Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 14826
Eingetragen
7.3.2018
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnHerstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und PoliermittelnGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Produktion von und der Handel mit Wasch- und Reinigungsmitteln.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
112.500 €
50.56%
Germany
100.000 €
44.94%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thurn Germany GmbH

Neunkirchen-Seelscheid

(vormals: Düsseldorf)

Jahresabschluss
zum 31. März 2018

Lagebericht
für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2018 für die Offenlegung

1. Grundlagen der Gesellschaft

A.) Geschäftsmodell

Die Thurn Germany GmbH entwickelt und produziert Wasch- und Reinigungsmittel, die seitens der Kunden unter deren Handelsmarke vertrieben werden. Der Fokus liegt auf pulverbasierten Waschmitteln und Geschirrreinigern, die für die maschinelle Verwendung in Privathaushalten eingesetzt werden.

Die Thurn Germany GmbH hat im März 2018 den Geschäftsbetrieb der insolventen Thurn Produkte GmbH übernommen und hat ab April 2018 wieder einige der Kunden der insolventen Thurn Produkte GmbH beliefert. Sie ist an der TollMan B.V. mit Sitz in Kerkrade/Niederlande zu 100% beteiligt, die die Vorprodukte für sie herstellt.

B.) Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Übernahme wurde das komplette Forschungslabor und die dazugehörigen Mitarbeiter übernommen, um in Zukunft die Entwicklung marktführender Rezepturen und die schnelle Bereitstellung von neuen Produkten sicherzustellen. Die Kunden im deutschen Handel erwarten gute Ergebnisse bei den relevanten Produkttests unabhängiger Testinstitute (Stiftung Warentest), dies soll durch den F&E-Bereich und die von ihm entwickelten Rezepturen sichergestellt werden.

2. Wirtschaftsbericht

A.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Situation weltweit und in Deutschland als Exportnation ist von Handelsstreitigkeiten und Sanktionen, insbesondere seitens der USA, geprägt. Dies führt zu Verunsicherung und Zurückhaltung bei Investitionsgüter- und Konsumausgaben weltweit. Die deutsche konjunkturelle Lage zeigt sich in diesem Weltwirtschaftsklima robust, betrug laut IfO-Geschäftsklima Index 117,2 Punkte und lag damit 6,4 Punkte höher als im Vorjahresmonat.

Der europäische Markt für sog. Home and Beauty Care betrug 2017 ca. 130 Mrd. €, davon entfielen auf Deutschland ca. 38% (Quelle: IKW). Das Segment "Haushalt" in Deutschland kam 2017 auf einen Gesamtumsatz von 4,3 Mrd. € laut Industrieverband Kosmetik und Waschen (IKW). Daraus ergibt sich ein Wachstum von 2,1% zum Vorjahr.

Der Absatz von Handelsmarken im Segment der Wasch-, Putz-, und Reinigungsmittel (WPR) ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, da immer mehr Händler ihr Portfolio erweitert haben, um den Entwicklungen der Markenhersteller zu folgen. Der Absatz von WPR-Produkten ist dabei stabil, Zuwächse sind im Bereich der Geschirrreiniger festzustellen, da der Automatisierungsgrad durch Geschirrmaschinen steigt. Bei Color- und Fein-Waschmitteln findet eine Verschiebung zu Flüssigartikeln statt, da diese von Kunden als leichter zu verwenden eingeschätzt werden

B.) Geschäftsverlauf

Thurn Germany hat zum 21. März 2018 den Geschäftsbetrieb übernommen und wird ab Mitte April wieder den Kunden Aldi Süd mit dem Portfolio und Mengengerüst der Thurn Produkte GmbH vor Insolvenz beliefern. Mit anderen Kunden gibt es Gespräche zur Wiederaufnahme der Belieferung, hier ist noch zu prüfen, welche vertraglichen Vereinbarungen die Kunden konkret eingegangen sind. Die Gespräche im Rahmen der Due Diligence haben in allen Fällen ein hohes Interesse für die Verfügbarkeit von Thurn Germany als Lieferant ergeben.

Parallel werden einige ehemalige Kunden noch die übernommenen Restbestände abnehmen und bieten damit die Möglichkeit zur Fortführung der Geschäftsbeziehung. Das Geschäftsergebnis war negativ und betrug minus 337.242 € aufgrund der Anlaufkosten und Investitionen zum Neustart, insb. da die Lizenzen für das ERP-System nicht übertragen wurden, sondern erneut beschafft werden mussten.

C.) Lage

i. Ertragslage

In den ersten sieben Tagen des Geschäftsbetriebes wurde ein Umsatz von 190 T€ fakturiert. Geprägt von den hohen Anlaufkosten in Höhe von 208 T€ schließt das Rumpfwirtschaftsjahr mit einem negativen EBIT von -363 T€.

ii. Vermögenslage

Die Bilanzsumme AKTIVA teilt sich in Anlagevermögen von 5.450 T€, hiervon 3.500 T€ Finanzanlagen, und in Umlaufvermögen von 5.000 T€, hiervon 4.399 T€ Vorräte, 407 T€ Forderungen und 194 T€ Liquide Mittel, auf. Die Bilanzsumme PASSIVA zeigt ein Eigenkapital von 387 T€ (inkl. der Einlagen in Höhe von 550 T€, die zur Durchführung der Kapitalerhöhung bis zum Bilanzstichtag geleisteten wurden), Rückstellungen von 279 T€ und Verbindlichkeiten von 9.823 T€.

iii. Finanzlage

Die Finanzausstattung reicht zum Überbrücken der anlaufbedingten Verluste sowie dem Aufbau des erforderlichen Working Capital. Mit Ausblick auf das erste komplette Geschäftsjahr 2018/2019 stehen wesentliche und bereits beschlossene Finanzierungsmaßnahmen durch Kapitalerhöhung sowie Aufnahme von Krediten und Kreditlinien fest. Damit ist die Entwicklung der Liquidität und der damit verbundenen Fähigkeit, allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, gegeben.

3. Prognose-, Chancen-, und Risikobericht

A.) Prognosebericht

Im positiven Geschäftsumfeld (IfO Klima-Index 117), geht die Geschäftsleitung davon aus, dass der Markt grundsätzlich stabil bleibt, maschinelles Reinigen und Waschen weiter zunehmen wird, da der Automatisierungsgrad aufgrund zusätzlicher Haushalte durch das Bevölkerungswachstum und Zunahme der Haushalte weiter zunehmen wird. Im ersten Geschäftsjahr 2018/2019 wird ein negatives Geschäftsergebnis in einer Bandbreite von -3,5 Mio. € bis -4,0 Mio. € erwartet. Diese anlaufbedingte Phase soll nach Ablauf von 18 Monaten und dem Erreichen eines auskömmlichen Umsatzniveaus abgeschlossen sein. Das erste Geschäftsjahr soll genutzt werden, um mit den Kunden der insolventen Vorgängergesellschaft wieder ins Geschäft zu kommen und konkrete Abschlüsse zu erzielen. Bedingt durch die Insolvenz der Vorgängergesellschaft ist das Vertrauen der diversen Partner, insbesondere Lieferanten und Kunden, dramatisch geschwunden.

Im Rahmen der Due Diligence wurden ausführliche Gespräche mit den ehemaligen Kunden geführt, in denen die große Bereitschaft mit Thurn Germany GmbH wieder eine Lieferbeziehung aufzubauen, zum Ausdruck kam. Diese führt zu einer Umsatzerwartung von 25 Mio. € bis 28 Mio. € im ersten vollständigen Geschäftsjahr.

Auf Lieferantenseite wird ausnahmslos auf Basis von Vorkasse Zahlungen geliefert. Die neue Einkaufsleitung hat alle wesentlichen Lieferanten (37 Lieferanten) für den Neustart zu Gesprächen eingeladen. Hierbei wurde die neue Eigentümer- und Managementstruktur vorgestellt sowie die Beschaffungsplanung dargelegt. In den Gesprächen konnten die Erlebnisse der Vergangenheit abgeschlossen werden und, mit einer Ausnahme, eine Basis für eine gemeinsame Zusammenarbeit geschaffen werden. Flankierend hat die Geschäftsleitung Kontakt mit den Warenkreditversicherern aufgenommen und diese gleichfalls über die Fortführung, die Unternehmensplanung sowie die strukturellen Veränderungen informiert. Es wurde vereinbart, dass den Warenkreditversicherern ab dem 3. Quartal 2018 eine regelmäßige Berichterstattung zu den Geschäftsergebnissen zur Verfügung gestellt wird.

B.) Risikobericht

Ungenügendes Umsatzwachstum, mangelnde Produktqualität sowie Lieferschwierigkeiten werden zu Kundenverlusten führen und sind daher Fokus im beim Wiederaufbau der Gesellschaft.

- Liquidität

Die Gesellschaft befindet sich in einer angespannten Liquiditätssituation. Um das weitere Unternehmenswachstum finanzieren zu können, hat die Gesellschaft ein Bankdarlehen in Höhe von 10,0 Mio. € beantragt. Die Bank gewährt das Darlehen nur unter der Voraussetzung, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Landesbürgschaft gewährt. Die Zusage zur Gewährung der Landesbürgschaft liegt noch nicht vor. Die Bank hat der Gesellschaft für die Zeit bis zu Entscheidung über die Landesbürgschaft eine Zwischenfinanzierung bis zum 30. Mai 2019 in Höhe von 3,0 Mio. € gewährt. Sollte die Landesbürgschaft nicht gewährt werden und in der Folge das Darlehen in Höhe von 10,0 Mio. € nicht ausgezahlt werden, besteht eine erhebliche Unsicherheit über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

- Umsatzwachstum

Das Vertriebsteam wurde neu eingerichtet, da die Mitarbeiter, die früher für die Kundenbeziehung verantwortlich waren, in der Insolvenzphase der Thurn Produkte GmbH komplett zu einem anderen Unternehmen der Branche gewechselt sind. Branchenerfahrene, teilweise ehemalige Mitarbeiter des insolventen Vorgängerunternehmens wurden neu gewonnen und eine fokussierte Organisationsstruktur eingeführt. Zur Absicherung der Wachstumsziele wurde ein regelmäßiges Fortschrittstracking eingeführt. Für den Fall, dass die konkret geplanten Umsätze mit den sog. Altkunden nicht eintreten, werden Neuprodukte entwickelt sowie neue Geschäftsfelder evaluiert, die mittelfristig alternatives Umsatzpotential bieten.

- Qualitätsmanagement

Das übernommene Qualitätsmanagement-System wurde mit externer Unterstützung überprüft und konkrete Veränderungen festgelegt. Die QMS-Ziele entsprechen den Branchenwerten und ein regelmäßiges Reporting findet statt. Die Prüfroutinen wurden überarbeitet und weiter geschult. Regelmäßige Besprechung der Kennzahlen und Vorfälle führen zu regelmäßiger Veränderung der Prozesse mit dem Ziel der Verbesserung.

- Liefersicherheit

Die zuverlässige Bedienung der Kundenabrufe ist das kritische Merkmal aus Sicht der Kunden. Die unzureichenden Prozesse wurden in der Insolvenzphase der Thurn Produkte GmbH offengelegt und haben dazu geführt das risiko-mitigierende Maßnahmen entschieden und umgesetzt wurden.

Das vorhandene ERP-System wurde erneut beschafft und bekannte Schwachstellen adressiert. Alle Produktionsaufträge werden ausschließlich im ERP-System geplant. Dieses generiert dann verbindliche Bestellvorschläge, die geprüft und freigegeben werden, um die Versorgung der Produktion mit Material sicherzustellen. Die Bestände werden lagerort-spezifisch geführt und alle Warenbewegungen ab Wareneingang elektronisch erfasst. Signifikante Investitionen in ein Regalsystem und Flurförderfahrzeuge wurden entschieden und bereits umgesetzt.

- Brexit

Zur Absicherung der Lieferkette wurde ein neuer Partner gefunden und der Verzollungsprozess neu beschrieben. Mit dem größten Kunden in UK werden regelmäßige Gespräche zur Klärung der Situation geführt.

- Personal

Die kritischen Stellen wurden identifiziert und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung festgelegt, um ungewollte Abgänge zu verhindern. Schulungsbedarfe werden identifiziert und erste Maßnahmen bereits umgesetzt. Die interne Kommunikation erfolgt durch regelmäßige Treffen der Belegschaft.

C.) Chancenbericht

Starke Konsolidierung im Markt hat zu Reduzierung der Anbieter geführt, dies stellt insb. für kleinere Kunden ein Problem bei der Belieferung mit qualitativ-hochwertigen Produkte dar. Wie oben ausgeführt suchen die Händler daher nach weiteren Anbietern und schätzen die Fortführung von Thurn Germany GmbH.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden wesentlichen Finanzinstrumenten zählen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankguthaben sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Sämtliche Working Capital Positionen werden täglich überwacht und auf Werthaltigkeit geprüft. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement mit einem effizienten Mahnwesen.

 

Neunkirchen-Seelscheid, den 21. März 2019

gez. Heinrich Peter Schoof, Geschäftsführer

Bilanz für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2018 für die Offenlegung

Aktiva

Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   263.041,67 0,00
II. Sachanlagen   1.687.136,94 0,00
III. Finanzanlagen   3.500.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   4.398.587,45 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   406.779,54 0,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   193.776,96 6.723.795,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten   39.507,70 26.634,90
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   163.405,78 0,00
    10.652.236,04 12.500,00

PASSIVA

     
  Vorjahr
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00   25.000,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00   -12.500,00
Eingefordertes Kapital   200.000,00 12.500,00
II. Jahresfehlbetrag   -363.405,78 0,00
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   163.405,78 0,00
Buchmäßiges Eigenkapital   0,00 12.500,00
B. zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen   550.000,00 0,00
C. Rückstellungen   279.209,51 0,00
D. Verbindlichkeiten   9.823.026,53 0,00
    10.652.236,04 12.500,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 für die Offenlegung

Vorjahr
1. Rohergebnis   210.591,91 0,00
2. Personalaufwand:      
a) Löhne und Gehälter -200.740,11   0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -30.762,79   0,00
    -231.502,90  
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -85.203,89 0,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -257.290,90 0,00
5. Jahresfehlbetrag   363.405,78 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2018 für die Offenlegung

Der zur Offenlegung bestimmte Anhang wurde aus dem vollständigen Jahresabschluss wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen gemäß § 327 HGB abgeleitet.

A. Allgemeine Angaben

Die Thurn Germany GmbH mit Sitz in Neunkirchen - Seelscheid ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HRB 14826 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Thurn Germany GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und der Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft".

Die Vorjahreszahlen sind nicht vergleichbar, da die Gesellschaft im Vorjahr als Vorratsgesellschaft gegründet wurde und ihren operativen Geschäftsbetrieb erst in diesem Rumpfgeschäftsjahr aufgenommen hat.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 150,00 € bis zu 1.000,00 € werden jahresweise in einen Sammelposten eingestellt und entsprechend den steuerlichen Vorschriften sowie vernünftiger kaufmännischer Beurteilung über 5 Jahre gleichmäßig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 255 HGB bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 4 HGB beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage 3 / 4).

Die Gesellschafter haben am 15. März 2018 die Erhöhung des Stammkapitals um 50.000,00 € auf 250.000,00 € sowie die Zahlung eines Agios in Höhe von 1.750.000,00 € beschlossen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte erst nach dem Bilanzstichtag. Die bis zum Bilanzstichtag geleisteten Einlagen der Gesellschafter in Höhe von 550.000,00 € wurden in der Bilanz in dem Posten "Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen" ausgewiesen.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen " Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von 163.405,78 € aus. Die buchmäßige Unterbilanz wird durch die am 15. März 2018 beschlossene Kapitalerhöhung sowie das Agio beseitigt.

Die Gliederung der Restlaufzeit nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeiten Spiegel zum 31. März 2018.

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit 1-5 Jahre
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 T€ 0 T€ 0 T€ 0 T€
  (0)T€ (0)T€ (0)T€ (0)T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 136 T€ 0 T€ 0 T€ 136 T€
  (0)T€ (0)T€ (0)T€ (0)T€
Sonstige Verbindlichkeiten 6.489 T€ 3.198 T€ 0 T€ 9.687 T€
  (0)T€ (0)T€ (0)T€ (0)T€
Summe 6.625 T€ 3.198 T€ 0 T€ 9.823T€
  (0)T€ (0)T€ (0)T€ (0)T€

Von dem Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten sind 9.668 T€ durch Sicherungsübereignungen des beweglichen Anlagevermögens und der Vorräte sowie erweiterter Eigentumsvorbehalte besichert.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In der Position "Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wird der Einsatz von angekauften Produkten ausgewiesen, die mit den selbst erworbenen Fertigungsanlagen selbst produziert werden.

E. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Rumpfgeschäftsjahr 72 Arbeitnehmer, davon 60 gewerbliche Arbeitnehmer und 12 Angestellte.

2. Geschäftsführung

Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist bestellt:

Herr Peter Heinrich Schoof, Diplom Kaufmann, Bonn

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der gewährten Gesamtbezüge für die Geschäftsführertätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr 2018 unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

3. Beteiligungen

Es besteht ein Beteiligungsverhältnis mit der Toll Man B.V. mit Sitz in Kerkrade, Niederlande. Der Anteil der Beteiligung beträgt 100,00 %. Die Toll Man B.V. weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ein Eigenkapital in Höhe von 1.435 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 773 T€ aus.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag in Höhe von 1,5 Mio. € für den Mietzeitraum bis März 2021.

5. Nachtragsbericht

Um das weitere Unternehmenswachstum finanzieren zu können, hat die Gesellschaft ein Bankdarlehen sowie eine dazu notwendige Bürgschaft des Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von 10,0 Mio. € beantragt.

 

Neunkirchen - Seelscheid, den 21. März 2019

gez. Peter Heinrich Schoof, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2018 für die Offenlegung

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thurn Germay GmbH, Neunkirchen-Seelscheid, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter Punkt 3 B) hin. Dort wird erläutert, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Sollte ein beantragter Kredit in Höhe von 10,0 Mio. € sowie eine dazu erforderliche Landesbürgschaft nicht gewährt werden, besteht eine erhebliche Unsicherheit über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

 

Bonn, den 21. März 2019

dhpg Dr. Harzem & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Arno Abs, Wirtschaftsprüfer

gez. Peter Winnen, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2018 für die Offenlegung

Der Jahresabschluss wurde am 22. März 2019 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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