Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 3306
Vorher
Louvrette GmbH Verpackung + DesignLouvrette GmbH design & packagingLouvrette GmbH design x packaging
Eingetragen
21.8.1978
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Kunststofferzeugnissen insbesondere Verpackungen. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art errichten, erwerben, pachten und verpachten oder sich daran beteiligen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Willi Meier
seit 18.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Quadpack Industries S.A.ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Quadpack Industries S.A.
Spain
537.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Quadpack Kierspe GmbH (vormals: Louvrette GmbH design x packaging)

Kierspe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

LOUVRETTE GmbH design x packaging mit Sitz in Kierspe konzentriert sich seit 1964 auf die Entwicklung und Fertigung von hochwertigen Verpackungslösungen aus Kunststoff für die internationale Kosmetikindustrie. Seit August 2019 gehört Louvrette zur Quadpack Gruppe mit Hauptsitz in Barcelona, Spanien.

Louvrette verfügt über ein umfangreiches Sortiment aus Standardtiegeln, airlessdispensern und -flaschen. Zusätzlich bietet Louvrette auch die Entwicklung kundenspezifischer Verpackungslösungen an und ist in der Lage, innerhalb eines Projektes alle technischen und kreativen Leistungen aus einer Hand zu liefern.

Louvrette gehört zu den führenden europäischen Anbietern von designorientierten Kunststoffverpackungen für Gesichts- und Körperpflegeprodukte und ist innerhalb der Quadpack Gruppe der größte Produktionsstandort.

2. Forschung und Entwicklung

Das Thema R&D bzw. Produktentwicklung wird inzwischen gruppenübergreifend durch die Abteilungen Design, Category und Product Engineering aus der Quadpack Zentral in Barcelona gesteuert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 20 Destatis vom 13. Januar 23).

Die Wirtschaft der Eurozone ist im vergangenen Jahr noch stärker als in Deutschland gewachsen. Laut europäischem Statistikamt Eurostat, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Länder der Währungsunion im Jahr 2022 um 3,5 %. (Quelle: Eurostat Wachstum des realen BIP).

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW) betrug der Umsatz mit Schönheitspflegemitteln in Deutschland im Jahr 2022 insgesamt 14,3 Mrd. Euro und ist damit zum Vorjahr um 5,4 % gestiegen. Der Exportumsatz im Bereich Schönheitspflege ist im gleichen Zeitraum um 18,7 % gestiegen. Insgesamt ist der Umsatz um 9,2 % auf 22,4 Mrd. Euro gestiegen.

Das für Louvrette wichtige Subsegment Haut- und Gesichtspflegemittel ist jedoch gegenüber 2021 um 1,0 % gesunken (IKW-Wirtschaftspressekonferenz 8.12.2022, www.ikw.org).

Der Wettbewerbsdruck im Segment der Verpackungen für Pflegeprodukte ist hoch. Zum einen liegt dies an der Tatsache, dass Glas ein günstiger Alternativwerkstoff zu Kunststoff ist, und zum anderen muss sich das Unternehmen gegen eine Vielzahl von Wettbewerbern aus dem In- und Ausland behaupten. Zudem hat das Thema Nachhaltigkeit im Umfeld der Verpackungsindustrie eine hohe Bedeutung. Louvrette sieht sich jedoch durch seine Integration in die Quadpack Gruppe und als Gewinner des ecovadis Silver medal Ratings - insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit - gut aufgestellt.

3. Geschäftsverlauf

Fertigung und Qualität

Trotz der Nachwirkungen der Pandemie und des Ukraine-Krieges konnten die Umsätze im Jahr 2022/23 wiederholt signifikant gesteigert werden. Aufgrund eines veränderten Umsatz-Mixes sowie der durch die starke Inflation gestiegenen Materialpreise lag die Materialeinsatzquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse plus Bestandserhöhungen) deutlich über den geplanten Werten.

Da wir im Jahr 2022/23 fast das ganze Jahr an unserer Kapazitätsgrenze lagen wirkte sich dies negativ auf die Produktivität aus.

Im Jahr 2022 wurde das Überwachungsaudit nach ISO 9001:2015 im August 2022 durchgeführt.

Um die Fertigungstiefe zu erhöhen, wurde das Dekorations-Zentrum am Standort Kierspe wie geplant Mitte 2022 eröffnet.

Personal

Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir das Personal deutlich aufbauen. Innerhalb des Geschäftsjahres war es jedoch schwierig, schnell geeignetes Personal zu finden, entsprechend mussten wir vermehrt auf Fremdpersonal zurückgreifen. Da bei Fremdpersonal immer eine höhere Fluktuation herrscht und dies auch im Stundenlohn deutlich teurer als eigenes Personal ist, hatte dies zusätzlichen negativen Einfluss auf die Produktivität und damit auf das Ergebnis.

Mit dem aktuellen Personalstand und den im Jahr 2022/23 getätigten Investitionen werden wir nun in der Lage sein, das erhöhte Umsatzvolumen wieder effektiver abzubilden

Vertrieb & Marketing

Nach einem verhaltenen Start im Februar 2022 mit etwas geringeren Umsätzen, stiegen diese deutlich auf ein konstant hohes Niveau an. Lediglich der Monat Dezember konnte das Niveau nicht halten. Hier wurden, aufgrund von Problemen bei dem Abfüller des Kunden mit der Verfügbarkeit eines Inhaltsstoffes des Füllgutes, große Auftragsvolumina verschoben. Diese werden wir im 1. Halbjahr 2023 dann aber ausliefern können, da die Materialverfügbarkeit bei unserem Kunden nun wieder gegeben ist.

Ein für uns sehr wichtiges Marketinginstrument sind Messen. Hier war die Präsenz im Vergleich zu den Vorjahren auch wieder deutlich höher.

Die Umsätze in den normalerweise starken Märkten Frankreich, Spanien und Italien waren im Jahr 2022/23 noch verhaltener als in den Jahren vor Corona. Hier entwickelte sich das Geschäft für uns noch nicht zufriedenstellend.

Zielerreichung

Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator bei Louvrette ist das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation). Mit einem EBITDA in Höhe von TEUR 1.453 wurden die Erwartungen für das Jahr 2022/2023 deutlich unterschritten.

Die für 2022/2023 prognostizierte deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr konnten wir nicht ganz erreichen. Grund hierfür war insbesondere die schon erwähnte Verschiebung durch den Rohstoffmangel unseres Kunden. Ohne diese Verschiebung hätte der Umsatz annähernd den prognostizierten Werten entsprochen.

Wider Erwarten ist die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Grund hierfür waren überwiegend die starken Preissteigerungen für unsere Rohmaterialien ab März/April sowie die starke Preissteigerung bei unseren Dienstleistern für Dekorationen aufgrund von Energiekostensteigerungen.

Da wir diese Kostensteigerungen über Preisgleitklauseln bzw. Preiserhöhungen nur sehr zeitversetzt weitergeben konnten, erhöhte sich die Materialeinsatzquote.

Die Personalkostenquote (Personalaufwand/Umsatz) lag im Jahr 2022/2023 unter den erwarteten Werten. Dies resultierte auch daraus, dass der Anteil des Leihpersonals innerhalb des Jahres sehr hoch war und wir davon ausgegangen waren, mehr eigenes Personal einstellen zu können. Aufgrund der sukzessiven Einstellung von Mitarbeitern hat sich dies jedoch erst zum Ende des Jahres ergeben. Das Leihpersonal wird nicht im Personalaufwand berücksichtigt.

4. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu 2021/22 um 24 % gestiegen. Ca. 90 % davon resultieren aus Wachstum mit unserem Kernsortiment.

Die Materialeinsatzquote erhöhte sich um 2,0 %-Punkte gegenüber der Quote aus 2021/22, was auf die hohe Inflation zurückzuführen ist. Die Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite konnten wir nur zeitversetzt an die Kunden weitergeben.

Die Personalkostenquote verminderte sich im Vergleich zu 2021/22 um 1,5 %-Punkte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen über den Vorjahreswerten. Grund hierfür waren insbesondere die gestiegenen Fremdpersonalkosten und die Rechts- und Beratungskosten. Aber auch die Kosten für die Personalsuche und umsatzabhängige variable Kosten wie Frachten sind im Jahr 2022/2023 gestiegen. Dies ist teilweise volumenbedingt aber auch preisbedingt. Wie schon im letzten Jahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Management Fees an Quadpack Industries enthalten. Diese lagen nochmal leicht über denen des Vorjahres.

Die Abschreibungen lagen unter den erwarteten Werten. Dies resultiert aus den Werkzeugen im Bau, welche wider Erwarten erst zu einem späteren Zeitpunkt im Geschäftsjahr fertiggestellt wurden und somit zu einer geringeren Abschreibung führten.

Der Jahresüberschuss lag bei 5,9 TEUR.

b) Finanzlage

Aufgrund des großen Auftragsvolumens unseres Großkunden und der darin enthaltenen Abnahmeverpflichtungen sowie der dadurch zur Verfügung zu stellenden Kapazitäten waren große Investitionen in Werkzeuge und Maschinen notwendig. Teilweise beteiligte sich unser Großkunde an diesen Investitionen.

Zusätzlich mussten die Vorräte von 5,5 Mio. € um 2,1 Mio. € auf 7,6 Mio. € erhöht werden, da hier nur eine sehr kurze Lieferzeit vereinbart wurde.

Um den entsprechenden Finanzbedarf zu finanzieren, wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 Factoring eingeführt. Zusätzlich wurden die Kreditlinien erhöht und zwei Darlehen zur Finanzierung der Investitionen aufgenommen.

Die Firma Stefan Wicklein Kunststoffveredelung GmbH, Steinbach am Wald, konnte bereits einen Teil des gewährten Gesellschafterdarlehens an Louvrette zurückführen.

Wie schon im letzten Geschäftsjahr beschrieben, wurde die Management-Fee für das Geschäftsjahr 2021/22 an Quadpack Industries nach dem Bilanzstichtag in ein langfristiges Gesellschafterdarlehen umgewandelt.

Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

c) Vermögenslage

Das Bilanzvermögen erhöhte sich von 23.237 TEUR auf 26.359 TEUR. Dies ist überwiegend auf die Erhöhung des Sachanlagevermögens (+ 1.060 TEUR) aufgrund der Investitionen in Werkzeuge und Maschinen, sowie den Aufbau der Vorräte (+ 2.100 TEUR) zurückzuführen.

Durch den Gewinn in Höhe von 5,9 TEUR hat sich das bilanzielle Eigenkapital auf 6.685 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 25,4 %.

Die mittel- und langfristigen Bankdarlehen lagen aufgrund der Neuaufnahme von Investitionsdarlehen im Vergleich zu einer darunter liegenden Tilgung über dem Vorjahresniveau. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten reduzierten sich aufgrund einer geringeren Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien im Vergleich zum Vorjahr.

Die Steuerrückstellungen enthalten überwiegend Körperschaftssteuerrückstellungen aus den Vorjahren. Die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen entfällt vor allem auf den Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stark im Vergleich zum Vorjahr. Grund hierfür ist der erhebliche Bestandsaufbau bei den Vorräten, hohe Umsätze im Januar und der dafür notwendige Materialeinkauf sowie einige Investitionen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind neben normalen Lieferungen auch Verbindlichkeiten für Management-Fees enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten wie im Vorjahr hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen und Lohnsteuer.

Die wirtschaftliche Lage zum Bilanzstichtag ist als gut zu bezeichnen.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023/24 gehen wir von einer Umsatzsteigerung gegenüber 2022/23 in Höhe von 15,9 % aus. Preisbereinigt wird diese Umsatzsteigerung jedoch nur bei ca. 10 % liegen. Derzeit gehen wir davon aus, dass wir die Umsatzziele erreichen werden. Die aktuelle Auftragslage ist als gut zu bezeichnen.

Die Preisentwicklung für Rohstoffe ist derzeit rückläufig. In unserer Jahresplanung sind wir noch von steigenden Rohstoffpreisen ausgegangen. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Preise auf dem derzeitigen Niveau stagnieren werden. Daher gehen wir von einer sinkenden Materialeinsatzquote aus.

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2023/24 auch von einer sinkenden Personalkostenquote aus. Die Reduzierung ist auf Effizienzerhöhungen im Zuge der im Jahr 2022/23 durchgeführten Investitionen und Prozessverbesserungen zurückzuführen.

Unsere Energiekosten werden ca. auf dem Vorjahresniveau bleiben. Hier hatten wir uns schon im Jahr 2021/22 teilweise abgesichert, weshalb nur ein gewisser Anteil des Energiebedarfs teuer nachgekauft werden musste.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir von einem EBITDA in Höhe von 4,7 Mio. EUR aus.

Aufgrund der weiterhin unsicheren Lage wegen des Ukraine-Krieges und der damit im Zusammenhang stehenden Energiekrise, ist es sehr schwierig, eine genaue Prognose abzugeben. Hinzu kommen noch die globalen Probleme mit den Lieferketten und einhergehenden Versorgungsengpässen. Das Ifo-Institut geht in seiner "ifo Konjunkturprognose" von einer stagnierenden Wirtschaft in Deutschland aus. Dies kann sich negativ auf unseren Umsatzentwicklung auswirken. Derzeit gehen wir jedoch davon aus, dass wir die Ergebnisziele erreichen werden.

2. Risiko- und Chancenbericht

Für Louvrette bieten sich durch die weltweit vernetzte Quadpack Gruppe viele Möglichkeiten. Gerade vertriebsseitig wird sich die Marktdurchdringung weltweit deutlich erhöhen. Die Vertriebstätigkeiten von Louvrette können sich nun auf den wichtigen Bereich D/A/CH + Osteuropa, BENELUX und Skandinavien konzentrieren. Hier werden im folgenden Jahr die Mitarbeiter-Ressourcen weiter erhöht, um auch hier die Marktdurchdringung zu steigern.

Die Geschäftsleitung geht auch für die kommenden Jahre von einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung aus. Insbesondere die Wirtschaftskraft der Quadpack Gruppe wird es möglich machen, das Geschäft auf eine nächste Entwicklungsstufe führen zu können. Auch in den kommenden Jahren werden Investitionen in den Standort Kierspe durchgeführt.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch freie Kreditlinien, dem eingeführten Factoring-Verfahren sowie der Finanzkraft der Quadpack Gruppe begegnet.

Der allgegenwärtige Facharbeitermangel birgt für sämtliche Unternehmen ein Risiko, auch für Louvrette. Insbesondere vor dem Hintergrund des starken Wachstums muss das Unternehmen einen starken Fokus auf Ausbildung, die Bindung der vorhandenen Mitarbeiter/innen sowie die Suche nach zusätzlichem qualifizierten Fachpersonal legen.

Das wirtschaftliche Risiko infolge steigender Materialpreise sowie eine möglicherweise fehlende Verfügbarkeit unserer Kunststoffe, insbesondere aber auch der Serientauglichkeit sowie deren vorhandenen Kapazitäten der neuen PCR- und bioabbaubaren Materialien ist derzeit höher als in den Vorjahren. Die Versorgung mit Rohstoffen kann - wenn auch zu höheren Preisen - gewährleistet werden. In Großprojekten federn Materialpreisgleitklauseln das Preis-Risiko teilweise - wenn auch mit etwas Verzug - ab.

Das wirtschaftliche Risiko aufgrund der Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Belarus sowie des Ukraine-Krieges ist weiterhin nur schwer abschätzbar. Im Jahr 2022 haben unsere Kunden nur kleinere Auftragsvolumen storniert. Dies betraf auch nur Kunden, die hauptsächlich auf dem russischen Markt agieren. Da die Großprojekte über Ketter of Intent's abgesichert wurden, ist das Risiko für diese Projekte minimal.

Die Stromverträge für die Standort in Kierspe laufen bis Ende 2025. Während für 2023 die volle Bedarfsmenge eingekauft wurde, so wurden im Rahmen unseres Risikomanagements auch für die Jahre bis 2025 schon gewisse Teilmengen fixiert. Wir werden Markt weiterhin im Blick behalten, um die noch fehlenden Bedarfsmengen in attraktiven Marktphasen einzukaufen.

Die potenziellen Risiken durch Zinsänderungen und Währungsschwankungen sind für das Unternehmen aktuell vernachlässigbar.

Das Kredit- und Forderungsmanagement wurde im Geschäftsjahr 2022/23 bis zu Einführung des Factorings mit einer Warenkreditversicherung abgesichert. Das Bonitätsmonitoring sämtlicher Kunden ist in die Arbeitsprozesse integriert. Forderungsausfälle sollten somit weiterhin vermieden werden.

 

Kierspe, 9. Juni 2023

gez. Bardo Bevelander, Geschäftsführer

gez. Fabrice Revert, Geschäftsführer

Bilanz per 31.01.2023

AKTIVA

31.01.2023 31.01.2022
A. Anlagevermögen 12.114.778,90 10.716.380,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 395.977,98 156.956,13
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.977,98 156.956,13
II. Sachanlagen 6.501.355,51 5.440.971,09
1. technische Anlagen und Maschinen 2.963.808,52 2.589.031,02
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.443.743,07 1.592.446,07
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.093.803,92 1.259.494,00
III. Finanzanlagen 5.217.445,41 5.118.452,98
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.220.043,30 3.161.298,25
2. Beteiligungen 610.000,00 610.000,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 937.402,11 897.154,73
4. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 450.000,00 450.000,00
B. Umlaufvermögen 13.811.497,66 12.130.046,59
I. Vorräte 7.564.573,95 5.464.842,80
II. Forderungen und übrige Vermögensgegenstände 4.387.496,92 5.308.510,05
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.034.849,80 460.715,82
2. übrige Vermögensgegenstände 2.352.647,12 4.847.794,23
III. Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten 1.859.426,79 1.356.693,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 265.664,11 223.888,37
D. Aktive latente Steuern 167.004,38 167.004,38
26.358.945,05 23.237.319,54

Passiva

A. Eigenkapital 6.685.126,95 6.679.271,11
I. Gezeichnetes Kapital 537.000,00 537.000,00
II. Kapitalrücklage 56.943,48 56.943,48
III. Gewinnvortrag 6.085.327,63 6.027.785,94
IV. Jahresüberschuss 5.855,84 57.541,69
B. Rückstellungen 432.053,14 553.509,77
C. Verbindlichkeiten 19.241.764,96 16.004.538,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.814.680,67 7.046.629,67
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.748.722,42 2.200.394,68
3. übrige Verbindlichkeiten 4.678.361,87 6.757.514,31
26.358.945,05 23.237.319,54

Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Februar 2022 bis 31. Januar 2023

2022/2023 2021/2022
1. Rohergebnis 17.646.306,66 15.000.052,08
2. Personalaufwand -8.977.925,28 -7.746.701,35
a) Löhne und Gehälter -7.442.202,79 -6.447.235,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.535.722,49 -1.299.466,09
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.203.754,24 -1.281.155,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.215.400,63 -5.775.363,87
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.648,34 12.825,50
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -250.222,16 -140.298,10
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.080,38 -7.613,52
8. Ergebnis nach Steuern 8.572,31 61.744,77
9. sonstige Steuern -2.716,47 -4.203,08
10. Jahresüberschuss 5.855,84 57.541,69

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis 31. Januar 2023

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

I. Allgemeine Angaben

Die Firma Louvrette GmbH design x packaging (Louvrette GmbH) hat ihren Sitz in Kierspe. Sie ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn unter der Nummer HRB 3306.

Der Jahresabschluss ist auf Grundlage der Prämisse der Unternehmensfortführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten (§ 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB). Die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Abweichend zum Vorjahr werden Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens als solche in einem gesonderten Posten und nicht mehr unter sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. Daneben wurden in der Bilanz Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen gesondert ausgewiesen. Die Darstellung im Vorjahr wurde dahingehend angepasst.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang dargestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten. Die gewählten Abschreibungsmethoden spiegeln den tatsächlichen Werteverzehr des Anlagevermögens wider. Die Abschreibungen wurden auf Zugänge des Geschäftsjahres zeitanteilig vorgenommen.

Die Abschreibungsdauern betragen:

Anlageart Abschreibungsdauer
immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 Jahre
technische Anlagen 3 - 14 Jahre
Maschinen 3 - 15 Jahre
Werkzeuge (extern hergestellt) 5 Jahre
Werkzeuge (aus Eigenanfertigung) 3 Jahre

Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und im Jahr der Anschaffung und den folgenden vier Geschäftsjahren zu je einem Fünftel abgeschrieben. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- kosten unter EUR 250,00 werden sofort abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. zum Nominalwert oder bei dauerhafter Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten, teilweise unter Zugrundelegung von durchschnittlichen Anschaffungskosten der vergangenen sechs Monate, bewertet. Die Bewertung der Halbfertigteile und Verkaufsteile erfolgte mit Hilfe vorliegender Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie die angemessenen Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Bei den Positionen des Vorratsvermögens wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen Überalterung vorgenommen. Diese Abschreibungen betragen zum Stichtag TEUR 174,4 (Vorjahr TEUR 156,7).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mussten im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht gebildet werden. Zur Abgeltung der nicht bekannten Zins-, Ausfall- und Skontorisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung entsprechend dem Vorjahr in Höhe von 1,50 % der Netto-Forderungen gebildet. Forderungen in fremder Währung bestanden nicht.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt

Latente Steuern

Das nach § 274 Abs. 1 HGB bestehende Ansatzwahlrecht für den Überhang an aktiven latenten Steuern wurde ausgeübt. Latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge gebildet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages berechnet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der aufgelaufenen Abschreibungen ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Gesellschaft ist an der Vallo & Vogler GmbH, Belm, zu 50 % beteiligt. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 296 (Vorjahr TEUR -261) aus. Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft TEUR 112 (Vorjahr TEUR -183).

Die Beteiligung an der Vallo & Vogler GmbH wurde in Vorjahren wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen (§ 253 Abs. 3 HGB).

Im Rahmen eines Sale-Lease-Back Vertrages wurden in 2020 Kommanditanteile in Höhe von EUR 4.700,00 (94 % des Kommanditkapitals) an der Daimon Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, von der DAL Beteiligungsgesellschaft Mainz-Weisenau, Mainz, erworben. Bei der DAL Beteiligungsgesellschaft Mainz-Weisenau verbleiben EUR 300,00 Kommanditanteile. Die Daimon Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 0,8 (Vorjahr TEUR 2,9) aus und erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 2 (Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 1).

Die Stefan Wicklein Kunststoffveredlung GmbH, Steinbach am Wald, an der die Louvrette GmbH zu 100 % beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 717 erzielt. Zum 31. Januar 2023 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft TEUR 449 (Vorjahr TEUR - 267).

Die in den Finanzanlagen enthaltenen Ausleihungen gliedern sich wie folgt:

Darlehen an die Stefan Wicklein Kunststoffveredelung GmbH TEUR 627,2

Darlehen an die Vallo und Vogler GmbH TEUR 450

Darlehen an die Daimon Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Mainz, TEUR 310,1

Forderungen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten:

bis zu einem Jahr: Euro 3.704.252,43 (4.755.229,32)
zwischen einem und fünf Jahren: Euro 3.003.999,04 (2.259.670,35)
mehr als fünf Jahre: Euro 106.429,20 (31.730,00)

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Sicherungsübereignung von Anlagegütern und Warenbeständen gesichert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben folgende Restlaufzeiten:

bis zu einem Jahr: TEUR 2.857 (2.200)
zwischen einem und fünf Jahren: TEUR 4.892 (3.350)
mehr als fünf Jahre: TEUR --- (---)

davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:

aus Darlehen TEUR 4.892 (3.350)
übrige Verbindlichkeiten TEUR 2.217 (1.510)

davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

übrige VerbindlichkeitenTEUR 640 (690)

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft betreibt seit Januar 2023 echtes Factoring als Mittel der Kapitalbeschaffung. Veräußert werden Forderungen von ausgewählten Kunden bis zu vertraglich vereinbarten Höchstbeträgen. Außer dem hierbei beabsichtigten Liquiditätszufluss führt dieses Verfahren zu einer Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die zum Stichtag veräußerten Forderungen belaufen sich auf TEUR 3.971 (Vorjahr TEUR 0).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge sowie Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungen haben nicht bestanden.

Aufwendungen für Altersversorgung

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 22 (Vorjahr TEUR 24).

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Er wurden Erträge aus Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 13) erzielt.

Zinsen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 71,0 (Vorjahr TEUR 30,5) enthalten.

V. Weitere Angaben

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden durchschnittlich 204 Mitarbeiter/-innen (ohne Auszubildende) beschäftigt. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen ergab sich wie folgt:

Bereich 2022/2023 2021/2022
Fertigung (Spritzerei, Montage, Werkzeugbau & Instandh.) 139 120
Technische Angestellte 15 7
Kaufmännische Angestellte 35 36
Geringfügig Beschäftigte Mitarbeiter/-innen 14 13
Geschäftsführer 1 1
Gesamt 204 177

Es bestehen folgende über den Bilanzstichtag hinausreichende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Jahr TEUR
2023/2024 286,3
2024/2025 315,3
2025/2026 489,4
2026/2027 614,0
2027/2028 12,5
Gesamt 1.717,5

Die Miet- und Leasingverträge betreffen Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und wurden zum Zwecke der Finanzierung/Liquiditätsoptimierung abgeschlossen.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Bürgschaft gegenüber der Vallo & Vogler GmbH, Belm, in Höhe von insgesamt TEUR 200 (Vorjahr TEUR 200). Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass diese in Anspruch genommen wird, aufgrund der wirtschaftlich guten Lage der Gesellschaft.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022/2023:

Herr Dipl. Wirt. Ing. Fabian Erlhöfer, Gummersbach

Herr Fabrice René Jacques Revert, Frankreich - Satrouville

Herr Bardo Bevelander, Barcelona - Spanien

Mit Wirkung vom 01.03.2022 wurden Herr Revert, Fabrice René Jacques und Herr Bevelander, Bardo zu Geschäftsführern berufen.

Mit Wirkung vom 27.07.2022 ist Herr Erlhöfer, Fabian aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft, Quadpack Industries S.A., Barcelona/Spanien, die einen Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser ist am Ort der Gesellschaft erhältlich.

Ausschüttungssperre

Es besteht eine Ausschüttungssperre über die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr TEUR 167)

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

 

Kierspe, 9. Juni 2023

gez. Bardo Bevelander, Geschäftsführer

gez. Fabrice Revert, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis 31.01.2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 01.02.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Umbuchungen 2022/2023 Stand 31.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 593.251,08 268.561,85 0,00 0,00 861.812,93
593.251,08 268.561,85 0,00 0,00 861.812,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.607.974,59 176.441,53 255.543,49 1.097.178,56 15.626.051,19
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.755.728,83 127.668,65 1.000,00 0,00 3.882.397,48
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.259.494,00 2.739.953,22 808.464,74 -1.097.178,56 2.093.803,92
19.623.197,42 3.044.063,40 1.065.008,23 0,00 21.602.252,59
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.161.298,25 58.745,05 0,00 0,00 3.220.043,30
2. Beteilitungen 810.579,37 0,00 0,00 0,00 810.579,37
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 897.154,73 153.736,56 113.489,18 0,00 937.402,11
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 450.000,00 0,00 0,00 0,00 450.000,00
5.319.032,35 212.481,61 113.489,18 0,00 5.418.024,78
25.535.480,85 3.525.106,86 1.178.497,41 0,00 27.882.090,30
Abschreibungen
Stand 01.02.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 31.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 436.294,95 29.540,00 0,00 465.834,95
436.294,95 29.540,00 0,00 465.834,95
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.018.943,57 898.842,59 255.543,49 12.662.242,67
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.163.282,76 275.371,65 0,00 2.438.654,41
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.182.226,33 1.174.214,24 255.543,49 15.100.897,08
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteilitungen 200.579,37 0,00 0,00 200.579,37
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
200.579,37 0,00 0,00 200.579,37
14.819.100,65 1.203.754,24 255.543,49 15.767.311,40
Restbuchwert
Stand 31.01.2023 Stand 31.01.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.977,98 156.956,13
395.977,98 156.956,13
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.963.808,52 2.589.031,02
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.443.743,07 1.592.446,07
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.093.803,92 1.259.494,00
6.501.355,51 5.440.971,09
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.220.043,30 3.161.298,25
2. Beteilitungen 610.000,00 610.000,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 937.402,11 897.154,73
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 450.000,00 450.000,00
5.217.445,41 5.118.452,98
12.114.778,90 10.716.380,20

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23. Januar 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Louvrette GmbH design x packaging, Kierspe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Louvrette GmbH design x packaging, Kierspe, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außer- kraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der er- langten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der

zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 9. Juni 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Michael, Kritzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer

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