Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 24429
Vorher
INTERPANE Glasgesellschaft mbH
Eingetragen
20.10.2008
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasHerstellung von Trinkgläsern und anderen Haushaltswaren aus Glas a. n. g.
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Isolierglas aller Art sowie sämtliche damit zusammenhängende Geschäfte sowie die Übernahme der Geschäftsführung in solchen oder ähnlichen Unternehmungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sebastian Schmidt
seit 10.4.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AGC INTERPANE Holding GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Aktivitäten des INTERPANE-Konzerns umfassen 4 Geschäftsfelder:

Herstellung von Floatglas an jeweils einem Standort in Deutschland und Frankreich.

Veredelung von Floatglas zu beschichteten Basisgläsern, sog. Wärmeschutz- und Sonnenschutzgläser als Halbzeuge. Die unbeschichteten und beschichteten Basisgläser werden einerseits in den INTERPANE-Schwesterunternehmen weiterverarbeitet und andererseits als Halbzeuge an Glasverarbeitungsunternehmen in den Absatzregionen Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region), Dänemark sowie in Frankreich und den Benelux-Ländern vertrieben.

Herstellung von Isolier- und Sicherheitsgläsern an 9 Standorten in Deutschland, Frankreich, Österreich und Slowakei; der Vertrieb dieser Produkte erfolgt in den vorgenannten Ländern, darüber hinaus werden hochwertige Multifunktions-Isoliergläser (High-End-Verglasungen) im nationalen und internationalen Projektgeschäft vermarktet.

Das vierte Geschäftsfeld umfasst die Vermarktung inklusive eigenem Engineering, Herstellung sowie Inbetriebnahme von Beschichtungsanlagen zur Veredelung von diversen Materialien, wie z.B. Flachglas, Metall oder Textilien.

1.2. Steuerungssystem

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Konzerns erfolgt über von der Geschäftsführung festgelegte Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in operative, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch eine permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen.

Umsatz- und Ergebnisgrößen bilden die bedeutsamsten wirtschaftlichen Steuerungskennzahlen im INTERPANE-Konzern. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Gesamtleistung (Umsatzerlöse ± Bestandsveränderungen sowie anderer aktivierter Eigenleistungen) und dem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die Steuerungskennzahlen werden sowohl für jedes Konzernunternehmen als auch für den Gesamtkonzern einheitlich ermittelt; segmentspezifische Kennzahlen werden nicht eingesetzt.

Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren wird als wesentliche, nichtfinanzielle Kennzahl die Arbeitssicherheit (Anzahl der Arbeitsunfälle und Krankheitstage in Relation zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit) herangezogen.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der INTERPANE-Gruppe erfolgen primär in der INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Die Hauptaktivitäten lagen 2022 erneut im Bereich der Glasbeschichtung für den Architekturglas-Bereich:

Ausbau der Testmöglichkeiten für Pilotbeschichtungsversuche im Produktionsformat und Textilbeschichtung

Weiterentwicklung und Hochskalierung von Hochrateprozessen in der Glasbeschichtung

Qualifizierung neuer Kathoden im Glas-Beschichtungsprozess

Kontinuierliche Verbesserung der Werkzeuge zur Erhöhung der Beschichtungshomogenität

Entwicklung effizienterer Produktionsverfahren durch simulationsgestützte Analysen mit dem Ziel der Verkürzung der Produktions-Einfahrzeiten

Produktweiterentwicklungen mit dem Fokus auf energieeffizientere Sonnenschutz-Beschichtungen und zur Erschließung neuer Absatzmärkte / -branchen

Erweiterung des Produktspektrums im Beschichtungs-Anlagenbau.

Des Weiteren ist die Eruierung neuer Märkte und Substrate für Vakuumbeschichtungsprozesse fortgesetzt worden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in der EU war im Berichtsjahr von dem Ukraine-Konflikt beeinflusst. Nach dem Aufschwung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um + 5,5 % hat das Bruttoinlandsprodukt 2022 - nach vorläufigen Berechnungen - ein Wachstum von + 3,3 % erreicht.

(Quelle 1: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 10.05.2023).

In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung aufgrund zunehmender Preissteigerungen in der Energiekrise im II. und III. Quartal des Jahres weniger gewachsen als im Vorjahr. Im IV. Quartal ist die wirtschaftliche Belastung durch den Wegfall von Vergünstigungen, wie der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket, im Sektor der privaten Konsumausgaben bemerkbar. Auf Gesamtjahresbasis hat das statistische Bundesamt eine Wachstumsrate von + 1,8 % veröffentlicht im Vergleich zu + 2,6 % im Vorjahr.

(Quelle 2: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung: Korrektur: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022, Zugriff: 11.05.2023).

In Frankreich ist - im Vergleich zu Deutschland - ein deutlich stärkerer Rückgang des Bruttoinlandsproduktwachstums von + 6,5 % im Jahr 2021 zu + 2,2 % im Jahr 2022 zu verzeichnen. Auch das Wachstum des österreichischen Bruttoinlandsprodukts ist gesunken. Es bleibt jedoch im direkten Vergleich deutlich stabiler von + 4,2 % im Jahr 2021 auf + 3,8 % im Jahr 2022.

(Quelle 1: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 10.05.2023).

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rezession in Deutschland (Rückgang des BIP im vierten Quartal 2022 sowie im ersten Quartal 2023), steht in diesem Kontext auch die Baubranche unter besonderer Beobachtung. In der Zeit der Corona-Pandemie konnten Bautätigkeiten die Gesamtwirtschaft durch ihre positive Entwicklung stützen. Die Faktoren, welche den Wohnungsbau im Betrachtungszeitraum 2022 im besonderen Maße beeinflussen, sind zum einen die steigenden Bau- und Materialpreise als Teil der inflationären Entwicklungen sowie das stetig zunehmende Zinsniveau.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 sind die Baugenehmigungen für neu zu errichtende Wohngebäude im Vergleich zu 2021 um 4,9 % zurückgegangen, was in absoluten Zahlen 13.300 Wohnungen entspricht. Ende März 2021 ist das Baukindergeld ausgelaufen, was eine Reduzierung der Genehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,4 % zur Folge hatte. Stabil hingegen sind die Genehmigungen für Geschosswohnungen, welche sogar eine Zunahme um 2 % verzeichnen.

Bei den in der Planung weit fortgeschrittenen Bauvorhaben lässt sich ein Trend des Aufschiebens beobachten. Dennoch ist für die ersten zehn Monate des Jahres 2022 der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe rückläufig. Der Wohnungsneubau verzeichnet ein reales Minus von 13,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

(Quelle 3: ifo Schnelldienst 18.Januar 2023, Zugriff: 15.05.2023)

Betrachtet man das Jahr 2022 in Gänze, so lassen sich insgesamt 354.400 genehmigte Wohnung erfassen. Dies sind 26.300 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Es entspricht einem Rückgang von 6,9 %. Zur Einschätzung ist hervorzuheben, dass im Jahr 2021 der höchste Wert an genehmigten Wohnungen seit 1999 erreicht worden ist.

(Quelle 4: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 95 vom 10. März 2023, Zugriff: 11.05.2023)

Hinsichtlich des Marktumfelds in Europa lässt sich festhalten, dass die erste Hälfte des Jahres 2022 von einer starken Nachfrage im Bausektor geprägt war. Gespiegelt am ersten Halbjahr 2021 lässt sich ein Anstieg von 4,7 % verzeichnen. Vom Sommer 2022 an ließ die Nachfrage drastisch nach. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich ein Rückgang um 14,1 % beziffern. Vergleicht man die kompletten Jahre 2021 und 2022 miteinander, lässt sich für 2022 ein Rückgang um 1,5 % festhalten. Die Entwicklung auf Länderebene weist gewisse Variationen auf. Die DACH-Region vermindert sich um 3% während Polen einen Anstieg um 0,4 % aufweist. Die Ländergruppe Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Kroatien und Ungarn verzeichnen einen Rückgang von 4,7 %.

(Quelle 5: Bericht zum Bausektor in Europa, bereitgestellt von AGC Europa HQ in Brüssel, Stand: 11. April 2023)

Für die deutsche Fensterbranche prognostiziert der Verband Fenster + Fassade in Frankfurt im Oktober 2022, dass die Absatzmengen 2022 und 2023 um etwa 1,0 % zurückgehen werden. Im Jahr 2022 werden folglich 15,7 Mio. Fenstereinheiten bzw. 15,5 Mio. Fenstereinheiten im Jahr 2023 erwartet. Der Rückgang 2022 im Neubaubereich beträgt 2,6 % und dann 2023 voraussichtlich weitere 8,6%. Den Daten nach lässt sich für 2022 im Wohnungsbau eine Zunahme der Sanierung um 0,8% und 2023 um weitere 3,5% auf 7,69 Mio. Fenstereinheiten verzeichnen. Dem gegenüber weist der komplette Bereich der Sanierung für 2023 ebenfalls eine Zunahme von 3,6 % auf. Dies entspricht 10,07 Mio. Fenstereinheiten.

(Quelle 6: Heinze Oktober 2022, VFF-Fenster- und Außentürmarktbericht, Zugriff: 11.05.2023)

2.2. Geschäftsverlauf

Insgesamt verzeichnete der INTERPANE-Konzern eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im Jahr 2022, insbesondere vor dem Hintergrund der Beeinträchtigungen im Zuge der Energiekrise resultierend aus dem Konflikt in der Ukraine. Die generelle Marktnachfrage nach Flachglas-Produkten erwies sich in der DACH-Region als robust. Der Absatz hochwertiger Produkte mit höheren Absatzpreisen sowie höhere Absatzpreise für unbeschichtete und beschichtete Basisgläser, kompensierten die steigenden Energiekosten.

Sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragslage (EBITDA; EGT) haben sich im Vorjahresvergleich deutlich verbessert. Insbesondere im Produktbereich Floatglas konnten deutliche Steigerungen verzeichnet werden, während auf der nachgelagerten Wertschöpfungsstufe in den Weiterverarbeitungs-Unternehmen des INTERPANE-Konzerns die gute Ertragslage des Vorjahres weitgehend bestätigt wurde.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die konsolidierte Gesamtleistung erhöhte sich von € 430 Mio. um 33,5 % auf € 574 Mio. und übertraf zugleich die Budgetvorgabe von € 436 Mio. um 31,7 %. Der (im wesentlich preisbedingte) Anstieg der Gesamtleistung resultierte sowohl aus dem Floatglas-Geschäft (unbeschichtete und beschichtete Basisgläser) als auch aus den INTERPANE-Weiterverarbeitungsbetrieben (Isolier- und Sicherheitsgläser). Die Exportquote blieb mit 56,2 % (2021: 55,9 %) nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von € 8,8 Mio. auf € 9,6 Mio. zu; hiervon entfallen € 4,5 Mio. auf die Auflösung von Rückstellungen und auf Währungsgewinne.

Die Materialaufwendungen erhöhten sich von € 250 Mio. auf € 358 Mio. einhergehend mit einem Anstieg der Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge) um 4,1 Prozentpunkte auf 62,3 %. Das Rohergebnis nahm von € 189 Mio. um 19,6 % auf € 226 Mio. zu.

Der Personalaufwand beläuft sich auf € 78,7 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % gestiegen. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verbesserte sich von 17,3 % auf 13,7 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen - im Wesentlichen bedingt durch höhere Transportkosten - um € 9,3 Mio. oder 15,4 % auf € 69,6 Mio. an.

In Summe ergibt sich eine kräftige Verbesserung im EBITDA von € 53,8 Mio. um 44,9 % auf € 78,0 Mio.; das für 2022 budgetierte EBITDA (€ 54 Mio.) wurde gleichermaßen um 44 % übertroffen.

Die Abschreibungen beliefen sich auf € 13,1 Mio. (2021: € 12,1 Mio.), so dass im Berichtsjahr ein EBIT von € 65,0 Mio. ausgewiesen wird gegenüber € 41,8 Mio. im Jahr 2021.

Das negative Finanzergebnis (im Wesentlichen bestehend aus Zinserträgen und -aufwendungen) konnte im Vorjahresvergleich von - € 1,4 Mio. auf - € 1,0 Mio. verbessert werden. Die Erhöhung der Ertragssteuerlast von € 4,7 Mio. auf € 19,8 Mio. resultiert einerseits aus den latenten Steuern (2022: Aufwand von € 4,9 Mio.; 2021: Ertrag von € 5,2 Mio.) sowie den Aufwendungen für die Ertragssteuern (in Summe 2022: Aufwand von € 14,9 Mio.; 2021 Aufwand von € 9,9 Mio.).

Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich von € 34,0 Mio. um 20,6 % auf € 41,0 Mio.

Die Konzern-Bilanz weist zum 31. Dezember 2022 bei einer Bilanzsumme von € 264 Mio. (31.12.2021: € 246 Mio.) einen Anstieg im Eigenkapital auf € 151 Mio. aus (Vorjahr: € 110 Mio.); die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 44,5 % auf 57,1 % im INTERPANE-Konzern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich infolge der planmäßigen Tilgung von Bankdarlehen von € 42,7 Mio. auf € 1,2 Mio. Daraus resultierend nahmen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 von € 32,8 Mio. zu € 14,1 Mio. deutlich ab. Hinsichtlich der Laufzeit der Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Zudem bestehen zum Bilanzstichtag nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund € 10 Mio.

Auf Basis eines Cashflows in Höhe von € 55,3 Mio. (Vorjahr: € 47,2 Mio.) errechnet sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 37,3 Mio. im Vergleich zu € 45,5 Mio. im Vorjahr.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf € 12,6 Mio. (2021: € 12,0 Mio.); davon im Wesentlichen € 0,7 Mio. für technische Anlagen und Maschinen, € 1,3 Mio. für Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie € 10,2 Mio. für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen die Erweiterung / Modernisierung der Standorte in Parndorf, Seingbouse, Lauenförde und der Slowakei. Diese Investitionsmaßnahme sollen 2023 finalisiert werden. Demgegenüber stehen Einzahlungen aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagevermögen in Höhe von € 30 T. (2021: € 0,5 Mio.). Hinzu kommen erhaltene Zinsen in Höhe von € 295 T (2021: € 22 T). Per Saldo belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf - € 12,4 Mio. gegenüber - € 11,5 Mio. im Vorjahr.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - € 43,5 Mio. (Vorjahr: -€ 23,1 Mio.) beinhaltet im Wesentlichen den Abbau der Bankverbindlichkeiten (-€ 41,5 Mio.) und die Garantiedividende an Minderheitsgesellschafter (- € 0,7 Mio.) sowie gezahlten Zinsen (- € 1,3 Mio.).

In Summe zeigt die Konzernkapitalflussrechnung das folgende Bild:

- in T€ - 2022 2021
Cashflow + 55.318 + 47.230
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + 37.259 + 45.492
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 12.389 - 11.516
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 43.518 - 23.144
Veränderung Finanzmittelbestand - 18.648 + 10.832

Die wirtschaftlichen Kennzahlen des INTERPANE-Konzerns haben sich 2022 sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum Budget verbessert. Die wirtschaftliche Lage im INTERPANE-Konzern kann - auch im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts - als weiterhin zufrieden stellend beurteilt werden.

Zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Die Krankheitsquote stieg im Berichtsjahr von 5,0 % auf 6,0 % an.

Die Kennzahlen zur Arbeitssicherheit haben sich im Vorjahresvergleich positiv entwickelt: Die "Incident Rate" beziffert das absolute Unfallaufkommen und hat sich in der INTERPANE-Gruppe von 1,06 auf 0,91 verbessert. Die Risk Rate, die neben dem absoluten Unfallaufkommen die Unfallschwere unter Beachtung der zugehörigen Ausfalltage berücksichtigt, verringerte sich von 3,64 auf den Faktor 1,29.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Konjunktur im Euroraum fasst nach der jüngsten Schwächephase allmählich wieder Tritt. Hohe Inflation, steigende Finanzierungskosten und Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den post-Corona-Aufschwung in Europa beendet und die wirtschaftliche Aktivität leicht schrumpfen lassen. Insbesondere der private Konsum zeigte sich im Winterhalbjahr schwach. Die Risiken für die Prognose liegen zunehmend im finanziellen Umfeld. Zwar bilden Energieversorgung und Energiepreise weiterhin ein Risiko für die Prognose. Die Entwicklung der vergangenen Monate hat aber gezeigt, dass die Märkte in der Lage sind, auch große Veränderungen der Rahmenbedingungen zu verarbeiten. Inzwischen erscheinen Aufwärts- und Abwärtsrisiken für die Rohstoffpreise ausgeglichen.

Für das laufende Jahr wird eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts im Euroram um 0,7 % unterstellt. Inflationäre Tendenzen sollen nach und nach abebben. Eine durchschnittliche Steigerung der Verbraucherpreise für das laufende Jahr werden mit einem Plus von 6,4 % beziffert. Für Deutschland wir für 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 5,8 % gerechnet. Erst 2024 soll das Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wieder um 1,9 % steigen und sich der Anstieg der Verbraucherpreise mit 2,1 % normalisieren.

(Quelle 10: Kieler Konjunktur-Berichte, Weltwirtschaft im Sommer 2023, Zugriff 15.06.2023)

Das europäische Bauvolumen sollte sich 2022 laut EUROCONSTRUCT um 3,6 % erhöhen. Dieser Wert wurde auf der Sommerkonferenz jedoch auf 2,3 % korrigiert. Dieser Trend gilt für alle drei Hauptsegmente (Wohnungsbau, Nichtwohnhochbau und Tiefbau).

(Quelle 12: Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT-Sommerkonferenz 2022).

Für Deutschland lassen sich als negative Hauptfaktoren für die Baubranche die Zinssteigerung, die Baukostenexplosion und die Förderkürzungen identifizieren. So ist für die ersten zehn Monate 2022 ein Rückgang zu verzeichnen. Es wurden insgesamt 4,9 % weniger Wohnungen genehmigt. Dagegen steht ein Zuwachs von 2 % im Bereich der Geschosswohnungen. Eine stabilisierende Wirkung haben zudem Bestandsmaßnahmen, welche durch steigende Energiepreise zusätzlich motiviert werden. Zudem werden einige im Jahr 2022 nicht realisierte Bauprojekte 2023 wieder aufgegriffen.

(Quelle 13: ifo Schnelldienst Bauwirtschaft: Droht ein Absturz in der Baubranche?, Zugriff 17.05.2023)

Für Bauglas-Nachfrage in West- und Zentraleuropa wird im ersten Quartal 2023 ein Rückgang in der Nachfrage erwartet. Dennoch soll die Nachfrage insgesamt stabil bleiben. Gründe hierfür sind vor allem die Top-Prioritäten der europäischen Konsumenten. Hierzu zählen die generelle Verbesserung des Komforts und Häuserdämmung. Die gestiegenen Energiekosten treten eine Renovationswelle los, welche von den meisten Regierungen unterstützt wird. Dem gegenüber stehen negative Faktoren wie die hohe Inflationsrate und Energiekosten, welche die Kaufkraft der Konsumenten schmälern.

(Quelle 5: Bericht zum Bausektor in Europa, bereitgestellt von AGC Europa HQ in Brüssel, Stand: 11. April 2023)

Dem INTERPANE-Konzern ist es 2022 - trotz Ukrainekrieg und steigenden Energiekosten - gelungen, sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragskennziffern (EBITDA; EGT) im Vergleich zum Vorjahr und dem Budget deutlich zu verbessern. Auch im Jahr 2023 werden sich aus den erwarteten Nachfrageentwicklungen im nationalen und internationalen Fenster- und Fassadenmarkt erneut Absatzchancen für INTERPANE ergeben. Die Strategie der Konzentration auf höherwertige Basisglas- und Isolierglasprodukte wird auch im Jahr 2023 konsequent fortgeführt.

Im Geschäftsjahr 2022 hat die AGC Glass Germany GmbH sämtlich Anteile von den bisherigen Eigentümern AGC Glass Europe S.A. (51%) und HELGEJOS Glass Holding AG (49%) übernommen. Der INTERPANE-Konzern ist nun vollständig in den AGC-Konzernverbund integriert. Aufgrund von Umstrukturierungen des INTERPANE-Konzerns wird für 2023 lediglich eine Gesamtleistung von € 460 Mio. erwartet. Die Differenz zur erreichten Gesamtleistung im Jahr 2022 von € 574 Mio. resultiert größtenteils aus der Umstrukturierung der AGC Glas Deutschland GmbH. Ehemals eine Vertriebsgesellschaft mit einer Gesamtleistung von 247 Mio. € im Jahr 2022, wird sie zukünftig als Costcenter operieren und lediglich Ihre Aufwendungen mit einem Aufschlag (mark-up) an verbundene Unternehmen weiterbelasten. Zusätzlich werden die Floatglasaktivitäten am Standort Seingbouse noch stärker in den AGC-Verbund integriert. Entsprechend erwartet der Interpane-Konzern für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA von 27,5 Mio. €.

Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 verlief entsprechend unserer Erwartungen. Es wurde eine Gesamtleistung von € 199 Mio. und ein EBITDA von EUR 16,5 Mio erzielt.

Die nichtfinanzielle Kennzahl zur Arbeitssicherheit soll 2023 mindestens den Wert des Jahres 2022 bestätigen.

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1 Vorbemerkungen

Der INTERPANE-Konzern versucht Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern. Dabei werden auch Risiken eingegangen, um Chancen bestmöglich nutzen zu können. Das Chancen- und Risikomanagement stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit in einem gut kontrollierten Unternehmensumfeld ausgeübt wird. Sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und insbesondere die Entwicklungen in der Glas-, Fenster- und Solarbranche als auch die internen Prozesse werden fortlaufend überwacht, um Chancen und Risiken so früh wie möglich zu erkennen.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse im Konzern. Die Unternehmensleitung kann somit wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und - falls erforderlich - Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten. Mit Hilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unterliegen.

Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für den INTERPANE-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Die Chancen und Risiken sind nach Bedeutung für den INTERPANE Konzern absteigend sortiert. Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Unternehmensgruppe in ihrer Gesamtheit gefährden sollten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt der INTERPANE-Konzern über ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien, um die Unternehmensfinanzierung sicherzustellen.

3.2.2 Absatzchancen und -risiken

Absatzrisiken sind für unsere Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg. Wir begegnen diesen Risiken auch durch eine permanente technologische Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und einer konsequenten Beachtung unserer hohen Qualitätsstandards.

Auch 2023 kann INTERPANE an der Nachfrage in der energetischen Gebäudesanierung in Europa, den europaweiten Investitionen im Wohnungsneubau sowie dem nationalen und insbesondere internationalen Projektgeschäft im Fassadenbau partizipieren. Die Krisenanfälligkeit der Konjunktur aufgrund der mitunter bereits (sehr) hohen Verschuldungsniveaus und der Strukturprobleme in diversen europäischen Volkswirtschaften ist jedoch weiterhin gegeben. Weitere Risiken resultieren insbesondere aus dem Krieg in der Ukraine und den gegenüber Russland verhängten Sanktionspaketen, die immer noch zu einer Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung in Europa führen dürften. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören jedoch nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns, so dass negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe weniger stark durchschlagen sollten. Die durch die Ukraine-Krise resultierenden ökonomischen Folgen für die europäische Wirtschaft und auch für unsere Unternehmensgruppe sind insgesamt nicht vollständig quantifizierbar. Wir erwarten, dass die Energiepreise im Gegensatz zum Vorjahr eine moderatere Entwicklung zeigen werden. Die Zinspolitik, Baukostenexplosion und Förderungskürzungen bergen die Gefahr eines deutlichen Rückgangs an Neubauten. Dem gegenüber stehen die Bestandsmaßnahmen bestehender Bauten hin zur Energieoptimierung, welche das Aufkommen staatlicher Förderungen antizipieren lassen.

3.2.3 Operative Chancen und Risiken

Neben den Vertriebsaktivitäten und damit der Auftragsakquisition zur angemessenen Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten besteht eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich in der Sicherstellung einer effizienten und termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb vorgegebener Qualitätsstandards. Unvorhergesehene Betriebsunterbrechungen können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Der bestehende Maschinenpark wird mittels Neuinvestitionen sowie durch permanente Instandhaltungsmaßnahmen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Zudem bestehen seit vielen Jahren Versicherungen gegen Elementarschäden und zum Teil gegen Betriebsunterbrechungen.

3.2.4 Informationstechnologie (IT) - Chancen und Risiken

Der zunehmenden Abhängigkeit wesentlicher Geschäftsprozesse von IT-Anwendungen und der IT-Infrastruktur tragen wir durch eine eigene IT-Organisation für den INTERPANE-Konzern Rechnung. Die Datensicherheit und -verfügbarkeit wird mittels redundanter Serverstrukturen gewährleistet und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Den IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet. Das interne Kontrollsystem sieht sowohl systematische als auch manuelle bzw. halbmanuelle Kontrollen vor.

Die Ordnungsmäßigkeit der IT-Systeme und -Organisation wird im Rahmen externer IT-Systemprüfungen regelmäßig überprüft. Operationelle Risiken, die die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen oder die Richtigkeit des Jahresabschlusses in Frage stellen, wurden in diesen Prüfungen nicht festgestellt.

Die eingesetzte IT-Infrastruktur und die IT-Anwendungen sind geeignet, wesentliche Fehler in der rechnungslegungsrelevanten Datenverarbeitung festzustellen und die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

3.2.5 Finanz-/Währungschancen und -risiken

Wir begegnen potenziellen finanziellen Risiken mit einer strikten Kontrolle unserer operativen Kosten einschließlich der erforderlichen Investitionen; des Weiteren steht das Working Capital- Management unter permanenter Beachtung. Zudem stehen wir mit unseren Fremdkapitalgebern in zeitnahem Dialog.

Der INTERPANE-Konzern wickelt sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Absatzseite den weit überwiegenden Teil der Geschäftsprozesse auf Eurobasis ab. Im internationalen Projektgeschäft werden insbesondere US-Dollar-Währungspositionen durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Zahlungsausfälle konnten in der Vergangenheit durch eine konsequente Beachtung der Kundenbonität sowie ein stringentes Debitorenmanagement und durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung begrenzt werden.

Zinsänderungsrisiken werden in Bezug auf variable Verzinsungen zeitnah überwacht.

3.2.6 Beschaffungschancen und -risiken

Durch die eigene Herstellung von Floatglas sind wir auf der Beschaffungsseite der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen der Glasveredelung und Glasverarbeitung weitestgehend autark. Zudem greifen wir auf die europaweiten AGC-Produktionskapazitäten sowie auf den AGC-Lieferantenpool zurück.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung unserer Lieferantenbasis. Die Versorgungssicherheit war ständig gewährleistet.

Durch langfristig abgeschlossene Verträge beim Einkauf von Rohstoffen soll auch für das Jahr 2023 eine weitgehend kalkulierbare Kostenstruktur und Rohstoffverfügbarkeit gewährleistet werden. Gleichwohl stellen die Kostensteigerungen für fossile Energieträger insbesondere bei der sehr energieintensiven Herstellung von Floatglas eine große Herausforderung dar. Weiterhin sollen Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite durch adäquate und zeitnahe Anpassungen der Absatzpreise kompensiert werden.

3.2.7 Einbindung in den AGC-Konzernverbund

Aus der Einbindung in den AGC-Konzernverbund ergeben sich Chancen und Risiken. Sowohl auf der Absatzseite und in der Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten werden Synergiepotentiale genutzt. Ebenfalls werden Kosteneinsparungen im Einkauf durch Bündelung der Beschaffungsmengen realisiert. Als Bestandteil des AGC-Konzernverbundes wird INTERPANE allerdings auch von strategischen Entscheidungen seitens AGC beeinflusst.

3.2.8 Ausblick / Unternehmensfortführung

Die wirtschaftliche Zukunft des INTERPANE-Konzerns soll durch die vorhandene Ertragskraft und die Erzielung von erneut positiven Cashflows abgesichert werden.

Das Erreichen der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 hängt von den zugrunde liegenden Annahmen ab. Hierzu gehören eine unverändert hohe Auslastung der Produktionskapazitäten in allen Geschäftsfeldern des INTERPANE-Konzerns im Verbund mit dem AGC-Konzern.

Inwieweit das Konjunktur- und Marktumfeld sowie die kurz- und mittelfristigen Markterwartungen im Inland und den angrenzenden Nachbarländern durch den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine beeinträchtigt werden, ist aus jetziger Sicht immer noch schwer absehbar, wenngleich mit einer moderateren Entwicklung der Geschehnisse nach einem Jahr des Konflikts in Europa gerechnet werden kann.

 

Lauenförde, 31. August 2023

INTERPANE International Glas GmbH

Frédéric Thys

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 840.720 951.413
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 840.720 36.344 987.757
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.087.870 37.810.134
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.323.012 44.123.441
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.512.960 5.489.210
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.521.910 91.445.752 4.295.711 91.718.496
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.656 69.656
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 22.190.713 22.240.771
3. Übrige Beteiligungen 700 700
4. Sonstige Ausleihungen 72.102 22.333.171 62.464 22.373.591
114.619.643 115.079.844
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.822.486 17.781.289
2. Unfertige Erzeugnisse 2.391.763 3.552.313
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 28.603.399 52.817.648 26.100.747 47.434.349
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.006.741 19.769.008
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.475.425 19.244.422
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.163.948 78.646.114 3.604.132 42.617.562
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.130.825 32.779.015
145.594.587 122.830.926
C. Rechnungsabgrenzungsposten 467.153 371.676
D. Aktive latente Steuern 3.177.930 8.111.026
263.859.313 246.393.472

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.120.000 5.120.000
II. Kapitalrücklage 94.770.481 94.770.481
III. Gewinnrücklagen 404.887 404.887
IV. Konzenbilanzgewinn 43.642.284 2.670.548
V. Anteile anderer Gesellschafter 6.738.793 6.730.908
150.676.445 109.696.824
B. Sonderposten für Investionszuschüsse 42.424 58.443
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 9.094.155 8.603.675
2. Steuerrückstellungen 7.173.615 6.565.003
3. Sonstige Rückstellungen 32.058.145 27.377.261
48.325.915 42.545.939
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.197.808 42.732.850
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.638.028 1.768.275
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.934.480 11.971.925
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.253.033 30.523.135
5. Sonstige Verbindlichkeiten 12.791.180 7.096.081
64.814.529 94.092.266
263.859.313 246.393.472

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 580.074.623 423.055.049
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.697.157 6.368.975
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 65.212 331.142
4. Sonstige betriebliche Erträge 9.643.012 8.804.519
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -355.568.388 -248.118.910
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.198.654 -357.767.042 -1.856.105 -249.975.015
6. Rohergebnis 226.318.648 188.584.670
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -62.212.693 -58.780.222
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -16.438.662 -78.651.355 -15.622.863 -74.403.085
- davon für Altersversorgung TEUR 1.549 (i. Vj. TEUR 1.509) -
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -13.060.953 -12.088.059
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -69.631.747 -60.340.648
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 295.112 21.847
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -50.058 -49.443
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.279.348 -1.325.851
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.758.205 -4.682.139
14. Konzernergebnis nach Steuern 44.182.094 35.717.292
15. Sonstige Steuern -2.498.473 -1.002.241
16. Konzernjahresüberschuss vor Anteil anderer Gesellschafter 41.683.621 34.715.051
17. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -711.885 -711.040
18. Konzernjahresüberschuss 40.971.736 34.004.011
19. Verlustvortrag -1.265.046 -35.276.097
20. Anteil anderer Gesellschafter am Verlustvortrag 3.935.594 3.942.634
21. Konzernbilanzgewinn 43.642.284 2.670.548

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

der INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde (im Folgenden auch IP International genannt), wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die INTERPANE International Glas GmbH hat ihren Sitz in Lauenförde und wird im Handelsregister unter der Nr. HRB 110686 beim Amtsgericht Hildesheim geführt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften haben, mit Ausnahme der INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling, nach § 264 Abs. 3 HGB von der Möglichkeit der Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht, da eine Prüfung des Konzernabschlusses nach § 317 Abs. 3 HGB erfolgte. Die Offenlegungsverpflichtung der inländischen Tochtergesellschaften wird gem. § 264 Abs. 3 HGB durch die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfüllt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, sind neben der Muttergesellschaft elf inländische Gesellschaften sowie sechs Gesellschaften aus dem europäischen Ausland einbezogen, bei denen die INTERPANE International Glas GmbH mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Die Einbeziehung beginnt ab dem Zeitpunkt der Beherrschung. Sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Verbundene Unternehmen (Konsolidierungskreis)

In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende inländische Gesellschaften einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
%
1. INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG, Lauenförde 90,09 125.849.337,11 35.517.596,44 1)
2. INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde 90,09 2.000.000,00 2.415.974,30 1)
3. INTERPANE Isolierglas G. Hesselbach GmbH, Lauenförde 90,09 31.493.377,10 38.002.438,43 1)
4. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Wipperfürth 90,09 1.841.954,39 -44.896,74 1)
5. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Löwenberger Land 90,09 2.665.455,50 1.451.128,20 1)
6. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Lauenförde 90,09 6.041.434,73 2.486.272,21 1) 2)
7. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Plattling 90,09 6.350.684,28 3.362.241,00 1) 2)
8. INTERPANE Sicherheitsglas GmbH, Hildesheim 90,09 2.001.000,00 555.390,51 1)
9. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern 90,09 1.001.000,00 1.119.439,77 1)2)
10. AGC INTERPANE Glas Deutschland GmbH, Sülzetal 90,09 27.052,02 28.365.945,43 1)
11. INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling 81,08 - 727.709,39 3) 78.852,46

Mit den Gesellschaften Nr. 1 bis Nr. 10 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Konzerngesellschaften.

1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
2) Ergebnis lt. Handelsbilanz II
3) Hinweis zur bilanziellen Überschuldung: Heilung durch Rangrücktritt von Gesellschafterdarlehen

In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende ausländische Gesellschaften einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
%
12. INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH & Co KG, Parndorf (Österreich) 90,09 13.205.949,79 5.021.502,77 2)
13. INTERPANE S.A., Hoerdt (Frankreich) 90,09 9.999.051,27 2.006.397,31 2)
14. UNIVER TOUS PRODUITS VERRIERS S.à.r.l., Hoerdt (Frankreich) 90,09 778.439,03 127.348,51 2)
15. INTERPANE HOLDING FRANCE S.A., Strasbourg (Frankreich) 90,09 27.673.384,01 673.150,81 2)
16. AGC INTERPANE GLASS FRANCE S.A.S., Seingbouse (Frankreich) 90,09 67.088.823,93 10.208.939,33 2)
17. INTERPANE Slovensko s.r.o., Malacky, (Slowakei) 90,09 1.298.559,21 702.579,02

2) Ergebnis lt. Handelsbilanz II

Folgende Gesellschaften werden im Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote Beteiligungsansatz Jahresergebnis
%
AGC f | glass GmbH, Sülzetal 44,14 22.190.712,73 5.813,59

Die Beteiligung an der AGC f | glass GmbH, Sülzetal, wurde 2008 erworben. Der Beteiligungsansatz wurde 2009 sukzessive durch Einzahlungen in das Kapital erhöht. Der im Erwerbszeitpunkt aufgedeckte positive Unterschiedsbetrag von ursprünglich T€ 794 wird im Rahmen der Equity-Bewertung als Geschäfts- oder Firmenwert über 15 Jahre abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital der AGC f | glass GmbH beträgt zum 31.12.2022 noch T€ 2.

Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden folgende Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote %
INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH, Parndorf (Österreich) 90,09

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Komplementärgesellschaft.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2012 erworben wurden, nach der Buchwertmethode gemäß § 321 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein als Firmenwert zu berücksichtigender Unterschiedsbetrag wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem jeweils anteilig erworbenen Eigenkapital entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge im Konzernabschluss der INTERPANE AG sind bei der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 1986 bis zur Höhe der Zeitwerte den Wertansätzen der Grundstücke und Gebäude zugeschrieben worden. Die danach verbleibenden Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in den Folgejahren abgeschrieben. Aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen an folgenden Bilanzstichtagen werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen sowie - soweit vor 1999 entstanden - auch mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des Unternehmens im Equity-Wert fortgeschrieben. Ein bei Erwerb einer Beteiligung bestehender anteiliger Bilanzverlust des Unternehmens stellt einen Unterschiedsbetrag im Rahmen des Erwerbs dar und wird im Equity-Wert als Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben.

Die folgenden Anforderungen des DRSC wurden bisher nicht umgesetzt:

Der Konzern hat abweichend von DRS 23, aber gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. in Verbindung mit Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB, die Buchwertmethode bei der Kapitalkonsolidierung für Erstkonsolidierungen bis zum 31. Dezember 2009 angewendet. Im vorliegenden Fall hätten beide Bilanzierungsmethoden zu gleichen Ergebnissen geführt.

Entgegen der Empfehlung des DRS 8 wurde innerhalb des Vorratsvermögens auf eine Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Lieferungen bzw. Leistungen von assoziierten Unternehmen an ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen (up-stream-Eliminierung) verzichtet. In Übereinstimmung mit § 312 Absatz 5 HGB in Verbindung mit § 304 Absatz 2 HGB wurde auf eine Zwischenergebniseliminierung von Lieferungen der f | glass an INTERPANE aufgrund von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Abschluss der IP International sowie die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung eines sich aus der Erstkonsolidierung von Beteiligungen ergebenden Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt planmäßig über 15 Jahre, da die Stabilität und Bestandsdauer der Branche, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Lebenszyklus der Produkte eine realistische Nutzung des gezahlten Aufgeldes über einen solchen Zeitraum erwarten lässt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen der Gebäude erfolgen linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von max. 50 Jahren.

Technische Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie andere Anlagen werden linear über einen Zeitraum von 2 bis 21 Jahren abgeschrieben.

Bei den Zugängen wurden die Abschreibungen zeitanteilig nach der pro-rata-temporis Methode vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital. Der Unterschiedsbetrag wurde bei erstmaliger Einbuchung als Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Equity-Bewertung abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten ein. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Bewertung der Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wird bestehenden Risiken durch den Ansatz von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei das Bestehen einer Kreditversicherung Berücksichtigung fand. Die Forderungen sind mit ihrem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Aktive und passive latente Steuern werden mit den jeweiligen Steuersätzen der zugrunde liegenden Sachverhalte bewertet und gemäß § 306 HGB saldiert ausgewiesen. Bei Ansatz und Bewertung von latenten Steuern wird der Deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS 18) angewendet.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 HGB) angesetzt, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält, für deren Eintritt ausreichend objektive Hinweise vorliegen. Sie wurden in Höhe des Betrages gebildet, mit dem die Gesellschaft eventuell in Anspruch genommen werden könnte und den sie zur Abdeckung von Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 0 (Vj. T€ 0). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von (ursprünglich abgezinsten) Rückstellungen betrugen T€ 253 (Vj. T€ 108) und wurden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d.h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB).

Die Bilanzierung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren Erfüllungsbeträgen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Konzern in Höhe von T€ 189 (Vj. T€ 241) angefallen. Auf eine Aktivierung von Entwicklungskosten wurde verzichtet, da eine verlässliche Zurechnung der Aufwendungen nicht möglich war.

5. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge aus Währungsumrechnungen werden in Höhe von T€ 2.426 (Vj. T€ 1.027), Aufwendungen in Höhe von T€ 1.400 (Vj. T€ 1.677) ausgewiesen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden in Euro aufgestellt.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungs-/Herstellungskosten, der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens als Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt.

Unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände werden überwiegend Software und Lizenzen ausgewiesen. Weiterhin wird dort der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Buchwert von T€ 0 (Vorjahr T€ 36) ausgewiesen.

Die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens der IP International ergibt sich aus der beigefügten Entwicklung des Konzernanlagevermögens.

7. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 1.360 und bestehen aus der Weiterberechnung von Grunderwerbsteuern. Der Vorjahresausweis in Höhe von T€ 12.700) betraf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter AGC Glass Europe SA.

In den sonstigen Vermögensgegenständen weisen T€ 176 (Vj. T€ 176) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus.

Die übrigen Forderungen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

31.12.2022 Vorjahr
T€ T€
Kassenbestand 15 12
Guthaben bei Kreditinstituten 14.116 32.767
Insgesamt 14.131 32.779

8. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb der Konzernbilanz in Höhe von T€ 467 (Vj. T€ 372) ausgewiesen, wobei der Ausweis keine Disagien betrifft.

9. Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 274, § 306 HGB sowie DRS 18 angesetzt und haben u.a. ihre Ursache in der Anpassung der Handelsbilanz I an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Handelsbilanz II bei den jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen erfolgten Anpassungen bei der Bewertung des Anlagevermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden angesetzt, soweit der Vorteil aus dem Verlustvortrag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann.

Weiterhin werden latente Steuern berücksichtigt, die aus der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen im Wesentlichen aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen in den Vorjahren resultieren (§ 306 HGB).

Passive latente Steuern werden auf den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes gebildet. Die erstmalige Einbuchung erfolgte im Jahre 2003 erfolgsneutral über einen Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert; latente Steuereffekte aus der Abschreibung des Unterschiedsbetrages wurden erfolgswirksam verrechnet. Soweit bei der erstmaligen Einbuchung latenter Steuern im Jahre 2003 Vorjahre betroffen waren, erfolgte die Behandlung der latenten Steuern erfolgsneutral.

Die Berechnung der latenten Steuer erfolgt bei inländischen Sachverhalten mit dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8 % zzgl. Gewerbesteuer, die sich aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,5 % und 15,0 % bewegt. Bei den französischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit 25,0 % (Vorjahr 28 %) und bei der österreichischen Gesellschaft mit 23,0 % (Vorjahr 25 %) angesetzt.

Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz erfolgt saldiert. Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern im Konzern wird in folgender Übersicht wiedergegeben:

Aktiv Passiv
2022 Vorjahr 2022 Vorjahr
T€ T€ T€ T€
Latente Steuern aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen 5.060 10.991 0 0
Pensionsrückstellungen 1.810 1.590 0 0
Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierung- und Bewertungsmethoden 298 414 0 0
Zwischengewinne 255 164 0 0
Anlagevermögen Frankreich 0 0 3.506 4.277
Sonderabschreibungen 0 0 0 0
Latente Steuern auf Unterschiedsbetrag 0 0 739 771
Saldierung ./.4.245 ./. 5.048 ./.4.245 ./. 5.048
Insgesamt 3.178 8.111 0 0

10. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der IP International beträgt € 5.120.000,00 und wird wie folgt gehalten:

31.12.2022 Vorjahr
T€
AGC Glass Germany GmbH, Wegberg 5.120.000,00 0
AGC Glass Europe S.A., Louvain-la-Neuve (B) 0,00 2.611
HELGEJOS Glass Holding AG, Meggen (CH) 0,00 2.509
Insgesamt 5.120.000,00 5.120

Im Geschäftsjahr 2022 hat die AGC Glass Germany GmbH sämtlich Anteile von den bisherigen Eigentümern AGC Glass Europe S.A. (51%) und HELGEJOS Glass Holding AG (49%) übernommen.

Anteile anderer Gesellschafter

Der Bilanzausweis ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel.

11. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d. h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Zusätzlich bestehen zum 31. Dezember 2021 nicht rückgedeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 2.774.

Folgende wesentliche Parameter wurden dabei verwendet:

 

Rechnungszins (10-Jahres-Durchschnitt): 1,78 % (i. Vj. 1,86 %) (Vergleichswert 7-Jahres-Durchschnitt: 1,44 %; Vj. 1,34 %)

 

Rententrend: 2,30 % p.a. (i. Vj. 1,80 % p.a.)

 

Gehaltstrend: 0,00 % p.a. (i. Vj. 0,00 % p.a.)

Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit der PUC-(Projected Unit Credit) Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurde der pauschalierte durchschnittliche Marktzins zur Abzinsung verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 514 (Vorjahr T€ 696). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Es wurden zum Bilanzstichtag Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 8.710 im Konzern mit dem beizulegenden Wert (entspricht den Anschaffungskosten) von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und nur zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, in Höhe von T€ 2.390 verrechnet. Gemäß § 246 Abs. 2 und § 277 Abs. 5 HGB wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen saldiert mit Erträgen aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von T€ 207 (Vj. T€ 137) im Zinsergebnis ausgewiesen. Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen wurden mit Erträgen aus der Auflösung sowie dem Verbrauch (Pensionszahlungen) der Pensionsrückstellungen bzw. der Veränderung der Aktivwerte verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns enthalten insbesondere Beträge für ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, zu erbringende Gewährleistungen, Tantiemen, Boni sowie sonstige Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

12. Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten des Konzerns weisen die folgenden Laufzeiten auf (in Klammern sind die Vorjahreszahlen angegeben):

Gesamtbetrag Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr davon > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.198 912 286 0
(Vorjahr) (42.733) (41.258) (1.475) (0)
Erhaltene Anzahlungen 1.638 1.638 0 0
(Vorjahr) (1.768) (1.768) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.935 9.935 0 0
(Vorjahr) (11.972) (11.972) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.253 39.253 0 0
(Vorjahr) (30.523) (30.523) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 12.791 12.791 0 0
(Vorjahr) (7.096) (7.096) (0) (0)
Insgesamt 64.815 64.529 286 0
(Vorjahr) (94.092) (92.617) (1.475) 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Investitionsdarlehen zweier Tochtergesellschaften mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von T€ 0. Der Vorjahresausweis in Höhe von T€ 14.186 betraf den ehemaligen Gesellschafter AGC Glass Europe SA.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 2.313 (Vj. T€ 1.493) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit T€ 1.124 (Vj. T€ 1.251) enthalten.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

13. Umsatzerlöse

Im Folgenden ist eine Aufgliederung der konsolidierten Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten sowie nach geographisch bestimmten Märkten (Fakturierungsort) vorgenommen worden (die in Klammern genannten Beträge betreffen das Vorjahr):

Inland Ausland Gesamt
T€ T€ T€
Floatglas 46.995 38.516 85.512
(34.123) (25.992) (60.115)
Beschichtetes Basisglas 49.404 94.761 144.164
(35.337) (60.844) (96.181)
Isolierglas 80.940 115.194 196.134
(65.915) (105.507) (171.422)
Sicherheitsglas 41.102 37.774 78.876
(40.746) (37.467) (78.213)
Anlagenbau 715 13.576 14.291
(109) (3.326) (3.435)
Handelswaren 37.240 20.637 57.877
(8.259) (3.278) (11.537)
Sonstige Umsätze (inkl. Lizenzen) 2.740 481 3.221
(1.982) (170) (2.152)
Konzernumsatz 259.136 320.939 580.075
(186.470) (236.584) (423.055)

14. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrafen die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Im Vorjahr betrafen die anderen aktivierten Eigenleistungen die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern, sowie die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde.

15. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.061 (Vj. T€ 3.888) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.426 (Vj. T€ 1.027) enthalten.

16. Personalaufwand/Personalbestand

Der durchschnittliche Personalbestand hat sich im Berichtsjahr folgendermaßen entwickelt:

2022 Vorjahr
Angestellte 341 336
Gewerblich Tätige 1.009 1.004
Auszubildende 40 50
Insgesamt 1.390 1.390

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.400 (Vj. T€ 1.677) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 21 (Vj. T€ 6) angefallen.

18. Zinsergebnis

2022 Vorjahr
T€ T€
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 295 22
- davon aus verbundenen Unternehmen (52) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.279 - 1.326
- davon an verbundene Unternehmen (0) (0)
Insgesamt - 984 - 1.304

Im Zinsergebnis sind Erträge aus der Abzinsung bzw. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten (vgl. Tz. 4).

19. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrafen die AGC f | glass.

20. Steuern

2022 Vorjahr
T€ T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- Inland - 10.724 - 7.770
- Ausland - 4.101 - 2.092
Latente Steuern
- Inland 363 83
- Ausland - 5.296 5.097
Insgesamt - 19.758 - 4.682
sonstige Steuern
- Inland - 1.789 - 380
- Ausland - 709 - 622
Insgesamt - 2.498 - 1.002

Im Konzernsteueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag 2022 sind Aufwendungen - nach Saldierung mit Erträgen - in Höhe von T€ 4.933 (Vorjahr Erträge T€ 5.180) aus der Veränderung von aktiven sowie passiven latenten Steuern enthalten, die im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Bewertungsunterschiede stammen.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern im Konzern wird unter der Position "Latente Steuern" dargestellt.

21. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter

Im Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Oktober 2005 zwischen der IP International und der INTERPANE AG wird dem Minderheitsgesellschafter der INTERPANE AG eine Mindestdividende (brutto T€ 704 p.a.) garantiert.

D. SONSTIGE ANGABEN

22. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind an Leasing-, Miet- und Pachtverträge zu erwähnen:

Gesamtbetrag 2023ff. Jahresbetrag 2022
T€ T€
INTERPANE AG 5 20
IP Isolierglas GmbH 26 24
IP E&B 28 34
IP Lauenförde 167 108
IP Wipperfürth 51 154
IP Häsen 33 49
IP Plattling 598 450
IP Hildesheim 51 57
IP Belgern 341 418
IP Glas Deutschland 37 54
IP Parndorf 52 49
IP Hoerdt 83 77
IP Holding France 39 23
IP Glass France 424 263
Univer 84 25
Summe 2.019 1.805

Mit dem assoziierten Unternehmen AGC f | glass besteht ein Long Term Supply Agreement. Hierin verpflichtet sich die IP AG und / oder mit deren verbundenen Unternehmen eine Mindestmenge an unbeschichteten oder beschichteten Flachgläsern pro Jahr zu einem definierten Abnahmepreis von der AGC f | glass abzunehmen. Aufgrund der derzeitigen Marktsituation ist aus diesem Beschaffungsvertrag mit keinen Verlusten zu rechnen.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Eventualverbindlichkeiten oder sonstige nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen.

23. Bildung von Bewertungseinheiten

Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung und Reduzierung der Risiken aus Schwankungen von Fremdwährungspositionen zwischen Auftragseingang und Auftragsabschluss eingesetzt. Zukünftige, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Fremdwährungseinzahlungen aus dem Isolierglasobjektgeschäft in Nordamerika werden mit dem aktuellen Wechselkurs bei Vertragsabschluss durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da alle wertbestimmenden Faktoren aus Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, erfolgt die Beurteilung der Wirksamkeit mittels der Critical-Terms-Match Methode. Das Grundgeschäft und das Devisentermingeschäft werden zu einer Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode, d.h. die eintretenden wirksam abgesicherten Wertveränderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden nicht erfasst.

Zum Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte in US-Dollar in Höhe eines Nominalwertes von T€ 385 (Vorjahr T€ 1.625) abgeschlossen.

24. Nachtragsbericht

Seit dem 24.2.2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns, so dass negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe weniger stark durchschlagen sollten. Die durch die Ukraine-Krise resultierenden ökonomischen Folgen für die europäische Wirtschaft und auch für unsere Unternehmensgruppe sind insgesamt nicht vollständig absehbar und quantifizierbar. Jedoch erwarten wir, dass sich die Energiepreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen und den Inflationsdruck erhöhen werden, da dieser Konflikt neben den Energiepreisen und die Verbraucherpreise weiter nach oben treiben wird. Der Volatilität auf den Energiemärkten begegnen wir einerseits durch Gas-Hedging-Abschlüsse und andererseits durch Preiserhöhungen auf der Absatzseite für unsere Produkte, um die massiv steigenden Kosten an den Markt weiterzugeben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 314 Nr. 25 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind und über die zu berichten wäre, ergaben sich nicht.

25. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde

Herrn Jörn C. Hesselbach, Geschäftsführer, Meggen / Schweiz (bis zum 05.07.2023), Herrn Jochen H. Hesselbach, Geschäftsführer, Meggen / Schweiz (bis 16.11.2022), Herrn Frederic Thys, Geschäftsführer, Wezembeek-Oppem / Belgien (ab 16.11.2022).

Der Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch ihre Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen.

Bis zum 16.11.2022 hatte die Gesellschaft Prokura an Herrn Frank Schürmann, Vlotho, erteilt.

26. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr wurde die Befreiung nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

27. Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, belief sich auf T€ 324 (Vorjahr T€ 297), und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

28. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 40.972 mit dem bestehenden Konzernbilanzverlust zu verrechnen und den verbleibenden Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 43.642 auf neue Rechnung vorzutragen.

29. Konzernabschluss

Oberstes Mutterunternehmen ist die AGC Inc., Tokio/Japan, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird auf der Homepage der AGC Inc. veröffentlicht.

 

Lauenförde, 31. August 2023

Frédéric Thys

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

der INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

Anschaffungs-oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Umgliederung Abgänge Stand 31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.462.961 70.119 307.819 -113.579 11.727.320
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.634.904 0 0 0 44.634.904
56.097.865 70.119 307.819 -113.579 56.362.224
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.560.618 392.958 775.521 0 114.729.097
2. technische Anlagen und Maschinen 266.138.522 659.727 5.097.226 -1.767.009 270.128.466
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.126.476 1.339.236 776.942 -763.716 29.478.938
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.295.712 10.215.856 -6.957.507 0 7.554.061
412.121.328 12.607.777 -307.818 -2.530.725 421.890.562
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.656 0 0 0 69.656
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 22.240.771 0 0 -50.058 22.190.713
3. übrige Beteiligungen 700 0 0 0 700
4. sonstige Ausleihungen 62.464 37.051 0 -27.413 72.102
Summe Finanzanlagen 22.373.591 37.051 0 -77.471 22.333.171
Summe Anlagevermögen 490.592.784 12.714.947 1 -2.721.775 500.585.957
Kumulierte Anschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Umgliederung Abgänge Stand 31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.511.548 488.626 0 -113.574 10.886.600
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.598.560 36.344 0 0 44.634.904
55.110.108 524.970 0 -113.574 55.521.504
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 75.750.484 2.890.743 0 0 78.641.227
2. technische Anlagen und Maschinen 222.015.081 7.534.369 0 -1.743.996 227.805.454
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.637.266 2.078.721 0 -750.009 23.965.978
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1 32.150 0 0 32.151
320.402.832 12.535.983 0 -2.494.005 330.444.810
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0
3. übrige Beteiligungen 0 0 0 0 0
4. sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 375.512.940 13.060.953 0 -2.607.579 385.966.314
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 840.720 951.413
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 36.344
840.720 987.757
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.087.870 37.810.134
2. technische Anlagen und Maschinen 42.323.012 44.123.441
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.512.960 5.489.210
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.521.910 4.295.711
91.445.752 91.718.496
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.656 69.656
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 22.190.713 22.240.771
3. übrige Beteiligungen 700 700
4. sonstige Ausleihungen 72.102 62.464
Summe Finanzanlagen 22.333.171 22.373.591
Summe Anlagevermögen 114.619.643 115.079.844

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsiahr 2022

der INTERPANE International Glas GmbH

Lauenförde

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2020 5.120.000 94.770.481 404.887
gezahlte Dividenden
Korrektur Gewinnvortrag
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2021 5.120.000 94.770.481 404.887
gezahlte Dividenden
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2022 5.120.000 94.770.481 404.887
Mutterunternehmen
Konzernbilanzgewinn/-verlust Komzernjahresüberschuss Eigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2020 -21.920.443 8.420.183 78.374.926
gezahlte Dividenden -9.411.765 -9.411.765 -9.411.765
Korrektur Gewinnvortrag -1.256 -1.256 -1.256
Konzerngesamtergebnis 34.004.010 34.004.010 34.004.010
Stand 31.12.2021 2.670.546 33.011.172 102.965.915
gezahlte Dividenden
Konzerngesamtergebnis 40.971.736 40.971.736 40.971.736
Stand 31.12.2022 43.642.282 73.982.908 143.937.651
Nicht herrschende Anteile
Anteil am Konzern-Kapital Anteil am Konzern-Ergebnis Eigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2020 9.923.556 -3.199.687 6.723.869
gezahlte Dividenden -704.000 -704.000
Korrektur Gewinnvortrag
Konzerngesamtergebnis 711.040 711.040
Stand 31.12.2021 9.923.556 -3.192.647 6.730.909
gezahlte Dividenden -704.000 -704.000
Konzerngesamtergebnis 711.885 711.885
Stand 31.12.2022 9.923.556 -3.184.762 6.738.794
Konzerneigenkapital
EUR
Stand 31.12.2020 85.098.795
gezahlte Dividenden -10.115.765
Korrektur Gewinnvortrag -1.256
Konzerngesamtergebnis 34.715.050
Stand 31.12.2021 109.696.824
gezahlte Dividenden -704.000
Konzerngesamtergebnis 41.683.621
Stand 31.12.2022 150.676.445

Konzernkapitalflussrechnung

2022 2021
Konzernjahresüberschuss vor Fremdanteilen 41.683.621 34.715.050
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen 13.060.953 12.088.059
+/- Buchverluste/Buchgewinne aus Sachanlageabgängen 32.956 -209.535
+/- Buchverluste/Buchgewinne aus Finanzanlageabgängen 0 0
+ Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 50.058 49.443
+/- Veränderung Pensionsrückstellungen 490.480 586.561
Cash-Flow 55.318.068 47.229.578
(-) Zunahme / (+) Abnahme der Aktiva:
Vorräte -5.383.298 -5.066.641
Forderungen -36.028.552 -7.413.886
Rechnungsabgrenzungsposten -95.477 100.882
Latente Steuern 4.933.096 -5.179.899
(+) Zunahme / (-) Abnahme der Passiva:
Sonderposten -16.019 58.443
Steuerrückstellungen 608.612 3.143.337
Übrige Rückstellungen 4.680.884 1.346.126
Verbindlichkeiten 12.257.305 9.969.866
(+) Zinsaufwendungen / (-) Zinserträge 984.236 1.304.004
(+) Ertragsteueraufwand / (-) -ertrag 19.758.205 4.682.139
(+) erhaltene / (-) geleistete Ertragsteuerzahlungen -19.758.205 -4.682.139
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 37.258.855 45.491.810
(+) Einnahmen / (-) Ausgaben bzgl. Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevemögen 31.179 487.000
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 0 9.470
- Auszahlungen für Zugänge von immateriellen Vermögensgegenständen - 70.119 -290.491
- Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagevermögen - 12.607.776 -11.729.722
- Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagevermögen - 37.050 -13.952
+ erhaltene Zinsen 295.112 21.847
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -12.388.654 -11.515.848
(+) Einnahmen / (-) Ausgaben bzgl. Finanzierungstätigkeit
- Tilgung / + Neuaufnahme von Bankverbindlichkeiten -41.535.042 -11.702.519
- Gewinnausschüttungen 0 -9.411.765
- Minderung Fremdanteile am Kapital 0 0
- Auszahlungen an Fremdgesellschafter -704.000 -704.000
- gezahlte Zinsen -1.279.348 -1.325.851
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -43.518.390 -23.144.135
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 37.258.855 45.491.811
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -12.388.654 -11.515.847
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -43.518.390 -23.144.135
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 32.779.014 21.947.186
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 14.130.825 32.779.014

Der Finanzmittelbestand umfasst Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Kapitalflussrechnung erfolgte entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21).

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der INTERPANE International Glas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. August 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kuntz, Wirtschaftsprüfer

Özgüc, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Konzernabschluss wurde am 31. August 2023 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.