EGS Entwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

19061 Schwerin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 3941
Eingetragen
17.3.1994
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
- Initiierung, Konzipierung und Realisierung von städtebaulichen Sanierungs-, Entwicklungs- und Erschließungsmaßnahmen unter Einbeziehung der Standort- und Stadtentwicklung, - Entwicklung und Realisierung von Immobilienprojekten, insbesondere der Neubau, der Um- und Ausbau und die Modernisierung von Wohnungen, Industrie-, Gewerbe-, Verwaltungs- und sonstigen Immobilien in allen Rechts- und Nutzungsformen, - Bewirtschaftung und die Verwaltung von Wohnungen, Industrie-, Gewerbe-, Verwaltungs- und sonstigen Immobilien in allen Rechts- und Nutzungsformen, im eigenen und im fremden Namen. Die Gesellschaft kann alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Sie kann insbesondere im eigenen Namen, für eigene oder fremde Rechnung oder im fremden Namen Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte sowie Mobilien aller Art erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben, auch unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern, Mietern, Pächtern oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- oder Nutzungsrechte. Sie kann den Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbeliche Räume, Wohnräume und Darlehen oder sonstige Finanzierungsmittel im Zusammenhang mit den vorstehenden Aufgaben vermitteln oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweisen.

Historie

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Management

NameRolle
Ute Lehmann-Kraekel
seit 7.3.2013
Prokura
Volker Hermann Bruns
seit 20.8.2007
Geschäftsführer
Robert Erdmann
seit 30.8.2006
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

EGS Entwicklungsgesellschaft mbH

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013

EGS

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Geschäftsjahr 2013 war die Situation der Weltwirtschaft durch ein verhaltenes Wachstum geprägt. Die wenigen Wachstumsimpulse kamen aus den Industriestaaten, während das Wachstum in den Schwellenländern an Dynamik verloren hat. Maßgeblich für die Entwicklung der Weltwirtschaft in 2013 war die ökonomische und politische Entwicklung in den Vereinigten Staaten, so das "Bundeswirtschaftsministerium", die durch einen intensiven Haushaltsstreit belastet war. In der Eurozone war im abgelaufenen Jahr eine leichte Erholung nach einer langen Phase der Rezession zu beobachten.

Dieses außenwirtschaftliche Umfeld wirkte dämpfend auf die deutsche Wirtschaft und die Anpassungsprozesse zur Bewältigung der Finanzkrise im Euroraum dauerten weiter an. Trotz der auch in 2013 positiven Entwicklung der Beschäftigung, die das private Konsumverhalten prägte und die konjunkturelle Entwicklung festigte, war das Wachstumstempo moderat. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent in 2013. Im Vorjahr lag es noch bei 0,7 Prozent und im "Boom-Jahr" 2011 sogar bei 3,3 Prozent. Die Eurokrise bleibt somit bestimmender und dämpfender Faktor der wirtschaftlichen Situation in Deutschland.

Trotz der verhaltenen Konjunktur erlebte Deutschland 2013 einen Beschäftigungsrekord. Rund 41,8 Mio. Menschen waren erwerbstätig. Allerdings verlangsamte sich die Entwicklung mit 232.000 neuen Arbeitsplätzen in 2013, so das Statistische Landesamt. Die meisten neuen Stellen entstanden im Dienstleistungsbereich. Am Bau stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Schnitt um 20.000 Beschäftigte. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2013 in ganz Deutschland bei 6,7 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen. Im November 2013 bestanden insgesamt 530.800 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im Land. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2013 bei 11,9 Prozent, so die Bundesagentur für Arbeit. Somit ist sie zum Vorjahr (im Jahresmittel) um 1,2 Prozent zurückgegangen.

Die Baubrache in Mecklenburg-Vorpommern musste Umsatzrückgänge verzeichnen. Wie der Bauverband mitteilte, ging der baugewerbliche Umsatz im Land im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum um gut 16 Prozent auf ca. 1,46 Mrd. EUR zurück. Die Zahl der Beschäftigten sank um 3 Prozent auf unter 16.000 Arbeitnehmer. Grund dafür sei der lang anhaltende Winter zu Jahresbeginn 2013. Im Wohnungsbau lagen die Umsatzrückgänge bei ca. 28 Prozent. Allerdings stiegen die Baugenehmigungen im Land deutlich um 44 Prozent an. Insgesamt sind durchschnittlich in 2013 für 499 Wohnungen im Monat Baugenehmigungen erteilt worden, das ist eine Steigerung von 6,6 Prozent.

Der für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern so wichtige touristische Wirtschaftsbereich hat sich im abgelaufenen Jahr positiv dargestellt, so das zuständige Ministerium. Von Januar bis November 2013 hatten nach Angaben des Statistischen Amtes 6,8 Mio. Gäste (+1,9 Prozent) im Land rund 27,3 Mio. Übernachtungen (+1,7 Prozent) gebucht.

Im ersten Halbjahr 2013 sank die Bevölkerungszahl in Mecklenburg-Vorpommern um 3.428 Menschen bzw. um 0,2 Prozent auf 1.596.899 Einwohner. Nach Aussage des Statistischen Amtes ist der Rückgang ausschließlich auf ein Geburtendefizit bzw. ein Gestorbenen-Überschuss (-4.350 Personen) zurückzuführen. Der Wanderungssaldo lag bei einem Plus von 711 Personen und erreichte erstmals seit 1998 ein positives Ergebnis zum Halbjahr eines Jahres. Die Fortzugszahlen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres haben sich um 1 Prozent verringert, die Zahl der Zuzüge hingegen ist um 7,7 Prozent gestiegen. Der Wanderungsgewinn für Mecklenburg-Vorpommern resultiert auch aus dem Zuzug ausländischer Personen in Höhe von 1.986 Menschen. Insgesamt standen im ersten Halbjahr 2013 16.448 Zuzüge in das Land 15.737 Fortzüge aus dem Land gegenüber. Die Landeshauptstadt Schwerin konnte im Zeitraum vom 1.1.2013 bis 30.9.2013 sogar ein Wanderungsgewinn von 609 Menschen verzeichnen. So hatte die Landeshauptstadt Schwerin am 30.9.2013 eine Bevölkerung von 91.585 Menschen.

Im Jahr 2030 wird Mecklenburg-Vorpommern nach der mittleren Annahmevariante der aktualisierten vierten Landesprognose zur Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern nur noch rund 1,47 Mio. Einwohner haben, das bedeutet einen Rückgang von 10 Prozent. Die geringen Geburtenzahlen seit über 20 Jahren sowie die deutlich steigende Lebenserwartung und anhaltende Wanderungsbewegungen bewirken Umbrüche in der Bevölkerungs- und Altersstruktur. Auf dem Arbeitsmarkt und damit auf die Fachkräftesicherung wirken sich besonders der zahlenmäßige Rückgang der erwerbsfähigen Menschen und die Erhöhung des Altersdurchschnitts aus. Durch die prognostizierte demografische Entwicklung verringert sich die Zahl der Erwerbsfähigen in Mecklenburg-Vorpommern von rund 1,09 Mio. im Jahre 2011 auf rund 835.000 im Jahr 2030, also um etwa 250.000 Menschen. Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung haben Konsequenzen für die unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche. Weniger Einwohnerinnen und Einwohner bedeuten weniger Nachfrage und Absatz für die regional orientierte Wirtschaft. Andererseits darf Schrumpfung und eine älterwerdende Gesellschaft nicht nur als Bürde betrachtet werden, es ergeben sich auch neue Chancen, wie Geschäftsfelder durch die demografische Entwicklung im Bereich der Gesundheitswirtschaft, im Pflegebereich, im haushaltsnahen Dienstleistungssektor oder im Tourismus.

Das Finanzministerium konnte durch Steuermehreinnahmen und geringere Ausgaben in 2013 ein weiteres Plus von 318 Mio. EUR verbuchen. Mit 7,017 Milliarden EUR gab das Land demnach 166 Mio. EUR weniger aus, als geplant. Die Einnahmen des Landes überstiegen damit den Etatplan um 152 Mio. EUR. Damit konnten Schulden getilgt und weitere Rücklagen aufgestockt werden.

Eine gute finanzielle Ausstattung erhielten auch die Städtebauförderungsprogramme unseres Landes. Der Bund stellte in 2013, wie schon in den Vorjahren 2011 und 2012 und in der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und den Ländern vereinbart, 455 Mio. EUR für die Städtebauförderung zur Verfügung. Die Intervention durch Länder und Kommunen sowie die "Fachwelt", mit Verweis auf die außerordentlich positiven Effekte über Jahrzehnte und die Notwendigkeit des Finanzierungsinstruments, führte zu der oben genannten Verstetigung der Förderansätze in den letzten drei Jahren. Das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erklärte: "Die Städtebauförderung trägt dazu bei, die Ziele einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch ausgewogenen Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungspolitik zu konkretisieren. Das örtliche Baugewerbe und das Handwerk profitieren nachhaltig von den Investitionen, welche mit Hilfe des Bundes in den aktuell 2.045 Gebieten der Städtebauförderung getätigt werden."

Folgende Städtebauförderungsprogramme stellte der Bund in 2013 zur Verfügung:

"Stadtumbau" für die Anpassung an den demografischen und strukturellen Wandel in Ost (84 Mio. EUR) und West (83 Mio. EUR)

"Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" für die Stärkung der Funktionsfähigkeit der Zentren (97 Mio. EUR)

"Soziale Stadt - Investitionen im Quartier" zur Stabilisierung und Aufwertung benachteiligter Stadt- und Ortsteile zur Schaffung von Mehrgenerationen-Gerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und sozialem Zusammenhalt (40 Mio. EUR)

"Städtebaulicher Denkmalschutz" für den Erhalt historischer Stadtkerne und Stadtquartiere in Ost (64 Mio. EUR) und West (32 Mio. EUR)

"Kleinere Städte und Gemeinden" zur Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen oder dünn besiedelten Räumen (55 Mio. EUR)

Die wichtigste Änderung in den Förderprogrammen war sicherlich das Auslaufen des Programms Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen, das seit über 40 Jahren die finanzielle Grundlage der Stadterneuerung bildete. Die EGS war von 2010 bis Ende 2012 die Bundestransferstelle für das Programm. Damit haben sich die Finanzvolumen in den verbliebenen Programmen etwas erhöht.

Wie auch in den vorangegangenen Jahren wird deutlich, dass sich die Verteilung der Programmmittel weiter zugunsten der westlichen Länder verändert. In Mecklenburg-Vorpommern stellte 2013 das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus rund 50 Mio. EUR an Finanzhilfen bereit. Auch hier eine Verstetigung der Ansätze aus dem Vorjahr. Minister Harry Glawe führte dazu aus: "Die Städtebauförderung ist für unser Land ein wichtiger Anschubfaktor, insbesondere für kommunale Investitionen.

Aufgrund der demografischen Veränderungen - die Menschen im Land werden weniger und älter - werden Wohnwünsche und Wohnformen und die Anforderungen an Standorte differenzierter und vielfältiger". Die Mittel werden für die Programme:

Städtebaulicher Denkmalschutz Ost

Soziale Stadt

Stadtumbau Ost

Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Kleinere Städte und Gemeinden

zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus wurde ein eigenes Landesprogramm zur Städtebauförderung, welches die Bund-Länder-Programme ergänzt und insbesondere im ländlichen Raum wirksam wird, aufgestellt. Hier stehen 7 Mio. EUR zur Verfügung.

Ergänzend zu den Bund-Länder-Programmen der Städtebauförderung konnten auch Mittel aus den EU-Strukturfonds, insbesondere EFRE in hohem Maße, für Stadterneuerungsprojekte eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Finanzbaustein umfasst die Programme zum Klimaschutz. Diese sind auf Bundes- und Landesebene nicht in den Städtebauförderungsressorts, sondern in anderen Ministerien angesiedelt, bilden jedoch eine wichtige Finanzierungsgrundlage für die energetische Stadterneuerung. Auf Bundesebene stehen die Programme der KfW-Förderbank und des ehemaligen Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur Verfügung. In 2013 sind aus den Energie- und Klimafonds Programmmittel in Höhe von 50 Mio. EUR zur Förderung der energetischen Stadtsanierung angemeldet worden. Neben der KfW stellt auch das ehemalige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Klimaschutzinitiative Fördergelder zur Verfügung.

Somit stand insgesamt in 2013 eine gute Finanzausstattung für die unterschiedlichen Stadterneuerungsprojekte zur Verfügung.

1.2. Auftrags- und Umsatzentwicklung

Im Zusammenhang mit den Koalitionsverhandlungen zu der Bildung einer neuen Bundesregierung wurde deutlich, dass den Stadtentwicklungsthemen, wie Wohnungsbau, energetische Erneuerung des Bestandes und der Stadterneuerung, eine hohe Priorität beigemessen wird. Das spiegelt sich auch in der zukünftigen Finanzausstattung wider. Mit Abschluss des Koalitionsvertrages am 27. November 2013 haben sich die regierungsbildenden Parteien für eine deutliche Verbesserung der Finanzausstattung für die Städtebauförderungsprogramme ausgesprochen. Wie die neue "Bundesbauministerin" Barbara Hendricks in Aussicht stellt, werden die Mittel für die unterschiedlichsten Förderprogramme von 455 Mio. EUR im Jahr 2013 auf 700 Mio. EUR im Jahr 2014 erhöht. Die Schwerpunkte sollen dabei die Themen "Soziale Stadt - Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf" und "Kleinere Städte und Gemeinden" einnehmen. Das Allgemeine Städtebauförderungsprogramm wird nicht mehr aufgelegt.

Die von der EGS betreuten Städte erhielten im Jahr 2013 rund 15,8 Mio. EUR an Städtebauförderungsmitteln. Das bedeutet eine Steigerung zum Vorjahr um rund 1 Mio. EUR. Die Bewilligung ist ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung des Auftragsbestandes. Der Umsatz in den Gesamtmaßnahmen, ausgelöst durch Planungsaufträge und Investitionen, konnte zum Vorjahr (2012 = 17,5 Mio. EUR) auf rund 24,4 Mio. EUR deutlich erhöht werden. Der hohe Umsatz wurde möglich, da weitere Einnahmen aus anderen Förderprogrammen und zusätzliche städtische Eigenanteile bereitgestellt wurden. Insbesondere das eigene Landesprogramm und die für städtebauliche Maßnahmen zur Verfügung gestellten EFRE-Mittel bildeten die Basis für eine erfolgreiche Investitionstätigkeit. Mit der Bewilligung der Städtebauförderungsmittel im Jahr 2013 in Kombination mit weiteren Förderprogrammen besteht für die durch die EGS betreuten Standorte eine solide Finanzausstattung.

Die EGS hat Verträge über 30 Gesamtmaßnahmen in 23 Städten Mecklenburg-Vorpommerns abgeschlossen und erbringt Leistungen als:

Treuhänderische Sanierungsträgerin

Treuhänderische Entwicklungsträgerin

Beauftragte im Stadtumbau

Beauftragte für das Programm "Soziale Stadt - Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf"

Betreuerin des Programms "Kleinere Städte und Gemeinden im ländlichen Raum"

Energetische Sanierungsmanagerin

Fördermittel außerhalb der Städtebauförderung haben, wie bereits erwähnt, eine hohe Bedeutung für die Umsetzung von Einzelprojekten im Rahmen der Gesamtmaßnahmen. Neben den Mitteln aus den Europäischen Strukturfonds sind Kommunalfinanzierungsprogramme und Mittel aus dem Klimapakt des Landes Mecklenburg-Vorpommern im abgelaufenen Geschäftsjahr von Bedeutung gewesen.

Im Jahr 2013 konnten bedeutende Bauvorhaben begonnen und erfolgreich abgeschlossen werden. Beispielhaft genannt seien hier der energetische Umbau eines Schulkomplexes in Lübz, die Erneuerung der Drehbrücke in Malchow und die Sanierung des historischen Fridericianums in der Landeshauptstadt Schwerin als Bestandteil eines zukünftigen Hochschulcampus. Die EGS hatte für die Projekte das Fördermittelmanagement und zum Teil die Bauherrenvertretung übernommen. Die Kompetenz und Erfahrung aus der Bauherrenschaft und Projektsteuerung in und außerhalb von Sanierungsgebieten führte zu weiteren Vertragsabschlüssen imBereich Projektsteuerung, u. a. in der Hansestadt Rostock, auf der Insel Usedom (Gemeinde Ostseebad Heringsdorf) und der Landeshauptstadt Schwerin.

Die Umsätze im Bereich der energetischen Stadterneuerung im Rahmen der Energiewende haben sich im Jahr 2013 ebenfalls gesteigert. Neben der Erarbeitung eines Klimakonzeptes ist die EGS für das energetische Sanierungsmanagement Neu Zippendorf in der Landeshauptstadt Schwerin gebunden worden. Das Projekt wird gefördert durch das KfW-Programm.

Es ist geplant, in diesem Bereich weitere Aufträge zu akquirieren. Aus diesem Grund beteiligt sich die EGS in Mecklenburg-Vorpommern und auf Bundesebene aktiv am Erfahrungsaustausch und der Diskussion um die Weiterentwicklung der Klimaschutzprogramme mit ihrem Expertenwissen auf Fachveranstaltungen und Kongressen.

Darüber hinaus ist die EGS weiterhin konzeptionell tätig. Es wurden Leistungen im Bereich interkommunaler Zusammenarbeit (Konzeption für das Städtenetz Mecklenburgische Seenplatte) und integrierte Stadtentwicklungskonzepte erbracht. Diese Leistungen werden zum Teil direkt von der EGS vertraglich gebunden oder partnerschaftlich im Unternehmensverbund angeboten.

Leistungen im Unternehmensverbund mit oder für die LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH und der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH sind eine "feste Größe" im Dienstleistungsportfolio der EGS geworden. Hier handelt es sich ebenfalls überwiegend um konzeptionelle Aufgaben oder Projektsteuerungsaufgaben bei Erschließungsmaßnahmen für die LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH.

1.3. Investitionen

Auch im Jahr 2013 waren keine kostenintensiven Investitionen notwendig. Lediglich für die Büro- und EDV-Ausstattung wurden in geringem Maße Investitionen getätigt. Die Bereitstellung von Dienstwagen und weiteren Infrastruktureinrichtungen erfolgt im Unternehmensverbund mit der LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH und der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH. Die anfallenden Kosten werden direkt oder anteilig von der jeweiligen Gesellschaft getragen. Durch die Bildung der Bürogemeinschaften in Rostock (EGS und Landgesellschaft) und in der Landeshauptstadt Schwerin im Haus der kommunalen Selbstverwaltung (EGS und LGE) gelingt es nach wie vor, deutliche Synergieeffekte zu erzielen. Die geringfügigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert.

1.4. Finanzierungsmaßnahmen

Die Liquidität der EGS ist in ausreichendem Maße vorhanden und so ausgestattet, dass sich die Gesellschaft jederzeit in der Lage befindet, sämtliche Ausgaben selbst zu tätigen und allen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Eine Darlehensaufnahme ist zurzeit nicht geplant.

1.5. Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2013 beschäftigte die EGS durchschnittlich 18 (entspricht 17 Voll-Arbeitskräften) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer). Eine Mitarbeiterin ist im Unternehmen geringfügig beschäftigt. Die Vergütung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erfolgt in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TV-L). Zur Sicherung einer betrieblichen Altersvorsorge ist die EGS Mitglied der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Da zum Jahresende 2012 zwei Mitarbeiter ausgeschieden sind, wurden im Jahr 2013 neue Mitarbeiter in der Projektleitung eingestellt. Die neuen Mitarbeiter übernehmen Aufgaben im Bereich Projektleitung für Stadterneuerungsmaßnahmen und das energetische Sanierungsmanagement. Beide Verträge sind zunächst für die Dauer der Projekte befristet.

Die EGS bietet regelmäßig Hochschulpraktikanten die Möglichkeit an, Praxiserfahrungen zu sammeln und die unterschiedlichen Aufgabenfelder der EGS kennenzulernen.

Die Kapazität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist nicht ausreichend, um die vertraglich gebundenen Leistungen zu erfüllen. Aus diesem Grunde werden die zusätzlich benötigten Personalbedarfe im Unternehmensverbund durch die Landgesellschaft und die LGE abgedeckt. So stellt die Landgesellschaft in den Büros Schwerin, Rostock und Neubrandenburg Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, die ausschließlich oder zum Teil für die EGS tätig sind. Neben operativen Dienstleistungen im Bereich der Stadterneuerung für Erschließungsleistungen und Unterstützung bei der Projektsteuerung werden nahezu sämtliche Overhead-Leistungen durch die Landgesellschaft erbracht. Diese Vereinbarung ermöglicht der EGS "schlanke" Personalstrukturen, eine hohe Flexibilität und die Chance, Personalkapazitäten gezielt dort einzusetzen, wo sie benötigt werden, um Synergieeffekte zu erzielen. Projektleiter der EGS können so Projektsteuerungsaufgaben für LGE-Projekte wahrnehmen und Mitarbeiter der LGE aus dem Bereich Grundstücksverkehr Aufgaben für die EGS. Die Gestellung der Personalkapazitäten und -leistungen der drei Gesellschaften im Unternehmensverbund ist durch Dienstleistungsverträge abgesichert.

Die Geschäftsführung der EGS erfolgt durch zwei Geschäftsführer, wobei ein Geschäftsführer von der Landgesellschaft gestellt wird. Beide Geschäftsführer sind sowohl in der EGS als auch in der Gesellschafterin, der LGE, tätig. Die EGS verfügt über eine Prokuristin.

Personalanpassungen durch einen möglichen Rückgang der Auftragsbestände sind nicht geplant, da zurzeit nicht genügend eigene Personalkapazitäten vorhanden sind und auf den Unternehmensverbund zurückgegriffen wird.

1.6. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Mit Eintritt des von der LGE gestellten Prokuristen, Herrn Dr. Meinhard Jahn, im Februar 2013 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wurde mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 28.01.2013 Frau Ute Lehmann-Kraekel zur Prokuristin der EGS bestellt. Frau Lehmann-Kraekel war bis Juni 2013 Projektleiterin in der EGS und seit vielen Jahren Büroleiterin des Büros in der Landeshauptstadt Schwerin.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

Das Stammkapital der EGS beträgt 50.000,00 EUR. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 1.898.462,36 EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 73,2 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte erhöht. Es gibt keine Gewinnabführungsvereinbarung mit dem Gesellschafter. Künftige Gewinne sind bis auf Weiteres zu thesaurieren, um den Eigenkapitalanteil der Gesellschaft zu erhöhen.

2.2. Finanz- und Ertragslage

Die Finanzlage der EGS ist gesichert; die Zahlungsfähigkeit gewährleistet. Im abgelaufenen Kalenderjahr wurden keine Fremdmittel aufgenommen. Die EGS hat der Landgesellschaft in 2013 ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 1.000.000 EUR ausgereicht, welches bereits komplett getilgt worden ist. Die der EGS durch den Gesellschaftsvertrag übertragenen Aufgaben können somit mit den vorhandenen finanziellen Mitteln erfüllt werden. Der Jahresüberschuss beträgt 193.431,70 EUR. Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 2.594.345,85 EUR.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

3.1. Bestandsgefährdende Risiken

Es sind für die künftige Entwicklung der Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

3.2. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft führt zur Abwägung aller Risiken ein umfangreiches Risikomanagement in Anlehnung an § 91 Abs. 2 AktG durch.

Die EGS ist in Mecklenburg-Vorpommern vor allem als kommunaler Dienstleister im Bereich der Stadtentwicklung und Stadterneuerung aktiv. Den größten Teil des Geschäftsvolumens bildet die Betreuung städtebaulicher Gesamtmaßnahmen. Zurzeit werden durch die EGS in 23 Städten über 30 Gesamtmaßnahmen betreut. Trotz der guten Mittelausstattung im Jahr 2013 erhielten erneut einige Gesamtmaßnahmen keine neuen Kassenmittel mehr. Es ist davon auszugehen, dass diese Gesamtmaßnahmen mit nur noch geringer Finanzausstattung in einigen Jahren beendet sein werden. Die aktive Projektbetreuung reduziert sich zugunsten einer intensiven Abrechnungsleistung von Einzelmaßnahmen und der Schlussabrechnung von Gesamtmaßnahmen. Diese Verfahren sind zum Teil sehr aufwendig und binden erhebliche Kapazitäten. Im Rahmen der Erstellung von Einzelverwendungsnachweisen, Zwischen- oder Schlussabrechnungen kann eine fehlende förderrechtliche Anerkennung der Mittelgeber zu späteren Ansprüchen gegen die Gesellschaft führen. Hier sind entsprechende Rückstellungen gebildet worden, um möglichen Risiken aus der Tätigkeit als Sanierungsträger entgegenzuwirken.

Ein weiterer Aspekt ist neben den auslaufenden Förderprogrammen für einige Gesamtmaßnahmen auch die erfolgreiche Beseitigung städtebaulicher Missstände und das Erreichen der Sanierungsziele. Die Aufgabe der Stadterneuerung ist grundsätzlich temporär angelegt, sodass nach über 20 Jahren zahlreiche Gesamtmaßnahmen einen hohen Sanierungsgrad erreicht haben. Die Gesellschaft hat bei der Personalplanung die Finanzausstattung der einzelnen Kommunen und den temporären Aspekt berücksichtigt und zugrunde gelegt.

Die Diskussion um die Reduzierung der Städtebauförderungsmittel gehört erfreulicherweise der Vergangenheit an. Die neue Bundesregierung wird den Etat deutlich erhöhen. Im Detail ist jedoch noch nicht bekannt, wie die Programme ausgestaltet werden. In den letzten Jahren wurden die Städtebauförderungsprogramme so aufgestellt, dass sich der Anteil der Finanzausstattung für die westlichen Bundesländer stetig erhöhte und die ausgesprochen hohe Förderquote für die östlichen Bundesländer seit einiger Zeit reduziert wird. Hinzu kommt, dass die für einige Kommunen schwierige Finanzsituation die Kofinanzierung der Städtebauförderung und die Erbringung notwendiger zusätzlicher Eigenanteile erschweren könnte. Trotz des hohen Engagements des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit einem eigenen Landesprogramm und dem Einsatz von Europäischen Strukturfonds-Mitteln (EFRE) mögliche Reduzierungen des Bundes auszugleichen, ist davon auszugehen, dass sich der Städtebauförderungsetat langfristig rückläufig entwickeln wird.

Bei konzeptionellen Dienstleistungen ist die EGS ebenfalls von der Finanzausstattung der öffentlichen Hand abhängig, da diese im Wesentlichen die Auftraggeberstruktur bestimmt. Darüber hinaus steht die EGS bei diesen Aufträgen stärker im Wettbewerb mit anderen Dienstleistern.

Da die EGS über eine schlanke Personalstruktur verfügt, sind Personalausfälle durch Krankheiten und andere Fehlzeiten organisatorisch so abzufangen, das die vertraglichen Leistungen erbracht werden. Nicht alle Expertenfunktionen können dabei vertreten werden.

3.3. Chancen der künftigen Entwicklung

Die EGS hat sich mit ihrem Leistungsportfolio rund um das Fördermittelmanagement auch im Jahr 2013 behaupten können. Die Gesellschaft verfügt über Kompetenzen im Bereich der Akquisition, Betreuung und Abrechnung von Förderprogrammen. Längst werden diese Leistungen nicht mehr nur im Bereich der Städtebauförderung angeboten und erbracht. Die EGS entwickelt für ihre Auftraggeber "maßgeschneiderte" Finanzierungskonzepte zur Umsetzung komplexer Bauaufgaben.

Über das Fördermittelmanagement hinaus übernimmt die EGS bei der späteren Umsetzung der Maßnahme die Bauherrenvertretung oder Projektsteuerung. Da die Kommunen zunehmend durch fehlende personelle Ressourcen in diesem Bereich auf Unterstützung angewiesen sind, werden hier weitere Auftragsverhältnisse begründet werden können.

Grundsätzlich wird sich die Erhöhung der Städtebauförderungsmittel durch den Bund von 450 Mio. EUR auf 700 Mio. EUR im nächsten Jahr positiv auf diesen Geschäftsbereich der Gesellschaft auswirken.

Die hohe Priorität, die die neue Bundesregierung der Energiewende beimisst, wird auch in diesem Themenbereich zur Verstetigung der Finanzhilfen auf Bundesebene (u. a. bei der KfW-Bank) und auf Länderebene (Klimapakt Mecklenburg-Vorpommern) führen. Die EGS hat sich als Akteur in diesem Bereich etabliert und personell verstärkt.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Nach Ende des Geschäftsjahres 2013 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Die Städtebauförderung hat sich verstetigt, allerdings mit einer erhöhten Dynamik der Einzelprogramme und einer leicht rückläufigen Tendenz für die östlichen Bundesländer.

Das Auslaufen der EU-Förderperiode 2007 - 2013 wird ebenfalls zu Reduzierungen von Finanzhilfen führen. Im Gegenzug werden die "Förderthemen" in der neuen Förderperiode 2014 - 2020 neu definiert und der sozialen und wirtschaftlichen Komponente der Stadtentwicklung eine höhere Priorität beigemessen, was sicherlich Auswirkungen auf die Bereitstellung von Finanzhilfen haben wird.

Die klimatischen und CO 2-mindernden Aspekte haben Einzug in die Stadterneuerung gehalten und werden mit entsprechenden Förderprogrammen auf Landes- und Bundesebene flankiert. Durch die Bewilligungssystematik, die die Bereitstellung der Kassenmittel über mehrere Jahre vorsieht und Projekte, die längerfristig angelegt sind, ist die Perspektive der mittelfristigen Entwicklung positiv einzuschätzen.

Entsprechend des Wirtschaftsplanes erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss von ca. 159.000,00 EUR.

 

Schwerin, 20. März 2014

EGS
Entwicklungsgesellschaft mbH

Volker Bruns

Robert Erdmann

Bilanz zum 31. Dezember 2013

AKTIVA

31.12.2013 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   0,00   98,60
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung   18.004,94   25.389,12
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
Unfertige Leistungen   95.814,38   16.470,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 601.820,63   678.963,95  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.953,38   25.762,25  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 62.697,74 707.471,75 49.869,36 754.595,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.772.404,57   1.632.508,07
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   650,21   0,00
    2.594.345,85   2.429.061,61
Treuhandvermögen:   7.073.331,80   8.724.731,18

PASSIVA

       
31.12.2013 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00   50.000,00  
II. Kapitalrücklage 51.129,19   51.129,19  
III. Gewinnrücklagen        
Andere Gewinnrücklagen 1.603.901,47   1.435.480,93  
IV. Jahresüberschuss 193.431,70 1.898.462,36 168.420,54 1.705.030,66
B. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Steuerrückstellungen 0,00   10.876,00  
2. Sonstige Rückstellungen 234.192,42 234.192,42 295.610,12 306.486,12
C. VERBINDLICHKEITEN        
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46.050,42   0,00  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.355,86   5.649,28  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 309.377,37   291.884,69  
4. Sonstige Verbindlichkeiten 101.907,42   120.010,86  
- davon aus Steuern: EUR 97.429,88 (Vorjahr: EUR 115.155,22) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) -   461.691,07   417.544,83
    2.594.345,85   2.429.061,61
Treuhandverbindlichkeiten:   7.073.331,80   8.724.731,18

Gewinn- und Verlustrechnung bis zum 31. Dezember 2013

2013 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   2.123.277,73   2.236.445,31
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen   79.344,12   16.470,26
3. Sonstige betriebliche Erträge   204.361,87   69.651,63
4. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen   429.093,32   486.954,62
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 974.779,84   953.524,53  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 212.895,44   209.632,12  
- davon für Altersversorgung: EUR 31.288,01 (Vorjahr: EUR 30.719,95) -   1.187.675,28   1.163.156,65
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   10.940,00   13.416,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   526.781,58   422.969,84
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   27.895,83   15.737,30
- davon aus der Abzinsung: EUR 9.295,89 (Vorjahr: EUR 251,72) -        
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.239,24 (Vorjahr: EUR 2.365,76) -        
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   0,00   3.082,16
- davon aus der Aufzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.082,16) -        
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   280.389,37   248.724,60
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   86.550,67   80.037,06
12. Sonstige Steuern   407,00   267,00
13. Jahresüberschuss   193.431,70   168.420,54

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2013
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.175,00 0,00 0,00 1.175,00
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.953,81 3.457,22 4.203,31 88.207,72
  90.128,81 3.457,22 4.203,31 89.382,72
Abschreibungen
Stand 1.1.2013
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.076,40 98,60 0,00 1.175,00
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.564,69 10.841,40 4.203,31 70.202,78
  64.641,09 10.940,00 4.203,31 71.377,78
Restbuchwerte
Stand 31.12.2013
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 98,60
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.004,94 25.389,12
  18.004,94 25.487,72

Anhang zum 31. Dezember 2013

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Dabei wurden in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung unter Beachtung des § 265 HGB die Postenbezeichnungen geändert, die Posten weiter untergliedert oder die Posten nicht aufgeführt, die keinen Betrag aufweisen. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft, wendet bei Aufstellung des Jahresabschlusses entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aber die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften an.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Wahlpflichtangaben wurden statt in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung weitgehend im Anhang vermerkt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sofern von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, ist die Abweichung in den entsprechenden Bilanz- bzw. GuV-Erläuterungen dargestellt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der jeweiligen Höchstsätze der anerkannten AfA-Tabellen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 410 EUR werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150 EUR und 1.000 EUR wurde gemäß § 6 Abs. 2a EStG bis zum Geschäftsjahr 2012 ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Zuführung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Ab 2013 wird von der Bildung eines Sammelpostens kein Gebrauch mehr gemacht.

Die Forderungen und die Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Vom Wahlrecht der Aktivierung der latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die mittel- und langfristigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

3. Spezielle Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus der beigefügten Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens hervor.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Davon betreffen 26.301 EUR (Vorjahr: 18.211 EUR) die Gesellschafterin.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 50.000 EUR. Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Risiken aus der Städtebauförderung (147.384 EUR), für Schadensfälle (27.704 EUR), für rückständigen Urlaub (28.604 EUR), für eine zu zahlende Tantieme an einen Geschäftsführer (15.000 EUR), für Berufsgenossenschaftsbeiträge (8.000 EUR) und für Jahresabschlusskosten (7.500 EUR) gebildet.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 10.857 EUR (Vorjahr: 23.804 EUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.

Die gemäß § 285 Nr. 29 HGB anzugebenden latenten Steuern (Steuersatz 31,3 %) zum 31.12.2013 stellen sich wie folgt dar:

31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
Aktive latente Steuern Risiken aus Städtebauförderung 2.880 3.169
  RSt Zinsen KSt und Gewerbesteuer 0 1.830
  Schadensfälle 3.625 424
  Urlaubsrückstellungen 102 0
Passive latente Steuern Zinsforderungen 0 221

Bilanzvermerke

Das Treuhandgeschäft umfasst vornehmlich die Sanierungs- und Entwicklungsträgerschaft gemäß §§ 158,167 BauGB.

Bei dem Treuhandvermögen handelt es sich um das treuhänderisch für Städte und Gemeinden gehaltene Bankguthaben:

31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
Treuhandbankguthaben 7.073.331,80 8.724.731,18

Diesen Ansprüchen stehen entsprechende Auszahlungs- und Übertragungsverpflichtungen (Treuhandverpflichtungen) gegenüber.

4. Spezielle Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen mit 1.889.588 EUR Erlöse aus der Vergütung der EGS als Sanierungs- und Entwicklungsträger und mit 233.690 EUR Erlöse aus der Geschäftsbesorgung für Dritte.

Die Bestandsveränderungen in Höhe von 79.344 EUR betreffen Leistungen aus der energetischen Stadtsanierung in Schwerin, Neu Zippendorf (42.975 EUR) sowie drei Projektsteuerungsverträge für verschiedene Auftraggeber (36.369 EUR).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 148.348 EUR, periodenfremde Erträge aus Kostenerstattungen für das INTERREG-Projekt ACT4PPP in Höhe von 32.173 EUR sowie Erträge aus den Geschäftsbeziehungen im Unternehmensverbund in Höhe von 15.869 EUR enthalten.

In den Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen sind Aufwendungen aus der Geschäftsbeziehung zu verbundenen Unternehmen in Höhe von 417.665 EUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Aufwendungen enthalten:

Management- und Verwaltungsleistungen 214.436 EUR
darunter: gegen verbundene Unternehmen 214.436 EUR
Zuführung zu Rückstellungen für Schadensfälle 90.941 EUR
Mietaufwand 52.286 EUR
darunter: gegen verbundene Unternehmen Kfz-Aufwendungen 52.286 EUR
Versicherungen 31.104 EUR
  21.488 EUR
periodenfremde Aufwendungen aus Kopierernutzung 6.216 EUR

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 86.551 EUR.

5. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Treuhandforderungen und Treuhandverbindlichkeiten, die unter den Bilanzvermerken zu den speziellen Angaben und Erläuterungen zur Bilanz dargestellt sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Aufsichtsrat

Dr. Stefan Rudolph (Vorsitzender) Gabriele Brick (stellvertretende Vorsitzende) Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern Abteilungsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern
Ulrike Wenner-Bunge Referatsleiterin im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern
Ute Piper Referatsleiterin im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
Thomas Deiters Stellvertretender Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Ulrich Kempf Vorstandsmitglied der Sparkasse Mecklenburg- Schwerin

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben in 2013 keine Aufwandsentschädigung erhalten.

Geschäftsführung

Robert Erdmann, Dipl.-Ing. (FH) Architekt, Schwerin

Geschäftsführer der LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Schwerin

Volker Bruns, Diplomagraringenieur, Schwerin

Geschäftsführer der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, Leezen

Geschäftsführer der LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Schwerin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Arbeitnehmer

Neben den Geschäftsführern beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 18 Arbeitnehmer, die Angestellte sind (Vorjahr: 18). Aufgrund der Beschäftigung von Teilzeitarbeitskräften ergibt sich ein rechnerischer Wert von durchschnittlich 17 Vollzeitarbeitskräften (Vorjahr: 17).

Leistungen an den Abschlussprüfer

Für die Prüfung des Jahresabschlusses sind Aufwendungen in Höhe von 6.500 EUR bilanziert worden.

Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin der EGS ist die LGE. An der LGE ist die LGMV unmittelbar zu 94 % beteiligt, wodurch sie mittelbar an der EGS beteiligt ist. Die LGMV verwaltet die Anteile treuhänderisch für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 193.431,70 EUR in andere Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Schwerin, 20.03.2014

EGS Entwicklungsgesellschaft mbH

Volker Bruns

Robert Erdmann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die EGS Entwicklungsgesellschaft mbH

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EGS Entwicklungsgesellschaft mbH, Schwerin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Rostock, 18. Juni 2014

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Michael Janitschke, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Anett Menkhaus-Kuhr, Wirtschaftsprüferin

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