Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
LSI - Germany GmbH
Eyber Straße 81, 91522 Ansbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeroen Mustert seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
John Hermeier seit 25.7.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
LSI - Netherlands B.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LSI - Germany GmbHAnsbachJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die LSI - Germany GmbH, Ansbach/Deutschland (im Folgenden auch "LSI DE" oder "Gesellschaft" genannt), ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der LSI - Luxembourg SARL, Luxemburg (kurz "LSI LU"). Im Zuge der Verschmelzung der LSI Luxembourg SARL, Luxemburg mit der LSI Netherlands B.V. per 01. November 2024 gingen die Anteile zu einhundert Prozent auf die LSI Netherlands B.V. über (Handelskammer Amsterdam, Nummer 61284912). Die JLBJ Holdings Inc., Minong/USA, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften auf (US-GAAP), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Es besteht eine Zweigniederlassung in Guben/Deutschland. Unternehmensgegenstand ist die Herstellung, Vermarktung, der Verkauf und der Vertrieb von Lebensmitteln (vor allem Proteinsnacks). Die LSI - Germany GmbH ist Produzent der Proteinsnacks der Marken "BiFi" und "Peperami". Diese Produkte werden in Ansbach/Deutschland hergestellt und überwiegend an namhafte Retailer des Lebensmitteleinzelhandels sowie im "Out-of-home Segment" vertrieben. Im Weiteren vertreibt die Gesellschaft auch Produkte der Marke "Jack Links" (Beef Jerky). Die in geografischer Hinsicht wichtigsten Absatzmärkte sind
Zur Steuerung und Überwachung des Geschäftsbetriebes der Gesellschaft finden vor allem die folgenden finanziellen Steuerungsgrößen Anwendung: Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Anlagevermögen (EBITDA). Dieser Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen.
Quelle: DESTATIS; Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024. Nach ersten Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) steigt der Gesamtumsatz von 216,3 Milliarden Euro auf geschätzt 232,7 Milliarden Euro, davon entfallen ca. 81,3 Milliarden Euro auf den Export. "Die Branche stagniert. Wir haben uns zwar als krisenresistent gezeigt, aber ein Aufschwung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Herausforderungen durch Krisen und eine übermotivierte Politik zehren an der Substanz.", so die BVE. Die extremen Kostensteigerungen und Verknappungen bei Rohstoffen und Energie verdeutlicht die Entwicklung des HWWI-Rohstoffpreisindex 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So lag der Preisanstieg im Segment Nahrungsmittel bei plus 45%. Auch der Index für Energierohstoffe erreichte 2022 Rekordhöhen und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 158%. Hinzu kamen weitere Belastungen durch erhebliche Kostensteigerungen bei Logistik und Transport, Verpackungsmaterial sowie zusätzliche Bürokratieanforderungen, die Ressourcen in den Unternehmen binden. Diese Kostensteigerungen spiegelten sich nur teilweise in den von den Herstellern erzielten Verkaufspreisen beim Handel wider. So steigen die Verkaufspreise um ca. 8,9% im Inland und um 4,8% im Ausland. Quelle: BVE; Jahresschätzung der Deutschen Ernährungsindustrie 2023: Verschlechterte Standortfaktoren lassen realen Umsatz sinken, Pressemitteilung vom 17.01.2024 2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft Die Gesamtumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 lagen mit EUR 240,0 Mio. 11,5 % über dem Vorjahr. Die Steigerung ist damit stärker ausgefallen als der im Vorjahr prognostizierte Anstieg um 6,1%. Das EBITDA lag zwar mit EUR 16,4 Mio. über dem Wert von 2022 (EUR 11,3 Mio.), jedoch unterhalb des prognostizierten Wertes. Das Umsatzwachstum wurde von nahezu allen Marken und Regionen getragen. Im abgelaufenen Berichtsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresgewinn in Höhe von EUR 7,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.). Die wesentlichen Erfolgs-, Vermögens- und Finanzgrößen werden im Folgenden ausgeführt. 2.1. Ertragslage In der Berichtsperiode wurde bei einer Gesamtleistung inklusive der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 247,2 Mio. (2022: EUR 217,4 Mio.) ein EBITDA in Höhe von EUR 16,4 Mio. (2022: EUR 11,3 Mio.) erwirtschaftet. Die Ertrags- und Aufwandsstruktur stellt sich im Übrigen wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse der LSI - Deutschland GmbH beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 240,0 Mio. (2022: EUR 215,3 Mio.) Die geografische Verteilung der Umsätze ist im Übrigen unter Punkt I. dargestellt. Die Produkte werden, wie in der Branche üblich, auf der Basis eigener Absatzprognosen hergestellt und an die Kunden kurzfristig aus den bestehenden Beständen geliefert. Der Materialaufwand resultiert größtenteils aus den Kosten der Fleischbeschaffung. Der wesentliche Teil der zugekauften Waren und Dienstleistungen ist eng verbunden mit den Fleischmärkten (vor allem Schweinefleisch). Die Preiserhöhungen auf den Fleischmärkten, die sich bereits im Vorjahr abzeichneten, haben während des Geschäftsjahres angehalten. Einen weiteren bedeutenden Kostenblock stellen die Fertigungskosten dar. Ihre Entwicklung war im Wesentlichen geprägt durch die Tarifsteigerungen der Löhne und Gehälter, die in der Berichtsperiode bei 2,5 % lagen. Des Weiteren hat sich der Personalbestand im Laufe des Jahres um fast 7 % aufgebaut. Ebenfalls einen bedeutenden Kostenblock stellen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR 80,3 Mio. (2022: EUR 80,2 Mio.) dar. Der wesentliche Teil entfällt dabei auf erhaltene Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen mit EUR 33,1 (2022: EUR 32,6 Mio.). Kosten für FremdwartungEUR 10,8 Mio. (2022: EUR 9,1 Mio.) sowie die Transportkosten von EUR 10,5 Mio (2022: EUR 11,2 Mio.) haben einen großen Anteil an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 2.2. Vermögens- und Finanzlage Die folgende Darstellung zeigt Vermögen, Finanzmittel, Eigenkapital und Schulden in Höhe und Struktur zum Ende der Berichtsperiode:
Das Gesamtvermögen/Gesamtkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 180,6 Mio. (2022: EUR 197,6 Mio.). Auf der Mittelverwendungsseite entfallen 40 % des Gesamtvermögens auf das Anlagevermögen und 59 % auf das Umlaufvermögen. In der Berichtsperiode wurde erneut hauptsächlich in den Aufbau des neuen Produktionsstandortes investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität von "BiFi und Peperami" im Konzernverbund weiter nachhaltig sicherzustellen und ausbauen zu können. Von der Gesellschaft wurden in der Berichtsperiode in diesem Zusammenhang EUR 26,3 Mio. (2022: EUR 9,3 Mio.) in Anlagevermögenswerte investiert. Die genutzten Grundstücke stehen im Eigentum der Gesellschaft. Der Rückgang des übrigen Umlaufvermögens ist insbesondere durch den Rückgang von unterwegs befindlichen Waren sowie die Rückzahlung bzw. Umschuldung von konzernintern vergebenen Darlehen bedingt. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, betrug zum Ende der Berichtsperiode EUR 7,3 Mio. (2022: EUR 20,7 Mio.) und damit 4,0 % des Gesamtvermögens. Dies entspricht unter Einbeziehung (kurzfristiger) Rückstellungen als (kurzfristige) Schulden einer Liquidität 1. Grades von 10,37 % (definiert als Finanzmittelfonds dividiert durch die Summe aus kurzfristigen Rückstellungen, kurzfristigen Verbindlichkeiten und übrigen kurzfristigen Passiva) und einer Liquidität 2. Grades von 81,60 % (definiert als Summe aus Finanzmittelfonds und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dividiert durch die Summe aus kurzfristigen Rückstellungen, kurzfristigen Verbindlichkeiten und übrigen kurzfristigen Passiva).
Auf der Mittelherkunftsseite entfallen zum 31. Dezember 2023 23 % des Gesamtkapitals auf Rückstellungen und 59 % auf Verbindlichkeiten und übrige Passiva, die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt mithin 18 %. Der Gesellschaft wurden insgesamt EUR 75,7 Mio. als langfristiges Gesellschafterdarlehen eingeräumt. Im Übrigen finanziert sich die Gesellschaft aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Anzahl unserer Mitarbeiter (FTE) zum Stichtag ist in der Berichtsperiode auf 626 gestiegen (2022: 619). 2.3. Gesamtaussage Auch im Jahr 2023 stieg der Materialaufwand auf Grund erhöhter Beschaffungspreise für Rohstoffe. Ein Teil davon konnte über die eigene Preiserhöhung aufgefangen werden. Zusätzlich konnten im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen Einsparungen erzielt werden, was zu einem geringeren Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung führte und damit ebenfalls zum guten Ergebnis beisteuern konnte. Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2023 mit gestiegenem Ertrag (EBITDA für 2023 betrug EUR16,4 Mio. im Vergleich zu 2022 mit EUR 11,3 Mio.) als gut. III. Risiko- und Chancenbericht Unternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von Chancen sind stets mit Risiken verbunden. Zum Schutz des Unternehmensfortbestands, wie auch zur Unterstützung bei der Erreichung der Unternehmensziele, ist die Gesellschaft in den Risikomanagementprozess der JLBJ Holding Inc. eingebunden. Risiken und risikobegrenzende Maßnahmen werden dabei analysiert und in Abstimmung mit der Konzernleitung in den Planungsprozessen adressiert. Wesentlicher Bestandteil dieses Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen einer rollierenden Fortschreibung ("Forecast") an die tatsächlichen Gegebenheiten sowie das wirtschaftliche Umfeld angepasst. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an den Jack Links Konzern werden die Soll-/Ist-Abweichungen analysiert und erläutert. Nachfolgend stellen wir einzelne Risiken und deren Risikofaktoren der Gesellschaft dar, wie sie im Rahmen des Risikomanagement-System von der Konzernmutter und der Gesellschaft gesehen werden. Dabei wird auf wesentliche Maßnahmen zur Kontrolle und Begrenzung dieser Risiken eingegangen. Allgemeine Geschäftsrisiken Volatile Beschaffungspreisentwicklungen, sich verändernde Absatzmärkte und Ernährungsgewohnheiten wirken sich teilweise mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit auf die Mengen- und Preisbildung und damit auch auf den Geschäftserfolg der Gesellschaft aus. Diesen allgemeinen Geschäftsrisiken begegnet die Gesellschaft mit einer ständigen Überprüfung der Entwicklungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten im Rahmen des laufenden Steuerungs- und Risikomanagementprozesses. Lieferanten- und Kundenrisiken Um eventuellen Lieferengpässen bei der Rohstoffversorgung vorzubeugen, setzt die LSI DE neben einer genauen Marktbeobachtung auf verschiedene Zulieferer, um für die Unwägbarkeiten beim Bezug der Rohstoffe gerüstet zu sein. Die Auswahl der Zulieferer beruht zum Großteil auf deren Produktionseffizienz, wobei vor allem Qualität und individuelle Leistungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Unabhängig von den Beschaffungsrisiken bestehen auch auf Kundenseite Unwägbarkeiten durch z. B. Verlust von bedeutenden Kunden. Dem aus dem Verlust von Kunden resultierenden Risiken begegnet die LSI DE durch ein breites Kundenportfolio aus den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel und Out-of-home, gepaart mit einer Streuung der Kunden über verschiedene Länder. Es besteht keine Abhängigkeit der LSI DE von einem Großkunden. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken liegen insbesondere in Liquiditätsrisiken dahingehend, dass die Auszahlungsverpflichtungen nicht aus vorhandener Liquidität oder entsprechenden Kreditlinien gedeckt werden können. Wie unter Punkt I. 2. dargestellt, bestand zum Bilanzstichtag 2023 eine Liquidität 1. Grades von 10,33 % und einer Liquidität 2. Grades von 76,37 %. Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachzukommen, stand in der Berichtsperiode und darüber hinaus bis heute zu keinem Zeitpunkt außer Zweifel. Die finanziellen Risiken werden mithin als gering eingestuft, zumal sich das laufende Geschäft aus dem Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert und langfristige Außenfinanzierungsmaßnahmen ausschließlich im Konzernverbund erfolgten; in einem Bedarfsfall können darüber hinaus weitere liquide Mittel kurzfristig von der Konzernmuttergesellschaft bereitgestellt werden. Im Rahmen der Betrachtung finanzieller Risiken werden von der Gesellschaft auch Wechselkursschwankungen einbezogen. Währungsrisiken werden im Rahmen des laufenden Reporting-Prozesses (siehe oben) einem kontinuierlichen Monitoring unterzogen. IT-Risiken Eine effiziente Leitung und Lenkung der Unternehmenstätigkeit erforderten ein umfassendes und komplexes Informationssystem, basierend auf moderner Informationstechnologie. Die weltweit gestiegenen Anforderungen an Datensicherheit sind für die Gesellschaft und im globalen Konzernverbund von zentraler Bedeutung. Bestehende Risiken im Bereich der Informationstechnik, wie Datenmissbrauch, Datenverlust sowie unberechtigter Datenzugriff werden durch diverse Maßnahmen wie Zutritts-Kontrollsysteme, Notfallpläne und unterbrechungsfreie Stromversorgung kritischer Systeme, Backup-Systeme sowie regelmäßige Datenspiegelung minimiert. Der permanenten Bedrohung von Angriffen auf das Firmennetzwerk wird durch kontinuierliche Updates auf aktuelle Versionen von Firewall- und Virenschutzsoftware begegnet. Personalrisiken Personalrisiken bestehen vor allem im Verlust von qualifizierten Mitarbeitern und dem damit eintretenden Wissensverlust. Eine möglichst langfristige Bindung zu unseren Fach- und Führungskräften zu pflegen und gleichzeitig erfolgreich neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu integrieren, ist daher ein wesentlicher Bestandteil unserer Personalpolitik. So bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie leistungsbezogene Vergütungs- und attraktive Sozialsysteme. Weitere Risiken Potenzielle Produkthaftungsrisiken begegnet die LSI DE durch permanente Kontrollen der Qualitätsstandards. So sorgt die standorteigene Qualitätssicherungsabteilung für eine Minimierung von Risiken in Bezug auf Hygiene und Fleischqualität. Der Produktionsbetrieb der LSI DE in Ansbach verfügt über ein nach IFS-Version 7 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Darüber hinaus bestehen bei Produktionsbetrieben immer auch Risiken im Zusammenhang mit technischen Betriebsstörungen, die wiederum zu kostspieligen Produktionsausfällen führen. Diese Risiken werden durch innerbetriebliche Sicherheitsvorkehrungen und -kontrollen weitestgehend minimiert und sind im Schadensfall versicherungstechnisch abgedeckt. Der Druck auf Preise für Lebensmittel dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen. Weitere Risiken können aus steigenden Kosten insbesondere für Energie und Transport erwachsen, die vor dem Hintergrund der Wettbewerbssituation und des damit verbundenen Preisdrucks im Lebensmittelsektor nicht an die Kunden weitergereicht werden können. Die folgende Tabelle fasst die Risiken nach Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen wie oben beschrieben zusammen und gibt eine Einschätzung der Auswirkungen, der Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts und des Gesamtrisikos aus Sicht der Geschäftsleitung der Gesellschaft. Es erfolgt keine Quantifizierung der Risiken, da dies auch zur internen Steuerung unterbleibt:
Wesentliche Chancen- und Erfolgspotentiale können wie folgt zusammengefasst werden: Das Unternehmen wird die Chancen in den bestehenden Märkten nutzen und prüft darüber hinaus die Expansionsmöglichkeit in neue Märkte. Im Hinblick auf die bestehenden Märkte kann die Gesellschaft dabei auf die langjährige Erfahrung in der Produktion und der Vermarktung der Produkte zurückgreifen, die mit dem erworbenen Markengeschäft verbunden sind. Umfangreiche Investitionen in eigenständige Strukturen und Systeme sowie in hochmoderne Maschinen schaffen eine weitere Voraussetzung zum Ausbau einer führenden Stellung auf den bestehenden Märkten. Um für unsere Kunden und Konsumenten attraktiv zu bleiben, richten wir unsere Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsaktivitäten konsequent an deren Bedürfnissen und auch den übrigen Marktgegebenheiten aus. Aus Sicht der Unternehmensleitung kann so das organische Wachstum und die Profitabilität von BiFi, Peperami und der Beef Jerky Produkte auch in Zukunft nachhaltig vorangetrieben werden. Expansionsmöglichkeiten liegen nicht zuletzt in einer verstärkten Nutzung der vertikalen Integration im Konzernverbund. Neben einer verbesserten Kostenstruktur und der damit einhergehenden Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit können auf diesem Wege die Potentiale zur Aufnahme neuer Produkte in das Sortiment und zur Erschließung neuer Märkte bestmöglich genutzt werden. IV. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Laut IWH betrug das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 -0,3 % und wird Prognosen zufolge 2024 lediglich auf 0,2 % steigen. Es gibt viele Unsicherheiten im Markt bedingt durch ansteigende Inflation und Arbeitskräftemangel. IWH: Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Frühjahr 2024) 2. Entwicklung der Gesellschaft in diesem Umfeld Für das Gesamtjahr 2024 erwarten wir im Hinblick auf Umsatz eine positive Entwicklung. Wir prognostizieren eine moderate Steigerung der Gesamtumsatzerlöse, welche hauptsächlich verursacht wird durch Preissteigerung. Hinsichtlich des Ergebnisses (EBITDA) erwarten wir eine starke Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedingt durch bessere Margen, trotz Anstieg von Fleisch- und Transportkosten. Die Gesellschaft strebt weiterhin das Ziel an, in Europa das führende Unternehmen im Bereich "proteinhaltiger Snack-Produkte" zu werden.
Ansbach, 13. Februar 2025 LSI - Germany GmbH Die Geschäftsführung John Hermeier John Link Troy Link Jereon Mustert Laura Trivulzio Mike Rakic Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die LSI - Germany GmbH, Ansbach/Deutschland (im Folgenden auch "LSI DE" oder "Gesellschaft" genannt), wurde mit Wirkung zum 24. Februar 2014 gegründet. Die LSI DE ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) i.d.F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Ansbach unter HRB 5884 eingetragen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 5 Jahren) entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihre Buchwerte unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich - ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechend - planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Fördergelder der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig. Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken werden über 5 bis 42 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen werden über 5 bis 31 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 3 bis 24 Jahre abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- und Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird ab dem Jahr seiner Bildung über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Vom Wahlrecht nach § 255 HGB (Ansatz von Verwaltungskostensowie Fremdkapitalzinsen) wurde kein Gebrauch gemacht. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des sogenannten Durchschnittswertverfahrens. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit sich die Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zur erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83% bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,8% p.a. und Rentensteigerungen von jährlich 1% sowie eine Fluktuation von 0% zugrunde gelegt. Die Gesellschaft verfügt über Vermögen, welches ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen eines einzelnen Versorgungsberechtigten dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist (Deckungsvermögen). Dieses Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert (=Anschaffungswert) in Höhe von TEUR 4.924 (i. VJ. TEUR 4.464) bewertet und nach Maßgabe des § 246 Abs. 2 HGB mit der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 4.924 (i. Vj. TEUR 4.464) saldiert. Der nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Der in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtungswert bezieht sich auf den seit dem 1. April 2014 von den einzelnen Mitarbeitern verdienten Teil der gesamten Pensionsverpflichtungen. Der vor diesem Zeitpunkt von den einzelnen Mitarbeitern verdiente Teil der gesamten Pensionsverpflichtung ("past service") ist durch einen Schuldbeitritt mit zugesagter Erfüllungsübernahme gedeckt und war unter Anwendung der im IDW RS HFA 30 dargelegten Grundsätze nicht in der Bilanz der Gesellschaft auszuweisen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen und Schulden des Markengeschäftes "BiFi und Peperami" aus dem Unilever-Konzernverbund zum 1. April 2014. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren wurde ausgehend von verfügbaren Daten der Vergangenheit im Rahmen der Analyse und Bewertung des erworbenen Markengeschäftes unter Berücksichtigung von Aspekten wie etwa der Dauer von Geschäftsbeziehungen und der Nutzungsdauer von Know-how vor dem Hintergrund des technischen Fortschrittes abgeleitet. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Übrigen unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Auf den Anlagenspiegel am Ende des Anhangs wird verwiesen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 74.190 (2022: TEUR 99.413) sind TEUR 50.590 (Vorjahr: TEUR 56.603) innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 23.600 (2022: TEUR 42.810) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.252 (i. Vj. TEUR 0) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.609). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 15.000). Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.548 (i. Vj. TEUR 2.393) zum 31. Dezember 2023 betreffen zeitliche Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz im Bereich der Personalrückstellungen sowie die Einarbeitung der Feststellung auf Grund der Betriebsprüfung der Jahre 2014 - 2017. Der Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt 29,13%. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 25.000. Im Geschäftsjahr 2014 wurden der Gesellschaft TEUR 15.000 als Zuzahlung in die Kapitalrücklage durch den Gesellschafter zugeführt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden der Gesellschaft TEUR 4.210 als Zuzahlung in die Kapitalrücklage durch den Gesellschafter zugeführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden der Gesellschaft TEUR 6 als Zuzahlung in die Kapitalrücklage durch den Gesellschafter zugeführt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Wie im Vorjahr (Vorjahresgutachten) wurden die sogenannten Dynamikscheiben, das sind jährliche Leistungszuwächse aus der grundlegenden Umstellung der Unilever Versorgungsordnung (UVO) zum 01. Januar 2013, welche der unterstellten Entwicklung des pensionsfähigen Einkommens bis zum Rentenbeginn Rechnung tragen sollen, als am 01. Januar 2013 erdient und damit als auch vom Schuldbeitritt erfasst angesehen. Die Dynamikscheiben wurden bei den Berechnungen wie in den Vorjahren nicht mehr berücksichtigt. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.853 bestehen im Wesentlichen aus den im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung für die 2014 bis 2017 getroffenen Feststellungen. Der verbleibende Betrag entfällt auf Rückstellungen für laufende Steuern. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf (in TEUR):
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 76.334 (i. Vj. TEUR 92.502) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.014 (i. Vj. 15.705). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 haben in Höhe von TEUR 10.014 (i. Vj. TEUR 11.471) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2023 haben in Höhe von TEUR 18.393 (i. Vj. TEUR 26.642) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, davon TEUR 11.688 (i. Vj. TEUR 11.122) gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben in Höhe von TEUR 1.186 (i. Vj. TEUR 5.516) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 77.014 (i. Vj. TEUR 82.704) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, davon TEUR 75.690 (i. Vj. TEUR 81.380) gegenüber Gesellschaftern. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gesellschaft ist im Bereich der Lebensmittel tätig und erzielt Umsatzerlöse ausschließlich aus diesem Geschäft. Die in geografischer Hinsicht wichtigsten Absatzmärkte sind Deutschland mit rund 42% (i. Vj. 36%) der Umsatzerlöse der Berichtsperiode, UK und Irland mit 39% (i. Vj. 48%) der Umsatzerlöse der Berichtsperiode, sowie die Region Benelux und übrige Länder, auf die 19% (i. Vj. 16%) der Umsatzerlöse der Berichtsperiode entfallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufgrund von Uneinbringlichkeit wurden Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 343 vorgenommen. Dabei betreffen TEUR 123 eine Korrektur in laufender Rechnung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vor allem erhaltene Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen, Kosten für Fremdwartung sowie Transportkosten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.005 (i. Vj. TEUR 3.115) entfallen insgesamt auf ein Gesellschafterdarlehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.219 (i. Vj. TEUR 1.703) entfallen € 2.373 auf laufende Steuern und TEUR 154 Ertrag (i. Vj. TEUR 344 Ertrag) auf latente Steuern. V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 650 Mitarbeiter beschäftigt, davon 163 Angestellte und 487 gewerbliche Mitarbeiter. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: Hermeier, John, Wisconsin / Vereinigte Staaten von Amerika (Betriebswirt), Link, John, Nokomis / Vereinigte Staaten von Amerika (Unternehmer), Link, Troy, Hillsboro Beach / Vereinigte Staaten von Amerika (Unternehmer), Mustert, Jeroen, Amsterdam / Niederlande (Betriebswirt), (ab dem 1. Mai 2023), Trivulzio, Laura, Amsterdam / Niederlande (Betriebswirt) (ab dem 6. März 2023). Rakic, Mike, Waterloo / Kanada (Betriebswirt), (ab dem 6. März 2023) Schretlen, Jan-Pieter, Breukelen / Niederlande (Betriebswirt) (bis zum 6. März 2023), Smith, Adam, Amsterdam / Niederlande (Betriebswirt) (bis zum 6. März 2023), Sinha, Rakesh, Rotterdam / Niederlande (Betriebswirt) (ab dem 6. März 2023 bis zum 16. Juni 2023), Sämtliche Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die in den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada beheimateten Geschäftsführer erhalten keine Vergütung durch die Geschäftsführung. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der übrigen Geschäftsführer wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben nach § 285 Nr. 28 HGB Der ausschüttungsgesperrte Betrag in Bezug auf die aktivierten latenten Steuern beträgt TEUR 2.548 (i. Vj. TEUR 2.393). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gemäß Service Agreement von Dezember 2015 bezieht die Gesellschaft von der LSI-Netherland B.V. (Amsterdam/Niederlande) umfangreiche Dienstleistungen in den Bereichen Corporate Headquarter und Sales/ Marketing. Die Vereinbarung verlängert sich automatisch um 12 Monate, solange keine Kündigungen erfolgt. Die Abrechnung der bezogenen Leistungen erfolgt auf cost-plus Basis und betrug im Geschäftsjahr TEUR 24.341. Gemäß Service Agreement von Dezember 2015 bezieht die Gesellschaft von der JLBL-UK Ltd. (London/Großbritannien) umfangreiche Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Sales und Customer Support sowie Verwaltung. Die Vereinbarung verlängert sich automatisch um 12 Monate, solange keine Kündigungen erfolgt. Die Abrechnung der bezogenen Leistungen erfolgt auf cost-plus Basis und betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.124. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde das rechtliche Eigentum an den Marken BiFi in den Regionen DACH und Benelux sowie Peperami in der Region UK und Irland von der LSI - Luxemburg SARL auf die LSI - Netherlands B.V. übertragen. Die Markenrechte werden weiterhin an die Gesellschaft zur Nutzung überlassen. Ab dem Geschäftsjahr 2021 zahlt die Gesellschaft daher eine Lizenzgebühr an die LSI - Netherlands B.V.. Dazu wurde ein Lizenzvertrag zwischen der LSI - Netherlands B.V. und der Gesellschaft am 1. Januar 2021 abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Der bisherige Lizenzvertrag zwischen LSI - Luxembourg SARL und der Gesellschaft wurde am 31.12.2020 gekündigt. Eine Lizenzzahlung der Gesellschaft an die LSI - Luxembourg SARL erfolgt somit nicht mehr. Ab dem Geschäftsjahr 2021 zahlt die Gesellschaft für die zuvor genannten Markenrechte eine Lizenzgebühr an die LSI - Netherlands B.V. Die Höhe dieser Lizenzgebühr soll sich dabei nach der sog. Residual Profit Split Method (Rest-Gewinnaufteilungsmethode) bestimmen, d. h. dass sowohl die Gesellschaft als auch die LSI - Netherlands B.V. einen angemessenen fremdvergleichskonformen Anteil des verbleibenden Gewinns behalten, der sich aus der kommerziellen Nutzung der zuvor genannten Markenrechte ergibt. Die Abrechnung von Lizenzen im Jahr 2023 betrug TEUR 6.767. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 sind folgende Honorare des Abschlussprüfers in TEUR als Aufwendungen erfasst:
Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die LSI - Germany GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der LSI - Luxembourg SARL, Luxemburg. Die JLBJ Holdings Inc., Minong/USA, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Im Zuge der Verschmelzung der LSI Luxembourg SARL, Luxemburg mit der LSI Netherlands B.V. per 01. November 2024 gingen die Anteile zu einhundert Prozent auf die LSI Netherlands B.V. über (Handelskammer Amsterdam, Nummer 61284912).
Ansbach, 13. Februar 2025 LSI - Germany GmbH Die Geschäftsführung John Hermeier John Link Troy Link Jereon Mustert Laura Trivulzio Mike Rakic Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LSI - Germany GmbH, Ansbach Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der LSI - Germany GmbH, Ansbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LSI - Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 289f Abs. 4 HGB enthalten weder der Lagebericht noch die Internetseite der Gesellschaft Angaben zur Frauenquote. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 14. Februar 2025 KPMG
AG
Kirch, Wirtschaftsprüfer Heining, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde am 19. Februar 2025 festgestellt. |
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