Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Alban Kämmerer seit 30.9.2005 | Vorsitzender des Vorstands |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Kämmerer GmbH EngineeringAufgelöst | 50.57% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kämmerer AGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015DER KÄMMERER AG, STUTTGARTAKTIVA
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015DER KÄMMERER AG, STUTTGART
Anhang für das Geschäftsjahr 2015DER KÄMMERER AG, STUTTGARTI. Allgemeine AngabenDurch Verluste ist das Eigenkapital zum Bilanzstichtag aufgebraucht. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen, trotz bilanzieller Überschuldung und der angespannten Liquiditätssituation, weiterhin unter der Annahme der Fortführungsprognose gemäß § 252 Abs. 1. Nr. 2 HGB und damit unter der Annahme des Fortbestandes der Unternehmung. Der Vorstand begründet dies in der vorliegenden Situation mit der Umsetzung von Maßnahmen auf Basis eines Sanierungsgutachtens mit Fortführungsprognose, aufgestellt durch eine namhafte, übergeordnete Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Neben zwingend umzusetzenden, unternehmensstrategischen und leistungswirtschaftlichen Maßnahmen sind dort auch finanzwirtschaftliche Maßnahmen verankert, die im Folgenden aufgeführt sind, beschränkt auf die wesentlichen Sachverhalte:
Zudem wurde für die sehr stark angeschlagene und von der Berichtsgesellschaft finanziell permanent unterstützte Kämmerer GmbH Engineering in Hamburg am 6. November 2014 Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt. Mit 1. Januar 2015 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und im Jahr 2015 auch abgeschlossen. Daneben wird die Fortführungsprognose dahingehend gestützt, dass weitere zusätzliche Maßnahmen in Umsetzung sowie Chancen vorhanden sind, welche aus heutiger Sicht die Berichtsgesellschaft in Verbindung mit ihren Tochterunternehmen mittelfristig zu einer renditefähigen sowie finanziell soliden Unternehmensgruppe führen können. Weitere Details sowie Erläuterungen können dem Lagebericht, insbesondere dem Prognosebericht mit Risiko- und Chancenbericht an entsprechender Stelle entnommen werden. Die Vorjahresangaben einiger weniger Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden angepasst. Die Anpassung wird begründet mit dem treffenderen Ausweis. II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Positionen sind in Anwendung der Grundsätze des Vorjahres bewertet. Die Bewertungsgrundsätze stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von drei Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare/degressive Abschreibungen bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und dreizehn Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 wurden ab dem Geschäftsjahr 2010 im Zugangsjahr voll abgeschrieben, bewegliche Wirtschafsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 und weniger als EUR 1.000,00 wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt, der auf fünf Jahre linear aufgelöst wird. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Im Falle einer Wertaufholung wird eine maximale Zuschreibung auf den ursprünglichen Anschaffungswert vorgenommen. Die Herstellungskosten der auszuweisenden unfertigen Leistungen werden retrograd ermittelt. Neben den Einzelkosten werden angemessene Teile der Gemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert, unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Risiken, bewertet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet und somit die Umrechnung nach den Vorgaben des § 256a HGB vorgenommen. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind mit nachfolgender Ausnahme innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen in den sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 114) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Vorjahr noch zusätzliche Forderungen aus Zinserträgen. Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch unwesentliche Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0). 2. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 50.000,00 ist eingeteilt in 50.000 Namensaktien mit einem Nennwert von je EUR 1,00. Mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung wurden am 3. Dezember 2014 5.000 Namensaktien im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung veräußert. Die Beteiligungsverhältnisse stellen sich seither wie folgt dar:
3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal. Daneben kommen die üblichen Verbindlichkeitsrückstellungen zum Ausweis. 4. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit der Ausnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.802 (Vorjahr TEUR 1.802) sowie mit Ausnahme der Darlehensverbindlichkeiten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 777 (Vorjahr 773) innerhalb eines Jahres fällig. Die vorgenannten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von grundsätzlich bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte an Forderungen und Kapitalbelassungserklärungen gesichert. Es wurden folgende Sicherheiten vereinbart:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche Sicherheiten. 5. Ergebnisverwendung Der Bilanzverlust ermittelt sich wie folgt:
Der Vorstand schlägt vor, den gesamten Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Durch den Bilanzverlust weißt die Gesellschaft innerhalb des Eigenkapitals einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 1.056.434,78 auf der Aktivseite aus. IV. Sonstige Pflichtangaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus operativen Leasingverträgen in Höhe von TEUR 578 (Vorjahr TEUR 565) sowie langfristigen Mietverträgen für Bürogebäude sowie Projektbüros in Höhe von TEUR 798 (Vorjahr TEUR 1.274). Die in ausgewählten Fällen eingegangenen Leasingverpflichtungen dienen vorrangig der Liquiditätsschonung. Die einzelnen Mietverträge haben unterschiedliche Laufzeiten und individuelle Kündigungsfristen. Büroflächen, welche aufgrund temporären Nutzungsausfalls untervermietet sind, sind entsprechend gegenläufig berücksichtigt. 2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch
wahrgenommen. Die Angabe der Vergütung unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Die Vergütung des Aufsichtsrates beträgt TEUR 20. 3. Angaben über Geschäfte mit nahe stehenden Personen Gegenüber dem Vorstand bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 1. Sie wurden im Berichtsjahr nicht verzinst. Die Forderungen sind kurzfristiger Natur. Des Weiteren wurde durch den Vorstand ein Privatdarlehen in Höhe von TEUR 210 gewährt. Im Rahmen einer Forderungsverzichtserklärung mit Besserungsschein hat der Vorstand auf dieses Darlehen verzichtet. In den Sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Darlehen in Höhe von TEUR 122, das durch den Aufsichtsratsvorsitzenden gewährt wurde, enthalten. Die Verbindlichkeiten sind durch Abtretungserklärung über die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung bezüglich der ehemaligen Altersversorgung des Herrn Bernd Kämmerer in Höhe von TEUR 115 abgesichert. 4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
5. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Ausgewiesen werden die Zahlen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015.
Stuttgart, den 15. April 2016 Kämmerer AG Bernd Alban Kämmerer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015DER KÄMMERER AG, STUTTGARTInhaltsverzeichnis
I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kämmerer AG mit Sitz in Stuttgart ist ein international tätiges Unternehmen mit Schwerpunkten in der Entwicklungsdienstleistung entlang der gesamten Wertschöpfungsprozesse der Produktentwicklung. Als innovativer Partner verschiedener Industrien erarbeiten wir aus Zentraleuropa heraus kundenindividuelle Lösungen in einem breit ausgerichteten und komplexen Leistungsspektrum. Mit derzeit 9 Standorten sowie 2 Tochtergesellschaften unterstützen wir gruppenweit unsere Kunden entweder direkt vor Ort, oder aber wir führen ein Gesamtprojekt im Rahmen eines klassischen Dienst- bzw. Werksvertragsverhältnisses direkt am nahegelegenen Standort durch. Bedingt durch langjährige und erfolgsbasierte Partnerschaften sowie unsere hohen Ansprüche an Qualität und Flexibilität bewegen wir uns im Wesentlichen im Umfeld des Automobil- und Fahrzeugbaus, der Schienenfahrzeugindustrie bis hin zu Medizintechnik, Konsumgüter- und Maschinenbauindustrie. Die Wettbewerbssituation im Umfeld technischer Dienstleistungen ist hart umkämpft und so spezialisieren wir uns vermehrt auf zentrale Kompetenzen mit hohem Nachfragepotential, auch über das reine Engineering hinaus. Unser Portfolio beinhaltet die klassische Auftragskonstruktion sowie die Entwicklung hochwertiger Produkte und Baugruppen im Bereich der Kunststofftechnik. Darüber hinaus beherrschen wir in der virtuellen Produktentwicklung die Komplexität kinematischer Systeme sowie die Simulationen von Funktion und Belastung. In Folge der zunehmenden Bedeutung von Elektrifizierung und Vernetzung im Umfeld unserer Entwicklungstätigkeit bieten wir zudem fundiertes Know-how in der Geräte- und Softwareentwicklung im Fachbereich Elektrik und Elektronik. Erklärtes Ziel ist zum einen eine Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen in der Kämmerer AG sowie den Tochtergesellschaften und zum anderen die standortübergreifende Zusammenarbeit, um aus Kundenperspektive Auftragsgrößen > 1 Mio. EUR realisieren zu können. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft kam in 2015 deutlich langsamer in Fahrt. Die niedrigen Rohstoffpreise - insbesondere beim Öl - sorgen für ein zweigeteiltes Bild: Auf der einen Seite brechen in rohstoffexportierenden Ländern wie Brasilien und Russland Einnahmen weg und die Staatshaushalte geraten zunehmend unter Druck. Auf der anderen Seite sind die niedrigen Energiepreise in vielen Industrieländern ein wichtiger Impulsgeber, da sie die Kaufkraft stärken und die Binnennachfrage antreiben. Insgesamt sind es hauptsächlich die Schwellenländer, die das globale Wachstum dämpfen: So schwächt sich die Konjunktur in China aufgrund von Überkapazitäten im Industriesektor und der Umstellung auf eine eher konsumorientierte Wirtschaftsstruktur weiter ab. Unter dem Strich dürfte die Weltwirtschaft in diesem Jahr nur um 3,3 Prozent wachsen. Für das kommende Jahr ist mit 3,7 Prozent ein etwas kräftigeres Plus zu erwarten, wenn sich die Konjunktur in einigen Schwellenländern auch aufgrund wieder stabilerer Rohstoffpreise etwas erholt. Bezogen auf die Automobilindustrie setzte sich der positive Trend aus 2014 fort. Insgesamt wurden weltweit 76 Mio. Neuwagen verkauft- das niedrigste Wachstum seit 2010. Die hohen Produktinvestitionen (u.a. absatzmarktbezogene Derivate) und folglich hohe Investitionen in die Werke führten zu niedrigen Branchengewinnen, die hinter den Zahlen 2014 zurückblieben. Allein die Absatzmärkte Nordamerika, China und Indien zeigten auch in 2015 gute Rahmenbedingungen für die Automobilwirtschaft. Der zunehmende Wettbewerb um die Kunden wird zukünftig das Entwicklungsgeschäft weiter beflügeln, wird jedoch auf der anderen Seite bei den Zulieferern (u.a. auch bei den Entwicklungsdienstleistern) zu einem höheren Ertragsdruck führen. Nach wie vor ist die Automobilbranche national bzw. international für die Kämmerer AG ein wichtiger Absatzmarkt als Entwicklungsdienstleister. Aufgrund der Fokussierung auf die Kernthemen Interieur- und Bordnetzentwicklung konnte die Kämmerer AG mit ihren Tochtergesellschaften bei den Tier 1- Lieferanten die Zusammenarbeit weiter intensivieren und auch neue Kunden in den osteuropäischen Ländern gewinnen. Der in das Jahr 2016 fortgeführte Auftragsbestand bzw. das hohe Auftragsanfragevolumen zeigte deutlich die zielführende Positionierung des Unternehmens. 2. Geschäftsverlauf Die Kämmerer AG Die Kämmerer AG erwirtschaftete auch 2015 den Großteil ihres Umsatzes im Bereich der Automobilindustrie. Kennzeichnend für 2015 ist, dass das Unternehmen sich von der Arbeitnehmerüberlassung zum Projektgeschäft entwickelt hat. Das Projektgeschäft konnte deutlich ausgebaut werden. Der Umsatzanteil des Projektgeschäfts im Geschäftsjahr 2015 belief sich auf 9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR). Die Ausweitung des Projektgeschäfts hängt eng mit der weiter fortschreitenden Fokussierung auf das standortübergreifende Schwerpunktthema Interieurentwicklung und die damit im Zuge der zunehmenden Vernetzung des Fahrzeugs zusammenhängende "Bordnetzentwicklung" zusammen. Das Geschäftsjahr 2015 stand unter dem Fokus der weiteren Restrukturierung der durch die Insolvenz des Tochterunternehmens Kämmerer Engineering GmbH, Hamburg ausgelösten finanziellen Belastungen in der Kämmerer AG. Unternehmensprozesse wurden auf Effizienz und Effektivität überprüft und an die Gegebenheiten angepasst. Dies bedeutete eine kontinuierlich weitere Optimierung der Struktur- und Verwaltungskosten. Hierzu zählen Themen wie z.B. die Abmietung weiterer frei gewordener Büroflächen in Stuttgart durch die Zusammenlegung des Entwicklungsbetriebs am Standort Stuttgart in Heimsheim sowie die Untervermietung aktuell noch nicht benötigter Büroflächen in München. Auch konnten in 2015 die Voraussetzungen für einen positiven Auszahlungsbescheid bei der Sächsischen Aufbaubank erreicht werden. Die Auszahlung der bisher zurückgehaltenen Fördermittel ist aufgrund verwaltungstechnischer Hemmnisse im I. Quartal 2016 erfolgt. Die Kämmerer AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 seine Gesamtleistung inkl. der sonstigen betrieblichen Erträge um 502 TEUR auf 15.023 TEUR (Vorjahr: 14.521 TEUR) steigern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (TEUR 1.278) wurde im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.346 gesteigert. Die Verbesserung resultiert zum einem aus einer verbesserten Produktivität sowie aus dem ergebniswirksamen Zuschuss aus dem Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank in Höhe von 456 TEUR. In dem Jahresüberschuss von 1.273 TEUR ist zudem eine Gewinnausschüttung in Höhe von 849 TEUR (Erträge aus Beteiligung) der polnischen Tochtergesellschaft eingeflossen. Die Tochtergesellschaft in Wroclaw, Polen, konzentrierte sich erfolgreich weiter auf ihr Projektgeschäft und positionierte sich als größter Standort (Mitarbeiterzahl) innerhalb der Gruppe erneut mit einem erfolgreichen Jahr. Die österreichische Tochtergesellschaft in Graz unterschritt geprägt durch eine Reorganisation im Vertrieb sowie durch Projektverzögerung seine Vorjahresumsatzleistung im ersten Halbjahr 2015 deutlich. Trotz eines guten Geschäftsverlaufs konnte dieses Gap zwar deutlich aufgeholt, jedoch nicht kompensiert werden. Mittlerweile wurde auch für die österreichische Tochter die Fokussierung weiter präzisiert, um das bisherige Geschäftsmodell, welches überwiegend auf dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung basierte, zugunsten des Projektgeschäfts zu entwickeln. Erste Ergebnisse waren bis zur Bilanzerstellung bereits sichtbar. Im Rahmen der Beschaffung konzentrieren sich die Prozesse auf die Bereiche Recruiting (Anstellungsverhältnisse und freiberufliche Vertragsverhältnisse), Langzeitverträge im Hinblick auf Räumlichkeiten und Raumausstattungen sowie auf die Erneuerung bzw. den Ausbau der betriebsnotwendigen IT-Ausstattung. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Kämmerer AG in der Fokussierung ihres Geschäftsmodells in 2015 deutlich vorangeschritten ist. Die bestehenden Altlasten - ausgelöst durch die insolvente Tochtergesellschaft - wurden in dem aktuellen Zahlenwerk verarbeitet. Weitere Sondereinflüsse, die das operative Geschäft negativ beeinflussen können, sind nicht zu erwarten. Darstellung der Lage des Unternehmens a) Ertragslage Im Berichtsjahr war eine nahezu unveränderte Gesamtleistung zu verzeichnen. Die wesentlichen Eckdaten der Ertragslage stellen sich wie folgt dar:
Die Kämmerer AG erzielte aus der Umsatzleistung eine Rohertragsquote von 85 % (Vorjahr: 87 %). Bei den Personalkosten ist die Kämmerer AG deutlich vorangekommen. Insgesamt reduzierten sich diese um 788 TEUR auf 9.902 TEUR. In 2015 wurde erneut der Anteil von Freelancern erhöht. Die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme führten bereits im IV. Quartal zu ersten Erfolgen. Dies bedeutete für Kämmerer AG neben der deutlichen Senkung der Personalkosten in den Verwaltungsbereichen eine Aufwandsreduzierung. Beim EBITDA konnte das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr sich um 1.227 TEUR verbessern. Bei weitestgehend konstanter Abschreibungshöhe realisierte die Kämmerer AG im Berichtszeitraum ein EBIT von 731 TEUR (Vorjahr: -500 TEUR). Das Finanzergebnis kennzeichnet eine hohe Inanspruchnahme der bereitgestellten Kontokorrentlinien der finanzierenden Hausbanken. Die Finanzierungskosten reduzierten sich um 28 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 1.278 TEUR (Vorjahr: -827 TEUR) - eine Verbesserung um 2.105 TEUR. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern erreichte die Kämmerer AG im Berichtszeitraum 1.01. - 31.12.2015 einen Jahresüberschuss von 1.273 TEUR (Vorjahr: -939 TEUR). b) Finanzlage Die Finanzlage der Kämmerer AG war im Berichtszeitraum nach wie vor herausfordernd. Das Unternehmen nutzte wie im Vorjahr alle Möglichkeiten der finanziellen Strukturierung der Verbindlichkeiten, insbesondere des Instruments der schriftlichen Stundungsvereinbarung. Die geduldete Verschiebung der jeweils monatlich zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge erfolgte in mündlicher Absprache. Das Forderungsmanagement wurde weiter gestrafft. Das Working Capital hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des höheren Anteils des Projektgeschäfts an der Gesamtleistung um 628 TEUR erhöht (Working Capital - 2015: 2.298 TEUR; Vorjahr: 1.670 TEUR) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 185 TEUR zurückgegangen und beliefen sich zum 31.12. auf 2.762 TEUR (Vorjahr: 2.947 TEUR). Die Reduzierung in Höhe von 181 TEUR ist auf die private Schuldübernahme des Hauptaktionärs Bernd Kämmerer zurückzuführen. Die KK-linien waren am 31.12. in Höhe von 946 TEUR (Vorjahr: 940 TEUR) in Anspruch genommen. Für die Umsatzfinanzierung bedient sich die Gesellschaft der eingeräumten kurzfristiger Kreditlinien, die bis 31.12.2016 in unveränderter Höhe zur Verfügung stehen. Für die langfristigen Darlehen liegt eine Tilgungsaussetzung bis 31.12.2016 vor. Die finanzierenden Banken haben mit der Offenhaltung der Kontokorrentlinie und der ausgesprochenen Tilgungsaussetzung ihre Unterstützung für die Fortsetzung der eingeleiteten Restrukturierung erklärt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen erhöhten sich zum 31.12. um 53 TEUR auf 988 TEUR (Vorjahr: 935 TEUR). Gegenüber den Anteilseignern bestanden aus eingebrachten Finanzierungsmitteln Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 452 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR). Für diese Kreditverbindlichkeit wurde mit den Anteilseignern eine Rangrücktrittsvereinbarung abgeschlossen. Ebenso haben die privaten Finanzierungsgläubiger Rangrücktritte für die ausgereichten Darlehen in Höhe von 772 TEUR (Stand: 31.12.2015) erklärt. Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 2.312 TEUR (Vorjahr: 1.638 TEUR). Davon entfielen auf die öffentlichen Gläubiger 1.523 TEUR (Vorjahr: 834 TEUR). Getätigte Investitionen sind im Berichtszeitraum durch Herstellerfinanzierungen bzw. aus dem laufenden Konto finanziert worden. Dem Vorstand der Gesellschaft ist es gelungen, die Auszahlungsvoraussetzungen für zurückbehaltene Fördermittel der SAB in Höhe von 456 TEUR zu schaffen. Der Eingang der Fördermittel konnte im Februar 2016 verzeichnet werden. c) Vermögenslage Die Gesellschaft weist zum 31.12. eine Bilanzsumme in Höhe von 6.940 TEUR aus - eine Erhöhung zum Vorjahr von 838 TEUR. Die Erhöhung ist zum einem auf die Ausweitung des Projektgeschäfts und dem damit verbundenen Aufbau an unfertigen Arbeiten (696 TEUR, Vorjahr: 78 TEUR) und zum anderem durch die Forderung gegen die SAB (456 TEUR) bzgl. der auszahlungsreifen Fördergelder verbunden. Wie bereits erwähnt, weist die Gesellschaft ein Negativkapital in Höhe von 1.056 TEUR (Vorjahr: 2.330 TEUR) aus. Es bestehen Rangrücktrittsvereinbarungen in Höhe von 1.229 TEUR. Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich damit gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich verbessert. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Kämmerer AG zieht für die operative Unternehmenssteuerung u. a. die Kennzahlen Gesamtleistung und Deckungsbeitrag pro Mitarbeiter, operative Umsatzrendite und EBT heran. Die Mitarbeiterzahl beinhaltet den Vorstand und wird erweitert um Freiberufler, welche fakturierbare Stunden generieren. Die operative Umsatzrendite berechnen wir als Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen inkl. Bestandsveränderungen und Eigenleistungen (Gesamtleistung). Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter beträgt im Jahresdurchschnitt 77 TEUR und ist damit leicht über dem Wert des Vorjahres (75 TEUR). Die operative Umsatzrendite (EBIT-Marge) beträgt 4,9% (ohne Berücksichtigung des Beteiligungsertrags). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1.273 TEUR (Vorjahr -939 TEUR) im Berichtsjahr. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht Das Ziel der Sanierung der Kämmerer AG war es, neben der Wiederherstellung der Ertragskraft eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit wieder zu erlangen. Das Unternehmen ist im Berichtszeitraum diesem Ziel einen deutlichen Schritt vorangekommen. Vertriebsseitig hat sich das Unternehmen durch die Fokussierung und Konzentration auf das Kerngeschäft bei seinen Bestandskunden verankert. Diese Fokussierung ermöglicht es dem Unternehmen, auch in den nächsten Jahren fest in den Wertschöpfungsprozessen der Kunden eingebunden zu sein. Auch die Fokussierung in den Tochtergesellschaften ermöglicht eine noch tiefere Spezialisierung und das leichtere Andocken von Arbeitsthemen. Erkennbar ist, dass die Kunden (u.a. Tier 1 - Lieferanten) ihre Beschaffungsprozesse, die inhaltliche Ausgestaltung der Zusammenarbeit und die Preissensibilität für Ingenieurdienstleistungen aktuell und insbesondere in den nächsten Jahren weiter anpassen werden. Die Kämmerer AG ist auf diese anstehenden Veränderungen vorbereitet. Der innerbetriebliche Fokus richtet sich auf die betriebswirtschaftliche Exzellenz im Ingenieurdienstleistungsgeschäft. Hierzu bedarf es, alle Unternehmensabläufe auf Effizienz und Effektivität zu analysieren und das Optimierungspotenzial zeitnah zu heben. Erwartet wird für 2016 eine prognostizierte Gesamtleistung in Höhe von 14,1 Mill EUR bei einer verbesserten Ertragssituation. Die verbesserte Ertragslage wird die sich stetig erholende Liquiditätssituation weiter positiv beeinflussen. Hierdurch wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, auf der einen Seite die zukünftigen Fälligkeiten ohne weitere Unterstützung der Gläubiger zu bezahlen und auf der anderen Seite die Verschuldung sowohl auf der Bankenseite sowie bei den weiteren Gläubigern abzubauen. Die Ertragssteigerung sowie die zufließende Liquidität aus dem oben benannten Fördergeld wird die Liquiditätssituation in der Kämmerer AG kontinuierlich verbessern und nachhaltig stabilisieren. Der aktuelle Investitionsbedarf wird noch in 2016 über Herstellerfinanzierung realisiert werden, ab dem Geschäftsjahr 2017 werden Teile des jährlichen Investitionsbedarfs über die entstandene Innenfinanzierungkraft des Unternehmens abgedeckt. 2. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken: Auch zukünftig werden Absatzmärkte Krisenzyklen unterliegen. Tritt noch eine Finanzkrise hinzu, verlängert sich der Zyklus und nimmt in seiner Intensität zu. Krisenzyklen bieten allerdings auch zukünftige Absatzchancen. Erwartet wird eine Fortsetzung des hohen Wettbewerbsdruck gerade auch bei der Erbringung von Ingenieurdienstleistungen in Form von Arbeitnehmerüberlassung. Diesen Wettbewerbsdruck hat sich die Kämmerer AG in 2015 aufgrund ihrer Fokussierung auf branchenübergreifende Kernkompetenzen und dem damit verbundenen Ausbau des Projektgeschäfts weitestgehend entziehen können. Zudem ermöglicht dieser Ansatz eine Diversifizierung des Kundenportfolios über die Mobilitätsbranchen hinaus. Vorteilhaft war und ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit zur preisoptimierten Mischkalkulation in Zusammenarbeit mit der polnischen Tochtergesellschaft. Die Kämmerer AG stellt sich bereits heute auf zukünftige Krisenzyklen ein indem alle innerbetrieblichen Prozesse permanent und durchgängig auf Effizienz und Effektivität überprüft werden um auf Abweichung zeitnah reagieren zu können. b) Ertragsorientierte Risiken: Um den Ausschluss einer Bestandsgefährdung der Kämmerer AG sowie seiner Tochtergesellschaften herbeizuführen, ist es wichtig, dass jede Gesellschaft durch ihr Geschäftsmodell in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit zu finanzieren und einen EBIT von >6 % zu erwirtschaften. Hierzu wird das im 4 Quartal 2015 entwickelte Risikomanagementsystem mit seinen Steuerungsparametern sowohl in der Kämmerer AG als auch in den Tochtergesellschaften zum Einsatz kommen. Die Steuerungsparameter sind insbesondere auf die Flexibilität im Ressourceneinsatz ausgerichtet, um auf mögliche Kapazitätsverschiebungen innerhalb einzelner Aufträge optimal reagieren zu können und die davon betroffenen internen Personalkapazitäten kurzfristig auf andere Projekte, auch standortübergreifend, um planen zu können. Die erklärte Zielsetzung der Kämmerer AG samt den Tochtergesellschaften ist es, die Steuerung der pro Mitarbeiter geplanten Monats- resp. Jahresstunden bestmöglich proaktiv zu gestalten. Der Zielerreichungsgrad wird durch monatliche Soll-Ist-Vergleiche überprüft und dokumentiert werden. Das Risikomanagementsystem wird auch im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt. Die gesetzlichen Änderungen haben bzw. werden auch zukünftig zu anderen Anpassungsmaßnahmen im Personaleinsatz führen müssen. c) Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Liquiditätssituation der Kämmerer AG hat sich im Fortgang des Berichtszeitraums stetig verbessert. Risiken aus der insolventen Tochtergesellschaft sind für die Kämmerer AG nur noch in einer Forderungshöhe von maximal 7 TEUR aus einer übernommenen Bürgschaft zu erwarten. Weitere Haftungsszenarien können durch den Insolvenzfortgang ausgeschlossen werden. Der vorhandene Liquiditätsrahmen zur Abwicklung der Umsatzleistungen ist ausreichend und steht dem Unternehmen bis Ende 2016 vollumfänglich zur Verfügung. Die erklärte Tilgungsaussetzung der Hausbanken sowie die Rangrücktritterklärungen der privaten Finanzierungsgläubiger festigt die Liquiditätssituation der Kämmerer AG und verschafft dem Unternehmen die Möglichkeit, die Altlasten ohne negativen Einfluss auf die Erfüllung der laufenden Verbindlichkeiten abzubauen. Auf die Beherrschung der ertragsorientierten Risiken wurde bereits unter b) eingegangen. Weitere finanzorientierte Risiken sind folglich nicht zu erwarten. Die Bonitätssituation unserer Kunden wird quartalsbezogen durch externe sowie interne Informationen überprüft und in jeweils quartalsbezogene Kreditrahmen überführt. 3. Chancenbericht Die vorhandenen Ertragspotenziale sowie die mit der finalen Fokussierung des Geschäftsmodells der Kämmerer GmbH Graz verschaffen der Kämmerer Gruppe die Möglichkeit, die noch vorhandenen Altlasten zu bewältigen und gestärkt aus der Krise mit einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit zukünftig Umsatzpotenziale zu generieren. Das installierte Risikomanagementsystem ist in der neuen Unternehmenskultur als wesentlicher Garant für die Erreichung der Planungsziele ab 2016 ff. in die Unternehmensentscheidungen integriert. Die Auszahlung der SAB-Fördergelder sowie die Rückführung der aktuellen Verschuldungssituation stärkt die Kämmerer AG nicht nur in ihren Wertschöpfungsprozessen sondern positioniert das Unternehmen auch als attraktiver Arbeitgeber. 4. Gesamtaussage Die Kämmerer AG befindet sich auf einem guten Weg der Erholung und kann im Berichtszeitraum wieder ein positives wirtschaftliches Eigenkapital ausweisen. Dies ist ein wesentlicher Schritt zur weiteren erfolgreichen Umsetzung der in 2014 begonnenen Neuausrichtung. Eine Bestandsgefährdung kann aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden. Die unveränderte Bereitstellung der vorhandenen Kontokorrentlinien ist seitens der finanzierenden Hausbanken bis Ende 2016 erklärt. Gleiches gilt sowohl für die Tilgungssituation der langfristigen Darlehen der Hausbanken als auch die der privaten Darlehen, für welche zudem im Dez. 2015 Rangrücktrittsvereinbarungen abgeschlossen werden konnten. Sondereinflüsse durch die Restrukturierung der Kämmerer AG sind wie bereits dargestellt maximal noch in einstelliger TEUR Forderungshöhe zu erwarten und in der Planung 2016 berücksichtig. Weitere Sondereinflüsse resp. Belastungen können aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Bankguthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Steuerung des Liquiditätsbedarfs erfolgt über kurz- und langfristige Liquiditätspläne, die eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Kämmerer AG dokumentieren. Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, aus denen Währungsrisiken resultieren könnten, sind für unser Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. V. Hinweis auf ZweigniederlassungenZweigniederlassungen der Kämmerer AG, Stuttgart bestehen derzeit in Stuttgart (mit den Außenstellen Wangen und Heimsheim), Rüsselsheim, München (mit der Außenstelle Vilsbiburg), Görlitz und Wolfsburg. VI. Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktGUnsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden. VII. SchlussbemerkungAus heutiger Sicht geht der Vorstand der Kämmerer AG davon aus, dass das Unternehmen im Laufe des Geschäftsjahres 2016 eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit erreicht hat. Dies wird für die Kämmerer AG die Voraussetzung sein, die aktuelle Verschuldungssituation deutlich zu reduzieren. Die durch die Fokussierung der Kämmerer AG sowie der Tochtergesellschaften ausgelöste Nachfragesituation ist überaus positiv und untermauert die erfolgreiche Krisenbewältigung.
Stuttgart, den 15. April 2016 Kämmerer AG Bernd Alban Kämmerer BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kämmerer AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Kämmerer AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft eine positive Geschäftsentwicklung und unveränderte Aufrechterhaltung der Liquiditätsausstattung voraussetzt.
Stuttgart, den 15. April 2016 SLP
BANSBACH GmbH
Storz, Wirtschaftsprüfer Neumann, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesan die Gesellschafterversammlung über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 gemäß §19 Abs. 2. Satz 1 des Gesellschaftsvertrages i.V.m. §171 Abs. 2 AktGder Kämmerer AGDer Aufsichtsrat hat gemäß Beschluss vom 6. Juli 2015 die SLP BANSBACH GMBH zur Abschlussprüferin für die Prüfung des Jahresabschluss zum 31.12.2015 der Gesellschafterversammlung zur Wahl empfohlen. Mit Beschluss vom 6. Juli 2015 wählte die Gesellschafterversammlung die SLP BANSBACH GMBH zur Abschlussprüferin des Jahresabschlusses zum 31.12.2015. Die SLP BANSBACH GMBH hat dies mit Schreiben vom 26. Januar 2016 bestätigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat SLP am 2. November 2015 den Prüfauftrag erteilt. Der Prüfauftrag an SLP BANSBACH GMBH hatte folgenden Inhalt:
Die SLP BANSBACH GMBH hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht 2015 gemäß §§ 316 ff. HGB geprüft. In Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen hat die SLP BANSBACH GMBH mit Datum vom 1. April 2016 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des/der Abschlussprüfers/in erteilt.
Stuttgart, den 15. April 2016 Kämmerer AG Vorsitzender des Aufsichtsrates Eberhard Walker |
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