und mehr Mainstream-Bieren.
- Der Einsatz von Hopfen und Alpha sank im
Vergleich zum Vorjahr.
- Der Alphabedarf lag im Braujahr 2023 bei
etwa 11.400 Tonnen Alpha, was einem Rückgang von 2,0 %
im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
- Die Welthopfenernte 2023 betrug etwa
118.500 Tonnen, was annähernd dem Durchschnitt
entspricht.
- Die Alpha-Produktion lag bei etwa 11.800
Tonnen, leicht unter dem Durchschnitt, beeinflusst durch
unterdurchschnittliche Alphagehalte in den deutschen
Anbaugebieten.
- In Deutschland gab es eine
durchschnittliche Ernte von 41.234 Tonnen Hopfen.
- Die Alpha-Produktion in Deutschland lag
bei etwa 3.950 Tonnen Alpha, etwa 13 % unter einer normalen
Ernte.
- In den restlichen europäischen
Anbaugebieten (Polen, Slowenien, Tschechien) waren sowohl
die Ernte- als auch die Alphaerträge leicht
überdurchschnittlich.
- Die gesamte europäische Ernte
betrug etwa 59.000 Tonnen Hopfen und etwa 5.050 Tonnen
Alpha.
- In den USA wurden etwa 47.600 Tonnen
Hopfen und 5.600 Tonnen Alpha produziert.
- Trotz eines Flächenrückgangs
von 9 % konnte das Ernteergebnis aus dem Vorjahr in den USA
um etwa 1.200 Tonnen Hopfen übertroffen werden.
- Hopfenanbaufläche in Deutschland
bleibt stabil.
- Für das Braujahr 2024 wird in der
globalen Brauwirtschaft keine Trendwende erwartet.
- Es ist von einer Stagnation des
Bierausstoßes auszugehen.
- Weitere Reduzierungen in der Hopfen- und
Alphagabe werden erwartet, was erneut zu einem
Überschuss in der Alphabilanz führen wird und die
Gewinnmargen belastet.
- Freihopfenpreise deutscher Hopfensorten
sind bei den Aromasorten deutlich gesunken.
- Insgesamt herrscht in Deutschland eine
sehr hohe Vorvertragsquote im Hopfeneinkauf.
- Die Hopfenanbaufläche in
Deutschland bleibt stabil.
- Die Hopfenanbaufläche USA sinkt
erneut um ca. 20% auf 17.845 ha.
- Verlangsamung des Strukturwandels,
Hopfenbetriebe werden größer.
Geschäftsverlauf
Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen die
Vermarktung der Hopfenernte 2023, sowie die Bestände
aus der vorherigen Ernte im Mittelpunkt.
Geopolitische Einflüsse hatten unterschiedliche
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Es entstanden
unterschiedliche Herausforderungen für die
Hopfenbranche.
Der gesamtheitliche Betriebsablauf und damit auch die
Vermarktung standen vor einer großen Herausforderung,
insbesondere auch durch die unterdurchschnittliche Ernte
2023.
Insgesamt betrachtet lag das Preisniveau der Ernte
2023 deutlich unter dem Vorjahresniveau, insbesondere bei
den Aromasorten.
Bei einfacher Gegenüberstellung von Produktion
und Bedarf errechnet sich weltweit eine Überversorgung
in der Alphasäureüberbilanz.
Die Umsatzsteigerung vom Vorjahr konnte erfolgreich
gehalten werden.
Umsatzerlöse der IGN
Ertragslage
Das geschäftliche Umfeld im Wirtschaftsjahr
2023/2024 war aufgrund der unterdurchschnittlichen Ernte
sowie der Folgen der Kriegssituation in der Ukraine,
verbunden mit der im Anschluss an die Pandemie einsetzende
Inflation, angespannt. Trotzdem konnten weitere Märkte
erschlossen werden und auch bestehende Kundensegmente
erweitert werden, was sich positiv auswirkt. Der Umsatz
konnte gesteigert werden, trotz unterdurchschnittlicher
Ernte und einer deutlich geschwächten Kaufkraft.
Das erreichte Ergebnis im abgelaufenen
Geschäftsjahr ist, vor allem in Anbetracht der
Nachwirkungen der Corona Pandemie und dem Ukraine Krieg,
als sehr gut zu bewerten.
Bei der Bewertung der am Bilanzstichtag verkauften,
aber noch nicht ausgelieferten Waren, sowie der noch nicht
verkauften Produkte haben wir fallende Marktpreise in
Ansatz gebracht. Ein Risiko der Vermarktung mit
Preiszugeständnissen ist nicht auszuschließen.
Gründe hierfür sind unter anderem die deutliche
Überversorgung im Markt, hohe Lagerbestände bei
den Brauereien und die abfallende Kaufkraft. Die
Auswirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren der
Weltwirtschaft auf die zukünftige Hopfenvermarktung
sind schwierig zu kalkulieren. Hierzu können lediglich
Tendenzen geäußert werden.
Der Personalaufwand ist in diesem Jahr um 141 TEUR
gestiegen. Die Begründung liegt in der Schaffung
zweier neuer Planstellen in Festanstellung ab dem
01.01.2023.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 76 TEUR.
Ein großer Anteil liegt bei den Werbe- und
Reisekosten sowie in dem Bereich Kosten der Warenabgabe.
Die Drohverlustrückstellung aus dem Vorjahr 300 TEURO
wird aufgelöst und mit derselben Summe in Höhe v.
300 TEUR wieder neu gebildet, um die o.g. zu erwartenden
Einflüsse abzufedern.
Das Finanzergebnis in Höhe von - 82 TEUR hat
sich im Vergleich zum Vorjahr auf - 56 TEUR verbessert.
Das Ergebnis vor Steuern beträgt 825 TEUR und
liegt damit leicht niedriger als das Vorjahresergebnis von
833 TEUR.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme für das Wirtschaftsjahr
2023/2024 ist um 2.068 TEUR auf 11.113 TEUR gestiegen. Die
langfristigen Vermögenswerte lagen bei 1.143 TEUR. Das
Umlaufvermögen beträgt 9.881 TEUR, 89% der
Bilanzsumme.
Die Gesamtsumme der Vorräte liegt bei 3.455
TEUR.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen
bei 2.791 TEUR und entsprechen 25 % der Bilanzsumme.
Die flüssigen Mittel haben sich um 1.319 TEUR
auf 2.984 TEUR erhöht.
Das Jahresergebnis in Höhe von 601 TEUR
erhöht das Eigenkapital.
Die Eigenkapitalquote liegt zum Bilanzstichtag bei 71
%.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
liegen bei 611 TEUR (Vorjahr 654 TEUR). Dies entspricht 5,5
% der Bilanzsumme.
Für die Finanzierung der Ernte stehen
ausreichend Kreditlinien verschiedener Banken zur
Verfügung.
Die Struktur unserer Aufwendungen ist stabil und
liegt im Rahmen der Erwartungen.
Investitionen
Im Jahr 2023/24 wurden neben üblichen
Instandhaltungsmaßnahmen an Einrichtungen und
Gebäuden Anzahlungen für das neue
Warenwirtschaftssystem (TEUR 357) geleistet. Die
Abschreibungen beliefen sich auf 35 TEUR.
Langfristige Kontrakte/Rückstellungen für
Drohverluste
Durch veränderte Gesetzgebungen der
Europäischen Union im Bereich des Pflanzenschutzes
ergeben sich große Herausforderungen. Die geplanten
Reduzierungen des Pflanzenschutzmitteleinsatzes nach den
Vorgaben des "Green Deal" und den neuen GAP-Maßnahmen
erschweren die Situation. Zu erwartende Reduzierungen der
Rückstandshöchstmenge könnten problematisch
werden, besonders wenn der "Channel of Trade-Passus" in der
Änderungsverordnung fehlt. Sofern dies für einen
bestimmten Pflanzenschutzmittelwirkstoff der Fall sein
sollte, würden die noch vor dem Inkrafttreten der
Verordnung legal produzierten Hopfen und Hopfenprodukte
ihren Vermarktungsstatus verlieren und nicht mehr
verkehrsfähig sein.
Aufgrund der weiterhin noch ungeklärten
Situation halten die Höhe der Rückstellung von
300 TEUR für gerechtfertigt.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser
Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und
Optimierung von:
- Umsatzentwicklung
- Finanzergebnis
- Ergebnis vor Steuern
- Eigenkapitalquote
Die Darstellung und Analyse der finanziellen
Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der
Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und
die Lage an den jeweils relevanten Stellen durch das
Controlling.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Kontinuität, sowie ein auf langfristigen Erfolg
ausgelegtes Handeln sind die wesentlichen Elemente einer
verantwortungsbewussten Unternehmensführung im
Unternehmen IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH.
Dabei wird sowohl bei Mitarbeitern als auch auf der
Lieferanten- bzw. Kundenseite auf langfristige Bindung
gesetzt.
Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass
gut organisierte Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien
die Grundlage zum sicheren Umgang mit Betriebsrisiken,
sowie operativer Leistungssteigerung sind.
Das Nachhaltigkeitsprinzip ist ein fester Bestandteil
der IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH. Nicht
zuletzt wird dies verdeutlicht durch die gelebte und
zertifizierte TÜV ISO 9001 Zertifizierung.
Gesamtaussage
Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
schätzen wir als gut ein.
Insgesamt entsprach der Geschäftsverlauf des
Wirtschaftsjahres 2023/2024 unseren Erwartungen und alle
Ziele wurden erreicht. Die Prognose des Vorjahres wurde
übertroffen.
III. Prognosebericht
Die weitere Entwicklung unseres Unternehmens
beurteilen wir positiv.
Aufgrund der bereits angesprochenen Marktlage
erwarten wir für das Wirtschaftsjahr 2024/2025
gleichbleibende Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau und
ein gleichbleibendes oder leicht geringeres Ergebnis.
IV. Chancen- und Risikobericht
Generell haben sich die Risiken erhöht. Es ist
mit eventuellen Risiken in der Vermarktungssituation
aufgrund der weltweiten Lage (Weiterer Anstieg der
Inflation und Veränderungen in der Flächen- und
Sortenstruktur) zu rechnen. Hinzu kommt der weitere Verlauf
im Bereich Pflanzenschutz mit möglichen Restriktionen.
Die Marktposition der IGN ist über langfristige
Vorverträge gesichert, deren Anteil im letzten Jahr
erfreulicherweise weiterhin gestiegen ist.
Die Brauwirtschaft wird insgesamt immer
anspruchsvoller in Bezug auf Leistung und Qualität.
Dies betrifft die Bereiche Verarbeitung (z.B. zu Pellets
oder Extrakt), Lagerung und Transport, aber auch Fragen der
Lebensmittelsicherheit einschließlich dokumentierter
Prozesse. Daraus werden sich Chancen ergeben, die es
für die IGN zu nutzen gilt.
Insgesamt wird die IGN dem Wettbewerb am Markt durch
weitere Optimierung ihrer Abläufe und einem hohen
Maß an Qualität ihrer Leistungen begegnen.
Niederlauterbach, 31. Juli 2024
IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs- GmbH
Niederlauterbach
Herr Mario Scholz, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
30.6.2024
EUR |
30.6.2023
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.143.285,69 |
815.886,20 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
357.198,97 |
4,00 |
| II.
Sachanlagen |
783.899,18 |
813.702,18 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
751.309,62 |
775.045,62 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
2,00 |
267,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
13.997,00 |
22.319,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
18.590,56 |
16.070,56 |
| III.
Finanzanlagen |
2.187,54 |
2.180,02 |
| 1.
Beteiligungen |
2.187,54 |
2.180,02 |
| B.
Umlaufvermögen |
9.881.801,81 |
8.143.776,83 |
| I.
Vorräte |
3.454.693,82 |
4.184.416,04 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.443.025,45 |
2.294.416,79 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.984.082,54 |
1.664.944,00 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
8.945,71 |
6.556,57 |
| D.
Aktive latente Steuern |
78.975,00 |
78.975,00 |
| Aktiva |
11.113.008,21 |
9.045.194,60 |
Passiva
|
|
30.6.2024
EUR |
30.6.2023
EUR |
| A.
Eigenkapital |
7.910.827,37 |
7.402.542,30 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
118.619,72 |
118.619,72 |
| II.
Gewinnvortrag |
7.191.122,58 |
6.672.568,73 |
| III.
Jahresüberschuss |
601.085,07 |
611.353,85 |
| B.
Rückstellungen |
722.826,35 |
948.264,95 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.479.354,49 |
694.387,35 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
610.810,00 |
654.146,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
310.810,00 |
43.336,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
300.000,00 |
610.810,00 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.868.544,49 |
40.241,35 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.868.544,49 |
40.241,35 |
| Passiva |
11.113.008,21 |
9.045.194,60 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.7.2023 - 30.6.2024
EUR |
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
2.520.619,63 |
2.265.339,57 |
| 2.
Personalaufwand |
797.570,02 |
657.186,12 |
| a)
Löhne und Gehälter |
680.556,96 |
563.252,74 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
117.013,06 |
93.933,38 |
| 3.
Abschreibungen |
35.060,98 |
44.695,72 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
35.060,98 |
44.695,72 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
780.478,68 |
703.442,10 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
47.545,78 |
10.835,83 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
129.779,29 |
37.437,31 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
220.912,84 |
218.908,77 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
604.363,60 |
614.505,38 |
| 9.
sonstige Steuern |
3.278,53 |
3.151,53 |
| 10.
Jahresüberschuss |
601.085,07 |
611.353,85 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
Firmenname laut Registergericht: IGN
Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH Niederlauterbach
Firmensitz laut Registergericht: Wolnzach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ingolstadt
Register-Nr.: HRB 190137
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den
unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige
Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste
Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag
angesetzt. Das allgemeine Forderungsrisiko wird ausreichend
durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Rückstellungen wurden mit dem voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn
des Geschäftsjahres: 389.613,59 EUR.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des
Geschäftsjahres: 424.674,57 EUR.
Ausschüttungssperre
Auf Grund der aktiven latenten Steuern besteht nach
§ 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in
Höhe von 78.975,00 EUR.
Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von
722.826,35 EUR haben sich wie folgt entwickelt:
|
01.07.2023
EUR
|
Auflösung
EUR
|
Verbrauch
EUR
|
Zuführung
EUR
|
30.06.2024
EUR
|
Rückstellung
Nachzahlung Hopfeneinkauf
|
125.000,00 €
|
125.000,00 €
|
0,00 €
|
104.000,00 €
|
104.000,00 €
|
Rückstellung
für Abschluss und Prüfung
|
19.500,00 €
|
0,00 €
|
12.400,00 €
|
17.300,00 €
|
17.300,00 €
|
Sonstige
Rückstellungen
|
74.142,40 €
|
74.142,40 €
|
0,00 €
|
52.333,75 €
|
52.333,75 €
|
Rückstellung
Personalkosten
|
224.578,88 €
|
26.578,88 €
|
205.194,45 €
|
256.387,05 €
|
249.192,60 €
|
Rückstellung
für drohende Verluste
|
300.000,00 €
|
0,00 €
|
0,00 €
|
0,00 €
|
300.000,00 €
|
|
743.221,28 €
|
225.721,28 €
|
217.594,45 €
|
430.020,80 €
|
722.826,35 €
|
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag
entstehen
In den Verbindlichkeiten sind größere
Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag
rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge,
die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen,
aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung
bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.
Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte
zu berücksichtigen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten
Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 6.022,36 EUR und
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit
über einen Betrag von 1.989,34 EUR.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >
5 Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
beträgt 300.000,00 EUR (Vorjahr:
610.810,00 EUR).
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt 610.810,00 EUR. 610.810,00 EUR dieser
Verbindlichkeiten sind durch Grundschulden gesichert.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken gegenüber
Kreditinstituten
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 310.810,00 EUR
(Vorjahr: 43.336,00 EUR).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit größer einem Jahr
beträgt 300.000,00 EUR
(Vorjahr: 610.810,00 EUR).
Latente Steuern
Der Saldo der aktiven latenten Steuern am Ende des
Geschäftsjahres beträgt 78.975,00 EUR.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von
78.975,00 EUR resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der
Differenzen zwischen handelsrechtlichen und
steuerrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegen- ständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten sowie der Einbeziehung von
berücksichtigungs- fähigen steuerlichen
Verlustvorträgen.
Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten
Steuern beruhen im Wesentlichen auf Rückstellungen
für drohende Verluste in Höhe von 300.000,00 EUR.
Die angewandten Steuer- und Hebesätze
entsprechen den Sätzen zum Bilanzstichtag.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum
25.091.002,37 EUR. Im Vorjahr 2022/2023 wurde
demgegenüber ein Betrag von 22.212.498,03 EUR
ausgewiesen.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Angestellte
|
|
12,25
|
Auszubildende
|
|
0,0
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
12,25
|
|
gem. § 285 Nr. 7
HGB i.V.m § 267 Abs. 5 HGB
|
|
|
Geschäftsführer
|
|
1,0
|
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
|
|
8,75
|
Auszubildende
|
|
0,0
|
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
|
|
3,50
|
Sonstige Angaben
Nicht bilanzierte sonstige Geschäfte
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 4.722,00 EUR
sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich dabei
um nach dem Bilanzsichtag fällig werdende Leasingraten
für Leasingfahrzeuge.
Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane
Während des Geschäftsjahrs wurden die
Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen
geführt:
Geschäftsführer:
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Mario Scholz
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ausgeübter Beruf:
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Kaufmann
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Mitglieder des Beirats: Herr Ludwig Eisenmann
(Vorsitzender)
Herr Stefan Eisenrieder Herr Sebastian Kürzinger
Herr Anton Wittmann Herr Johannes Hagl Herr Stefan
Finkenzeller
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Der Beirat schlägt der Gesellschafterversammlung
die folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss beträgt
601.085,07 EUR (Vorjahr: 611.353,85 EUR).
Einschließlich des zu berücksichtigenden
Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von
7.792.207,65 EUR, der zu verwenden ist, wobei sich
über dem Betrag der aktiven latenten Steuern in
Höhe von 78.975,00 EUR eine Ausschüttungssperre
ergibt.
Der Hauptversammlung wird durch den Beirat zur
Ausschüttung ein Betrag von 92.800,00 EUR
vorgeschlagen.
Auf neue Rechnung werden 7.699.407,65 EUR
vorgetragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Niederlauterbach, den 08.
August 2024
gez.
Mario Scholz, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30.
Juni 2023 der IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH,
Niederlauterbach, in der diesem Bericht als Anlagen 1 - 3
(Jahresabschluss) und Anlage 4 (Lagebericht)
beigefügten Fassung den unter dem Datum vom 30. Juli
2023 unterzeichneten uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben
wird:
"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die IGN Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH,
Niederlauterbach
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der IGN
Hopfenvermarktungs- und Vertriebs-GmbH, Niederlauterbach, -
bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.
Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der IGN Hopfenvermarktungs- und
Vertriebs-GmbH, Niederlauterbach, für das
Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des
Beirats für den Jahresabschluss und
den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet
hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Beirat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen
und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von dem gesetzlichen Vertreter angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser
jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter
zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben
sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht
ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen."
Pfaffenhofen a. d. Ilm, den 31. Juli 2023
BWT Bayerische Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Sandbichler Jagosch Wirtschaftsprüferin
Wirtschaftsprüfer
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