Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 26169
Eingetragen
12.9.2018
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit SchuhenHerstellung von Schuhen
Gegenstand
sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Herstellung und der Vertrieb/Verkauf von Artikeln für die Fußgesundheit aller Art. Hierzu gehört auch die Abwicklung aller artverwandten Geschäfte und die Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen, und zwar unter Ausschluss erlaubnispflichtiger Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Basilio
seit 22.2.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Birkenstock Group B.V. & Co. KG
Germany
25.001 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 04.02.2021 bis zum 30.09.2021

Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis 30. September 2021

der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Grundsätzliche Darstellung

Die Birkenstock Group B.V. & Co. KG (nachfolgend "Birkenstock") mit Sitz in Linz am Rhein, ist Muttergesellschaft des Birkenstock-Konzerns (nachfolgend "Birkenstock Group").

Am 25./26. Februar 2021 schloss Birkenstock mit der Birkenstock GmbH & Co. KG sowie mit den Gesellschaftern und Tochtergesellschaften der Birkenstock GmbH & Co. KG einen Kaufvertrag über die mehrheitliche Akquisition der Geschäftstätigkeit der ehemaligen BIRKENSTOCK Group (nachfolgend "BIRKENSTOCK Group") ab. Die Transaktionsstruktur umfasst sowohl Share- als auch Asset Deals. Mit der Übertragung der wesentlichen operativen Produktions- und Vertriebsgesellschaften am 30. April 2021 beginnt die operative Tätigkeit des Konzerns.

Die neue Gesellschafterstruktur stellt sich fortan wie folgt dar:

Alleinige Kommanditistin der Birkenstock ist die BK LC Lux Spv S.à r.l., Luxemburg. Sie wiederum hält sämtliche Anteile an der Komplementärin der Birkenstock, der Birkenstock Administration B.V., Amsterdam/Niederlande.

Birkenstock stellt gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 7 und 8 HGB den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Durch die neue Gesellschafterstruktur soll der Wachstumskurs von Birkenstock in den relevanten Zielmärkten in Amerika, Europa, Asien-Pazifik und Middle-East-Africa & India weiter vorangetrieben werden.

1.2 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Birkenstock Group B.V. & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen produzieren Sandalen und geschlossene Schuhe für Alltag, Freizeit und Beruf. Zum Produktportfolio gehören zudem Schuhkomponenten sowie orthopädische Einlagen und Produkte für den Orthopädiefachhandel. Daneben hat Birkenstock im Rahmen der Sortimentserweiterung Produkte aus angrenzenden Kategorien ins Programm aufgenommen. Dazu gehören u.a. Taschen, Socken und sonstige Strickwaren (Mützen, Schals) sowie Gürtel und andere Accessoires, die im Wege der Auftragsfertigung von Kooperationspartnern in Europa hergestellt werden. Weitere Geschäftsfelder bestehen im Lizenzgeschäft von Betten und Matratzen sowie dem Vertrieb von Kosmetikartikeln. Mit dem multiaktiven Korkeichen-Wirkstoffkomplex werden hochwertige Hautpflege-Produkte gem. internationaler COSMOS Natural Standards gefertigt.

Anders als die übrigen (Marken-)Anbieter im globalen Schuhmarkt ist Birkenstock nicht nur Markeninhaber, sondern zugleich auch Hersteller. Die Kernprodukte, die Kork-Latex-Sandalen und die Einlagen der Marke "BIRKENSTOCK", werden ausschließlich in Deutschland an den eigenen Produktionsstandorten in Görlitz, Bernstadt, Markersdorf (Sachsen), Steinau-Uerzell (Hessen) und St. Katharinen (Rheinland-Pfalz) hergestellt. Der weit überwiegende Teil der Wertschöpfung erfolgt somit innerhalb des Konzerns. Dieses historisch aus einer starken Fokussierung auf Qualität erwachsene Modell hat sich im COVID 19-Kontext als wesentlicher Wettbewerbsfaktor und Stabilisator erwiesen, da die Abhängigkeit von der globalen Lieferkette bei Birkenstock erheblich geringer ausgeprägt ist als bei der Mehrzahl der Unternehmen der Branche. Dies hat positive Auswirkungen auf die kurzfristige Lieferfähigkeit und die allgemeine Lieferperformance gegenüber Handel und Konsumenten.

Die geschlossenen Schuhe werden in Portugal von langjährigen Partnern hergestellt, wobei Vorprodukte zum Teil durch Birkenstock gestellt werden. Socken und andere Textilprodukte werden von Zulieferern aus der Türkei und Italien bezogen. Die Naturrohstoffe und Halbfertigprodukte werden überwiegend im Inland oder innerhalb der Europäischen Union eingekauft und in den Produktionsstandorten in Deutschland verarbeitet. Die Sandalen werden mit großer Sorgfalt mit einem hohen Anteil an Handarbeit hergestellt. Die Lohnkosten bilden deshalb den zweitgrößten Kostenblock nach dem Materialaufwand. Für die Produktion sind daher vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland entscheidend. Der Absatzerfolg ist von der wirtschaftlichen Entwicklung auf den jeweiligen Absatzmärkten abhängig.

Die Birkenstock-Produkte werden über verschiedene Absatzwege vertrieben. Zum einen vertreibt der Konzern Produkte über den indirekten Vertrieb über Distributoren und Retailer, zum anderen über eigene Schuhfachgeschäfte (im Berichtszeitraum weltweit 50 Mono-Brand-Stores). Der Umsatzanteil des eigenen Retailgeschäftes ist im Branchenvergleich noch niedrig, soll aber durch einen weiteren Ausbau stärker profitieren.

Speziell in Europa wurden hierzu weitere Initiativen zur Konsolidierung und Optimierung der Wholesale- und Retailstrukturen angestoßen, um den Anteil des Direct-to-Consumer-Business (DtC, d.h. Own Retail und Own Online) auszubauen. Damit greift Birkenstock auch veränderte Konsumenteninteressen auf. So erwartet eine wachsende Zahl der Konsumenten vom Retail (online wie offline) heute eine Kuratierung und ein positives Markenerlebnis. Dies kann am ehesten in den eigenen Vertriebswegen gewährleistet werden. Daneben ermöglicht der Ausbau des DtC-Business eine Optimierung der Margensituation.

Seit seinem Start 2016 hat sich das E-Commerce Geschäft zu einem enorm wichtigen weiteren Vertriebsweg mit eigenen Online-Shops (z. B. über die Birkenstock digital GmbH) etabliert. Im US-Markt vertreibt die BIRKENSTOCK USA LP, in Kanada die Birkenstock Canada Ltd., in Japan die BIRKENSTOCK Japan Ltd., in China die BIRKENSTOCK Trading (Shanghai) Co. Ltd. und in Indien die Birkenstock India Private Ltd. neben dem indirekten Vertrieb auch direkt online die Birkenstock Produkte. Zum Bilanzstichtag 30.09.2021 waren die Online-Shops in 25 Ländern verfügbar; die Online-Präsenz wird entsprechend den Markterfordernissen und Chancen weiter ausgebaut und inhaltlich weiterentwickelt.

Im Inland hat der Birkenstock-Konzern seine kaufmännische Verwaltung und Vertriebssteuerung der Region Europa in einer Zweigniederlassung "Birkenstock Europe GmbH Retail Germany" mit Sitz in Köln organisiert.

1.3 Markt- und Wettbewerbssituation

Der globale Schuhmarkt ist ein Multimilliardenmarkt, der - wenn man den Sportschuhbereich außer Betracht lässt - von No-Name-Produkten bzw. Handelsmarken dominiert wird. Markenschuhe machen nur einen vergleichsweise geringen Teil des gesamten Weltmarktes aus. Der größte Marktanteil entfällt auf Billigprodukte minderer Qualität, die häufig unter für Mensch und Natur prekären Bedingungen gefertigt werden. Mit Abstand weltweit größter Schuhexporteur ist China.

Birkenstock-Produkte werden in mehr als 90 Ländern vertrieben. Speziell im Sandalen-Segment hat Birkenstock den Rang einer globalen Gattungsmarke ("Category Brand"). Gleichwohl steht Birkenstock im Wettbewerb mit anderen Komfortschuhmarken. Speziell in der Region Americas besteht auch eine Wettbewerbssituation mit globalen Sport- und Sneakermarken. Hinzu kommen je nach Absatzmarkt lokale Anbieter, die teilweise durch hohe Zölle geschützt werden. Dies gilt v.a. für Länder wie etwa Brasilien, die selbst über eine leistungsfähige Schuhindustrie verfügen.

Anders stellt sich die Markt- und Wettbewerbssituation im Segment der geschlossenen Schuhe dar. Hier trifft Birkenstock auf ein sehr vielfältiges Angebot, verbunden mit einem starken Wettbewerb. Gleiches gilt für den Bereich Legwear. Birkenstock begegnet den Marktgegebenheiten durch die Entwicklung von Produkten mit funktionalen Alleinstellungsmerkmalen, wie etwa dem herausnehmbaren Fußbett bei geschlossenen Schuhen.

Über die 1774 Kollektionen ist Birkenstock mit einem eigenen Produktsortiment im gehobenen Preissegment vertreten. Hierbei handelt es sich um Produkte, die entweder in Kollaboration mit ausgewählten, namenhaften Größen der Mode- und Lifestyle-Branche erstellt werden oder im internationalen Büro in Paris entwickelt werden. Dies alles erfolgt mit dem Ziel, die Sandalen-Klassiker neu zu interpretieren bzw. als eine Kombination von High Fashion mit dem ursprünglich Funktionalem zu präsentieren.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten rund um Forschung und Entwicklung (F&E) beziehen sich bei Birkenstock auf den Produktentwicklungsprozess, d.h. die Umsetzung einer Idee in ein kommerziell erfolgreiches Produkt. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns umfassen dabei die Bereiche Produktdesign, Modellentwicklung sowie technische Produktentwicklung und Produktionstechnik. Sichtbar wird die Arbeit der F&E-Teams vor allem in der Verwendung anderer Materialien, neuartiger Schuhmodelle und innovativer Produkte. Dabei wird nicht nur auf bestehende Produktions- und Verfahrenstechniken aufgesetzt, vielmehr werden diese auch weiter- und neuentwickelt. Im Fokus stehen dabei insbesondere qualitäts- und effizienzsteigernde Maßnahmen, sowie die Etablierung nachhaltiger Produktions- und Verarbeitungsverfahren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 123

Die Weltkonjunktur war auch im Jahr 2021 sehr stark durch die Corona-Pandemie geprägt. Gegenüber dem kräftigen Wachstum des 2. Halbjahrs 2020 hat sich die Erholung der Weltwirtschaft im 1. Halbjahr 2021 abgeschwächt. Dabei verlief die konjunkturelle Entwicklung regional sehr unterschiedlich. So wurde die Erholung im 1. Quartal 2021 in vielen entwickelten Volkswirtschaften - insbesondere dem Euro-Raum, dem Vereinigten Königreich und Japan - infolge steigender Infektionszahlen unterbrochen. In einigen Schwellenländern - allen voran Indien-verschlechterte sich dagegen die pandemische Lage im Frühjahr, was dort zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität im 2. Quartal 2021 führte. China und die USA sind die einzigen großen Volkswirtschaften, in denen das BIP wieder das Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 erreicht hat. Die insgesamt steigende globale Nachfrage und damit verbundene angebotsseitige Engpässe haben zusammen zu steigenden Energiepreisen und so zu einem starken Anstieg der Inflation geführt.

In diesem herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfeld erwies sich die deutsche Wirtschaft im Berichtszeitraum als vergleichsweise robust. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2021 betrug 2,7 %, nachdem es durch die Corona-Krise im Jahr 2020 noch zu einem kräftigen Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität gekommen war. Anhaltende Lieferkettenprobleme in der Industrie und Einschränkungen bei den kontaktintensiven Dienstleistungen stellten die Wirtschaft vor Herausforderungen. So litt die deutsche Industrie 2021 unter teils gravierenden Lieferengpässen bei zentralen Vorprodukten und konnte ihre Produktion deshalb - trotz voller Auftragsbücher - nicht wieder auf Normalauslastungsniveau hochfahren. Einige Bereiche der Dienstleistungen mussten pandemiebedingt zu Beginn und auch wieder gegen Ende des Jahres Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten verkraften. Die Inflationsrate lag im September 2021 bei 4,1 %. Neben den o.a. weltweit preistreibenden Effekten wirkte sich in Deutschland die temporäre Senkung der Umsatzsteuersätze als Preis erhöhend aus.

1 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/publikationen/jahresgutachten.html
2 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2022/20220114-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2022.html
3 Bundesverband der Schuh- und Lederindustrie e.V., Pressekonferenz am 30.08.2021

Auch die deutsche Schuhbranche zeigte 2021 deutliche Anzeichen einer Erholung nach einem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2020. Der Umsatz der deutschen Schuhhersteller mit 50 oder mehr Beschäftigten stieg in den ersten sechs Monaten von 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,28 auf 1,44 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Wachstum der Verkaufserlöse um 12,5 Prozent. Mit 1,2 Mrd. Euro lag der Inlandsumsatz 12,7 Prozent über dem Inlandsumsatz des ersten Halbjahres 2020. Der Auslandsumsatz kletterte im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 von 230 auf 257 Mio. Euro. Damit hat die deutsche Schuhindustrie zwar beim Umsatz wieder zugelegt, das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 aber noch nicht erreicht.

Der erneute Lockdown Ende 2020 hat die deutschen Schuhhersteller des modisch-eleganten Segments und mit enger Beziehung zum stationären Fachhandel wieder in den Krisenmodus zurückversetzt. Die Schließung des Fachhandels bis weit in den Frühsommer hinein verstärkte die digitale Ausrichtung der Vertriebskanäle. Aufgrund des lang andauernden Lockdowns mussten die deutschen Schuhhersteller trotz des häufig eingesetzten Mittels der Kurzarbeit personell Anpassungen vornehmen. Von Januar bis Juni 2021 beschäftigte die Branche im Monatsdurchschnitt 14.628 Mitarbeiter. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 6,2 Prozent.

Die Zahlen für das Gesamtjahr präsentiert der Branchenverband HDS/L traditionell am Ende des ersten Kalenderquartals. Laut der HDS/L Konjunkturumfrage aus dem August 2021 erwarteten zwei Drittel der befragten deutschen Schuhhersteller eine bessere Umsatzentwicklung im 2. Halbjahr 2021 gegenüber dem 2. Halbjahr 2020.

2.2 Geschäftsverlauf

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Birkenstock-Konzern sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization "EBITDA"). Die wesentliche nicht-finanzielle Kennzahl für die Leistungsfähigkeit des Birkenstock-Konzerns ist die Zahl der verkauften Paar Schuhe.

Birkenstock hat das außergewöhnliche Rumpfgeschäftsjahr und die auch in 2021 anhaltenden Herausforderungen durch die COVID-19-Krise aus Sicht der Geschäftsführung des Mutterunternehmens sehr gut bewältigt. Trotz weiterhin vorhandener Einschränkungen des Einzelhandels durch die COVID-19-Pandemie konnten sich alle drei Verkaufschannel (Wholesale, Retail, Online) sehr gut entwickeln. Im Frühling 2021 waren alle eigenen Retail-Geschäfte wieder geöffnet und haben umsatzseitig zum Teil bereits wieder das Vorkrisenniveau überschritten. Auch die Belieferung des Einzelhandels (Wholesale) hat sich mit Beginn des Rumpfgeschäftsjahres hervorragend entwickelt. Besonders hervorzuheben ist u.a. die Region Europe, die nach der vollständigen Wiedereröffnung des Einzelhandels deutlich zulegen konnte, zum Teil bedingt durch Nachholeffekte aus Vorquartalen. Zudem hat Birkenstock mittlerweile eine sehr hohe Präsenz im eigenen Online-Channel.

Der Umsatz hat sich im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend entwickelt. Mit 12,4 Mio. verkauften Paar konnte ein Umsatz von EUR 462,7 Mio. erzielt werden. In der betrachteten Periode hat Birkenstock den Vertrieb im französischen Markt vollständig selber übernommen und verkauft nun nicht mehr über einen Distributor.

Das rein operative Ergebnis von Birkenstock hat sich im Rumpfgeschäftsjahr 2021 aufgrund der guten Absatzlage zufriedenstellend entwickelt. Das EBITDA ist jedoch beeinflusst durch maßgebliche Sondereffekte aus der Bildung des neuen Konzerns. Neben Transaktions- und Finanzierungskosten beeinträchtigen auch Effekte aus der Kaufpreisallokation das EBITDA des Konzerns. Infolgedessen beträgt das Konzernergebnis (EBITDA) EUR -43,5 Mio. Die EBITDA-Marge bezogen auf die Gesamtleistung beträgt -6,1%.

2.2.1 Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Rumpfgeschäftsjahr 2021 war von den anhaltenden Herausforderungen durch die COVID-19-Krise geprägt. Die COVID-19-Pandemie war weiterhin das bestimmende Thema. Weltweit wurden wieder zum Teil restriktive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen, die die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung im ersten Halbjahr 2021 wieder verlangsamten. Aus Sicht der Geschäftsführung des Mutterunternehmens hat Birkenstock das Rumpfgeschäftsjahr 2021 insbesondere die anhaltenden Herausforderungen durch die COVID-19-Krise sehr gut bewältigt. Dabei profitierte Birkenstock von ihrem Geschäftsmodell, das auf überwiegende Wertschöpfung innerhalb des Konzerns setzt. Dies erwies sich als wesentlicher Wettbewerbsfaktor und Stabilisator, da somit die Abhängigkeit von der globalen Lieferkette bei Birkenstock erheblich geringer ausgeprägt war. Birkenstock war somit weit weniger von Lieferkettenproblematik betroffen als die Mehrzahl der Unternehmen der Branche.

Der Umsatz hat sich in allen drei Verkaufschanneln sehr zufriedenstellend entwickelt und beträgt EUR 462,7 Mio.

Das Konzern-EBITDA ist mit EUR -43,5 Mio. negativ, wurde jedoch auch transaktions- und finanzierungsseitig außerordentlich belastet. Bei Normalisierung dieser außerordentlichen Effekte in Höhe von EUR 141,1 Mio. konnte ein EBITDA erzielt werden, das deutlich über den unterjährig durchgeführten Forecasts lag. Die außerordentlichen Effekte betreffen Finanzierungskosten im Rahmen der Aufnahme neuer Finanzierungsmittel (EUR 43,7 Mio.) sowie Transaktionskosten aus dem Erwerb der BIRKENSTOCK Group im Rahmen des Share- und Asset-Deals (EUR 35,2 Mio.). Darüber hinaus ergaben sich Sondereffekte in den Materialaufwendungen von EUR 61,7 Mio., die mit Besonderheiten des Erwerbsvorgang der BIRKENSTOCK Group begründet sind.

Insgesamt beurteilen wir auf der Grundlage unserer soliden Vermögens- und Finanzlage sowie unserer ertragsstarken Produkte die wirtschaftliche Lage des Birkenstock-Konzerns als positiv.

3 Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

2021
TEUR %
Umsatzerlöse 462.660 64,6
Bestandsveränderungen 253.063 35,4
Gesamtleistung 715.723 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 59.563 8,3
Materialaufwand -486.416 -68,0
Personalaufwand -84.128 -11,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -248.097 -34,7
Sonstige Steuern -112 0,0
EBITDA 43.466 -6,1
Abschreibungen -102.216 -14,3
Betriebsergebnis (EBIT) -145.682 -20,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.045 -4,8
Finanzergebnis -33.982 -4,7
Ergebnis vor Steuern -179.665 -25,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.044 2,9
Konzern-Jahresfehlbetrag -158.620 -22,2

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 462,7 Mio. ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Hier sind alle Vertriebssegmente wie Großhandel, Onlinehandel, Einzelhandel sowie Lizenzeinnahmen abgebildet. Dabei entfallen rund 16,5 % des Konzernumsatzes auf Deutschland, 17,1 % auf die übrigen Länder der EU und 66,4 % auf Länder außerhalb Europas.

Die Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 253,1 Mio. ergeben sich im Wesentlichen aus Bestandserhöhungen von Fertigerzeugnissen. Daneben hat Birkenstock im Rumpfgeschäftsjahr im Rahmen des Asset-Deals Halb- und Fertigwaren in Höhe von EUR 377,7 Mio. erworben. Dieser wurde als Handelsware eingebucht und im Laufe des Rumpfgeschäftsjahres nahezu vollständig verkauft. Die damit verbundene Minderung des Handelswarenbestandes wird nicht in den Bestandsveränderungen, sondern in den Materialaufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 59,6 Mio. umfassen im Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von EUR 47,6 Mio.

Der Materialaufwand in Höhe von EUR 486,4 Mio beinhaltet insbesondere Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen, insbesondere Zeitarbeit. Des Weiteren sind im Rumpfgeschäftsjahr die Materialaufwendungen durch die nahezu vollständige Veräußerung der im Rahmen des Asset-Deals erworbenen Handelsware von EUR 377,7 Mio. beeinflusst.

Die Abschreibungen in Höhe von insgesamt EUR 102,2 Mio. ergeben sich maßgeblich aus Abschreibungen auf die durch die Kaufpreisallokation aufgewerteten materiellen und immateriellen Vermögenswerte sowie auf die aus der Transaktion resultierenden Geschäfts- und Firmenwerte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Frachten und Logistik in Höhe von EUR 47,5 Mio., Marketing in Höhe von EUR 33,3 Mio., Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von EUR 33,1 Mio., Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 29,8 Mio., Miete, Pacht und Grundstückskosten in Höhe von EUR 12,2 Mio., Instandhaltung und Reparatur von Maschinen und Gebäuden, Mieten und Leasing in Höhe von EUR 3,1 Mio. sowie übrige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 86,9 Mio. Vor allem die Rechts- und Beratungskosten sowie die übrigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten großteils transaktionsbedingte Aufwendungen, wie beispielsweise Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Refinanzierung (EUR 43,7 Mio.) sowie Transaktionskosten aus dem Erwerb der BIRKENSTOCK Group (EUR 35,2 Mio.).

Das Finanzergebnis von EUR -34.0 Mio. ist ausschießlich durch Zinsaufwendungen von EUR 34,0 Mio. bestimmt. Davon betreffen EUR 18,9 Mio. Zinsaufwendungen auf von Dritten erhaltener Finanzierungsmittel, wovon sich der überwiegende Teil auf die Term-Loan-B Finanzierungen in Höhe von EUR 375 Mio. und USD 850 Mio. bezieht. Weitere Zinsaufwendungen von EUR 15,1 Mio. ergeben sich aus den mittelbaren Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt EUR 705 Mio.

4 Finanzlage

Oberste Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement sollen dabei ebenso zur Zielerreichung beitragen wie die Minimierung der Finanzierungskosten.

Zum Bilanzstichtag bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.126,6 Mio. Diese bestehen im Wesentlichen aus zwei Term-Loan-B Finanzierungen in Höhe von EUR 375 Mio. und USD 850 Mio. Die Laufzeit beläuft sich in beiden Darlehen auf 7 Jahre. Darüber hinaus hat das Mutterunternehmen im Rumpfgeschäftsjahr von ihren mittelbaren Gesellschaftern zwei Darlehen in Höhe von EUR 430 Mio. sowie von EUR 275 Mio. mit einer Laufzeit von 8 bzw. 8,5 Jahren erhalten. Bei dem Darlehen in Höhe von EUR 430,0 Mio. handelt es sich originär um eine Anleihe, welche von der BK LC Lux Finco 1 S.ä r.l. emittiert wurde. Die Emissionserlöse nach Abzug der Transaktionskosten wurden umgehend an die Birkenstock zur Finanzierung der Transaktion weitergeleitet.

Ferner steht Birkenstock ein weiterer Kreditrahmen über eine Working-Capital-Finanzierung zur Verfügung. Auf der Grundlage einer Asset-Backed-Lending Facility können bei einer Laufzeit von 5 Jahren revolvierend weitere Finanzmittel bis maximal EUR 200 Mio. abgerufen werden. Zum Bilanzstichtag 30. September 2021 sind keine Mittel aus dem letztgenannten Kreditrahmen gezogen worden.

Birkenstock hat sich im Zusammenhang mit dem Abschluss der zuvor genannten Finanzierungsverträge zur Einhaltung regelmäßiger Informationsvereinbarungen verpflichtet (Information Covenants). Darüber hinaus ist Birkenstock im Rahmen dieser Finanzierungsverträge zur Einhaltung diverser weiterer Auflagen verpflichtet (General Undertakings) bzw. muss bei Eintreten eines vertraglich definierten Ereignis den Nachweis über die Einhaltung einer bestimmten finanziellen Auflage erbringen (Financial Covenant). Im Rahmen der Anleiheemission der BK LC Lux Finco 1 S.à r.l. bestehen die vorgenannten Verpflichtungen gegenüber den Erwerbern dieser Anleihe. Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens sind zum Bilanzstichtag nach bestem Wissen keine Hinweise bekannt, dass die vereinbarten Auflagen in Zukunft nicht eingehalten werden können.

Der Finanzmittelfonds beträgt EUR 232,4 Mio. Hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung des Birkenstock-Konzerns im Rumpfgeschäftsjahr 2021 wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen. Daraus gehen Einzelheiten zum Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit hervor.

Liquidität

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Aus laufender Geschäftstätigkeit generierte der Birkenstock-Konzern einen Mittelzufluss in Höhe von EUR 125,3 Mio.. Nach Korrektur des Konzern-Jahresfehlbetrags von EUR 158,6 Mio. um zahlungsunwirksame Aufwendungen von insgesamt EUR 79,5 Mio. (Abschreibungen: EUR 102,2 Mio; Erträge Ertragsteuern: EUR -21,0 Mio.; sonstige zahlungsunwirksame Erträge: EUR -1,7 Mio.) sowie um nicht dem betrieblichen Cashflow zuzuordnenden Aufwandsposten von EUR 113,0 Mio. (Zinsaufwendungen: EUR 34,0 Mio.; außergewöhnliche Finanzierungs- und Transaktionskosten: EUR 79,0 Mio.) konnte der Mittelzufluss im wesentlichen durch positive Effekte aus dem Working Capital von EUR 117,2 Mio. erzielt werden. Der Mittelabfluss aus Steuerzahlungen betrug EUR 25,9 Mio.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aufgrund der Investitionstätigkeit des Konzerns beläuft sich auf EUR 3.706,9 Mio. Die Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit betreffen fast ausschließlich Zahlungen, die im Rahmen des Erwerbs der BIRKENSTOCK Group geleistet wurden. Davon wurden Zahlungsmittel von EUR 1.815,8 Mio. für den Erwerb von im Rahmen des Share-Deals erworbener Geschäftsanteile an Gesellschaften der BIRKENSTOCK Group aufgewendet. Weitere Finanzmittelabflüsse von EUR 1.847,7 Mio. ergaben sich aus dem Erwerb weiteren Betriebsvermögens der BIRKENSTOCK Group im Rahmen des Asset-Deals. Darüber hinaus flossen EUR 35,2 Mio. ab, die durch außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der BIRKENSTOCK Group bedingt waren. Für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen wurden Auszahlungen von EUR 0,6 Mio. bzw. EUR 8,0 Mio. getätigt.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2021 EUR 3.813,1 Mio. Davon betreffen Einzahlungen von Gesellschaftern in das Eigenkapital des Mutterunternehmens EUR 2.074,1 Mio. Aus der Aufnahme von Bankdarlehen wurden Einzahlungen von EUR 1.078,5 EUR generiert, dies im Wesentlichen aus den Term-Loan-B Finanzierungen in Höhe von EUR 375,0 Mio. und USD 850,0 Mio.. Weitere Finanzmittel in Höhe von EUR 430,0 Mio. und EUR 275,0 Mio. flossen dem Mutterunternehmen durch die Aufnahme von mittelbaren Gesellschafterdarlehen zu. Dem stehen Mittelabflüsse von EUR 43,8 Mio. gegenüber, die durch außergewöhnliche Aufwendungen durch die Finanzmittelbeschaffung veranlasst waren.

5 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns ergibt sich wie folgt:

30.09.2021
Aktivseite TEUR %
A. Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.055.065 77,1
Sachanlagen 147.930 3,7
B. Umlaufvermögen
Vorräte 360.761 9,1
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 131.174 3,3
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 232.386 5,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.147 0,1
D. Aktive latente Steuern 31.227 0,8
Aktiva 3.960.690 100,0
30.09.2021
Passivseite TEUR %
A. Eigenkapital 1.906.399 48,1
B. Passiver Unterschiedsbetrag 5.440 0,1
C. Rückstellungen 72.960 1,8
D. Verbindlichkeiten 1.974.404 49,8
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.487 0,0
Passiva 3.960.690 100,0

Das Anlagevermögen des Birkenstock-Konzerns beträgt zum 30. September 2021 insgesamt EUR 3.203 Mio. und somit 80,9 % des Gesamtvermögens.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens resultieren zum einen aus entgeltlich erworbenen Markenrechten in Höhe von insgesamt EUR 1.293,6 Mio. Diese umfassen insbesondere den Markennamen "Birkenstock". Des Weiteren wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung verschiedener Tochtergesellschaften Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 1.316,7 Mio. aktiviert, da die für den Erwerb aufgewendeten Mittel das neubewertete Reinvermögen dieser Gesellschaften in dieser Höhe übersteigen.

Die Vorräte (EUR 360,8 Mio.) beinhalten insbesondere fertige Erzeugnisse und Waren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 55,7 Mio. sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 75,5 Mio., die im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen umfassen.

Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr EUR 1.911,8 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag auf 48,3 %.

Den wesentlichen Posten in den Rückstellungen machen die sonstigen Rückstellungen mit EUR 69,5 Mio aus. Davon entfallen EUR 25,7 Mio. auf Personalrückstellungen, EUR 8,2 Mio. auf Rückstellungen für Rechtskosten und Prozessrisiken, EUR 18,4 Mio. auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie EUR 5,4 Mio. auf Rückstellungen für Retouren.

Verbindlichkeiten gegenüber Fremdkapitalgebern betragen zum Konzernabschlussstichtag EUR 1.126,6 Mio. und umfassen zwei Senior Term Facilities mit Nominalbeträgen von USD 850,0 Mio. und EUR 375,0 Mio. Der revolvierende Kredit wird zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Unter den Verbindlichkeiten werden des Weiteren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 720,1 Mio.) ausgewiesen, wovon ein wesentlicher Teil aus Gesellschafterdarlehen besteht. Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich i.W. aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 66,4 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 58,9 Mio.) zusammen.

6 Prognose, Risiko- und Chancenbericht

6.1 Prognosebericht

Birkenstock rechnet in Zukunft im Bereich Schuhe und Sandalen mit orthopädischem Fußbett, verbunden mit modischem Design und hoher Qualität, weiter mit steigender Nachfrage. Der Birkenstock-Konzern ist am Markt gut positioniert und wird an dieser Entwicklung erfolgreich teilnehmen. Diese Prognose ist insbesondere aus über eigene Absatzkanäle nachweislich spürbarer Nachfrage ableitbar, während andere Konsumgüter unter Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie deutlich schwächer nachgefragt sind und waren.

Nichtsdestotrotz sind die Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der COVID-19-Pandemie sowie des globalen makroökonomischen Umfelds, auch bezogen auf Lieferketten, im neuen Geschäftsjahr 2021/22 unverändert hoch. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass der weitere Einfluss der COVID-19-Pandemie sowohl auf die gesamtkonjunkturelle Lage als auch auf die Lage des Konzerns nicht wesentlich vom derzeit bekannten Umfang abweicht. Das Erreichen der Prognose setzt dabei insbesondere voraus, dass es im Verlauf der COVID-19-Pandemie nicht zu weiteren langanhaltenden flächendeckenden Schließungen eines signifikanten Teils des stationären Geschäfts oder zu einer schwerwiegenden Eintrübung des Konsumentenvertrauens kommt und Lieferketten weitgehend intakt bleiben.

Der Absatz von Schuhen und die Umsatzerlöse bewegten sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2021/2022 über den Erwartungen. Es wird erwartet, dass die Anzahl der verkauften Paar Schuhe und damit die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich steigen. Zum einen resultiert dies aus der Tatsache, dass das Geschäftsjahr 2021/2022 über volle zwölf Monate geht, während das Rumpfgeschäftsjahr 2021 nur ca. acht Monate beträgt (wovon ca. drei kein operatives Geschäft beinhalteten). Zum anderen soll neben dem steigenden Anteil des Online-Geschäfts auch der Ausbau des Direktvertriebes durch eigene Vertriebsgesellschaften beitragen.

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 wird ein gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2021 deutlich gestiegenes und positives EBITDA erwartet. Neben der positiven Absatzentwicklung führt dazu auch der Wegfall der meisten Einmaleffekte aus Transaktion und Finanzierung.

6.2 Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der Birkenstock Group ist maßgeblich von wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst, die sich auf die Verbraucherausgaben auswirken. Faktoren wie die allgemeine konjunkturelle Lage, Zinssätze, Beschaffenheit des Aktienmarkts, Wechselkurse, Rezession, Inflation, Deflation, politische Unsicherheit, die Verfügbarkeit von Verbraucherkrediten, Besteuerung, Arbeitslosigkeit und andere Angelegenheiten, haben Auswirkungen auf die Verbraucherausgaben. In Zeiten eines längeren wirtschaftlichen Abschwungs besteht die Gefahr, dass wir aufgrund allgemein geringerer Verbraucherausgaben rückläufige Umsätze verzeichnen. Seit Anfang 2020 ist der Hauptfaktor für die weltweit zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit die COVID-19-Pandemie, die zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden geführt hat sowie zu einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten und insgesamt zu einer schwächeren Nachfrage in der Weltwirtschaft. Auch nach fast zwei Jahren COVID-19-Pandemie ist die Unsicherheit über die Auswirkungen der neuen Omikron-Variante auf die weltweite Konjunktur groß. Die emeut zunehmenden Corona-Infektionen bremsen weiterhin die wirtschaftlichen Aktivität. Globale Lieferengpässe behindern den Aufschwung der Industrieproduktion. Ursächlich dafür sind u.a. Kapazitätsprobleme im Logistiksystem, insbesondere im Seeverkehr, die sich in drastisch gestiegenen Frachtraten äußert. Zudem sind die Produktionskapazitäten zur Zeit nicht in der Lage, den hohen Nachfragebedarf zu befriedigen.

Die insgesamt steigende globale Nachfrage und damit verbundene angebotsseitige Engpässe haben zusammen zu steigenden Energiepreisen und so zu einem starken Anstieg der Inflation geführt. Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 14. Januar 2022 lag die Inflationsrate in Deutschland im Dezember 2021 bei 5,3 %, das war der höchste Wert seit Juni 1992. Im Jahr 2021 insgesamt betrug die Inflationsrate im Durchschnitt 3,1 %, einen höheren Stand hat man zuletzt im Jahr 1993 verzeichnet.

Die einzelnen Effekte der COVID-19-Pandemie werden hierbei nicht als einzelnes wesentliches Risiko geführt, sondern fließen in die Risikoeinschätzung der sonstigen zum 30. September 2021 berichteten wesentlichen Risiken ein. Risiken in Bezug auf die künftige Entwicklung der COVID-19-Pandemie sowie des globalen makroökonomischen Umfelds, insbesondere durch erneute langanhaltende flächendeckende Schließungen eines signifkanten Teils des stationären Geschäfts oder einer schwerwiegenden Eintrübung des Konsumentenverhaltens, schlagen sich in diesem Zusammenhang im bestehenden Risiko "Absatzrisiken" nieder.

Darüber hinaus besteht die Sorge, dass das globable wirtschaftliche Klima durch geopolitische Spannungen wie etwa in der Ukraine, politische Entwicklungen wie etwa die wirtschaftlichen Folgen des vollzogenen Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit"), sowie durch eine mögliche Eskalation von Handelsstreitigkeiten wie etwa zwischen USA und China) auf globaler Ebene belastet werden könnte.

Birkenstock beobachtet diese Entwicklungen aufmerksam und leitet bei Bedarf zeitnah unternehmerische Maßnahmen ein, um die daraus drohenden negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Birkenstock Group zu minimieren.

Absatzrisiken

Allgemeine Risiken für das Geschäftsklima unserer wichtigsten Absatzmärkte liegen in der Verschuldung des öffentlichen Sektors der OECD-Länder und in der wirtschaftlichen und politischen Stabilität der Zielmärkte in Asien, Amerika und im Nahen Osten.

Ein wesentliches Risiko resultiert aus den Folgen der COVID-19-Pandemie-bedingten internationalen, behördlich angeordneten Maßnahmen. Die Dauer und die weiteren Folgen der COVID-19-Pandemie auf die Weltwirtschaft, den internationalen Handel und eine mögliche resultierende Rezession sind noch nicht vollständig absehbar und bewertbar. Weitere mögliche Maßnahmen, bedingt durch die COVID-19-Pandemie, und hieraus gegebenenfalls resultierende erneute behördlich lokal angeordnete temporäre Schließungen können nicht ausgeschlossen werden, beziehungsweise sind nach dem Bilanzstichtag bereits eingetreten und werden die wirtschaftliche Erholung gegebenenfalls erschweren.

48,5 % des Umsatzes werden in der Region Americas erzielt, für deren Hauptmarkt USA wir auch weiterhin eine hohe wirtschaftliche Stabilität erwarten. Dieser größte Einzelmarkt hatte einen Umsatzanteil von 43,7 % am Gesamtumsatz.

Im Rumpfgeschäftsjahr entfiel auf unsere Distributionspartner in Italien, Australien und Frankreich ein Umsatzanteil von in Summe 6,2 %; der Umsatzanteil des größten Distributors davon betrug 3,2 %. Die Abhängigkeit unseres Geschäfts von einzelnen (Wholesale-) Kunden schätzen wir im Gesamtbild als gering ein. Sie wird überdies u.a. durch die strategische Ausweitung des Direktvertriebs weiter reduziert.

Als ein Risiko für die Erreichung unserer Wachstumsziele sind Engpässe bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter zu nennen. Die Gewinnung und mittel- bis langfristige Bindung geeigneter Mitarbeiter - ein typisches Risiko stark wachsender Unternehmen - ist eine Herausforderung, mit der sich auch Birkenstock vermehrt konfrontiert sieht und der mit entsprechender strategischer Priorität zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit um Talente begegnet wird. Hierzu zählt auch die im Geschäftsjahr abgeschlossene Ansiedlung von zentralen Verwaltungsbereichen in innerdeutschen Großstädten, um ein ideales und wettbewerbsfähiges Arbeitsumfeld für Mitarbeiter zu schaffen.

Durch die hohe Qualität unserer Erzeugnisse können allgemeine Produkt- und Wettbewerbsrisiken vermieden werden. Dazu werden die Qualitätssicherungsmaßnahmen permanent weiterentwickelt und weiter ausgebaut. Zudem werden erhebliche Mittel in den Ausbau und die Modernisierung bzw. Automatisierung der Fertigungs- und Logistikkapazitäten investiert, um der gestiegenen Nachfrage Rechnung zu tragen.

Mit zunehmendem Erfolg sieht sich der Konzern bereits seit einigen Jahren mit Markenrechtsverletzungen und Produktkopien bis hin zu Totalfälschungen konfrontiert. Als Traditionsunternehmen schöpft Birkenstock alle rechtlichen Mittel aus, um seine berechtigten Ansprüche durchzusetzen und sich gegen Nachahmungen seiner ikonischen Produkte zu verteidigen.

Beschaffungsrisiken

Zur Vermeidung von Beschaffungsrisiken werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten minimiert. Hierzu werden zum einen der Vorlieferantenmarkt analysiert und Korrekturen durchgeführt und zum anderen der Beschaffungsmarkt territorial erweitert.

Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte sind von höchster Bedeutung für unsere Marke und unsere Reputation. Das Risiko, dass Rohstoffe innerhalb der Lieferkette versehentlich bzw. fahrlässig verunreinigt oder belastet sind oder andere Produktfehler auftreten - sei es durch menschliche Fehler, Anlagenfehler oder andere Faktoren - kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Etikettierungsfehler - vor allem im Kosmetikbereich - können möglicherweise ernsthafte Konsequenzen sowohl für die Konsumentensicherheit als auch das Markenimage nach sich ziehen. Aus diesem Grund bedarf es einer eindeutigen und sorgfältigen Etikettierung aller Inhaltsstoffe, damit der Konsument eine informierte Entscheidung bezüglich seines Produktkaufs treffen kann.

Die Einhaltung hoher Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Verpackungen bildet die Basis für das nachhaltige Vertrauen der Konsumenten in unsere Marke. Über den gesamten Beschaffungs- und Herstellungsprozess hinweg unterliegen unsere Produkte durchgängig den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagementsystems. Bei der Neuentwicklung von Produkten führen wir daher eine intensive Sicherheitsbewertung durch, die auch Verbraucherrückmeldungen berücksichtigt. Risiken aufgrund von Qualitätsproblemen schätzen wir daher maximal als begrenzte Einzelfälle ein, deren Auftreten aber eher unwahrscheinlich ist.

Die COVID-19-Pandemie hat weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Industrieproduktion. Durch Friktionen in den weltweiten Lieferketten können etliche Unternehmen aufgrund fehlender Vorprodukte ihre Produktion nicht aufrechterhalten. Bei Birkenstock wird der überwiegende Teil der Wertschöpfung innerhalb des Konzerns getätigt, womit die Abhängigkeit von den globalen Lieferketten erheblich geringer ausgeprägt ist als bei der Mehrzahl der Unternehmen der Branche und somit Birkenstock weniger stark von der Lieferkettenproblematik betroffen ist.

Die Beschaffungsrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als gering eingeschätzt.

Finanzielle Risiken

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Alle finanziellen Risiken, u.a. Forderungsausfallrisiken unterliegen einer ständigen Kontrolle. Gegenmaßnahmen werden dann ergriffen, wenn der Konzern sie als notwendig erachtet.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Gegebenheiten angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt der Birkenstock-Konzern eine konservative Risikopolitik. Der Konzern verfügt über ein effektives Mahnwesen und vergibt Kundenkreditlimits nach Bonitätsprüfungen und ggf. Sicherheiten. Verbindlichkeiten werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.

Mit Blick auf die weiter zunehmende Internationalisierung wird das Management von Währungsrisiken, insbesondere auf der Absatzseite, künftig eine größere Rolle spielen. Zur Umsetzung von Währungssicherungen werden Devisentermingeschäfte (Forwards) eingesetzt und die Entwicklung der für Birkenstock relevanten Währungen wird laufend überwacht. Zudem können sich Zinsrisiken aus der zukünftigen Entwicklung der Zinssätze ergeben. Deshalb werden sowohl zur Zinssicherung als auch zur Absicherung von Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Die finanziellen Risiken für den Konzern werden insgesamt als gering eingestuft.

IT-Risiken

Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind allgemeinen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen und personenbezogenen Daten gefährden. Daher werden die IT-Systeme fortlaufend analysiert und bei Bedarf erweitert bzw. aktualisiert.

Gemeinsam mit den verantwortlichen Geschäftsleitern, dem Global Privacy Officer, lokalen Datenschutzbeauftragten und Datenschutzkoordinatoren des Konzerns stellen die internen IT-Fachleute im Rahmen des Privacy Compliance Programs sicher, dass personenbezogene Daten nur im Einklang mit den jeweils einschlägigen gesetzlichen Regelungen verarbeitet werden.

Die Anforderungen der DSGVO, der nationalen Datenschutzgesetze einzelner EU-Mitgliedsstaaten und darüberhinausgehende gesetzliche Anforderungen werden fortlaufend analysiert und das europäische Datenschutzmanagementsystem entsprechend angepasst und erweitert.

Die Verantwortlichen in den außereuropäischen Gesellschaften werden regelmäßig durch die Abteilung des Global Privacy Officers über neue datenschutzrechtliche Anforderungen und Entwicklungen informiert, damit in den Regionen eine eigenverantwortliche Umsetzung erfolgen kann. Der Reifegrad der Umsetzung wird regelmäßig durch die Abteilung des Global Privacy Officers auditiert.

Diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre der Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren.

Mit der Einführung von SAP S/4HANA beabsichtigt Birkenstock eine globale einheitliche IT- und und Service-Landschaft zu schaffen und die Optimierung sowie die Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen voranzutreiben. Die Umstellung auf die neue technologische Plattform erfordert weitgehende Anpassungen der globalen Prozesse und Unternehmensabläufe. Aufgrund der Größe und Komplexität dieses Umstellungsprojektes können sich zum einen finanzielle Risiken aus ungeplanten Verzögerungen mit Auswirkungen auf Ressourcen- und Kapazitätsbindung sowie zum anderen Risiken für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem aus dem neu aufzusetzenden Design der Prozess- und Systemlandschaft ergeben.

Zur Sicherstellung und Risikominimierung sind präventive Kontrollen in die Projektmethodik eingebettet. Eine angemessene und erprobte Projektmethodik, das damit verbundene Projektcontrolling, die Überwachung durch das in Geschäftsleitung angesiedelte Steering Committee und ein profundes Test- und Releasemanagement mildern die Risiken in Bezug auf Kosten und Zeit.

Zusammenfassende Beurteilung

Die Geschäftslage und die weitere Entwicklung des Birkenstock-Konzerns werden positiv eingeschätzt. Die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Muttergesellschaft und der gesamten Gruppe sind stabil. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, sind zurzeit nicht erkennbar.

6.3 Chancenbericht

Künftige Wachstumschancen resultieren aus dem Ausbau von bestehenden Märkten als auch aus der Erschließung neuer Zielgruppen und neuer Absatzmärkte. Zusätzliches Potenzial ergibt sich durch den Fokus auf die eigenen D2C-Kanäle (Direct-to-Consumer), Online und Retail.

Auf der Basis starker Strukturen liegen die Chancen auf weiteres Wachstum in allen Regionen insbesondere Amerika und Europa aber auch in Asia & Pazifik und Middle East & India. Wachstumschancen versprechen wir uns dabei durch den Ausbau des Online-Vertriebskanals, insbesondere in unserem größten Markt (Americas).

Wie für alle globalen Marken ist der eigene Retail auch für Birkenstock von besonderer strategischer Bedeutung - und zwar nicht nur als Absatzweg, sondern auch als Instrument der Markendarstellung, als Experimentierfeld für die Produktentwicklung und als Marktforschungs-Plattform. Daher sollen die eigenen Retail-Aktivitäten in Zukunft weiter gezielt ausgebaut werden. Die Marken-Stores sollen Leuchtturm-Charakter haben und dem Handel als Orientierungspunkt für die Sortimentsgestaltung und die Warenpräsentation dienen. Zudem sollen die Endverbraucher die Möglichkeit haben, die Kollektion in ihrer ganzen Breite zu erleben. Aus dem direkten Kontakt mit den Endverbrauchern werden wertvolle Erkenntnisse für die Produktentwicklung gewonnen.

Weitere Wachstumschancen liegen in der Intensivierung der Vertriebsaktivitäten mit klarem Fokus auf Stärkung der Marke Birkenstock und Förderung des Abverkaufs. Wir unterstützen unsere Kunden verstärkt bei der Präsentation der Marke am POS (Point of Sale) und erhöhen über höhere Werbeetats gleichzeitig die Präsenz der Marke in den Medien. Der Schuhfachhandel bleibt dabei aufgrund seiner Beratungskompetenz im Hinblick auf die Funktion, den Tragekomfort und die Qualität unserer Produkte weiterhin eine tragende Säule der Vertriebsstrategie.

Wegen des starken Wachstums ist eine Erweiterung der Produktionskapazitäten der Birkenstock Group geplant. Nach vorläufigen Abschluss eines umfangreichen Auswahlverfahrens hat Birkenstock Interesse an einem Standort auf dem Gebiet der Stadt Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) bekundet. Dort wurde eine notarielle Vorvereinbarung über ein Grundstück unterzeichnet. Der abschließende Kauf ist noch an bestimmte Voraussetzungen wie etwa das Vorliegen der notwendigen bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen geknüpft. Die neue Produktionsstätte ist in der ersten Ausbauphase mit Investitionen in Höhe von mindestens EUR 50 Mio. verbunden.

Nach unserer Auffassung verfügt die Birkenstock Group aufgrund der starken und sehr präsenten Marke sowie des hohen Qualitätsanspruchs über eine überdurchschnittliche Preissetzungsmacht. Wir sehen die Birkenstock Group somit in der Lage, Rohstoffpreis-, Energiepreis- und Lohnkostensteigerungen an den Endkunden weitergeben zu können. Zudem sind wir zuversichtlich, mögliche nachteilige Supply-Chain-Effekte (v.a. bedingt durch die Auswirkungen aus der COVID-19-Pandemie und die steigende Inflation) kompensieren bzw. abmildern zu können.

Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken gehen wir davon aus, dass sich die positive Entwicklung, die sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2021/2022 nach Normalisierung der außerordentlichen Transaktions- und Finanzierungskosten im Jahresergebnis wiedergespiegelt hat, weiter fortsetzt.

 

Linz am Rhein, den 21. Februar 2022

Birkenstock Administration B.V.

Oliver Reichert

KONZERNBILANZ zum 30. September 2021

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

AKTIVA

30.09.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.312.538
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.738.198
3. Geleistete Anzahlungen 4.329
3.055.065
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.505
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.261
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.608
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.556
147.930
3.202.995
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 49.426
2. Unfertige Erzeugnisse 40.071
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 271.264
360.761
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.659
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5
3. Sonstige Vermögensgegenstände 75.509
131.174
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 232.386
724.321
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.147
D. Aktive latente Steuern 31.227
3.960.690

PASSIVA

30.09.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 10
II. Kapitalrücklage 2.074.085
III. Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis -110.310
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -9.076
V. Konzernbilanzverlust -48.311
1.9008398
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 5.440
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.448
2. Sonstige Rückstellungen 69.512
72.960
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.126.643
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2326
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.399
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 720.126
5. Sonstige Verbindlichkeiten 58.910
davon aus Steuern TEUR 15.348
1.974.404
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.487
3.960.690

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 4. Februar 2021 bis 30. September 2021

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

2021
TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 462.660
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 253.063
3. Sonstige betriebliche Erträge 59.563
775.286
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (461.186)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (25.230)
(486.416)
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter (72.724)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (11.405)
(84.128)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (102.216)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (248.097)
(920.857)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (34.045)
davon an verbundene Unternehmen: TEUR 15.126 (33.982)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.044
11. Ergebnis nach Steuern (158.509)
12. Sonstige Steuern (112)
13. Konzern-Jahresfehlbetrag (158.620)
14. Verminderung/Erhöhung des Differenzbetrags für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis 110.310
15. Konzernbilanzverlust (48.311)

Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis 30. September 2021

der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein

I. Allgemeine Angaben

Die Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein, (im Folgenden auch kurz "BV KG" oder "Gesellschaft") ist das Mutterunternehmen der Birkenstock Group (im Folgenden "Birkenstock Group") und erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages.

Im vorliegenden erstmalig aufgestellten Konzernabschluss wird gemäß IDW RS HFA 44 auf die Angabe von Vorjahreszahlen verzichtet.

Die erstmalige Konzernierung entsteht durch die mehrheitliche Akquisition der Geschäftstätigkeit der ehemaligen BIRKENSTOCK Group (im Folgenden "BIRKENSTOCK Group") durch die BV KG. Die Transaktion umfasst sowohl Share- als auch Asset Deals.

Die BV KG ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HRA 22603.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Soweit erforderlich ist die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung um besondere Posten für Kommanditgesellschaften ergänzt.

Das Rumpfgeschäftsjahr für den Konzern und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen umfasst den Zeitraum vom 4. Februar 2021 bis zum 30. September 2021. Soweit einzelne Tochterunternehmen erst während des Rumpfgeschäftsjahres 2021 gegründet oder erworben wurden, wurden entsprechende Rumpfgeschäftsjahre zum 30. September 2021 gebildet.

Das Geschäftsjahr der Birkenstock India Private Ltd, New Delhi, India, endet zum 31. März. Das Geschäftsjahr der Birkenstock Trading (Shanghai) Co. Ltd. sowie der Birkenstock Brasil Comercio de Calcados Ltda. endet zum 31. Dezember. Für Konzernzwecke wurde jeweils ein Zwischenabschluss zum 30. September 2021 erstellt.

Transaktion

Mit Kaufvertrag vom 25./26. Februar 2021 hat die am 4. Februar 2021 gegründete Birkenstock Group B.V. & Co. KG ("Master Purchaser") Anteile und bestimmte Vermögenswerte und somit wesentliche Geschäftsaktivitäten der BIRKENSTOCK Group erworben.

Mit Wirkung des Closings am 30. April 2021 hat die Birkenstock Group B.V. & Co. KG im Rahmen eines Share-Deals unmittelbar sämtliche Anteile an folgenden Gesellschaften ("Share Deal Gesellschaften") erworben: Birkenstock digital GmbH, Birkenstock Productions Rheinland Pfalz-GmbH, Birkenstock Productions Hessen GmbH, Birkenstock Productions Sachsen GmbH, Birkenstock Components GmbH, Birkenstock International MEA/India GmbH, Birkenstock International GmbH, Birkenstock Global Product GmbH, Birkenstock Global GmbH sowie Birkenstock Global MEA/India GmbH. Über die Beteiligung an der Birkenstock International GmbH sowie der Birkenstock International MEA/India GmbH wurden weitere mittelbare Beteiligungen zu jeweils 100 Prozent im Ausland erworben.

Die im Februar 2021 neugegründete Birkenstock Real Estate GmbH erwarb sämtliche Anteile an der Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG sowie der Birkenstock Immobilien Verwaltungs GmbH. Im Mai 2021 trat die Birkenstock Immobilien Verwaltungs GmbH als Komplementärin aus der Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG mit der Folge der liquidationslosen Auflösung der Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG, deren Erlöschen und Übergang des Gesellschaftsvermögens auf die Birkenstock Real Estate GmbH im Wege der Anwachsung.

Die ebenfalls im Februar 2021 neugegründete Birkenstock Cosmetics GmbH hat sämtliche Anteile an der Birkenstock Cosmetics GmbH & Co. KG sowie der Birkenstock Cosmetics Verwaltungs GmbH erworben. Durch Ausscheiden der Birkenstock Cosmetics Verwaltungs GmbH ist die Birkenstock Cosmetics ohne Liquidation aufgelöst worden und deren Gesellschaftsvermögens auf die Birkenstock Cosmetics GmbH im Wege der Anwachsung übergegangen.

Im Februar 2021 wurden folgende Gesellschaften zum Zwecke des Asset Deals gegründet: Birkenstock Global Sales GmbH, Birkenstock Logistics GmbH, Birkenstock Europe GmbH, Birkenstock IP GmbH, GmbH, Birkenstock Product GmbH, Birkenstock Americas GmbH, US MidCo Inc. und US BidCo Inc. Mit Wirkung zum 30. April 2021 haben die vorgenannten Asset Deal Gesellschaften Markenrechte insbesondere den Markennamen "Birkenstock" sowie operative und verwaltungsbezogene Vermögenswerte von verschiedenen Gesellschaften des Veräußerers erworben.

Für Zwecke der Aufstellung des Konzernabschlusses hat die Birkenstock Group B.V. & Co. KG als Mutterunternehmen eine Kaufpreisallokation i.S.d. Handelsgesetzbuches durchgeführt. Hierfür wird das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt (30. April 2021) i.S.d. DRS 23 i.V.m. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht.

Im Rahmen der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden stille Reserven in Höhe von TEUR 1.422,2 aufgedeckt. Davon entfallen TEUR 600 auf den Markennamen "Birkenstock" der USA, TEUR 693,5 auf den Markennamen "Birkenstock" der Rest of the World, TEUR 59,6 auf Sachanlagen und TEUR 69,1 auf Vorräte.

Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt anhand anerkannter Bewertungsmethoden. Die Berechnung des Zeitwertes des Markennamens "Birkenstock" erfolgte auf Grundlage der Lizenzpreisanalogiemethode (Relief-From-Royalty-Method). Der Wert des Markennamens wurde getrennt für die Regionen Birkenstock US sowie Birkenstock Rest of the World ermittelt. Der Kalkulation liegen für Birkenstock US ein Kapitalkostensatz von 9,9 % und ein Steuersatz von 24,0 % und für Birkenstock Rest of the World ein Kapitalkostensatz in Höhe von 10,9 % zu Grunde. Der Steuersatz wurde in Höhe von 25,6 % unterstellt. Die Markennamen werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben.

Die Ermittlung der Zeitwerte für Grundstücke und Gebäude erfolgte nach dem Ertragswertverfahren, in dem prognostizierte zukünftige Zahlungsflüsse mit einem Marktzins auf einen Barwert diskontiert werden.

Die Zeitwerte für das restliche Sachanlagevermögen (Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurden nach dem indirekten Kostenverfahren ermittelt. Dieser Ansatz basiert auf neue Anschaffungskosten, welche anhand historischer Anschaffungskosten der einzelnen Anlagen abgeleitet und mit branchenspezifischen Indizes indexiert wurden. Die neuen Anschaffungskosten des Vermögenswerts werden um Wertverluste, die auf physischen Verfall sowie auf funktionale und wirtschaftliche Veralterung zurückzuführen sind, berichtigt. Vermögenswerte, die älter als ihre Nutzungsdauer und noch in Nutzung sind, wurden als ein Prozentwert der ermittelten neuen Anschaffungskosten bewertet. Grundlage für die Ermittlung der Zeitwerte für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der unfertigen Erzeugnisse waren die Wiederbeschaffungskosten. Die Wiederbeschaffungskosten entsprechen, aufgrund der kurzfristigen Lagerung, nahezu den Buchwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fertigerzeugnisse wurden auf Basis der Verkaufspreise abzüglich Veräußerungskosten und Gewinnabschlag ermittelt. Die Verkaufspreise wurden retrograd durch Analysen der im Geschäftsjahr 2020 realisierten Umsätze pro Produkt ermittelt. Die Veräußerungskosten wurden anhand der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt. Dabei wurden Distributionsaufwendungen, welche nicht der Veräußerung zuzuweisen sind, außen vorgelassen. Der berücksichtigte Gewinnabschlag ist im Einklang mit den internen Verrechnungspreisen.

II. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis besteht zum 30. September 2021 neben der Birkenstock Group B.V. & Co. KG als Mutterunternehmen aus folgenden Unternehmen, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird und die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital in % Erstkonsolidierung zum
Birkenstock Global Sales GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock World Sales GmbH & Co. KG 1 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Logistics GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Europe GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock IP GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG 2 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Real Estate GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Cosmetics GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Cosmetics GmbH & Co. KG 3,4 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Cosmetics Verwaltungs GmbH 3,5 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Cosmetics International GmbH 3 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Cosmetics USA LP 3 Wilmington/USA 100 30.04.2021
Birkenstock Cosmetics USA GP LLC 3 Wilmington/USA 100 30.04.2021
Birkenstock Product GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Productions RLP GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Productions Hessen GmbH Steinau-Ürzell 100 30.04.2021
Birkenstock Produktion Sachsen GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Components GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock digital GmbH München 100 30.04.2021
Birkenstock Injections GmbH 6 Linz am Rhein 100 23.02.2021
Birkenstock Components Portugal GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock International GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Austria GmbH 3 Wien/Österreich 100 30.04.2021
Birkenstock Spain S.L.U. 3 Madrid/Spanien 100 30.04.2021
Birkenstock ITALY. S.r.l. 3 Mailand/Italien 100 30.04.2021
Birkenstock UK Ltd. 3 London/Vereinigtes Königreich 100 30.04.2021
Birkenstock Nordic ApS 3 Kopenhagen/ Dänemark 100 30.04.2021
Birkenstock Norway AS 3 Oslo/Norwegen 100 30.04.2021
Birkenstock Switzerland GmbH 3 Zürich/Schweiz 100 30.04.2021
Birkenstock Global GmbH 3 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Poland Sp.z.o.o. 3 Warszawa/Polen 100 30.04.2021
Birkenstock France SAS 3 Paris/Frankreich 100 30.04.2021
Birkenstock Brasil Comercio de Calcados LTDA. 3 Sao Paulo/Brasilien 100 30.04.2021
Birkenstock Canada Ltd. 3 Vancouver/Kanada 100 30.04.2021
Birkenstock Japan Limited 3 Tokio/Japan 100 30.04.2021
Birkenstock Asia Pacific Ltd. 3 Hongkong/Hongkong 100 30.04.2021
Birkenstock Trading (Shanghai) Co. Ltd. 3 Shanghai/China 100 30.04.2021
Birkenstock International MEA/India GmbH Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock Global MEA/India GmbH 3 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock MEA FZ LLC 3 Dubai/VAE 100 30.04.2021
Birkenstock India Private Ltd 3 New Delhi/India 100 30.04.2021
Birkenstock Americas GmbH Linz am Rhein 100 23.02.2021
US MidCo (USA) 3 Wilmington/USA 100 22.02.2021
US BidCo (USA) 3 Wilmington/USA 100 22.02.2021
Birkenstock USA GP LLC 3 Novato/USA 100 30.04.2021
Birkenstock USA LP 3 Novato/USA 100 30.04.2021
Birkenstock USA digital LLC 3 Novato/USA 100 30.04.2021
Birkenstock International Asia GmbH 7 Linz am Rhein 100 30.04.2021
Birkenstock MEA FZE 3,8 Sharjah/VAE 100 30.04.2021

1 Gesellschaft ist zum 01.06.21 auf die Birkenstock Global Sales GmbH angewachsen
2 Gesellschaft ist zum 01.06.21 auf die Birkenstock Real Estate GmbH angewachsen
3 Mittelbar
4 Gesellschaft ist zum 01.06.21 auf die Birkenstock Cosmetics GmbH angewachsen
5 Gesellschaft ist im September 2021 verschmolzen mit der Birkenstock Cosmetics GmbH
6 Bis September 2021 firmierend als Birkenstock Global Product GmbH

7 Bis September 2021 firmierend als Birkenstock Immobilien Verwaltungs GmbH
8 Gesellschaft wurde am 03.08.21 liquidiert

Während des Rumpfgeschäftsjahres 2021 sind durch die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung der Birkenstock Group folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises aufgetreten:

Nach Beginn des Rumpfgeschäftsiahres wurden folgende Gesellschaften gegründet:

US Midco (USA), Wilmington/USA, Februar 2021 sowie die

US Bidco (USA), Wilmington/USA, Februar 2021.

III. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Danach ist das mit dem Buchwert der Anteile zu verrechnende Eigenkapital des Tochterunternehmens mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss bzw. zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Ein nach der Verrechnung des Buchwerts der Anteile mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Der Buchwert der zum 30. September 2021 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung beträgt TEUR 1.261.752. Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Darüber hinaus ergibt sich zum 30. September 2021 ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt TEUR 5.440, der vollständig auf die Birkenstock Cosmetics GmbH entfällt. Im laufenden Rumpfgeschäftsjahr wurde dieser passive Unterschiedsbetrag bereits im Umfang von TEUR 1.706 anteilig aufgelöst.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt durch Eliminierung der Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sofern bei der Erstkonsolidierung Verbindlichkeiten bzw. Forderungen zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehen, für die der Rangrücktritt erklärt wurde, werden diese dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital bzw. den zu verrechnenden Anteilen zugerechnet und in die Kapitalkonsolidierung einbezogen.

Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung wurden Abwertungen vorgenommen auf zum Bilanzstichtag ausgewiesene Vorräte, die aus Lieferungen von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stammen, in Höhe von insgesamt TEUR 83.595.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen vorgenommen. Ferner sind Zinserträge sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit den entsprechenden Gegenposten verrechnet und konzerninterne Gewinnausschüttungen eliminiert worden.

Sofern sich aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen ergeben zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen, werden auf diese Differenzen aktive bzw. passive latente Steuern berechnet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden verrechnet.

Die ergebnisunwirksamen Veränderungen der Konsolidierungsposten sowie die von Tochterunternehmen nach dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Vorjahre werden im Konzerneigenkapital ausgewiesen bzw. mit diesem verrechnet.

Die Umrechnung der in Fremdwährung erstellten Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt nach § 308a HGB. Dabei werden die Aktiv- und Passivposten der Bilanz zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet wird. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Differenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung sowie aus der Zwischenergebniseliminierung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden mit Ausnahme des Markennamens über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB über eine Nutzungsdauern von zehn Jahren abgeschrieben.

Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Markenname "Birkenstock" wird über einen Zeitraum von 30 Jahren abgeschrieben. Der Zugangswert wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation, anhand von anerkannten Bewertungsmethoden bestimmt. Die Berechnung des Zeitwertes des Markennamens "Birkenstock" erfolgte auf Grundlage der Lizenzpreisanalogiemethode (Relief-From-Royalty-Method). Der Wert des Markennamens wurde getrennt für die Regionen Birkenstock US sowie Birkenstock Rest of the World ermittelt. Der Kalkulation liegen für Birkenstock US ein Kapitalkostensatz von 9,9 % und ein Steuersatz von 24,0 % und für Birkenstock Rest of the World ein Kapitalkostensatz in Höhe von 10,9 % zu Grunde. Der Steuersatz wurde in Höhe von 25,6 % unterstellt.

Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten, d.h. dem Nennbetrag bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer, die in der Regel wie folgt angenommen werden:

Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14-50
Technische Anlagen und Maschinen 8-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-8

Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden bei Anschaffungskosten unter EUR 250,00 sofort als Aufwand behandelt und bei Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 in einem Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden sie durch entsprechende Zuschreibungen rückgängig gemacht, sofern es sich nicht um außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte handelt.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren grundsätzlich nach dem Durchschnittsverfahren mit den Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Lohnkosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich z.B. aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben können, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bzw. zu Barwerten aktiviert. Bei Forderungen in fremder Währung erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und bei Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Der Ausweis des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Einnahmen bzw. Ausgaben, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sind zum Nennwert bilanziert und voll eingezahlt. Die Gliederung der übrigen Eigenkapitalposten erfolgt entsprechend den Regelungen im Gesellschaftsvertrag von Birkenstock. Die Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalposten sind im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und bei langfristigen Verbindlichkeiten mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften gebildet für sich ergebende Steuerbe- und -entlastungen aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen.

Bei der Ermittlung aktiver und passiver latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB erfolgt eine Zuordnung der Konsolidierungsmaßnahmen zu dem betroffenen Konzernunternehmen und eine Berechnung der latenten Steuern gemäß der geltenden individuellen Steuersätze des jeweiligen Konzernunternehmens.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS VOM 4. FEBRUAR 2021 BIS 30. SEPTEMBER 2021

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen Stand am 04.02.2021 Währungsänderung Zugänge Zugänge Erstkonsolidierung Abgänge Umbuchungen Stand am 30.09.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 26.798 908.955 399.541 0 0 1.335.294
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0 45 497.143 1.319.841 0 0 1.817.029
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 4.300 29 0 0 4.329
0 26.843 1.410.398 1.719.411 0 0 3.156.652
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 66 5.381 58.371 (191) 1.070 64.697
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 (0) 894 58.171 (1.226) 6.283 64.122
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 145 11.702 19.146 (829) 1.582 31.745
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 7.405 11.299 (214) (8.934) 9.556
0 211 25.382 146.987 (2.460) 0 170.120
Gesamt 0 27.054 1.435.780 1.866.398 (2.460) 0 3.326.772
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen Stand am 04.02.2021 Währungsänderung Zugänge Zugänge Erstkonsolidierung Abgänge Stand am 30.09.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 360 18.984 3.412 0 22.756
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 75.629 3.202 0 78.831
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
0 360 94.613 6.614 0 101.586
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 19 1.263 2.101 (191) 3.192
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 (0) 3.585 8.378 (1.102) 10.861
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 79 2.755 6.068 (765) 8.138
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
0 99 7.603 16.547 (2.058) 22.190
Gesamt 0 458 102.216 23.161 (2.058) 123.776
Buchwerte
Anlagevermögen Stand am 30.09.2021 Stand am 04.02.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.312.538 0
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.738.198 0
3. Geleistete Anzahlungen 4.329 0
3.055.065 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.505 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.261 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.608 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.556 0
147.930 0
Gesamt 3.202.995 0

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betragen TEUR 3.055.065. Diese umfassen im Wesentlichen den Markennamen "Birkenstock". Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde auf den Markennamen der USA TEUR 600.200 und auf den Markennamen in dem Rest der Welt TEUR 693.500 allokiert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.738.198 resultiert in Höhe von TEUR 476.446 aus einbezogenen Einzelabschlüssen und in Höhe von TEUR 1.261.752 aus der Kapitalkonsolidierung. Im Rahmen der Erstkonsolidierung entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.316.684. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der nicht verlässlich schätzbaren Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Die im Rumpfgeschäftsjahr angefallenen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 101.587.

Vorräte

Die Vorräte enthalten die von den Unternehmen der Birkenstock Group produzierte Schuhe und Sandalen mit orthopädischem Fußbett, unfertige Erzeugnisse sowie zur Herstellung benötigte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren. Die Vorräte setzen sich zum Stichtag aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 49.426, unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 40.071 sowie Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 271.264 zusammen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

30.09.2021 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.659 59
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5 0
Sonstige Vermögensgegenstände 75.509 1.154
131.173 1.213

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5 aus gewährten Darlehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen in Höhe von TEUR 55.648.

Eigenkapital

Die Kapitalanteile der Kommanditisten der BV KG in Höhe von insgesamt TEUR 10 entsprechen den im Handelsregister eingetragenen Haftsummen.

Die gemäß den Regelungen im Gesellschaftsvertrag der BV KG gebildete Kapitalrücklage resultiert aus Einzahlungen der Kommanditisten.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Betrag von TEUR 110.310 aus dem Differenzbetrag für niedrigere Konzernergebnisse entnommen, um den Bilanzverlust im Konzern an den im Jahresabschluss der BV KG ausgewiesenen Bilanzverlust anzupassen.

Hinsichtlich der Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalposten verweisen wir auch auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Darüber hinaus ergibt sich zum 30. September 2021 ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt TEUR 5.440, der vollständig auf die Birkenstock Cosmetics GmbH entfällt und aufgrund zukünftig noch zu erwartender Verluste der Gesellschaft einen Fremdkapitalcharakter aufweist. Da im laufenden Rumpfgeschäftsjahr bereits ein Teil der antizipierten Verluste eingetreten ist, wurde der passive Unterschiedsbetrag um TEUR 1.706 anteilig aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (TEUR 25.740), Prüfungs- und Abschlussrechnungen (TEUR 1.048) sowie weitere Rückstellungen (TEUR 42.724). In den weiteren Rückstellungen sind u.a. Rückstellungen für Rechtskosten und Prozessrisiken in Höhe von TEUR 8.242, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 18.352 sowie Rückstellungen für Retouren in Höhe von TEUR 5.375 enthalten.

Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Laufzeit:

30.09.2021
Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über ein Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.126.643 19.391 - 1.107.252
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.326 2.326 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.399 66.399 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 720.126 15.126 - 705.000
Sonstige Verbindlichkeiten 58.910 58.908 2 -
1.974.404 162.150 2 1.812.252

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.107.683, davon weisen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 431 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus einem Fremdwährungsdarlehen in Höhe von TUSD 847.875, welche zum EZB-Umrechnungskurs (EUR/USD) vom 30.09.2021 in TEUR 732.252 umgerechnet worden sind. Des Weiteren beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu zahlenden Zinsen in Höhe von TEUR 18.960.

1. Finanzverbindlichkeiten
Art Darlehensnehmer Kreditbetrag (ursprünglich) Kreditbetrag (ausstehend) Laufzeit
EUR Term Loan B Birkenstock Group B.V. & Co. KG (EUR) EUR 375.000.000 EUR 375.000.000 30.04.2028
USD Term Loan B Birkenstock US BidCo Inc. (USD) USD 850.000.000 USD 847.875.000 30.04.2028
Art Darlehensnehmer Kreditbetrag (ursprünglich) Kreditbetrag (ausstehend) Laufzeit
ABL Facility Birkenstock Group B.V. & Co. KG
Birkenstock US BidCo Inc.
Birkenstock Components GmbH
Birkenstock Cosmetics GmbH
Birkenstock digital GmbH
Birkenstock Global Sales GmbH
Birkenstock Productions Hessen GmbH
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH
Birkenstock Productions Sachsen GmbH
EUR 200.000.000 EUR 0 30.04.2026
2. Sicherheiten
Grundlage Sicherheitengeber Erstrangige besicherte Vermögenswerte Nachrangige besicherte Vermögenswerte
Senior Facility Agreement ("Term Loan") Birkenstock Group B.V. & Co. KG
Birkenstock US BidCo Inc.
Birkenstock Components GmbH
Birkenstock Cosmetics GmbH
Birkenstock digital GmbH
Birkenstock Global Sales GmbH
Birkenstock Productions Hessen GmbH
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH
Birkenstock Productions Sachsen GmbH
• Geschäftsanteile • Bankkonten
• Vorräte
• Rohmaterialien
• Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente
• Konzerninterne Forderungen
• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
• Versicherungsforderungen
ABL Facility Agreement Birkenstock Group B.V. & Co. KG
Birkenstock US BidCo Inc.
Birkenstock Components GmbH
Birkenstock Cosmetics GmbH
Birkenstock digital GmbH
Birkenstock Global Sales GmbH
Birkenstock Productions Hessen GmbH
Birkenstock Productions Rheinland-Pfalz GmbH
Birkenstock Productions Sachsen GmbH
• Bankkonten
• Vorräte
• Rohmaterialien
• Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente
• Konzerninterne Forderungen
• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
• Versicherungsforderungen
• Geschäftsanteile

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten gegenüber mittelbaren Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.348.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern aus den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in Höhe von TEUR 19.330 betreffen temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei immateriellen Vermögensgegenständen (Markenname), Sachanlagen und sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 7.662 betreffen temporäre Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Sachanlagen und Vorräten. Aktive latente Steuern wurden angesetzt, soweit passive latente Steuern bestanden und mit diesen saldiert. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern wurden angesetzt, soweit deren Nutzung durch künftige positive steuerliche Ergebnisse wahrscheinlich ist.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Zinsvorträge wurden ebenfalls angesetzt, soweit deren Nutzung durch zukünftige positive steuerliche Ergebnisse wahrscheinlich ist.

Darüber hinaus haben sich aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 19.695 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 136 ergeben.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde im Inland für den Organkreis der BV KG (Organträger) ein Steuersatz in Höhe von 15% zugrunde gelegt, der dem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz des Organkreises entspricht. Bei den übrigen inländischen Gesellschaften und den ausländischen Konzerngesellschaften wurden für die Ermittlung der latenten Steuern unternehmensindividuelle Steuersätze von 15% bis 40% zugrunde gelegt.

Die latenten Steuern haben sich im Rumpfgeschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand am 30.09.2021
TEUR
Aktive latente Steuern (unsaldiert) 39.025
Aktive latente Steuern (im Ausweis saldiert mit passiven latenten Steuern) 31.227
Passive latente Steuern (7.798)

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Schuhen und verteilen sich auf folgende Regionen:

2021
TEUR
Inland 76.484
Europäische Union 78.909
Drittland 307.267
Insgesamt 462.660

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Währungsdifferenzen (TEUR 47.553) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7.507). Zudem sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 16 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Logistik (TEUR 47.456), für Werbung (TEUR 33.291), für Beratung und Prüfung (TEUR 29.785) sowie für Mieten und Immobilienleasing (TEUR 12.193).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Zusammenhang mit Finanzierungen enthalten. Dies betrifft insbesondere Aufwendungen für ein Darlehen (EUR Term Loan B) in Höhe von TEUR 11.938, für ein Fremdwährungsdarlehen (USD Term Loan B) in Höhe von TEUR 20.011 und für das Darlehen eines mittelbaren Gesellschafters in Höhe von TEUR 11.825. Weitere im Rumpfgeschäftsjahr angefallene Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung betreffen Transaktionskosten in Höhe von TEUR 35.184.

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen im Rumpfgeschäftsjahr 2021 TEUR 32.614.

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 14 angefallen.

Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen belaufen sich auf TEUR 190.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 23.718 Erträge aus latenten Steuern.

VII. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die Kassenbestände und Bankguthaben der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Aus laufender Geschäftstätigkeit generierte die Birkenstock Group einen Mittelzufluss in Höhe von TEUR 125.281.

In den sonstigen zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen sind die Erträge aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 1.706 enthalten.

Die Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 78.957 beinhalten Finanzierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 43.773 und bestehen aus Finanzierungsaufwendungen für ein Darlehen (EUR Term Loan B) in Höhe von TEUR 11.938, für ein Fremdwährungsdarlehen (USD Term Loan B) in Höhe von TEUR 20.011 und für Darlehen eines mittelbaren Gesellschafters in Höhe von TEUR 11.825. Weitere im Rumpfgeschäftsjahr angefallene Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung betreffen Transaktionskosten in Höhe von TEUR 35.184. Die Transaktionskosten wurden entsprechend dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zugeordnet und die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 43.773 dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Mittelabfluss aufgrund der Investitionstätigkeit des Konzerns beläuft sich auf TEUR 3.706.863 und beinhalten unter anderem Transaktionskosten in Höhe von TEUR 35.184. Die Auszahlungen für Zugänge aus Asset-Deals sowie die Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis ergeben sich aus dem jeweiligen Kaufpreis abzüglich der erworbenen Finanzmittelfonds. Für weitere Details siehe die Ausführungen zu der Transaktionsstruktur.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2021 TEUR 3.813.089. In diesem sind Mittelabflüsse von TEUR 43.773 enthalten, die durch außergewöhnliche Aufwendungen durch die Finanzmittelbeschaffung veranlasst waren.

VIII. Sonstige Angaben

Persönlich haftende Gesellschafter und Geschäftsführung

Persönlich haftende Gesellschafterin der BV KG ist:

Birkenstock Administration B.V., Amsterdam/Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 1,00

Die Geschäftsführung wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2021 wahrgenommen durch die Birkenstock Administration B.V., vertreten durch deren Geschäftsführer:

Oliver Reichert, Buch am Erlbach Kaufmann, Geschäftsführer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Gemäß § 314 Abs. 3 HGB wird auf die Angabe der Vergütungen, die die Geschäftsführer der Birkenstock Administration B.V. im Rumpfgeschäftsjahr 2021 für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen erhalten haben, verzichtet.

Beschäftigte

Während des Rumpfgeschäftsjahres waren durchschnittlich 3.841 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 1.428 Angestellte und 2.413 gewerbliche Arbeitnehmer.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen

Birkenstock Group B.V. & Co. KG stellt gemäß § § 313 Abs. 2 Nr. 7 und 8 HGB den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Verzicht auf Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB und nach § 264b HGB

Die Birkenstock Group B.V. & Co. KG ist gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung zur Erstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr 2021 befreit.

Die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften haben im Rumpfgeschäftsjahr 2021 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB Gebrauch gemacht:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital in %
Birkenstock Global Sales GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock World Sales GmbH & Co. KG Linz am Rhein 100
Birkenstock Logistics GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Europe GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock IP GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Immobilien GmbH & Co. KG Linz am Rhein 100
Birkenstock Real Estate GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Cosmetics GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Cosmetics GmbH & Co. KG Linz am Rhein 100
Birkenstock Cosmetics Verwaltungs GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Cosmetics International GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Product GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Productions RLP GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Productions Hessen GmbH Steinau-Urzell 100
Birkenstock Produktion Sachsen GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Components GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock digital GmbH München 100
Birkenstock Injections GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Components Portugal GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock International GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Global GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock International MEA/India GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Global MEA/India GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock Americas GmbH Linz am Rhein 100
Birkenstock International Asia GmbH Linz am Rhein 100

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen in Höhe von TEUR 91.998 aus Dauerschuldverhältnissen betreffen:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Mieten für Büro- und Geschäftsräume 13.455 27.034 13.653
Serviceverträge 9.804 15.286 0
EDV-Service und Wartung 8.339 3.047 0
PKW- Leasing 709 637 0
Sonstige 33 0 0
32.341 46.004 13.653

Haftungsverhältnisse

Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.359. Die Inanspruchnahme der Verpflichtungen aus der Mithaftung würde eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen. Aufgrund der Bonität und Solvenz des Primärverpflichteten wird von einer Inanspruchnahme nicht ausgegangen.

Finanzinstrumente

Devisentermingeschäfte

Im Rahmen der Umsetzung von Währungssicherungen wurden nachfolgende Devisentermingeschäfte geschlossen:

Kategorie Art Umfang TEUR Zeitwert TEUR Buchwert TEUR
Währungsbezogen Forward 3.407 -44 44
Währungsbezogen Forward 3.405 -44 44
Währungsbezogen Forward 4.678 -59 59
Währungsbezogen Forward 2.125 -28 28
Währungsbezogen Forward 1.699 -22 22
Währungsbezogen Forward 7.639 -99 99
Währungsbezogen Forward 12.301 -159 159
Währungsbezogen Forward 11.019 -145 145
Währungsbezogen Forward 6.776 -90 90
Währungsbezogen Forward 9.312 -123 123
Währungsbezogen Forward 5.918 -82 82
Währungsbezogen Forward 3.379 -47 47
Kategorie Bilanzposten Bewertungsmethode Fälligkeit
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 29.10.2021
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 30.11.2021
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 30.12.2021
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 31.01.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 28.02.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 31.03.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 29.04.2022
Währungsbezogen Sonstige Rat. Marktpreis 31.05.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 30.06.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 29.07.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 31.08.2022
Währungsbezogen Sonstige Rst. Marktpreis 30.09.2022

Der Marktwert der Finanzinstrumente ist von der Entwicklung der zugrundeliegenden Marktfaktoren abhängig. Die jeweiligen Marktpreise werden zum Bilanzstichtag ermittelt. Der Zeitwert eines jeden Devisentermingeschäfts wird durch Diskontierung des Future Values auf das Wertstellungsdatum mit laufzeitabhängigen EUR Zinsen ermittelt.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 betrug das im Konzernabschluss als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers TEUR 429 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

 

Linz am Rhein, den 21. Februar 2022

Birkenstock Administration B.V.

Oliver Reichert

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für die Zeit vom 4. Februar 2021 bis 30. September 2021

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Summe Rücklagen Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 04.02.2021 10 0 0 0
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen 0 2.074.085 2.074.085 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -110.310
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 30.09.2021 10 2.074.085 2.074.085 -110.310
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzverlust Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand am 04.02.2021 0 0 10
Einstellungen in / Entnahmen aus Rücklagen 0 0 2.074.085
Währungsumrechnung -9.076 0 -9.076
Sonstige Veränderungen 0 110.310 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 -158.620 -158.620
Stand am 30.09.2021 -9.076 48.311 1.906.399

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 4. Februar 2021 bis 30. September 2021

Birkenstock Group B.V. & Co. KG

Linz am Rhein

2021
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag (158.620)
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 102.216
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen ohne Steuerrückstellungen (3.476)
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (1.706)
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 92.127
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 28.580
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 190
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 33.982
+/- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 78.957
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag (21.044)
-/+ Ertragsteuerzahlungen (25.925)
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 125.281
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (590)
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 211
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (7.942)
- Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (35.184)
- Auszahlungen für Zugänge aus Asset-Deals (1.847.653)
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis (1.815.767)
+ Erhaltene Zinsen 62
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit (3.706.863)
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 2.074.095
+ Einzahlungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmer 705.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 1.078.526
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten (800)
- Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (43.773)
- Gezahlte Zinsen (41)
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (3.813.089)
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 231.507
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 879
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 232.386

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis zum 30. September 2021 in den diesem Bericht als Anlage I (Konzernabschluss) und Anlage II (Konzernlagebericht) beigefügten Fassungen den am 21. Februar 2022 in Düsseldorf unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Birkenstock Group B.V. & Co. KG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis zum 30. September 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2021 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis zum 30. September 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februar 2021 bis zum 30. September 2021 der Birkenstock Group B.V. & Co. KG, Linz am Rhein, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW PS 450 n. F.) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.

 

Düsseldorf, 21. Februar 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Düsseldorf

Bruckhaus, Wirtschaftsprüfer

Mirzaie, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Feststellung:

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss am 04.05.2022 festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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