AGC INTERPANE GmbH
Liebersee 54, 04874 Belgern-Schildau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Dr. Ing. Wennemer seit 6.7.2023 | Geschäftsführer |
Sebastian Schmidt seit 10.4.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INTERPANE International Glas GmbHLauenfördeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 20221. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Aktivitäten des INTERPANE-Konzerns umfassen 4 Geschäftsfelder:
1.2. Steuerungssystem Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Konzerns erfolgt über von der Geschäftsführung festgelegte Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in operative, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch eine permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen. Umsatz- und Ergebnisgrößen bilden die bedeutsamsten wirtschaftlichen Steuerungskennzahlen im INTERPANE-Konzern. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Gesamtleistung (Umsatzerlöse ± Bestandsveränderungen sowie anderer aktivierter Eigenleistungen) und dem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die Steuerungskennzahlen werden sowohl für jedes Konzernunternehmen als auch für den Gesamtkonzern einheitlich ermittelt; segmentspezifische Kennzahlen werden nicht eingesetzt. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren wird als wesentliche, nichtfinanzielle Kennzahl die Arbeitssicherheit (Anzahl der Arbeitsunfälle und Krankheitstage in Relation zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit) herangezogen. 1.3. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der INTERPANE-Gruppe erfolgen primär in der INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Die Hauptaktivitäten lagen 2022 erneut im Bereich der Glasbeschichtung für den Architekturglas-Bereich:
Des Weiteren ist die Eruierung neuer Märkte und Substrate für Vakuumbeschichtungsprozesse fortgesetzt worden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung in der EU war im Berichtsjahr von dem Ukraine-Konflikt beeinflusst. Nach dem Aufschwung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um + 5,5 % hat das Bruttoinlandsprodukt 2022 - nach vorläufigen Berechnungen - ein Wachstum von + 3,3 % erreicht. (Quelle 1: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 10.05.2023). In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung aufgrund zunehmender Preissteigerungen in der Energiekrise im II. und III. Quartal des Jahres weniger gewachsen als im Vorjahr. Im IV. Quartal ist die wirtschaftliche Belastung durch den Wegfall von Vergünstigungen, wie der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket, im Sektor der privaten Konsumausgaben bemerkbar. Auf Gesamtjahresbasis hat das statistische Bundesamt eine Wachstumsrate von + 1,8 % veröffentlicht im Vergleich zu + 2,6 % im Vorjahr. (Quelle 2: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung: Korrektur: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022, Zugriff: 11.05.2023). In Frankreich ist - im Vergleich zu Deutschland - ein deutlich stärkerer Rückgang des Bruttoinlandsproduktwachstums von + 6,5 % im Jahr 2021 zu + 2,2 % im Jahr 2022 zu verzeichnen. Auch das Wachstum des österreichischen Bruttoinlandsprodukts ist gesunken. Es bleibt jedoch im direkten Vergleich deutlich stabiler von + 4,2 % im Jahr 2021 auf + 3,8 % im Jahr 2022. (Quelle 1: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 10.05.2023). Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rezession in Deutschland (Rückgang des BIP im vierten Quartal 2022 sowie im ersten Quartal 2023), steht in diesem Kontext auch die Baubranche unter besonderer Beobachtung. In der Zeit der Corona-Pandemie konnten Bautätigkeiten die Gesamtwirtschaft durch ihre positive Entwicklung stützen. Die Faktoren, welche den Wohnungsbau im Betrachtungszeitraum 2022 im besonderen Maße beeinflussen, sind zum einen die steigenden Bau- und Materialpreise als Teil der inflationären Entwicklungen sowie das stetig zunehmende Zinsniveau. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 sind die Baugenehmigungen für neu zu errichtende Wohngebäude im Vergleich zu 2021 um 4,9 % zurückgegangen, was in absoluten Zahlen 13.300 Wohnungen entspricht. Ende März 2021 ist das Baukindergeld ausgelaufen, was eine Reduzierung der Genehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,4 % zur Folge hatte. Stabil hingegen sind die Genehmigungen für Geschosswohnungen, welche sogar eine Zunahme um 2 % verzeichnen. Bei den in der Planung weit fortgeschrittenen Bauvorhaben lässt sich ein Trend des Aufschiebens beobachten. Dennoch ist für die ersten zehn Monate des Jahres 2022 der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe rückläufig. Der Wohnungsneubau verzeichnet ein reales Minus von 13,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (Quelle 3: ifo Schnelldienst 18.Januar 2023, Zugriff: 15.05.2023) Betrachtet man das Jahr 2022 in Gänze, so lassen sich insgesamt 354.400 genehmigte Wohnung erfassen. Dies sind 26.300 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Es entspricht einem Rückgang von 6,9 %. Zur Einschätzung ist hervorzuheben, dass im Jahr 2021 der höchste Wert an genehmigten Wohnungen seit 1999 erreicht worden ist. (Quelle 4: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 95 vom 10. März 2023, Zugriff: 11.05.2023) Hinsichtlich des Marktumfelds in Europa lässt sich festhalten, dass die erste Hälfte des Jahres 2022 von einer starken Nachfrage im Bausektor geprägt war. Gespiegelt am ersten Halbjahr 2021 lässt sich ein Anstieg von 4,7 % verzeichnen. Vom Sommer 2022 an ließ die Nachfrage drastisch nach. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich ein Rückgang um 14,1 % beziffern. Vergleicht man die kompletten Jahre 2021 und 2022 miteinander, lässt sich für 2022 ein Rückgang um 1,5 % festhalten. Die Entwicklung auf Länderebene weist gewisse Variationen auf. Die DACH-Region vermindert sich um 3% während Polen einen Anstieg um 0,4 % aufweist. Die Ländergruppe Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Kroatien und Ungarn verzeichnen einen Rückgang von 4,7 %. (Quelle 5: Bericht zum Bausektor in Europa, bereitgestellt von AGC Europa HQ in Brüssel, Stand: 11. April 2023) Für die deutsche Fensterbranche prognostiziert der Verband Fenster + Fassade in Frankfurt im Oktober 2022, dass die Absatzmengen 2022 und 2023 um etwa 1,0 % zurückgehen werden. Im Jahr 2022 werden folglich 15,7 Mio. Fenstereinheiten bzw. 15,5 Mio. Fenstereinheiten im Jahr 2023 erwartet. Der Rückgang 2022 im Neubaubereich beträgt 2,6 % und dann 2023 voraussichtlich weitere 8,6%. Den Daten nach lässt sich für 2022 im Wohnungsbau eine Zunahme der Sanierung um 0,8% und 2023 um weitere 3,5% auf 7,69 Mio. Fenstereinheiten verzeichnen. Dem gegenüber weist der komplette Bereich der Sanierung für 2023 ebenfalls eine Zunahme von 3,6 % auf. Dies entspricht 10,07 Mio. Fenstereinheiten. (Quelle 6: Heinze Oktober 2022, VFF-Fenster- und Außentürmarktbericht, Zugriff: 11.05.2023) 2.2. Geschäftsverlauf Insgesamt verzeichnete der INTERPANE-Konzern eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im Jahr 2022, insbesondere vor dem Hintergrund der Beeinträchtigungen im Zuge der Energiekrise resultierend aus dem Konflikt in der Ukraine. Die generelle Marktnachfrage nach Flachglas-Produkten erwies sich in der DACH-Region als robust. Der Absatz hochwertiger Produkte mit höheren Absatzpreisen sowie höhere Absatzpreise für unbeschichtete und beschichtete Basisgläser, kompensierten die steigenden Energiekosten. Sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragslage (EBITDA; EGT) haben sich im Vorjahresvergleich deutlich verbessert. Insbesondere im Produktbereich Floatglas konnten deutliche Steigerungen verzeichnet werden, während auf der nachgelagerten Wertschöpfungsstufe in den Weiterverarbeitungs-Unternehmen des INTERPANE-Konzerns die gute Ertragslage des Vorjahres weitgehend bestätigt wurde. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die konsolidierte Gesamtleistung erhöhte sich von € 430 Mio. um 33,5 % auf € 574 Mio. und übertraf zugleich die Budgetvorgabe von € 436 Mio. um 31,7 %. Der (im wesentlich preisbedingte) Anstieg der Gesamtleistung resultierte sowohl aus dem Floatglas-Geschäft (unbeschichtete und beschichtete Basisgläser) als auch aus den INTERPANE-Weiterverarbeitungsbetrieben (Isolier- und Sicherheitsgläser). Die Exportquote blieb mit 56,2 % (2021: 55,9 %) nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von € 8,8 Mio. auf € 9,6 Mio. zu; hiervon entfallen € 4,5 Mio. auf die Auflösung von Rückstellungen und auf Währungsgewinne. Die Materialaufwendungen erhöhten sich von € 250 Mio. auf € 358 Mio. einhergehend mit einem Anstieg der Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge) um 4,1 Prozentpunkte auf 62,3 %. Das Rohergebnis nahm von € 189 Mio. um 19,6 % auf € 226 Mio. zu. Der Personalaufwand beläuft sich auf € 78,7 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % gestiegen. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verbesserte sich von 17,3 % auf 13,7 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen - im Wesentlichen bedingt durch höhere Transportkosten - um € 9,3 Mio. oder 15,4 % auf € 69,6 Mio. an. In Summe ergibt sich eine kräftige Verbesserung im EBITDA von € 53,8 Mio. um 44,9 % auf € 78,0 Mio.; das für 2022 budgetierte EBITDA (€ 54 Mio.) wurde gleichermaßen um 44 % übertroffen. Die Abschreibungen beliefen sich auf € 13,1 Mio. (2021: € 12,1 Mio.), so dass im Berichtsjahr ein EBIT von € 65,0 Mio. ausgewiesen wird gegenüber € 41,8 Mio. im Jahr 2021. Das negative Finanzergebnis (im Wesentlichen bestehend aus Zinserträgen und -aufwendungen) konnte im Vorjahresvergleich von - € 1,4 Mio. auf - € 1,0 Mio. verbessert werden. Die Erhöhung der Ertragssteuerlast von € 4,7 Mio. auf € 19,8 Mio. resultiert einerseits aus den latenten Steuern (2022: Aufwand von € 4,9 Mio.; 2021: Ertrag von € 5,2 Mio.) sowie den Aufwendungen für die Ertragssteuern (in Summe 2022: Aufwand von € 14,9 Mio.; 2021 Aufwand von € 9,9 Mio.). Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich von € 34,0 Mio. um 20,6 % auf € 41,0 Mio. Die Konzern-Bilanz weist zum 31. Dezember 2022 bei einer Bilanzsumme von € 264 Mio. (31.12.2021: € 246 Mio.) einen Anstieg im Eigenkapital auf € 151 Mio. aus (Vorjahr: € 110 Mio.); die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 44,5 % auf 57,1 % im INTERPANE-Konzern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich infolge der planmäßigen Tilgung von Bankdarlehen von € 42,7 Mio. auf € 1,2 Mio. Daraus resultierend nahmen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 von € 32,8 Mio. zu € 14,1 Mio. deutlich ab. Hinsichtlich der Laufzeit der Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Zudem bestehen zum Bilanzstichtag nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund € 10 Mio. Auf Basis eines Cashflows in Höhe von € 55,3 Mio. (Vorjahr: € 47,2 Mio.) errechnet sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 37,3 Mio. im Vergleich zu € 45,5 Mio. im Vorjahr. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf € 12,6 Mio. (2021: € 12,0 Mio.); davon im Wesentlichen € 0,7 Mio. für technische Anlagen und Maschinen, € 1,3 Mio. für Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie € 10,2 Mio. für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen die Erweiterung / Modernisierung der Standorte in Parndorf, Seingbouse, Lauenförde und der Slowakei. Diese Investitionsmaßnahme sollen 2023 finalisiert werden. Demgegenüber stehen Einzahlungen aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagevermögen in Höhe von € 30 T. (2021: € 0,5 Mio.). Hinzu kommen erhaltene Zinsen in Höhe von € 295 T (2021: € 22 T). Per Saldo belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf - € 12,4 Mio. gegenüber - € 11,5 Mio. im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - € 43,5 Mio. (Vorjahr: -€ 23,1 Mio.) beinhaltet im Wesentlichen den Abbau der Bankverbindlichkeiten (-€ 41,5 Mio.) und die Garantiedividende an Minderheitsgesellschafter (- € 0,7 Mio.) sowie gezahlten Zinsen (- € 1,3 Mio.). In Summe zeigt die Konzernkapitalflussrechnung das folgende Bild:
Die wirtschaftlichen Kennzahlen des INTERPANE-Konzerns haben sich 2022 sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum Budget verbessert. Die wirtschaftliche Lage im INTERPANE-Konzern kann - auch im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts - als weiterhin zufrieden stellend beurteilt werden. Zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Die Krankheitsquote stieg im Berichtsjahr von 5,0 % auf 6,0 % an. Die Kennzahlen zur Arbeitssicherheit haben sich im Vorjahresvergleich positiv entwickelt: Die "Incident Rate" beziffert das absolute Unfallaufkommen und hat sich in der INTERPANE-Gruppe von 1,06 auf 0,91 verbessert. Die Risk Rate, die neben dem absoluten Unfallaufkommen die Unfallschwere unter Beachtung der zugehörigen Ausfalltage berücksichtigt, verringerte sich von 3,64 auf den Faktor 1,29. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Konjunktur im Euroraum fasst nach der jüngsten Schwächephase allmählich wieder Tritt. Hohe Inflation, steigende Finanzierungskosten und Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den post-Corona-Aufschwung in Europa beendet und die wirtschaftliche Aktivität leicht schrumpfen lassen. Insbesondere der private Konsum zeigte sich im Winterhalbjahr schwach. Die Risiken für die Prognose liegen zunehmend im finanziellen Umfeld. Zwar bilden Energieversorgung und Energiepreise weiterhin ein Risiko für die Prognose. Die Entwicklung der vergangenen Monate hat aber gezeigt, dass die Märkte in der Lage sind, auch große Veränderungen der Rahmenbedingungen zu verarbeiten. Inzwischen erscheinen Aufwärts- und Abwärtsrisiken für die Rohstoffpreise ausgeglichen. Für das laufende Jahr wird eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts im Euroram um 0,7 % unterstellt. Inflationäre Tendenzen sollen nach und nach abebben. Eine durchschnittliche Steigerung der Verbraucherpreise für das laufende Jahr werden mit einem Plus von 6,4 % beziffert. Für Deutschland wir für 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 5,8 % gerechnet. Erst 2024 soll das Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wieder um 1,9 % steigen und sich der Anstieg der Verbraucherpreise mit 2,1 % normalisieren. (Quelle 10: Kieler Konjunktur-Berichte, Weltwirtschaft im Sommer 2023, Zugriff 15.06.2023) Das europäische Bauvolumen sollte sich 2022 laut EUROCONSTRUCT um 3,6 % erhöhen. Dieser Wert wurde auf der Sommerkonferenz jedoch auf 2,3 % korrigiert. Dieser Trend gilt für alle drei Hauptsegmente (Wohnungsbau, Nichtwohnhochbau und Tiefbau). (Quelle 12: Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT-Sommerkonferenz 2022). Für Deutschland lassen sich als negative Hauptfaktoren für die Baubranche die Zinssteigerung, die Baukostenexplosion und die Förderkürzungen identifizieren. So ist für die ersten zehn Monate 2022 ein Rückgang zu verzeichnen. Es wurden insgesamt 4,9 % weniger Wohnungen genehmigt. Dagegen steht ein Zuwachs von 2 % im Bereich der Geschosswohnungen. Eine stabilisierende Wirkung haben zudem Bestandsmaßnahmen, welche durch steigende Energiepreise zusätzlich motiviert werden. Zudem werden einige im Jahr 2022 nicht realisierte Bauprojekte 2023 wieder aufgegriffen. (Quelle 13: ifo Schnelldienst Bauwirtschaft: Droht ein Absturz in der Baubranche?, Zugriff 17.05.2023) Für Bauglas-Nachfrage in West- und Zentraleuropa wird im ersten Quartal 2023 ein Rückgang in der Nachfrage erwartet. Dennoch soll die Nachfrage insgesamt stabil bleiben. Gründe hierfür sind vor allem die Top-Prioritäten der europäischen Konsumenten. Hierzu zählen die generelle Verbesserung des Komforts und Häuserdämmung. Die gestiegenen Energiekosten treten eine Renovationswelle los, welche von den meisten Regierungen unterstützt wird. Dem gegenüber stehen negative Faktoren wie die hohe Inflationsrate und Energiekosten, welche die Kaufkraft der Konsumenten schmälern. (Quelle 5: Bericht zum Bausektor in Europa, bereitgestellt von AGC Europa HQ in Brüssel, Stand: 11. April 2023) Dem INTERPANE-Konzern ist es 2022 - trotz Ukrainekrieg und steigenden Energiekosten - gelungen, sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragskennziffern (EBITDA; EGT) im Vergleich zum Vorjahr und dem Budget deutlich zu verbessern. Auch im Jahr 2023 werden sich aus den erwarteten Nachfrageentwicklungen im nationalen und internationalen Fenster- und Fassadenmarkt erneut Absatzchancen für INTERPANE ergeben. Die Strategie der Konzentration auf höherwertige Basisglas- und Isolierglasprodukte wird auch im Jahr 2023 konsequent fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2022 hat die AGC Glass Germany GmbH sämtlich Anteile von den bisherigen Eigentümern AGC Glass Europe S.A. (51%) und HELGEJOS Glass Holding AG (49%) übernommen. Der INTERPANE-Konzern ist nun vollständig in den AGC-Konzernverbund integriert. Aufgrund von Umstrukturierungen des INTERPANE-Konzerns wird für 2023 lediglich eine Gesamtleistung von € 460 Mio. erwartet. Die Differenz zur erreichten Gesamtleistung im Jahr 2022 von € 574 Mio. resultiert größtenteils aus der Umstrukturierung der AGC Glas Deutschland GmbH. Ehemals eine Vertriebsgesellschaft mit einer Gesamtleistung von 247 Mio. € im Jahr 2022, wird sie zukünftig als Costcenter operieren und lediglich Ihre Aufwendungen mit einem Aufschlag (mark-up) an verbundene Unternehmen weiterbelasten. Zusätzlich werden die Floatglasaktivitäten am Standort Seingbouse noch stärker in den AGC-Verbund integriert. Entsprechend erwartet der Interpane-Konzern für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA von 27,5 Mio. €. Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 verlief entsprechend unserer Erwartungen. Es wurde eine Gesamtleistung von € 199 Mio. und ein EBITDA von EUR 16,5 Mio erzielt. Die nichtfinanzielle Kennzahl zur Arbeitssicherheit soll 2023 mindestens den Wert des Jahres 2022 bestätigen. 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Vorbemerkungen Der INTERPANE-Konzern versucht Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern. Dabei werden auch Risiken eingegangen, um Chancen bestmöglich nutzen zu können. Das Chancen- und Risikomanagement stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit in einem gut kontrollierten Unternehmensumfeld ausgeübt wird. Sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und insbesondere die Entwicklungen in der Glas-, Fenster- und Solarbranche als auch die internen Prozesse werden fortlaufend überwacht, um Chancen und Risiken so früh wie möglich zu erkennen. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse im Konzern. Die Unternehmensleitung kann somit wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und - falls erforderlich - Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten. Mit Hilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unterliegen. Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für den INTERPANE-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Die Chancen und Risiken sind nach Bedeutung für den INTERPANE Konzern absteigend sortiert. Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Unternehmensgruppe in ihrer Gesamtheit gefährden sollten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt der INTERPANE-Konzern über ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien, um die Unternehmensfinanzierung sicherzustellen. 3.2.2 Absatzchancen und -risiken Absatzrisiken sind für unsere Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg. Wir begegnen diesen Risiken auch durch eine permanente technologische Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und einer konsequenten Beachtung unserer hohen Qualitätsstandards. Auch 2023 kann INTERPANE an der Nachfrage in der energetischen Gebäudesanierung in Europa, den europaweiten Investitionen im Wohnungsneubau sowie dem nationalen und insbesondere internationalen Projektgeschäft im Fassadenbau partizipieren. Die Krisenanfälligkeit der Konjunktur aufgrund der mitunter bereits (sehr) hohen Verschuldungsniveaus und der Strukturprobleme in diversen europäischen Volkswirtschaften ist jedoch weiterhin gegeben. Weitere Risiken resultieren insbesondere aus dem Krieg in der Ukraine und den gegenüber Russland verhängten Sanktionspaketen, die immer noch zu einer Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung in Europa führen dürften. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören jedoch nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns, so dass negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe weniger stark durchschlagen sollten. Die durch die Ukraine-Krise resultierenden ökonomischen Folgen für die europäische Wirtschaft und auch für unsere Unternehmensgruppe sind insgesamt nicht vollständig quantifizierbar. Wir erwarten, dass die Energiepreise im Gegensatz zum Vorjahr eine moderatere Entwicklung zeigen werden. Die Zinspolitik, Baukostenexplosion und Förderungskürzungen bergen die Gefahr eines deutlichen Rückgangs an Neubauten. Dem gegenüber stehen die Bestandsmaßnahmen bestehender Bauten hin zur Energieoptimierung, welche das Aufkommen staatlicher Förderungen antizipieren lassen. 3.2.3 Operative Chancen und Risiken Neben den Vertriebsaktivitäten und damit der Auftragsakquisition zur angemessenen Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten besteht eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich in der Sicherstellung einer effizienten und termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb vorgegebener Qualitätsstandards. Unvorhergesehene Betriebsunterbrechungen können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Der bestehende Maschinenpark wird mittels Neuinvestitionen sowie durch permanente Instandhaltungsmaßnahmen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Zudem bestehen seit vielen Jahren Versicherungen gegen Elementarschäden und zum Teil gegen Betriebsunterbrechungen. 3.2.4 Informationstechnologie (IT) - Chancen und Risiken Der zunehmenden Abhängigkeit wesentlicher Geschäftsprozesse von IT-Anwendungen und der IT-Infrastruktur tragen wir durch eine eigene IT-Organisation für den INTERPANE-Konzern Rechnung. Die Datensicherheit und -verfügbarkeit wird mittels redundanter Serverstrukturen gewährleistet und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Den IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet. Das interne Kontrollsystem sieht sowohl systematische als auch manuelle bzw. halbmanuelle Kontrollen vor. Die Ordnungsmäßigkeit der IT-Systeme und -Organisation wird im Rahmen externer IT-Systemprüfungen regelmäßig überprüft. Operationelle Risiken, die die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen oder die Richtigkeit des Jahresabschlusses in Frage stellen, wurden in diesen Prüfungen nicht festgestellt. Die eingesetzte IT-Infrastruktur und die IT-Anwendungen sind geeignet, wesentliche Fehler in der rechnungslegungsrelevanten Datenverarbeitung festzustellen und die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten. 3.2.5 Finanz-/Währungschancen und -risiken Wir begegnen potenziellen finanziellen Risiken mit einer strikten Kontrolle unserer operativen Kosten einschließlich der erforderlichen Investitionen; des Weiteren steht das Working Capital- Management unter permanenter Beachtung. Zudem stehen wir mit unseren Fremdkapitalgebern in zeitnahem Dialog. Der INTERPANE-Konzern wickelt sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Absatzseite den weit überwiegenden Teil der Geschäftsprozesse auf Eurobasis ab. Im internationalen Projektgeschäft werden insbesondere US-Dollar-Währungspositionen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zahlungsausfälle konnten in der Vergangenheit durch eine konsequente Beachtung der Kundenbonität sowie ein stringentes Debitorenmanagement und durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung begrenzt werden. Zinsänderungsrisiken werden in Bezug auf variable Verzinsungen zeitnah überwacht. 3.2.6 Beschaffungschancen und -risiken Durch die eigene Herstellung von Floatglas sind wir auf der Beschaffungsseite der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen der Glasveredelung und Glasverarbeitung weitestgehend autark. Zudem greifen wir auf die europaweiten AGC-Produktionskapazitäten sowie auf den AGC-Lieferantenpool zurück. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung unserer Lieferantenbasis. Die Versorgungssicherheit war ständig gewährleistet. Durch langfristig abgeschlossene Verträge beim Einkauf von Rohstoffen soll auch für das Jahr 2023 eine weitgehend kalkulierbare Kostenstruktur und Rohstoffverfügbarkeit gewährleistet werden. Gleichwohl stellen die Kostensteigerungen für fossile Energieträger insbesondere bei der sehr energieintensiven Herstellung von Floatglas eine große Herausforderung dar. Weiterhin sollen Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite durch adäquate und zeitnahe Anpassungen der Absatzpreise kompensiert werden. 3.2.7 Einbindung in den AGC-Konzernverbund Aus der Einbindung in den AGC-Konzernverbund ergeben sich Chancen und Risiken. Sowohl auf der Absatzseite und in der Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten werden Synergiepotentiale genutzt. Ebenfalls werden Kosteneinsparungen im Einkauf durch Bündelung der Beschaffungsmengen realisiert. Als Bestandteil des AGC-Konzernverbundes wird INTERPANE allerdings auch von strategischen Entscheidungen seitens AGC beeinflusst. 3.2.8 Ausblick / Unternehmensfortführung Die wirtschaftliche Zukunft des INTERPANE-Konzerns soll durch die vorhandene Ertragskraft und die Erzielung von erneut positiven Cashflows abgesichert werden. Das Erreichen der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 hängt von den zugrunde liegenden Annahmen ab. Hierzu gehören eine unverändert hohe Auslastung der Produktionskapazitäten in allen Geschäftsfeldern des INTERPANE-Konzerns im Verbund mit dem AGC-Konzern. Inwieweit das Konjunktur- und Marktumfeld sowie die kurz- und mittelfristigen Markterwartungen im Inland und den angrenzenden Nachbarländern durch den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine beeinträchtigt werden, ist aus jetziger Sicht immer noch schwer absehbar, wenngleich mit einer moderateren Entwicklung der Geschehnisse nach einem Jahr des Konflikts in Europa gerechnet werden kann.
Lauenförde, 31. August 2023 INTERPANE International Glas GmbH Frédéric Thys Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der INTERPANE International Glas GmbHLauenfördeA. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Vorbemerkung Der Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde (im Folgenden auch IP International genannt), wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die INTERPANE International Glas GmbH hat ihren Sitz in Lauenförde und wird im Handelsregister unter der Nr. HRB 110686 beim Amtsgericht Hildesheim geführt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften haben, mit Ausnahme der INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling, nach § 264 Abs. 3 HGB von der Möglichkeit der Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht, da eine Prüfung des Konzernabschlusses nach § 317 Abs. 3 HGB erfolgte. Die Offenlegungsverpflichtung der inländischen Tochtergesellschaften wird gem. § 264 Abs. 3 HGB durch die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfüllt. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, sind neben der Muttergesellschaft elf inländische Gesellschaften sowie sechs Gesellschaften aus dem europäischen Ausland einbezogen, bei denen die INTERPANE International Glas GmbH mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Die Einbeziehung beginnt ab dem Zeitpunkt der Beherrschung. Sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Verbundene Unternehmen (Konsolidierungskreis) In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende inländische Gesellschaften einbezogen:
Mit den Gesellschaften Nr. 1 bis Nr. 10 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Konzerngesellschaften.
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende ausländische Gesellschaften einbezogen:
2) Ergebnis lt. Handelsbilanz II
Folgende Gesellschaften werden im Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen:
Die Beteiligung an der AGC f | glass GmbH, Sülzetal, wurde 2008 erworben. Der Beteiligungsansatz wurde 2009 sukzessive durch Einzahlungen in das Kapital erhöht. Der im Erwerbszeitpunkt aufgedeckte positive Unterschiedsbetrag von ursprünglich T€ 794 wird im Rahmen der Equity-Bewertung als Geschäfts- oder Firmenwert über 15 Jahre abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital der AGC f | glass GmbH beträgt zum 31.12.2022 noch T€ 2. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden folgende Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Komplementärgesellschaft. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2012 erworben wurden, nach der Buchwertmethode gemäß § 321 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein als Firmenwert zu berücksichtigender Unterschiedsbetrag wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem jeweils anteilig erworbenen Eigenkapital entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge im Konzernabschluss der INTERPANE AG sind bei der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 1986 bis zur Höhe der Zeitwerte den Wertansätzen der Grundstücke und Gebäude zugeschrieben worden. Die danach verbleibenden Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in den Folgejahren abgeschrieben. Aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen an folgenden Bilanzstichtagen werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen sowie - soweit vor 1999 entstanden - auch mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des Unternehmens im Equity-Wert fortgeschrieben. Ein bei Erwerb einer Beteiligung bestehender anteiliger Bilanzverlust des Unternehmens stellt einen Unterschiedsbetrag im Rahmen des Erwerbs dar und wird im Equity-Wert als Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Die folgenden Anforderungen des DRSC wurden bisher nicht umgesetzt:
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Abschluss der IP International sowie die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung eines sich aus der Erstkonsolidierung von Beteiligungen ergebenden Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt planmäßig über 15 Jahre, da die Stabilität und Bestandsdauer der Branche, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Lebenszyklus der Produkte eine realistische Nutzung des gezahlten Aufgeldes über einen solchen Zeitraum erwarten lässt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen der Gebäude erfolgen linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von max. 50 Jahren. Technische Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie andere Anlagen werden linear über einen Zeitraum von 2 bis 21 Jahren abgeschrieben. Bei den Zugängen wurden die Abschreibungen zeitanteilig nach der pro-rata-temporis Methode vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital. Der Unterschiedsbetrag wurde bei erstmaliger Einbuchung als Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Equity-Bewertung abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten ein. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Bewertung der Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wird bestehenden Risiken durch den Ansatz von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei das Bestehen einer Kreditversicherung Berücksichtigung fand. Die Forderungen sind mit ihrem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Aktive und passive latente Steuern werden mit den jeweiligen Steuersätzen der zugrunde liegenden Sachverhalte bewertet und gemäß § 306 HGB saldiert ausgewiesen. Bei Ansatz und Bewertung von latenten Steuern wird der Deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS 18) angewendet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 HGB) angesetzt, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält, für deren Eintritt ausreichend objektive Hinweise vorliegen. Sie wurden in Höhe des Betrages gebildet, mit dem die Gesellschaft eventuell in Anspruch genommen werden könnte und den sie zur Abdeckung von Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 0 (Vj. T€ 0). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von (ursprünglich abgezinsten) Rückstellungen betrugen T€ 253 (Vj. T€ 108) und wurden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d.h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Die Bilanzierung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren Erfüllungsbeträgen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Konzern in Höhe von T€ 189 (Vj. T€ 241) angefallen. Auf eine Aktivierung von Entwicklungskosten wurde verzichtet, da eine verlässliche Zurechnung der Aufwendungen nicht möglich war. 5. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge aus Währungsumrechnungen werden in Höhe von T€ 2.426 (Vj. T€ 1.027), Aufwendungen in Höhe von T€ 1.400 (Vj. T€ 1.677) ausgewiesen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden in Euro aufgestellt. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 6. Anlagevermögen Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungs-/Herstellungskosten, der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens als Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt. Unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände werden überwiegend Software und Lizenzen ausgewiesen. Weiterhin wird dort der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Buchwert von T€ 0 (Vorjahr T€ 36) ausgewiesen. Die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens der IP International ergibt sich aus der beigefügten Entwicklung des Konzernanlagevermögens. 7. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 1.360 und bestehen aus der Weiterberechnung von Grunderwerbsteuern. Der Vorjahresausweis in Höhe von T€ 12.700) betraf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter AGC Glass Europe SA. In den sonstigen Vermögensgegenständen weisen T€ 176 (Vj. T€ 176) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. Die übrigen Forderungen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
8. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb der Konzernbilanz in Höhe von T€ 467 (Vj. T€ 372) ausgewiesen, wobei der Ausweis keine Disagien betrifft. 9. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß § 274, § 306 HGB sowie DRS 18 angesetzt und haben u.a. ihre Ursache in der Anpassung der Handelsbilanz I an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Handelsbilanz II bei den jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen erfolgten Anpassungen bei der Bewertung des Anlagevermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden angesetzt, soweit der Vorteil aus dem Verlustvortrag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann. Weiterhin werden latente Steuern berücksichtigt, die aus der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen im Wesentlichen aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen in den Vorjahren resultieren (§ 306 HGB). Passive latente Steuern werden auf den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes gebildet. Die erstmalige Einbuchung erfolgte im Jahre 2003 erfolgsneutral über einen Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert; latente Steuereffekte aus der Abschreibung des Unterschiedsbetrages wurden erfolgswirksam verrechnet. Soweit bei der erstmaligen Einbuchung latenter Steuern im Jahre 2003 Vorjahre betroffen waren, erfolgte die Behandlung der latenten Steuern erfolgsneutral. Die Berechnung der latenten Steuer erfolgt bei inländischen Sachverhalten mit dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8 % zzgl. Gewerbesteuer, die sich aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,5 % und 15,0 % bewegt. Bei den französischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit 25,0 % (Vorjahr 28 %) und bei der österreichischen Gesellschaft mit 23,0 % (Vorjahr 25 %) angesetzt. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz erfolgt saldiert. Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern im Konzern wird in folgender Übersicht wiedergegeben:
10. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der IP International beträgt € 5.120.000,00 und wird wie folgt gehalten:
Im Geschäftsjahr 2022 hat die AGC Glass Germany GmbH sämtlich Anteile von den bisherigen Eigentümern AGC Glass Europe S.A. (51%) und HELGEJOS Glass Holding AG (49%) übernommen. Anteile anderer Gesellschafter Der Bilanzausweis ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel. 11. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d. h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Zusätzlich bestehen zum 31. Dezember 2021 nicht rückgedeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 2.774. Folgende wesentliche Parameter wurden dabei verwendet:
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit der PUC-(Projected Unit Credit) Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurde der pauschalierte durchschnittliche Marktzins zur Abzinsung verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 514 (Vorjahr T€ 696). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Es wurden zum Bilanzstichtag Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 8.710 im Konzern mit dem beizulegenden Wert (entspricht den Anschaffungskosten) von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und nur zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, in Höhe von T€ 2.390 verrechnet. Gemäß § 246 Abs. 2 und § 277 Abs. 5 HGB wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen saldiert mit Erträgen aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von T€ 207 (Vj. T€ 137) im Zinsergebnis ausgewiesen. Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen wurden mit Erträgen aus der Auflösung sowie dem Verbrauch (Pensionszahlungen) der Pensionsrückstellungen bzw. der Veränderung der Aktivwerte verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns enthalten insbesondere Beträge für ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, zu erbringende Gewährleistungen, Tantiemen, Boni sowie sonstige Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. 12. Verbindlichkeitenspiegel Die Verbindlichkeiten des Konzerns weisen die folgenden Laufzeiten auf (in Klammern sind die Vorjahreszahlen angegeben):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Investitionsdarlehen zweier Tochtergesellschaften mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von T€ 0. Der Vorjahresausweis in Höhe von T€ 14.186 betraf den ehemaligen Gesellschafter AGC Glass Europe SA. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 2.313 (Vj. T€ 1.493) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit T€ 1.124 (Vj. T€ 1.251) enthalten. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 13. Umsatzerlöse Im Folgenden ist eine Aufgliederung der konsolidierten Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten sowie nach geographisch bestimmten Märkten (Fakturierungsort) vorgenommen worden (die in Klammern genannten Beträge betreffen das Vorjahr):
14. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrafen die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Im Vorjahr betrafen die anderen aktivierten Eigenleistungen die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern, sowie die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. 15. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.061 (Vj. T€ 3.888) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.426 (Vj. T€ 1.027) enthalten. 16. Personalaufwand/Personalbestand Der durchschnittliche Personalbestand hat sich im Berichtsjahr folgendermaßen entwickelt:
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.400 (Vj. T€ 1.677) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 21 (Vj. T€ 6) angefallen. 18. Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Erträge aus der Abzinsung bzw. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten (vgl. Tz. 4). 19. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Die Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrafen die AGC f | glass. 20. Steuern
Im Konzernsteueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag 2022 sind Aufwendungen - nach Saldierung mit Erträgen - in Höhe von T€ 4.933 (Vorjahr Erträge T€ 5.180) aus der Veränderung von aktiven sowie passiven latenten Steuern enthalten, die im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Bewertungsunterschiede stammen. Die Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern im Konzern wird unter der Position "Latente Steuern" dargestellt. 21. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter Im Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Oktober 2005 zwischen der IP International und der INTERPANE AG wird dem Minderheitsgesellschafter der INTERPANE AG eine Mindestdividende (brutto T€ 704 p.a.) garantiert. D. SONSTIGE ANGABEN 22. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Als sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind an Leasing-, Miet- und Pachtverträge zu erwähnen:
Mit dem assoziierten Unternehmen AGC f | glass besteht ein Long Term Supply Agreement. Hierin verpflichtet sich die IP AG und / oder mit deren verbundenen Unternehmen eine Mindestmenge an unbeschichteten oder beschichteten Flachgläsern pro Jahr zu einem definierten Abnahmepreis von der AGC f | glass abzunehmen. Aufgrund der derzeitigen Marktsituation ist aus diesem Beschaffungsvertrag mit keinen Verlusten zu rechnen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Eventualverbindlichkeiten oder sonstige nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen. 23. Bildung von Bewertungseinheiten Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung und Reduzierung der Risiken aus Schwankungen von Fremdwährungspositionen zwischen Auftragseingang und Auftragsabschluss eingesetzt. Zukünftige, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Fremdwährungseinzahlungen aus dem Isolierglasobjektgeschäft in Nordamerika werden mit dem aktuellen Wechselkurs bei Vertragsabschluss durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da alle wertbestimmenden Faktoren aus Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, erfolgt die Beurteilung der Wirksamkeit mittels der Critical-Terms-Match Methode. Das Grundgeschäft und das Devisentermingeschäft werden zu einer Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode, d.h. die eintretenden wirksam abgesicherten Wertveränderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden nicht erfasst. Zum Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte in US-Dollar in Höhe eines Nominalwertes von T€ 385 (Vorjahr T€ 1.625) abgeschlossen. 24. Nachtragsbericht Seit dem 24.2.2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns, so dass negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe weniger stark durchschlagen sollten. Die durch die Ukraine-Krise resultierenden ökonomischen Folgen für die europäische Wirtschaft und auch für unsere Unternehmensgruppe sind insgesamt nicht vollständig absehbar und quantifizierbar. Jedoch erwarten wir, dass sich die Energiepreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen und den Inflationsdruck erhöhen werden, da dieser Konflikt neben den Energiepreisen und die Verbraucherpreise weiter nach oben treiben wird. Der Volatilität auf den Energiemärkten begegnen wir einerseits durch Gas-Hedging-Abschlüsse und andererseits durch Preiserhöhungen auf der Absatzseite für unsere Produkte, um die massiv steigenden Kosten an den Markt weiterzugeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 314 Nr. 25 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind und über die zu berichten wäre, ergaben sich nicht. 25. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde Herrn Jörn C. Hesselbach, Geschäftsführer, Meggen / Schweiz (bis zum 05.07.2023), Herrn Jochen H. Hesselbach, Geschäftsführer, Meggen / Schweiz (bis 16.11.2022), Herrn Frederic Thys, Geschäftsführer, Wezembeek-Oppem / Belgien (ab 16.11.2022). Der Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch ihre Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Bis zum 16.11.2022 hatte die Gesellschaft Prokura an Herrn Frank Schürmann, Vlotho, erteilt. 26. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr wurde die Befreiung nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 27. Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, belief sich auf T€ 324 (Vorjahr T€ 297), und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 28. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 40.972 mit dem bestehenden Konzernbilanzverlust zu verrechnen und den verbleibenden Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 43.642 auf neue Rechnung vorzutragen. 29. Konzernabschluss Oberstes Mutterunternehmen ist die AGC Inc., Tokio/Japan, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird auf der Homepage der AGC Inc. veröffentlicht.
Lauenförde, 31. August 2023 Frédéric Thys Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022der INTERPANE International Glas GmbHLauenförde
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsiahr 2022der INTERPANE International Glas GmbHLauenförde
Konzernkapitalflussrechnung
Der Finanzmittelbestand umfasst Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Kapitalflussrechnung erfolgte entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der INTERPANE International Glas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. August 2023 KPMG
AG
Kuntz, Wirtschaftsprüfer Özgüc, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung Der Konzernabschluss wurde am 31. August 2023 festgestellt. |
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