Balli GmbHLiquidiert

47051 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 7666
Vorher
Balli Klöckner GmbH
Eingetragen
17.5.2002
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
der Handel mit Stahl- und Metallerzeugnissen aller Art sowie mit technischem Zubehör, die Beteiligung an oder der Erwerb oder die Gründung von anderen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Geschäftsgegenstand.

Historie

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Management

NameRolle
Axel Kopp
seit 17.5.2002
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Balli GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf in 2010

Das Jahr 2010 war für die Balli GmbH erneut ein schwieriges Jahr. Zwar haben sich die weltweiten Stahlmärkte leicht erholt erreichten aber bei weitem nicht das Volumen der Jahre 2007 und 2008.

Mit ca. 1,4 Milliarden Rohstahlproduktion wurden rd. 200 Mio. Tonnen (+ 16 %) mehr produziert als im Jahre 2009. Dabei fielen gut 100 Mio. Tonnen (ca. 50 %) des Zuwachses auf die asiatischen Staaten, insbesondere China. Aber auch in USA zeigen sich deutliche Erholungstendenzen. Der europäische Markt (EU 27) erholte sich insgesamt von knapp 140 Mio. Tonnen auf rd. 170 Mio. Tonnen. Dabei blieben allerdings die Importe aus Drittländern - also unser klassisches Geschäft - unverändert auf extrem niedrigem Niveau.

Dieses schwierige Marktumfeld führte dazu, dass wir die im April 2009 eingeführte Kurzarbeit auch im Jahre 2010 weiterführen mussten.

Erst gegen Ende 2010 konnten wir durch das verbesserte Marktumfeld einen für uns positiven Geschäftsverlauf nutzen. Der Kunde Magellan hat angedeutet, im Jahre 2011 wieder das Geschäft mit chinesischen Schmiedeprodukten aufnehmen zu wollen. Das wird sich allerdings erst im Geschäftsjahr 2011 positiv niederschlagen. Auch bei anderen Stahlprodukten zeigten sich gegen Ende 2010 spürbare Preisverbesserungen. Das hat das Importgeschäft aus Drittländern positiv beeinflusst. Allerdings zeigt sich seit Frühjahr 2011 wieder ein kontinuierlicher Preisverfall. So sind die Stahlpreise von März 2011 bis September 2011 wieder um 20 % zurückgefallen, was sich wieder negativ auf die Importe auswirkte.

Ertragslage

Mit rd. EUR 19,9 Mio. haben sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 mehr als verdoppelt. Bei einem im Vorjahr erlittenen Jahresfehlbetrag in Höhe von rd. EUR 1,5 Mio. konnte trotz der Ergebnisbelastungen aus der erstmalig vollumfänglichen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 1. Januar 2010 im Berichtsjahr ein positives Jahresergebnis von knapp EUR 0,5 Mio. erzielt werden. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen eine Ausweitung des durch Balli London als Trader generierten Geschäftes. Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südkorea (ca. EUR 13,0 Mio.) sowie in Brasilien (knapp EUR 2,5 Mio.) und Belgien (rd. EUR 2,3 Mio.) erzielt.

Einen entscheidenden Anteil an der Verbesserung des Jahresergebnisses hatten die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfassten Währungsgewinne (rd. EUR 1,2 Mio.) als Folge günstiger Kursverläufe (insbesondere des USDollar) in Verbindung mit einer Gesetzesänderung hinsichtlich der Bewertung von Fremdwährungsforderungen im Zuge des BilMoG. Aus der Zuschreibung des Wertansatzes unserer Tochter in Dubai auf die ursprünglichen Anschaffungskosten ergab sich ein positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR 0,1 Mio..

Darüber hinaus wirkten sich die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen verminderten Ausgangsfrachten (rd. EUR 0,6 Mio.) ergebnisverbessernd aus. Aufgrund gegenüber dem Vorjahr geänderter Lieferbedingungen wurden bei volumenstarken Aufträgen im Geschäftsjahr 2010 die Ausgangsfrachten nicht mehr von uns getragen (Costs and Freight), sondern von den jeweiligen Kunden (Free on Board).

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des BilMoG belasteten das Jahresergebnis 2010 in den außerordentlichen Aufwendungen mit rd. EUR 0,3 Mio.

Vermögens und Finanzlage

Das Vermögen der Balli GmbH verminderte sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um rd. EUR 0,2 Mio.

Das langfristige Vermögen erhöhte sich infolge der Zuschreibung des Bilanzansatzes der arabischen Tochtergesellschaft aufgrund nachhaltig positiver Ergebnisse. Die türkische Tochtergesellschaft, die im Wesentlichen als Einkaufsagent für unsere Londoner Muttergesellschaft tätig ist, erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis. Ausschüttungen seitens der Tochtergesellschaften erfolgten analog zum Vorjahr nicht.

Das kurzfristige Vermögen weist eine Verschiebung im Bereich der Forderungen aus. Im Stichtagsvergleich erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rd. EUR 9,0 Mio. bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Forderungen gegen die Alleingesellschafterin in Höhe von rd. EUR 9,3 Mio. Ursächlich hierfür sind erbrachte und bereits mit den Kunden abgerechnete, aber im Geschäftsjahr 2010 noch nicht regulierte Aufträge. Bei Regulierung durch die Kunden werden die Zahlungseingänge dem Verrechnungskonto mit der Muttergesellschaft gutgebracht.

Das Eigenkapital erhöhte sich nach Maßgabe des realisierten Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2010 um rd. EUR 0,5 Mio. auf rd. EUR 22,5 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 61,3% (Vorjahr 59,6%) entspricht. Somit verfügt die Balli GmbH auch weiterhin über eine starke Eigenkapitalausstattung. Das kurzfristigen Kapital insgesamt, namentlich insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Stichtagsvergleich nur geringfügig rückläufig.

Chancen und Risiken

Risiken bestehen vor allem in einer unverändert ausbleibenden Nachfrage im Zusammenhang mit der Eigenakquisition von Kunden im bisherigen Kerngeschäft der Balli GmbH. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsführung jedoch mit einer Verbesserung der Situation. Insbesondere im Zusammenhang mit einem Hauptkunden in den USA zeichnet sich ein Aufleben der in der Vergangenheit volumen und margenstarken Geschäftsbeziehung ab. Ein größeres Auftragsvolumen wird aktuell mit Kunden und Lieferanten verhandelt.

Im Gesellschafterkreis wurde in den letzten Wochen über eine Neuausrichtung der gesamten Gruppe sowie die strategische der Balli GmbH in verschiedenen Szenarien diskutiert. Der Gesellschafter hat sich klar zu einem "going concern" entschieden. Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung der Balli GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im bisherigen Jahresverlauf ist in Abstimmung mit dem Gesellschafter eine Neuausrichtung der Gesellschaft mit dem Fokus auf den Öl und GasMarkt beabsichtigt. Hierbei soll die bestehende zunehmende Nachfrage der petrochemischen Industrie nach Flachstahlprodukten insbesondere im Nahen und Mittleren Osten sowie in Algerien zukünftig durch die Balli GmbH ausgenutzt werden. Die hierfür erforderlichen technischen Anforderungen in petrochemischer Hinsicht sollen den von dem American Petroleum Institut (API) erarbeiteten technischen Richtlinien und Standards entsprechen. Absatzchancen entstehen dabei insbesondere bei Rohrherstellern in der Türkei und im Nahen/Mittleren Osten.

Ereignisse von besonderer Bedeutung

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes wirkten sich die vorstehend beschriebenen wirtschaftlichen Entwicklungen im Kerngeschäft der Balli GmbH vor allem in der Umsatzentwicklung 2010 aus. Die im Vorjahr ganzjährige Kurzarbeit endete planmäßig im Frühjahr 2011.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet die Gesellschaft mit einer leichten Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Die Generierung von Geschäften mit einem Hauptkunden in den USA wird aber voraussichtlich frühestens gegen Ende des Jahres 2011 zu einem signifikanten wirtschaftlichen Erfolg führen. Die Geschäftsführung erwartet daher auch für die nächsten beiden Geschäftsjahre nur ein ausgeglichenes bis leicht positives Gesamtergebnis.

 

Duisburg, den 26. Oktober 2011

Balli GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz

A K T I V A

31.12.2010 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzession, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.402,70 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs und Geschäftsausstattung 23.256,86 28.165,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 102.001,00 2,00
128.660,56 28.167,40
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.348.942,69 350.216,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.822.000,81 36.111.434,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 57.898,33 139.161,10
36.228.841,83 36.600.812,44
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 224.164,62 228.647,45
36.453.006,45 36.829.459,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 53.744,57 60.109,03
36.635.411,58 36.917.736,32

P A S S I V A

31.12.2010 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 7.669.378,22 7.669.378,22
II. Kapitalrücklage 17.153.044,97 17.153.044,97
III. Verlustvortrag 2.816.979,03 1.324.491,37
IV. Jahresüberschuss (i.Vj.: Jahresfehlbetrag) 449.917,18 1.492.487,66
22.455.361,34 22.005.444,16
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.596.804,00 14.222.062,00
2. Steuerrückstellungen 12.299,44 12.299,44
3. Sonstige Rückstellungen 236.882,24 329.679,31
13.845.985,68 14.564.040,75
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52,53 26,86
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 69.156,22 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 134.896,87 168.702,79
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 119.329,00 112.273,37
5. Sonstige Verbindlichkeiten 10.629,94 67.248,39
334.064,56 348.251,41
36.635.411,58 36.917.736,32

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

2010 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.858.236,46 9.496.667,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.116.332,45 1.082.040,51
- davon aus Währungsumrechnung:
EUR 1.863.839,14 (I.Vj.: EUR 820.282,44) -
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 19.580.847,19 8.353.835,24
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 771.057,65 904.012,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (2010: Ertrag)
- davon für Altersversorgung: EUR 597.135,72 (Ertrag) 486.667,88 1.320.729,60
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.433,23 21.382,26
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.624.457,95 2.753.360,19
- davon aus Währungsumrechnung:
EUR 568.689,96 (i.Vj.: EUR 766.691,62) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.194.916,85 1.380.416,30
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.112.308,57
(i.Vj.: EUR 1.378.530,22) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 943.323,11 70.643,28 251.593,74
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00
(i.Vj.: EUR 0,00) - 929.489,00 Pensionen
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 931.909,00 2.420,00 Jubiläum
(i.Vj.: EUR 0,00) - 931.909,00
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 721.034,51 -1.464.838,26
10. Außerordentliche Aufwendungen 271.117,33 0,00
11. Außerordentliches Ergebnis 271.117,33 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 27.649,40
13. Jahresüberschuss (i.Vj.: Jahresfehlbetrag) 449.917,18 -1.492.487,66
Gesellschaft, Name Balli GmbH
Gesellschaft, Kurzname Balli GmbH
Gesellschaft, Sitz Duisburg
Geschäftsjahresbeginn 1. Januar 2010
Abschlussdatum, Aktuell 31. Dezember 2010
Abschlussdatum, Vorjahr 31. Dezember 2009
Geschäftsjahr 2010
Vorjahr 2009

Anhang

1. ALLGEMEINES

Die Balli GmbH ist ein Tochterunternehmen der Balli plc, London/Großbritannien. Der Jahresabschluss wird in die Konzernabschlüsse der Balli Group plc, London/Großbritannien, für den größten Kreis von Unternehmen sowie der Balli Steel plc, London/ Großbritannien, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Diese können am jeweiligen Sitz der Gesellschaften angefordert werden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

2. BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Der vorliegende Abschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt worden. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend nicht angepasst.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert.

Seit dem 1. Januar 2010 werden geringwertige Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die abnutzbaren Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden in den Jahren 2008 und 2009 in einen jährlichen Sammelposten eingestellt. Dieser wird weiterhin über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit und Finanzierungsrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Kurzfristige Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bilanziert.

Der Ansatz der Pensionsverpflichtungen erfolgte zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der durch versicherungsmathematische Gutachten belegten Ermittlung der Pensionsverpflichtung wurde gesetzeskonform erstmalig die so genannte "ProjectedUnitCreditMethod" (PUCMethode) angewandt (Vorjahr: Teilwertverfahren) und ein Zinssatz von 5,25 % (1. Januar 2010) bzw. 5,15 % (31. Dezember 2010) zugrundegelegt. Im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Verpflichtungsbewertung wurden geschätzte Steigerungsraten mit einbezogen. Dabei wurde ein Rechnungszins von 5,15 % p.a., ein Anwartschaftstrend von 2,50 % p.a., ein Gehaltstrend von 2,50 % p. a., ein Rententrend von 2,00 % p. a. und ein Fluktuationstrend von 5,00 % p. a. unterstellt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Heubeck' schen Richttafeln 2005 G.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Neben der durch das BilMoG zum 1. Januar 2010 nunmehr zwingend vorzunehmenden Abzinsung langfristiger Rückstellungen gem. § 253 Absatz 2 HGB erfolgt die Bewertung der sonstigen Rückstellungen gesetzeskonform mit dem Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Absatz 1 und Absatz 2 HGB wurden in Höhe der abzugrenzenden Ausgaben bzw. Einnahmen soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 26.822 (Vorjahr: TEUR 36.111) enthalten. Sämtliche gegen diese Gesellschaft bestehenden verzinslichen Forderungen sind durch einen suport letter der Balli Group plc, London/Großbritannien, gesichert.

Sämtliche Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem voll eingezahlten Stammkapital in Höhe von TEUR 7.669, der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 17.153, dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 2.817 sowie dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 450 zusammen.

Das gezeichnete Kapital wird von der Balli plc, London/Großbritannien, gehalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von dem Wahlrecht des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und den zusätzlichen Rückstellungsbedarf (insgesamt TEUR 4.054) im Berichtsjahr gleichmäßig über 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2010 wurde gesetzeskonform ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 271 in den außerordentlichen Aufwendungen erfasst.

Sonstige Rückstellungen

2010 Vorjahr
TEUR TEUR
Personal 126 128
stehend Rechnungen 59 37
Übrige 52 164
237 329

Die Gesellschaft hat bei der Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen von dem Wahlrecht des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Abs. 7 EGHGB Gebrauch gemacht und den zusätzlichen Rückstellungsbedarf (insgesamt TEUR 1) im Berichtsjahr vollständig in den außerordentlichen Aufwendungen erfasst.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne. Darüber hinaus enthalten sie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 46). Davon entfallen TEUR 9 auf die Auflösung von sonstigen Rückstellungen sowie TEUR 4 auf die Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2010 eine Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 102 vorgenommen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren (Wareneinsatz, Eingangsfrachten und Provisionen).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2010 sind periodenfremde Aufwendungen aus der Ausbuchung von Altforderungen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 164) angefallen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zugunsten der Balli Middle East FZE, Dubai/VAE, besteht die Verpflichtung, ein Reinvermögen von 75 % des Kapitals zu gewährleisten. Zum 31. Dezember 2010 besteht keine Unterdeckung.

Aus Miet, Service und Leasingverträgen entstehen für 2011 Verpflichtungen von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 212) sowie für die folgenden vier Jahre Verpflichtungen in Höhe von TEUR 243.

6. SONSTIGE ANGABEN

Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital 2) Jahresüberschuss/fehlbetrag 2)
% TEUR TEUR
Balli Demir ve Celik Sanayi Ticaret Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0 1) 89 22
Balli Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100,0 5.922 2.198

1) einschließlich treuhänderisch gehaltener Anteile
2) Basis ungeprüfte Abschlüsse

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden einschließlich der Geschäftsführung 11 (Vorjahr: 14) Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2010 gehörte der Geschäftsführung Herr Axel Kopp, Kaufmann, Sankt Augustin, an.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Duisburg, den 26. Oktober 2011

Balli GmbH

Die Geschäftsführung

Axel Kopp

Gesellschaft, Name Balli GmbH
Gesellschaft, Kurzname Balli GmbH
Gesellschaft, Sitz Duisburg
Geschäftsjahresbeginn 1. Januar 2010
Abschlussdatum, Aktuell 31. Dezember 2010
Abschlussdatum, Vorjahr 31. Dezember 2009
Geschäftsjahr 2010
Vorjahr 2009

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Balli GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 26. Oktober 2011

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Irlbeck, Wirtschaftsprüfer

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