Großhandel mit Textilien
HOWDEN CANINENBERG GmbHLiquidiert
Belfortstraße 15, 50668 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Enders seit 11.4.2023 | Prokura |
Florian Franz Herbert Adler seit 2.8.2021 | Prokura |
Jill Vanessa Wolf seit 26.3.2020 | Prokura |
Klaus Michael Eisenberger seit 4.12.2019 | Geschäftsführer |
Georg Alexis Romanos seit 10.11.2016 | Geschäftsführer |
Axel Meyer seit 12.1.2016 | Geschäftsführer |
Andreas Heinz Schwarz seit 23.1.2015 | Prokura |
Jens-Peter Oblau seit 2.5.2012 | Prokura |
Henning Helwig seit 12.4.2011 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HOWDEN CANINENBERG GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Lagebericht für Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis 30.09.20221. Allgemeine Rahmenbedingungen Der konjunkturelle Verlauf der deutschen Wirtschaft weist nach wie vor eine zweigeteilte Entwicklung auf: Hatte sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr noch als widerstandsfähig erwiesen, belasten zunehmend die anhaltend hohen Energiepreise, die steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste weiterhin die Aussichten für die deutsche Wirtschaft. Zwar ist das dritte Quartal besser verlaufen als erwartet und die deutsche Wirtschaft gewachsen. Für den weiteren Verlauf erwartet man jedoch eine rückläufige Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr, in deren Folge die Zuwachsrate leicht negativ sein dürfte. Angesichts der hohen Inflationsraten dürften vor allem die privaten Konsumausgaben weiter negativ beeinflusst sein. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima weiterhin verschlechtert. Die Dienstleister blicken pessimistisch und sorgenvoll auf die kommenden Monate, so dass ein weiterer Rückgang zu erwarten ist. Die Konjunkturindikatoren stützen die Aussicht, dass sich die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der versiegten Gaslieferungen aus Russland stark eingetrübt hat. So sind Auftragseingänge und Produktion rückläufig, allerdings verfügt die Industrie über ein großes Auftragspolster. Auch das ifo Geschäftsklima entwickelte sich rückläufig, vor allem, weil die Geschäftserwartungen einbrachen. Stabilisierend wirken derzeit der weiterhin robuste Arbeitsmarkt und die Industriekonjunktur. Die Erholung der Weltwirtschaft von der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Rezession wurde im ersten Halbjahr 2022 deutlich abgeschwächt. Infolge der russischen Invasion in der Ukraine und der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland stiegen die Rohstoffpreise weltweit stark an. Lockdowns in China kühlten die dortige Konjunktur ab und verschärften Engpässe in globalen Lieferketten. Die Inflation beschleunigte sich in vielen Ländern. In den USA und in Deutschland wurden die höchsten Inflationsraten seit mehr als 40 Jahren gemessen. Der Internationale Währungsfonds rechnet für das kommende Jahr jetzt nur noch mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 2,7 Prozent. 2. Branchen- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen Die deutsche Versicherungswirtschaft zeigte sich auch im Jahr 2022 insgesamt weiter leistungsfähig und stabil. Die Pandemie begleitet die Branche nun im dritten Jahr und auch wenn mittlerweile ein gewisses Maß an Normalität herrscht, werden diverse Varianten von Covid-19 noch weiterhin bestehen. Die deutschen Versicherer sind vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen und erweisen sich als Stabilitätsfaktor. Unmittelbar Auswirkungen haben die Preissteigerungen und die damit verbundene Inflation auch auf die Versicherungsindustrie. Der anhaltende Preisauftrieb macht die Regulierung eines Einzelschadens extrem teuer. Wiederaufbauten und Reparaturen werden aufgrund der steigenden Material- und Arbeitskosten aufwendiger und dauern länger. Diese Situation wird durch die klimabedingten, steigenden Schadenzahlen noch zusätzlich verschärft. Die Auswirkungen des Sturmtiefs "Bernd" sind bis heute noch nicht überwunden. Auch die Folgen des Ukraine-Konflikts sind in der Branche spürbar. Unternehmensleitungen müssen wirtschaftliche und politische Risiken täglich neu bewerten. Traditionell etablierte Instrumente von Risikobewertung und -transfer verändern sich im Rahmen dieser Krise. Ob und in welchem Maß Risiken versicherbar sind, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Die Versicherungswirtschaft reagiert auf die geschilderten Szenarien mit einem reduzierten Risikoappetit. Eine Tendenz, die bereits in den Vorjahren begonnen hat und sich auch in diesem Jahr weiter fortgesetzt hat. Das zeigt sich insbesondere in Form von Erhöhungen auf der Prämienseite und Verringerung der Deckungskapazitäten auf Einzelrisiken. Festzustellen ist allerdings auch, dass es vonseiten der Versicherungswirtschaft kein wirklich einheitliches Vorgehen gibt, sodass es zunehmend herausfordernder wird, den bisher gewohnten und bewährten Versicherungsschutz sicherzustellen. Nachhaltig positive Effekte hat die Beschleunigung der digitalen Transformation mit sich gebracht. Bereits vor der Pandemie stand die Digitalisierung des Vertriebs oben auf der Agenda der Versicherungswirtschaft. Die nötigen Umstellungen der Geschäftsmodelle hat die Versicherungswirtschaft seither konsequenter angegangen. In Zukunft werden sich die Unternehmen mit den besten digitalen Lösungen entlang der Wertschöpfungskette durchsetzen. Es werden immer mehr Potenziale genutzt und die Geschwindigkeit der Transformation nimmt zu. Es werden mehr und mehr schlankere Abläufe und Prozesse in die Wertschöpfungskette implementiert und Schnittstellen zu Makler und Versicherern geschaffen. Dabei befindet sich die Branche in einem Wandel. Die traditionellen Anbieter entwickeln eine neue Perspektive auf ihr Kerngeschäft, da sich Versicherer und Vermittler immer stärker digitaler Konkurrenz ausgesetzt sind. "Direct-to-Consumer"-Anbieter wie Lemonade oder Coya werben um Kunden auf Instagram und bieten den Abschluss direkt über die App an. Aber auch Online-Giganten wie Amazon bieten in den USA nun auch Versicherungen an. Dies hat den Akquiseprozess dramatisch beschleunigt. Auch setzen die neuen Anbieter auf flexible Vertragsmodelle und modulare Policen, die stärker auf die Lebenswirklichkeit der meist jungen Zielgruppe abgestimmt ist. Auch die Schadensabwicklung läuft mittlerweile ohne aufwendige Formulare und unnötigen Briefverkehr ab. Dieser Wandel hat auch Auswirkungen auf die Makler aufgrund der sich ergebenen Schnittstellenanbindungen an die entsprechenden Versichererportale und -apps. Um die mit der Digitalisierung und Vernetzung der Welt in nahezu allen wirtschaftlichen Bereichen steigenden Risiken abzusichern, wurden von den Unternehmen verstärkt Cyberversicherungen nachgefragt. Die fortschreitende Digitalisierung, vermehrte Schadenerfahrungen und wachsendes Know-how auf Versichererseite verhärten weiterhin den Markt für Cyber-Deckungen. Das Jahr 2022 startete wie das Vorjahr mit zahlreichen Schadenfällen. Trotz der negativen Entwicklung im Schadenbereich verfehlten die Maßnahmen der Versicherer ihre Wirkung nicht. Die gestiegenen Prämien, die reduzierten Kapazitäten und das restriktive Zeichnungsverhalten führten zu einer positiven Entwicklung ihrer Schadenquoten. Daher werden die anstehenden Vertragsverlängerungen einschneidender verlaufen als in den letzten beiden Jahren, so dass bei bereits bestätigten Deckungen, die Kapazitäten stabil bleiben und die Prämien nur moderat angehoben werden. Im Bereich der Spezialversicherungen hat sich insgesamt der Markt verhärtet und die Kapazitäten verringert, was zu einer spürbaren Erhöhung der Prämien und Selbstbeteiligungen führt. Großrisiken können oft nur auf mehrere Versicherer verteilt werden. Insgesamt bietet der deutsche Versicherungsmarkt im Vergleich zum Ausland noch gute Versicherungslösungen an. Der Industrie- und Gewerbeversicherungsmarkt hat sich im vergangenen Jahr verschärft: Die Versicherer haben ihre Kapazitäten verringert, die Prämien - in Einzelfällen sogar signifikant - angehoben und deutlich höhere Selbstbehalte gefordert. Die Bilanzen der Versicherer sind belastet. Im vergangenen Jahrzehnt haben sich Risikotragung und Prämienhöhe immer weiter auseinanderentwickelt. Das hat in den Jahresabschlüssen vieler Versicherer - auch ohne katastrophale Ereignisse wie Unwetter und Pandemie - zu einer Schaden- und Kostenquote von mehr als 100 Prozent geführt. Dies gilt im besonderen Masse für die Privaten Wohngebäudeversicherungsdeckungen. Die individuelle Ertragssituation der Versicherer bei den Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität führt dazu, dass der Rückversicherungsmarkt einen erhöhten Preisbedarf an die Versicherer adressiert, sodass neue Gründe für Prämienerhöhungen bei anstehenden Vertragsverhandlungen ins Feld geführt werden. Die Entwicklung in Richtung eines harten Industrieversicherungsmarktes hat durch Corona noch einmal einen Extraschub erhalten. Insbesondere für global aufgestellte Versicherer kommt es in dieser Situation zu zusätzlichen Schadenaufwendungen, was sich auf Kundenseite in höheren Prämien, Kapazitätsreduzierungen und weiteren möglichen Ausschlüssen bemerkbar macht. Inflationsbedingt werden die Aufwendungen im Sachversicherungsbereich stetig steigen. Die Mehrprämien infolge von Prämiensatzsteigerungen fallen aber weniger stark ins Gewicht als noch in den Vorjahren. Auch wenn sich die Preisdynamik der Vorjahre abschwächt, ist eine zunehmende Risikobereitschaft der Versicherer nicht zu erwarten. Versicherungsnehmer sollten sich im Zuge der Vertragserneuerungen vielmehr auf die Folgen einer nachhaltigen und veränderten Zeichnungspolitik der Versicherer einstellen, die von einer veränderten Kultur des Underwriting geprägt wird. Im Jahr 2022 war der Immobilienversicherungsbereich unter anderem von steigenden Prämien betroffen. Die Versicherer unterscheiden weiterhin sehr stark nach gewerblichen Risiken und privater Wohnungswirtschaft. Wichtig ist weiterhin, den Versicherern den Vorteil der Diversifikation des Portfolios durch Engagements in Immobilien-Versicherungen aufzuzeigen, damit es für die Kunden neben Prämiensteigerungen nicht auch noch zu Kapazitätsverknappungen kommt. Vor diesem Hintergrund ist eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit neuen Versicherern zwingend notwendig. Der volatile Rückversicherungsmarkt, die unsichere Weltlage und der Klimawandel sind auch für die Rückversicherer eine unübersichtliche Gemengelage. Sie versuchen, sich dagegen abzusichern. In Anbetracht der gestiegenen Schäden nicht nur durch Naturkatastrophen, sondern auch durch sogenannte sekundäre Gefahren, der Auswirkungen von Pandemien und der wirtschaftlichen Unsicherheit haben viele globale Rückversicherungsunternehmen ihren Geschäftsmix auf Unfall- und Spezialversicherungen verlagert. Weitere Prämienerhöhungen sowie steigende Selbstbehalte und sinkende Entschädigungsgrenzen im Elementargefahrenbereich sind für die kommenden Jahre wahrscheinlich. Es ist bereits erkennbar, dass sich die Prämienkonditionen gegenüber früheren Perioden verschlechtern werden. Versicherer prüfen die Risiken inzwischen viel genauer und passen die Prämien, Selbstbehalte und Bedingungen entsprechend der individuellen Risikosituation an. Beim Prämienniveau sind daher weiterhin Erhöhungen zu verzeichnen. In verschiedenen Sparten müssen sich Unternehmen allerdings mit Prämienerhöhungen, geringeren Kapazitäten und Deckungseinschränkungen auseinandersetzen. Die Schadenfrequenz und Höhe ist im Vergleich zu den Vorjahren durchgehend besser als erwartet. Die Zahl der Versicherungsvermittler inklusive Makler ist im Jahr 2022 weiterhin rückläufig. Der Trend weiterer Konsolidierungen hin zu Großmaklern bleibt bestehen, was insgesamt eine Verringerung der am Markt präsenten Versicherungsvermittler bzw. Makler mit sich bringt. Zukäufe sind auch Teil der Wachstumsstrategie der Howden Gruppe. Die Zugehörigkeit unserer Gesellschaft zu einer der größten internationalen Maklergruppen ist stabilisierend von Vorteil. Die Howden Broking Group Limited sieht sich gut aufgestellt, um sich als europäische Alternative zu anderen Maklerhäusern zu etablieren. 3. Rechtliche Rahmenbedingungen Nach wie vor bildet die Ende 2018 in deutsches Recht umgesetzte neue Versicherungsvermittlerverordnung in Zusammenhang mit der Insurance Distribution Directive ("IDD") den Rahmen zur Dokumentation des Beratungsprozesses. Ebenso bleibt die Entwicklung rund um die Reform des Versicherungssteuergesetzes im Blick. Das Gesetzesvorhaben ist eine Präzisierung des Versicherungssteuerrechts, mit der Intention bestimmte Nischenprodukte steuerlich nicht mehr zu bevorzugen. Auch besteht die Verpflichtung für Vertriebsmitarbeiter zur Weiterbildung in Höhe von 15 Zeitstunden im Jahr. Hierzu sind die Vertriebsbereiche angehalten worden, Listen und Nachweise zu führen. Die seit dem 25. Mai 2018 geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung ("DSGVO") enthält zahlreiche erweiterte Informations- und Auskunftspflichten und verschärft den Sanktionsrahmen bei Pflichtverletzungen erheblich. Die Gesellschaft reagiert hier mit der Anpassung von Dokumenten und Prozessen im Sinne der Rechtslage, die durch stetige Verbesserung und Verfeinerung charakterisiert ist. 4. Strategie Die HOWDEN CANINENBERG GmbH (HC) wurde 1999 als Teil der HOWDEN SICHERHEIT INTERNATIONAL GmbH (HSI), eines Centers of Competence für Versicherungsdienstleistungen, mit dem Ziel der Marktführerschaft in den Geschäftsfeldern Sport Special Risk & Entertainment, Film, TV & Media, Immobilien sowie Industrie & Gewerbe gegründet. Aufgrund eines Ende 2014 stattgefundenen Wechsels im Gesellschafterkreis an der Konzernspitze der HSI gehört die HC seitdem zur international führenden Howden Broking Group Limited, London. Die Howden Broking Group Limited ist Teil der Howden Group Holdings Limited mit Sitz in London, zu deren weiteren wesentlichen Standbeinen die Firmengruppen Dual (Underwriting), Howden Specialty (Spezialbroker) und Howden Re (Rückversicherung) gehören. Im Geschäftsjahr 2022 waren über 10.000 Mitarbeiter in 45 Ländern für die Howden Group Holdings Limited beschäftigt. Die HC ist ein in Deutschland und international tätiger, unabhängiger Versicherungsmakler für Risiken aus den Geschäftsfeldern Sport, Special Risk & Entertainment, Film, TV & Media, Immobilien, Industrie & Gewerbe sowie Specie. HC ist an den Standorten Köln, Oberhaching, Fulda, Potsdam und Hamburg vertreten. Die Hauptverwaltung befindet sich in Köln. HC hat im Berichtsjahr durchschnittlich 99 angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Damit ist die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 1 gesunken. Im Geschäftsfeld Sport Special Risk & Entertainment stellt die Gesellschaft spezielle Versicherungskonzepte u.a. für Sportrechtevermarkter, Sponsoren, Vereine, TV-Sender und Streaming Anbieter, Festival-Veranstalter und Konzertagenturen zur Absicherung von Werbezielen und Veranstaltungen sowie Sportler und Künstler bereit. Im Geschäftsfeld Film, TV & Media bietet HC Versicherungslösungen für alle Herstellungsrisiken aus den Bereichen Film & Fernsehen, Streamingdienste, Internet und Media. Dabei können neben Produktionsrisiken wie z.B. Ausfall von Personen, Beschädigung der Technik, Fehlern des Materials auch Werbe- und Marketingerfolge abgesichert werden. Zu den Kunden zählen im Wesentlichen Fernsehsender, TV-Studios, Produktionsfirmen und Streamingdienste. Im Geschäftsfeld Immobilien sind Immobilienverwalter als Hauptzielgruppe definiert. Neben den reinen Objektverträgen der von den Verwaltern betreuten Wohnungseigentümergemeinschaften werden die betrieblichen Versicherungen des Verwalters betreut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ca. 2.000 Immobilienverwalter im Portfolio. Das Geschäftsfeld Industrie & Gewerbe bietet individuelle Deckungskonzepte für mittelständische Unternehmen jeder Branche mit den Schwerpunkten Technikverleihfirmen und Veranstaltungszentren an. Des Weiteren ist dieser Bereich seit dem 01.01.2022 gruppenweit für die Betreuung des Incoming Geschäftes der Howden Gruppe in Deutschland zuständig. Das Geschäftsfeld Specie bietet "All-Risk"-Versicherungsschutz für Transporte und Einlagerungen meist hochwertiger Güter und Bargeld. Kunden sind Geld- und Werttransportfirmen, Banken, Edelmetallhersteller, -eigentümer, -händler und -transporteure. 5. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Geschäftsfeld Immobilien im Vergleich zum Vorjahr erneut Umsatzsteigerungen durch akquiriertes Neugeschäft und Beitragssanierungen verzeichnen. Die Umsätze in den Geschäftsfeldern Film, TV & Media, Industrie & Gewerbe sowie Sport Special Risk & Entertainment sind über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Geschäftsfeld Specie konnten leicht steigende Umsätze verzeichnet und Bestände gehalten werden. Vor diesem Hintergrund stiegen die Umsätze der Gesellschaft im Geschäftsjahr insgesamt von TEUR 15.557 um 15,9% auf TEUR 18.031. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von TEUR 222 um 34,5% auf TEUR 298. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Erträge aus Währungskursdifferenzen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Der Materialaufwand ist von TEUR 1.883 um 29,8% auf TEUR 2.443 gestiegen. Generell handelt es sich bei dieser Position um Provisionsabgaben, die aufgrund von Vereinbarungen an einzelne Untervermittler gezahlt werden. Da die Gesellschaft mit verschiedenen Untervermittlern zusammenarbeitet und mit diesen Individualvereinbarungen abschließt, kann folglich kein festes Verhältnis zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwendungen unterstellt werden. Des Weiteren ist nicht in jedes Geschäft ein Untervermittler involviert. Der ausgewiesene Personalaufwand beinhaltet neben den Gehältern auch Zuführungen zu Rückstellungen für Boni und Tantiemen sowie für das 13. Gehalt, welche nach dem Abschlussstichtag 30. September 2022 gezahlt werden. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr von TEUR 7.762 um 6,5% auf TEUR 8.264 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch Personaleinstellungen und Gehaltsanpassungen begründet. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 456 haben sich aufgrund von höheren Sofortabschreibungen und Investitionen in Büroausstattungen und EDV-Hardware im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 405) um 12,6% erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.787 erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.189) um 18,8%. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer erhöhten Konzernumlage. Auch in diesem Geschäftsjahr beeinflusst das Beteiligungsergebnis in Höhe von TEUR 3.081 (Vj. TEUR 3.510) das Ergebnis der HC wesentlich. Dieses ist aufgrund eines leicht niedrigeren Ergebnisses der HISV GmbH & Co. KG im Vergleich zum Vorjahr um 12,2% gesunken. Aufgrund eines im Geschäftsjahr 2015 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft HSI wird das Ergebnis von TEUR 6.374 (Vj. TEUR 4.661) abgeführt. Aufgrund der Aufhebung des in 2015 abgeschlossenen Steuerumlagevertrages ist im Geschäftsjahr keine Steuerumlage im Ergebnis enthalten (Vj. TEUR 1.291). Die Ertragslage der HC ist im Geschäftsjahr 2022 weiterhin positiv. Insgesamt ist es zum 30. September 2022 gelungen, die in der Unternehmensplanung gesteckten Ziele zu übertreffen. Der im Geschäftsjahr erzielte Umsatz in Höhe von TEUR 18.030 liegt um TEUR 3.376 (23,0%) über dem Planwert. Das EBITDA in Höhe von TEUR 3.835 liegt um TEUR 1.070 (38,7%) über dem geplanten Wert. 6. Vermögenslage Die Bilanzsumme der HC liegt aufgrund höherer Bankbestände zum Bilanzstichtag mit TEUR 29.634 um TEUR 1.403 über der Bilanzsumme des Vorjahres (TEUR 28.231). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen betrugen TEUR 1.306 (Vj. TEUR 742) und sind vor allem Investitionen in die IT-Hardware, Software sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgrund der Geschäftsentwicklung geschuldet. Der Wertansatz der Finanzanlagen ist mit TEUR 18.657 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 18.658) aufgrund der monatlichen Rückzahlung der im Vorjahr gewährten Personaldarlehen leicht gesunken. Die aktivierten Anteile an verbundenen Unternehmen sind nach wie vor werthaltig. Als wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen hält die HC 51% der Anteile an der HISV GmbH & Co. KG. Diese ist als Versicherungsmakler im Bereich Sportversicherungen tätig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.469 (Vj. TEUR 1.412) resultieren aus Prämienforderungen für die von HC vermittelten Versicherungsverträge. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus der Saisonalität des Geschäfts sowie aus temporären Abrechnungseffekten zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich im Geschäftsjahr von TEUR 1.181 auf TEUR 680 aufgrund von Darlehenstilgung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 439 (Vj. TEUR 1.218) stammen aus Versicherungsprämien und Courtagen für die von HC vermittelten Versicherungsverträge, die von HC an die Versicherungsunternehmen und Untervermittler abzuführen sind. Die Veränderung zum Vorjahr ist stichtagsbedingt. 7. Finanzlage HC verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 4.889 (Vj. TEUR 3.727). Dies entspricht 16,5% der Bilanzsumme. Es bestehen zudem Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.756 (Vj. TEUR 2.870). Die aktivierten Steuervorauszahlungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 18 auf TEUR 8. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.833 (Vj. TEUR 2.903) aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 7.651 (Vj. TEUR 7.415) aus Gewinnabführung. Außerdem bestehen im Wesentlichen langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 675 (Vj. TEUR 1.175) gegenüber Darlehensgebern. Die Gesellschaft sieht sich jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 8. Wirtschaftliche Lage Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine Entwicklungen ab, die einen erheblichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HC haben. Wesentliche Leistungsindikatoren sind:
* EBIT = Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und
Beteiligungserträgen sowie vor Gewinnabführung
9. Chancen- und Risikobericht Risiken der zukünftigen Entwicklung ergeben sich hauptsächlich durch die Abhängigkeit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens von der Entwicklung in der Versicherungsbranche unter den anhaltenden Folgen der COVID-19-Pandemie, der Ukraine-Krise und der damit eingehenden hohen Energiepreise, die steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste, welche die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zunehmend belasten. Auf Seiten der Versicherer sind an vorderster Stelle weiterhin Umbrüche in der Unternehmenslandschaft und Rationalisierungsmaßnahmen zu nennen. Intensiver Wettbewerb auf dem deutschen Markt wird durch zunehmende Verflechtung zwischen internationalen Versicherungsmärkten noch stärker gefördert. Eine Platzierung von komplexen Risiken ausschließlich auf dem deutschen Markt ist mittlerweile kaum vorstellbar. Der internationale Markt gewinnt so an Bedeutung, dass man diesen am besten mit einem internationalen Netzwerk bearbeitet. Auch spielen in diesem Zusammenhang weiterhin Entscheidungen vor dem Hintergrund der Schadenquotenentwicklung vor allem im Großschadenbereich eine Rolle. Insgesamt wird diese Entwicklung auch den Makler-Dienstleistungsbereich künftig laufend zu strategischen Neuausrichtungen herausfordern, nicht zuletzt durch die zunehmend komplexer werdende Risikolandschaft: Klimakatastrophen, Lieferengpässe oder Cyberangriffe sind Alltag geworden. Die Versicherung allein bietet dafür keinen ausreichenden Schutz mehr. Unternehmen brauchen daher einen neuen, maßgeschneiderten Ansatz des Risikotransfers. Hierfür gilt es die richtige Mischung aus Prävention, Eigentragung von Risiken und Absicherung zu finden. Dazu benötigt es zunehmend Unterstützung bei der Analyse und Bewertung dieser. Auf der Kundenseite gilt, dass Bestrebungen, Versicherungsverträge von Provisions- auf eine Honorarvergütung umzustellen, sich nach wie vor auf den Bereich weniger Großkundenverbindungen beschränken. Die damit verbundenen Einnahmeverluste können aber durch Neuakquisitionen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die Rolle des Vermittlers verändert zunehmend sich vom einfachen Makler hin zum strategischen Risikofinanzierungsberater. Weiteres Ziel ist es, Großkunden durch die Übernahme zusätzlicher Serviceaufgaben, wie z.B. durch individuelleres Schadenmanagement, langfristig zu binden. Mehr Großschäden und Herausforderungen in der Schadenabwicklung machen Makler zu wichtigem Verbündeten. Zum Schadenmanagement ist bereits ein konkretes Projekt im Geschäftsfeld Immobilien implementiert worden, welches nach und nach an die Kunden ausgerollt wird. Die bisherigen Erfahrungen hier sind positiv. Weitere Maßnahmen befinden sich in Abstimmung. Die in vielen Segmenten zunehmende Marktverhärtung kann zudem als Spezialanbieter ausgenutzt werden und als Alternative zur Verfügung stehen. Zur besseren Überwachung bestandsgefährdender Risiken werden die eingeführten Kontrollmechanismen ständig weiterentwickelt. Das durch den Mehrheitsgesellschafter in den Vorjahren eingeführte detaillierte monatliche Finanzreporting wird inzwischen von der Gesellschaft vollumfänglich genutzt. Dieses System wird in Zusammenarbeit mit der Finanzabteilung des Mehrheitsgesellschafters ständig weiterentwickelt und optimiert. Dieses Instrument macht rechtzeitig auf nennenswerte Abweichungen von den Ist- zu den Planzahlen aufmerksam. Auf solche Abweichungen wird regelmäßig mit der Erarbeitung entsprechender Maßnahmen reagiert. Ausfall- und Liquiditätsrisiken zeichnen sich nicht ab. Sonstige Risiken sind derzeit nicht erkennbar bzw. finden in entsprechender Rückstellung die nötige Berücksichtigung. In diesem Zusammenhang ist im Geschäftsjahr 2020 konzernseitig eine neue Plattform zur Durchführung von Finanzkonsolidierung, Budgetierung, Analyse, Planung und Berichterstattung etabliert worden. Mit Gründung der Howden Deutschland AG wurde ebenfalls beschlossen, den deutschen Konzern mit einer einheitlichen Lösung für das Rechnungswesen und Finanzbuchführung auszustatten. Durch das umfassende Know-how des Personals in den durch die HC betreuten Spezialsegmenten sowie ständige Weiterbildung der Mitarbeiter besitzt die Gesellschaft gegenüber anderen Marktteilnehmern Wettbewerbsvorteile. Die Basis für die stetige Geschäftsentwicklung beruht auf über Jahre hinweg aufgebauten Kontakten zu Kunden und Versicherern. Auch in Zukunft wird die Fortentwicklung dieser Zusammenarbeit eine wesentliche Bedeutung für den Fortgang der HC haben. Die Kompetenz sowie die langjährige Erfahrung der in der HC tätigen Mitarbeiter bergen im Fall ihres Ausscheidens aber auch entsprechende Risiken. Zur Unterstützung einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung, auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, wird die Weiterentwicklung der EDV-Struktur im Hard- und Softwarebereich auch zukünftig ein wichtiges Thema bei HC bleiben. Vor diesem Hintergrund ist bereits mit der Software "Windream" eine rein elektronische Rechnungsverarbeitung mit einer revisionssichere Datenspeicherung vorhanden, die zum abgeschlossenen Geschäftsjahr in den Geschäftsprozessen erfolgreich implementiert und genutzt wurde. Diese sieht zudem bei definierten Geschäftsprozessen eine automatisierte und sichere Ablage von Dokumenten im elektronischen Archiv sowie eine schnellere Recherche und reibungslosen Datenaustausch vor. Weiterhin wird in die im Hause eingesetzte Vertragsverwaltungssoftware "FinanzOffice" der Firma Smart InsurTech AG investiert und diese entwickelt. Dieses hat sich in allen Geschäftsfeldern der HC in den vergangenen Jahren etabliert. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software "FinanzOffice" bildete wie bereits in den vorausgegangenen Berichtsperioden einen Schwerpunkt. Mit der Beauftragung eines Entwicklerteams der Firma Smart InsurTech AG schafft HC die Basis für individuellere und effizientere Optimierung und Erweiterung der Vertragsverwaltungssoftware. In diesem Zusammenhang konnte HC erste Erfolge in der Implementierung eines neuen Tools zur effizienten Bearbeitung von Geschäftsvorfällen. Es umfasst das automatisierte Verarbeiten von Dokumenten aus unterschiedlichen Quellen sowie das Bereitstellen wichtiger Zuordnungsinformationen mit der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und führte zu Effizienzsteigerung und Optimierung in den Geschäftsfeldern. Nach wie vor ist unternehmensweit ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess als integraler Bestandteil des Qualitätsmanagementsystems etabliert, um Prozesse und Abläufe im Unternehmen stetig zu verbessern. Weiter hat HC mit der digitalen Plattform "facilioo" eine Lösung identifiziert und weiterentwickelt, die ein schlüssiges Gesamtangebot für Hausverwaltungen darstellt. Kerndienstleistung ist die digitalisierte Abwicklung von Versicherungsschäden. Sie dient als Erweiterung zum vorhandenen ERP-System und wird fortlaufend, am Markt orientierend weiterentwickelt. Mit der offenen Immobilien-Plattform "facilioo" stellt HC ihren Kunden ein digitales System zur Verfügung, das sich dynamisch auf ihre aktuellen und künftigen Bedürfnisse skalieren lässt. Aufgrund des Einsatzes von Systemen der Informationstechnologie (IT) in den Geschäftsprozessen ist die HC IT-Risiken ausgesetzt. Dazu gehören u.a. Betriebsstörungen und -unterbrechungen sowie Datenverluste. Diesen Risiken wird durch diverse Schutzvorkehrungen wie Datensicherung, Notfallpläne, Schutz vor Hackerangriffen begegnet. Auch hat die Gesellschaft zusätzlich eine Cyberversicherung abgeschlossen. Um der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutzgrundverordnung ("DSGVO") gerecht zu werden, hat die Gesellschaft u.a. einen externen Datenschutzbeauftragten bestellt, der durch interne Fachressourcen unterstützt wird. Nach erfolgreicher Implementierung der DSGVO, geht es in Zukunft weiterhin darum die höheren Datenschutzanforderungen durch die DSGVO weiter zu festigen und stets an neue Entwicklungen anzupassen. Bedingt durch Geschäftsbeziehungen zu internationalen Vertragspartnern kommt es zu Zahlungsströmen in Fremdwährungen (u.a. USD, CHF, GBP), welche grundsätzlich einem Wechselkursrisiko unterliegen. 10. Ausblick Die Entwicklungs- und Wachstumsaussichten in den verschiedenen Geschäftsfeldern der Gesellschaft bleiben nach wie vor sehr unterschiedlich und in einzelnen Bereichen auch sehr volatil. Die maßgeblichen Einflüsse der Corona-Pandemie, die anhaltende Inflation sowie die Folgen des Ukraine-Konflikts verbunden mit der Unsicherheit erschweren es, verlässliche Prognosen zur weiteren Entwicklung zu erstellen, wenngleich es durchaus positive Tendenzen am Markt gibt. Trotz einer gewissen Entspannung bleibt der Einfluss der hohen Wettbewerbsintensität des Marktes auf die Provisions- und Prämienentwicklung abzuwarten. Das Geschäftsfeld Immobilien ist innerhalb der Gesellschaft nach wie vor das ertragreichste Segment und wächst wie in den vergangenen Jahren trotz der in diesem Bereich angespannten Marktlage weiter organisch. Wichtig ist weiterhin, den Versicherern den Vorteil der Diversifikation des Portfolios durch Engagements in Immobilien-Versicherungen aufzuzeigen, damit es für die Kunden neben Prämiensteigerungen nicht auch noch zu Kapazitätsverknappungen kommt. Des Weiteren bleiben aufgrund der Größe des Geschäftsfelds Kosten und Prozesse im Fokus unseres Monitorings zur Sicherung des Unternehmenserfolgs. Das Geschäftsfeld Industrie & Gewerbe arbeitet kontinuierlich daran, Alleinstellungsmerkmale stärker herauszustellen und sich auf die im Rahmen der Wachstumsstrategie definierten ertragsstarken Zielgruppen zu konzentrieren. Hier erfolgt eine starke Fokussierung auf Verbände und die Wiederaufnahme der Hotelbranche nach den Auswirkungen der Pandemie als potenzieller Kundenmarkt. Die Geschäftsleitung begleitet das Verfolgen der strategischen Ziele nach wie vor sehr intensiv. Vor dem Hintergrund einer harten Marktphase werden über das Geschäftsfeld Industrie & Gewerbe auch weiterhin die Kontakte über das Howden-Netzwerk aufgebaut, gepflegt und ausgebaut. Die Wachstumsmöglichkeiten in den Geschäftsfeldern Film, TV & Media, Sport Special Risk & Entertainment bleiben aufgrund der nach wie vor engen Marktsegmente begrenzt. Die Aufhebungen der COVID-19-Beschränkungen lassen einen positiven Markttrend erkennen. Die Geschäftsfelder planen zudem weiterhin, durch geschickte Akquisitionsstrategien im nationalen und internationalen Markt, unter Berücksichtigung der internationalen Ressourcen von Spezialisten innerhalb der Howden-Gruppe, höhere Marktanteile zu erreichen. Die führende Rolle im deutschsprachigen Raum soll dabei zu einer relevanten Größe der Howden Unternehmensgruppe innerhalb Europas weiterentwickelt werden. Zudem soll die Digitalisierung von Arbeitsprozessen für das Segment des kleinteiligen Geschäfts zu einer nennenswerten Steigerung der Effizienz beitragen. Im Geschäftsfeldes Specie, welches eine All-Risk-Versicherung für hochwertige Güter anbietet, konnte man sich im Geschäftsjahr als Marktführer für Einlagensicherung etablieren. Aufgrund der aktuellen Leitzinsveränderung wird dies im neuen Geschäftsjahr zu Veränderungen führen. Auch im Geschäftsjahr 2023 werden weitere Geschäftsfelder identifiziert und der Ausbau vorhandener Kundenbeziehungen vorangetrieben, um vom internen Wachstum der Kunden zu profitieren. Der Schutz vor Cyber-Risiken wird ebenfalls verstärkt im internationalen Programm der Howden Gruppe eingebunden. Denn die Zahl von Attacken auf Unternehmen nimmt bei tendenziell steigenden Schadensummen zu. Die Bearbeitung von Schäden erweist sich aber im Konzernverbund oftmals als Herausforderung. Die hierfür gegründete Cyber-Akademie der Howden Gruppe gilt weltweit beim Thema Cyberschutz als führende Adresse in der Ausbildung technischer Risikoanalysten für die Versicherungsbranche. Auf Deutschlandebene wird die zunehmende wichtige Sparte über das Cyber-Excellence-Center in Düsseldorf in Kooperation mit der Schwestergesellschaft hendricks GmbH bedient. Die weitere Entwicklung des Vertragsverwaltungsprogramms "FinanzOffice" der Firma Smart InsurTech AG führt zu einer Verschlankung der Arbeitsabläufe in Vertriebs- und Verwaltungsbereichen. Weitere Investitionen sind vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung von Arbeitsabläufen geplant. Mittelfristig wird es auch zu einer weiteren Konzentration der bereits im Konzern eingesetzten Finanz- und Rechnungswesensoftware kommen. Eine Teilumstellung auf Deutschlandebene wurde bereits erfolgreich umgesetzt. Weitere Umstellungsprojekte auf dieses System laufen bereits. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich auch in 2023 die Liquiditätslage nicht verschlechtert. Die in den letzten Jahren erfolgte Personalentwicklung und damit verbundene Know-how-Erweiterung hat sich als positiv erwiesen, was auch letztlich im Ergebnis des Geschäftsjahres zum Ausdruck kommt. Auch zukünftig werden auf dieser Basis und durch die Entwicklung neuer vertrieblicher Wege Erlössteigerungen verfolgt. Jedoch muss vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels mit zukünftig überproportional erhöhten Personalaufwendungen zu rechnen sein. Nachdem die in 2020 geschlossene Tarifvereinbarung der Versicherungswirtschaft ausgelaufen war, wurde am 02. April 2022 eine neue Tarifvereinbarung geschlossen, welche Gehaltserhöhungen von 3 % zum 01. September 2022 und von weiteren 2 % zum 01. September 2023 zur Folge hat. Durch die Beteiligung am Netzwerk "Howden One" wird der Gesellschaft nach wie vor zunehmendes Geschäft von Howden-Gesellschaften u.a. aus Israel, Asien und Schweden sowie deren Kooperationspartnern herangetragen. Zudem plant die Gesellschaft die Zusammenarbeit in der Verwaltung mit anderen Schwestergesellschaften kontinuierlich auszubauen, um Synergien zu heben und die Qualität zu verbessern. Das Beteiligungsergebnis wird sich in 2023 auf dem Niveau von 2022 bewegen. Im Vergleich zum Ergebnis für den Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 wird in der aktuellen Planung, die von realistischen Annahmen ausgeht und so weit wie möglich auf belastbaren Umständen beruht, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 von Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau sowie einem um ca. 7% höheren EBITDA ausgegangen.
Köln, den 30. November 2022 Axel Meyer Klaus Eisenberger Alexis Romanos Bilanz zum 30.09.2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis 30.09.2022
ANHANG zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Firmenwert resultierte aus der Verschmelzung der Leiendecker & Baum GmbH, Potsdam. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wurde im Zeitpunkt der Aktivierung entsprechend der erwarteten langjährigen Kundenbeziehung auf 15 Jahre geschätzt. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter wurden bis zu einem Wert von 800,- Euro im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen sind zu Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt, die pauschale Wertberichtigung wurde nach erfahrungsgemäßer Einschätzung gebildet. Die liquiden Mittel sowie die Positionen innerhalb der aktiven Rechnungsabgrenzung sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund des vorliegenden Steuerumlagevertrages bilanziert die Gesellschaft latente Steuern. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beiträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit den Devisenkassakursen zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen
b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 2.061 (Vj. TEUR 2.490) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 627 (Vj. TEUR 376). c) Eigenkapital
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wurde ein Betrag von TEUR 6.374 (Vorjahr TEUR 4.661) an die Muttergesellschaft HOWDEN SICHERHEIT INTERNATIONAL GmbH abgeführt. d) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden unter anderem für Boni und Tantieme, Urlaubsansprüche, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Jahresabschlusskosten, Gewinnbeteiligungen, pauschale Lohnsteuer und Kosten für den Datenschutzbeauftragten gebildet. e) Verbindlichkeiten
Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auch die Darlehen gegenüber der Sparkasse Köln Bonn, die zur Umschuldung der Himmelseher Anteilsfinanzierung aufgenommen worden sind, ausgewiesen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 4.833 (Vj. TEUR 2.903) Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 7.651 (Vj. TEUR 7.415) die Abführung des Gewinnes gemäß Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund der Aufhebung des in 2015 abgeschlossenen Steuerumlagevertrages ist im Geschäftsjahr keine Steuerumlage im Ergebnis enthalten (Vj. TEUR 1.291). Als Sicherungsinstrumente kommen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unabhängig von der Laufzeit immer Pfandrechte zum Einsatz. f) Passive latente Steuern Bezüglich der Differenz zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz der Beteiligung an der Himmelseher GmbH & Co. KG wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 2.708 (Vj. TEUR 2.649) zu einem Steuersatz von 15,825 % passiviert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus der Vermittlung von Versicherungsverträgen im Inland und europäischen Ausland. In den Umsatzerlösen sind TEUR 3.291 (Vj. TEUR 2.426) aus verbundenen Unternehmen enthalten. Die Dienstleistungspauschale, die von den Schwester- und Tochtergesellschaften für Leistungen im Bereich Allgemeine Verwaltung bezogen wird, blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im direkten Vergleich der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr (TEUR 18.031) mit denen des Vorjahres (TEUR 15.557) ist aufgrund positiver Entwicklungen in den Geschäftsfeldern Immobilien, Film, TV & Media, Industrie & Gewerbe sowie Sport Special Risk & Entertainment insgesamt ein Wachstum in Höhe von TEUR 2.474 zu verzeichnen. Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 186 (Vj. TEUR 119) enthalten im Wesentlichen Honorare für Filmversicherungen aus Vorjahren. Die Einnahmen aus Untermietverträgen in Höhe von TEUR 71 (Vj. TEUR 79) stammen von verbundenen Unternehmen. b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 298) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 222) im Wesentlichen aufgrund von höheren Erträgen aus Kursdifferenzen gestiegen. Es wurden Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 71 (Vj. TEUR 5) vereinnahmt. c) Materialaufwand Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr (TEUR 2.442) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.882) um TEUR 560 gestiegen. d) Personalkosten Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr (TEUR 8.264) liegt im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.762) um TEUR 502 höher. Begründet liegt dies im Wesentlichen in Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen. Für die Altersversorgung wurden TEUR 78 (Vj. TEUR 70) aufgewendet. e) Abschreibungen Die Abschreibungen des Vorjahres betrugen TEUR 405, die des Geschäftsjahres TEUR 456. Der Anstieg um TEUR 51 liegt im Wesentlichen an höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und höheren Abschreibungen auf Geringwertige Anlagegüter. f) Sonstige betriebliche Aufwendungen Im direkten Vergleich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres (TEUR 3.787) mit dem Vorjahr (TEUR 3.189) ist ein Anstieg um TEUR 598 zu verzeichnen. Die Ursache liegt im Wesentlichen in einer erhöhten Konzernumlage. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 231 (Vj. TEUR 212) enthalten im Wesentlichen Untervermittlerabgaben aus Vorjahren. Es wurden Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Währungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 6) aufgewendet. g) Erträge aus Beteiligungen Es wurden Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 3.081 (Vj. TEUR 3.510) vereinnahmt, davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 3.081 (Vj. TEUR 3.510). h) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Darin enthalten sind latente Steueraufwendungen von TEUR 59. Aufgrund der Aufhebung des in 2015 abgeschlossenen Steuerumlagevertrages ist im Geschäftsjahr keine Steuerumlage entfallen (Vj. TEUR 1.291). i) Ergebnisabführung Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages wird ein Betrag in Höhe von TEUR 6.374 (Vj. TEUR 4.661) an die HOWDEN SICHERHEIT INTERNATIONAL GmbH abgeführt. V. Sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse Wir erwarten Zahlungen aus Versorgungsanwartschaften über eine Gesamtsumme von zurzeit maximal ca. TEUR 3. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.537 (Vj. TEUR 4.336) und sie begründen sich im Wesentlichen durch Mietverträge für Geschäftsräume, IT-Wartungsverträge und Leasingverpflichtungen. Die Verträge haben eine Laufzeit bis 2030. c) Geschäftsführer der Gesellschaft (alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit)
d) Das auf die HOWDEN CANINENBERG GmbH entfallende Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 33, davon entfallen TEUR 26 auf Abschlussprüfung und TEUR 7 auf sonstige Leistungen. e) Es wurden während des Geschäftsjahres durchschnittlich 99 angestellte Mitarbeiter beschäftigt. f) Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 TEUR 554. VI. Konzernverhältnisse Die HOWDEN CANINENBERG GmbH wird in den Konzernabschluss Howden Broking Group Ltd., London/Großbritannien, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird wiederum in den Konzernabschluss der Howden Group Holdings Ltd. (ehemals Hyperion Insurance Group Ltd.), London/Großbritannien, als höchste Konzernspitze einbezogen. VII. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres hat es nicht gegeben.
Köln, den 30. November 2022 Axel Meyer Klaus Eisenberger Alexis Romanos Bruttoanlagespiegel 01.10.2021-30.09.2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HOWDEN CANINENBERG GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HOWDEN CANINENBERG GmbH, Köln -bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 25. Januar 2023 Ernst
& Young GmbH
Zeitler, Wirtschaftsprüfer Karsak, Wirtschaftsprüfer |
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