Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 19842
Eingetragen
5.7.2001
Branche
Herstellung von Ölen und Fetten, ohne Margarine u. ä. NahrungsfetteHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Herstellung und der Verkauf von Kraftersatzstoffen (Biodiesel) aus pflanzlichen sowie tierischen Fetten und Ölen; Herstellung und Verkauf von Energieträgern aus alternativen Rohstoffen; Herstellung und Handel von pflanzlichen Ölen und Fetten; Strom- und Wärmeerzeugung mit einem Blockheizkraftwerk aus alternativen Energieträgern; Bau und Verkauf von Anlagen zur Herstellung von Kraftersatzstoffen; Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit der Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen; Kauf, Entwicklung und Verkauf von Lizenzen im weiteren Zusammenhang von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen; Beratung zur Herstellung und zum Einsatz von Kraftersatzstoffen aus alternativen Rohstoffen; Herstellung und Vertrieb von Heizöl; Vertrieb von mineralischem Dieselkraftstoff.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralph Münzberg
seit 24.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

75.00% identifiziert25.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
49.90%
Cornelia Münzberg
25.10%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Greenindustry Trust GmbHAUT
25.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Schirgiswalde
12.475 €
49.90%
Cornelia Münzberg
Schirgiswalde
6.275 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Biowerk Sohland GmbH

Sohland

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Das Geschäftsmodell

Die Biowerk Sohland GmbH (im Folgenden auch "Biowerk Sohland" oder "Gesellschaft" genannt) mit Sitz in Sohland / Spree ist im Handelsregister Dresden unter der Nummer HRB 19842 eingetragen. Weitere Standorte existieren nicht. Die Organisation unterteilt sich in Geschäftsführung und 35 Mitarbeiter, davon 1 Auszubildender. Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr 2023 Herrn Ralph Münzberg.

Die Gesellschaft produziert und vertreibt Fettsäuremethylester zur Anwendung als Biokraftstoff (Biodiesel) oder zum Einsatz für verschiedene industrielle Verwendungen. Das Hauptgeschäftsmodell ist dabei im Bereich der Lohnfertigung angesiedelt. In Kooperation mit leistungsstarken Partnern aus dem Bereich Handel wird die eigene Kernkompetenz - die Produktion von Biokraftstoff - mit hervorragenden Ausprägungen im Bereich der Rohstoffbeschaffung und Vertriebsstrukturen für die Produkte kombiniert.

Für die hergestellten Biokraftstoffe werden nahezu ausschließlich Rest- und Abfallstoffe (z. B. Altspeisefette, Gebrauchtöle und ölhaltige Abfälle aus der Verarbeitung von Lebensmitteln) als Rohstoffe eingesetzt. Damit bewegt sich die Gesellschaft im Markt für konventionelle Biokraftstoffe mit besonders geringen Treibhausgasemissionen beziehungsweise im Markt für fortschrittliche Biokraftstoffe aus speziell definierten Rohstoffen.

Bei den Kunden der Biowerk Sohland handelt es sich um Handelsunternehmen mit direktem Kontakt zu den Mineralölgesellschaften.

Die Biowerk Sohland verfügt über ein implementiertes und zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 sowie über ein Risikomanagementsystem für die verschiedenen Unternehmensbereiche. So wird sichergestellt, dass die Compliance-Anforderungen aller interessierten Parteien in die Betrachtungen einbezogen werden. Als weiteres Werkzeug wurde ein Tax Compliance Managementsystem nach GoBD-Anforderungen eingeführt, das kontinuierlich weiterentwickelt wird.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung sind stets darauf ausgerichtet, sich zukunftsfähig im Markt zu positionieren. Zuletzt hat die Biowerk Sohland als Projektpartner in einem vom PTJ (Projektträger Jülich) geförderten Forschungsprojekt zur Erzeugung von Biomethanol aus Nebenprodukten der Biodieselherstellung mit dem DBI Gastechnologischen Institut Freiberg zusammengearbeitet, das zum 31.12.2023 abgeschlossen wurde. Zum Zeitpunkt der Betrachtung konnte das Verfahren aber im Sinne der Wirtschaftlichkeit nicht überzeugen, da die erzeugten Mengen zu gering waren für eine Kostendeckung.

In aktuellen internen Projekten wird vor allem der Einstieg in die Produktion von Rohstoffen für das sogenannte Co-Processing untersucht. Entsprechende Verfahren ermöglichen Mineralölgesellschaften die Erfüllung ihrer Treibhausgasquote durch den Einsatz von Biomasse im eigenen Raffinationsprozess (Co-Processing). Allerdings ist der direkte Einsatz von auf dem Markt verfügbaren Rohstoffqualitäten in der Raffinerie nicht möglich. Die Produkte müssen vorab entsprechend gereinigt und aufbereitet werden. Die Biowerk Sohland GmbH hat zu diesem Zweck ein eigenes Verfahren entwickelt, das am Standort bereits im Pilotmaßstab etabliert und mit Rohstofflieferanten und Kunden aus der Mineralölindustrie getestet wurde.

Durch die langjährigen und stabilen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten wird der Zugriff auf Rohstoff - und Absatzmengen gesichert. Durch eine permanente interne Weiterentwicklung des eigenen Verfahrens zur Biodieselherstellung ist die Biowerk Sohland bestrebt, auch noch nicht erschlossene Rohstoffquellen zukünftig nutzen zu können. Dazu findet ein enger Austausch mit den Partnern aus dem Bereich der Beschaffung statt. Zudem eröffnet das sehr gut ausgestattete Betriebslabor die Möglichkeit, Tests und Versuche mit neuen Rohstoffqualitäten direkt in-house durchzuführen und auszuwerten.

In den vergangenen Jahren wurde zudem basierend auf den Ergebnissen eines Forschungsprojektes aus den Jahren 2008 bis 2010 intern ein Verfahren zur Erzeugung von Heizgas aus den Nebenprodukten der Biodieselherstellung entwickelt, das perspektivisch die autarke Versorgung des Standortes mit Energie ermöglichen soll. Die Entwicklung und Übertragung auf den großtechnischen Maßstab wurde im Berichtszeitraum abgeschlossen, sodass für 2024 die technische Umsetzung einer Anlage zur Heizgaserzeugung geplant ist. Diese Entwicklung wird die Energieeffizienz und die Kostenstruktur des Standortes nachhaltig positiv beeinflussen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Endkunden der Produkte der Biowerk Sohland GmbH finden sich insbesondere im Bereich des Güterverkehrs und der Energieversorgung. Diese Bereiche korrelieren unmittelbar mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Eine Schwächung der Transport- und Logistikbranche durch geringeres Wirtschaftswachstum kann demnach auch den Absatz der Gesellschaft negativ beeinflussen. Im Jahr 2023 ist der Einsatz von Biodiesel gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Biodiesel ist der Biokraftstoff mit dem höchsten Marktanteil bei den Biokraftstoffen im Verkehrssektor in Deutschland. (vgl. Hintergrund Erneuerbare Energien in Deutschland - Daten zur Entwicklung im Jahr 2023, Umweltbundesamt März 2024, https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/2024_uba_hg_erneuerbareenergien_dt.pdf) Durch überwiegend einheitliche Vorgaben im Bereich der Biokraftstoffe ist das Unternehmen jedoch nicht ausschließlich von der nationalen Wirtschaftsentwicklung abhängig, sondern kann den eigenen Markt im gesamteuropäischen Kontext betrachten.

Die europäischen Vorgaben für den Bereich der Biokraftstoffe gehen mit der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie 20018/2001 (RED II) ganz gezielt in die Richtung, dass zukünftig der Markt für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse (z. B. frische Pflanzenöle) weiter reguliert und heruntergefahren werden soll. Der Markt für fortschrittliche Biokraftstoffe hingegen soll für weitere Rohstoffe geöffnet und mengenmäßig ausgebaut werden. Da es sich allerdings über die Beimischungs-, Quotenregelungen und teilweise Doppelanrechungsmechanismen der europäischen Mitgliedstaaten um einen stark subventionsgetriebenen Markt handelt, werden auch viele Anreize für Betrugsfälle gesetzt, unter denen die gesamte Branche leidet. Beispielsweise gab es im Frühjahr 2023 große Mengen an fragwürdig zertifizierten Biodieselmengen aus China, die den europäischen Markt zu deutlich geringeren Preisen erreicht und dadurch für einen deutlichen Nachfrageeinbruch nach innergemeinschaftlich produzierten Biokraftstoffmengen gesorgt haben. (vgl. Pressemitteilung des Verbandes der deutschen Biokraftstoffindustrie vom 22.06.2023, https://biokraftstoffverband.de/biokraftstoffindustrie-in-deutschland-und-europa-auf-der-kippe/) Die Untersuchung durch die Europäische Kommission zu diesen Vorgängen ist noch nicht abgeschlossen.

Die Branche und die Politik sind bemüht, zunehmend Transparenzmechanismen zu implementieren, die Betrug und entsprechende Verdachtsfälle minimieren und damit den Markt stabilisieren sollen. So wird zeitnah die Einführung der Unionsdatenbank (UDB) erwartet. In der Datenbank werden dann alle Warenströme von der Anfallstelle oder dem Erzeuger der Rohstoffe bis hin zum Produzenten des finalen Biokraftstoffes nachverfolgt. Die Einführung war für den 01. Januar 2024 geplant. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung war die Datenbank jedoch noch nicht vollständig einsatzbereit.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Biowerk Sohland verfügte im Geschäftsjahr 2023 über eine nominale Produktionskapazität von 105.000 t Biodiesel. Die Kapazitätsauslastung lag über das gesamte Jahr bei über 90% und damit auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau.

Der überwiegende Teil des hergestellten Volumens wurden in Form von Lohnverarbeitungsverträgen abgewickelt. Dabei agiert die Biowerk Sohland GmbH als Dienstleister für ihre Kunden und verarbeitet angelieferte Rohstoffe zu spezifikationsgerechten Endprodukten. Der mengenmäßige Anteil des Lohnverarbeitungsgeschäfts an der produzierten Menge entspricht in etwa dem Vorjahresniveau.

Die Menge an verkauftem Biodiesel ohne Lohnarbeitsvertrag für die Nutzung im Kraftstoffsektor wurde um ca. 10 % erhöht. Damit konnte der Anteil des eigenproduzierten Biodiesel am Gesamtabsatz um 3% gesteigert werden.

Das Handelsvolumen mit Fertigprodukten wurde im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Die Reduktion des Handelsvolumens aufgrund des sehr hohen Preisniveaus für Biokraftstoffe im Jahr 2022 bedingt auch maßgeblich den verzeichneten Umsatzrückgang im Betrachtungszeitraum. Der logistische und organisatorische Aufwand für den Umschlag von größeren Handelsvolumina war im Jahr 2022 verhältnismäßig hoch, sodass im Betrachtungszeitraum zunächst eine Strategie für das bessere Handling entwickelt wurde.

Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) basiert im Bereich der Pflanzen-/ Rest- und Abfallöle über kurzfristige Verträge, im Bereich der Grund- und Spezialchemikalien in der Regel auf Jahresverträgen. Planungsgrundlage für den Bedarf sind die mit den Kunden fixierten jährlichen Rahmenvereinbarungen zu den Absatzmengen an Biokraftstoffen. Die Nebenprodukte werden in der Regel monats- oder quartalsbasiert verkauft. Die Abnehmerstruktur in diesem Bereich ist sehr kleinteilig und divers, was für das Unternehmen zu einer erhöhten Flexibilität und Sicherheit beim Absatz führt.

Der bereits seit 2010 am Standort vorhandene Gleisanschluss wurde in den Jahren 2022 und 2023 umfangreich ausgebaut und mit einer Bahnverladestation ausgerüstet. Im Zuge dessen wurde das Tanklager über eine Pipeline mit der Bahnverladestation verbunden, was eine automatisierte Beladung der Kesselwagen ermöglicht. Durch die Ausrüstung des Anschlusses mit einer Seilrangieranlage können auf dem werkseigenen Gelände Ganzzüge bewegt und zeit- und personaloptimiert abgefertigt werden. Die Attraktivität des Standortes für die Kunden mit großen Tanklägern wurde dadurch stark erhöht und die getätigten Zugverkehre konnte seit Inbetriebnahme im vierten Quartal 2023 deutlich gesteigert werden.

In Summe wird die Marktposition des Unternehmens als sehr stabil eingeschätzt. Durch die permanenten Weiterentwicklungen in den verschiedenen Unternehmensbereichen, die klar strukturierten Unternehmensprozesse und die enge Zusammenarbeit mit Partnern auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette im Bereich der Biokraftstoffe ist die Gesellschaft vor- und nachgelagert integriert.

3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Im Berichtszeitraum war die Produktionskapazität sehr gut ausgelastet. Die vergleichbare Auslastung in 2022 lag nur geringfügig höher.

Für das Jahr 2023 ergibt sich mit TEUR 37.587 eine deutlich reduzierte Gesamtleistung gegenüber 2022 (TEUR 62.203). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das in 2022 vorherrschende hohe Preisniveau aufgrund von knappen Rohstoff- und Produktmärkten in Folge des Ukrainekrieges sowie die deutliche Reduktion des Handelsvolumens in 2023 aufgrund technisch-organisatorischer Herausforderungen. Der Einfluss der knappen Märkte wird insbesondere auch bei der Betrachtung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe deutlich, die in 2023 mit TEUR 29.535 um 45,2 % unter dem Niveau von 2022 lagen. Das Rohergebnis lag mit TEUR 8.051 um ca. 3,1 % unter dem Vorjahr. Unter Einbeziehung des Umsatzrückgangs zeigt sich im Vergleich der Kennzahlen dennoch die stabile Lage des Unternehmens.

Sonstige betriebliche Erträge werden u. a. durch Dienstleistungen im Logistik- und Handlingsbereich (z. B. Angebot von Tankwagenreinigungen) erzielt. Aufgrund des insbesondere erhöhten Aufkommens an Bahnverladungen im Betrachtungszeitraum gegenüber dem Vorjahr konnte in dieser Position eine Steigerung von 81,5% % auf TEUR 128 erzielt werden.

Die Materialkostenintensität liegt mit knapp 78,6 % auf vergleichsweise geringem Niveau für ein Bulkprodukt und konnte gegenüber dem Vorjahr (86,6 %) verbessert werden.

Die Aufwendungen für das Personal sind gemäß der allgemeinen Wirtschafts- und Inflationsentwicklung im Betrachtungszeitraum erwartbar um 7,4 % auf TEUR 2.097 gestiegen. Das Unternehmen ist bestrebt, das vorhandene Know-How der Mitarbeiter langfristig zu sichern, was maßgeblich durch eine geringe Fluktuation und nachhaltige Mitarbeiterentwicklung abgebildet werden soll. Vor diesem Hintergrund ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Beteiligung am Unternehmenserfolg einen großen Anteil an einer nachhaltigen Sicherung des Standortes haben.

Maßgebliche sonstige betriebliche Aufwendungen sind die Reparatur- und Instandhaltungskosten, die mit TEUR 757 um TEUR 272 (-26,5 %) unter dem Vorjahresniveau liegen, sowie Kosten für die Warenabgabe mit TEUR 678 (Vj.: TEUR 247). Der Anstieg der Kosten für die Warenabgabe ist darauf zurückzuführen, dass die Beauftragung der Bahntransportleistung in der Regel durch die Biowerk Sohland erfolgt. Bei der Abholung von Biodiesel im Tankwagen beauftragt hingegen der Kunde die Transportdienstleistung.

Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Punkte liegt das Jahresergebnis mit TEUR 1.999 im erwarteten Bereich und auf einem sehr guten Niveau.

3.2 Finanzlage

Das Finanzmanagement des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat die Konsolidierungspolitik der Geschäftsleitung, die klar auf Reinvestition der Ergebnisse ins Unternehmen ausgerichtet ist.

Getätigte Investitionen dienen stets der Stabilisierung und Weiterentwicklung des Standortes durch notwendige Ersatzinvestitionen oder Verbesserungen der Infrastruktur. Im Berichtszeitraum betrifft dies insbesondere die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Bahnverladestation für Biodiesel. Weitere Investitionen betreffen für die Vorbereitung des Aufbaus der Heizgasanlage zur Energieerzeugung, notwendige Neuanschaffungen im Betriebslabors und erste Investitionen im Rahmen der Erweiterung des Tanklagers.

Für die Weiterentwicklung des Standortes im Bereich Tanklager/ Logistik sowie die Aufbereitung von Rohstoffen für den Einsatz als Co-Processing-Komponente sind bis zum Jahr 2028 Gesamtinvestitionen i. H. v. TEUR 9.390 geplant. Die im Berichtszeitraum durchgeführten und für die beiden Folgejahre geplanten Investitionen werden vollständig aus Eigenmitteln finanziert. Für weitere geplante Investitionen ab 2026 werden aktuell verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten mit anteiliger Fremdfinanzierung analysiert.

Die Liquiditätssituation des Unternehmens konnte durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weiter stabilisiert werden.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Kreditinstituten.

Die Finanzlage wird insgesamt als sehr komfortabel eingestuft.

Die Gesellschaft war und ist in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.560 auf TEUR 9.659.

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens ist um TEUR 1.527 gewachsen. Das Umlaufvermögen hat sich hingegen insgesamt um TEUR 430 reduziert, wobei sich die liquiden Mittel um TEUR 1.056 verringerten.

Die Kapitalseite ist von einer weiteren Erhöhung des Eigenkapitals um den um die Teilausschüttung verminderten Jahresüberschuss 2022 sowie von einer Verringerung der Verbindlichkeiten um TEUR 7 gekennzeichnet. Die Rückstellungen wurden um TEUR 148 erhöht. Somit weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 87,0 % (Vj.: 86,5 %) auf.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden von der Geschäftsleitung insbesondere die Aufwendungen für RHB im Vergleich zur Gesamtleistung als Materialkostenintensität und das betriebliche Rohergebnis herangezogen. Weitere wichtige Aspekte lassen sich aus der Energiekostenintensität, die als prozentualer Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten ausgedrückt wird, und Aufwendungen für das Personal ableiten.

2023 2022
Materialkostenintensität (%) 78,6 86,6
Betriebliches Rohergebnis (TEUR) 8.051 8.309
Energiekostenintensität (%) 4,9 4,5
Relative Personalkosten (%) 5,6 3,1

Die Leistungsindikatoren fließen direkt und indirekt in die Formulierung der Ziele für das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem ein und werden so kontinuierlich überwacht und im Rahmen des Managementreviews bewertet.

4 Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten.

5 Prognosebericht

Die Gesellschaft zeichnet sich vor allem durch eine hohe Flexibilität in der Organisations- und Technologiestruktur aus, sodass schnellstmöglich auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert werden kann. Hauptziel der Unternehmensleitung ist die stabile Geschäftsentwicklung auf derzeitigem Ergebnisniveau.

Die Produktionskapazität wird auf Basis von jährlichen Rahmenvereinbarungen mit den langjährigen Partnern jeweils im Vorjahr für das Folgejahr ausgelastet. Für das Geschäftsjahr 2024 liegt die Auslastungsprognose bei 98 %.

Im Jahr 2024 wird verstärkt in den Ausbau der Tanklagerkapazität und Infrastruktur am Standort investiert werden. Dies ist erforderlich, um die Produktvorhaltung (Handelsware und Eigenproduktion) für Bahnverladevorgänge zu optimieren und zukünftig ein breiteres Rohstoffspektrum abdecken zu können. Darüber hinaus wird verstärkt freie Tanklagerkapazität aus dem Markt angefragt, sodass bereits im vierten Quartal 2023 das vorhandene Tanklager in Form von Lagerverträgen mit Kooperationspartnern zusätzlich ausgelastet wurde. Durch die geplante Erweiterung der Infrastruktur am Standort sollen die Umschlagsmengen in den kommenden Jahren durch das Angebot von Lagerdienstleistungen bis 2027 deutlich erhöht werden. Davon wird die Biowerk Sohland durch ein erhöhtes Aufkommen an Dienstleistungsentgelten mit verhältnismäßig geringem Materialaufwand profitieren.

Ein weiterer Investitionsbereich ist die Inbetriebnahme der Anlage zur Heizgaserzeugung aus Nebenprodukten der Biodieselherstellung. Das eigens entwickelte Verfahren ist ein Schritt in Richtung Energieautarkie und soll die Energieeffizienz und die Treibhausgasemissionen des Biodieselprozesses weiter mindern. Die Einsparungen in Form eines deutlich verringerten Erdgaseinsatzes werden voraussichtlich ab dem Jahr 2025 spürbar wirksam werden.

Aufgrund der etwas geringeren prognostizierten Auslastung, dem allgemein reduzierten Preisniveau und den vergleichsweise geringen Dienstleistungsentgelten, die durch zusätzliche Lagerumschläger erzielt werden, wird für das Jahr 2024 insgesamt von geringeren Umsatzerlösen, und zwar in Höhe von TEUR 35.273, ausgegangen.

Die Materialkostenintensität wird mit ca. 75% auf einem geringfügig niedrigeren Niveau wie in 2023 erwartet.

Das prognostizierte Betriebsergebnis für 2024 liegt mit TEUR 1.951 auf ähnlichem Niveau wie 2023.

6 Chancen- und Risikobericht

Die Chancen- und Risiken, denen das Unternehmen gegenübersteht, werden fortlaufend im Rahmen des implementierten Risikomanagementprozesses bewertet. Dazu werden alle interessierten Parteien und deren Erwartungen an das Unternehmen erfasst, bewertet und bei entsprechenden Defiziten mit Maßnahmen belegt. Die Bewertung der Risiken erfolgt sowohl immateriell als auch finanziell und führt abschließend zu einer Einschätzung des Gesamtrisikos für das Unternehmen. In die Bewertung fließen selbstverständlich auch die entgegenzusetzenden Chancen des Unternehmens ein. Empfohlene Maßnahmen werden in den unternehmensinternen Maßnahmenplan aufgenommen, mit Verantwortlichkeiten hinterlegt und terminiert nachverfolgt. Ziel ist es, alle Risiken durch entsprechende Gegenmaßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren.

Insbesondere äußere Einflüsse durch gesetzgeberische Entwicklungen werden möglichst frühzeitig erfasst und notwendige Anpassungen durch die Unternehmensleitung ermittelt, bewertet und der Organisationsgröße angemessen umgesetzt.

Bei Biokraftstoffen handelt es sich um Produkte, deren Markt insbesondere durch politische Entscheidungen beeinflusst wird. Die Wirtschaftsteilnehmer aus der Mineralölindustrie, die die Produkte schlussendlich in Verkehr bringen, werden durch die gesetzlichen Vorgaben zur Biokraftstoffquote verpflichtet, bestimmte Mengen an Treibhausgasen gegenüber dem Einsatz von fossilen Energieträgern einzusparen. Für diese Quotenverpflichtung gibt es verschiedene Erfüllungsoptionen von der physischen Beimischung von Biokraftstoffen, über den Verkauf von erneuerbarem Strom oder dem Zukauf von Biokraftstoffquoten, die auf in Verkehr gebrachten Mengen anderer Wirtschaftsteilnehmer beruhen. Je nach gesetzlicher Regelung, wie die unterschiedlichen Erfüllungsoptionen angerechnet werden, kann dies die Nachfrage nach physischen Biokraftstoffen erheblich beeinflussen und damit auch die verkauften Mengen an Biodiesel der Biowerk Sohland. Zusätzlich werden durch politische Entscheidungen auch die Rohstoffmärkte beeinflusst, da es bei den Erfüllungsoptionen für die Biokraftstoffquote auch eine differenzierte Wichtung der eingesetzten Materialien gibt.

6.1 Chancen

Die Biowerk Sohland konnte bisher durch effektive interne Maßnahmen zur Risikominimierung eine verlässliche Kunden- und Lieferantenstruktur und damit eine sehr gute Resilienz aufbauen, die durch äußere Einflüsse entstandene Marktvolatilität gut ausgleichen. Insbesondere die Zertifizierungen zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsanforderungen sind essenziell zum Erhalt des Marktzugangs für die Gesellschaft. Inzwischen werden Zertifizierungen für den allgemeinen europäischen Markt sowie für spezielle länderspezifische Anforderungen des italienischen, französischen, niederländischen, belgischen und luxemburgischen Marktes vorgehalten. Damit wird eine hohe Flexibilität bei der Wahl des Absatzmarktes für die Kunden angeboten.

Ziel der Biowerk Sohland ist es, den Markt für Biokraftstoffe aus Rest- und Abfallstoffen kontinuierlich zu beliefern und die einsetzbare Rohstoffbasis in den betriebenen Produktionsanlagen fortlaufend durch technische Maßnahmen zu erweitern. Die im unternehmenseigenen Produktionsverfahren erreichten Treibhausgasminderungspotenziale bewegen sich zwischen 86 - 90 % gegenüber fossilem Dieselkraftstoff und sind damit sehr interessant für die Käufer aus dem Segment der Mineralölhandelsgesellschaften.

Durch die bereits veröffentlichen Gesetzgebungspläne der Europäischen Union zu den nachhaltigen Entwicklungen im Bereich Schifffahrt und Flugverkehr ist eine deutliche Vergrößerung des Absatzmarktes für abfallbasierte Biokraftstoffe zu erwarten. Hier wird es entscheidend sein, durch die Erweiterung der einsetzbaren Rohstoffbasis, den Zugriff auf nennenswerte Rohstoffmengen zu sichern. Mit einer realen Nachfrage aus diesen Bereichen für physische Lieferungen wird ab 2025 gerechnet. Das Unternehmen sondiert derzeit mit seinen Partnern potenzielle Rohstoffquellen und nutzt zur Bewertung dieser insbesondere das Know-How des eigenen Betriebslabors.

Perspektivisch werden die Mineralölgesellschaften zunehmend an einer Integration der biomasseverarbeitenden Prozessschritte in der Mineralölraffinerie arbeiten. Die Biowerk Sohland sieht es als strategisches Ziel, für diese Bereiche attraktive Lösungen anzubieten, die langfristige Kooperationen mit größeren Marktteilnehmern ermöglichen. Die aktuellen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Unternehmens sind auf diesen Bereich fokussiert und es stehen erste Absatzmengen für 2025 in Aussicht.

Die Produktion von Methylestern für spezielle Industrieanwendungen bleibt nach wie vor ein Marktfeld mit interessanten Entwicklungsperspektiven. Hier wird die vorhandene Produktionskapazität weiter vorgehalten. Ein sprunghafter Anstieg der Absatzmengen ist erst zu erwarten, wenn weitere Regulatorien zur Substitution mineralölbasierter Produkte auch in anderen Branchen greifen.

6.2 Risiken

Durch falsch gesetzte politische Anreize kann es zur Verteuerung von Rohstoffen im Bereich der Abfallöle kommen und Importe aus Drittländern mit Produkten, deren Zertifizierungsanforderungen nicht den europäischen Standards entsprechen, können den Absatzmarkt nachhaltig negativ beeinflussen. Die strategische Ausrichtung auf den Einsatz von Rest- und Abfallstoffen und eine lückenlose Dokumentation der behandelten Mengenströme bietet aus Sicht der Gesellschaft eine größtmögliche Sicherheit für Lieferanten und Kunden.

Eine besondere Herausforderung bei der Bedienung der Absatzmärkte für den gesamteuropäischen Raum ist nach wie vor die geografische Lage des Unternehmensstandortes. Die Hauptmengen der gehandelten Biokraftstoffe werden über die ARA Region (niederländisch-belgische Hafen- und Industrieregion Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) umgeschlagen, was erhöhte Transportaufwendungen für Kunden und Lieferanten nach sich zieht. Die Biowerk Sohland GmbH ist bestrebt, diesen Standortnachteil durch fortlaufende Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens auszugleichen. Konkrete Maßnahmen für diesen Bereich waren Investitionen in Höhe von TEUR 380 in eine Bahnverladungsanlage.

Den vielfältigen globalen Krisen, die auch zunehmend die Energiemärkte und damit die Gestehungskosten von in Deutschland produzierten Waren beeinflussen, setzt die Gesellschaft die Stabilisierung von Gestehungskosten durch langfristige Energielieferverträge und damit kalkulierbaren Kosten sowie Maßnahmen zur Erreichung einer autarken Energieversorgung durch die Nutzung vorhandener Energieressourcen entgegen. Damit konnten im Berichtszeitraum stabile Energiepreise verzeichnet werden. Ziel dieser Strategie ist in erster Linie der Erhalt der Betriebsfähigkeit, um die für die Rentabilität notwendigen Produktionsmengen darstellen zu können.

Zur Minimierung von Liquiditätsrisiken wurde das Modell der Lohnverarbeitung implementiert. Dies wird sich auch zukünftig positiv auswirken, da die verwendeten Rohstoffe (insbesondere Pflanzenöle aus dem Rest- und Abfallstoffbereich) zukünftig vermehrt basierend auf Börsennotierungen gehandelt werden, zu deren Absicherung enorme Finanzierungskosten notwendig sind. Durch die Auslagerung dieser Prozesse ist für das Unternehmen das Risiko in diesem Bereich deutlich reduziert.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken im Bereich der Kunden wurde in der Vergangenheit eine Diversifizierungsstrategie umgesetzt. Diese ist jedoch nur begrenzt voranzutreiben, da die Endkunden in Form der Mineralölwirtschaft in der Regel nur über großvolumige Absatzverträge zu binden sind. Eine Aufteilung der vorhandenen Produktionskapazität auf eine hochdiverse Kundenstruktur ist vor diesem Hintergrund nicht zielführend. Als Absicherungsmaßnahmen sieht das Unternehmen in diesem Bereich die Pflege von stabilen und langfristigen Beziehungen zu den bestehenden Geschäftspartnern.

Unter Berücksichtigung der äußeren Einflüsse und der implementierten und geplanten Maßnahmen zur Risikoreduzierung in den verschiedenen Bereichen schätzt die Geschäftsleitung das Gesamtrisiko für das Unternehmen als moderat ein.

 

Sohland / Spree, 03.09.2024

Ralph Münzberg, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.284.007,09 2.757.361,49
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18,00 18,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 17,00 17,00
II. Sachanlagen 4.283.989,09 2.757.343,49
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.053.990,09 559.718,09
2. technische Anlagen und Maschinen 2.220.236,00 1.166.082,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 489.763,00 440.374,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 520.000,00 591.169,40
B. Umlaufvermögen 5.368.556,02 5.797.708,89
I. Vorräte 889.706,41 816.392,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.971.714,48 1.418.402,32
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.914,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.967.799,86 1.418.402,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.507.135,13 3.562.914,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.687,07 5.027,97
Aktiva 9.659.250,18 8.560.098,35

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.407.645,57 7.408.429,20
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 6.383.429,20 5.289.114,04
III. Jahresüberschuss 1.999.216,37 2.094.315,16
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 35.288,50 76.009,63
C. Rückstellungen 971.274,85 823.574,12
D. Verbindlichkeiten 245.041,26 252.085,40
Passiva 9.659.250,18 8.560.098,35

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.179.484,58 8.379.372,17
2. Personalaufwand 2.096.828,82 1.951.678,90
a) Löhne und Gehälter 1.755.054,79 1.667.977,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 341.774,03 283.701,01
davon für Altersversorgung 769,50 570,00
3. Abschreibungen 317.298,99 297.980,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 317.298,99 297.980,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.917.925,76 2.807.305,46
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.336,80 15.388,70
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 827.044,75 1.207.741,30
7. Ergebnis nach Steuern 2.004.049,46 2.099.277,25
8. sonstige Steuern 4.833,09 4.962,09
9. Jahresüberschuss 1.999.216,37 2.094.315,16

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Biowerk Sohland GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Sohland/Spree
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Dresden
Register-Nr.: HRB 19842

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden nur bei der Erstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Geschäftsleitung geht von der Fortführung des Unternehmens aus (going concern). Gründe, die gegen die Fortführung sprechen, sind nicht erkennbar.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

C. Angaben zur Bilanz

1. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von 3.914,62 € gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

2. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 7.257,39 €

3. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 14.437,45 EUR (Vorjahr: 14.437,45 EUR).

4. Angabe zu den sonstigen Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen zum 31.12.2023 insbesondere für folgende Verpflichtungen:

Art der sonstigen Rückstellung Gesamtbetrag
TEUR
Personalkosten 256,7
Urlaubsrückstellungen 55,1
Abschluss und Prüfung 38,5
übrige sonstige Rückstellungen 26,5
Summe 376,8

5. Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 151,9 151,9 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 93,1 93,1 0,0 0,0
Summe 245,0 245,0 0,0 0,0
Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 156,2 156,2 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 95,8 95,8 0,0 0,0
Summe 252,0 252,0 0,0 0,0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen besteht der übliche Eigentumsvorbehalt. Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 15,9 TEUR Verbindlichkeiten aus Steuern und 0,5 TEUR Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Aufwendungen für Personal in der Gewinn- und Verlustrechnung entfallen 0,7 TEUR auf Aufwendungen für Altersversorgung.

E. Sonstige Angaben

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 18,00
Angestellte 16,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 34,00

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Ralph Münzberg ausgeübter Beruf: Forstwirt

In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 20.500,00 EUR für Abschlussprüfungsleistungen.

F. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Sohland a. d. Spree, 03.09.2024

gez. Ralph Münzberg, Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Biowerk Sohland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Biowerk Sohland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Biowerk Sohland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weißwasser, 11. November 2024

SMART GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Daniel Kästel, Wirtschaftsprüfer

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