Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 8691
Eingetragen
25.10.2004
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Der Handel mit Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Smutny
seit 3.1.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert98.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Firma Löhr & Becker Aktiengesellschaft
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Löhr & Becker Aktiengesellschaft

Koblenz

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 364.203,00 321.477,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.607.867,35 3.183.822,80
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 19.016,00
2.972.070,35 3.524.315,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.218.036,05 33.799.773,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.842.305,69 3.371.313,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.082.694,78 6.852.503,78
4. Vorführwagen, Mietwagen 28.378.017,00 31.891.285,84
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.153.049,64 4.768.572,72
85.674.103,16 80.683.449,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.014.728,52 1.014.728,52
2. Sonstige Beteiligungen 392.751,49 392.751,49
3. Sonstige Ausleihungen 5.277.647,62 4.444.999,98
6.685.127,63 5.852.479,99
95.331.301,14 90.060.245,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.421,60 6.832,90
2. In Arbeit befindliche Aufträge 1.115.952,17 245.509,14
3. Kraftfahrzeuge, Ersatzteile, Zubehör 116.239.429,26 72.944.782,81
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -5.245.319,28 -3.439.271,83
112.117.483,75 69.757.853,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.458.302,63 20.563.073,03
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 2.506.063,07 1.780.835,09
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50.035,17 76.772,66
4. Sonstige Vermögensgegenstände 21.936.269,05 17.543.834,70
48.950.669,92 39.964.515,48
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.720.611,16 9.762.308,56
177.788.764,83 119.484.677,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 211.205,65 249.658,88
D. Aktive latente Steuern 114.814,00 191.946,00
273.446.085,62 209.986.527,23

PASSIVA

Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.881.500,00 4.881.500,00
II. Kapital der stillen Gesellschafter 5.500.000,00 5.500.000,00
III. Kapitalrücklage 3.438.168,58 3.438.168,58
IV. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 68.181.947,03 60.500.703,03
V. Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 14.145.538,99 7.466.792,56
VI. Nicht beherrschende Anteile 1.094.849,70 997.708,48
97.242.004,30 82.784.872,65
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 331.870,79 331.870,79
C. Kapital des stillen Gesellschafters 920.325,39 744.923,13
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 509.237,00 515.960,00
2. Steuerrückstellungen 3.486.811,86 3.769.351,38
3. Sonstige Rückstellungen 8.768.741,47 8.070.751,13
12.764.790,33 12.356.062,51
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 120.538.673,81 72.473.428,90
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.971.164,57 17.571.550,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären 8.402.097,43 7.096.305,68
4. Verbindlichkeiten gegenüber Minderheiten 85.398,09 102.499,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.189.760,91 16.525.014,13
davon aus Steuern: EUR 4.530.319,69 (Vorjahr: EUR 4.286.043,33)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 98.927,93 (Vorjahr: EUR 97.605,10)
162.187.094,81 113.768.798,15
273.446.085,62 209.986.527,23

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 711.224.263,97 706.274.336,82
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.016.490,59 4.438.470,32
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 554.490.966,46 567.935.407,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.971.264,56 3.395.323,51
560.462.231,02 571.330.730,77
4. Rohergebnis 158.778.523,54 139.382.076,37
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 67.449.890,43 62.214.102,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 13.269.016,20 12.682.889,80
davon für Altersversorgung: EUR 19.882,41 (Vorjahr: EUR 44.670,45)
80.718.906,63 74.896.991,83
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.835.759,29 7.985.962,79
davon außerplanmäßig: EUR 330.299,32 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.857.397,93 36.029.609,08
8. Erträge aus Beteiligungen 287.508,66 259.585,02
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 664.528,95 264.117,09
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.209,90 44.293,81
davon Erträge aus der Veränderung der Abzinsung: EUR 100,00 (Vorjahr: EUR 300,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.731.718,39 1.540.017,54
davon Aufwendungen aus der Veränderung der Aufzinsung: EUR 9.784,00 (Vorjahr: EUR 15.241,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.186.728,63 5.704.783,13
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 77.132,00 (Vorjahr: EUR 140.250,00)
13. Ergebnis nach Steuern 17.482.260,18 13.792.707,92
14. Sonstige Steuern 133.080,07 129.246,77
15. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1.084.403,08 1.117.056,29
16. Konzernjahresüberschuss 16.264.777,03 12.546.404,86
17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -196.261,60 -131.255,21
18. Konzerngewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 16.068.515,43 12.415.149,65
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.758.267,56 957.115,91
20. Einstellungen in Gewinnrücklagen -7.681.244,00 -5.905.473,00
21. Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 14.145.538,99 7.466.792,56

Amtsgericht Koblenz, HRB 6679

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Inhaltsverzeichnis des Anhangs

I. Angaben zum Konzernabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

B. Konsolidierungskreis

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

D. Erläuterungen zur Bilanz

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

II. Sonstige Angaben

A. Abschlussprüferhonorare

B. Bewertungseinheiten

C. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

D. Organe

E. Befreiender Konzernabschluss

I. Angaben zum Konzernabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Die Löhr & Becker Aktiengesellschaft ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss entspricht den Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des HGB, den Bestimmungen der Satzung sowie den geltenden Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS). Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

B. Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen

Konzernobergesellschaft ist die Löhr & Becker Aktiengesellschaft.

Einbezogene Unternehmen

Nach den Vorschriften der §§ 300 ff. HGB (Vollkonsolidierung) sind folgende Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Name / Sitz Beteiligungsquote in %
Löhr & Becker Automobile GmbH, Koblenz 100,0
Audi Zentrum Koblenz GmbH, Koblenz 100,0
Löhr Sportfahrzeuge Vertriebs GmbH, Koblenz 100,0
Löhr Automobile GmbH, Andernach 100,0
Löhr Auto SZ GmbH, Wiesbaden 100,0
Löhr Automobile GmbH, Höhr-Grenzhausen 100,0
Löhr Automobile GmbH, Daun 100,0
Löhr Automobile GmbH, Neuwied 100,0
Volkswagen nuwo team Vertriebsgesellschaft für Nutz- und Freizeitfahrzeuge Koblenz mbH, Koblenz 100,0
Audi Zentrum Trier GmbH, Trier 100,0
VZT Automobile GmbH, Trier 100,0
Löhr Sportfahrzeuge Vertriebs GmbH, Trier 100,0
Löhr Automobile GmbH, Mainz 100,0
Auto-Kraft GmbH, Mainz 100,0
Löhr Automobile Vertriebs GmbH, Meckenheim 100,0
Löhr Automobile GmbH, Worms 100,0
Löhr Automobile GmbH, Bendorf 100,0
Löhr Automobile GmbH & Co. KG, Koblenz 100,0
Löhr Automobile Verwaltungs-GmbH, Koblenz * 100,0
LB Digitale Automobile Dienstleistungs-GmbH, Koblenz 100,0
Löhr Sportfahrzeuge Vertriebs-GmbH, Mainz 100,0
Autohaus Pretz GmbH, Koblenz 96,75
Georg Rittersbacher Sportwagen GmbH, Kaiserslautern 51,0

* Komplementärin der Löhr Automobile GmbH & Co. KG

Der Konsolidierungskreis im Konzernabschluss ist zum 31.12.2022 unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Änderungen bei den Konsolidierungsmethoden ergaben sich nicht.

Assoziiertes Unternehmen

Im Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurden die Anteile an der Autohaus Nahetal GmbH & Co. KG, Idar-Oberstein, als assoziiertes Unternehmen gem. § 311 Abs. 1 HGB bilanziert. Die Löhr & Becker Aktiengesellschaft ist am Kapital der Autohaus Nahetal GmbH & Co. KG zu 50 % beteiligt.

Die Anschaffungskosten betragen zum 31.12.2022 unverändert € 1.143.957,86.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Bilanzierungswahlrechte in den Einzelabschlüssen für die Aktivierung latenter Steuern wurden nicht in Anspruch genommen.

Im Konzernabschluss wurden die aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern verrechnet.

Es wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB zu bilden. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt.

2. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB) vorgenommen. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der Erwerb der Anteile.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag, der darauf beruht, dass zwischen dem Erwerbszeitpunkt und dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss Gewinne thesauriert worden sind, wird gem. § 301 (3) HGB als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen.

Die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 S. 1 HGB) vorgenommen. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der Erwerb der Anteile. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt T€ -129.

3. Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB besteht in der gegenseitigen Aufrechnung von Forderungen und Schulden.

4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Alle wesentlichen Umsätze und andere Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden miteinander verrechnet.

5. Zwischengewinneliminierung

Zwischengewinne aus konzerninternen Verkäufen liegen nur in unwesentlichem Umfang vor und wurden daher nicht eliminiert.

6. Einzelne Bilanzposten

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderung aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden - sofern die immateriellen Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen - nach der linearen Methode vorgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Bilanzposten Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet derivative Firmenwerte aus einbezogenen Gesellschaften.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung beläuft sich auf T€ 216 (Vorjahr T€ 288).

Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Investitionszuschüsse Dritter werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Das Sachanlagevermögen wurde - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Auf die Zugänge des beweglichen Anlagevermögens wird die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Anteile an assoziierten Unternehmen sind zum Buchwert entsprechend der Equity-Methode ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes und den zweifelhaften Forderungen durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet.

Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten.

Latente Steuern

Latente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Altersvorsorgeverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für die Abzinsung verwendet.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB werden nach den für Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Risikoeinschätzung der Inanspruchnahme erfolgt auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summe der Bruttowerte der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Die aus zwei Einzelabschlüssen von Konzernunternehmen in den Konzernabschluss übernommenen entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund des bestehenden Kundenstamms über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über 5 bzw. 4 Jahre abgeschrieben. Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung aus Vorjahren von insgesamt € 1.418.473,85 waren bereits vollständig abgeschrieben worden. Im Geschäftsjahr 2021 war ein weiterer aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von € 359.777,25 aus der Erstkonsolidierung entstanden; auf diesen sind Abschreibungen von insgesamt € 143.910,90 verrechnet worden.

Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung belaufen sich unverändert auf € 331.870,79.

Die aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung haben sich wie folgt entwickelt:

Unterschiedsbeträge
aktiv passiv
01.01.2022 287.821,80 331.870,79
Abschreibung -71.955,45 0,00
31.12.2022 215.866,35 331.870,79

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 54) enthalten.

Aktive latente Steuern

In der Konzernbilanz zum 31.12.2022 werden aktive und passive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen, es ergibt sich ein Aktivüberhang von insgesamt T€ 115.

Die latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den nachstehend aufgeführten Bilanzposten:

Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
31.12.2022 31.12.2022
T€ T€
Anlagevermögen 501 621
Rückstellungen 323 0
Sonderposten § 308 HGB 0 88
Zwischensumme 824 709
Saldierungen -709 -709
Bilanzausweis 115 0

Es wurde ein Steuersatz von 30,32 % angewandt.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Löhr & Becker Aktiengesellschaft beträgt unverändert € 4.881.500,00 und ist eingeteilt wie folgt:

Aktien Anzahl Nennwert Gesamt
Stückaktien 4.881.500 1,00 4.881.500,00

Das Kapital der stillen Gesellschafter wurde aufgrund eines Vertrages vom 2. Dezember 2008 über die Errichtung einer typischen stillen Gesellschaft aufgebracht. In 2014 fand eine Erhöhung des Kapitals der stillen Gesellschafter um € 2.000.000,00 auf € 5.500.000,00 statt.

Die Kapitalrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 1.1.2022 € 60.500.703,03
Einstellung aus dem Jahresüberschuss der Löhr & Becker Aktiengesellschaft 2022 € 7.681.244,00
Stand 31.12.2022 € 68.181.947,03

Der Vorstand beabsichtigt, nach Zustimmung durch die Hauptversammlung, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens wie folgt zu verwenden:

T€
Bilanzgewinn 14.220
Gewinnausschüttung (0,55 € pro Aktie) 2.685
Vortrag auf neue Rechnung 11.535

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist in dem als Anlage zur Bilanz beigefügten Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der passive Unterschiedsbetrag hat Eigenkapitalcharakter, da es sich dabei um Gewinnvorträge von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt, die zwischen dem Zeitpunkt des Erwerbs/der Gründung und dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss erwirtschaftet worden sind.

Rückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,78 % p.a., erwarteten Gehaltssteigerungen von 2 %, erwarteten Rentensteigerungen von 1 und 2 % und unter Anwendung der Sterbetafel Heubeck 2018 G.

Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 17.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamt zu einem davon bis Jahr davon mehr als einem Jahr davon mehr als 5 Jahren
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 120.539 93.762 26.777 15.441
(72.473) (51.978) (20.495) (9.463)
- Lieferungen und Leistungen 15.971 15.971 0 0
(17.572) (17.572) (0) (0)
- gegenüber Aktionären 8.402 5.937 2.465 0
(7.096) (4.631) (2.465) (0)
- gegenüber Minderheiten 85 85 0 0
(103) (103) (0) (0)
- Sonstige Verbindlichkeiten 17.190 13.418 3.772 1
(16.525) (11.255) (5.270) (1)
162.187 129.173 33.014 15.442
(113.769) (85.539) (28.230) (9.464)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt T€ 31.758 durch Grundschulden auf den verschiedenen Betriebsgrundstücken besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der kurzfristigen Finanzierung der Fahrzeugbestände sind in Höhe von T€ 74.987 durch Sicherungsübereignung der Fahrzeuge besichert.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

a) Verpflichtungserklärung / Patronatserklärung

Die Löhr & Becker Aktiengesellschaft hat sich zusammen mit dem anderen Gesellschafter der Autohaus Nahetal GmbH & Co. KG gegenüber der DZ BANK AG verpflichtet, das Eigenkapital der Autohaus Nahetal GmbH & Co. KG dauerhaft bei mindestens 10 % der Bilanzsumme zu halten.

b) Wechselobligo

Ein Wechselobligo des Konzerns bestand zum 31.12.2022 nicht.

c) Einschätzung der Inanspruchnahme

Mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, da die Schuldner finanziell in der Lage sind, ihren Verpflichtungen termingerecht nachzukommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen und sonstigen Finanzierungsgeschäften

Zum Bilanzstichtag bestehen Rücknahmeverpflichtungen für Leasingfahrzeuge von Kunden. Der Rücknahmewert der Fahrzeuge beträgt T€ 256.473. Die Fahrzeugrückläufe verteilen sich bis zum Jahr 2028.

Gegenüber der Volkswagen Bank GmbH bestehen zum Bilanzstichtag mögliche Verpflichtungen zur Zahlung von Schlussraten aus von der Bank im Rahmen sogenannter AutoCredit-Verträge übernommenen Finanzierungen von Autokäufen. Seitens der einzelnen Konzernunternehmen wurde dabei gegenüber den Kunden die Verpflichtung eingegangen, die Fahrzeuge bei Ausübung des entsprechenden Wahlrechts des Kunden zu einem festen Preis zurückzunehmen. Die Verpflichtungen beziehen sich auf Verträge mit einem Gesamtwert der Schlussraten von T€ 112.195. Die Höhe der Schlussrate bemisst sich nach dem voraussichtlichen Wert des bei Ausübung des entsprechenden Wahlrechts wieder in das Eigentum des Konzerns übergehenden Fahrzeugs. Die Laufzeiten der Verträge verteilen sich auf die Zeit bis 2029.

Weiterhin bestehen zum Bilanzstichtag Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Verträgen bzw. sonstigen Verträgen. Der Rücknahmewert der Fahrzeuge beträgt T€ 32.217. Die Fahrzeugrückläufe verteilen sich bis zum Jahr 2027.

b) Miet- und Pachtverhältnisse

Für verschiedene Betriebsgrundstücke bestehen Miet- und Pachtverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die monatliche Miete bzw. Pacht beläuft sich derzeit auf T€ 355.

Die Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz, hat vier Immobilien-Leasingverträge für drei Autohäuser der Marken Audi, VW, Porsche sowie ein Gebrauchtwagenzentrum in Mainz abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre mit Option zur Verlängerung um weitere zehn Jahre. Die Gebäude waren Ende 2009/Anfang 2010 betriebsbereit.

Die sich hieraus ergebenden Leasingverpflichtungen betragen jährlich rd. € 1,133 Mio.

Weiterhin ergeben sich Mietverpflichtungen für die Stellplätze in Höhe von rd. T€ 158 jährlich.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

T€ %
Kraftfahrzeugverkauf 591.018 83,10
Werkstatt 51.493 7,24
Ersatzteile und Zubehör 58.568 8,24
Vermietungsgeschäft 4.208 0,59
Portfolio 5.937 0,83
711.224 100,00

Außergewöhnliche und periodenfremde Erträge/Aufwendungen

Im Geschäftsjahresergebnis sind periodenfremde Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 535 (Vorjahr: T€ 711) enthalten. Weiterhin werden periodenfremde Erträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 1.137 (Vorjahr: T€ 1.030) erfasst. Periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 1) und periodenfremde sonstige Steuern sind in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 5) angefallen.

Im Zusammenhang mit Hagel- und Flutschäden sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 1.465 aus Schadenersatz und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 469 aus Aufwendungen enthalten.

II. Sonstige Angaben

A. Abschlussprüferhonorare

T€
1. Abschlussprüfungsleistungen 260
2. Steuerberatungsleistungen 100
3. Sonstige Leistungen 19
4. Gesamthonorar 379

B. Bewertungseinheiten

Art der Bewertungseinheit Art des Grundgeschäftes Art des Risikos Betrag Laufzeitende
T€
Micro Hedges Variable Euribor-Darlehen Zinsrisiko 1.517 30.6.2026 bis 30.6.2027

Zur Absicherung von T€ 1.517 variabel verzinslicher Darlehen hat das Unternehmen drei Zinsswaps abgeschlossen. Aus den Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften wurden jeweils Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB gebildet. Die o.g. Grundgeschäfte sind zu 100 % durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum Ablauf des Sicherungsgeschäftes in voller Höhe aus. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wurde nach der Critical Term Match Methode getestet.

Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt T€ 6; dies ergibt sich aus der unterlassenen Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Swapwerte zum Bilanzstichtag.

C. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres in den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigt:

vollkonsolidierte Unternehmen
Auszubildende 222
Aushilfen 139
Arbeiter 353
Angestellte 801
Geschäftsführer 17
Vorstände 3
Gesamt 1.535

D. Organe

Dem Vorstand der Muttergesellschaft Löhr & Becker Aktiengesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2022 an:

Hans-Jürgen Persy, Koblenz (Vorsitzender des Vorstands, Bereich Vertrieb und Personal),

Rainer Blessgen, Hennef (Vorstand Bereich After Sales und Immobilien),

Uwe Finkler, Bendorf (Finanzvorstand).

Die Angabe der Organbezüge unterbleibt in analoger Anwendung gem. § 286 Abs. 4 HGB.

E. Befreiender Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss dient als befreiender Konzernabschluss im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB für die Tochterunternehmen

Löhr & Becker Automobile GmbH, Koblenz

Audi Zentrum Koblenz GmbH, Koblenz

Löhr Sportfahrzeuge Vertriebs GmbH, Koblenz

Löhr Automobile GmbH, Neuwied

Löhr Automobile GmbH, Andernach

Löhr Auto SZ GmbH, Wiesbaden

Löhr Automobile GmbH, Höhr-Grenzhausen

Löhr Automobile GmbH, Daun

Löhr Automobile GmbH, Mainz

Löhr Automobile GmbH, Worms

Auto-Kraft GmbH, Mainz

Löhr Sportfahrzeuge Vertriebs GmbH, Trier

LB Digitale Automobile Dienstleistungs-GmbH, Koblenz

Löhr Sportfahrzeuge Vertriebs-GmbH, Mainz

Löhr Automobile GmbH, Bendorf

Volkswagen nuwo team Vertriebsgesellschaft für Nutz- und Freizeitfahrzeuge Koblenz mbH, Koblenz

Audi Zentrum Trier GmbH, Trier

VZT Automobile GmbH, Trier

Löhr Automobile GmbH & Co. KG, Koblenz

Löhr Automobile Vertriebs GmbH, Meckenheim

 

Koblenz, 4. Mai 2023

Löhr & Becker Aktiengesellschaft

Hans-Jürgen Persy, Vorsitzender des Vorstands

Uwe Finkler, Vorstand

Rainer Blessgen, Vorstand

Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2022

Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.353.223,46 214.164,89 15.842,41 0,00 3.551.545,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.237.728,25 240.000,00 0,00 0,00 9.477.728,25
3. Geleistete Anzahlungen 19.016,00 15.069,00 34.085,00 0,00 0,00
12.609.967,71 469.233,89 49.927,41 0,00 13.029.274,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.371.952,24 4.123.670,82 2.697,45 4.034.753,46 60.527.679,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.485.652,22 1.253.437,08 382.531,38 43.000,00 10.399.557,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.866.975,61 3.152.976,94 1.296.558,03 113.315,32 17.836.709,84
4. Vorführwagen, Mietwagen 34.933.022,50 35.911.100,00 38.674.134,82 0,00 32.169.987,68
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.768.572,72 4.803.760,27 228.214,57 -4.191.068,78 5.153.049,64
117.426.175,29 49.244.945,11 40.584.136,25 0,00 126.086.984,15
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.014.728,52 0,00 0,00 0,00 1.014.728,52
2. Sonstige Beteiligungen 392.751,49 0,00 0,00 0,00 392.751,49
3. Sonstige Ausleihungen 4.444.999,98 832.647,64 0,00 0,00 5.277.647,62
5.852.479,99 832.647,64 0,00 0,00 6.685.127,63
135.888.622,99 50.546.826,64 40.634.063,66 0,00 145.801.385,97
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.031.746,46 171.426,89 15.830,41 3.187.342,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.053.905,45 815.955,45 0,00 6.869.860,90
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.085.651,91 987.382,34 15.830,41 10.057.203,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.572.178,28 1.740.156,19 2.691,45 20.309.643,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.114.339,02 777.472,08 334.558,87 6.557.252,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.014.471,83 1.736.817,26 997.274,03 9.754.015,06
4. Vorführwagen, Mietwagen 3.041.736,66 3.593.931,42 2.843.697,40 3.791.970,68
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
36.742.725,79 7.848.376,95 4.178.221,75 40.412.880,99
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
45.828.377,70 8.835.759,29 4.194.052,16 50.470.084,83
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 364.203,00 321.477,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.607.867,35 3.183.822,80
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 19.016,00
2.972.070,35 3.524.315,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.218.036,05 33.799.773,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.842.305,69 3.371.313,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.082.694,78 6.852.503,78
4. Vorführwagen, Mietwagen 28.378.017,00 31.891.285,84
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.153.049,64 4.768.572,72
85.674.103,16 80.683.449,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.014.728,52 1.014.728,52
2. Sonstige Beteiligungen 392.751,49 392.751,49
3. Sonstige Ausleihungen 5.277.647,62 4.444.999,98
6.685.127,63 5.852.479,99
95.331.301,14 90.060.245,29

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2022

Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz

2022 2021
I. Operativer Bereich T€ T€
Konzernergebnis 16.069 12.415
Abschreibungen Anlagevermögen 8.836 7.986
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen 9 -29
Veränderung Fahrzeugbestand Anlagevermögen -81 -851
Veränderung Pensionsrückstellungen -7 1
Veränderung sonstige Rückstellungen 697 64
Veränderung Steuerrückstellungen -3.584 -2.649
Veränderung Vorräte -42.360 21.032
Veränderung Debitoren -3.895 -472
Veränderung Forderungen assoziierte Unternehmen -60 -20
Veränderung Forderungen Beteiligungen 27 2
Veränderung sonstige Aktiva -4.353 -947
Veränderung Kreditoren -1.601 -4.474
Veränderung sonstige Passiva 628 -485
Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.734 2.613
Sonstige Beteiligungserträge -952 -524
Ertragsteueraufwand/Ertrag 7.187 5.705
Auszahlungen/Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
Ertragsteuerzahlungen -3.808 -1.836
Mittelab-/-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -24.514 37.531
II. Investitionsbereich
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -469 -60
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen 601 770
Auszahlungen für den Kauf konsolidierter Unternehmen abzüglich der erstkonsolidierten liquiden Mittel 0 -916
Investitionen in das Sachanlagevermögen (ohne Fahrzeuge) -13.334 -8.407
Veränderung der Ausleihungen -833 -794
Erhaltene Zinsen 82 44
Erhaltene Beteiligungserträge 287 260
Mittelabfluss aus dem Investitionsbereich -13.666 -9.103
III. Finanzierungsbereich
Dividendenzahlung -1.708 -1.464
Veränderung Finanzschulden 48.029 -26.189
Gezahlte Zinsen für Finanzschulden -1.696 -1.531
Veränderung Eigenkapital der stillen Gesellschafter -84 0
Gezahlte Zinsen für Kapital der stillen Gesellschafter -825 -825
Veränderung der Verbindlichkeiten Aktionäre 1.306 425
Veränderung der Verbindlichkeiten Minderheiten -17 103
Veränderung Eigenkapital Minderheiten 97 132
Mittelzufluss aus dem Finanzierungsbereich 45.102 -29.349
IV. Veränderung des Zahlungsmittelbestandes
Zahlungsmittelbestand am Anfang des Jahres 9.769 10.690
Zahlungswirksame Veränderungen (Summe I - III) 6.923 -921
V. Zahlungsmittelbestand am Ende des Jahres 16.692 9.769
2022 2021
T€ T€
Zusammensetzung Zahlungsmittelbestand
Liquide Mittel 16.721 9.762
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -29 7
16.692 9.769

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapital der stillen Gesellschafter Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB Konzern-Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 1.1.2021 4.881.500,00 5.500.000,00 3.438.168,58 44.595.230,03 12.421.565,91 70.836.464,52
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.464.450,00 -1.464.450,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 15.905.473,00 -10.000.000,00 5.905.473,00
Veränderung aufgrund Erstkonsolidierung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 6.509.676,65 6.509.676,65
Stand am 31.12.2021/1.1.2022 4.881.500,00 5.500.000,00 3.438.168,58 60.500.703,03 7.466.792,56 81.787.164,17
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.708.525,00 -1.708.525,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 7.681.244,00 0,00 7.681.244,00
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 8.387.271,43 8.387.271,43
Stand am 31.12.2022 4.881.500,00 5.500.000,00 3.438.168,58 68.181.947,03 14.145.538,99 96.147.154,60
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile Vorjahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust Summe Summe
Stand am 1.1.2021 -59.353,34 -54.193,39 -113.546,73 70.722.917,79
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 -1.464.450,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 5.905.473,00
Veränderung aufgrund Erstkonsolidierung 980.000,00 0,00 980.000,00 980.000,00
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 0,00 131.255,21 131.255,21 131.255,21
Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 6.509.676,65
Stand am 31.12.2021/1.1.2022 920.646,66 77.061,82 997.708,48 82.784.872,65
Gezahlte Dividenden 0,00 -99.120,38 -99.120,38 -1.807.645,38
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 7.681.244,00
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 0,00 196.261,60 196.261,60 196.261,60
Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 8.387.271,43
Stand am 31.12.2022 920.646,66 174.203,04 1.094.849,70 97.242.004,30

Konzernlagebericht 2022

LÖHR & BECKER Aktiengesellschaft, Koblenz

I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Gegenstand des Konzerns ist der Handel sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen der Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Porsche, Škoda, Seat sowie Cupra, der Handel mit Kraftfahrzeugersatzteilen und -zubehör und der Betrieb von Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstätten an den Standortschwerpunkten Kaiserslautern, Koblenz, Mainz, Meckenheim und Trier.

2. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Das Unternehmen betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft sowie der Branche

Die deutsche Wirtschaft stand im Jahr 2022 neben den nachlassenden Effekten der Covid-19-Pandemie und dem Fachkräftemangel insbesondere unter dem Einfluss der Folgen des Kriegs in der Ukraine, zu denen verschärfte Material- und Lieferengpässe und die extremen Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kam die dadurch bedingte Inflation. Trotz dieser Bedingungen wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %. Besonders deutlich nahm die Wirtschaftsleistung in den Bereichen "Sonstige Dienstleistungen" (+6,3 %) sowie "Handel, Verkehr, Gastgewerbe" (+4,0 %) zu (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Automobilindustrie, als größter Teilbereich des verarbeitenden Gewerbes, konnte die Produktion von Personenkraftwagen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 % steigern (Quelle: Statista). Im Baugewerbe ging die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um 2,3 % zurück. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben mit einer Veränderung zum Vorjahr um plus 4,6 % die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft, wohingegen sich die staatlichen Konsumausgaben moderat um 1,1 % erhöhten (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Der deutsche Pkw-Markt verzeichnete im Berichtsjahr laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs an Neuzulassungen von 1,1 % und erreichte damit 2.651.357 Einheiten (Quelle: KBA). Während die Anzahl an Neuzulassungen im ersten Halbjahr mit minus 11,0 % unterhalb des Vorjahres lag, stiegen die Zulassungen ab September stetig an und der Pkw-Markt drehte sich am Jahresende im Vorjahresvergleich ins Positive. Maßgeblichen Anteil daran hatte die zum damaligen Zeitpunkt bevorstehende Kürzung des Umweltbonus für Battery Electric Vehicles (BEV) sowie Streichung des Umweltbonus für Plug-In Hybrid Electric Vehicles (PHEV), aufgrund dessen es im Dezember 2022 zu einem kurzfristigen relativ starken Anstieg (+114 % gegenüber dem Vorjahresmonat) an Zulassungszahlen elektrifizierter Fahrzeuge kam (Quelle: KBA; VDIK).

Der durchschnittliche Anschaffungspreis eines Neuwagens stieg im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 % von 37.790 Euro auf 42.790 Euro. Multipliziert mit 2,651 Mio. Neuzulassungen ergibt sich im Jahr 2022 rechnerisch ein Umsatz für den Neuwagenmarkt von 113,45 Mrd. Euro (2021: 99,09 Mrd. Euro), eine Erhöhung von 14,5 % (Quelle: DAT Report 2023).

Die Marke Volkswagen blieb mit 480.967 Fahrzeugen und einem Marktanteil von 18,1 % unangefochtener Marktführer. Im Markenranking des KBA folgten auf den weiteren Plätzen BMW/Mini (249.864 Fahrzeuge, 9,4 % Marktanteil), Mercedes (243.999, 9,2 %), Audi (213.410, 8,0 %), Opel (144.588, 5,5 %), Škoda (143.928, 5,4 %) und Ford (131.256, 5,0 %). Unter den Importmarken war Škoda, wie bereits im Vorjahr, die stärkste Marke. Es folgten Seat (111.646, 4,2 %), Hyundai (105.074, 4,0 %) und Renault (79.861, 3,0 %) (Quelle: KBA).

2022 2021
Volkswagen (Pkw & Nfz) 18,1 % 18,7 %
BMW & Mini 9,4 % 10,1 %
Mercedes 9,2 % 8,6 %
Audi 8,0 % 6,9 %
Opel 5,5 % 6,2 %
Škoda 5,4 % 5,7 %
Ford 5,0 % 4,8 %
Seat 4,2 % 4,1 %
Hyundai 4,0 % 4,1 %
Renault 3,0 % 4,0 %
Porsche 1,1 % 1,1 %

Tabelle 1: Marktanteile (Neuzulassungen Personenkraftwagen) ausgewählter Automobilmarken (Quelle: KBA)

Mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen entfielen auf die Segmente SUV (29,3 %), Kompaktklasse (15,9 %), Kleinwagen (12,4 %), Geländewagen (11,3 %) und Mittelklasse (10,2 %) (Quelle: KBA).

Der Anteil des rein benzinbetriebenen Pkw ging im Jahr 2022 erneut zurück. Mit 863.445 Neuzulassungen (-11,2 % zum Vorjahr) erzielte dieser einen Anteil am Markt von 32,6 %, eine Minderung um 4,5 %. Dieselbetriebene Pkw (472.274 Neuzulassungen; -9,9 % zum Vorjahr) waren mit einem Marktanteil von 17,8 % vertreten, einem Minus von 2,2 %. Von dieser Entwicklung profitierten erneut die alternativen Antriebe, die das Jahr 2022 fast ausschließlich positiv abschlossen. 465.228 Hybrid Electric Vehicles (HEV) wiesen mit einem Marktanteil von 17,5 % eine Steigerung von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr auf. Plug-In Hybrid Electric Vehicles (PHEV) erreichten mit 362.093 Fahrzeugen, eine Zunahme 11,3 %, einen Anteil von 13,7 %. Den deutlichsten Anstieg verzeichnete die Antriebsart der Battery Electric Vehicles (BEV): 470.559 Fahrzeuge und ein Marktanteil von 17,7 % bedeuteten ein Plus an Neuzulassungen von 32,2 %. Somit waren im Berichtsjahr 49,0 % der neuzugelassenen Fahrzeuge elektrifiziert (Quelle: KBA).

Darstellung 1: Pkw-Neuzulassungen und Marktanteile nach Antriebsarten 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an KBA)

Der Gebrauchtwagenmarkt für Personenkraftwagen schloss das Berichtsjahr mit 5.641.516 Besitzumschreibungen ab, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 1.061.729 Einheiten entsprach (- 15,8 %) (Quelle: KBA). Der Gebrauchtwagen-Durchschnittspreis steigerte sich um 19,4 % auf 18.800 Euro. Damit lag dieser 3.060 Euro über dem Vorjahresniveau. Das Resultat war ein rechnerischer Gesamtumsatz von 106,1 Mrd. Euro, eine Erhöhung um 0,6 Mrd. Euro im Vergleich zum Jahr 2021 (Quelle: DAT Report 2023).

2. Geschäftsverlauf

Durch die angesprochenen Einflussfaktoren gestalteten sich die Auftragseingänge sehr indifferent im Zeitverlauf des Jahres. Bis zur 30. Kalenderwoche lag die Anzahl an kumulierten Auftragseingängen der LöhrGruppe noch über dem Vorjahreswert. Jedoch entwickelte sich bei den potenziellen Kunden eine Kaufzurückhaltung, welche auf die deutlich höheren Anschaffungskosten (basierend auf der Kürzung der Umweltprämie sowie den Zins- u. Preiserhöhungen) zurückzuführen ist. Daraus resultierend sanken die Auftragseingänge in der zweiten Jahreshälfte deutlich gegenüber dem Vorjahr, sodass am Ende des Berichtsjahres die Anzahl an Aufträgen mit erzielten 14.648 Einheiten 9,8 % unter dem Niveau des Vorjahres (16.236 Einheiten) lag. Während die Marken Porsche (+3,7 %) und Škoda (+1,1 %) die Vorjahreswerte leicht übertrafen, sanken die Auftragseingänge der übrigen Marken VW Pkw (-0,2 %), VW Nutzfahrzeuge (-13,1 %), Seat inkl. Cupra (-19,9 %) und Audi (-20,0 %) gegenüber dem Vorjahr.

Darstellung 2: Auftragseingänge Neuwagen 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Weltweite Versorgungsengpässe mit Halbleitern und Mikrochips zwangen die Automobilproduzenten zur Reduktion oder gar zum Herunterfahren der Produktion. Die dadurch bedingte stetige Verlängerung von Lieferzeiten und fehlende Verfügbarkeit von Lagerwaren schlug sich in der Anzahl der Auslieferungen nieder: Von Beginn des Jahres 2022 an bis zum dritten Quartal lagen die kumulierten Auslieferungen mit -14,2% hinter den Zahlen von 2021. Im vierten Quartal konnte dieser Rückstand aufgeholt werden, denn die Hersteller versuchten die durch den Auslauf und die Verringerung der BAFA-Förderung betroffenen Battery Electric Vehicles (BEV) sowie Plug-In Hybrid Electric Vehicles (PHEV) bis zum 31.12.2022 auszuliefern. Durch diesen Sondereffekt erreichte die LöhrGruppe am Ende des Jahres mit 12.366 Fahrzeugen die Auslieferungszahl des Vorjahres. Die überwiegende Anzahl der Marken konnte ihren Vorjahreswert übertreffen. Dazu zählten die Marken VW Nutzfahrzeuge (+10,8 %), Porsche (+6,5 %), Audi (+3,8 %), Volkswagen Pkw (+0,8 %) sowie Škoda (+0,4 %). Seat inkl. Cupra hingegen hatte mit -9,6 % einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Darstellung 3: Auslieferungen Neuwagen 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Volkswagen Pkw

Die Kernmarke Volkswagen Pkw verzeichnete im Berichtsjahr mit einem Rückgang an Neuzulassungen von 8.995 Einheiten 480.967 Neuzulassungen und hat damit das Vorjahresniveau um ein Minus von 1,8 % unterschritten. Auch der Marktanteil lag mit 18,1 % unter dem Vorjahr (2021: 18,7 %). Ihre Position als Marktführer konnte die Marke behaupten. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unterscheidet insgesamt 13 unterschiedliche Fahrzeugsegmente für Personenkraftwagen. In sieben dieser sind Modelle der Marke Volkswagen Pkw vertreten. Mit den Modellen Golf, Passat, T-Roc und Tiguan werden die jeweiligen Segmente durch Volkswagen Pkw dominiert (Quelle: KBA).

Innerhalb der LöhrGruppe sind die Auftragseingänge der Marke Volkswagen Pkw gesunken. 4.320 Aufträge entsprachen einer Reduzierung des Vorjahreswertes um ein Minus von 0,2 %. Dabei entwickelten sich die Abnehmergruppen entgegengesetzt: Während der Absatz an Einzelkunden um 6,4 % anstieg, sank das Großkundengeschäft um 6,4 %. Das mit 804 Einheiten (2021: 668 Einheiten) meistverkaufte Modell war der Golf. Es folgten der Tiguan mit 636 Einheiten (2021: 621 Einheiten), der ID. mit 612 Einheiten (2021: 785 Einheiten) sowie der T-Roc mit 573 Einheiten (2021: 530 Einheiten).

Darstellung 4: Auftragseingänge Volkswagen Pkw 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Die Auslieferungen der Marke Volkswagen Pkw hingegen fielen im Jahr 2022 mit einer Anzahl von 3.691 um 0,8 % höher aus als im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse sanken im Vorjahresvergleich um 5,3 % auf 49.809 T€. Der Bruttogewinn verzeichnete mit 9.544 T€ einen Zuwachs gegenüber dem Jahr 2021 von 31,2 %.

Volkswagen Nutzfahrzeuge

Entgegen der leicht positiven Entwicklung des Gesamtmarktes sank die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr. 405.483 Neuzulassungen entsprachen einer Verringerung des Volumens um 10,0 %. Im Wesentlichen war dies auf das vom KBA geführte Fahrzeugsegment Wohnmobile zurückzuführen, dessen Neuzulassungen sich um 17,6 % reduzierten. Das KBA-Segment Utilities hingegen wuchs um 4,7 %. Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge erzielte in diesem Segment als führender Hersteller in Deutschland 45.327 Einheiten und lag damit 2.874 Einheiten (davon 1.367 ID.Buzz) über dem Vorjahresniveau. Klassenbeste waren die Volkswagen Modelle Transporter und Caddy (Quelle: KBA).

Stiegen die Auftragseingänge der LöhrGruppe im Jahr 2021 um 50,0 % auf 1.194 Fahrzeuge, stand dem im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Reduzierung von 156 Einheiten (-13,1 %) gegenüber. Die Anzahl an Aufträgen betrug 1.038. Beliebtestes Modell blieb weiterhin die T-Baureihe (465 Einheiten), gefolgt vom Caddy (256 Einheiten) und dem Crafter (181 Einheiten).

Darstellung 5: Auftragseingänge Volkswagen Nutzfahrzeuge 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Mit insgesamt 872 Einheiten stieg die Anzahl an Auslieferungen der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge im Jahr 2022 um 10,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsätze im Segment Volkswagen Nutzfahrzeuge stiegen um 39,0 % auf 16.972 T€. Der Bruttogewinn wuchs um 38,4 % auf 2.310 T€ an.

Škoda

Škoda konnte das Vorjahresniveau von 149.838 Neuzulassungen nicht bestätigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte sich die Marke rückläufig. Ein Volumen von 143.928 Neuzulassungen bedeutete einen Rückgang um 5.910 Einheiten, ein Minus von 3,9 %. Der Marktanteil sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % auf 5,4 %. Dennoch konnte Škoda die Position der stärksten Importmarke behaupten (Quelle: KBA).

Entgegen der Entwicklung der Marke Škoda in Deutschland sind die Auftragseingänge innerhalb der LöhrGruppe im Jahr 2022 um 1,1 % auf 2.596 Einheiten gestiegen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war das Großkundengeschäft, das mit plus 11,5 % über dem Vorjahr lag. Die Aufträge im Bereich der Einzelkunden gingen um 10,3 % zurück. Der Octavia war mit 700 Einheiten (2021: 1.032 Aufträge) erneut das beliebteste Modell der Marke. Platz zwei nahm der Kodiaq mit 440 Einheiten (2021: 325 Aufträge) ein, gefolgt vom Karoq mit 376 Einheiten (2021: 208 Aufträge).

Darstellung 6: Auftragseingänge Škoda 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Analog der Entwicklung der Auftragseingänge stiegen mit 1.826 erreichten Einheiten die Auslieferungen der Marke Škoda, die damit 0,4 % über dem Vorjahreswert lagen.

Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Vorjahr um 28,3 % auf 39.429 T€. Der Bruttogewinn hingegen stieg im Vorjahresvergleich von 5.052 T€ auf 5.840 T€, eine Steigerung um 15,6 %.

Seat inklusive Cupra

Mit 111.646 Neuzulassungen (2021: 108.726 Einheiten) gelang es der Marke ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % auf 4,2 % auszubauen. Dies entsprach einem Anstieg von 2.920 Einheiten, einem Plus von 2,7 %. Ihren zweiten Platz unter den stärksten Importmarken konnte die Marke im Berichtsjahr behaupten (Quelle: KBA).

Innerhalb der LöhrGruppe konnte das stetige Wachstum der Vorjahre nicht fortgeführt werden. Die Auftragseingänge der vier Seat vertreibenden Betriebe sanken um 19,9 % von 3.439 Einheiten auf 2.753 Einheiten. Das meistverkaufte Modell war mit 1.072 Einheiten der Cupra Formentor, vor dem Ateca mit 666 Einheiten (davon 540 Cupra Ateca) und dem Leon mit 371 Einheiten (davon 264 Cupra Leon).

Darstellung 7: Auftragseingänge Seat 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Die Auslieferungen der Marke Seat sanken um 264 Einheiten auf 2.488 Einheiten und lagen damit -9,6 % unterhalb des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 24,7 % auf 53.068 T€. Der Bruttogewinn stieg um 7,2 % auf 6.763 T€.

Audi

Audi verzeichnete im Berichtsjahr 213.410 Neuzulassungen und lag somit 17,3 % über dem Niveau des Vorjahres (2021: 181.877 Einheiten), was einem Zuwachs von 31.533 Einheiten entsprach. Der Marktanteil stieg von 6,9 % auf 8,0 %. Im Premiumsegment belegte Audi weiterhin den dritten Platz hinter den Marken BMW/Mini (249.864 Einheiten) und Mercedes (243.999 Einheiten) (Quelle: KBA).

Konträr des Trends des Gesamtmarktes der Marke Audi gingen die Auftragseingänge der LöhrGruppe im Jahr 2022 sowohl im Einzelkundengeschäft (-36,7 %) als auch im Bereich der Großkunden (-1,8 %) zurück. Mit einem Minus von 20,0 % reduzierte sich die Zahl der Aufträge von 3.947 Stück auf 3.156 Stück. Erneut beliebtestes Modell war der A3 mit 447 Einheiten, der damit vor dem A6 (397 Einheiten) lag. Dahinter folgten der A4 (395 Einheiten), der Q4 (371 Einheiten) und der Q3 (358 Einheiten).

Darstellung 8: Auftragseingänge Audi 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Mit insgesamt 2.880 Einheiten stiegen die Auslieferungen um 106 Einheiten (+3,8 %).

Während die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 1.698 T€ auf 78.238 T€ (-2,1 %) sanken, wies der Bruttogewinn mit 11.759 T€ eine Steigerung von 2.871 T€ (+32,3 %) auf.

Porsche

Mit einer Steigerung der Neuzulassungen in Deutschland um 1,3 % erreichte Porsche im Berichtsjahr 29.315 Einheiten (2021: 28.925) und konnte den Marktanteil des Vorjahres von 1,1 % bestätigen (Quelle: KBA).

Dem positiven Verlauf an Neuzulassungen in Deutschland folgend nahmen im Jahr 2022 auch die Auftragseingänge der LöhrGruppe gegenüber dem Vorjahr zu. Mit einer Steigerung an Aufträgen 3,7 % wurden 785 Einheiten erzielt. Davon sind 202 Aufträge dem seit dem Jahr 2021 konzernangehörigen Betrieb Porsche Zentrum Kaiserslautern zuzuschreiben. Der Porsche 911 bestätigte mit 236 Einheiten seinen ersten Platz aus dem Vorjahr und lag damit vor dem Macan (216 Einheiten) und Cayenne (134 Einheiten).

Darstellung 9: Auftragseingänge Porsche 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

Die Auslieferungen stiegen ebenfalls an. Insgesamt wurden 609 Porsche an Kunden übergeben, ein Plus von 6,5 %. Das Porsche Zentrum Kaiserslautern war an dieser Steigerung mit 130 Auslieferungen beteiligt.

Die Umsatzerlöse der Marke Porsche stiegen um 9,4 % auf 71.840 T€. Der Bruttogewinn erhöhte sich um 15,1 % auf 9.608 T€.

Gebrauchtwagen

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich im Berichtsjahr wie in den Jahren 2020 und 2021 negativ. Mit insgesamt 5.641.516 Besitzumschreibungen reduzierte sich der Markt gegenüber dem Vorjahr um 1.061.729 Einheiten (-15,8 %) (Quelle: ZDK). Dies lag an der prekären Mischung der Covid-19 Pandemie und den Folgen des Ukraine-Krieges, durch die es in der Automobilproduktion zu Unterbrechungen in den Lieferketten und Engpässen bei Bauteilen kam. Die Folge war eine eingeschränkte Produktion von Neuwagen, welche nachgelagert eine Knappheit an Gebrauchtwagen verursachte: es fehlten Leasingrückläufer aus Firmenflotten, Inzahlungnahmen beim Neugeschäft oder junge Gebrauchtwagen aufgrund nicht getätigter Zulassungen. Das geringe Angebot hatte zur Folge, dass die Preise für Gebrauchtwagen anstiegen. Der durchschnittlich erzielte Preis für Gebrauchtwagen erhöhte sich um 19,4 % auf 18.800 € (2021: 15.740 €). Daraus resultierend steigerte sich der rechnerische Gesamtumsatz um 0,6 Mrd. € auf 106,1 Mrd. € (Quelle: DAT Report 2023). Im Jahr 2022 kamen auf einen neu zugelassenen PKW 2,1 Gebrauchtwagen, die auf einen neuen Besitzer umgeschrieben wurden (Quelle: ZDK).

Alle Teilbereiche des Gebrauchtwagenmarktes Markenhandel, freier Handel sowie Privatmarkt verzeichneten im Jahr 2022 einen Rückgang an Besitzumschreibungen. Ein Volumen von 2,144 Mio. umgeschriebenen Fahrzeugen im Segment des Markenhandels bedeuteten ein Minus von 20,6 %, wodurch der Marktanteil von 40,0 % im Jahr 2021 auf 38,0 % im Jahr 2022 sank. Mit 1,478 Mio. Besitzumschreibungen (2021: 1,796 Mio. Einheiten) wies der freie Handel einen Rückgang von 17,7 % auf und erreichte einen Anteil am Markt von 26,0 % (2021: 27,0 %). Circa 36,0 % aller Gebrauchtwagen wurden auf dem Privatmarkt gehandelt, welcher mit 2,020 Mio. Besitzumschreibungen 8,4 % unter dem Vorjahr lag und seinen Marktanteil von 33,0 % auf 36,0 % steigerte (Quelle: DAT Report 2023).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen die Unterschiede der in den Segmenten durchschnittlich gehandelten Gebrauchtwagen weiterhin deutlich aus. Der beim Markenhandel erworbene Gebrauchte wies im Durchschnitt einen Preis von 23.640 € (2021: 21.250 €), ein Alter von 4,6 Jahren (2021: 4,1 Jahre) und eine Laufleistung von 47.265 km (2021: 43.548 km) auf. Das durchschnittliche Fahrzeug aus dem freien Handel kostete 18.370 €, war 6,7 Jahre alt und hatte eine Laufleistung von 66.887 km. Privat gehandelte Fahrzeuge waren im Durchschnitt mit 13.990 € preiswerter, wiesen jedoch ein höheres Alter (8,2 Jahre) und eine höhere Laufleistung (78.977 km) auf (Quelle: DAT Report 2023).

Aufgrund des knappen Angebotes an Gebrauchtwagen sowie des zum Vorjahr gestiegenen Durchschnittspreises und der damit einhergehenden Kaufzurückhaltung nahmen die Standzeiten im Berichtsjahr zu. Im Dezember 2022 lag die Verweildauer der Benziner mit 86 Tagen (2021: 81 Tage) unterhalb der Diesel-Pkw mit 90 Tagen (2021: 73 Tage). Der Fahrzeugwert (in % des ehemaligen Listenpreises) dreijähriger Gebrauchtwagen mit Benzinmotor steigerte sich im Jahr 2022 um 7,8 % auf 69,4 %. Im gleichen Zeitraum stieg der Wert vergleichbarer Diesel von 58,7 % auf 66,8 %. Vom hohen Preisniveau profitierten ebenfalls die BEV, deren Werte sich von 49,9 % auf 59,3 % erhöhten (Quelle: DAT Barometer 02/2023).

Bedingt durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Gebrauchtwagen ist die Zahl der ausgelieferten Gebrauchtwagen in der LöhrGruppe im Jahr 2022 gesunken. 11.003 Auslieferungen bedeuten einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2.610 Fahrzeuge, was einem Minus von 19,2 % entspricht.

Darstellung 10: Auslieferungen Gebrauchtwagen 2019 bis 2022 (Quelle: Eigene Darstellung)

Ergebnisseitig konnte die reduzierte Anzahl an Auslieferungen aufgrund der gestiegenen Gebrauchtwagenpreise weitestgehend kompensiert werden. So betrug der Umsatz dieses Geschäftsbereiches im Berichtsjahr 281.654 T€ und lag damit 2,0 % unter dem Vorjahr (287.485 T€). Der Bruttogewinn von 26.809 T€ überstieg das Jahr 2021 um 20,7 %.

Service

Im Berichtsjahr 2022 ist der Umsatz des systemrelevanten Geschäftsbereichs Service gestiegen. Mit einem Plus von 10,8 % und erreichten 28,7 Mrd. Euro wurde das Vorjahr um 2,8 Mrd. Euro übertroffen. Gründe dafür sind zum einen die gestiegenen Kosten für Wartung und Reparaturen; zum anderen lag die Werkstattauslastung mit 85 % im Jahresdurchschnitt 5 % über dem Vorjahr. Das Werkstattgeschäft erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr das Vorkrisen-Niveau (Quelle: ZDK).

Die Anzahl der Betriebe der Branche befand sich mit 36.420 Stück, einem Minus von 0,4 %, auf dem Niveau der Vorjahre (2021: 36.570 Betriebe, 2020: 36.580 Betriebe). Während die Anzahl fabrikatsgebundener Betriebe um 1,2 % bzw. 170 Betriebe sank und sich damit der Trend der Vorjahre fortsetzte, blieb demgegenüber die Anzahl freier Werkstätten im Vergleich zum Vorjahr stabil (Quelle: ZDK).

Die freien Werkstätten waren im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut führender Durchführungsort und für 50,0 % (2021: 50,0 %) aller Wartungs- und Reparaturarbeiten verantwortlich. Damit blieben die Markenwerkstätten auf Rang zwei, die 42,0 % (2021: 43,0 %) der Arbeiten erledigten. Die übrigen 8,0 % (2021: 7,0 %) stellten den Do-it-yourself-Anteil dar. Rechnerisch kam es im Berichtsjahr zu 0,98 Wartungsarbeiten je Pkw (2021: 0,98). Der durchschnittliche Wartungsaufwand stieg von 316 Euro im Jahr 2021 auf 329 Euro an. Darüber hinaus fanden im Jahr 2022 0,40 Reparaturen (2021: 0,41) pro Fahrzeug statt, deren Aufwand im Schnitt 153 Euro (2021: 144 Euro) betrug (Quelle: DAT Report 2023).

Darstellung 11: Wartungs- und Reparaturmarkt nach Durchführungsort 2022 vs. 2021 (Quelle: DAT Report 2023)

Das Umsatzvolumen der LöhrGruppe im Bereich After Sales (Service- und Teilegeschäft) entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv und lag über dem Niveau des Vorjahres. Der erzielte Umsatz in Höhe von 110.061 T€ bedeutete eine Erhöhung von 12,3 %, die sowohl auf das Service- als auch auf das Teilegeschäft zurückzuführen war. Im Service wurde ein Umsatz von 51.493 T€ (+6.749 T€, +15,1 %) erzielt. Die Umsätze mit Ersatzteilen stiegen um 5.263 T€ (+9,9 %) auf 58.568 T€. Ebenfalls positiv verlief die Entwicklung des Bruttogewinns im Geschäftsbereich der Ersatzteile (+11,2 %) und des Kundendienstes (+9,6 %). Für den gesamten After Sales bedeutete dies einen Anstieg des Bruttogewinnes um 10,0 % auf 70.046 T€.

Mietwagen

Die Autovermietung zählt zu den Dienstleistungen der LÖHR & BECKER Aktiengesellschaft. Jeder Standort innerhalb der LöhrGruppe kann stets auf die gesamte Vermietungsflotte zugreifen. Die Umsatzerlöse sanken um 36,4 % auf 4.047 T€. Der Bruttogewinn steigerte sich um 4,4 % auf 940 T€.

Holding

Die LöhrGruppe ist organisatorisch in einzelne Betriebsgesellschaften und eine Holdinggesellschaft strukturiert. Die Geschäftstätigkeit der Holdinggesellschaft umfasst neben der Erbringung von Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften auch die Vermietung von Geschäftsimmobilien an die Tochtergesellschaften sowie den Geschäftsbereich Mietwagen.

Die Serviceleistungen für die Tochtergesellschaften umfassen die Geschäftsfelder Rechnungswesen, EDV, Telefonmarketing, zentrale Gebrauchtwagensteuerung und Großkundenbetreuung. Die Dienstleistung erfolgt auf Basis von Dienstleistungsverträgen.

Die in Besitz der LÖHR & BECKER Aktiengesellschaft stehenden Geschäftsimmobilien werden den Betriebsgesellschaften der LÖHR & BECKER Aktiengesellschaft auf der Basis von Mietverträgen zur Verfügung gestellt.

Über die Teilnahme am Finanzierungs- und Leasing-Portfolio der Volkswagen Bank erzielte die LÖHR & BECKER Aktiengesellschaft, in Abhängigkeit von den vermittelten und weitergereichten Finanzierungs- und Leasinggeschäften, eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von 5.937 T€ (Vorjahr: 6.235 T€).

Im Rahmen einer Beteiligung an der ArGE OTLG Beteiligungs GmbH & Co. KG generierte die Gesellschaft ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 252 T€ (2021: 238 T€).

3. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2022 um 0,7 % auf 711.224 T€ (706.274 T€). Der Rohertrag steigerte sich um 11,7 % auf 150.762 T€.

Die Gesamtkosten (Personalkosten, Abschreibungen, sonstiger betrieblicher Aufwand) in Höhe von 126.177 T€ sind gegenüber dem Vorjahr um 10,3 % (11.823 T€) gestiegen.

Während sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr nur leicht verschlechterte, hat sich das neutrale Ergebnis um 898 T€ auf 648 T€ verbessert. Dies lag insbesondere an den neutralen Erträgen aus Sondereffekten, welche die zugehörigen Gegenpositionen unter den neutralen Aufwendungen deutlich überstiegen.

Das Konzernergebnis vor Steuern und Teilgewinnabführung liegt bei 24.536 T€, somit 5.168 T€ über dem des Jahres 2021.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde ein Konzernjahresüber-schuss von 16.265 T€ erwirtschaftet, welcher mit 3.719 T€ über dem Vorjahr liegt. Auch konnte das Planergebnis deutlich übertroffen werden.

b) Vermögenslage

Die LöhrGruppe tätigte im Geschäftsjahr 2022 Gesamtinvestitionen für Software, Grundstücke, technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 13.334 T€. Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 4.777 T€.

Die Bilanzsumme der LöhrGruppe erhöhte sich zum Vorjahr um 63.459 T€ auf 273.446 T€. Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich um 14.632 T€ auf 98.495 T€. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 39,9 % auf 36,0 % gesunken.

c) Finanzlage

Die Liquiditätslage der LöhrGruppe ist durch langfristige Finanzierungen nebst einer zusätzlichen Zinsabsicherung sichergestellt. Die Betriebsimmobilien sind durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Die Finanzierung der Neu- und Vorführwagen erfolgt zum großen Teil über die Volkswagen Bank. Zur kurzfristigen Finanzierung werden zinsgünstige Euro-/ Geldmarktkredite eingesetzt. Zusätzlich stehen ausreichend Kontokorrentlinien zur Verfügung.

Der Cashflow des Konzerns (in vereinfachter Betrachtung als Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter zzgl. Abschreibungen) stieg von 20,40 Mio. € im Vorjahr auf 24,90 Mio. €. Für eine detaillierte Cashflow-Betrachtung wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung als Bestandteil des Konzernjahresabschlusses verwiesen.

Darstellung 12: Entwicklung des Cashflow in Mio. 2018 bis 2022 (Quelle: Eigene Darstellung)

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

2022 2021 PLAN 2022
Konzerneigenkapitalrendite 16,5 % 15,0 % 7,2 %
Bruttoumsatzrendite 3,3 % 2,6 % 1,3 %
EBIT 25.184 T€ 19.791 T€ 10.772 T€
EBITDA 34.020 T€ 27.777 T€ 18.072 T€

Tabelle 2: Finanzielle Leistungsindikatoren 2022 vs. 2021 (Quelle: Eigene Darstellung)

e) Gesamtaussage

Die Ertragslage stellte sich infolge des Wachstums der LöhrGruppe und angesichts des schwierigen Marktumfelds im Jahr 2022 positiv dar. Aufgrund des gestiegenen Gesamtkapitals sowie des sehr guten Ergebnisses wurde eine Eigenkapitalquote von 36 % erreicht. Die Vermögenslage stellt sich als robust dar. Die Finanzlage ist durch den hohen Cashflow und den guten Finanzierungsmix gesichert. In allen Belangen konnten die finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Vorjahr sowie gegenüber dem Plan verbessert werden.

III. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognosebericht

Unsere Marktposition betrachten wir nach langjähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt.

In 2022/2023 sind in Mainz und Koblenz CI erhaltenden Maßnahmen für die dortigen Porsche Zentren im Gange. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 25 Mio. €. In Trier laufen die Bauarbeiten für den Bau eines neuen Porsche Zentrums auf einem angepachteten Grundstück (Erbbaurechtsvertrag). Der Bau wird aller Voraussicht nach Ende 2023 abgeschlossen sein.

Des Weiteren sind kleinere erhaltende Investitionen geplant.

Seit dem Jahr 2021 sind wir an der Georg Rittersbacher Sportwagen GmbH, Kaiserslautern, mit 51 % beteiligt. Die Löhr & Becker AG hat im Jahr 2021 in Kaiserslautern ein Grundstück erworben und dort ein neues Porsche Zentrum nach der aktuell gültigen CI (Fertigstellung und Einzug im Oktober 2022) errichtet. Dieses wird an die Gesellschaft verpachtet. Zusätzlich wurde im März 2022 ein neuer Standort durch die Übernahme des Mainzer Škoda-Partner ABS aufgenommen.

Die Folgen und Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes können das Geschäft weiterhin im Jahr 2023 beeinflussen, denn sie wirken sich insbesondere auf die Lieferfähigkeit unserer Hersteller aus. Aktuell sorgt das zögerliche Agieren der neuen Bundesregierung in Bezug auf die zukünftige Förderung der E- und Hybridfahrzeuge für Verunsicherung bei unseren Kunden. Auch die durch die Corona-Pandemie in den Hintergrund getretene CO 2 -Thematik lässt sich zum heutigen Tag nicht umfänglich bewerten. Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust und die stark gestiegenen Zinsen haben eine deutliche Kaufzurückhaltung des Privatkundenmarktes Anfang 2023 zur Folge. Hinzu kommt die sehr schwache Wirtschaftspolitik unserer aktuellen Bundesregierung. Die gegenwärtigen Themen Heizungsaustausch und energetische Sanierung der Häuser stellen keinen Anreiz für zusätzliche Konsumausgaben dar. Wir gehen davon aus, dass diese Themenbereiche unsere Geschäftstätigkeit tendenziell belasten werden. Es kann daher für uns als Automobilhandelsgruppe nicht ausgeschlossen werden, dass trotz gutem Auftragseingang wegen Lieferengpässen der Hersteller Umsatz- bzw. Ertragsrückgänge eintreten.

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Ergebnisaussage für 2023 für die operativen Betriebe und die Holding mit großer Unsicherheit behaftet. Wir gehen aktuell von einem deutlich geringeren Ergebnis im Vergleich zum Jahr 2022 aus und rechnen daher mit einem Ergebnis vor Steuer von etwa 17. Mio. Euro. Unser Plan 2023 wurde unter dem Eindruck der bestehenden weltpolitischen und wirtschaftliche Themen aufgestellt.

Es ist davon auszugehen, dass die Liquidität trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage auf unser Geschäft wegen bestehender Dispositionskreditvolumina nicht gefährdet ist. Wir werden auch künftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die finanziellen Leistungsindikatoren sollen sich auf Basis des Unternehmensplans wie folgt entwickeln:

Planung 2023
Konzerneigenkapitalrendite 10,6 %
Bruttoumsatzrendite 2,3 %
EBIT 17.884 T€
EBITDA 26.690 T€

Tabelle 3: Finanzielle Leistungsindikatoren Planung 2023

2. Risikobericht

Risiken, die den Geschäftsverlauf und die sich hieraus ergebene Ergebnisprognose negativ beeinflussen können, lassen sich wie folgt beschreiben:

Für 2023 rechnet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) beim Handels- und Werkstattgeschäft mit einer langsamen Rückkehr zur Normalität. Ein großer Sprung in den Zulassungszahlen ist nicht zu erwarten. Denn die Anreize zur Anschaffung eines E-Fahrzeuges oder Hybrid-Fahrzeugen sinken wegen der geänderten Förderungsbedingungen oder kompletten Wegfalls der Förderung. Auch der Gebrauchtwagenmarkt bleibt aufgrund fehlender Mengen junger Gebrauchtwagen aus 2021 und 2022 weiter angespannt.

Das Nachfrageverhalten der Konsumenten ist nicht nur von realen Einflussgrößen wie dem verfügbaren Einkommen, sondern auch in hohem Maße von nicht planbaren psychologischen Faktoren abhängig. Kraftstoffpreise verbunden mit der Unsicherheit über die künftige Besteuerung von CO 2 Emissionen sowie drohende Fahrverbote aufgrund des Schadstoffausstoßes können zu einer Kaufzurückhaltung führen, die Medienberichte möglicherweise noch verschärfen. Aktuell sind die Preissteigerung, dazu zählen auch die Fahrzeugpreise, sowie der massive Zinsanstieg wesentliche Gründe für die Kaufzurückhaltung von Kunden.

Der Automobilhandelsbranche immanent sind Risiken des Preisverfalls bei Gebrauchtwagen, Restwertrisiken aus Fahrzeugrücknahmeverpflichtungen sowie Ertragsrisiken durch Margendruck im Neufahrzeugbereich.

Dadurch, dass Kunden ihre Autos länger nutzen werden, erhöht sich das Durchschnittsalter des PKW, was sich auf das Werkstattgeschäft positiv auswirken wird. Die Risiken im Bereich Kundendienst erachten wir aufgrund der hohen Einstiegsstandards unserer Hersteller bisher nicht als kritischen Wettbewerbsfaktor. Jedoch könnte es aufgrund der Regelungen der neuen Gruppenfreistellungsverordnung und europäischen Gesetzgebungsinitiativen im Bereich Service und Ersatzteileverkauf zu einer weitgehenden Liberalisierung und damit zu einer Verschärfung des Wettbewerbes kommen. Auch die Auswirkungen der zunehmenden Elektromobilität auf den After-Sales Bereich können zu rückläufigen Erlösen führen.

Auf der Kostenseite sehen wir nur geringe Risiken, da mit einem entsprechenden Kostenmanagement frühzeitig gegengesteuert werden kann. Aktuell können wir einen starken Zinsanstieg feststellen.

Aufgrund der nach wie vor stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Aufgrund der Pandemie wurde die Finanzierung des Umlaufvermögens, speziell Gebrauchtwagen beantragt und genehmigt, was eine deutliche Erweiterung der Finanzierungsspielräume bedeutet. Langfristig finanziert sich der Konzern über Bankkredite einer regionalen Geschäftsbank und über automobile Finanzdienstleister.

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Aktionären.

Die mit dem Einsatz dieser Finanzinstrumente für den Konzern verbundenen Risiken sind diesem Lagebericht in seiner Gesamtheit zu entnehmen. Als derivative Finanzinstrumente werden Zinsswaps zur Glättung von Zinsschwankungen eingesetzt. Hieraus sind keine Risiken erkennbar, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig nachteilig beeinflussen können.

Der Konzern verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

Die Liquiditätslage ist gut und stabil; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Risiken, die die Entwicklung oder den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind nicht zu erblicken.

3. Chancenbericht

Als Chancenpotenziale, welche zu einer gegenüber der Prognose positiveren Entwicklung von Absatz, Umsatz und Ertrag führen können, sind zu nennen:

Durch ein innerhalb der gesamten LöhrGruppe implementiertes Risikomanagement ist die Gesellschaft in der Lage, frühzeitig auf die gegebene Marktsituation reagieren zu können, dadurch die Risiken zu minimieren und sich eröffnende Markchancen auszunutzen.

Ein umfassendes Controllinginstrumentarium stellt im Neuwagenvertrieb sicher, dass Synergien in Bezug auf die herstellerseitig angesetzten Margen- und Bonusregelungen optimiert werden.

Im Bereich Kundendienst erfasst das Controlling diverse Leistungsparameter und somit die Effektivität und Effizienz einzelner Arbeitsprozesse, so dass bei Abweichungen von festgelegten Sollwerten Maßnahmen und Korrekturen vorgenommen werden können.

Mit der Diversifizierung im Markenportfolio sprechen wir eine breite Käuferschicht an, was uns weitere Absatzchancen eröffnet. Vom Kleinwagen bis zum Sportwagen, sowohl als Neufahrzeug oder Gebrauchtwagen, bis hin zu einem kundenorientierten Service reicht das Angebot der LöhrGruppe. Darüber hinaus werden auch die neuen Modelle unserer geführten Marken Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Neben den geschilderten Risiken sehen wir im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der vorhandenen Gruppensynergien, den Einkaufsvorteilen und der Marktführerschaft der LöhrGruppe in diversen Absatzgebieten Chancen, unsere Wettbewerbsposition gegenüber den relevanten Konkurrenten weiter auszubauen.

Die Realisierung der genannten Chancenpotentiale ist im Lichte der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mithin für den Prognosezeitraum zu relativieren.

 

Koblenz, 04. Mai 2023

LÖHR & BECKER Aktiengesellschaft

Hans-Jürgen Persy, Vorsitzender des Vorstands

Uwe Finkler, Vorstand

Rainer Blessgen, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierung- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Löhr & Becker Aktiengesellschaft, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, 5. Mai 2023

DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Breker, Wirtschaftsprüfer

Jacoby, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Löhr & Becker Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2022 den Vorstand der Gesellschaft intensiv überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Wir haben uns vom Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen am 25.03.2022, am 23.05.2022, am 21.09.2022 und am 16.12.2022 sowie durch monatliche schriftliche und zahlreiche mündliche Berichte über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft, die Beteiligungsgesellschaften, alle relevanten Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig einbezogen.

In den Aufsichtsratssitzungen haben wir umfassend die Geschäftslage der Gesellschaft und der Löhr Gruppe und die strategische Ausrichtung sowie die Entwicklungschancen und Geschäftsrisiken der Einzelbereiche mit dem Vorstand erörtert.

12 Rechtsgeschäfte des Vorstands erforderten die Zustimmung des Aufsichtsrats nach Maßgabe der Geschäftsordnung für den Vorstand, diese haben wir erteilt.

Bei allen, nach Maßgabe der Geschäftsordnung für den Vorstand zustimmungspflichtigen Geschäften hat sich der Aufsichtsrat sämtliche relevanten Vertragsunterlagen vorlegen lassen und sich -soweit erforderlich- fernmündlich bzw. per e-mail ergänzende Informationen seitens des Vorstands beschafft.

Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen wurde der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle schriftlich und fernmündlich informiert.

Wir haben den Jahresabschluss und den Lagebericht der Löhr & Becker Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2022. den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Löhr Gruppe geprüft. Die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Dornbach GmbH hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Löhr & Becker Aktiengesellschaft unter Einbeziehung der Buchführung sowie die Lageberichte geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand für die ordnungsgemäße Erstellung des Jahresabschlusses ein angemessenes Kontrollsystem eingerichtet hat.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 16. Mai 2023 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Zudem erläuterte der Abschlussprüfer die erstellten Prüfberichte.

Die Berichte des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass. Einwendungen gegen die Geschäftsführung des Vorstands und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir haben den vom Vorstand aufgestellten und uneingeschränkt testierten Jahresabschluss festgestellt sowie den Konzernabschluss der Löhr & Becker Aktiengesellschaft in der Sitzung am 16. Mai 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands vom 28.04.2023 zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmen wir zu.

 

Koblenz, den 16 Mai 2023

Dr. Günther Falkenstein, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Nachrichten & Medien

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