Gustav Schickedanz GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Neumann seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schickedanz Verwaltungs GmbHNürnbergKonzernabschluss zum 31. Dezember 2013Konzernlagebericht für 2013Die Schickedanz Verwaltungs GmbH, Nürnberg - kurz: SV GmbH - ist persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin - ohne Einlage - der Gustav Schickedanz GmbH & Co. KG, - kurz: GS Nürnberg - mit Sitz in Nürnberg. Die SV-GmbH erstellt einen Konzernabschluss, der vorwiegend Immobiliengesellschaften umfasst. Neben der GS Nürnberg wird am Bilanzstichtag Grundvermögen von deren direkten bzw. indirekten Beteiligungen Berliner Immobilien Gesellschaft GbR, Nürnberg - kurz: BIG -, Neuköllner Kaufhaus-Beteiligungs-Gesellschaft mbH und Co. Betriebs-KG i.L., Berlin, gehalten. Da die GS Nürnberg die operative Obergesellschaft darstellt, wird der Konzern im Folgenden auch als "GS-Gruppe" bezeichnet. Der Immobilienmarkt Im Jahr 2013 befand sich der deutsche Investmentmarkt in einer außergewöhnlich guten Verfassung. Mit einem Investmentumsatz von EUR 30,8 Mrd. wurde das Vorjahresergebnis nochmals um 21 % übertroffen. Vor allem Core-Immobilien an Top-Standorten sind weiterhin sehr beliebt. Fast 60 % des Transaktionsvolumens wurde in den sechs Büromarktzentren (hiervon für uns relevant: Berlin, Frankfurt und München) mit einem erneuten Anstieg von 27 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Dabei gab es eine weitere leichte Verschiebung hin zu Büroimmobilien, die nun mit einem Anteil von 44 % deutlich vor Einzelhandelsimmobilien liegen (29 %). Die Spitzenrenditen gaben im 2. Halbjahr erneut leicht um bis zu 20 Basispunkte nach. Für Bürohäuser liegen die Top-Renditen in München nur noch bei 4,4 %. Für den Bestand der GS-Gruppe konnte ein weiterer Anstieg der Zeitwerte in Top-Lagen verzeichnet werden. Insbesondere Großmieter hielten sich mit Aktivitäten zurück, so dass der Bürovermietungsmarkt einen Rückgang des Flächenumsatzes um 6 % zu verkraften hatte. In den großen acht Bürostandorten betrug das Vermietungsvolumen 2,89 Mio. Quadratmeter. In den für GS Nürnberg wichtigen Märkten war die Entwicklung in Frankfurt mit einem Rückgang von 15 % und in Berlin mit -17 % deutlich unterdurchschnittlich. Die Leerstandsrate sank dennoch leicht in Frankfurt auf 12,0 % und in Berlin auf 5,4 %. Geschäftsverlauf Das Immobilienportfolio der GS-Gruppe besteht zum Bilanzstichtag aus Objekten im gesamten Bundesgebiet mit einer Grundstücksfläche von rund 49.000 m 2 und einer Nutzfläche von rund 68.000 m 2. Die Nutzungsarten umfassen Büro- und Verwaltungsgebäude, Einzelhandelsimmobilien, Wohn- und Geschäftshäuser und Wohnbauten. Der Immobilienbestand bildet mit einem Buchwert von EUR 79,9 Mio. (Vj. EUR 105,0 Mio.) die zentrale Vermögensposition. Die Mieterträge der GS-Gruppe beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 10,1 Mio. (Vj. EUR 10,9 Mio.); der Umsatzrückgang ist auf den Verkauf von vier Objekten während des Geschäftsjahres zurückzuführen. Insgesamt wird der Umsatz zu über 90 % aus Gewerbemieteinnahmen generiert. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Geschäftsjahr 2013 lag weiterhin in der Aufrechterhaltung eines hohen Vermietungsgrades von über 95 % und damit einhergehend in der Modernisierung und Qualitätsverbesserung des Grundbesitzes. Die Verkehrswerte unserer Immobilien werden regelmäßig einer Neueinschätzung an Hand der aktuellen Marktentwicklung unterworfen. Im Geschäftsjahr 2013 hat der Marktwert unter Berücksichtigung der Verkäufe insgesamt nochmals zugenommen; bilanziell hat sich dies nicht niedergeschlagen. Die beiden Projektentwicklungsfonds in den USA, an denen die GS-Gruppe Minderheitsbeteiligungen hält, haben ihre Ertragserwartungen gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen beibehalten. Die Minderung unseres Beteiligungsansatzes um EUR 0,3 Mio. ist auf Kapitalrückflüsse zurückzuführen. Die GS-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 16,1 Mio. (Vj. EUR 7,0 Mio.) erzielen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Buchgewinne aus Anlagenabgängen zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2013 ergibt sich daher ein Jahresüberschuss von EUR 15,5 Mio. nach EUR 6,3 Mio. im Vorjahr. Die Konzernbilanz weist eine Eigenkapitalquote von 42,1 % (Vj. 45,4 %) aus. Der Rückgang ist auf Entnahmen der Gesellschafter im Zusammenhang mit den durchgeführten Desinvestitionen zurückzuführen. Zur Nutzung steuerlicher Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG wurden Mittel auf die Gesellschafter übertragen. Zum Bilanzstichtag verfügt die GS-Gruppe über ein Netto-Finanzguthaben von EUR 39,7 Mio. (Vj. EUR 15,7 Mio.); hierbei weist sie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,4 Mio. (Vj. EUR 8,9 Mio.) aus. Die Zinsbindung der externen Finanzierungen endet im Jahr 2014. Die im Berichtsjahr eingeräumten Kreditlinien wurden nur teilweise genutzt. Die Durchführung des Finanzclearings für die ICN Immobilien Consult Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg - kurz: ICN KG -, führt zu Finanzforderungen und -verbindlichkeiten, die die Bilanzsumme erhöhen. Die Hereinnahme und Ausleihung von Mitteln erfolgt zu marktüblichen Bedingungen. Nachtragsbericht Nennenswerte Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. Risikomanagement Zur Früherkennung der den Fortbestand der Gesellschaften gefährdenden Entwicklungen steht der Geschäftsführung ein funktionierendes Controlling mit ausreichend EDV-gestützten Reporting- und Überwachungssystemen zur Risikosteuerung mit Identifikation, Analyse und Bewertung zur Verfügung. Eine vom gemeinsamen Immobilienbeirat der GS Nürnberg und ICN KG genehmigte Strategie- und Jahresplanung ist die Basis für quartalsweise Soll-/Ist-Vergleiche mit Analyse und Maßnahmenfestsetzung. Die Gesellschaft arbeitet in den Fachbereichen Akquisition, technische Immobilienbetreuung und Bestandsmanagement mit für das Risikomanagement konzipierten Verfahrens- und Verwaltungsrichtlinien. Die Steuerung von Finanzmarktrisiken erfolgt über Festzinsdarlehen sowie über Zins- und Devisenkurssicherungen. So sind Fonds-Investitionen in US-Dollar in gleicher Währung finanziert und zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Ergänzend wird das Zinsänderungsrisiko soweit erforderlich, über den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert; im Geschäftsjahr 2013 wurde davon allerdings kein Gebrauch gemacht. Über die Risikopositionen und die Sicherungsergebnisse wird dem Beirat regelmäßig berichtet. Eine gründliche Analyse des Risikoprofils hat ergeben, dass keine aktuellen Risiken bestehen, die den Fortbestand der GS-Gruppe gefährden oder einen erheblichen Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage während der nächsten zwei Jahre haben können, und dass derzeit auch keine erheblichen Risiken in der Zukunft erkennbar sind. Ausblick/Chancen Durch die Diversifikation und den Abbau von Einmieter-Objekten in den letzten Jahren hat sich die Risikostruktur der GS-Gruppe erheblich verbessert. Im Bestandsgeschäft liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten auch weiterhin auf der Verbesserung der Werthaltigkeit der Immobilien durch zügige Nachvermietung zu marktgerechten Mieten und durch laufende Instandhaltungsmaßnahmen. Vor dem Hintergrund der sich in 2013 weiter erholenden Bürovermietungsmärkte sollte dies gelingen. Die Rückflüsse aus den US-Fonds haben wir unverändert sehr zurückhaltend prognostiziert. Bei unseren Planungen gehen wir davon aus, dass der Jahresüberschuss der GS-Gruppe in den nächsten beiden Geschäftsjahren - ohne Berücksichtigung der Erträge aus Immobilienverkäufen - leicht rückläufig ist. Dabei unterstellen wir, dass Mittel aus Desinvestitionen im Wesentlichen auf unsere Gesellschafter übertragen werden.
Nürnberg, den 24. März 2014 Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2013
*) Zinsen für Gesellschafterkonten bei der GS Nürnberg in Höhe von TEUR 585 (Vj. TEUR 402) sind als Gewinnvorab und nicht als Aufwand erfasst. Konzern-Kapitalflussrechnung für 2013
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2013
Konzernanhang für 2013Gesetzliche GrundlageDie Tätigkeit der Schickedanz Verwaltungs GmbH, Nürnberg (kurz: SV-GmbH), erstreckt sich auf die Übernahme der persönlichen Haftung und die Geschäftsführung bei der Gustav Schickedanz GmbH & Co. KG (kurz: GS Nürnberg) mit dem Sitz in Nürnberg. Die SV-GmbH erstellt einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der § 290 ff. HGB. Die Gliederung erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss der SV-GmbH wird beim elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht. Das Geschäftsjahr aller einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst im Wesentlichen Unternehmen, deren Zweck die Verwaltung und Verwertung von Vermögensanlagen, insbesondere Immobilien, betrifft. In den Konzernabschluss werden grundsätzlich alle Tochterunternehmen einbezogen. Neben der SV-GmbH haben wir folgende sieben inländische Gesellschaften konsolidiert:
*) Bezogen auf Gustav Schickedanz GmbH & Co. KG, Nürnberg. 1) Die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Schickedanz Verwaltungs GmbH befreit diese Gesellschaften von der Anwendung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§ 264 b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB). 2) Schickedanz Verwaltungs GmbH ist persönlich haftender Gesellschafter ohne Einlage. Einbeziehung gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. 3) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Gustav Schickedanz GmbH & Co. KG, Nürnberg. Das Wahlrecht gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 Satz 3 und 4 HGB wurde ausgenutzt. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 grundsätzlich nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung. Soweit möglich, wurden aktivische Unterschiedsbeträge vorhandenen stillen Reserven in Grund und Boden zugeordnet. Nach der Zuordnung verbleibende Firmenwerte wurden ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die SV-GmbH ist persönlicher Gesellschafter der GS Nürnberg und hat keine Einlage erbracht. Insoweit war zwischen diesen Gesellschaften keine Verrechnung vorzunehmen. Die Erstkonsolidierung der übrigen Unternehmen auf den nachgeordneten Konzernstufen wurde zum 1. Januar 2000 vorgenommen. Dabei ergab sich ein Firmenwert von EUR 4,3 Mio. der dort sofort mit den Rücklagen verrechnet wurde und schließlich in der Konzernbilanz den Anteil anderer Gesellschafter minderte. Aus dem Zukauf weiterer Anteile an der Neuköllner Kaufhaus-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Betriebs-KG, Berlin, wurden in Vorjahren nochmals EUR 0,2 Mio. verrechnet. Ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die erstmals konsolidiert werden, nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei wird für die Erstkonsolidierung der Zeitpunkt zu Grunde gelegt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der SV-GmbH sowie aller konsolidierten Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die in den Vorjahren in den Einzelabschlüssen auf Grund steuerlicher Vorschriften in erheblichem Umfang getätigten Sonderabschreibungen (vor allem Übertragungen nach § 6b EStG und Abschreibungen nach dem FördGG) werden im Konzernabschluss rückgängig gemacht. In diesem Zusammenhang entstehende latente Steuerbeträge betreffen ausschließlich Einkommensteuer und sind in analoger Anwendung der Regelung in den Gesellschaftsverträgen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Eine Passivierung von latenter Gewerbesteuer kommt deshalb nicht in Betracht, da Immobiliengesellschaften nach § 9 Nr. 1 GewStG auf Antrag für bestimmte Erträge aus Immobilienvermögen von der Gewerbesteuer befreit sind. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB wurde auf die Aktivierung latenter Gewerbesteuer aus abweichenden steuerlichen Ansätzen bei Rückstellungen in den zu Grunde liegenden Einzelabschlüssen verzichtet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschluss-Stichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V .m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden sowohl linear als auch degressiv vorgenommen, wobei soweit zulässig von der degressiven zur linearen Methode übergegangen wird, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Anlagegüter werden mit Beginn des Geschäftsjahres 2008 in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit Aktiv- und Passivposten in fremder Währung als Bewertungseinheit bilanziert werden, erfolgt die Erfassung sich ausgleichender Wertänderungen ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 anzuwendende durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet, der zum 31. Dezember 2013 bei 4,89 % liegt. Die erwarteten Rentensteigerungen wurden mit 1,75 % bei der Berechnung berücksichtigt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen drohenden und erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. In Anwendung des in Art. 67 Abs. 3 EHGHB eingeräumten Wahlrechts wurden Rückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2008 geltenden Fassung beibehalten (Aufwandsrückstellungen). Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur KonzernbilanzAktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Abgänge im Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen die Veräußerung mehrerer Immobilien, mit Schwerpunkt in Berlin und München. Die Forderungen sind allesamt innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme eines Betrages in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,1 Mio.) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Passiva Die Posten gezeichnetes Kapital und Bilanzgewinn entsprechen dem Eigenkapital der SV-GmbH. Der Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz entfällt im Wesentlichen auf die Gesellschafter der GS Nürnberg. Er beinhaltet das Eigenkapital der GS Nürnberg sowie den auf die Gesellschafter der GS Nürnberg entfallenden Anteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen, soweit er seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet worden ist. Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen ehemalige Mitarbeiter der Foto-Quelle GmbH und Quelle Berlin GmbH, deren Pensionsansprüche nach Insolvenz der Quelle GmbH und weiterer Tochtergesellschaften von der Schickedanz Investitions GmbH & Co. KG, Nürnberg, als Rechtsnachfolger zu übernehmen waren. Die Steuerrückstellungen sind überwiegend noch für Körperschaftsteuer gebildet. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für unterlassene Instandhaltungen, Verluste aus schwebenden Geschäften und allgemeine Risiken. Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
In den Verbindlichkeiten sind solche gegenüber Gesellschaftern der SV-GmbH in Höhe von EUR 28,3 Mio. (Vj. EUR 14,2 Mio.) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,1 Mio.) sowie Verpflichtungen gegenüber anderen Unternehmen, vorwiegend der ICN-Gruppe, in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.). Bewertungseinheiten Zwischen den Dollar-Beteiligungen (sonstige Beteiligungen) an US-Projektentwicklungsgesellschaften (TUSD 2.036) und den korrespondierenden Refinanzierungs-Dollar-Verbindlichkeiten (TUSD 2.003) wurden zur Absicherung von Währungsrisiken Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet. Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäften gleichen sich im Umfang von TUSD 2.003 im Sicherungszeitraum bis 2014 voraussichtlich aus, da die Rückflüsse als Rückzahlung der ursprünglichen Einlage behandelt und zur Tilgung der korrespondierenden Dollar-Verbindlichkeit genutzt werden. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt prospektiv unter Würdigung der zu Grunde liegenden Parameter. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse liegen nicht vor. Auf Grund von langfristigen Erbbauverträgen sind jährliche Leistungen von zur Zeit EUR 0,3 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) zu erbringen. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung liegen nicht vor. Treuhandverhältnisse Treuhandverhältnisse mit Mieterin bestehen aus der Hinterlegung von Kautionen. Diese valutieren am Bilanzstichtag mit EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR 1,7 Mio.). Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse werden vorwiegend im Inland aus der Vermietung von Immobilien erzielt. Sie umfassen neben der Miete auch die umlagefähigen Nebenkosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Anlagenabgängen TEUR 11.749 (Vj. TEUR 3.237), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 454 (Vj. TEUR 23) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 336 (Vj. TEUR 189). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 0,3 (Vj. TEUR 1). Die Personalaufwendungen betreffen den bei den Pensionsrückstellungen beschriebenen Sachverhalt. Bei den Abschreibungen handelt es sich ausschließlich um Normalabschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben Grundstücks- und Verwaltungsaufwendungen noch die Kostenverrechnung der ICN Immobilien Consult Nürnberg GmbH & Co. KG für Leistungen, die diese für die GS-Gruppe erbringt. Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 40 (Vj. TEUR 44) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in geringem Umfang Gewerbeertragsteuer saldiert mit Körperschaftsteuererstattungen. Die Einkommensteuer der Gesellschafter der GS Nürnberg ist ebenso wie die latente Einkommensteuer nicht in der Gewinn-und Verlustrechnung enthalten. Die sonstigen Steuern betreffen vorwiegend Grundsteuer. Vom Jahresüberschuss entfallen EUR 15,5 Mio. (Vj. EUR 6,3 Mio.) auf Gesellschafter der GS Nürnberg. Der ausgewiesene Konzernbilanzgewinn entspricht dem Bilanzgewinn der SV-GmbH. Sonstige AngabenDie GS-Gruppe hat im Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses sind für das Geschäftsjahr 2013 Honorare für Abschlussprüfungsleistungen im Konzern in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 57) angefallen. Mitglieder der Geschäftsführung
Nürnberg, den 24. März 2014 Die Geschäftsführung Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2013
BestätigungsvermerkAn die Schickedanz Verwaltungs GmbH Wir haben den von der Schickedanz Verwaltungs GmbH, Nürnberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 28. März 2014 Ernst
& Young GmbH
Neugebauer, Wirtschaftsprüfer Maaß, Wirtschaftsprüferin |
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