Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 720728
Eingetragen
27.2.2007
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenWärme- und KältehandelBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Im Rahmen der kommunalen Aufgabenerfüllung der Betrieb, die Wartung, der Ausbau und Erwerb von Infrastrukturnetzen und -anlagen, insbesondere der Strom-, Gas-, Wasserund Wärmeversorgung sowie alle damit zusammenhängenden Dienst- und Serviceleistungen und alle Maßnahmen und Geschäfte, die den Gesellschaftszweck fördern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Schneider
seit 23.9.2024
Prokura
Michael Scheible
seit 6.12.2012
Prokura
Helmut Hertle
seit 28.3.2008
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.02% ungelöst

Gesellschafter
Beta

12 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 12 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG
Germany
7.992.000 €
80.16%
Netze BW GmbH
Germany
1.911.400 €
19.17%
Gemeinde Berg
Germany
13.000 €
0.13%
Gemeinde Baienfurt
Germany
11.600 €
0.12%
Gemeinde Baindt
Germany
11.100 €
0.11%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TWS Netz GmbH

Ravensburg

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 445.770,69 408
2. Geleistete Anzahlungen 355.029,72 194
800.800,41 (602)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 9.736.839,93 10.087
2. Grundstücke ohne Bauten 391.862,00 392
3. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 1.788.851,61 1.565
4. Verteilungsanlagen 75.186.539,13 73.015
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.541.904,88 4.447
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.831.137,44 8.270
106.477.134,99 (97.776)
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 466.001,00 396
2. Sonstige Ausleihungen 1.250,00 1
467.251,00 (397)
107.745.186,40 (98.775)
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 626.921,96 584
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.561.785,43 9.219
2. Forderungen gegen Gesellschafter 7.965.429,58 6.521
3. Forderungen, gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 71.330,00 75
4. Sonstige Vermögensgegenstände 796.575,76 2.090
22.395.120,77 (17.905)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.070.288,56 9.265
33.092.331,29 (27.754)
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 586.687,32 562
141.424.205,01 127.091

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 9.970.300,00 9.970
II. Genussrechtskapital 29.834.753,00 32.135
III. Kapitalrücklage 8.679.885,80 8.680
IV. Gewinnrücklage 6.737.825,00 4.238
55.222.763,80 (55.023)
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 15.567.519,99 14.815
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 3.278.081,12 3.187
2. Steuerrückstellungen 0,00 73
3. Sonstige Rückstellungen 8.702.103,68 9.894
11.980.184,80 (13.154)
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.166.246,64 37.159
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.898.678,18 3.396
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.465.604,49 1.541
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.502,24 31
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.093.704,87 1.972
davon aus Steuern 1.814.598,93 € (1.216)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (0)
58.653.736,42 (44.099)
141.424.205,01 127.091

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 84.313.362,66 78.679
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.020.071,76 813
3. Sonstige betriebliche Erträge 614.481,50 233
85.947.915,92 (79.725)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.585.962,67 23.332
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 25.924.536,88 24.142
53.510.499,55 (47.474)
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 12.804.437,02 10.299
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.293.233,40 2.772
davon für Altersversorgung: 824.090,77 € (Vorjahr: 729.828,22 €) 16.097.670,42 (13.071)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.385.672,23 6.800
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.951.227,66 5.299
Davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 - 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG): 62.292,00 € (Vorjahr: 62.292,00 €) 80.945.069,86 (72.644)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 93.705,59 256
davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: 61.053,00 € (Vorjahr: 233.101,00 €)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 917.327,54 776
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: 64.395,00 € (Vorjahr: 223.619,00 €) 917.327,54 (776)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.733,93 76
11. Ergebnis nach Steuern 4.164.490,18 6.485
12. Sonstige Steuern 39.207,73 41
13. Vergütung für Genussrechtskapital 1.039.516,36 1.037
14. Aufwendungen aus Gewinnabführung 585.766,09 4.226
15. Jahresüberschuss 2.500.000,00 1.181
16. Einstellung in die Rücklagen 2.500.000,00 1.181
17. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0

ANHANG 2023


Die TWS Netz GmbH hat ihren Sitz in Ravensburg und ist beim Amtsgericht Ulm unter HRB 720728 im Handelsregister eingetragen.

Angaben zur Form und Darstellung


Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB), den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes und den wirtschaftszweigspezifischen Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitgehend in den Anhang aufgenommen.


Aufgrund des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 28.6.2007 zwischen der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) und der TWS Netz GmbH wurden alle Aktiva und Passiva, die wirtschaftlich zu den Gas-, Wasser- und Wärmenetzen gehören, auf die TWS Netz GmbH rückwirkend zum 1.1.2007 übertragen. Auch die Mitarbeiter, die wirtschaftlich diesen Netzen zuzuordnen waren, gingen zum gleichen Zeitpunkt auf die TWS Netz GmbH über. Zum 01.01.2013 wurden die Wärmeanlagen auf die TWS zurück übertragen, nur die Grundstücke und Gebäude verblieben bei der TWS Netz GmbH.


Zum 01.01.2011 wurde von der Netze BW GmbH das Stromnetz in den Städten Ravensburg und Weingarten, das seit dem 01.01.2008 angepachtet war, ins Eigentum übernommen. Der Kapitalanteil der Netze BW GmbH wurde dementsprechend von 0,1 % auf 19,3 % erhöht.


Seit 2014 sind auch die gasversorgten Gemeinden Berg, Fronreute, Fleischwangen, Horgenzell und Königseggwald an der TWS Netz GmbH beteiligt. 2020 haben diese Gemeinden ihre Beteiligung aufgestockt, ferner beteiligten sich auch die Gemeinden Baindt, Grünkraut, Bodnegg und Wolpertswende an der TWS Netz GmbH. 2021 hat sich auch die Gemeinde Baienfurt an der TWS Netz GmbH beteiligt. Zusammen halten diese zehn Gemeinden nun einen Kapitalanteil von 0,671 %.


Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Positionen des Anlagevermögens wurden auf der Grundlage von § 265 Abs. 5 HGB branchenspezifisch weiter untergliedert, um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen. Für die Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 HGB i. V. mit § 265 Abs. 5 HGB verwendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.


Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich der nach § 253 Abs. 3 HGB notwendigen Abschreibungen bewertet. Im Falle der Herstellung sind angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht mit einbezogen. Erhaltene Investitionszuschüsse sind bei den jeweiligen Sachanlagen im Wege einer Zuführung zu den kumulierten Abschreibungen im Rahmen des Anlagennachweises gekürzt. Rohrnetzauswechslungen werden ab einer Länge von mehr als 50 m aktiviert.


Für das von der Netze BW GmbH übernommene Stromnetz wurde eine Neubewertung vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Restnutzungsdauer.


Hinsichtlich der Bewertungsmethode im Bereich der Netze geht die TWS Netz GmbH von einem linearen Werteverzehr aus. Grundsätzlich werden die Anlagenzugänge nach Maßgabe des Zugangsmonats zeitanteilig abgeschrieben. Seit 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250 € bis 1.000 € (bis 2018: 150 € bis 1.000 €) in einem Sammelposten zusammengefasst und - ohne Beachtung des Zugangsmonats - einheitlich über 5 Jahre linear abgeschrieben. Dies wurde aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen.


Die Vorräte sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungswerten oder zum niedrigeren letzten Einstandspreis angesetzt.


Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung gedeckt.


Alle Forderungen haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.


Aufgrund der BMF-Schreiben vom 27.05.2003 und 11.11.2003 erkennt die Finanzverwaltung den passivischen Ausweis der Empfangenen Ertragszuschüsse und deren erfolgswirksame Auflösung über einen Zeitraum von 20 Jahren nicht mehr an. Diese Zuschüsse werden seit dem 01.01.2003 als Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Auf der Grundlage des BMF-Schreibens vom 07.10.2004 ist dies auch steuerlich anerkannt.


Zu Jahresanfang 2008 wechselten verschiedene Mitarbeiter der Netze BW GmbH zur TWS Netz GmbH. Die bei der Netze BW GmbH erhaltenen Pensionszusagen dieser Mitarbeiter wurden von der TWS Netz GmbH zum 1.1.2008 übernommen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Hierbei wurden ein Zinssatz von 1,82 %, eine Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,5 % und die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde gelegt. Aus der Neubewertung aufgrund des BilMoG zum 01.01.2010 ergab sich ein Differenzbetrag von 934 T€. Hiervon wurden 2010 bis 2023 jeweils 1/15 (= 62 T€) den Pensionsrückstellungen zugeführt, zum 31.12.2023 ergibt sich ein nicht zugeführter Betrag von 62 T€. Die TWS Netz GmbH übte ferner die Gesetzesänderung zur Bewertung der Pensionsrückstellungen aus und ermittelte die Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82 %). Bei der Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %, bisherige Regelung) würde sich eine um 97.099 € höhere Pensionsrückstellung ergeben. Für diesen Unterschiedsbetrag besteht gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB eine Ausschüttungssperre.


Die Sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sie decken die erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Hierbei wurde bei der Urlaubsrückstellung die Bruttomethode angewendet.


Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 21.325 T€ durch Bürgschaften der TWS gesichert.

Angaben zu Posten der Bilanz


Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagennachweis (Anlage 1 zum Anhang).


Die Beteiligung an der MeteringSüd GmbH & Co. KG wurde 2021 voll abgeschrieben, die Gesellschaft soll in 2024 aufgelöst werden. Ferner hat die TWS Netz zusammen mit der Fa. Lohr in 2021 die AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH gegründet (Anteil TWS Netz 50 %, Eigenkapital 2023 37 T€, Jahresüberschuss 39 T€).


Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die TWS KG, im Wesentlichen sind hier Forderungen aus der Abrechnung von Netznutzungsentgelten, die Schlusszahlungen für die Betriebsführungsentgelte sowie die Schlusszahlung der Wasserlieferung an die TWS KG enthalten. Verrechnet wurden die Forderungen mit Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung, aus der Korrektur der Konzessionsabgabe Gas, aus der Verzinsung von Genussrechten sowie aus den Betriebsführungsentgelten der TWS KG.


Das Gezeichnete Kapital von 9.970 T€ wird wie folgt gehalten:

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG 7.992 T€
Netze BW GmbH 1.911 T€
Gemeinde Berg 13 T€
Gemeinde Baienfurt 12 T€
Gemeinde Baindt 11 T€
Gemeinde Fronreute 8 T€
Gemeinde Wolpertswende 7 T€
Gemeinde Grünkraut 5 T€
Gemeinde Bodnegg 4 T€
Gemeinde Fleischwangen 3 T€
Gemeinde Horgenzell 3 T€
Gemeinde Königseggwald 1 T€


Das Genussrechtskapital besteht aus den bisherigen Einzahlungen der Kapitalgeber. Die TWS Netz hat zur Stärkung der Eigenkapitalbasis Kapitalgebern die Möglichkeit gegeben,


Sondergenussrechte zu zeichnen. Die Kriterien zum Ausweis im Eigenkapital (Nachrangigkeit, Verlustteilnahme bis zur vollen Höhe, Erfolgsabhängigkeit der Vergütung, Laufzeit mehr als 5 Jahre) sind erfüllt. Seit 2015 wurden hier Sondergenussrechte in Höhe von insgesamt 32.135 T€ gezeichnet, davon wurden zum 31.12.2023 2.300 T€ gekündigt und in die Sonstigen Verbindlichkeiten umgebucht.


Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (2.502 T€), für Altersteilzeitverpflichtungen (119 T€), für das Regulierungskonto Gas (697 T€), für Überzahlungen aus der EEG-Erstattung durch den Übertragungsnetzbetreiber (1.100 T€), für noch nicht abgerechnete EEG-Einspeisungsvergütungen (140 T€), für noch abzuführende Konzessionsabgabe und Kommunalrabatt (3.394 T€) sowie für noch ausstehende Rechnungen (465 T€).


Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die Netze BW GmbH, hier sind überwiegend Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr ausgewiesen.


Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden im Verbindlichkeitsspiegel aufgeführt (s. Anlage 2 zum Anhang).

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung


Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Stromversorgung 45.428 T€
Gasversorgung 25.342 T€
Wasserversorgung 8.455 T€
Breitband 335 T€
Gemeinsam 4.753 T€
84.313 T€


Die Honorare des Abschlussprüfers werden auf Ebene des Konzerns gesammelt angegeben.

Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen:


Die TWS Netz GmbH hat sich für 10 Darlehen der TWS KG verbürgt, die am 31.12.2023 mit 25.292 T€ zu Buche stehen. Von einem Risiko der Inanspruchnahme ist nicht auszugehen, weil die TWS KG ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt.


Das Unternehmen ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse (ZVK) des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg. Die ZVK gewährt Versorgungs- und Versicherungsrenten für Versicherte und deren Hinterbliebene, Sterbegelder und Abfindungen. Der Umlagesatz betrug im Jahr 2023 5,75 % zuzüglich 1,7 % Sanierungszulage. Die umlagepflichtigen Gehälter beliefen sich auf 10.044 T€.


Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen ihrer Organschaft bestehende Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers.


Die Verpflichtungen aus den Pensionsrückstellungen wurden freiwillig gegen eine Insolvenz gesichert, hierzu wurden Wertpapiere im Buchwert von 3.063 T€ zu Gunsten der betroffenen Arbeitnehmer verpfändet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen (Erfüllungsbetrag 6.341 T€) saldiert. Der beizulegende Zeitwert (Kurswert) des Deckungsvermögens beträgt 3.396 T€.


Finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo bestehen im Übrigen in betriebsüblichem Umfang.

Geschäfte größeren Umfangs:


Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die nicht Energieversorgungstätigkeiten darstellen, gesondert auszuweisen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Geschäfte:

Erlöse aus Wasserverkauf an die TWS KG 8.255 T€
Erlöse aus Dienstleistungen an die TWS KG 4.382 T€
Aufwendungen aus Dienstleistungen der TWS KG 855 T€
Aufwendungen aus Gewinnabführung an die TWS KG 586 T€

Belegschaft:


Im Jahresdurchschnitt waren 179 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) und 19 Auszubildende beschäftigt.

Bezüge der Geschäftsführung:


Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Lediglich ein Geschäftsführer bezieht Gehalt von der TWS Netz GmbH.

Organe


Die Organe der TWS Netz GmbH sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung.

Gesellschafterversammlung


Gesellschafter sind die Technischen Werke Schussental GmbH & Co. KG, vertreten durch Dr. Andreas Thiel-Böhm, die Netze BW GmbH und die Gemeinden Berg, Fronreute, Fleischwangen, Horgenzell, Königseggwald, Baindt, Grünkraut, Bodnegg, Wolpertswende und Baienfurt, jeweils vertreten durch den Bürgermeister.

Aufsichtsrat


Alexander Geiger (Bürgermeister der Stadt Weingarten, Mitglied und Vorsitzender) Dirk Bastin (Bürgermeister der Stadt Ravensburg, Mitglied und stellv. Vorsitzender) Tilman Kabella (Leiter Kommunale Beteiligungen, Netze BW GmbH, Mitglied und stellv. Vorsitzender)


Stefan Bernhardt (Zimmerermeister)


Markus Brunnbauer (Bereichsleiter Ausbildung IHK)


Markus Brunner (Dipl.-Ing. (BA) Maschinenbau)


Birgit Ewert (Garten- und Landschaftsarchitektin)


Jochen Fischinger (Kaufmann)


Jürgen Hutterer (Richter a.D.)


Denis Merkle (Leiter Netzentwicklung Süd, Netze BW GmbH)


Susanne Münz (Sonderschullehrerin i.R.)


Thomas Stäbler (Leiter Regionalzentrum Oberschwaben, Netze BWGmbH)


Andre Tatter (Arbeitnehmervertreter)


Maria Weithmann (Diplom-Sozialpädagogin (FH))


Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtsjahr 19 T€ (Vorjahr 19 T€).

Geschäftsführung


Helmut Hertle, Sprecher der Geschäftsführung


Dr. Andreas Thiel-Böhm

Konzernverhältnisse


Der Jahresabschluss der TWS Netz GmbH wird in den Konzernabschluss der TWS, Ravensburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht


Vorgänge von besonderer Bedeutung hat es nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht gegeben.

 

Ravensburg, 05.04.2024

Helmut Hertle Dr. Andreas Thiel-Böhm
(Geschäftsführer der TWS Netz GmbH)

Anlagennachweis zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.069.550,90 339.907,29 0,00 0,00 6.409.458,19
2. Geleistete Anzahlungen 194.000,00 161.029,72 0,00 355.029,72
6.263.550,90 500.937,01 0,00 0,00 6.764.487,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 13.788.350,15 31.868,66 0,00 36.304,27 13.856.523,08
2. Grundstücke ohne Bauten 391.862,00 0,00 0,00 0,00 391.862,00
3. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 5.837.075,52 281.612,05 0,00 20.410,50 6.139.098,07
4. Verteilungsanlagen 192.551.350,48 5.117.457,32 0,00 1.068.123,29 198.736.931,09
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.190.350,21 1.641.211,49 0,00 43.748,62 15.875.310,32
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.270.232,74 7.729.491,38 0,00 -1.168.586,68 14.831.137,44
235.029.221,10 14.801.640,90 0,00 0,00 249.830.862,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 438.131,41 70.000,00 508.131,41
2. Sonstige Ausleihungen 1.250,00 0,00 0,00 0,00 1.250,00
439.381,41 70.000,00 0,00 0,00 509.381,41
Summe Anlagevermögen 241.732.153,41 15.372.577,91 0,00 0,00 257.104.731,32
Abschreibungen Restbuchwerte
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung(U) Zuschuss (K) Abgänge Umbuchung(U) Endstand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.661.422,75 302.264,75 0,00 5.963.687,50 445.770,69 408.128,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 355.029,72 194.000,00
5.661.422,75 302.264,75 0,00 5.963.687,50 800.800,41 602.128,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 3.701.902,38 417.780,77 0,00 4.119.683,15 9.736.839,93 10.086.447,77
2. Grundstücke ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 391.862,00 391.862,00
3. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 4.271.975,30 78.271,16 0,00 4.350.246,46 1.788.851,61 1.565.100,22
4. Verteilungsanlagen 119.536.657,95 4.013.734,01 0,00 123.550.391,96 75.186.539,13 73.014.692,53
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.743.283,90 16.500,00 (K)
1.573.621,54
0,00 11.333.405,44 4.541.904,88 4.447.066,31
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 14.831.137,44 8.270.232,74
137.253.819,53 16.500,00 (K)
6.083.407,48
0,00 143.353.727,01 106.477.134,99 97.775.401,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 42.130,41 0,00 42.130,41 466.001,00 396.001,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.250,00 1.250,00
42.130,41 0,00 0,00 42.130,41 467.251,00 397.251,00
Summe Anlagevermögen 142.957.372,69 16.500,00 (K)
6.385.672,23
0,00 149.359.544,92 107.745.186,40 98.774.780,72

Verbindlichkeitsspiegel 2023


Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.166.246,64 3.417.144,29 44.749.102,35 32.432.326,90
Vorjahr: 37.158.694,30 2.458.200,79 34.700.493,51 24.895.905,30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.898.678,18 2.898.678,18
Vorjahr: 3.396.629,70 3.396.629,70
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.465.604,49 2.465.604,49
Vorjahr: 1.541.207,46 1.541.207,46
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.502,24 29.502,24
Vorjahr: 31.201,80 31.201,80
Sonstige Verbindlichkeiten 5.093.704,87 5.093.704,87
Vorjahr: 1.971.669,43 1.971.669,43
58.653.736,42 13.904.634,07 44.749.102,35 32.432.326,90
Vorjahr: 44.099.402,69 9.398.909,18 34.700.493,51 24.895.905,30

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen


Auch das Jahr 2023 war wesentlich von den mittelbaren Folgen der andauernden Aggression Russlands gegen die Ukraine bestimmt. Zusätzlich hatte die deutsche Wirtschaft mit den gestiegenen (Leit)-Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, einem hohen Krankenstand aber auch zunehmenden strukturellen Herausforderungen zu kämpfen. Insgesamt hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 % abgenommen. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dennoch ist es auf europäischer und auch auf nationaler Ebene in kürzester Zeit gelungen, den Ausfall russischer Energielieferungen zu kompensieren. Nie zuvor in der deutschen Nachkriegsgeschichte musste die Energieversorgung in so kurzer Zeit und in solch einem Umfang neu organisiert werden. Als Erkenntnis bleibt, dass die Transformation zu einer ökologisch wie sozial nachhaltigen und innovationsgetriebenen Volkswirtschaft notwendiger ist denn je. Die Befreiung aus einer zu starken Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten fossiler Energieträger zugunsten eines breit aufgestellten Netzes an Lieferbeziehungen für zunehmend erneuerbare Energieformen bildet dabei ein zentrales Element.


Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich auch 2023 robust. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote im Laufe des Jahres wegen der sinkenden Wirtschaftsleistung an. Der zunehmende Mangel an Fachkräften, ausgelöst durch die demografischen Veränderungen, prägt aber gleichwohl die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung.


Deutschland hat mit der Corona-Pandemie und der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zwei außergewöhnliche und sich überlappende Krisen erlebt. Die Bundesregierung hat darauf mit umfassenden Stabilisierungsmaßnahmen reagiert. Das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 15.11.2023 hat einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2023 erforderlich gemacht, der aber erneut die Ausnahmeklausel für außergewöhnliche Notsituationen in Anspruch nimmt. Es ist vorgesehen, dass in Zukunft keine Überschreitung der regulären Kreditobergrenze für den Bundeshaushalt und den Klimatransformationsplan (KTF) mehr erfolgt. Dies hatte ein Bündel an Maßnahmen zur Folge, die auch zu erheblichen Protesten beispielsweise der Landwirte führten. Gleichwohl muss es das Ziel bleiben, die öffentlichen Finanzen zu konsolidieren, die Effizienz des staatlichen Mitteleinsatzes zu erhöhen und Zukunftsinvestitionen für die Modernisierung und Dynamisierung der deutschen Wirtschaft zu ermöglichen.


Im Jahresdurchschnitt 2023 lag der Anstieg der Verbraucherpreise mit 5,9 % erneut weit über dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB für den Euroraum von 2 %. Nach wie vor wurden die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr durch die Preissteigerungen für Energie und Nahrungsmittel getrieben. Nach dem außerordentlich hohen Vorjahreswert von 7,9 % ging aber im zweiten Halbjahr die Teuerung zurück. Maßgeblich hierfür war der Rückgang der Energiepreise.


Deutschland steht aufgrund der erforderlichen Dekarbonisierung, des demografischen Wandels und der geopolitischen Veränderung vor großen strukturellen Herausforderungen. Zur Bewältigung dieser Herausforderung bedarf es weiterhin erheblicher Kraftanstrengungen. Die Energiewirtschaft ist von diesen Herausforderungen in besonderer Weise betroffen.

1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen


Die sichere Versorgung mit bezahlbarer und zunehmend treibhausgasneutraler Energie stellt eine zentrale Voraussetzung für den Wohlstand in Deutschland dar. Dafür sind ein schneller, flächendeckender und kosteneffizienter Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Flexibilität auf der Erzeugungs- und Nachfrageseite, der Aus- und Aufbau aller dazugehörigen Infrastrukturen, die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz sowie Anpassungen des Stromsystems, insbesondere des Strommarktes, notwendig. Die Bundesregierung hat deshalb weitere Hürden für den Zubau erneuerbarer Energien, steuerbarer Kapazitäten sowie der notwendigen Netzinfrastruktur reduziert. Damit sind die Weichen für eine weitere Beschleunigung der notwendigen Investitionen gestellt. Je schneller und umfassender diese stattfinden, desto schneller können auch die gegenüber den Jahren vor 2021 noch immer deutlich höheren Strompreise sinken.


Die Energieversorgungssicherheit wurde in Deutschland in den Monaten nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine in einem großen gesamtgesellschaftlichen Kraftakt sichergestellt. Hierdurch konnte eine Energiemangellage abgewendet werden. Die Inbetriebnahme mehrerer LNG-Terminals trägt zur Diversifizierung der Gasversorgung bei und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Herkunftsländern. Die Einsparbemühungen der Verbraucher haben ebenfalls Wirkung gezeigt. Auch die Versorgungszuverlässigkeit mit Strom ist in Deutschland sehr hoch. Dies zeigt der sogenannte SAIDI (System Average Interruption Duration Index). Demnach betrug die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung der angeschlossenen Letztverbraucher im Jahr 2022 nur 12,2 Minuten - der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2006. Am 15. April 2023 haben auch die letzten drei Atomkraftwerke den Leistungsbetrieb endgültig eingestellt. Trotzdem blieb die sehr hohe Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Deutschland gewährleistet.


Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist entscheidend für wirtschaftliche Prosperität und Wachstum im Einklang mit den Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen und ermöglicht über die Dezentralisierung regionale Wertschöpfung. Der extreme Anstieg der Energiepreise infolge des russischen Angriffskriegs hat darüber hinaus die Bedeutung von erneuerbaren Energien für eine höhere Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten und für die Sicherheit der Energieversorgung deutlich gemacht. Deshalb sind weitere Maßnahmen notwendig, um die Energiewende zu beschleunigen. Mit dem EEG 2023 wurden die Ausbauziele und Ausschreibungsmengen für erneuerbare Energien deutlich erhöht. Bis 2030 soll damit der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bereits auf mindestens 80 % gesteigert werden (bislang: 65 %). Dieses Ziel wurde mit Ausbaupfaden für die installierte Leistung einzelner Technologien unterlegt, die im Jahr 2030 215 GW für Photovoltaik, rund 115 GW für Wind an Land und mindestens 30 GW für Wind auf See vorsehen. Bei Wind an Land werden verbindliche Flächenziele für die Länder formuliert. Bislang reichen die Flächenausweise mit 0,8 bis 0,9 % nicht aus. Bundesweit ist zur Erreichung der Ausbaupfade ein Zwischenziel in Höhe von 1,4 % der Bundesfläche im Jahr 2027 und 2 % im Jahr 2032 erforderlich. Alle Bundesländer überprüfen deshalb derzeit ihre Flächenausweisungen. Für die TWS führt dies zu besseren Chancen, beim Ausbau der erneuerbaren Energien mitzuwirken.


Die erneuerbaren Energien benötigen als Ergänzung moderne hoch flexible und klimafreundliche Kraftwerke, die in der Lage sind, zukünftig Wasserstoff zu nutzen. Eine diesbezügliche Kraftwerksstrategie hat die Bundesregierung erst Ende des Jahres vorgelegt. In Anbetracht der bekannten Zeiten für Planung, Genehmigung, Ausschreibung, Bau und Inbetriebnahme eines Kraftwerkes kann nicht mehr von einer rechtzeitigen Bereitstellung der Kapazitäten ausgegangen werden, um einen vorgezogenen Ausstieg aus der Kohleverstromung im Jahr 2030 zu vollziehen.


Um das Ziel Treibhausgasneutralität 2045 in Deutschland zu erreichen, bedarf es eines grundlegenden Umbaus des Stromsystems. Hiermit verbunden ist auch das Ziel einer Flexibilisierung des Stromverbrauchs. Nicht nur die heutige Nachfrage nach Strom muss durch erneuerbare Energieträger gedeckt werden. Der Stromsektor wird auch einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Sektoren Gebäude, Industrie und Verkehr leisten. Die Sektorenkopplung geht einher mit einem steigenden Stromverbrauch. Der Ausbau der Stromnetze ist zentral, um den in Folge der Sektorenkopplung steigenden Strombedarf durch den Transport des dafür benötigten erneuerbaren Stroms auch über weite Strecken vom Ort der Erzeugung zu den Verbrauchsschwerpunkten zu decken. Die bisherigen Maßnahmen zur Beschleunigung der notwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren haben sich leider noch nicht im Netzausbau bemerkbar gemacht. Gegenüber den ursprünglichen Plänen liegt der Netzausbau derzeit um sieben Jahre bzw. 6000 km zurück.


Der Energieverbrauch ist in Deutschland nach den vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf ein historisches Tief gefallen. Der gegenüber dem Vorjahr deutliche Rückgang um 7,9 % hat dazu geführt, dass der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990 liegt. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Insbesondere die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr erneut leicht wärmeren Witterung ging nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ergab sich 2023 aus der demographischen Entwicklung.


Der Verbrauch von Mineralöl sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 5,5 %. Der Erdgasverbrauch verringerte sich um 4,3 %. Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie als auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen. Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Erdgas eingesetzt. Der Verbrauch an Steinkohle nahm im vergangenen Jahr um 16,9 % ab. Die Kraftwerke reduzierten ihren Brennstoffeinsatz um gut 30 %. Der Bedarf an Kohle und Koks in der Eisen- und Stahlindustrie verringerte sich nur relativ gering. Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging 2023 um knapp 80 % zurück. Der starke Rückgang ist auf den Streckbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke und deren endgültige Stilllegung Mitte April 2023 zurückzuführen. Auch der Stromverbrauch ist im vergangenen Jahr gesunken. Deutlich stärker sank allerdings die Bruttostromerzeugung. Damit wurde Deutschland erstmals seit 2002 wieder Nettoimporteur von Strom. Wichtiger als die mit weniger als 2 % des Stromverbrauchs überschaubare Strommenge ist allerdings die stabilisierende Wirkung des Stromaustausch mit den Nachbarländern für das europäische Stromübertragungsnetz. Der Beitrag der erneuerbaren Energien erhöhte sich 2023 insgesamt um 2,3 %. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs um etwa 5 %. Wichtigste Ursache dieser Entwicklung war die vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich höhere Stromproduktion der Windenergieanlagen an Land. Trotz eines starken Zubaus bei den PV-Anlagen gab es nur einen leichten Zuwachs bei deren Stromproduktion. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 11 %. Die Biomasse, auf die mehr als die Hälfte des gesamten Primärenergieverbrauchs der erneuerbaren Energien entfällt, blieb um 4 % hinter dem Vorjahreswert zurück.


Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine stiegen die Gaspreise deutlich an. Dies hatte auch unmittelbare Konsequenzen für die Strompreise. Die Preise erreichten ihren Höhepunkt am 26. August 2022. Mit den staatlichen Energiepreisbremsen und der Mehrwertsteuersenkung auf Gas und Wärme wurden die Belastungen für die Kunden im Geschäftsjahr abgefedert. Die sinkenden Beschaffungspreise führten dazu, dass auch die Verkaufspreise im Laufe des Jahres wieder nach unten angepasst werden konnten. Seit dem Herbst liegen sowohl die Gas- als auch die Strompreise bei Vertragsverlängerungen unter den Werten der Preisbremsen.


Immer wichtiger werden Investitionen in die Verteilnetze. Zum einen, weil ein Großteil des Stroms aus erneuerbaren Energien unmittelbar in dieser Netzebene eingespeist wird. Zum anderen aber auch, weil ein Großteil dieser Netze altersbedingt erneuert werden muss. Mit der Novelle der Anreizregulierungsverordnung im Juli 2016 wurde der Regulierungsrahmen für die Verteilnetzbetreiber zwar modernisiert und investitionsfreundlicher gestaltet. Da die Bundesnetzagentur aber gleichzeitig den Zinssatz für das im Unternehmen eingesetzte Eigenkapital abgesenkt hat, wurden die Renditen der Verteilnetzbetreiber weiter geschmälert. Da die Spanne zwischen dem nach der bisherigen Methodik ermittelten Eigenkapitalzinssatz und dem sich zwischenzeitlich geänderten Marktzinsniveau so groß geworden ist, dass sich Netzinvestitionen für Netzbetreiber nicht mehr wirtschaftlich darstellen ließen, wurden von der Bundesnetzagentur im Jahr 2023 Festlegungen erlassen, wonach sich der Eigen- und Fremdkapitalzinssatz im Rahmen des Kapitalkostenaufschlags künftig nicht mehr über mehrjährige Durchschnitte bilden, sondern anhand eines 12-mo-natigen Mittelwerts. Außderdem fließen bei der Ermittlung des kalkulatorischen Fremdkapitalzinssatzes auch die tatsächlichen Marktzinsen für Fremdkapital mit in die Berechnung ein. Dies hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Ertragskraft der Energienetze bei der TWS Netz GmbH. Bei der Kostenprüfung für das Stromnetz im vergangenen Jahr wurde mit der Landesregulierungsbehörde zwar erfolgreich über die Anerkennung der beantragten Personalkosten verhandelt. Wegen des notwendigen Personalaufwuchses für die Energiewende und den hohen Lohnabschlüssen wird die neue Erlösobergrenze trotzdem nicht ausreichen, den Stromnetzbetrieb über die nächste Regulierungsperiode 2024-2028 ohne Verluste durchzuführen.


Die Netzzugangsverordnungen bei Strom und Gas haben in den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Ausweitung der Vertriebsaktivitäten geführt. Dabei hat die TWS Netz GmbH mit 352 Strom- bzw. 247 Gasanbietern Rahmenverträge zur Netznutzung abgeschlossen. Das sind 23 Verträge mehr als vor einem Jahr. Viele Anbieter sind im Laufe des Geschäftsjahres wegen der sich beruhigenden Beschaffungspreise wieder im Markt aktiv geworden.


Energieeffizienz, Energiesparen und die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien sind für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Die Bundesregierung hat mit dem Gebäudeenergiegesetz neue Vorgaben für den Einbau von Heizungen insbesondere im Bestand gemacht. Diese müssen spätestens ab 2028 im Sanierungsfall mindestens 65 % erneubare Energien einsetzen. Damit scheidet Erdgas in Verbindung mit Solarthermie zur Beheizung aus. Nur hybride Systeme mit Wärmepumpen zur Grundlast und Erdgas zur Abdeckung der Spitzenlast erfüllen diese Voraussetzung genauso wie Systeme, die ausschließlich auf Wärmepumpen oder Biomasseverbrennung setzen. Die Verwendung grüner Gase wie Biomethan oder Wasserstoff ist zwar als Erfüllungsoption zugelassen. Da diese Brennstoffe aber deutlich teurer sein werden als Erdgas, ist mit erheblichen Kundenverlusten zu rechnen. Eine Vielzahl der modernen Energieerzeugungsanlagen hat einen deutlich komplexeren Aufbau als die früher verwendete Technik. Dies eröffnet der TWS die Chance, durch Energiedienstleistungen Erlöse zu generieren. Dazu zählen Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke, Mieterstromprojekte und größere Wärmeversorgungssysteme.


Eine weitere Erfüllungsoption bei einer Heizungssanierung ist der Anschluss an eine Wärmeversorgung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die TWS die Städte Ravensburg und Weingarten bei der Erstellung der kommunalen Wärmepläne unterstützt. Ergebnis waren eine Vielzahl von geeigneten Gebieten für den Aufbau einer Wärmeversorgung.

2. Grundlagen des Unternehmens

2.1 Geschäftsmodell des Unternehmens


Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist der Betrieb von Infrastrukturnetzen. Hierbei werden auch Dienstleistungen für die anderen Unternehmen im Konzern erbracht.

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG Energie- und Wasservertrieb Dienstleistungen Stromerzeugung Mobilität
TWS Konzern -Strom
-Gas
-Wärme
-Energielösungen
-Wasser
-Messdienstleistungen
-ÖPNV
-Parkierung
-Kabelnetze
-Hallenbäder
-Freibäder
-Eissporthalle
-Wärme
-Lüftung
-Stromerzeugung
-Gepäckaufbewahrung
-Straßenbeleuchtung
-Lichtsignalanlagen
-Parkleitsystem
-Betriebsführung Wasser
- sonstige techn.
Dienstleistungen
-Wind
-Fotovoltaik
-Wasser
-Biomasse
-Car-Sharing
-Bike-Sharing
-Betriebliches Mobilitätsmanagement
-E-Mobilität
-Ladesäulen
susiEnergie GmbH Energievertrieb (aktiv bis 2022)
iQ-Gesellschaft für integrierte Quartiers-lösungen mbH Quartiersentwicklung
-Wärmelösungen
-Eigenstromerzeugung
-Mobilitätskonzepte
TWS Netz GmbH Netzbetrieb
- Stromnetze
- Messstellenbetrieb
- Gasnetze
- Wassernetze
-Breitbandkabelnetze
-Straßenbeleuchtungsnetze


Damit die kommunalen Gesellschafter die Ergebnisse der Unternehmensgruppe mit Verlusten aus den Bereichen ÖPNV, Bäder und Eissporthalle steuersparend verrechnen können, wurde die Konzernmutter Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG als Personengesellschaft gestaltet. Die Ergebnisse aus der TWS Netz GmbH und der susiEnergie GmbH fließen der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen unversteuert zu, wodurch auch diese Steuern im steuerlichen Querverbund verbleiben. Die Beteiligungen der TWS dienen vor allem der Unterstützung bzw. Ergänzung der einzelnen Sparten. Die Jahresergebnisse der iQ-GmbH verbleiben in der Gesellschaft.


Das Geschäftsmodell der TWS Netz ist ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells des TWS-Konzerns und beruht auf der Planung, dem Bau und dem Betrieb von folgenden Infrastrukturnetzen:

Stromnetze in den Städten Ravensburg und Weingarten incl. den Netzen für die Straßenbeleuchtung

Gasnetze in den Städten Ravensburg und Weingarten sowie Umlandkommunen

Wassernetze in der Stadt Weingarten und dem größten Teil der Stadt Ravensburg (Ausnahme Taldorf und Schmalegg)

Breitbandkabelnetze in den Städten Ravensburg und Weingarten sowie Umlandkommunen


Der Betrieb von modernen Messeinrichtungen und von intelligenten Messsystemen gehört ebenfalls zum Kerngeschäft der TWS Netz.


Außerdem gewinnt die Erbringung von netznahen Dienstleistungen, die fast komplett über die TWS KG vermarktet werden, zunehmend an Bedeutung.

2.2 Ziele und Strategien

Unternehmensstrategie


Die TWS gehört nach wie vor zu den wenigen mittleren Versorgungsunternehmen in Deutschland, die sich freiwillig für eine Trennung des Unternehmens in den Netzbereich und den Vertrieb entschieden haben. Diese vom europäischen Gesetzgeber präferierte Lösung führt dazu, dass die jeweiligen Unternehmen eigenständige Unternehmensstrategien entwickeln. Die TWS Netz GmbH konzentriert sich als Infrastrukturdienstleister in erster Linie auf die bestehenden Netzgebiete. Ein moderates Wachstum erfolgt durch die Erschließung weiterer Kommunen oder Ortsteile oder durch die Hinzunahme einer neuen Infrastruktursparte. Dies war in 2008 der Stromnetzbetrieb, in 2011 die Breitbandkommunikation und in 2018 die Integration des Straßenbeleuchtungsnetzes in das Netz der allgemeinen Versorgung. Wachstum soll zukünftig auch durch den weiteren Ausbau von netznahen Dienstleistungen, wie z.B. Wasserbetriebsführungen erreicht werden.


Den Geschäftsfeldern Stromnetz und Gasnetz sind durch die Anreizregulierungsverordnung enge Ertragsgrenzen gesetzt. Deshalb werden alle unternehmerischen Entscheidungen in der TWS Netz GmbH auch unter regulatorischen Aspekten bewertet.


Die Erträge aus dem Betrieb des Wassernetzes sind weiterhin eine stabile und planbare Größe, weshalb diese Sparte auch zukünftig in Form von Dienstleistungen für andere Netzbetreiber ausgebaut werden soll. Zuletzt wurde 2022 die Betriebsführung der Wasserversorgung der Gemeinde Grünkraut übernommen. Der Vertrieb der Dienstleistungen erfolgt über die Konzernmutter TWS.


Breitbandige Telekommunikationsdienstleistungen sind eine Grundvoraussetzung für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und werden auch von vielen Haushalten nachgefragt. Die TWS-Unternehmen kooperieren seit 2012 mit der TeleData GmbH (TeleData) aus Friedrichshafen, um die Chancen dieses Marktes zu nutzen. Die TWS hält 1/3 der Gesellschaftsanteile an der TeleData und unterstützt die TeleData im Bereich Vertrieb während die TWS Netz GmbH die Lehrrohre baut und betreibt.


Neue Wege beschreitet die Unternehmensgruppe im Bereich der Bürgerbeteiligung und der Finanzierung. Die Gesellschafter haben beschlossen, dass sich die Gemeinden, mit denen die TWS Netz GmbH einen Konzessionsvertrag hat, am Unternehmen beteiligen können. Hierdurch soll die Geschäftsbeziehung langfristig gefestigt werden. Die Gemeinden Berg, Fronreute, Königseggwald, Fleischwangen und Horgenzell haben das Angebot bereits im Jahr 2014 angenommen. Im Jahr 2020 sind die Gemeinden Baindt, Bodnegg, Grünkraut und Wolpertswende als Gesellschafter neu hinzu gekommen und im Jahr 2021 die Gemeinde Baienfurt.


Eine ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital ist Voraussetzung um die Zukunftsinvestitionen zu tätigen. Die TWS Netz GmbH hat ihr Eigenkapital durch das Begeben von Genussrechten, die vor allem von institutionellen Anlegern gezeichnet wurden, und durch Gewinnthesaurierung verbessert.


Die Unternehmensstrategie ist schriftlich in einem Zielkatalog niedergelegt und wird regelmäßig auf den Prüfstand gestellt. Die Geschäftsleitung schlägt dem jeweiligen Aufsichtsrat die Ziele für eine fünfjährige Periode vor. Der Strategieprozess für den Zeitraum ab 2020 wurde vorgezogen und auf den Zeitraum bis 2030 erweitert, da weitreichende Investitionsentscheidungen im Zusammenhang mit der fortschreitenden Energiewende und der Transformation der TWS zu einem "Smart Utility"-Unternehmen anstanden. Wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie der TWS sind Impulse zur Optimierung der kommunalen Infrastruktur. Für die laufende Dekade wurde der Schwerpunkt der Investitionen auf die Sparten Stromnetz und Wärmeversorgung gelegt und damit noch stärker regional zugeordnet. Die Beratung im Aufsichtsrat und in den Gesellschaftergremien erfolgte bis Ende 2020. Im Zuge der bundespolititschen Debatten um eine Verschärfung der Klimaschutzziele und wegen eines erkennbar höheren Preisauftriebes, mussten die prognostizierten Investitionen im Zeitraum bis 2030 bereits im Jahr 2021 angepasst werden. Auch eine höhere und verlässlichere Rücklagenbildung ist erforderlich. Der modifizierte Zielkatalog wurde im Juni 2022 von den Gesellschaftergremien beschlossen.

Regulierungsmanagement


Für den wirtschaftlichen Erfolg der TWS Netz sind die Erlösobergrenzen in den Sparten Gas und Strom neben den Erlösen in der Sparte Wasser einerseits und die Kosten in den genannten Sparten andererseits von herausragender Bedeutung. Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen aber auch sonstige unternehmerische Handlungen, wie die Ausstattung des Unternehmens mit Eigenkapital, müssen deshalb auch unter den regulatorischen Randbedingungen betrachtet werden. Andererseits sind auch die Unterlagen für die Kostenprüfung, aber auch andere Unterlagen für die Regulierungsbehörden - Bundesnetzagentur in der Sparte Gas und Landesregulierungsbehörde in der Sparte Strom - optimal und fristgerecht bereitzustellen.


Erfreulich ist, dass die novellierte Anreizregulierungsverordnung nach einer Übergangszeit den Zeitverzug bei Investitionen beseitigt und damit insbesondere im Bereich der Erneuerungsinvestitionen ein bedarfsgerechtes und stetiges Vorgehen möglich ist. Dies ist sowohl für die Verteilnetzbetreiber als auch für die Dienstleister und Lieferanten vorteilhaft.

Assetmanagement


Zuverlässige Netze in den Sparten Strom, Gas und Wasser sind die Grundvoraussetzung für eine zuverlässige und sichere Versorgung. Dieser Auftrag ist für die TWS Netz Pflicht. Der nachhaltige Erhalt von zuverlässigen Netzen erfordert einerseits eine langfristige Instandhaltungs- und Erneuerungsstrategie. Andererseits sind in den Sparten Gas und Strom auch die Randbedingungen aus der Anreizregulierung beim Assetmanagement zu beachten. Zur Erledigung dieser Aufgabe hat die TWS in den letzten Jahren entsprechende Tools implementiert. Soweit möglich werden die Synergien aus den Sparten Strom, Gas und Wasser genutzt wie z.B. aus der Projektierung, Bauabwicklung oder Erstellung von Hausanschlüssen.

Medienstrategie


Die Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung haben eine große Bedeutung für die Menschen in einer Region. Deshalb wird ihr Tun durch die Öffentlichkeit stärker beachtet als das anderer Unternehmen. Dies ist Chance und Risiko zugleich. Eine professionelle Pressearbeit kann deshalb zu einem positiven Bild in der Öffentlichkeit führen. Aus diesem Grund hatte die Pressearbeit bei der TWS schon seit ihrer Gründung einen hohen Stellenwert. Seit dem Jahr 2005 bedient sich die TWS in der Medienarbeit externer Presseagenturen.


Die TWS Netz ist in die Medienstrategie des Konzerns eingebunden. Bei den Pressemitteilungen wird im Zuge der klaren Kommunikation von Seiten der TWS Netz auf den eigenständigen Firmenauftritt geachtet. Häufig wird dieser aber in den Medien nicht richtig wiedergegeben. Die Pressearbeit der TWS Netz verfolgt ausschließlich Informationszwecke, insbesondere zu Bauvorhaben.

2.3 Steuerungssystem


Die Steuerung des Unternehmens erfolgt hierarchisch durch Geschäftsführung, Bereichsleiter und Abteilungsleiter im Rahmen wöchentlicher Besprechungen. Die durch ein jährliches Programm vorgegebenen Ziele und tagesaktuellen Themen werden hier systematisch abgearbeitet. Die Überwachung der Geschäftsführung und die beratende Begleitung der Entscheidungsprozesse erfolgen durch den Aufsichtsrat. Führungskräften, Geschäftsführung und Aufsichtsrat steht ein umfangreiches Berichtswesen zur Verfügung. Signifikate Daten aus den Berichten gehen in ein Kennzahlensystem ein, die sogenannte Balanced Scorecard. Der gemeinsame Betriebsrat der Unternehmen wird im Rahmen monatlicher Besprechungen ebenfalls regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung und Vorgänge von Bedeutung informiert.

2.4 Geschäftsverlauf


Das Jahr 2023 war durch durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Energiemärkte geprägt. Umfangreiche und personalintensive Vorbereitungsmaßnahmen auch auf der Netzseite zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit mussten außerplanmäßig geleistet werden. Insbesondere die Gasnetzkunden zu freiwilligen Einsparmassnahmen zu bewegen, war ein Schwerpunkt der Massnahmen neben umfangreichen Abstimmungen mit Kommunen und Behörden. Um diese Arbeiten sinnvoll zu koordinieren, wurde ein Krisenteam etabliert.


Die Netznutzungsmenge im Stromnetz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 346,2 Mio. kWh um 5,6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Verbräuche sind sowohl bei den Standardlastprofilkunden als auch bei den Lastgang gemessenen Kunden gegenüber dem Vorjahr gleichermaßen gesunken. Dieser Rückgang ist wahrscheinlich vor allem auf eine gestiegene Eigenerzeugung zurückzuführen.


Die Netzabgabe im Bereich Gas sank leicht aufgrund von Einsparmaßnahmen und warmer Witterung von 2.321 Mio. kWh im Jahr 2022 auf 2.312 Mio. kWh. Infolge der stark gestiegenen Gaspreise und der Unsicherheit in Bezug auf die Versorgungssicherheit ist die Nachfrage nach neuen Hausanschlüssen in der Sparte Gas weitgehend zum Erliegen gekommen.


Die wirtschaftliche Abhängigkeit in den regulierten Sparten Strom und Gas ist nur in geringem Maß abhängig von den Durchleitungsmengen, da der mittelfristige wirtschaftliche Erfolg vor allem von den genehmigten Erlösobergrenzen und den laufenden Kosten bestimmt wird.


In der Sparte Wasser sind die Erlöse ebenfalls nur in geringem Umfang abhängig von den an die TWS gelieferten Mengen, da der Liefervertrag zwischen der TWS Netz und der TWS einen hohen Grundpreisanteil und nur einen geringen mengenabhängigen Preisbestandteil entsprechend der Kostenstruktur der Wasserversorgung beinhaltet.

2.5 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage


Deren Ergebnis liegt mit 3.086 T€ deutlich unter dem Vorjahr und auch unter dem Planwert, weil die Netznutzung sowohl bei Strom als auch bei Gas stärker rückläufig war als geplant.


Das Ergebnis der Stromnetzsparte verschlechterte sich vor allem aufgrund niedrigerer Netznutzungseröse auf -149 T€ (Vorjahr 1.026 T€). Ebenso sank das Ergebnis der Gassparte aufgrund geringerer Netznutzungserlöse gegenüber Vorjahr um 1.714 T€ auf +2.139 T€. Die Sparte Messtellenbetrieb verbessert sich um 48 T€ auf 47 T€. Die Sparte Breitband verbessert sich um 106 T€ u.a. aufgrund einer Kompensationszahlung für die Jahre 2019-2021 durch die TeleData. Die Sparte Wasser verbessert sich vor allem aufgrund von höheren Erlösen (Anpassung Wasserlieferungsvertrag mit TWS KG) um 352 T€ auf 1.276 T€.

Kapitalstruktur


Bei einer Bilanzsumme von 141,4 Mio. € (VJ 127,1 Mio. €) betrug das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 55,2 Mio. € (VJ 55,0 Mio. €). Die Eigenkapitalquote verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 43,3 % auf 39,1 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um rd. 11,0 Mio. € auf 48,2 Mio. €. Weitere 38,0 Mio. € der Bilanzsumme entfallen auf Investitionszuschüsse, Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber Gesellschaftern und Beteiligungsunternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten (v.a. aus Steuern).


Die Stärkung des Eigenkapitals in den letzten Jahren konnte durch das Begeben von Genussrechten sowie durch Gewinnthesaurierungen erreicht werden. Seit dem Jahr 2005 verfolgt die Geschäftsführung das Ziel, die Investitionen in die bestehende Infrastruktur mit angemessenem Eigenkapital zu unterlegen. Im Jahr 2013 haben die Gesellschafter beschlossen, die Gewinnthesaurierungen deutlich anzuheben, weitere Gesellschafter bei der TWS Netz GmbH aufzunehmen und Genussrechte von den Konzernunternehmen zu begeben. Seit dem Geschäftsjahr 2022 erfolgt eine hälftige Thesaurierung der Ergebnisse im Konzern. Die entsprechende Modifizierung des Zielkataloges wurde von den Gesellschaftergremien im Juni 2022 beschlossen. Mit dem Jahresabschluss 2018 wurde erstmals auch bei der TWS Netz GmbH thesauriert. Wegen des hier bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird ein Thesaurierungsbetrag bereits beim Beschluss über den Wirtschaftsplan festgelegt. Für 2023 beträgt dieser 2.500 T€ und dient der Finanzierung des Erweiterungsbaus.

Investitionen


In Summe wurden im Jahr 2023 15.373 T€ investiert und damit mehr als 2022 (13.086 T€).


In das Stromnetz wurden 3.316 T€ investiert. Geplant war erheblich mehr.


383 T€ entfielen auf die Sparte Messstellenbetrieb.


Die Investitionen in das Gasnetz verringerten sich weiter auf 879 T€, weil nur noch solche Investitionen getätigt werden, die für den sicheren Betrieb des Netzes unabdingbar sind oder die auch für eine Einspeisung von Wasserstoff genutzt werden können.


Im Wassernetz wurde mit 1.877 T€ etwas mehr investiert als im Vorjahr.


Die Investitionen in die Sparte Breitband liegen mit 885 T€ auf Vorjahresniveau.


Im gemeinsamen Bereich wurden 8.031 T€ investiert. Schwerpunkt hierbei war der Erweiterungsbau.


Die Mittel für die Investitionen stammen zum größten Teil aus Abschreibungen sowie aus neuen Krediten und thesaurierten Gewinnen.

Liquidität


Die Liquidität des Unternehmens war im Jahr 2023 zu jeder Zeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag betrug der Kassenbestand rd. 10,1 Mio.€.

Finanzielle Leistungsindikatoren


Die TWS hat die von der Regierung im Rahmen der Energiewende vorgegebenen Themen aufgegriffen. Die Ausweitung der Bilanzsumme in den letzten Jahren resultiert aus Investitionen in Netze und Anlagen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die Stromnetzübernahme erfolgte als Sacheinlage, für alle weiteren Investitionen war jedoch die Aufnahme von Krediten notwendig. Der Beitrag der Gesellschafter in Form von Gewinnthesaurierungen stieg zwar, blieb aber lange Zeit überschaubar.


Die wichtigste finanzielle Kennzahl für die Unternehmenssteuerung ist mittlerweile der Verschuldungsgrad geworden, also das Verhältnis aus Nettoverschuldung zu EBITDA, eine Kennzahl, die bei den Banken das Kreditrating bestimmt. Bis zu einem Wert von 3,5 zeigt das Unternehmen eine gute Schuldentragfähigkeit. Werte zwischen 3,5 und 4,5 werden temporär geduldet. Bei Werten jenseits von 4,5 steigen die Risikozuschläge auf die Kredite signifikant an. Um eine Einhaltung der Grenzen zu gewährleisten, vereinbaren die Banken sogenannte Covenants, also Grenzwerte, bei deren Überschreitung ihnen ein einseitiges Anpassungsrecht der Kreditkonditionen oder ein Kündigungsrecht für das bestehende Kreditvolumen zusteht.


Die von den Regulierungsbehörden genehmigten Eigenkapitalzinssätze sinken mit jeder neuen Regulierungsperiode. Vor diesem Hintergrund wurde bei der TWS Netz durch die weitere Aufnahme von Krediten die Eigenkapitalausstattung mit 39,1 % dem regulatorischen Zielwert von 40 % angenähert. Auch ein Ersatz von Genussrechten durch Rücklagenbildung ist bei der TWS Netz GmbH vorgesehen. Deshalb wurde mit den hauptfinanzierenden Banken über eine Anhebung des Verschuldungsgrades verhandelt. Diese haben 2020 einer Anhebung im TWS Konzern auf den Wert von 4,5 zugestimmt. Dies vergrößert den Spielraum für Investitionen im Konzern deutlich. Der neue Covenant wurde mit großem Abstand eingehalten.

2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Sicher, bezahlbar und umweltverträglich - diese drei Ziele der deutschen Energieversorgung gelten auch für das Handeln der TWS in allen Sparten des Konzerns. Ablesbar ist dies auch an den Auszeichnungen, die die Konzern-Unternehmen regelmäßig erhalten.


Die TWS gehörte im Jahr 2012 zu den ersten Unternehmen, die als ethisch handelndes Unternehmen mit dem Siegel "Ethics in Business" ausgezeichnet wurden. Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Hannes Jaenicke zeichnet Unternehmen aus, die hohe Standards bei der Erarbeitung ihrer Erträge einhalten und weitere Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft übernehmen. Bei der Rezertifizierung im Jahr 2015 erreichte die TWS weit über dem Durchschnitt liegende Beurteilungen und konnte sich im Vergleich zu den Bewertungen aus dem Jahr 2012 selbst noch steigern.


Immer mehr Unternehmen haben Schwierigkeiten bei der Anwerbung von qualifizierten Mitarbeitenden und Auszubildenden. So spürt auch die TWS den Fachkräftemangel in einer ohnehin schon sehr speziellen Branche. Insbesondere bei technischen/gewerblichen Stellen hat die TWS Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. Die TWS setzt daher seit Jahren auf die eigene Ausbildung, doch auch hier wird es mittlerweile immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden. Dies wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Um langfristig zu bestehen, ist ein gelungenes Employer Branding die entscheidende Voraussetzung. Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke gelingt es nachweislich besser, die richtigen Talente anzuwerben und zu binden. So wurde es zu einem strategischen Unternehmensziel, die TWS als attraktiven regionalen Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb weiter bekannt zu machen. Seit dem Jahr 2014 nimmt die TWS deshalb an Projekten oder Wettbewerben teil, die die Arbeitgebermarke der TWS entwickeln oder bewerten. Im Jahr 2018 hat sich die TWS erstmals am Wettbewerb TOP JOB für mittelständische Unternehmen beteiligt. Grundlage sind Analysen der Personalarbeit durch das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen und anonyme Mitarbeiterbefragungen. Die Auszeichnung als TOP Arbeitgeber 2019 bestätigte, dass die TWS eine leistungsstarke und gleichermaßen gesunde Arbeitsplatzkultur schafft und pflegt. Die im Abstand von zwei Jahren erneut durchgeführten Mitarbeiterbefragungen ergaben Verbesserungen in fast allen Kategorien und die Auszeichnung als TOP Arbeitgeber 2021 und erneut für 2023.


Die TWS Netz GmbH hat 2021 gemeinsam mit der Firma Lohr die AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH in Betrieb genommen, um die überbetriebliche Ausbildung in der Region zu stärken und auszubauen. Dies hat die Chance auf gut ausgebildete Mitarbeitende insbesondere in den Bereichen Elektronik und Anlagenmechanik erheblich verbessert. Die Ausbildungsstellen in diesen Bereichen konnten 2023 alle besetzt werden.


Die TWS Netz ist in den Sparten Strom, Gas und Wasser gemäß S1000, G1000 und W1000 freiwillig im Rahmen des technischen Sicherheitsmanagment TSM zertifiziert. Die erfolgreiche Rezertifizierung erfolgte in der Sparte Strom bereits im November 2023 und für die Sparten Gas und Wasser im März 2024. Ebenso erfolgt eine laufende Auditierung und Zertifzierung im Rahmen des Informationssicherheitsmanagementsystems.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht


Die TWS Netz rechnet auch im Jahr 2024 noch mit notwendigen Einsparbemühungen vor allem im Gasbereich und hat dies bereits bei der Kalkulation der Netzentgelte berücksichtigt. Insofern wird davon ausgegangen, dass die Netznutzungserlöse planmässig vereinnahmt werden können. Aufgrund von Preissteigerungen und erforderlichem Personalaufbau insbesondere im Strombereich, wird von einem geringeren Jahresergebnis als im Jahr 2023 ausgegangen.

Risikobericht


Die TWS verfügt über ein unternehmensweites Risikomanagement. Die Risiken werden hierbei zunächst identifiziert und anschließend bewertet. Die Zuordnung zu den drei unterschiedlichen Risikokategorien erfolgt anhand der Klassifizierung nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Für jedes Risiko werden Maßnahmen zu seiner Minimierung festgelegt. Über die Gesamtschau aller Risiken wird einmal jährlich im Aufsichtsrat Bericht erstattet.


Das ursprünglich 2011 genehmigte Risikokapital in Höhe von 3 Mio. € für die allgemeinen Geschäftsrisiken musste im Zuge des Berichtes zum Risikomanagement vom Aufsichtsrat im Jahr 2022 ebenfalls angepasst werden. Es wurde auf 6,0 Mio € festgelegt. Zusammen mit dem Risikokapital für die Strom- und die Gasbeschaffung beträgt das Risikokapital nun 14,5 Mio. € oder 15,9 % des Konzerneigenkapitals. Zum Zeitpunkt des Beschlusses war das Risikokapital mit 14,3 Mio. € fast vollständig ausgenutzt. Bei der erstmaligen Festlegung im Jahr 2011 entsprachen die 4,0 Mio. € Risikokapital nur rd. 10 % des Eigenkapitals. Der Anstieg ist Ausdruck der vielfältigen Turbulenzen auf den Energie- und Rohstoffmärkten sowie den Lieferengpässen für Material und Geräte, denen die Branche ausgesetzt ist. Ein Überschreiten des Risikokapitals dient als Warnsignal für die Gesellschaft und ihre Organe. Durch die Neubewertung der Einzelrisiken hat sich die mögliche Schadenshöhe beim gleichzeitigen Eintritt aller Risiken im Jahr 2023 auf 46,8 Mio. € nach 34,9 Mio. € im Vorjahr erhöht. Hier wurde bereits die Teilfertigstellung des Erweiterungsbaus berücksichtigt. Das Risikokapital 2023 für die allgemeinen Unternehmensrisiken ist nur leicht von 5,89 Mio. € auf 5,93 Mio. € gestiegen. Mit den Risiken aus dem Energiehandel beträgt das Risikokapital für das Jahr 2023 in Summe rd. 7,42 Mio. €. Dies ist weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes.


Die tatsächliche Inanspruchnahme des genehmigten Risikokapitals entsteht erst durch den Eintritt von Risiken. Die eingetretenen Risiken im abgelaufenen Jahr waren Mindererlöse in der Stromversorgung in Höhe von 785 T€ und in der Gasversorgung in Höhe von 1.643 T€. Gründe hierfür sind die konjunkturelle Eintrübung der Wirtschaft, verhaltensbedingte Einsparungen und die milde Witterung. Die Mindererlöse werden den Regulierulierungskonten gutgeschrieben und erhöhen die Erlösobergrenzen erst wieder ab 2026 bis 2028.


Den Hauptrisiken in der Netzgesellschaft sind:


a) Gebäudebrand


b) Informationssicherheit


c) Auskömmliche Erlösobergrenzen


d) Verschuldungsgrad


Die Risiken a), b) c) werden durch Versicherungen und Prozessmanagment verringert.


Das Risiko "Nicht-Einhaltung Verschuldungsgrad" ist seit 2022 als A-Risiko eingestuft. Kündigungen beim Genussrechtskapital bspw. aufgrund eines sich ändernden Zinsumfelds können zu einem Covenantbruch führen, wodurch weiteres Fremdkapital aufgenommen werden muss.


Zur Risikominimierung wurde bei den Sondergenussrechten für institutionelle Anleger keine einheitliche Mindestlaufzeit vereinbart. Außerdem werden laufend Gespräche über vorzeitige Vertragsverlängerungen geführt. Desweiteren kann durch die regelmäßige Banken-Berichterstattung sowie einer Steuerung der Investitionsttäigkeit dieses Risiko verringert werden.


Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

Chancenbericht


Der erfolgreich durchlaufene TSM-Zertifizierungsprozess bietet Chancen für die weitere Akquisition von Dienstleistungen bei Wasserversorgern und Industrieunternehmen. Der Zweckverband Wasserversorgung Baienfurt-Baindt hat das Angebot zum 01.09.2023 angenommen. Auch die Fa. Liebherr in Bad Schussenried hat uns mit der Betreuung der werkseigenen Wasserverteilung ab April 2023 beauftragt. Weitere konkrete Anfragen von kommunalen Wasserversorgern liegen vor.


Die TWS Netz GmbH errichtet auf dem Grundstück Georgstraße 25 einen Erweiterungsbau, um dort ihre neue Querverbundleitstelle, den heutigen Ansprüchen genügende Rechnerräume sowie einen IT - Schulungsraum unterzubringen. Räume werden auch an den Bereich Markt der TWS vermietet. Die neuen gesetzlichen Anforderungen an die Betreiber kritischer Infrastruktur lassen sich dann besser umsetzen. Die Zusammenführung von möglichst vielen Mitarbeitenden am Hauptstandort wird die Abläufe im Unternehmen wieder effektiver gestalten.


Gemeinsam mit der Firma Lohr betreibt die TWS Netz GmbH das AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH um die überbetriebliche Ausbildung in der Region zu stärken und auszubauen. Dies hat die Chance auf gut ausgebildete Mitarbeitende insbesondere in den Bereichen Elektronik und Anlagenmechanik deutlich verbessert.


Im März 2023 erhielten die Partner für ihr Engagement in der Ausbildung den Wirtschaftspreis der Stadt Ravensburg.

 

Ravensburg, 05. April 2024

Helmut Hertle Dr. Andreas Thiel-Böhm
(Geschäftsführer der TWS Netz GmbH) (Geschäftsführer der TWS Netz GmbH)

Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen für das Geschäftsjahr 2023


Bei der TWS Netz GmbH handelt es sich, zusammen mit der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG, um ein integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 EnWG, das als im Strom- und Gasbereich tätige Gruppe die Bereiche Strom- und Erdgasverteilung und Vertrieb von Strom und Erdgas wahrnimmt. Damit ist die Anwendung des § 6b EnWG über die Entflechtung der internen Rechnungslegung erforderlich. Wir gehen davon aus, dass nur für die Tätigkeiten des Netzbereiches sowie für den Messstellenbetrieb (MSB) ein Tätigkeitsabschluss aufzustellen ist.

Angaben zur Form und Darstellung


Entsprechend § 19 des Gesellschaftsvertrages wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ferner wurden die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes sowie die wirtschaftszweigspezifischen Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes beachtet. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitgehend in den Anhang aufgenommen.


Aufgrund des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 28.6.2007 zwischen der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) und der TWS Netz GmbH wurden alle Aktiva und Passiva, die wirtschaftlich zu den Gas-, Wasser- und Wärmenetzen gehören, auf die TWS Netz GmbH rückwirkend zum 01.01.2007 übertragen. Auch die Mitarbeiter, die wirtschaftlich diesen Netzen zuzuordnen waren, gingen zum gleichen Zeitpunkt auf die TWS Netz GmbH über. Zum 01.01.2013 wurden die Wärmeanlagen auf die TWS zurück übertragen, nur die Grundstücke und Gebäude verblieben bei der TWS Netz GmbH.


Zum 01.01.2011 wurde von der EnBW Regional AG das Stromnetz in den Städten Ravensburg und Weingarten, das seit dem 01.01.2008 angepachtet war, ins Eigentum übernommen. Der Kapitalanteil der EnBW Regional AG wurde dementsprechend von 0,1 % auf 19,3 % erhöht.


Seit 2014 sind auch die gasversorgten Gemeinden Berg, Fronreute, Fleischwangen, Horgenzell und Königseggwald an der TWS Netz GmbH beteiligt. 2020 haben diese Gemeinden ihre Beteiligung aufgestockt, ferner beteiligten sich auch die Gemeinden Baindt, Grünkraut, Bodnegg und Wolpertswende an der TWS Netz GmbH. 2021 hat sich auch die Gemeinde Baienfurt an der TWS Netz GmbH beteiligt. Zusammen halten diese zehn Gemeinden nun einen Kapitalanteil von 0,671 %.


Die Gewinn- und Verlustrechnungen der Tätigkeitsbereiche sind nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Positionen des Anlagevermögens wurden auf der Grundlage von § 265 Abs. 5 HGB branchenspezifisch weiter untergliedert, um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen. Für die Bilanzen wurde das Gliederungsschema des § 266 HGB i.V. mit § 265 Abs. 5 HGB verwendet.


Dies wurde für die Bilanzen und die Gewinn- und Verlustrechnungen der Strom- und Gasverteilung sowie des Messstellenbetriebs beibehalten. Bei den sonstigen Tätigkeiten innerhalb von Gas handelt es sich um die Erdgastankstellen, die von der Landesregulierungsbehörde bei der ersten Kostenprüfung nicht anerkannt wurden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Strom- und Gasverteilung und des Messstellenbetriebs


Durch die Migration der Finanzbuchhaltung auf das System Schleupen werden nun alle Buchungen mit einem Geschäftsbereich versehen, d.h. sobald in einer Buchung ein Geschäftsbereich oder eine Kostenstelle mitgegeben wird, wird auch das Gegenkonto diesem Geschäftsbereich zugeordnet. Daher erfolgt auch die Zuordnung der Bilanzkonten nun überwiegend direkt, nur die Buchungen, die dem allgemeinen Geschäftsbereich zugeordnet werden, müssen noch über Schlüssel umgelegt werden.


Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.


Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich der nach § 253 Abs. 2 HGB notwendigen Abschreibungen bewertet. Im Falle der Herstellung sind angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht mit einbezogen. Erhaltene Investitionszuschüsse sind bei den jeweiligen Sachanlagen im Wege einer Zuführung zu den Abschreibungen im Rahmen des Anlagennachweises gekürzt. Rohrnetzauswechslungen werden ab einer Länge von mehr als 50 m aktiviert.


Hinsichtlich der Bewertungsmethode im Bereich der Netze geht die TWS Netz GmbH von einem linearen Werteverzehr aus. Andere Vermögensgegenstände werden teilweise degressiv abgeschrieben. Grundsätzlich werden die Anlagenzugänge nach Maßgabe des Zugangsmonats zeitanteilig abgeschrieben. Seit 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250 € bis 1.000 € (bis 2018: 150 € bis 1.000 €) in einem Sammelposten zusammengefasst und - ohne Beachtung des Zugangsmonats - einheitlich über 5 Jahre linear abgeschrieben. Dies wurde aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen.


Die Anlagen der Strom- und Gasversorgung sowie des MSB wurden alle direkt zugeordnet. Die gemeinsamen Anlagen wurden nach dem Personalschlüssel der Strom- und Gasverteilung sowie dem MSB zugeordnet.


Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus den beigefügten Anlagennachweisen für die Strom- und Gasverteilung sowie für den MSB.


Die Vorräte sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungswerten bzw. zum niedrigeren letzten Einstandspreis angesetzt. Durch die Migration auf die neue Software Schleupen sind die Materialbestände nun direkt einer Sparte zugeordnet.


Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung gedeckt.


Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten alle Forderungen, die die Strom- und Gasverteilung sowie den MSB betreffen, direkt zugeordnet werden.


Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen v.a. die Abrechnung der Netznutzungsentgelte an die TWS KG (direkte Zuordnung), die mit Verbindlichkeiten aus den Dienstleistungsentgelten der TWS KG (Zuordnung direkt und über Personalschlüssel) sowie mit Verbindlichkeiten des auf die Strom- und Gasverteilung entfallenden anteiligen Jahresergebnisses, das aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Technische Werke Schussental GmbH & Co.KG abgeführt wird, verrechnet wurden.


Die Sonstigen Vermögensgegenstände wurden im Wesentlichen direkt zugeordnet.


Die Guthaben bei Kreditinstituten werden nach dem Umsatzschlüssel den Sparten zugerechnet.


Das zugeordnete Eigenkapital besteht aus dem anteiligen gezeichneten Kapital sowie der Kapital- und Gewinnrücklage, die nach dem Finanzierungsschlüssel der Strom- und Gasverteilung zugeordnet wurden. Das anteilige Eigenkapital aus der Stromnetzübernahme sowie die Einstellungen in die Rücklagen wurden verursachungsgerecht direkt den Sparten zugeordnet. Das Genussrechtskapital, das zur Finanzierung des Gebäudekaufs ausgereicht wurde, wurde nach dem Personalschlüssel verteilt. Der Restbetrag wurde nach dem Finanzierungschlüssel verteilt.


Aufgrund der BMF-Schreiben vom 27.05.2003 und 11.11.2003 erkennt die Finanzverwaltung den passivischen Ausweis der Empfangenen Ertragszuschüsse und deren erfolgswirksame Auflösung über einen Zeitraum von 20 Jahren nicht mehr an. Diese Zuschüsse werden seit dem 01.01.2003 als Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse konnten direkt der Strom- bzw. Gasverteilung zugeordnet werden.


Zu Jahresanfang 2008 wechselten verschiedene Mitarbeiter der EnBW Regional AG zur TWS Netz GmbH. Die bei der EnBW Regional AG erhaltenen Pensionszusagen dieser Mitarbeiter wurden von der TWS Netz GmbH zum 1.1.2008 übernommen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Hierbei wurden ein Zinssatz von 1,82 %, eine Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,5 % und die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde gelegt. Da die Mitarbeiter v.a. im Strombereich tätig sind, wurden die von der EnBW Regional AG übernommenen Beträge direkt der Stromversorgung zugeordnet, die jährlichen Veränderungen werden nach dem Personalschlüssel den Bereichen Strom- und Gasverteilung sowie MSB zugeordnet.


Die Sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sie decken die erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Abrechnungsverpflichtungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Für die Zuordnung auf den Bereich der Strom- und Gasverteilung wurden sie einer Einzelfallbetrachtung unterzogen. Die Zuordnung zur Strom- und Gasverteilung sowie dem MSB erfolgte zum Teil direkt, zum Teil wurden sie mit dem Personal- oder Abrechnungsschlüssel zugeordnet.


Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ebenso wie die Darlehenszinsen nach den Restbuchwerten der Strom- und Gasverteilung sowie dem MSB zugeordnet. Dabei werden alle Altdarlehen (bis einschließlich 31.12.2017) nach dem RBW zum 01.01.2017 verteilt, neue Darlehen werden nach den jeweiligen Investitionen im Jahr der Aufnahme des Darlehens verteilt. Alle anderen Verbindlichkeiten wurden einer Einzelfallbetrachtung unterzogen und die Positionen, die die Strom- und Gasverteilung betreffen, wurden direkt zugeordnet.


Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen die Netze BW und sind v.a. der Stromverteilung zugeordnet.


Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in den Verbindlichkeitsspiegeln der Strom- und Gasverteilung sowie des MSB aufgeführt.


Die Gewinn- und Verlustrechnungen der Strom- bzw. Gasverteilung sowie des MSB beruhen auf der spartenbezogenen Ergebnisermittlung des Gesamtunternehmens. Über die Kostenstellen konnten alle Aufwands- und Ertragsbuchungen der Strom- bzw. Gasversorgung sowie des MSB direkt der Strom- und Gasverteilung und dem MSB zugeordnet werden. Die Umlage des gemeinsamen Bereichs erfolgte wie im Vorjahr EDV-gestützt mit der Software KOSY. Grundlage für die Verteilung des gemeinsamen Bereiches sind v.a. die in der Projektzeiterfassung gebuchten und bewerteten Stunden, die im Rahmen einer Leistungsverrechnung den einzelnen Sparten zugeordnet werden.


Die Umsatzerlöse der Stromverteilung gliedern sich wie folgt:

Netznutzungsentgelte Strom inkl. KA 25.629 T€
EEG/KWK/§ 19 Umlage/Offshore-Umlage 13.280 T€
Erlöse aus Mehr-/Mindermengen 2.878 T€
Auflösung Baukostenzuschüsse 228 T€
Sonstige Umsatzerlöse 2.662 T€
44.677 T€


Die Umsatzerlöse der Gasverteilung gliedern sich wie folgt:

Netznutzungsentgelte Gas inkl. KA 18.473 T€
Erlöse aus Mehr-/Mindermengen 6.113 T€
Auflösung Baukostenzuschüsse 318 T€
Sonstige Umsatzerlöse 311 T€
25.215 T€


Die Umsatzerlöse des MSB gliedern sich wie folgt:

Messgebühren 383 T€
Sonstige Umsatzerlöse 16 T€
399 T€


Im Materialaufwand ist die Konzessionsabgabe enthalten. Sie beträgt für die Stromverteilung 2.098 T€ und die Gasversorgung 340 T€ und kann direkt zugeordnet werden.


Die Verteilung des Personalaufwandes für die Angestellten erfolgte nach den in der Projektzeiterfassung gebuchten Stunden der Mitarbeiter über eine Leistungsverrechnung. Für die gewerblichen Mitarbeiter wird der Personalaufwand direkt über eine Lohnverteilung auf die Strom- und Gasverteilung sowie den MSB gebucht.


Wie bei den Sachanlagen wurden die Abschreibungen der Strom- bzw. Gasversorgung sowie des MSB direkt der Strom- und Gasverteilung und dem MSB zugeordnet, die des gemeinsamen Bereichs nach dem Personalschlüssel.


Die Zinsen und ähnlichen Erträge wurden entsprechend dem Personalschlüssel der Strom- und Gasverteilung sowie dem MSB zugeordnet.


Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen wurden überwiegend nach Schlüsseln verteilt. Dabei wurde für die Darlehenszinsen der Anlagenschlüssel und für die Sonstigen Zinsen und die Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen der Personalschlüssel angewandt.


Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird nur die Körperschaftsteuer, die auf die Garantiedividende für die außenstehenden Gesellschafter entfällt, ausgewiesen. Diese wurde entsprechend dem Betriebsergebnis auf die Sparten verteilt. Weitere Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen nicht an, da eine Organschaft sowie ein Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG bestehen.


Die auf die Strom- und Gasverteilung sowie den MSB entfallende Gewinnabführung wird als Aufwand aus Ergebnisabführung gezeigt.

Haftungsverhältnisse zum 31.12.2023


Die TWS Netz hat sich für 10 Darlehen der TWS KG verbürgt, die am 31.12.2023 mit 25.292 T€ zu Buche stehen. Von einem Risiko der Inanspruchnahme ist nicht auszugehen, weil die TWS KG ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt.


Das Unternehmen ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse (ZVK) des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg. Die ZVK gewährt Versorgungs- und Versicherungsrenten für Versicherte und deren Hinterbliebene, Sterbegelder und Abfindungen. Der Umlagesatz betrug im Jahr 2023 5,75 % zuzüglich 1,7 % Sanierungszulage. Die der Stromverteilung zugeordneten umlagepflichtigen Gehälter beliefen sich auf 4.727 T€. Der Gasverteilung wurden 2.963 T€ und dem MSB 120 T€ zugeordnet. Die Zuordnung erfolgte mittels des Personalschlüssels.


Übersicht von verbundenen vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen, die gegenüber dem Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" Dienstleistungen erbringen

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG Schussenstr. 22' 88212 Ravensburg

Geschäftsleitung 430 T€

Ergänzende Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsabschlusses "Elektrizitätsverteilung"


Ein bilanzieller Ausgleichsposten ist in der Bilanz vorhanden und als solcher auch ausgewiesen.

Umsatzerlöse 44.677.093,62 €
- davon Erlöse aus Netzentgelten des Geschäftsjahres vor Abzug von eventuellen Erlösminderungen 25.604.257,96 €
- davon Erlöse aus Netzentgelten des Geschäftsjahres ohne Gewährung von Rabatten und sonstigen Vergünstigungen 25.688.058,83 €
- davon Erlöse aus Netzentgelten der Vorjahre vor Abzug von eventuellen Erlösminderungen 0,00 €
- davon Erlöse aus Netzentgelten der Vorjahre ohne Gewährung von Rabatten und sonstigen Vergünstigungen 0,00 €
- Aufwendungen für vermiedene Netzentgelte - 69.080,59 €
Materialaufwand 34.317.513,19 €
- davon Aufwendungen für die erforderliche Inanspruchnahme vorgelagerter Netzebenen 10.158.868,40 €
- Aufwendungen für singulär genutzte Betriebsmittel 269.612,09 €
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 408.535,38 €
- Zinsen gegenüber Kreditinstituten 320.498,61 €
- Zinsen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 €


Übersicht über die Gewährung von Rabatten und sonstigen Vergünstigungen:

Kommunalrabatt in Höhe von 10 % der zu zahlenden Netznutzungsentgelte an die
- Stadt Ravensburg/Stadt Weingarten 83.800,87 €

Bilanz zum 31.12.2023 - Stromverteilung

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 401.730,00 294
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 4.533.482,39 4.838
2. Verteilungsanlagen 30.885.953,57 29.332
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.344.117,47 2.236
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.406.648,65 3.537
44.170.202,08 (39.943)
44.571.932,08 (40.237)
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 137.665,1 1 115
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.596.642,40 5.149
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 621.832,69 2.070
9.218.475,09 (7.219)
III. Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten 5.533.623,56 5.195
14.889.763,76 (12.529)
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 271.859,91 262
D. BILANZIELLER AUSGLEICHSPOSTEN 7.262.295,29 4.570
66.995.851,04 57.598

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
Zugeordnetes Eigenkapital 25.468.217,56 25.348
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 5.806.894,16 4.975
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 1.668.595,00 1.624
2. Steuerrückstellungen 0,00 8
3. Sonstige Rückstellungen 5.260.277,68 6.091
6.928.872,68 (7.723)
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.098.090,91 14.406
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.853.724,88 2.137
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.903.008,18 2.521
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.883,75 15
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.923.158,92 473
davon aus Steuern 371.971,88 € (273)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (0)
28.791.866,64 (19.552)
E. BILANZIELLER AUSGLEICHSPOSTEN 0,00
66.995.851,04 57.598

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Stromverteilung

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 44.677.093,62 44.794
2. Aktivierte Eigenleistungen 284.417,08 290
3. Sonstige betriebliche Erträge 325.785,35 45.287.296,05 105 (45.189)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.935.147,43 19.219
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.382.365,76 14.114
34.317.513,19 (33.333)
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 4.741.757,22 4.041
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.219.717,78 1.088
davon für Altersversorgung: 305.173,39 € (Vorjahr: 286.403,92 €) 5.961.475,00 (5.129)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.339.668,99 2.492
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.042.301,30 2.629
Davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 - 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG): 29.314,62 € (Vorjahr: 30.479,48 €) 44.660.958,48 (43.583)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.045,90 125
davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: 28.731,54 € (Vorjahr: 114.056,32 €)
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 408.535,37 323
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: 30.304,29 € (Vorjahr: 109.416,78 €) 408.535,37 (323)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.329,28 24
12. Ergebnis nach Steuern 270.177,38 1.384
13. Sonstige Steuern 16.826,57 18
14. Vergütung für Genussrechtskapital 414.780,11 420
15. Aufwendungen aus Gewinnabführung -161.429,30 946
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anlagennachweis zum 31.12.2023 - Stromverteilung

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Korrektur gem. Anl. wg. %-Schl. Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.144,00 0,00 0,00 0,00 96.144,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 2.141.235,00 125.324,00 -46.681,00 2.219.878,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen 122.220,00 101.449,00 223.669,00
2.359.599,00 226.773,00 0,00 0,00 -46.681,00 2.539.691,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.359.599,00 226.773,00 0,00 0,00 -46.681,00 2.539.691,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 1.016.574,29 0,00 0,00 0,00 1.016.574,29
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 5.327.170,00 1.623,00 0,00 17.085,00 -203.593,00 5.142.285,00
6.343.744,29 1.623,00 0,00 17.085,00 -203.593,00 6.158.859,29
2. Verteilungsanlagen
a) Schaltwerke, Umspannstationen 8.548.845,03 221.975,91 0,00 157.086,84 8.927.907,78
b) Leitungsnetz und Hausanschlüsse 32.683.796,85 2.081.611,81 0,00 274.263,33 35.039.671,99
c) Messeinrichtungen 909.521,19 138.379,44 0,00 0,00 1.047.900,63
42.142.163,07 2.441.967,16 0,00 431.350,17 0,00 45.015.480,40
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.572.753,17 409.718,18 0,00 0,00 1.982.471,35
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 3.835.395,00 490.606,00 0,00 0,00 -105.987,00 4.220.014,00
5.408.148,17 900.324,18 0,00 0,00 -105.987,00 6.202.485,35
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 634.109,73 464.766,09 0,00 -431.350,17 667.525,65
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 2.902.871,00 2.964.278,00 0,00 -17.085,00 -110.941,00 5.739.123,00
3.536.980,73 3.429.044,09 0,00 -448.435,17 -110.941,00 6.406.648,65
Sachanlagen 57.431.036,26 6.772.958,43 0,00 0,00 -420.521,00 63.783.473,69
GESAMT 59.790.635,26 6.999.731,43 0,00 0,00 -467.202,00 66.323.164,69
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Korrektur gem. Anl. wg. %-Schl. Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.144,00 0,00 0,00 96.144,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.969.071,00 117.513,00 -44.767,00 2.041.817,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen
2.065.215,00 117.513,00 0,00 -44.767,00 2.137.961,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.065.215,00 117.513,00 0,00 -44.767,00 2.137.961,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 9.110,25 839,65 0,00 9.949,90
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.496.706,00 165.921,00 0,00 -47.200,00 1.615.427,00
1.505.816,25 166.760,65 0,00 -47.200,00 1.625.376,90
2. Verteilungsanlagen
a) Schaltwerke, Umspannstationen 2.575.435,28 332.298,25 0,00 2.907.733,53
b) Leitungsnetz und Hausanschlüsse 9.409.952,20 961.913,53 0,00 10.371.865,73
c) Messeinrichtungen 824.835,25 25.092,32 0,00 849.927,57
12.810.222,73 1.319.304,10 0,00 0,00 14.129.526,83
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 811.984,88 230.669,00
7.765,00 (K)
0,00 1.042.653,88
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 2.360.422,00 505.422,24 -57.895,24 2.815.714,00
3.172.406,88 736.091,24
7.765,00 (K)
0,00 -57.895,24 3.858.367,88
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 17.488.445,86 7.765,00 (K)
2.222.155,99
0,00 -105.095,24 19.613.271,61
GESAMT 19.553.660,86 7.765,00 (K)
2.339.668,99
0,00 -149.862,24 21.751.232,61
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 178.061,00 172.164,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen 223.669,00 122.220,00
401.730,00 294.384,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 401.730,00 294.384,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 1.006.624,39 1.007.464,04
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 3.526.858,00 3.830.464,00
4.533.482,39 4.837.928,04
2. Verteilungsanlagen
a) Schaltwerke, Umspannstationen 6.020.174,25 5.973.409,75
b) Leitungsnetz und Hausanschlüsse 24.667.806,26 23.273.844,65
c) Messeinrichtungen 197.973,06 84.685,94
30.885.953,57 29.331.940,34
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 939.817,47 760.768,29
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.404.300,00 1.474.973,00
2.344.117,47 2.235.741,29
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 667.525,65 634.109,73
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 5.739.123,00 2.902.871,00
6.406.648,65 3.536.980,73
Sachanlagen 44.170.202,08 39.942.590,40
GESAMT 44.571.932,08 40.236.974,40

Verbindlichkeitsspiegel 2023 für die Stromverteilung


Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.098.090,91 1.325.727,31 18.772.363,60 13.821.764,72
Vorjahr: 14.406.351,36 856.304,65 13.550.046,71 9.213.813,63
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.853.724,88 1.853.724,88
Vorjahr: 2.137.132,58 2.137.132,58
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.903.008,18 4.903.008,18
Vorjahr: 2.520.383,30 2.520.383,30
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.883,75 13.883,75
Vorjahr: 15.267,04 15.267,04
Sonstige Verbindlichkeiten 1.923.158,92 1.923.158,92
Vorjahr: 472.739,49 472.739,49
28.791.866,64 10.019.503,04 18.772.363,60 13.821.764,72
Vorjahr: 19.551.873,77 6.001.827,06 13.550.046,71 9.213.813,63

Bilanz zum 31.12.2023 - Messstellenbetrieb

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.371,00 1
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 89.183,00 56
2. Verteilungsanlagen 793.265,78 607
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.567,00 17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.124,00 42
1.057.139,78 (722)
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 0
1.060.511,78 (723)
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.314,41 66
2. Forderungen gegen Gesellschafter 81.097,71 26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 68.378,69 1
214.790,81 (93)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 34.238,98 22
249.029,79 (115)
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.686,16 3
D. BILANZIELLER AUSGLEICHSPOSTEN 199.754,88 528
1.515.982,61 1.369

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
Zugeordnetes Eigenkapital 164.641,77 59
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 0,00 0
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 13.758,00 13
2. Sonstige Rückstellungen 33.006,00 18
46.764,00 (31)
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.276.825,80 1.258
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.399,96 8
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 351,08 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 13
davon aus Steuern 0,00 € (10)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (0)
1.304.576,84 (1.279)
E. BILANZIELLER AUSGLEICHSPOSTEN 0,00 0
1.515.982,61 1.369

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Messstellenbetrieb

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 398.826,27 219
2. Aktivierte Eigenleistungen 155.460,00 101
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.480,09 1
555.766,36 (321)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.957,24 1
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 45.315,60 3
48.272,84 (4)
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 97.088,43 48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 24.973,96 13
davon für Altersversorgung: 6.248,48 € (Vorjahr: 3.393,28 €) 122.062,39 (61)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 215.439,75 167
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 95.676,42 76
Davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 - 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG): 741,27 € (Vorjahr: 442,27 €) 481.451,40 (308)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.111,31 2
davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: 726,53 € (Vorjahr: 1.655,02 €)
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.762,84 14
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: 766,30 € (Vorjahr: 1.587,69€) 19.762,84 (14)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -875,14 0
12. Ergebnis nach Steuern 56.538,57 1
13. Sonstige Steuern 418,82 0
14. Vergütung für Genussrechtskapital 8.548,84 2
15. Aufwendungen aus Gewinnabführung 47.570,91 -1
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anlagennachweis zum 31.12.2023 - Messstellenbetrieb

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Korrektur gem. Anl. wg. %-Schl. Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 30.205,00 3.161,00 20.869,00 54.235,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen
30.205,00 3.161,00 0,00 0,00 20.869,00 54.235,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 30.205,00 3.161,00 0,00 0,00 20.869,00 54.235,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 77.300,00 41,00 432,00 52.259,00 130.032,00
77.300,00 41,00 0,00 432,00 52.259,00 130.032,00
2. Verteilungsanlagen
c) Messeinrichtungen 1.011.335,88 383.331,26 1.394.667,14
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 48.734,00 12.266,00 33.252,00 94.252,00
48.734,00 12.266,00 0,00 0,00 33.252,00 94.252,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 42.122,00 74.957,00 0,00 28.045,00 145.124,00
42.122,00 74.957,00 0,00 0,00 28.045,00 145.124,00
Sachanlagen 1.179.491,88 470.595,26 0,00 432,00 113.556,00 1.764.075,14
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 42.131,41 42.131,41
GESAMT 1.251.828,29 473.756,26 0,00 432,00 134.425,00 1.860.441,55
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Zuschuss(K) Abgänge Korrektur gem. Anl. wg. %-Schl. Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 28.679,00 2.371,00 19.814,00 50.864,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen
28.679,00 2.371,00 0,00 19.814,00 50.864,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 28.679,00 2.371,00 0,00 19.814,00 50.864,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 21.718,00 4.448,00 0,00 14.683,00 40.849,00
21.718,00 4.448,00 0,00 14.683,00 40.849,00
2. Verteilungsanlagen
c) Messeinrichtungen 404.144,34 197.257,02 601.401,36
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 32.034,00 196,00 (K)
11.363,73
21.091,27 64.685,00
32.034,00 11.363,73
196,00 (K)
0,00 21.091,27 64.685,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 457.896,34 196,00 (K)
213.068,75
0,00 35.774,27 706.935,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 42.130,41 42.130,41
GESAMT 528.705,75 196,00 (K)
215.439,75
0,00 55.588,27 799.929,77
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 3.371,00 1.526,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen
3.371,00 1.526,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.371,00 1.526,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 89.183,00 55.582,00
89.183,00 55.582,00
2. Verteilungsanlagen
c) Messeinrichtungen 793.265,78 607.191,54
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 29.567,00 16.700,00
29.567,00 16.700,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 145.124,00 42.122,00
145.124,00 42.122,00
Sachanlagen 1.057.139,78 721.595,54
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 1,00
GESAMT 1.060.511,78 723.122,54

Verbindlichkeitsspiegel 2023 für den Messstellenbetrieb


Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.276.825,80 42.911,40 1.233.914,40 1.035.968,33
Vorjahr: 1.258.232,36 64.829,22 1.193.403,14 918.741,90
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.399,96 27.399,96
Vorjahr: 8.146,26 8.146,26
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 351,08 351,08
Vorjahr: 221,53 221,53
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
Vorjahr: 12.988,67 12.988,67
1.304.576,84 70.662,44 1.233.914,40 1.035.968,33
Vorjahr: 1.279.588,82 86.185,68 1.193.403,14 918.741,90

Bilanz zum 31.12.2023 - Gasverteilung

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.596,00 108
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2.283.341,00 2.369
2. Grundstücke ohne Bauten 1.713,00 2
3. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 1.198.237,02 939
4. Verteilungsanlagen 22.835.594,46 23.747
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 981.319,29 985
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.791.053,39 1.950
31.091.258,16 (29.992)
31.238.854,16 (30.100)
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 186.455,57 195
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.920.742,52 3.100
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112.068,02 22
4.032.810,54 (3.122)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.855.933,84 2.492
7.075.199,95 (5.809)
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 178.161,88 179
D. BILANZIELLER AUSGLEICHSPOSTEN 3.517.566,20 5.710
42.009.782,19 41.798

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2023 Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
Zugeordnetes Eigenkapital 15.137.126,90 14.984
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 5.961.080,37 6.240
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 933.639,00 907
2. Steuerrückstellungen 0,00 54
3. Sonstige Rückstellungen 1.916.740,00 2.141
2.850.379,00 (3.102)
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.149.578,32 11.800
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522.670,70 436
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.982.593,98 4.307
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.703,16 9
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.397.649,76 920
davon aus Steuern 363.719,25 € (480)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (0)
18.061.195,92 (17.472)
E. BILANZIELLER AUSGLEICHSPOSTEN 0,00 0
42.009.782,19 41.798

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Gasverteilung

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 25.214.529,79 21.130
2. Aktivierte Eigenleistungen 115.301,49 154
3. Sonstige betriebliche Erträge 242.655,98 58
25.572.487,26 (21.342)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.117.928,77 2.789
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.626.462,74 7.734
15.744.391,51 (10.523)
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 3.084.252,21 2.489
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 793.359,32 670
davon für Altersversorgung: 198.498,50 € (Vorjahr: 176.419,53 €) 3.877.61 1,53 (3.159)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.996.370,56 2.123
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.258.016,31 1.177
Davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 - 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG): 18.376,14 € (Vorjahr: 18.276,47 €) 22.876.389,91 (16.982)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.607,28 75
davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen 18.010,64 € (Vorjahr: 68.391,83 €)
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 241.013,99 244
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: 18.996,53 € (Vorjahr: 65.609,81 €) 241.013,99 (244)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.294,11 43
12. Ergebnis nach Steuern 2.466.396,53 4.148
13. Sonstige Steuern 11.055,43 13
14. Vergütung für Genussrechtskapital 332.345,77 325
15. Aufwendungen aus Gewinnabführung 2.122.995,33 3.810
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anlagennachweis zum 31.12.2023 - Gasverteilung

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Korrektur gem. Anl. wg. %-Schl. Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.764,00 0,00 0,00 200.764,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.258.854,00 78.553,00 26.909,00 1.364.316,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen 29.100,00 24.154,00 53.254,00
1.488.718,00 102.707,00 0,00 0,00 26.909,00 1.618.334,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.488.718,00 102.707,00 0,00 26.909,00 1.618.334,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-,
Betriebs- und anderen Bauten 93.778,00 0,00 0,00 0,00 93.778,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 3.194.342,00 1.017,00 10.710,00 17.420,00 3.223.489,00
3.288.120,00 1.017,00 0,00 10.710,00 17.420,00 3.317.267,00
2. Grundstücke ohne Bauten 1.713,00 1.713,00
3. Bezugsanlagen 1.539.046,35 281.612,05 0,00 20.410,50 1.841.068,90
4. Verteilungsanlagen
a) Speicherung, Verdichtung, Druckregelung 2.337.922,91 13.684,30 0,00 27.830,06 2.379.437,27
b) Leitungsnetz und Hausanschlüsse 77.330.319,20 107.644,67 0,00 2.663,60 77.440.627,47
c) Messeinrichtungen 5.426.067,42 353.199,11 0,00 0,00 5.779.266,53
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.114.211,51 39.592,05 0,00 0,00 1.153.803,56
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 2.125.004,00 305.549,00 -10.710,00 35.372,00 2.455.215,00
3.239.215,51 345.141,05 0,00 -10.710,00 35.372,00 3.609.018,56
Anlagen im Bau 209.233,60 35.100,95 0,00 -50.904,16 193.430,39
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.740.655,00 1.858.186,00 0,00 -1.218,00 3.597.623,00
1.949.888,60 1.893.286,95 0,00 -50.904,16 -1.218,00 3.791.053,39
Sachanlagen 95.112.292,99 2.995.585,13 0,00 0,00 51.574,00 98.159.452,12
GESAMT 96.601.010,99 3.098.292,13 0,00 0,00 78.483,00 99.777.786,12
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Zuschuss (K) Abgänge Korrektur gem. Anl. wg. %-Schl. Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.764,00 0,00 200.764,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.180.018,00 64.406,00 25.550,00 1.269.974,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen
1.380.782,00 64.406,00 0,00 25.550,00 1.470.738,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.380.782,00 64.406,00 0,00 25.550,00 1.470.738,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-,
Betriebs- und anderen Bauten 21.281,00 0,00 21.281,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 897.473,00 113.278,00 1.894,00 1.012.645,00
918.754,00 113.278,00 0,00 1.894,00 1.033.926,00
2. Grundstücke ohne Bauten 0,00 0,00
3. Bezugsanlagen 600.072,12 42.759,76 0,00 642.831,88
4. Verteilungsanlagen
a) Speicherung, Verdichtung, Druckregelung 2.093.189,45 25.244,22 0,00 2.118.433,67
b) Leitungsnetz und Hausanschlüsse 54.909.736,99 1.210.295,88 0,00 56.120.032,87
c) Messeinrichtungen 4.344.589,58 180.680,69 0,00 4.525.270,27
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 895.551,17 66.177,10
4.868,00 (K)
0,00 961.728,27
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 1.358.425,00 293.528,91 9.149,09 1.665.971,00
2.253.976,17 359.706,01
4.868,00 (K)
0,00 9.149,09 2.627.699,27
6. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 65.120.318,31 4.868,00 (K)
1.931.964,56
0,00 11.043,09 67.068.193,96
GESAMT 66.501.100,31 4.868,00 (K)
1.996.370,56
0,00 36.593,09 68.538.931,96
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 94.342,00 78.836,00
2. Geleistete Anzahlungen - Gemeinsame Anlagen 53.254,00 29.100,00
147.596,00 107.936,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 147.596,00 107.936,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-,
Betriebs- und anderen Bauten 72.497,00 72.497,00
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 2.210.844,00 2.296.869,00
2.283.341,00 2.369.366,00
2. Grundstücke ohne Bauten 1.713,00 1.713,00
3. Bezugsanlagen 1.198.237,02 938.974,23
4. Verteilungsanlagen
a) Speicherung, Verdichtung, Druckregelung 261.003,60 244.733,46
b) Leitungsnetz und Hausanschlüsse 21.320.594,60 22.420.582,21
c) Messeinrichtungen 1.253.996,26 1.081.477,84
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.075,29 218.660,34
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 789.244,00 766.579,00
981.319,29 985.239,34
6. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 193.430,39 209.233,60
+ anteilige Gemeinsame Anlagen 3.597.623,00 1.740.655,00
3.791.053,39 1.949.888,60
Sachanlagen 31.091.258,16 29.991.974,68
GESAMT 31.238.854,16 30.099.910,68

Verbindlichkeitsspiegel 2023 für die Gasverteilung


Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.149.578,32 817.171,05 12.332.407,27 8.944.933,13
Vorjahr: 11.800.474,69 843.329,09 10.957.145,60 7.208.614,02
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522.670,70 522.670,70
Vorjahr: 436.136,53 436.136,53
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.982.593,98 2.982.593,98
Vorjahr: 4.306.923,56 4.306.923,56
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.703,16 8.703,16
Vorjahr: 9.154,61 9.154,61
Sonstige Verbindlichkeiten 1.397.649,76 1.397.649,76
Vorjahr: 919.642,62 919.642,62
18.061.195,92 5.728.788,65 12.332.407,27 8.944.933,13
Vorjahr: 17.472.332,01 6.515.186,41 10.957.145,60 7.208.614,02

VII. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung


Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 19. April 2024 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der TWS Netz GmbH, Ravensburg, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TWS Netz GmbH

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der TWS Netz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TWS Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.
In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind sie verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind sie dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind sie verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind sie verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile


Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" und "Messstellenbetrieb" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.


Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.


Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.


Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können."


Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F.).


Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.


Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Düsseldorf, den 19. April 2024


EversheimStuible Treuberater GmbH


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Steuerberatungsgesellschaft

Schellhorn Fuchs
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Niederschrift der Gesellschafterversammlung der TWS Netz GmbH am 26.07.2024

I. Eröffnung durch den Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung; Feststellung der Beschlussfähigkeit


Der Vorsitzende eröffnet die Gesellschafterversammlung der TWS Netz GmbH und begrüßt die Mitglieder der Gesellschafterversammlung. Nach § 11 des Gesellschaftsvertrages der TWS Netz GmbH ist die Gesellschafterversammlung beschlussfähig, da nach formgemäßer Einberufung mindestens 85 % der gesamten Stimmen vertreten sind.

II. Übersicht über die Tagesordnungspunkte


TOP 3: Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und Entlastung des Aufsichtsrates

III. Zu den einzelnen Tagesordnungspunkten


TOP 3: Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und Entlastung des Aufsichtsrates

Beschluss:


1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird in der von der EversheimStuible Treuberater GmbH geprüften Fassung mit einer Bilanzsumme von 141.424.205,01 € festgestellt.


2. Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden für das Geschäftsjahr 2023 entlastet.

- einstimmig-

 

Ravensburg, 17.09.2024

Dr. Andreas Thiel-Böhm
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

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