Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 4774
Eingetragen
9.2.1988
Branche
Herstellung von magnetischen und optischen DatenträgernHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von permanenten Magneten und ähnlichen Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mischa Thönnes
seit 10.10.2025
Geschäftsführer
Frank Burilov
seit 14.8.2017
Prokura
Frank Lewandowsky
seit 30.1.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Windhorst Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
511.292 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Magnetfabrik Bonn GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäft des Unternehmens

Die Magnetfabrik Bonn GmbH produziert Dauermagnete als Großserien in hoher Präzision. Die wichtigsten Anwendungsfelder sind Passivelemente für elektronische Sensoren sowie Kleinantriebe. Die Automobil- und deren Zulieferindustrie, die weiße Ware und der Maschinenbau bilden den Schwerpunkt der Kundschaft. Die Kunden sind zum Großteil in der Europäischen Union und mit ca. 20% in Übersee.

Auf dem europäischen Markt ist der Wettbewerb durch knapp zehn, meist ähnlich strukturierte Unternehmen geprägt. Ein Konkurrent hat seine Produktionen in ein Herstellerland mit einer günstigeren Kostenstruktur verlegt.

Die Magnetfabrik Bonn GmbH ist eine mittelständische, Gesellschafter geführte Kapitalgesellschaft mit Produktions- und Verwaltungssitz in Bonn. Alle Prozesse von der Entwicklung bis zum Versand erfolgen mit überwiegend eigenem Personal in Bonn. Die Gebäude sind von der Muttergesellschaft langfristig angemietet.

2. Forschung und Entwicklung

Im laufenden Jahr sind Grundlagenentwicklungen im Bereich Magnetsysteme, Materialien, Magnetisiertechnik, Automatisierung, Prozesstechnik sowie Mess- und Kalibriertechnik durchgeführt worden. Es wurde ein kooperatives ZIM Projekt als gefördertes Entwicklungsprojekt im Bereich Simulations- und Prozesstechnik gestartet. Das Entwicklungsprojekt im Rahmen einer Förderung nach dem Forschungszulagengesetz zur Entwicklung innovativer Magnetsysteme wurde erfolgreich fortgeführt. Auch aus früheren Projekten wird die Kooperation mit Hochschulen weiter aufrechterhalten. Damit ist die Magnetfabrik Bonn GmbH ein kompetenter Partner bei akademischen und firmenübergreifenden Entwicklungsprojekten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war deutlich geprägt durch wirtschaftliche Unsicherheiten sowohl aufgrund der politischen Unsicherheiten als auch durch den Transformationsprozess in der Automobil- und Zulieferindustrie. Energiekosten waren für uns weiter auf einem historischen Höchstniveau. Die Verknappung von Rohstoffen hat sich hingegen deutlich entspannt.

Im Vergleich zum Vorjahr sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% auf 4.195 Mrd €. in 2023. Dieser Trend setzt sich in 2024 weiter fort. Die für uns wichtigste Branche der Automobilbauer und deren Zulieferer steht nicht nur durch die Pandemie und die durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten unter Druck. Sowohl die Transformation zur Elektromobilität als auch die momentane Verunsicherung zur Dynamik stellt die Branche vor neue Herausforderungen. Für uns stellt die Elektrifizierung eine Chance dar, durch unseren Schwerpunkt in der Sensorik sind hier neue Anwendungen möglich, erfordern aber hohe Investitionen im Bereich der Entwicklung.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahresergebnis hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechtert und schloss mit einem Verlust von 893 T€ (Vorjahr 646 T€). Bei einem starken Umsatzrückgang von ca. 2,5 Mio € konnte trotz starker Kostensparmaßnahmen damit im zweiten Jahr in Folge kein positives Ergebnis erreicht werden.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat der Umsatz um 12,1 % auf 18.343 T€ abgenommen. Nach Saldierung mit den Bestandsveränderungen, Eigenleistungen und sonstigen Erträgen sank die Betriebsleistung um 16,0 % auf 18.243 T€.

Der Materialeinsatz inkl. bezogener Leistungen betrug 6.734 T€ und lag damit bei 36,9 % der Betriebsleistung. Dies war ganz besonders durch die extrem reduzierten Aufwendungen für bezogene Leistungen bedingt, da ein Großteil der Tätigkeiten aufgrund der aufkommenden Kurzarbeit durch eigene Arbeitskräfte ersetzt wurde.

Der Personalbestand belief sich im Durchschnitt 2023 auf 134 Mitarbeiter, davon 4 Auszubildende. Der Personalaufwand betrug dabei 8.785 T€ (48,2 % der Betriebsleistung), und war damit 6,0% höher gegenüber 2022.

Aufgrund der Veräußerung einer Wertpapierposition in 2022 ergab sich einmalig eine positive Wirkung auf das Finanzergebnis. In 2023 schloss das Finanzergebnis mit einem Verlust in Höhe von 58 T€, wobei dies maßgeblich durch die Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 66 T€ zustande kam. Die Bewertung der Wertpapiere zum Jahresende auf Basis des Niederstwertprinzips erbrachte eine Zuschreibung aufgrund früherer Abschreibungen von 29 T€. Hier handelt es sich um einmalige Effekte, die jedoch in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind.

3.2 Finanzlage

Der Cash-Flow der Gesellschaft berechnet aus Jahresergebnis zuzgl. Abschreibungen des Anlagevermögens, zu/abzgl. Änderungen langfristiger Rückstellungen beläuft sich in 2023 auf -247 T€ (Vorjahr 423 T€). Hierbei ergibt sich zum Jahresende und auch im aktuellen Jahr eine ausgewogene Liquidität.

3.2.1 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich gemäß dem Ergebnis des abgelaufenen Jahres um 893 T€ gemindert und beträgt 5.242 T€ (Vorjahr 6.136 T€); dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 49,7 % bezogen auf die Bilanzsumme von 10.540 T€.

Dem langfristigen Vermögen von 2.072 T€ (19,7% der Bilanzsumme) stehen langfristige Verbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen von 3.403 T€ (32,3% der Bilanzsumme) zusätzlich zum Eigenkapital gegenüber. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu über 100% von kurzfristigem Vermögen gedeckt.

3.2.2 Investitionen

Im Jahr 2023 wurden 37,5 T€ in immaterielle Vermögensgegenstände und 396,2 T€ in Sachanlagen investiert. Die im Jahr 2023 in Betrieb genommenen Neuanschaffungen betrafen im Schwerpunkt Palettierer, den Umbau einer gebrauchten automatischen Magnetisiermaschine, Robotersystem, Handlingszubehör und Spritzwerkzeugen sowie Servern und zwei E-Ladestationen.

3.2.3 Liquidität

Alle kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten sind durch die vorhandene Liquidität und die kurzfristigen Forderungen sicher abgedeckt. Investitionen werden aufgrund der Anforderungen an einen modernen Maschinenpark derzeit im Bereich von Ersatzinvestitionen und als Sondermaschinen für die Neuprojekte durchgeführt. Im Jahre 2023 wurden die Investitionen aus dem laufenden Geschäft finanziert.

3.3 Vermögenslage

Durch Neuinvestitionen im Jahre 2023 von 433 T€ (Vorjahr 783 T€) gegenüber den Abschreibungen von 1.021T€ lag das Anlagevermögen zum Jahresende bei 2.072 T€ (19,7 % der Bilanzsumme).

Das Vorratsvermögen hat sich um 972 T€ auf 3.475 T€ (33,0 % der Bilanzsumme) vermindert. Die Bestandsverminderung bei den Rohstoffen, den unfertigen Erzeugnissen sowie den Fertigprodukten, ergab sich durch eine Normalisierung der zum Jahresende 2022 außerordentlich hohen Bestände aufgrund volatiler Abnahme durch unsere Kunden.

Die Pensionsrückstellungen für 51 Anwärter sowie 122 Rentenempfänger und Hinterbliebene haben sich auf Basis des Bewertungsverfahrens nach BilMoG von 3.720 T€ auf 3.403 T€ (32,3 % der Bilanzsumme) vermindert.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung des Unternehmens wird innerhalb eines Kennzahlensystems dokumentiert und gemessen. Die Kennzahlen betrachten das Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven (Erfolg, Liquidität, Rentabilität, Vermögen, Kundenstruktur), so dass eine optimale Beurteilung der qualitativen oder quantitativen Leistung möglich ist. Des Weiteren können Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig mittels operativer und strategischer Maßnahmen behoben werden.

Die Geschäftsführung hatte bereits mit einem schlechteren Jahresergebnis zum Vorjahr gerechnet, jedoch etwas besser als zunächst geplant. Trotz der schwierigen Lage, insbesondere der stark schwächelnden Automobilindustrie, konnten Investitionen in die Automatisierung und Digitalisierung erfolgen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Marktsituation

Das im Laufe des Jahres 2023 gegenüber 2022 deutlich reduzierte Umsatzniveau wird sich auch im laufenden Geschäftsjahr noch nicht auf das frühere Niveau erholen. Der Umsatz der ersten 6 Monate liegt mit knapp 9.000 T€ um 4% unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auf der Personalkostenseite wurde durch die Fortführung der Kurzarbeit reagiert.

Der Umsatz ist derzeit geprägt durch eine starke Verunsicherung in der Zulieferindustrie der Automobilindustrie und entsprechend zurückgehaltene oder verschobene Aufträge. Durch zum Teil mehrjährige Aufträge beträgt der im ERP System vorhandene Auftragsbestand im Juni 2024 ca. 23,5 Mio €. Durch die automobiltypischen langfristigen Lieferverträge stehen dahinter aber keine verbindlichen Abnahmezusagen, sondern nur mehrjährige Planzahlen. Der Auftragsbestand stellt daher keine verlässliche Prognosekennzahl dar.

Während sich die Situation auf den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten entspannt, sind die Prognosezahlen bei unseren wichtigsten Kunde weiter mit großer Unsicherheit behaftet. Für das laufende Geschäftsjahr muss aufgrund der aktuellen Kennzahlen von einem weiter negativen Ergebnis in der Größenordnung des Ergebnisses von 2023 ausgegangen werden.

Die strategische Ausrichtung in Richtung einer Marktdiversifikation und Neuentwicklung in Richtung neuer Anwendungen tragen dem Umstand Rechnung, dass im Bereich der Zulieferteile für die Automobilindustrie konjunkturelle Volatilität im Regelfall zu Lasten der Zulieferer geht.

Neben der sich rasch konkretisierenden wirtschaftlichen Bedeutung der Elektromobilität, die aber aufgrund überambitionierter Einschätzungen auch zu Überproduktion an Fahrzeugen führte, werden deshalb weiter neue Anwendungsfelder im Bereich „smart home“ und „Internet of things“ evaluiert.

Mit einer guten Kundenstruktur sowohl nach Umsatzanteil, der bei allen Kunden unter 25 % des Gesamtumsatzes liegt, als auch nach Branchen, ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Marktänderungen zu beherrschen.

Chancen und Risiken

Die Entwicklung auf dem Elektroniksektor, insbesondere der Sensortechnik, verbunden mit dem Erfahrungsschatz auf dem Magnetsektor der Magnetfabrik Bonn GmbH eröffnet der Gesellschaft Chancen für eine langfristige positive Entwicklung, die auch eine Entwicklung in weiter veredelte Produkte einschließen kann. Hierbei ist insbesondere zu erwähnen, dass Magnetanwendungen in der Sensorik eine Schlüsseltechnologie bei der Verbesserung der Energieeffizienz nicht nur bei den Verbrennungsmotoren, sondern zunehmend auch in der Steuerung von elektrischen Antrieben im Verkehr und in der Klimatechnik darstellen.

Auf der anderen Seite werden die Risiken der Geschäftsentwicklung durch ein kennzahlenbasiertes Risikomanagement im Mittelfristbereich sowie strategische Maßnahmen im Langfristbereich gesteuert. Aufgrund der zunehmend kritischen Bewertung digitaler Risiken hat die Magnetfabrik ein Datensicherheitsmanagement installiert und ist zurzeit in der Umsetzung gemäß dem Standard TISAX Schutzbedarf hoch (AL2).

Da die Nachhaltigkeit der Produktion und aller Prozesse im verstärkten Fokus der Geschäftsführung steht, wurden auch hierfür Kennzahlen und Ziele in die strategische Planung im Rahmen des Umweltmanagementsystems erweitert. Die Belastung in Form des Primärenergieverbrauchs und der CO2 -Fußabdruck stellen ein Risiko von gesellschaftlicher Relevanz dar. Mittelfristig wird dies auch die Zukunftsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Firma betreffen.

Neben den Risiken durch Zahlungsausfälle wurde im letzten Jahr auch die Rendite des Produktportfolios zunehmend als Risiko identifiziert. Daher werden derzeit trotz Umsatzrückganges auch alle Produkte kostenmäßig auf den Prüfstand gestellt. Ein trotz Versicherung nur durch entsprechendes Qualitätsmanagement zu kontrollierendes Risiko besteht weiterhin durch die Produkthaftung.

Das Risiko der Abhängigkeit von Großkunden wird durch eine ausgewogene Kundenstruktur und Bonitätsüberwachung kontrolliert. Langfristigen Gefahren durch technische Bedarfsänderungen wird durch ein strategisches Produktportfolio mit einer ausreichenden Diversifizierung entgegnet.

Die betriebsüblichen operativen Risiken, die zu einer Existenzgefährdung führen könnten, sind durch Versicherungen im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen abgedeckt. Hierzu wird regelmäßig der Versicherungsbedarf mit externen Beratern untersucht und entsprechend werden die Deckungen angepasst.

 

Bonn, 13. November 2024

gez. Dr. Martin Grönefeld, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

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31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.072.661,53 2.660.340,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.945,00 76.388,80
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 64.945,00 76.388,80
II. Sachanlagen 2.007.716,53 2.583.951,93
1. technische Anlagen und Maschinen 1.571.791,00 1.871.275,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 351.371,00 385.535,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.554,53 327.141,93
B. Umlaufvermögen 8.416.665,83 9.448.110,57
I. Vorräte 3.475.480,59 4.447.841,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.139.346,98 2.703.948,16
III. Wertpapiere 1.404.988,63 1.375.461,80
1. sonstige Wertpapiere 1.404.988,63 1.375.461,80
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 396.849,63 920.859,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.031,81 42.484,71
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.540.359,17 12.150.936,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.242.418,21 6.135.618,19
I. gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnvortrag 5.624.326,31 6.270.804,52
III. Jahresfehlbetrag 893.199,98 646.478,21
B. Rückstellungen 4.304.194,78 4.608.490,10
C. Verbindlichkeiten 991.547,91 1.404.352,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 393.200,00 579.920,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 598.347,91 824.432,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.198,27 2.475,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.540.359,17 12.150.936,01

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.508.802,10 12.853.789,35
2. Personalaufwand 8.785.441,35 9.158.624,00
a) Löhne und Gehälter 7.397.834,21 7.317.010,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.387.607,14 1.841.613,91
davon für Altersversorgung -107.046,49 409.010,44
3. Abschreibungen 1.021.382,72 1.139.921,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.021.382,72 1.139.921,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.534.674,10 3.157.758,29
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 25.717,93 60.476,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.534,88 98.442,21
davon aus Abzinsung 4.636,00 3.908,24
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 60.899,85
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71.955,51 80.714,73
davon aus Abzinsung 66.400,00 73.330,00
8. Ergebnis nach Steuern -891.116,70 -645.686,48
9. sonstige Steuern 2.083,28 791,73
Jahresfehlbetrag 893.199,98 646.478,21

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bonn und ist beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 4774 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der Magnetfabrik Bonn GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und stellen sich wie folgt dar:

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, ausgewiesen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen nach der linearen Methode, ausgewiesen. Die selbstständig nutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils 800,00 € nicht übersteigen, werden nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG sofort abgeschrieben.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zum Nennbetrag, gemindert um Einzelwertberichtigungen für drohende Ausfälle und die Pauschalwertberichtigung, angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag angesetzt.

Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Aktivwert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten abgesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die Zeit nach diesem Stichtag darstellen, abgegrenzt.

Das Eigenkapital beträgt 1.000.000,00 Deutsche Mark, dies entspricht 55.219,88 €.

Bei der Bildung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Sterbetafeln 2018 G von Klaus Heubeck, eines Zinssatzes von 1,82 % sowie einem Rententrend von 2,50 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 33.707,00 €. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Lohn- und Gehaltssteigerungen blieben wegen der Festschreibung des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zum 31.12.1994 unberücksichtigt.

Unter dem Posten „Sonstige Rückstellungen“ sind folgende wesentlichen Rückstellungen enthalten: faktischen Leistungszwang (288 T€), Resturlaubsansprüche und flexible Arbeitszeit (138 T€), Gewährleistungsverpflichtungen (91 T€) sowie ausstehende Rechnungen (152 T€) und Altersteilzeitrückstellung (52 T€). Die Bewertung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit (im Blockmodell) erfolgt unter Verwendung der Sterbetafeln 2018 G von Klaus Heubeck, eines Zinssatzes von 1,74 % sowie eines Gehaltstrends von 2,50 %.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus der gesonderten Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel).

Geringwertige Anlagegüter von bis zu 800,00 € in Höhe von 25.595,31 € wurden im Geschäftsjahr sofort abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von 101.178,47 € (Vorjahr: 96.325,54 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus den nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherungen (101,2 T€), den debitorischen Kreditoren (55,7 T€) und den Steuerforderungen (47,4 T€) zusammen.

Die Fälligkeiten und Sicherheitsleistungen für die Verbindlichkeiten ergeben sich aus der gesonderten Anlage (Verbindlichkeitenspiegel).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 191.162,05 € (Vj: 97.517,04 € und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 16.312,73 € (Vj: 16.569,33 €) enthalten.

IV. Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Mit der Muttergesellschaft wurde ein Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 abgeschlossen. Der Vertrag verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht ein Jahr vor Ablauf gekündigt wird. Die jährliche Pacht beträgt 150 T€ zzgl. Umsatzsteuer.

Zum 31.12.2023 bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten noch sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB), insbesondere aus bestehenden Mietverträgen für die kommenden Perioden.

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Höhe der Verpflichtung
EUR
Jahresbetrag der Verpflichtung davon bis zu einem Jahr fällig
EUR
Mietverträge Immobilien 750.000,00 150.000,00
Leasing Fuhrpark und Geräte 145.282,83 62.208,00

Geschäftsführer

Dr. Martin Grönefeld, Physiker.

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wurde nach § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9a HGB verzichtet.

Anzahl der Beschäftigten

In 2023 wurden durchschnittlich 134 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt, davon in den Abteilungen

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2023 Vorj.:
Fertigung 37 42
Service 50 51
Verwaltung 47 46
134 139

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Magnetfabrik Bonn GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Windhorst Beteiligungen GmbH, Bonn. Die Windhorst Beteiligungen GmbH ist jedoch nach § 293 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

 

Bonn, den 13. November 2024

gez. Dr. Martin Grönefeld

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Magnetfabrik Bonn GmbH, Bonn

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Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
von 1 - 5 Jahren
von mehr als 5 Jahren
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 393.200,00 186.720,00 206.480,00 0,00
(VJ: 579.920,00) (VJ: 186.720,00) (VJ: 393.200,00) (VJ: 0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(VJ: 141.793,00) (VJ: 141.793,00) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 375.335,00 375.335,00 0,00 0,00 übliche Eigentumsvorbehalte
(VJ: 522.009,69) (VJ: 522.009,69) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 223.012,91 223.012,91 0,00 0,00
(VJ: 160.630,03) (VJ: 160.630,03) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)
991.547,91 785.067,91 206.480,00 0,00
(VJ: 1.404.352,72) (VJ: 1.011.152,72) (VJ: 393.200,00) (VJ: 0,00)

Anlagespiegel

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Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
Zugang
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene EDV-Programme 703.956,80 35.311,12 19.702,80
2. Geleistete Anzahlungen 19.702,80 2.229,00 -19.702,80
723.659,60 37.540,12 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.111.419,09 215.362,87 327.141,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.363.840,78 96.253,20 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 327.141,93 84.554,33 -327.141,73
20.802.401,80 396.170,40 0,00
Zusammen 21.526.061,40 433.710,52 0,00
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Abgang
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene EDV-Programme 0,00 758.970,72
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.229,00
0,00 761.199,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 353.003,99 18.300.919,70
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.954,59 2.315.139,39
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 84.554,53
497.958,58 20.700.613,62
Zusammen 497.958,58 21.461.813,34
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Abschreibungen 01.01.2023
Zugang
Abgang
Abschreibungen 31.12.2023
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene EDV-Programme 647.270,80 48.983,92 0,00 696.254,72 62.716,00 56.686,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.229,00 19.702,80
647.270,80 48.983,92 0,00 696.254,72 64.945,00 76.388,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.240.144,09 841.983,60 352.998,99 16.729.128,70 1.571.791,00 1.871.275,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.978.305,78 130.415,20 144.952,59 1.963.768,39 351.371,00 385.535,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 84.554,53 327.141,93
18.218.449,87 972.398,80 497.951,58 18.692.897,09 2.007.716,53 2.583.951,93
Zusammen 18.865.720,67 1.021.382,72 497.951,58 19.389.151,81 2.072.661,53 2.660.340,73

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Magnetfabrik Bonn GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Magnetfabrik Bonn GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Magnetfabrik Bonn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 13. November 2024

dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Steuerberater GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berufsausübungsgesellschaft

Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer

Katharina M. Braun, Wirtschaftsprüferin

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